Das erste Interview nach dem Comeback

mit Anne & Stefan Lemcke, Gründerpaar von Ankerkraut: Anne ist CEO, Stefan Gründer der Gewürzmarke

22. Mai 2026 · 127 Min

Zusammenfassung

Anne und Stefan Lemcke haben Ankerkraut vier Jahre nach dem Verkauf an Nestlé zurückgekauft. Sie erzählen, wie der Deal am Esstisch entstand, was aus Frank Thelens 300.000 Euro wurde, wie sie den Shitstorm überstanden haben und warum Stefan in der Pause 50 Kilo Fett verloren hat.

Stefan Lemcke im Gespräch im Founder-Mode-Studio

Vier Jahre nach dem Exit sitzen Anne und Stefan Lemcke wieder am Steuer von Ankerkraut. Allein die Ankündigung des Rückkaufs brachte laut Landau Media rund 500 Millionen Medienreichweite in 48 Stunden, von der Bild bis zum Gießener Tageblatt. Stefan erzählt, dass er heimlich eine Träne verdrückt hat, als er zum ersten Mal wieder durch die Hallen lief und die Paletten anfasste. Die Kinder waren eher schockiert: Seid ihr dann jetzt wieder weg? Der Rückkauf begann nicht mit einer Strategie, sondern mit einer Frage, die Stefan im persönlichen Gespräch gestellt hat. Später kamen der Nestlé-Deutschlandchef und der CFO zum Abendbrot zu den Lemckes nach Hause, und 90 Prozent des Gesprächs drehten sich um Kinder, Urlaub und Hobbys.

Die beiden blicken zurück auf den Aufbau: Stefan ist in Tansania aufgewachsen und hat vom Koch der Familie gelernt, wie man Gewürze mischt. Ankerkraut startete 2013 mit dem kompletten Ersparten, Magento-Shop und einem überladenen Skoda-Kombi. Das Jahr vor der Höhle der Löwen schloss die Firma mit 1,7 Millionen Euro Umsatz und Gewinn ab, trotzdem stieg Frank Thelen 2016 mit 300.000 Euro für 20 Prozent ein. Sein Multiple lag laut Stefan irgendwo zwischen zweistellig und dreistellig. Thelens wichtigster Rat: die eigenen Gesichter aufs Etikett, weil Menschen gern von Menschen kaufen. In der Spitze machte Ankerkraut knapp 50 Millionen Euro Umsatz und produzierte 15 bis 18 Millionen Gläser im Jahr.

Feliks Eyser im Gespräch mit Anne und Stefan Lemcke

Dann der Exit: Stefans Eltern starben kurz nacheinander am selben Gehirntumor, die Lemckes wollten Geld hinter die Firewall bringen und holten den Private-Equity-Fonds EMZ an Bord, dessen verzinste Preferred Shares einen eingebauten Exit-Druck mitbrachten. Als Just Spices parallel verkaufte, landete Ankerkraut 2022 bei Nestlé. Statt Applaus folgte ein Shitstorm mit Drohungen. Ein Shitstorm-Professor fand später heraus, dass rund 90 Prozent der Beteiligten vermutlich nie Kunden waren. Anne löschte die Apps, Stefan rutschte in eine Depression. Im Rückblick würden beide die Kommunikation anders machen und langjährige Partner wie Influencer früher informieren.

Das letzte Drittel dreht sich um das Leben danach. Stefan beschreibt den Exit als Tor aus Gold, hinter dem plötzlich kein Job mehr wartet. Ein Foto auf einem Pferd in Australien wurde zum Startschuss für die Body-Transformation: Stefan verlor rund 45 Kilo auf der Waage und geschätzt 50 Kilo Fett, sein wichtigstes Wort dabei ist Konsistenz. Die beiden sprechen über Lamborghini und Porsche als unnötigste Käufe, Reisen mit den Kindern als beste Investition, 25 Angel-Investments, ein Family Office mit Stefans Schwester und darüber, wie sie das Vertrauen der Community zurückgewinnen wollen: Show, don't tell.

Zahlen aus der Folge

500 Mio.
Medienreichweite in den ersten 48 Stunden nach der Rückkauf-Ankündigung
300.000 € für 20 %
Frank Thelens Einstieg bei der Höhle der Löwen 2016
1,7 Mio. €
Umsatz im Jahr vor der Höhle der Löwen, bereits mit Gewinn
knapp 50 Mio. €
Umsatz von Ankerkraut in der Spitze vor dem Exit
4 weitere Zahlen
15 bis 18 Mio.
verkaufte Gläser im Spitzenjahr
ca. 6 %
Verzinsung der Preferred Shares des PE-Investors
90 %
Shitstorm-Teilnehmer, die laut Analyse vermutlich nie Kunden waren
45 kg
Stefans Gewichtsverlust auf der Waage, geschätzt 50 Kilo Fett

Worüber am meisten gesprochen wurde

Anteil an der Gesprächszeit, berechnet aus den Kapitel-Längen (ohne Intro).
Marke & Vertrauen
24 % · 30 Min
Körper, Disziplin & Mindset
20 % · 25 Min
Rückkauf & Comeback
18 % · 22 Min
Team & Führung
15 % · 19 Min
Exit & Shitstorm
10 % · 13 Min
Höhle der Löwen & Investoren
9 % · 12 Min
Aufbau & Wachstum
4 % · 5 Min
Gesprächsverlauf

Kapitel

  1. 00:00Trailer & IntroIntro
  2. 01:13Wie der Rückkauf einschlug: 500 Millionen Reichweite in 48 StundenRückkauf & Comeback
  3. 10:36Vom Skoda-Kofferraum auf 50 Millionen UmsatzAufbau & Wachstum
  4. 15:08Höhle der Löwen 2016: Was aus Frank Thelens 300.000 Euro wurdeHöhle der Löwen & Investoren
  5. 26:42Über 200 Mitarbeitende, der Truck-Test und Hiring nach BauchgefühlTeam & Führung
  6. 45:55Der Shitstorm nach dem Nestlé-VerkaufExit & Shitstorm
  7. 56:43Stefans „Tor aus Gold"-Bild: Was nach dem Exit kommtExit & Shitstorm
  8. 58:3450 Kilo Fett weg: Stefans Body-TransformationKörper, Disziplin & Mindset
  9. 01:23:58Das Abendbrot mit Nestlé bei den Lemckes zu HauseRückkauf & Comeback
  10. 01:36:48Show, don't tell: Vertrauen nach einem Shitstorm zurückgewinnenMarke & Vertrauen

Key Learnings

  1. 1

    Frag einfach, auch wenn es absurd klingt

    Der Rückkauf begann nicht mit einem Berater oder einer Strategie. Stefan hat Nestlé im persönlichen Gespräch schlicht gefragt, ob sie Ankerkraut zurückkaufen können. Nach ein, zwei Wochen meldete sich der Konzern und wollte die Möglichkeiten ernsthaft durchgehen. Anne hatte auf dem Spaziergang in der Nordheide zuerst gesagt: auf gar keinen Fall. Die Rollen wechselten danach mehrfach, bis beide überzeugt waren, dass es ihr Baby ist und sie die Verantwortung übernehmen wollen.

    01:13 · Wie der Rückkauf einschlug: 500 Millionen Reichweite in 48 Stunden
  2. 2

    Zeig dein Gesicht, so wie eine Winzerfamilie

    Frank Thelen hat den Lemckes nach der Höhle der Löwen geraten, ihre Gesichter auf die Displays im Handel zu drucken, weil Menschen gern von Menschen kaufen. Die beiden fanden das erst verrückt, machten es trotzdem und beschreiben es heute als Personal Branding, ohne dass sie wussten, dass es Personal Branding ist. Anne vergleicht das mit einer Winzerfamilie, die sich vor ihren Wein stellt. Die Kehrseite: Wer ganz vorne steht, bekommt nicht nur Liebe ab.

    15:08 · Höhle der Löwen 2016: Was aus Frank Thelens 300.000 Euro wurde
  3. 3

    Mach den Truck-Test: Stell die richtigen Leute ein und nimm die Hände weg

    Ein anderer Unternehmer fragte Stefan, was mit der Firma passiert, wenn er morgen von einem Laster überfahren wird. Daraufhin hat er ein halbes Jahr lang versucht, operativ nichts mehr zu machen und jede Aufgabe abzugeben. Seine Learnings: erst die richtigen Leute einstellen, dann machen lassen, ohne dass sie sich wie eine Puppe fühlen, und nach ein, zwei Wochen in Meetings hören, was passiert ist. Zahlen und Kundennachrichten hat er trotzdem im Blick behalten, wie ein Adler, der ab und zu runterschaut. Beim Einstellen gehen beide fast nur nach dem Menschlichen: Der Lebenslauf muss zur Position passen, dann klickt es oder es klickt nicht.

    26:42 · Über 200 Mitarbeitende, der Truck-Test und Hiring nach Bauchgefühl
  4. 4

    Investoren an Bord bedeuten Exit-Druck, auch wenn niemand drängt

    Anne sagt, der Weg zum Exit wurde 2016 geebnet, als Investoren dazukamen. Kein Investor will hundert Jahre an einem Familienunternehmen beteiligt sein, und das Geld, um ihn herauszukaufen, hatten die Lemckes nicht. Beim späteren PE-Deal mit EMZ gab es eine mit rund 6 Prozent verzinste Preferred-Share-Klasse. Solange die Firma schneller wächst, ist das egal. Wächst sie nicht mehr, gehört sie irgendwann dem Investor. Stefan nennt das einen eingebauten Exit-Druck, den er beim Unterschreiben unterschätzt hat.

    26:42 · Über 200 Mitarbeitende, der Truck-Test und Hiring nach Bauchgefühl
  5. 5

    Informiere deine Partner vor dem Exit, nicht die Presse zuerst

    Nach dem Verkauf an Nestlé rollte eine Welle aus Hass und Drohungen über die Lemckes. Ein Shitstorm-Professor analysierte später, dass rund 90 Prozent der Beteiligten vermutlich nie Kunden waren. Die Kritik, die beide heute nachvollziehen können: Langjährige Partner, vor allem Influencer, erfuhren erst mit der Presse davon und fühlten sich plötzlich mit Nestlé verbunden. Die Timeline des Konzerns gab das vor, aber Anne sagt, man hätte sich trauen müssen, die Regeln etwas zu brechen. Ihr Schutzmechanismus im Shitstorm: nicht lesen, Apps löschen, sich gegenseitig haben.

    45:55 · Der Shitstorm nach dem Nestlé-Verkauf
  6. 6

    Rechne damit, dass hinter dem Tor aus Gold kein Job wartet

    Stefan beschreibt den Exit als Tor aus Gold, von dem man jahrelang träumt. Der M&A-Prozess treibt Cortisol und Adrenalin hoch, man unterschreibt, geht durch das Tor und steht plötzlich ohne Job da. Dazu kam der Hass nach dem Verkauf und die Trauer um die Eltern. Laut Arzt hatte er eine Depression und lag ein halbes Jahr vor allem im Bett. Anne sagt, 99,9 Prozent der Gründer, die sie nach einem Exit kennengelernt haben, hatten erst einmal ein Burnout, weil nach dem Mount Everest des Prozesses plötzlich Stille ist. Stefans Erkenntnis: Die Rolle als Gründer war ihm mehr wert als das Geld.

    56:43 · Stefans „Tor aus Gold"-Bild: Was nach dem Exit kommt
  7. 7

    Konsistenz schlägt Talent, beim Körper wie bei der Firma

    Ein Foto auf einem Pferd in Australien im August 2022 war der Auslöser. Im Oktober starteten die Lemckes, ohne Ausreden wie Stress oder Reisen. Stefan verlor rund 45 Kilo auf der Waage, geschätzt 50 Kilo Fett, bei etwas mehr Muskeln. Er isst Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Eier, hat ein halbes Jahr in Thailand jeden Tag trainiert und braucht heute zwei Gym-Einheiten pro Woche, um das Niveau zu halten. Das Gym im Haus senkt die Barriere, Hanteln ohne Bank reichen. Körper aufbauen sei wie Unternehmen aufbauen, nur etwas einfacher: Du musst nicht toll oder kreativ sein, du musst durchhalten.

    58:34 · 50 Kilo Fett weg: Stefans Body-Transformation
  8. 8

    Gewinn Vertrauen zurück mit Taten, nicht mit Worten

    Auf die Frage, wie sie das Vertrauen der Community zurückholen, antwortet Stefan: Show, don't tell. Ein halbes Jahr, ein Jahr, zwei Jahre lang das machen, was man versprochen hat, damit verunsicherte Leute es sich in Ruhe anschauen können. Anne ergänzt, dass die Marke unter dem Exit gelitten hat und das nichts ist, was sich in Excel steuern lässt. Es braucht kontinuierliche, gute Arbeit statt eines Plans. Ihre Rolle sehen die beiden darin, Intuition, Liebe und Fürsorge in die Firma zurückzubringen, die Hard Facts können die beiden Geschäftsführer besser.

    01:36:48 · Show, don't tell: Vertrauen nach einem Shitstorm zurückgewinnen

Meistgesehener Clip zur Folge

4.320 Aufrufe auf YouTube · Stand 24.10.2026Auf YouTube ansehen ↗

Zitate

Anne Lemcke lacht
„Ich erzähle immer, wir sind bootstrapped, aber hatten trotzdem Investoren.“
Stefan Lemcke
„Du gehst durch dieses Tor durch. Und guckst dich dann so um und denkst so, hä? Und jetzt? Was ist denn jetzt los? Weil du plötzlich keinen Job hast mehr.“
Stefan Lemcke
„Konsistenz. Das ist das Allerwichtigste. Ja, du musst es einfach, du musst nicht besonders toll sein oder besonders kreativ sein, aber du musst einfach durchhalten.“
Stefan Lemcke
„Also nicht nur wir persönlich haben gelitten, sondern die Marke auch. Und das ist was, was du nicht in Excel steuern kannst.“
Anne Lemcke
„Mach Sachen durchgehend längerfristig, die die Leute sehen, anstatt dass du redest.“
Stefan Lemcke

Über den Gast

Anne & Stefan Lemcke

Anne & Stefan Lemcke

Gründerpaar von Ankerkraut: Anne ist CEO, Stefan Gründer der Gewürzmarke · Ankerkraut

Anne und Stefan Lemcke haben die Hamburger Gewürzmarke Ankerkraut 2013 gegründet, mit Stefans komplettem Ersparten und einem überladenen Skoda-Kombi, in dem sie Salz und Gewürze von der Gewürzmühle abholten. Stefan ist mit zwei Jahren nach Tansania gezogen, wo seine Eltern als Entwicklungshelfer arbeiteten, und hat vom Koch der Familie gelernt, wie man Gewürze trocknet, mahlt und mischt. Vorher war er in der Online-Welt selbstständig. Anne kam aus der Musikindustrie, wo sie PR und Marketing gemacht hat, und war zum Start in Elternzeit. 2016 eröffneten die beiden die dritte Staffel der Höhle der Löwen, Frank Thelen stieg mit 300.000 Euro für 20 Prozent ein. Ankerkraut wuchs auf knapp 50 Millionen Euro Umsatz und 15 bis 18 Millionen Gläser im Jahr. Nach dem Tod von Stefans Eltern holten sie den Private-Equity-Fonds EMZ an Bord und verkauften 2022 an Nestlé. Es folgten ein Shitstorm, bei Stefan eine Depression und danach eine Body-Transformation mit rund 50 Kilo weniger Fett. Vier Jahre nach dem Exit kauften die Lemckes Ankerkraut zurück, Closing war der 14. März 2026, diesmal ohne externe Investoren. Die beiden haben zwei Kinder und rund 25 Angel-Investments.

Häufige Fragen

Warum haben Anne und Stefan Lemcke Ankerkraut zurückgekauft?

Stefan sagt, er hatte sich eigentlich für die Rente entschieden, aber gemerkt, dass das für ihn nicht funktioniert: Er braucht eine Aufgabe. Beide beschreiben Ankerkraut als ihr Baby, bei dem sie vor vier Jahren nicht alles richtig gemacht haben und jetzt die Verantwortung übernehmen wollen. Dazu kommt die Überzeugung, dass man in Deutschland noch Geschäft machen kann. Auf die Frage, wie viel davon Flucht vor der Langeweile sei, antwortet Stefan: 95 Prozent Verantwortung übernehmen.

Wie kam der Rückkauf von Nestlé zustande?

Stefan hat im persönlichen Gespräch gefragt, ob sie die Firma zurückkaufen können. Nach ein bis zwei Wochen meldete sich Nestlé und prüfte die Möglichkeiten. Statt eines Konferenzraums in Hamburg luden die Lemckes den Nestlé-Deutschlandchef und den CFO zum Abendbrot nach Hause ein, 90 Prozent des Gesprächs ging um Kinder, Urlaub und Hobbys. Insgesamt dauerte der Prozess etwa ein Dreivierteljahr, Closing war am 14. März 2026, die Ankündigung einen Tag später. Laut Marktgerüchten gab es weitere Interessenten, zum Kaufpreis dürfen die beiden nichts sagen.

Was ist aus Frank Thelens Investment in Ankerkraut geworden?

Frank Thelen stieg 2016 bei der Höhle der Löwen mit 300.000 Euro für 20 Prozent ein, also bei einer Bewertung von 1,5 Millionen Euro. Ankerkraut hatte im Jahr davor schon 1,7 Millionen Euro Umsatz mit Gewinn gemacht, weshalb Stefan die Bewertung bis heute hart findet. Sein Multiple lag laut Stefan zwischen zweistellig und dreistellig, genauer darf er es nicht sagen. Insgesamt hat Ankerkraut nur 500.000 Euro von Investoren eingesammelt. Beim Rückkauf ist Thelen nicht mehr dabei.

Warum gab es nach dem Verkauf an Nestlé einen Shitstorm?

Die Lemckes hatten mit Applaus gerechnet und bekamen Hass, bis hin zu Drohungen. Von Unternehmern kamen nur Glückwünsche, der Sturm kam von vermeintlichen Kunden. Ein Shitstorm-Professor analysierte, dass rund 90 Prozent der Beteiligten vermutlich nie Kunden waren. Viel Kritik gab es, weil langjährige Partner wie Influencer erst mit der Presse informiert wurden. Nestlé legte den Vertrag mit den beiden als Markengesichtern nach einer Woche auf Eis, die Lemckes drehten ihre Social-Media-Kanäle auf null.

Wie hat Stefan Lemcke 50 Kilo abgenommen?

Auslöser war ein Foto auf einem Pferd im Australien-Urlaub im August 2022. Im Oktober 2022 starteten beide. Stefan setzt auf Krafttraining, viel Gehen und Laufen sowie Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Eier mit viel Protein. Ein halbes Jahr in Thailand trainierte er jeden Tag, heute reichen zwei Gym-Einheiten pro Woche, das Gym ist im Haus. Auf der Waage waren es rund 45 Kilo weniger, geschätzt 50 Kilo Fett bei etwas mehr Muskeln. Der Sport half ihm auch aus der Depression nach dem Exit.

Wie groß war Ankerkraut vor dem Exit?

In der Spitze machte Ankerkraut knapp 50 Millionen Euro Umsatz und produzierte 15 bis 18 Millionen Gläser im Jahr, verkauft direkt an Kunden und über den Handel. Gestartet war die Firma 2013 mit einem Skoda-Kombi, in dem Anne Salz und Gewürze von der Gewürzmühle abholte. Laut Beschreibung arbeiteten über 200 Menschen bei Ankerkraut. Der neue Topseller nach der Rückkehr ist eine Bud-Spencer-und-Terence-Hill-Gewürzbox, die das Team während der Abwesenheit der Lemckes entwickelt hat.

Erwähnt in der Folge

Firmen, Personen und Produkte aus dem Gespräch
  • NestléFirmaKaufte Ankerkraut 2022 und verkaufte die Marke 2026 an die Gründer zurück.
  • Die Höhle der LöwenSendungDie Lemckes eröffneten 2016 die dritte Staffel und saßen später zweimal selbst als Löwen in der Show.
  • Frank ThelenPersonInvestierte 300.000 Euro für 20 Prozent und riet den Lemckes, ihre Gesichter aufs Etikett zu drucken.
  • EMZFirmaPrivate-Equity-Fonds aus München, der nach dem Tod von Stefans Eltern bei Ankerkraut einstieg.
  • Just SpicesFirmaDer direkte Konkurrent, dessen Verkauf an Kraft Heinz den Nestlé-Prozess mit anstieß.
  • Kraft HeinzFirmaKäufer von Just Spices, parallel zum Ankerkraut-Verkauf an Nestlé.
  • Landau MediaToolMedienmonitoring, das die 500 Millionen Reichweite nach der Rückkauf-Ankündigung gemessen hat.
  • AmazonFirmaSperrte den Ankerkraut-Account, als Kundennachrichten nicht innerhalb von 24 Stunden beantwortet wurden.
  • Carsten MaschmeyerPersonSagte in der Show, das gebe es schon und die anderen seien zu groß; Jahre später räumte er ein, dass Stefan recht hatte.
  • Christian ReberPersonUnternehmer und Investor bei Interface Capital, enger Freund der Lemckes; verglich Stefan mit Arnold Schwarzenegger.
  • Kati ErnstPersonUnternehmerin mit dem Podcast Lifestyle of Longevity; die Lemckes trafen sie auf Bali, sie gab Impulse zum Thema Gesundheit.
  • SalesViewerFirmaB2B-Software zur Besucheridentifikation; Gründer Benni, ein Freund der Lemckes, schickte Feliks 15 Fragen für die Folge.
  • Bud Spencer & Terence Hill GewürzboxProduktNeuer Topseller von Ankerkraut mit zwei Mischungen für Spaghetti Napoli und Steak, entstanden ohne die Gründer.
  • komootToolStefans erster Kauf nach dem Exit: die Vollversion der Outdoor-App, neben einem Thermomix.
  • Taylor SwiftPersonAnne war mit Tochter Ida beim Konzert in Hamburg; Stefan lehnte Resale-Tickets in LA für rund 40.000 ab.

Transkript

Automatisch erstellt und nur leicht korrigiert, kann einzelne Fehler enthalten.
00:00 Trailer & Intro

00:00 Stefan Lemcke: Wer hätte das gedacht, vier Jahre nach unserem Exit haben wir unsere Firma zurückgekauft. Ich hatte mich dazu entschieden, okay, du gehst quasi in Rente, hab aber gemerkt, das funktioniert für mich nicht. Ich muss arbeiten, ich muss irgendwas machen.

00:12 Anne Lemcke: Das Medien-Echo bei uns ist natürlich auch immer extrem. Innerhalb der ersten 48 Stunden Mediareichweite 500 Millionen weit.

00:19 Feliks Eyser: Wirklich.

00:19 Anne Lemcke: Von der Bild-Zeitung bis hin zum Gießener Tageblatt alle halt darüber berichtet haben.

00:25 Stefan Lemcke: Ich habe ehrlicherweise heimlich ein bisschen geweint, als ich da in die Firma zurückkam. Ich war da alleine, einmal durch. Ich habe eine Träne verdrückt.

00:34 Anne Lemcke: Die Marke oder das Image hat schon auch gelitten. Das ist etwas, was du nicht in Excel steuern kannst.

00:38 Stefan Lemcke: Wie gewinnt dir das Vertrauen zurück von der Community? Die Magic Sauce zurückbringen.

00:43 Anne Lemcke: Eigentlich sind wir beste Freunde. Wir singen 24-7 Zeit miteinander. Wir haben dieselben Hobbys. Wir machen einfach alles, was wir machen, zusammen.

00:51 Stefan Lemcke: Das wichtigste Wort, das sage ich auch immer allen Gründern und allen Menschen, die irgendwas erreichen wollen, ist das Allerwichtigste. Du musst nicht besonders toll sein oder Therapy sein.

01:06 Feliks Eyser: Schön, dass ihr da seid. Anne Stefan, das Motto ist endlich wieder am Steuerrad. Die Party geht weiter. Steht bei euch in LinkedIn, bei dir.

01:13 Wie der Rückkauf einschlug: 500 Millionen Reichweite in 48 Stunden

01:13 Stefan Lemcke: Danke, dass wir da sein dürfen. Ja, die Party geht weiter. Wer hätte das gedacht? Also wir auf jeden Fall nicht. Auch bis ganz vor Schluss war noch nicht klar, dass wir das machen. Aber ja, wir haben es dann hingekriegt. Wir haben vier Jahre nach unserem Exit. Haben wir unsere Firma zurückgekauft?

01:27 Feliks Eyser: Ihr seid wieder Eigentümer. Wie sieht euer Alltag geradeaus? Wie sieht die E-Mail-Inbox aus? Wie sieht euer Kalender aus? Was geht bei euch gerade ab?

01:35 Anne Lemcke: Also die letzten, ich sag jetzt mal, vier Wochen, ne, die waren schon irgendwie extrem. Baller, wirklich. Also ich bin sowieso nicht so gut mit Struktur. Also meine E-Mail-Inbox sieht ehrlicherweise immer schlimm aus, aber ich habe ganz viele Termine und so weiter irgendwie im Kopf. Aber das ist jetzt schon wirklich extrem und auch wer sich dann halt bei uns meldet und gerne mit uns sprechen möchte und einfach erfahren möchte, was ist da eigentlich los, ja, was ist denn da jetzt passiert, wieso habt ihr das denn gemacht?

02:01 Feliks Eyser: Ja, da bin ich ja froh, dass ihr auf meine E-Mail reagiert habt.

02:04 Anne Lemcke: Ja.

02:05 Stefan Lemcke: Ich muss sagen, ich habe, glaube ich, noch nie in meinem Leben so viele Nachrichten gekriegt wie jetzt. Also. LinkedIn, Instagram, WhatsApp, E-Mail. Es war wirklich, also die ersten paar Tage saß ich bis abends elf den ganzen Tag und hab nur Nachrichten angeguckt und zurückgeschrieben, weil ich für mich selber dann auch den Anspruch hatte, dass ich jedem, der was sagt, auch irgendwie was zurückschreiben will. Aber das war ganz schön viel. Krass.

02:33 Anne Lemcke: Naja, und das Medien-Echo bei uns ist natürlich auch

02:36 Stefan Lemcke: , muss man sagen.

02:37 Anne Lemcke: Also wir haben da natürlich so. So, Landau Media heißt das, ja die Tracken quasi, was für Artikel über dich erschien sind und so und also ich weiß es nicht, es ist einfach Unfassbar innerhalb der ersten 48 Stunden, also ich glaube, Mediareichweite von 500 Millionen oder irgendwie sowas.

02:54 Stefan Lemcke: Weil

02:55 Anne Lemcke: von der Bild -Zeitung bis hin zum Münchner Merkur oder irgendwie Gießener Tageblatt alle halt irgendwie darüber berichtet haben. Das ist schon echt super.

03:05 Feliks Eyser: Handelsblatt, Spiegel, Wirtschaftswoche. Und feiern die das alles, die Nachrichten, die ihr kriegt, ist das alles nur Applaus richtig geil? Oder gibt es doch Leute, die sagen: Was macht ihr denn da?

03:15 Anne Lemcke: Sowohl als auch. Medienmäßig muss man sagen, ist es, würde ich sagen, zu 95 Prozent positiv. Und zwischendurch jemand, der sich vielleicht ein bisschen mehr damit beschäftigt, schreibt dann halt auch so: Jetzt müssen sie, okay, jetzt haben sie Vorschuss lorbeeren, super, dass Unternehmer Verantwortung übernehmen und sagen, machen wir wieder. Aber jetzt müssen sie auch liefern. So. Das sind die Medien. Also da muss man schon sagen, das war schon sehr schön.

03:41 Stefan Lemcke: Und witzig ist, wir haben das gleiche Video bei Instagram und bei TikTok gehabt. Bei TikTok, sobald fünf Leute hingeschrieben haben, boah, sind die doof, die Kommentare haben sich überschlagen, nur negativ. Bei Instagram. Fünf Leute schreiben hin: Oh, toll, dass ihr das macht. Und ich glaube, die Comments nachher, wie viel waren das? 2000 oder so? 90 Prozent positiv oder noch viel, viel mehr.

04:06 Feliks Eyser: Ich dachte, TikTok ist so ein Happy Place, dass die da alle haben.

04:08 Stefan Lemcke: Ja, nee, TikTok ist kein Happy Place. Und ich meine, die Geschichte ist doch auch, also muss ich jetzt selber mal sagen, die Geschichte ist doch auch geil. Gerade in der Zeit, wo wir gerade stecken in Deutschland, ja, alles, man hat das Gefühl, Treibsand, Schlamm, es kommt nichts, es passiert nichts gerade, ja. Und dann geht man hin und kauft so ein Unternehmen zurück. Also wir sagen aber die Ausgabe. Wir glauben daran, dass Deutschland das trotzdem noch hinkriegen kann. Und das wollten wir damit auch, also nicht nur, dass wir die Marke auch lieben, sondern wir glauben ja auch daran, dass man in Deutschland noch Geschäft machen kann. Das möchten wir gerne machen.

04:43 Feliks Eyser: Was haben eure Kinder dazu gesagt zu dem Plan? Ihr habt jetzt vier Jahre, wart ihr raus und wart viel zu Hause, habt Sport gemacht, hattet eine gute Zeit, glaube ich, können wir gleich drüber reden. Also wie war das Gespräch?

04:52 Anne Lemcke: Wieso macht ihr das denn?

04:54 Stefan Lemcke: Also, die Kinder. Die haben sie hinterfragt. Ich habe das ein bisschen anders. Also, ich habe das eher so das Gefühl gehabt, die Kinder waren schockiert. Die haben uns angeguckt. Und haben gesagt, seid ihr dann jetzt weg wieder? Und nicht so wie weg. Ja, ihr wart früher immer nur weg. Das kann ich euch ja vorstellen, oder? Die haben ja den Hassel beobachtet, oder?

05:13 Feliks Eyser: Wie ihr das aufgebaut habt, im Büro übernachtet habt, wahrscheinlich, so stelle ich mir das vor.

05:16 Anne Lemcke: Wir haben nicht nur im Büro übernachtet, sondern wir haben auf sämtlichen Grill-Festivals Deutschlands irgendwie übernachtet.

05:22 Stefan Lemcke: Das Grill-Festival war so in den ersten Jahren und dann kam die Presse mit dazu und sprechen irgendwo auf der Bühne und und und. Das heißt, du warst am Wochenende eigentlich oft unterwegs, gerade im Sommer. Die waren manchmal auch dabei, ja, aber sie wurden schon relativ viel irgendwo hingeparkt. Das hat mich erstaunt, dass die Kinder das auch so wahr wahr wahrgenommen haben, dass die, ja, dann seid ihr jetzt wieder weg. Nee, nee. Sind wir nicht, wir sind für euch da, weil ihr seid das Wichtigste. War ja auch mit dem Grund, wieso wir dann gesagt haben, Exit machen Dass wir uns mal ein bisschen um die Kinder kümmern können.

05:58 Feliks Eyser: Wie war sie davor vor diesem Move, euer innerer Dialog? Also, also so teuflich in Englischchen, so gibt es ja da beide Seiten, das zu machen, das nicht zu machen. Also, was war das Gespräch, was ihr mit euch selber geführt habt?

06:09 Stefan Lemcke: Also mit uns selber. Das Gute ist ja, wir sind ja zwei. Wir müssen nicht mit uns selber reden, sondern wir können ja mit uns reden.

06:17 Anne Lemcke: Ja, das ist, glaube ich, auch so ein bisschen so dieses Ding Zwischen dir und mir, wir reden halt einfach unglaublich viel. Und das war schon immer so. Und der direkte Austausch miteinander, weil wir auch. Wir sind eine super gute Einheit, aber wir sind auch grundverschieden. Dementsprechend hat der eine eher die emotionale Intelligenz Das bin halt so ich, ja, bei mir ist immer alles mit Gefühl so

06:40 Stefan Lemcke: und

06:40 Anne Lemcke: oh mein Gott, ja, emotionale Intelligenz hast du auch. Aber du hast natürlich einen ganz anderen Antrieb als ich. Und dann dieser Austausch mit uns, was das auch für uns bedeutet. Also was bedeutet das für uns, jetzt wieder nach vorne zu gehen? Die Verantwortung, wie gesagt, zu übernehmen. Was bedeutet das für die Kinder? Also da haben wir natürlich schon irgendwie einen Plan gemacht, wie wir das halt für uns optimieren können, um das zum Erfolg zu bringen, hoffentlich.

07:06 Stefan Lemcke: War auch ein Wechselbad der Gefühle, muss ich sagen. Also erstmal diesen Deal überhaupt zu bekommen. Das ist ja auch nicht so, was Dass man einfach sagt, ich möchte gerne das und das so und so haben und dann so jemand wie Nestlé sagt, klar, das können wir alles so machen, wie ihr wollt. Nein, natürlich nicht. Und das war auch sehr lange die Frage, ob das überhaupt klappt oder nicht. Und man selber denkt dann ja auch nach, weil es war ja auch nicht alles gut, es war ja auch furchtbar anstrengend früher, ja. Und man denkt dann selber, will ich mir das wieder antun? Ja, will ich mich selber so aufreiben, dass ich an die Grenze komme von dem, was eigentlich gesund ist und drüber. Ja, aber wir haben dann viel gesprochen drüber und haben dann irgendwann entschieden, dass es einfach richtig ist. Was war das Dünge

07:49 Feliks Eyser: an der Waage dafür?

07:50 Anne Lemcke: Kann ich gar nicht so sagen.

07:51 Stefan Lemcke: Kann ich gar nicht sagen, nee.

07:53 Anne Lemcke: Das ist ja auch dann halt irgendwie so ein. Prozess. . . Also man muss sagen, das hat jetzt, würde ich sagen, neun Monate, ein Jahr von nicht unbedingt ersten Gedanken daran. Der erste Gedanke daran war vielleicht sogar schon vor drei Jahren, aber dass man ins Gespräch gekommen ist und ist das jetzt der richtige Weg und dann, wie gesagt, wie Stefan gesagt hat, du weißt halt gar nicht, ob das dann tatsächlich so weit irgendwie kommt. Das Zündlein an der Waage Also ich glaube, wir waren erst am Anfang schon auch so ein bisschen zurückhaltend. Also ich weiß, als du mir dann, als wir unser erstes Gespräch darüber hatten, habe ich gesagt, auf gar keinen Fall.

08:26 Feliks Eyser: Wie lief das ab? Was war der erste Moment, wo ihr gesagt habt, ernsthaft, okay, wir könnten doch diese E-Mail mal schreiben, wir könnten da vielleicht mal anrufen. Wie war dieser Moment? Das war in der Tat

08:35 Stefan Lemcke: beim persönlichen Gespräch, habe ich einfach gefragt. Können wir das zurückkaufen? Und dann haben die mich angeguckt und dann hat es bei denen im Kopf rumort und dann haben die wahrscheinlich drüber gesprochen und sich dann nach einer Woche oder zwei gemeldet und haben gesagt. . Wir werden das mal ernsthaft hier mal durchgehen, welche Möglichkeiten es da gibt. Und also den Stein habe ich ins Rollen gebracht, aber eigentlich eher nicht strategisch, sondern einfach nur gefragt.

09:02 Feliks Eyser: Okay.

09:04 Stefan Lemcke: So

09:04 Feliks Eyser: aus dem Moment raus, oder wie? Oder ihr habt euch ja davor wahrscheinlich abgestimmt oder nicht?

09:09 Anne Lemcke: Ja, und Stefan hat dann halt, und dann waren wir spazieren. In der Nordheide, I remember. Und dann hast du das halt zu mir gesagt. Und ich halt erstmal so, auf gar keinen Fall. Also, what? Was hast du denn jetzt schon wieder vor? Aber das war dann halt total ungefiltert, ja. Und dann haben wir halt darüber gesprochen, wie wir immer über alles sprechen, halt irgendwie. Und manch dann. .

09:30 Stefan Lemcke: Und das ist so witzig, weil diese Rolle ist so hin und her geschwappt. Erst hat Anne gesagt, auf keinen Fall. Dann hat sie gesagt, ja, lass das machen. Dann habe ich gesagt, nein, auf gar keinen Fall. Also diese Rollen sind wirklich hin und her. Ist immer wieder ausgetauscht worden. Und irgendwann haben wir dann aber gesagt: komm, hey, es liegt uns, es ist unser Baby, es macht uns Spaß, wir lieben es, wir haben auch nicht alles richtig gemacht vor vier Jahren und deshalb Übernehmen wir jetzt einfach mal diesen Job, die Verantwortung und machen das?

10:04 Anne Lemcke: Wie bei der Gründung, ganz ehrlich. Als wir uns überlegt haben, oder du dir überlegt hast, Ankerkraut zu gründen. Das haben wir irgendwelchen Leuten erzählt und die haben alle gesagt, um Gottes Willen, was machen sie denn jetzt? Die haben ja schon ein Kind. Eigentlich keine Kohle, also er hat wirklich das komplette Ersparte, was er hatte, in das Unternehmen getan. Ich war zu Hause im Mutterschutz von meinem Job in der Musikindustrie, also hab mich Habe halt ein bisschen Geld bekommen, weil ich halt in der Elternzeit war. Und egal wem du das erzählt hast, ich weiß, eine Person hat gesagt, das ist eine gute Idee, das war der Steuerberater damals.

10:36 Vom Skoda-Kofferraum auf 50 Millionen Umsatz

10:36 Stefan Lemcke: Aber alle anderen haben. Stefan weiß, wie man Geld macht.

10:42 Anne Lemcke: Was machen die da? Ja? Also, und das sage ich ja auch immer, wenn es um die Geschichte von Ankerkraut geht, so das war nicht der Plan. Wir sind nicht die typischen Ich, Berliner Gründer, die Hauptsache gründen, ja, wie ist denn dein Ziel? Ja, irgendwann ist mein Unternehmen 100 Millionen Euro wert. So haben wir überhaupt nicht gedacht. Sondern der Anfang von Ankerkraut war. Boah krass, okay, machen wir jetzt, weil er wollte immer ein Produkt haben, was man auch in der Hand halten kann. Und wenn es richtig gut läuft und wir super Lucky sind, dann können wir unsere Familie davon ernähren. Dann sind wir vielleicht bei uns in der Nordheide, irgendwie auf dem Wochenmarkt, und verkaufen die Sachen bei Edeka oder so.

11:23 Stefan Lemcke: Bei uns in der Region. Ich komme ja aus der Online-Welt und war davor auch schon selbstständig und hatte keine Lust mehr, immer nur den ganzen Tag am Rechner rumzusitzen und zu klicken. Und hab gesagt, ich will was Richtiges machen. Und das war natürlich klar, dass das Online-First wird. Also das war für mich schon das Richtige. Wochenmarkt und Shopify. Ja, ja. Magento war das damals noch, oh Gott, selbst gebastelt.

11:46 Anne Lemcke: Aber du hast doch nie gedacht, dass das mal so groß wird.

11:49 Stefan Lemcke: Wir haben uns ja auch nie als

11:51 Anne Lemcke: Diese Startup-Sprache kam ja erst durch die Höhle der Löwen.

11:54 Stefan Lemcke: Ich habe immer gesagt, ich bin zufrieden, wenn wir davon leben können und. Wenn ich nicht mehr alles selber machen muss, ja, wenn man so drei, vier Leute hat, die dann die Sachen abfüllen können, das das war so mein Traum und das war danach Anderthalb Jahren waren die Leute dann auch da.

12:08 Feliks Eyser: Erzähl mir von deiner Beziehung zu Gewürzen.

12:11 Stefan Lemcke: Ja, witzig. Ich und das ist, es gibt ja viele Gründer, die sich irgendwas Ausdenken, was tolles. Aber bei mir ist die Geschichte wirklich wahr. Meine Eltern sind Entwicklungshelfer gewesen. Und ich bin mit zwei Jahren nach Tansania. Ich habe da gelebt, bis ich 13 war und da gab es früher gar nichts, ja. Kein Öl, kein Mehl, kein Zucker, gar nichts. Das heißt, du hast dich ernährt von Fleisch, was mein Papa da gegeben hat. gejagt hat und Gemüse und Obst, was vom Markt kommt. Und wir hatten dann einen Koch , der gelernt hatte in einem indischen Restaurant und der konnte natürlich Curries und sowas machen. Und ich bin immer mit dem auf den Markt gefahren und der hat dann die Kräuter gekauft, mit nach Hause genommen, hat die getrocknet, hat die kleingemahlen. Dadurch habe ich quasi als Kind schon gelernt, wie man das eigentlich macht. Was kommt in so ein Gericht rein? Das habe ich gewusst, als ich neun oder zehn war, konnte ich selber kochen. Deshalb, das lag mir. Also ohne dass ich koch war. Habe ich einfach gewusst, wie macht man das? Und ich hatte immer Gewürze bei mir in der Küche viele, die ich dann aus dem Ausland irgendwo mitgebracht habe. Und Anne war so genervt, weil überall standen irgendwie so Tüten aus, keine Ahnung, aus Marokko oder Indien rum. Und Stefan bastelt wieder. Ist dreckig und es stinkt und packt sich.

13:30 Anne Lemcke: Es sah halt auch einfach nicht schön aus. Also es war auch keine schöne Küche. Die Küche war auch nicht schön.

13:36 Feliks Eyser: Wird es gerochen, wenn man da rein ist?

13:38 Anne Lemcke: So wie es jetzt bei uns in der Produktion liegt. Es riecht vor allen Dingen nach Curry, glaube ich, weil Curry halt sehr markant ist. Es war natürlich auch alles geschlossen mit so einem Clip und so. Aber es stand wirklich, also der kann wahnsinnig gut kochen. Bin ich auch sehr dankbar für Ich kann auch gut kochen, aber ich koche jetzt wirklich weniger, weil Stefan immer kocht. Es kommt ja auch von ungefähr, also nicht von ungefähr, sondern wir so. Aber es standen wirklich überall Dosen und so Tüten rum. Und da habe ich gesagt: so, ey. Mein ästhetisches Auge, so, also dann macht die Schränke auf, nee, das passt alles nicht da rein. Und ich so, kann man es dann irgendwie schöner verpacken. Und

14:12 Stefan Lemcke: Neben ihrer gesteigerten Emotionalität, die ich nicht habe, hat sie auch einen gesteigerten Ordnungssinn, den ich auch nicht habe. Den hast du aber jetzt. Das stimmt schon. So, und dann hat sie einfach irgendwie gesagt, ja, mach doch was, wo man dann die Gewürze irgendwie anders einpackt. Und das war dann so ein, war irgendwie so ein Schlüsselmoment, wo ich dann gesagt habe, hey Ja, das will ich machen. Das kam über die Ordnung. Ja. Und dann habe ich also das Produkt gemacht, habe alles selber gemacht, habe mir alles selber beigebracht und nach zwei Jahren saß ich wieder am Rechner und hab nur geklickt. Das war dann aber auch okay, ja, weil das dann so groß geworden ist und so losgerannt ist und dann kam ja Anne auch mit dazu, dass das dann auch okay war und auch gut, dass ich quasi Online-Erfahrung hatte. Weil D2C war für das, was wir gemacht haben, da auch in dem Moment einfach genau richtig.

15:08 Höhle der Löwen 2016: Was aus Frank Thelens 300.000 Euro wurde

15:08 Feliks Eyser: Es war eine D2C-Brand, Direct to Consumer, Leute konnten bei euch online kaufen, so ging es los. Welche Rolle hat Höhle der Löwen gespielt? Das ist es erwähnt im Nebensatz.

15:18 Anne Lemcke: Also ich würde immer sagen, die Höhle der Löwen hat nicht nur für die Firma, sondern auch für uns persönlich, wirklich ein Sehr massiven Einfluss in unser Leben. Also, das kam so, wir haben das selber immer geguckt, Shark Tank aus Amerika.

15:32 Feliks Eyser: Das habe ich auch immer geguckt, oder?

15:33 Anne Lemcke: Diese Vorbild-Show, oder?

15:35 Feliks Eyser: Au Englisch. Ich finde da lernt man Pitchen. Die Amis, die machen das richtig.

15:37 Anne Lemcke: Ja, es ist natürlich viel emotionaler, wie die das machen. Das ist irgendwie viel selbstbewusster. Ich weiß noch, als wir unseren Pitch mal geübt haben, haben wir so getan, als wenn das in Amerika wäre, aber es hätte überhaupt nicht funktioniert. Das ist so so, oh yeah! Sharks, here I am. So, okay. Und dann kam das Ganze nach Deutschland, dann haben wir das auch mal geguckt und dann habe ich zu Stefan gesagt Weil ich war ja früher in der Musikindustrie und habe mich um PR und Marketing gekümmert und habe mich zu Stefan gesagt, ey, wir müssen das machen. Und er so, auf gar keinen Fall mache ich das. Wieso soll ich ins Fernsehen gehen?

16:09 Stefan Lemcke: Ich wäre niemals vor eine Kamera getreten. Also das, was wir, da hätte ich vor 15 Jahren, hätte ich gesagt, nee, wieso sollte ich das machen? Und das hat das auch gebracht. Das war quasi der Startschutz auch, dass wir auch gesagt haben, man muss sich auch mal zeigen. Die Leute wollen. . Sehen, wer stellt denn irgendwas her, wer macht denn eigentlich irgendwas. Ja, aber das war ja der nächste Schritt. Das war der nächste, aber ich wollte nur sagen, weil du gesagt hast, das hat viel gebracht, auch für uns, dass wir einfach gelernt haben, hey Das funktioniert, wenn du dich zeigst. Wie fühlt sich das an, so kurz vor dem Moment, wo ihr da rausläuft in das Studio, in diesem Warteraum?

16:47 Anne Lemcke: Ganz furchtbar. Ich hab's geliebt. Nein, ich fand es ganz schlimm. Du wirst da platziert vor dieser Tür. Die Tür ist zu. So, da ist aber so ein Spalt. Da wirst du hingestellt, nochmal gepudert, verkabelt, dann stehst du da. Dann kommen die Löwen, setzen sich da hin und die sehen ja dann in dem Moment das Studiobild, wo dann da irgendwie. Und dann saß Judith Williams da und sagte, Ankerkraut. Und wir haben durch diesen Spalt durchgeguckt. Und ich dachte nur so, ey, nee, jetzt, ich gehe jetzt wieder. Also, das mache ich nicht auf gar keinen Fall so. Und es ist ja furchtbar. Und dann ging es halt irgendwie los. Ich habe ihn übrigens nochmal rolle rückwärts dazu gekriegt, es doch zu machen, weil ich gesagt habe, wenn wir es nicht machen, macht es jemand anders. Weil wir sind ja nicht alleine auf dem Markt. Es gibt andere Startups in unserem Bereich. Und das war dann halt, dass er gesagt hat, ja, Mist, also ich will nicht auf dem Sofa sitzen. Ja, ich will nicht auf dem Sofa.

17:39 Stefan Lemcke: Kann ich leider dir nicht widersprechen, hast du einfach recht mit. Und deshalb müssen wir da auch stehen oder wenn wir die Möglichkeit haben, müssen wir das machen. Und dann habe ich meinen Mut zusammengenommen und.

17:50 Anne Lemcke: Und das war schön, oder?

17:53 Stefan Lemcke: Da reingehen und da seinen Pitch abspulen, das war so ein bisschen awkward, ja, weil du irgendwie so was. Ausführlich gelernt ist.

18:01 Anne Lemcke: Wir sind Anne und Stefan Lemcke.

18:02 Stefan Lemcke: Habt ihr das ausfindig gelernt? Ja. Ja, das musst du, glaube ich. Also, wenn du überhaupt keine Erfahrung hast mit einer Kamera und so, musst du das, glaube ich, lernen. Aber dann war das ein total nettes Gespräch und man muss auch sagen, die Löwen sind alle wirklich sehr nett. Und ich rede ja gerne über Business, ja, ich rede ja gerne über. Meine Ideen und Pläne und was habe ich gemacht und wie habe ich das geschafft. Ja, und ich habe dann gemerkt, hey, das sind irgendwie, die sehen das genauso. Die kennen dein Pain, die wissen, die stellen die richtigen Fragen. Ich habe dann an den Fragen, die die gestellt haben, habe ich gemerkt, die haben ja total Ahnung von. . von sowas und ich fand es einfach schön.

18:40 Anne Lemcke: Das war aber natürlich auch zu der Zeit 2016, wo bei DHDL ein extremer Fokus und gerade auch bei Frank Frank Thelen, genau, auf Food war. Da war ein Little Lunch, da war 3Bears, da war Litza, da war yfood, da waren wir. Also das war halt so wirklich Und Food ist dann natürlich auch sehr dankbar, weil du kannst immer irgendwas mit Gewürzen ist natürlich schwierig, wir konnten nicht kochen, aber wir haben dann halt irgendwie so Kräuterbutter und so gemacht und es hat denen dann, glaube ich, auch ganz gut geschmeckt. Ralf Dümmel hat immer die ganze Zeit nur gelächelt, da habe ich gedacht, es ist alles gut. Ist alles gut, der lächelt die ganze Zeit und es war schön.

19:16 Stefan Lemcke: Und Carsten hat gesagt , Carsten Maschmeyer hat gesagt. Das gibt es schon, das schafft ihr nicht. Die anderen sind viel zu groß. Und dann, als ich ihn dann drei, vier Jahre später gesehen habe, hat er gesagt. .

19:32 Feliks Eyser: Hätte ich's mal gemacht.

19:34 Stefan Lemcke: Du hattest recht und ich nicht.

19:36 Feliks Eyser: Ja, Wahnsinn. Für Frank Thelen war es eines der besten Investments, was er aber gemacht hat aus der Löwen raus wahrscheinlich, oder? Ich glaube, ja.

19:43 Stefan Lemcke: Nee, yfood? Ich glaube, ja. Also man muss ja auch immer sehen, ich denke mal, sein Lilium, Lilium -Investment war wahrscheinlich vom Vom X her, vom Jahr nicht aus irgendwie. So, ja, ja, ja, ja. Also ja, aber ich denke mal, wir waren schon einer der besten. Was hat der investiert? Für wie viel Prozent? Ganz wunderpunkt. Ich erzähle immer, wir sind bootstrapped, aber hatten trotzdem Investoren. Was hat Frank? 300. 000 Euro für 20%, ja, also 1,5 Millionen und er hat also irgendwas zwischen Ich sage mal, das Multiple war zwischen zweistellig und dreistellig. Zwischen zweistellig? Ja, ich darf es ja nicht genauer, aber der hat schon, also es könnte auch gut dreistellig gewesen sein. Okay. Das Multiple, was er gemacht hat.

20:34 Feliks Eyser: Das heißt, wenn jemand 300k investiert, dreistellig und man sagt irgendwie 100x oder so, dann kann er damit auch 30 Millionen verdient haben.

20:41 Anne Lemcke: Du kannst ihn ja mal fragen. Kannst du ihn mal hier hinsetzen und dann?

20:46 Feliks Eyser: Okay, ich frage ihn mal, das ist ein gute Idee. Aber ich glaube, er ist happy, wo du zum Westmann.

20:50 Anne Lemcke: Ich glaube auch, er ist happy. Ja. Also, es ist ja auch nicht nur Frank, sondern er hat ja so ein ganzes Team irgendwie dahinter. Und das muss man schon sagen. Ich glaube, die waren alle ganz.

21:00 Feliks Eyser: Und für euch, wie ging die Lawine los dann nach der Ausstrahlung? Davor wart ihr , saß in Hamburg, habt Gewürze gemacht, wahrscheinlich jetzt nicht so super bekannt, wie war der Moment?

21:08 Stefan Lemcke: Ja, also Ich sage immer, das war für uns kein Make-or-Break-Moment, weil das Jahr davor hatten wir abgeschlossen mit 1,7 Millionen Umsatz und auch schon Gewinn. Und das Jahr, wo wir.

21:23 Feliks Eyser: Das relativiert die Bewertung natürlich auch nochmal ein Stück weit. So, ihr habt schon einen Umsatz gemacht, 1, 2 Millionen, also ihr habt Gewinn gemacht.

21:28 Stefan Lemcke: Und das Jahr war geplant mit 2,5 bis 3, ja, und es sind dann 3,5 geworden. Und Gewinn, ja. 5% Marge, 10 hatten wir damals, ja. Sowas irgendwie. Also, und deshalb finde ich die Bewertung heute auch einfach total hart, die Frank uns da reingedrückt hat. Und ich frage mich bis heute auch, wieso die anderen Löwen nicht nicht was gemacht haben. Weil also würde ich da sitzen heute und so einen Deal kriegen, wo ich sehe, dass da ein Unternehmen ist, was von anderthalb Millionen auf drei Millionen wächst, was Da schon eine Marge hat von 5% bis 10%, ja, wo schon Geld bei rauskommt, also da würde ich sofort investieren. Aber gut , es war schon gut für uns natürlich. Und auch man muss auch sagen, Frank hat uns vor allen Dingen auch beigebracht. wie man eine Brand aus sich selber macht. Das hat Frank ja, also kann man ja nicht anders sagen. Da ist er wahrscheinlich einer der besten in Deutschland. Und der hat dann gesagt, wir sollen unsere Gesichter auf die Displays drucken und so wir haben gesagt, Frank wie Spints doch gesagt, nee, nee, das macht ihr auf jeden Fall. Die haben euch im Fernsehen gesehen und ihr wart nett. Die müssen jetzt eure Gesichter sehen, dann im Handel oder so. Haben sie gemacht? Ja, haben wir dann gemacht und das war es war gut, oder?

22:44 Anne Lemcke: Ja. Also es klang erstmal total verrückt, muss man sagen. Aber also Auch nochmal, wir haben da von der Redaktion, also da bin ich auch wirklich sehr dankbar, das war dann halt die dritte Staffel. Wir waren der erste Pitch der dritten Staffel. Wir waren in jeder Fernsehzeitung vorher als Ankündigung, war ein Foto von uns beiden. Keine Ahnung, Ehepaar weiß ich nicht. Die fanden uns halt auch einfach nett und nach wie vor unterstützen die uns massiv. Ich habe mit dem Redaktionsleiter letzte Woche Freitag telefoniert. Also wir sind da nach wie vor. Wirklich, ihr habt da noch okay. Immer noch.

23:17 Stefan Lemcke: Naja, wir waren auch zweimal da als Löwen.

23:21 Anne Lemcke: Also, das ist schon eine ganz besondere Beziehung, die wir zu denen haben, die aber auch zu uns. Die haben einen Aufsteller von uns. In ihrem Büro stehen, weil die sind auch stolz, ja, was die

23:32 Stefan Lemcke: Lürden letztendlich machen kann.

23:33 Anne Lemcke: So von wegen, schau mal hier zu dem, was es halt irgendwie geworden ist. Also das ist schon

23:39 Stefan Lemcke: Nein, also ich wollte das auch nicht kleinreden. Das ist mit Sicherheit auch ein maßgeblicher Bestandteil unseres Erfolgs.

23:48 Feliks Eyser: Destana, was hattest mit euch persönlich gemacht, du hast gesagt, es hat euch nicht nur im Business verändert, sondern auch auf der persönlichen Ebene? Was ist das vorher und nachher?

23:56 Anne Lemcke: Also persönlich weiß ich jetzt nicht. Also natürlich schon, dass wir halt unsere Gesichter gezeigt haben. Dass wir dann gesagt haben, aha, okay, Frank sagt, wir müssen jetzt unsere Gesichter aufs Display drauf machen, weil er hat gesagt, Menschen kaufen gern von Menschen. And a logo auch egal wie schön it is und ich finde unser Logo is sehr schön, aber die merken sich halt eher so here Das sind Stefan und Anne von Ankerkraut und ich habe das immer so ein bisschen definiert, wie wir sind wie so eine Winzer-Familie, weißt du? Die stellen sich ja auch nach vorne und sagen: Guck mal hier, wir sind Familie XY und wir machen hier den Wein in der Pfalz oder wo auch immer. Und so haben wir das dann letztendlich als Personal Branding, ohne dass wir wussten, dass es Personal Branding ist. Haben wir es halt einfach gemacht, weil es für uns der naheliegendste Schritt auch war. Wir hätten uns ja auch irgendwelche teuren Testimonials suchen können. Aber

24:46 Feliks Eyser: wir waren selber.

24:47 Anne Lemcke: Aber wir waren es selber. Genau, mit allen Höhen und Tiefen, die das halt irgendwie, weil man stellt sich natürlich auch ganz nach vorne. Und wenn man ganz vorne ist, dann kriegt man manchmal nicht nur Liebe ab, sondern halt auch, ja

24:59 Feliks Eyser: Was hat euch am meisten überrascht an diesem Fame? Dass du auch Hate kriegst.

25:06 Anne Lemcke: Oder dass du überall erkannt wirst teilweise.

25:08 Stefan Lemcke: Der Moment zu lernen. dass du nur relevant sein kannst und Liebe kriegen kannst, wenn du auch Hask. Es ist einfach so, leider. Also wenn du beliebt sein willst, wirst du immer auch Leute haben, die dich nicht mögen. Und das war bei uns auch vor Nestlé, vor DHDL schon so, dass wir einfach auch Leute hatten, die gesagt haben: ihr seid echt richtig doof. Haben die euch das ins Gesicht gesagt? Nee, das ist ja das Witzige daran, dass das kriegst du niemals persönlich gesagt, auch bei Nestlé nicht, glaube ich. Vielleicht so zwei, dreimal irgendwo auf der Straße, aber eigentlich eher weniger. Hate, kriegst du immer nur online. Online.

25:46 Feliks Eyser: Alles so random. Internet-People, die kommentieren, wo du ein Profil siehst, null Follower, irgendein

25:51 Stefan Lemcke: Account. Genau. Manchmal auch echte Leute. die dann aber den Ton ein bisschen runterziehen. Also die dann nicht krass beleidigen, aber die krassen Beleidigungen oder die, wir haben ja Sachen geschickt gekriegt, ähm , krieg bitte nicht noch mehr Kinder, damit deine Gene sich noch nicht noch weiter in der Welt vermisst. Oder ich möchte euch mal in einer dunklen Ecke treffen. Ja, ich möchte euch nachts mal treffen. Oh mein Gott. Schließt mal lieber euer Haus zu, mal gucken, ob Besuch kommt, schafft euch mal Personenschutz an. Also das sind alles Nachrichten, die wir gekriegt haben.

26:24 Feliks Eyser: Nach dem Verkauf an Nestlé. Oder davor schon. Nein. Und das war alles getriggert durch den Exit. Und erzählt mir nochmal bis dahin. Was würdet ihr sagen Die Businesswelt ist hartes, was hast du mir im Vorgespräch gesagt? Was war das Schwierigste am Aufbau von Ankerkraut? Was war der Moment, wo ihr gesagt habt, uh

26:42 Über 200 Mitarbeitende, der Truck-Test und Hiring nach Bauchgefühl

26:42 Anne Lemcke: Der Wachstum.

26:43 Stefan Lemcke: Ja, das Wachstum.

26:44 Anne Lemcke: Also ich meine, das Wachstum, wir haben einfach, wir sind die ganze Zeit einfach nur auf Vollgas gerannt.

26:50 Stefan Lemcke: Also großes Glück, um dich mal kurz zu unterbrechen, dass wir nie ein so großes Problem hatten, dass wir uns gefragt haben, müssen wir das Unternehmen jetzt einstellen oder nicht. Also das hatten wir nicht, aber es war quasi andersrum, dass wir zu schnell gewachsen sind, die Nachfrage war zu groß und wir nicht genau gewusst haben, wie wir das hinkriegen können. Naja,

27:12 Anne Lemcke: Strukturen aufzubauen, dass du plötzlich an den Handel liefern, Mitarbeiter einstellen. Oder, ne, also wir haben irgendwann wirklich alles eingestellt, was nicht bei drei auf den Bäumen war.

27:24 Stefan Lemcke: Und tatsächlich, ja, die komplette Nachbarschaft.

27:27 Anne Lemcke: Ja, aber das ist. Also gibt es sehr positive Beispiele von Leuten, die wir aus der Nachbarschaft eingestellt haben. Zum Beispiel Hallo Kevin, der ist auch immer noch bei uns. Der hat angefangen als Schüler , war 18, hat angefangen, Gewürze abzufüllen. Inzwischen ist er Bereichsleiter bei uns. Also der begleitet uns. uns auch schon seit

27:45 Stefan Lemcke: und hat nebenher studiert.

27:46 Anne Lemcke: Ja, also das ist natürlich gibt es diese Beispiele, aber so teilweise klappt das dann halt auch nicht so gut und dann musst du dich dann halt wieder von den neunten trennen, aber du stehst halt morgens zusammen an der Bushaltestelle, um dein Kind irgendwie zur Grundschule zu bringen. Das ist natürlich teilweise dann halt auch ein bisschen schwierig, aber das sind halt die Wachstumsschmerzen, die man dann halt irgendwie hat.

28:07 Stefan Lemcke: Was habt ihr jetzt Schmerz, den jeder Unternehmer kennt? Aufgaben abgeben. Du wächst, du weißt, okay, das kann ich nicht mehr machen, dafür muss ich jemanden einstellen und dann musst du dieser Person Das Übergeben und der Vertrauen, dass sie das richtig macht. Und sie wird es ja nie hundertprozentig so machen, wie du das möchtest. Ja, weil wenn du das selber machst, wird es immer ein bisschen anders machen. Und dieses Vertrauen aufbauen in die Leute Das musste ich wirklich lernen. Das war für mich ein bisschen hart, weil ich schon so ein bisschen Controlfreak bin. Ja, und irgendwann habe ich das dann so. Perversioniert, dass ich für ein halbes Jahr lang im Büro gar nichts mehr gemacht habe. Also einfach gesagt habe, ja, das war so eine Zeit, wo ich gesagt habe, okay, ich will das jetzt mal richtig doll machen, es ist Geld da, ich stelle viele Leute ein und hab dann versucht, einfach nichts mehr zu machen und alle Aufgaben, die ich hatte, einfach irgendjemanden anders zu geben. Ich glaube, das war. . Nach einem Gespräch mit einem anderen Unternehmer, der mir dann diesen Truck-Test gesagt hat, ja, was passiert, wenn du heute von einem Laster überfahren wirst? So, ja, dann bist du halt morgen nicht mehr da. Was passiert mit der Firma? Die muss trotzdem weiterlaufen. So, ich habe natürlich trotzdem, dann nach dem halben Jahr, habe ich dann wieder was gemacht. Also so ist es nicht. Aber ich habe eine Zeit lang wirklich versucht, knallhart, was machst du hier? Welche Aufgaben muss jemand anders machen?

29:28 Anne Lemcke: Also du meinst aber operative Arbeit vor

29:30 Stefan Lemcke: Führung

29:30 Anne Lemcke: und Führung war natürlich nach wie vor, und das war ja am Ende Wir schauen unser Job ja nur noch durch Führung letztendlich.

29:37 Stefan Lemcke: Zum Beispiel gucken, sind die Bestellungen rausgegangen, hat bei Amazon jeder auf die. . Nachrichten von Kunden zurückgeschrieben, denn wenn du das nicht machst, wenn du bei Amazon 24 Stunden lang nicht zurückschreibst einem Kunden, wird dein Account geblockt. Und wenn du den Account entblocken willst. . Das ist nicht ganz einfach. Anne hat dann über Frank den Amazon-Europa-Chef kennengelernt. Der hat dann unseren Account entblockt. Ja, also Amazon ist nicht nur gut, weil die gut sind, sondern die sind auch gut, weil die extrem hart mit den Leuten umgehen, die da die Ware drauf. Anbieten.

30:17 Feliks Eyser: Und sag mal, in der Zeit in diesen sechs Monaten, bei deinem Truck-Test-Experiment, also was in deinem Nachhinein die Erkenntnisse, was ist besonders gut gelaufen und wo sagst du, oh, das war aber nicht so gut, da nicht in den Details drin zu sein? Also

30:27 Stefan Lemcke: zu lernen Erstmal musst du die richtigen Leute anstellen, das ist natürlich klar. Und zweitens, du musst die Hände wegnehmen und die Leute machen lassen. Die dürfen nicht das Gefühl haben, dass die Mikro gemanagt werden, dass die eine. quasi eine Puppe sind, wo du mit deinen Händen dann hinten drin bist, sondern die müssen das selber machen. . . Und dann hast du nach einer Woche, nach zwei Wochen, hast du immer mal ein Meeting mit denen, wo sie dir sagen, was sie gemacht haben. So, ich habe natürlich die trotzdem kontrolliert, weil ich ein Controlfreak bin.

30:58 Anne Lemcke: Aber kontrolliert klingt so gemein.

31:03 Stefan Lemcke: Ich gucke dann die Zahlen an, ich habe dann geguckt, was die Kunden schreiben und so gibt es da ein Problem irgendwo. Aber das Vertrauen in die Leute und sie machen lassen, das ist, glaube ich, das wichtigste Learning. was ich dann irgendwann hatte.

31:15 Feliks Eyser: Ja, und ich finde auch, also dieser Begriff Micromanaging, der ist ja irgendwie negativ behaftet, aber in den Details drin zu sein, ist ja erstmal positiv und da haben ja die Leute auch was davon. Und ich finde, das ist so eine zentrale Erkenntnis, dass so Kontrolle gar nicht so ein Nullsummenspiel ist im Sinne von, wenn du 100% der Kontrolle hast, dann hat die andere Person gar nichts mehr. So ist es ja nicht. Es kann ja gut sein, dass du drin bist in den Details und trotzdem verstehst, was da den ganzen Tag passiert. Und die andere Person trotzdem befähigst. Und ich glaube, das ist so ein Balanceakt, den man machen kann.

31:40 Stefan Lemcke: Du bist Unternehmer und Gründer, deshalb siehst du das so. Ich sehe das ja genauso. Du bist der Kontrollierende, aber. Der Kontrollierte, also die Person, die kontrolliert wird, die sieht das wahrscheinlich anders. Aber ich sehe es auch genauso, natürlich. Es ist ja auch kein kontrollieren, das Wort ist so böse, sondern es ist ein Wie ein Adler oben drüber oder wie eine Eule um drüber fliegen und ab und zu mal runter gucken, was da so los ist.

32:04 Feliks Eyser: Okay, wie Kindererziehung. Ja, genau. So

32:07 Anne Lemcke: mal ein Geben und Nehmen.

32:10 Feliks Eyser: Du hast gesagt, die richtigen Leute einstellen, okay, sagt jeder, wie erkennst du die? Ihr habt eine Spitze, glaube ich, 250 Leute in der Organisation gehabt, ihr habt hunderte von Leuten eingestellt über die Zeit. was sind deine Top 3, eure Top 3, wenn eine Person vor euch sitzt, weil in der Situation ist jeder Founder, jede Gründerin mal irgendwann drin und sagt, okay, da ist eine Person, vielleicht ist sie gut, vielleicht nicht.

32:28 Stefan Lemcke: Wir beide sind ganz schlimm. Das menschliche. Wir sind ganz schlimm, wir gehen nur auf das Menschliche. Ich habe überhaupt keine Fragen oder so, sondern ich gucke einfach nur, ob der zu mir passt oder die oder der zu mir passt.

32:39 Anne Lemcke: Dann muss der Lebenslauf ja schon eigentlich so sein, dass es halt irgendwie passt für Position XY. Lädt es ja nicht ein, nur weil er halt irgendwie nett aussieht. Also Keine Ahnung, Marketing, wie auch immer, lädt die Person dann ein und entweder es klickt oder es klickt nicht. Das ist das Bauchgefühl. Also bei ganz vielen Dingen bei Ankerkraut haben wir auch wirklich extrem auf unser Bauchgefühl irgendwie geachtet und eigentlich. Was Menschen angeht und Bauchgefühl sind wir eigentlich ganz gut. .

33:10 Feliks Eyser: Unsere Mission ist Unternehmertum in Deutschland positiv darzustellen. Und ihr könnt uns dabei unterstützen, indem ihr den Channel abonniert, denn Je mehr Leute den Channel abonnieren, desto öfter werden die Videos ausgespielt und desto coolere Gäste können wir einladen. Deswegen verpasst keine Folge, abonniert den Channel und unterstützt Founder Mode bei der Mission Unternehmertum ins richtige, positive Licht zurücken. Wie viel Umsatz habt ihr in der Spitze gemacht vor dem Exit?

33:33 Stefan Lemcke: Knapp 50 Millionen. Okay. Das war schon ein ganz schönes Rad. Für uns ist natürlich immer noch, wenn man von draußen rauf guckt, ein relativ kleines Unternehmen. Aber da waren wir schon ganz schön stolz drauf. Und du musst dir vorstellen, ein so ein Glas, ja, das kostet 5 Euro. Ja, was du für 50 Millionen, wie viele Gläser oder viel. 10 Millionen Euro.

33:57 Anne Lemcke: Und nicht nur verkaufen, muss sie auch produzieren. Und

33:59 Feliks Eyser: produzieren.

34:01 Stefan Lemcke: Und wir verkaufen ja auch nicht ein Glas, nur zu nicht nur D2C, sondern das geht ja auch in den Handel. kriegt man ja auch nur einen ganz kleinen Share. Das heißt, es waren nicht 10 Millionen Gläser, sondern es waren eher so 15, 18 Millionen Gläser, die wir in dem Jahr gemacht haben. Das ist schon, wenn man sich das vorstellt, in Paletten.

34:19 Feliks Eyser: Das ist schon ganz schön viel.

34:24 Stefan Lemcke: Ja, das ist krass. Zu mir hat mal jemand gesagt, das war so im zweiten, dritten Jahr und dann habe ich so gesagt, ja, ich will gar nicht, dass das so groß wird. Und der hat zu mir gesagt, ich weiß gar nicht mehr genau wer das war, der hat zu mir gesagt, du. Wirst . . irgendwann mal durch eine Halle gehen und mit deinen Händen an den Paletten langfühlen und du wirst es lieben. Und ich hab den angeguckt und dachte, so, der ist ja total irre. Und weißt du, was ich jetzt jedes Mal mache, wenn ich im Lager bin? Ich gehe jedes Mal mit der Hand an den Paletten lang und ich denke an diesen Typen. Ich weiß noch, wie der aussieht, aber ich weiß nicht, wie er heißt.

34:58 Anne Lemcke: Aber Stefan, weil es halt auch nicht selbstverständlich ist, dass es so gekommen ist, ne, und weil wir ja nicht sofort eine 10. 000 Quadratmeter Halle irgendwie gemietet haben, um da Paletten reinzustellen, sondern es war wirklich so Ich bin nach Hamburg mit einem Kombi gefahren zur Gewürzmühle und bin dann da hingefahren und habe den Kofferraum aufgemacht und habe Salz und keine Ahnung was irgendwie abgeholt. Und da ist nämlich auch so ein Aha-Moment gewesen. Da war dann so ein Mann, der hat die Gewürze da eingeladen und der hat dann zu mir gesagt, also sie brauchen bald mal einen Sprinter. Und ich so Wer soll das denn bezahlen? Ja, einen Sprinter spinnt der. Inzwischen haben wir LKW. Verstehst du, was ich meine? Das war aber nie der Plan. Der Plan war nicht ein Fancy Office, der Plan war nicht eine Riesenhalle, eine eigene Riesenproduktion, sondern es war wirklich der, was war das? Skoda Kombi? Kofferraum auf, Gewürze rein, umfüllen und so weiter mischen, alles klar. Aber wenn du dann jetzt in diese Produktion oder ins Lager gehst, das ist einfach unglaublich.

36:10 Stefan Lemcke: Der Reifen war ganz schön tief in dem Kasten drin, also da war nicht mehr viel Platz. Alle hat das Auto gut brutalst überladen.

36:21 Anne Lemcke: Und es hat auch schön nach Curry gerauchen.

36:22 Stefan Lemcke: Oh Mann, das war's. Wie kam es zum Exit?

36:27 Feliks Eyser: Oh, strukturierter Prozess. Ihr wolltet draußen, ihr hattet zu dem Zeitpunkt schon Private Equity drin, ihr habt ja gar nicht viel Geld geracet, muss man sagen. Also das Geld, was in die Firma reingeflossen ist, hat sich an Grenzen gehalten, oder?

36:37 Stefan Lemcke: Also muss man sagen, wir haben einen Frank mit 300. 000. Und Matthias, der dann aus strategischen Gründen mit dazugekommen ist, damit wir bestimmte Anteile im Vertrag mit Frank ein bisschen ändern können, haben wir gesagt, wir holen jetzt einen anderen. Holen jetzt einen anderen Investor mit dazu, mit dem kannst du gerne gerne reden. Hier will ich auch gar nicht so genau eingehen drauf. 500. 000 haben wir damals gerasen.

37:03 Feliks Eyser: Du hast gesagt, die Berliner Startups, so die raisen Die raisen 50 Millionen und machen dann 5 Millionen Umsatz über Deutsch.

37:10 Stefan Lemcke: Ich komme ja aus einer anderen Welt. Ich habe das immer so als Unternehmen gesehen. Ich habe nie gedacht auch nie gedacht, dass man das mal kaufen könnte oder dass mir eine Bank Geld leitet, also eine Bank vielleicht, aber dass da Investoren Geld in mein, mein Unternehmen investieren, das war 2013, war ich noch nicht in der Welt. Für mich war immer ein Unternehmen, muss Gewinn machen, Punkt. Ansonsten ist es kein richtiges Unternehmen. Und ja, das haben wir dann auch so, haben wir auch so durchgezogen. Das war auch gut. Und ganz strukturierter Prozess. Ja, aber das hatte mehrere Gründe, ne? Ja, hatte mehrere Gründe. Also Meine Eltern sind sehr krank geworden. 2018 ist meine Mutter krank geworden, die hatte einen Gehirntumor, ist auch nach anderthalb Jahren verstorben. Die haben neben uns gewohnt, also wir haben die quasi mitgepflegt. Und dann ist sie ins Hospiz gekommen, mein Dad ist mit ihr zusammen ins Hospiz und dann starb sie und er kam raus und du hast richtig gesehen. Wie der sich wieder so ein bisschen aufgerichtet hat, ja, wieder dann nach diesem schlimmen Jahr oder diesen schlimmen anderthalb Jahren kam er dann zurück ins Leben Nur um, da waren wir gerade, sollten wir irgendwo sprechen, hatten die Kinder mit meinem Vater allein gelassen, drei Monate nach dem Tod von Mama, das erste Mal wir weg wieder Und wir haben einen Call mit unserem Geschäftsführer, der auch unser Schwager ist und meine Schwester sagt irgendwie im Hintergrund so, ja, ich muss zu Papa, der hatte irgendwie einen Schlaganfall, so und wir so bei dem Call so Hä, wie, was, der passt doch auf die Kinder auf. Und dann haben wir versucht, ihn anzurufen, ging nicht ran, haben wir die Nachbarn angerufen und gesagt, geh mal bitte hin. Hol mal die Kinder raus, haben uns sofort.

38:55 Anne Lemcke: Die Kinder haben vom Fernseher, also das war wirklich unsere Nachbarin, die wussten natürlich, was bei uns los war. Und Die ist wirklich los, noch bevor der Krankenwagen da ist. Leo und Ida saßen vorm Fernseher. Also mein Schwiegervater hat die Kinder noch vor dem Fernseher abgesetzt, hat die Glotze angemacht. Sie ist rein, Tür raus, und hat gesagt: Ha, Leonida, kommt mal mit, hat sie mit nach Hause genommen, Gott sei Dank. Und wir waren aber 500 Kilometer weiter weg. Und das lange Rede, kurzer Sinn, was wir dachten, was ein Schlaganfall war, war auch ein Irentumor. Und zwar genau derselbe. Was eigentlich statistisch gesehen unmöglich ist. Die sind ja natürlich nicht genetisch miteinander verwandt, sondern das sind ja seine beiden Eltern.

39:31 Stefan Lemcke: Wollen wir hoffen, dass die nicht genetisch verwandt waren. Ah, okay, aber genetisch trage ich da schon. . Also man sagt, es ist nicht vererbbar, diese Art von Krebs. Trotzdem mach das was mit dir, ja. Also ich war total, ich hab halt gedacht, ich sterb jetzt. Ich bin fünfmal nachts hochgeschreckt Herz hat geklopft und ich habe gedacht, das war's jetzt, ja.

39:51 Anne Lemcke: Ja, und der ist dann halt auch nach anderthalb Jahren verstorben.

39:52 Stefan Lemcke: Der ist auch nach anderthalb Jahren verstorben. So, das hat bei mir was getriggert. Also nicht nur, dass es mir wirklich auch schlecht ging, ja, sondern das hat bei uns beiden auch getriggert, hey Ich kann morgen umfallen, wir können morgen umfallen, das Leben ist total schnell vorbei, wenn du Pech hast. Wir müssen jetzt Geld aus der Firma holen. Ja, das kann nicht sein, dass unsere Kinder nichts davon kriegen, dass wir nichts davon haben, immer nur arbeiten. So, und das hat das dann getriggert, dass wir den ersten strukturierten Prozess gemacht haben und dann mit dem Private Equity Unternehmen aus München. Wir haben alles abgesagt, wirklich. Also haben 20 Leute kennengelernt, wovon auch viele gerne investiert hätten und haben das dann zum Schluss mit Klaus gemacht von EMZ, weil das der einzige war, der gepasst hat. Das ist der Private Equity Fonds.

40:43 Anne Lemcke: Ja, und da auch wieder das Menschliche, muss man ganz ehrlich sagen.

40:45 Stefan Lemcke: Da auch das menschliche Fond.

40:46 Anne Lemcke: Da auch wieder das Menschliche.

40:48 Stefan Lemcke: Was bei Private Equity manchmal schwer zu finden ist. Zumindest nicht dafür bekannt. Nee, sie sind nicht dafür bekannt. Das sind die größten Empathensituationen. Dass sie wie du Empathie versprühen. Klaus schon. Klaus schon und Ja, so. Und dann war ja auch erstmal gut. Ja, dann hatten wir quasi Geld hinter der Firewall. Das war alles gut. Weiß ich nicht mehr. Meine Frau macht so und ich sage ist mir entfallen. Naja, aber jetzt nicht so

41:21 Anne Lemcke: nicht so

41:22 Stefan Lemcke: dass man auf der

41:23 Anne Lemcke: Safe. Seite ist irgendwie. .

41:25 Stefan Lemcke: Wahrscheinlich, dass man nicht mehr unbedingt arbeiten muss, aber auch nicht übertrieben viel. Nein. Okay. Ein paar Millionen vielleicht. Ja, ja, ja, ja. Also nie niedriger Millionenbereich. So. Und Dann wollten wir ja gar kein Ex oder mussten gar nichts mehr machen. Und dann rief Klaus irgendwann an und sagte, just just spices, die unsere absolute Konkurrenz waren. Ich glaube, die Jan mag. Und wir sind so, ey, wir haben doch gerade den Prozess mit dir durch. Ja, das war dann ein halbes Jahr, ein Jahr, nachdem wir da unter und schrieben hatten. Und so ein M&A-Prozess ist ja auch echt anstrengend. Und wir sind so, ey, das meinst du doch nicht ernst, oder? Und wir haben alle Nein gesagt. Und Anne hat gesagt, doch.

42:13 Feliks Eyser: Wieso?

42:15 Stefan Lemcke: Weil sie gesagt hat, genau das gleiche wie mit der Fernsehshow, wenn du bei dem einen Strategen, der sowas kaufen möchte. Wenn du da nicht mit auf dem Tisch liegst, ja, und das ist das einzige Unternehmen, was in den nächsten fünf bis zehn Jahren so einen Deal macht, dann will ich daneben liegen. Die müssen wissen, wer wir sind.

42:38 Anne Lemcke: Ja, weil es schon klar war, wir machen das nicht mit Private Equity, sondern das muss ein strategischer Partner sein. Und so viele gibt es da ja nicht. Und

42:46 Stefan Lemcke: viele Risiken für Konzerne. Hatte sie aus der heutigen Sicht Auch absolut recht mit. Also hätte ich damals war das genau richtig, dass sie das so gesagt hat. Und dann wurden die Investoren natürlich wach, ja, als die merkten, also die haben uns nie gezwungen. Frank stand nie irgendwie, sag ich mal, jetzt hinter uns mit dem Messer in der Hand, aber da war schon auch immer so ein. Push, der war natürlich gerade erstmal happy, dass es da auch Geld gab aus . . dieser Runde, hat uns aber auch quasi Klar, verständlich gemacht. Klar. Weil das ist jetzt auch noch, was sich auch einlässt.

43:24 Feliks Eyser: So ein Multinvestor, irgendwann will das seine Anteile verkaufen. Klaus ist ein netter Typ, aber der hat auch das Mandat, Geld zu vermehren für seine Investoren.

43:31 Anne Lemcke: Genau, und ganz ehrlich Also das Ding ja quasi, also der Weg zum Exit, der wurde geebnet 2016, als wir Investoren dazu genommen sind. haben. Und ganz ehrlich, das war uns vielleicht gar nicht unbedingt so hundertprozentig so bewusst im Moment. Aber so ein Investor will ja auch nicht für die nächsten hundert Jahre an irgendeinem Familienunternehmen beteiligt sein. Du kannst sie dann vielleicht irgendwann rauskaufen. Ja, zu was weiß ich, was für einer Bewertung, das hätten wir aber niemals machen können. Das Geld hätten wir niemals gehabt, um die Investoren da rauszuholen. Dementsprechend Also kommt natürlich auch ganz oft die Frage, warum habt ihr das gemacht? Ja, wenn man Investoren an Bord haben, die wollen halt einen Return haben, das ist halt so. Das machen sie nicht, um halt ihr Geld da drin zu parken.

44:17 Stefan Lemcke: Und es wird ja noch besser. Der PE-Deal , der war dann so, dass es da eine Preferred Share Klasse gab, die verd verzinst war. Das war also quasi ein Licht. Das machen die auch ganz gut. Machen die gerne. Habe ich in dem Moment gar nicht mehr so groß den Kopf gemacht drüber, weil ich immer gedacht habe, okay, das ist verzinst mit irgendwie mit 6 Prozent, solange wir mit mehr als 6% wachsen. Ist ja alles gut, aber nach so einem halben Jahr, einem Jahr fängt man dann schon an zu überlegen und sagt, okay, wenn wir nicht mehr wachsen, dann gehört ihm die Firma irgendwann. Ganz, ohne dass er irgendwas dafür macht. Ja, so, also da war dann quasi in den Vertrag auch schon so ein eingebauter Exitdruck da. Das

45:01 Feliks Eyser: deine Uhr tickt.

45:03 Stefan Lemcke: Das San Urteckt, ja. Dass quasi die Lick Pref, also das, was der im Exit vorher kriegt, weil seine Shares erstmal mehr von diesem Exit-Geld kriegen. Das wuchs an. Und da habe ich dann gedacht, wups, okay.

45:17 Feliks Eyser: Dann kam das alles zusammen und dann waren beide Firmen, also Just Spices hat quasi so ein Stück weit initiiert am Markt und ihr wart dann parallel im Verkaufsprozess. Just Spices hat am Ende an Kraft verkauft.

45:26 Anne Lemcke: Richtig. Und

45:27 Feliks Eyser: wir haben Nestlé.

45:28 Anne Lemcke: Und wir haben Nestlé.

45:29 Feliks Eyser: Hattet ihr mehrere Angebote auf dem Tisch später oder war das da Nestlé oder niemand?

45:33 Anne Lemcke: Ja, also wir haben schon mit allen, die es da so gibt. gesprochen. Also.

45:39 Stefan Lemcke: Die Auswahl spitze sich nachher zu, also ohne da jetzt genau zu genau zu zu werden. Aber es ist nicht so, dass wir Vor dem Raum mit 100 Leuten saßen, wo wir uns dann irgendjemanden ausgesucht haben. So war es nicht.

45:52 Feliks Eyser: Ja. Und ihr habt es dann gemacht, das ging durch die Presse.

45:55 Der Shitstorm nach dem Nestlé-Verkauf

45:55 Stefan Lemcke: Das ging durch die Presse.

45:56 Feliks Eyser: Als Reaktion gab es erstmal einen Shitstorm. Ja.

46:00 Anne Lemcke: Das war nicht so schön.

46:01 Stefan Lemcke: Es ist ja so, ja, wenn du ein Unternehmen aufbaust und wir wurden immer, wir haben immer viel, viel Love gekriegt, ja. Es wurden immer tolle Unternehmer und alles super so und dann denkst du, Okay, krass, ich mache ein Exit an den weltgrößten Lebensmittelladen. Wie heftig ist das denn bitte? Und dann in deinem Kopf wirst du über den Dorfplatz tragen und es schreien alle und jubeln. Und dann wachst du auf und denkst so. Nein! Ich krieg nur Hass. Ja, ich krieg nur Hass. Und ja, man hätte es vorher vielleicht ein bisschen ahnen können. Vielleicht haben wir es auch gewusst und verdrängt, ich weiß das heute gar nicht mehr, das ist ja auch schon ein bisschen her. Aber mit dieser Dessen quasi die Lawine an Hass, die da über uns rübergerollt ist, mit der haben wir nicht.

46:58 Anne Lemcke: Nicht von Unternehmern, ne?

46:59 Stefan Lemcke: Nicht von Unternehmern, gar nicht. Die haben mich alle nur beglückwünscht. Glaube ich, ja. Aber die Kunden oder vermeintlichen Kunden, wir haben dann nachher auch so eine. Mit so einem Shitstorm-Professor haben wir das dann auseinandergenommen und der gibt es, ja, ja. Und der hat halt gesagt, irgendwie 90 Prozent der Leute, die teilgenommen haben an diesem Shitstorm, gehen wir davon aus, dass das niemals Kunden von euch waren. Das heißt also, das war auch kein richtiger Shitstorm, der von unseren Kunden kam, sondern das war einfach eine. Welle der Entrüstung, die ja man hat halt versucht uns zu canceln. So heißt es ja heute. Und ja, das war schon ganz schön schlimm in dem Moment. Also das hat.

47:42 Feliks Eyser: Was habt ihr über euch gelernt, als Menschen in so einer krassen Situation?

47:46 Anne Lemcke: Also,

47:47 Feliks Eyser: Schneckenhaus war das erste.

47:49 Anne Lemcke: Ist schon auch gut, dass man sich dann gegenseitig hat. Also ich glaube, wenn ich jetzt da alleine an der Front gewesen wäre oder du auch, also Ich habe dann auf jeden Fall gelernt, mich nicht so viel mit diesen Dingen auseinanderzusetzen. Ja, mit den Negativvies.

48:08 Feliks Eyser: Wie hast du das gemacht?

48:09 Anne Lemcke: Einfach nicht gelesen. Was nicht da ist. Instagram gelöscht. Instagram ging ja sogar, aber Facebook oder was weiß ich was einfach nicht. Es bringt mir ja in dem Moment nichts. Verstehst du? Das bringt weder mich noch meine Familie irgendwie weiter. und es war also ich habe für viele dinge verständnis und ich finde auch kritik ist immer willkommen so, ja. Aber wenn es zu persönlich wird und zu viel unter der Gürtellinie von Leuten, die noch nie ein Wort mit uns irgendwie gesprochen haben und das gar nicht einschätzen können, wie wir denn so als Menschen irgendwie sind. Finde ich schon schwierig. Noch schwieriger finde ich dann, wenn es Menschen sind, die in gewisser Art und Weise eine Person des öffentlichen Lebens sind und sich dann halt irgendwie als Gutmenschen positionieren wollen.

49:02 Feliks Eyser: Und das für ihre Agenda nutzen ein Stück weit.

49:03 Anne Lemcke: Dass wir ihre Agenda nutzen, um zu sagen, ich bin hier auf der Goodside und drei Tage später kam ehrlicherweise der eigene Fall, ohne jetzt irgendwie einen Namen zu sagen. Aber das ist schon halt irgendwie schwierig.

49:15 Stefan Lemcke: Achso, der, oh ja.

49:17 Anne Lemcke: Erzähle ich dir nachher mal, wer das war.

49:20 Stefan Lemcke: Okay, stay tuned. Wer öffentlich kommentiert hat, ja, ihr seid doof, ihr Loser und eine Woche später Hatte er selber.

49:30 Feliks Eyser: Gab's Nach und dann an der Kritik, was, wo er sagt, es war fair?

49:35 Stefan Lemcke: Also ich würde mal so

49:37 Anne Lemcke: Konstruktive Kritik ist immer gut.

49:38 Stefan Lemcke: Konstruktive Kritik ist immer gut und wir sind Leute, ich liebe den Diskurs. Ich lasse mir auch gerne sagen, das und das, was du machst, ist falsch, aber ich lasse mir nicht so gerne sagen, du bist ein Arschloch. Weil ich finde dich doof. Da muss für mich irgendwie eine Substanz sein. Würden wir die Exit-Entscheidung heute mit allem, was wir erlebt haben, wieder genauso machen? Fragezeichen dran. Ja, das haben wir auch in der Presse anders gesagt. Wir haben auch nach dem Exit gesagt, wir würden das immer wieder machen. Heute würde ich auf jeden Fall ein paar Sachen anders machen. Aber die Entscheidung damals, mit dem Wissensstand, den wir damals hatten, würden wir wieder genauso treffen. Das fragen wir uns auch immer. Haben wir das richtig gemacht in dem Moment? Ja, weil uns fehlte ja auch diese Information. Was dann über uns rüberrollt, das haben wir auch echt nicht mitgerechnet.

50:25 Anne Lemcke: Und nach wie vor finden wir , guck mal, wir machen ein Lebensmittelprodukt. Dann kommt der weltweit größte Lebensmittelproduzent oder Konzern und sagt, ey, ich habe Interesse an eurer Marke. Das ist und bleibt auch einfach eine wahnsinnige Ehre. Ist auch ein

50:45 Feliks Eyser: dritter Schlag.

50:45 Anne Lemcke: Ja, natürlich. Und wir haben halt irgendwie gedacht, so krass, ja, dann irgendwann, das ist natürlich auch der Traum eines jeden Gründers. Bist du in Land XY, keine Ahnung, Amerika, läufst durch die Regale und da steht dann halt irgendwie Ankerkraut. Ja. Das wünscht sich jeder. Und dementsprechend, äh, ja.

51:07 Feliks Eyser: Und was würde der anders machen?

51:10 Stefan Lemcke: Also mindestens mal die Kommunikation anders machen, vorher auch bestimmte Sachen absprechen, dass man das so und so machen muss.

51:20 Anne Lemcke: Oder auch nicht machen muss, aber man muss natürlich auch sagen, uns waren ja auch die Hände gebunden, ja. Du weißt es selber, man macht ja Verträge und auch nach wie vor haben wir Verträge, wir dürfen über bestimmte Sachen einfach werden ausgeklammert. Da kann man nicht reden, ja.

51:32 Feliks Eyser: Ich habe gerade mit einem, sorry, wenn ich reingehört, ich habe gerade in einem vorne. gesprochen eingeladen für den Podcast Riesen-Exit. In Deutschland ging durch die Presse hunderte von Millionen, solche ich gesagt, hier willst du den Podcast? Der hat gesagt, ja, frag meine Pressefrau, ich bin se, ich bin nur noch Sklave In meinem Unternehmen. So hat er das formuliert für sich. Hab ich die Pressefrau gefragt. Ich habe gesagt, nein, der darf nicht. Der darf über gar nichts reden. Das war relativ schnell. Der darf gar nicht reden, leider.

51:55 Anne Lemcke: Vielleicht auch nicht beide, vielleicht wenn er operativ ausgeschieden ist. Ja, okay. Also wenn der jetzt noch im Earnout oder was weiß ich was irgendwie ist, ist es natürlich irgendwie was anderes, aber. Also selbst wenn wir gewollt hätten, die Kritik war ja dann ganz viel und das kann ich auch nachvollziehen, dass wir Partner nicht frühzeitig informiert haben, sondern es war halt so eine Timeline. Um neun passiert das, um neun. Alles irgendwie so vorgegeben. Und naja, Regeln sind da, man kann sie auch manchmal ein bisschen brechen. Da hätten wir uns vielleicht einfach uns auch mehr trauen müssen und langjährige Partner darüber zu.

52:26 Feliks Eyser: Eure Lieferanten beispielsweise oder Retailpartner?

52:29 Anne Lemcke: Ja, ja, vor allen Dingen Das war gar nicht das Problem, sondern vor allen Dingen Influencer, mit denen wir lange Jahre halten. Die haben dann auf einmal gedacht, so, ey, Moment, ich habe ja den Deal mit Ankerkraut und jetzt auf einmal steht da Nestlé. Das entspricht aber vielleicht gar nicht dem, was ich möchte.

52:41 Feliks Eyser: Fuck, okay. Und die haben natürlich ein Sprachrohr.

52:44 Anne Lemcke: Und

52:44 Stefan Lemcke: da ging es los. Und man muss ja sagen, dass Nestlé Echt, die Leute, die da arbeiten, die kommen ja alle von irgendwelchen Ivy League-Schulen. Da ist ja niemand, der dumm ist. Und die haben damit auch nicht gerechnet, dass das so knallt. Die haben uns ja, wir hatten einen Vertrag da, als sagen wir mal, die Die Markengesichter. Ja, und dann haben wir auch nach einer Woche mit uns gesprochen und gesagt, ey, ich glaube. Euren Vertrag, den lassen wir mal schön irgendwie liegen. . Ihr braucht gar nichts machen gerade. Wir haben unsere ganzen, unser Instagram, unser Facebook alles irgendwie auf Null gedreht. Keiner konnte mir mehr schreiben. Nestlé hat damit auch nicht gerechnet. Nein, hat sie nicht. Und das, obwohl da so viele schlaue Leute sind. Woher hätten wir das wissen sollen? Wir haben noch nie einen Exit gemacht, also so einen großen öffentlichen Exit gemacht. Es war halt Clash of Cultures und ich glaube, dabei belassen wir es jetzt einfach einfach.

53:40 Feliks Eyser: Frauen sprechen da oft über so eine Post-Exit-Depression. Man geht da raus, dann hat man keine Aufgabe mehr und ist ja auch ein Stück weit In der Identität sehr stark verbandelt mit seinem Unternehmen. Wer wart ihr nach dem Exit?

53:53 Stefan Lemcke: Zwei verschiedene Personen. Ich bin vielleicht auch eher mehr so eine Gründernatur als Anne, ja, deshalb hat mich das auch mehr getroffen und Anne kann Gut abstrahieren, oder?

54:05 Anne Lemcke: Ich kann gut Sachen zur Seite schieben, aber ich kann das nachvollziehen. Also ganz ehrlich, wir haben ja jetzt in den letzten Jahren auch viele Founder kennengelernt, viele von denen ein Exit gemacht und 99,9 % haben dann erstmal ein Burnout Und dann fragt man sich, wie kann das denn sein? Man muss doch jetzt eigentlich total happy sein, ja? Ist doch alles wunderbar. Und ich versuche das dann immer so zu erklären, weil also mir ist das ja nicht so gegangen. Aber vielleicht auch einfach, weil ich einen Mann hatte, der das hatte. Und also wir haben ja auch noch zwei Kinder. Ich muss mich ja auch noch um unsere Familie halt irgendwie kümmern. Also war meine Verantwortung jetzt irgendwie bei Stefan. Und Das ist halt einfach so, dieser MA-Prozess als Beispiel. Das ist ja ein totales Gehassel. Du rennst die ganze Zeit mit 150 kmh. Und es ist wirklich, es ist auch total aufregend. Das ist ja auch was Tolles, dass man das über erleben darf. Wie viele Menschen, die Sachen, die Dokumente und Nachtsessions und da ruft der Anwalt an, da musst du das rausschreiben. Und es geht alles Baut sich auf, dass du so den, wie bei Mount Everest, ja. So, und dann kommst du da oben an, dann unterschreibst du und dann ist Stille. Wupp. Sofort vorbei. Keiner ruft dich mehr an, keine Calls. Ist einfach irgendwie erledigt. Ja, und also das ist so falsch.

55:26 Stefan Lemcke: Felix nicht, der musste Earnout machen.

55:29 Anne Lemcke: Nein, aber

55:30 Stefan Lemcke: das ist nicht mehr.

55:31 Feliks Eyser: Ich bin nach Köln gefahren und da ging das Meeting los und das nächste Meeting.

55:35 Anne Lemcke: Aber es ist ja irgendwie anders. Es ist ja ein anderes Meeting als dieser ganze MA-Prozess, was ja auch super spannend ist. Und du willst das Ziel erreichen.

55:42 Feliks Eyser: Voll. Und bei mir kam das dann auch, als ich operativ ausgeschieden bin. Das war das Gleiche. Also, also nach dem Exit selber eingespannt, tausend Sachen. Das ist ja dann auch exciting. Okay, neue Umgebung, jetzt mehr Geld, kannst du Firmen kaufen, whatever. Also, das war dann auch wieder Adrenalin, aber in dem Moment, dass ich dann operativ raus war Das weiß ich auch zu Hause und keine Frage.

55:57 Stefan Lemcke: Ich glaube, das ist der Punkt. Das ist der Punkt, der für bestimmte Personen, für mich, für dich dann in diesem Falle auch einfach der Punkt ist, wo du. Wo du dann ausklingst aus irgendeinem Grund. Also ich fange auch nochmal an und erzähle das mal aus meiner Sicht. Du bist Gründer und dein Unternehmen wächst und du denkst. Boah, ey, irgendwann mal, Millionen Euros, da hast du immer von geträumt früher. . Ja, was kaufst du dir, wenn du gewinnst im Lotto? Voll krass. So. Das ist also so ein Tor aus Gold, wo du denkst, da gehe ich irgendwann durch. Und dann kommt der Tag, das baut sich auf, wie du gesagt hast, M&A-Nacht. zu anrufen, Meeting, Meeting, Meeting, du weißt gar nicht, wo dir der Kopf steht, ja. Das steigt immer weiter, Cortisol, Adrenalin through the roof, ja. Dann ist da dieses Tor aus Gold. Hinter dem Tor leuchtet die Sonne. Du gehst durch. Ja, du bist auf das MA-Radar von Nestlé gekommen. Du gehst durch dieses Tor durch. Und guckst dich dann so um und denkst so, hä? Und jetzt? Was ist denn jetzt los? Weil du plötzlich keinen Job hast mehr. Ja, und das ist mir dann klar geworden in dem Moment. Dass diese Rolle, die ich da hatte, diese Arbeit, mein Job, die ich da hatte, war für mich viel mehr wert als Geld eigentlich. Wir wollen jetzt Geld nicht absprechen, ja, das ist auch gut und wichtig, aber Diese Rolle, die man als Gründer von so einem Unternehmen hat, das ist mein Baby.

56:43 Stefans „Tor aus Gold"-Bild: Was nach dem Exit kommt

57:22 Anne Lemcke: Naja, du hattest dich ja zehn Jahre. War deine Definition ja nicht nur Stefan und der Mann von Anne, sondern deine Definition, deine DNA, war ja das.

57:34 Feliks Eyser: Und dann plötzlich ist es weg. Ich bin der Stefan von Ankerkraut. Du bist auf Event und sagt: Ja, guck mal, das ist der Stefan von Ankerkraut.

57:40 Stefan Lemcke: Du bist ja so verheiratet. Und dann kriegst du obendrauf, kriegst du noch einen auf die Mütze, wo alle sagen, du bist richtig doof. Da war für mich einfach sowieso, habe ich dann auch nach dem Tod von den Eltern und so weiter, bin ich auch echt in ein Loch reingerutscht. Ja, also ich war da gerade in einer Phase, wo ich wirklich auch laut Arzt wirklich eine Depression habe. Und dann hast du das ja mit dieser ganzen Aufregung und dieser ganzen Anstrengung und fällst dann in dieses Loch rein. Ich war fertig mit den Nerven. Ich hab ein halbes Jahr lang gar nichts mehr gemacht. Hab nur viel im Bett gelegen. Ich weiß gar nicht mehr, was haben wir denn gemacht? Ich weiß es nicht. Wir haben nichts gemacht, glaube ich. Wir haben nicht gearbeitet. Wir haben uns einfach nur. Decke über den Kopf. Decke über , also wie quasi bei Covid oder so, einfach sich einschließen und ja.

58:29 Anne Lemcke: Ja. Ah, nee, dann doch, ganz ehrlich, weißt du, was wir gemacht haben. Wir haben Body Transformation gemacht.

58:34 50 Kilo Fett weg: Stefans Body-Transformation

58:34 Feliks Eyser: Yes, genau. Ich wollte gerade fragen, was hat euch geholfen? Und das ist Teil davon?

58:38 Anne Lemcke: Das war Teil davon. Also ich kann dir da auch genau sagen, es gab so einen Moment. Also wir waren nach dem Exit im Urlaub mit den Kindern. Also uns ist das ganz wichtig, dass wir Erinnerungen schaffen mit unseren Kindern und dass wir tolle Reisen machen. Und das hat jetzt gar nichts mit Fancy Hotel und so weiter zu tun, sondern einfach so, weißt du noch, als wir reiten waren, in Australien. Und wir waren Reiten in Australien. Und dann frage ich so zu der Frau: So, hier, wir beide auf dem Pferd, so hatten wir vorher auch noch nicht, glaube ich. Kann sie mal ein Foto von uns machen? Und sie macht so ein Foto von uns und ich gucke das an und ich denke nur so, what the fuck? Wer ist bitte das?

59:17 Stefan Lemcke: Man sitzt ja auf dem Pferd auch ein bisschen so. Dann lachst du noch diesen Helme auf.

59:21 Anne Lemcke: Und das waren auch so eine Brauereifferde, auf die sie uns so drauf gesetzt haben.

59:26 Stefan Lemcke: Weil wir ja auch so schwer waren.

59:27 Anne Lemcke: Und es war, weißt du, das Lustige ist ja eigentlich, Also, wir haben uns ja gegenseitig egal wie lieb gehabt. Und also auch heute noch habe ich ein verqueres Bild von mir im Spiegel. Also eigentlich, wenn ich mich jetzt angucke im Spiegel oder von vor vier Jahren Ich finde jetzt gar nicht, dass das so groß anders aussieht, aber ich sehe es auf dem Foto. Also da habe ich irgendwie ein Foto gesehen von uns auf dem Pferd. Ich zeigte es Stefan, ich zeige dir das Foto gleich auch nochmal. Und er nur so, ja jetzt haben wir aber ehrlicherweise auch gar keine Austreden mehr. Wir arbeiten nicht mehr zu viel. Das mit den Eltern. So, die Trauerphase, wir müssen jetzt. Für unsere Kinder. Wir sind jetzt hier Anfang 40. Also, wann willst du denn fit und schlank werden, wenn nicht jetzt? Ja, okay. Also weil wir haben immer Ausreden gefunden, warum das nicht so ist. Es war stressig, das mit den Eltern, also wenn du dann auch noch Diät machst, also ganz ehrlich, wirst du ja Nur noch schlecht gelaunt. Okay, und wenn du viel unterwegs bist, dann kannst du dich eh überhaupt nicht gut ernähren, weil es gibt unterwegs nichts Gesundes. Dann kannst du an der Tankstelle halten, kriegst ein Brötchen. Ja, wunderbar. So, ne? Heutzutage kriegt man noch Proteinregel. Also das geht schon auch. Aber davon kannst du dich ja auch nicht dauerhaft ernähren. Also haben wir dann im Oktober. 2022, das Foto vom Pferd war im August, haben wir dann angefangen. Und dann ging die wilde

1:00:55 Stefan Lemcke: Dann habe ich die Peitsche rausgeholt.

1:00:57 Anne Lemcke: Dann hat Stefan die Peitsche rausgeholt. Und das hat er ja ehrlicherweise auch, der Sport und die bessere Ernährung und so, das hat er ja auch. die Motivationen gegeben, aus deiner Depression da so ein bisschen rauszukommen.

1:01:09 Stefan Lemcke: Ja, ich habe natürlich auch viel gelesen und so weiter und ich bin auch fest davon überzeugt. dass eine Depression teilweise auch davon kommt, dass du dich schlecht ernährst, dass du keinen Sport machst. Also dass dem Körper fehlt halt auch was an Nährstoffen. klinische Depression, wenn du wirklich richtig krank bist, wenn dein Gehirn, wenn da der Schalter falsch ist, dann ja, aber das, was so viele Leute heute auch haben, zu viel Stress im Job und so weiter, Stress Vielleicht mit der Frau, dem Mann, bewegt euch und esst viel Obst, Gemüse und Fleisch, muss ich auch sagen. Obst, Gemüse und Fleisch oder Fisch ist das, was ich esse, nur Eier. Punkt. Ja, und das hat, ich bin aufgerichtet. Nach einem Jahr bin ich plötzlich, war ich da wieder. Du hast 40 Kilo abgenommen. 40 Kilo, ja, das hat allerdings, also die 40 Kilo. 45 Kilo auf der Waage, ja. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich auch ein bisschen was am Muskeln mit dazu genommen habe. Also ich habe wahrscheinlich sogar geschätzte 50 Kilo Fett. Abgenommen und dann so fünf bis zehn Kilo muss man. Da haben wir neulich drüber gesprochen.

1:02:17 Anne Lemcke: Stell dir erstmal eine Butterpackung vor.

1:02:22 Stefan Lemcke: Wie viel Butter das ist. So ein Haufen. Oh mein Gott. Also richtig krass.

1:02:27 Feliks Eyser: Also wer hier nur zuhört, so müssen wir bei YouTube reinschalten oder Video anmachen. Ich habe davor mit Christian Reber gesprochen, auch cooler Unternehmer, Investor, Interface Capital. Sehr guter Freund von euch. Sehr guter Freund. Und der meint, der Stefan, der sieht jetzt aus wie Arnold Schwarzenegger.

1:02:46 Stefan Lemcke: Du bist Rip, du bist Ripp, ich bin eher ein Lauch, also ich bin ganz schön dünn geworden.

1:02:52 Anne Lemcke: Du hast schon Muskeln, ne?

1:02:53 Stefan Lemcke: Ich habe ein bisschen was an Muskeln. Ja, ich arbeite, ich werde ja 50 im nächsten Jahr und ich arbeite an meinem Sixpack, was ist auch fast da, also manchmal sieht man es schon, weil ich gesagt habe: an meinem 50. mache ich eine Party ohne T-Shirt. Oben ohne Party. Oben ohne Party. Jeder darf kommen, aber keiner darf ein T-Shirt tragen. Die Frauen auch nicht. Oh mein Gott, das ist der ultimative Test.

1:03:15 Feliks Eyser: Ist dein Leben bisher gut gelaufen, wenn du auf der Oben ohne Party

1:03:17 Stefan Lemcke: bist. Ist natürlich. Nein, also Spaß beiseite. Ich finde, den Körperaufbauen ist wie ein Unternehmen aufbauen, ja. Das ist das Gleiche. Und es ist ehrlich gesagt rückblickend gesagt auch sogar ein bisschen einfacher, ja. Disziplin ist das Einzige, du musst halt durchhalten, du musst durchziehen, du darfst nicht.

1:03:37 Anne Lemcke: Aber Stefan, und das hatten wir ja gerade genau das besprochen, da bist du aber auch anders. Weil ohne dich hätte ich das zum Beispiel nicht geschafft. Das wichtigste Wort. Man muss dafür schon nicht nur das richtige Mindset haben. Sondern also wenn du mich nicht motiviert hättest, hätte ich das, ich hätte gesagt, boah, ich bin ja ganz schön dick, ist jetzt nicht so gut, hätte ich vielleicht geschafft, 5 Kilo oder 10 Kilo abzunehmen. Aber zu der Höchstleistung hast du mich schon gepusht.

1:04:09 Stefan Lemcke: Danke. Zu der Höchstleistung an mich selber

1:04:12 Anne Lemcke: hast du auch Ankerkraut gepusht, ja. Ich habe meinen Teil dazu beigetragen, aber Stefan ist schon so wirklich der. Du kannst das schon und du bist halt der Motivator auch für viele Leute. Also du ziehst mich auch mit. Es gibt natürlich so Tage, da hat er auch keinen Bock, ins Gym zu gehen, aber wir machen es halt einfach, weil wir wissen, es ist einfach super wichtig, besonders im Alter.

1:04:32 Stefan Lemcke: Tage, an denen ich keinen Bock habe, ins Gym zu gehen. Warte mal, das war dieser graue Novembertag 2023. Nee, das war gestern. Ich war gestern im Gym, ja. Quatsch schwarz. Ich war kurz im Gym, ja? Doch.

1:04:45 Anne Lemcke: Mann, warst du im Gym, als ich nicht da war, als ich die Kinder abgeholt habe von der Schule oder was? Da warst du fünf Minuten im Gym.

1:04:51 Stefan Lemcke: Nee, ich war drei, viermal tagsüber, war ich kurz im Gym, hab ein Pullaps machst oder Gym ist nicht weit. Jim ist im Haus, was übrigens auch weit ist. wirklich gut ist. Es wurde

1:05:00 Feliks Eyser: ja auch schon mal ein guter Hack, die Barriere zu senken. Also kann jetzt auch nicht jeder machen, muss man auch sagen, aber quasi die Ausreden ein Stück weit zu eliminieren.

1:05:07 Anne Lemcke: Ich muss mich ins Auto setzen, ich muss die Tasche machen. Warum hart da eine Handelbank hinzustellen?

1:05:11 Stefan Lemcke: Das wollte ich auch sagen. Du brauchst eigentlich gar nichts. Du brauchst eigentlich Handeln. Das ist Handeln ohne Bank. Das reicht. Ja, und wir waren zwischendurch auch nochmal in Thailand für ein halbes Jahr. Und da ist wirklich eine Zeit gewesen, wo wir nur am Nachmittag vielleicht zwei, drei Stunden mal gearbeitet haben, auch wegen dem Timeshift. Und da haben wir jeden Morgen Sport gemacht. Wir waren um den Shaweng-See, sind immer so um so einen See gelaufen, einmal oder zweimal rum. Einmal fünf Kilometer. Thailand ist auch in Teilen etwas runtergekommener, als man denkt. Also, der ist ja auch nicht. Klingt nicht so. Dann waren wir immer im Gym, also jeden Tag. Ich war da für ein halbes Jahr war ich jeden Tag im Gym. Ja, Krafttraining und dann halt ein bisschen laufen gehen und. Also Ausdauer machen wir vor allen Dingen durchlaufen und gehen, ja. Also ganz viel gehen. Viele Schritte. Und wenn du das einmal aufgebaut hast, ja, wenn du einmal ein halbes Jahr richtig durchziehst und ordentlich eiweiß isst und guckst, dass du dein Fett ein bisschen reduzierst dann hast du eigentlich schon, ist alles in der Bank da, ja. Dann musst du in der Woche vielleicht zweimal ins Gym gehen und das bleibt so. Also das hier, ich muss losgehen, ich gehe zweimal die Woche ins Gym, richtig ins Gym für eine Stunde oder anderthalb Stunden, mache ich zweimal die Woche. Und ja, es ist eigentlich gar nicht so schwer. Und das wichtigste Wort, das sage ich auch immer allen Gründern, ja, und allen Menschen, die irgendwas. Die irgendwas erreichen wollen. Konsistenz. Das ist das Allerwichtigste. Ja, du musst es einfach, du musst nicht besonders toll sein oder besonders kreativ sein, aber du musst einfach durchhalten. Jeden Tag durchziehen. Für ein Jahr, fürs nächste Jahr, fürs nächste Jahr. Und mit Sport ist genau das gleiche oder abnehmen.

1:06:56 Feliks Eyser: Es gibt gerade einen guten, ich habe gerade einen guten Podcast gehört mit dem Gründer von Airbnb. Zu AI Founder Mode, von dem kommt ja das Wort Founder Mode. Um und gibt eine Folge von West, uh, like the best, guter Interviewer, und er fragt ihn, was hast du im Leben gelernt, was dir Bodybuilding beigebracht hat, weil der Typen Body Builder ist, der Brian Chesky, der sagt, zwei Sachen habe ich gelernt. ist, was du gerade auch gesagt hast, der beste Weg, sein Mindset zu ändern, ist, seinen Körper zu ändern. Und wenn ich meinen Körper ändere. Kann ich ein Mindset ändern, dann kann ich die Welt ändern. So hat er das für sich abgeleitet. Also quasi die Motivation zu sagen, ich kann ein Unternehmen bauen, so muss ich mir erlauben im Kopf und im Kopf kann ich es mir erlauben, indem ich meinen Körper erinnere. Das war seine erste Lektion. Und die zweite war Du musst es über Jahre diszipliniert machen. Du kannst jetzt 24 Stunden ins Gym gehen, danach fällst du tot um, aber dein Körper wird sich null geändert haben in der Zeit. Und diese Konsistenz aufzubauen, das bringt dir natürlich auch in sein Unternehmen rein.

1:07:48 Anne Lemcke: Das ist auch so ein bisschen so, also die Leute denken jetzt, bei uns, das ist ja so schnell gegangen. Das ist einfach nur, weil wir jetzt halt irgendwie gefühlt dreieinhalb, vier Jahre weg von der Bildschirmfläche waren. Das ist nicht so schnell gegangen. Sondern wir haben halt, also Stefan wird ja jetzt hier Mr. Instagram 2026, sage ich so, ne? Aber das auch erst seit fünf, sechs Wochen, ja. Also die Leute haben uns lange Zeit nicht mehr gesam Ich habe mein Instagram weitergemacht, ein bisschen Holiday-Fotos und hier laufen mit dem Hund oder so, aber nicht ernsthaft irgendwie. Und Dann das letzte Bild, was man vor uns vor Augen hat, waren halt dann, ja, Anne und Stefan auf dem Pferd oder wie auch immer. Und plötzlich, vier Jahre später, wo die Leute aber gar nicht wissen, dass es vier Jahre später sind, sehen wir auf einmal so aus. Aber. Da muss man halt auch sagen, das hat auch wirklich seine Zeit gedauert.

1:08:38 Feliks Eyser: Und mit euren Kids hattet ihr eine gute Zeit. Das hat Kati Ernst gesagt, die habe ich auch im Vorfeld gefreut, auch eine Freundin von euch. Coole Unternehmerin, hat einen Podcast, Lifestyle of Longevity. Die hatten wir auch als Gast da. Ich glaube, die Folge kommt nach unserer.

1:08:48 Stefan Lemcke: Ah, okay, cool.

1:08:49 Feliks Eyser: Und die sagt, es ist echt faszinierend. Also, wie die richtig fit geworden sind, aber auch, wie sie die Familie auf Platz 1 gestellt haben danach.

1:08:55 Anne Lemcke: Aber man muss auch sagen, beim Fitwerden, da hat die Kati , liebe Grüße an dich, das weiß sie vielleicht gar nicht, da hat sie aber auch ihren Teil zugeleistet. Wir haben uns kennengelernt, persönlich auf Bali. Wir waren im Jahr nach dem Exit auf Bali, haben unsere Geschäftsführer eingeladen über Weihnachten und Kati und ihr Mann waren auch da. Und dann haben wir uns irgendwie geschrieben, ach ihr seid da, wir sind da, ja komm, wir treffen uns mal. Und dann hat die Kati auch so ein bisschen erzählt, wie sie denn dazugekommen ist, das Thema Longevity und was das für sich und ihre Gesundheit bedeutet. Ich möchte jetzt gar nicht zu viel tief ins Detail gehen. Aber manchmal passieren dem Körper ja auch Sachen, ja, viszerales Fett, also einfach Sachen, die man nicht sieht. Jeder sieht, ob man jetzt hier eine Rolle hat, aber ob Leber und andere Sachen irgendwie belastet sind, das Kann auch bei schlanken Personen halt irgendwie passieren, ja. Und dass man da halt einfach mal ein bisschen genauer hingucken muss. Und ja, auf jeden Fall, unsere Kinder haben wir auf eins gesetzt. Und wie gesagt, wir wollen Erlebnisse schaffen und das ist nicht unbedingt der Urlaub im super fancy Hotel, sondern wir versuchen einfach Dinge möglich zu machen. Beispiel, wenn du meine Tochter fragst, was war das Schönste, was du mit Mama oder mit Mama und Papa halt irgendwie erlebt hast, was war irgendwie einzigartig, dann wird die sagen, ich war mit Mama bei Taylor Swift. Und

1:10:18 Feliks Eyser: bin der größte Taylor Swift-Fan.

1:10:19 Anne Lemcke: Ja. Und ganz ehrlich, ich war gar nicht so ein großer Taylor Swift-Fan. Hast du was verpasst? Ja, ja, ja. Inzwischen weiß ich das auch. Weil, also es war unmöglich, an die Tickets zu kommen. Und wir haben Gott sei Dank durch meine Zeit in der Musikindustrie einen Bekannten, der In der Musikindustrie unterwegs ist und der hat uns diese Tickets besorgt für Hamburg. Und dann waren Ida und ich da. Und dann habe ich nur gedacht: Ey, meine Tochter, jetzt mal ganz abgesehen von der Musik, finde ich auch gut. Hat sich einfach das perfekte Role Model irgendwie gesucht, ja. Die ist so wunderschön, aber natürlich, die macht alles selbst. Die spielt dreieinhalb Stunden ein Konzert und jeder in der Musikindustrie weiß ja, anderthalb oder zwei Stunden würden auch reichen. Aber die will es halt einfach beweisen, dass sie es kann und sich selber challengen.

1:11:05 Feliks Eyser: Krasse Unternehmerin hat ihre eigenen Musikrechte zurückgekauft, gibt es auch eine große Story, wie sie das alles auch finanziell macht.

1:11:10 Anne Lemcke: Self-made Milliardär. Mit unter 30, glaube ich. Also ich bitte dich. Und also, wir waren bei Taylor Swift und das war so. Und das sind halt Sachen, die du dir Da hätte ich auch irgendwie irgendwo hinschreiben können, ich habe jetzt hier so XY, ich möchte gerne Tickets. Nee, das geht halt einfach nicht. Aber das war so ein runder und wunderschöner Tag. Und solche Sachen wollen wir mit unseren Kindern machen.

1:11:33 Stefan Lemcke: Und ich habe es dir nicht geglaubt und wir haben dann die Doku gesehen, die kam kurz danach raus und ich habe mir das angeguckt und ich dachte so, okay, krasse. Krass, das geht einfach nur. Nee, ich war nicht mit dabei. Wir haben nur zwei Tickets. Unser Freund hat wirklich nur zwei besorgt. Das ist ja Krieg. Ich weiß, dass wir. Ein paar Jahre davor waren wir mal in Amerika und da war das auch schon ein Thema. Ich habe gar nicht gewusst, wenn. Das war dieselbe Tour, da waren wir in Amerika. So, also, so. Und da hat

1:12:06 Anne Lemcke: nur jahrelang auf Tour.

1:12:07 Stefan Lemcke: Hat die Tochter dann gesagt, okay, ich habe gesehen, wir sind ja in Amerika, in LA Taylor Swift Konzert und wir so, ja, klar, okay, machen wir. Hab geguckt, online bei irgendeiner Plattform, wo du dann halt Resale? Reset 10. Wenn das die Stage ist und sie steht da, dann war das hinten, irgendwo in der Ecke, vor dem Pfeiler, das, also, und da habe ich gedacht, was? Und dann wir vier. 40, 40k oder so ich so, es tut mir echt leid, ne? Aber das bezahle ich nicht.

1:12:40 Feliks Eyser: Wir haben viel Geld verdient, aber

1:12:42 Stefan Lemcke: Das fühlt sich trotzdem nicht gerade.

1:12:45 Anne Lemcke: Naja, und vor allen Dingen, das geht ja auch jetzt nicht an Taylor Swift, sondern an irgendjemanden, der sich die Tickets gekauft hat, um sie Feuer zu verkaufen. Das hört man nicht. Das macht man halt nicht.

1:12:53 Feliks Eyser: Was habt ihr sonst mit dem Geld gemacht? Wie habt ihr das investiert?

1:12:58 Stefan Lemcke: Thermomix gekauft und ich habe mir die komoot-App als Vollversion gekauft. Also, das war das erste Kapitän. Das waren die ersten Käufer. Also, ich habe mir die komoot-App besorgt und sie hat gesagt, ich will jetzt so ein Ding haben. Ähm Ja, also wir haben uns schon auch ein paar Sachen gekauft, die schön sind, die man so, aber die haben wir auch teilweise wieder. Verkauf dann, also weil wir. . Was war das Unnötigste

1:13:22 Feliks Eyser: im Nachhinein, wo ihr sagt, okay, das habe ich kaum benutzt und dann wieder abgegeben?

1:13:25 Stefan Lemcke: Das unnötigste, aber schönste oder.

1:13:28 Anne Lemcke: Ja, kann ich dir sagen. . Das war der Porsche.

1:13:31 Stefan Lemcke: Nee, das war der Huracán.

1:13:33 Anne Lemcke: Achso, ja, den gab es ja auch noch.

1:13:34 Stefan Lemcke: Ich hatte echt so ein Lambo zu sein. Mega laut, ein krasses Auto da. Da komm, ey, da kriege ich eine Gänsehaut, wenn ich davon rede. So ein geiles Auto, aber so unsinnig. Stefan, das muss aber

1:13:46 Anne Lemcke: nochmal erklären. Bevor Stefan Ankerkraut gemacht hat, hatte Stefan nämlich einen Autoblock.

1:13:50 Stefan Lemcke: Ich bin totaler Autoblock. Benzin im Blut hieß er.

1:13:55 Anne Lemcke: Er hat einen Autoblock, er ist ein totaler Auto-Fan, dann ist er losgerannt und hat sich einen Lamborghini gekauft, den wir nie gefahren sind.

1:14:00 Stefan Lemcke: Davor, also von dem Klaus-Exit, habe ich mir einen Turbo S gekauft, also einen Porsche Ever. Und ich habe den Wagen abgeholt zusammen mit Timo, also unserem Freund und Freund und Geschäftsführer. Und ich habe mich reingesetzt in das Auto, ich bin losgefahren und ich habe ohne Witz, ich habe angefangen zu weinen. Ich war so ab Wahrscheinlich auch, weil mein Vater gestorben war und zu mir immer gesagt hat, Stefan, wenn du irgendwann mal Geld hast, dann kauf uns mal einen Porsche. Ja, ich will immer mal einen Porsche fahren. So und das war dieser Moment, war halt so super emotional. Deshalb habe ich meine Erfahrungen gemacht mit so Sportwagen, muss aber sagen, no. Ja, ich. Wir sind Mann und Frau mit Kindern, wir haben einen Hund.

1:14:40 Anne Lemcke: Ich bin ein Riesenhund.

1:14:41 Stefan Lemcke: Ich bin derjenige, der bei uns irgendwie einkaufen geht. Ich mache Sport und habe immer Sportsachen mit dabei. Ganz ehrlich, so ein Auto ist einfach nur unsinnig. Es macht furchtbar Spaß und Auch jetzt kriege ich da eine Gänsehaut von, wenn ich da rede drüber. Aber es macht einfach überhaupt keinen Sinn. Für mich als Menschen macht so ein Auto.

1:15:00 Feliks Eyser: Was habt ihr gekauft, was im Nachhinein richtig gut war? Was ihr euch davor nicht geleistet habt? Na

1:15:06 Anne Lemcke: Reisen. Also ganz klar. Investitionen in Erlebnisse. Also in Erlebnisse, genau. Also wir reisen wirklich sehr viel und sehr gerne. Und vor allen Dingen möchten wir das jetzt auch in der Zeit machen, solange die Kinder noch bei uns sind. Wenn die klein sind, dann kommt dir das ja irgendwie unendlich vor. Und plötzlich haben wir zwei Teenager. Und den wollen wir halt einfach unsere wunderschöne Welt zeigen. Und im Sommer fahren wir jetzt Nach Indonesien und dann klettern wir auf einen Vulkan, und das sind dann halt diese Sachen. Zu denen bitte nicht. Ja, aber da habe ich auch gelesen, aber das habe ich natürlich sofort gesehen. Das war aber, der war auch schon seit einem halben Jahr gesperrt, dass man da nicht hingehen darf und die Leute sind dann trotzdem dontuld. Also ich bin ja total regelkonform. Ich werde nirgendwo hingehen, wo es auch irgendwie nur gefährlich ist.

1:15:58 Stefan Lemcke: Deshalb bin ich unter uns auch der Gründer, weil ich konform bin. Ist der Vulkan wirklich gesperrt? Frank hat zu mir immer gesagt, die Welt ist nicht weiß und schwarz, Stefan, die ist auch grau. Oh. Vielleicht müssen wir das rausschneiden, aber nee, ich glaube, das findet Frank immer auch.

1:16:18 Feliks Eyser: Grüße an Frank. Und so von den Beteiligungen her, was Startup-Investments gemacht, Fond-Investments, so wenn man quasi auf die Geldanlageseite schaut, was habt ihr da gemacht und was habt ihr gelernt?

1:16:29 Stefan Lemcke: Gelernt habe ich, dass irgendjemand aus Deutschland 250K in SanDisk investiert hat, vor, also dieser Speicherkartenproduzent vor einem Jahr oder anderthalb Jahren. Und das sind jetzt anderthalb Milliarden. Und ich habe diesen Scheiß-Trade gesehen, also nicht, dass der das gekauft hat, aber ich habe irgendwo gelesen, so ja. SanDisk irgendwie up and coming, könnte sein, dass die das KI-Game so ein bisschen befeuern und ich habe gedacht, ah, SanDisk ist so ein altes Unternehmen und Festplatten und das braucht doch keiner und Diesen Trade, der war quasi da und ich habe darauf geguckt und mich dagegen entschieden. Also ich bin nicht der beste, bin nicht der beste Investor auf der Welt. Da ärgere ich mich auch sehr drüber, dass ich das nicht wenigstens zwar 10. 000 Euro, das wäre so viel Geld geworden jetzt, aber nein, also ich bin mit denen, ich habe mich da auch in den. Das ist eine neue Art von FOMO. Ja. In den vier Jahren, die ich jetzt Zeit gehabt habe, habe ich mich auch sehr reingekniet in die Börse und in Investments. Machen Startup-Investments, da sind wir aber eher so im Consumerbereich, haben uns davon aber vor ein, zwei Jahren ein bisschen entfernt, weil es einfach zu viel Arbeit geworden ist, sich das vorher anzugucken, für sich zu entscheiden, ob man das wirklich will. mit den Gründer, Gründerinnen zusammenarbeitet und dann teilweise merkt, dass das, was man denen sagt, auch nicht wirklich umgesetzt wird, ja, und

1:17:50 Anne Lemcke: Vor allen Dingen haben wir auch genug, ne? Wir wollen nicht einfach nur Wir wollen ja auch wirklich unsere Expertise dann halt irgendwie weitergeben. Und wenn du bereit sein willst, um mit den Leuten zu sprechen, dann bringt es ja nichts, wenn du irgendwie 100 Investments hast. Wann willst du mit den Leuten sprechen? Es funktioniert nicht. Und dementsprechend haben wir dann halt irgendwann gesagt: Jetzt sind wir bei, keine Ahnung, weiß ich nicht, 25 Einzelinvestments, also als Angel Investor. That's enough. Und gerade jetzt die Zeiten seit ein paar Jahren sind auch nicht die einfachsten. Das heißt Wenn es gut läuft, dann meldet sich meistens keiner. Aber es läuft halt im Moment nicht so richtig.

1:18:28 Feliks Eyser: Und dann rufen die alle an.

1:18:29 Anne Lemcke: Ja, und ist auch richtig. Und dann wollen wir ja auch gerne da sein und dann dafür musst du das halt irgendwie limitieren.

1:18:36 Stefan Lemcke: Weil wir diesen, also in der Welt, in der wir unterwegs sind, ist vielleicht bei dir, du machst eher Tech und Software, glaube ich, ist das ein bisschen anders noch, aber in der Welt, in der wir unterwegs sind. gab es halt ein Shift, ja, von okay, wir sind gefandet, wo kommt das nächste Geld her? Zu wenn ihr keinen Gewinn macht, dann ist hier bald das Licht aus. Diese Unternehmen alle lernen und wenn du dann 1,3 Millionen Euro Umsatz machst mit fünf Leuten, die da arbeiten, ist es halt ultra schwer, das zu drehen, dass du da im Plus bist. Ja, das geht nicht. Und Da gibt es ein Shift und ich finde das eigentlich ganz gut, dass es nicht so ist, okay, wo kommt das nächste Geld her, lass uns mal hier verbrennen und da verbrennen, aber macht das Game natürlich auch unglaublich schwer. Ja, und viele Gründer, Gründerinnen tun mir auch echt leid, weil gerade das nicht schön, wenn ich da uns sehe, 2013, das war schon wirklich, das war schon ein bisschen einfacher.

1:19:35 Feliks Eyser: Das ist auch eine Timingfrage, gell?

1:19:37 Stefan Lemcke: Ja.

1:19:38 Feliks Eyser: Und jetzt so für Post-Excel-Geldallokation mit dem, was ihr heute wisst, was würdet ihr anders machen?

1:19:44 Stefan Lemcke: Ja, ich hätte früher in SanDisk.

1:19:47 Feliks Eyser: Bitcoin auch.

1:19:48 Stefan Lemcke: Äh, ja, Krypto mache ich ein bisschen, aber nicht so nicht so, also ist nicht mein Hauptinvest. Ich glaub einfach an Breitgestreute Aktien ETFs, das ist einfach nicht so. Ja, genau. Das ist so ein Satz, den ich immer sage, genau das. Der World ETF, der ruft mich bei dir an. Ja, der kann natürlich auch abstürzen. Kann immer sein, also keine Beratung hier. Ihr macht alles selber, wenn ihr sowas macht, auf eigenes Risiko -Risiko. Wir machen ein bisschen ein bisschen Immobilien. Wir haben halt ganz breite gestreut, ja.

1:20:27 Feliks Eyser: Und habt ihr eine Person, die sich darum kümmert oder fuchst du euch da komplett selber rein?

1:20:31 Stefan Lemcke: Die Public Markets mache ich alles selber, also quasi Aktiengold und Bitcoin und so, das mache ich alles selber. Und die Immobilien und die Startup-Investments werden betreut von meiner Schwester. Die ist ex PwC und hab da mit ihr gesprochen, ob sie. . Ob sie weiter richtig arbeiten will oder ob sie für uns arbeiten will. Und dann hat sie gesagt, okay, richtig arbeiten oder für uns. Naja, ja, was heißt richtig? Also, ja, es ist. Die hat bei uns ja kein 9 to 5, sondern die kann sich ihren Tag frei. Also natürlich, äh, liebes Amt, die stempelt natürlich morgens ein und abends wieder aus. Die schreibt sich alle Arbeitszeiten genau auf, wie man das in Deutschland so machen muss, ja. Aber nee, nee, also es ist ja schon was anderes, ob du jetzt für einen Flexibilität, ob du jetzt für einen Konzern oder eine Beratung arbeitest oder für uns, wenn du quasi die Schwester bist.

1:21:24 Feliks Eyser: Ihr seid schon so Family Business People, da die Nachbarschaft eingestellt ist, schwagerlich, feste alle.

1:21:30 Anne Lemcke: Ja, genau, also Der Schwager, der Geschäftsführer bei Ankerkraut ist, ist der Mann von der Schwester, die unser Family Office so verzogen hat.

1:21:38 Stefan Lemcke: Ich habe ein paar mehr Schwestern noch.

1:21:40 Anne Lemcke: Stefan hat drei Schwestern, aber die anderen

1:21:42 Stefan Lemcke: nicht.

1:21:43 Anne Lemcke: Nein.

1:21:45 Stefan Lemcke: Also ja, aber ich finde das gut, weißt du, du kannst, das sind Leute, denen du ja wirklich instant vertrauen kannst. Die hat von mir ja alles. kommt überall an die Konten ran und so kann quasi auf den Knopf drücken und dann wäre unser Geld weg. Ja, also das muss man schon ein bisschen Vertrauen haben. Gut, da würde die Bank wahrscheinlich vorher auch nochmal nachfragen.

1:22:07 Feliks Eyser: Und jetzt, ich meine, großes Investment, großer Deal, wir haben eingangs darüber gesprochen, ihr kauft euch wieder ein. Ihr kauft eure eigene Firma.

1:22:20 Stefan Lemcke: Circle Moment Das ist Ist jetzt ein Monat her, dass wir das announced haben, der Notarttermin ist sechs Wochen her Closing war am 14. März und am 15. haben wir das gesagt. Und natürlich, jetzt legt sich der Rauch so langsam ein bisschen, aber das ist immer noch total krass. Ich kriege immer noch Nachrichten von Leuten, die sagen, ey, du bist so irre. Ja, toll. Also ich bin stolz und froh, dass wir das gemacht haben.

1:22:49 Feliks Eyser: Wie habt ihr euch auf den Moment vorbereitet, als ihr da wirklich wieder angetreten seid, als das Announcement rausging? Was habt ihr in der Woche davor gemacht, bevor das public geworden ist?

1:22:57 Anne Lemcke: Die Woche davor waren wir im Urlaub.

1:22:59 Feliks Eyser: Alle waren im Urlaub.

1:23:01 Anne Lemcke: Alle waren im Urlaub. Aber wir haben tatsächlich announced am Mittwoch. Mittwoch am Montag hatten wir nochmal Fotoshooting, haben die PR-Strategie durchgesprochen mit unserer Beraterin, haben Interviewfragen vorbereitet, weil uns klar war, dass da sich viele schriftliche Anfragen auch irgendwie kommen.

1:23:21 Stefan Lemcke: Und haben das Video, was wir dann, also du brauchst ja auch irgendwas, wo du das sagst, haben das Video dann im Urlaub einfach in irgendeinem Raum. In Namibia. Habe ich irgendwo eine Kamera aufgestellt und wir haben einfach drauf losgequatscht. Wir hatten ja auch nicht viel Zeit, ja. Der 14 Tage vor dem Notartermin war quasi klar, dass das klappt. Und das ist natürlich, das war nicht viel Zeit. Also das musste zack-zack gehen.

1:23:48 Feliks Eyser: Wahnsinn. Und erklärt mal von dem Prozess, ihr habt gesagt, ihr wart dann dreiviertel Jahr beschäftigt, so das durchzuführen. Das war es auch nicht von heute auf morgen. Wie musstet ihr euch da durchsetzen? Wie kam es dazu, dass ihr am Ende gewonnen habt?

01:23:58 Das Abendbrot mit Nestlé bei den Lemckes zu Hause

1:23:58 Anne Lemcke: Ich glaube auch wieder das persönliche Gespräch. Also es war dann letztendlich so, dass der Nestlé Deutschlandchef und der CFO Die wollten sich mit uns zusammensetzen und die haben dann gesagt, ja, wir können jetzt irgendwie ein Config in Hamburg mieten. Und dann haben wir gesagt, nee, das ist jetzt nicht so unser Ding, ihr kommt mal zu uns nach Hause. Und dann haben wir die zu uns nach Hause eingeladen, haben Abendbrot gemacht. und also haben einfach das persönliche Gespräch gesucht. Und in diesem Gespräch ging es zu 90 Prozent nicht um das Thema, sondern um Kinder, keine Ahnung was, wohin? Bist du denn in Urlaub gefahren? Oder was ist denn dein Hobby? Und dann halt irgendwie zu 10% auch letztendlich um Ankerkraut zum Ende hin?

1:24:43 Feliks Eyser: Habt ihr am Ende gefragt, nach dem dritten Weihnacht übrigens kenne ich meine Firma zu tun?

1:24:46 Stefan Lemcke: Ich habe es so ungefähr. Vorher hatte ich die Frage schon getriggert und dann wurde dann halt gesagt, lass uns doch mal privat treffen. Oder lass uns mal zusammensetzen. So kam das. Aber getriggert habe ich das quasi. Und ja, dann haben wir da einen Prozess ins Laufen gebracht.

1:25:05 Anne Lemcke: Aber letztendlich ganz, also dann trifft man sich bei uns zu Hause, dann sagen die ja, okay, wir melden uns, dann sind sie erstmal wieder zwei Wochen irgendwo in ihren Büros und besprechen das, dann meldet sich wieder jemand. Also, das ist jetzt ja nicht ein Dreivierteljahr geballer, sag ich mal, wie bei so einem MA-Prozess. Ja, das ist anders. Aber ja, am Ende natürlich Verträge hin und her irgendwie und ja. So war es dann, und jetzt sind wir wieder da.

1:25:30 Feliks Eyser: Und wollten es andere kaufen? Also, weil ich meint ihr mal auch ein Mandat, ich meine, die verstehen sich dann gut mit euch, ist bei euch zu Hause und so weiter, aber Die haben ja auch ein Mandat, irgendwie jetzt kein Geld zu verschenken und den bestmöglichen Deal vernetzt.

1:25:40 Stefan Lemcke: Also ich hab schon aus dem Markt die Rückmeldung gekriegt, dass. Es da auch noch mehrere mehrere gab. Das kriegst du natürlich nicht, kriegst du nicht erzählt, aber ich habe schon aus dem Markt gehört, dass. . Es mehrere gab ja. Was musst du dir da in die Hand nehmen, finanziell? Ja, still stillschweigen, ne? Das weißt du ja Dass man sowas nicht so

1:26:03 Feliks Eyser: war jetzt nicht so, dass die euch das geschenkt haben. Es gibt auch so Konstellationen, irgendwas ist so voll gegen die Wand gefahren. Wir hatten neulich im Podcast-Gast, der ist von ProSieben drei Firmen übernommen. Das sind dann so Distress Assets im Grunde und Da ist jetzt nicht so, dass die Konzerne auf den Kaufpreis optimieren, sondern eher darauf, dass irgendwas abgenommen wird. Aber bei euch war das jetzt nicht so, dass die. .

1:26:19 Stefan Lemcke: Also wenn es noch andere gibt, die das gerne haben wollen. Er übrigens die Frage, aber ich darf natürlich auch nicht darüber sprechen.

1:26:26 Feliks Eyser: Also, ja, da, da, da, ja. Okay, okay. Aber war ein Stück Arbeit, da hinzukommen.

1:26:32 Anne Lemcke: Genau.

1:26:33 Feliks Eyser: Ja. Und ihr habt es geschafft. Und ihr seid wieder da. Welcome back. Danke. Danke. Und wie hat sich es angefühlt, zum ersten Mal in die neue alte Firma reinzulaufen? Ich denke mir so, manchmal kennt ihr das Gefühl, wenn man so ein Buch liest und das ist so gut, dass man denkt, oh, ich würde mir wünschen, das Buch nochmal zum ersten Mal lesen zu dürfen. In etwa so stelle ich mir das ein bisschen vor. Also ihr habt die Firma so und ihr habt ja aufgebaut, aber ihr lauft ja da zum ersten Mal Wieder in die alte neue Firma rein. Wie war das?

1:27:01 Anne Lemcke: Genauso. Genauso wie du das, also wir sind jetzt nicht die Leseratten, sondern wir gucken dann halt eine Serie zum zweiten Mal. Und genau so, dieses Gefühl, das ist jetzt so, klingt so total klischeehaft, es ist so ein Gefühl wie nach Hause kommen, aber das ist so. Weil wir natürlich auch von unseren Kollegen und Kolleginnen, also ganz viel Liebe, dann, die haben sich auch gefreut. Und wenn wir dann da ankommen. . . Das ist wirklich so ein bisschen, als ob Mama und Papa von Ankerkraut dann da zurück irgendwie kommen. Das ist so.

1:27:31 Feliks Eyser: Wie du es dir gewünscht hast beim Exit, dass die Leute da stehen und klatschen. Was dann nicht passiert ist beim Exit, sondern aber.

1:27:38 Stefan Lemcke: Ich habe ehrlicherweise heimlich ein bisschen geweint, als ich da in die Firma zurückkam. Da war Anne auch nicht mit dabei. Da war ich quasi, also ich war dann da alleine. Bin alleine durch einmal durch alle, durch alle Abteilungen. Und die Palettenfasst und hab wirklich eine Träne verdrückt und zwei, drei Leute von denen, die auch schon länger da sind, die haben auch, habe ich auch gesehen, uh, da ist auch ein bisschen Feuchtigkeit in den Augen irgendwoher. Bei Melli. Ja, also schon krass. Das ist krass. Es ist natürlich nicht so wie bei der Gründung, weil das, da war ja auch gar nichts da. Da war es auch einfach nur anstrengend, ja. Jetzt ist es schon auch was, wo man richtig stolz ist drauf. Und wenn man dann so durchgeht und denkt, okay, das war richtig. Das war genau richtig, dass wir das hier gemacht haben.

1:28:26 Anne Lemcke: Naja, vor allen Dingen, weißt du, wenn du das jetzt nochmal sinnbildlich siehst, auf das, wo wir vor, keine Ahnung, einer Stunde waren. Der Skoda, Kofferraum auf, Gewürze, Säcke rein. Und dann kommst du plötzlich irgendwie in diese Halle mit den Riesenpalettenregalen und so. Das ist einfach total krass, weil es ist ja noch gar nicht so lange her, dass der Skoda da war, weißt du? Das ist ja nicht vor 100 Jahren gewesen, sondern das war halt irgendwie vor zehn Jahren oder irgendwie so. Und das dann zu sehen, wie das gewachsen ist und wie sich das entwickelt hat und wie es sich auch professionalisiert hat, weil wir jetzt fahren wir nicht mehr mit dem Schola irgendwie dahin, das ist schon Das ist schon krass und auch total beeindruckend. Und natürlich, diese Halle, diese Produktions- oder auch die Lager-Logistikhalle, die kennen wir ja, aber es ist trotzdem jedes Mal wieder aufs neue. Total beeindruckend.

1:29:17 Feliks Eyser: Was hat euch überrascht, was neu ist? Was in der Zeit, was der Wegfahrt entstanden?

1:29:21 Anne Lemcke: Das kann ich dir sagen. Der Topseller, der neue. Das hätte ich niemals für möglich gehalten. Das haben die Kollegen irgendwie so: Wir machen jetzt immer irgendwelche Kooperationen mit so. Marken, ja, aber so aus der Kindheit. Also zum Beispiel Garfield-Gewürze oder Spongebob oder so. Und dann haben sie gesagt: so, wir machen jetzt Bud Spencer und Terence Hill. Und wir so Okay, Trio mit für Fäusten vereinhaft. Und ich sag dir, diese Bud Spencer und Terence Hillbox, das sind zwei Gewürzmischungen, einmal für. Spaghetti Napoli und einmal für so eine Steakfire. Das ist der absolute Top-Seller. Das rennt. Die Leute stellen sich das hin. Weil sie halt Bud Spencer-Fan sind.

1:30:06 Stefan Lemcke: Es schmeckt aber auch.

1:30:07 Anne Lemcke: Es schmeckt lecker, aber es ist ja auch diese vielleicht diese Erinnerung an die Vergangenheit, schöne Zeiten, irgendwie mit Bud Spencer, früher sonntags, irgendwie Vom Fernseher, I don't know, total crazy. Also schaut 's an Timo. Das hast du gemacht. Sehr gut.

1:30:23 Feliks Eyser: Props. Ja. An Timo. Ja. Wahnsinn. Was hast du Neues entdeckt?

1:30:29 Stefan Lemcke: Auch das. Schilder, die an der Treppe hängen, an jedem Treppenaufstieg und Abstieg zu tun. Also Knotausgang und sowas. Ja genau, ja, ja. Nee, Treppen, wo steht, man soll den Handlauf benutzen, man darf nicht aufs Handy gucken. Während man, also die Arbeitssicherheit wird da jetzt sehr groß geschrieben, was natürlich auch nicht schlecht ist, aber ich denke mir, wie kommen die Leute denn alleine, wenn die bei sich aus der Wohnung aus dem dritten Stock runterkommen? Da ist ja kein Schild dran. Kriegen die das hin? Dass die bei uns in der Firma dann ein Schild brauchen, wo draufsteht, dass sie bitte, wenn sie die Treppe hochgehen, nicht aufs Handy gucken sollen. Aber gut, ja, das sind so Sachen, die sind dann neu, da muss man sich ein bisschen gewöhnen dran. Nö, ansonsten, die Firma ist schon auch ein bisschen so, wie wir sie hinterlassen haben. Aber es gibt schon Sachen, die wir auch wieder ändern wollen. Wolltest du bis zum Ende eurer Karriere machen?

1:31:18 Anne Lemcke: Wieso nicht? Vielleicht auch für unsere Kinder. Weißt du? Also wir sind dann halt auch so, dass wir sagen, also Gott sei Dank haben wir die Finanzielle Freiheit, dass unsere Kinder ehrlicherweise machen können, was sie denn gerne wollen. Wenn unser Sohn ist ja tierlieb, wenn der ein Tearsitter werden möchte oder was weiß ich. Also die können machen, was sie wollen, aber ist doch eigentlich, die sind ja auch total verbandelt. Für die ist Ankerkraut auch Also ganz klar ein sehr entscheidender Teil in ihrem Leben und wenn die dann sagen, dass sie da halt gerne einsteigen wollen, kann ich mir schon auch vorstellen.

1:31:58 Stefan Lemcke: Ich habe immer noch, ich habe sowieso immer Träume, dass ich irgendwas anderes mache. Vielleicht irgendwie in dieser AI-Welt, Rechenzentren bauen, die ohne Strom funktionieren, im Weltraum, keine Ahnung, irgendwie sowas, ja. Da hätte ich schon auch Bock drauf. Und muss ich sagen, weil da halt das total mein Thema ist, ich würde gerne irgendwas mit Sport machen. Entweder mit Ernährung oder mit Sport. Würde ich wirklich gerne machen. Also mal. gucken, ob es dazu kommt, jetzt haben wir erstmal genug zu tun und müssen uns erstmal kümmern, dass das wieder richtig läuft und wenn das richtig läuft, dann schauen wir mal was noch so kommt. Und ein bisschen Blut geleckt habe ich ja jetzt auch. Ich hatte mich eigentlich dazu entschieden, okay, du gehst quasi in Rente. Hab aber gemerkt, das funktioniert für mich nicht. Ja, das funktioniert für mich nicht. Es ging mir ja ein halbes Jahr, habe ich ja schon gesagt, ging es mir auch schlecht. Ja, war ich so ein bisschen abgetaucht. Aber ich muss arbeiten, ich muss irgendwas machen.

1:32:59 Anne Lemcke: Man braucht eine Aufgabe.

1:33:00 Stefan Lemcke: Und da geht es gar nicht um Geld oder so, dass ich Reichtum will oder so, sondern ich will einfach irgendwas Geiles machen, was mir Spaß macht. Mir ist super wichtig.

1:33:09 Feliks Eyser: Wie viel ist denn, also ihr habt vorhin auch angesprochen, die Verantwortung zu übernehmen, da wieder reinzugehen? Wie viel ist Verantwortung übernehmen und wie viel ist sozusagen Flucht vor der Langeweile? So sitzt du da?

1:33:20 Anne Lemcke: Also, das haben wir natürlich auch gehört. Denen ist doch langweilig da. Also, da muss ich ganz ehrlich sagen, wenn mir langweilig wäre, dann würde ich was anderes machen. Also, da fallen mir 20 Sachen ein, die man halt irgendwie machen kann, wenn einem langweilig ist.

1:33:33 Stefan Lemcke: Da hätten wir ja auch gründen können. Also da hätten wir ja irgendwas anderes gründen können.

1:33:39 Anne Lemcke: Nee, nee, nee, nee, nee, nee.

1:33:41 Stefan Lemcke: Ich würde schon sagen, 95% Verantwortung Übernehmen auf. Das ist einfach das Richtige. Weil es das richtige

1:33:50 Anne Lemcke: tun.

1:33:51 Feliks Eyser: Und wenn ihr da jetzt reinschaut mit eurem Plan und sagt, okay, da gibt es jetzt so Sachen, die springen einen an. Profitabilität muss mir verbessern, irgendeine Excel-Liste, muss irgendeine Zahl besser werden. Was sind die Sachen, die nicht so offensichtlich sind, wenn ihr da durchlauft, wo ihr sagt, das kann ich in der Excel-Liste vielleicht gar nicht so richtig abbilden, aber es ist trotzdem eine Sache, die ich ändern will oder wo man wieder mehr Aufmerksamkeit drauf tun will das Pflänzchen, was ein bisschen verdort ist, was wieder Liebe und Wasser braucht.

1:34:13 Anne Lemcke: Ja, die, die, die, die Mac oder das Image, ne? Letztendlich. Also. Das hat ja schon auch darunter gelitten. Also nicht nur wir persönlich haben gelitten, sondern die Marke auch. Und das ist was, was du nicht in Excel steuern kannst. Da müssen wir einfach, da kannst du auch keinen 100-Tage-Plan machen, sondern da musst du einfach mit kontinuierlicher, positiver, guter Arbeit drangehen, um das wieder zu dem zu machen. Wie es mal war. Und das ist das, was wir hoffen, was wir machen können.

1:34:48 Stefan Lemcke: Die Magic Source zurückbringen und da ist Anne besonders gut drin. Die denkt sich dann irgendein neues Produkt aus, ja, wo alle sagen, okay, jetzt will die wieder irgendwas und dann drückt sie das aber durch und dann bringst du das in deinen Onlineshop und das läuft wie die Hölle. Und der Handel ruft an und fragt, ob er das listen kann. Das ist sowas und das kannst du weder mit AI noch mit einer Beratung irgendwie hinkriegen, sondern das ist ein zwischenmenschliches Gefühl, du brauchst irgendwie eine Intelligenz. Intuition und das ist das, was wir da jetzt reinbringen müssen. Wir müssen Liebe, Intuition Fürsorge, das müssen wir in das Unternehmen bringen, weil die Hard Facts, die bringen andere, die können das auch gut und besser als wir. Ja, das Also Timo, Alex, die beiden Chefs, sind mit Sicherheit auch richtig gut und in vielen Sachen viel, viel besser als wir. Aber wir bringen halt was mit. Was man nicht so richtig benennen kann. Und oft ist das ja auch die Magie, die so ein Unternehmen irgendwie umgibt. Und ja, das ist unser Job.

1:35:59 Feliks Eyser: Wie gewinnt dir das Vertrauen zurück von der Community? Kurze Side-Info auch witzig. Grüße an Benni Satchek. Gründer von SalesViewer. Er ist

1:36:10 Stefan Lemcke: auch ein Buddy von euch.

1:36:12 Feliks Eyser: Und ich mache immer, ich frage immer Leute im Umfeld von den Gästen, so was sagen die und Benni hatte die Frage reingeworfen und ich habe gesagt, hey, was fällt denn dir ein? Du kennst die gut, du hast ein paar coole Stories, du hast ein paar coole Fragen. Er sagte, ja, warte mal, ich setze mich nachher im Flughafen hin, der war irgendwie auf dem Rückweg von der OMR oder so, und dann schickt er mir einen Fragenkatalog mit irgendwie 15 Sachen da drauf. Also wie so ein Redakteur hat sich richtig Zeit genommen. Ihr habt coole Leute in eurem Umfeld. Fleißig. Total fleißig. Also quasi mein unbezahlter Co-Redakteur. Wirklich

1:36:40 Anne Lemcke: , müssen wir eben mal an der Nachricht schicken, glaube ich.

1:36:42 Feliks Eyser: Schickt dir mal eine Nachricht, ja, ja. Der macht SalesViewer, der macht so ganz viel Podcast-Werbung. Hier ist unbezahlte Werbung.

01:36:48 Show, don't tell: Vertrauen nach einem Shitstorm zurückgewinnen

1:36:48 Stefan Lemcke: Direkt jetzt mache ich mal nochmal ein Bild, was wir

1:36:51 Feliks Eyser: Wasser schicken? Live Hier aus dem Studio. Also, und eine der Fragen, die mich besonders gut fand, war: Wie gewinnt ihr Vertrauen zurück?

1:37:00 Stefan Lemcke: Ja, die Frage ist wirklich gut und ich würde sagen, Show don't tell, wenn man das mal auf im Anglizismus sagt. Mach Sachen durchgehend längerfristig, die die Leute sehen, anstatt dass du redest. Ja, ich bin sowieso kein Freund davon. Also, natürlich rede ich auch viel, aber ja. Du musst Sachen machen. Zeig es den Leuten. Zeig denen, dass du das ernst meinst. Ein halbes Jahr, ein Jahr, zwei Jahre. Du bist da, du machst die Sachen, die du versprochen hast. So, nicht reden, sondern taten. folgen lassen und das können sich die Leute, die dann verunsichert sind, ob das wirklich stimmt oder so, können sich das in Ruhe angucken und werden sehen, dass wir auch die Wahrheit einfach sagen.

1:37:50 Feliks Eyser: Und angucken kann man sich auf Instagram, ihr seid all in, Social Media, wie läuft euer Battle zwischen den Followern?

1:37:56 Anne Lemcke: Also es war ehrlicherweise nie ein Battle, aber Stefan hat sich nicht mehr. Stefan ist immer auf jeden Fall, ich sag mal, der braucht immer eine Challenge, ja? Und der hat einfach vier Jahre überhaupt nichts mit Social Media zu tun gehabt. Und ich, wie vorhin halt gesagt, ja, ich habe zwischendurch mal ein Foto hochgeladen, von wegen, jetzt sind wir hier bei Taylor Swift, keine Ahnung. Ansonsten hatte ich einfach mehr Follower, aber das war auch eher, also das war für mich jetzt nie so, ich brauche jetzt unbedingt, wer weiß, wie viele Follower und unser Account Also, unser privater Account ist ja auch super klein. Ganz ehrlich, kennen da ganz andere Leute. Und dann hat er gesagt: Jetzt will ich dich einholen. Das ist jetzt meine erste Challenge.

1:38:38 Stefan Lemcke: Das hast du so schön gemacht. Man muss sagen Unsere Kanäle, die wir so bespielt haben, waren die Facebook und Instagram-Kanäle von Ankerkraut. Das war das, was wir gemacht haben früher. Dann kam der Exit, dann haben wir nichts mehr gemacht und wir hatten immer schon unsere einzelnen Kanäle, die wir aber nie, wo wir nie irgendwas gemacht haben. Das war immer nur privat und dafür, dass sie nur privat waren, hatten wir, ich weiß nicht , 6000 Leute oder so, die uns verfolgt haben. Und jetzt, als wir gesagt haben, wir kaufen das zurück. Da . haben wir gesagt, so, jetzt müssen wir unsere Kanäle aufbauen, jetzt müssen wir das selber machen. Und dann habe ich mir mal reingeguckt und habe gesehen, ey, die hat ja 300 mehr als du. Das kann ja nicht angehen. Weil wir früher mal eine Challenge hatten, irgendwann, ja. wer hat mehr und dann habe ich gesagt so und ich will meine Videos selber produzieren. Ja, ich mache alles selber. Ich meine, man sieht es auch, ja, das ist alles selbst. produziert, alles selbst gefilmt. Ist geil, das ist authentisch. Kein Videografen , niemanden, der das cuttet, sondern das mache ich alles einfach nur selber. Und da habe ich halt ein bisschen Gas gegeben und habe jeden Tag einen Reel gemacht. Und dann habe ich sie überholt. Ist das schön, aber man sieht ja, wenn du dir Mühe gibst.

1:39:54 Anne Lemcke: Hast du so gut gemacht? Aber ich muss dir auch ganz ehrlich sagen, das ist halt auch wirklich so ein bisschen nervig, weil Stefan jetzt ständig mit diesen ganzen Geräten durchgehen wird. Und wir haben hier, so damit das hier so schön aussieht, haben wir hier so ein Riesenlicht, damit wir alle hübsch sind. Sowas haben wir alles zu Hause jetzt plötzlich.

1:40:11 Stefan Lemcke: Ich habe immer quasi hier, warte mal, ich filme noch mal einmal, damit ich. Stefan holt das richtige Equipment raus. Wir machen natürlich auch ein Video. Ja, genau.

1:40:20 Anne Lemcke: Also, Stefan rennt jetzt ständig mit diesem Teil rum und hat überall im Haus, ganz ehrlich, stehen auf einmal irgendwelche Sachen rum und ich frage mich.

1:40:28 Feliks Eyser: Stehen Stative und Lichter und Kanada, okay.

1:40:31 Anne Lemcke: Wirklich?

1:40:33 Stefan Lemcke: Wir haben zum Beispiel auch eine Softbox

1:40:36 Anne Lemcke: und dann, das kriege ich dann immer gar nicht so mit. Und dann plötzlich, also Der ist immer sehr extra, also das kommt dann letztendlich wieder zusammen, zu dem Punkt, wo wir vorhin schon waren. Wenn Stefan sich irgendwas in den. Nein, das ist ja gar nicht negativ, sondern es ist positiv.

1:40:49 Stefan Lemcke: Ah, okay, dann ist das.

1:40:51 Anne Lemcke: Wenn Stefan sich irgendwas vornimmt. Bei der Gründung von Ankerkraut erfolgreich zu werden, abzunehmen und fit zu werden. Und jetzt halt hier Social Media Karriere in Anführungsstrichen. Der geht dann aber auch all in. Der geht dann all in. Und dann, äh.

1:41:08 Stefan Lemcke: Also all in, äh, hätte ich jetzt hier drei Leute mitgebracht, die um mich rumrennen würden und irgendwie eine Red oder eine Arry haben würden und sagen würden, Stefan, wir müssen dich eben nochmal ein bisschen abschmieren.

1:41:22 Anne Lemcke: Nein, aber du meinst es nicht.

1:41:23 Feliks Eyser: So ist es noch nicht, aber die Zeit, die steckst du trotzdem rein.

1:41:26 Stefan Lemcke: Ja, und ich finde es auch irgendwie, ich finde es auch geil. Ich finde es besonders schön, weil wir uns ja so total abgeblockt haben. Ich habe auch bei mir, man konnte mir keine Nachrichten checken mehr. Du konntest, wenn du nicht gewusst hast, wie meine Mailadresse ist oder Telefonnummer oder du bereits mein Freund warst in Social, konntest du mir nicht schicken. Es war einfach alles zu. Und ich, das war richtig befreiend oder schön, als ich das alles wieder entsperrt habe und gesagt habe, so, und jetzt stellst du dich wieder. drehst du das Gesicht wieder in Richtung Öffentlichkeit und sagst, hey Mann, es ist jetzt auch gut. Und es wird Leute geben, die dich hassen, du wirst Hate kriegen, aber lass es. Es ist egal. Zieh jetzt einfach durch. Und das machen wir jetzt. Ich natürlich etwas besser als alle, falls du es noch nicht wusstest. Das müssen wir durchaus machen. Ein bisschen gemein. Du kannst es besser als ich, aber ich habe etwas mehr Fleisch.

1:42:25 Feliks Eyser: Anne hat mehr Talent und du probierst es mit Disziplin auszugleichen.

1:42:28 Anne Lemcke: Ja. Also mehr Disziplin als ich hast du auf jeden Fall in allen Bereichen.

1:42:32 Stefan Lemcke: Ihr seid ein gutes Team, oder?

1:42:34 Anne Lemcke: Ja.

1:42:35 Stefan Lemcke: Ja. Muss man echt sagen, krass. Sind wir wirklich. Das ist. Sowas findet man auch nicht auf der fast schon ein bisschen spooky oder dass Leute uns von draußen angucken und sagen, ey, ihr seid so beschissen, ey, ich hasse euch, weil wir einfach nur. Weißt du, wir sind erfolgreich . in dem, was wir machen. Jetzt sind wir auch noch dünn geworden.

1:42:58 Anne Lemcke: Und wir mögen uns auch noch dünn.

1:42:59 Stefan Lemcke: Wir mögen uns gerne, unsere Kinder sind echt nette Kinder. Die sind auch. Gut in der Schule und so, also gar nicht teenie-mäßig. Also wir sind, man findet, wir sind irgendwie so glatt, ja, du findest nichts Richtiges, wo du sagen kannst, ha, die sind scheiße, ja. So. Deshalb, ja.

1:43:15 Anne Lemcke: Also, das ist schon eine sehr gute Beziehung, weil eigentlich sind wir beste Freunde, muss man ganz ehrlich sagen. Wir verbringen, also ich kriege das immer so mit bei Freunden von uns oder Bekannten. Da hat so jeder sein Hobby. Dann wird halt immer geguckt, oh, du fährst jetzt drei Tage mit deinem Freund weg, dann fahre ich auch drei Tage. Also so dieses Gegenseitige. Und wir, aber schon eigentlich von Anfang an, wir verbringen 24-7 Zeit miteinander. Wir haben dieselben Hobbys. Ja, also keine Ahnung, wir lernen zusammen Tennis spielen. Okay, machen wir zusammen. Wir gehen jeden Tag zusammen mit dem Hund. Wir machen einfach alles, was wir machen, zusammen und gehen uns dabei halt nicht gegenseitig auf den Keks. Aber es gab auch mal Zeiten Wo wir nicht zusammengearbeitet haben, vor Ankerkraut. Das hat irgendwie nicht funktioniert. Ach krass. Da saßen wir abends auf dem Sofa und ich wollte ihm erzählen, du, ich war mit Scooter unterwegs und da ist das und das passiert, und er hat gedacht: Ey, was interessiert mich das?

1:44:08 Stefan Lemcke: Da war ich aber schon selbstständig und hatte natürlich meine Themen und dachte so, was interessiert mich das?

1:44:14 Anne Lemcke: Und er hatte sein Thema und wollte mir das erzählen. Und ich denke so, ja, was interessiert mich dein SEOZeug? Verstehe ich auch überhaupt nicht. Aber dann, als es zu Ankerkraut gekommen ist, hatten wir plötzlich dieselben Themen. Weißt du eigentlich das und das? Oder das Salz ist alle, oder wir brauchen eine neue Mischung für, ah ja, muss ich mal eben überlegen. Also plötzlich.

1:44:35 Stefan Lemcke: Wie wenn du Investoren hast oder Mitarbeiter hast, die du beteiligst, Aligned Interests. Das war für uns das.

1:44:42 Feliks Eyser: Das hat euch in der Beziehung auch zusammengebracht. Sehr krass. Man könnte auch sagen: Okay, krass, man hängt den ganzen Tag miteinander ab und hast du die Probleme in der Arbeit, das sind ja meistens nur Probleme, die du den ganzen Tag da irgendwie handeln musst, die nimmst du dann abends irgendwie mit. Das kann ja auch irgendwie stressig sein, aber ihr sagt genau das Gegenteil. Nee, es war geil, dass wir dann genau diese Themen Hatten, die wir gemeinsam adressieren konnten.

1:44:59 Stefan Lemcke: Wir hatten natürlich auch nie frei. Du hast dann ja nie frei, ja, weil selbst deine Frau dich nachts um drei wach macht und sagt, sag mal hier Da und da, da müssen wir jetzt mal reden drüber und du denkst so, äh, nee, müssen wir nicht, wenn wir

1:45:14 Anne Lemcke: nie ein Problem

1:45:15 Stefan Lemcke: schlafen. Nein, aber es war okay, weil beide, weil Ja, weil beide das gleich gesehen haben. Das war für uns. Und muss man auch sagen, dass wir schlauerweise hingegangen sind und gesagt haben, wer hat welchen Bereich in der Firma? Wer macht was und wir den anderen auch. komplett haben machen lassen. Das ist natürlich auch gut, wenn sie weiß, ich kann im Marketing machen, was ich möchte. Ich kann sagen, wie die Kalender aussehen sollen. Ich weiß, wie das und das gemacht wird und ich sagen kann, okay, ich kümmere mich um Produktion und das Geld. Also

1:45:55 Anne Lemcke: Das war für uns gut. Läuft schon ganz gut.

1:45:58 Feliks Eyser: Was gibt die anderen Paaren mit auf den Weg, die was zusammen machen wollen? Oder schon machen? Meine Beobachtung ist, ich habe so ein paar Beteiligungen, wo so Konstellationen auch da waren. Und ich glaube, wenn ich so überlege. Wahrscheinlich so zwei Drittel haben sehr gut funktioniert und so ein Drittel war so kompletter Blow-Up. Da war dann alles kaputt.

1:46:13 Anne Lemcke: Ja, ich glaube, das ist so dieses: Man muss damit klarkommen, dass sich Privatleben und Berufsleben total vermischt. Und das möchten. Viele glaube ich nicht. Die wollen nach Hause kommen und dann, keine Ahnung, sind die Kinder da oder man kocht was zum Abendösen und dann ist auch erstmal, ich brauche jetzt mal zwei Stunden, um meinen Kopf abzuschalten. Und entweder man kommt damit klar, dass es halt du 24-7 in diesem Austausch bist, beim Wandern, beim Tennisspielen, beim keine Ahnung was, oder halt nicht. So, und also für uns ist es halt auch so, wir verbringen einfach wirklich sehr viel und sehr gerne Zeit miteinander. So, viele Leute sind das aber auch oder viele Paare sind das gewohnt, der eine geht nach links, der andere geht nach rechts und man trifft sich dann um 16. 30 Uhr, 18 Uhr oder wann auch wieder zu Hause. Also die Zeit, die man mit manchen Können das vielleicht auch einfach nicht so gut aushalten. Ja. Also, weiß ich gar nicht.

1:47:09 Stefan Lemcke: Ganz schwierig. Also, ich muss natürlich von den Erfahrungen, die ich gemacht habe. Her würde ich immer sagen, natürlich sollen Mann und Frau zusammenarbeiten. Das funktioniert super, aber es gibt ja auch Paare, die sich zum Beispiel auch wieder trennen. Deshalb, und ich glaube, wenn man zusammen okay als Paar ist und dann gründet zusammen und man aber eher die Tendenz hat, dass es auch mal Ärger geben kann, dann. . knallt es auch richtig und schneller, als es sonst geknallt hätte. Der Druck der katalysiert ja alles. Ja, ganz schwer zu sagen. Also du musst gut zusammenpassen. Jeder muss selber gucken, ob das passt oder nicht. Du musst wirklich ein gutes Team sein, ansonsten würde ich das nicht machen. Das ist, ähm, ja. Ja, ja. Schon süß, das ist ja gut. Wir hatten aber auch Glück, Anne, ja. Also dass wir uns haben, so, weil wenn das mit jemand anders gewesen wäre, hätte man sich auch teilweise auch die Augen auskratzen können. Boah ja, genau.

1:48:05 Feliks Eyser: Ich meine, der druckte Rollercoaster, alles da, die Höhen und Tiefenwahnsinn.

1:48:08 Anne Lemcke: Alles. Also, was wir, ganz ehrlich, wie lange kennen wir uns? Leo ist 14, also 15, 16 Jahre. 16 Jahre. Was wir in den 16 Jahren alles erlebt haben, von Höhen, aber auch Tiefen, ja, zusammen. Also irgendwann schreibe ich nochmal ein Buch, also wirklich von bis.

1:48:25 Stefan Lemcke: Da kommen auch alle Geschichten rein, auch die, die wir heute nicht erzählen können. Du hast mich ja vorher gefragt, ob ich irgendwas habe, was ich vielleicht noch droppen kann.

1:48:37 Anne Lemcke: Das muss man auch miteinander erleben können, das muss man auch aushalten. Können. So und wegen guten so in schlechten Zeiten. Aber bei uns sind ehrlicherweise, also wir streiten uns nie, das ist so schlimm Wir zicken uns höchstens mal an, so von wegen. Hast du die Bettwäsche abgezogen? Nee, die muss noch nicht abgezogen werden.

1:48:54 Stefan Lemcke: Aber das ist ja kein ernsthafter

1:48:55 Anne Lemcke: Streit. Haben wir schon mal einen richtig Anfangs?

1:48:57 Stefan Lemcke: Zwei, dreimal im Leben hatten wir einen ernsthaften Streit. Aber nicht so. Worum ging's? Einmal total abstrus. Anne hat in der Firma mitgearbeitet und ich habe gesagt, ich spreche jetzt mit Frank, dass wir irgendwie mehr Lohn kriegen, damit wir uns eine Haushaltshilfe holen, weil wir schaffen das nicht, ja. Und dann hat sie sich irgendwie in ihrer Rolle als Mutter entkräftet, entfraut geht. Sie wollte keine Haushaltshilfe. Weil ich, da hat sie gesagt, ja, was glaubst du denn, dass ich meine Kinder nicht liebe? Oder habe ich gesagt, nein, aber du willst doch arbeiten und lass uns doch jemanden holen, wenigstens für ein paar Jahre, der. Ein bisschen, der mal die Kinder aus der Schule holt, der vielleicht einkaufen geht, vielleicht den Kindern irgendwie ein paar Nudeln macht, damit du erst um sechs hier sein musst, oder wie. Und dann bist du so sauer geworden, das war halt bei dir total Und da hat sie wirklich auch Geschirr genommen und das auch auf den Boden geknallt. Ja, du hast einen Teller. Doch, du hast einen Teller auf dem Boden. Doch, du hast gesagt, und dann hast du zu mir gesagt, ja, du willst wohl Dass die Frauen nur in der Küche und im Bett, das ist der Job von den Frauen und hat das auf den Boden geknallt. Wirklich, Anne, das stimmt. Im Hauswirtschaftsraum. Und ich gucke sie an. Ich bin ganz ruhig geblieben und ich gucke sie an und sage. Was ist mit ihr los? Jetzt überleg mal genau, was du mir gerade gesagt hast und überleg nochmal, was ich dir gesagt habe. Ich habe nämlich gesagt, brauchst du eine Haushaltshilfe? die dir ein bisschen hilft, die uns ein bisschen hilft und dann überleg mal, ob das so richtig ist, weil du sollst ja nicht in der Küche stehen, das soll ja jemand anders und dann hat sie so überlegt, ja. Ist egal, ich muss jetzt erstmal raus. Also da haben wir uns richtig gestritten.

1:50:35 Anne Lemcke: Heißt das überhaupt nicht mehr?

1:50:36 Stefan Lemcke: Inklusive anschreien, doch, doch.

1:50:39 Anne Lemcke: Ja, aber wie lange hat das dann gehalten? Drei Stunden?

1:50:41 Stefan Lemcke: Ja, Mann, das war total, das war total. Und Haushaltshilfe eingestellt? Ja, ja, ja, ja. Ja, aber nicht lange. Haben wir dann.

1:50:49 Anne Lemcke: Die waren nicht so ganz so lange da.

1:50:50 Stefan Lemcke: Nee.

1:50:51 Anne Lemcke: Nee, aber das ist auch nicht ganz unkompliziert. Dieses Nanni oder Oper oder so, das ist alles überhaupt nicht unser Thema. Das machen wir.

1:51:01 Feliks Eyser: Wie habt ihr das hingekriegt in der Zeit? Ich meine, wer mache ich aus? Kleine Kids, das ist so krass. Also ihr habt die Firma parallel aufgebaut, ich bin dann super happy, dass ich gerade. . nicht Geschäftsführer bin und irgendwie da 200 Leute hab und so, und ihr habt das gemacht in der Zeit, wo die Kinder groß geworden sind und ihr sagt, nee, ich will da weniger Support, ich will das selber machen. Also wie hast du das?

1:51:17 Anne Lemcke: Naja, die waren schon relativ lange in meiner Kita, bis 16, 17 Uhr und dann habe ich sie abgeholt. Und deine Eltern haben natürlich auch extrem geholfen.

1:51:27 Stefan Lemcke: Meine Eltern haben was gemacht. Wir haben die mit in die Firma genommen, wir haben die mit auf Events genommen.

1:51:33 Anne Lemcke: weit weg gewesen. Aber deine Eltern, als sie noch gesund waren und noch da waren, die haben uns schon echt wahnsinnig supportet. Das muss man schon sagen. Also so Oma, Opa. Aber wir sind halt auch wirklich eng in der Familie und haben einen engen Kreis irgendwie so. Also ich sage auch immer, wir haben gar nicht so, wir sind nicht die Leute, die du. Wir haben so ein bisschen Social Anxiety, nennst du das, ja? Also vielleicht auch jetzt im Alter irgendwie. Wir sind jetzt nicht die auf Riesenpartys gehen und hunderte Leute und wir sagen geil, so, sondern wir haben einen sehr engen Kreis. Ein sehr engen Freundeskreis, wovon 90 Prozent auch schon vor Ankerkraut halt irgendwie da waren, die alle Höhen und Tiefen auch irgendwie mitgemacht haben. Und da war halt irgendwie der Support da.

1:52:16 Feliks Eyser: Die waren ein Supportsystem für euch.

1:52:18 Stefan Lemcke: Ich würde, also ich grundsätzlich war mega extrovertiert als junger Mensch. Ich war immer unterwegs, brauchte immer Leute um mich rum, aber. . Die Zeit mit der Firma und dann gerade mit diesen ganzen Events und Netzwerk und Sprechen irgendwo und das ist ein bisschen. Die hat auch so irgendwie ein bisschen klein gemacht, ja. Das hat ein so ein bisschen, dass wenn ich jetzt denke, so okay, du gehst auf den Geburtstag mit 60 Leuten, dann ist das schon so, dass ich denke, muss das wirklich sein? Das ist ja es ist nichts gegen die Leute, aber ich gehe halt gerne Ich würde jetzt mit dir gerne essen gehen, ja, oder was kochen zusammen und so. Aber sobald das dann so 15 Leute sind oder 20 und ich muss mich dann auch noch sorgen um die, wenn die bei mir in meinem Haus sind. Dann denke ich echt so.

1:53:04 Anne Lemcke: Naja, weil es halt auch ein bisschen oberflächlich ist.

1:53:06 Stefan Lemcke: Es ist das Alter, ja, du hast keine Zeit, dass du mit den Leuten reden kannst. Du bist nur dafür da, dass du dafür sorgst, dass jeder sein Getränk hat.

1:53:13 Anne Lemcke: Weißt du, wie ich diese Art von Veranstaltung von früher nenne? Habe ich doch immer gesagt, das ist Winken und Trinken.

1:53:20 Stefan Lemcke: Mein

1:53:20 Anne Lemcke: Napost, ach schön, dich zu sehen. Wie geht's dir denn? Ach ja, schön. Ja, wir sehen uns gleich. Ciao, ciao. Da haben wir einfach keine Lust drauf.

1:53:27 Stefan Lemcke: Winken und trinken.

1:53:28 Anne Lemcke: Winken und trinken.

1:53:30 Stefan Lemcke: Ja, OMR ist auch, boah , ich denke auch so 50. 000 Menschen oder ich glaube sogar noch mehr, ne? 70. Und ich denke so, nachdem wir jetzt. Mich . haben, glaube ich, 20 Leute gefragt, ob ich da hinfahre. Wir hatten auch keine Zeit, aber ich habe auch gedacht, wenn wir da jetzt hingekommen wären, ey, boah, das wäre bestimmt, da hätten mich Hätten mich sehr viele Leute angesprochen, ja. Da habe ich fast ein bisschen Angst vor. Also, ich sage, irgendwie habe ich mit dem Alter Social Anxiety gekriegt, ja. Ich weiß es auch nicht genau.

1:54:06 Feliks Eyser: Sag mir nochmal ein bisschen über das Thema Disziplinen gesprochen, die geht all in, so vor allem Stefan, du hast gesagt, du hast ja deine Peitsche, aber vielleicht die Frage an dich: so was Was macht denn die Peitsche bei Stefan aus? Wo kommt dir diese Obsession her? Also, so eine Monster-Firma dahin zu stellen, den Drive zu haben, 40 Kilo abzunehmen, bei Social Media das ganze Haus jetzt mit irgendwelchen Stativen voll zu ballern, was glaubst du, wo kommt es her?

1:54:26 Anne Lemcke: Der ist einfach so Das kann ich dir nicht sagen, woher das kommt. Das ist einfach so. Das ist einfach ein Teil seines Charakters und seines Seins. Und dann holt er den Löwen da halt irgendwie raus. Und hält sich nicht zurück. Und das ist ja auch wunderbar. Also ich finde das natürlich sehr gut, dass er so ist. Aber kann ich wirklich keine Antwort drauf geben, weil das wahrscheinlich so ähnlich wie es bei mir dass ich so sehr emotional bin, das habe ich mir ja auch nicht beigebracht. Oh, ich möchte jetzt gerne emotional sein, weil emotionale Intelligenz ist was ganz Nettes, sondern das ist halt einfach so, ja. Und Er ist halt einfach wahnsinnig willensstark diszipliniert , sieht das große Ganze. Also der Stefan, ja, weiß ich nicht.

1:55:11 Stefan Lemcke: Ich bin überzeugt davon, dass alle Gründer das irgendwie haben. Dieses vielleicht nenne es ADHS oder Control Freak oder irgendwas. Also es gibt ja auch verschiedene Leute, die irgendwie Erfolg haben dann mit ihrem Unternehmen, aber es gibt so ein paar Trades, die solche Menschen mitbringen, die sehe ich irgendwie immer wieder. Ja, deshalb Glaube ich schon, dass ich in irgendeiner Form jetzt im Positiven oder im Negativen, wie man das auch immer sehen will, dass ich auch einen kleinen Knall habe, ja. Und ich kenne viele Leute aus dieser Welt, die das halt auch haben.

1:55:40 Anne Lemcke: Die das auch sagen, der Stefan hat mir auch.

1:55:41 Feliks Eyser: Die das auch sagen über mich, ja. Ja, man kann sagen knallen, man kann sagen Superpower. Was ist die Superpower, die die Anne in euer Leben mitbringt, in euer gemeinsames?

1:55:50 Stefan Lemcke: Äh, Intuition. Total krass. Also diese Emotionalität, die sie hat, da kommt eine Intuition raus, dass sie irgendwie sagt, mit der Person nicht machen, mit der Person das machen, das Produkt wird was. so, also kleine Entscheidungen, wo man sich selber fragt, so wieso sieht sie das so, wo dann aber nach einem halben Jahr oder einem Jahr man merkt, so, oh krass, da hatte die recht mit, hätten wir das mal nicht, hätten wir das nicht so gemacht, wie sie gesagt hat, dann wäre das ein richtiges Problem. Problem geworden. Ja, Bauchgefühl, ne? Ja. Das bringt oft viel. Also das

1:56:24 Feliks Eyser: Du hast auf Instagram gepostet: Plane wie ein Erwachsener, aber lebe wie ein Kind. Was heißt das?

1:56:29 Stefan Lemcke: Naja. Also, Plane wie ein Erwachsener. Ich bin ja auch Deutscher, ja, deshalb, ähm Ein Bausparvertrag muss nicht sein, aber leg wenigstens dann, genau, leg dein Geld in Aktien an und denk auch an die Zukunft, aber nicht 100 Prozent. sondern 50% in die Zukunft investieren und 50% bitte in das Jetzt. Leb dein Leben, mach das, was dich happy macht. Hab Hobbys, triff dich mit deinen Freunden, geh raus in die Stadt.

1:56:59 Anne Lemcke: Naja, und

1:57:00 Stefan Lemcke: leb dein Leben. Und das meine ich wie ein Kind. Ja, weil Kinder denken nicht an morgen. Für ein Kind gibt es nur heute und jetzt. So, und das ist was total Tolles. Und ich glaube, man ist am glücklichsten, wenn man diese beiden Sachen in sich vereint. Das kleine Kind und diesen älteren Menschen, der halt auf Sicherheit bauen.

1:57:20 Anne Lemcke: Ja, so ein Erwachsener sieht ja auch ganz viel, oh mein Gott, das kann man nicht machen, weil da ist die Gefahr, da ist dieses jenes welches. Das ist ja das, was wir gerade merken, unsere Kinder, die gehen jetzt vom Kinderalter zum Teenageralter hin und müssen natürlich. Ich hatte jetzt letzte Woche die Diskussion mit meinem Sohn, er möchte jetzt gerne so einen Elektro-Roller. Ja, möchte er gerne haben.

1:57:43 Stefan Lemcke: Da habe ich gesagt, wir leben nicht wie Kinder.

1:57:45 Anne Lemcke: Genau. Nee.

1:57:48 Stefan Lemcke: Wir leben wie Erwachsene.

1:57:51 Anne Lemcke: It 's not gonna happen. Er sieht nur, dass er Spaß hat und damit durch die Gegend fahren kann. Ich sehe den gebrochenen Arm, ich sehe den Unfall mit dem Taxi oder mit was weiß ich was.

1:58:01 Stefan Lemcke: Und er sagt stolz zu mir: die sind getun , Papa, die fahren 80 und ich so. Aber nicht mit dir da oben drauf auf keinem. Der Lamborghini, der E-Scooter. Ja, ey, Mann. Mit 80 und dann fahren die teilweise ohne Helm, ja. Also.

1:58:16 Anne Lemcke: Nee, aber nur davon meine ich, also die da, die, die, die Kinder, die sehen ja nicht so viele Zweifel oder was halt. irgendwie gefährlich sein könnte. Im Positiven als auch im Negativen. Aber man traut sich vielleicht auch einfach mehr, weil man halt nicht so die Weitsicht hat, wie wir sie jetzt halt inzwischen haben. Und deswegen Lebe wie ein Kind. Aber nicht immer.

1:58:38 Stefan Lemcke: Nicht immer. Du, du, wenn man dich fragt, würdest du nur wie ein Erwachsener leben, weil du total auf Sicherheit bist. Aber wenn man dein Herz, das, was du wirklich dann machst, so bist du auch ein totales Kind. Also ja. Du bringst das beides mit.

1:58:52 Feliks Eyser: Wenn ihr eine neue Company starten müsstet, komplett neu gründen, was würdet ihr machen? Was sind coole Themen, die ihr interessant findet, in Food Beverage oder vielleicht auch in ganz anderen Bereichen?

1:59:00 Stefan Lemcke: Ja, Sport finde ich schon Super, super cool, also muss ich echt sagen. Finde ich echt spannend, macht mir selber auch Spaß, konsumiere ich ja auch selber viel. Also diese Gym und die Medien rundherum und das ganze Essen, was man da so kriegt. Ich habe auch gemerkt zum Beispiel, dass wenn du viel Protein isst, das sagen immer alle so, muss Protein essen, aber ey. Es stimmt einfach, mach das mal für ein halbes Jahr. Konzentrier dich mal darauf, dass du 200 Gramm hast, was für dich wahrscheinlich fast schon ein bisschen viel ist, aber 200 Gramm am Tag, hau dir das mal rein und du wirst sehen, nach einem halben Jahr wird sich dein Körper ändern. Dein Fett schmilzt ein bisschen weg, die Muskeln werden ein bisschen größer, automatisch. Einfach weil du dich anders ernährst. Das wäre was, was ich machen würde. Und ich glaube. Würde ich noch meine Firma ganz von null aufbauen, boah, ich würde ganz krass, ich würde nur remote, das ganze Team nur remote haben. . Ich würde ganz viel AI benutzen. Ich würde mit V VAs, also mit quasi Virtual Assistance arbeiten, die du nicht fest anstellen musst, weil Das ganze Arbeitsgesetztum in Deutschland finde ich mittlerweile nicht richtig gut, muss ich sagen. Wir haben auch einen Betriebsrat übrigens bei Ankerkraut, also ohne das jetzt zu werten. Also Da, das würde ich vielleicht ein bisschen anders machen. Oder vielleicht auch in einem anderen Land gründen. Also nicht genau. Ich finde zum Beispiel in Amerika. . Oder was ich viel sehe, ist, dass ja Gründer, deutsche Gründer was gründen und dann gucken, dass sie mit der Series A oder so direkt nach Amerika rübergehen. Ja, weil die einfach denken so, nee, ich will weder, dass meine Company groß wird in Deutschland. Noch sehe ich das Potenzial hier. Ja, das finde ich halt ein bisschen bitter. Aber gut, was würdest du machen?

2:00:47 Anne Lemcke: Keine Ahnung. Ganz ehrlich, ich würde, also die jetzige Anne würde wahrscheinlich irgendwas. was fürs Herz irgendwas gemeinnütziges, irgendwas mit Tieren oder was weiß ich.

2:00:59 Stefan Lemcke: Mit Rentner oder mit Tieren?

2:01:00 Anne Lemcke: Oh ja, Rentner auch.

2:01:02 Stefan Lemcke: Anne, wenn irgendwo ein alter Hund da ist, da ist Anne, also egal ob es ein alter Mensch oder ein alter Hund ist, Anne rennt sofort hin und kann ich ihnen helfen, soll ich irgendwas machen? Und wenn ich nicht total intervenieren würde, wenn ich nicht total intervenieren würde, hätten wir nicht einen Hund, sondern sieben. Also, ja, ja, mit Hunden ist ganz schön. Ich liebe die auch, das ist das große Problem, sie zeigt mir dann immer Videos. Guck mal der hier. Der ist gerade in. Der ist gerade in Rumänien und ich bin. Aber wir hatten ja auch so einen

2:01:32 Anne Lemcke: Rumänien-Oma-Hund.

2:01:33 Stefan Lemcke: Ich zeig mir das nicht. Ich sage zwar immer nein, keinen neuen Hund, aber wenn ich die dann sehe, dann denke ich auch so: Oh Mann, und denen geht's bestimmt so gut, wenn die zu uns kommen. Ja, da weicht mein Herz auch auf.

2:01:46 Anne Lemcke: Ja, aber man darf dann das jetzt auch nicht verwässern, ne? Also, ich meine, wir müssen unsere volle Power jetzt auf Ankerkraut.

2:01:52 Stefan Lemcke: Das ist halt einfach so. Und Hunde sind

2:01:58 Feliks Eyser: Wenn ihr eine SMS schicken könnt, dann alle Founder da draußen, die in diesem Struggle gerade sind, die Achterbahn fahren, Probleme lösen, Feuer. Löschen. Eine SMS hat da früher wie viele Zeichen? 160 oder sowas? 140? Was steht als Tipp da drin?

2:02:13 Stefan Lemcke: Haltet durch. Hätte ich auch gesagt, haltet durch! Zieh durch, sei diszipliniert, Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.

2:02:26 Anne Lemcke: Das sind ja jetzt schon wieder mehr.

2:02:28 Stefan Lemcke: Ja, ist egal. Dann schreibe ich die nächste auch noch mit dazu. Rum wurde nicht an einem Tag erbaut. Glaub an dich selber.

2:02:36 Feliks Eyser: Man kann die Regeln auch ein bisschen brechen, hast du ja gerade gesagt. Man kann auch nur SMS hinterherschicken.

2:02:40 Anne Lemcke: Naja, und vor allen Dingen, also, ich finde, in Deutschland haben wir ja so dieses ein bisschen , dass diese Kultur, dass Es nicht okay ist, wenn nicht alles super erfolgreich wird. In Amerika ist ja diese Culture of Failure. So, dann sagen sie alle okay. Aufstehen, hinten richten, sauber machen und weiter geht's. Und das gehört halt auch einfach irgendwie dazu. Nur weil man so Geschichten liest. Wie ehrlicherweise vielleicht auch unsere, ja, das ist ja nicht die Realität. Das wissen wir auch selber, dass wir total, also wir sind wirklich sehr dankbar dafür, was wir erleben dürfen, ja, miteinander. was einfach passiert ist. Und das ist auch nicht normal. Und dementsprechend ist es auch okay, wenn mal was nicht funktioniert, weil man nimmt ja immer Sachen raus. Aus denen man was halt irgendwie lernen kann. Und ich glaube, das ist das Wichtige, dass man halt Dinge erlebt, das abspeichert und dann versucht es für sich oder wie auch immer besser zu machen.

2:03:41 Feliks Eyser: 100 Prozent. Meine SMS , was ich noch hinterher schicke, ist, sucht euch die richtigen Leute im eurem Umfeld. Und dafür seid ihr so ein cooles Beispiel, oder? Also musst du nicht immer mit seinem Partner das zusammen machen, aber so Coole Leute, um sich rumzuhaben wie euch. Ihr seid da ein Prototyp an Unternehmertum. Das hat die Kati Ernst übrigens gesagt, die ich gefragt habe: Stefan, und an diesem. Die sind so ein Role Model und Prototyp für Unternehmertum. Eben nicht nur Unternehmertum, ich glaube, ihr habt im Leben auch sonst was Richtiges gemacht, wenn die Kids mit euch zu den Konzerten gehen, wenn ihr coole Erlebnisse zusammen habt, wenn ihr gemeinsam fit werdet, die Firma baut, Verantwortung übernehmt.

2:04:14 Stefan Lemcke: Ich meine, die muss ja nicht reden, ne? Die hat das ja auch alles. Also, das sind ja auch beides selbstständige

2:04:22 Anne Lemcke: Tolle Unternehmer, beide.

2:04:24 Stefan Lemcke: Tolle Unternehmer, also.

2:04:25 Feliks Eyser: Hört in den Podcast rein. Den Cliffhanger hätte ich besser nicht machen können, der. Podcast von Kati kommt ja dann auch irgendwann. Das heißt, Channel abonnieren und dann erfahrt ihr.

2:04:33 Stefan Lemcke: Channel ist bereits abonniert. Was denkst denn du?

2:04:36 Feliks Eyser: Ja, bei euch, aber bei 80% der Hörer nicht, da muss man diesen Knopf drücken, da können wir auch nochmal Werbung dafür machen. Was

2:04:41 Stefan Lemcke: machen wir? Liked, folgt Und kommentiert, Leute.

2:04:46 Anne Lemcke: Und vor allen Dingen meinem Account auch, damit ich bald wieder mehr habe als Stefan.

2:04:51 Stefan Lemcke: Okay, das machen wir. Stefan Lemcke bei Instagram übrigens, falls jemand.

2:04:55 Feliks Eyser: Wo finden wir dich online?

2:04:57 Stefan Lemcke: Keine Ahnung, auch da. Wir sind beide unter unseren richtigen Namen bei Instagram und Instagram. Also wir haben früher hatten wir andere Namen.

2:05:06 Anne Lemcke: Früher waren wir Stefan Ankerkraut und Anne Ankerkraut. Da waren wir quasi vor unserer Zeit. Das machen Milly und Konstantin von Brabos auch so. Aber wir hatten das schon vorher. Aber jetzt haben wir gesagt, jetzt sind wir Anne und Stefan Lemcke.

2:05:19 Feliks Eyser: Sind wir auch. Okay, ihr seid nicht mehr ganz eure Firma, ihr seid trotzdem verbunden und

2:05:24 Stefan Lemcke: Nee, nee, die Ankerkraut-Namen hatten wir nach dem Shitstorp. Die habt ihr mitverkauft. Die haben wir mitverkauft. Jetzt ernsthaft, die Marke geht ja auch über an jemanden anders und wir hatten zwar Anteile noch, aber die hätten wir ja auch nicht ewig gehabt und wir wären dann raus gewesen. Also wir hatten dann. . Auch unsere E-Mail-Adressen und so . wären nicht mehr da gewesen.

2:05:47 Anne Lemcke: Siehst du? Und jetzt, das ist jetzt der letzte Punkt. Du hast immer zu mir gesagt. Anne.

2:05:57 Stefan Lemcke: Wie ihre E-Mail-Adresse auch immer ist, ja, du musst alle deine Accounts von dieser E-Mail-Adresse löschen, wirklich. Weil die E-Mail-Adresse ist irgendwann weg. weil Ankerkraut gehört uns irgendwann nicht mehr. Und Anne hat gesagt, ich lasse das so. Und siehe da, sie hatte recht, weil jetzt gehört es ja wieder uns.

2:06:13 Feliks Eyser: Jetzt könnt ihr euch wieder bei Booking. com einloggen

2:06:17 Stefan Lemcke: und endlich ein Hotel buchen. Ja, ja, okay, genau. Genau das. Auch Booking ist auch gut. Das wird oft benutzt.

2:06:25 Feliks Eyser: Noch mehr, auch mehr umzahlte Werbung. Oh nein. Schön, dass ihr da wart. Das war wirklich cool. Richtig cool, dass ihr beide gekommen seid. Es hat super viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt.

2:06:32 Anne Lemcke: Vielen Dank, dass wir dabei sein durften. Danke.

2:06:35 Feliks Eyser: Dankeschön.

Ähnliche Folgen

Newsletter · Founder Mode Friday

Deine wöchentliche Dosis Founder-Insights.

Die wichtigsten Learnings jeder Folge, jeden Freitag in deinem Postfach. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.