Mit Wasserparks 80 Millionen Menschen glücklich gemacht
mit Romann Rademacher, Mitgründer von Wibit Sports
Zusammenfassung

1997 stellen Romann Rademacher und Robert Cirjak auf der boot in Düsseldorf ein einziges Wassertrampolin aus den USA aus, vor einer Rückwand aus dem Baumarkt. Sie haben ihr ganzes Erspartes investiert und verkaufen genau dieses eine Trampolin. Am Montag nach der Messe ist der komplette Stand geklaut, eine Messeversicherung haben sie nicht. Der US-Hersteller schickt ein neues Trampolin zum Sonderpreis, dazu sammeln sie noch etwas Geld bei Bekannten ein. So beginnt die Firma, die heute Wibit Sports heißt.
Schnell merken die beiden, dass Europa anders funktioniert als die USA: Ihre Kunden sind Betreiber von Bädern und Stränden, und die fragen zuerst nach dem TÜV. Also lassen Romann und Robert selbst produzieren, erst in Korea, ab etwa 2000 in China. 2006/2007 kommt der Durchbruch: Module, die man wie Lego aneinanderdocken kann, zuerst als Hindernisbahn Aqua Track mit sechs Modulen für den Pool. Nach diesem Prinzip werden laut Romann heute 95 Prozent aller schwimmenden Parks weltweit gebaut.
„Muss dir vorstellen, wie ein Lego-Baukastenprinzip. So war die Idee.“
Für Betreiber rechnet sich das: In Europa kostet der Eintritt 10 bis 15 Euro, in den USA 20 bis 25 Dollar, in Dubai bis zu 50 Dollar. Bis zu 150 oder 200 Leute pro Stunde passen auf einen Park, und manche Parks haben ihr Investment in 80 Tagen wieder eingespielt. Romann erklärt, wie man in Deutschland mit dem Bürgermeister und der Wasserbehörde einen See an den Start bringt, wie Wibit mit Schriftzügen wie „Indonesia“ einen Guinness-Weltrekord holte und wie er in China mit Messepolizei und über 400 geschützten Geschmacksmustern gegen Kopien vorging.
Im zweiten Teil geht es um das Unternehmen dahinter: ein Büro, das wie ein Fußballstadion gebaut ist, vier Core Values seit 2006, Corona als härtestes Jahr mit Trennungen von Mitarbeitenden und 2018 der Einstieg von Argos Wityu, der Wibit professionalisiert hat. Romann spricht über den Firewalk bei Tony Robbins, eine Mastermind auf der Insel von Richard Branson und das kühne Ziel von 2006, in alle 204 FIFA-Länder zu verkaufen. Heute sind es 101. Seine Botschaft an Gründer im Tief: Glaub an dich und deine Sache, und im Rückspiegel ist vieles nicht so schlimm, wie es sich anfühlt.
Zahlen aus der Folge
4 weitere Zahlen
Worüber am meisten gesprochen wurde
Kapitel
- 00:00Der gestohlene MessestandIntro
- 00:40Wie alles begannIntro
- 01:33Vom Fußballer zum UnternehmerGründung & Anfänge
- 02:31Die perfekte Gründer-ErgänzungGründung & Anfänge
- 05:05Warum Spaß ihr Produkt istProdukt & Module
- 06:13Das Wasserpark-Konzept erklärtProdukt & Module
- 08:38Das erste Trampolin aus den USAGründung & Anfänge
- 10:26Die Messe-KatastropheGründung & Anfänge
- 11:25Vom Händler zum HerstellerGründung & Anfänge
- 14:06Die ersten Module entstehenProdukt & Module
- 15:00Das Betreiber-BusinessmodellBetreiber-Business
- 16:20Welche Module funktionierenProdukt & Module
- 17:21Die Lego-Baukasten-RevolutionProdukt & Module
- 20:22So verdienen Betreiber GeldBetreiber-Business
- 23:20Die krassesten Parks weltweitBetreiber-Business
- 25:37So startet man einen WasserparkBetreiber-Business
- 28:01Was Betreiber wirklich verdienenBetreiber-Business
- 29:57Die größten Parks der WeltMärkte & Marketing
- 30:28Weltrekorde mit WibitMärkte & Marketing
- 33:55Der Middle East als WachstumsmarktMärkte & Marketing
- 35:38Marketing & KundengewinnungMärkte & Marketing
- 37:34Wettbewerb und CopycatsWettbewerb, Krise & Zahlen
- 39:02China kopiert die ProdukteWettbewerb, Krise & Zahlen
- 42:07Corona trifft die FreizeitbrancheWettbewerb, Krise & Zahlen
- 43:04Niedrig achtstellige UmsätzeWettbewerb, Krise & Zahlen
- 44:05Das Stadion-Büro in BocholtTeam & Kultur
- 48:59Familie vs. Team-AnalogieTeam & Kultur
- 50:45Tony Robbins FirewalkMindset & Netzwerk
- 54:03Persönliche WeiterentwicklungMindset & Netzwerk
- 56:13Learnings für junge GründerMindset & Netzwerk
- 57:33Engpässe überwindenMindset & Netzwerk
- 59:01Richard Bransons InselMindset & Netzwerk
- 01:03:48Die Mastermind-ExperienceMindset & Netzwerk
- 01:07:17Der Private Equity DealPrivate Equity & Zukunft
- 01:10:03Raus aus dem operativen GeschäftPrivate Equity & Zukunft
- 01:12:14Die finale SMS an GründerMindset & Netzwerk
- 01:15:13Neue Chancen in der FreizeitbranchePrivate Equity & Zukunft
- 01:18:02Wo man Roman findetPrivate Equity & Zukunft
Key Learnings
- 1
Verteilt im Gründerteam klare Positionen
Robert war Stürmer, Romann Torwart, und genau so haben sie Wibit geführt: Im Büro hing jahrelang „Coach Offense“ und „Coach Defense“. Robert war draußen bei Kunden und Händlern, Romann hielt das Unternehmen zusammen. Der Mix aus kanadischem „Wir schaffen alles“ und westfälischem „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ war laut Romann ihr Rezept für Erfolg.
02:31 · Die perfekte Gründer-Ergänzung - 2
Hör genau hin, wer dein Kunde wirklich ist
Schon auf der ersten Messe merkten die Gründer, dass Europa nicht wie die USA tickt: Statt privater Käufer kamen gewerbliche Betreiber, und die wollten als Erstes wissen, ob das Produkt TÜV-geprüft ist. Weil der US-Hersteller damit nichts anfangen konnte, nahmen Romann und Robert die Produktion ab 1998/1999 selbst in die Hand, robuster und für viel mehr Nutzer gebaut.
11:25 · Vom Händler zum Hersteller - 3
Modularität kann einen eigenen Markt schaffen
Lange Hindernisbahnen an Land waren 25 bis 30 Meter lang und tonnenschwer. Wibit zerschnitt die Idee in Module, die man wie Lego aneinanderdockt, erst 2006/2007 als Aqua Track für den Pool, dann mit Kurven, Rutschen und Schaukeln. Plötzlich konnte auch der Sechsjährige mit seinem 86-jährigen Opa auf dem Wasser laufen, und Betreiber bekamen viel mehr Leute auf den Park.
17:21 · Die Lego-Baukasten-Revolution - 4
Verkauf das Geschäftsmodell deines Kunden mit
Wibit verkauft nicht nur Module, sondern einen Umsatzbringer: Ein Strandbetreiber, der vorher Tretboote und Bananenboote verliehen hat, kann mit einem Park auf einmal 50 Leute pro Stunde abkassieren. Für Gründer, die einen Park starten wollen, liefert Wibit 3D-Layouts, Unterstützung bei TÜV-Prüfungen und Daten für die Genehmigung durch Behörden.
25:37 · So startet man einen Wasserpark - 5
Schütz deine Designs, bevor die Kopien kommen
Auf ihrer ersten Messe in Shenzhen fanden Romann und Robert links und rechts Stände mit ihren eigenen Fotos, auf einem Poster sogar Roberts Frau. Wibit hat über 400 Geschmacksmuster weltweit schützen lassen, auch in China, und Romann ist mit Messepolizei und IP-Leuten über die Stände gegangen. Zwei, drei Stände wurden im Laufe der Jahre geschlossen.
39:02 · China kopiert die Produkte - 6
Mach deine Werte im Alltag sichtbar
2006 setzten sich Romann und Robert drei Tage mit einem befreundeten Agenturchef in Vancouver hin und erarbeiteten vier Core Values: Doing It Right, Innovative Thinking, Reliable Business Partner und Making People Happy. Das Büro in Bocholt ist wie ein Fußballstadion gebaut, und jeder neue Mitarbeitende unterschreibt an einer Wand mit dem Satz „Ohne euch ist es nur ein Büro“.
44:05 · Das Stadion-Büro in Bocholt - 7
Setz dir Ziele, die erst mal unmöglich klingen
2006 nahmen sich die Gründer vor, in alle Mitgliedsländer der FIFA zu verkaufen, damals 204. Inzwischen sind es 101. Hätte man ihm das vor 15 Jahren gesagt, hätte Romann es nicht geglaubt. Sein Punkt: Wer sich nur zehn Länder vornimmt, landet bei zehn.
01:03:48 · Die Mastermind-Experience - 8
Hol dir Partner, wenn du allein nicht weiter skalierst
2018 war Wibit in 70 bis 80 Ländern und die Gründer an einem Punkt, an dem sie Leute brauchten, die so ein Wachstum schon begleitet hatten. Sie holten Argos Wityu an Bord, das Wibit professionalisiert und durch Corona begleitet hat. Später stellten sie einen kaufmännischen und einen Vertriebsgeschäftsführer ein und zogen sich selbst zurück, weil erfahrene Geschäftsführer keine zwei Gründer brauchen, die ihnen über die Schulter schauen.
01:07:17 · Der Private Equity Deal
Zitate

„… wir haben unser gesamtes Erspartes hier in diese diese Nummer reingelegt und wir sind pleite jetzt sozusagen, bevor wir angefangen sind.“„Muss dir vorstellen, wie ein Lego-Baukastenprinzip. So war die Idee.“„Und im Endeffekt sind es die Menschen, die das Büro machen und nicht das Büro.“„Aber einfach mal große Ziele setzen, große Sachen, sich voranzunehmen, hat noch keinen geschadet.“„Also dann hast du natürlich auch mal Obstacles, die dich vielleicht mal drei Kilometer wieder zurückwerfen, aber dann schwimmst du halt wieder vier Kilometer immer wieder nach vorne.“Über den Gast

Romann Rademacher
Romann Rademacher kommt aus Bocholt und hat 1994 beim MSV Duisburg im Tor gestanden, wo er seinen späteren Mitgründer Robert Cirjak kennenlernte, einen Stürmer aus Vancouver. Mit 23 wurde er Unternehmer: Aus dem Import eines einzelnen Wassertrampolins aus den USA entstand Wibit Sports, das schwimmende, modular zusammensteckbare Wasserparks für Seen, Meer und Schwimmbäder baut und laut Romann in 101 Ländern verkauft hat. 2018 holten die Gründer den Private-Equity-Investor Argos Wityu an Bord. Zum Jahresende 2024 hat sich Romann aus dem operativen Geschäft zurückgezogen; laut Wibit sind beide Gründer heute Global Brand Ambassadors und sitzen im Advisory Board.
Häufige Fragen
Was ist Wibit Sports?
Wibit Sports aus Bocholt baut schwimmende, aufblasbare Wasserparks aus Modulen, die man wie Lego aneinanderdocken kann: Rutschen, Kletterberge, Brücken, Wippen und Trampoline für Seen, das offene Meer und Schwimmbäder. Gegründet haben es Romann Rademacher und Robert Cirjak, die sich 1994 beim MSV Duisburg kennengelernt haben. Laut Romann hat Wibit inzwischen in 101 Länder verkauft.
Wie verdient ein Betreiber Geld mit einem schwimmenden Wasserpark?
Über Eintritt: In Europa nehmen Betreiber laut Romann 10 bis 15 Euro, in den USA 20 bis 25 Dollar, in Dubai bis zu 50 Dollar. Auf einen Park passen bis zu 150 oder 200 Leute pro Stunde. Gute Standorte am Mittelmeer haben 20.000 bis 30.000 Gäste pro Jahr, und manche Parks haben sich in 80 Tagen abbezahlt. Schwimmbäder nutzen Module auch an einzelnen Aktionstagen und machen dann laut Romann 30 bis 40 Prozent mehr Umsatz.
Was kostet ein Wasserpark von Wibit?
Laut Romann beginnt eine Aqua-Track-Hindernisbahn für den Pool bei 7.000 bis 9.000 Euro. Eine Anlage im offenen Wasser kostet 80.000 bis 150.000 Euro. Ein kleines Mini-Modul gibt es ab 5.000 Euro, der größte Einzelauftrag lag bei über einer Million.
Wie startet man in Deutschland einen Wasserpark auf einem See?
Romann rät, mit der lokalen Behörde und dem Bürgermeister zu sprechen; in Deutschland müssen meist mehrere Stellen wie die obere und untere Wasserbehörde zustimmen. Wibit hilft mit 3D-Layouts, TÜV-Prüfungen und Erfahrungswerten für die Genehmigung. Als Beispiel nennt er ein junges Gründerteam aus der Nähe von Bocholt, das für einen See bei Gronau einen Vertrag über fünf Jahre bekam.
Wie groß ist Wibit und wem gehört das Unternehmen?
Wibit macht laut Romann einen Umsatz im unteren zweistelligen Millionenbereich. 2018 haben die Gründer an den Private-Equity-Investor Argos Wityu verkauft; Romann spricht von einem Teilverkauf, die beratende Bank Carlsquare von einer Mehrheitsbeteiligung. Romann und Robert haben sich inzwischen aus dem operativen Geschäft zurückgezogen.
Erwähnt in der Folge
- Wibit SportsFirmaRomanns Firma für schwimmende Wasserparks, um die sich die ganze Folge dreht.
- Robert CirjakPersonMitgründer von Wibit, Kanadier aus Vancouver, früher Stürmer beim MSV Duisburg.
- MSV DuisburgFirmaFußballverein, bei dem sich Romann und Robert 1994 kennengelernt haben.
- boot DüsseldorfFirmaWassersportmesse, auf der 1997 der erste Messestand von Romann und Robert geklaut wurde.
- ISPOFirmaSportmesse, auf der Wibit 1998/1999 seinen ersten Hersteller aus Korea kennenlernte.
- Argos WityuFirmaPrivate-Equity-Investor, der 2018 bei Wibit eingestiegen ist.
- Tony RobbinsPersonBei seinem Event in Köln ist Romann mit 13.000 anderen über heiße Kohlen gelaufen.
- GreatorFirmaFrüher Gedankentanken; CEO ist Wibits erster Azubi Alexander Müller, der die Mastermind auf Bransons Insel organisiert hat.
- Richard BransonPersonAuf seiner Insel war Romann bei einer Mastermind mit 30 Unternehmern; heute stehen dort zwei Wibit-Module.
- Netflix Culture MemoBuchReed Hastings' Kulturpapier, auf das Feliks sich mit „Team statt Familie“ bezieht.
- Guinness World RecordsFirma2019 wurde der Wibit-Park mit dem Schriftzug „Indonesia“ als Rekord eingetragen.
- DLRGFirmaEine der Sicherheitsorganisationen, mit denen Wibit zusammenarbeitet.
- o2 SURFTOWN MUCFirmaSurfpark bei München, Romanns Beispiel für neue Themenwelten in der Freizeitbranche.
Transkript
00:00 Der gestohlene Messestand
00:00 Romann Rademacher: Der Robert war Stürmer und ich war Torwart. Wir haben uns ergänzt und das waren auch unsere Spielpositionen im Unternehmen. Am Sonntag war die Messe vorbei, montagsmorgen sollte es abgeholt werden. Und am Montagmorgen bin ich zur Messe gefahren. Der komplette Messestand war geklaut. Alles weg. Der Kunde kam zu mir und sagte: Wo ist denn jetzt mein Trampolin? Ich sag, ich habe leider keins mehr. Wir haben unser gesamtes Erspartes hier in diese Nummer reingelegt und wir sind pleiter jetzt sozusagen, bevor wir angefangen sind. Ich fand immer wichtig. Dass alle im Team die richtige Position haben, an der richtigen Stelle spielen. Also dass jeder dann weiß, okay, wenn ich da jetzt spiele, dann trage ich am meisten für das Unternehmen dabei. Und wie bekomme ich die Leute dahin? Also das war für mich immer so ein Motivator, das so zu tun.
00:40 Wie alles begann
00:40 Feliks Eyser: Willkommen bei Founder Mode, dem Entrepreneurship-Podcast, wo man auf einer Wasserrutsche nicht nur Spaß haben kann, sondern auch Geld verdienen kann. Wir sprechen heute mit Roman Rademacher, einem der Gründer von Wibit Sports, einem weltweiten Anbieter für Wasserparks. Und Oman erzählt uns, wie er Ende der 90er Jahre angefangen hat mit echter Produktinnovation diese Kategorie von schwimmenden Wasserparks zu schaffen, die er weltweit skaliert hat. Und wie er sich persönlich als Unternehmer auf seiner Reise von fast drei Jahrzehnten weiterentwickelt hat, um seine Firma voranzubringen. Viel Spaß mit der Folge. Felix mit KS trifft Roman mit 2N. Beides ungewöhnlich. Roman, wenn du kein Unternehmer geworden wärst, was glaubst du, was deine Obsession im Leben geworden wäre? Also ich bin jetzt mittlerweile seit fast 30 Jahren Unternehmer, also eben mit 23 bin ich gestartet.
01:33 Vom Fußballer zum Unternehmer
01:33 Romann Rademacher: So viel Zeit darüber nachzudenken, was ich denn hätte ein anderes machen wollen, gab es für mich eigentlich gar nicht. Aber ich denke, irgendwas, irgendwas mit Richtung Sport. Verbindungen mit kaufmännischen Grundlagen, die ich mir damals in der Ausbildung gearbeitet habe, aber irgendwas mit Richtung Sport. Du hattest ein Sportbackground, oder? Du hast Fußball gespielt. Damit kommt man auch. Na ganz genau. Also mein Gründungspartner, der Robert, Robert Cirjak und ich, wir haben uns 1994 auf dem Fußballplatz kennengelernt. Damals beim MSV Duisburg haben wir zusammengespielt, haben mal versucht, etwas höher In den Profiligen Fuß zu fassen, haben dann aber irgendwann nach einem Jahr oder auch schnell gemerkt, dass es dann vielleicht andersweitig doch bessere Möglichkeiten gibt, als es da im Profi-Fußball unterwegs zu sein, aber das war für uns eine schicksalhafte Begegnung, weil der Robert damals extra aus Kanada, als gebültiger Kanadier, aus Vancouver rübergekommen ist, nach Deutschland, um Fußball zu spielen. Und das war der erste Berührungspunkt, den wir gehabt haben, 1994.
02:31 Die perfekte Gründer-Ergänzung
02:31 Feliks Eyser: Ja, krass. Wie war er so auf dem Platz und du? Und wie habt ihr euch ergänzt auf dem Platz? Und warum hast du gesagt, okay, wir führen unser Leben auch außerhalb vom Platz gemeinsam weiter im Business?
02:39 Romann Rademacher: Also die Story hat wohl auch schon zigfach erzählt. Also ich habe damals auch gedacht, er kommt aus dem französischen sprechenden Part aus Kanada und deswegen haben wir uns erst französisch unterhalten. Aber Vekura, wissen wir alle, ganz im Westen von Kanada ist natürlich sehr englisch angehaucht Aber wir haben uns ergänzt und das ist auch irgendwo, hat sich wie ein roter Faden durch unsere gesamte Historie gezogen. Der Robert war Stürmer. Und ich war Torwart. Und das waren auch, sag ich mal, unsere Spielpositionen im Unternehmen. Wir haben lange, lange Jahre in unserem Office und so hätte ich Quarter hier bei uns im Bocholt an so einem Tüte gehabt, einmal Coach Defense und einmal Coach Offense. Es muss ja immer einem Unternehmen geben, der die Tore schießt. Das war der Robert, also quasi der, der draußen ist und die Flanken verwertet sozusagen und reinmacht und einen, der hinten im Tor steht und die Bälle, sag ich mal, hält und sind das Unternehmen von Von äußeren Eidfristen bewahrt und so haben wir uns immer sehr gut ergänzt, möchte ich sagen, im Laufe der letzten fast 30 Jahre.
03:39 Feliks Eyser: Witzig, ja. Wir haben immer gesagt Außenminister, Innenminister. Ich war immer so Außenminister, also mein CEO, der war der Innenminister sozusagen, eine Person, die draußen die Deals macht und irgendwie Fundraising. und irgendwie Sales und diese ganzen Sachen. Und oft braucht man diese andere Person, die ja guckt, dass ihnen dann nicht alles auseinanderfällt, dass die Prozesse stimmen, dass die Organisation happy ist, dass man irgendwie
03:59 Romann Rademacher: Und das ist genau richtig und da sagst du ja mit Innenminister und Außenminister genau das. Also der Robert ist naffi vorher immer noch für uns in der Weltgeschichte unterwegs, auch als Hauptbrand-Ambassador für Wibit, viel mit Kunden, viel mit Händnern zu tun gehabt, während ich, sag ich mal, das hat auch ein Stück weit mit unserem Hintergrund zu tun. Ich komme ja hier aus dem schönen Bocholt aus Westfalen. Wir sind hier sehr ländlich unterwegs. Das er nicht heißen soll, dass wir jetzt hier nicht die, sind wir vielleicht eine der größten Marken der Welt im Wassersportbereich gegründet haben. Aber Wir sind eher so erzogen worden, immer eine Schuster, bleib bei deinen Leisten, mach erstmal ein bisschen Piano und alles, erstmal gucken, ob alles so funktioniert. Und dann kommt der nordamerikanische Stil, also der kanadische Stil, dazu und der sagt: Wir können hier alles schaffen, wir können noch mehr und wir können. Dieses Thema Everybody can be president sozusagen. Das ist ja uns in unserer DNA gar nicht so verankert. Und dieser Mix aus beiden war immer, sag ich mal, unser Unser Rezept für Erfolg. Das hat immer eine Menge Spaß gemacht. Hat man sich natürlich auch in verschiedenen Bereichen oft gerieben, aber immer positiv und sich dann gegenseitig ergänzt. Und das war einfach immer klasse.
05:05 Warum Spaß ihr Produkt ist
05:05 Feliks Eyser: Ja, ja, Wahnsinn. Und Spaß ist ja bei euch, ist ja quasi das Produkt und das finde ich so geil, bei dem, was ihr macht. Das sieht ja aus nach Freude an jeder Ecke, gell? Also Die Partner, mit denen ihr arbeitet, die so einen Wasserpark betreiben, die müssen irgendwie Freude daran haben an dem Business, die Endkunden sowieso, die auf euren Schwimmenden Inseln da durchs Wasser marschieren und für euch als Fauna hat es wahrscheinlich auch Spaß gemacht, die Reise. Mittlerweile seid ihr Private Equity Owned, wird sich gelohnt haben. Also irgendwie steht Spaß. Da glaube ich weit oben.
05:34 Romann Rademacher: Auf jeden Fall. Also ich glaube, wenn man jetzt mal alles zusammen nimmt, haben wir insgesamt über 80, 90 Millionen. Menschen mit unseren Produkten glücklich machen dürfen. Also wenn man die ganzen Jahre mal zusammennimmt, wie viele Gäste auf den Parks waren, wie viele Gäste in Schwimmbädern waren, auf Seen und so weiter. Und das ist natürlich für uns als Unternehmen eine ganz tolle Referenz. Also es geht ja nicht immer nur um Geld hier, sondern auch wirklich daran, etwas zu ändern, etwas zu bewegen, den Leuten was mitzugeben. Und das haben wir in der Kombination. Ja, nicht nur gerne gemacht, sondern es war einfach ein Riesenspaß im wahrsten Wortes. Und einer unserer Core Values ist auch making people happy, also Menschen glücklich machen.
06:13 Das Wasserpark-Konzept erklärt
06:13 Feliks Eyser: Das geht ja nicht nur durch die Produkte, sondern auch im Verhältnis. Und wir schneiden ein paar Videos in den YouTube-Stream rein. Also wer nur zuhört, hier ist das ultimative Incentive, um auf YouTube zu wechseln und sich das anzuschauen, weil wir können da jetzt drüber reden. wie die Produkte funktionieren und so weiter. Und das machen wir auch und probieren sie so gut es geht zu beschreiben, aber es ist halt einfach ein visuelles Thema. Man muss das gesehen haben, was ihr macht. Ich würde so beschreiben. Ihr habt so ein So ein Modulsystem aus schwimmenden Inseln, die man aneinander docken kann. Da sind so Brückenelemente, Pyramidenelemente, man kann da klettern, springen. Und sich im Wasser dran entlang hangeln und die werden aufgebaut im Seen, im Meer, vielleicht in einem Pool. Muss du gleich mal erzählen, wo die überall stehen. Ich beschreibe das leidenhaft. Was ist dein Pitch? Wie kann man das Produkt beschreiben, wenn man es nicht sieht?
06:57 Romann Rademacher: Das war alles andere als leidenhaft, das war quasi genau auf dem Punkt. Also du, ähm, Hast du es genau richtig beschrieben? Wir haben alles das, was man vom Kinderspielplatz erkennt, rüber aufs Wasser gebracht. Also wir sind Irgendwie, ja, wie soll ich jetzt mal sagen, wie so Amphibien. Das ist auch unser Wort, dass wir im Laufe der Jahre mit selber erschaffen haben, wir haben es auf Englisch Amphibianization genannt, auf Deutsch Amphibisierung. Also dass wir wirklich geschaut haben. Was gibt es an Spielmöglichkeiten an Land und bringen, wie können wir das aufs Wasser bringen? Und das allererste. Produkt, was wir jemals gebaut haben, beziehungsweise was wir vertrieben haben, das war ein Wasser-Tramfolin. Das musst du dir so vorstellen: großer, auflassbarer Schlauch, ungefähr 7 Meter Durchmesser. Mit einem Gartentrampolin war da oben drauf gelegt, festgezurt und dann wurde es auf den See geschoben. Das war damals noch in den USA. Und mehr für die privaten Leute, für die Summerhomes, die halt ihre Kinder oder ihre Verwandtschaft oder wie auch immer in ihrem privaten Bereich da belustigen wollten. Und der Robert ist damals aus Kanada rübergeflogen, hat in einer Zeitschrift, die haben wir noch bei uns im Büro sogar noch ausgestellt, 1996 dieses erste Wassertrampolin gesehen. hat dann sich gedacht, okay, meine Eltern sind damals aus Kroatien nach Kanada ausgewandert, ich habe noch viel Verwandtschaft in Kroatien. Wie bekomme ich denn so einen Teil vielleicht mal von Amerika rüber nach Kroatien. Und wir kannten uns ja, wie gesagt, über Fußball und auch privat ganz gut. Und meine kaufmännische Ausbildung hat gesagt, hast du da irgendwelche Möglichkeiten, das Ding mal rüber zu holen oder wie können wir das machen zusammen?
08:38 Das erste Trampolin aus den USA
08:38 Feliks Eyser: Und so war er der Erste, der da angerufen hatte, ich glaube, außerhalb des Bundesstaates, also die Fieber gab es erst ein paar Wochen. Vielleicht passt es. Es war so eine Mail-Oder-Firma. Die hatten quasi einen Katalog oder ein Magazin und da konntest du anrufen und konntest sagen, ich will so ein Trampolin.
08:51 Romann Rademacher: So, genau, so ungefähr. Und dann werde ich nie diesen Call vergessen. Wir saßen beide in seinem kleinen Wohnzimmer und an Riva da an. Da sagt er: Hier, I'm Robert Cirjak from Germany. Pause auf der anderen Leitung. Germany? What state is that in? Also, nach dem Motto, in welchem Bundesstaat seid ihr denn?
09:08 Feliks Eyser: Direkt im Oklahoma.
09:10 Romann Rademacher: So ungefähr. sagte, nein, Europe, you know, Amsterdam, Berlin und dann fiel erstmal bei denen so ein bisschen die Geräusch und sagt, ach ja, da, da kommt ihr her. Und da kürze ich das mal ganz schnell ab. Haben wir quasi für diese Firma, die gerade auf so eine Art Startup waren, ähm Ja, das erste Trampolin nach Europa geholt, haben uns dann jemand getestet, da sind die beiden rübergeflogen zu uns und dann haben wir gesagt, hey, das hat Potenzial. Lass uns doch mal auf die Bootmesse gehen. Das war damals für uns immer die Leitmesse oder ist heute noch die Leitmesse weltweit, die Bootmesse in Düsseldorf. Sicherlich auch vielen bekannt. Und da haben wir 1997 die allererste Messe besucht und haben dieses Wasser Trampolin da ausgestellt. Wie gesagt, nur dieses nackte Trampolin, sonst nichts anderes. Wir haben damals beim Baumarkt irgendwie so eine Rückwand besorgt aus Camping. Ich würde jetzt mal sagen, PvC-Wand, also es sah unfassbar schlecht aus. Aber wir hatten Spaß bei der Sache. Wir haben unser ganzes Geld investiert, was wir damals auf dem Konto gehabt haben. Also da muss man so D-Mark, muss man dazu sagen. In Trampoline. Nicht nur in Trampolin, auch in der Messe auftritt. Und am Ende der Messe hatten wir dieses eine Wasser Trampolin verkauft. Am Sonntag war die Messe vorbei, Montagsmorgen soll es abgeholt werden. Oder Montermorgen bin ich zur Messe gefahren, der komplette Messestand war geklaut. Also es war im Prinzip alles weg. Es war nichts mehr da. Man konnte vom Boden essen. Der Kunde kam zu mir und sagte: Wo ist denn jetzt mein Trampolin? Ich sag, ich habe leider keins mehr. Ich sage, ich glaube nicht, dass die eh noch weitermachen können. weil wir haben unser gesamtes Erspartes hier in diese diese Nummer reingelegt und wir sind pleite jetzt sozusagen, bevor wir angefangen sind. Wer das geklaut hat, wird das aufgeklärt. Wir haben hier auf Kampf, die gehen davon aus, dass es ein Nachbarstand war, die dann irgendwo die Sachen mit eingeladen haben.
10:26 Die Messe-Katastrophe
10:52 Feliks Eyser: Im Verdacht. Einfach mal noch mal ein bisschen mehr.
10:54 Romann Rademacher: Damals haben wir auch noch so schlau und haben keine Messeversicherung gemacht. Also all die ganzen Sachen, die man als Startup falsch machen kann, sozusagen, aber vielleicht nicht beachtet. Wir waren da sehr naiv. Von der anderen Seite haben unsere Amis gesagt, okay, wir verstehen eure Story, ihr bekommt nochmal eins, wichtig für einen absoluten super Kurs. Dann haben wir nochmal ein bisschen Geld gerased, auch von Verbanden und Bekannten. Haben dann das Trampolin an den Kunden verkauft und so sind wir quasi in den allerersten Verkauf gestartet. Wie ist eine Art Händler?
11:25 Vom Händler zum Hersteller
11:25 Feliks Eyser: Es war nicht eure eigene Idee, es war auch nicht euer eigenes Produkt. Ihr habt quasi angefangen wie so eine Art Vertriebs-
11:30 Romann Rademacher: Genau, also dieses eine Wassertrampolin und interessanterweise ist diese Firma dann ein Jahr später in den Namen gibt es heute noch Wraith Sports. Ravesports übergegangen. Und die Firma gibt es heute noch, also um 30 Jahre später, verkaufe ich immer noch das gleiche Trampolin mit ein bisschen Nebensachen, also alles wie die privaten Gebrauch. Aber wir haben sofort auf dieser Messe gemerkt, Herr Robert und ich, dass wir in Europa einen komplett anderen Markt haben als in den USA. Wir sind nicht consumer-driven, sondern wir waren Commercial. Alle unsere Kunden, mit denen wir gesprochen haben, das waren Betreiber, ob es jetzt ein Bad war, ob es jetzt irgendein Strandbetreiber war, der Drehbote gehabt hat oder eine Banane gehabt hat und sagt, die Strampelin könnte ich mir vorstellen, stelle ich mir da hin, nehme ich dann. Weiß ich, drei Mark für ein Trampolin nur, ne? Oder wie auch immer. Und dann kam die erste Frage natürlich: Sind die Sachen denn auch sicher? Sind die TÜV geprüft? Ja, wir sind ja immer noch in Deutschland. Wir sind immer noch in Deutschland und kein Spaßbad in Deutschland würde sich jemals ein Teil ins Wasser legen oder kein Badesee, der das kommerziell betreibt, um sich dort ohne TÜV irgendwas einzuholen. So, und da war für uns ganz schnell klar, weil erklär mal jetzt ein Amerikaner, was TÜV ist. Mit Umlaut natürlich. Dann hieß es sofort, ja, die können auch Schwimmbesten tragen, gab es bei uns natürlich auch in der Form nicht. So So war für uns ziemlich schnell klar, das war so 98, 99 rum, dass wir das selber in die Hand nehmen müssen. Zumal wir auch wie ich schon sagte, sehr kommerziell unterwegs waren, die das Produkt an sich war natürlich, aber es musste auf jeden Fall robuster werden. Es musste mehr aushalten, weil da viel, viel mehr Leute und Kinder drauf waren. Und so sind wir dann, sagen wir, 98, 99 rum auf verschiedene Messen gewesen, unter anderem auf der ISPO. Die ist mittlerweile auch sehr, sehr geschrumpft, aber damals war die sogar zweimal im Jahr, riesen Event. Und da haben wir einen ersten Hersteller aus Korea kennengelernt, der so im ähnlichen Bereich unterwegs war, Schlauchboote gebaut hat, also wirklich hochkommerzielles PVC. und venü. Und so sind wir da 98 rübergeflogen. Also in wirklich den Anfangsjahren und haben 98, 99 die ersten Produktionsstätten uns in Korea angeschaut und sind dann mit der Jahrtausendwende 990-2000 Richtung China gegangen. Mit unserem Produzenten, der dann auch gemerkt hat, okay, in China tut sich gerade was, wir werden langsam da mal rübergehen. Und so haben wir wirklich seit Anfang der 2000er Jahre schon mal den Entwicklungsbereich und die Herstellungsbereich alles nach China rübergezogen. Und wie gesagt, wir reden jetzt von vor 25 Jahren. Da war China noch bei Weitem nicht da, wo es heute war.
14:06 Die ersten Module entstehen
14:06 Feliks Eyser: Also es war wirklich Harte, harte Arbeit. Und hier wart ihr aber schon bei Modulen, aus denen man Parks zusammenbauen kann oder was waren die Produkte nach dem Trampolin?
14:15 Romann Rademacher: Nein, genau. Also da reden wir noch wirklich von den Early Stages, auch von damals hießen wir noch Aviva Sports. Also, das war so ein Konglomerat mit ehemaligen Mitarbeitern aus der ehemaligen Firma von Rave. Mit uns bei uns. Wir haben gesagt, wir machen Europa, macht eh mal Nordamerika, wir bündeln unsere Einkaufsthematiken, dann haben wir entschieden vielleicht bessere Konditionen, hat auch alles wunderbar funktioniert. Nur dann reden wir wirklich von einem Wassertrampolin und dieses Wassertrampolin haben wir dann irgendwann mit einer Rutsche, dann mit einem kleinen Katapult, wie so ein Sprungkissen versehen, dann haben wir es zusammengebaut, dann haben wir einen Kletterberg dahinter gesetzt und einen großen weißen Eisberg und Hochklettern konnte runterfallen. Und auf einmal hatten wir, das war auch so Ende 98, 1999, unseren allerersten Wasserpark, mit dem man auch wirklich Geld verdienen konnte, also wirklich Geld verdienen konnte.
15:00 Das Betreiber-Businessmodell
15:00 Feliks Eyser: Geld verdienen konnte, indem du die Module verkaufst oder der Betreiber, in dem er Eintritt nimmt.
15:05 Romann Rademacher: Zweiteres, also natürlich haben wir natürlich damit Geld verdienen wollen, selber, aber der Clou war einfach, dass wir das an den Betreiber verkaufen konnten. Ein Betreiber, jetzt immer wieder mal das Beispiel Kroatien, der am Strand seinen Drehbootverleih hatte, der am Strand seinen Banana und Jetski hatte und jetzt so einen kleinen Wasserpark reinsetzen konnte. Und dann auf einmal pro Stunde 50 Leute A, jetzt sind damals mal 10 Mark, heute vielleicht 5 Euro umgerechnet, heute sind es aber ganz anderen Kursen.
15:32 Feliks Eyser: Verdient hat, das hat er niemals mit so einem Dretboot verdient. Nicht mit der Banane. Okay, auf der Banane sitzen dann die, die kennt jeder von uns irgendwie aus seiner Kindheit, dass man einmal von der Banane gefallen ist.
15:42 Romann Rademacher: So, genau. Und das war auf einmal ein komplett neues Spielkonzept. Neue Idee, die es in diesem Wassersportbereich noch so gar nicht gab. Und das haben wir ja so nach und nach und nach größer gemacht. Immer wieder neue Ideen, neue Module dazu genommen. Wir haben auch die erste Wasserwippe der Welt gebaut, also wo du dich drauf schaukeln konntest. Also viele, viele Ideen. Was waren die abgefahrensten Module, die es heute nicht mehr gibt, die ihr getestet habt, die sich nicht durchgesetzt haben? Ja, also viele gibt es heute sogar noch, muss man sagen. Also wir haben ganz gar nicht so viele aus dem Programm genommen. Sagen wir selbst unseren riesen Klettereisberg, den gibt es heute noch. Ich könnte es nicht jetzt eins nennen, wo ich sage, das ist jetzt völlig aus dem Programm, gegangen, weil es gar nicht funktioniert hätte.
16:20 Welche Module funktionieren
16:20 Feliks Eyser: Was sind die, die richtig gut funktionieren? Was lieben die Kids? Also wie auf dem Kletterpark oder auf dem Kletterspielplatz rutschen.
16:29 Romann Rademacher: Also rutschen jeder Art ist immer ein Highlight und wir werden jetzt auch in diesem Jahr. Jetzt greife ich mal ein bisschen vor, einer der größten Rutschen rausbringen, die es so bei Wirbel noch nie gegeben hat. Also es wird ein richtiger Knaller werden, die wird jetzt gerade gelauncht. Das wird jetzt in den nächsten Tagen auch irgendwann da draußen gehen. Also mit Sicherheit eine ganz, ganz tolle Süchter. Aber Rutschen ist. Immer noch number one sozusagen. Aber vielleicht nochmal ganz kurz zurück. Die Frage war ja, ab wann es da mit den Modulen losging. Wir sind dann schnell zu dem Schluss gekommen, dass wir irgendwann, wenn wir wirklich global uns aufstellen wollen, nicht nur mit der Marke selbst beschäftigen müssen, weil wir einen Vertriebskollegen, Partner, wie auch immer, in den USA hatten, sondern weil wir dann auch in China bei verschiedenen Produktionsläufen die Idee bekamen, Dieser Modularität. Und die war völlig neu.
17:21 Die Lego-Baukasten-Revolution
17:21 Feliks Eyser: Also, das ist das, wo wir, sag ich mal, wirklich einen komplett eigenen Markt, ein eigenes, eigenes Marktsegment entwickelt haben im Laufe der letzten Jahre. Dass ihr die Module wirklich quasi einander stecken könnt und sagen, hinter der Rutsche kommt der Berg, danach kommt die Brücke, dann kommt die Wippe, dann kommt eine Verbindung.
17:36 Romann Rademacher: Muss dir vorstellen, wie ein Lego-Baukastenprinzip. So war die Idee. Wir haben ein riesen langes Oder eine riesen lange Hindernisbahn gesehen damals. Die gibt es auch heute noch, wenn Kinderbelustigungen irgendwo am Land gemacht werden, diese Hüfburgen, da gibt es auch lange Obstacle-Kurse. Und die sind dann teilweise 25 Meter lang, 30 Meter lang, superschwer wegen Tonnen, weil das ja richtig heavy ist. Und da haben wir gesagt, können wir das nicht in Stücke schneiden, können wir das nicht irgendwie modular machen. Und haben wir zusammen mit unseren Herstellern vor Ort das genau so hinbekommen, dass sie dann unsere Technik, unsere Fertigungstechnik, die wir ja entwickelt haben, also du musst ja vorstellen, es ist ja um Wasser, das darf ja nicht permanent mit Luft versorgt werden, das muss ja geschlossen sein. Dass wir das so hinbekamen, dass dann wirklich diese Module aneinander gedockt werden können. Und so hatten wir unseren, 2006 war es, 2007 rum, unser allererster Hindernisbahn. Für den Pool wohlgemerkt, die man hintereinander bauen konnte mit sechs Modulen. Das war unser Aqua Track, also unsere Hindernisbart. Also dann sind wir beide, Felix links, Roman rechts, drüber her, mal gucken, wer als erster hinten am Ziel da kommt. Super coole Idee. Und ein Jahr oder zwei später sind wir ganz schnell auf die Idee gekommen, gesagt: Okay, können wir nicht auch noch eine Kurve bauen? Können wir nicht noch eine Kurve bauen? Können wir nicht eine Rutsche bauen? Können wir nicht eine Schaukel dazu noch bauen? Und auf einmal hatten wir. Dieses, wir nennen sie mal Window-Prinzip, also dass wir wirklich Fenster gebaut haben. Und du hast den Park, so wie er heute, ich sag mal, in 95 Prozent aller Fälle weltweit gebaut wird, nach unserem damaligen Prinzip. komplett modular und du hast wirklich die Möglichkeit, so viele verschiedene Module in alle Variationen zu bauen, sodass der Park dann entsprechend groß wird. Und das Coole ist, das ist jetzt vielleicht auch ein Stück weit, der Game Changer zu dem, was wir vorher gemacht haben, auf einmal konnte Der kleine Sechsjährige mit seinem 86-jährigen Opi auf diesem Park, weil du warst ja auf dem Wasser und du konntest auf dem Wasser laufen. Vorher war es wie die so, du musstest da hinschwimmen, du warst wieder ganz schnell im Wasser, auf dem Trampolin rauf und runter. Das war physisch schon ein bisschen anstrengender als jetzt, als heute. Und so war das ROI auch natürlich für unsere Betreiber vor Ort ganz anders. Die haben da viel mehr, viel mehr Möglichkeiten, Leute drauf zu packen. Auf der anderen Seite für uns eine schöne Sache. Warum? Weil die Parks damals, ja, sagen wir, da war ein Invest von vielleicht 30. 000, 40. 000 Euro ist mal genommen, jetzt noch einmal waren es 70, 80 oder 90 und mehr zu der Zeit. War zwar deutlich mehr, aber du hast viel schneller diesen Park ausbezahlt als Betreiber als vorher. Weil so viel mehr Menschen darauf gingen.
20:22 So verdienen Betreiber Geld
20:22 Feliks Eyser: Ja, okay, verstanden. Ja. Erzähl mal ein bisschen von dem Betreiber-Business-Modell. Ich hab dir auch erzählt im Vorgespräch, ich war mal in so einem Park, wir haben dann so einen Roadtrip gemacht. Durch die USA und waren in South Carolina außerhalb von Charleston und geguckt, was kann man da machen. Da stand ein Wasserpark. Hier super gut bewertet und geil, dann geht es um den Wasserpark. Und ich dachte, da kommen jetzt hier 20 Meter hohe Rutschen und irgendwas, aber dann sind wir genau zu so einem See gekommen und da stand so ein schwimmender. Und so ein Typ hat da quasi einen Baucontainer aufgestellt, hat da die Tickets verkauft. Wir haben bestimmt 20, 30 Dollar pro Person bezahlt, eine Rettungsweste bekommen, ein Sicherheitsvideo angeschaut und let's go. Und dann waren wir da mit den ganzen Zwölfjährigen auf diesem Park und ich dachte, das ist ja ein geiles Business. Also, was kannst du denn sonst in so einem See machen? Und die hatten alle die Zeit ihres Lebens, wir auch. Und gleichzeitig dachte ich, ein bisschen durchgerechnet, so da sind bestimmt ein paar hundert Leute, wir waren da am Wochenendtag, so Samstag. Der hat da sicher. 300, 500 Leute durchgeschleust, mal 20 Dollar, dann hat er noch ein bisschen Süßigkeit, ein bisschen Getränke verkauft. Gutes Business. Hab ich gedacht. Du hast dich nur gedacht, hast du auch gut durchgeregnet.
21:33 Romann Rademacher: Also, das ist ja genau das, was auf einmal sehr attraktiv für viele geworden ist. Also, wir reden jetzt hier nicht nur vom offenen Meer, sondern auch genau solche Seen, wo du auch warst. Da gibt es jetzt zum Beispiel in Frankreich jede Menge. Da gibt es in den USA jede Menge. In den USA sind wir gar nicht so stark an den Küstenlinien, sondern wirklich im Land, an den ganzen Camps sehen, ohne Ende. Und ja, das ist natürlich, wenn man mal die Zahlen hochrechnet, man nimmt mittlerweile so zwischen 10 und 15 Euro Eintritt hier in Europa, aber in den USA ist es mal locker, 20, 25 Dollar. gar kein Problem. Wenn man in den Mittleren Osten mal schaut, Dubai, haben wir auch schon 40, 50 Dollar gehört. Das ist wirklich Wahnsinn. Und dann hat man da bis zu. 100, 150, 200 Leute pro Stunde auf so einem Wasserpark. Das ist ein ordentliches Revenue-Stream, den man sich da zukauft. Tausendmal mehr. Umsatzträchtig, als wie wir vorher schon gesagt haben, ein Tretboot oder zwei Tretboote oder drei Tretboote, die du auferleihen kannst, oder ein Jetski oder wie auch immer. Und das hat natürlich auch für uns viele Türen geöffnet in vielen verschiedenen Bereichen. Also unsere Kunden sind ja vielfältig. Also unsere Kunden sind ja nicht nur solche Betreiber, wie wir Rat genannt haben. sondern natürlich auch das Spaßbad nebenan. Ob es jetzt in Berlin oder in Bocholt oder in München oder in Hamburg ist oder halt irgendwo in den USA oder in China. Auch das ist natürlich für solche Spaßbäder und Betreiber eine tolle Sache, wenn man am Wochenende vielleicht mal ein Wibit Day macht oder einen Aquatrack Day oder dann muss sie ja nicht permanent drin haben und auf einmal hast du für an dem Tag 30, 40 Prozent mehr Umsatz drin. Warum? Weil du einfach dann Attraktivität für deinen Bad schaffst.
23:20 Die krassesten Parks weltweit
23:20 Feliks Eyser: Okay, also ein ganz normales Freibad kauft sich ein paar Module, sagt, die sind vielleicht auch nicht die ganze Zeit da drin, sondern es ist quasi special. Hier, wir machen jetzt hier im Sommer, Schule ist vorbei und jetzt gibt es den Wippetag und wir machen Eisberg klettern.
23:34 Romann Rademacher: Genau, also wir haben hier zum Beispiel bei uns im schönen Wocholt hier nochmal das Bahia. langjähriger Kunde natürlich auch von uns und die machen dann zum Beispiel diese Wibit Wednesdays. Und dann wird dann Mittwochs, wenn vielleicht nicht ganz so hohe Frequenz ist, auch immer so ein Aquacheck aufgebaut und dann ist hohe Frequenz.
23:50 Feliks Eyser: Ach krass, okay, und die pusten das dafür auf extra und danach deflaten sie es wieder und legen es in die Halle quasi.
23:55 Romann Rademacher: Okay.
23:55 Feliks Eyser: funktioniert, dass das immer wieder auf und abbaut.
23:57 Romann Rademacher: Und das ist ja das Tolle bei unserer Modularität und bei unseren Sachen. Wir haben es ja extra so konzipiert, dass im Prinzip jeder. das mit wenig Manpower und Möglichkeiten vor allen Dingen im Pool auf- und abbauen kann. Natürlich, wenn wir über offenes Meer sprechen mit Verankerung, ist es ein etwas anderes Thema. Aber im Pool können wir beide jetzt hingehen und so einen Aquatrack aufbauen. Wir haben auch Event-Agenturen, mit denen wir weltweit zusammenarbeiten, die sowas auch machen. Also die dann sowas in der Vermietung haben und dann komplette Ja, Animationstage machen mit unserem Modul.
24:30 Feliks Eyser: Da sind die Bäder aber voll. Also richtig voll. Die ist eine Mischung bei euch zwischen so offenes Meer, ist wahrscheinlich dann private Betreiber, Seen, Hotelanlagen, Freibäder, ist das so. Von allem ein bisschen oder gibt es da so ein Cluster, was für eigentlich ist.
24:45 Romann Rademacher: Also ich sag mal, offenes Meer ist definitiv, sagen wir auch in den Umsätzen deutlich weit vorne, weil einfach da oft. Weil auch da, ja gut, offenes Meer plus sehen, also wenn man das mal als offenes Meer bezustragen. Offenes Gewässer, lass mal so sagen. Also Pools sind eher für uns im Wachstumsmarkt nach wie vor. Also wirklich kann man nicht anders sagen, auch in Hotel Pools vor allen Dingen. Aber Offenes Meer, reden wir jetzt mal wieder über Küstenlinien. Da hat man natürlich auch Investitionen, die deutlich höher sind, als wenn ich jetzt so einen kleinen Aquacheck für mein Pool kaufe. Also ein Aquacheck, der fängt bei 7. 000, 8. 000, 9. 000 Euro an. Eine Anlage, die bei uns im offenen Meer schwimmt, 80. 000, 90, 100. 000, 150. 000 sind gerne Grenze nach oben gesetzt. Ist natürlich ein anderer Umsatztreiber als eine Pool-Lumber. Von daher sind offene Gewässer für uns nach wie vor the key.
25:37 So startet man einen Wasserpark
25:37 Feliks Eyser: Okay, und wenn ich jetzt so einen See habe, sagen wir ich bin jetzt irgendwie in Brandenburg, habe da vielleicht ein Grundstück mit Exes, vielleicht kenne ich den Bürgermeister auch. Wie geht's los? Wie kann ich so ein Business aufbauen? Ich rufe dich an, sag, Roman, pass mal auf, ich habe hier den See. 50. 000 kann ich reinstecken. Kannst du mir so einen mittelgroßen Park liefern? Wer muss das freigeben in Deutschland? Wie funktioniert das regulatorisch, dass ich sowas überhaupt darf?
25:58 Romann Rademacher: Ja, also das ist natürlich in jedem Land unterschiedlich, aber genau so oder ähnlich ist die Vorgehensweise. Also wir haben viele Kunden, die dann einfach zu uns kommen und sagen, ich finde eure Idee super, ich finde euer Businessmodell super. Wie mache ich das denn? Ist okay, wo bist du denn? Jetzt sagen wir mal das Thema Deutschland mal. Mecklenburgische Seenplatte, wie auch immer. Und da gibt es jetzt einen See. Ich kenne den Bürgermeister. Geh mal zur lokalen Behörde. Oftmals ist es in Deutschland halt so, dann landen wir die lokale Die obere Wasserbehörde, die Unterwasserbehörde, dann hat man die verschiedenen Behörden, die da auch zustimmen müssen. Aber in der Regel sind das ja alles lokale Player, die dann auch den Mehrwert einer solchen Anlage sehen, weil die auch ein gewisses Tourismus, eine gewisse Tourismusattraktion darstellen. Wir haben in der Nähe 50 Kilometer von ihren Fernten Gronau, beste Beispiel, vor zwei Jahren ein junges Gründerteam gehabt, die waren auch Mitte 20, die hatten genau das gleiche Ding. Das war ein See, der Drieland-See hier. Gronau. War nichts, gar nichts. Und sind zum Bürgermeister gegangen. Wir haben diese Firma hier Wibit, sogar aus Bochol, die gar nicht weit weg, auf der Buchmesse in Düsseldor kennengelernt. Wir möchten ja dieses Konzept da entwickeln und dann gehen wir, wir als Wibit natürlich hin und helfen denen, wo wir nur können. Also wir können 3D-Layouts erstellen, wir können mit TÜV-Prüfungen, wo wir natürlich stark drin sind, wir können mit behördlichen Genehmigungen all die ganzen Sachen, die man im Laufe der Jahre. Natürlich als Daten gesammelt hat, als für Entscheidungsträger mit in den Ring werfen. Und so sind die Jungs dann einfach dann mit dem Bürgermeister in den Dialog gegangen. Das fand die Idee super, hat dann gesagt, okay, ihr habt da einen Fachvertrag für den See für die nächsten fünf Jahre, damit ihr auch langfristig. klagen können, so erkenntnis stand. Wo soll ich sagen? Der erste Sommer war sogar teilweise verwegnet, war für die Jungs aber trotzdem ein toller Sommer. Sind auch recht spät angefangen. Letzter Sommer war super, jetzt haben die sogar SUP, also Standard-Pedal-Verleihe gemacht, verschiedene andere Attraktivitäten, genau was du gesagt hast, gerade mit let Essen trinken dabei. Also so wachsen wirklich solche Locations zu wirklich immer größeren Orden, wo wirklich Freizeitattraktionen Angeboten werden.
28:01 Was Betreiber wirklich verdienen
28:01 Feliks Eyser: Also, so kann ein ganz normaler See, der vorher wohl nichts war, zu einer Top-Freizeit-Destination werden. Was können die dann Umsatz machen? Was denkst du, wenn du so eingespielt ist nach so zwei, drei Jahren so ein bisschen bekannt ist?
28:12 Romann Rademacher: Schwierig zu genau zu sagen, aber wir wissen schon aus Vergangenheit, dass man so einen Park oder so einen Gesamtinvest innerhalb von 80 Tagen abbezahlt hat. Also man kann sich da durchrechnen und sagen: Okay, 50.
28:21 Feliks Eyser: 000 nimmst du mal on top für den Baucontainer und für ein bisschen Equipment und so weiter. Runden wir mal auf 100.
28:27 Romann Rademacher: auf, aber wenn du es hinkriegst, wir haben Locations, sag mal gerade so im südlichen Bereich, Mittelmeer, die haben Pro Jahr 20, 25. 000, 30. 000 Gäste auf den Parks. Ich rechne das mal 20 Euro, mal 15 Euro.
28:42 Feliks Eyser: Ja, also das ist auch mal sagen, ne? Das ist schon ein sehr attraktives Investment. Ja, okay. Also fängst du an, kannst du wahrscheinlich machst du 100. 000 Umsatz, 200.
28:51 Romann Rademacher: 000, 300 ist auch drin, wenn du es richtig ausschlachtest, ein paar Sachen on top und Gastro. Können wir auch 500.
28:57 Feliks Eyser: 000 bis eine Million vielleicht sogar machen.
28:59 Romann Rademacher: Ja, also bist du auf jeden Fall in der Richtung und nochmal, also wir reden jetzt hier von unserem Breitengraden, wenn du dann Richtung Dubai, wo wir auch einen großen Park stehen haben, direkt an Jumara Beach, da nehmt ihr ja wie gesagt bis zu 50 Dollar pro Stunde.
29:12 Feliks Eyser: Wirklich. Unsere Connection kam ja auch über Dubai, muss ich sagen. Hier schaut an Stefan Heller, der hatte uns connected aus Dubai raus, hat eure Story verfolgt, hat gesagt, hier den Roman, den müsst ihr immer einladen.
29:22 Romann Rademacher: Das ist ja total verrückt, was sie machen.
29:24 Feliks Eyser: Jetzt verstehe ich es auch, wenn die Leute. 50 Dollar Zahlen pro Stunde in Dubai.
29:30 Romann Rademacher: Und überleg mal, einen normalen Jetski ist 50 Dollar, weil da fährst du 20, 30 Minuten mit, hast noch Öl und Motor und was nicht alles und dann verschmutzt du anvollständig noch die Umwelt. Und bei uns hast du 50 Dollar aber für 150 Leute. Ohne irgendwelche Impacts sozusagen links und rechts.
29:47 Feliks Eyser: Was sind die krassesten Parks weltweit? wo du sagst, okay, das ist beeindruckend, egal aus welcher Perspektive, egal ob Umsatz oder Anzahl Besucher oder was sind so die Outlier, wo du sagst, boah, das ist krass.
29:57 Die größten Parks der Welt
29:57 Romann Rademacher: Also die. Parks wurden im Laufe der Jahre ja auch immer größer. Also wir sind ja, wie schon gesagt, 2010, 2011 mit dem ersten Wibit Sports Park, nehmen wir die. Also Sport, das Thema Sport zieht sich bei uns auch durch. losgezogen und danach wurden die Parks ja auch immer größer. Und mittlerweile bauen wir sehr oft nach Wunsch des Kunden die Parks nicht nur in Vier Ecken oder Sechsecken oder wie auch immer, sondern wir können sogar komplette Schriftzüge aufs Wasser. Schreiben. Das habe ich gesehen.
30:28 Weltrekorde mit Wibit
30:28 Feliks Eyser: Ihr habt da sogar so Weltrekorde gemacht. Richtig.
30:32 Romann Rademacher: Genau. Also da sind, musst du dir so vorstellen. Irgendwann haben wir mit dem Kunden mal gesprochen noch vor einigen Jahren. Der sagt, okay, ich möchte gerne ein Logo aus Wasser bringen. Klar, ist doch kein Problem, können wir machen. Hier haben wir zum Beispiel Langnese mal gemacht oder Coca-Cola, aber draufgedruckt auf dem Produkt und sondern rein. Also wirklich schon so ein bisschen eher, dass es so ein bisschen nach der Park danach aussieht. Achso, Und dann haben wir uns mal überlegt, mit unserer Modularität, wir sprechen die wieder von Lego-Systemen, kriegen wir ein A hin mit unserem Produkt. Mit den gleichen Produkten, die du in einem Pool reinbaust, mit den gleichen Produkten, die du aber ins offene Meer oder ins Gewässer einbauen kannst. Und auf einmal hatten wir ein A. Und hatten wir auf einmal, okay, können wir ein B machen, kann man ein B. Und C ging auch, A, B, C, einfach so bis Z. Und dann hatten wir auf einmal mit unseren damals noch PowerPoint-Layouts, da gab es noch kein 3D-Animationstool und wie auch immer. Hatten wir auf einmal komplettes Alphabet und so haben wir die ersten, wie nannten sie, oder nennen sie heute noch Wibit Tags, also Tag deine Location, mach ein Tag auf deine Location. Und das war auch noch zu einer Zeit, wo wirklich die Drohnentechnik nicht so war wie heute, dass jeder quasi so eine Drohne selber fliegen kann. Und so haben wir damals den allerersten Tag in Kroatien gemacht. Da haben wir Croatia aufs Wasser geschrieben, abfotografiert. Sensationell. Also eine wunderschöne Location. Da steht Croatia und du kannst auch noch drauf spielen. Du kannst im Prinzip darf damit Geld verdienen. Und das war für uns ein Startschuss für viele große Projekte und das Größte, dass sie dann auch 2019, wo wir auch im Guinnessbuch der Rekorde bestehen. Das war ein Park in Indonesien, der hatte knapp 29. 000 Quadratmeter Fläche unter Schriftzug Indonesia. Indonesia, Botarklen.
32:10 Feliks Eyser: Blenden wir hier auch ein Video ein. Also, wer jetzt noch nicht auf YouTube gewechselt ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Ihr müsst euch das angucken.
32:18 Romann Rademacher: Ja, sicher. Wie gesagt, also und dann nochmal ist es ja nicht nur der Schriftzug, der da steht, sondern die Leute spielen auch drauf. Dann haben wir so Schriftzüge gemacht wie Dubai. Das ist einer unserer ikonischen Projekte. Da musst du dir so vorstellen, unsere Produkte sind in der Regel gelb, grün und blau. For a reason, also weil uns, die Farben sind nicht, wofür wir stehen, sondern weil die einfach auf dem Wasser wunderbar aussehen, weil die einfach Spielgespannung und Spannung garantieren. Und Dubai hat das Marketing-Logo ja in Magenta Türkis. Wenn man es mal googelt, findet es man auch. Und in dem Marketinglogo von Dubai ist das westliche und die arabische Schriftweise zusammen. Und das haben wir in Jomeyra Beach damals aufs Wasser gelegt. Also wir waren die ersten, die quasi vor Dubai das Wort Dubai, das Marketing-Logo aufs Wasser geschrieben haben.
33:11 Feliks Eyser: Also eine Marketing-Nummer, die es so vorher noch nie gab. Und jetzt ist Dubai Gott sei Dank kurzer Name, so das kriegt man noch hin, das ist ganz gut, aber wir hatten es getoppt mit Saudi-Arabia. Bis Saudi Arabia haben wir es getoppt, ganz genau.
33:21 Romann Rademacher: Das ist danach der größte geworden. Saudi Arabia als Schriftzug. Das war auch eine Marketingaktion. Da machen wir uns ja auch nichts vor, die sind sehr stark in den Mittleren Osten jetzt aktiv und weil man auf Messen ist, und die natürlich fragen, wo ist denn der größte Park? Dann sagen wir in Dubai, okay, wir wollen einen größeren.
33:39 Feliks Eyser: Verstanden.
33:42 Romann Rademacher: Der höchste Skyscaper reicht nicht mehr. Ja, also wir wollen was anderes, was Größeres, was können wir da machen und da sind wir mit Wibit als Marke mittlerweile auch sehr bekannt in dem Bereich und dann wissen die auch, was sie von uns da kommt.
33:55 Der Middle East als Wachstumsmarkt
33:55 Feliks Eyser: Okay, okay. Heißt mit Least ist für euch auch ein sehr relevanter Markt, wie es klingt.
33:58 Romann Rademacher: Ja, also in den letzten Jahren deutlichst gewachsen und auch in den nächsten Jahren sicherlich einer der Wachstumsmärkte schlechthin. Saudi-Arabien, beste Beispiel. Man sieht die ganzen Fußballer dahin wechseln, man sieht viele Sachen da passieren, viele Sportevents. Vor Jahren, vor einigen Jahren, weil Saudi-Arabien noch auf keiner Welt. Map für solche Aktivitäten. Und mittlerweile, weißt du ja auch, da wird ja diese riesen Bauprojekte dort gestartet. Da werden komplett am Roten Meer Destinationen entwickelt, die sind wunderschön, also wirklich Weltklasse. Und irgendwann am Ende der Kette, wenn das Hotel mal gebaut ist, wenn die Resorts gebaut sind, kommen wir dann auch ins Spiel. Und dann wird natürlich auch so ein kleiner Wasserpark von dem Mütter stehen und damit auch auf dem Wasser entsprechende Aktivitäten angeboten werden können. Und da, ich möchte nicht sagen, spielt Geld keine Rolle, aber da ist das Denken natürlich ein ganz anderes. Das sind ganz große Projekte, die dort entstehen.
34:57 Feliks Eyser: Wenn der Investor dich das nächste Mal fragt, was ist dein unfairer Vorteil, dann sagst du einfach die Founder Mode WhatsApp Community. Da bist du umgeben mit 500 anderen Foundern und Entrepreneurship-Interessierten, kannst Fragen stellen, kriegst Antworten und lernst in einer Community von ambitionierten Bildern. Also tritt der WhatsApp Community von FoundermoteBay unter www. foundermote. show slash WhatsApp. Wie gewinnt man denn solche Kunden? Wie vermarktet ihr euch selber? Also ich meine, das Produkt ist natürlich einprägsam und irgendwann kennt man sich. Wahrscheinlich gibt es jetzt auch nicht unendlich viele Hersteller in der Kategorie, aber wie kommt man denn trotzdem an die Leute ran, die einen See haben? In Saudi-Arabien die Entscheidung treffen.
35:38 Marketing & Kundengewinnung
35:38 Romann Rademacher: Also, das ist ja auch eine Entwicklung der letzten Jahre, ja auch Jahrzehnt, muss man schon fast sagen. Also, wir sind, nachdem wir die Marke Wibit ja auch gegründet haben. war uns ja auch klar, wir haben jetzt eine Marke erledigt, mit der wir weltweit agieren können. Also wir haben Markenrecherchen betrieben natürlich, dass wir uns einen Markennamen überlegt haben. wo wir nicht nur in Europa, sondern auch in Nordamerika entsprechend Fuß fassen können, weil wir auch dieses neue Produkt der Modularität für uns entwickelt hatten. Und das war ja sozusagen der Startschuss für uns als Unternehmen. Wir reden jetzt von 2006, 2007, da haben wir ja schon fast zehn Jahre, elf Jahre vorher existiert. Und das war jetzt quasi der Anfang von dem, was wir wirklich heute machen. Und der Weg dann Richtung Nordamerika, wo wir dann auch die ersten Messen besucht haben, wo wir dann auch unsere Produkte gezeigt haben. Wir haben von damals natürlich auch Vertriebsbahn aus dem Bereich gekannt. Wir sind dann nicht nur in Nordamerika auf dem Messen gewesen, wir sind natürlich in Europa über verschiedene Länder hinweg gewesen, wir sind auch in Dubai dann auf dem Messen gewesen und haben quasi. Und wir reden auch da, zu einer Zeit, wo jetzt noch nicht wirklich, sag ich mal, Online-Marketing und all die ganzen Sachen, die nicht so präsent sind wie heute, dass man über Insta oder Facebook oder TikTok und wie auch immer große Werbekampagnen starten kann. Da war die Präsenz messen noch. eine ganz andere Nummer. Und dort haben wir unsere Kunden gefunden. Dort haben wir Vertriebspartner gefunden, dort haben wir Leute aus der Branche gefunden, dann haben wir unsere ersten Referenzen dort aufgebaut. Im Laufe der Jahre hat sich das dann immer weiterentwickelt, sozusagen. Und ja, also für uns war es auch immer wichtig, muss man auch sagen, dass wir wirklich nun mit, auch mit Händlern jetzt mit sehr wenig Händler zusammenarbeiten, jetzt nicht eine Riesenmasse haben, sondern wirklich nur wirklich Leute, Spezialisten, die das auch wirklich können, die das machen. Und auch unsere Philosophie mitleben und nicht irgendwie ein riesen Netzwerk von 150 Händlern haben. Wird sich der Wettbewerb entwickelt? Über die Jahre? Ich glaube, in keiner Branche dieser Welt, wenn man immer erfolgreich ist, bleibt man immer ewig und immer und ewig alleine. Das ging uns natürlich genauso. Die ersten Jahre waren wir alleine. Also Robert und ich haben uns immer auf verschiedene Messen angeschaut. Wo sind es denn alle hier? Also ist da gar keiner da? Also wo kommt denn da keiner? So und irgendwann kommt man natürlich in gewisse Ja, nicht nur Umsatzgrößen, sondern auch verschiedene Märkte, wo man auf einmal Aufmerksamkeit bekommt, das ist in der hier, was schwimmt denn dein Wasser, steht ja Wibit drauf und was machen die denn, wo kommen die denn her? Und ich hatte ja schon anfangs erzählt, dass wir in China produziert haben, Und in China gibt es natürlich, wie in vielen, vielen anderen Bereichen, nicht über uns in unserem speziellen Bereich auch Nachahmer, die das dann schnell mal kopieren. Es hat sich dann im Laufe der Jahre, sag ich mal, ein, zwei, zwei, möchte ich mal sagen, ernstzunehmende Mitbewerber, die dann auch aus Nordamerika kommen, eine aus Europa, die das in einem ähnlichen Bereich machen. Wie mir mittlerweile, was völlig fein ist, ich sage immer, wenn die alles sicher machen, wenn die Tests sicher machen, wenn die ihre eigenen Idee haben, alles cool. Ich habe kein Problem mit Mitbewerbern, aber wenn dann Sachen aus Fernost kommen und auch teilweise auf einschlägigen Webseiten zu sehen waren, wo dann eins zu eins unsere Bilder verwendet worden sind, eins zu eins unsere Magennamen teilweise mit Also Wibit und die ganzen anderen benutzt worden sind, wo die Produkte eins zu eins kopiert worden sind und dann noch für, weiß ich, ein Drittel vom Preis, dann hört es auch noch auf.
37:34 Wettbewerb und Copycats
39:02 China kopiert die Produkte
39:02 Feliks Eyser: Kannst du auf Alibaba quasi schon einen Rip-Off Quasi kaufen von der Wasserrutsche. Also die neue noch hoffentlich noch nicht, weil die haben ja noch alles sehr geheim gehalten.
39:11 Romann Rademacher: Aber in den vergangenen Jahren, früher war es ja auch schon so, dass wir einen gewissen Vorsprung haben, also mit sicher ein Jahr oder zwei, weil Nochmal, ist ja nicht so weltweit gespreadet wurde. Auf einer Seite gibt es vielleicht auch eine witzige Story oder so witzig ist es ja noch nicht. Also da sind wir das erste Mal in Schiene auf der Messe gewesen. Das muss auch so 2015, 16 gewesen sein. Wir haben Auch seit vielen Jahren beroht, China in Shenzhen. Da haben gesagt, komm, chinesischer Markt wächst Freizeit, also die mittlerweile Mittelschicht geht mittlerweile auf, die können schwimmen und geht an den Strand und so weiter. Lass uns da mal eine Messe mitmachen, haben wir dann auch getan. Und dann am ersten Aufbautag bauen wir unseren Messestand auf, dann gucke ich nach rechts und da sind ja Sachen von uns, gut nach links. Das sind ja unsere Bilder. Guck mal da vorne, Robert, das sind ja auch unsere Poster sozusagen. Und ich glaube auf dem einen, also wir haben viel damals mit Familie früher fotografiert, also Kroatien auch. Frau, Kinder drauf, wie auch immer. So, ich guck mal, ich glaube, da ist deine Frau und deine Wein.
40:03 Feliks Eyser: Dass deine Frau auf dem Messer stand, gibt es ja nicht.
40:05 Romann Rademacher: Und du Messer stand auf der anderen Seite, ne? Und dann ist er natürlich da hingegangen mit seinem Bob Mary, wo er ein Bild von seiner Familie drin hatte, sagte, hey, das hier ist meine Traube. Er sagte, oh Sir, you have a beautiful wife. Viel mehr kann er auch nicht sagen.
40:20 Feliks Eyser: Ach so, soll man sagen.
40:21 Romann Rademacher: Aber die waren völlig schmerzfrei, das will ich damit sagen. Und wir haben da erstmal gemerkt, was es schon in China für einen Markt gab, den wir gar nicht kannten. Wir dachten, uns kennt man Welt, weil. Uns kannten die gar nicht, aber die kannten die mit, also die chinesischen Produzenten vor Ort. So haben wir wirklich, sagen wir, ich möchte nicht sagen, gegen Windmühlen gekämpft, aber wir haben ja. über 400 Geschmacksmuster auch weltweit schützen lassen, auch in China schützen lassen. Und so bin ich wirklich mit teilweise mit der Messe Polizei mit IP-Leuten über die Messestände gegangen, die haben auch zwei, drei Messestände schließen können im Laufe der Jahre, also kleine Teilerfolge feiern können. Und wir sehen uns jetzt ja nur digital, aber ich bin jetzt nicht der Kleinste, bin 1,96 blond und wenn ich da über die Messe laufe, dann sehen die Leute und mich dann auch in China Und dann haben die auch ganz oft mittlerweile gesagt, oh Mr. Wibit, Mr. Wibit, no copy, no copy. Die wussten genau mit Don't Mess with Wibit. Also das macht mal bitte nicht. So haben wir quasi unsere Konkurrenz aus China so ein Stück weit weghalten können. Aber im Laufe der Zeit hat sich natürlich auch da der Markt weiterentwickelt. Ich vergleiche mal so ein bisschen wie. Automobilbranche, die sind ja auch nicht stehen geblieben. Also, die machen mittlerweile gute Sachen oder vernünftige Sachen bei Weib nicht so, wie wir es machen, muss man auch dazu sagen. Aber die sind auf jeden Fall ernst zu nehmen. Da kann man nicht verhehlen. Wie groß ist euer Business? Wie viel Umsatz macht ihr? Also wir sind im unteren zweistelligen Millionenbereich unterwegs. Also da sind wir. Ja, im Laufe der letzten Jahre hingekommen, wachsen auch weiter, hatten durch Covid und Corona besser gesagt 2020 so eine kleine Delle, also kleine kann man ja schon sagen, das Jahr war schon echt krass. Das war echt so ein kleiner Downer für uns alle, weil wir konnten es nie, nie, nie vorstellen.
42:07 Corona trifft die Freizeitbranche
42:15 Feliks Eyser: Dass weltweit alle Europarks zu sind.
42:17 Romann Rademacher: Nicht nur der Park an sich, sondern wir haben immer gesagt, okay, wir sind in der Freizeitindustrie, wir sind im Urlaub und wie auch immer Irgendein Krisenherd gibt es immer. Aber dass auf einmal auf der ganzen Welt gar nichts vermöglicht war, und das hat uns zu einer Zeit getroffen, das war irgendwo März, Februar, März ging es ja los mit Covid. Und wir machen unsere Hauptumsätze natürlich zu der Zeit. Also, das waren wie die drei, vier Monate, die uns komplett in dem Jahr gefehlt haben. Da sind wir auch ein Stück weit runter gerauscht und das dann auch wieder in den letzten nächsten Jahren darauf, wieder die nächsten zwei, drei Jahre. zurückzuholen, da haben wir eine Zeit für gebraucht, muss man einfach sagen.
42:53 Feliks Eyser: Ihr seid auf einem guten Weg. Niedrige achtstellige Umsätze, sage mehr als 10, weniger als 50, irgendwo in der Dimension. Und wenn ich richtig rechne, heißt es aber auch, ihr verkauft ein paar hundert Parks pro Jahr.
43:04 Niedrig achtstellige Umsätze
43:04 Romann Rademacher: Ja, also klar, also es sind einige Parks, die da über den Tresen gehen. Über den Tresen gehen, genau, über dieses Wasser gelegt werden. Aber wie ich schon sagte, also das ist mittlerweile wirklich ein großes, diverses Geschäft geworden. Also von einem kleinen Mini-Modul für 5000 Euro bis zu Applikationen von, ja, ich glaube, den größten Umsatz, den wir jemals gemacht haben, also mit einem Wasserpark, das war IQ weit. Das war auch ein Bibitag, also Q weight Tag. Das war über eine Million, also als Einzelauftrag. Das war auch komplett gebrandet in verschiedenen Farben und so weiter. Das war auch ein Ausreißer, muss man auch dazu sagen. Das ist ja nicht jeden Tag.
43:48 Feliks Eyser: Ja, krass. Okay, okay.
43:50 Romann Rademacher: Aber man sieht dann nochmal, also wie wichtig es auch für solche Länder mittlerweile ist, sag ich mal, irgendwo ikonische Destinationen zu schaffen oder Sachen zu schaffen, wo man sich mit anderen irgendwo ab. Abgrenzt oder wo man mal was Neues machen kann.
44:05 Das Stadion-Büro in Bocholt
44:05 Feliks Eyser: Und da tapst du natürlich auch in riesige Budgets rein. Vor allem, wenn du solchen Ländern unterwegs bist, wie jetzt irgendwie Dubai, Kuwait, Katar etc.
44:14 Romann Rademacher: Genau, also sag mal, da sind Die Tasche ein bisschen tiefer und ähm ja, aber natürlich auch muss man auch dazu sagen, die Bedingungen auch viel extremer. Also Von einem deutschen Sommer. Tja, jetzt guck mal da draußen, heute sind 25 Grad, wunderschön. Aber in Dubai oder in Katar oder wie auch immer hast du 300 Tage mit 35, 40 Grad. Das ist natürlich auch Für Material und Co. eine Herausforderung. Das kann auch nicht jeder. Also das darf man auch nicht vergessen.
44:42 Feliks Eyser: Ja, okay. Dafür kannst du auch jeden Monat Besuche reinlassen. Auch gut. Weniger Saisonalität.
44:47 Romann Rademacher: Ja, genau. Also da haben die natürlich eine ganz andere Saison wie hier. Und natürlich auch ein anderes Return of Investment, ist auch klar.
44:55 Feliks Eyser: Erzähl mal von der Weise, wie ihr die Company gebaut habt. Lass mal wegswitchen von dem Produkt und dem Markt. Lass mal reinzoomen, euer Büro ist recht abgefahren, oder? Blenden wir auch ein auf YouTube.
45:04 Romann Rademacher: Gerne. Ja, also wir sind bei uns im Wibit Headquarter seit 2012, sind vorher zwei, dreimal umgezogen, weil es einfach immer wachstumsmäßig nicht mehr gepasst hatte. Lagerfläche wozu kleben und so weiter und dann haben wir Neubau 212 auf kompletter Immer komplett einen Rasen sozusagen erstellt. Und Robert und ich habe ja eingangs zu erwähnt, haben wir uns beim Fußball kennengelernt und das Thema Sport, das Thema Team und überhaupt Fußball ist bei uns nie weg gewesen. Und unser gesamtes Büro ist wie ein Fußballstadion aufgebaut. Also jeder Raum hat einen Bezug zum Fußball. Also du kommst bei uns rein, da steht dann The Stadium. Du bist in einer Umkleidekabine, im Locker Room, in Changing Room, wir haben einen Fanshop, wir haben eine VIP-Lounge, wir haben einen Showroom natürlich, wir haben einen Pressebereich. Wir haben einen Oberrang oder einen Unterrang. Wir haben ein Strategy Room mit einer eingebauten Tribüne, analog zu dem Stadion, wo wir uns damals kennengelernt haben vom MSO Duisburg. Also wie diesen Na So eine Fußballtribüne wird eingebaut. Also das Thema Fußball und Teamsport zieht sich bei uns komplett durchs ganze Gebäude. Und ähm Wir haben es im Laufe der Jahre dreimal aufgestockt bzw. Lagerfläche erweitert und jedes Mal kam ein neuer Fußballbereich dazu, den wir vorher noch nicht hatten.
46:26 Feliks Eyser: Würdest du sagen, das Team fühlt sich auch eher als Mannschaft als als Family? Also ich glaube, das hat.
46:34 Romann Rademacher: viel auch mit unserer DNA zu tun, mit dem, was der Robert und und ich als Gründer seit 1996, wofür wir auch stehen. Und wir haben damals mit Wibit, als wir die Marke auch uns überlegt haben, wie machen wir das denn überhaupt, wofür stehen wir denn überhaupt, was ist unser Purpose, was ist unser Why sozusagen. sind wir 2006 nach Vancouver geflogen und haben dort mit guten Bekannten von uns, ein alter Bekannter von Robert, der hat eine große Marketingagentur dort geleitet. haben wir uns wenig drei Tage mal hingesetzt und gesagt, okay, wofür stehen wir denn? Und dann kam so das allererste, you guys need core values. Also ihr braucht vier Leitsprüche und da so hast du es dann auch wieder als wir. Was will denn jetzt sehen? Wann wollen die dir jetzt die Nordabrikada mit der Familie? Nein, aber die Geschichte habe ich schon Sichfach erzählt. Der hat mir diese Übung damals nicht gemacht, wenn wir nicht, wenn Sicherheit heute da dort, wo wir sind. Das sind vier Die wir uns, äh, sag ich mal, wirklich für uns beide als gemeinsame Schnittmenge erarbeitet haben. Das ist einmal Doing It Right. Innovative Thinking, Reliable Business Partner und Making People Happy. Also sprich, wir wollen immer innovativ denken, wir wollen immer für alle da draußen als verlässlicher Partner gesehen werden. Wir wollen Dinge richtig machen. Das ist ja in unserer nochmal deutschen DNA auch irgendwo irgendwo verankert. Also wenn dann machen wir es gründlich und richtig und bis zum letzten. Und Ganz wichtig, making people happy, also Menschen glücklich machen. Und damit meine ich nicht nur Händler oder unsere Kunden, sondern natürlich auch unsere Mitarbeiter, unser ganzes Büro. Und wir haben so viele tolle Situationen bei uns im Hause gehabt, also mit unser Kollegen, mit wie auch immer. Also wir leben das natürlich, also als Familie auch. Und eine Wand zum Beispiel, die bei uns auch für mich auch eine ganz, ganz tolle Nummer ist, eine tolle Funktion hat. Da haben alle Mitarbeiter unterschreiben an einem Tag, wo die bei uns anfangen, an einer Wand, da steht dann, ohne euch ist es nur ein Büro. Da steht dann groß die Mannschaft drüber, also von der Nationalmannschaft abgeguckt. Also ein Büro ist einerseits nett und toll und da können wir noch so schöne Sachen drin machen, aber im Endeffekt machen es ja die Menschen, die darin arbeiten, die Leute, die darin arbeiten, die tagtäglich zu uns kommen. mit dem er interagiert. Und im Endeffekt sind es die Menschen, die das Büro machen und nicht das Büro. Dass wir uns wirklich aber als Familie gesehen haben und nach wie vor jetzt eine Familie sehen.
48:59 Familie vs. Team-Analogie
48:59 Feliks Eyser: Die große Rivid Family. Ich finde es eine interessante Analogie, es gibt von Reed Hastings der Netflix-Gründer gibt es ja dieses Culture Handbook, wo er sagt: Wir sind keine Familie, wir sind ein Team. Und quasi unterscheidet zwischen, es gibt so diese Family-Analogie. In der Familie hast du bedingungslose Liebe, auch wenn der Onkel irgendwie an Weihnachten immer total betrunken ist, so du wirst ihn jetzt nicht einfach rausschmeißen. Im Sportsteam. Es ist anders. Da haben wir auch Zusammenhalt, da sind wir befreundet, aber jeder muss auch Performance bringen. Also muss auch Autore schießen oder abhalten oder einen Beitrag leisten. Wenn du das nicht mehr tust, dann Bist du auch irgendwann nicht mehr Teil des Teams? Siehst du diesen Spagat bei euch?
49:36 Romann Rademacher: Ja, also natürlich gebe ich dir dafür Kopf recht. Also, das ist ja nicht nur, klar, versucht man so eine Art Wohlfühl. Oase jetzt mal ein bisschen Übertrieb zu sagen, zu schaffen. Auf der anderen Seite sind wir wohl noch ein Geschäft und ein Business. Und natürlich sollte man seinen Beitrag dazu leisten, dass die FREMA prosperiert, dass wir da vorne kommen, dass wir ja Umsätze machen und so weiter und so fort. Ansonsten fehlt die ja für den Motor, für Wachstum, Geld und Ressourcen und und und. Aber diesen Spargas haben wir, glaube ich, immerhin bekommen. Zwischen Team, ja, natürlich mit entsprechenden Mit Zielen, KPIs, Motivation, alles, was dazugehört. Und wie ich schon sagte, wir hatten bei uns an der Wand immer Coach Offens, Coach Defense. Also hätte mich damals als Fußballer gefragt, ich wäre die Trainer geworden, weil ich dann irgendwie nie hingekommen hätte, Leute auf die Bank zu lassen. So That war nicht so mein Ding, aber ich fand immer wichtig, dass alle im Team die richtige Position haben, die richtige an der richtigen Stelle spielen. Aber das auch am besten. Also, dass jeder dann weiß, okay, wenn ich da jetzt spiele, dann trage ich am meisten für das Unternehmen mehr bei. Und wie bekomme ich die Leute dahin? Also, das war für mich immer so ein Motivator, das so zu tun.
50:45 Tony Robbins Firewalk
50:45 Feliks Eyser: Ich schaue mir beim Fahren und Podcast bewusst keine Zahlen an. Leute fragen mich, wie viele Leute hören zu, ich weiß es nicht. Es sind ein paar tausend, so viele sicher, aber ich habe mich selber aus den Dashboards ausgesperrt, weil ich mich nicht ablenken will. Ich will ein gutes Produkt machen und. Die einzige Währung, die KPI, auf die es für mich ankommt, ist, werden wir bei jeder Episode besser? Und wie ist der NPS, der Net Promoter Score und den messen wir in Bewertungen? Also. Wenn du den Podcast unterstützen willst, dann nimm dir eine Sekunde Zeit und gib eine Bewertung ab auf der Plattform deiner Wahl. Das ist die einzige KPI, die ich mir angucke, um herauszufinden, gefällt der Content den Hörern und das ist für uns das Allerwichtigste. um auch ein Stück weiter zuzulernen, die Kommentare zu lesen. Und deswegen ist das der einzige Feedback-Kanal, den ich nutze. Drück kurz Pause und rate den Podcast. Vielen Dank. Du warst gerade bei Tony Robbins, oder? Auf der Großveranstaltung in Köln, hatte ich gesehen. Was hast du mitgenommen für dich und was fandst du besonders überraschend? Was fand ich besonders überraschend?
51:45 Romann Rademacher: Das ist ja eine spannende Frage. Also oftmals genau was du gerade vorher gesagt hast. Also was nimmt man so mit? Also was fand ich überraschend? Vielleicht am ersten Tag zielt ja alles darauf hinaus, dass man abends über heiße Kohlen läuft. Also, der Toni macht es ja so, dass man quasi den Firewalk macht. Am Abend. Macht man das wirklich? In der Tat, ich bin über heiße Kohlen gelaufen und da sind 13. 000 Menschen in der Halle, die dann an dem Tag darauf vorbereitet werden, dass man vor Kopf her, von Mainz-T her das natürlich auch schafft. Bauen die in der Mitte? Bauen die da so einen Kohlehaufen auf? Nein, nein, wir sind mit 13. 000 Leuten aus der Lexis an der Lena raus, auf dem großen Parkplatz nebenan, wo am Tag an dem gleichen Tag mit Feuerweyout Co. über 20, 25 Bahnen, glaube ich, angezündet worden sind, wo man dann halt drüber herlaufen sollte, musste. Und natürlich macht man sich vorher da ein paar Gedanken zu. Wie sieht sowas aus? Und das war nachher so. easy, also es war echt so einfach, wo ich denke, okay, das war's jetzt. Und das hat mich überrascht. Also jetzt wenn ich jetzt mal da so drüber spreche. Aber weil es einfach einfach ist?
52:52 Feliks Eyser: Oder weil Tony Robbins sein Mindset so aufs nächste Level gebracht hat, dass du keinen Schmerz mehr gespürt hast.
52:57 Romann Rademacher: Also ich bin nicht Wie auch immer, also es hat auf jeden Fall keine irgendwelche Bleibenschäden verursacht, aber das war auch wirklich wirklich, okay, das war's jetzt. Also, das waren jetzt die Eisenkohl. Okay, what's next? Also nach dem Motto. Kann sein, dass es natürlich dann da auch damit zusammenhängt, aber Tony Robbins ist ja der. Mindset the Goat sozusagen, also wo man ja natürlich positives Denken lernen kann oder sollte. Und das hat er über vier Tage ein paar Excellence gemacht. Also es war natürlich sehr viel Und das ist ja auch immer gut, dass ich über diese nordamerikanische Schiene schon schon einiges miterlebt habe. Safe mit Dantrich, mit Musik, mit Hype und Gar nicht so, wie wir es hier bei uns so kennen. Aber der macht das wirklich. Also da kann man nicht anders sagen. Also nach vier Tagen hat man eine Menge mitgenommen. Ich denke mal, jeder war anderes. Viele sind dabei, die ihn schon jahrelang kennen, die auch jahrelang seine Programme machen. Für mich war er komplett neu. Ich hatte mit ihm vorher keine Berührungspunkte und habe mich einfach mal darauf eingelassen. Aber ja, also ich habe so ein paar mittlerweile erlebt, so mal in dem Bereich, ob es ein Dieter lange war oder er jetzt. Ja, und jedem nimmt mal was mit, ne?
54:03 Persönliche Weiterentwicklung
54:03 Feliks Eyser: Wie hast du über die Reise hinweg, über die Jahrzehnte in dich persönlich investiert, in dein persönliches Wachstum oder deine eigene Lernkurve oder deine Ausbildung als Unternehmer? Wie bist du daran gegangen?
54:15 Romann Rademacher: Also im Endeffekt auch so ein bisschen stiefmütterlich, muss man auch sagen. Also im Laufe der Jahre, wir reden jetzt hier von fast 30 Jahren, die ersten Jahre, die ersten. Zwei Jahrzehnte möchte ich sagen, wir haben fast wirklich ein wenig Hilfe von außen in Anspruch genommen. Wir haben viele Sachen selber gemacht. Ich muss auch dazu sagen, zwe Ich war immer froh, dass ich nicht alleine war. Also dass wir, dass ich nicht alleine vor vielen Herausforderungen stand, sondern dass jeweil jemanden hatte mit Robert, mit dem man seine Sorgen, Nöte, Erfolge und alles Mögliche teilen. konnte?
54:47 Feliks Eyser: Wer hat dir geholfen, außer Robert?
54:48 Romann Rademacher: Wir hatten schon immer so einen, wo ich eben auch schon darüber gesprochen habe, unser Marketinghilfer in Vancouver, der Dan, der hat auch viele unserer Fotos gemacht. Da sind wir ein paar Mal gewesen, die uns nochmal ein paar Mal so ein bisschen einen Spiegel vors Gesicht gehalten haben. Okay, denk mal darüber nach, wollt ihr vielleicht mal diese Richtung gehen? Also, dass man schon immer jemanden gehabt hat, mit dem man gemeinschaftlich sich auf einen Nenner einigen konnte, aber es war nicht für mich persönlich einer oder für Robert persönlich einer, sondern wirklich schon mal, ja, so mal eins, maximal zwei, mit denen wir da auch wirklich mal so in den. In den Ring gestiegen sind, jetzt im positiven Sinne und es einfach mal ausgesprochen haben, wo geht die Reise in Zukunft hin. Ja, und dann haben das ganze Thema mit Mindset und das ganze Thema mit solchen Dingen wie mit Toni oder andere Sachen. Die sind mir auch so im Laufe der letzten Jahre für mich jetzt erstmal so gekommen. Ich war Anfang des Jahres auf einer Unternehmerreise mit einem Coach, der uns auch bei Wibit jetzt einige Jahre begleitet hat, der auch verschiedene. Them mit uns gemacht hat, der Holger, Holger Stollenberg heißt er. Das war total cool. Da sind wir fünf Tage durch die Alpen gelaufen, durch Tirol, nur mit dem Rucksack. Du musstest für fünf, sechs Tage das mit dem, was du im Rucksack hattest und dann von Station zu Stationen, aber nur mit Unternehmern. Und hast dich mal aus dem Alltag rausgezogen, das hätte ich vor 60 Jahren gar nicht denken können. Also so gefühlt. Das war für mich so, okay.
56:04 Feliks Eyser: Wirst du mehr davon machen, wenn du wieder am Anfang stehst und sagst, guck mal, der Der Mitte 20-jährige Roman, was würdest du dem mitgeben? In der Tat.
56:13 Learnings für junge Gründer
56:13 Romann Rademacher: Also ich sag mal, das ist ja das, wo man sagt: Okay, man kann ja sein Wissen weitergeben an Leute, die gerade vor ähnlichen Herausforderungen stehen wie wir damals. Oder. Die in gewissen Umsatzgrößen gerade unterwegs sind, wo wir auch damals waren, welche Wachstumsschmerzen sind da, welche Herausforderungen und und und und und. Und damals hätte ich gerne, sicher oder jetzt im Nachhinein sicherlich gerne mal mit Leuten gesprochen, aber Ich glaube, diese Zeit waren auch etwas anders. Also wir reden doch mal von vor 25 Jahren ungefähr, als wir damals oder 30 Jahren, als wir gegründet haben. Das war dieses ganze Coaching und Thema Mindset oder ähm Ja, sparringspartner und wie auch immer, gar nicht so groß, wie es vielleicht heute ist.
56:52 Feliks Eyser: Ich habe auch den Eindruck, dass sich das so krass weiterentwickelt hat. Ich habe vorhin mit einem Founder gesprochen über seine Mindset-Routine und da war alles dabei, von Breathwork über Eisbad, Plant Medicine, Meditation, so auf dem Spektrum was ganz anderes, als wenn man sich noch da in den Wolf of Wall Street unterwegs. Unternehmer aus den 80ern vorstellt.
57:16 Romann Rademacher: Naja, völlig, völlig klar. Und ist immer klar, einige waren vielleicht zu der Zeit schon so ungefähr ein bisschen damit unterwegs. Ich selber jetzt nicht, aber Ich glaube, da wähle ich jetzt, oder spreche ich auch für viele damals. Also das hat sich im Laufe der Jahre oder im letzten Jahr deutlich nach vorne entwickelt.
57:33 Engpässe überwinden
57:33 Feliks Eyser: Aber ich finde es auch toll. Also spannend. Ja, total. Was waren Engpässe in der Company, die du nur überwinden konntest auf dem persönlichen Level? Also wo musstest du an dir persönlich arbeiten, um in der Company weiterzukommen?
57:47 Romann Rademacher: Also das war schon da in der Zeit von Corona, da haben es ein paar Mitarbeiter auch verlassen zu der Zeit, weil das war damals Freizeitbranche und so weiter. Geht das überhaupt weiter? Wir haben es auch aktiv damals von ein paar wenigen Mitarbeitern trennen müssen, leider. Und das war eigentlich eine Sache, die ich mir nie hätte vorstellen können. Wo ich denke, okay, das tat mir nur vom Herzen weh, das war einfach, das will ich nie wieder erleben. So, und damit klarzukommen und damit auch zu reflektieren, da hilft dir ja keiner als Unternehmer, da musst du selber mit klarkommen und anfühlen Strichen. Natürlich spricht man mit vielen oder einigen Leuten, die sowas vielleicht schon mal gemacht haben, aber da bereitet dich kaum einer drauf vor. Und damit Ja, sowas mal drüber zu sprechen, drüber zu reden oder verschiedene Sachen auch mal an sich heranzulassen, das ist, denke ich mal, super wichtig. Und nicht immer alles dann in dem Fall mit sich selber ausmachen.
58:35 Feliks Eyser: Ja, und da haben dir Coaches geholfen, habe ich mitgenommen, aber auch Austausch mit anderen Unternehmern, Unternehmerinnen.
58:41 Romann Rademacher: Auf jeden Fall noch auf unser Investor zum Beispiel auch, die waren auch mit natürlich mit dem Boot, die sowas natürlich dann auch. vielleicht schon mal in ihnen an der Portfoliounternehmen mitbekommen haben, dass wir da auch mal Partner haben, mit denen wir sprechen können und solche Sachen.
58:54 Feliks Eyser: Na gut, der Value Adding Investor, reden wir auch gleich noch drüber. Erzähl mal, du warst aber auch mal bei Richard Branson, glaube ich, auf der Insel.
59:01 Richard Bransons Insel
59:01 Romann Rademacher: Kann das sein?
59:02 Feliks Eyser: Genau, das ist noch gar nicht so lange her, es ist anderthalb Jahre her.
59:06 Romann Rademacher: Damals unser allererster Azubi. Das war 2002, 2003, das war der Alexander Müller. Und Alex ist mittlerweile der CEO von Greator, früher Gedankentanken. Kennen vielleicht einige in der Community, also die sitzen in Köln und organisieren riesen Rednernächte-Events, die haben Barack Obama hier mal nach Deutschland geholt.
59:27 Feliks Eyser: Hat der auch Toni Robbins organisiert?
59:28 Romann Rademacher: Wir haben auch Tony Robbins organisiert, genau. Das ist Greator, Powered by Greator. Wir haben jetzt vor im Sommer, glaube ich, auch wieder zwei Tage lang die komplette Lex in Arena mit Tobi-Back, irgendwie sie alle heißen.
59:38 Feliks Eyser: Ach krass, okay, und der war Azubi bei euch.
59:41 Romann Rademacher: Der hat so wieder großen Ausnahmen des Kaufmann gelernt. Believe it or not, also so ist es. Und ich habe ihn bei Toni noch getroffen. Da stand er natürlich auf der Bühne, hat nochmal announced, dass Toni nächstes Jahr wieder dabei ist. Und und und und und und der Alex war verrückt genug, ihm, das muss jetzt für fast anderthalb Jahre her sein, irgendwann mal zu announcen, dass er seinen allerersten Mastermind persönlich, beziehungsweise von Greator entwickelt hat und er hätte dafür die komplette Insel von Richard Branson gemietet, also Mecca Island. Und da habe ich das, da habe ich bei LinkedIn gesehen, da habe ich ihn angerufen und gesagt, Alex, du bist der Verrückter. So, und da lange Rede, kurzer Sinn, da sind wir dann hingeflogen. Das war die erste Mastermind überhaupt auf der Insel, nur mit deutschen Unternehmern. Da waren wir mit 30 Unternehmern. Aus allen Sparten, die man sich vorstellen kann, also von Bauunternehmer, Investmentunternehmer, Steuerberater einer, die auflassbare Wasserparks bauen und alle solche verrückten Typen und also wirklich, wirklich sensationell. Und wenn man dann mal sieht, was da vor Ort, also mal auch für Mindset, komme ich zu dem Thema wieder zurück, oder was da für Gedanken ausgetauscht werden ist, nationell, ne?
1:00:52 Feliks Eyser: In der Location. Kostet auch ein bisschen was wahrscheinlich, oder? Was hast du dafür bezahlt? Also das kann man jetzt heute, glaube ich, für knapp, ich glaube, 40.
1:01:01 Romann Rademacher: 000. Damals war es bei weitem nicht so teuer, also mittlerweile 35. 000 oder 40. 000, wie es, glaube ich, angeboten. Wow, okay, okay.
1:01:08 Feliks Eyser: Und das ist aber schon, also ich meine, ordentliche Stange Geld, aber du sagst, es ist ein Investment in mich selber. Ich lerne, dass spannende Leute kennen. Vielleicht kann ich vom Bauunternehmer was lernen, vielleicht vom
1:01:16 Romann Rademacher: Aber Masterminds sind ja grundsätzlich nicht günstig. Also, das muss man einfach mal dazu sagen. Aber das wurde ja aufgefragt, hat sich das denn gelohnt? Ist das denn das Return of Investments? Im Einerseits war für mich da wirklich eine absolut einmalige Geschichte. Allein fürs eigene Denken, fürs eigene, sag mal, wenn man sich da oben bei Richard auf der Terrasse sein Wibit. Pitch machen darf. Jeder Unternehmer durfte sich vorstellen für fünf Minuten und den besten Hack sozusagen der letzten 12 bis 24 Monate vorstellen, was du da einen Input bekommst. Ist halt im Prinzip so wieder raus. Dann nimmst du zwei, drei Sachen mit und denkst ja: hey, sensationell. Also wirklich klasse.
1:01:52 Feliks Eyser: Also mal so gedacht und in diese Richtung gedacht. weil du dann eine Crowd hast von Foundern, von Unternehmern, die selber hat schon so super viel gesehen haben und dir Feedback geben können, was auf ihren Erfahrungen basiert, aber was eine Außenperspektive hat.
1:02:07 Romann Rademacher: Richtig, genau. Und dann halt in einem Setting, das ja völlig außergewöhnlich ist. Also du bist ja nicht in irgendein Hotelzimmer, du bist ja nicht in irgendeinem Seminarraum, sondern auf der Insel eines weltweit mehr als bekannten Milliardärs, der dann aber auch jedes Mal mit dabei war. Also der jedes Mal sich nie zu schade war, ob es beim Frühstück war oder beim Abendessen oder Was hast du mit ihm so besprochen? Also, witzigerweise hat der Richard jetzt ein Wassertrampelied von uns auf seiner Insel.
1:02:35 Feliks Eyser: Ich wollte gerade fragen, du saß doch der Rasse runtergeguckt in den Sonnenuntergang mit der Kokosnuss und hast gedacht, das Einzige, was hier fehlt, ist ein richtig guter Wasserpark, oder? Achso, der Wasserpark an sich.
1:02:44 Romann Rademacher: Der große ist es jetzt nicht geworden, aber wir haben zwei Module dahin geliefert. Ich habe mit dem Wassersportleiter gesprochen und dieses Mastermind hat dieses Jahr wieder stattgefunden. Und ich habe natürlich Fotos gesehen. Da waren die Jungs alle schön auf unserem Bimmel-Charmulet, ne, ist so klar. Wie sagte Richard. Öffnet einfach das Netzwerk hat, öffnet Türen. Ich habe mit ihm über solche Wasserparks auch sprechen können und er sagte, ruft doch mal jemand Neffe an, der ist für Virgin Cruise Lines verantwortlich. Hat er mir die Nummer gegeben. Also Netzwerker Wirklich und auf einer Augenhöhe, die finde ich einmal sensationell, also völlig normal.
1:03:16 Feliks Eyser: Ich glaube, das Interessante bei solchen Events und zu Masterminds ist ja auch immer Du kannst es nicht bemessen, gell? Ich frage jemand danach, hat sich es gelohnt, hat es sich nicht gelohnt und du sagst, ja, keine Ahnung, frag mich in zehn Jahren nochmal, weil es kann gut sein, dass du in zehn Jahren zurückschaust und sagst, ey, Da habe ich über Richard seinen Neffin kennengelernt und er hat nichts gekauft, aber er hat mich wieder an den verwiesen und das sind ja alles so langfristige Sachen, dass du spannende Leute kennenlernst und wie du gesagt hast, so eine neue Perspektive kriegst. Vielleicht ein Problem präsentierst, eine Challenge und quasi einfach auf den gesammelten Erfahrungsschatz verstanden. Von 30, 40 anderen Foundern zufügen kannst.
01:03:48 Die Mastermind-Experience
1:03:48 Romann Rademacher: Und das waren ja alles Leute, nochmal alles Founder, die jetzt entweder drei, vier Jahre erst dabei, so auch Internet-Startups, wo ich denke, okay, auch die junge Dame, Joyce. Die war 21. Wie gesagt, Wahnsinn, was die für eine Energie da damit reingebracht hat und wie die jetzt mittlerweile ihr Business kaliert. Unfassbar. Die dann auch so oft im Nachhinein, man folgt sich ja dann mittlerweile bei Instagram und Cool und sagt, wäre ich da nicht hingefahren, hätte ich dieses Mindset gar nicht mitgenommen, hätte ich gar nicht dieses große Denken mitgenommen. Und das öffnet natürlich dann auch eine Menge. Und dann sind solche Investitionen, die sich jetzt erstmal Sehr teuer Anhören sind es ja auch am Ende des Tages, aber dann auch wirklich absolut vertretbar. Und öffnen natürlich Ja, nicht nur Türen, sondern auch Kopf und Geist für andere Denker. Und die ist immer, ganz ehrlich, die Insel gegenüber gehört Larry Page. Kugelgründer. Gegenüber. Dreck gegenüber guckst du drauf. Dann hörtest du von dem Wassersportleiter, ja, übrigens, vorgestern war der Jeff noch hier. Welcher Jeff denn? Ja, Jeff Bezos. Der hat Twitcher mit Tennis gespielt. Das spielt. Vorgestern mit Jeff Bezos Tennis und morgen spielt er mit Felix Eiser Tennis ungefähr.
1:04:51 Feliks Eyser: Wenn die alle deine Module sehen, dann brauchen Larry und Jeff daraus so ein Ding.
1:04:55 Romann Rademacher: So, genau. Dann habe ich dir gesagt, bauen wir den nächsten Park von Jeffs von der Stadt drüber.
1:05:03 Feliks Eyser: Seit der neue Use Case, die Verbindung, genau.
1:05:05 Romann Rademacher: Aber du nochmal, also wie viele Leute sehe ich dann auch, die da waren, überlegt habe, wie was kostet wohl so den? Also auf einmal denkst du ganz anders. Ist ja verrückt.
1:05:14 Feliks Eyser: Ja, auch das, also ist ja auch so dieser Spruch: Du bist der Durchschnitt von den fünf Leuten, mit denen du am meisten Zeit verbringst. Gern wenn du dich in so eine neue Umgebung bringst und Leute darüber nachdenken, was. Kostet eine Insel, dann bist du einfach gedanklich in einer anderen Liga unterwegs. Und ich glaube, die Power liegt ja auch darin, einfach diese großen Fragen mal zu stellen. Nicht, weil jetzt jeder von uns eine Insel braucht. Im Gegenteil. Aber ich glaube Groß zu denken, um Leuten umgeben zu sein, die vielleicht um ein ganz anderes Rad gedreht haben, das zeigt ja einfach, was möglich ist.
1:05:42 Romann Rademacher: Hast du diese Geschichte von der 4-Minute-Mile?
1:05:44 Feliks Eyser: Kennst du das? Es war nie möglich, dass jemand eine Meile in vier Minuten läuft. So, bis es der erste geschafft hat. Heute schafft es ja jeder College-Absolvent. Und die sind jetzt nicht unbedingt sportlicher als damals, aber ich glaube, es war so ein Mindset-Thema mit der Frage, ist es denn möglich? Und ja, da zu sitzen, denkst du, okay, krass, ja, es ist anscheinend möglich, eine Insel zu besitzen. Und auch wenn ich das jetzt vielleicht nicht will oder nicht brauche, aber Quasi sich zu öffnen.
1:06:10 Romann Rademacher: Absolut. Und wir haben damals 2006, das siehst du bei unserem Büro, Thema Fußball nochmal, uns das Ziel gesetzt, in alle Mitgliedstaaten der FIFA ein Thema Fußball wieder zu verkaufen. 2006 zu wäre in Deutschland. Wie viel sind das? 204 waren es damals. Wir sind mittlerweile bei Land 101. Hättest du mir da vor 15 Jahren gesagt, dass wir immerhin 100 Länder verkaufen? Das war unser großes, kühnes Ziel sozusagen. Dann hätte ich gesagt, klar, wie soll das denn funktionieren? Aber einfach mal große Ziele setzen, große Sachen, sich voranzunehmen, hat noch keinen geschadet. Und dann natürlich wirst du irgendwann vielleicht mal in diese Richtung gehen. Und vielleicht schaffst du es ja dann auch. Aber wenn du dir sagst, okay, ich möchte nur in zehn Länder verkaufen, ja, dann verkaufst du mit zehn. Dann ist es so, dann meinst du, und wenn du die Meile nur in einer Minute schaffst, okay, das schaffst du nur der eine. Aber ich möchte die unter und darunter und nochmal da drunter haben. Und dann hast du immer natürlich auch ganz andere Nachahmer und und und und und. Ja.
1:07:02 Feliks Eyser: Okay, ich bin überzeugt. Sag Bescheid, wenn du das nächste Mal auf die Insel gehst oder.
1:07:06 Romann Rademacher: Ja, also Alex macht immer noch Master Minds, also der macht ja, der ist immer noch dabei. Also er macht es wirklich. Mittlerweile zum festen Punkt in seinem Jahreskalender, das Weltfahrtgans.
01:07:17 Der Private Equity Deal
1:07:17 Feliks Eyser: Vielleicht braucht man den mal im Podcast. Vielleicht kannst du ein gutes Wort einlegen, dann laden wir den mal ein. Ja, stimmt. Erzähl mal, ihr habt die Firma verkauft an Private Equity. Schon vor. Sieben, acht Jahren? Ja, ein Teilverkauf. Also wir haben 2018 ist es gewesen.
1:07:34 Romann Rademacher: War ein Zeitpunkt für uns erreicht, für Robert und für mich, wo wir gesagt haben: okay, wir haben es jetzt wirklich Bis zu einem gewissen Punkt hierher geschafft. Also wir sind in damals, glaube ich, 70, 80 Ländern gewesen, haben vernünftige Umsätze gefahren. Wenn wir jetzt wirklich weiter nach oben skalieren wollen, wenn wir wirklich weiter groß wachsen wollend, um Sachen zu skalieren, brauchst du vielleicht auch wirklich Leute, die sowas schon mal gemacht haben, die sowas auch ein Stück weit mit begleitet haben Und so haben wir dann mal so ein bisschen die Fühle ausgestreckt und ich habe mir mal so salopp gesagt, wir haben so ein bisschen wie Höhle der Löwen oder andersrum gespielt, haben uns ein paar angesehen, die in dem Bereich unterwegs waren. Und geguckt, wer könnte da wirklich einer sein, der so einen Spark für uns gibt, der aus wie die Sammel sagt, okay, ich glaube an eurem Geschäftsmodell, ich glaube an euer Wachstum, ich glaube an dem Markt. Und da sind wir in meinen Augen nach wie vor wunderbar mit unserem jetzigen Investor unterwegs. Das ist die Firma Argos. Argos Fund heißen die. Die sitzen in Deutschland, in Frankfurt. Für uns deshalb super spannend, auch damals gewesen, nach wie vor wie heute, weil Argos nicht nur in Deutschland sitzt, sondern europaweit tätig ist. Also die haben ihr Hauptbüro Paris, auch in Mailat und Brüssel. Private Equity hat immer so ein, ja, man hört immer vieles darüber, aber ich kann nur eins sagen: also mit Argos haben wir wirklich einen Top-Top-Partner bei uns an der Seite, total menschlich und hilft uns in vielen, vielen Dingen.
1:08:53 Feliks Eyser: hat uns in vielen Dingen professionalisiert, hat uns in vielen Dingen auch unterstützt, auch gerade in so Covid-Zeiten war es für uns wichtig, super, so einen Partner mit an Bord gehabt zu haben, der uns dann auch, sag ich mal, Mit einer gewissen Ruhe da da durchgeführt hat. Wie war das erste Boardmeeting mit denen 2020 in Kobelt? Wo die auch gedacht haben, oh. Ja, also auch da, also da erinnert sich natürlich Dinge.
1:09:15 Romann Rademacher: Ganz schnell. Also, wir haben vorher immer nur persönliche Meetings gemacht. Wir haben einmal Beirats-Meetings gemacht bei uns in Bocholt. Da sind die Jungs aus Frankfurt rübergekommen. Dann haben wir es auf einmal in Covid natürlich nur noch digital gemacht. Aber als dann auf einmal, sagen wir, da die Ich denke mal, du würdest irgendwie sagen, dass die Umsätze runtergegangen sind, war es natürlich für uns alle erstmal ein kleiner, nicht nur Schocks, aber erstmal, okay, nicht Schock, aber sondern was machen wir jetzt damit? Wie gehen wir jetzt damit um? So, dann wurden halt öffentliche Mittel angezapft, KW-Dahlein, all die ganzen Sachen. Das ist alles irgendwo. Ansonsten sind man vor der ganzen Sache irgendwo alleine gestanden, in Anführungsstrichen. Und so sind wir da wirklich zusammen sehr, sehr gut durchgekommen. Nee, und das war für uns also wirklich, meiner Meinung nach, ein guter, wichtiger Schritt, weil es an vielen Stellen jetzt eine gewisse Professionalisierung in unseren Unternehmen reingebracht hat.
01:10:03 Raus aus dem operativen Geschäft
1:10:03 Feliks Eyser: Verstanden, verstanden. Du hast das Unternehmertum so ein Stück weit durchgespielt. Machst du fast drei Jahrzehnte, 30. Jubiläum, noch nicht ganz, aber kommt nächstes Jahr kommt. Und jetzt bist du langsam am Ausfaden aus der operativen Rolle, wie ist gerade dein Alltag? Ja, also im Moment mache ich natürlich deutlich weniger für Wibit, als ich das bis zum 31.
1:10:25 Romann Rademacher: 12. gemacht habe. Es war ja so, dass wir als Gründer irgendwann für uns klar war, als wir das 2018 gemacht haben, wir wollen das irgendwann in die nächsten besseren Hände geben, also sprich, wir wollen eine Geschäftsführung etablieren. die einerseits den Vertrieb auch vernünftig aufgleisen kann, die den kaufmännischen Part aufgleisen kann. Dann kam halt Covid dazwischen, wo es dann wirklich zwei, drei Jahre gekostet hat. Jetzt haben wir seit längerer Zeit einen kaufmännischen Geschäftsführer mit an Bord. Wir haben Vertriebsgeschäftsführer Mitte letzten Jahres eingestellt, die das wirklich meinen Augen super machen. Und da waren für Robert und für mich auch klar, dass wir uns nach und nach aus dem täglichen operativen noch rausziehen wollen. Warum? Weil du brauchst als gestandter Geschäftsführer bzw. als Leute, die das schon gemacht haben, nicht noch zwei Gründer, die die über Schulter gucken und sagen, oh nö, ich find's so doof und macht manchmal so. Also das ist nicht schon. Dann wollen wir die Leute auch laufen lassen, dafür sind wir auch Unternehmer. Und so war es bis Ende letzten Jahres so, dass ich da natürlich volle Pulle alles noch für Hürde gegeben habe und für mich danach gesagt habe: okay, dann gucke ich erstmal, was kommt. Ich lasse mal ein bisschen Zeit ins Land gehen. Ich kann mir einige Sachen gut vorstellen, die ich dann in Zukunft machen möchte. Wir haben gerade über einige Themen ja schon gesprochen. Wissen weitergeben, ob es das ein Sparring ist, ob es als Coach, wie auch immer, das ist für mich so ein schwieriger Begriff. Ja, mal sehen. Du willst anderen helfen. Genau, anderen helfen, die in einer ähnlichen Situation waren, die vielleicht von unserer Expertise profitieren könnten, weil ich glaube, es gibt In unserem Bereich nichts Schöneres als Unternehmertum. Wenn man uns jetzt mal fragt, für viele ist das vielleicht nichts, aber für mich persönlich war es immer das A und O. Oder was du ja auch ein Stück weit oder ihr macht, ihr investiert in andere Unternehmer rein, Startups seid damit beteiligt. Mal gucken. Also vielleicht ist das, was ich in Zukunft machen werde, aber da bin ich noch in der Findungsphase sozusagen.
01:12:14 Die finale SMS an Gründer
1:12:14 Feliks Eyser: Ja, ja, verstanden. Und wenn du so ein bisschen reflektierst, 30 Jahre, alle Ups und Downs, viele Sachen sind gut gelaufen. Andere sind wahrscheinlich richtig beschissen gelaufen, so wie es immer ist. Und jetzt hören hier ja, die meisten, die hier zuhören, die sind ja mittendrin in dieser unternehmerischen Reise. Die hören jetzt: Tony Robbins über Kohle laufen, 30. 000, Richard Branson. Klingt ja alles schön und gut so, aber hey, bei mir hat gestern der Vertriebsleiter gekündigt, mein Kunde zahlt. nicht, mein Produkt ist nicht so gut, wie ich es verkauft habe, so so eine Scheiße und schlagen sich sozusagen da in den ganzen täglichen Problemen rum. Wie hilfst du denen? Was ist die eine, die die SMS, die du und die schickst, wenn du eine SMS schicken kannst an die Fauna, die gerade so mittendrin stehen, ins Wasser bis zum Kinn? Wasser bis zum Kingst. Das ist dein Business, Wasser bis zum King. Ja, aber fast richtig.
1:13:05 Romann Rademacher: Was schreibst du auf das Billboard? Wir sind übers Wasser gelaufen, mehr oder weniger. Nein. Also natürlich haben wir auch diese Zeiten gehabt. Also ich glaube nicht, dass irgendein Unternehmer 30 Jahre lang nur erfolgreich durch die Gegend läuft. Also wir haben es ja einmal, zweimal geschafft, immer ganz gut zu performen, alles gut. Aber Du hast natürlich in der Produktion Themen gehabt, du hast mit Mitarbeitern mal Themen gehabt, du hast mit Kunden, Händlern alles Mögliche erlebt. Aber am Ende des Tages muss man natürlich an sich glauben oder an seine Idee glauben, an seine Leidenschaft glauben, an. Das Gute natürlich auch glauben, das hört sich vielleicht so ein bisschen abgeheifter an, aber dass man einfach von sich überzeugt ist, von seiner Sache überzeugt ist. Und wir sind ja nie auch irgendwo nach links oder nach rechts diversifiziert. Wir haben immer uns darauf fokussiert, was wir am besten können. Und sprich, dafür haben wir unsere Feel-Core-Values gemacht, dafür haben wir unsere Nischen entwickelt, unsere Wasserparks entwickelt. Und wenn du der Meinung bist, dass das das ist, was die Menschen in Zukunft auch brauchen, Dann zieh es durch. Also dann hast du natürlich auch mal Obstacles, die dich vielleicht mal drei Kilometer wieder zurückwerfen, aber dann schwimmst du halt wieder vier Kilometer immer wieder nach vorne. Und das ist uns genauso passiert wie vielen anderen, denke ich, auch. Und am Ende muss man auch sagen: also ganz oft erlebt, ist es alles nicht so schlimm, wie man es sich in dem Moment vorstellt.
1:14:25 Feliks Eyser: Das ist eine gute SMS. Verstanden. Glaub an dich, glaub an das Gute, zieh durch und es ist alles nicht so schlimm.
1:14:32 Romann Rademacher: Ist in der Tat so. Also man denkt sich in dem, um Gott, die Welt geht unter vielleicht gerade. Nein. Also im Rückblick im Rückspiegel geschaut. War es ein Learning? War es eine Menge, die man, Sachen, die man wieder mitnehmen konnte und lernen konnte und ist doch alles draufgegangen.
1:14:45 Feliks Eyser: Also von daher. Denk positiv. 100 Prozent. Und wenn du jetzt dann neue Leute denkst, überlegst du, du würdest heute nochmal neu starten bei allem, was du weißt, aus der Freizeitindustrie. Du hast gesagt, du bist in diesem Verband aktiv und siehst da Sachen, die funktionieren, Sachen, die nicht funktionieren. Was würdest du Leuten mitgeben, die Business-Ideen suchen, die sagen, hey, ich will was starten? Jetzt haben wir schon gesagt, den See in Brandenburg oder Mecklenburg oder wo auch immer. Das machen wir auf jeden Fall, da investieren wir gerne. Ich weiß nicht, ob du in Betreiber investieren kannst oder willst, aber wer so einen See hat, soll sich auf jeden Fall melden.
01:15:13 Neue Chancen in der Freizeitbranche
1:15:13 Romann Rademacher: Dann gucken wir mal, dass wir da einen guten Deal hinkriegen.
1:15:17 Feliks Eyser: Aber abgesehen von Wasserparks, was würdest du dir genauer angucken in der Freizeit- und Entertainment-Branche?
1:15:23 Romann Rademacher: Also was für uns jetzt gerade wirklich spannend wird, ist, ja, ich sage mal so, das ist die Entwicklung, die sich so gerade in der ganzen Branche so auftut. Vielleicht ein Stück zurück doch. Also wir sind ja nicht nur in dem Verband der Schausteller, sondern ich bin seit vielen, vielen Jahren noch aktiv in der Sicherheits- und Normungs Thematik unterwegs. Wir haben ja eine eigene Norm quasi für unsere Wasserspiel- und Spaßgeräte entwickelt mit der EU zusammen. Da war ich auch Vizevorsitzende der Europäischen Union für solche Sachen, zusammen mit dem DIN, also Deutsche Industrienorm. Wir arbeiten auch mit vielen. Sicherheitsorganisationen zusammen, ob es jetzt die DLRG ist oder in England die Royal Life Saving Society. Also Sicherheit ist natürlich ein Riesen, Riesenthema. Und dass man Menschen dazu enabelt. ins Wasser zu gehen, dass sie schwimmen können, dass die eine sichere Umgebung haben, das ist erstmal das A und O. Das ist das Wichtigste. So. All das, was wir im Laufe der Jahre ja quasi aufgebaut haben, also nicht nur das Thema Wasserparks, sondern das Thema Sicherheit, Das immer mal rüberschwappen lassen. Wir sehen gerade so im verschiedenen Bereichen Themenwelten entstehen. Und für mich ist so ein gutes Beispiel, ich weiß, du diesem neuen Surfpark in München magazine hast. Dieses Riesending, was so ein bisschen außerhalb ist, oder? Genau, das direkt an so einem Flughafen, Surftown heißt es ja, O2, Surftown. Und wer hätte damals gedacht, dass es irgendwann mal eine Möglichkeit gibt, In München, neben der Eisbachwelle, die jeder kennt, also Fluss da in München, wo man nur mal surfen kann, in München also vor dem Alppanorama surfen zu lernen. Also wirklich surfen zu lernen.
1:16:59 Feliks Eyser: Die Münchner, die wissen, wie es geht. Alles, was bisher gefehlt hat in München, war das Meer und die Möglichkeit zu surfen. Jetzt haben sie das auch noch. So, genau. Und im Endeffekt kann man ja sagen, dass jetzt mehr und mehr solche Sachen natürlich auch
1:17:11 Romann Rademacher: für uns eine Relevanz bekommen, dass man in solche Sachen investiert, dass man guckt, okay, welche Sachen tun sich gerade in der Freizeitbranche auf? Es gibt Sachen, die vorher irgendwo, angenommen, nur in Hawaii möglich waren. Da bist du gesurft, jetzt kannst du mittlerweile in den Mädchen surfen. Du konntest früher nur Skifahren in den Alpen.
1:17:29 Feliks Eyser: Mittlerweile kannst du selbst in Dubai in der Mall Skifahren. Okay, dann machen wir doch den See. Okay. Also alle, die einen See haben, ein Meer oder ein Schwimmbad, sollen sich bitte melden. Ja. Roman mit 2N und Felix mit KS gucken.
1:17:45 Romann Rademacher: Gucken, ob wir eine passende Wasserfläche finden, natürlich.
1:17:48 Feliks Eyser: Ja, sehr cool. Roman, hat mich sehr gefreut, dass wir gesprochen haben. Das ist eine super spannende Geschichte. Respekt für fast drei Jahrzehnte unternehmerisches Durchhalten mit einem coolen Produkt, was die Leute happy macht, die Betreiber, euch als Founder, die PEs. Hoffentlich auch.
01:18:02 Wo man Roman findet
1:18:02 Romann Rademacher: Damit zum Einstiegen.
1:18:04 Feliks Eyser: Also Happiness All over the place. Auf jeden Fall. Für uns hört die Reise ja nicht auf. Wir werden weiterhin.
1:18:10 Romann Rademacher: Die Welt verändern, wie sie auf dem Wasser spielt. Das ist immer unsere Vision gewesen. Wir denken auch darüber nach, so eine Art großes Disneyland auf dem Wasser zu bauen in Zukunft. Also mal ganz. Crazy gedacht. Man wird auch einiges von uns hören.
1:18:23 Feliks Eyser: Ich freue mich auf die neue Rutsche. Ich bin gespannt. Das ist ein Teil von. Wo findet man dich, wenn man dich suchen will?
1:18:27 Romann Rademacher: Also gerne einfach Wibit mal googeln, Wibit Sports. Da findet man nicht nur unseren Insta- oder Facebook-Account oder natürlich Roma mit 2N. Also ich bin in allen Sozialmedien natürlich da, aber würde mich natürlich freuen, wenn viele nochmal Wibit voll.
1:18:45 Feliks Eyser: Hat mich sehr gefreut, dass du da warst, Roman. Danke für den Hand.
1:18:47 Romann Rademacher: Hat mich auch sehr gefreut, Felix. Vielen lieben Dank.


