Warum verlässt man eine 8-stellige Firma nach 12 Jahren?

mit Max Wittrock, Mitgründer von mymuesli und zeroLabs, Sparringspartner für Gründer

2. Juni 2026 · 105 Min

Zusammenfassung

Max Wittrock hat mymuesli mitgegründet und nach über zwölf Jahren als CEO verlassen. Jetzt baut er mit zeroLabs ein rosa 0,0-Prozent-Bier auf: über Kante, Pricing-Mut, Post-Purchase-Umfragen, die LinkedIn-Routine von 8 bis 8.20 Uhr und Selbstzweifel nach 20 Jahren Unternehmertum.

Feliks hat noch eine mymuesli-Dose mit Max' Autogramm im Keller: 2007 haben die drei Gründer jede gemixte Dose von Hand unterschrieben. Von dort geht es direkt ans Ende der Geschichte. Max erzählt, warum er im Dezember 2019 nach über zwölf Jahren als CEO ausgestiegen ist. Sein Bild dafür ist die Spanplatte: Er baut gern operativ von Anfang an auf und schreibt lieber selbst eine E-Mail, als vier Newsletter zu briefen. In der großen Struktur fühlte er sich mit seinen Skills nicht mehr wohl. Der Ausstieg war lange vorbereitet, mit einer Coachin, mit der das Gründertrio schon Jahre gearbeitet hatte.

Dann geht es zurück zum Anfang: eine Videothek in Passau, mittwochs Businesspläne, und am Ende gewann immer das Müsli. Max spricht offen über seine Schwächen als Führungskraft, über das Gründerprivileg, zu spät zu kommen, und über den Satz seines Mitgründers Hubertus, den er sich als Wandtattoo drucken würde: Bewerte nie eine Entscheidung mit Informationen, die du später bekommen hast. Gegen den eigenen Kopf hat er drei Techniken: das Mantra, dass der Kopf meistens nicht die Wahrheit sagt, körperlicher Ausgleich und die Abnutzung, die nach dem hundertsten Hasskommentar einsetzt.

Der Mittelteil gehört zeroLabs. In einem Land mit rund 1.500 Brauereien heißt ein Bier Zero Labs, ist rosa, hat 0,0 Prozent Alkohol und keinen Zucker. Diese Kante bringt wüste Kommentare unter den Ads, die der Algorithmus liebt. Max erklärt, warum eine Konsumgütermarke mit D2C starten sollte, wie Zero Labs mit einer Business-Angel-Runde von ein paar hunderttausend Euro seedstrapped wächst, warum ein Preis wie ein Tattoo ist und wie der Gabor-Granger-Test mit Appinio den UVP von 2,29 Euro bestätigt hat. Dazu kommen Post-Purchase-Umfragen als Mittel gegen das Attributionsproblem und der Schritt von Features zu Transformationen im Marketing.

Zum Schluss wird es persönlich. Max zerlegt Storytelling in Strategie und Taktik, erklärt seine LinkedIn-Routine von 8 bis 8.20 Uhr, warum sich Personal Branding nicht auslagern lässt und wie Accountability über eine Liegestütz-Gruppe funktioniert. Er spricht über sein Mentoring-Angebot für Gründer, das ein paar tausend Euro über drei Monate kostet, und über den Glaubenssatz, ob er sich überhaupt Unternehmer nennen darf. Mit den E-Com-Bros im Raum fühlt er sich immer noch wie der Kleinste. Sein Hafen: Freude an der Arbeit, eine alkoholfreie Boutique-Biermarke und irgendwann ein Buchladen.

Zahlen aus der Folge

Dezember 2019
Ausstieg von Max bei mymuesli nach über 12 Jahren als CEO
über 50
mymuesli-Filialen, die in der Corona-Zeit schließen mussten
rund 1.500
Brauereien in Deutschland, gegen die Zero Labs antritt
Oktober 2024
Start von Zero Labs
4 weitere Zahlen
sechsstellig
erster Online-Monatsumsatz von Zero Labs im Januar
siebenstellig
Umsatz, den Zero Labs dieses Jahr machen wird
ein paar hunderttausend €
Business-Angel-Runde plus eigenes Geld, reicht für zwei bis drei Jahre
2,29 €
UVP pro Flasche Zero Labs, per Gabor-Granger getestet

Worüber am meisten gesprochen wurde

Anteil an der Gesprächszeit, berechnet aus den Kapitel-Längen (ohne Intro).
Personal Brand & Routine
28 % · 28 Min
Kopf & Selbstzweifel
23 % · 23 Min
Marke & Kante
16 % · 16 Min
mymuesli: Aufbau & Ausstieg
14 % · 14 Min
Kaufmotive & Storytelling
12 % · 12 Min
Pricing & D2C
8 % · 8 Min
Gesprächsverlauf

Kapitel

  1. 00:00Trailer & IntroIntro
  2. 03:04Die Spanplatte: Warum er nach über 12 Jahren als CEO bei My Müsli rausgingmymuesli: Aufbau & Ausstieg
  3. 08:23100 Businesspläne, und am Ende kam immer wieder Müslimymuesli: Aufbau & Ausstieg
  4. 16:52„Mein Kopf sagt mir nicht die Wahrheit": drei Techniken gegen den eigenen KopfKopf & Selbstzweifel
  5. 25:40„Du darfst kein Vanilleeis sein": die Kante hinter jeder starken MarkeMarke & Kante
  6. 27:47Rosa, 0,0 %, alkoholfrei: warum Zero Labs in einem 1.500-Brauereien-Land bewusst anecktMarke & Kante
  7. 41:37„Ein Preis ist ein Tattoo": Pricing-Mut, bevor REWE dir die Marge zerschießtPricing & D2C
  8. 50:00Feature oder Transformation: warum Liquid Death kein Wasser verkauftKaufmotive & Storytelling
  9. 01:01:47„Jeden Tag von 8 bis 8.20 ein Post": die LinkedIn-Routine, die er durchziehtPersonal Brand & Routine
  10. 01:30:00Der Kleinste im Raum: Imposter-Syndrom trotz 20 Jahren UnternehmertumKopf & Selbstzweifel

Key Learnings

  1. 1

    Bewerte Entscheidungen nie mit Informationen von später

    Max hat bei mymuesli vieles falsch gemacht, sagt er selbst, vor allem bei Leadership: zu spät zu Meetings, Deadlines vergessen, das Gründerprivileg des kreativen Chaoskopfs. Den Satz seines Mitgründers Hubertus würde er sich trotzdem als Wandtattoo drucken: Bewerte nie eine Entscheidung mit Informationen, die du später bekommen hast. Besser geworden ist er durch den Coaching-Prozess und ehrliches Feedback von Mitgründern und Direct Reports.

    08:23 · 100 Businesspläne, und am Ende kam immer wieder Müsli
  2. 2

    Drei Techniken gegen den eigenen Kopf

    Erstens das Mantra: Mein Kopf sagt mir meistens nicht die Wahrheit. Wer nachts aufwacht und denkt, alles bricht zusammen, sieht es am Morgen anders. Zweitens körperlicher Ausgleich, bei Max Krafttraining und Yoga, ohne die es mit über 40 nicht mehr geht. Drittens Abnutzung: Wenn dich zum hundertsten Mal jemand auf Instagram beschimpft, ist es nicht mehr so schlimm wie beim ersten Mal. Gründen ist für ihn ein Handwerk, in dem du wie beim Golf ein Leben lang besser werden kannst.

    16:52 · „Mein Kopf sagt mir nicht die Wahrheit": drei Techniken gegen den eigenen Kopf
  3. 3

    Sei kein Vanilleeis: Deine Marke braucht eine Kante

    Was eine Marke groß gemacht hat, darf ein Käufer wie Katjes nicht weichspülen. Den Satz hat Max von einem Gründer der Agentur Heimat: Du darfst kein Vanilleeis sein, du brauchst eine Kante. Bei Zero Labs ist die Kante schon das Produkt: In einem Land mit rund 1.500 Brauereien heißt ein Bier Zero Labs, macht nur alkoholfrei und ist rosa. Die wüsten Kommentare unter den Ads sind für den Algorithmus sogar gut. Wer allen gefallen will, gefällt niemandem.

    25:40 · „Du darfst kein Vanilleeis sein": die Kante hinter jeder starken Marke
  4. 4

    Starte eine Konsumgütermarke mit D2C, der Handel zahlt später die Zinsen

    Zero Labs konzentriert sich zuerst auf online. Max' Regel: Eine Konsumgütermarke sollte in der Regel mit D2C anfangen und die Marke online aufbauen, weil du die Zinsen dafür später vor allem im Handel bekommst. Getränke binden viel Cash, weil du Ware und Leergut palettenweise brauchst und laut Branche dreimal so viel Leergut wie gedacht: ein Drittel bei dir, ein Drittel beim Händler, ein Drittel unterwegs. Deshalb die Business-Angel-Runde von ein paar hunderttausend Euro, kaum Gehalt und ein kleines Team, bis Positioning und Copywriting sitzen.

    27:47 · Rosa, 0,0 %, alkoholfrei: warum Zero Labs in einem 1.500-Brauereien-Land bewusst aneckt
  5. 5

    Fang beim Preis oben an, ein Preis ist ein Tattoo

    Wer eine E-Com-Firma bauen will, braucht Marge, weil Neukundenakquise teuer ist. Idealerweise bist du schon beim ersten Kauf auf CM3-Ebene profitabel. Deshalb lieber oben anfangen: Ein Preis ist wie ein Tattoo, der geht nicht mehr so schnell weg. Zero Labs hat den Preis nach dem Launch mit Appinio per Gabor-Granger getestet, 1,69, 1,89 und 2,29 Euro, und keinen Preispunkt gefunden, bei dem die Nachfrage explodiert. Also bleibt es bei 2,29 Euro UVP, statt als Preisbrecher für 99 Cent ins REWE-Regal zu kommen und nichts zu verdienen.

    41:37 · „Ein Preis ist ein Tattoo": Pricing-Mut, bevor REWE dir die Marge zerschießt
  6. 6

    Frag nach dem Kauf, nicht am Regal

    Die Post-Purchase-Umfrage löst für Zero Labs zwei Probleme. Erstens die Attribution, die seit iOS 14 schwierig ist: Woher kennst du uns? So konnte Johannes Kliesch bei Snocks beziffern, dass etwa ein Prozent der Kunden über seine Personal Brand kam. Zweitens die echte Kaufmotivation, die du mit dem Klemmbrett am Supermarktregal nie erfährst. Wenn am Ende der rosa Kronkorken das Argument Nummer eins ist, profitieren davon alle Kanäle.

    41:37 · „Ein Preis ist ein Tattoo": Pricing-Mut, bevor REWE dir die Marge zerschießt
  7. 7

    Verkaufe die Transformation, nicht das Feature, und spar dir den Style Guide

    Max gibt zu, dass er in den Ads noch zu oft über Features redet: 0,0 Prozent, kein Zucker. Die tiefere Motivation ist eine andere: jemand werden, bei dem Alkohol keine Rolle mehr spielt, und sich trotzdem täglich belohnen. Konsum ist integrativ oder distinktiv, dazugehören oder sich abgrenzen. Dieses Copywriting findest du nicht über Nacht, es kommt in Treppenstufen. Branding ist dabei nicht überbewertet, aber Startups mit zu viel Funding verschwenden Zeit mit Style Guides statt mit dem Markteintritt. Zero Labs hat die CI von Tabula Rasa bauen lassen, die Performance-Ads dürfen hässlich sein.

    50:00 · Feature oder Transformation: warum Liquid Death kein Wasser verkauft
  8. 8

    Content braucht ein System und Accountability

    Max teilt Storytelling in Strategie und Taktik. Strategie: Nimm dir Zeit, mach eine 30-Minuten-Mindmap zu dem Thema, für das du stehen willst, prüfe, ob es wirklich eine Story gibt, und wähl, was zu dir passt. Taktik: ein oder zwei Kanäle mit Rückenwind, tägliche Disziplin wie bei Liegestützen und ein Block im Kalender. Bei ihm heißt das: jeden Tag von 8 bis 8.20 Uhr LinkedIn-Zeit, und der Post geht raus, egal ob er gut ist. Auslagern lässt sich das kaum: Profi-Boxer werden wollen, aber nicht boxen wollen. Für Accountability helfen Verträge mit sich selbst und eine Gruppe, etwa Freunde in einer Liegestütz-App oder andere Solo-Founder in einer WhatsApp-Gruppe.

    01:01:47 · „Jeden Tag von 8 bis 8.20 ein Post": die LinkedIn-Routine, die er durchzieht

Meistgesehener Clip zur Folge

Gründen heißt auch, den Kampf im Kopf zu gewinnen. Max Wittrock – 15 Jahre mymuesli, jetzt Zero Labs – über die 3 Dinge, die ihm dabei wirklich helfen.

5.997 Aufrufe auf Instagram · Stand 24.10.2026Auf Instagram ansehen ↗

Zitate

„Bewerte nie eine Entscheidung mit Informationen, die du später bekommen hast.“
Max Wittrock
„… mein Kopf sagt mir meistens nicht die Wahrheit. … So, wie ich innerlich eine Situation beurteile, das stimmt meistens nicht.“
Max Wittrock
„Man muss beim Pricing schon mutig sein. Das ist wie ein Tattoo, so ein Preis. Der geht halt nicht mehr so schnell weg.“
Max Wittrock
„Also ein bisschen wie Profi-Boxer werden wollen, aber nicht boxen wollen. Das ist halt schwierig.“
Max Wittrock
„… nur weil man das irgendwie 20 Jahre macht, heißt das nicht, dass man nicht immer noch genau die gleichen Selbstzweifel hat …“
Max Wittrock

Über den Gast

Max Wittrock

Mitgründer von mymuesli und zeroLabs, Sparringspartner für Gründer · zeroLabs, mymuesli, Jokolade

Max Wittrock hat Jura studiert, nebenbei eine Journalistenausbildung gemacht und 2007 in Passau mit Hubertus und Philipp mymuesli gegründet: individuell gemixtes Bio-Müsli, anfangs mit Waage und Tupperdosen von Hand abgefüllt und jede Dose unterschrieben. Die Firma wurde ohne Wagniskapital aufgebaut, holte später einen Private-Equity-Fonds an Bord und gehört heute mehrheitlich Katjes. Ende 2019 stieg Max nach über zwölf Jahren als Geschäftsführer aus. 2020 half er Joko Winterscheidt und Oliver Frank beim Aufbau der Schokoladenmarke Jokolade. Seit Oktober 2024 baut er mit Moritz Keller zeroLabs auf, ein alkoholfreies Bier mit 0,0 Prozent Alkohol, ohne Zucker und in rosa Dose. Daneben begleitet er Gründerinnen und Gründer als Coach und Sparringspartner. Laut seiner Website ist er seit Juli 2026 wieder bei mymuesli.

Häufige Fragen

Warum hat Max Wittrock mymuesli verlassen?

Max ist im Dezember 2019 nach über zwölf Jahren als CEO ausgestiegen. Sein Bild dafür ist die Spanplatte: Er baut gern operativ von Anfang an auf und fühlte sich in der großen Struktur mit seinen Skills nicht mehr wohl. Aufbauen und Managen sind für ihn zwei verschiedene Fähigkeiten. Der Schritt war mit seinen Mitgründern Hubertus und Philipp über Jahre vorbereitet, auch mit einer Coachin, mit der das Trio lange gearbeitet hatte.

Was ist Zero Labs?

Zero Labs ist die neue Firma von Max Wittrock und Moritz Keller, gestartet im Oktober 2024: ein Bier mit 0,0 Prozent Alkohol, ohne Zucker und kalorienarm, in rosa Verpackung. In einem Land mit rund 1.500 Brauereien ist das bewusst eine Kante. Verkauft wird vor allem online in Deutschland und Österreich, dazu kommen Handelspartner wie Knuspr und eine Kooperation mit den Markgrafen-Getränkemärkten.

Wie viel Umsatz macht Zero Labs und wie ist die Firma finanziert?

Im Januar war Zero Labs online zum ersten Mal sechsstellig, in diesem Jahr soll der Umsatz siebenstellig werden und sich im nächsten Jahr mindestens verdoppeln. Finanziert ist die Firma seedstrapped: eine Business-Angel-Runde von ein paar hunderttausend Euro plus eigenes Geld, das für zwei bis drei Jahre reichen soll. Max und Moritz zahlen sich fast kein Gehalt und halten das Team klein. Zu den Angels gehört Personio-Gründer Hanno Renner.

Was rät Max Wittrock beim Pricing?

Lieber oben anfangen als unten, denn ein Preis ist wie ein Tattoo. Wer eine E-Com-Marke baut, braucht Marge, um Neukunden idealerweise schon beim ersten Kauf CM3-profitabel einzukaufen. Zero Labs hat seinen Preis nach dem Launch mit Appinio per Gabor-Granger getestet und bei 1,69, 1,89 und 2,29 Euro keinen Knick gefunden, bei dem die Nachfrage explodiert. Deshalb bleibt es bei 2,29 Euro UVP.

Wie arbeitet Max Wittrock als Coach mit Gründern?

Max nennt sich lieber Sparringspartner oder Wingman als Coach. Sein 1:1-Mentoring läuft über drei Monate und kostet ein paar tausend Euro. Er arbeitet am liebsten mit fortgeschrittenen Gründern, die gutes Funding oder schon eine Million Euro Umsatz oder mehr haben, und mit drei bis acht Leuten gleichzeitig, nicht mit 50. Viele Probleme lassen sich aus seiner Sicht bei einem Lunch lösen, deshalb gibt er auch viel Wissen kostenlos weiter. Seine Beobachtung: Die meisten wissen die Antworten schon und brauchen vor allem Reassurance.

Was sagt Max Wittrock über Selbstzweifel und Imposter-Syndrom?

Ein großer Glaubenssatz von Max ist die Frage, ob er sich überhaupt Unternehmer nennen darf, obwohl mymuesli über seine Lebenszeit mehrere hundert Millionen Euro Umsatz gemacht hat. Mit den E-Com-Bros im Raum fühlt er sich immer noch wie der Kleinste. Sich selbst zu vermarkten ist für ihn der Horror, bei seinem Mentoring-Angebot hing er lange in der Analyse-Paralyse. Seine Botschaft: Auch nach 20 Jahren hat man die gleichen Selbstzweifel, Gründen ist ein Skill, den du ein Leben lang kultivierst.

Erwähnt in der Folge

Firmen, Personen und Produkte aus dem Gespräch
  • mymuesliFirmaDie Müsli-Marke aus Passau, die Max 2007 mitgegründet und Ende 2019 als CEO verlassen hat.
  • Zero LabsFirmaMax' neue Firma mit Moritz Keller: Bier mit 0,0 Prozent Alkohol, ohne Zucker, in Rosa.
  • KatjesFirmaHält heute knapp über die Mehrheit an mymuesli.
  • JokoladeFirmaSchokoladenmarke von Joko Winterscheidt, bei deren Aufbau Max 2020 geholfen hat.
  • Athletic BrewingFirmaUS-Pionier für alkoholfreies Craft-Bier, der laut Max aber kein 0,0 macht.
  • Liquid DeathFirmaFeliks' Beispiel für eine Wassermarke, die Zugehörigkeit statt Wasser verkauft.
  • AppinioToolMarktforschung per App, mit der Zero Labs seinen Preis per Gabor-Granger getestet hat.
  • KnusprFirmaOnline-Supermarkt, über den Zero Labs neben dem eigenen Shop verkauft.
  • NolaFirmaEnergy Drink für Frauen aus Feliks' Portfolio, dessen Gründerin Laura Hasskommentare als Content nutzt.
  • Glow25FirmaKollagen-Marke von Raphael Frank, dessen Founder-Mode-Folge Max als Hörempfehlung nennt.
  • SnocksFirmaJohannes Kliesch konnte per Post-Purchase-Umfrage messen, dass rund ein Prozent der Kunden über seine Personal Brand kam.
  • Hanno RennerPersonPersonio-Gründer und Business Angel bei Zero Labs, für Max ein Gründer mit zwei Gehirnen.
  • Victoria WeberPersonHost des Podcasts Creator Way, bei der Max selbst Coaching nimmt.
  • What I Talk About When I Talk About RunningBuchHaruki Murakamis Buch übers Laufen, Max' Analogie für Konsistenz beim Gründen.
  • Mad MenSendungVon Don Draper stammt der Satz, dass du die Nadel sein willst, nicht der Heuhaufen.

Transkript

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00:00 Trailer & Intro

00:00 Feliks Eyser: Warum ist Branding überbewertet?

00:02 Max Wittrock: Viele Startups, gerade wenn sie zu viel Funding haben, verschwenden halt wahnsinnig viel Zeit mit Style Guides und Looks, anstatt einfach mal ihr Produkt auf den Markt zu bringen. Du hast in Deutschland rund 1500 Power rein und jetzt Heißt ein Bier Zero Labs, macht nur alkoholfrei, ist rosa und entspricht damit ja schon mal überhaupt nicht dem Bierklischee. Ich glaube, du brauchst Bekannte, du darfst halt nicht so komplett weichgespült sein. Jemanden ganz offensichtlich auch mit seiner Geschäftsidee anzuprobieren. Heißt ja auch gleichzeitig, dass du andere umso stärker anziehst, weil wenn du alles einfach nur noch weich spülst, dann bleibt einfach ein Vanille-Eis übrig. Und wenn du allen gefallen willst, gefällst dir keimen. Gründen heißt eben auch, den Kampf im Kopf gewinnen. Und gründen heißt immer, Selbstzweifel ankommen. Ein großer Glaubenssatz, den ich habe, ist, dass ich überhaupt mal überhaupt Unternehmer nennen.

00:51 Feliks Eyser: Was hast du über Pricing gelernt?

00:52 Max Wittrock: Das ist eine Disziplinen, die viele vernachlässigen. Man muss beim Pricing schon mutig sein. Das ist wie ein Tattoo, so ein Preis. Der geht halt nicht mehr so schnell weg.

01:04 Feliks Eyser: Ich habe ein Autogramm von dir. Wusstest du das? Das ist eine Funny-Geschichte. Ich habe ein Autogramm von dir. Ich bin gespannt. Ich komme aus Leonberg und irgendwo in Leonberg in einem Keller steht eine mymuesli-Dose. Und da ist ein Autogramm von dir drauf. Weil ihr den Shop online gestellt habt, 2007, und ich saß im Hörsaal in der Uni und fand das so cool und hab gedacht, ich muss mir jetzt ein Müsli mixen. Und dann kam irgendwann diese Dose aus Passau und die habt ihr händisch unterschrieben. Und ich habe da so eine Max-Dose stehen.

01:27 Max Wittrock: Also ich glaube, das ist gleich mal das erste, also ich. Dieses Unterschreiben der jeder gemixten Dose, das war ein total entscheidender Hebel. Und ich glaube, dass man halt super oft, natürlich, gerade das wird durch AI viel krasser, speed, speed, speed, speed, speed. Aber diese kleinen Details, Paul Graham vom Y Combinator sagt ja immer, do things that don't scale, dass man die schnell übersieht. Und deswegen bin ich ein großer Freund von diesen Dingen.

01:54 Feliks Eyser: Und du thinks it Don't Scale bedeutete damals, ihr standet da zu dritt und habt damit so kleinen Löffeln quasi 50 Gramm Ananasflakes, 30 Gramm Rosinen zusammengemixt? Und jedem sein Miss wieder gebaut mehr, individuell.

02:06 Max Wittrock: Also die, oft ist es ja so, ich meine, wenn ich jetzt eine technische Idee habe, die ich mit Claude umsetzen kann, kann ich sie an einem Wochenende coden. Aber wir kennen das ja alle, wenn du ein physisches Produkt auf den Markt bringen willst und du findest ja jetzt niemanden auch 2007 sowieso nicht, als wir online losgelegt haben. der dir dein eigenes Müsli zu akzeptablen Konditionen produziert. Also die einzige Lösung war, wir müssen unsere eigene Produktion machen, wir brauchen eine Waage und genau, und da brauchen wir 80 Tupperware Behälter und dann geht's los. Und das war schon sehr

02:39 Feliks Eyser: händisch Geil. Und ich meine, du hast die Story of the Zell, so es ging los, ich hab die Company gebootstrapped, die Idee, weil jeder kriegt sein individuelles Müsli. Über die Zeit, nach vielen, vielen Jahren habt ihr einen Private Equity Fonds reingeholt und heute gehört die Firma in der Mehrheit Katjes, also hat da wahrscheinlich so ihr langfristiges Zuhause. gefunden. Du warst persönlich da 15 Jahre drin. Nimm mich mal mit ans Ende. Lass uns mal beim Ende anfangen. Was war für dich der Moment, dass du gesagt hast, du gehst raus? Also wann sollte ein Gründer die Entscheidung treffen, sein Unternehmen zu verlassen? Du warst ja super lange drin und eine Frage, die sich viele, die sowas lange machen, stellen, ist, bleibe ich da jetzt bis zur Rente oder wann ist der Punkt, rauszugehen und was Neues zu machen? Wie war das bei dir, dieser Moment?

03:04 Die Spanplatte: Warum er nach über 12 Jahren als CEO bei My Müsli rausging

03:23 Max Wittrock: Also natürlich super individuell. Und ich versuche generell in diesem Podcast jetzt nicht immer ausschweifend zu antworten. Ich glaube, da war wichtig. Super lang vorbereitet. Also, wir drei sind und waren sehr, sehr gut synchronisiert. Also, das ist nicht so, dass wir eine reine Co-Founder-Arbeitsbeziehung hatten und ich habe dann im Dezember 2019 gesagt: Übrigens in der Woche bin ich weg. One more thing, sondern wir haben das krass lang vorbereitet und wir hatten eine Coachin, mit der wir viele Jahre vorher, glaube ich, gearbeitet hatten. Und deswegen. War das ein abgesprochener Prozess? Und woran lag es? Also ich habe für mich identifiziert so Ich habe es die Spanplatte genannt, das hat es dann auch in unserer offiziellen Pressemitteilung so geschafft, aber das Bild funktioniert für mich immer noch. Ich mag einfach gerne Dinge operativ aufbauen von Anfang an. Und vor allem mag ich operatives Arbeiten. Also ich schreibe halt lieber eine E-Mail, als jemandem zu sagen, hier ist das Briefing für die nächsten vier Newsletter. Und deswegen habe ich mich in dieser riesen Struktur einfach mit meinen Skills nicht mehr so wohl gefühlt, weil Das sagen, glaube ich, viele GründerInnen. So es ist halt was anderes, ob du gut bist im Aufbauen, im Gründen oder ob du gut bist im Managen. Und so meine Skills, was so eine große Company Management angeht, die sind bestimmt noch ausbaufähig.

04:45 Feliks Eyser: Das ist auch eine Präferenzfrage. Bei mir hast du dann auch irgendwann, also ich meine, du hattest ja auch da hunderte von Leuten drin und es ist einfach, du hast ja dann einen Kalender, der so salamimäßig total zerstückelt ist. Du machst den ganzen Tag ja nur irgendwelche Dauermeetings. Für mich hat sich zumindest bei mir auch nicht mehr angefühlt, als würde ich da jetzt wirklich bauen.

04:59 Max Wittrock: Ja, und ich glaube, dass, also ich, ich will nur, was immer nur ganz wichtig ist, ich will immer nicht. Despektierlich sagen, so ja, es gibt die coole Phase am Anfang und dann kommt eine blöde Phase. Ich glaube, es ist eine wirklich auch ein Skill-Thema, ja. Und deswegen hatte ich einfach das Gefühl, Ich kam ja über Hubertus und Philipp überhaupt erst zum Unternehmertum. Und die können das besser und. Am Ende können es vielleicht noch ganz andere Leute nochmal besser. Und deswegen war das für mich einfach irgendwie Bauchgefühl. Daniel Kahneman sagt ja immer so ganz grob hier oben, Irgendwie ein paar Bit Processing Power und hier ein paar Millionen-Bit Processing Power. Ich verkürze es jetzt ein bisschen, aber Thinking Fast and Slow hat ja auch viele, viele Seiten.

05:41 Feliks Eyser: Das Herz hat eine höhere Bandbreite.

05:43 Max Wittrock: Genau, und da habe ich einfach gedacht: so, hey, das ist jetzt der richtige Moment und das war auch wirklich so.

05:49 Feliks Eyser: Wie habt ihr denn eigentlich als Trio so lange zusammengehalten? Das ist ja auch eine besondere Beziehung, oder? Ihr habt da gemeinsam angefangen, du bist zu den beiden Jungs, zu Hubertus und Philipp, dazugestoßen quasi, aber seid bis heute. fast 20 Jahre später, noch verbandelt, gemeinsam investiert, macht vieles zusammen. Ja.

06:05 Max Wittrock: Also das Hubertus habe ich in der Uni kennengelernt. Wenn ich mich richtig erinnere, sind wir auch gemeinsam durch eine italienisch Klausur gefallen. Weil wir haben in Passau studiert und wer Passau so grob im Kopf hat, da gibt es ja so einen Kulturwirtschaftler Studiengang und alle machen irgendwas mit Fremdsprachen. Wir haben gedacht, fuck, wir müssen auch was mit Fremdsprachen machen und so. Und habe gemerkt, da liegen nicht so unsere Talente. Und dann haben Hubertus und Philipp eine Videothek aufgemacht. Also Deine Podcast-C-Gruppe, eure Podcast-C-Gruppe ist ja auch ein bisschen jünger. Also Videothek, ich erkläre es euch nochmal. Bevor es Streaming gab, konnte man so Videokassetten und DVDs ausleihen. Genau, und das heißt, du hast 10. 000 Studenten, du hast eine Stadt wie Passau mit knapp über 50. 000 Einwohnern und es gibt keine Videothek in der Innenstadt, wo du rund um die Uhr ausleihen kannst. Und die waren die ersten mit in Deutschland, die so einen Automaten aufgestellt haben. Und ich Hab neben meinem Jurastudium so eine so eine journalistische Ausbildung gemacht. Da gibt es so ein Institut für Journalistenausbildung in Passau und hab mit Freunden zusammen für so eine Wochenzeitung so eine Kolumne geschrieben. Also da eröffnen also zwei Studenten eine Videothek und dann habe ich halt über die geschrieben und kannte die ja schon. Hubert ist wie gesagt aus den Italienischen, aber ich fand das. Bei Unternehmertum habe ich so das Gefühl, und ihr müsst euch das ja so vorstellen, das ist ja nicht wie heute. Du hast ja nicht YouTube und Founder war ja nicht so ein So ein Rollenbild, das total erstrebenswert war. Man hat sich, also das, ich hatte das Gefühl, sich selbstständig machen, war es echt exotisch und auch nicht unbedingt. Cool, auch es war neutral einfach, ja.

07:40 Feliks Eyser: Man macht sich halt selbstständig. Ich komme aus Stuttgart und da war dann immer so das Ding, okay, du hast dich selbstständig gemacht, weil du keinen Job beim Daimler gekriegt hast oder was? Also, das war so der Joke, du bist ja, also wieso solltest du ein Startup gründen? Das war ja gar keine Kategorie.

07:52 Max Wittrock: Genau, und für mich war das halt so, wow, also man ehrlicherweise so, man darf es, ja. Ich komme nicht aus einer Unternehmerfamilie und dann. war das so echt abgefahren und habe über die geschrieben und dann haben wir halt angefangen zu reden und dann hatten wir so ein paar Ideen vom Supermarkt. Die Moneymat für Finanzprodukte bis die Kaffee-Vitamine, der Upsale für den Coffeeshop. So, hey, wollen Sie noch für 50 Cent irgendwie Vitamin C in Ihren Kaffee? Hatten da ganz viele Ideen. Ihr habt da mal

08:18 Feliks Eyser: cooler Businesspläne geschrieben, hat Hubertus mir gesagt. Ihr müsst da Papier. produziert haben wie die Weltmeister mit ganz vielen verschiedenen Sachen. Und er sagt, ihr habt euch dann mittwochs immer zusammengesetzt und da gab es diese Meetings und habt ihr diese ganzen seriösen Businesses durchgesprochen und am Ende kam immer diese Müsli-Idee. Da war dann das erste oder zweite Bier schon im Spiel und dann habt ihr da gebrainstormt.

08:23 100 Businesspläne, und am Ende kam immer wieder Müsli

08:34 Max Wittrock: Also, ich fand genau, also ich durfte dann da so in diesen Prozess von Hubertus und Philipps ein bisschen reinwachsen, weil ich fand das einfach abgefahren, dass man über sowas Das klingt jetzt blöd, weil heutzutage ist das ja ein völlig legitimes Berufsfeld. Founder, so. Also es gab ja schon immer Unternehmerinnen und Unternehmer, aber das war für mich damals, das können sich vielleicht viele gar nicht vorstellen, einfach so eine So eine Ebene, zu der man, das darf man nicht. Man hat nach dem Studium, da kann man sich doch nicht sofort selbstständig machen, wenn man das nicht gelernt hat. Genau, und dann haben wir alles Mögliche durchdacht, aber Müsli war irgendwie, sind wir wieder beim Bauchgefühl, da war irgendwie die größte Liebe da. Und es ist ein bisschen wie bei einem ersten Date. Also, du machst das ja nicht komplett rational. Du sagst ja nicht: sorry, wie viele Eigentumswohnungen hast du eigentlich, sondern du sagst ja, oh, fühlt sich richtig gut an. Und deswegen war das die Idee, die dann am Schluss gewonnen hat.

09:28 Feliks Eyser: Und wie habt ihr das über 20 Jahre in der Dreierbeziehung hingekriegt? So eine Beziehung ist da so ein bisschen wie ein Garten. Musst du auch pflegen, sonst wächst da Unkraut. Also was waren eure Rituale, dass ihr es hingekriegt habt? Auch durch schwere Zeiten, Covid musstet ihr eure Stores schließen, du bist dann rausgegangen, also war ja durchaus auch challenging. Wie habt ihr eure Beziehung in der Zeit gepflegt? Was war eure Gartenbauinstrumente?

09:48 Max Wittrock: Also ich glaube, was der wichtigste Schritt war, dass wir eine Coachin, damals Katrin Hinsdorf aus Berlin, dass wir mit der gearbeitet haben, weil uns das einfach den Raum gegeben hat. Weil du bist ja, das kennen ja alle Gründerinnen und Gründer und das kennen auch viele Berufstätige , du bist ja oft so in deinem Job, ja, dass du einfach, du kannst. Super schlecht am Unternehmen und an Beziehungen arbeiten, weil du so sehr im Operativen bist. Und dieses erstmal sich rausziehen mit jemand, der auch Ganz anders gedacht hat als wir. Das war, würde ich sagen, der wichtigste Schritt.

10:23 Feliks Eyser: Okay, und wichtig war der Abstand oder der moderierte Prozess durch eine ausgebildete Coaching in dem Fall?

10:29 Max Wittrock: Genau, also es ist der Abstand dann, dass Katrin, glaube ich, uns ganz neue Zugänge zu vielen Themen gegeben hat. Also wir sind halt. Ich bin vielleicht noch der, der so am meisten ins Spüren gegangen ist, in der Zeit auch damals schon. Aber Hubertus und Philipp, wir drei sind schon alle sehr auch Wir lieben Excel und irgendwie klar durch strukturierte Prozesse. Und wenn dann jemand mit dir einfach mal die Socken auszieht und sagt, jetzt müssen wir einfach mal die Erde spüren, und jetzt atmen wir einfach mal zehn Minuten, dann weißt du, dann dann kann man das belächeln und sagen, hoho, aber das schafft ja einen ganz neuen Raum.

11:08 Feliks Eyser: Ganz neue Dimension, ja.

11:09 Max Wittrock: Genau, und was Katrin einfach super hinbekommen hat. Ist in dem Fall, und da bin ich auch wahnsinnig dankbar, deswegen will ich das auch wertschätzen. uns einfach auch in so eine Ehrlichkeit zu führen. Weil das ist, finde ich, du bist ja als Gründer, zwei Sachen sind immer problematisch, finde ich. Gerade mit Co-Foundern, das eine sind Verteidigungsmuster, die Person sagt dir, was das und sofort geht es in ein Rot so. Und das zweite ist einfach mal, sich zu trauen, wirklich hundertprozentig ehrlich zu sein. Und ohne so eine So eine Wut, sondern einfach so, hey, da habe ich mich wirklich von dir , oder da war ich enttäuscht, also so und so weiter und so weiter. Also das, und dieser Prozess, das war einfach irre für uns. Das war richtig, richtig gut.

11:57 Feliks Eyser: Du hast geschrieben, ich habe gelernt, Wachstum tut auch weh. Und das finde ich interessant. Wir machen immer Research mit Gästen, dann natürlich auch mit AI, und die AI sagt über dich. Max ist einer der wenigen deutschen Gründer, die offen über ihre Fehler und Learnings sprechen. Also irgendwas, was du gemacht hast bei der AI. Sehr schön. Als offener und reflektierter Typ gilt. Was waren in der mymuesli Reise die größten Fehler, wenn du zurückblickst, die dich im Nachhinein zu einem besseren Unternehmer gemacht haben?

12:28 Max Wittrock: Also after the fact ist es ja immer leicht. Deswegen tue ich mich da immer schwer. Von Hubertus habe ich eins gelernt und das finde ich immer noch total wichtig. Der hat mal zu mir gesagt. Das würde ich mir am liebsten als Wandtattoo ausdrucken. Bewerte nie eine Entscheidung mit Informationen, die du später bekommen hast. Und das versuche ich mir wirklich dick anzustreichen. Wir haben. unfassbar viele Dinge, glaube ich, auch falsch gemacht. Also bei mir war so Leadership so ein Thema. Da war ich einfach nie gut. Ich war so der Typ, der ganz oft dann zu einem Meeting zu spät kam und so unbewusst dieses so Gründerprivileg sich total rausgenommen hat. So, ja, ich bin doch der kreative Chaoskopf. Ich darf doch zu spät kommen, ich darf doch vergessen, dass wir da eine Deadline hatten. Ich darf doch immer daran erinnert werden, weil das ist halt so, und in so eine Rolle geht man schnell rein. Da gibt es tausend Sachen, aber ich glaube, wirklich dieses, also bedingt durch den Coaching-Prozess, bedingt durch auch ehrliches Feedback von Hubertus und Philipp, bedingt durch ehrliches Feedback meiner Direct Reports, dann damals Glaube ich, sind wir schon , zu besseren Unternehmern geworden und auch wahrscheinlich zu besseren Menschen, hoffe ich. Ich weiß für die Frage, wer es jetzt gut sagen würde, und das und das und das und das. Aber ich glaube, es ist im ersten Schritt immer, erst mal sich als Persönlichkeit zu hinterfragen. Wo stelle ich mein Ego zu sehr in den Vordergrund und so, und ich glaube, das hatte den größten Effekt. Was war die schwierigste Phase? Also, ich glaube, es gibt viele schwierige Phasen in so einem Unternehmen. Ich meine, eine Corona, da war ich ja dann operativ nicht mehr dabei. Das war sicher für Hubertus und Philipp eine Herausforderung, weil wir zum Beispiel einfach sehr, sehr viele Stores hatten, also über 50 Filialen. die einfach geschlossen werden mussten. Das war das natürlich immer jetzt rein, auch nicht nur auf dem Papier, weil da sind Menschen betroffen. Das ist einfach echt. viel, also mental für alle, die da irgendwie dran beteiligt sind. Aber auch ansonsten, ich finde, es gibt halt so viele Dinge, wenn du so ein Ding aufbaust, die einfach, es geht ja, Murphy's Law schlägt immer zu, dass Das ist ja das Krasse im Unternehmertum, finde ich. Du hast krasse Highs, aber du kannst dir sicher sein, es kommt auch wieder ein krasses Low. So, und das ist einfach, Zero Labs sprechen wir vielleicht später noch drüber. Gerade Boah, Meta hat richtig gut funktioniert. So, zack, haben wir einen Bug in unserem Meta-Account gehabt. Kann ich nachher noch kurz in Ruhe erzählen? So, und dann bist du wieder auf dem

14:56 Feliks Eyser: neuen Company.

14:57 Max Wittrock: Genau, und dann bist du wieder auf einem Umsatzniveau, das du vor ein paar Wochen oder Monaten hattest. Das ist alles so Du kannst immer sagen, es ist ein First-World-Problem, ja. Die Welt brennt und woanders gibt es größere Probleme, aber in dem Moment als Founder bist du ja so: Shit, ja, muss ich jetzt lösen. Hast du dich einfach daran gewöhnt oder hast du

15:13 Feliks Eyser: andere Skills entwickelt, damit umzugehen? Einfach dicker Richtung.

15:16 Max Wittrock: Also sowohl als auch. Also ich glaube , was mir eben wichtig ist, danke A. dass du das über mich sagst, aber mir ist eben wichtig zu beleuchten, das ist vielleicht auch eine Typfrage. Ich glaube, es gibt Leute, die. Die E-Combros, ja, jetzt um so ein plakatives Bild zu malen, die fahren mit der G-Klasse über alle Probleme drüber. Das stimmt natürlich so nicht, aber du kannst, es gibt sicher auch Leute da draußen, die sich einfach nicht so viel Gedanken machen wie ich. Die einfach sagen, ja, es ist halt so. Und weiter.

15:44 Feliks Eyser: Oder zumindest in der Außendarstellung so sind, wer weiß nicht, bei denen

15:47 Max Wittrock: im Kopf los ist. Aber deswegen meine ich ja das natürlich jetzt überspitzt und ich sage nur, ich glaube, das Spektrum ist groß. Aber Dann, ich mache mir halt sehr viele Gedanken, das ist sicher die andere Seite des Spektrums, aber ich glaube, mir ist wichtig, gründen heißt eben auch irgendwie den Kampf im Kopf gewinnen gegen sich selbst. Und Gründen heißt immer gegen Selbstzweifel ankommen und das ist einfach, also ich finde es einfach schon krass mental. Es ist diese Ups and Downs , das ist nicht easy, finde ich. Dann muss ich mir gleich ein Bier aufmachen.

16:27 Feliks Eyser: Geil. Und hast du nochmal, hast du bestimmte Techniken, die dir geholfen haben, den Kampf im Kopf zu gewinnen?

16:35 Max Wittrock: So, ja, ich versuche mal schneller zu antworten, damit es nicht so ein Max-Wittrock-Molog ist. Drei Sachen versuche ich rauszugreifen. Das erste ist. Ich habe gelernt, und das habe ich auch wirklich mir verinnerlicht, mantraartig wiederholt, mein Kopf sagt mir meistens nicht die Wahrheit. Also das, was. So, wie ich innerlich eine Situation beurteile, das stimmt meistens nicht. Und ich hatte das oft, dass ich nachts aufgewacht bin. Kennen vielleicht manche, müsste man jetzt Leute wie Matthew Walker, den Schlafforscher, fragen, woran das liegt, aber Ich glaube, Cortisolspiegel könnte höher sein und nachts dann und bestimmte Phasen. So warst auf, denkst, oh fuck, ja. Aber wachst kennen viele am nächsten Morgen. Also deswegen sage ich euch: Das, was der Kopf sagt, ist meistens nicht richtig. Zweitens. Ich habe noch mehr gelernt, vielleicht auch eine Altersfrage, ich bin jetzt über 40. Du brauchst einfach auch den körperlichen Ausgleich. Also den braucht mein Körper noch viel mehr als vorher. Ich muss Krafttraining machen, ich muss Yoga machen. Und ohne diese Momente geht es nicht. Und das Dritte ist, ich habe einfach durch Abnutzungserscheinungen, genau wie mein Ü40-Knie sich abnutzt, ja. Ähm, ist es, glaube ich, auch so, dass man einfach, wenn du, wenn irgendeine Sache hundertmal passiert ist, wenn mich hundertmal auf Insta jemand beschimpft, dann finde ich es einfach, so tragisch das auch manchmal ist, nicht mehr so schlimm wie früher.

16:52 „Mein Kopf sagt mir nicht die Wahrheit": drei Techniken gegen den eigenen Kopf

17:56 Feliks Eyser: Naja. Es hat Ray Dalio gesagt, wenn du die Geschichte studierst und denkst so irgendwann alles, was passiert ist, another one of those. So denkst du, ah, okay. Mein Meta-Account ist gesperrt. Ja, das ist kacke, aber es ist irgendwie schon dreimal passiert und wir haben es wahrscheinlich auch dreimal irgendwie gelöst bekommen im Nachhinein. Und was mir auch immer noch geholfen hat, ist so die Dimension Peer Group, so andere Founder, so mit denen zu reden und die zu fragen: so: Hey, wurde euer Meta-Account mal gesperrt? Und dann hörst du diese Geschichte. Ja, ja, schon 18 Mal passiert und kriegt man irgendwie auch wieder eingefangen. Die Welt redet ja weiter und im Nachhinein sind die Probleme, die man vor zwei Jahren hatte. Ja, so ein kleines Schlagloch, aber auf jeden Fall nicht der Untergang. Also diese Perspektive von anderen Foundern, die weiter waren als ich, die hat mir auch immer Stabilität gegeben.

18:40 Max Wittrock: Ja, und du kannst natürlich, also wenn man es ganz extrem denkt, kannst du natürlich auch immer auf die eigene Sterblichkeit reflektieren. Und kannst jetzt sagen, ist das wirklich ein Problem, über das ich. auf meinem Totenbett dann noch nachdenken möchte. Aber Relativierung, das kennen wir ja doch aus dem Alltag, es klappt halt immer nur bis zu einem bestimmten bis zu einem bestimmten Grad. Aber genau, ich glaube, ich sage ja immer, Marketing ist ein Handwerk, ja, und ich glaube auch Gründen ist ja irgendwo ein Handwerk. Und auch bei einem Handwerk wirst du einfach entspannter, wenn du irgendwie SchreinerInnen bist und dort. Machst irgendwie einen Fehler, dann denkst du halt nach dem 20. Jahr auch, ja, der Workaround funktioniert folgendermaßen. Habe ich halt schon hundertmal gemacht, so und dann bist du auch ein bisschen entspannter. Hast du dieses Buch gelesen, The Inner Game of Tennis? Kennst du das? Ja, das habe ich gelesen. Ich war nicht so, also hat mich gar nicht so, ich habe viel über Tennis gelesen, hat mich gar nicht so gehuckt, aber genau, aber vielleicht auch, weil ich es nicht muss ich es auch nochmal lesen, es geht mir oft bei Büchern so. Aber Ich glaube, also ich habe gerade bei Tennis, ich habe gerade die Biografie von Andre Agassi gelesen. Das sind jetzt wieder bei den Videotheken. Also das arme Kind, du meinst, weil er als Junge irgendwie. Ja, da wurde er gezüchtet quasi

19:52 Feliks Eyser: von seinem Vater. Also der war ja ein Projekt.

19:55 Max Wittrock: Stimmt, also es ist echt eine abgefahrene Karriere und einfach genau, weil der hat ja wirklich viel Ballast, also mental mit sich rumgeschleppt und sind wir wieder beim Videothekenthema. Also wenn ihr früher Tennis geguckt habt, ja als es noch Videotheken gab, das war, der hat nicht nur Pickleboy gespielt, der hat auch früher mal Tennis gespielt. Nee, aber der beschreibt das halt so krass, eben, was ja auch in die Inner Game of Tennis vorkommt. Einfach, dass er, ich hoffe, ich verkürze es jetzt ein bisschen, aber Im Prinzip hat für ihn ein Match damit begonnen, dass er halt schon in der Dusche davor eigentlich angefangen hat, mit sich zu reden. Und ich glaube. . Du musst das auch können zu einem gewissen Grad. Also das Schlimmste ist ja der eigene Kopf und du musst lernen, und da bin ich, das ist, glaube ich, im Prozess Wo ich noch wirklich am Anfang bin, aber du musst dich wahrscheinlich auch selber zu einem, also wirklich coachen können und dich selber dann auch irgendwann richtig gut finden, ja. Und dich sagen, ja, du bist der Beste. Also, ich übertreibe jetzt, aber diese innere Stimme, die muss man kultivieren.

20:52 Feliks Eyser: Ja, total. Und diese Entspannung mitbringen, nicht verkrampft an die Sachen ranzugehen. Das hatte ich aus dem Buch mitgenommen, sodass du sagst, am Ende, gut, du musst diese ganzen Bewegungen üben, aber das Wichtigste ist im Moment gar nicht so sehr daran zu denken, sondern dich ein Stück weit zu distanzieren und mehr auf die Atmung zu konzentrieren. Als auf den Ball und dann triffst du den Ball auch besser, als wenn du total verkrampft rangehst. Aber auch wenn du.

21:11 Max Wittrock: Das ist natürlich sauschwer. Also, denk mal nicht an den rosa Elefanten jetzt. Ja, genau. Also deswegen, aber das ist ja das Schöne am Gründen. Ich bin ein wahnsinnig schlechter Golfspieler, ich habe das im Studium mal ausprobiert, aber irgendwie, ich spiele eigentlich, also ich glaube, wie oft habe ich Golf gespielt in den letzten 20 Jahren? Letztes Jahr ein bisschen häufiger, aber davor vielleicht dreimal in 20 Jahren oder so. Aber ich liebe diesen Sport abstrakt, deswegen so. weil er halt so wahnsinnig viel mit diesem Kampf gegen sich selbst zu tun hat. Und das finde ich das Coole. Und du, weil du eigentlich bis ins hohe Alter immer besser werden kannst, ja. Und beim Gründen, finde ich, ist es auch so. Also das ist ja was, was du, was du nicht mit Also, da kannst du wirklich immer besser werden. Und dann, klar, wenn du es noch finanzielle KPIs abstellst, dann sagst du: Okay, ich hatte was Erfolgreiches, mal schauen, ob das nochmal so klappt, aber Ich finde, die Skills da zu kultivieren, da kann man wirklich ein Leben lang dran arbeiten. Wo steht mymuesli heute? mymuesli hat eine geile Zukunft. Also mymuesli hatte so Viele, viele Phasen jetzt. Also erst so die reine Gründerphase, dann die hatten wir, wie du schon im Intro gesagt hast, einen PE-Fund beteiligt und jetzt hat Katjes so knapp über die Mehrheit und ich Ich glaube, also das ist natürlich auch mein Baby, ja, so, das wird es immer bleiben, aber mymuesli hat eine richtig, richtig coole Zukunft vor sich, weil ich glaube, wir sehen ja bei In dem ganzen Christian Wolf More Nutrition Kosmos oder gibt es tausend Beispiele, aber Ernährung ist einfach immer relevant, das ist immer ein Thema. Und deswegen glaube ich wahnsinnig an mymuesli. Und für mich ist es auch tatsächlich einfach spannend zu sehen, wie halt sich so eine Marke über die Jahre transformiert. Und ich glaube, wichtig, und das weiß aber auch das aktuelle Führungsteam und Katjes hat ja wirklich viel Erfahrung in der Führung mit solchen Marken, ist so Du musst halt gucken, dass du irgendwie stay true to your roots, ja, verlier die nicht irgendwie, aber er finde dich auch irgendwie ständig neu. Und das ist halt immer so ein schwieriges Spannungsfeld, aber Ich bin, ja, ich finde es einfach nach wie vor, ich lieb's.

23:28 Feliks Eyser: Was glaubst du, was darf so ein Konzern nicht abfacken, damit das Startup, was gekauft wurde, da nachhaltig funktioniert? Es gibt da durchaus auch andere Beispiele. So, wir hatten Björn Corny hier, der hatte Invincible Brands gebaut, dann Henkel verkauft. Am Ende mussten die es wieder notverkaufen quasi. Ich hätte von Just Spices gelesen, ich glaube, die haben deren D2C-Geschäft gerade eingestellt, gibt keinen Shop mehr. Von Ankerkraut haben die Founder gerade die eigene Firma von Nestlé zurückgekauft. Also es gibt ja auch diese Headlines, so ich weiß auch nicht, was da jeweils im Detail dahinter steckt. Aber. . Oft hat ja so ein Konzern auch quasi Organabstoßung, wenn du probierst, da so ein Startup und eine coole Brand reinzubringen. Also was dürfen die nicht kaputt machen aus deiner Sicht?

24:06 Max Wittrock: Ja, ist, glaube ich, schwierig, da pauschal zu antworten, weil wie du sagst, man steckt ja nicht drin, weiß, was war dann jeweils ursächlich und so. Ich glaube, was einfach, und man muss aufpassen, dass man wie immer auch bei Podcasts nicht in Gemeinplätzen aber antwortet. Wenn ich jetzt sage, es ist einfach wichtig, die kulturelle DNA zu behalten und gleichzeitig im Spannungsfeld zwischen autentizierenden und Wachstum zu funktionieren, das ist ja keinem geholfen. Ich glaube, wirklich zu gucken, was hat eine Marke groß gemacht. Und Matthias von Bechterzimmer von Heimat, der hat mal zu mir gesagt, du darfst kein Vanille-Eis sein. Du brauchst eine Kante. Und eine Kante war früher, wir erinnern uns irgendwie an, ich glaube, Oliviero Toscani hieß er, der Fotograf, der die Benetton-Plakate. Also auch wieder die Videothekenleute. Jetzt müsst ihr doch mal googeln, Benetton-Kampagne, ich glaube 90er.

24:58 Feliks Eyser: Haben die nicht Verbrecher fotografiert oder sowas?

25:00 Max Wittrock: Ne, die haben zum Beispiel Herzen fotografiert. Also es waren halt. Drei Herzen, ich weiß nicht mehr, was die Labels waren, aber es ging eben viel um schockierende Motive, also echte Herzen. Und aber zu zeigen, hey, wir sind doch alle gleich, ja, oder wir müssen wir Oliver Voss fragen, was die Plakate wirklich gesagt haben. Ich erinnere mich auch nur noch ganz dunkel, aber. Im ersten Schritt waren die Plakate mal provokativ, ja, aber hatten eben eine tiefere Aussage, die halt auf aktuelle Herausforderungen der Gesellschaft hingewiesen hat, und Benetton war quasi so irgendwie nur Beifahrer in dieser Botschaft. Und deswegen, ich glaube, das war Provokation. Du kannst das, dass heute brauchst du nicht mehr provozieren. So ist das alles irgendwie schon mal provoziert worden. Aber ich glaube, du brauchst eine Kante, du brauchst eine, du darfst halt nicht so komplett weichgespült sein. Und das war schon bei mymuesli cool, dass wir eben, und das weiß Katjes aber auch, die haben ja genug Markt und die haben auch genug Erfahrung und die trauen sich ja auch mit moderneren Agenturen zusammenzuarbeiten, mit Dojo zum Beispiel oder so. Das heißt, das ist, glaube ich, wichtig. Verlier deine Kante nicht, weil wenn du alles einfach nur noch weichspülst, Dann, ja, dann bleibt einfach ein Vanille-Eis übrig oder der Schwiegersohn. Und dann, wenn du allen gefallen willst, gefällt es dir keinem.

25:40 „Du darfst kein Vanilleeis sein": die Kante hinter jeder starken Marke

26:24 Feliks Eyser: Was ist die Kante von Zero Labs? Du hast eine neue Firma gegründet, du hast gerade ein Bier aufgemacht, ist alkoholfrei. Jetzt nehmen wir erstmal einen Schluck, das ist gut. Genau, jetzt nehmen wir erstmal einen Schluck. Ich habe keinen Star. Ich hab's bestellt in eine andere Location. Du wirst lachen, zu deinem Gesellschafter, der wohnt gerade bei mir in Berlin, Stefan Polkert, und der hat jetzt eine Riesenkiste Zero Labs bei sich stehen, hatte unter anderem auch investiert und hat gesagt: Felix, wieso bestellst du dieses Zeug? Ich bin noch bei Max Shareholder, habe ich gesagt, ja, ich muss es testen.

26:57 Max Wittrock: Aber als Business Agent soll natürlich sagen, stell mehr davon. Genau. Aber also Die Kante von Zero Labs ist ja erstmal, jetzt stell dir vor, du hast irgendwie in Deutschland rund 1500 Brauereien. Und jetzt heißt ein Bier Zero Labs, macht nur alkoholfrei, ist rosa und entspricht damit ja schon mal überhaupt nicht dem Bierklischee. Das allein ist schon Kante genug, sodass eigentlich auch mir genug Leute unter unseren Ads die ganze Zeit irgendwie blöde Kommentare schreiben, ja, die ich jetzt hier nicht wiedergeben will, aber die von schon relativ wilder Beleidigung bis halt so Gehen. Ja, das sagt man ja. Wir Performance-Marketers sagen, ja, für den Algorithmus super. Trotzdem würde ich mir manchmal mehr Liebe wünschen. Ich bin auch ein Mensch. Da muss ich kurz, 15 Sekunden Sternchentext, weil jetzt lachen wir zwei so drüber, aber ich will mir ja nicht ausmalen , was darunter stehen würde, wenn ich Eine Frau wäre und zum Beispiel noch zu einer religiösen Minderheit gehören würde. Das heißt, ich will das überhaupt nicht normalisieren. Nur für mich als Founder, ich kann da jetzt drüber lachen, haha, das geht gegen mein Produkt, aber Also Internet hate, gar nicht cool. Das muss ich nur einmal flaggen. So, und das ist, glaube ich, aber schon unsere Kante, dass wir halt komplett. anders sind, als man, als darf das ein Biat, ja? Was erlauben sich die Jungs da? Freihanacht Giovanni Trapatoni, was erlauben Zero Labs so? Und das Das ist, glaube ich, was, was uns anders macht und was aber auch wichtig ist, weil sonst gehst du einfach unter. Du musst irgendwas anders machen.

27:47 Rosa, 0,0 %, alkoholfrei: warum Zero Labs in einem 1.500-Brauereien-Land bewusst aneckt

28:38 Feliks Eyser: Und vielleicht sind die Kommentare ja doch nicht schlecht. Also ich denke mir, ja, ist das klar, man würde sich wünschen, dass die Leute das nicht schreiben und gleichzeitig diese Aufmerksamkeit, dieses Anecken. Ist ja auch Teil der Marke. Also, meine Eltern zum Beispiel haben Benetton boykottiert. Die haben mir erklärt, nee, diese Plakate des Gefälles überhaupt nicht, wir würden nie in einen dieser Stores reingehen. Okay, fair enough. Hat mit ihnen nicht resoniert. Aber mit anderen, also ich meine, eine starke Emotion hat ja meistens dann zwei Seiten. Für irgendjemanden wird es funktioniert haben. Und das gleiche gilt ja für so ein Produkt. Ich hab eine kleine Side-Story, wir haben gerade über Laura vorhin gesprochen. wo wir beteiligt sind, die Nola macht einen Energy Drink für Frauen. Eine Brand, Energy Drink für Frauen, weil sie sagt, bisher sind die Produkte für Männer formuliert so und sie macht das anders und gibt viele Aspekte, wie sie das macht. Und geht aber mit dieser Message auch raus, sagt, wir verkaufen einen Energy Drink für Frauen. Und die kriegt den ganzen Tag Hate-Kommentare unter den Instagram-Post, musst du dir mal anschauen. Da kommentiert dann so der Herbert und der Herbert schreibt dann drunter, sagt so, ah 50% der Zielgruppe ausschließen und du hast ein BWL-Studium nicht aufgepasst, viel Spaß in der Insolvenz. So, und jetzt kann man sagen, er ist ja nervig, dass der Herbert das schreibt, oder man kann es nutzen für Content Marketing und das macht Laura und postet diese Kommentare dann Und triggert damit natürlich dann wieder 100 Kommentare von Frauen, die da auch wieder drunter kommentieren. Und also dieses Spiel können wir ja spielen und ich denke mir so Also, was müsste man deine Agentur bezahlen, dass sie sich diese ganzen Sprüche ausdenkt? Und der Herbert, der macht das ja einfach for free. Also, der ist ja quasi Mitarbeiter des Monats im Marketingdepartment. Ist nicht so nett, was er schreibt, aber man kann das ja schon so jujitsu-mäßig verwenden.

30:08 Max Wittrock: Genau, du kannst es blöd finden, dass vorm Supreme Store irgendwie die Schlange 200 Meter lang ist, ja, und sagen, das ist nicht für mich, aber du kannst halt auch sagen, boah, krass, ja, ich will Teil dieser Brand sein, ich will mir auch ein Cap kaufen, dann stell ich so schlecht an. Genau, absolut. Also klar, ich habe da so zwei Blicke drauf. Das eine ist so, ich würde mir schon wünschen, dass Unternehmertum mehr gerade jetzt mehr honoriert wird, das meine ich nicht. Das heißt nicht, dass alle Beifall klatschen müssen, weil ein Startup gegründet wird, aber ich glaube Da tun sich viele Leute echt leicht mit ihrem, ich gucke dann nächste Woche ins Insolvenzregister so. Also mit dem Spirit kommen wir irgendwie als Land und Gesellschaft auch nicht weiter. So, das ist das, glaube ich, wichtig. Das heißt nicht, dass man zu jedem Quatsch immer bei verklatschen muss. Es gibt ja auch da draußen Produkte, wo ich sage: Braucht es das? Aber wer bin ich schon, das zu beurteilen? Also, vielleicht bin ich ja überhaupt nicht Zielgruppe. Das heißt, ich halte mich mit sowas echt zu. Und das finde ich sollten manche andere auch tun. Und das zweite ist aber, da hast du natürlich völlig recht, jemanden ganz offensichtlich auch mit seiner Geschäftsführung Idee anzupissen, heißt ja auch gleichzeitig, dass du vielleicht andere umso stärker anziehst, die sich in den anderen Produkten, die es da draußen gibt, lange nicht wiedergefunden haben. Aber das ist auch so ein Spannungsfeld. Da sind wir wieder beim Golfspielen. Das ist wahrscheinlich, was man sein Leben lang nicht so richtig lösen wird.

31:33 Feliks Eyser: Wir wollen Founder Mode gemeinsam zum besten Entrepreneurship Podcast in Deutschland machen. Und ihr könnt uns helfen, indem ihr den Channel abonniert und eine Bewertung abgebt. Das hilft uns ungemein, weil die Episoden dadurch häufiger ausgespielt werden und wir noch spannendere Gäste einladen können. Danke euch und viel Spaß. Gab es denn vor euch Brands im Bierbereich, die nur alkoholfrei gemacht haben oder war das immer ein Beiwerk der normalen Brauereien?

31:57 Max Wittrock: Das gibt es natürlich, wenn du jetzt gerade global guckst, da gibt es natürlich schon den einen oder anderen, die einen oder anderen, die das machen, aber es ist halt ein absolutes Nischenthema trotzdem. Und für uns ist dieses. 0,0% . Alkohol eben wichtig. So, da wird es dann nochmal dünner. Und mir, also eine Brand, die jetzt sagt, 0,0% zuckerfrei, kalorienarm. Ja, kann natürlich immer sein, dass es noch wen gibt. Das weiß ich nicht, aber auf jeden Fall ist es ein sehr, sehr spitzes Positioning und das ist aber auch wichtig. Und ich glaube, da gibt es nicht viel.

32:29 Feliks Eyser: Wir hatten neulich im Podcast über Athletic Brewing gesprochen. Das ist eine interessante Company aus den USA, die was ähnliches machen. Und ich meine, über 300 Millionen Umsatz machen. Du wirst es besser wissen, aber hunderte von Millionen auf jeden Fall, auch mit so einer ähnlichen Positionierung.

32:43 Max Wittrock: Genau, also Athletic Brewing macht es ein bisschen anders. Also erstens waren die in den USA Pionier und der Gründer, ich hoffe, ich gebe es jetzt richtig wieder, aber hat mal in dem Podcast gesagt, für ihn war die zentrale Aufgabe, bei uns ist er So in den Awareness-Stufen, wie wir es auf Meta immer nennen. Du versuchst irgendwie, ich weiß, dass es alkoholfreies Bier gibt bis hin zu, ich weiß, es gibt Zero Labs. Gute Meta-Kampagnen greifen irgendwie alles ab. Da war der Awareness-Level bei alkoholfreiem Bier. Er hat, glaube ich, mal in einem Podcast gesagt, wenn du ein alkoholfreies Bier auf einer Grillparty getrunken hast, dann haben die Leute dir irgendwie die Hand auf die Schulter gelegt und gesagt, so So, hey, hast du ein Problem? Do we need to talk? Das ist ja in Deutschland jetzt nicht so gewesen. In Deutschland hatten wir eher das Gefühl, die Kategorie hat so ein. So ein Image-Problem, ja, dass du dich immer noch dafür entschuldigen musst, ja, aber auf eine andere Art und Weise, so ah, ich muss heute Auto fahren. Und dass es einfach nicht, ich habe kein und einfach oft nicht viel Liebe bekommen hat. Das ist also, ja, wir müssen heute noch ein alkoholfreies Bier im Sortiment haben, ja, und dann haben wir halt eins gemacht, aber. So richtig mögen, tun wir das alle nicht. . Ich übertreibe jetzt aber die. Und deswegen, ja, Athletic hat das echt gut gemacht. Das ist natürlich auch eine coole Brand, aber die macht keinen 0-0, soweit ich weiß. Da geht es eben wirklich darum, überhaupt mal alkoholfrei auf die Karte zu kriegen. Ich beobachte die natürlich, aber das habe ich schon bei mymuesli nicht so viel gemacht. Ich gucke gar nicht so viel links und rechts und gar nicht aus Arroganz, sondern weil Moritz und ich, also wir sind ja zwei, Moritz Keller und ich, eine sehr intrinsische Motivation haben, das voranzutreiben. Und genau, deswegen gucken wir jetzt schon natürlich, was andere machen automatisch, aber Das ist jetzt nicht so, dass ich Tag und Nacht auf dem Athletic Insta -Account hänge.

34:26 Feliks Eyser: Und dir die Ads von denen anschaust und probierst es zu adaptieren. Ja, ich glaube, ist ja auch schwierig, quasi was aus einer ganz anderen Geografie zu nehmen, vor allem ein Consumer-Produkt, wo es ja ganz stark um die Nuancen in der Kommunikation geht. Ja, genau, da gucke ich mir natürlich eher ein deutsches E-Comm-Produkt dann an. Wie viele Flaschen verkauft ihr? Wie viele Dosen verkauft ihr? Was ist das Produkt? Wie viel Umsatz macht ihr? Was steht auf der Quartettkarte sozusagen drauf?

34:48 Max Wittrock: Also wir haben, wir fokussieren uns im Moment vor allem auf online. Das heißt nicht, dass wir offline komplett vernachlässigen. Es gibt dann immer. Gründerinnen und Gründer, die sagen, ah, das darf man nicht sagen, dass man sich auf online fokussiert, weil dann sind die Händler sauer. Aber das glaube ich überhaupt nicht, weil ich glaube, der, also. . Erster Schritt, wenn man eine Konsumgütermarke gründet, ich würde sagen, in der Regel sollte man mit D2C anfangen. Ich glaube, weil das einfach und die Marke irgendwie online aufbauen, weil ich glaube, das hilft dir halt später total hinten raus. Du kriegst einfach Wie beim Bankkonto in den 90ern, so du kriegst irgendwann später die Zinsen. Und die kriegst du halt vor allem im Handel. Wir haben, das ist jetzt unser. Also wir haben Ende 2024, Oktober 2024 angefangen. . Jetzt im Januar waren wir online das erste Mal sechsstellig und das geht hoffentlich jetzt die ganze Zeit so weiter. Das heißt, wir werden jetzt ein. siebenstelligen Umsatz dieses Jahr machen und dann hoffe ich, dass wir den nächstes Jahr wieder mindestens verdoppeln können und dass es dann so weitergeht. Aber Es ist halt seedstrapped, ja, ein neues Wort, das ich gelernt habe, das du vorher auch verwendet hast. Und das heißt nicht, dass wir deswegen langsamer wachsen wollen, aber ich bin eben vorsichtig, weil du kannst auch bei Konsumgütern echt viel Geld zum Fenster rausschmeißen

36:04 Feliks Eyser: im Marketing. Und

36:06 Max Wittrock: Seedstrapped heißt, ihr habt ein bisschen Geld aufgenommen von Investoren.

36:08 Feliks Eyser: Wer hat investiert? Wie viel habt ihr aufgenommen?

36:11 Max Wittrock: Also wir haben eine Business Angel-Runde gemacht und auch eigenes Geld investiert. Und du brauchst nur ein bisschen Kapital, weil du einfach, du musst echt viel Waren einkaufen. Du hast auch wirklich, du brauchst schon Cash, ja, die ganze Zeit, weil du kannst ja nicht fünf Flaschen Bier dir auf Lager nehmen. Ja, du brauchst ja immer gleich alles palettenweise, brauchst irgendwie Kartons gleich Palettenweise. Wir haben auch Getränkekisten bestellt in Deutschland. Also wenn du mit Wenn du mit Leuten aus der Branche sprichst, dann sagen die eigentlich immer, ich hoffe, ich gebe es jetzt richtig wieder so, du brauchst eigentlich immer dreimal so viel Leergut. Wie du denkst, so ein Drittel steht bei dir, ein Drittel steht irgendwie beim Händler und ein Drittel ist irgendwie unterwegs. Das ist so grob die Kalkulation. Das heißt, du hast wahnsinnig viel Wahnsinnig viel Bestand. Deswegen brauchten wir auch und deswegen brauchten wir auch eine Grundinvestition. Aber wir versuchen halt Mit so wenig Geld wie möglich auszukommen. Wir zahlen uns auch fast kein Gehalt aus, zum Beispiel, super kleines Team. Weil. Und das liegt nicht daran, wenn ich jetzt sage, so jetzt mit 40 will ich nochmal wie ein Mönch ein Startup-Leben führen, sondern das liegt daran. Dass ich einfach das Gefühl habe, gerade in dieser Anfangsphase bei Konsumgütern, ja, das, was ich gerade sagte, es ist so schwer, richtig Geld auszugeben. Also Ähm, du hattest ja zum Beispiel die Collagen-Story, Glow25, richtig? Raphael Frank.

37:39 Feliks Eyser: Genau, eine coole Podcast-Folge.

37:41 Max Wittrock: Super Podcast-Folge. Also ich kenne Raphael nicht persönlich, aber die hat mich total gecatcht, weil ich fand, er war wahnsinnig ehrlich, so also absolute Hörempfehlung. Habe ich dir, glaube ich, auch dann sofort geschrieben, so fand ich Wahnsinn. Und der hat ja auch gesagt, bis sie mal da waren, dass es halt so abgeht, hat es ja echt lang gedauert, bis sie genau dieses Positioning und das Copywriting gefunden haben. Und deswegen, glaube ich, ist es für eine Konsumgütermarke jetzt für Ich will ja nicht für alle sprechen, besser. Erstmal mit wenig Geld genau das Positioning und den Produkt Markt für zu finden, der funktioniert. Und dann kann man ja gucken, ob man dann mehr Geld sinnvoll ausgeben kann.

38:18 Feliks Eyser: Das heißt, habt ihr jetzt eher ein paar hunderttausend gerast oder ein paar Millionen oder was soll sie

38:22 Max Wittrock: mit dem Bauch? Nee, ein paar hunderttausend und sodass es halt Dass es halt wirklich reicht für die ersten zwei, drei Jahre, ja.

38:31 Feliks Eyser: Okay, okay. Du hast mal geschrieben: je kleiner die Nische, desto besser.

38:36 Max Wittrock: Ja, also ich glaube Gerade wenn man sich dieses Feld der Coaches und Berater anguckt, da glaube ich, ist es ja, das ist so abgefahren, was es da ja für Nischenmodelle mittlerweile gibt. Aber da wirst du, glaube ich, egal welchen Online-Kurs, du da buchst, ja, ob von Caroline Preuß, von den Baulix oder von Digitale Safari, ich glaube, du wirst, ich kenne die jetzt alle nicht im Detail, aber du wirst wahrscheinlich immer darauf stoßen, dass jemand sagt, wenn du dich als ExpertInnen für irgendwas positionieren willst, dann lieber nischig und wirklich als Experte wahrgenommen werden. Also für mich wäre es wahrscheinlich am besten zu sagen Keine Ahnung, ich helfe dir bei der Gründung dein, dass ich Coach ja auch Founder können wir vielleicht später am Spiel reden, aber das ist dann dein Zeithustle.

39:19 Feliks Eyser: Wenn du bei Zero Labs wenig gehabt hast, dann musst du gucken, wie du sagst.

39:22 Max Wittrock: Ja, genau, eben, ja, ja, wirklich. Aber ich mache das auch wirklich gerne. Das ist ein anderes Gleich können wir vielleicht nochmal hinter die Klammer ziehen, aber müsste ich jetzt sagen: so, ich helfe dir beim Aufbau deines D2C Müsli-Startups, aber dann bin ich halt der Experte weltweit dafür. Und deswegen Ich glaube halt, erstmal in der Nische wahrgenommen zu werden, mir geht es ja viel um Wahrnehmung, wie erstmal Sichtbarkeit kriegen, ist halt viel leichter. Als zu sagen, ich spreche über alles.

39:49 Feliks Eyser: Die Zero Labs-Nische und wie ist da eure Positionierung? Ein anderer Satz, den ich von dir super, von denen du geschrieben hast, ist: als Startup willst du die Nadel sein, nicht der Heuhaufen. Erklär mal, wie sich Nische und Heuhaufen auf die Positionierung von Zero Labs auswirken.

40:02 Max Wittrock: Genau, also der Nadelheuhfen Satz kommt von Donald Draper bei Mad Men, ja. Und ich, also Kannst du als Bier noch mehr Nadel sein? Ja, wahrscheinlich schon, wenn du jetzt sagst, das gibt es in einer abgefahrenen Verpackungsform und dann tust du noch Proteine rein und so, dann wird es noch nischiger, aber. Das ist ja schon, also auch der Preispunkt und so, den wir aber übrigens brauchen, das ist jetzt nicht, weil du brauchst vernünftige Margen und ich glaube, die meisten Startups im Konsumgüterbereich. . Gucken nicht genug auf ihre Marge und haben Angst, höhere Preise zu verlangen. Ein Bier Zero Labs zu nennen, komplett alkoholfrei zu machen, rosa ist eine primäre Farbe, ist, glaube ich, in der Außenwahrnehmung Krass spitz und dann eben 0-0 zuckerfrei, kalorienarm, bei trotzdem echtem Biergeschmack. Den versuchen wir halt hinzubekommen, weil ich will ja nicht ein alkoholfreies Bier trinken, ich will ja eigentlich ein Bier trinken. So. Und ah, by the way, es ist alkoholfrei. Und ja , ich bilde mir ein, dass wir ganz anders auftreten, als dass eigentlich die meisten Bierfirmen tun

41:04 Feliks Eyser: Was hast du über Pricing gelernt, weil du es gerade angesprochen hast? Das ist eine Disziplin, die viele ja vernachlässigen, von denen viele Frau noch gar nicht wissen, dass es eine Disziplin ist und ein extremer Wertreiber sein kann, wenn man es richtig macht. Mit all deiner Erfahrung, wie bist du an das Pricing angegangen?

41:17 Max Wittrock: Also, man kann natürlich Professor Simon, ja, Preisheiten, ja, von dem gibt es ja, dassher so die weltweite Instanz ist ja, glaube ich, einfach für Preis. Ich kenne sich andere besser aus, oder Das ist ein Grunder von Simon Kucher, große Pricing-Peraterin. Genau, so von dem über Hubertus bin ich auf den gestoßen, aber erst mal von den Büchern gelesen. Zwei Sachen. Also, ich glaube, das erste ist, du brauchst hier einfach Wenn du eine E-Com-Companie bauen willst, dann brauchst du einfach Marge, weil eine Neukundenakquise ist einfach teuer. Und du solltest idealerweise im ersten Kauf CM3 profitabel sein. Also du musst ja gucken, dass du in der Contribution Margin 3 Oder formulieren wir es einfacher, damit jetzt nicht jemand, der im Controlling auch noch versiert ist, sagt, ja Moment mal, da hast du aber was übersehen. Also dass man Dass man kostenneutral idealerweise NeukundInnen einkauft.

41:37 „Ein Preis ist ein Tattoo": Pricing-Mut, bevor REWE dir die Marge zerschießt

42:10 Feliks Eyser: Du hast den Umsatz, dann ziehst du die Produktkosten ab, dann ziehst du aber auch die Marketingkosten ab und alles, was sonst noch passiert.

42:15 Max Wittrock: Verkürzt geht, du hast aber deine Gemeinkosten und nicht drüber aufgeschlüsselt. So, und das ist, glaube ich, wichtig und dafür brauchst du einfach Marge. Da kannst du nicht an der Flasche nur 8 Cent verdienen. Das funktioniert einfach nicht. Und Bier, selbst wenn du, wenn du, wenn du, wenn du dir die deutsche Brauereilandschaft anguckst, dann kann, glaube ich, selbst ich als Outsider sagen, da gibt es tausend Leute, die sich dazu kompetenter äußern können. Aber ich glaube Bier, das ist ein Handwerksprodukt, da ist viel Handarbeit dabei, das sind komplexe Rohstoffe, so das Wir wollen ja, dass die natürlich sind, dass sie möglichst regional sind und so. Das ist schon oft zu billig. Ich glaube, das kann man sagen. Und also brauchst du eine Healthy-Marge.

43:06 Feliks Eyser: Also erstmal eher oben anfangen als unten.

43:08 Max Wittrock: Genau, glaube ich ehrlich. Und nicht um die KonsumentInnen zu verarschen, darum geht es überhaupt nicht, sondern einfach nur. Weil das ist wie ein Tattoo, so ein Preis. . Der geht halt nicht mehr so schnell weg. Und das ist halt kompliziert, den wegzumachen. Und dann haben wir aber auch. . Halt gesagt, wir brauchen eine Marge, aber wir haben es dann tatsächlich mit Appinio, kennen vielleicht manche Marktforschung per App, mit denen haben wir eine Gabor-Granger, das ist so eine der vielen Preisanalysen, die man machen kann, und haben eben Auch den Preispunkt wirklich dann nicht gleich beim Launch, sondern erst mal später, brauchst ein bisschen Budget, haben wir den nochmal getestet. Und dabei kam auch raus, also bei einer Preisanalyse siehst du eben manchmal Oh Gott, die Pricing-Leute, die werden sich das angucken und sagen, der erzählt das alles falsch. Aber also with a with a grain of salt. Ich hoffe, ihr verzeiht es mir. Ich liebe ja eure Branche. Du siehst eben manchmal in diesen Gabor-Granger-Kurven dann so einen krassen Knick oder so. Du siehst halt so, ah, bei dem Preispunkt geht es richtig ab oder bei dem Preispunkt fällt die Nachfrage total. Und wir haben natürlich schon eine Relation gesehen bedeutet, klar wird das Produkt, also würden Sie dieses Produkt kaufen für 1,69, für 1,89, für 2,29, du siehst natürlich schon, wenn der Preis runter geht, dann kaufen das mehr Leute, aber wir haben keinen Preispunkt identifizieren können, wo wir sagen können, krass, wenn wir jetzt auf 1,89 gehen würden, dann würde das so abgehen. Und dann stellst du dir natürlich die Frage, ja, ich könnte schon ein bisschen mehr Umsatz machen, wenn ich jetzt für 1,89 verkaufen würde, statt 2,29 UVP. Aber mein Deckungsbeitrag, der wäre ja so viel schlechter, dass ich es einfach nicht machen kann. Weil das ist doch scheiße. Du startest als Startup, du kommst ins Regal, Rewe sagt: Boah, cool, Preisbrecher. Das Startup bietet alkoholfreies, geiles Bier von 99 Cent an. Und am Ende merkst du: Fuck, da bleibt ja überhaupt nichts hängen. Und deswegen ist mein Tipp immer an Startups: man muss bei Pricing schon auch mutig sein, finde ich. Was ist euer Preispunkt jetzt? 2,29? 2,29 UVP, ja, genau.

45:08 Feliks Eyser: Und erklär mal, D2C, Direct Consumer, ihr verschickt ja auch viel. So, da kommt ein DHL-Paket, da sind die Flaschen drin. Das ist ja sehr ungewöhnlich für Getränke. Also mal um bei Golf zu bleiben, wie hoch ist das Handicap, mit dem ihr spielt, in dem ihr Flaschen durch die Republik schickt?

45:23 Max Wittrock: So ungewöhnlich ist es doch gar nicht, oder? Also wenn du jetzt sagst, ich hatte gerade mit einem Gründer das Thema Hafermilch, ja, so ich bin großer Hafermilchtrinker und Dann hat er zu mir gesagt: Warum bestellst du dir Hafermilch nicht online? Weil du konsumierst es doch regelmäßig. Ich habe gesagt, ja, stimmt. Könnte ich mir eigentlich online bestellen, weil das ist ja super planbar, ja. Ich brauche davon, was ich. 24 Dinger in einem Monat oder so. Und bei mir ist es ja auch so, dass klar habe ich öfter Impulslust, deswegen möchten wir auch an den Handel kommen und sind bei Knuspr und so. Aber das ist ja schon was, wenn du sagst, ich trinke gern alkoholfreies Bier oder gerade so diese klassische Ü30-Situation, ich will vor allem eigentlich weniger oder gar keinen Alkohol mehr trinken, weil ich viel mehr auf meine Ernährung achte, so ging es mir auch. Dann finde ich es einfach gut, das immer zu Hause zu haben. Und dann ist natürlich E-Comm super, weil Distribution in Deutschland, dass du in allen Getränke, Fachmärkten bist und so, das ist nicht so einfach. Und letzter Punkt Ich finde halt, die Käufersegmente sind halt sehr hybrid. Wir haben auf jeden Fall Käufer, die sind oft in einem Getränkefachmarkt. Jetzt haben wir eine Co-op gerade mit Markgrafen, die haben so knapp 100 Filialen. So, super. Aber dann gibt es eben auch Leute, die in meinem Freundeskreis auch, die gar nicht in Getränkefachmärkte gehen und die wollen wir halt dann online Also, mir ist es halt wichtig, dass wir, dass wir eine hohe Verfügbarkeit haben. Und da ist online halt gerade am Anfang für ein Startup unschlagbar, weil du halt zack, sofort in ganz Deutschland und Österreich verfügbar bist. Und dann nehme ich dann die Nachteile auch gerne in

46:58 Feliks Eyser: Kauf. Mhm. Und ein Vorteil ist, ihr habt den direkten Kontakt zum Kunden, heißt ja Direct to Consumer, ihr kennt die E-Mail-Adresse, ihr wisst, wo die wohnen. Wie relevant ist es, mit denen direkt kommunizieren zu können? Hast du ja im Retail ja nicht? Da geht jemand rein, kauft eine Flasche und du weißt überhaupt nicht, wer das ist.

47:12 Max Wittrock: Also, was für uns zum Beispiel super ist, ist die Post-Purchase-Umfrage. Und Fragen nach dem Kauf, warum, wie, Freitext und so weiter. Weil. Zwei Dinge. Das eine, was wir im E-Commerce oft haben, ist Attribution. Da haben wir oft ein Thema. So nicht erst seit seit Ei oder. Mit iOS 14. x hat es angefangen, so richtig, aber wir haben ja oft das Problem, ein Kunden ist ja oft für uns, fährt so in so einen langen Schweizer Tunnel rein und kommt am Ende irgendwie wieder raus und wir glauben schon, dass das die gleiche Person ist, aber Attribution ist ja immer ein Thema.

47:50 Feliks Eyser: Also sprich, jemand kommt vielleicht über eine Meta-Kampagne, aber du kannst es beim Checkout nicht zu 100% zuordnen, ob es jetzt wirklich genau diese Person war.

47:56 Max Wittrock: Genau, oder wir waren im Januar jetzt im ZDF zu sehen. Jetzt kannst du natürlich den Traffic Unmittelbar danach auswerten, aber woher kennst du uns? Ist ja schon eine wichtige Frage. So hat ja Johannes Kliesch zum Beispiel auch, wenn ich mich richtig erinnere, seine Personal Brand am Anfang gut bewerten können. Seit sagt, woher kennst du uns? Genau, und 1% waren, also wenn, glaube ich, ich hatte mal in einem Vortrag gesagt, 1% der Leute kam am Anfang, oder weiß nicht, ob das immer noch so ist, aber kamen über seine Personal Branch. Und dann kannst du natürlich super gut sagen, was ich, ähm, weiß nicht was weiß er besser, aber was Snocks damals Umsatz gemacht hat, aber keine Ahnung, wenn es 50 Millionen waren, ja, und du sagst, ah, 1% kann über die Personal Brand, dann kann ich sagen, ah, und so und so viel kann ich jetzt in die Personal Brand auch investieren, weil das recht wird. Und das Zweite, was du aber natürlich weißt durch so eine Post-Purchase-Umfrage, sind halt wirklich die Kaufmotivation. Weil wir haben ja bei Meta oder generell im Marketing und das Thema, dass wir wirklich gucken müssen. Also ein bisschen wie so ein Eisberg. Du fängst oben an und du machst deine ersten Mete-Anzeigen, dann gehst du ja oft erstmal nur auf Features. So mein Bier ist Schöner, 0,0%, kein Zucker und so weiter. Aber dann irgendwann willst du ja verstehen, oft geht es ja auch um eine Transformation, was sind so die tieferen Kaufmotivationen der Leute? Und da sind wir ja alle. . Bisschen wie . so Goldschürfer. Wir wollen ja immer besser verstehen, was unsere Zielgruppe wirklich will. Was will die mit dem Produkt? Sammeln die die Flaschen zu Hause, weil sie sagen, ich finde das cool, wenn das bei mir steht. Und das Da können wir halt auch durch so eine Post-Purchase-Umfrage viel mehr rausfinden, als wenn ich mich jetzt mit dem Klemmbrett ans Supermarktregal stellen würde. Und davon profitieren ja auch wieder alle Channels. Wenn ich am Ende weiß. Die Menschen kaufen das wegen des rosa Kronkorkens. Das ist das Nummer eins Argument. Dann kann ich natürlich ein cooles Learning daraus ableiten.

49:52 Feliks Eyser: Habt ihr ungewöhnliche Jobs to be done gefunden? Ist ja auch so ein Konzept. Clayton Christensen, glaube ich. Da gibt es dieses YouTube-Video The Job of a Milkshake, wo die analysiert haben, warum Leute morgens durch einen Drive-Thru fahren und sich ein Milkshake kaufen und über ganz viele Gespräche rausgefunden haben. Das sind die, die. quasi zur Arbeit pendeln, . ein Frühstück wollen, aber die Hände am Lenkrad haben und deswegen ist der Milkshake genau für diese Uhrzeit, für diese Persona das Richtige. Produkt und haben sie angefangen, das zu vermarkten und dadurch die Umsätze gesteigert. Also interessanter Job to be done. Habt ihr interessante Jobs to be done gefunden?

50:00 Feature oder Transformation: warum Liquid Death kein Wasser verkauft

50:23 Max Wittrock: Also was ich, ich mache jetzt in unserem Brandmarketing Zweierteam zwischen Moritz und mir, macht Moritz eher Retention, also Wiederkäufe und ich kümmere mich eher um die Neukundenakquise. Und ich glaube, was ich wirklich immer noch falsch mache, ist so Dass ich immer zu sehr auch über die Feature-Ebene gehe und gar nicht so sehr über dieses übertrieben formuliert: Ah, du möchtest vielleicht ein ganz anderer Mensch werden, du möchtest vielleicht jemand werden , bei dem Alkohol in seinem Leben gar nicht mehr so eine Rolle spielt. Und deswegen kaufst du dir vielleicht so ein Produkt wie unseres, um dich täglich zu belohnen, aber eben ohne Alkohol. Also Da war jetzt noch nichts dabei, dass zu sagen, ah, die Leute nehmen das als Rasendünger. Das haben wir nicht gesehen. Aber Aber es ist eben schon krass, dass man, also das ist ja so ein bisschen oft dieses, wenn ich Founder-Coache an der Seitenlinie stehen, das ist immer total. Einfachen Anführungszeichen so defizite zu identifizieren, zu sagen. Du redest in deinem Marketing nur über die Features, ja, du musst mehr über die Transformationen reden. Aber das selber dann auch zu machen, ja, das ist die große Herausforderung und da habe ich schon noch einige Hausaufgaben.

51:26 Feliks Eyser: Okay, und du sagst aber quasi, der Schritt wäre von der Feature-Ebene eher auf die Die emotionale Ebene, die Storytelling-Ebene, die Transformation zu gehen. Was willst du denn nicht was willst du haben, sondern was willst du fühlen, wenn du das Produkt konsumierst?

51:41 Max Wittrock: Ja, ich bestelle mir ja einen More-Protein-Shake nicht, weil ich in der Früh Hunger habe und mir deswegen einen Shake mache, sondern ich bestelle den ja in der Regel oder oft, ja, ob ich jetzt dieser Proteinfastenmethode folge oder so. Ich bin kein More-Affiliate, das ist jetzt einfach nur ein, finde ich, plakatives Beispiel.

51:57 Feliks Eyser: Das wäre auch ein witziger Sidehassel.

51:59 Max Wittrock: Ja, stimmt. Wir können bei Christian Wolf

52:02 Feliks Eyser: mal fragen, ob du in sein Programm reinkommst. Warten wir auch schon hier.

52:05 Max Wittrock: Ja, aber ich glaube, weil ich halt abnehmen will, ein anderer Mensch vielleicht ein anderes Selbstbild entwickeln will, was auch immer es ist, da hat ja jeder ganz eigene Motivation. Und das ist, glaube ich, schon wichtig, die zu identifizieren. Und da muss man auch aufpassen, dass man nicht in so ein Bullshit-Ding wieder reinkommt. Ja, die Authentizität und so. Aber dass man halt einfach sagt, okay. Zuckerfrei zum Beispiel ist für die Leute auch wichtig. Kalorienarm, wie können wir aber auch im Marketing, auch mit unseren begrenzten Mitteln, die sind ja wirklich begrenzt , ich Also viele, viele Performance-Anzeigen, wir haben eine Agentur Space Dome, die uns unterstützt, aber auch ein Cutter, der selber eine E-Com-Marke hat Bisauer müsst ihr euch auch mal anschauen, der Sven, so und dem schicke ich die meisten Voice-Overs per WhatsApp. Die spreche ich in die WhatsApp-Sprachnach ein, viel schneide ich auch selber. Wie kriegst du es mit den begrenzten Mitteln hin, immer wieder halt wegzukommen von 0,0% Alkohol, zuckerfrei, sondern in die Transformation? Und das ist. Also ich bin jetzt kein Auto-Fan, aber wir haben vorher die über die uns über die G-Klasse der E-Combros unterhalten. Die kaufe ich mir ja auch nicht, weil ich einen Geländewagen suche, sondern weil ich mich belohnen will, weil ich Status suche, weil ich vielleicht Konsum ist ja immer. Ähm, integrativ oder distinktiv, ich will entweder irgendwo dazugehören oder ich will mich von irgendwem abgrenzen. Und da, das muss man einfach verstehen. Das hat ja Raffael auch über Glow25 gesagt. Wenn du irgendwann dein Copywriting so richtig drauf hast, nails, wenn du genau so schreibst, dass deine Zielpersona sagt, that's it. Da musst du hinkommen und das schaffst du halt nicht über Nacht.

53:46 Feliks Eyser: Ja, das ist interessante, mir fällt diese Liquid Death Story ein. Ist ja eine Wasser-Wasserbrand, wo Dosen quasi mit so Totenköpfen besetzt sind. Super erfolgreiche Brand und faszinierend. Und ich meine, die Gründungsgeschichte war auch, dass der Founder beobachtet hat, dass Leute bei Konzerten, die Roadies, die die Technik aufbauen, rumgelaufen sind und teilweise Wasser umgefüllt haben. in Red Bull Dosen oder in Bierdosen oder sowas, weil sie einfach cooler aussehen wollten, weil sie gesagt haben, ich kann hier nicht im Wasser rumlaufen, wenn ich da irgendwie die fette Soundanlage von Metallica gerade aufbaue. Ich weiß nicht, wie sehr das jetzt Urban Legend ist und auch nur gutes Storytelling, aber es scheint ja was dahinter zu sein, so dieses Gefühl der Zugehörigkeit. Also ich will was in der Hand haben, was cool aussieht, und dann war die These zu sagen, okay, ich baue eine Wasserbrand. die komplett badass gebrandet ist.

54:30 Max Wittrock: Genau, integrativ ist, glaube ich, total wichtig. Also wenn du irgendwie in den 90ern in New York einen Skater warst und all deine Freunde haben Supreme getragen, ja. So, dann will sie oder er natürlich auch Supreme. Damals musste man aber noch nicht in der Schlange stehen. Da musste man halt nur cool genug sein, in The Know sein, um Supreme zu kennen. Ja genau, also ich glaube, integrative Funktion des Konsums total wichtig und distinktiv eben auch. Ich will halt auch vielleicht in meinem Freundeskreis die Person sein, die Der Weinkenner ist, der Bierkenner, die das Protein zu Hause hat und die halt sagt, nee, nee, ich habe mir nicht den ganz normalen Grill gekauft, wie ihr alle. Demens einen skandinavischen Grill, der bei Vollmond handgeschmiedet wird, ja, und nur mit dem und der Holzkohle, die ich selber mache , In meinem Kohleofen, mit der, ich weiß nicht gar nicht, wie man Holzkohle macht, by the way. Mit der, also die Story ist schon wichtig, aber sie muss halt auch einzahlen auf, glaube ich, die Bedürfnisse der Zielgruppe. Und die muss man halt wirklich erkennen. So, und warum ist das jetzt wichtig? Jetzt will ich nur, dass das will ich noch kurz abbinden, wenn ich darf. Deswegen ist Geduld, glaube ich, so wichtig beim Gründen. Weil die wenigsten Startups, gerade im Konsumgüterbereich, die nailen das halt von Anfang an. Es gibt dann immer wieder Sachen, die ich sehe, wo ich sage: so geil, das stimmt alles. Da stimmt irgendwie das Testimonial, die berühmte Influencerin oder bestimmte Influencer, da ist die Story gut, da sind Bedürfnisse richtig, BAMS, das läuft richtig gut. Da ist dann ja oft nur die Frage: Wie wird der Hype am Leben gehalten? Aber die meisten Brands, auch Zero Labs, Brauchen einfach echt lange, um wirklich sich zu dem perfekten Product Market Fit, nicht nur im Produkt, sondern auch im Marketing hinzuarbeiten. Und das darf man nicht unterschätzen. Und das Schlimme ist, das passiert halt selten linear, sondern das passiert immer in so Treppenstufen. Und jeder, der schon mal gekündigt hat, wird das, glaube ich, bestätigen. Und das ist einfach, das macht es mentally anstrengend. Aber das ist halt wichtig, das auch zu wissen, dass man sich nicht am Anfang verrückt macht und sagt, scheiße, ich habe alles falsch gemacht. Nee. Du bist jetzt mal da, da ist Moritz ein geiler Advokat dafür, weil ich bin so ein Overthinker und der sagt immer, wir müssen jetzt einfach mal mit dem Produkt raus. So. Und dann. Gucken wir, wie wir es besser machen. Oder was halt die Zielgruppe anders will oder so. Und das ist, glaube ich, eine wichtige

56:43 Feliks Eyser: Denke. Ja, und viel diese Beobachtung. machen, ich habe mal ein Buch über das Schreiben gelesen, also wie wirst du ein besserer Autor quasi und im Grunde ist die These vom Buch, du musst erstmal guter Beobachter sein, bevor du gut schreiben kannst. Und ähnlich ist es ja in deinem Fall auch, wenn du die Kunden beobachtest, viel mit denen fragst über deine Post-Purchise -Umfragen, aber auch im normalen Gespräch, dann lernst du diese ganzen Details und dann merkst du irgendwann, ach krass, okay. Das sind alles Leute, die gerade beschlossen haben, abzunehmen. Das sind alles Leute, die gerade angefangen haben, Sport zu machen oder sich gesagt haben: ich bin jetzt 45 und ich will einen Ironman machen. Und das ist der Punkt, wo sie auf alkoholfreies Bier umswitchen oder wie auch immer. Können diese Nuggets sein, die rauskommen, aber es geht halt auch nur über diese Beobachtung. Und die braucht einfach Zeit und die kannst du dir auch nicht erkaufen.

57:31 Max Wittrock: Nee, und ich glaube, dass in so in so techeren Produktkategorien, zum Beispiel Radsport, wo er so Rapha oder Ryzon, die ich halt super finde, so Shoutout an Mario Konrad und alle aus dem Ryzon-Team so das Dass du halt, es kann ja sein, dass du in solchen Nischen schon ein tiefes Verständnis für deine Zielgruppe hast und sagst, ah, die brauchen genau diese Goritex-Jacke und die sind auch bereit, dafür 300 Euro zu bezahlen. Aber gerade bei Konsumgütern ist halt, ist halt. Das Thema oft, dass die Leute nicht so tief drin sind. Weißt du, wenn du ein Schachspieler bist und merkst, dir fallen die ganze Zeit die Schachfiguren um, ah, da muss ein Magnet unten rein, dann ist es halt so, ha, und die ganze Community feiert sofort. Und das ist da oft diffus, weil die Leute sich oft ja Probleme ausdenken, die es gar nicht gibt. Und das ist ja auch erstmal gar nicht so schlimm, aber du musst halt die Bereitschaft mitbringen, dich dann auch zu pivoten. Weil sonst hast du ein Problem. Warum ist Branding überbewertet? Also, Branding ist nicht überbewertet. Ich glaube, Branding ist total wichtig. Was ich meine, ist. Früher war das so, das kennen auch die Leute, die in den 80ern geboren sind, wie ich, viele Leute, die in den frühen 2000ern einen Blog starten wollten, die haben erstmal drei bis sechs Wochen mit der Auswahl des richtigen WordPress-Themes begonnen, anstatt einfach mal die ersten Inhalte zu verworfen. produzieren. Und ich glaube, viele Startups, gerade wenn sie zu viel Funding haben, verschwenden halt wahnsinnig viel Zeit mit Style Guides und allem möglichen und mit Mit Looks und dem Ganzen so, wie wir, anstatt einfach mal ihr Produkt auf den Markt zu bringen. Und deswegen glaube ich, wir haben zum Beispiel Tabula Rasa , eine Agentur aus Hamburg, die uns unsere CI gemacht hat. Da haben wir Kohle in die Hand genommen und Finde ich auch richtig wichtig, weil die machen nach wie vor alle unsere Labels. Das ist einfach für uns total distinktiv. Aber die würden sich hüten, uns jetzt einen 140-seitigen Style Guide zu schreiben. Und ich glaube Da muss man einfach eine gute, rationale Herangehensweise finden und sagen, das ist wichtig, vielleicht cooles Logo oder was weiß ich. Aber den Rest, den kann ich vielleicht auch erst mein Canva selber bauen. Unsere Performance-Ads sind, die meisten sind überhaupt nicht schön, aber die müssen jetzt auch noch nicht schön sein. Die können in zehn Jahren schön sein.

59:43 Feliks Eyser: Vielleicht kompetieren sie auch besser, wenn sie nicht schön sind.

59:45 Max Wittrock: Genau, sowieso. Creative Diversity, ja, ja, genau. Also die AGRs ja sowieso, der Performance-Markt hinter mir sagt natürlich auch, die dürfen nicht mehr. Schreibt Fehler rein, dann klickt noch besser. Ja, aber es ist wirklich ein guter, also die Rechtschreibfehler immer gute Hacks, auf jeden Fall. Genau, aber ihr wisst, was ich meine. Also unser Insta-Feed zum Beispiel. Ich würde mir den auch, also ich sag mal, ich würde mir auch total wünschen, dass man da nur Sichtbeton sieht und alles ist abartig kuratiert. Und so Benjamin Haag von Love Hate, der für uns viele Fotos macht, der macht Auch solche Fotos, die ich auch total feiere, aber ich kann leider nicht Scammy nicht leisten mit Moritz. Wir können die nicht unseren ganzen Content machen lassen und deswegen ist halt auch viel von Max Wittrock mit dem iPhone gefilmt. Das ist halt so.

1:00:27 Feliks Eyser: Und Max Wittrock erzählt auch die Geschichte. Ich meine, du warst in deinem früheren Leben Journalist und Leute in deinem Umfeld sagen über dich: Storytelling hast du gemeistert. Wenn First Time Founder zu dir kommt und sagt, ich will ein besserer Storyteller werden. Weil Storytelling ist super wichtig für Founder. Man muss ja immer überzeugen. Das ist ja die wichtigste Disziplin. Kunden, Mitarbeiter, Investoren, Partner, Retail-Shops und so weiter - bis den ganzen Tag dabei. irgendwelche Leute von deiner Idee zu überzeugen und am überzeugendsten, bis du mir eine Geschichte erzählst. Wie kann ein First-Time-Founder oder eine First-Time-Founderin darin besser werden sein und ihre Geschichte gut rüberzubringen?

1:01:03 Max Wittrock: Also lass es uns kurz aufdröseln in Strategie und Taktik. Und jeweils vielleicht drei Punkte. Ich glaube, Strategie, das erste ist mal, jede Brand hat was zu erzählen, aber Klischeehaft, wenn der Mittelständler sagt, wie werden wir innovativer, und du fragst : Blocken Sie denn Zeit für Innovation? Also, wo Leute zusammenkommen, so ja, nee, das so doesn't happen on the side. Du musst dir bei Storytelling PR, wie auch immer, du musst dir halt Zeit nehmen, dir das zu entwickeln. Und die einfachste Übung ist einfach, für welches Thema will ich stehen? Kannst du in die Mitte schreiben? Mobilität. So, und dann machst du einfach mal 30 Minuten Mindmap. Sind wir jetzt schon bei der ersten Taktik? So, welche Themen kann ich eigentlich besetzen? Und dann kannst du, ob mit AI oder alleine da ja sehr schnell Content draus ableiten, so dann merkst du ganz schnell, ach krass, ich habe eigentlich doch eine ganze Menge zu erzählen. Zweitens, Strategie, ähm, Du musst irgendwie gucken, dass da auch wirklich eine Story ist. Also wenn du eine Journalistin heute fragst, was ist das Problem mit Startup-Pressemeldungen, dann werden die sagen, Naja, die meisten Sachen sind einfach überhaupt keine Story. Die X-Te Funding-Runde, so da geht es nicht darum, dass das Pressemeldung heißt, wenn da was krasses drinstehen würde, wäre das wurscht, sondern dass es einfach keine Story gibt. So, was ist wirklich eine Story? Und drittens Such dir, also , das kann man schon auf der Taktik einhören, aber such dir was, was auch zu dir passt. Weißt du, wenn du jetzt der ultraintrovertierte, die ultraintrovertierte Tech-Founder bist, dann brauchst du jetzt nicht einen TikTok-Aktop. Account anfangen. So, und jetzt Taktiken. Ich glaube, die meisten wollen zu viel. Also such dir ein, zwei Channels, die idealerweise, wie Johannes Kliesch von Snocks mal gesagt hat, Rückenwind haben. TikTok, LinkedIn, was halt irgendwie gerade noch Trendy ist, ein Boost hat und fang da an. Zweitens, sei genauso diszipliniert, wie du es bei Liegestützen oder sowas sein musst, weil nach x Wochen wird es ein Habit. Du musst einfach täglich posten und du kannst nicht mehr Also gibt ihr ja so Creator Storys mit 100 Dingern am Tag und dann müsst ihr uns fünfmal die Woche und im Investment Banking arbeiten, ist ja auch krasser Hassle Und statt dass ich bis 23. 50 Uhr in einer Telco sitze, kann ich ja auch einfach 100 Content-Pieces am Tag raushauen. Das ist ja eine total logische Denke. So, aber du musst halt, 100 ist schon viel, aber du musst halt schaffen, irgendwie täglich was zu machen. Und bei Meta oder so, auch wenn du es Paid machst, brauchst du halt einfach jede Woche neue Creatives, die du testen kannst. Musst halt hinkriegen, brauchst ein System. Und das ist dann das Dritte, du brauchst für Content immer, das meinte ich eben, du brauchst ein System, du musst es dir im Kalender blocken, du kannst nicht jeden Montagmorgen starten mit Was poste ich denn heute auf LinkedIn? Sondern du musst sagen, jeden Tag von 8 bis 8. 20 Uhr, das ist meine LinkedIn-Zeit. Und in der Zeit haue ich einen fucking Post raus. Es ist egal. Und ich schicke, ich sende den auch, Cringe Mountain, ob der gut ist oder nicht, den haue ich einfach mal raus. Und dann kommen wieder die Herberts, die gerade noch bei der Laura drunter kommentiert haben, oder bei Zero Labs, die sagen dann Ich würde mir echt mal mehr Qualität als Quantität wünschen. Also früher, da war LinkedIn echt noch ein toller Ort, da war so viel Qualität. Aber dann guckst du, was Herbert gepostet hat, und dann hat Herbert halt gepostet Ich bin zurück von der Fachtagung. Es war ein herrliches Buffet und ein toller Austausch mit den geschätzten Kollegen. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und werde jetzt gemütlich ein Bierchen in der Deutschen Bahn zischen. Die mal wieder zu spät ist. Das will ja auch keiner mehr lesen. Und da war halt der LinkedIn-Algorithmus lange dankbar. So, und ich glaube, das ist so ein bisschen der Punkt. Also, start before you're ready, sei diszipliniert und konsistent, aber mach auch nur was, was dir gut tut. Mir macht LinkedIn Bock. Deswegen fällt mir das nicht schwer. Kam auch viel Neukundentraffic für Zero Labs drüber. Aber ich bin nicht der Typ, ich bin einfach zu alt, wahrscheinlich, um jetzt zu sagen. Ich mache 100 TikToks am Tag. Und

01:01:47 „Jeden Tag von 8 bis 8.20 ein Post": die LinkedIn-Routine, die er durchzieht

1:04:49 Feliks Eyser: wie schaust du da drauf, wenn man das selber nicht machen will und sagt, ich habe keinen Bock, ich fühle mich da nicht wohl oder wie auch immer, ich bin zu alt, ich bin zu jung? Wie gut kann man das outsourcen?

1:04:57 Max Wittrock: Also ein bisschen wie Profi-Boxer werden wollen, aber nicht boxen wollen. Das ist halt schwierig. Also ich glaube , vor zehn Jahren hätte ich noch gesagt, ah, Personal Branding. Braucht es gar nicht so dringend. Ich glaube, so Menschen folgen Menschen, wir wollen uns von AI gezielt abgrenzen, wir wollen dem AI-Slot müssen wir irgendwie entfliehen. Das geht, glaube ich, fast nur über Menschen. Und wenn du Mit Leuten zum Beispiel bei LinkedIn oder anderen Plattformen sprichst und sagst, ha, so viele AI, was macht ihr denn da? Dann ist eine Antwort oft, ja, Video kann vielleicht eine Lösung sein, weil Video ist halt krass authentisch. Muss deswegen jede Founderin vor die Kamera. Nö, aber dann brauchst du halt eine brauchst du eine Idee. Kannst du dann einfach irgendeine random Personen, Agentur heiren und sagen, mach das mal dreimal die Woche. Boah. Schwierig. Man muss ja eine Idee überlegen. Und vielleicht ist die Idee zu sagen, ich nehme einen Hund oder eine Katze und lege da schlechte meine Voice-Overs drüber und das passt überhaupt nicht wie bei diesen alten Timelife-Werbungen. Nicht zur Lippensynchronisation und alle würden es krass feiern, weil du halt sagst, ich will nicht vor die Kamera, deswegen ist meine Katze vor der Kamera. Du bist

1:05:59 Feliks Eyser: auf jeden Fall kein Vanilla.

1:06:00 Max Wittrock: Genau, oder du machst halt dein Produkt. Dieses komische, diesen Social Media, diesen Mund, der sich dann so schlecht bewegt. Du kannst ja so viele Dinge machen, aber du musst halt mal ein, zwei Stunden dich hinsetzen und sagen: Was kann ich anders machen als der Rest? Das ist, glaube ich, so ein bisschen der Schlüssel.

1:06:17 Feliks Eyser: Und dann die Konsistenz bringen. Über Konsistenz hast du auch gesprochen. Du zitierst ein Buch Run When Nobody Is Watching. Man sagt, Gründen ist selten spektakulär, oft schmerzhaft, aber wenn man wenige Dinge ständig wiederholt und immer ein bisschen besser wird. . Dann wird das Nervige zum Alltäglichen.

1:06:35 Max Wittrock: Genau, also es geht um what I talk about when I talk about running von

1:06:40 Feliks Eyser: Haruki Murakami.

1:06:42 Max Wittrock: Genau, also ich glaube, was der ja sagt, also berühmter japanischer Autor, so was der sagt, ist, laufen Ist einfach was, was er über einen ganz langen Zeitraum macht. Und meine Analogie fürs Gründen ist genau du , ich stehe ja nicht morgens auf und sage, Cool, ich gucke jetzt in den Meta-Account rein. Ich freue mich schon darauf, die Kampagnen-Performance zu analysieren, weil das ist das coolste Dashboard, das es auf der Welt gibt. Aber wenn du es einfach jeden Tag machst und wenn du darin besser wirst, ich habe ja Jura studiert, da hat mal jemand zu mir gesagt, wenn du Spezialist In für dänisches AGB-Recht zum Beispiel wirst, ja, dann können alle sagen, uh, wie langweilig. Aber wie geil ist es denn, wenn du so einen kleinen Teilbereich halt komplett durchdrungen hast? Und das Das ist halt cool. Das Besserwerden macht Bock. Also, wenn du mit Leuten sprichst, die irgendwie Motivation im Job erforschen, sagen die auch immer: So, Mastery, besser werden in was. Das ist geil. Und das ist beim Gründen, glaube ich, total wichtig. Einfach dranbleiben. Und dann kommt natürlich der schwierige Punkt: wann muss ich auch mal den Kurs wechseln, wenn ich jetzt drei Jahre TikToks poste? Und die klicken alle nicht. Wechsle ich dann? Ja, wahrscheinlich schon, aber dann ist meine Frage immer: Hast du vorher mit mindestens 20 Leuten gesprochen, die das schon machen und was du besser machen kannst? Hast du die Frequenz mal erhöht? Hast du wirklich gehasselt? Also hast du wirklich. So. Also deswegen glaube ich, man kann ganz viel Befriedigung im Alltäglichen finden und in diesen vermeintlich langweiligen Aufgaben. Man muss nur lang genug dabei bleiben.

1:08:10 Feliks Eyser: Und die Konsistenz war dir so wichtig, dass du das Buch dreimal gelesen hast. Das fand ich auch einen witzigen Nebensatz.

1:08:15 Max Wittrock: Ja, also ich coache ja selber FounderInnen. Und dann ist ja immer ganz wichtig, dass man sich auch selber ständig coachen lässt und besser wird. Und gestern hatte ich ein Coaching mit Victoria Weber, die auch einen Podcast hat, Creator Way. Und die mir schon sehr viele kritische Fragen gestellt hat zum Thema Kannst du zum Beispiel bestimmte Social Media Inhalte Als 40 Plus man so gut rüberbringen. Das heißt nicht, dass man nicht auf, also damit, um das richtig zu flaggen, das heißt nicht, dass man nicht in jedem Alter Social Media machen kann. Aber Ich kann halt vielleicht nicht mehr die, wenn ich jetzt über junge Gründerinnen ansprechen will mit Anfang 20, dann so sagen, hey, ich bin auch der coole Onkel, sondern ich muss halt vielleicht über einen Engel kommen, der sagt, hey, ich habe viel Erfahrung, so das. Versteht, was ich meine. Du musst halt deine eigene Sprache finden, die wirklich gut zu dir passt.

1:09:14 Feliks Eyser: Aber du sagst ja, also quasi Coaching hat dir geholfen, quasi von außen diesen Spiegel zu kriegen und wenn du das andere beibringen willst, musst du es selber machen. Und die Konsistenz ist für dich, quasi selber diese Arbeit zu machen und dich selber quasi coachen zu lassen.

1:09:27 Max Wittrock: Ja, genau, also ich auch wieder so Taktik, Strategie. Ich glaube, wichtig ist einfach. Ich hole mir halt oft Hilfe bei den Taktiken, dass mir jemand halt wirklich sagt, wie kann man was machen. Und Victoria kann mir halt zum Beispiel in fünf Sekunden erklären, ob jetzt. Ghost, Beehiiv, Substack, Steady, was da die Unterschiede sind. . Aber die kann mir auch strategisch viel weiterhelfen.

1:09:51 Feliks Eyser: Das sind gerade alles Newsletter-Plattformen.

1:09:53 Max Wittrock: Genau, es sind Newsletter-Plattformen, die kann beides so, aber ich glaube, es ist halt wichtig, wirklich auch in sich zu investieren. Das Coole ist ja, Wissen ist ja zugänglicher als je zuvor. Ich bin halt jemand, der sehr, sehr gut lernen kann. Ich wollte lange Klavier spielen lernen, habe es nie richtig hinbekommen. Ich habe es erst richtig hinbekommen, als ich meinen teuren Online-Kurs an der Berklee College of Music gekauft habe, während der Corona-Zeit. Da war es nicht. Genau, das hat halt für mich funktioniert, ja, so und dann musste ich und dann war ich über diese erste Hürde drüber und dann konnte ich irgendwie weitermachen und bin auch dabei geblieben. Und für mich, und deswegen biete ich auch mit gutem Gewissen eben selber Coaching an, weil ich das Gefühl habe, das kann halt, wenn wenn man so ein Typ dafür ist, dann sagt er aber sie, hat er Bock drauf. Das kann halt Wege verkürzen und oft ist es halt gut, eine zweite Meinung zu haben. Und meine Beobachtung ist aber, die meisten Leute, auch mit denen ich so bis jetzt arbeiten durfte. Die wissen eigentlich alles schon, ja. Die müssen halt, die wollen einfach nur Reassurance, ja. Und die, und denen, das ist eins meiner wichtigsten Dinge, denen will ich halt mitgeben, folge einfach deiner eigenen Intuitionen, weil die ist oft richtig.

1:11:05 Feliks Eyser: Und ich glaube, das ist auch wieder so dieses mentale Modell, externe Moderation, Coach, die halbe Miete alleine ist ja schon, dass es einen Termin und Kalender gibt und dass du Geld dafür bezahlt hast. Wie beim Personal Trainer oder bei der Gym-Membership. So du bist da schon investiert, du musst da hier so. . Du müsstest aktiv Aufwand betreiben, es nicht zu tun. Du müsstest es jetzt absagen und es fühlt sich ja auch nicht gut an. Und ich glaube, das ist die halbe Miete und dann ist das Feingefühl vom Coach und die Fragen, die er durch sich stellt, natürlich auch super relevant. Aber ich meine, alle wollen irgendwie reflektiert sein und überlegen, wie sie am Unternehmen an sich arbeiten, können aber die Frage von dir ist ja fair, so ja, wie viel Zeit hast du denn im Kalender dafür allockiert? Mit einem Coach ist es halt einfacher, weil die Stunde dann halt einmal geblockt ist.

1:11:42 Max Wittrock: Und weil du halt genau eine Person hast, ist ja immer, ich finde es immer so abgefahren, da mache ich, ich denke total viel über Konsistenz und Disziplin nach. Weil ich bei mir selber beobachte, es gibt Dinge, Die sind für mich absolut unverhandelbar. Aber ich habe mir halt dann lange Zeit, also ich habe es zwar schon über super gesund gefrühstückt, klar, mymuesli, ja. Aber ich habe mir halt dann oft in , ich war sau viel unterwegs in diesen Peak mymuesli-Phasen. Hab mir halt dann oft um 22 Uhr noch ein super Schlecht im Sinne von ungesundes Essen reingeballert. Und dachte immer so, hä? Wieso kriege ich das hin, irgendwie im Unternehmertum super diszipliniert zu sein, aber da kriege ich es nicht hin. Und andere bei anderen ist es ja auch andersrum. Die sind super diszipliniert in der Gym so. Aber kriegen irgendwie die Selbstständigkeit nicht gebacken und sagen, ich will schon seit zehn Jahren, aber mach's nicht. Und das finde ich total spannend. Und bei mir ist eben der St. Da glaube ich, muss man Halt sagen, wenn man in anderen Bereichen besser werden will, muss man eben genau identifizieren, welche Tools, welche Systeme, es ist ja auch nur ein System, finde ich. Also, wenn du dir jemanden buchst, der dir sagt, So, jeden Freitag treffen wir uns jetzt eine Stunde und dann arbeiten wir an dem und dem Thema. Jeden Freitag bringe ich dir irgendwie den Chopinwalz dabei auf dem Klavier. Dann ist das ja auch ein System. Und dann habe ich zum Beispiel, finde ich, es peinlich, wenn ich mir jetzt Personal Trainer buchen würde, dann würde ich einfach denken. Das ist peinlich, wenn ich irgendwie dreimal die Übungen nicht gemacht habe. Das Charme ist dann für mich der Antreber. Genau. Und deswegen glaube ich, ist es halt wichtig, auch da. Rauszukommen aus seinen, aus seinen, aus, seiner Echokammer und zu sagen: so, ich investiere jetzt in mich, ob es Klavierspielen oder Gründen ist. Hast du eine Taktik gefunden, den Late-Night-Snack gesünder zu kriegen? Jaja. Also da das kriege ich mittlerweile gut hin. Wie hast du es gemacht? Naja, also bei mir ist es so ein bisschen tatsächlich das Altersthema. Also da rennt ihr ja irgendwann die Zeit davon. Also irgendwann verkürzt formuliert. Da arbeitet das Alter ja gegen dich. Du musst ja immer mehr tun, ist meine Laienmeinung, um irgendwie deinen Körper irgendwie Performance zu halten. Und ich habe halt gemerkt, das war für mich der Hauptschlüssel, das war eher eine Erkenntnis dann als ein Tool. Wenn ich körperlich voll krass auf mich achte, wenn ich Sport priorisiere, wenn ich mich gut ernähre. so zum Beispiel einfach einfach wenig oder keinen Alkohol trinke, dann fällt mir alles andere halt auch viel leichter. Und die Erkenntnis hat mir halt total geholfen zu sagen, ah krass, Der Proteinsteck ist doch am Ende für mich viel geiler, als mir jetzt irgendwie einen ungesunden Snack reinzuballern. Das

1:14:30 Feliks Eyser: Interessant ist bei mir auch so, man setzt sich ja dann Ziele und setzt sich Anfang des Jahres hin und sagt, ich will 120 Bücher lesen und drei Ironman laufen und so. Diese Riesenziele , die überhaupt nicht funktionieren in der Regel. Und ich habe mir dieses Jahr auch gesagt, mein Personal Goal ist einfach viermal die Woche Sport zu machen. That's it. Weil ich weiß, dass alles andere flussabwärts davon ist. Also, wenn ich Sport mache, dann wird die Ernährung automatisch besser, dann wird der Schlaf besser, dann trinke ich auch weniger Alkohol, dann bin ich entspannter, dann treffe ich bessere Entscheidungen. Also. Also ich glaube, das ist ja auch eine interessante Frage, sich zu überlegen, was ist Ursache und was ist die Wirkung, die danach kommt und sich einfach nur auf die Ursache zu konzentrieren. Bei mir ist es einfach Workout.

1:15:03 Max Wittrock: Voll, genau, und finde ich aber auch immer mit Leuten zu reden, die es halt erfolgreich machen. Also ich finde immer so interessant, es gibt so eine vielfach rezitierte LinkedIn-Story, dass irgendjemand sagt, so, der Coworker sagt Du kommst in den Starbucks-Café rein und jemand sagt: Wenn du diesen Kaffee für die nächsten zehn Jahre nicht kaufen könntest und das in einen ETF anlegst, dann hättest du einen Ferrari. Dann sagst du: Hast du einen Ferrari? Äh, nö, ja, dann lass mich in Ruhe. Also rede mit Leuten, die es halt selber gut hinkriegen und was machen die richtig. Und bei den Zielen bin ich voll bei dir. Also als ich dann einmal geguckt habe, wie machen das Leute, die halt Die sich super ernähren und das gut hinkriegen, die haben halt oft sehr, sehr klare Regeln zum Beispiel. Das ist, finde ich, so, was Klassen. Die sagen halt, Ich mach, das ist non-negotiable. Ich esse nach, ach zum Beispiel nicht mehr. Wir intermittieren das fast. Das mache ich einfach nicht mehr. Und das hat mir auch das habe ich viel mehr für mich gecheckt, auch so sich mit anderen Leuten auszutauschen und deren Taktiken zu übernehmen. Deswegen ist ja aber Podcast auch cool, weil man, da nehme ich auch immer ganz viel mit, weil da halt wirklich, also bei der Raphael-Folge habe ich echt richtig viel mitgeschrieben, weil ich so dachte, ja, geil, so. Ja, und das ist für mich aber

1:16:20 Feliks Eyser: auch non-negotiable, dass halt jede Woche so eine Folge rausgeht. Also, ich bin gut im Bodenschäm, wenn Freitagmor um 6 Uhr vergeht und die Folge nicht online ist, das ist für mich absolut nicht vorstellbar. Und das hat es für mich quasi einfach gemacht, ein System zu bauen, das dann darauf einzahlt. Und ich habe da vorher auch Alle möglichen Sachen probiert. Ich habe mal so Medium-Artikel geschrieben eine Weile und dann probiert quasi das schriftlich zu machen, ist dann wieder eingeschlafen, gehabt, habe auf LinkedIn verschiedene Formate durchprobiert und für mich herausgefunden, dieses Podcast-Format ist Super, weil halt auch ein Termin im Kalender ist, so du tauchst jetzt hier auf um 9. 30 Uhr, äh, so, ich will hier einen guten Job machen, ich will mich gut vorbereiten Und es fällt mir viel einfacher, Content zu produzieren, wenn ich über andere spreche. Also so auch da ist LinkedIn wieder flussabwärts vom Podcast. So wir haben jetzt eine coole Aufnahme und reden ist 90 Minuten. Und daraus können ja drei coole Content-Pieces werden. Die drei Pricing-Hacks von Max, warum du dein Produkt teuer bepreisen solltest und so weiter. Also es ist viel einfacher, quasi erstens die Konsistenz zu bringen, wenn es einen Termin gibt und zweitens Content zu produzieren, wenn es nicht nur Um mich geht. Das war so mein Cringe Mount. Ich will dich den ganzen Tag über mich selber schreiben oder irgendwie nur meinen Senf zu den Sachen dazugeben. Und das hat für mich sehr gut funktioniert. Und dieser Charme spielt auf jeden Fall eine Rolle. Das muss freitags immer aus.

1:17:33 Max Wittrock: Genau, und ich glaube, also finde ich super und ich glaube, warum es im Business oft gut funktioniert bei den Leuten, ist halt, weil es halt Accountability gibt. Wenn du halt sagst, so, du hast zum Beispiel eine Neukundenquote oder einen Umsatz, dann hast, dann sieht es ja Moritz und unsere Business Angels oder so, da muss ich ja liefern, in Anführungszeichen. Aber Bei schwierig sind ja immer die Verträge mit sich selbst. Ich glaube aber, wenn du die Verträge mit dir selbst ständig brichst, dass das halt auch abfärbt auf andere Dinge. Und Dann ist es halt immer die Frage, wie kannst du dann Accountability herstellen, wenn du selber bei dir vielleicht nicht, ja, ach Max, komm, du kannst jetzt schon nochmal ungesund essen, du hattest ja auch einen stressigen Tag. Und zum Beispiel fand ich interessant, ich wollte lange irgendwie, bin Florian Gschwandtner, also der Runtastic Co-Founder, und der Florian hat eine App. hatte mal die Mission, die Geist-Liegst, also Foxy Fitness heißt die Company dahinter, glaube ich, die Geist-Liegestütz-App zu machen, ja. 100 Liegestütz oder 100 Push-Ups. Und die wollte ich lange nutzen, wenn ich die voll feiere, aber Immer wieder aufgehört. Und dann hatte ich plötzlich halt zwei, drei Freunde, die gesagt haben: So, wir machen da jetzt eine Gruppe, let's go. Ja. Und seitdem bin ich so gehuckt. Ich will natürlich nicht der sein, der heute nicht den Streak hat. Und das ist, wie kannst du eben Accountability herstellen, ist, glaube ich, auch ein Riesenthema. Gerade wenn du Solo-Founder bist und du willst jeden Tag auf TikTok, such dir vielleicht andere Solo-FounderInnen. Ja, mach mit denen in der WhatsApp-Gruppe und Sag gegenseitig so, heute schon gepostet, wenn nein, was ist die Konsequenz? Dann morgen zwei, never skip leg day, wenn du irgendwie morgen mich. Das ist, glaube ich, einfach wichtig. Und da Beim Gründen kannst du dir auch super leicht in die eigene Tasche lügen, die ganze Zeit, ja, das mache ich dann morgen und so. Aber da Konsistenz und Disziplin zahlen sich eigentlich immer aus.

1:19:18 Feliks Eyser: Um die Food-Themen abzuschließen, was hast du, hast du coole Geschäftsmodelle im Kopf, wo du sagst, die müsstest du mal eigentlich gründen, die würdest du gerne machen, wenn du ein bisschen mehr Zeit hättest? Da gibt es ein paar Trends. Auf die man aufspringen kann. Food-Themen haben ja auch oft so was Trendartiges, dass es was Neues gibt, eine neue Geschichte, wo man draufgehen kann. Hast du so ein paar Themen im Kopf, was man im Food-Bereich starten sollte? Food und Beverage, sag ich mal?

1:19:41 Max Wittrock: Gute Frage. Also ich glaube, ich mag eben gerne Kanten. Also ich glaube, functional wird noch lange gut funktionieren. Das ist halt immer die Frage, was kann man noch functional machen und was gibt es noch nicht. Aber ich glaube, da kann man auch Immer da geht immer was, ja, so, aber ich glaube, vielleicht kann auch der Trend total das Non-Functional sein, ja, zu sagen, was, was, was irgendwie nur Pleasure, nur Taste, nur weil ich bin zwar, ich versuche oder versuch's, Diszipliniert zu sein beim Essen, aber das heißt ja nicht, dass man sich, dass ich nicht auch ausbreche, ja. Also, ähm, und ich bin zum Beispiel leidenschaftlicher Pizzabäcker, ja, so gibt sich ja Auch gesündere Lebensmittel, das muss ich ja auch nicht jeden Tag essen.

1:20:27 Feliks Eyser: Also Functional zum einen hat irgendwie eine Funktion, sagen irgendwie, in der Limousine mehr Ballaststoffe, aber du sagst quasi, andere Trends, ja, sorry. Das Counterpositioning wäre zu sagen, oh, wir sind jetzt alle so durchgekommen. optimiert und haben ein Wupp-Band und einen Aura-Ring und tracken mit der Apple Watch noch irgendwie wie viele Sonnenstrahlen wir gekriegt haben. Du sagst vielleicht Wäre ein Counterpositioning, da genau daneben.

1:20:47 Max Wittrock: Den High Calorie Donut, ja, ja, genau. Also zu sagen, so, boah, so, und du sagst halt, wie viele Kalorien kann ich maximal in ein Lebensmittel? Das ist jetzt was, was ich nicht gründen wollen würde. Ich gucke jetzt da aus so einer reinen Marktanalytik drauf. Die Frage ist: Brauchen wir wirklich noch ein ungesundes Produkt auf dem Markt? Da würde, glaube ich, bei mir dann so diese. Also bei Food ist, glaube ich, ansonsten Ich glaube, Beverage ist, wenn du in die USA guckst, wir müssen ja immer vorsichtig sein. Wir kennen das alle noch von früher. So, der Trip nach London, man hat irgendwie so prêt à manger und so gesehen, so vor 15, 25 Jahren gesagt, ja, das müsste man doch mal und man müsste das müsste man doch mal in Deutschland ist ja schon immer schwierig. Nicht alles lässt sich adaptieren und der Planet Berlin ist nochmal ein ganz anderer Planet als irgendwie der Rest von Deutschland. Also functional oder absichtlich non-functional. Ich glaube was ähm ich bin immer wieder überrascht wie viel es bei Nahrungsergänzungsmitteln noch gibt, ja, so was da noch alles geht und Und wie cool da auch die Positionings sind, also Diana zur Löwen zum Beispiel mit ihrem Oral Health-Thema, ja, du kannst halt immer noch eine Subnische finden. Was ich bei Food auch schon immer noch spannend finde, sind wirklich Offline Convenience-Konzepte. Also ich glaube, dass es da Haferkater ist ein super Beispiel gewesen, wie man einfach, das haben wir, Chapeau, das haben sie, glaube ich, besser hinbekommen als wir bei mymuesli. Ja, einfach, wie kriegt man so ein Ready-to-Eat-Convenience-Konzept? Für diese Kategorie so Porridge Müsli umgesetzt. Also, ich glaube, da geht immer noch ganz viel. Das ist halt ein höheres Invest, aber der Wonder Waffel heißen sie ja, glaube ich, oder? Das ist ja schon irre, was die mit den Waffeln gemacht haben. Also einfach ein Waffel-Startup, die halt auf TikTok riesengroß geworden sind und richtig guten TikTok gemacht, äh, TikTok-Content gemacht haben. So, das heißt, also ich glaube, Convenience-Konzepte, dann glaube ich. Kann man sich schon immer noch mal angucken, so wenn man jetzt das Saint Sass, die Strumpfhosen, spricht man die eigentlich?

1:22:43 Feliks Eyser: Saint Sass, ja, von Sassy gab es.

1:22:44 Max Wittrock: St.

1:22:44 Feliks Eyser: Says, ja, ja, genau. Schaut an Vivi und Larissa.

1:22:47 Max Wittrock: Genau, also die ich deren Story ich auch total feiere. Ich habe es nur jetzt gemerkt, tatsächlich noch nie so oft ausgesprochen. Also deswegen verzeiht mir, wenn ich auch das wieder falsch ausgesprochen habe. Es wird ein Bashing, ich sag's dir. Du nimmst eine Kategorie, aber machst sie halt geiler, cooler zum Statement-Piece. Das kannst du ja immer machen. Die machen es natürlich auch sehr gut und haben da halt auch ein Feingefühl, so wie man das, wie man das marketingmäßig machen muss. Das heißt nicht, dass es gelingt, aber Ja, also das sind so Themen, die mich beschäftigen. Und dann ist glaube ich schon, jetzt sagen viele, Nachhaltigkeit ist nicht mehr so ein Thema, aber ich glaube, auch da kannst du immer noch Kannst du immer noch viel machen, weil das wird auch wiederkommen? Alles ist ja zyklisch. Wir werden auch irgendwann alle wieder Skinny Jeans tragen. Und ja, also, das sind so Themen, die man sich, finde ich, angucken kann. Beverage, habe ich gesagt, ist immer super, aber. Ich meine, Ralf Hagel hat ja auch gezeigt, dass du bei Coffee2Go noch irgendwie eine Nische finden kannst. Julius Brantner zeigt Julius Brantner zeigt, was du mit Brot machen kannst. Also Wer ist das? Eine schicke Bäckerei, die , oder? Genau, also und schick meine ich jetzt gar nicht despektierlich, sondern einfach der einfach. Brot oder Backwaren, anders inszeniert, ja, und auch einen super authentischen Instagram-Auftritt hat. Und deswegen glaube ich, wenn du einfach Den Willen hast in einer Kategorie, so das heißt nicht, wer will, der kann, und dann klappt es immer, aber Wenn du es schlau analysierst, eine gewisse irrationale Leidenschaft vielleicht auch mitbringst, ja, das musst du, glaube ich, bei Food oft, weil das ist halt nichts, wo man worüber Nacht sofort reich wirst. Oder selten, dann ja, dann glaube ich, kannst du echt viel machen. Nee, kaum, und ich sage deswegen kaum Weil ich habe ja jetzt auch nicht den riesen Private Equity Exit hinter mir, sodass ich sage, wohin eigentlich mit meinem ganzen Geld? Welche 400 Startups soll ich eigentlich unterstützen? Aber es ist auch so, dass mich das Thema einfach nicht so kickt. Das liegt aber auch daran, also ich mache lieber eigene Projekte. Das Thema investieren nicht so kickt. Genau, ja, ja, genau. Und Dass ich merke, so ich helfe total gerne Gründerinnen und Gründern als Coach, aber dann in so einer in so einem Mentoring, das ich anbiete so über drei Monate, habe ich halt auch einen sehr neutralen Blick darauf. Und ich finde oft, Es ist halt sauschwer, als Business Angel den richtigen Advice zu geben, wenn du auch noch investiert bist. Das ist, glaube ich, besser als, also wir, wir alle kennen das, ich mache jetzt wieder ein Bild auf, so der externe Berater, ja irgendjemand, der irgendwie 20, 30 Jahre Corporate-Karriere gemacht hat, noch nie ein Startup von innen gesehen hat und dann Flippig das Sakko mit der Hose kombin, mit der Jeans kombiniert, ja, und dann vom Venture Capitalist, ich überzeichne jetzt absichtlich, ja, aber geschickt wird um. den Jungs oder den Mädels mal zu zeigen, wie es geht, ja, und überhaupt kein. . Genau, also da könnten wir so richtige Bumper-Sticker, ja. Ähm, mal ein bisschen aufzuräumen, ja. So das ist ein bisschen einzuchecken. Genau. So einfach ist es halt dann oft doch nicht. Es reicht nicht, da den Remover-Koffer abzustellen und zu sagen: So, jetzt machen wir uns mal an die Arbeit. Wie arbeitest du mit Gründern?

1:26:12 Feliks Eyser: Und warum? Fangen wir mit dem Warum an. Hast du gerade ein bisschen beschrieben. Aber was ist dein Why, dass du gesagt hast, du willst ein Founder Education Business starten?

1:26:19 Max Wittrock: Mir haben Hubertus und Philipp einfach die Tür zum Unternehmertum geöffnet. Also ich kann Monokausal sagen, dass ohne die zwei wäre ich, glaube ich, nicht Unternehmer geworden. Da wäre ich Journalist. Auch geiler Beruf. Feiere ich nach wie vor. Ich bin saufroh, dass wir so tolle Journalistinnen und Journalisten haben. Aber so, anderer Beruf halt. und mir macht das einfach krass bock also dass ich ich möchte gerne dass das menschen halt diesen Beruf ergreifen und sehen, weil ich glaube, dass das auch wirklich einen positiven Impact auf die Gesellschaft hat, wenn Menschen einfach Sachen starten und wenn das ein Spirit ist, der durch die Gesellschaft geht. Das heißt gar nicht so und und Es werden große Probleme gelöst. Es gibt immer, ich sage immer, die Gründer mit den zwei Gehirnen. Es gibt so einen Hanno Renner, der auch bei Zero Labs investiert ist. Personio Bürger. Hanno ist, glaube ich, ein Typ mit zwei Gehirn. Der hat das gleiche Gehirn wie ich, mit dem er sagen kann, der Button muss rot sein oder der muss grün sein, aber der hat auch noch ein zweites Gehirn, das ich nicht habe, der sagt. In zehn Jahren passiert x und deswegen brauchen wir jetzt viel Kohle, um da hinzukommen. Und ich glaube einfach, dass das Unternehmertum Das brauchen wir wirklich als Gesellschaft, das ist wichtig, und da möchte ich helfen, und mir macht es auch einfach richtig Bock. Und Ich bin unternehmerisch genug zu sagen, das ist ein Geschäftsmodell und ein One-on-One-Mentoring ist dann auch nicht billig. Aber ich glaube, das ist eine sinnvolle Investition, um im Idealfall schneller von A nach B zu kommen. Was ist das ein Preispunkt, wenn sich jemand quasi bei dir bewirbt? Also das kostet halt über drei Monate, es kommt halt immer darauf an, wie intensiv , es kostet halt ein paar tausend Euro über drei Monate. Und es kommt natürlich dann darauf an. Was ist genau deine Aufgabenstellung? Aber jeder, der schon mal mit mir zu tun hatte, wird wissen , ich habe da so eine Pyramide. Die meisten Probleme lassen sich eigentlich bei einem Lunch lösen. Das heißt jetzt nicht, dass ich mit jedem, ich bin gar nicht so ein Luncher , weil ich auch super gerne einfach so mit mir und laufen gehe und so, aber Und ich kann auch nicht mit jedem One-on-One-Calls umsonst machen, aber man trifft sich ja oft auf Events oder Bits und Pretzels oder OMR oder wo auch immer und So wenn es wirklich passt, mache ich das natürlich auch gerne for free. Also ich gebe viel Wissen auch for free raus. Das poste ich auch. Zweite Ding ist irgendwie, dass ich sage: so für viele habe ich auch schon dann einfach mal gesagt, du, da lass uns doch mal einen Workshop machen, da finden wir schon einen Preis und so klappt auch. Und wenn dann jemand sagt, nee, ich habe Bock, ich will mich one-on-one begleiten lassen, dann mache ich das lieber bei Fortgeschrittenen, weil ich auch möchte, dass du eine Investition hast, die, wo du sagst, die. Die tut mir auch nicht persönlich weh oder die hält mich davon ab, dann drei andere Sachen zu machen. Also dass du gutes Funding oder schon wirklich eine Million oder mehr Umsatz machst, ich glaube, dann bin ich der Richtige.

1:29:09 Feliks Eyser: Und ist das ein Thema, wo du sagst, deine unternehmerische Backround, ist da das Relevante? Hast du deine Ausbildung gemacht? Hast du deine eigene Systematik? Oder was ist da

1:29:19 Max Wittrock: Ich will mir nicht anmaßen zu sagen, weil ich durfte ja selber mehrfach schon erleben, welche Power zum Beispiel Coaching haben kann. Das heißt, ich will mir nicht anmaßen zu sagen. Ich bin der bessere Coach, nur weil ich auch gegründet habe. Deswegen benutze ich am liebsten eigentlich das Wort Sparingspartner oder Wingman oder so, ne? Weil ich halt sage, so ich. Ich habe halt, glaube ich, viel gesehen in 20 Jahren Unternehmertum und ich helfe gerne, ich gucke gerne mit auf die Sachen drauf und da geht es auch dann mehr um Strategien als um Taktiken, weil Du weißt die Antworten ja meistens schon. Ich schaffe halt den Raum oder die Accountability, wo man sagt, so, da helfen, da kommen wir jetzt gemeinsam von A nach B. Und ich glaube, dass da oft dann auch Weil das, glaube ich, bringe ich mit, diese 20 Jahre so, mich bringt nicht mehr so viel aus der Ruhe. Ja, weil, wie du es ja auch angedeutet hast, weil ich habe wirklich schon viel gesehen. Und Da habe ich gemerkt, diese Kombination, jemand, der das selber schon sehr lange macht, der auch gerade wieder operativ selber was baut, die gibt es halt nicht so oft am Markt. Aber Das heißt nicht, dass mein Angebot besser ist oder so, wie immer, es muss halt zu der zu den Herausforderungen passen, die du gerade hast. Fühlst du dir schwer, das zu starten, quasi dein

01:30:00 Der Kleinste im Raum: Imposter-Syndrom trotz 20 Jahren Unternehmertum

1:30:35 Feliks Eyser: Education Side Business? Weil du sagst du, du hast geschrieben, es fiel mir lange Zeit nicht einfach, in die Startlöcher zu kommen. Ich war schlicht in der Analyse Paralyse gefangen. Was interessantes von jemand, der ein Buch geschrieben hat, das machen heißt

1:30:51 Max Wittrock: Also Also, mich selber als Person zu vermarkten, ist schon mal der absolute Horror für mich. Das kann ich einfach nicht gut. Wenn du mir jetzt, wenn wir jetzt ein Wochenend einschließen würden, ein Konsumgüter-Startup entwickeln, würde ich sagen, habe ich überhaupt Es gibt ja so, das hat ja jeder frei von Arroganz, es gibt so Situationen, wo ich wüsste, da habe ich kein Problem. Wenn du jetzt sagst, hier ist eine Bühne mit 5000 Leuten, ich habe hier ein Thema für dich, Der Barockstuhl im Wandel der Zeiten und seine Relevanz für den deutschen Aktienmarkt, würde ich sagen, da rede ich jetzt 30 Minuten dazu. Mir wird schon irgendwas einfallen. No problem. Ich will keine Probleme. Aber wenn du mir sagst, Du musst jetzt ein Programm promoten, wo du Mentor bist für andere Gründerinnen und Gründer. Das kostet ein paar tausend Euro für mehrere Monate und die arbeiten dann mit dir und Dann weiß ich zwar tief im Inneren, dass ich das kann, aber dass ich die Fähigkeiten und auch die Erfahrung und die Credibility habe, das zu machen. Aber das zu vermarkten, Alter, das ist echt, puh, fällt mir wirklich schwer. Und deswegen fällt es mir, und da bin ich ständig in der Analyse Paralyse, da, da. Also da weiß ich dann oft nicht, was der nächste Schritt ist und was natürlich ein ganz reelles Problem ist, so, ne, ich habe halt auch ein Projekt, an das ist Wo ich, wo ich 24-7 denke ich an alkoholfreies Bier. Und deswegen habe ich da natürlich auch limitierte Kapazitäten. Deswegen würde ich auch eher mit drei oder acht Leuten gleichzeitig arbeiten, aber nicht mit 50. Ähm Und deswegen, genau, das ist dann auch nochmal so ein Thema. Aber mir fällt es total schwer, mich selbst zu vermarkten. Und da hat mir zum Beispiel halt das Coaching mit Victoria total geholfen, weil. Einfach Max, denkst nicht zu kompliziert. Du musst nicht gleich eine Marke denken und so. Und, ah, und was ist in zehn Jahren und so? Du kannst auch einfach mal den nächsten Schritt gehen.

1:32:44 Feliks Eyser: Welche Glaubenssätze musstest du dafür hinter dir lassen?

1:32:48 Max Wittrock: Also einen großen Glaubenssatz, den ich habe, ist überhaupt mal, darf ich mich überhaupt Unternehmer nennen? Also, ich mache mich selbst immer sehr klein und meine Achievements.

1:33:00 Feliks Eyser: So ein bisschen Imposter-Syndrome-mäßig.

1:33:02 Max Wittrock: Ja, genau. Also das und das fällt mir auch total schwer.

1:33:08 Feliks Eyser: Warum? Ja,

1:33:10 Max Wittrock: kümmert tiefenpsychologisch. Das machen wir dann in der nächsten Folge, die wir zusammen aufnehmen. Dann habe ich das nötige Vertrauen, um da ganz tief mit dir reinzugehen. Aber ich habe von außen

1:33:20 Feliks Eyser: schaust du drauf und sagst, eine Company, die über ihre Lebenszeit mehrere hundert Millionen Umsatz gemacht hat. Tausende von Leuten angestellt, hart Private Equity, strategischer Investor, also wenn du dich nicht Unternehmer nennen kannst, wer denn dann?

1:33:32 Max Wittrock: Ja, ja, total. Also, das traue ich mich jetzt auch, ja. So, aber steck mich steck mich in den Raum mit, steck mich in den Raum mit den E-Con-Bros, ja, mit den G-Klassen, ja, und ich werde mich wie der Kleinste im Raum fühlen und anfangen, den Tisch abzuräumen. Das ist zeigt. Das hat nichts mit mangelndem Selbstwert zu tun, aber dass ich mich einfach. Ich fühle mich halt an der Spanplatte wohl, ja. Ich habe aber auch gleichzeitig im Coaching gemerkt, den AnfängerInnen. Viele Erfahrungen musst du einfach selbst machen. Also du kannst, ich kann Leuten besser helfen, denen ich halt nicht erklären muss, wie eine Meta-Ad funktioniert, sondern denen ich sagen kann, Aber pass auf, da würde ich mal mit Space Dome reden, zum Beispiel unserer Gentur, weil die können dir da helfen oder so. Aber der zweite Glaubenssatz ist einfach, dass ich immer noch. Und das kann ich, glaube ich, auch wirklich sehr glaubhaft sagen, I'm not in it for the money, ja, so im Unternehmertum. Das ist nicht das, was mich motiviert Gleichzeitig glaube ich aber, dass eine Dienstleistung einfach auch teuer sein muss, sonst ist sie auch nicht effektiv. Wenn ich das jetzt für 300 Euro für drei Monate macht, dann ist überhaupt keine Verbindlichkeit beim Gegenüber da. Es geht mir ja selber so. Das heißt Dann zu sagen, ja , das kostet jetzt ein paar tausend Euro, dann ist heißt also Ist das nicht unmoralisch, das zu verlangen? Aber ja, ich glaube schon, dass ich diesen Mehrwert ja auch Faktor X liefere. Und das sind Glaubenssätze, die ich einfach auch noch überwinden muss. Und deswegen, das ist aber das Coole an Unternehmertum oder am Leben doch generell. Dass du einfach always stuff to be done. Und du kannst immer , das hat nichts mit Selbstoptimierungswahn zu tun, weil das ist ja was, wo Herbert auch schnell drunter kommentiert. Auch immer mit anekdotischer Evidenz, ja, Tante Erna ist auch 100 geworden, obwohl sie jeden Tag vier Eierleghör getrunken hat. Ja, aber die Datenbasis ist halt n gleich 1, ja. Und ich glaube schon, ein Leben lang an sich zu arbeiten und ein besserer Unternehmer, bessere Unternehmerin, besserer Mensch zu werden. Da steckt schon auch viel Zins drin. Und viel, also da glaube ich, profitiert man auf vielen Ebenen.

1:35:43 Feliks Eyser: Geil übrigens, dass Herbert es soweit in die Folge geschafft hat.

1:35:46 Max Wittrock: Der arme Herbert. Also, das war jetzt wirklich ein random Vorname. Ich habe da niemanden konkreten.

1:35:51 Feliks Eyser: Nee, nee, nee, das war nicht schon. Der Typ hier ist wirklich so.

1:35:55 Max Wittrock: Wie die Netflix-Serie, die dann immer genau, wo du genau weißt, um wen es geht, und dann steht da immer ein Disclaimer: Und vielleicht könnt ihr nicht den Energy Drink

1:36:04 Feliks Eyser: von Nola. Also der ist für Frauen gemacht, aber es ist

1:36:08 Max Wittrock: Nehmen wir doch Max, dann sitze ich mit im selben Boot. Wenn der Max der Max content, okay.

1:36:16 Feliks Eyser: Freude ist eine deiner Superpowers. Hat jemand über dich gesagt? Der Hubertus, von dem ich gesprochen habe. Der dachte, das war ganz interessant. Wir saßen in einem Workshop und haben überlegt, mal Müsli, wohin sollen wir es bringen? Umsatzzahlen, da, da, da, irgendwie die Zukunft. sich ausgedacht und dann saßt du dann hast gesagt, irgendwas fehlt mir da noch. Und am Ende war es die Freude, was, der Fun. War es der Spaß daran, was gemeinsam zu bauen und das habt ihr dann auch drauf geschrieben. Und Hubertus meinte dann, das war der Moment, wo er sich schon fast geschämt hat, zu sagen, ach krass, das haben wir total vergessen bei unseren ganzen Umsatzzahlen und bei unseren Produktionskapazitäten und was weiß ich. So, da hast du den Fun wieder reingebracht und hast. Als als erstes einen Basketballkorb auf dem Parkplatz gestellt der Produktion. Wie wichtig ist Fun für dich und muss Gründen immer Spaß machen?

1:37:02 Max Wittrock: Nee, ich glaube, also Fun bedeutet für mich nicht, hey, wir haben den ganzen Tag bunte Luftballons im Büro und Tischtennisplatte und so. Ich halte viel davon, äh, äh. Waldemar Zeiler, Gründer eines neuen Pingpong-Startups, Ding Dong Ping Pong. Ich liebe Pingpong, so, und ich glaube, das sollte ein wichtiger Bestandteil jedes Startups sein, weil es geil ist, sich mal kurz zu bewegen. Aber. Ikigai, ja. Das Konzept von Ikigai, glaube ich, wird oft missverstanden. Da gibt es ja dieses europäisierte Diagramm: Worin bist du? Also, wenn ihr es noch nie gesehen habt, müsst ihr es kurz googeln, worin bist du gut, wofür kriegst du Geld. Das hat, soweit ich das beurteilen kann, mit meinem, was ich darüber gelesen habe, gar nicht so viel mit dem, was Ikigai eigentlich ist zu tun. Wenn wir in die sogenannten Blue Zones gucken, da wo die Leute. älter werden und so, die ja Bestandteil von vielen Studien geworden sind, dann ist es ja, auch das können andere besser beantworten, aber ich versuche es jetzt mal so ein bisschen zu butschern in 20 Sekunden, dann In etwas Befriedigung zu finden, auch im Alltäglichen und in etwas Befriedigung zu finden. Das kann auch Gartenarbeit sein so. Aber ich glaube, du musst. Also Controlling zum Beispiel, das ist ja nicht so, dass man aufsteht und sagt, wuhu, Excel, ja, so, aber Einfach in was besser zu werden und wirklich zu sagen, boah, wie kann ich denn das noch und wie kann ich das vielleicht an andere vermitteln? Wie kann ich vielleicht in Schulen gehen und Menschen das auch noch bleiben? Also wie kann ich irgendwie Freude An dem finden, was ich tun, in dem ich besser werde und es anderen vermittle. Und deswegen glaube ich, ist dieses beim Unternehmertum ganz wichtig, sich was zu suchen, was irgendwie Wo du nicht, das ist beim Unternehmer völlig unmöglich. Ich habe gestern den ganzen Tag, muss ich E-Mails beantworten, da denke ich ja nicht, oh wow, super. Aber Ich freue mich so, dass, also mir macht die Arbeit, mir macht das Gründen Spaß und so, und da erinnere ich mich halt immer wieder dran. Und ein ganz wichtiger Gedanke, Chris Surel, kennt vielleicht manche von LinkedIn, hat ein Buch über Schlaf geschrieben. Performance Recovery, Schlafcoach, so, das ist auch Experte für die Themen. Dem war ich vor vielen, vielen Jahren 2020, glaube ich, beim Mittagessen. Dann habe ich so, der war vorher bei einer Unternehmensberatung und dann musste der quasi sich ja neu erfinden. Ja, in diesem Thema Recovery Coach. Und dann habe ich gesagt, und das bedeutet ja dann Kaltakquise. Das bedeutet ja, du bist ja nicht, jetzt ist ja voll die Autorität, den zweiten Bestseller gerade geschrieben, so, aber wie kommst du da hin? Und dann hat der halt Cold Outreach gemacht und so. Dann habe ich gesagt, ey, wie, also jetzt war ehrlich, wie, wie, wie, wie, bei Männern stelle ich immer auch die Frage, wie bist du bei deinem Ego drüber geklettert? Und dann hat er gesagt. Ich hatte so eine klare Vision, wo das Ganze hingehen soll, dass mich die einfach, da war ich, mir war klar, da will ich hin, der Typ will ich werden, da soll das Business hingehen. Und da habe ich gesagt. That's it, das ist so geil. Und zu sagen, weißt du, wir wollen, da geht es nicht um 100 Millionen Umsatz, sondern zu sagen, Zero Labs, ich will, dass das wirklich. . eine geile alkoholfreie Boutique Biermarke wird, dass da coole Leute haben. Ich sehe da ein Büro vor mir, ich sehe unsere erste alkoholfreie Bar so und Und einen Partner wie Moritz zu haben, mit dem das richtig Bock macht, sich darüber auszuschauen, das gibt mir Freude und das gibt mir Energie. Und das sollte man sich, glaube ich Behalten, dass man halt nicht nur, also Gründen, weil man sagt, ich will einfach Wahnsinn schnell Kohle verdienen, kann bestimmt ein Motivator sein, war es jetzt nicht für mich Aber , ja, das meine ich mit Freude und nicht bei diesem ganzen Druck und Wachstum und den schwierigen Dingen, das zu vergessen.

1:40:48 Feliks Eyser: Das ist dein Hafen. Das hast du auch geschrieben. Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Weg günstig. Hast nicht du geschrieben, sondern Seneca. Seneca hat. Seneca Watz, war es genau, ja. Aber du bist bei den Stoikern, habe ich recherchiert, The Daily Stoic ist auch auf deiner Reading-Liste.

1:41:02 Max Wittrock: Ja, klar. Also die Meditations oder der Daily Stoic oder genau, also Ryan Holiday, ähm, also ich lese halt wahnsinnig viel, aber ich finde auch nochmal so einen Tipp vom Startup-Opa, der ich ja schon bin, mit über 40 irgendwie langsam. Nicht immer nur Sachbücher lesen, ja, unbedingt auch ganz viel Belletristik, weil ich glaube, da nimmt man mindestens genauso viel mit. Aber lesen ist für mich einfach total. Also, das ist mein Startup-Traum für die Zukunft, ist irgendwann nochmal ein Buchladen zu machen.

1:41:34 Feliks Eyser: Okay, okay. Was ist dein Haufen für die Zukunft, der Buchladen?

1:41:39 Max Wittrock: Ja, also muss natürlich schauen, also was begeistert mich da so dran? Ich finde einfach, Bücher sind nach wie vor, die Zeitlosigkeit von Büchern finde ich einfach Wahnsinn. Und für mich sind Bücher halt wirklich so Die Möglichkeit, in ganz kurzer Zeit, wie auch Sport, dem Alltag zu entfliehen. Ja, oder den, indem du einfach oder ganz schnell zum Thema zu lernen. Also Bücher genauso wie Musik und Platten geben mir einfach. Ja, das ist einfach mein Ding.

1:42:10 Feliks Eyser: Mein Ding ist mit coolen Foundern zu sprechen, wie dir. Und was mich fasziniert, ist die Zeitlosigkeit unseres Gesprächs. Wir haben jetzt hier schon fast zwei Stunden geredet und es ist wie ein Flug. Vergangen und ich habe super viel gelernt.

1:42:22 Max Wittrock: Zwei Stunden.

1:42:22 Feliks Eyser: Krass. Wir sind schon völlig über deinen Termin. Ich hoffe, wir haben dein Schedule nicht komplett zerschossen. So, falls du einen Abschlusstermin hattest, dann ist er jetzt wahrscheinlich schon wieder vorbei.

1:42:31 Max Wittrock: Also war für mich auch ein toll. Also ich habe wirklich kein einziges Mal, glaube ich, auf die Uhr geguckt während des Gesprächs. Hatte ich auch schon lange nicht mehr. Also deswegen, ich tue mir immer wahnsinnig schwer über Wenn sich jemand das jetzt bis zum Schluss angehört hat, wirklich wieder angeschaut hat , ich tue mir immer wahnsinnig schwer, über mich zu reden. Und das, ich als Person bin, glaube ich, auch wirklich sehr irrelevant. Das ist auch gut so. Aber Wenn irgendjemand sagt, so, boah, ich hätte Bock auf Gründen und mir hat vielleicht noch das Nugget gefehlt, dann würde ich mich total freuen, wenn die Folge vielleicht dazu beigetragen hat. Und lasst euch gesagt sein, nur weil man das irgendwie 20 Jahre macht, heißt das nicht, dass man nicht immer noch genau die gleichen Selbstzweifel hat, genau so in der Analyseparalyse oft festhängt. Aber das macht es ja auch irgendwie aus so, dass man das halt, ja, das ist ein Skill, den man Unternehmertum, den man Leben lang kultivieren kann.

1:43:24 Feliks Eyser: 100 Prozent. Und wenn ihr bis hier zugehört habt, dann habt ihr euch auch qualifiziert, einen Kommentar zu hinterlassen, einmal kurz reinzuschreiben, was mit euch am meisten resoniert hat. Es waren ja super viele Sachen dabei. über die wir gesprochen haben. Aber es ist ja auch cool, um dieses Feedback zu kriegen. So ein Gespräch ist ja auch immer sehr intim. Wir sitzen hier quasi nur zu zweit und auf der anderen Seite werden das jetzt irgendwie fünf oder zehntausend Leute oder so. hören und das immer cool rauszufinden, welches Nugget hat denn eigentlich resoniert, weil es ja oft auch die Sachen sind, an die man gar nicht so denkt, wenn man da mal drüber geht. Also vielleicht ganz interessant. Die große Verantwortung für die, die bis zum Ende durchgehört haben, einmal kurz Kommentar zu hinterlassen und dem Max zu schreiben. was mit ihnen am meisten resoniert hat.

1:44:02 Max Wittrock: Gerne auf LinkedIn, da findet ihr mich und würde mich total freuen, das zu hören.

1:44:07 Feliks Eyser: Schön, dass du da warst, Max. Ich habe viel mitgenommen.

1:44:09 Max Wittrock: Vielen Dank. Au LinkedIn ist der beste Weg. LinkedIn ist der beste Weg, genau. Oder auf meiner Webseite, wenn ihr euch näher mit mir befassen wollt. Aber wenn ihr wollt, dann werdet ihr herausfinden, wie ihr mich kontaktiert.

1:44:20 Feliks Eyser: MaxWittrock. com kann ich über dich sagen, dass das die Domain ist. Oder LinkedIn. Max, sehr schön, dass du da warst. Vielen Dank. Vielen, vielen Dank. Ciao.

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