So baue ich heute eine Personal Brand
mit Sarah Emmerich, Gründerin von Emmerich Relations und Host des Business Creator Summit
Zusammenfassung

Sarah Emmerich führt eine Agentur mit einer Million Euro Umsatz und einer Mitarbeiterin, und auf die Frage, warum sie nicht wächst, sagt sie: Sie wollte nie eine große Company aufbauen, sondern frei, unabhängig und einflussreich sein. Ihr Hebel ist nicht Team oder Kapital, sondern ihre Personal Brand und ihr Netzwerk. Ohne beides könnte sie weder die Agentur noch den Business Creator Summit machen, denn die Speaker kämen sonst gar nicht, und schon gar nicht zu diesen Konditionen.
Dann erklärt sie ihr Geschäft: Emmerich Relations vermittelt Business Creator an B2B-Tech-Firmen. Für HubSpot promoten Creator seit bald zwei Jahren Webinare, vor allem auf LinkedIn und per Newsletter, und am Ende wird gemessen, wie viele Deals daraus entstanden sind. Das DACH-Budget dafür ist sechsstellig, eine Kooperation mit Top-Creatorn wie Céline Flores Willers oder Philipp Westermeyer kostet fünfstellig. Der häufigste Fehler im Creator Marketing: Firmen suchen einen Creator, der zur Marke passt, dabei muss seine Zielgruppe zum Unternehmen passen. Das größte Bottleneck ist der Zugang, denn viele Creator antworten Firmen schlicht nicht.

Der Summit ist das zweite Standbein. Der Business Creator Summit kostet inzwischen über 100.000 Euro, Sponsoring deckt die Kosten, die Ticketverkäufe sind der Gewinn. Der Preis steigt dynamisch von 150 auf 300 Euro, Stände gibt es fast keine, dafür werden Partner wie Lexware inhaltlich in Panels und Masterclasses eingebunden. Ihr Marketing-Hack: Litfaßsäulen für unter 1.000 Euro pro Woche, die 20 bis 30 LinkedIn-Posts von Speakern gebracht haben. Ihr größter Fehler: das Event jedes Jahr neu zu entscheiden statt es strategisch über fünf Jahre zu planen und schon auf dem Event Tickets fürs nächste Jahr zu verkaufen.
Im letzten Drittel geht es um Freiheit. Sarah hat sich mit 18 selbstständig gemacht, weil sie frei sein wollte, nicht um möglichst viel zu arbeiten. Vor der Geburt ihrer Tochter hatte sie fast zehn Mitarbeiter und hat das bewusst zurückgeschraubt. Freiheit heißt für sie, einen Call abzusagen, wenn die Babysitterin ausfällt, ohne jemanden fragen zu müssen, nicht zehn Millionen auf dem Konto. Nach der Trennung von ihrer früheren Event-Partnerin Diana zur Löwen hat sie den Summit mit Luisa neu gegründet; ihr Learning ist früh und offen zu kommunizieren. Und sie ist überzeugt, dass Gründer viel zu spät an sich arbeiten: Coaching, Emotional Release und Aufstellungen sieht sie als den größten Hebel überhaupt.
Worüber am meisten gesprochen wurde
Kapitel
- 00:00Trailer & IntroIntro
- 01:26Eine Million Umsatz: Warum sie nicht wachsen willFreiheit & Nicht-Wachsen
- 04:12Ihr Hebel: Netzwerk statt TeamPersonal Brand & Netzwerk
- 06:42So läuft eine Creator-Kampagne für HubSpotBusiness Creator Marketing
- 08:25Creator nach Zielgruppe wählen, nicht nach MarkeBusiness Creator Marketing
- 21:20Warum Firmen keine Antwort von Creatorn bekommenBusiness Creator Marketing
- 38:34Über 100.000 Euro Kosten, trotzdem profitabelNischen-Events & Summit
- 42:21Litfaßsäule für unter 1.000 EuroNischen-Events & Summit
- 46:23Was sie beim Summit falsch gemacht hatNischen-Events & Summit
- 59:32Freiheit ohne 10 Millionen auf dem KontoFreiheit & Nicht-Wachsen
- 01:06:05Fast zehn Mitarbeiter: Warum sie verkleinert hatFreiheit & Nicht-Wachsen
- 01:30:39Warum Gründer zu spät an sich arbeitenInnere Arbeit
Key Learnings
- 1
Entscheide bewusst, ob du überhaupt wachsen willst
Sarah hat lange geglaubt, 100 Mitarbeiter seien der nächste logische Schritt, weil ihre Bubble das so vorlebt. Heute sagt sie klar: Sie wollte nie eine große Company, sondern frei, unabhängig und einflussreich sein. 100 Mitarbeiter bedeuten Verantwortung für Gehälter und Entwicklung, und wer darauf nicht richtig Bock hat, kommt aus dieser Verantwortung schwer wieder raus. Schreib dir auf, was du eigentlich willst und was das konkret bedeutet.
01:26 · Eine Million Umsatz: Warum sie nicht wachsen will - 2
Netzwerk und Personal Brand sind ein eigener Hebel
Manche Founder bauen Leverage über ein großes Team, andere über Kapital. Sarahs Hebel ist ihr Netzwerk, das aus zehn Jahren Personal Brand entstanden ist. Ohne beides könnte sie weder die Agentur noch den Summit betreiben: Die Speaker kämen gar nicht, und schon gar nicht zu den Konditionen, zu denen sie heute kommen. Personal Brand und Netzwerk befruchten sich dabei gegenseitig.
04:12 · Ihr Hebel: Netzwerk statt Team - 3
Wähle Creator nach ihrer Zielgruppe, nicht nach Markenfit
Der häufigste Fehler im Creator Marketing: Firmen wollen unbedingt einen Creator, der zur Brand passt. Wichtiger ist, dass die Zielgruppe des Creators zum Unternehmen passt. HubSpot will Enterprise-Kunden erreichen, deshalb passt ein Creator, der Gründungs-Einsteiger anspricht, dort nicht, egal wie gut er bei sevdesk performt. Sarah schaut auf einem Profil deshalb zuerst auf Positionierung und Zielgruppe, und die wenigsten Personal Brands, mit denen sie arbeitet, haben über 100.000 Follower.
08:25 · Creator nach Zielgruppe wählen, nicht nach Marke - 4
Denk im B2B performance-getrieben, nicht in Reichweite
Sarahs Kunden sind fast nur B2B-Tech- und SaaS-Unternehmen, und dort zählen Leads, Webinar-Anmeldungen und konvertierte Deals, nicht Impressionen. Die Kunden geben Benchmarks vor, etwa einen Customer Acquisition Cost von 500 Euro, den Creator Marketing nicht überschreiten soll. Bei langen Sales-Cycles von zwei Jahren schaut sie auf frühe Signale wie Marketing-Leads. Ihr einziger B2C-Case ist Ritter Sport, und dort ist die wichtigste Kennzahl die Reichweite.
08:25 · Creator nach Zielgruppe wählen, nicht nach Marke - 5
Ein Nischen-Event braucht ein Business dahinter
Den Business Creator Summit nur des Profits wegen zu machen, ergibt keinen Sinn. Das Event an sich ist profitabel, aber wenn Sarah ihre eigene Arbeitszeit einrechnet, wahrscheinlich nicht. Es lohnt sich, weil es auf ihre Positionierung und damit auf die Agentur einzahlt. Ihre Rechnung: Die Ticketverkäufe waren der Gewinn, das Sponsoring hat die Kosten von über 100.000 Euro gedeckt. Du kannst es auch umgekehrt kalkulieren und das Pricing so gestalten, dass die Tickets das Event bezahlen.
38:34 · Über 100.000 Euro Kosten, trotzdem profitabel - 6
Nutze Out-of-Home als Content-Hack
Eine Litfaßsäule kostet für eine Woche unter 1.000 Euro. Sarah bucht sie in der Woche vor dem Summit, damit anreisende Speaker ein Foto damit machen können. Das Ergebnis waren locker 20 bis 30 LinkedIn- und Instagram-Posts von Speakern. Sie denkt also nicht in Passanten, die vorbeilaufen, sondern in Posts: Was ist spannender Content?
42:21 · Litfaßsäule für unter 1.000 Euro - 7
Plane dein Event strategisch über mehrere Jahre
Sarahs größter Fehler war, das Event jedes Jahr neu zu entscheiden. Heute kündigt sie auf dem Event schon den Termin fürs nächste Jahr an und verkauft dort bereits Tickets, obwohl das Event erst in einem Jahr ist. Das schafft Verlässlichkeit bei Gästen und Sponsoren, ähnlich wie eine wöchentliche Podcast-Folge. Nach dem ersten erfolgreichen Durchlauf hätte sie direkt einen Fünfjahresplan machen sollen.
46:23 · Was sie beim Summit falsch gemacht hat - 8
Fang früh mit der Arbeit an dir selbst an
Gründen ist für Sarah die krasseste Personal-Development-Journey, abgesehen vielleicht vom Elternwerden. Viele holen sich erst nach fünf Jahren Coaching oder Therapie, wenn es mit dem Co-Founder kracht oder sie alles erreicht haben und trotzdem nicht glücklich sind. Ihr Rat: Such dir jemanden, der auch körperlich arbeitet, etwa mit Emotional Release, Breathwork oder Aufstellungen, denn reines Reden bringt Verständnis, aber löst die tieferen Themen nicht. Mit ihrem Partner macht sie einmal pro Woche 30 Minuten ehrliches Mitteilen ohne Vorwürfe.
01:30:39 · Warum Gründer zu spät an sich arbeiten
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Zitate

„Also mein Kapital ist halt meine Personal Brand und mein Netzwerk. Dadurch habe ich halt viele Möglichkeiten.“„Das ist generell ein häufiger Fehler im Creator Marketing, dass man sagt, man will unbedingt, dass der Creator nur zur Brand passt, aber was noch wichtiger ist, ist ja, dass die Zielgruppe vom Creator zum Unternehmen passt …“„Ich empfehle das auch gerade jedem so als Marketinghack, weil die Leute feiern das so krass, out of home zu sein.“„Ich habe jetzt für mich dieses Jahr entschieden, you can have it all, but not at the same time.“„Du denkst am Anfang, ich will einen Co-Founder haben, weil es ist ja mega cool, aber du fragst dich gar nicht, was bedeutet das vielleicht später für mein Business.“Über den Gast

Sarah Emmerich
Sarah Emmerich ist seit ihrem 18. Lebensjahr selbstständig und hat in den letzten zehn Jahren zuerst ihre eigene Personal Brand aufgebaut, bevor sie daraus zwei Firmen gemacht hat. Mit der Berliner Agentur Emmerich Relations vermittelt sie Business Creator, also Menschen mit einer Personal Brand auf LinkedIn, Instagram oder im Newsletter, an B2B-Tech-Unternehmen wie HubSpot oder sevdesk. Die Kampagnen sind rein performance-getrieben: Es zählen Webinar-Anmeldungen, Leads und Pipeline. Außerdem hostet sie den Business Creator Summit in Berlin, eine Konferenz für Founder und Marketer, die mit Creatorn arbeiten oder selbst Creator werden wollen, zuletzt mit 600 Gästen. Die Agentur macht rund eine Million Euro Umsatz mit einer Mitarbeiterin, und Sarah hat bewusst entschieden, nicht weiter zu wachsen. Sie ist 28, Mutter einer Tochter und lebt in Berlin.
Häufige Fragen
Was macht Emmerich Relations?
Emmerich Relations ist Sarah Emmerichs Berliner Agentur für Business Creator Marketing. Sie vermittelt Business Creator, also Menschen mit einer Personal Brand auf LinkedIn, Instagram, YouTube oder im Newsletter, an B2B-Tech- und SaaS-Unternehmen wie HubSpot oder sevdesk. Die Kampagnen sind performance-getrieben: gemessen werden Webinar-Anmeldungen, Leads und daraus entstandene Deals. Die Agentur macht rund eine Million Euro Umsatz mit einer Mitarbeiterin.
Warum will Sarah Emmerich nicht wachsen?
Sie hat sich mit 18 selbstständig gemacht, um frei und unabhängig zu sein, nicht um möglichst viel zu arbeiten oder etwas Riesiges aufzubauen. 100 Mitarbeiter wären für sie eine große Einschränkung, weil sie dann Verantwortung für Gehälter und Entwicklung trägt. Vor der Geburt ihrer Tochter hatte sie fast zehn Mitarbeiter und hat das bewusst zurückgeschraubt. Ihr Hebel ist ihr Netzwerk und ihre Personal Brand, nicht Team oder Kapital.
Was kostet Business Creator Marketing?
In der Folge nennt Sarah zwei Größenordnungen: Das DACH-Jahresbudget von HubSpot für Creator-Kampagnen ist sechsstellig, und wer mit Top-Creatorn wie Céline Flores Willers oder Philipp Westermeyer arbeiten will, muss fünfstellig denken. Mit 2.000 Euro für einen LinkedIn-Post kommt man dort nicht weiter. Gleichzeitig sagt sie, dass Creator Marketing im Vergleich zu anderen Kanälen oft günstig ist, weil die Kunden Benchmarks wie einen Customer Acquisition Cost von 500 Euro vorgeben und die Kampagnen meist darunter bleiben.
Wie funktioniert der Business Creator Summit wirtschaftlich?
Der Business Creator Summit in Berlin hatte zuletzt 600 Gäste, nächstes Jahr sollen es 750 sein, und kostet inzwischen über 100.000 Euro. Das Sponsoring hat die Kosten gedeckt, die Ticketverkäufe waren der Gewinn. Der Ticketpreis ist nicht statisch, sondern steigt bis zum Event von 150 auf 300 Euro. Das Event ist bewusst keine Messe: Es gab dieses Jahr nur etwa fünf Stände, Partner wie Lexware werden stattdessen inhaltlich in Panels und Masterclasses eingebunden.
Was bedeutet Freiheit für Sarah Emmerich?
Nicht fünf oder zehn Millionen auf dem Konto. Freiheit heißt für sie, heute die Calls abzusagen, wenn die Babysitterin ausfällt, ohne jemanden fragen zu müssen, und morgen nicht zu einem Event fahren zu müssen, um 5.000 Euro zu verdienen, weil die Rechnungen auch so bezahlt sind. Freiheit sei zu 100 Prozent im Kopf, und viele Entscheidungen wie die Wahl eines Co-Founders schränken sie später ein, ohne dass man das am Anfang bedenkt. Ihre Firma gehört zu 100 Prozent ihr.
Welche Art von innerer Arbeit empfiehlt Sarah Emmerich Gründern?
Sarah hat seit zwei Jahren eine Coach, die mit Emotional Release arbeitet, also körperlich statt nur im Kopf. Dieses Jahr hat sie zum ersten Mal eine Aufstellung gemacht und nennt das die krasseste therapeutische Erfahrung, die sie gemacht hat. Ihr Rat an Gründer: nicht erst nach fünf Jahren damit anfangen, und sich jemanden suchen, der auch körperlich arbeitet, etwa mit Emotional Release, Breathwork oder Hypnose. Sport allein sei eher ein Weglaufen vor den Themen. Feliks ergänzt Internal Family Systems (IFS) und das Buch The Inner Game of Tennis.
Erwähnt in der Folge
- HubSpotFirmaCRM- und Marketing-Plattform, Kunde von Emmerich Relations. Creator promoten seit bald zwei Jahren HubSpot-Webinare in DACH.
- sevdeskFirmaBuchhaltungssoftware für Gründer und Selbstständige, Kunde von Emmerich Relations, vor allem über Instagram und YouTube.
- LexwareFirmaSoftware für Selbstständige und Hauptsponsor des Business Creator Summit, inhaltlich in Panels und Masterclasses eingebunden.
- Ritter SportFirmaSchokoladenmarke und seit vier Jahren Sarahs einziger B2C-Kunde im Influencer Marketing.
- Johannes KlieschPersonGründer mit eigenem Team um seine Personal Brand; laut Sarah einer der Creator, die in Deutschland am meisten mit Kooperationen verdienen.
- Céline Flores WillersPersonLinkedIn-Creatorin und selbst HubSpot-Kundin, die bereits HubSpot-Werbung über Sarahs Agentur gemacht hat; war selbst Gast bei Founder Mode.
- Philipp WestermeyerPersonOMR-Gründer, der ebenfalls schon HubSpot-Werbung gemacht hat; Kooperationen mit ihm kosten fünfstellig.
- OMRFirmaMarketing-Plattform und Festival von Philipp Westermeyer.
- Vivien WysockiPersonGründerin von saint sass und für Sarah eines der besten Beispiele für Founder, die zu Creatorn werden.
- saint sassFirmaMarke für Strumpfhosen, Unterwäsche und Basics, die mit Strumpfhosen gestartet ist.
- Tim KasenbrinkPersonCreator, den Sarah auf der Mainstage des Summit interviewt hat; sein Rat: Schmeiß deine eigene Party statt andere zu kopieren.
- Peec AIFirmaTool zur Sichtbarkeit in ChatGPT und Co.; Gründer Marius hat seine Finanzierungsrunde mit Plakaten am Rosenthaler Platz angekündigt.
- Diana zur LöwenPersonFrühere Mitgründerin des Business Creator Summit, von der sich Sarah 2025 im Guten getrennt hat; ebenfalls Gast bei Founder Mode.
- The Inner Game of TennisBuchBuch von W. Timothy Gallwey über das mentale Spiel, das Feliks Sarah empfiehlt.
- Internal Family Systems (IFS)ToolTherapieansatz mit inneren Anteilen, den Feliks als Aufstellung im Kopf beschreibt.
Transkript
00:00 Trailer & Intro
00:00 Feliks Eyser: Sarah, du machst eine Business Creator Agentur mit einer Million Umsatz, mit einer Mitarbeiterin und willst nicht wachsen?
00:06 Sarah Emmerich: Nee. Wenn man beschreiben müsste, was mein Business ausmacht, dann ist es ja Personal Branding. Mein Kapital ist halt meine Personal Brand und mein Netzwerk. Ich bin selbstständig geworden mit 18 , weil ich frei sein wollte, weil ich unabhängig sein wollte und nicht, weil ich so viel arbeiten wollte wie möglich. Ich glaube, ich habe ganz lange gedacht, ich muss das auch machen, weil das ist der nächste logische Schritt, 100 Mitarbeiter zu haben, diese Verantwortung zu tragen, dass die happy sind, dass sie jeden Monat ihr Gehalt bekommen. Das ist auch eine sehr große Einschränkung. Ich glaube, man muss da richtig Bock drauf haben. Ich glaube, dass wir einfach ganz viele Entscheidungen unter bewusst oder unbewusst treffen und dann später merken, dass man shit gar nicht, was ich wollte. Das schränkt mich voll in meiner Freiheit ein. Deswegen glaube ich, es ist wichtig, Was will ich eigentlich und was bedeutet das? Meine Tochter wird jetzt dieses Jahr vier. Ich habe am Anfang gedacht, ich müsste alles unter einen Hut kriegen. You can have it all, but not at the same time.
00:55 Feliks Eyser: Was erklärst du deiner Tochter, wenn das Business gerade brennt? Wer bist du jetzt ohne deine Selbstständigkeit?
01:00 Sarah Emmerich: Freiheit ist zu 100 Prozent...
01:05 Feliks Eyser: Die heutige Folge wird präsentiert von Qonto, dem Geschäftskonto, auf dem ich alle meine Firmen laufen lasse. Sarah. Du machst eine Business Creator Agentur mit einer Million Umsatz, mit einer Mitarbeiterin und willst nicht wachsen.
01:26 Eine Million Umsatz: Warum sie nicht wachsen will
01:26 Sarah Emmerich: Nee.
01:27 Feliks Eyser: Warum?
01:28 Sarah Emmerich: Ich glaube, ich habe mich früher sehr darüber identifiziert, dass ich Unternehmerin sein wollte. Oder ich habe so einem Bild entsprochen und mittlerweile sage ich einfach ganz klar, das ist gar nicht, was ich will. sondern was ich immer sein wollte oder machen wollte, ist frei sein und unabhängig sein und einflussreich sein. Und das kann ich auch jetzt mit meiner Tätigkeit und den beiden Unternehmen, die ich gerade habe. ohne dass ich jetzt eine riesige Company aufbauen muss. Also es ist einfach nicht mein Ziel, eine riesige Company aufzubauen oder eine große Company aufzubauen.
02:00 Feliks Eyser: Was bedeutet einflussreich sein für dich?
02:03 Sarah Emmerich: Für mich bedeutet es, dass man mehr Möglichkeiten hat und dass man Leute miteinander verbindet. Und das bedeutet für mich einflussreich sein oder dass man Leute miteinander verbinden kann, weil man sie kennt oder weil man eben Opportunities sieht.
02:19 Feliks Eyser: Das sagen Leute aus deinem Umfeld, mit denen ich geredet habe im Vorfeld, sagen: Die Sarah ist eine gute Netzwerkerin, so ein Netzwerk ist ja ein komisches Wort. Über mich sagen das teilweise auch Leute, mir ist es total unangenehm. Das ist das Letzte, was ich sein will: Netzwerke. Das klingt ja wie so ein Versicherungsmakler, der dir gerade seine Visite. Also ich finde das mega cringe, aber der Kontext, in dem du das über dich gesagt haben, ist, du bist extrem giving. Du hast total Lust, Leute miteinander zu verbinden und Opportunities daraus entstehen zu lassen. Woher kommt das?
02:46 Sarah Emmerich: Ich liebe das einfach und ich wünsche, ich hätte gerade zum Beispiel noch mehr Zeit, das zu machen, weil als ich noch weniger Verantwortung hatte und weniger Projekte gleichzeitig, da habe ich das wirklich viel mehr so gemacht. Aber woher kommt das? Ich glaube, das kommt daher, wenn ich mich so zurück erinnere , Also ich bin in so guten Mitte-, mittelständischen, Mittel, sag mal das so.
03:13 Feliks Eyser: Ja, so.
03:14 Sarah Emmerich: Mittelständischen Verhältnissen. Also mein Vater war angestellt, aber er hat gut verdient, sage ich jetzt mal. Oberes Mittelfeld, würde ich sagen. Und ich habe aber immer Leute um mich rumgehabt. Ich bin in Frankfurt aufgewachsen. wo die Eltern zum Beispiel sehr wohlhabend waren oder die so viele Möglichkeiten hatten. Und ich fand das immer total spannend, nicht wegen dem Geld. Also ich fand das nie so impressive, reich zu sein. Ich fand das immer total spannend, halt quasi viele Möglichkeiten zu haben. Also in Sachen reinzukommen, wo man sonst vielleicht nicht reinkommt oder Möglichkeiten zu haben, die andere gar nicht kennen oder gar nicht haben können. Und ich glaube, daher kommt so ein bisschen dieser Anspruch. Und ich liebe das halt einfach, Menschen miteinander zu verbinden und dann zu sehen, wenn daraus was entsteht.
03:57 Feliks Eyser: Wo wolltest du früher reinkommen?
03:59 Sarah Emmerich: In Konzerte oder so. Also als Teenager war das jetzt nicht so spannend, aber du hast halt irgendwie mitbekommen, der und der geht da und dahin und du weißt gar nicht, okay, wie kommt man da eigentlich hin? Und das fand ich irgendwie immer faszinierend.
04:12 Ihr Hebel: Netzwerk statt Team
04:12 Feliks Eyser: Ja. Ja, ist interessant. Ich glaube, so ein Thema für das Gespräch oder was ich überlegt, hatte, was ich so durchziehen kann, ist das Thema Leverage. Also Leverage im Sinne von, ich habe eine Hebelwirkung auf das, was ich mache. So und manche bauen das über ein großes Team auf, so es gibt Founder, die sagen, ich baue mir da quasi mein Imperium und hab da irgendwie hunderte von Leuten. Du kannst Leverage aufbauen über Kapital, sagen ich raise irgendwie Geld und dann deploy ich das, dann habe ich auch Leverage. Ich glaube, dein Weg ist ein anderes, dein Leverage ist dein Netzwerk. Und deine Brand?
04:40 Sarah Emmerich: Total. Also, wenn man beschreiben müsste, was mein Business ausmacht, dann ist es ja Personal Branding. Also, ich habe immer meine Personal Brand aufgebaut, die letzten zehn Jahre, auch als ich noch nicht wusste, was das heißt. Und daraus ist auch mein Netzwerk entstanden, beziehungsweise es hat sich immer befruchtet. Mein Netzwerk und die Möglichkeiten aus meinem Netzwerk haben meine Personal Brand befruchtet und andersrum. Also Das ist so ein bisschen der Weg, den ich gegangen bin. Und genau das, was du sagst. Also mein Kapital ist halt meine Personal Brand und mein Netzwerk. Dadurch habe ich halt viele Möglichkeiten. Beispielsweise den Business Creator Summit könnte ich nicht umsetzen ohne mein Netzwerk und meine eigene Personal Brand, weil die Speaker, die zu uns kommen, die würden gar nicht kommen und schon gar nicht Ja, zu den Konditionen, wie sie jetzt zu uns kommen. Also ich könnte das Event und das Business gar nicht machen ohne mein Netzwerk. Und deswegen ist das, wie du sagst, mein Leverage, ja.
05:31 Feliks Eyser: Und du hostest auf der einen Seite das Event und da können wir gleich drüber sprechen, was die Learnings sind, weil super spannend, glaube ich, in so einer Nische die zu besetzen über so ein Eventformat. Ich glaube, das machst du gut vor. Und dein anderes Business, muss man erklären, wie das so zusammenhängt, ist die Agentur.
05:46 Sarah Emmerich: Ja. Genau, also ich komme aus dem klassischen Social Media und Influencer Marketing und irgendwann ist halt meine Personal Brand relativ groß. Gross gewonnen und ich war in dieser ganzen Business-Creator-Gründerszene, eben auch in Berlin unterwegs und das war so mein Netzwerk. Also ganz viele Leute, die man so als Personal Brands in Deutschland kennt, die waren in meinem Netzwerk und ich habe irgendwann gemerkt, ich habe keinen Bock mehr auf klassisches Creator Marketing, wie man das vielleicht von Instagram und so kennt, mit klassischen Creatern. Ich will das im Business-Content machen, im B2B-Kontext und das habe ich dann vor ein paar Jahren entschieden. Basierend darauf, jetzt meine Agentur aufgebaut, oder das, was wir machen, eigentlich meine Positionierung aufgebaut. Und das ist halt im Endeffekt Business Creator Marketing. Also die Leute, die ich sowieso kenne, wieder mein Netzwerk ist mein Hebel, die vermittle ich an B2B-Kunden als Creator, um dass die mehr Reichweite haben, dass sie mehr Umsatz machen, dass sie mehr Leads haben. Durch Business Creator. Also auch da wieder mein Netzwerk ist da mein Hebel.
06:42 So läuft eine Creator-Kampagne für HubSpot
06:42 Feliks Eyser: Gib mir mal ein Beispiel von so einer Kampagne oder von so einem Kunden, das man sich vorstellen kann.
06:46 Sarah Emmerich: Also Beispiel ist HubSpot. Das erzähle ich eigentlich immer am liebsten, weil das sehr simpel ist und sehr gut funktioniert. Das machen wir jetzt seit bald zwei Jahren und was wir wirklich machen ist, HubSpot kennen die meisten. Das ist ja ein Tool, was von ganz, ganz klein Solopreneur spannend ist, bis zu den allergrößten Corporates. Es ist ja ein CRM, ist ein Marketing-Tool, es ist eigentlich ein Sales-Tool, also eigentlich mittlerweile alles. Und was wir da machen, ist, wir promoten die Webinare von HubSpot. HubSpot macht sehr viel Education-Content, eben Webinare und die promoten wir über Creator. vor allem auf LinkedIn, schalten dann damit auch noch Thoughtleader-Ads und dadurch entstehen eben Anmeldungen für die Webinare, es entstehen Deeds und es entsteht am Ende auch Pipeline. Also wir sehen genau nach einem halben Jahr oder Jahr, wie viele Deals wurden dadurch kreiert oder beeinflusst. Und das ist quasi, was wir machen.
07:36 Feliks Eyser: Und wenn du sagst Creator, was bedeutet das im Kontext von B2B-Creator?
07:41 Sarah Emmerich: So jemand wie du. Also, um es ganz simpel zu sagen, das sind Menschen, die eine Personal Brand haben, dadurch eben auch Creator sind, weil du würdest dich jetzt vielleicht nicht als Creator sehen, aber du kreierst ja Content sehr Stark. Also du machst Podcast, du machst LinkedIn, du machst Instagram, du bist ein Business Creator, laut meiner Definition. Und dich würde ich dann anfangen, hey Felix, kannst du nicht, benutzt du HubSpot, hast nicht Bock Werbung dafür zu machen?
08:06 Feliks Eyser: Hast du Beispiele von Creatern, die man kennt, mit denen ihr solche Kampagnen schon gemacht habt?
08:09 Sarah Emmerich: Ja, zum Beispiel Céline Flores Willers.
08:12 Feliks Eyser: Ah ja, war auch schon ein Podcast.
08:13 Sarah Emmerich: Ja, Philipp Westermeyer.
08:14 Feliks Eyser: Kommt hoffentlich noch im Podcast.
08:16 Sarah Emmerich: Die haben zum Beispiel beide schon Hubspot-Werbung gemacht.
08:17 Feliks Eyser: Ah, echt, ja? Okay. Und müssen die das aus eigener Erfahrungen machen? Also fragst du Celina auch nur zu HubSpot davor? Schaffst du das, dass das authentisch ist?
08:25 Creator nach Zielgruppe wählen, nicht nach Marke
08:25 Sarah Emmerich: Das ist so Best Case, dass wir mit Creatern arbeiten, aber es geht nicht immer unbedingt darum. sondern es geht immer, das ist die wichtigste, das Wichtigste ist eigentlich, welche Zielgruppe erreicht die Person. Also es gibt auch ganz viele HubSpot-Kunden, die wir, mit denen wir jetzt nicht arbeiten würden, vielleicht, auch wenn die eine hohe Reichweite haben, weil deren Zielgruppe trotzdem nicht Spannend ist für Hubspot. Also wir schauen immer als erstes, okay. Das ist generell ein häufiger Fehler im Creator Marketing, dass man sagt, man will unbedingt, dass der Creator nur zur Brand passt, aber was noch wichtiger ist, ist ja, dass die Zielgruppe vom Creator zum Unternehmen passt, also dass das die richtige ist. Und das ist nicht immer, bedeutet nicht immer das Gleiche.
09:07 Feliks Eyser: Ja. Verstanden.
09:08 Sarah Emmerich: Aber zum Beispiel Celine ist ein gutes Beispiel. Celine ist selber Hubspot-Kundin. Das heißt, sie kann das sehr authentisch machen. Und sie erreicht sehr viele große Unternehmen, weil HubSpot zum Beispiel ist nicht daran interessiert, mehr Kleine Unternehmen als Kunden zu gewinnen, sondern wir sind da sehr abmarket orientiert und das ist auch das, was in die Ziele zählt. Also wir müssen wirklich große Unternehmen oder Stakeholder von großen Unternehmen erreichen mit den Creator-Kampagnen und die auch in die Webinare holen, damit die ja meine Kunden werden.
09:42 Feliks Eyser: Okay, verstanden. Und so Von der Dimension, was gibt so eine Firma aus, wenn sie das macht? Hubspot, amerikanisches, Riesenunternehmen, Public Listed und so weiter? Also sind das typische Kunden von dir und was für ein Budget muss man in die Hand nehmen?
09:55 Sarah Emmerich: Ja, wir machen dann ja nur Dach. Das ist halt so ein bisschen die Herausforderung, sage ich jetzt mal. Das heißt jetzt bei Hubspot zum Beispiel, gucken wir nur auf den Dachmarkt, auch nur auf die Dachziele und haben dann auch nur Dachbudgets. Also das ist schon sechsstellig, was die im Jahr dafür ausgeben, aber
10:09 Feliks Eyser: Und wenn du sagst, deine Firma macht einen Millionen Umsatz, dann ist das quasi zusammengenommen, das gesamte Werbebudget.
10:15 Sarah Emmerich: Da fließt auch ein Creator-Budget rein. Also, was wir machen, ist teilweise, dass wir sagen, okay, es gibt ein Jahresbudget und wir zwacken uns davon, dann zum Beispiel Plus minus 30 Prozent ab. Das kommt immer so ein bisschen auf den Kunden an. Was da aber auch reinfließt, ist meine Personal Brand. Also viele Sachen, die ich mache, haben halt eine 100% Marge.
10:34 Feliks Eyser: Weil du selber die Creatorin bist.
10:36 Sarah Emmerich: Ja, weil ich selber Speakerin bin. Also ich werde auf ein Event geholt und kriege eine Gage. Ich mache selber Werbungen. Also es ist tatsächlich dieses Jahr. weniger geworden. Ich habe da vor zwei, drei Jahren viel, viel mehr gemacht, muss ich sagen, weil mein Fokus wirklich auf dem Business Creator Summit liegt und auf der Agentur. Und nicht so sehr darauf, quasi selber die ganze Zeit Werbung zu machen als Creator. Aber das ist trotzdem auch was, was reinspielt, so in die gesamte Umsatz und Marge.
11:02 Feliks Eyser: Wir haben Speaker-Garagen sich entwickelt über die letzten Jahre. Gibt es da einen Trend?
11:06 Sarah Emmerich: Ich würde sagen, das kann man nicht pauschalisieren. Speaker ist nicht gleich Speaker, aber generell würde ich es schon sagen, in dem Was ich wahrnehme in unserer Bubble sind halt Budgets, weiß für viele Werbebudgets sind runtergegangen. Und was auf dem als erstes gestrichen wird, sind natürlich solche hohen Keynote-Gagen jetzt für irgendein Event oder so. Ja, doch, das würde ich schon sagen, dass man das merkt. Also alles, was nicht direkt messbar Umsatz bringt, ist ja in den letzten Jahren aufgrund der Gesamtsituation wirtschaftlich schon runtergegangen, würde ich sagen.
11:37 Feliks Eyser: Und würdest du auch sagen, B2B Creator ist da eher die Kategorie Branding im Sinne von, muss jetzt auch nicht sofort Umsatz bringen oder ist das sehr performance-orientiert, im Sinne von HubSpot schaut sich da an oder sevdesk ist ein Kunde von dir zum Beispiel, wie viele Leute haben sich angemeldet, wie viele haben da die Software lizenziert?
11:52 Sarah Emmerich: Also wir arbeiten sehr performance getrieben, unsere Kunden auch. Das sind nur Tech-Unternehmen. Also wir machen nicht generell B2B, wir machen eigentlich nur B2B-Tech. Mit Ausnahmen. Aber der Hauptfokus sind wirklich B2B Tech und SaaS-Unternehmen und die sind ja generell sehr Performance getrieben, sehr top of the game. was solche Go-to-Market-Strategien eben betrifft. Und da sind wir sehr performance getrieben, da geht es gar nicht um Brand. Um Brand geht es dann eher bei so Sachen wie Business Creator Summit Sponsoring, also mein Event, wo wir dann mit LexWare zum Beispiel arbeiten als Hauptsponsor, dass es dann Branding, würde ich sagen. Das ist nicht Performance in dem Sinne getrieben, dass wir da genau wissen, wie viele Menschen sind jetzt durch den BCS Kunden geworden bei LexWare. Aber in der Agentur, in meinem Agenturbusiness, da ist es extrem Performance getrieben. Da gucken wir uns halt genau an Leads und wie viele Leads sind auch konvertiert in Deals oder Sign-ups.
12:46 Feliks Eyser: Ist das ein Fluch oder ein Segen, dass die so denken? Denkst du manchmal, es wäre doch cooler, in so einem Brandingtopf zu sein, wo niemand die Reports anguckt?
12:54 Sarah Emmerich: Ich mag das eigentlich, weil das deine Arbeit sehr messbar macht und du wirklich das Gefühl hast, du hast Impact. Weißt du, also ich fände es auch manchmal nicer, noch größere Budgets zu haben oder Branding-Budgets. Aber zum Beispiel, ja, wir machen auch immer noch das Influencer Marketing, das ist unser einziger B2C-Case. Bis heute, den machen wir seit vier Jahren, ist Ritter Sport. Es kennt jeder die Schokolade. Und da machen wir auch das Influencer-Marketing. Und das ist halt gar nicht Performance getrieben. Also da gucken wir natürlich auf Reichweite. Da ist die wichtigste KPI ist. Okay, wir erwarten so und so viele Impressionen meinem Influencer, der hat so und so viele Follower. Und wenn der dann gepostet hat, ein Reel oder so, wie viele hat er dann wirklich erreicht? Also 50. 000 Impressionen. Das ist unsere Kennzahl. Du kannst nichts nachvollziehen, wie viele Menschen kaufen jetzt deswegen mehrere Taschbordschokolade. Und das finde ich immer voll schade. Also es macht auch Spaß. Aber ich finde das eigentlich sehr, sehr cool im B2B oder mit den Unternehmen, mit denen wir arbeiten. Und wir haben teilweise auch dann Situationen, wo Trackings nicht gut funktionieren oder die Setups nicht gut aufgestellt sind. Und wir das dann eben nicht wissen am Ende, wie viele Leads kamen durch einen Creator beispielsweise oder wie viel Umsatz. Und das ist dann eher frustrierend.
14:07 Feliks Eyser: Weil der Umsatz ja aus der Zeit verzögert kommt im Zweifel.
14:10 Sarah Emmerich: Das ist auch natürlich ein Problem. Ich habe vorhin schon erzählt, wir haben jetzt gerade mit einem Unternehmen im Gespräch für eine erste Business Creator-Kampagne bei denen als Test und die haben einen Cell-Cycle von zwei Jahren. Da kannst du natürlich nicht zwei Jahre abwarten. Da musst du dann auf andere Signale gucken. Was wir dann machen, ist, wir gucken eben so Sachen an wie Marketing. Leads, also Webinare, White Paper oder so, gucken wir ja dann trotzdem auf die Performance, aber wir können natürlich nicht zwei Jahre warten, um zu sagen, das Thema funktioniert, da musst du dann auf andere Signale gucken.
14:43 Feliks Eyser: Und wenn du in so einem Review-Meeting sitzt mit einem Kunde und die Zahlen nebeneinander legen, guck mal, so viel habe ich bei Google ausgegeben, so viele Leads habe ich gekriegt, so viel habe ich bei Meta ausgegeben und so viel habe ich bei der Sarah ausgegeben. Also wie ordet man das ein?
14:56 Sarah Emmerich: Die geben uns natürlich Benchmarks. Also zum Beispiel wissen wir dann bei Kunde X ist der Kack oft ganz wichtig, also Customer Acquisition Cost, wissen wir, okay, normalerweise geben wir 500 Euro aus. für einen Kunden und sollte auch im Creator Marketing nicht mehr sein. Das krasse ist tatsächlich, dass wir das Thema gar nicht so haben, weil das Creator Marketing sehr günstig ist. Also man denkt immer, es ist sehr teuer. Es ist auch das initiale Investment, mit einem Creator zu arbeiten, vor allem wenn wir jetzt über eine City und über einen Philipp sprechen, das sind sechs. Äh, sechsstellige, oh Gott, fünfstellige Summen. Da kommst du nicht hin, mal zu sagen, 2000 Euro, poste mal auf LinkedIn, das geht nicht, da musst du schon fünfstellig investieren.
15:33 Feliks Eyser: Ab 10. 000
15:34 Sarah Emmerich: Euro. Also nicht ab 10. 000 Euro, aber wenn du jetzt mit einem Philipp oder mit einer Celine arbeiten willst, dann musst du schon fünfstellig denken, ja.
15:40 Feliks Eyser: Oh wow.
15:41 Sarah Emmerich: Aber wir machen natürlich viel, wir machen natürlich viel mit kleineren Creatern auch. Also nicht, das ist ja schon top. Level LinkedIn Deutschland. Also, so.
15:52 Feliks Eyser: Ich sehe Casteline, die gibt sich da auch immer krass für Mühe. Also die gibt ja auch eine Story drum oben und so. Also die überlegt auch ganz genau, wie kann ich das jetzt in meinen normalen Content mit einfließen lassen, das ist ja keine Werbeanzeige. Das ist ja. Eher wirklich organischer Content, der dann halt als Werbung gekennzeichnet ist, aber Werbung. Viele der besten Founder, die ich kenne, lösen ein Problem, was sie selber hatten. Und so ist auch Konto entstanden. Die Founder haben davor eine andere Firma gemacht und alles rund um das Geschäftskonto war nervig, manuell und hat Papierkram erfordert. Das digitale Tool, was sie erwartet haben, gab es nicht. Also haben sie es gegründet. Und ich finde, genau das merkt man. Ich nutze Konto seit vielen Jahren und habe das Gefühl, das Produkt. . Ist von Tech-Leuten gebaut und für Founder gemacht und nicht von Bankern aus den 90ern entwickelt für die Compliance-Abteilung. Ich erstelle Rechnungen zum Beispiel direkt über die App. SEPA-Zahlungen sind in Sekunden da, die Belege ordne ich den einzelnen Transaktionen zu, braucht man kein zweites Tool und der Steuerberater holt sich alle Daten sauber über die Dateschnittstelle. Ich selbst nutze Konto für meine private Holding, für die Founder Mode GmbH, für alle Companies, die wir neu aufsetzen. Und wenn du das für deine Firma auch machen willst, dann geh auf konto. com, Konto mit Q und nutz den Code FounderMode, um das Produkt sechs Monate kostenlos zu nutzen. Werbung Ende. Was glaubst du, was in Deutschland die Creator sind, die mit solchen Partnerships am meisten Umsatz machen?
17:12 Sarah Emmerich: Das ist eine gute Frage. Das weiß ich auch, denke ich. Also, wer da sicherlich ganz vorne mit dabei ist, Johannes Kliesch. Johannes hat ja ein ganzes Team um seine Personal Brand. War er schon mal bei dir?
17:22 Feliks Eyser: Nee, sind wir dabei. Wir sind am Schedule. Ist gut.
17:25 Sarah Emmerich: Johannes, super cooler Typ, kenne ich auch schon wirklich lange. Und mit allein über uns werden immer wieder viele Sachen auch bei ihm gebucht. Also haben wir teilweise auch wirklich schon in einem Jahr, ja fast sechsstellige an ihnen quasi Geld ausgegeben für verschiedene Kunden. Und ich gehe davon schon aus, dass er mit seiner Personal Brand Ja, eine halbe Million oder so umsetzt. Also nur Kooperationen und vielleicht noch sein Inner Circle und sowas. Also das ist schon.
17:56 Feliks Eyser: Inner Circle ist so ein Membership-Programm, oder? Wo Leute dann monatlich bezahlen und quasi Sich zu lernen von ihm und untereinander.
18:02 Sarah Emmerich: Er war da halt sehr früh und er hat auch sehr früh angefangen, Werbung zu machen. Und ich glaube, deswegen ist er da ganz gut aufgestellt. Ich kenne jetzt keine genauen Zahlen, wie viel Umsatz er über Kooperationen jetzt Letztes Jahr oder so gemacht hat, aber das wird schon.
18:13 Feliks Eyser: Okay, ich frag ihn mal.
18:14 Sarah Emmerich: Ja, frag ihn mal. Also ich glaube, er redet auch sicher darüber.
18:17 Feliks Eyser: Und erzähl mal, wenn du solche Gespräche mit solchen Leuten führst. Okay, Johannes sagt, let's go. So, ich hab da Bock drauf. Was ist der Grund, warum andere Creator Das machen. Also der Unterschied zu B2C-Creatern, so wie ich es verstehe, ist ja, die machen das ja oft fulltime. Dann ist es deren Job, Creator zu sein. Die Person, mit denen du sprichst, jetzt ein Johannes, der führt ja eigentlich eine E-Commerce-Firma oder eine Celine, die führt ihre Agentur oder Philipp hat mit OMR wahrscheinlich auch genug andere Sachen zu tun. Also, wieso machen die das?
18:45 Sarah Emmerich: Ich glaube zum Beispiel Johannes, der sieht das wirklich als sein zweites Business, was ihm privat einfach Cash einbringt, aber das kann er dir, glaube ich, selber am besten sagen. Ich glaube, er redet da auch sehr offen darüber. Und dann gibt es Leute wie Celine, wo das ja irgendwie Part of her business ist. Also sie ist halt eine Personal brand And then gibt's Leute, habe ich vorhin auch schon erzählt, wie ein Alexander Graf, die brauchen das Geld jetzt auch nicht unbedingt, but they spenden das dann Also ich glaube, da gibt es ganz, ganz unterschiedliche Cases. Bei ganz vielen, was ich wahrnehme, ist, wenn die es machen, ist, es gibt denen eine zweite Einkommensquelle, die unabhängig ist von ihrem Business. Und das ist ja oft, musst du ja auch überlegen, ähm Founder , mit denen wir arbeiten, die haben entweder eigene Agenturen oder so aufgebaut oder die haben dann beispielsweise eben Cases, wo sie natürlich auch Investoren oder so drin haben. Also jetzt zum Beispiel eine Vivian Wysocki. Und die hat ja zum Beispiel neben saint sass dann noch ein eigenes Einkommen durch ihre Personal Brand, was unabhängig ist von Saints, was für sie ja auch mega nice ist. Und das haben, glaube ich, viele auch als Motivation, dass sie noch was haben, was unabhängig ist von ihrem Hauptbusiness, um da einfach noch. . eine Einkommensquelle zu haben, die sie unabhängiger davon macht oder wo sie einfach noch vielleicht Geld auch für andere Sachen haben, Investments oder so. Und was man ja auch nicht vergessen darf, ist Egal, also je nachdem wie weit eine Person auch ist mit ihrem Startup vielleicht, hat die noch gar nicht so ein hohes Gehalt. Also, oder? Ich will da nicht über je, ich will da jetzt nicht über niemanden sprechen, aber ich gehe davon aus, dass bei manchen, die jetzt vielleicht nicht 20 Jahre im Business sind, auch nicht unbedingt immer sechsstellige Gehälter haben. Und da ist das halt eine coole Möglichkeit, natürlich auch dazu zu verdienen. Das denke ich bei einem Johannes nicht. Ich glaube, Johannes hat sicherlich ein gutes Gehalt und hat ja auch schon mal verkauft. Aber ich glaube, das hat ganz verschiedene Gründe.
20:35 Feliks Eyser: Ja, ist auch interessant, dann auch zu überlegen, okay, ich habe diese Personal Brand und da hängen ja auch Kosten dahinter, die gibt ja bestimmt auch viel Geld dafür aus. Die Frage stelle ich mir ja auch. Sonst stecke ich hier quasi privat die ganze Zeit Geld rein. Aber das ist ja gerade privates Hobby und ich denke mir auf der anderen Seite gut, durch Swerbedeals zu überlegen, wie kann man die ganze Interesse. Infrastruktur verbessern, irgendwie ein, zwei Personen heieren und so. Das wird ja auch eine Überlegung sein bei manchen.
20:55 Sarah Emmerich: Das habe ich jetzt vergessen. Also das stimmt natürlich auch, wie gesagt, die Gründe sind sehr unterschiedlich. Also wie du jetzt sagst, dass du deinen Podcast refinanzieren willst, einfach das habe ich auch. Also viele machen auch wirklich dann Kooperationen und sagen einfach, ja, ich mache jetzt Die eine Sache mit dir, mit sevdesk, aber sonst will ich auch keine Kooperation machen, weil ich will damit nur meinen Podcast-Triefinanzieren zum Beispiel. Okay. Also, ja, ich, aber was ich sagen muss, ist, das ist so das größte Bottleneck. Im Business Creator Marketing ist natürlich die richtigen Creator zu finden und auszuwählen, die wirklich deine Zielgruppe erreichen, weil sonst Bringt dir das am Ende ja nichts, wenn du dort Werbung einkaufst, die bringen Leute ins Webinar und das sind die falschen Leute. Also da die richtigen Creator auszuwählen, die die richtige Zielgruppe haben und dann aber auch Access zu denen zu haben. Also wir haben ganz oft Firmen, die sagen Hey, wir machen, wir haben schon in dem Bereich die letzten ein, zwei Jahre versucht, was zu machen, also Business Creator Marketing, B2B Creator Marketing. Aber die Leute antworten uns einfach nicht oder so. Und das ist halt das, was wir da natürlich reinbringen, dass wir die kennen in der Regel. Und wenn wir die nicht persönlich kennen oder ich, dann über halt eine Ecke, kommen wir da in der Regel immer hin.
21:20 Warum Firmen keine Antwort von Creatorn bekommen
22:03 Feliks Eyser: Das ist interessant, auch das ist wieder deine Brand und dein Netzwerk und dass du die Leute kennst, weil es ja auch viel Vertrauen ist, es ist jetzt nicht Daily Business wie bei einem typischen Influencer, die sagen, gut, ich krieg halt meine Kooperationsanfrage, die nehme ich an, die Lehn ich ab, sondern für eine Vivi oder eine Johannes und so ist es ja schon eher die Ausnahme, dass da jetzt jemand kommt und quasi Werbung schalten will.
22:20 Sarah Emmerich: Ich meine, ein professioneller Creator, wie jetzt bei einer Jeannette im Management oder so, die Also natürlich, die gucken ja auch sehr genau, welche Kooperationen machen sie, welche passen zur Brand vom Creator und welche nicht. Aber bei einer Personal Brand, jemand, der ein Business hat, der eine Reputation hat, die sind ja noch viel vorsichtiger mit für was mache ich Werbung und die würden für ganz viele B2C-Sachen auch keine Werbung machen. Weißt du, also nur weil du jetzt irgendwelche Sachen auch privat nutzt, würdest du dann trotzdem vielleicht im Founder-Mode-Kontext keine Werbung für die machen, sondern wenn dann nur im B2B-Kontext, also irgendwas, was auch passt zu Business-Content. Und deswegen sind die Leute dann noch viel Wählerischer und muss man die auch teilweise wirklich überzeugen. Also, das ist jetzt nicht so eine E-Mail, ja, Philipp, willst du mal oder Celine, willst du mal Habshaftwerbung machen? Das ist auch manchmal länger, länger, langwierig.
23:11 Feliks Eyser: Ja, klar. Ja, weil da immer so eine Frage ist, upside, Downside, so was ist hier Upside? Ja, ich krieg da irgendwie 10. 000 Euro oder 20. 000 oder 50 oder wie auch immer. So, schön. Downside ist meine Reputation für mein Main-Business, nimmt einen Schaden aus irgendeinem Grund und das will natürlich keiner riskieren.
23:25 Sarah Emmerich: Genau, also deswegen, da musst du auch wirklich aufpassen. Klar.
23:29 Feliks Eyser: Und verbringst du da viel Zeit dabei, neue Creator zu überzeugen quasi oder zu scouten auf eine Weise?
23:34 Sarah Emmerich: Also wir, wir gucken immer zuerst in unserem Netzwerk, mit wem haben wir schon gearbeitet. Und dann gehen wir meistens auch nochmal in die Recherche, je nachdem we haben wirklich unterschiedliche Zielgruppen bei unseren Kunden. Also wir haben wirklich Enterprise Finance Tools. Ja, da musst du CFOs targeten. Das ist gar nicht meinen.
23:56 Feliks Eyser: Wie gewinnst du denn den CFO als Creator des Wortes?
23:59 Sarah Emmerich: Ja, aber da gibt es dann auch Creator, die halt Content machen für CFOs. Weißt du? Große LinkedIn Creator zum Beispiel, mit denen wir dann arbeiten. Also Berater oder so, die jetzt vielleicht gar nicht aktiv aktiv. aktuell aktiv sind als CFO bei Volkswagen, aber die machen halt Content für CFOs und waren vielleicht mal irgendwann in einem Konzern CFO, aber jetzt sind sie halt Berater und machen halt LinkedIn. Und mit denen kannst du dann zum Beispiel als Creator arbeiten. Weißt du? Also da musst du halt immer eben gucken, wer macht das auch. Also das bringt natürlich dann nichts, die CFOs anzufragen von den DAX -Konzernen, ob die mal Werbung machen für das Tool. Das machen die wahrscheinlich nicht.
24:37 Feliks Eyser: Und Janet hast du gerade angesprochen, die war auch hier im Podcast. Moon Jincy macht sie, klassische Creator-Management-Firma, muss man in dem Fall sagen. Die hat mir eine Sache gesagt, die hat gesagt, ich kann mir ein Instagram-Profil anschauen von einem potenziellen Creator und ich sehe in 30 Sekunden, ob das funktioniert oder nicht. So sinngemäß. Also der hat da quasi so ein Eagle-Eye. Und ein gutes Gefühl dafür. Hast du das auch bei LinkedIn? Also gehst du auf ein Profil und kannst sagen, okay, die Person wäre cool und die nicht?
24:58 Sarah Emmerich: Ja, schon. Also definitiv. Klar, du weißt es nie zu 100%, aber du siehst sehr schnell, macht es Sinn, macht es von der Zielgruppe Sinn? Ich weiß genau sofort. Passt der Creator eher zu HubSpot oder zu sevdesk oder passt ja gar nicht zu unseren Kunden, weil ich nicht glaube, dass er eine kräftige Ziggruppe hat oder die Positionierung scharf genug ist? Bei uns ist eigentlich so das Wichtigste bei Personal Brands, weil das ja auch viel nischiger ist. Die wenigsten Personal Brands, mit denen wir arbeiten, haben überhaupt über 100. 000 Follower. Das ist in der Regel, was jetzt zum Beispiel in Janets Business fast schon Mikro wäre, eher Und da muss man natürlich genau gucken, was ist die Positionierung und wer ist die Zielgruppe logischerweise. Und deswegen, das sehe ich schon sehr schnell auch.
25:42 Feliks Eyser: Worauf schaust du da als erstes?
25:44 Sarah Emmerich: Naja, ich weiß zum Beispiel sofort, wenn ich mir jetzt ein Profil angucke von Tim Kasenbrink, schon als Freund, weiß ich sofort, okay, Safety. Perfekt, machen wir auch, aber HubSpot, HubSpot will wie gesagt Enterprise Zielgruppe erreichen. Ist jetzt nicht das was er unbedingt targetet, auch von seinem Content her. Das heißt, das passt dann nicht. Macht keinen Sinn mit ihm, egal wie gut er bei sevdesk performt, eine Hubspot-Kooperation umzusetzen.
26:10 Feliks Eyser: Sein Business ist quasi, neuen Leuten auch dabei zu helfen, eine Company zu starten, so als viele quasi, die am Anfang stehen und die passen gut zu. Zu sevdesk, weil die auch kleinere Kunden haben in der Regel.
26:18 Sarah Emmerich: Das sind jetzt so Beispiele und generell erkennst du natürlich schnell, ist ein Profil lebendig, hat es eine Community? Das sind natürlich so die typischen Sachen, auf die man auch guckt. Aber ich gucke halt vor allem immer direkt okay Thema Positionierung Zielgruppe.
26:30 Feliks Eyser: Und spielt sich das alles auf LinkedIn
26:32 Sarah Emmerich: ab? Nein. Wir sind plattformübergreifend, also wir denken das ganzheitlich und wir machen vieles auf LinkedIn, aber auch Instagram Newsletter. funktioniert extrem gut. Wir suchen immer Newsletter. Also wenn ihr einen Newsletter habt.
26:46 Feliks Eyser: Wir haben Newsletter gestartet bei Former Mode. Ja, es sind zwei Ausgaben schon draußen. Wir haben zu 150 Subscriber. So ist jetzt ein erster Sehr gut. Erster Test, da fassen wir immer die Learnings zusammen. Also alles, was du jetzt hier in Golden Nuggets droppst, kommt in Newsletter rein. faunemo. de. Kann man sich eintragen?
27:00 Sarah Emmerich: Ich glaube sehr an Newsletter aktuell, weil die Leute kroatierteren Content möchten und nicht mehr in LinkedIn und Instagram und so versinken wollen. an Informationen und wir sehen halt im Creator Marketing, dass Newsletter mit am besten performt, zum Beispiel um Webinare zu promoten. Also wir machen sehr viel Zum Beispiel für HubSpot mit Newslettern und LinkedIn, für sevdesk machen wir eher Instagram und YouTube. Also es ist wirklich nicht auf eine Plattform beschränkt, sondern unser Unsere Positionierung ist eher auf B2B und Business Creator beschränkt, aber nicht auf die Plattform LinkedIn.
27:32 Feliks Eyser: Vertrittst du die Creator eigentlich exklusiv?
27:35 Sarah Emmerich: Nein, ich bin kein Management. Also es ist wirklich, wie gesagt, sonst könnte ich ja gar nicht mein ganzes Netzwerk nutzen. Dann müsste ich jetzt 10, 20 Leute unter Vertrag nehmen. Was schaffst du als Management? Maximal vielleicht 50. Ich glaube, es gibt ein Management in Deutschland, das größte als so 100 Creator. ein Kima, aber das machen wir nicht. Ich habe es am Anfang mal gedacht, dass ich andere Personal Brands vermarkten will, weil habe ich ja auch für mich selber gemacht. Kann ich jetzt für andere machen. Ist auch nice. Aber ja, jetzt gerade macht uns das mehr Spaß und sehe ich auch mehr Business darin, sage ich ganz ehrlich. Kampagnen zu verkaufen. Also zu sagen, hey, HubSpot, wir machen euer Jahresbudget, das ist sechsstellig und wir nehmen uns davon einen Teil weg, als jetzt quasi die Creator aufzubauen und dann davon an Prozent teilzunehmen, weil tatsächlich, es gibt wahnsinnig wenige Creator in Deutschland, also das wirklich richtig wenig, die von ihrer Personal-Brand und Werbekooperation leben. Und wenn, habe ich ja vorhin gesagt, Johannes Kliesch, der hat ein ganzes Team da drumherum, der braucht kein Management. Und es gibt schon ein paar, ein, zwei, drei Business Creator Managements auch aktuell in Deutschland. Aber für mich war es einfach vom Business Case aktuell nicht spannend genug. Weil die Leute, die ich gerne drin hätte, die wirklich groß sind, Celine oder Johannes oder so, wo es sich auch wirklich lohnt. Die haben eigene Teamsurfe, die brauchen kein Management.
28:55 Feliks Eyser: Okay, ist interessant. Das heißt, du sagst, du willst eher quasi auf die Demand-Seite gehen, quasi Von den Kunden, sagst du, dann kann ich einen Creator finden?
29:03 Sarah Emmerich: Ja, genau. Also mein Kunde, an dem ich Geld verdiene, ist halt das Unternehmen. Mein Kunde ist quasi nicht der Creator. Das ist ja bei dem Management so, ist ja der Kunde im Endeffekt dein. Creator erstmal, den willst du ja glücklich machen und den willst du vermarkten. Und bei mir ist es halt umgekehrt, ich vermarkte halt das Unternehmen und gucke halt, was ist das beste Farbspot und natürlich Sind wir Vermittler, wir wollen immer das Beste für beide Seiten und ich verstehe die Creator-Perspektive natürlich auch sehr gut, weil ich selber Business Creator bin. But my Kunda or for den wir das Beste rausholen wollen is am Ende natürlich das Unternehmen.
29:45 Feliks Eyser: zu Foundern werden. Erklär mal aus der Perspektive Founder werden zu Creatern. So ein, zwei Beispiele, die man vielleicht noch nicht gehört hat, aber die das irgendwie gut machen. Eine eigene Audience aufbauen, von denen dann wirklich die eigene Firma profitiert.
29:57 Sarah Emmerich: Also hatten wir jetzt eben schon, aber wie wir ein Wysocki. Das ist gerade so einer meiner Lieblingsbeispiele.
30:02 Feliks Eyser: saint sass hat angefangen mit Strumpfhosen im Grunde, macht jetzt Unterwäsche. Kannst du sagen?
30:07 Sarah Emmerich: Macht ja eigentlich Basics, würde ich sagen. Oder so, wobei eine Strumpfhose ist nicht unbedingt basic bei denen. Es ist schon eher ein Accessoire. Aber ja, es ist doch irgendwie mit Unterhosen, Socken Schrumpfhosen ist so ein bisschen Basics, aber neu gedacht. Und ich finde, sie macht es extrem gut, hat natürlich auch eine B2C-Zielgruppe. Aber es ist ja, es gibt so viele tolle Beispiele mittlerweile.
30:30 Feliks Eyser: Fällt dir noch eine ein? Die dich über die Uni nicht gesprochen haben, die dich beeindruckt hat oder fasziniert hat in letzter Zeit?
30:37 Sarah Emmerich: Also, was ich ja zum Beispiel sehr spannend finde, ist. dass auch immer mehr Menschen, die hinter dem Creator Business stehen, sichtbar werden. Also dann eben auch zum Beispiel jetzt Ali. der ja der Geschäftspartner ist von Pamela , der total der total im Hintergrund war und jetzt eben auch vor die Kamera geht und seine Personal Brand voll krass aufbaut, um die verschiedenen Businesses am Ende natürlich auch zu putzen. Und das Finde ich, ist ja so ein gutes Beispiel dafür, dass man es halt mittlerweile fast machen muss, warum. Eigentlich würde es ja reichen, wenn Pamela nach außen bekannt ist, seine Geschäftspartnerin, aber er sagt, ich gehe trotzdem auch vor die Kamera und ich will auch. Ich will auch das nutzen, den Effekt, den Personal Branding hat. Und ich finde, das zeigt ganz gut, selbst wenn du es vielleicht gar nicht musst, dass. es halt sehr, sehr krasse Abseits hat, eben doch auch in den Vordergrund zu gehen, obwohl du vielleicht eigentlich eher im Hintergrund warst.
31:31 Feliks Eyser: Werbung. Hattest du Sonntagabend schon mal ein Date? Mit einer CSV-Datei? Marco von unserem Partner Pathway hatte das häufiger, weil sein Steuerberater Daten angefragt hat, die aus Shopify oder Stripe nicht so einfach auszulesen waren. So hat er Excel-Dateien gebaut, Pivot-Tabellen angelegt, nur um eine Auswertung für einen Steuerberater anzulegen. Pathway, die Firma, die Marco dann gegründet hat, löst das Problem, indem sie automatisch die Buchungen aus Shopify und Stripe richtig zuordnen und den Datev hinterlegen. Der Steuerberater lockt sich dann einfach ein, holt sich die Daten, die er braucht, im Format, was er gewöhnt ist. Und du kannst den Sonntagabend beim Lieblingsitaliener verbringen. Und nicht in der Excel-Hölle. Wenn dein Business auf Shopify oder Stripe aufsetzt und Zahlungen verarbeitet, schau dir Pathway an, damit du den Kopf frei hast für die Sachen, die als vorne wirklich wichtig sind. Nicht um abends noch die CSV-Datei zu massieren. Werbung Ende. Was hörst du für interessante Storys von Foundern, die Creator geworden sind oder so eine Audience aufgebaut haben, was sich da für Türen geöffnet haben oder was da passiert ist für ihr Business? Von dem sich vielleicht davor. Mit dem sie davor gar nicht gerechnet haben?
32:33 Sarah Emmerich: Also generell kann das ja alles sein, dass du zu Events eingeladen wirst, dass du Investment-Opportenities bekommst. Und das Größte ist immer für viele auch einfach als Speaker. Also für viele ist es ja trotzdem irgendwie auch. erstrebenswert oder ein Traum, auch auf der Bühne zu stehen und irgendwie da einen Impact zu haben. Und das ist halt was, was ohne Personal Brand super schwierig ist. Also klar, geht auch über Netzwerk. Ich sage immer, es gibt auch die Personal Brand, die online gar nicht stattfindet, aber die so bekannt ist in ihrem Netzwerk offline, dass das auch ausreicht als Personal Brand. Aber ich glaube, das sind so die wichtigsten Sachen.
33:08 Feliks Eyser: Ich habe dir erzählt von Laura, die hier Nola macht, unsere Beteiligung, Energy Drink für Frauen, habe ich ab und zu schon drüber gesprochen. von Anfang an voll auf Building in Public gegangen ist. Und jedes High, jedes Low-Teilt da in der Produktion steht und dann geht wieder irgendwie, wird irgendwas nicht geliefert und so, dann sitzt sie in ihrer Küche und verpackt da diese Probierpakete und so weiter und baut darüber eine eigene Audience auf und kreiert eigen. konnten und kann ihre eigene Geschichte erzählen, macht sich dann natürlich sehr nahbar, offene Weise, dass auch Vertrauen entsteht von vielen Frauen in dem Fall, dass die Ziel Und das finde ich faszinierend zu sehen, dass Building Public immer noch so gut funktioniert und offensichtlich auch so ein Stück weit Underserved nach wie vor ist.
33:45 Sarah Emmerich: Ich glaube, in Deutschland ist es undersurfed. Also wir nehmen das in unserer Bubble wahrscheinlich sehr stark wahr. tun ich jetzt, oder ich zumindest, aber über unsere Bubble hinaus ja gar nicht. Und in den USA ist es ja normal, dieses ganze Dokumentieren und Bilden Public und über Zahlen sprechen. sprechen, wie viele Leute machen das in Deutschland, also ist ja lächerlich, und ich finde, in Deutschland ist immer noch dieses Narrativ von dem Von diesem Unicorn-Founder präsent. In der, sage ich mal, breiten Masse oder Medienlandschaft hast du eher noch so das Bild von diesem Berlin-Founder, der Geld einsammelt und das nächste Unicorn aufbauen will. Aber wir sind ja eigentlich schon weiter im Development, also klar gibt's das immer noch. Aber die Zeiten haben sich ja ein bisschen geändert, auch in den letzten Jahren Und was jetzt viele machen wollen, ist halt sich vielleicht auch ein kleines Business aufzubauen und Bootstrappen. Und da ist halt Build <unk> Public natürlich auch super, ein super Tool, um die Leute mitzunehmen und das auch zu dokumentieren im Kleinen. Weil bei so Großen Investment Cases kannst du das oder darfst du es ja oft gar nicht machen, da kannst du ja viele Sachen gar nicht teilen. Genau
34:49 Feliks Eyser: Ja, und ich glaube, ich meine, gerade wenn du aus dem Consumer-Bereich kommst, da eine Gegenpositionierung zu haben, zu sagen, ja, es gibt da große Konzerne und die machen irgendwie auch Lebensmittel, aber ich bin hier ein kleines Startup, ich erzähle euch die Geschichte so, das funktioniert gut im B2B-Kontext. Kann ich es mir auch vorstellen. Siehst du die Gefahr, dass Founder sich da auch ein Stück weit ablenken, also dann nur noch von einer Bühne zur nächsten springen und nur Personal Brand und so weiter, aber dann letzten Monat irgendwie nur 5000 Euro Umsatz gemacht haben, also das quasi Überhand nimmt. So jetzt bin ich die ganze Zeit da irgendwie gebucht und ist ja auch cool, fürs Ego da irgendwo zu stehen und Likes zu kriegen und so weiter, aber das eigene Business zu vernachlässigen.
35:21 Sarah Emmerich: Also, ich sehe da auf jeden Fall Herausforderungen. Ich bin natürlich immer pro Personal Brand, aber das ist natürlich auch meine Positionierung und mein ganzes Business basiert darauf. Ich denke, man muss halt die Upsides sehen und muss sehen, ob die größer sind als die Downsides. Und ich Verstehe das zum Beispiel auch aus Investorenperspektive. Also es gibt sicherlich auch Investoren, die da keinen Bock drauf haben, zu viel Personal Brand, weil das ja eben eine Ablenkung ist. Aber ganz oft zahlt das ja viel mehr auf die Firma ein. Und das ist ja nicht unbedingt immer nur Umsatz, sondern ein Argument, was ganz viele sagen, ist auch die besten Talents finden. Da ist Personal Brand so, hat so einen krassen Impact. Also ich habe, glaube ich, auch da einen neuen Podcast gehört mit dem Gründer von Chat Armin war das, glaube ich. Und der hat auch darüber geredet, dass halt LinkedIn und ein Personal Brand hauptsächlich macht, um die Besten Talent zu kriegen und halt nicht unbedingt vielleicht jetzt nur wegen Umsatz. Und das muss man natürlich abwägen. Und was du jetzt gesagt hast mit Ablenkung, man darf kann natürlich nicht auf jeder Hochzeit tanzen. Also das ist dann, glaube ich, der größte Fehler, den viele machen, jede Bühne mitzunehmen, jede Podcast-Einleitung habe ich früher auch gemacht Ist egal, ich war halt jung und hatte auch mehr Zeit als heute.
36:28 Feliks Eyser: Ich war jung und brauchst du das Geld und hatte viel Zeit.
36:30 Sarah Emmerich: Brauchst du die Reichweite? Nee, aber jetzt, also ich sag mal so, wenn ich halt fünf Podcasts anfragen, ähm Kriege, dann sage ich vier ab, weil die einfach zu klein sind, zu irrelevant. Das klingt scheiße, aber du kannst halt irgendwann nicht mehr alles machen. Ich kann dann halt nur hier mit dir setzen.
36:47 Feliks Eyser: Da bin ich froh, dass du die Anfrage Was ist eine These von dir zur Greater Economy, die du bisher noch nicht geteilt hast?
36:57 Sarah Emmerich: wir in einer Zeit leben, wo es gar nicht mehr die Creator gibt und das so abgegrenzt ist, sondern mittlerweile wird ja fast jeder zum Creator. Also außer du hast wirklich nur einen privaten Instagram-Account, du hast kein LinkedIn, du machst sonst auch nichts. dann bist du vielleicht kein Creator. Aber sobald du ein Business hast heutzutage, sobald du dich irgendwie zeigen musst, musst du drüber nachdenken, wie positioniere ich mich, wie zeige ich mich, was mache ich vielleicht auch für Content. Und ich glaube, dass die meisten immer noch unterschätzen wie weit fortgeschritten wir in einer Creator Economy leben, wo das fast für jeden, der irgendwie ein Business hat, braucht eine Sichtbarkeit und da gehört Content Creation dazu. Also ist fast jeder mittlerweile
37:38 Feliks Eyser: Ich finde es auch interessant, wenn man in die USA schaut, dass wir oft zum Blick in die Zukunft sind, in dem, was ich neben Content mache, ist ja Investments und Startups bauen und Wenn du die Daniel VCs anschaust, so die haben ja alle irgendwie gefühlt fünf Ghostwriter für Twitter und jeder einen eigenen Podcast und so weiter, also die sind ja alle all in in diesem Content-Game, wo ich in Deutschland immer denke, so irgendwie macht's. Keine so richtig. Also in der Investoren-VC-Szene gibt es so ein paar einzelne, die viel auftauchen. Flo Heinemann hat man zum Beispiel auch hier und so, ist immer wieder präsent in Fremdformaten, macht kein eigenes Format. Also es gibt wenige, die so super, also guten, hochwertigen Content unter ihre eigenen Brand machen. Das ist mein Eindruck. Also ich habe auch das Gefühl, es ist noch so ein bisschen Underprice Attention.
38:17 Sarah Emmerich: Ja, deswegen machen wir auch den Business Creator Summit am Ende des Tages. weil wir oder weil ich der festen Überzeugung bin, dass es so ist und dass es ein riesiger Hebel ist. Egal ob du ein SaaS-Unternehmen hast, egal in welcher Größe und oder egal ob du irgendwie ein Solopreneur bist, Personal Brand ist halt ein riesiger Hebel.
38:34 Über 100.000 Euro Kosten, trotzdem profitabel
38:34 Feliks Eyser: Erzähl mal vom Summit. Du hast den Business Creator Summit gehostet mit 600 Gästen und danach warst du auf einer indischen Hochzeit.
38:41 Sarah Emmerich: Ja.
38:41 Feliks Eyser: Was glaubst du, was war die aufwendigere Eventproduktion?
38:47 Sarah Emmerich: Also die indische Hochzeit war auch crazy, waren aber nur 200 Leute. Denkt man ja auch dann manchmal, dass das 1000 oder so sind, was man immer so hört. Ich glaube, das war sicherlich auch aufwendig, aber am Business Creator Summit sitzen schon wirklich übers, also ein halbes Jahr lang wirklich sechs Leute mit ihrer Arbeitszeit und das ist auf jeden Fall aufwendiger.
39:06 Feliks Eyser: Wie sieht die Blaupause von so einem Nischen -Event aus? Wie funktioniert das? Wie kann man sich Den Umsatz erstmal vorstellen, so wenn du es mir jetzt ein Kuchendiagramm malen würdest. Ist es ein Geschäft, wo du rein investieren musst? Ist es profitabel und wie teilt sich das auf?
39:22 Sarah Emmerich: Also profitabel ist immer die Frage, ob du alles reinzählst, wir haben das Event an sich immer Ich mach das jetzt, ich habe das fünfmal gemacht Und ich habe das immer so aufgebaut, dass das unterm Strich auf jeden Fall profitabel ist. Also kein Event, wo wir Geld irgendwie drauf zahlen oder investieren müssen. Aber wenn du dann wiederum jetzt zum Beispiel meine Arbeitszeit oder auch von teilweise Leuten aus meinem Team oder so reinzählst, dann ist es wahrscheinlich nicht profitabel, aber das Event an sich ist profitabel und es ist auch das Ziel des Profites. profitabel aufzubauen, also als Business Case. Nur das deswegen zu machen, macht keinen Sinn. Also du musst es machen wegen Impact und du musst es machen, wenn du ein anderes Business dahinter hast. Jetzt zum Beispiel bei mir ist ja meine ganze Positionierung dieses Business Creator Game und Business Creator Marketing. Und das heißt natürlich, wenn ich in dem Bereich eine gewisse Relevanz habe, eine Reputation, ein Netzwerk zahlt es auch extrem gut auf meine Agentur ein. Und ich glaube, du musst schon, wenn du so ein Nischen -Event aufbauen willst, brauchst du irgendwas dahinter. Sonst macht es keinen Sinn. Also zum Beispiel Freunde von mir, die haben auch. ein großes Event mit 10. 000 Besuchern und die haben eine Event-Agentur als Business dahinter. Weißt du, wie ich meine? Also du brauchst irgendwie schon Ja, du musst es aus Passion machen, weil du Impact haben willst. Das ist so meine größte Motivation und war auch der Grund, warum wir den BCS gestartet sind, ist, diesen Impact zu haben. die LinkedIn Bubble zusammenzubringen damals und jetzt mittlerweile geht es eben darum, Business Creator, also alles was mit Business Content Creation zu tun hat, Creator werden zu Foundern, Foundern werden zu Creatern, Business Creator Economy, das soll ja das Event live zusammenbringen. Und das fehlt aus meiner Sicht, das gibt es sonst nicht im deutschsprachigen Raum als Konferenz mit diesem Fokus, gibt es nicht. Und deswegen machen wir das. Das brauchst du. Und dann, wenn du es profitabel machen willst, musst du halt einfach schauen, dass du weniger Geld ausgibst, als du einnimmst. Ja, es klingt so scheiße, aber Event ist das Prädestinierteste, wo du viel zu viel Geld ausgibst. Das ist so. Also ja, der BCS kostet jetzt auch mittlerweile über 100.
41:29 Sarah Emmerich: 000 Euro, aber grundsätzlich kannst du auch einen richtig richtig nice Event für weniger Geld auf die Beine stellen. Und wenn du es dann schaffst, mit Sponsoring und Tickets da drüber zu kommen, dann hast du ja an sich ein profitables Event. Ich glaube, ganz viele, wenn du nicht aus dem Eventbusiness kommst, wenn du keine Ahnung davon hast. Und Was ich auch sagen muss, wenn du nicht so viel batern kannst wie wir, wir haben wahnsinnig viele Möglichkeiten durch meine Personal Brand, durch die Reichweite, die wir haben.
41:53 Feliks Eyser: Sassy kriegt Stuff for free. Ja. Was kriegt ihr da so?
41:57 Sarah Emmerich: Naja, zum Beispiel haben wir dann Partner, die Mittagessen machen und da das nicht nur das Mittagessen sponsern, sondern da Für eine Partnerschaft bezahlen, was jetzt vielleicht bei einem anderen Event allein schon 10. 000, 20. 000 Euro kosten würde. Weißt du, wie ich meine? Also das sind nur so Beispiele Oder wir bekommen Werbeleistungen for free, wir müssen nichts für Marketing ausgeben. Ja, das haben wir bezahlt.
42:20 Feliks Eyser: Okay, das haben wir bezahlt, okay.
42:21 Litfaßsäule für unter 1.000 Euro
42:21 Sarah Emmerich: Also Litfasssäulen haben wir letztes Jahr das erste gemacht, eine, jetzt haben wir zwei gemacht und das kommt halt ex extrem gut an. Es feiern unsere Speaker sehr und deswegen machen wir das nicht so teuer, wie man denkt.
42:31 Feliks Eyser: Was kostet Litzersäule?
42:32 Sarah Emmerich: Eine Woche, was denkst du? Eine ganze?
42:37 Feliks Eyser: Weniger als 2000 Euro.
42:39 Sarah Emmerich: Ja, kriegst du für unter 1000 Euro.
42:41 Feliks Eyser: Okay.
42:41 Sarah Emmerich: Also es ist wirklich nicht so teuer. Ich empfehle das auch gerade jedem so als Marketinghack, weil die Leute feiern das so krass, out of home zu sein. Das passiert ja nicht so oft. Also wie oft warst du schon? Out of home.
42:53 Feliks Eyser: Das ist witzig, weil das in den USA, wenn du durch San Francisco durchfährst, da bist ja voll geballert mit irgendwelchen Billboards, da ist ja Hubspot bestimmt auch vertreten mit irgendwie Außenwerbung und so weiter und alles ist ja vollgekleistert mit irgendwelchen Text-Startups und In Deutschland machen das wenige. Wird neulich hier dem Marius von Peec AI, weißt du, dieses Tool, um deine Positionierung in Chat-GPT und Code zu verbessern. Und der hatte um seine Finanzierungsrunde anzukündigen, hat ja dann Plakate am Rosenthaler Platz gebucht und sind so Autos rumgefahren, wo das drauf stand, total witzig. Also In San Francisco ist es ein alter Hut, aber hier hat es noch nie jemand gesehen. Und der hat dann über die Presse dann nochmal Aufmerksamkeit und Top bekommen. Für ihn ist es halt ein Recruiting-Kanal. Er sagt, okay, ich will Präsenz sein für die besten Talente.
43:31 Sarah Emmerich: Und das lohnt sich dann auch. Es ist wie gesagt nicht so teuer, wie man denkt. Okay. Und du kannst halt coole Kampagnen machen. Also wir haben es halt so gemacht, wir haben es halt in der Woche vor dem WCS gemacht. Und dadurch haben sehr viele Speaker, die zum Beispiel auch angereist sind oder so, konnten dann auch noch ein Foto damit machen. Also wir hatten locker 20, 30 LinkedIn und Instagram-Posts. von Speakern mit dieser Litfahrtsäule.
43:54 Feliks Eyser: Und das ist so die Währung, in der du denkst, du gehst jetzt gar nicht so davon aus, okay, wer läuft da vorbei und guckt sich die Litfersäule an, du denkst vom LinkedIn-Post aus.
44:01 Sarah Emmerich: Ja. Ja, voll. Also ich denke immer, was ist spannend, was ist ein spannender Post. Oder was ist spannender Content am Ende des Tages und dafür machen wir das dann? Also das keine Ahnung, ob da jemand ein Ticket kauft Weil er die Säule sieht.
44:18 Feliks Eyser: Halt so ein bisschen Gorilla
44:19 Sarah Emmerich: -Marketing eigentlich. Aber
44:21 Feliks Eyser: ja. Und zum Summit, wie viel macht Ticket Sales versus Sponsoring aus? Also kriegt man sowas mit Tickets alleine profitabel und bist du immer auf Partner angewiesen?
44:29 Sarah Emmerich: Auf jeden Fall Partner. Also ich würde sagen, unsere Ticket Sales waren jetzt unser Gewinn. Und die ganzen Kosten haben das Sponsoring entdeckt. Das war jetzt ziemlich genau ungefähr das, was passiert ist. Kannst du auch andersrum denken. Du kannst auch sagen, die Ticketsales sollen mein Event bezahlen. Also wenn ich kalkuliere ich will 50. 000 oder ich will maximal 100. 000 Euro fürs Event ausgeben, dann muss ich 100. 000 Euro mit Tickets einnehmen, dann muss ich mein Pricing danach gestalten, dann muss ich. . . Vielleicht Verknappungen einführen, Erhöhungen einführen. Wir haben ja auch keinen statischen Ticketpreis, sondern der Preis geht von 150 bis zu 300 Euro hoch bis zum Event. Und das musst du halt alles einkalkulieren. Und dann sagst du halt, okay, zum Beispiel mit den Ticket Sales ist hoffentlich mein Event bezahlt und mit dem Sponsoring verdiene ich halt Geld.
45:13 Feliks Eyser: Interessant. Was hast du über Ticketpricing? Gelernt, Pricing ist mein Lieblingsthema. Aber was hast du über, wenn es ja eine Frage ist, weil du sagst, okay, gut, du bist ja total auf dieser Preiskurve, dass du sagst, ich muss ja genau die Zahlungsbereitschaft ein Stück weit abgreifen, so weil jeder zusätzliche Tabletskampfungspunkte. Teilnehmer jetzt nicht unbedingt die Kosten hochtreibt, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Also wie wählst du den Preis?
45:33 Sarah Emmerich: Es ist super schwierig. Also du musst am Anfang natürlich, also du musst erstmal überlegen. Wenn du jetzt startest, will ich eher exklusiv sein oder will ich erstmal möglichst viele Leute aufs Event und wie viel Platz habe ich eigentlich? Wir sind damals gestartet mit 200 Leuten. Und das war auch ausverkauft und ich kann dir gar nicht mehr sagen, was der Ticketpreis im allerersten Jahr war, aber ich glaube auch so um die 200 Euro. Ja, genau. Und ich glaube, dann musst du auch so ein bisschen bei einem Event, ist sehr lang, also langatmig. Du musst halt eine Strategie wählen und musstest dann ein paar Jahre machen. Also Du kannst dir natürlich angucken, wie machen es andere und was ist so Best Practice, aber du musst dann, glaube ich, auch eine Entscheidung treffen, wir sind jetzt eher exklusiv, wir nehmen 500 Euro für die Tickets oder wir gehen vielleicht ein bisschen runter, weil wir wollen wachsen und da musst du darauf vertrauen. Also Das ist halt, weißt du da nicht nach einem Jahr.
46:23 Was sie beim Summit falsch gemacht hat
46:23 Feliks Eyser: Was hättest du gerne vorher gewusst, bevor du vor fünf, sechs Jahren ins Nischen -Event-Business eingestiegen bist?
46:30 Sarah Emmerich: Was ich falsch gemacht habe, ist, ich habe das Event immer von Jahr zu Jahr genommen und geplant. Das hatte auch verschiedene Hintergründe. Ich hatte damals eine andere quasi Partnerin. Und wir haben dann immer das Event gemacht und haben dann nachgeguckt, okay, haben wir Bock, das wiederzumachen. Und ich hätte es gerne damals, das Wissen von heute, gehabt, und hätte es gerne von vornherein strategischer aufgebaut und wirklich Bei jedem Event das nächste ankündigen, wie wir es jetzt machen. Wir kündigen beim Event, wir wissen schon vorher, was ist der Termin für nächstes Jahr. Wir verkaufen schon On-Event-Tickets. Also wir haben jetzt schon Tickets auf ein Event verkauft, wir verkaufen jetzt schon Tickets für nächstes Jahr, obwohl es erst in einem Jahr ist. Und dadurch hast du eine Zuverlässigkeit, genauso wie die Leute bei dir wissen, dass jeden Monat, äh, jede Woche eine Podcast-Folge rauskommt, wissen die, okay. Die kommen wieder, die wissen, was es kostet, die wissen, was sie erwartet. Und ich glaube, ich werfe weiter mit dem Event schon insgesamt. Egal, ob ich es jetzt größer haben will oder nicht, aber weiter einfach von der Entwicklung her. wenn ich das von Anfang an so strategisch gemacht hätte.
47:31 Feliks Eyser: Und es bezieht sich auf die Vorverkäufe von Tickets oder was hättest du in der Planung strategischer? Gemacht sonst?
47:36 Sarah Emmerich: Naja, von Anfang an sagen, ich mache jetzt dieses Event. Klar, beim ersten Mal weißt du es vielleicht nicht, funktioniert es überhaupt, aber nach dem ersten Mal, wo wir gesehen haben, das funktioniert, direkt ein Strategie-Businessplan quasi für die nächsten fünf Jahre zu machen. Okay, wir machen das jetzt jedes Jahr. So wollen wir wachsen, das ist die Strategie. Wir machen das immer im Sommer, weißt du, diese Kontinuität von nicht nur in den Ticketsales, sondern generell. Auch mit Sponsoren kannst du dann ganz anders rangehen.
48:00 Feliks Eyser: Okay, verstanden. Und was glaubst du, was unterschätzen die meisten Founder oder Brands an Nischen -Events?
48:08 Sarah Emmerich: Also, das ist tatsächlich auch ein Bottleneck, was wir teilweise haben, dass Companies denken, die sehen unser Pitchdeck und denken, ja, da kommen ja nur 500, 600, jetzt nächstes Jahr 750 Leute. Da haben wir gar nicht so die Schlagkraft, die wir brauchen. Also wir machen ja auch keine Messe. Du warst jetzt leider nicht da, aber dann hätte es schon. Ich wäre gerne gekommen, ich hätte es nicht geschafft, ich hätte es ja noch geschrieben.
48:29 Feliks Eyser: Aber nächstes Jahr bin ich dabei.
48:30 Sarah Emmerich: Ja, alles gut. Ich kann das total verstehen, auch mit den Kids, aber Wir haben gar keine Messe. Also bei jedem Event, was du kennst wahrscheinlich, hast du relativ viele Stände.
48:41 Feliks Eyser: Keine.
48:41 Sarah Emmerich: Keine. Okay. Schlecht.
48:43 Feliks Eyser: Und messen schon gar nicht. Das ist totale Reizüberflutung für mich, wenn ich da durch diese Hallen laufe und so. Ich denke, ich gucke einfach nur nach Hause ins Hotel.
48:51 Sarah Emmerich: Bei uns ist halt wirklich eher wie so ein wirklich einfach ein inhaltliches Event. Also es gibt kaum Stände. Wir hatten dieses Jahr vielleicht fünf Stände. Und das ist halt so ein Unterschied, wenn du dir jetzt Konferenzen anguckst, die groß sind oder die halt auch generell in der Branche sind, hast du halt immer Ja, Dutzende bis hunderte Stände. Also wir haben gar keine Messe, sondern unser Event ist sehr inhaltlich. Und was die Leute eben unterschätzen oder die unternehmen, ist wie krass die Community dadurch ist vor Ort und wie was für einen Impact das Event hat. Und die Partner, die wir haben, wie LexWare Styling und so, die auch seit Jahren mit uns arbeiten, die werden inhaltlich eingebunden in Panels, in Masterclasses, in Keynotes. Und darüber hinaus natürlich auch ins Event eingebunden, zum Beispiel in unser Pre-Dinner und so, aber die machen keinen Stand. Und das verstehen nicht unbedingt. alle Unternehmen, dass das teilweise mehr Impact hat.
49:44 Feliks Eyser: Ah, okay. Und macht es das einfacher oder schwerer zu verkaufen?
49:47 Sarah Emmerich: Ja, das ist ja das Ding. Also die Unternehmen, die das verstehen und die auch gar keinen Bock haben auf Stand und Akquise, sage ich mir jetzt mal, Messe-Vibes, die checken das total und die haben da auch Bock drauf. Aber dadurch haben wir natürlich einen großen Umsatzhebel nicht. Wenn wir jetzt sagen, wir würden noch Messe machen, dann bräuchten wir auch mehr Besucher, damit du eine gewisse Schlagkraft hast. Da brauchst du schon ein paar tausend Leute irgendwie mal. Und dadurch haben wir aber, so sind viele Partner auch nicht interessant, die in diesem klassischen oder für die sind wir nicht interessant, die diesem klassischen Messedenken hängen, weißt du?
50:19 Feliks Eyser: Ja, okay. Und gleichzeitig sind natürlich für die Unternehmen aber auch im Zweifel smart, im Content verankert zu sein, dann haben sie auch einfach weniger Kosten, weil so ein Stand ist ja auch Schweineteuer. Brauchst du einen Messebauer, musst du hinbringen, Logistik, danach schmeißt du alles weg. Also das ist ja auch. Schnell im fünfstelligen Bereich.
50:34 Sarah Emmerich: Ja, total. Also du zahlst ja einmal das Sponsoring und dann zahlst du halt deinen Stand, dein Personal, was da hingehen muss. Bei uns ist dann eher die Partnerschaften, die Sinn machen ist. Unternehmen, die halt unsere Zielgruppe unbedingt ansprechen wollen. Lexware zum Beispiel, Business Creator passt perfekt zu denen und die halt in der Creator-Ekonomie einfach als Pionier zum Beispiel wahrgenommen werden oder werden wollen oder eben als Vorreiter oder als jemand, der Einfluss hat, ein Unternehmen, das da Einfluss hat und genau diese Zielgruppe halt auch erreichen will und da unterschätzen, glaube ich, viele Unternehmen, was für ein Impact so ein Wir sind fast eher ein Community-Event. Weißt du, wie ich meine? Also wir sind wie ein großes Meetup. Ja, wir sind wie ein großes LinkedIn-Meetup oder wie ein großes Business Creator Meetup. Und ich glaube, vielleicht müssen wir es auch so mehr framen, aber das unterschätzen halt viele, was das für einen Impact haben kann, wenn du dich da organisch reinbringst. Aber ich muss auch sagen, ich glaube, das ändert sich gerade, weil ja gerade alle Brands noch Community Events machen wollen und sponsoren wollen. Ich weiß nicht, ob du das auch so wahrnimmst. Alle sagen, hier
51:35 Feliks Eyser: IRL in real life und wir müssen jetzt hier bei den Leuten sein. Also so die Gegenthese zu TikTok und so weiter, dass du sagst, nee, ich will. In der echten Welt jetzt wieder auftauchen.
51:42 Sarah Emmerich: Und das, glaube ich, wird uns hoffentlich für nächstes Jahr jetzt zum Beispiel sehr an die Karten spielen.
51:48 Feliks Eyser: Was war der coolste Talk, der dir hängen geblieben ist?
51:51 Sarah Emmerich: Von diesem Jahr. Also viele, aber ich glaube am meisten Spaß hatte ich mit Neben unseren Panels macht immer Spaß mit verschiedenen Leuten zu sprechen. Mit Tim Kasenbrink. Ich habe ihn interviewt auf unserer Mainstage Und das war schon richtig cool, weil er ist halt sehr real. Er haut dann alles Mögliche einfach raus.
52:13 Feliks Eyser: Was ist hier hängen geblieben? Was hast du gelernt von Tim?
52:15 Sarah Emmerich: Er schmeißt seine eigene Party. Was er damit meint ist, viele gucken jetzt ihn an, er vloggt, macht das sehr gut, macht es sehr professionell, hat da ein krasses Team dahinter, gibt irgendwie 30. 000 Euro.
52:28 Feliks Eyser: Für 30. 000 Euro im Monat.
52:30 Sarah Emmerich: Hat er gesagt und haben wir auf der Bühne analysiert.
52:32 Feliks Eyser: Okay.
52:33 Sarah Emmerich: Yeah. Und er hat halt gesagt, hey, ihr könnt, es bringt halt nichts, dass ihr jetzt genau das macht, was ich mache. Ihr müsst eure eigene Party schmeißen. Du musst halt dein Format finden. Du musst etwas finden, was. Vielleicht auch schon jemand anders macht, aber was einfach zu dir passt und was für dich funktioniert. Und das machen halt viele falsch. Die gucken halt, okay, das funktioniert jetzt bei ihm, ich muss das auch so machen. Ich brauche auch das Setup. Das ist, finde ich, ein sehr guter Ratschort.
52:56 Feliks Eyser: Ja, muss ich für mich auch sagen. Ich meine, du nennst mich jetzt Content Creator, ich würde mich nicht so bezeichnen, so wenn ich mir denke, so du machst ja den Content hier, ich stelle ja nur Fragen. Und mir fällt es viel leichter, ja, genau, aber mir fällt es viel leichter, da nicht irgendwie den ganzen Tag meine eigenen Gedanken zu teilen. mir auch so, was will ich denn den ganzen Tag erzählen? So ich habe die Wahrheit auch nicht mit dem großen Löffel gefressen und vielleicht habe ich ein paar Erfahrungen gesammelt, aber ist ja wahrscheinlich nicht so relevant. Also da habe ich dann eher so ein bisschen Imposter-Syndrome oder mir ist es auch unangenehm, den ganzen Tag da selber auf Sendungen zu sein. Das wäre überhaupt nicht mein Ding. Aber hier zu sitzen und dir Fragen zu stellen, kann ich den ganzen Tag machen. Kann ich jeden Tag fünfmal machen. Da lerne ich selber was. Also, das ist vielmehr mein Habitus, sozusagen. Und wenn Content rauskommt, von dem ich profitiere, so ist es auch schön. Aber ich denke mir, eigentlich bist du ja die Creatorin und Dieses Format funktioniert für mich auf jeden Fall besser.
53:41 Sarah Emmerich: Kann ich total verstehen. Ich würde auch super gerne, ich hatte früher schon vor acht Jahren oder so, meinen ersten Podcast. Ich habe immer gepodcastet und ich habe dann aufgehört, als ich meine Tochter bekommen habe, weil es war dann eins zu viel. Und ich hätte super gerne wieder einen Podcast. Ja, aber was denkst du, fehlt? Was fehlt, was kann ich für. . Also ich habe so ein paar Ideen, aber jetzt mal aus deiner Sicht, was Macht jetzt Sinn, noch für einen Podcast zu starten, weißt du, wie ich mein? Du, ich will ja nicht jetzt mich hinsetzen und ein ähnliches Netzwerk oder mein Netzwerk jetzt auch wieder einfach nur interviewen. So, wenn dann, ich würde halt, wenn dann halt was radikal anders machen.
54:15 Feliks Eyser: Was interessiert dich denn?
54:17 Sarah Emmerich: Mich interessiert eigentlich noch mehr die, äh, als das Business, die Person dahinter. Ich habe auch immer überlegt, so ein bisschen in Richtung zu denken, behind the Business Creator. Aber ja, ich mache es gerade nicht, weil mir fehlt noch so die Idee, wo ich sage, das ist jetzt das, wo man jetzt mit rausgehen kann oder will.
54:35 Feliks Eyser: Ja, ich denke bei mir, also ich folge einfach nur meiner Neugier, was mich interessiert. Ich denke mir, so Unternehmertum ist so die stärkste Kraft in der Gesellschaft. Die irgendwie positiven Change voranbringt und hat mein Leben ja auch total verändert. So ich eine Firma gegründet, verkauft, dann irgendwie ein Stück weit unabhängig geworden. Und ich glaube, Unternehmertum als Disziplin ist einfach so interessant, weil es davon auch so viele Facetten gibt. Du musst ja nicht immer eine Firma verkaufen oder irgendwie diesen Venture-Weg gehen. Also du kannst wie du sagen, ich habe eine Mitarbeiterin, bin total happy oder du kannst ein freischaffender Künstler sein oder Unternehmen bootstrappen auf 100 Millionen Umsatz, da haben wir nachher einen Gast. Es gibt ja so viele verschiedene Facetten und ich finde es einfach so interessant. Also ich würde es machen, a, wenn ich nie einen Cent damit verdiene, B, wenn da auch kein Mensch zuhört, würde ich trotzdem den ganzen Tag hier sitzen und diese Fragen stellen. Also ich glaube, das ist für mich zumindest hat es gut funktioniert. Da einfach komplett meiner Neugier zu folgen. Um gar nicht zu überlegen, wen interessiert es jetzt, was braucht die Welt oder so, was fehlt in der Landkarte. I don't care.
55:29 Sarah Emmerich: Okay, das ist auch ein guter Ansatz. Ich mache mir Gedanken.
55:34 Feliks Eyser: Behind the creator, finde ich nicht schlecht.
55:36 Sarah Emmerich: Behind the business creator.
55:37 Feliks Eyser: Behind the business creator. Okay, Business. Okay, ich sehe schon, Positionierung ist wichtig.
55:41 Sarah Emmerich: Sehr wichtig.
55:42 Feliks Eyser: Ja, habe ich verstanden. Unsere Mission bei Founder Mode ist dem positiven Impact von Unternehmertum zu zeigen. Wenn ihr dabei helfen wollt, drückt den Abonnieren-Button, weil je mehr Abos wir haben, desto öfter werden die Videos ausgespielt. Und desto mehr Leute erreichen wir mit den positiven Geschichten. Also unterstützt Von Mode und Unternehmertum. Abonniert den Channel. Ähm, gerade kurz erwähnen, Partnerwechsel bei dem Event, du hast es gestartet, mit der Diana zu Löwen, von uns, sie war auch schon im Podcast, machst es jetzt mit der Luisa zusammen, so quasi fliegender Wechsel. Quasi deiner Partnerin, du hast auf LinkedIn selber mal geschrieben, Co-Founder-Wahl ist quasi wie eine Hochzeit. Was lernt man aus einer Scheidung?
56:24 Sarah Emmerich: Boah, das ist eine gute Frage. Ich glaube , Kommunikation. Ich glaube, ich hätte viele Sachen noch früher besser kommunizieren können. Aber Kommunikation ist key und dass man über alles offen spricht. Und ich glaube, wir haben manchmal aneinander vorbeigeredet mit dem, was wir uns vorstellen. Und wir sind ja am Ende im Guten auseinandergegangen. Aber ja, ich glaube, man hätte da noch viel mehr besser machen können. Und mein Kurs ist Learning. Ich habe ja Ich habe mich ja 2024 privat getrennt, 2025 dann quasi beim Business Creator Summit getrennt und von Diana oder mit Diana getrennt und dann mit Luisa die Firma gegründet. Ja, beides waren keine leichten Entscheidungen. Und ich glaube, das, was so das Wichtigste ist, ist halt Kommunikation frühzeitig, offen und ehrlich, ehrlich zu kommunizieren. Ist aber auch nicht immer einfach, weil es halt, selbst wenn du es vielleicht auch machst, dem anderen sehr schwerfällt und deswegen, ja, ich glaube, darüber kann man eine eigene Podcast-Folge machen.
57:25 Feliks Eyser: Vielleicht wird das ein Thema für deinen Podcast. Beziehung hätte nicht trennen, beziehungsweise zusammenbleiben oder Beziehungen. Business Creator
57:32 Sarah Emmerich: Beziehung.
57:33 Feliks Eyser: Business Creator Beziehungen. Ja, aber also klingt ja nach einer krassen Zeit quasi Business-Trennung und private Trennung. Wie war das für dich?
57:41 Sarah Emmerich: Ja, auf jeden Fall schwierig. Also ich würde sagen, auch jetzt. Das sieht man nach außen immer nicht so und ich teile das auch nicht so viel. Weil ich sehe schon immer meine Personal Brand als auch so eine Persona, die man ja irgendwo Also klar, sie muss authentisch sein und ich würde auch sagen, ich fühle mich authentisch, aber trotzdem entscheidest du ja, was du preisgibst und wie viel du auch zeigen möchtest. Und ich habe vieles davon gar nicht dokumentiert, so richtig. Also Sondern ich war halt in meiner Rolle, in der CEO-Rolle, immer nach außen. Was ich viel teile ist, dann so dieser Spagat zwischen Mama sein und CEO. Aber Solche Sachen habe ich dann auch bewusst oft nicht geteilt, weil da eben andere Leute ja auch involviert sind. Mein Ex-Partner, Diana, das sind ja auch Menschen und da kannst du ja nicht die ganze Zeit, finde ich, drüber reden. Was dich jetzt beschäftigt, wenn man die auch kennt. Also, das finde ich schwierig. Aber war auch nicht einfach. Also Ich denke auch oft, also ich vergleiche mich auch oft, ich glaube, da kommst du auch nie raus, dass ich auch denke und andere Agenturgründer und Gründerinnen natürlich auch sehe links und rechts und denke, wow, krass, die ist schon viel weiter als ich oder die hat viel mehr aufgebaut und lebe ich irgendwie unter unter meinem Potenzial. Ich bin jetzt zehn Jahre selbstständig. Ja, ich habe was Cooles aufgebaut, aber ich hätte wahrscheinlich noch viel mehr aufbauen können oder könnte viel mehr Umsatz machen. Ich bin auch in dieser Trap of drin. Und ich muss mich dann auch oft ändern und sagen, hey, okay, du hattest aber auch privat die letzten Jahre viel, du hast auch ein Kind bekommen, du hast eine Tochter bekommen. Und das hat für mich halt immer Prio. Also ich arbeite schon lange nicht mehr irgendwie 60 Stunden Wochen. Klar, vielleicht vor dem Business Creator Summit, aber für mich geht es eher wirklich immer darum. Ich bin selbstständig geworden mit 18, weil ich frei sein wollte, weil ich unabhängig sein wollte. Und nicht, weil ich so viel arbeiten wollte wie möglich oder weil ich jetzt irgendwas Riesiges aufbauen wollte. Das war einfach nie mein Antrieb.
59:32 Freiheit ohne 10 Millionen auf dem Konto
59:32 Feliks Eyser: Was bedeutet Freiheit für dich?
59:34 Sarah Emmerich: Freiheit bedeutet für mich, einfach entscheiden zu können, hey, ich mache jetzt heute die Calls nicht, weil meine Babysitterin fällt aus und dann kümmere ich mich halt selbst um meine Tochter und ich muss halt niemanden fragen. Ich muss Klar, ich muss meinen Kunden sagen, hey, tut mir leid, ich muss den Käufer schieben, aber es gibt niemanden, der mir sagt, nee, geht nicht. Das ist für mich Freiheit. Und auch finanziell die Möglichkeit natürlich zu haben, zu wissen, ich muss jetzt morgen nicht zu dem Event, um 5000 Euro zu verdienen, sondern meine Rechnungen sind auch bezahlt, wenn ich jetzt nicht morgen dahin gehe. Das ist für mich Freiheit. Für mich ist Freiheit jetzt nicht unbedingt. Ich glaube, wir haben oft ein Bild von finanzieller Freiheit, wenn wir über Freiheit sprechen, dass ich erstmal dahin kommen muss, dass ich vielleicht die 5 Millionen, 10 Millionen auf ein Konto habe, die quasi, sodass ich gar nicht mehr arbeiten muss, also passives Einkommen und dann bin ich frei und finanziell frei. Ich glaube, Freiheit hat ganz viel. im Kopf zu tun. Was bedeutet eigentlich für mich Freiheit, sich das mal bewusst zu machen? Und das ist halt das, was ich, ganz simple Sachen, die ich gerade beschrieben habe, dass ich halt morgens aufstehen kann und entscheiden kann. Ja, wie verbringe ich heute meinen Tag? Natürlich habe ich Termine, aber wenn jetzt irgendwas dazwischen kommt, beispielsweise mit meiner Tochter, habe ich halt alle Freiheiten, ohne irgendjemanden fragen zu müssen oder ohne jetzt irgendwie Geldsorgen zu haben, das halt abzusagen. Weißt du? Was bedeutet für dich Freiheit?
1:01:05 Feliks Eyser: Ich finde interessant, diesen diesen Unterschied Freiheit um und Freiheit von. Also. Freiheit um morgen nach Bali zu fliegen, um die Babysitterin zu bezahlen, um beim Tanken nicht auf den Preis zu schauen und so weiter. So alles so materiell. Und Freiheit von. Angst, Neid, Gier, zu überlegen, was die anderen über mich denken. Also quasi eher die emotionale Perspektive Und ich glaube, wenn man die geknackt kriegt, dann ist die Materielle auch gar nicht mehr so relevant. Weil du sagst, ich bin frei, mir meine eigenen Gedanken zu machen und mich erstmal zu distanzieren davon, was irgendwie andere Leute von mir wollen, sondern mich erstmal in mir safe und in mir ruhend. Und dann kann man sich dem materiellen Thema auch aus einer stärkeren Position heraus widmen.
1:01:48 Sarah Emmerich: Ja. Ja, ich glaube, also ich mache mich zum Beispiel gerade frei von diesen, ich habe, glaube ich, die letzten zehn Jahre auch oft irgendwie versucht, oder die letzten fünf vor allem, so ein Bild. von mir zu erfüllen, was ich selbst geschaffen habe, von der Unternehmerin Sarah. Aber ich bin Unternehmerin, also ich habe zwei Firmen gegründet und bin dort auch Geschäftsführerin. Aber ich sehe mich gar nicht so. Also ich sehe mich als jemand, der Impact schafft. Ich sehe mich als ein Creator fast schon mehr als ein Unternehmer, auch wenn ich Unternehmen habe und aufbaue. Aber ich bin nicht so der Bilder. Und das ist ja oft so in unserer Bubble, jetzt hier auch in Berlin oder so, geht es ja sehr viel ums Aufbau. Oder wenn ich meinen Freunden frage, warum willst du denn jetzt noch deine Agentur auf zehn Millionen skalieren ja, weil ich will was aufbauen. Und ich bin einmal, also das, ich habe diesen Drang gar nicht im Sinne von in Bezug auf Umsatz oder Mitarbeiter, weißt du, was ich meine. Und ich glaube, ich mache mich zum Beispiel gerade freier von dem Gedanken oder immer noch, den ich habe, dieses Bild erfüllen zu müssen Von der Unternehmerin. Und deswegen habe ich jetzt auch zum Beispiel zu dir gesagt, im Vorhinein oder im Podcast können wir auch darüber sprechen, warum will ich nicht skalieren. Oder ich will das, also das ist gar nicht mein Ziel. Und ich glaube, ich habe ganz lange gedacht, ich muss das auch machen, weil das ist der nächste logische Schritt.
1:03:00 Feliks Eyser: Warum hast du das gedacht? Wo kam das her?
1:03:03 Sarah Emmerich: Ich glaube, ganz viel Impact von unserer ganzen Bubble, sage ich jetzt mal, um das so zusammenzufassen. Und ich bin ja, seitdem ich 18 Minuten selbstständig und da bist du ja mit Anfang 20 bist du deutlich mehr beeinflussbar. Also auch der Grund, warum habe ich irgendwie Angel Investments gemacht? Ich habe ja ein paar Angel Investments gemacht mit Anfang 20, Anfang Mitte 20 Also ich hatte so viel, das ist eine coole Erfahrung gewesen und toi toi toi, dass vielleicht aus dem einen noch was wird, also richtig was wird. Oder es sich auch finanziell gelohnt hat. Es ist schon was draus geworden. Aber es ist, warum habe ich das gemacht? Weil ich einem gewissen Bild, glaube ich, auch entsprechen wollte. Und
1:03:50 Feliks Eyser: hast du das Bild selber gebaut oder hat dein Umfeld das geprägt? Wie ist dieses Bild entstanden?
1:03:56 Sarah Emmerich: Also, ich glaube mittlerweile, ich meine, Dad ist ja gestorben, als ich 19 war. Und da war ich ja schon selbstständig, aber da war ich noch total, also da war ich halt, ich habe 18 mein Gewerbe angemeldet, dachte ich will irgendwas mit Social Media machen. Und da habe ich ja noch gar nicht so groß gedacht. And then, als mein Dad geschoben ist, das war dann der Zeitpunkt, eigentlich seit meinem 18. Geburtstag, aber spätestens stand ich wirklich komplett Allein, also was heißt alleine da, aber auf eigenen Beinen? Also ich habe seitdem ich 18 bin in mein Leben selbst finanziert und so weiter und so fort, ich habe ja auch nicht studiert oder sowas. Aber als mein Let dann gestorben ist, hatte ich, glaube ich, dadurch, dass ich diese Vaterrolle verloren habe, also die Person, die eigentlich immer für mich da war und auch natürlich eine gewisse Sicherheit in mein Leben gebracht hat. Ich glaube, das hat mich sehr beeinflusst, zu denken, ich muss diese Person sein. Also unabhängig Diese männliche Rolle natürlich auch erfüllen und mich selbst versorgen, was ja auch Sinn macht. Das hat mich ja auch hierher gebracht. Und ich will auch gar nicht diesen Anteil von mir jetzt irgendwie komplett ablegen. Aber ich denke, dass das auf jeden Fall einen sehr großen Impact hatte. Ja.
1:05:03 Feliks Eyser: Wie siehst du das heute mit einer Distanz? Wie denkst du da heute drüber nach, über die 18-, 19-jährige Sarah?
1:05:08 Sarah Emmerich: Ich glaube, ich hätte damals mir mehr Zeit lassen können, Sachen auszuprobieren. Ich hatte nicht diese Zeit, dass ich irgendwie ein Jahr lang nach der Schule irgendwo hingereist bin oder dass ich studiert habe. Also so dieses sorglose Leben, sage ich mal. was man dann auch vielleicht im Studium oder so mehr hat, wenn man irgendwie noch, wenn man das Glück hat, noch von seinen Eltern unterstützt zu werden oder wenn man einfach nicht viel Verantwortung hat, das halte ich halt irgendwie nie. Also ich habe irgendwie mein Leben sehr früh sehr ernst genommen. Und das würde ich heute anders machen. Also klar, es hat mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Ich bereue es nicht. Aber das würde ich, glaube ich, halt so meinem jüngeren Ich. raten, das Leben nicht so früh so ernst zu ernst zu nehmen. Ich bin früh Muttergeboren mit 24. Das sind alles schöne Sachen, aber das kommt daher, dass ich das Leben sehr früh sehr Ernst genommen habe und sehr viel Verantwortung getragen habe. Und jetzt heute, zehn Jahre später, denke ich mir halt, warum? So, du hattest doch Zeit, weißt du? Ja.
01:06:05 Fast zehn Mitarbeiter: Warum sie verkleinert hat
1:06:05 Feliks Eyser: Was hat diese viele Verantwortung mit dir gemacht?
1:06:08 Sarah Emmerich: Also wie gesagt, ich glaube, deswegen habe ich halt ein Bild aufgebaut, was ich jetzt vielleicht gar nicht mehr so erfüllen will. wo ich mir so denke, hey, ich muss nicht die Person sein, die irgendwie ein Unternehmen groß, die eine Agentur aufbaut, so mit vielen Mitarbeitern und viel Verantwortung und so. Ich hatte auch damals, bevor ich meine Tochter bekommen habe, hatte ich Fras 10 Mitarbeiter, das war eine ganz andere Phase. Das habe ich dann alles runtergeschraubt. Was hat das mit mir gemacht? Ich glaube, dass das ganz viele positive Seiten hat. Ich kann eben auch gut Verantwortung übernehmen für beispielsweise ein Event. Ich habe da nicht so die Ängste oder das Risiko oder so, das ich sehe.
1:06:44 Feliks Eyser: Du scheust dich nicht davor, jetzt weitere Verantwortung zu übernehmen. Weil du auch schon so viel übernommen hast.
1:06:50 Sarah Emmerich: Ja, aber es gibt schon einen Anteil auch in mir, der dann auch teilweise eben, wie gesagt, denkt, okay, warum. Weil jetzt ist es halt schwierig, du gehst ja aus der Verantwortung nicht mehr raus, du willst ja auch gar nicht raus. Ich will, also ich liebe es, Mutter zu sein, beispielsweise ich liebe es, zwar Unternehmen zu haben, ich liebe es, Mitarbeiter zu haben und mit denen quasi Sachen aufzubauen, aber ich liebe es, einen Partner zu haben, wo man ja auch irgendwie eine Verantwortung hat. Aber Es ja, wie gesagt, es sind, glaube ich, halt sowas, das kannst du halt nicht so gut zurückholen, diese Zeit Anfang 20 jetzt, wo du vielleicht dann nicht so viel Verantwortung trägst. Oder dir das Leben selber so So einen hohen Anspruch hast. Andererseits denke ich bei deinem Mal, ich sag das jetzt so, aber ich meine, du kennst, ja, du kennst ja selber Founder irgendwie, die mit 24 eine Milliarde Umsatz machen. Hast du ja später noch im Podcast und bei denen ist es ja noch viel krasser.
1:07:42 Feliks Eyser: Ich hätte aber keine Kinder.
1:07:44 Sarah Emmerich: Ja, das stimmt. Das denke ich mir dann auch oft.
1:07:49 Feliks Eyser: Wie ist heute dein innerer Dialog, wenn alle Feuer gleichzeitig brennen, wenn die Kita zu ist, wenn der Summit ansteht, wenn ein Kunde irgendwas will? Gibt es die Momente?
1:07:58 Sarah Emmerich: Auf jeden Fall. Ich lerne jetzt gerade auch besser damit umzugehen. Mittlerweile, also. Ich versuche einfach dann, mich auf das zu fokussieren, was ich beeinflussen kann. Klingt halt super simpel, aber das ist dann halt einfach das Beste draus zu machen und halt Transparenz. Also was, ich bin halt jemand auch mit meinen Kunden oder so, Ich sehe das so, meine Kunden sind ja auch teilweise wirklich große Unternehmen, aber das sind jetzt keine Small Businesses. Aber trotzdem sind das ja Menschen, mit denen ich kommuniziere und die haben auch oftmals Verständnis. Nicht immer Aber ich habe ganz tolle Kunden und ich arbeite super gerne mit ihnen und die haben auch ganz oft für ganz viele Sachen dann auch Verständnis, wenn sowas passiert.
1:08:41 Feliks Eyser: Dann sagst du ihnen transparent, ey, bei mir ist gerade irgendwie Bei mir brennt gerade alles.
1:08:45 Sarah Emmerich: Ja, ich, also mein Laptop ist jetzt am Dienstag kaputt gegangen.
1:08:48 Feliks Eyser: Du hast vorhin erzählt, du arbeitest am Handy.
1:08:50 Sarah Emmerich: Jarbeite ich die ganze Zeit am Handy, weil ich musste ihn wirklich ab. geben und ich habe jetzt meinen alten noch nicht quasi wieder eingerichtet, dass ich den benutzen kann und jetzt arbeite ich keine Zeit am Handy und dann sage ich denen das. Also meine Mitarbeiterin ist gerade krank. Das heißt, ja, muss ich, muss, ist halt so. Und ich kann auch viele Sachen am Handy machen, aber Ja. Also bevor es natürlich brennt, versuche ich immer eine Lösung zu finden, etwas outzusourcen oder so. Aber grundsätzlich sind wir alle Menschen und dafür hat man dann hoffentlich auch ein gutes Verhältnis.
1:09:19 Feliks Eyser: Was erklärst du deiner Tochter, wenn das Business gerade brennt? Ich frage mich oft, das ist ja in der Founder-Rolle mit Family quasi das Potenzial Immer da einer der Seiten nicht gerecht zu werden.
1:09:31 Sarah Emmerich: Absolut. Ich habe jetzt gerade da für mich dieses Jahr sehr viele Gedanken darüber gemacht. Und wenn ich jetzt zum Beispiel die Zeit zurückdrehen könnte, meine Tochter wird jetzt dieses Jahr vier. Und Ich habe am Anfang gedacht, ich muss alles unter einen Hut kriegen. Dann habe ich ja gesagt, nee, ich schraube jetzt mein Team runter, ich schraube den Druck runter, ich schraube die Agentur quasi runter, habe das dann priorisiert, habe aber trotzdem die ganze Zeit wieder dieses Bild von mir Was ich eben gesagt habe von Sarah, die Unternehmerin, das muss aufrechterhalten werden, also muss ich ja die ganze Zeit Sachen machen. Und das würde ich jetzt anders machen. Also wenn wir jetzt nochmal Kinder kriegen, dann werde ich das auf jeden Fall sehr stark priorisieren. Und dann müssen die Businesses wirklich sehr nebenbei laufen oder ich muss das abgeben. Ja, also ich will, ich habe Lust, etwas zu machen, weil es Impact hat, aber ich sehe das jetzt ganz anders. Ich habe jetzt für mich dieses Jahr entschieden, you can have it all, but not at the same time. Das ist gerade so mein Lebensmotto. im Leben vielen anderen. Und das heißt, ich priorisiere sehr krass nach Phasen. Also nicht mehr generell in meinem Leben sage ich, es muss immer meine Tochter an erster Stelle stehen. Klar steht sie an erster Stelle. Aber in dem Monat vor dem Business Creator Summit, da steht dann halt trotzdem, was meine Zeit betrifft, solange sie mich jetzt nicht unbedingt braucht, weil sie krank ist oder keine Ahnung. steht das halt an erster Stelle, was meine Zeit betrifft, dass ich halt diese Erwartungen erfülle, die ich auch aufgebaut habe mit dem Business Creator Summit und der Verantwortung nachkomme. Das heißt nicht, dass ich sie dann monatelang bei ihrem Papa abgebe, aber das bedeutet, dass dann halt ich mehr Unterstützung habe. von meiner Babysitterin, von meinem Partner jetzt. Und dann nach dem Event geht das halt radikal runter Als Priorität und dann hat sie halt krass Priorität. Ja, ich habe sie dann jetzt zweieinhalb Wochen, wir gehen zehn Tage in Urlaub, ich werde gar nicht arbeiten. Das hat dann halt Priorität, also sehr krass priorisieren nach Phasen und Jetzt langsam ist sie an einem Alter, wo man auch mit ihr darüber reden kann.
1:11:24 Feliks Eyser: Ist vier so ein Alter, mein Sohn ist dreieinhalb. Lass mal abhängen mit denen. Ja,
1:11:28 Sarah Emmerich: die sind gleich alt. Sie hat im Dezember Geburtstag.
1:11:30 Feliks Eyser: Okay, wir sind im Mai. Er ist ein halbes Jahr jünger. Ja. Die verstehen sich bestimmt trotzdem.
1:11:35 Sarah Emmerich: Ja, ja, nee, meine Tochter liebt Jüngere. Also auch Babys, die sie jetzt unbedingt jetzt haben. Also es liebt sie beides. Liebt sie beides. Liebt es dann auch, die zu entertainen.
1:11:45 Feliks Eyser: Ja geil. Und kriegst du das, wenn du mit denen bist, kriegst du das hin, nicht über Bisses nachzudenken? Mir fällt es schlimmer.
1:11:50 Sarah Emmerich: Nee, also ich finde, das Schlimmste ist bei mir so dieser Switch, wenn ich jetzt so einen normalen Arbeitstag habe. Ich bin im Homeoffice. Wir haben eine große Wohnung, ich habe da ein Büro. Und Babysitterin kommt um 9, geht um 15 Uhr. Dann direkt diesen Switch. Das finde ich das Schwierigste. Du hast nicht mehr mehr diesen Weg. zur Kita oder so, sondern Babysitterin geht und du musst direkt bist in diesen weißt du bist direkt mit ihr und musst Das alles quasi vergessen.
1:12:15 Feliks Eyser: Und da hast du aber den Zoom-Call gerade zugemacht und bist eigentlich noch bei.
1:12:18 Sarah Emmerich: Und das ist halt bei mir echt immer so, weil in den Wochen, wo ich sie habe, dann ist es wirklich so 9 bis 15 Uhr fast durch gerne gecallt. Und dann machst du zu und bist so shit, ich müsste jetzt noch zwei Stunden was abarbeiten. Das finde ich am toughesten, aber ja, ich gehe dann meistens direkt raus, zum Beispiel mit ihr, dass man dann total. Okay, du wechsst die Location. Das finde ich sehr hilfreich oder dass du direkt was machst, worauf du auch Bock hast, irgendwie, keine Ahnung, Kaffee holen, Spielplatz, Tapeten wechseln. Aber es ist super schwierig.
1:12:45 Feliks Eyser: Ja, fällt mir auch schwer. Ich mache ja Aufi von zu Hause und du kriegst ja alles Tandit. Der kommt doch immer rein und mitmachen. Neulich hat deinen Podcast mitgemacht. Dann mit Katy Ernst recordet, kam er da mehr rein. Dann hat er sich da hingesetzt und mit ihr geredet. Haben wir auch dringelassen im Podcast, ja, ja. Und es ist mega cute. Aber ist natürlich, dieser Switch ist dadurch halt viel schwieriger.
1:13:06 Sarah Emmerich: Es ist, ja, aber ich denke dann auch immer , eigentlich will ich es nicht anders haben. Also es ist schon gut so, wie es ist.
1:13:12 Feliks Eyser: Und wer bist du jetzt ohne deine Selbstständigkeit? Das hast du dich selber gefragt. Du hast es ausgedacht. Ich habe den LinkedIn-Post dabei. Ich drucke einen LinkedIn-Post aus.
1:13:21 Sarah Emmerich: Das ist dein Ding.
1:13:22 Feliks Eyser: Das ist mein Ding, LinkedIn Post auszudrucken.
1:13:24 Sarah Emmerich: Find ich mega. Wie gesagt, ich glaube, bei mir war das jetzt auch gerade dieses Jahr, dadurch, dass es zehn Jahre sind. Ich bin jetzt 26, nee, sorry, 28.
1:13:40 Feliks Eyser: Ich weiß auch immer nicht, wie alt ich bin. Ich glaube, ich bin so 38 etwa, aber ich muss immer nachrechnen. Okay, wie alt bist du?
1:13:46 Sarah Emmerich: 28.
1:13:47 Feliks Eyser: Okay, und bis seit zehn Jahren.
1:13:48 Sarah Emmerich: Ja, seitdem ich 18 bin. Ja, und deswegen hat ich das dann hat mich das, glaube ich, dieses Jahr auch sehr umtrieben. Wo bin ich eigentlich in zehn Jahren hingekommen? Womit bin ich zufrieden? Womit vielleicht nicht so? Was will ich ändern? Und dann eben auch, wer bin ich eigentlich, wenn ich nicht arbeite? Weil meine Identität ist natürlich schon sehr Ich meine, du weißt, wie das ist, kleine Kinder zu haben. Die ersten Jahre nimmt dich das halt komplett ein. Ich weiß nicht, ob das als Papa und als Mama gleich ist. Ich glaube, das nimmt dich sehr ein und dann halt die Selbstständigkeit und jetzt noch eine Company gegründet, dann ist das halt deine Identität.
1:14:27 Feliks Eyser: Und Verstärken kommt dazu, dass du die Geschichte öffentlicher auch immer erzählst, ein Stück weit.
1:14:31 Sarah Emmerich: Genau, das habe ich nämlich auch dieses Jahr dann das erste Mal so richtig reflektiert, wie normal das für mich ist. Was ja für andere gar nicht so normal ist.
1:14:37 Feliks Eyser: Das ist interessant, es gibt diesen Begriff Audience Capture. Dass du irgendwas machst für eine Audience und dann aber irgendwann quasi frei sein, kannst du machen, was du willst. Und die besten Künstler der Welt machen ihre Kunst nicht für eine Audience, sondern für sich selber primär. Irgendwann berühmt und dann hat die Audience eine Erwartung und dann musst du der Erwartung entsprechen. Also das zweite Album. Das zweite Album bei vielen Bands ist Kacke, weil sie da nicht mehr so frei sind wie beim ersten. Also, du bist quasi ein Stück weit eingenommen. Von der Audience, du hast dieses Bild kreiert und überlegst, okay, wie zahlt das jetzt eigentlich alles drauf ein, was ich mache den ganzen Tag?
1:15:08 Sarah Emmerich: Genau, und weil wir auch, also ich sage das ja auch mal selber, deine Positionierung und das ist ja mega wichtig, dass du das eben Dass du dich da festlegst, dass du dich committest und dass du dem dann auch treu bleibst. Und für eine Personal Brand ist das mega wichtig, aber für den Mensch ist das super schwierig, weil du dich ja weiterentwickelst.
1:15:25 Feliks Eyser: Okay. Wie kannst du dich freimachen? Von deiner Personal Brand. Unabhängigkeit ist dir wichtig. Wie kannst du dich unabhängig machen von deiner Brand?
1:15:32 Sarah Emmerich: Genau, und ich, ja, zum Beispiel für mich bedeutet das jetzt auch ganz viel Arbeit, die ich jetzt nach innen gemacht habe, die letzten Jahre oder auch immer noch mache, also Inner Growth. Spiritualität auch. Da zum Beispiel, ich zeig das nicht, aber ich will das mehr zeigen. Also ich will das auch mehr dokumentieren. Ich habe da auch gar kein Problem damit. Irgendwie hat es halt bisher nicht in meine Personal Brand gepasst. Und jetzt will ich halt eben diese Entscheidung auch treffen, zu sagen, hey, ich muss nicht nur in eine Schublade passen oder in zwei. Ja.
1:16:03 Feliks Eyser: Was hast du auf der inneren Reise in letzter Zeit gemacht? Kommunik am Anfang.
1:16:07 Sarah Emmerich: Ja, können wir gerne machen. Also was ich sehr viel mache, ich habe eine Coach seit zwei Jahren. Die macht Emotional Release und sehr ganzheitlich. Das kann man sich so ein bisschen vorstellen wie Therapie in körperlich. Therapie ist ja, mittlerweile kommt es mehr Mainstream an, aber Therapie ist oft sehr Ja, du versuchst halt so die Vergangenheit aufzuarbeiten.
1:16:28 Feliks Eyser: Der Kopf lass sich oft.
1:16:29 Sarah Emmerich: Genau. Und das, also viele Sachen sind ja in unserem Körper drin, in unserem Nervensystem. Und das sind Sachen, die habe ich erst die letzten zwei Jahre verstanden. Warum bin ich so, wie ich bin? Warum reagiert mein Nervensystem auf gewisse Sachen? Das ist super spannend. Und da habe ich auch ein Rieseninteresse dafür und bin da, habe da auch super viel Arbeit in dem Bereich gemacht. Also, ich habe vorhin ja auch schon erzählt, ich habe auch eine Aufstellung dieses Jahr zum Beispiel das erste Mal gemacht, wenn ich weiß, was das ist. Ich kannte das tatsächlich schon seit zehn Jahren, habe es aber nie gemacht, habe es das erste Mal dieses Jahr gemacht. Du bist in einem Raum. Kennst du das?
1:17:02 Feliks Eyser: Ich kenne es vom Konzept, ich habe es selber nie erlebt.
1:17:04 Sarah Emmerich: Also ich kann das wirklich nur jedem empfehlen. Macht das, egal ob ihr jetzt gerade irgendein Thema habt oder nicht. Das ist die krasseste Erfahrung, die ich gemacht habe, therapeutisch. Und bei mir, ich war schon als Teenager das erste Mal in Therapie, weil meine Eltern haben sich auch getrennt und so. Und deswegen haben die damals gedacht, dass das Gute ist. Das heißt, ich kenne das schon lange und das ist wirklich mit Abstand das krasseste, was ich gemacht habe, ist eine Aufstellung. Du bist mit. Vollkommenen Strangers gehst du in einen Raum und du hast eine Person, die das leitet. Und das klingt total crazy. Aber es geht, funktioniert irgendwie. Du hast dann eine Person aus der Gruppe, zum Beispiel ist eine Gruppe aus acht Personen. Dann kommt eine Person in den Raum Und dann sagt sie halt, sie hat ein Thema beispielsweise die Beziehung zu ihrem Partner oder zu ihrer Mutter und irgendwie belastet sie da was. Oder es kann auch sowas sein wie meine Beziehung zu Geld. Ich gebe zu viel Geld aus, ich weiß nicht, woher das kommt, woher kommt dieser Glaubenssatz, ich will das verstehen. Oder dann geht es, also du kannst sagen, ich will das verstehen oder ich will da reingehen oder ich will das auflösen. Du kannst alles Mögliche machen. Und dann, was passiert ist, die Person, die das leitet. . Die macht eine Aufstellung und stellt dann ein paar Fragen und sagt dann zum Beispiel: Okay, platziere dich jetzt hier mal im Raum. Hier haben wir jetzt eine Person, wir brauchen eine Person, die das Geld ist, wähl mal eine Person aus. Dann wählst du eine Person aus, dann ist sie das Geld. Dann sagt er, okay, du bist jetzt das Geld, platzier dich mal neben dem Hauptcharakter, sage ich jetzt mal, platzier dich mal neben ihm. Dann stellt sich das Geld vielleicht direkt vor ihm oder ganz weit weg von ihm oder neben ihnen oder hinter ihnen. Und dann entsteht daraus teilweise eine mehrstündige Aufarbeitung oder Man kann es nicht erklären. Man muss das googeln. Wo eben versucht wird zu verstehen, was ist die Beziehung zum Geld und warum ist die so, woher kommt das? Und da können dann auch noch mehr Personen reinkommen.
1:19:04 Sarah Emmerich: Ja, die vielleicht andere Sachen verkörpern. Dein Vater, deine Mutter ist immer schlecht mit Geld umgegangen, vielleicht kommt sie dann noch in die Aufstellung rein. Und der Witz ist quasi, dass Menschen andere Sachen oder Menschen in deinem Leben quasi verkörpern und du dadurch durch diese Räumlichkeit auch verstehst, was du da vielleicht für unterbewusste Programme und Beziehungen und Glaubenssätze hast. Und das ist crazy. Also es klingt total Banane, wenn man es jetzt so hört, glaube ich. Aber das, also ich fand es krass, nicht nur meine eigene Aufstellung, sondern alle fünf Aufstellungen, die ich sonst erlebt habe, weil wir waren zu sechs, waren crazy. Also es war mega schön, das mitzuerleben.
1:19:46 Feliks Eyser: Wenn du auch Teil bist von den anderen. Du bist dann quasi die Schachfigur von den anderen Main Characters.
1:19:51 Sarah Emmerich: Und das Krasse ist, wir hatten zum Beispiel auch eine Person dabei, der meinte auch, er ist wirklich nur gekommen, weil er das mal miterleben will. Und er hat auch gar kein Thema mitgebracht. Aber das war dann total krass. Es ging dann um seinen Vater und die Beziehung zu ihm und dass er sich nicht lösen kann. Also da kamen krasse Sachen hoch.
1:20:08 Feliks Eyser: Was hast du in dem Prozess über dich gelernt?
1:20:10 Sarah Emmerich: Die Beziehung zu meiner Mutter. Es ging um die Beziehung zu meiner Mutter. Ich habe keinen Kontakt zu meiner Mutter. Und ich habe immer sie sehr verurteilt früher, weil meine Mutter hat einen nicht nur zu mir keine gute Beziehung, sondern auch zu meiner Schwester, sich von meinem Vater getrennt und irgendwie hat sie ein Thema, dass sie aus meiner Sicht die Beziehung in ihrem Leben kaputt macht. Und ich habe immer mich in einer Opferrolle gesehen oder ich habe immer so, warum Warum ist das so? Und ich will doch einfach nur eine Familie und keine Ahnung. Und ich habe da das erste Mal dann richtig so. Ich habe sie richtig gesehen. Also es war dann auch eine Person, meine Mutter, die auch bei der Aufstellung dabei war. Und ich habe sie das erste Mal gesehen, wie jung sie war, als sie mich. bekommen hat, war sie auch erst 30, ich bin jetzt bei 30. Ich habe so mich das erste Mal richtig in sie reinversetzt wie und auch Sachen erfahren oder zumindest also Hab gesehen, was sie auch durchgemacht hat. Oder es kamen dann halt auch noch andere Familienmitglieder dazu und ja, also die Beziehung zu meiner Mutter einfach besser verstanden. Und bessere, also eine andere Einstellung seitdem zu ihr und zu meiner Kindheit und zu meiner Herkunft. Also, das ist schon krass. Ich habe jetzt nicht bisher Ich habe jetzt bisher noch nicht wieder Kontakt zu ihr aufgenommen, aber es hat meine ganze Einstellung geändert zu meiner Kindheit und zu ihr. Und das ist schon krass. Und wenn man da so Themen hat, vor allem wo man vielleicht auch schon lange was mit sich rumträgt Kann das schon sehr helfen.
1:21:47 Feliks Eyser: Glaubst du, deine Mama ist stolz auf dich, wenn sie sieht, was du den ganzen Tag machst und was du hier abweist mit Family und Business und allem?
1:21:53 Sarah Emmerich: Ja, also das ist jetzt so ein Thema für sich. Ich weiß nicht, wie es heute ist, kann ich dir nicht sagen. Aber mein Vater hat mich immer sehr supported. Ich glaube, der wäre selber gerne selbstständig gewesen. oder hätte sich gerne irgendwann selbstständig gemacht, konnte es nicht mehr machen. Der hatte einen Herzinfarkt beim Skifahren, also ganz plötzlich einfach gestorben mit 52. Es war auch nicht absehbar oder so. Und ich glaube, das ist auch so ein Grund, warum ich halt auch mein Leben sehr so zu meinen Konditionen lebe, weil es kann halt immer vorbei sein. Und meine Mutter, ich glaube, hat einfach sehr krasse Themen Und sie hat das einfach immer eher, sage ich mal, nicht so ernst genommen oder nicht supported. Und ich weiß nicht, wie es jetzt heute wäre. Vielleicht gibt es einen Anteil in ihr, der stolz ist, aber sie kann das nicht zulassen. Aber sie hat eher immer, sag ich mal, das schlecht geredet. Das war auch ein Grund, warum ich halt irgendwann den Kontakt abgebrochen habe.
1:22:50 Feliks Eyser: Fühlst du dich heute freier oder weniger frei als vor zehn Jahren?
1:22:54 Sarah Emmerich: Ich fühle mich, also ich glaube, es gibt ein, das kann man nicht mehr zurückbekommen, ich weiß nicht, wie es für dich jetzt ist. Du bist ja jetzt Hast du ja gesagt, jetzt 38 bis jetzt 39, wie so dein Rückblick ist von vor 20 Jahren. Aber ich glaube, es gibt schon so einen gewissen Anteil an jung sein in dem Sinne, wenn du Teenager bist oder 19 bist, den kannst du nicht, also den, den hast du halt nicht mehr. So dieses naivere, unbeschwertere. Aber ich würde sagen, was so meine Themen angeht, bin ich jetzt viel freier. Also ich verstehe ganz viele Sachen viel besser über mich und kann anders mit denen umgehen. Ja, also in meinem Kopf würde ich sagen, freier.
1:23:37 Feliks Eyser: Bei mir hat sich das auch gedreht. Ich würde sagen, früher war meine Definition von Freiheit einfach ein komplett leerer Kalender. Ich kann machen, was ich will. Also Freiheit um. Morgen. Nach Austin, Texas fliegen, wenn ich Lust drauf habe, so in etwa. Aber jetzt seit ein paar Jahren habe ich so einen riesigen Kalender, den ich mir ausdrucke und an die Wand klebe und so voll klebe mit so Post-its. und im Dezember das ganze nächste Jahr im Vorausplan und mir überlege, guck mal, was mich da und dann. Und das macht mich jetzt frei. Total verrückt, oder dass ich mir denke, okay, das, was ich damals überhaupt nicht wollte, jetzt zu wissen Der nächste Podcast-Drehtag ist am 7. September oder was auch immer. Oder 10. Dezember. Also quasi ein halbes Jahr im Voraus zu wissen, wo ich da sein werde. Das gibt mir gerade eine viel mehr Entspannung jetzt in diesem Family-Setup. Als zu überlegen, wann kann ich jetzt den nächsten Trip nach Bali machen.
1:24:25 Sarah Emmerich: Ich denke, das liegt auch vielleicht am Family Setup. Ich weiß nicht, ob du das auch denkst, aber wenn du ein Kind hast, dann ist es irgendwie auch einfach was anderes. Ich glaube, dass. Also das ist jetzt generell so eine Theorie von mir, dass ich denke, dass sehr viele, die halt ein sehr, sehr freies Leben führen, also kein Zuhause haben, immer am Reisen. Digital Nomad , jeden Tag alle Auswahlmöglichkeiten haben. Du weißt noch nicht, wo du jeden Monat bist. Das sieht auf dem Papier frei aus.
1:24:54 Feliks Eyser: Klingt mega stressig.
1:24:56 Sarah Emmerich: Es ist mein Horror. Nein, aber ich glaube, dass da ganz oft auch eine Unfreiheit im Kopf ist. Also Angst, sich festzulegen, Angst, sich zu committen, Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. Wo du vielleicht leben willst, mit wem du leben willst, auf wem du dich festlegen willst. Und ich glaube deswegen, dass ganz viele Leute, die das machen, nicht alle, aber auch gar nicht so frei sind, unbedingt im Kopf.
1:25:19 Feliks Eyser: Ja, dieses fehlende Commitment ist ja auch Eine Illusion von Freiheit. Also, ich meine, klar, wenn du dich für eine Sache committest, dann fallen ein paar Optionen weg und auf der anderen Seite kannst du ja eine Sache nicht gut erleben, wenn du dich nicht festlegst.
1:25:32 Sarah Emmerich: Genau, und so sehe ich es zum Beispiel auch In einer Beziehung oder so und auch mit einem Wohnort. Du bist dann halt nie richtig drin. Aber ich denke, Freiheit ist halt generell auch, das muss jeder für sich selber definieren. Ich glaube, Freiheit ist. Zu 100 Prozent im Kopf. Es gibt ja Leute, die sind total frei und total happy mit Situationen, in denen wir jetzt gar nicht happy wären. Und umgekehrt. Ich kenne so viele, deswegen habe ich halt auch für mich immer gemerkt, so immer weniger ich will was Großes aufbauen, weil ich zum Beispiel für mich war der größte Was heißt Horror? Das klingt total gemein, weil es macht auch total Spaß, mit Menschen zu arbeiten, aber jetzt 100 Mitarbeiter zu haben. diese Verantwortung zu tragen, dass die happy sind, dass sie jeden Monat ihr Gehalt bekommen, dass ich die weiterentwickle, dass die einen guten Arbeitsplatz haben. Ja, das ist auch eine sehr, sehr große Einschränkung und ich glaube, man muss da richtig Bock drauf haben und da Bock auf diesen Impact haben, damit man da mit glücklich ist. auch wirklich, wirklich glücklich ist. Und ich kenne so viele, die damit nicht glücklich sind und die dann da nicht mehr rauskommen. Weil du machst ja dann nicht einfach so, wenn dein Business läuft. Zum Beispiel machst du ja nicht einfach zu, nur weil du keinen Bock mehr auf Mitarbeiter hast.
1:26:46 Feliks Eyser: Ja, das ist nicht Audience Capture, das ist dann so Company Capture. Du hast ja gesagt, ich baue das, um unabhängig zu sein. Jetzt habe ich am Montag erstmal acht Stunden One-on-Ones. Und haben 100 Leute, aber dann halt auch 100 Probleme jeden Tag.
1:27:00 Sarah Emmerich: Ja, und da kenne ich viele, die da eigentlich keinen Bock mehr drauf haben und dann kannst du halt verkaufen. Oder du kannst halt versuchen, jemanden an deine Stelle zu setzen und so, klar, hast du da auch Möglichkeiten, aber es ist nicht einfach.
1:27:14 Feliks Eyser: Wir kamen von Leverage und Hebel. Ich glaube, es gibt dieses Modell so ganz groß, du bist eine riesen Organisation, die wird dann immer unabhängiger. Wenn du tausend Leute hast, bist du selber. nur ein Tausendstel als Chef oder ganz klein, wenn du eine Person bist, dann hast du keine Verantwortung, aber kannst quasi alles selber auch schnell entscheiden. Und es geviele, die so stuck in the middle sind.
1:27:33 Sarah Emmerich: Ja, und ich glaube ganz, also ganz viel, wenn man was gründet, dann ist man ja auch oft am Anfang und er trägt Man ja auch ganz viele unbewusste Entscheidungen. Alleine zum Beispiel ein Co-Founder ist für mich, habe ich ja schon vorhin gesagt, wie heiraten. Und ich bin froh, dass ich meine Company bis heute, ich habe ja eine meiner MRC, gehört 100 Prozent mir. Ich kann damit machen, was ich will, wenn ich ein Coaching machen will für 10. 000 Euro. Muss ich niemanden fragen. Wenn ich einen Co-Founder habe, muss ich den fragen, ob ich das investieren kann und was ist sein Ausgleich. Weißt du, wie ich meine? Also da bist du ja dann auch schon sehr eingeschränkt und ganz viele Entscheidungen. Treffen wir ja gar nicht so bewusst. Du denkst am Anfang, ich will einen Co-Founder haben, weil es ist ja mega cool, aber du fragst dich gar nicht, was bedeutet das vielleicht später für mein Business. Und ich glaube, dass wir einfach ganz viele Entscheidungen unter bewusst oder unbewusst treffen und dann später merken, shit, ähm. . . Das ist gar nicht, was ich wollte oder das schränkt mich voll in meiner Freiheit ein. Und deswegen glaube ich, es ist wichtig, sich mal aufzuschreiben, was ist, also was will ich eigentlich und was bedeutet das? Und zum Beispiel bei mir Freiheit bedeutet halt nicht, jeden Tag nach Bali fliegen zu können. sondern halt, wenn ich nicht arbeiten kann oder nicht arbeiten will, nicht unbedingt arbeiten zu müssen, zumindest für einen Tag oder für eine Woche. Und zum Beispiel mit meiner Tochter Zeit zu verbringen. Und das Habe ich so. Also da muss ich jetzt nicht unbedingt mehr Geld verdienen oder so. Und das heißt, ich habe das eigentlich schon erreicht. Und ich glaube, dieses Simplifizieren von Sachen würde auch viele glücklicher machen.
1:29:00 Feliks Eyser: Wenn deine Tochter, wenn die jetzt vier wird, dich in 14 Jahren fragt, dass sie 18, sagt, ich würde keine Unternehmerin werden. Ich würde es gerne so machen wie du, Mama Bist du stolz oder machst du dir Sorgen?
1:29:10 Sarah Emmerich: Stolz. Ich glaube, es gibt ganz viele Möglichkeiten, heutzutage UnternehmerInnen zu werden. Und ich glaube, da Ja, ich würde, also wo ich mir ehrlich gesagt Song machen würde, aber ich glaube, jeder muss seinen eigenen Weg gehen , ist halt, wenn sie jetzt zum Beispiel einen krassen wie C-Case aufbauen wollen würde. Weil ich finde diesen Investorendruck und so teilweise richtig krass. Also ja. Ich glaube, da bist du ja mehr drin als ich. Aber da würde ich mir schon Sorgen machen, da habe ich schon viele Storys mitbekommen, wo dann der Druck too much war.
1:29:45 Feliks Eyser: Ja, das stimmt. Und auch das ist aber wieder so eine Sache: auch so Freiheit von Meistens sehe ich, dass die Frauen sich den Druck selber machen. Also, ich habe es wirklich ganz, ganz selten erlebt, dass da wirklich der Investor irgendwie ein Arschloch ist und sagt, Chi, du musst du du, du, du, du. Klar, es gibt da so ein formelles Setting, da so zu drin, dann gibt Reportings und so weiter. Und wenn du für 10. 000 Euro Coaching machen willst, dann sollst du es wahrscheinlich abgesprochen haben und so weiter. Aber meine Beobachtung ist. Die Founder machen sich 95% des Drucks selbst.
1:30:14 Sarah Emmerich: Kann auch sein.
1:30:15 Feliks Eyser: Und dann kann man aber sagen, okay, gut, davon kann ich mich auch wieder distanzieren.
1:30:18 Sarah Emmerich: Ja.
1:30:19 Feliks Eyser: Und ich glaube, dass eine gesunde Distanz ist da gut. Also man hat trotzdem Verantwortung, du operierst ja mit fremdem Geld, man hat ja auch das Mandat daraus, irgendwie was zu machen. Und wenn man sich für den Weg entscheidet, sollte man auch wissen, was man da tut und dass es da gewisse Einschränkungen gibt. Und gleichzeitig darf man sich da selber aber, glaube ich, nicht komplett kaputt machen dadurch mental und denkt man, ist jetzt irgendwie angestellt bei irgendeinem Investor. Sehe ich auch ab und zu.
01:30:39 Warum Gründer zu spät an sich arbeiten
1:30:39 Sarah Emmerich: Ja, ich glaube, dass da viel zu viele, viel zu spät zum Beispiel wirklich Personal Development machen. Also wenn man gründet, dann ist das sehr die krasseste, abgesehen vielleicht von Elternwerden, würde ich sagen, die krasseste Journey, die du für dein Personal Development machen kannst, ist aus meiner Sicht Gründen. Und viele Fangen dann erst an, zum Beispiel Coaching zu machen, Therapie zu machen oder sich Support zu holen, wenn nach fünf Jahren, wenn irgendwie ein Problem ist mit einem Co-Founder oder wenn sie merken, irgendwie, ich habe jetzt alles. Aber ich bin nicht glücklich. Ganz oft auch in den letzten zwei Jahren mitbekommen bei Freunden oder so. Ihr habt jetzt alles irgendwie erreicht. Und irgendwie trotzdem ist da so ein Anteil, der ist nicht glücklich. Und woher kommt es? Was sind da für Themen? Was hat mich eigentlich angetrieben? Was hat mich vielleicht hierher gebracht, was mich jetzt aber nicht mehr weiterbringt und was ich vielleicht. nicht mehr machen will. Und ich glaube, da würde es vielen gut tun von Anfang an halt. Ich glaube, dass es in den USA auch schon viel besser ist. Also viel normaler ist, dass du von Anfang an Coach hast oder dass du von Anfang an jemanden Mentales hast. Ich finde, dass so krass, weil die krassesten Profisportler haben ja auch alle mentale Coaches. Und ich bin gerade total into Tennis. Und da das ist crazy, ne? Wie wichtig da das mentale Game ist und das sehe ich halt. Genauso im Unternehmertum.
1:31:59 Feliks Eyser: Hast du dieses Buch gelesen, The Inner Game of Tennis?
1:32:01 Sarah Emmerich: Nee, das will ich jetzt lesen.
1:32:02 Feliks Eyser: Das ist alles, also das ist ein Buch, ich meine, über Tennis, aber auch über das Leben und über Business. So, da ist alles drin. Du sagst klar, was ist der Unterschied zwischen jemandem, der gewinnt und verliert? Das ist halt einfach nur im Kopf. Physisch können die alle das Gleiche, aber behältst du die Nerven? Und wie kannst du dich darauf vorbereiten? Wie kannst du visualisieren davor? Wie kannst du dich auf die Atmung konzentrieren? Wie kannst du deinen Kopf auch ein Stück weit wieder rausnehmen aus der Situation? Geiles Buch, das wird dir gefallen.
1:32:24 Sarah Emmerich: Ich muss das lesen. Ich habe jetzt gerade sehr viel Tennis geschaut in letzter Zeit. Und ich finde, du siehst teilweise, wenn jemand den ersten Satz gewinnt und dann den zweiten total. Verliert, wo du so siehst, wie die Person irgendwie die Fassung die Fassung verloren hat. Du siehst so richtig, wie es mental ist Weil so schnell kann die körperliche Leistung ja gar nicht abnehmen und das ist total faszinierend.
1:32:45 Feliks Eyser: Mit dem Unternehmertum ist eins zu eins das Gleiche. Du bist ja den ganzen Tag mit irgendwelchen neuen Informationen konfrontiert und der größte Win folgt der größten Niederlage und das ist alles irgendwie Am Mittwochnachmittag und am nächsten Tag geht es wieder so. Also, und man denkt ja auch, ja, wenn es größer wird und ich da mehr Geld geredet habe, sondern wird es einfach, aber es wird ja alles nur schwerer über die Zeit. Die Ausschläge werden größer, ja, die Wins werden ein bisschen höher, aber auch die.
1:33:07 Sarah Emmerich: Ich glaube, das ist so der größte Trugschluss, dass man denkt, also dass man immer halt was hinterher rennt und immer denkt, es wird dann einfacher und das Was es wirklich einfacher macht, ist eigentlich die nur die Arbeit an dir selbst. Und das kann man halt jederzeit machen. Also kann man immer machen. So es wird nicht der Zeitpunkt kommen, wo man sagt, jetzt habe ich Zeit. Außer du hast wirklich ein Exit gemacht oder so, dann hast du meistens danach Zeit.
1:33:31 Feliks Eyser: Und dann kannst du deine Post-Exitdepression behandeln mit der Aufstellung und der Körpertherapie.
1:33:36 Sarah Emmerich: Ja, aber eine wichtige Sache nochmal, ich habe es vorhin nur angerissen: Emotional Release. Ich glaube, ganz viel Therapie ist zu mental und zu viel im Kopf. Wenn ihr jetzt überlegt, was zu machen nach diesem Gespräch, sucht euch jemanden, der auch körperlich arbeitet. Also beispielsweise Emotional Release, Breath Work, Hypnose oder so, aber es ist klar, also ich habe sehr viele Therapiestunden auch vorher gemacht, Coachingstunden, wo es, wo ich einfach geredet habe, wie wir jetzt reden, und das bringt was für Verständnis. Aber ganz viele Themen verstehst du nicht, wenn du nicht tiefer reingehst und auch körperlich arbeitest. Ja, das sehe ich so oft auch in meinem direkten Umfeld bei Freunden oder so.
1:34:19 Feliks Eyser: Und da hat ja jeder auch seinen eigenen Modus. Die einen meditieren, die anderen machen Eisbad, die nächsten rennen irgendwie Marathon, die dritten machen irgendwie Ayahuasca oder was. Also so, ich glaube, das ist auch wichtig, so für sich selber diesen Weg zu finden und rauszufinden, was resoniert mit mir, was bringt mich weiter.
1:34:32 Sarah Emmerich: Ist übrigens witzig, ich habe gerade ein Video dazu gesehen auf Instagram, ich glaube, von Dom Stroh war der auch beteiligt. Dom,
1:34:41 Feliks Eyser: mein High Rocks Buddy, klar.
1:34:42 Sarah Emmerich: Ja, und die haben ein Video gemacht, genau das, weil du jetzt gerade gesagt hast, Sport. Männer ist ein Coping-Mechanismus, ganz oft Sport. Es ist aber kein therapeutischer, also es ist nicht gut eigentlich, weil du dann immer. Du verarbeitest zwar Gefühle, aber du gehst nicht durch, gehst nicht rein. Und der hat dann so ein spannendes Video gemacht mit ein paar anderen, glaube ich, Athleten auch. Irgendwie habe ich nur so Halb noch im Kopf. Aber guckt ihr es mal an. Also Marathon gilt nicht.
1:35:08 Feliks Eyser: Okay, Marathon gilt nicht. Alle Typen, die auf dem Triaton-Bike sitzen, so, nur weil ihr schwitzt, entwickelt ihr euch persönlich nicht weiter.
1:35:14 Sarah Emmerich: Also ich glaube schon mental, dass du entwickelst ja eine krasse, wenn du jetzt ein Iron Man machst eine krasse mentale Stärke Aber wenn du jetzt zum Beispiel deine Themen aufarbeiten willst, dann ist halt Sport irgendwie eher wie wegrennen.
1:35:27 Feliks Eyser: Es ist eine andere Stärke, es ist eine andere Resilienz. Also der Marathon und das Training, was du da reinsteckst. Wird dir nicht dabei helfen, die schwierige Konversation mit deiner Partnerin zu führen.
1:35:36 Sarah Emmerich: Genau, das ist der Punkt. Also du musst lernen, vor allem Männer dürfen, glaube ich, in unserer Generation oder auch in den jetzt kommenden Generationen lernen, ihre Gefühle nicht mehr zum Beispiel durch Sport zu verarbeiten, sondern halt wirklich reinzugehen und durchzugehen und die zu teilen. Und das ist, glaube ich, eine krasse Aufgabe der Männer für die nächsten Jahrzehnte.
1:35:56 Feliks Eyser: Okay, Boys, hört zu.
1:35:58 Sarah Emmerich: So jetzt ganz anderes Thema.
1:36:01 Feliks Eyser: Ja, aber ich meine, wir haben über Leverage gesprochen, so da kamen wir rein, ja, auf der Business-Seite so, aber ich meine, wie du sagst, diese innere Reise ist ja.
1:36:08 Sarah Emmerich: Das ist eigentlich der größte Hebel.
1:36:10 Feliks Eyser: Genau, ist der größte Hebel.
1:36:12 Sarah Emmerich: Was machst du eigentlich in dem Bereich?
1:36:13 Feliks Eyser: Ich habe alles gemacht.
1:36:15 Sarah Emmerich: Ayahuasca.
1:36:16 Feliks Eyser: Ja, hab ich auch gemacht. Wann nicht so meins, also da sage ich aus mich einmal gemacht, aber deswegen glaube ich auch, es ist gutes, wie so ein Buffet zu sehen und zu sagen, okay, da gibt es verschiedene Sachen, so was schmeckt wem, was schmeckt. mir nicht, aber ich habe tatsächlich also viel Coaching gemacht, Therapie gemacht im Kopf, tatsächlich auch Körpertherapie gemacht. Die Erfahrung fand ich super. Was bei mir super interessant war, ist IFS, kennst du das? Internal Family Systems.
1:36:42 Sarah Emmerich: Ja, ja, klar.
1:36:43 Feliks Eyser: Ist ja im Grunde eine Aufstellung im Kopf. Sozusagen. Und die Sprache, die du verwendet hast, so der Anteil von mir damals, so kommt der daher. Und das hat bei mir total viel gelöst, zu sagen, ja, ich habe natürlich auch irgendwelche Gefühle, ich bin hier wütend oder ich will hier irgendwie der Achiever sein oder irgendwie ich bin kritisch, so ein quasi. eine Sprache zu entwickeln, die sagt, nee, ich bin nicht kritisch, ich habe einen kritischen Anteil. Also ein Teil von mir so regt sich total auf, weil da gerade ein Rechtschreibfehler auf der Landingpage ist und ich kann die Mitarbeiter zusammenfalten, der es verbockt hat, oder ich kann sagen Nee, lieber innerer Anteil, chill mal. Im Großen und Ganzen ist es gar nicht so schlimm. Das finde ich super, allein dieses sprachliche Tool zu haben, sich ein bisschen von seinen Gedanken. zu lösen. Das ist ja im Grunde so die Zusammenfassung von vielen diesen Sachen. Du glaubst, dass du deine Gedanken bist, aber in Wirklichkeit Du bist ja was ganz anderes quasi. Nur weil du was denkst, heißt es noch lange nicht, dass der Wahrheit entspricht. Wir nehmen unsere Gedanken alle zu ernst.
1:37:36 Sarah Emmerich: Genau. Also ja, richtig gut, dass du es nochmal angesprochen hast, weil ich glaube, dieses Internal Family System oder IFS, das ist ja das Eigentlich ein guter Einstieg, wenn man sich damit beschäftigen will, erstmal klar zu werden, ich habe eben verschiedene Anteile. Und das, was du eben gesagt hast, wie ich das auch ausdrücke, sich darüber erstmal bewusst zu werden und zu sagen, ich bin nicht meine Trigger oder ich bin nicht all, ich bin nicht. einen Anteil, sondern ich habe verschiedene Anteile und ist auch okay, weil wir immer oft diesen inneren Konflikt. Und woher kommt der? Weil du zwei Anteile hast, die irgendwie konträr sind oder die was Unterschiedliches wollen. Und das alles erstmal zu verstehen, ist, glaube ich, so Die Basis. Und das habe ich auch sehr viel in der Therapie gemacht. Und dann irgendwann kommst du aber da nicht unbedingt mehr weiter, dann musst du mehr körperlich gehen. Aber finde ich mega cool.
1:38:19 Feliks Eyser: Das ist auch interessant. Also ich hab das, ich hab nicht diese eine Person, die ich es seit zehn Jahren machst und für mich war es immer so phasenweise, auch eine Error, wie du vorhin gesagt hast, so wie der Taylor Swiftwisser zu ihren Erras ist. Es gibt die Creator Error, es gibt die So und so Error, aber das gibt es ja auch für Personal Development, äh, sozusagen quasi die Das auch durchzuswitchen. Und am Anfang waren es für mich halt eher so die Business Mentoren, von denen ich gelernt habe, wie baust du dein Sales-Incentive-System und später war es dann halt viel mehr auf der persönlichen Ebene.
1:38:42 Sarah Emmerich: Ja, und was zum Beispiel mein Partner und ich machen und was man, glaube ich, sowohl im privaten Kontext sehr gut machen kann als auch im Business-Kontext mit Geschäftspartnern ist. Ehrliches mitteilen. Das bedeutet, dass du aber keine Vorwürfe machst und du sagst dann zum Beispiel, was wir machen, das einmal die Woche, wenn wir es schaffen. Setzen wir uns 30 Minuten hin, jeder darf 15 Minuten reden, was ihn beschäftigt, und dann sagen wir Mein Kopf denkt gerade das und das, mein Körper fühlt gerade das und das und dadurch kriegst du so eine Distanz da rein. Also du kriegst mehr Distanz, nicht Das ist scheiße, was du gemacht hast, oder das hat mich voll enttäuscht, oder du hast mich voll enttäuscht, sondern, hey, da war so ein Anteil in mir oder mein Kopf hat dann gedacht, dass ich, oder ich habe das Gefühl in meinem Herz, dass ich mega enttäuscht war oder in meinem Bauch. Das hat mir mega Bauchschmerzen gemacht und dadurch bekommst du einen ganz anderen Dialog. Und ich glaube, das würde auch in vielen Geschäftspartnerschaften helfen, aber auch in ganz vielen Beziehungen.
1:39:35 Feliks Eyser: Ich sehe da ein großes Thema, an dem du Interesse hast. Vielleicht ist es ein Podcast. Die Inner Game of Building Businesses.
1:39:43 Sarah Emmerich: Ja, ja, da könnte ich jetzt lange drüber reden.
1:39:45 Feliks Eyser: Sarah, schön, dass du da warst.
1:39:47 Sarah Emmerich: Ja, vielen, vielen Dank an dich für das tolle Gespräch und ja, ich hoffe, es war was Interessantes
1:39:53 Feliks Eyser: dabei. Wo finden Leute dich? Online? Wer soll sich bei dir melden und wer soll sich nicht melden?
1:39:57 Sarah Emmerich: Als erstes auf LinkedIn wahrscheinlich findet man mich am besten. Und wer soll sich bei mir melden? Also natürlich jeder, der eine Business Creator -Kampagne braucht. Oder Bock hat irgendwie Teil des Business Creators damit zu sein. Also da immer super, super gerne Ideen für Speakings, Ideen für Partnerschaften. Ja.
1:40:17 Feliks Eyser: Cool. Ich komme nächstes Jahr. Ich planze mir jetzt in meinen großen Kalender, der an der Wand hängt, dann für 27 Jahre alt. Ich finde es voll geil mittlerweile.
1:40:25 Sarah Emmerich: Nice.
1:40:26 Feliks Eyser: Und auch so visuell, nicht in so einem Google-Kalender oder so mit Kliki-Kliki, sondern das hängt bei mir an der Wand und ist so irgendwie 1,50 breit, ist riesig. Also
1:40:33 Sarah Emmerich: du weißt dann schon, wann du Juli in Berlin bist.
1:40:37 Feliks Eyser: Okay, cool. Ich habe dann den Fehler gemacht, auch die ganzen Flüge so zu buchen. Also, und dann kam doch irgendwie was dazwischen, dann muss ich irgendwas ändern, dann muss die Flüge alle wieder. Das war eine Katastrophe. Also, mein Learning ist, ich kleb's an die Wand, du machst mir ein Post-it dahin, aber die Flüge, die buche ich lieber doch eine Woche vorher, weil dann ist er doch wieder. Die Realität, die ganz richtig die Rechnung macht.
1:40:52 Sarah Emmerich: Ja, macht's an.
1:40:53 Speaker 3: Schön, dass du da warst. Danke.

