Sport-Unternehmerin verrät den nächsten großen Trend in 2027

mit Lea-Sophie Cramer, Mitgründerin von Epix Sports, Amorelie-Gründerin und Co-Host von Fast & Curious

6. November 2026 · 130 Min

Zusammenfassung

Lea-Sophie Cramer erklärt, wie Epix Sports bei Sportstudios einsteigt, warum sie erst nach 100 Investorengesprächen zweifelt, welche Sportarten sie long und short geht und wie aus 9 Millionen Einsatz in ihrer Beispielrechnung 45 Millionen werden.

Lea-Sophie Cramer im Gespräch im Founder-Mode-Studio
Lea-Sophie Cramer im Gespräch im Founder-Mode-Studio

Feliks trifft Lea-Sophie Cramer auf Mallorca, eine Woche nachdem er im Flugzeug zufällig neben ihrer Geschäftspartnerin saß. Lea erzählt, warum sie gründet, um ihren eigenen Kuchen zu backen, und wie 2022 aus einem CEO-Lunch am Rande des Weltwirtschaftsforums mit rund 40 Männern und keiner einzigen Frau die Idee zu Ten More In entstand. Die Coaching-Firma für Frauen führt sie heute nicht mehr selbst: Sie ist aus der Geschäftsführung in die Gesellschafterrolle gewechselt, die Firma wächst dieses Jahr um 40 Prozent, ist profitabel und bootstrapped. Ihr Prinzip: Den eigenen Platz räumen, wenn jemand anderes besser passt.

Dann geht es um Epix Sports, ihre vierte Firma und ihren Hauptjob. Vier Gründer aus der Rocket-Internet-Zeit halten je 25 Prozent. Die Idee entstand, weil Lea in Berlin keine Schwimmbahn zum Kraultraining fand und fünf Jahre brauchte, bis ein Tennisclub sie als Anfängerin aufnahm. Epix ist eine Holding und kein Fonds: Sie steigt bei lokalen Betreibermarken mit ein bis zehn Millionen Euro Umsatz zuerst mit rund 15 Prozent ein, dann mit weiteren 30 und will am Ende 50 plus 1 halten. Beteiligt ist Epix bisher an Mitte (Padel), Element (Bouldern), YTTP (Reformer Pilates) und Pace Race. In Leas Beispielrechnung wird aus 9 Millionen Euro Einsatz in drei Jahren ein Anteil im Wert von 45 Millionen.

„… quasi das Backpulver in deinem Kuchen. Also wir sind eine Zutat, die deinen Kuchen zum Wachsen bringt …“
Lea-Sophie Cramer
Feliks Eyser im Gespräch mit Lea-Sophie Cramer
Feliks Eyser im Gespräch mit Lea-Sophie Cramer

Beim Fundraising dachte Lea, vier erfahrene Gründer hätten es leichter. Stattdessen kamen 20 Absagen am Stück, eine befreundete Gründerin gab ihr die Regel mit, erst nach 100 Investorengesprächen die eigenen Hypothesen zu hinterfragen. Statistisch stehen in Seed und Series A 18 bis 19 Absagen auf eine Zusage, oft 20, 40, 60 hintereinander. Lea spricht offen über Tränen nach der Absage eines Family Office, nachdem sie den Pitch übermüdet aus dem Tourbus ihrer Podcast-Tour gemacht hatte, und über ihr Rezept, ein Nein zu akzeptieren, zu analysieren und schnell wieder rauszukommen.

Im Memory-Spiel mit Sportarten erklärt Lea ihre wichtigste Kennzahl: die Nutzungsfrequenz pro Jahr. Reformer Pilates liegt bei rund 80 Besuchen, Bouldern bei 60, Padel bei 40, Minigolf vielleicht bei zwei. Ultraruns, Boxen, Pilates und Bouldern geht sie long, Pickleball und Recovery in DACH vorerst short, und beim Tanzen warnt sie mit dem Zumba-Crash vor lehrerabhängigen Sportarten. Zum Schluss erzählt sie, warum sie ihren Podcast Fast & Curious seit dem Start beenden wollte, wie eine Sprachnachricht von Philipp Westermeyer sie umstimmte, dass der Podcast dieses Jahr über eine Million Euro Umsatz macht, und wie sie mit Tony Robbins' Peak State in langen Pitches und Boardsitzungen präsent bleibt.

Zahlen aus der Folge

750 Frauen
Teilnehmerinnen beim jährlichen Summit von Ten More In im November
+40 %
Wachstum von Ten More In in diesem Jahr, seit Lea die Geschäftsführung abgegeben hat
4 × 25 %
Cap Table von Epix Sports: vier Gründer, keine weiteren Gesellschafter
rund 400 Mio.
Größe des deutschen Marktes beim Start von Amorelie, Verkauf bei ca. 60 Mio. € Umsatz
4 weitere Zahlen
15 % → 50+1
Einstiegslogik von Epix Sports: erst rund 15 Prozent, dann 30, am Ende die Mehrheit
18 bis 19 Absagen
pro Zusage in Seed und Series A, laut der Statistik, die Lea sich angeschaut hat
9 Mio. € → 45 Mio. €
Leas Beispielrechnung: Einsatz für 50 Prozent einer 90-Millionen-Firma nach drei Jahren
80 / 60 / 40
Besuche pro Jahr bei Reformer Pilates, Bouldern und Padel, die Kennzahl von Epix

Worüber am meisten gesprochen wurde

Anteil an der Gesprächszeit, berechnet aus den Kapitel-Längen (ohne Intro).
Podcast & Content
27 % · 33 Min
Epix Sports & Geschäftsmodell
23 % · 28 Min
Sport-Trends: Long oder Short
16 % · 20 Min
Loslassen & Rollenwechsel
14 % · 17 Min
Fundraising
12 % · 15 Min
Marktgröße & Timing
4 % · 6 Min
Mindset & Peak State
4 % · 5 Min
Gesprächsverlauf

Kapitel

  1. 00:00Trailer & IntroIntro
  2. 05:22CEO-Lunch beim Weltwirtschaftsforum, keine einzige Frau: So entstand ihre Coaching-FirmaLoslassen & Rollenwechsel
  3. 16:14Plus 40 Prozent, seit sie gegangen ist: Warum ihre Coaching-Firma ohne sie wächstLoslassen & Rollenwechsel
  4. 22:18Vier Gründer mit je 25 Prozent: Wie die Idee zu Epix Sports im Schwimmbad entstandEpix Sports & Geschäftsmodell
  5. 32:15Rund 400 Millionen Markt: Warum sie Amorelie heute so nicht mehr gründen würdeMarktgröße & Timing
  6. 37:49Holding statt Fonds: So steigt Epix Sports bei Sportstudios einEpix Sports & Geschäftsmodell
  7. 48:06Vier erfahrene Gründer, trotzdem 20, 40, 60 Absagen: Fundraising für Epix SportsFundraising
  8. 54:14Tränen nach einer Absage: Der Pitch zwischen zwei Shows aus dem TourbusFundraising
  9. 01:03:30Von 15 Prozent zur Mehrheit: Die Beispielrechnung hinter Epix SportsEpix Sports & Geschäftsmodell
  10. 01:11:41Long oder short: Was wird das nächste Reformer Pilates?Sport-Trends: Long oder Short
  11. 01:31:14Geplant waren 12 Folgen: Warum sie ihren Podcast seit dem Start beenden wolltePodcast & Content
  12. 02:04:25Peak State nach Tony Robbins: So bleibt sie in langen Pitches präsentMindset & Peak State

Key Learnings

  1. 1

    Räum deinen Platz, wenn jemand anderes besser passt

    Lea ist bei Ten More In aus der Geschäftsführung in die Gesellschafterrolle gewechselt, weil ihre Mitgründerinnen Lia und Helly die Firma besser führen. Seitdem wächst sie um 40 Prozent. Für Lea gehört eine Firma nicht ihr, sondern hat ein Eigenleben. Die Frage, die Feliks daraus ableitet: Was würde die Company sagen, wen sie für welche Position wählen würde?

    16:14 · Plus 40 Prozent, seit sie gegangen ist: Warum ihre Coaching-Firma ohne sie wächst
  2. 2

    Löse dein eigenes Problem, aber prüfe die Marktgröße

    Epix Sports begann damit, dass Lea in Berlin keine Schwimmbahn zum Kraultraining fand und ein Tennisclub sie als Anfängerin fünf Jahre nicht aufnahm. Vom eigenen Problem zu starten findet sie richtig, aber viele Gründer wählen dabei einen winzigen Markt. Amorelie würde sie heute so nicht mehr gründen: Der deutsche Markt lag beim Start bei rund 400 Millionen. Ihre Faustregel heute: über eine Milliarde in Deutschland wäre schön.

    32:15 · Rund 400 Millionen Markt: Warum sie Amorelie heute so nicht mehr gründen würde
  3. 3

    Lass die Struktur der Strategie folgen

    Epix Sports ist eine Holding und kein Fonds, weil die vier Gründer die Firmen operativ mit aufbauen wollen. Sie suchen lokale Heroes mit zwei, drei Locations und ein bis zehn Millionen Umsatz, steigen mit rund 15 Prozent ein, dann mit weiteren 30 und wollen am Ende 50 plus 1. Alles Primary, kein Roll-up zu zwei- bis viermal EBITDA. Lea nennt Epix das Backpulver im Kuchen der Gründer: eine Zutat, die ihn wachsen lässt, nicht der Kuchen selbst.

    37:49 · Holding statt Fonds: So steigt Epix Sports bei Sportstudios ein
  4. 4

    Mehr ist mehr: Geh erst tiefer, bevor du breiter gehst

    Aus der Rocket-Zeit nimmt Lea die tägliche Taktung mit, bei Groupon gab es jeden Morgen um sieben einen City-Manager-Call. Bei Amorelie, Ten More In und Fast & Curious hieß es irgendwann, wir haben doch alles versucht. Ihre Antwort: Uns kennt kein Mensch. Statt neue Produkte zu bauen, solltest du erst mehr Menschen mit dem erreichen, was du hast. Wer stattdessen etwas Neues probiert, ist oft näher am Scheitern als vorher.

    37:49 · Holding statt Fonds: So steigt Epix Sports bei Sportstudios ein
  5. 5

    Zweifle erst nach 100 Investorengesprächen

    Lea dachte, Fundraising wird mit vier erfahrenen Gründern leichter. Nach etwa 20 Absagen fragte sie eine befreundete Gründerin, ab wann die anfängt zu zweifeln. Deren Antwort: vor 100 Gesprächen auf keinen Fall. Statistisch kommen in Seed und Series A 18 bis 19 Absagen auf eine Zusage, und sie kommen nicht gleichmäßig verteilt, sondern 20, 40, 60 hintereinander, bevor drei Zusagen folgen. Teil der Arbeit ist herauszufinden, für welche Investoren dein Modell überhaupt passt.

    48:06 · Vier erfahrene Gründer, trotzdem 20, 40, 60 Absagen: Fundraising für Epix Sports
  6. 6

    Lass ein Nein wehtun, aber verharre nicht darin

    Nach der Absage eines Family Office, das von sich aus auf Epix zugekommen war, hatte Lea Tränen in den Augen, vor allem weil sie den Pitch übermüdet zwischen zwei Shows aus dem Tourbus gemacht hatte. Ihr Umgang damit: akzeptieren, dass es wehtut, weil es ihr wichtig ist, den eigenen Anteil analysieren und dann schnell weitermachen. Feliks ergänzt die drei A aus dem Tennis: akzeptieren, analysieren, abhaken.

    54:14 · Tränen nach einer Absage: Der Pitch zwischen zwei Shows aus dem Tourbus
  7. 7

    Investiere nach Nutzungsfrequenz, nicht nach Hype

    Die wichtigste Kennzahl bei Epix ist, wie oft Menschen eine Sportart pro Jahr ausüben: Reformer Pilates rund 80 Mal, Bouldern 60, Padel 40, Minigolf vielleicht zwei. Hohe Frequenz macht Cashflows planbar. Deshalb geht Lea Pilates, Bouldern und Boxen long, Pickleball und Recovery in DACH vorerst short. Tanzen ist viral, aber lehrerabhängig: Zumba machten einmal 15 Millionen Menschen pro Woche, dann crashte es trotz 500 Millionen Investment.

    01:11:41 · Long oder short: Was wird das nächste Reformer Pilates?
  8. 8

    Steuere deinen Peak State über Physiologie, Fokus und Bewertung

    Lea war sechs Tage bei Tony Robbins' Date with Destiny in Florida und nutzt sein Dreieck im Alltag: Körperhaltung ändern, bewusst fokussieren und anders bewerten. Wenn sie in einem zu langen Pitch oder in einer zwei- bis dreitägigen Boardsitzung bei Wella abdriftet, lehnt sie sich zum Tisch, fragt sich, was sie an der Person noch nicht sieht, und bewertet die Situation neu, statt zu denken, das kenne ich schon.

    02:04:25 · Peak State nach Tony Robbins: So bleibt sie in langen Pitches präsent

Zitate

Lea-Sophie Cramer lacht
„Ich habe gegründet, weil ich selber meinen eigenen Kuchen backen wollte.“
Lea-Sophie Cramer
„… quasi das Backpulver in deinem Kuchen. Also wir sind eine Zutat, die deinen Kuchen zum Wachsen bringt …“
Lea-Sophie Cramer
„Du hast also 20, 40, 60 Absagen hintereinander, bevor dann drei Zusagen. So läuft Fundraising.“
Lea-Sophie Cramer
„Weil der neue Luxus sind keine Handtaschen, sondern Sport und Gesundheit.“
Lea-Sophie Cramer
„Also du kannst, glaube ich, gar nicht so richtig was von Wert kreieren, wenn du dich nicht auch binden lässt.“
Lea-Sophie Cramer

Über den Gast

Lea-Sophie Cramer

Lea-Sophie Cramer

Mitgründerin von Epix Sports, Amorelie-Gründerin und Co-Host von Fast & Curious · Epix Sports, Ten More In, Fast & Curious

Lea-Sophie Cramer hat Amorelie gegründet, den Online-Shop für Liebesspielzeug, der laut ihr bei rund 60 Millionen Euro Umsatz verkauft wurde. Ihre Karriere begann um 2010 bei Rocket Internet und Groupon. 2022 gründete sie Ten More In, ein Female-Leadership-Coaching, das inzwischen ohne sie in der Geschäftsführung wächst. Mit Verena Pausder hostet sie den Business-Podcast Fast & Curious, der in diesem Jahr laut ihr über eine Million Euro Umsatz macht. Ihr Hauptjob ist Epix Sports: Mit drei Mitgründern baut sie eine Holding, die sich an Betreibermarken von Padel-Clubs, Boulderhallen und Reformer-Pilates-Studios beteiligt. Daneben hat sie ein Mandat bei KKR und sitzt im Aufsichtsrat von Wella. Sie lebt in Berlin und hat drei Kinder.

Häufige Fragen

Was ist Epix Sports?

Epix Sports ist die vierte Firma von Lea-Sophie Cramer und ihr Hauptjob. Vier Gründer halten je 25 Prozent: Lea, Oliver Roskopf, Lukas Brosseder und Johannes Kreibohm. Epix ist eine Holding, kein Fonds, und baut ein House of Brands für Sportbetreiber auf, ein LVMH für Sport. Beteiligt ist Epix an Mitte (Padel-Clubs), Element (Boulderhallen), YTTP (Reformer Pilates und Strength) und Pace Race (Lauf-Event). Dazu kommt eine KI-Plattform mit White-Spot-Analyse für neue Standorte.

Wie funktioniert die Beispielrechnung hinter Epix Sports?

Lea rechnet in der Folge mit einer Betreibermarke mit drei Studios, 5 Millionen Euro Umsatz und 20 Prozent EBITDA-Marge. Bei sechs- bis achtmal EBITDA ist die Firma rund 6 Millionen wert, Epix kauft 15 Prozent für etwa eine Million. Ziel ist, den Umsatz jedes Jahr zu verdoppeln: von 5 auf 10 auf 20 Millionen. Bei 20 Millionen Umsatz und 24 Millionen Bewertung kauft Epix weitere 35 Prozent für 8 Millionen, hält also die Hälfte für 9 Millionen. Wächst die Firma auf 40 Millionen Umsatz mit rund 10 Millionen EBITDA und neunfachem Multiple, ist sie 90 Millionen wert und die Hälfte 45 Millionen: ein Fünffaches in drei Jahren. Alles Geld fließt als Primary ins Wachstum.

Welche Sportarten geht Lea-Sophie Cramer long und welche short?

Long: Ultraruns (als Medienphänomen, nicht als Breitensport), Boxen, Pilates, Bouldern und Padel. Short beziehungsweise noch nicht für Epix: Pickleball in DACH, Recovery wie Eisbaden und Sauna, Indoor-Golf und E-Sportarten, Minigolf und andere Freizeitsportarten mit niedriger Frequenz sowie Tischtennis. Tanzen findet sie spannend, aber zu lehrerabhängig, wie der Zumba-Crash gezeigt hat. Entscheidend ist für sie, wie oft Menschen eine Sportart pro Jahr ausüben.

Warum würde Lea-Sophie Cramer Amorelie heute so nicht mehr gründen?

Weil der Markt zu klein war. Beim Start lag der deutsche Markt laut Lea bei rund 400 Millionen, und Amorelie wurde bei etwa 60 Millionen Euro Umsatz verkauft, also als großer Teil dieses Marktes. Dazu durften 95 Prozent der Investoren wegen ihrer Statuten nicht investieren, weil Glücksspiel, Waffen, Alkohol und Sex ausgeschlossen waren. Heute wünscht sie sich einen Markt von über einer Milliarde in Deutschland, nach dem Motto von Oliver Samwer: the market is big enough.

Was ist Ten More In?

Ten More In ist die Coaching-Firma für Frauen, die Lea-Sophie Cramer 2022 nach einem CEO-Lunch am Rande des Weltwirtschaftsforums gründete, bei dem rund 40 Männer und keine einzige Frau am Tisch saßen. Der Name geht auf den Satz zurück: If you have a seat at the table, let ten more in. Die Firma ist bootstrapped, profitabel, noch unter 10 Millionen Umsatz und wächst dieses Jahr um 40 Prozent, obwohl Lea die Geschäftsführung an ihre Mitgründerinnen Lia und Helly abgegeben hat. Jährlich im November findet ein Summit mit 750 Frauen statt.

Wie viel Umsatz macht der Podcast Fast & Curious?

Lea sagt in der Folge, dass Fast & Curious dieses Jahr mehr als eine Million Euro Umsatz macht, wobei ein großer Teil an OMR geht und Teams bezahlt werden. Der Podcast mit Verena Pausder erscheint dreimal pro Woche, das Donnerstagsformat der beiden ist das erfolgreichste, und das Wachstum liegt bei 70 bis 80 Prozent. Geplant war ursprünglich eine Staffel mit zwölf Folgen, und Lea wollte seit dem Start aufhören. Eine Sprachnachricht von Philipp Westermeyer hat sie umgestimmt.

Erwähnt in der Folge

Firmen, Personen und Produkte aus dem Gespräch
  • Epix SportsFirmaLeas vierte Firma: eine Holding, die sich an Sportbetreibermarken beteiligt.
  • AmorelieFirmaLeas erste Gründung, laut ihr bei rund 60 Millionen Euro Umsatz verkauft.
  • Ten More InFirmaLeas Coaching-Firma für Frauen, wächst ohne sie um 40 Prozent.
  • Fast & CuriousSendungLeas Podcast mit Verena Pausder, über eine Million Euro Umsatz in diesem Jahr.
  • Verena PausderPersonLeas Co-Host bei Fast & Curious und eine ihrer engsten Freundinnen.
  • Philipp WestermeyerPersonOMR-Gründer, dessen Sprachnachricht Lea vom Podcast-Ausstieg abhielt.
  • MitteFirmaPadel-Club-Betreiber, an dem Epix mit einem Viertel beteiligt ist.
  • YTTPFirmaYour Transformation to Power: Reformer-Pilates- und Strength-Studios aus Köln im Epix-Portfolio.
  • Element BouldersFirmaBoulderhallen-Marke im Epix-Portfolio, eröffnet in Köln und Berlin.
  • Pace RaceFirmaLauf-Event der Xletics-Gründer, bei dem jeder Kilometer schneller gelaufen werden muss.
  • KKRFirmaPrivate-Equity-Haus, für das Lea ein Mandat hat, inklusive Aufsichtsrat bei Wella.
  • GrouponFirmaDort lernte Lea in der Rocket-Zeit die tägliche Taktung: City-Manager-Calls jeden Morgen um sieben.
  • Tony RobbinsPersonLea war bei seinem Date with Destiny in Florida und nutzt sein Peak-State-Modell.
  • SolidcoreFirmaUS-Reformer-Pilates-Kette mit über 100 Locations, in die L Catterton investiert hat.
  • MaditaBuchAstrid-Lindgren-Buch, aus dem Lea den Satz über Einfälle, so rasch wie ein Ferkel blinzelt, mitnimmt.

Transkript

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00:00 Trailer & Intro

00:00 Lea-Sophie Cramer: Zumba war ja ein riesiges Thema, gecrashed in ein paar Jahren. Sport generell, it's big enough, you already know that.

00:07 Feliks Eyser: Ich habe ein paar Memory Karten, da sind Sportarten drunter, und du sagst mir, ob du long gehst, investieren würdest oder short bist, zu sagen, das ist vorbei.

00:12 Lea-Sophie Cramer: Pickleball würde ich natürlich stark angucken. Das ist auch mein Fragezeichen mit den ganzen Wellness und Recovery-Themen. Ich würde noch nicht sagen, ich mache zweimal die Woche Sauna oder Eisbaden, weil dann habe ich die Stunde nicht habt, um anderes zu machen. Diese alten Berliner Boxstudios liebe ich auch. Da spricht keiner Englisch. Alles ein bisschen verstaubt. Aber genau so muss es aussehen. Auf jeden Fall Long finde ich total spannend und gucken wir uns auch aktiv an. Für uns ist es wichtig für die Investierbarkeit wichtig, weil wir sicherer sein können, dass die Cashflows langfristig planbar gut kommen. Till Walz ist bei uns investiert. hat die Jumphouses aufgebaut. Unfassbar erfolgreich, ist aber nicht in unserem Scope.

00:49 Feliks Eyser: Was ist das nächste Reformer Pilates? Die heutige Folge wird präsentiert von Qonto, dem Geschäftskonto, auf dem ich alle meine Firmen laufen lasse. Außerdem präsentiert von unserem Partner Pathway, damit deine Buchungen aus Shopify, Amazon und Stripe automatisch in Darth landen. Okay, soll ich denn witzige Geschichte erzählen darüber, wie klein die Welt ist? Ich bin vor einer Woche hergeflogen von Berlin und war komplett tot. Wir haben in München fünf Produktionen gemacht, in Berlin nochmal vier. Das war so eine Woche, wo alles dann so.

01:19 Lea-Sophie Cramer: Zusammenkam.

01:20 Feliks Eyser: Alles zusammen kam. Und ich aus dem Studio raus bin zum Flughafen gedacht, ich will einfach nur schlafen und mich in die Ecke legen und bucht dann immer Platz 3a oder 3F vorne im Flugzeug, dass ich schnell raus kann, aber am Fenster, das mich keiner nervt. Und dann höre ich Podcasts oder arbeite oder mache irgendwas.

01:32 Lea-Sophie Cramer: Und nicht Reihe 1, weil da kann man die Taschen immer nicht lassen.

01:35 Feliks Eyser: Taschen nicht lassen. Dann ist es manchmal kalt, wenn die Tür offen ist, dann laufen die Leute da, dann ist manchmal so Emergency und so. Also nicht Reihe 1. Ab zwei geht's eigentlich. Ich mache dann drei, um sicher zu sein. Naja, konnte nicht einchecken, nicht in der App und nicht am Terminal an diesen Computern, weil die sagen hier Flugzeug voll. Ich dachte, oh mein Gott, ich schaffe es nicht zurück. Bin zum Schaltern haben die mich auf 31C gesetzt. Das war der letzte Platz, den es noch gab. Das ist der allerletzte bei den Toiletten. Das ist die letzte Reihe, ja. Oder sonst nur die Crew sitzt. Neben mir war dann die Crew, die haben da so ihre Vollkornstulle gegessen und ich. Ich sag gut, mach das Beste draus. Und dann saß eine junge Frau neben mir am Fenster und dann sind wir irgendwie ins Gespräch gekommen. Und das mache ich nie. Ich habe in meinem Flugzeug noch nie mit irgendjemandem geredet. Ich mach Podcasts und arbeite und mach mein Ding, aber irgendwie. Naja, und ich sitze da, wir reden und frage sie, was machst du? Stellt sich raus, sie fliegt zu ihrer eigenen Hochzeit. Und ich höre euren Podcast Fast & Curious, um mich vorzubereiten auf unser Gespräch. So macht er meine Notes und so weiter, mach Research. Dann kommen wir irgendwie auf Startups zu sprechen und du meinst, ja, meine Mitgründerinnen, da da da. Ich frage sie, was machst du denn in den Mitgründerin? Meinst du, ja, ich hab, ich bin bei Ten More In Hellli! Die ich davor nicht kannte. Also dann die Geschäftspartnerin, des Geschäftsführerinnen.

02:48 Lea-Sophie Cramer: Absolut, wegen der bin ich auch unter anderem hier gerade, weil wir am Wochenende ihre Hochzeit feiern. Wie witzig ist, dass ihr vor allem in der letzten Reihe so what are the odds, dass wir euch beide in der letzten Reihe des Flugzeugs treffen.

02:59 Feliks Eyser: Dass wir da beide zwangsversetzt wurden, nicht verwendet.

03:01 Lea-Sophie Cramer: Und dass ihr beide miteinander redet, die redet nämlich auch nie mit jemandem.

03:03 Feliks Eyser: Hat sie ihm mir auch erzählt? Genau das gleiche. Sie hat gesagt, ich habe original im Flugzeug noch nie mit irgendeinem Menschen gesprochen. Wie witzig. Ich habe Helly dann gefragt. welche natürlich im Research-Modus war, ich war wirklich gerade in meinen Notes drin. Erklär mal die Lea, also als Geschäftspartnerin, was macht die denn eigentlich aus? Was ist ihre Superpower? Und die haben verschiedene Sachen gesagt, aber eines hängen blieb mir gesagt Die Lea, die schafft, den Kuchen für alle immer ein bisschen größer zu machen. Hm. Dachte ich, das ist ja interessant. Was heißt das?

03:31 Lea-Sophie Cramer: Ich habe gegründet, weil ich selber meinen eigenen Kuchen backen wollte. Ich wollte nicht, dass irgendjemand sagt, der Kuchen ist mir zu groß, der ist mir zu süß, das darfst du nicht nehmen, das Stück, das ist schon meins. Da habe ich mein Handtuch schon draufgelegt, so, sondern das war so, das ist so die ultimative Form von für mich von Selbstbestimmung zu gründen. meinen eigenen Kuchen zu backen, mit den Zutaten, die ich toll finde, mit den Leuten, die ich toll finde, und denen auch so groß wie möglich werden zu lassen. Ich finde es einfach, ich liebe es, wenn Dinge wachsen. Ich selber Auch persönliches Wachstum, aber auch Wirtschaftswachstum, Unternehmenswachstum, ich finde das einfach grandios toll, weil man so viel lernt über sich selber und über andere. Deswegen liebe ich das. Und ich glaube Was mir schon leichter fällt als anderen, ist mir aufgefallen, ist es, überhaupt mal Ideen für so Kuchenrezepte zu haben, weißt du? Also du musst ja erstmal eine Idee haben, was für einen Kuchen du da backen willst. Und Kennst du Madita von Astrid Lindgren das Buch?

04:36 Feliks Eyser: Nee, glaube ich.

04:37 Lea-Sophie Cramer: Ja, also alle kennen natürlich Pipi Langstrumpf, aber Madita ist eigentlich ein wundervolles Buch, gerade für Mädels. Und das hat meine Mutter mir immer vorgelesen. Und da gibt es einen Satz drin, der heißt, sie hat ihre Einfälle so rasch wie ein Ferkel blinzelt. Und so ist es bei mir auch. Also. Ich habe super viele Ideen und Einfälle. Ja, schon so eine Idea Person. Aber ich bin, sag ich mal, schlau genug, dass ich weiß, ich kann jetzt nicht dir 10 oder 20 Ideen jetzt pitchen, das kannst du gar nicht verarbeiten. Ich auch nicht. Das heißt, du musst schon gucken, welche Idee passt, wann zu welcher Person und so. Und ganz viele Ideen sind aber nicht meine. Also ich merke dann, das muss entstehen, das braucht es in der Welt, zum Beispiel wie Ten More In. Und das habe ich wirklich zur Gründung auch gesagt. Ich habe gesagt, das brauche ich, diese Firma braucht es.

05:22 CEO-Lunch beim Weltwirtschaftsforum, keine einzige Frau: So entstand ihre Coaching-Firma

05:22 Feliks Eyser: Was war die Gründungsstory?

05:24 Lea-Sophie Cramer: Also 2022 war der am Rande des Weltwirtschaftsforums gab es einen CEO-Lunch und da saß sozusagen unsere Wirtschaftselite im Raum. Alle DAX, M-DAX, SDAX , DAX-CEOs. Und genau, und da war keine Frau präsent, keine einzige. Also saßen locker 40 Männer, meistens schon eher graue Haare. Und danach wurde gesagt, ja, eine war noch eingeladen, eine war vielleicht auf Toilette oder sowas, aber selbst das hätte das Bild nicht stark verändert. Und es hat mich so berührt, dieses Bild, weil ich so dachte. . . Meine Tochter war damals irgendwie schon fünf oder so. Also ich habe so gemerkt, okay, ich habe so eine Tochter, ich bin also de facto nicht mehr so jung, auch wenn wir uns oder ich mich immer noch sehr jung fühle, du dich wahrscheinlich auch, aber So ich habe so gemerkt, de facto auf dem Papier ist es nicht so. Ich wurde ja davor auch schon viel gesehen, ja, so medial und so weiter, weil eine von wenigen weiblichen Gründerinnen, wenige weibliche Investorinnen, weniger weibliche Aufsichtsrätinnen und so weiter und so fort. Und habe immer extern gemerkt, ach krass, an mir ist was anders. Und zwar, dass ich eine Frau bin. Und ähm, das Bild hat dann nochmal so stark irgendwie mir diese Realität vor Augen geführt. Und ich habe so gedacht, okay, wenn wir da noch nicht mal präsent sind, so wie sollen wir unternehmen, wie sollen wir eine Gesellschaft. Form, die uns inkludiert, als die Hälfte der Menschheit. Wenn man gar nicht am Tisch sitzt. Genau, wenn du gar nicht am Tisch sitzt, du weißt ja gar nicht, wer da mit wem redet. Du hast keinen Zugang, du hast kein Knowledge, du weißt nicht, worüber gesprochen wird. Du kennst die wichtigen Themen nicht, du kannst deinen Beitrag nicht leisten, du kannst Firmen nicht so umformen, dass sie für Eltern und für Mütter funktionieren und so. Und das hat mich so bewegt, dass ich danach Lia eine Sprachnachricht aufgenommen und gesagt habe: Du, ich werde da irgendwie was machen. Und ich wollte es dir mal sagen. Einfach. Und eigentlich war das gar nicht eine Idee, sie als Mitgründerin zu akquirieren, sondern so, was sagst du dazu? Irgendwie Coaching, weil mich das krass weitergebracht hat in meinem Leben, irgendwie Frauen. Ich will Frauen fördern, ich will denen mehr Tools an die Hand geben, dass wir diese Tische verändern. Und dann habe ich ihr das so rübergeschossen und sie war gerade im Urlaub und dann hat sie noch so, boah, Coaching, das ist ja auch so ein bisschen, es gibt ja dieses und dieses Coaching, ja.

07:33 Lea-Sophie Cramer: Also du kannst ja Da unglaublich viel rausziehen, wie ich das in meinem Leben konnte. Hat er mit einem Schluss? Aber

07:38 Feliks Eyser: ein anderes Bildung.

07:39 Lea-Sophie Cramer: Genau, sicherlich hast du auch andere Assoziationen für Coaching, genau, dass du so Weißt du, wer nichts wird, wird coach, so ein bisschen so in diese Richtung. Und deswegen war sie am Anfang so ein bisschen verhalten und ich wusste aber damals, okay, ich. Ich werde da was machen, ich kann das nicht mehr aufhalten, da muss es was geben. Und ich wusste aber zu dem Zeitpunkt auch schon, dass es was ist, was ich quasi irgendwie in die Welt bringen will, aber ich werde es nicht langfristig machen, weil es einfach nicht mein Kuchen ist.

08:02 Feliks Eyser: Und woher wusstest du beides? Also A, ich muss da was tun und B, es ist nicht mein Ding?

08:05 Lea-Sophie Cramer: Also zum einen, glaube ich, dieses Ich muss da was tun ist , bei mir gibt es So den normalen Status Quo in meiner Gefühlswelt sozusagen. Und dann gibt es diese Momente, wo ich merke, das ist wie so eine externe Kraft, die mich übernimmt. Und da kann ich mich auch nicht mehr gegen wehren und ich weiß, dass ich, egal was ich mache, dass das jetzt passieren wird. Also ich kann nichts mehr tun eigentlich. Das war bei Amorelie so. Da war ich mit Polly Luncheon und da haben wir diese Idee besprochen. Und ich bin da rausgegangen und war so, oh, warum muss es denn so eine Idee sein? Also, ich war richtig so ein bisschen excited, weil ich wusste, das ist es, aber ich war auch ein bisschen ängstig wahrscheinlich, weil ich so dachte, warum ein Premium Sex Shop, weißt du? Also warum muss es denn so eine komplizierte Idee sein, die du jetzt gründest? Aber ich wusste in dem Moment, als ich rausgelaufen bin, ich werde das machen, ich kann das gar nicht mehr aufhalten.

08:58 Feliks Eyser: Die Idee ist ja nicht.

08:59 Lea-Sophie Cramer: Egal was kommt, egal wir haben ja welche Fakten auf den Tisch legt, egal wer mir welche Argumente geben wird, egal wer wie reagieren wird, ich kann das nicht mehr aufhalten, ich werde das gründen. Und das wusste ich in der Sekunde. Ich bin da rausgelaufen, wusste This is it. Und dann war ich so, puh, ja, okay, das ist schon eine krasse Aufgabe, die du da jetzt machen wirst. Und so war das da auch. Also ich wusste, ich werde da was tun, weil ich kann es gar nicht aufhalten. Also das ist einfach so ein Gefühl, was dann irgendwie kommt. Und das andere ist, glaube ich, dass ich schon ein sehr, sehr gutes Gespür entwickelt habe über mein Leben, wo es wirklich mich braucht und wo ich die richtige Person bin für den Platz, den ich da schaffe und wo jemand anders besser ist. Und ich habe überhaupt keine Angst, quasi diesen Platz zu räumen und jemand anders da zu sehen. Im Gegenteil, ich finde das unfassbar Es macht mich so glücklich und stolz und freut mich so extrem, jetzt Lia und Helly in dieser Geschäftsführung zu sehen. Die machen das phänomenal gut. Und ich habe keine Sekunde, dass ich denke, jetzt stehen die beiden auf der Bühne, jetzt treffen die beiden Robert Habeck, jetzt besprechen die alles mit Tina Müller, jetzt was auch immer. Sondern ich denke so, wie toll, ja, jetzt haben wir einen Live-Talk mit Gabor Steingart und so, wie cool, ich bin da überhaupt nicht präsent, mich siehst du da nirgends, ich stehe auf keinem Plakat, gar nichts. Wir haben ja jetzt wieder, haben wir so unser Summit jährlich im November, da kommen 750 Frauen zusammen, machen das größte Feel-Leadership-Dinner, was es irgendwie je gab. Und auch mit diesen 750 Frauen gleichzeitig. So, und das ist alles von so, das haben alles die erschaffen. Und ich finde das einfach. Nur toll und ich kann von außen da drauf gucken und denken, wie klasse ist das? Und die machen so einen phänomenalen Job und bin da irgendwie unglaublich Ja, mir fällt es total leicht, meinen Platz zu räumen, wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht meiner ist.

10:51 Feliks Eyser: Es ist auch interessant, das ist auch ein Skill, von dem man gar nicht weiß, dass es ein Skill ist, aber der Skill zu teilen. Also zu sagen, komm, ich gebe was ab. meine Rolle, irgendein Titel, die Visibilität, im Captable, die Anteile. Und ich sehe auch bei meinen Beteiligungen. So zwei Arten von Fauna, die sagen, nee, das meinst du und ich beschütze das alles. Und andere, die sagen, nee, ich optimiere nur darauf, die richtigen Leute reinzuholen, Kuchen größer zu machen. Ich habe eine Beteiligung, Inua heißen, die Pharmacompany machen medizinisches Cannabis, also einen Apotheken, einen großen Hersteller für. Cannabis und die Founder haben das mit Anfang 20 gegründet, aus der Uni raus, super talentiert, der eine Produkt, der andere Sales. Die Companies sind aber irgendwann im positiven Sinne über den Kopf gewachsen, also hat dann 10 Millionen, 20, 30 Millionen Umsatz gemacht und so und dann erfordert es eine große Organisation. Da hätte es auch eine Version gegeben, wo die Founder gesagt haben: Nee, das ist mein Ding und so, ich will da überhaupt nichts abgeben. Aber die waren smart und haben immer überlegt, wie können wir senioren Leute reinholen, die Erfahrung haben, die älter sind. Den CEO-Titel übernehmen und so weiter, signifikant Anteile abgeben. Also die haben quasi Late-CoFounder reingeholt und hat das so smart gemacht, dass die Company jetzt krasses Management hat und über 100 Millionen Umsatz macht, super profitabel ist und so weiter. Und der Skill war auch ein Stück weit zu teilen. Also erstens es gut zu machen und ein gutes Fundament zu schaffen. Die Faune sind weiterhin an Bord, die haben da eine coole Rolle gefunden, aber Auch zu überlegen, okay, was macht mir eigentlich Spaß und was nicht und wo macht es auch Sinn, dass eine andere Person reingeht.

12:11 Lea-Sophie Cramer: Total, ich finde nur das Teilen, das ähm. Wirkt so, als würde ich das sozusagen für andere teilen. Weißt du, ich habe was und teile das mit dir. Das ist sozusagen nett von mir, dass ich das so mache. Und bei mir fühlt sich das aber irgendwie nicht so an, sondern Es ist wirklich eher so, dass bei mir haben diese Unternehmungen jeglicher Art fast wie so eine eigene Identität oder so ein eigenleben, so einen eigenen Charakter. Also dass ich Die haben sozusagen ihr eigenes Fahrwasser und es ist nicht mein Fahrwasser, sondern sozusagen das ist inhärent in dieser Organisation. Also Ten More In zum Beispiel, ja, ist eine Bootstrap-Company. Und die funktionieren unfassbar gut als solche Bootstrap Company. Der Podcast hat ein gewisses Fahrwasser, wo das einfach alles fließt und gut läuft und so weiter. Und ich bin jemand, die sehr gut spürt für mich selber. Wo passe ich da rein und wo nicht? Und welches Fahrwasser ist noch meins und welches nicht? Und deswegen ist dieses Ich teile was oder ich möchte das teilen. Klingt so wahnsinnig gebend und so wahnsinnig großzügig. Aber genau, es ist gar nicht meins, was ich da teile. Genau, so ist es. Es ist nicht meins, was ich da teile, sondern das hat ein Eigenleben. Und ich habe gar nicht den Anspruch sozusagen, dass das meins ist und ich gebe Helly davon ein Teil, sondern die Firma war von Anfang an. vom Eigenleben irgendwie so gedacht, dass die zu Lia und Helly passt. So. Und ich darf dabei sein, was auch toll ist. Und meinen Beitrag sozusagen von meiner Rolle, ich bin ja als Gesellschafterin da leisten. Aber ich habe da nicht so dieses Ja, dieses Eigentümerdenken vielleicht.

13:54 Speaker 3: Werbung.

13:55 Feliks Eyser: Es gibt diese eine Nachricht, die jeder Fauna kennt. Der Steuerberater meldet sich und will die Belege. Dann steigt erstmal der Puls und die Arbeit geht los. Kontoauszüge exportieren, Belege suchen, den Schuhkarton aus dem Regal hervorkramen, irgendeine CSV-Datei übermitteln und hoffen, dass am Ende alles zusammenpasst. Ich habe damit oft einen Nachmittag verbracht und am Ende hat trotzdem immer irgendwas gefehlt. Heute bereiten wir das alles mit Konto unserem digitalen Geschäftskonto vor. Physische Belege fotografieren wir mit dem Handy einfach ab, sie werden GeoDB-konform gespeichert und der richtigen Transaktion zugeordnet. So liegt die Tankkütung nicht mehr im Handschuhfach, sondern da, wo sie hingehört. Bei der Transaktion. Beim Steuerberater kann ich direkt einen Zugriff zu allen geben. Konto ist offizieller Datev-Partner, es gibt eine Anbindung mit LexWare und zahlreiche andere Integrationen. So können Transaktionsdaten und Belege automatisch in die Systeme synchronisiert werden, in denen die Buchhaltung weiterarbeitet. Konto ersetzt also nicht den Steuerberater, sondern sorgt dafür, dass die Zusammenarbeit strukturierter abläuft. Und wenn du das für deine Firma auch machen willst, dann geh auf konto. com, konto mit Q und nutz den Code FounderMode, um das Produkt sechs Monate kostenlos zu nutzen.

14:56 Speaker 3: Werbung Ende

14:57 Feliks Eyser: Ich finde es auch eine spannende Frage, die man sich immer stellen kann. Was würde die Company sagen? Wenn ich die Company fragen würde, in der Situation, soll ich fundraisen, soll ich nicht fundraisen, müssen wir restrukturieren, soll ich nach Frankreich expandieren, was würde die Company sagen? Und sich das mal vorzustellen.

15:10 Lea-Sophie Cramer: Coole Frage. Habe ich so jetzt aktiv noch nicht, aber genau das ist es. Genau das will ich sagen, glaube ich. Also genau, was würde die Company sagen, was würde die eigentlich brauchen? Wen würde die wählen, für welche Position?

15:20 Feliks Eyser: Genau.

15:21 Lea-Sophie Cramer: Und was daran natürlich beängstigend ist für viele, die, glaube ich, die Position dann haben, die ich habe, ist, dass sie selber denken, und das merke ich in meinem Umfeld auch extrem Dass wenn ich dann sage, ich gehe bei Ten More In aus der Geschäftsführung raus und ich gehe in die Gesellschafterrolle, dass dann alle sagen, oh Gott, und was machst du denn dann? Und dann sag ich, weiß ich noch nicht. Aber dann hast du ja gar nichts. Sag ich, nee, habe ich noch nicht. Aber wird schon was kommen. Also ich glaube, du brauchst halt diese Ruhe oder Sicherheit in dir. Dass du wieder was findest, wo dein Platz, wo es dein Platz ist und wo es dich braucht für eine gewisse Rolle, eine gewisse Phase. Das brauchst du schon, weil sonst kannst du es nicht gut abgeben. Also wenn du da sozusagen dran hängst und dein Ego da dran ist und du denkst, ah, das ist aber jetzt gerade meine eine Chance, dann ist es viel schwerer, das abzugeben. Aber irgendwie habe ich da so eine Ruhe, dass ich immer denke, ach, das wird sich schon alles finden. Das Richtige kommt schon auf einen zu.

16:14 Plus 40 Prozent, seit sie gegangen ist: Warum ihre Coaching-Firma ohne sie wächst

16:14 Feliks Eyser: Was steht ihr heute bei Ten More In, wenn man die Firma so von außen sehen würde? Wie kann man sich das vorstellen?

16:18 Lea-Sophie Cramer: Ist ja jetzt so viereinhalb Jahre alt. Wächst gigantisch, dieses Jahr plus 40 Prozent, nachdem ich gegangen bin. Also auch dieses Ganze, es hängt aber alles an dir, Lea. Nee, tut's gar nicht.

16:29 Feliks Eyser: Können auch andere sagen, ach, das ist ja.

16:30 Lea-Sophie Cramer: Genau, deswegen heißt es auch nicht irgendwie Kramer, was auch immer, Coaching, sondern es heißt irgendwie Ten More In, weil es den Satz gibt von Jessica.

16:40 Feliks Eyser: Da kommt es her.

16:41 Lea-Sophie Cramer: Da kommt es her. Und das ist das, woran ich glaube, wenn du einen Platz gefunden hast, dann lass andere rein und mach die Tür auf, dass da mehr reinkommen können. Das leben Lia und Helly total. Also wächst super gut, ist profitabel. Ganz viele neue Ideen. Ist noch unter 10 Mio, aber ist auf Jahr viereinhalb und ist eine organische Firma, die Bootstrap wächst und profitabel ist. Also sozusagen all good. Natürlich ist mein Ziel so, ich habe immer so Marker, ne? Also erstmal die eine, dann die Zehn, dann sind die 50. So. Das heißt, der nächste Marker sind die 10 auf jeden Fall. Und das wollen wir auch erreichen und werden wir, glaube ich, auch. Also bisher ist es so, Haken, grüner Haken, Haken, Haken. Es fühlt sich absolut sinnhaft an, absolut sinnvoll. Und ich meine, was wir am Anfang besprochen haben. Ich glaube ja absolut an dieses quasi for-Profit, for-Purpose-Unternehmertum, dass du, wenn du deinen Purpose, den Podcast hier hast, musst du Werbepartner reinholen. Weil sonst kannst du den ja nicht mit deiner kompletten Kraft machen, sonst musst du ja irgendwie einen Zeithassel haben, der dir dein Leben finanziert und dann wirst du nicht deine beste Energie in diesen Podcast stecken. Deswegen. Musst du den dir sozusagen bezahlen lassen und so?

17:53 Feliks Eyser: Auch um Ressourcen aufzubauen und zu sagen, komm, die Studios werden größer, eine weitere Kamera, wir können es noch besser vorbereiten als die gestern.

17:59 Lea-Sophie Cramer: Und ich finde, Unternehmertum ist eh for Purpose, sonst würdest du es gar nicht machen. Und wenn du es profitabel machst und davon leben kannst und alle anderen auch, dann ist das sozusagen die beste Garantie, dass du es nachhaltig machen kannst

18:09 Feliks Eyser: Wie bringst du das für dich zusammen? Auf der einen Seite so dieses Milestone-Denken und du bist ambitioniert, sagen, hey, hier 10, 50, 100 und so weiter, und auf der anderen Seite so eine gewisse Grundeinspannung zu sagen. Ich werde schon wieder was Neues finden. Also man könnte auch sagen, das sind ja zwei Enden von einem Spektrum. Aber ich glaube, beides brauchst du als Founder ja auch ein Stück weit. So, total vor Kampf rangehen ist nicht gut und total defensiv rangehen ist auch nicht gut. Wie bringst du diese beiden Pole bei dir zusammen?

18:32 Lea-Sophie Cramer: Ja, ich glaube nicht, dass ich sie zusammenbringe, sondern ich pendel da schon sehr hin und her. Also, das ist was, je nachdem, in welcher Phase du mich jetzt gerade erlebst, jetzt interviewen wir hier gerade und machen diesen Podcast auf Mallorca. So, wo du eh in so einer entspannten, ein bisschen Bohemian-Hippie State of Mind bist, finde ich. Deswegen bin ich gerade sowieso irgendwie entspannt. Hätten wir jetzt aufgenommen in Berlin nochmal vielleicht im Oktober, wo so richtig viel los ist, würdest du mich in einer anderen Phase erleben? Also. Ich würde schon sagen, ich bringe die nicht zusammen, sondern ich pendel da extrem stark hin und her. Und das ist wahrscheinlich auch so eine der größten Herausforderungen, dass ich zum einen ja, einfach sehr ehrgeizig bin und irgendwie viel erreichen möchte und Wachstum schaffen möchte und stolz sein will auf das, was ich hinbekomme. Und zum anderen weiß, dass das nicht um jeden Preis getrieben werden darf, weil es irgendwann ungesund wird. Und deswegen. . . Ich würde sagen, aktuell mache ich es so, dass ich die Projekte in verschiedene quasi Cluster einkategorisiere. Also Ähm, Ten More In ist in so einem Fahrwasser von der Bootstrap Company, die profitabel, super gut wächst, aber jetzt auch nicht jedes Jahr sich verdoppeln oder verdreifachen muss, sondern die darf irgendwie ihre weiß ich nicht, 40 bis 100 Prozent wachsen, so, ne? Aber einfach nicht irgendwie das absurde Hockeystick-Wachstum, was du immer so aufmalst.

20:02 Feliks Eyser: Und es kann ja in dem Fall oder in solchen Fällen auch eine negative Auswirkung haben, das forcieren zu wollen. Wenn du sagst, das muss ich jetzt verdreifachen, so wir stecken da jetzt Geld rein, wir machen Länder auf.

20:11 Lea-Sophie Cramer: Weil nämlich gerade da geht es um so viel Zwischenmenschliches. Und da geht diese Qualität dann total verloren, hundertprozentig. Deswegen ist das so richtig, komplett im richtigen Fahrwasser. Fast and Curious, der Podcast, ist komplett im richtigen Fahrwasser, weil das ist einfach ein. Wie wir es nennen, Zeithassel, ja, ist einer der schönsten Zeithassel, die du haben kannst, mit einer deiner besten Freundinnen irgendwie über Text sprechen zu können und über das Leben und über alles Mögliche sonst. Das muss also eigentlich gar nicht so richtig bestimmte Ziele erreichen. Natürlich muss es das Team zahlen können und wir wollen jetzt auch nicht schrumpfen. Aber wenn wir jetzt nicht so wahnsinnig wachsen, ja, und du eher so 15. Prozent wächst oder sowas, ist das völlig okay. Das heißt, das ist in so einem Wir machen es solange, wie es Spaß macht, wie es Leute hören wollen und irgendwie völlig entspannt. Epix haben wir ja Investorengelder reingeholt, Sport, Riesenthema, irgendwie für mich eine ganz große Mission. muss ganz stark wachsen. So, da bin ich total driven und habe Riesenziele und habe meine Meilensteine und das wird auch mehr gedrückt als die anderen Themen. Also ich glaube, die sind einfach in verschiedenen Kategorien ein bisschen.

21:22 Feliks Eyser: Du sagst jetzt nur noch ein bisschen so zwei Werkzeuge, die man anwenden kann, zu sagen, komm, ich lasse das jetzt auch Also, ich lasse es laufen, das ist die falsche Formulierung, aber ich muss das jetzt nicht forcieren bei Ten Mo Inner oder bei Fast and Curious zum Beispiel. Das ist ein Pflanzein, das wird wachsen, das wird seinen Weg gehen und das ist auch okay. Und da optimiere ich drauf, dass es stabil ist und dass es weitergeht. du dich mit Verena nicht streitest und ihr morgen aufhört oder was auch immer. Also man kann sagen, gut, da optimiere ich jetzt drauf, dass es die nächsten zehn Jahre besteht. Und ein paar anderen Sachen sagst du, nee, da will ich es wissen. Und da wollen wir dieses Jahr auch deutlich wachsen.

21:52 Lea-Sophie Cramer: Total. Und da merke ich schon, dass dieses, da will ich es wissen, das ist schon der Teil, mit dem ich meine Hauptzeit verbringe. Also Ich verbringe schon, weil das schon was ist, was ich einfach, da will ich es ja wissen. Also ich möchte da gerne richtig Gas geben und gucken, was ich daraus bekommen kann. Und deswegen ist ein Ten More In eine Nebentätigkeit, deswegen ist ein Fast & Curious eine Nebentätigkeit, deswegen ist Epix mein Hauptjob. weil der einer ist, wo ich richtig Gas geben kann. Genau.

22:18 Vier Gründer mit je 25 Prozent: Wie die Idee zu Epix Sports im Schwimmbad entstand

22:18 Feliks Eyser: Euer Gründungsteam, erzählt mal von dem Kuchen und dem Rezept. Ich habe noch nie so einen kleinen Captable gesehen. So, ihr seid da zu viert drin, jeder hat 25 Prozent. Keine anderen Gesellschafter. Bist ja im Captable. Ich weiß, ihr habt Geld gerade, musst du gleich mal erzählen, aber erklär mal vom Rezept und dem Kuchen und wie diese Konstellation Mit den drei Boys hier zusammenkommen. Sieht ein bisschen aus wie eine Boyband und du bist die Lieblingin.

22:42 Lea-Sophie Cramer: Also erstmal muss man sagen, wir kennen uns ewig lange, weil wir alle in derselben Zeit in so diesen ganzen Rocket-Internet-Sphären gestartet sind. Das heißt, wir haben uns alle so 2010 oder sowas kennengelernt. Da bin ich ja zu Rocket Internet gegangen, dann gleich zu Groupon gegangen, habe da irgendwie viel mit aufgebaut und da waren Olli und Johannes und Lukas in den verschiedensten Rocket-Unternehmen bei Zalando unterwegs, haben danach Lugia I Daling gegründet, dann PlusDental gegründet, also die Zahnschienen Johannes und Eugen. Sehr erfolgreich verkauft. Ich war auch investiert. Die waren bei Amorelie investiert. Olli und Johannes haben ein Supplement-Startup gegründet, an Vitapy verkauft und dann für Vitapy so eine Art MA gemacht und andere Companies wieder aufgekauft und das größer werden lassen, diese Gruppe. Long story short, haben wir uns also sozusagen, kennen wir uns lange, aber so im, sag ich mal, Bekanntenkreis, ja, so ein bisschen lockerer. Wie das zusammenkam, war, wie alles eigentlich kommt, das ist ja, finde ich, im Gründertum eigentlich viel Zufall. Oder beziehungsweise ich sehe das immer so wie so ein Funnel. Also du musst einfach ganz viele Sachen machen und ganz viele Leads aufmachen und mit vielen Leuten reden und Kaffee trinken und so weiter. Und irgendwann kommt das Richtige aus Ecken, wo du es nie erwartet hättest zusammen. So ist es bei mir, wenn ich solche Business-Ideen irgendwie erträume, erdenke. Manchmal dauert es zwei, drei Monate und manchmal dauert es zwei, drei Jahre. Bei Epix war es so, dass ich habe angefangen zu schwimmen vor, ich glaube, drei, vier Jahren mit einem Trainer und habe angefangen sozusagen kraulen zu lernen, ja, ordentlich. und wollte das einfach, weil ich mein Knie verletzt hatte und brauchte irgendwie eine Cardio-Ausgleichssportart, wo ich mein Knie nicht so belasten muss. Und dann dachte ich, okay, fängst du an mit schwimmen, obwohl ich überhaupt kein Wassermensch war bis dato und so. Liebe ich mich heutzutage, mache es ganz, also jetzt gerade nicht so viel, aber im Winter immer total viel. Und habe mich auf jeden Fall dann mich geärgert, weil ich habe mich immer so Schwimm Equipment mit, dann wollte ich meinen Coach mit dabei haben, dann wollte ich das irgendwie gut machen und in den Berliner Bildern betrieben. kannst du tagsüber eigentlich gar nicht schwimmen, weil die Vereine sind drin, die Schulen sind drin. Du kannst also nur morgens und irgendwie spät.

24:45 Lea-Sophie Cramer: Da habe ich aber die Kinder, da bringe ich die zur Schule oder habe sie abends wieder. Das heißt, ich konnte eigentlich de facto nicht trainieren, außer um morgens fünf oder sechs. Und dann kannst du das Equipment nicht mitnehmen. Und dann sind diese Bahnen, wo du schwimmst, laufend voller Menschen, die auch sagen, ich bin aber auch Schnellschwimmer. Und dann teilst du dir mit irgendwie zehn Leuten gefüllt eine Bahn und haust dich die ganze Zeit nebeneinander. Es ist einfach nicht meins. Dann habe ich so gedacht, okay, es muss doch dafür irgendwie eine bessere Möglichkeit geben, sozusagen Schwimmen zu trainieren als Sport. Das ist doch ein Megasport. Und es gab eine Swim Gym in Amsterdam. Da kannst du deine Bahn mieten, einfach von neun bis zehn zahlst du eine Stunde für diese Bahn.

25:18 Feliks Eyser: Und hast deine eigene.

25:19 Lea-Sophie Cramer: Kannst deinen Coach mitbringen, kannst dein deine Equipment mitbringen, hast Unterwasserkameras. Siehst du wie dein Stroke ist und wie du sozusagen das besser machen kannst mit dem Eintauchen und Durführen und so. Also kannst du da richtig dich verbessern Und da dachte ich so, Mensch, das wäre doch cool in Berlin zu haben. Vielleicht sollte ich das mal machen, nebenher, einfach um mein eigenes Problem zu lösen. Und dann habe ich also angefangen mit Leuten darüber zu reden, mit meinem Schwimmtrainer auch und so und lasse das doch mal irgendwie zusammen, irgendwie so eine Bahn irgendwo aufbauen. gar nicht als Business, sondern eigentlich um das eigene Thema zu lösen, sozusagen, dass ich gerne Schwimmen trainieren möchte.

25:52 Feliks Eyser: Hast du überlegt, eine eigene Halle zu bauen?

25:55 Lea-Sophie Cramer: Oder halt Hallen, die sozusagen verfallen sind, hast du auch in Berlin einige.

25:58 Feliks Eyser: Die zu restaurieren.

25:59 Lea-Sophie Cramer: Genau, die dann zu nutzen und zu restaurieren und so fertig zu machen, dass man sie halt mieten kann, so Pay-to-Play quasi, dass du nicht in die Berliner Bäderbetriebe musst, sondern du kannst einfach sagen, ich möchte erst von 9 bis 10 einfach diese Bahn alleine haben. Dann hat irgendjemand mir gesagt, Mensch, red doch mal mit Olli darüber. Der guckt sich gerade auch so viele Sportthemen an. Vielleicht kann der eine gute Einschätzung dazu geben. So, dann habe ich mich mit Olli getroffen auf dem Kaffee, habe ihm das so erzählt und habe dann gemerkt, krass. Die gucken eigentlich das, was ich mir da angucke. Also quasi, du kannst einfach den Sport ausüben, indem du dafür bezahlst. Ja, weil jetzt ich als Berlinerin Hab meinetwegen versucht, Tennis zu spielen. Und ich habe wirklich ungelogen, ich glaube, fünf Jahre gebraucht, bis einen Tennisclub in Berlin mich aufgenommen hat.

26:36 Feliks Eyser: Komm ja nicht rein, gell?

26:38 Lea-Sophie Cramer: Ich bin halt. Anfängerin, das heißt, die haben sich einfach null interessiert dafür, dass ich da trainiere, weil die wollen natürlich ihre Teams stärken und so. Wenn du gut bist, klar, dann kommst du da auch rein. Aber wenn du schlecht bist oder es gar nicht kannst, hat halt keiner ein Interesse daran. Und dann dachte ich so, das kann doch nicht sein, ich möchte einfach gerne Tennis spielen. Wieso darf ich nicht? Tennis spielen, wenn ich dafür mehr zahlen würde, auch. Ich möchte es einfach gern lernen.

26:56 Feliks Eyser: Das ist interessant, da ist die Kapitän.

27:00 Lea-Sophie Cramer: Also Vereinsleben und dann, aber generell am Sport auch. Dadurch, dass wir in Deutschland Sport So stark mit Vereinsleben assoziieren, was ja total toll ist, dass es das gibt, haben wir aber gar keine andere Möglichkeit. Also ein Beispiel Schwimmkurse. Ich habe ja drei Kinder, ich habe wirklich alle Sportarten in Berlin schon irgendwie mit irgendeinem Kind gemacht. Jedes Mal. Ein halbes Jahr bis eineinhalb Jahre gewartet. Es stehen aktuell 14. 000 Kinder auf Wartelisten für Sport in Berlin. Du kriegst keine Schwimmkurse, was ein Riesensicherheitsrisiko ist, weil diese Kinder dann einfach viel später schwimmen können. Was wirklich was wir als Gesellschaft nicht wollen können. Also weißt du, das ist nichts, was sinnvoll ist, dass diese Kinder ein Jahr oder zwei später schwimmen können. Aber du findest einfach keinen Platz, Ich musste für nichts bisher in meinem Leben Kontakte nutzen, so Vitamin B, außer dass meine Kinder Sport machen können. Wirklich. Ich will dir gar nicht sagen, wie ich bisher reingekommen bin in die Sachen, die meine Kinder machen wollen. Teilweise auf Wartelisten ewig lange ausgehabt. Teilweise bin ich einfach zu den Schnupperstunden gegangen und habe gesagt, mich hätte irgendjemand mitgenommen, ob wir irgendwie dabei sein können. Dann sind wir so oft zu den Schnupperstunden gegangen, dass die Lehrer dachten, wir gehören dazu. Dann habe ich gesagt, hey, pass auf. Soll ich nicht mal langsam zahlen, weil wir sind ja hier dabei und so, ja, weil wirklich solche Sachen musst du machen. Und da bin ich jetzt nicht stolz drauf. Aber es ist einfach, das kann doch nicht sein, dass wir so schlecht aufgestellt sind für was, was Was für unsere mentale und körperliche Gesundheit so essentiell ist. Naja, auf jeden Fall. Alle diese Themen kamen dann zusammen und dann habe ich also mit Olli darüber gesprochen und meinte, Mensch, ich rede auch mit Johannes da gerade drüber und jetzt ist Luki auch dabei und so weiter. Und wir reden alle gerade über dieses Thema Sport und was man da nicht machen könnte. Und die kamen auch von Kindersport eigentlich. Die wollten nämlich, also Olli hat für seine Tochter was gesucht, wo die Sport machen kann, touren kann und auch da wieder nichts gefunden. Und dann kam sozusagen daraus aus vielen Gedanken und wie es dann ist und Geschäftsideen und Sachen wieder verworfen, weil es nicht das Richtige ist, Epix Sports. Und das ist ja ein bisschen ein ungewöhnliches Modell, weil wir zum Schluss gesagt haben: Okay, wir wollen de facto ein House of Brands aufbauen, wie ein LWM-Asch für Sportbetreibermarken. Also für Marken und tolle Companies, die einzelne Sportarten betreiben, wo du Pay-to-Play zahlen kannst. Das sind keine Vereinswesen, sondern du zahlst einfach und kannst diesen Sport machen.

29:13 Lea-Sophie Cramer: Und das machen wir jetzt.

29:14 Speaker 3: Werbung.

29:15 Feliks Eyser: Bei meinem Kumpel Marco kam neulich die Steuerprüfung. Kein angenehmes Thema, weil er hatte einen Shopify-Store und da fehlten die Rechnungen, die Zahlungen ließen sich nicht zuordnen, Gutscheine und Retouren waren nicht richtig abgebildet. Der Steuerberater war auch überfordert. Riesenchaos. Dann hat er sich bei Shopify beschwert und gefragt, wieso gibt es denn hier keine Datev-Anbindung? Dann sagen die Können wir selber nicht bauen, aber hier gibt es einen Typen, der arbeitet auch schon an so einem Produkt und das ist der Ludwig, der später sein Co-Founder wurde. Die beiden haben Pathway gegründet, eine Software, um Shopify-Buchungen Richtig in Dartiv abzulegen und sauber aufzubereiten. Heute löst das Tool genau das Problem, was Marco damals hatte, für über 4000 Kunden und zwar nicht nur Shop-Betreiber, sondern auch Softwareunternehmen, die das gleiche Problem mit Stripe haben. Also wenn dein Unternehmen im E-Commerce-Bereich mit Shopify arbeitet oder als Saat-Unternehmen mit Stripe, ist Pathway die Lösung. Die bei dir verhindert, dass die Steuerprüfung Probleme macht, weil damit ist alles sauber abgedeckt. Wenn du sagst, dass du über Fauna Mode kommst, dann sparst du dir die Einrichtungsgebühr, die bis zu 1000 Euro sein kann. Also melde dich bei unserem Partner Pathway.

30:14 Speaker 3: Werbung Ende.

30:15 Feliks Eyser: Das ist ein interessanter Weg dahin, oder? Also eigentlich wolltest du nur kraulen.

30:19 Lea-Sophie Cramer: Ja. Und

30:21 Feliks Eyser: dass deine Kinder ein Seepferdchen machen oder was auch immer. Und das ist ja so ein Modell zu sagen, als Founder löst erstmal deine eigenen Probleme, egal wie klein, groß die jetzt mal wirken. Fang mal an zu überlegen, okay, was fuck dich ab und wie kann ich das besser machen. Dann kam das Gespräch, dann sagst du, okay, dann sind plötzlich andere Personen im Spiel und dann trifft man sich für einen Kaffee, dann ist man irgendwann an dem Whiteboard, hat man ein paar Sessions gemacht und dann hat die Idee sich in eine ganz andere Richtung entwickelt. Jetzt kauft ihr Sportbetriebe oder baut sie selber auf. Interessant, dass der Ursprung einfach beim eigenen Problem war.

30:48 Lea-Sophie Cramer: Total, ich glaube, das ist auch eine sinnvolle, sozusagen sinnvoll, da anzufangen. Ich glaube schon, dass einfach die anderen Arten von Ideenfindung auch sinnvoll sind. wie das CDTM, ja, mit ganz vielen großen Konzernen in Deutschland zusammenarbeitest und sagst, was sind denn eure Probleme? Und wie könnten eigentlich wir das als Mit einer Startup-Idee besser lösen. Oder TechCrunch liest und guckst, was gibt es denn in den USA? Das war Amorelie damals. Da haben wir geguckt, okay, was gibt es denn überall anders. Und da gab es Fab. com, eine Seite, die hat Designvibratoren wie verrückt verkauft, obwohl es eigentlich so eine Designmöbel-Seite war. Und dann haben wir das gesehen und gesagt, okay, krass, das könnte man hier auch machen mit der neuen Zielgruppe, einer neuen Ausrichtung, einer neuen Produktauswahl. Also das heißt, ich finde schon alles valide, aber ich finde vom eigenen Problem zu kommen, total. Was mich immer stört, ist, oder was ich schade finde, wenn ich Gründer und Gründerinnen treffe, die vom eigenen Problem kommen und dann haben sie sich immer so einen Markt ausgesucht, der mini-klein ist. Und dann sagen sie so Ich weiß es nicht, bei mir läuft die Kaffeetasse immer über. Und deswegen habe ich jetzt eine Kaffeetasse mit einem Deckel drauf und einem, was auch immer, kreiert, ja. Da denke ich mir so: ach, wenn du eine Person bist, die gründen kann oder Lust darauf hat, das ist ja schon mal die Grundvoraussetzung, dass du einfach Bock hast, das zu machen. Dann z Geh aber so oft in diese Schleife rein, ist es die richtige Idee, sprech mit Leuten und so weiter, bis du was findest, wo der Markt zumindest mal groß genug ist, dass du da wirklich ein relevantes Geschäft aufbauen kannst.

32:15 Rund 400 Millionen Markt: Warum sie Amorelie heute so nicht mehr gründen würde

32:15 Feliks Eyser: Ist es groß genug in Zahlen?

32:17 Lea-Sophie Cramer: Das ist eine gute Frage. Also ich weiß noch, dass Amorelie zum Beispiel würde ich wahrscheinlich heute so nicht mehr gründen. Also als wir gestartet sind, war der Markt in Deutschland so rund um 400 Millionen. Das ist echt nicht viel. Wenn du dir überlegst, du baust jetzt wirklich ein großes Unternehmen auf und zum Schluss werden verkauft bei ca. 60 Millionen Euro Umsatz, dann hast du davon schon einen großen Teil des Marktes. Also es ist schon ein wirklich relevanter Player. Und Das ist immer noch ein sehr, sehr kleiner Markt. Also trotzdem war es total sinnvoll und toll. Aber das heißt, ich würde schon schauen, dass es irgendwie, also mal über eine Milliarde in Deutschland wäre schön.

32:52 Feliks Eyser: Und leidest du dir das Bottom-up her, zu sagen, okay, wenn ich eine Milliarde, wenn das der Markt ist, so, wie viele Leute müssen dann Sich eine Schwimmbahn mieten oder was auch immer? Oder wie kommst du auf diese Größe? Oder schaust du dir da Studien an, die quasi sagen, okay, heute ist der Padellmarkt schon x Euro groß.

33:08 Lea-Sophie Cramer: Ich glaube, es geht gar nicht so sehr darum, welche Zahl das ist und wie du sie genau bewertest, sondern, also ich weiß auch, Elisamba hat früher mal gesagt. Wenn Leute gesagt haben, und wie groß ist denn der Markt für Groupon oder sowas? Ja, hat er immer gesagt, the market is big enough. Das war seine Antwort. Die ist auch völlig fein. Aber du musst einen Markt haben, which is big enough. Und einfach mit Groupern, Restaurants, Wellnessketten und so weiter Gutscheine zu verkaufen, it's big enough. You already know that. Sport generell it's big enough, you already know that. So Racket Sports in also Schlägersportarten in Deutschland, it's big enough. Wir sind eine krasse Tennisnation und so. Das ist schon okay. Klar ist jetzt ein So Pickleball würde ich natürlich stark angucken. Der ist einfach gerade not big enough in Deutschland. Also der ist, mal gucken, ob wir dahin kommen, dass das wirklich ein großes Phänomen wird. Jetzt glaube ich erobern wir erstmal den Padel-Markt. Und mal schauen, in USA natürlich schon, das heißt, es ist so ein bisschen, bei diesen Trendsportarten ist es relativ schwierig, weil die, ähm Weil du es da noch nicht so wirklich einschätzen kannst, da kannst du eigentlich nur andere Ländervergleiche herziehen und schauen, okay, wie ist es denn, wenn du einen saturierten Markt hast, wie irgendwie England oder Australien für Reformer Pilat ist, wie entwickeln die sich denn dann weiter, wie groß sind die denn dann? Und aber auf das Massenphänomen Breitensport gehen und sagen, okay, ich weiß, das Breitensport machen genug Menschen und da muss ich halt Dinge finden, diversifiziert, die in ihrem eigenen Space dann irgendwie 50 bis 100 Mio mal locker machen können mit einer Company.

34:38 Feliks Eyser: Und das ist auch die Frage, wie sinnvoll ist es eigentlich, so Early Adopter zu sein. Ein Kumpel für mir halt einen der ersten Padel Courts in Deutschland aufgemacht, so weiß ich, 2010 oder so. Der meinte dann so, hey, wir haben sogar den deutschen Padel-Verband noch gegründet, weil den gab es nicht. Weißt du, der war davor, irgendwie Barcelona hat das gesehen, gesagt, hier, The Next Big Thing. Und da war immer The Next Big Thing, The Next Big Thing, so aber

34:56 Lea-Sophie Cramer: Und da bist du zu früh.

34:58 Feliks Eyser: Also genau, es bringt ja auch nicht zu viel, der Ärzte zu sein.

35:01 Lea-Sophie Cramer: Ja, gibt es wirklich ganz oft, dass man einfach zu früh ist. Hundertprozentig. Also ich glaube, mit Amorelie zum Beispiel hatten wir einfach so Right Thema Right Timing. Und Timing ist einfach Team Thema Timing ist eins der drei großen, die du richtig hinkriegen musst, wenn du gründest. Das ist längst nicht zu unterschätzen, deswegen finde ich das auch so wichtig, jetzt wenn wir uns Sportarner angucken, welche haben wirklich das Momentum, dass sie sozusagen. . . Adoptiert werden und dann auch langfristig durchgeführt werden. Also dass du siehst, dass die Leute eine positive Abhängigkeit von ihrer Sportart bekommen. Dass sie wirklich eine hohe Häufigkeit haben, in der sie die Sportart immer wieder ausführen. Und das ist nicht, das ist auch mein Fragezeichen mit den ganzen Wellness und Recovery-Themen aktuell. Werden wir Deutschen jetzt gerade, Deutschland, Österreich-Schweiz oder Europäer, unser Zeitkontingent Einsetzen dafür, dass wir dann Eisbaden gehen oder sonnieren gehen. Du hast Kinder, ich habe Kinder, das heißt, das Sportzeitkontingent hat sich eh schon sehr stark vermindert. Und ich würde es immer für aktiven Sport immer noch. Ausgeben, sozusagen, meinen Zeitkontingent. Ich würde noch nicht jetzt sagen, ich mache zweimal die Woche Sauna oder Eisbaden, weil dann habe ich die Stunde nicht, um irgendwas anderes zu machen. Das heißt, das gucken wir uns schon sehr viel an und ich mir auch selber. Wie stark hast du so eine Frequency? Wie oft wird wirklich eine Sportart wie Padel dann langfristig durchgeführt?

36:24 Feliks Eyser: Das ist die Retention. Ich erinnere mich, das gab mal diese Weile diese Schlammläufe und so Tough Mata. Das habe ich dann so dreimal gemacht, weißt du, da durch so Stromschläge durch muss. Da war ich auch noch in meinen Zwanzigern, da hatte ich keine Kinder, das würde ich heute im Leben nicht mehr machen. Aber ist ja auch so ein Ding, wo du sagst, das machst du einmal, das war irgendwie witzig und. Für mich fand ich interessant, die haben gesagt, bei der Race geht es nicht um die Zeitmessung. Es geht darum, das mit Freunden zusammen zu machen, als Erlebnis, wo ich dann dachte, ha, interessant, wenn du die Zeit nicht misst, wie willst du dein nächstes Mal vergleichen, wie willst du besser werden und das ist so das Anti-Hyrox-Modell. Bei Hyrox wird er nur die Zeit gemessen, sogar für die einzelne Übung, die du machst, wie lange habe ich für die Wallballs gebraucht und so weiter. eher gutes Incentive ist, sich danach diese Statistiken anzuschauen, zu belegen, wie kann ich diese scheiß Worldbox schneller machen und deswegen machen heute Millionen von Leute Hyrox und wahrscheinlich weniger diese Schlammläufe. Weil das halt ein krasses Retention-Game geworden ist.

37:12 Lea-Sophie Cramer: Obwohl es dafür auch einen Markt gibt. Also Xletics war ja ein Wettbewerber von Tough Mother. Gibt es immer noch, wurde ein Infront-Verkauf von Jannis und Mattis, die jetzt heute Pace Race machen, wo wir auch investiert sind. Und das läuft super.

37:23 Feliks Eyser: Ist das noch groß, hör?

37:24 Lea-Sophie Cramer: Ey, das läuft super. Gerade hat eine Freundin gesagt, Mensch, ich habe in Hamburg gerade X Ladies gemacht, hab mir Bilder geschickt und so habe ich gedacht, okay. Und auch, ich glaube, für Infront, also Was man von außen wahrnehmen kann, läuft das echt ganz gut. Also das heißt, da gibt es schon einen Markt, aber die Frage ist natürlich, wie stark wächst der jetzt noch? Und ich würde sagen, der hat jetzt nicht mehr Double-Digit-Wachstum, sondern das ist wahrscheinlich irgendwo ein weiß ich nicht, ja, 5% oder sowas. Wahrscheinlich jetzt nicht mehr irgendwie die gigantischen Wachstumsströme. Aber.

37:49 Holding statt Fonds: So steigt Epix Sports bei Sportstudios ein

37:49 Feliks Eyser: Und erklär mal euer Epix-Geschäftsmodell. So, ihr macht euch Gedanken über diese ganzen Sportarten und ihr wollt Firmen kaufen, die das betreiben. Erklär mal, wie die Firma funktioniert und warum das auch kein Fonds ist, wie ihr quasi aus der Konstruktion. kommerziellen sich da drauf schaut.

38:00 Lea-Sophie Cramer: Genau, also ich glaube, die sozusagen Struktur muss der Strategie folgen. Das heißt, die die Struktur, dass wir ein Holding sind und kein Fonds. Folgt der Strategie, dass wir operativ wirklich diese Firmen mit aufbauen. Was wir also machen ist, wir suchen uns sozusagen lokale Heroes aus, die ganz toll sind in ihrem Sport. Das sind leidenschaftliche Athleten ihres Sports. Die betreiben den, die haben drei Locations schon oder so. Also die haben bewiesen, dass sie das nicht nur ein Studio führen können, sondern irgendwie zwei, drei, hoffentlich sogar schon mal in einer anderen Stadt. So, es gibt immer Ausnahmen natürlich, aber so, das ist die Idee. Haben irgendwie ein bis zehn Millionen Euro Umsatz und dann gehen wir rein und beteiligen uns an denen, meist so 15 Prozent im ersten Schritt, dann nochmal 30. Über 50. Also wir wollen zum Schluss 50 plus 1 haben.

38:48 Feliks Eyser: Ihr wollt auf Mehrheiten kommen.

38:49 Lea-Sophie Cramer: Genau, sodass wir Mehrheiten haben und dass wir dann auch die Cashflows irgendwie mitsteuern können. Das wissen die auch alle und da ist es auch nicht so, dass wir jetzt sagen, bitte gib mir jetzt ein Teil, in der Kuchenlogik, ja, bitte gib mir einen Teil von dem von deinem Kuchen, sondern Wir als Epix sind quasi das Backpulver in deinem Kuchen. Also wir sind eine Zutat, die deinen Kuchen zum Wachsen bringt, weil Meistens sind das ja Sportler, die diese Sportarten gründen, ein Glück, die also die kommen meistens aus ihrer eigenen Passion heraus. Total. Und Haben dann gesagt, okay, jetzt habe ich irgendwie ein Yoga-Studio, jetzt habe ich das umformiert, jetzt mache ich irgendwie ihre Forma Pilates und lieben ihre Sportarten, können die auch total gut und so. Und das ist ja nichts, was ich jetzt mir ankreide oder was ich von mir behaupten kann. Ich habe erst mit über 30 angefangen, Sport zu machen, wirklich sinnvoll. Das heißt, Da werde ich niemals irgendjemandem um das Wasser reichen.

39:42 Feliks Eyser: Du hast gesagt, du bist nicht trustable in einer Sportart oder sowas irgendwie.

39:45 Lea-Sophie Cramer: Ja, also ich bin überall Anfänger oder irgendwie halbwegs intermediate. Ich bringe immer ganz viel positive Energie und Euphorie und Motivation mit auf den Platz, aber ansonsten kannst du von mir da wirklich nicht viel lernen. Das ist auch völlig okay, will ich auch gar nicht sein. Das ist auch gar nicht mein Anspruch. Mein Anspruch ist, ist, dass ich das Gründerhandwerk, was ich bisher aufbauen konnte, weitergeben kann und dass ich denen helfen kann, sozusagen aus dem einen oder drei Studios halt 30 zu machen. Und das ist das, was wir machen. Das heißt, wir machen auch kein Roll-Up-Case, wo wir diese Companies für irgendwie zwei bis drei bis viermal Ibiter kaufen und die ganz am Anfang schon über 50 Prozent abgeben und de facto nicht sehen. Sondern wir investieren wirklich in phänomenale Gründer, mit denen wir quasi partnern können, wo wir quasi deren Commercial Co-Founder werden. und mit denen gemeinsam ihr Geschäft aufbauen. Und dann auch die Backbone aufbauen. Also sozusagen, wir haben so eine ganze KI-Plattform, die wir aufgebaut haben, worauf die dann laufen und so. Und bringen denen auch alle unsere Vierer-Gründerhandwerk mit. Wir sind ja alles vier keine Investoren, klar haben wir Business Angel Investments und so, aber sondern wir sind Gründer. Und wollen mit denen die Companies groß machen. Und deswegen gehen wir da sozusagen Schritt nach Schritt rein, sodass auch die Bewertung von denen hochwachsen kann und dass die auch wirklich einen großen Earnout haben können und nicht gleich am Anfang 50% abgeben und dann de facto das ganze Wachstum bei uns hängt.

41:04 Feliks Eyser: Was aus deiner Rocket-Side nimmst du da als Werkzeug mit und was von deinem KKR-Mandat?

41:09 Lea-Sophie Cramer: Ich glaube, KKR-Mandat ist noch so. Also bei KKR ist es ja so, die suchen sich eigentlich. Menschen aus, mit denen sie wirklich eine extrem langfristige Beziehung eingehen. Und das ist noch gar nicht klar am Anfang, was das eigentlich wird. Sondern die sagen einfach, ich glaube, wir können uns irgendwie langfristig helfen und wollen uns begleiten auf dem Weg. So machen die es auch mit ganz vielen Firmen, in die die investieren durften dann, weil sie einfach die Eigentümer schon über Jahrzehnte kannten. Deswegen, das KKR-Mandat ist also das, was ich habe, ist extra so gebaut, dass es da keinen Retainer gibt oder irgendwas, was ich sowieso kriege, sondern nur wenn ich arbeite, kriege ich Geld. Also es ist so sehr, sehr frei. Und das war mir auch extrem wichtig, weil ich nämlich wusste, dass ich einfach gründe für mein Leben gern und dass das wahrscheinlich eher relevanter wird in einer späteren Phase meines Lebens. Das heißt, ich würde sagen, da machen wir Workshops und viel mehr Leadership-Themen. Und ich bin bei Wella in den Aufsichtsrat gegangen mit KKR und gucke mir natürlich Deals an und so, aber sehr. Also Case-by-Case-Basis. Das heißt, da würde ich sagen, ist es jetzt noch nicht so, dass ich ein ganzes Framework irgendwie mitnehme. Aus der Rocket-Zeit ist es vielmehr natürlich dieses extrem priorisieren, starke Schnelligkeit mitbringen, starkes Momentum Dieses am Anfang bei Groupon weiß ich noch wie heute, hatten wir so City-Manager-Calls, die waren jeden Morgen um sieben, einfach jeden Tag.

42:43 Feliks Eyser: Und abends gab es noch einen.

42:44 Lea-Sophie Cramer: Und abends oft noch einen, genau. Und das war aber so ein So eine Häufigkeit, das ist einfach kein Wettbewerber so mitgegangen. Also, das war so ein Druck im für mich positiven Sinne. von Leuten, die wirklich was bewegen wollen. Und da ist halt mehr ist mehr, dass du da einfach ganz viel durch Schnelligkeit wettmachen konntest und durch, sag ich mal Sehr risikoreiche, kurz gut überlegte, aber dann wirklich konsequent risikoreiche Entscheidungen wo du sagst, ich gebe da jetzt richtig Gas drauf, weil ich so daran glaube und das so voranbringen will. Und so machen wir es auch. Also das heißt, wir investieren auch nicht in zig Unternehmen, sondern wir wollen 10 Sportart machen. Da suchen wir uns einen Player aus, mit dem wollen wir groß werden. Wir gehen also nicht in zehn verschiedene Padel-Player rein, sondern in einen. Kann sein, dass man mal in den zweiten geht und die dann fusioniert oder so. Also, das ist nicht star, dieses Konstrukt. Aber generell ist es so, dass wir eine Sportart mit einem Player besetzen wollen. Da wirklich partnerschaftlich reingehen, die zusammen groß machen, da auch viel drauf setzen. Das muss auch klappen. Das ist auch ein Risiko, dass dieses eine Ding dann klappt. Wir diversifizieren natürlich über verschiedene Sportarten, sodass wenn eine Sportart dir einbrechen würde, du das mit den anderen ausgleichen kannst. Aber ich glaube, das haben wir schon aus dieser Rocket Zeit auf jeden Fall mitgenommen. Und dann natürlich auch dieses Ganze an junge Leute glauben, die einfach eine Riesenvision haben, ganz viel Energie und Kraft mitbringen. den Vertrauen, dass die das schon gut hinkriegen auch und denen viele, sag ich mal, Tools an die Hand geben, aber auch nicht bemuttern, ja, und auch nicht die ganze Zeit wie so eine Marionette kontrollieren wollen, sondern super, super frei laufen lassen. Also ich will auf keinen Fall Dass die Gründer das Gefühl haben, ich denke, ich bin eine bessere Gründerin für deren Modell. Nein, sondern die sind die Gründer und ich will eigentlich alles zutun, was ich kann, als quasi Backpulver. Aber ich versuche nicht deren Kuchen zu sein. Das sind die selber, es ist auch deren Kuchen. Also es ist nicht. Ich habe nicht YTTP aufgebaut, ich habe nicht Pace Race aufgebaut, ich habe nicht Mitte aufgebaut. Im Gegenteil, das haben die aufgebaut und wir versuchen irgendwie so gut es geht zu helfen.

44:47 Feliks Eyser: Der Deal ist einfach. Ihr abonniert den Channel, kriegt jede Woche eine Notification darüber, dass die neue V-Numot-Folge gedroppt ist und könnt mit den Insights, die wir aus den Gästen rauskitzeln, euer Unternehmen aufs nächste Level bringen. Also abonniert den Channel und viel Spaß. Erklär nochmal ganz kurz, mehr ist mehr. Fand ich interessant. Ich finde es so ein wichtiges Framework für Fauna, weil man gewöhnt sich an diese Sachen und sagt. Ja, ich habe so ein Vertriebsteam und dann mache ich meine weekly one-on-ones, weil jeder macht irgendwie weekly one-on-ones so und dann kommt jetzt so ein Olli Summer und sagt: Nee, wir machen das Daily oder wir machen das zweimal oder dreimal am Tag oder wie auch immer. Und ich finde, man kann das auch so viel anwenden. Man kann sagen: Wieso postest du denn einmal am Tag auf Instagram? Was hält ich davon ab fünfmal am Tag zu posten? Oder zehnmal? Oder wie Christian Wolff irgendwie hundertmal? Also würde ich denkst so, hm, ist ja interessant. Dass wir uns selber auch so gewisse Limitationen setzen, weil man das irgendwie gewöhnt ist und auf der anderen Seite sagen kann: Wenn ich mehr Output will, dann ist er oft der Weg, einfach nur mehr Input reinzugeben. Was heißt es mehr als mehr?

45:39 Lea-Sophie Cramer: Ich finde den Punkt total wichtig. weil ich ganz oft sehe und bei mir in den frühen Jahren wahrscheinlich auch entdeckt habe, dass Weil man denkt, dass man vielleicht jetzt nicht den besten Marketingweg gefunden hat, man plötzlich anfängt andere Produkte zu entwickeln. Und die dann zu vermarkten. Und ich habe damals schon bei Amorelie, bei Ten More In bei Fast & Curious, bei allen, habe ich immer gesagt, so uns kennt kein Mensch. Weil alle meinten. Was sollen wir jetzt noch vermarkten? Also wem sollen wir es noch sagen? Wir haben doch alles versucht, wir haben doch jeden Kanal schon und so weiter. Weißt du, die Leute, wenn die uns haben wollen würden, würden die kaufen. Nein, würden sie nicht. Wir sind völlig. Überflutet mit Informationen, mit Produkten, mit Firmen, mit Messages. Ich kenne jede Firma irgendwie, aber auch keine wirklich. Also das heißt Da ist mehr mehr, weil du die Menschen erstmal erreichen musst und du darfst nicht so arrogant sein zu denken, weil du einmal den Menschen erzählt hast, was Epix Sports jetzt ist, dass auch nur einer davon sich das gemerkt hätte oder dich dann auch auf dem Schirm hätte für Fundracing oder so. Also das Mehr ist mehr gilt überall, ja. Im Fundracing genauso. Also Bei Amorelie ist was so schwer, Investoren zu bekommen. 95 Prozent durften gar nicht investieren, weil sie in ihren Statuten stehen hatten, dass sie nicht in Glücksspiel, Waffen, Alkohol und Sex investieren dürfen. zählten in die letztere Kategorie rein, auch wenn damit eigentlich Pornografie gemeint war und wir Produkte verkauft haben. Aber egal, wir haben da trotzdem offiziell reingezählt. So, das heißt, es war total schwer, Menschen zu überzeugen. Das heißt, du musst einfach mit noch mehr Menschen sprechen. Und natürlich kannst du dann sagen, ach, ich gebe jetzt auf und es reicht. Aber du wirst an diesem Punkt in jeder Firma oder in jeder Unternehmung, die du hast, immer wieder kommen. Und deswegen finde ich das total wichtig. Sozusagen erst tiefer zu gehen, bevor du breiter gehst. Also erst mehr davon machen, mehr Menschen erreichen, Ten More In in nicht, noch mehr Programme und noch mehr. Wir haben ein paar, na klar. Weil du auch die Menschen, die du schon hast, natürlich als Bestandskunden auch halten möchtest und du willst die auch weiterentwickeln. Klar, das macht ja auch Sinn.

47:44 Lea-Sophie Cramer: Aber es reicht auch irgendwann. Irgendwann musst du einfach gucken, dass du in noch mehr Firmen reinkommst, dass du noch mehr Menschen von dir überzeigst, dass du noch mehr Menschen erreichst. Und ich glaube, das ist eigentlich so ein bisschen fast ein Angstverhalten. Also eigentlich die Angst davor, dass das scheitert, wenn wir davon noch mehr versuchen. Und dann versuchen wir andere Sachen zu machen und dann sind wir viel näher am Scheitern dran, als wir es vorher waren. Und ich war selber bei dem Punkt auch schon. Ich hatte mit Epix Am Anfang auf jeden Fall gedacht, dass es Fundraising leichter wird. Also ich dachte einfach, das sind vier erfahrene Gründer so krass. Ich glaube, keiner von uns hat je irgendwie eine Firma verloren in den Sand gesetzt oder schlecht Schlechter verkauft, als er sie sozusagen aufgebaut oder übernommen hat oder so. Das heißt eigentlich ja wirklich viel Vertrauen. Ist ja auch, ich habe mir auch so ein bisschen den Namen jetzt irgendwie so erarbeitet. Das heißt, du denkst, okay, das trägt ja irgendwie. Tut's nicht und zwar zu Recht nicht, weil du Dich erstmal im Sportumfeld auch beweisen musst. Also, wer sagt denn, dass ich als Tech-Unternehmerin die Richtige bin, eine Holding-Company mit offline physischen Locations aufzubauen? Kann die eigentlich keiner wirklich garantieren. Also das verstehe ich, dass du da sagst, du kennst eigentlich auch keinen in der Sportszene leer, dass du da jetzt rein willst, schön und gut, aber da sind auch viele Platzhirsche schon, dann muss er auch erstmal vorbei. Das heißt, du musst genauso kämpfen, eigentlich wie alle anderen auch. Und ich finde es auch richtig so. Und da bin ich selber an den Punkt gekommen, wo ich so dachte, puh, jetzt habe ich aber ein, zwei, drei Absagen bekommen so. Oder dann 4, 5, 6 oder auch 10, 12, 15, 20. Und das tut

48:06 Vier erfahrene Gründer, trotzdem 20, 40, 60 Absagen: Fundraising für Epix Sports

49:18 Feliks Eyser: jedes Mal weh, gleich zu tun. Also auch wenn man das schon 200 Mal gemacht hat.

49:20 Lea-Sophie Cramer: Total, ja. Aber auch bei Amorelie haben wir so viele Absagen, ja bekommen so, also du kriegst ja viel mehr, ne? Michael Jordan hat doch, glaube ich, mal gesagt. I've lost more points than I've won in my life. So is it. Weil du natürlich im Wettbewerb bist mit ganz anderen Leuten, die das auch richtig gut können. Also Das heißt, du wirst einfach ganz, ganz viele Absagen bekommen und dann musst du dich immer wieder rausziehen. Und auf jeden Fall wollte ich gerade sagen, bei Epix hatte ich dann den Moment, wo ich mit einer befreundeten Gründerin gesprochen habe. Und gesagt hat er so, boah, Fundraising ist irgendwie hart und Saisonär ist immer hart. Meinte ich so, ja, aber Sport ist auch noch keine Anlageklasse und so. Wir wissen gar nicht, die wissen oft auch gar nicht, wo sie uns hintun sollen. Dann ist es physisches Retail. Das ist nicht sozusagen, jetzt brauchst du ja einfach. Irgendwas AI, irgendwas KI, das wird finanziert. Alles andere ist schwieriger zu finanzieren. Und so weiter habe ich da meine ganze Geschichte also hingelegt, warum das jetzt so schwierig ist oder schwieriger als ich gedacht habe. Und dann meinte ich so, wann würdest denn du eigentlich anfangen zu zweifeln, ob das jetzt das Richtige ist, was man da gerade versucht zu tun? Also ab wann fange ich denn an, sozusagen das zu hinterfragen? Und dann meinte sie, boah, also sie hat sich immer so gesetzt 100 Investoren. Und dann meinte ich so, 100? Also mit 100 Menschen würdest du sprechen? Vor 100 würde ich auf keinen Fall anfangen, meine eigenen Hypothesen zu hinterfragen. Und da war ich irgendwie bei wirklich 20 und sowas. Und ich so, okay, krass. So, okay, wow. Weil dann habe ich gemerkt, okay, bei Amorelie war es anscheinend gar nicht so schwer und da haben wir nie gesprochen. Und auf jeden Fall, das habe ich mir dann so mitgenommen, weil ich gesagt habe okay, jetzt bis 100. Und da habe ich angefangen, also wirklich jedes Gespräch einfach zu zählen. So, und wie es dann immer so ist, ich komme von diesem Gespräch zurück. Und dann irgendwie wirklich das nächste Gespräch kriegt die erste Zusage. Das übernächste, zweite Zusage, das übernächste, dritte Zusage. Und das ist ja das Gemeine. Ich habe mir dann angefangen, Statistiken anzugucken, um mich selber zu beruhigen. Und du hast irgendwie 18, 19 Absagen auf eine Zusage. Statistisch im Fundraising. In der Seed und Series A. 5%

51:18 Feliks Eyser: Conversion.

51:19 Lea-Sophie Cramer: Genau. Und das heißt. Jetzt denkst du ja, ah cool, 18, 19 schaffe ich noch, dann ist die 20. meine. So ist es aber nicht. Du kriegst ja sozusagen 18, dann nochmal 18, dann nochmal und dann sagen drei hintereinander zu. Weißt du? Du hast also 20, 40, 60 Absagen hintereinander, bevor dann drei Zusagen. So läuft Fundraising. Das heißt, du musst einfach. Durchhalten und vor allen Dingen auch in diesem Prozess ja die richtigen Leute überhaupt finden, die für deine Firma überhaupt relevant sind. Das ist ja auch ein Teil von Fundraising, dass du erstmal verstehst. Für wen ist denn mein Modell eigentlich das Richtige? Vor allen Dingen, wenn du jetzt physische Location baust, ja, das ist ja ein ganz anderes Modell als irgendwie Wir machen Online Education mit Ten More In oder wir machen irgendwie Zalando für Liebesspielzeug. Also Das ist was, was ich total gelernt habe für mich. Apropos mehr ist mehr, um da wieder drauf zurückzukommen. Dass es eigentlich überall gilt, dieses Meer ist mehr. Und zwar nicht ein dummes Mehr ist mehr, sondern eins, wo du immer wieder auch lernst und iterierst und dich weiterentwickelst, aber wo du schon erstmal sagst, ich bleibe hierbei. Auch wenn es schwer ist, auch wenn wir noch nicht den richtigen Marketingkanal haben, auch wenn er noch nicht funktioniert. Und versuche einen anderen, anderen, anderen, bevor jetzt in deiner Position du sagst, puh, dieses Podcast-Projekt ist es vielleicht nicht, ich mache eine ganz andere Firma auf.

52:43 Feliks Eyser: Und ich finde einen Aspekt auch nochmal interessant, so dieses Shareholder Company Fit, also im Sinne von es gibt Product Market Fit und es gibt Shareholder Company Fit und Am Anfang weißt du es ja gar nicht. Du sprichst ja dann erstmal alle an, die du kennst, sagst: hier mal ein Angel, hier ein VC, da ein Family Office, hier irgendwie, weiß ich nicht, whatever. Über die Zeit kriegt man ein Gefühl bei mir selber, ich mache diese Company-Building-Projekte. Und dann irgendwann gesagt, hey, ich suche da Partner dafür, um das nicht nur als Eigengeld zu machen. Mit genau diesen Kategorien gesprochen, also sowohl Angels als auch irgendwie Family Offices und so weiter. Und was ich mache, hat kein. Shareholder Company fit mit Business Angels. Ich habe da mit Leuten geredet über irgendwelche 50K-Tickets, 100K-Tickets, war mega mühsam, drei Termine und so weiter, total frustrierend, bis ich irgendwann gemerkt habe, die Art und Weise, wie ich investiere, ist viel besser für VCs. Ich habe angefangen mit denen zu sprechen. Commitment über ein 2 Millionen Ticket, Commitment über ein 1 Millionen Ticket, weißt du so viel höher, wo du denkst, das ist ja interessant, ich habe einfach mit den falschen Leuten gesprochen. Und das kann aber auch andersrum sein. Bei einer Portfolio-Company ist genau das Gegenteil. Die machen so ein AI-Service-Thema. Machen Payroll Automation, also wie du deine Mitarbeiter bezahlst im Grunde. So machen das mit AI, wie so ein Lohnbüro auf Steroiden. Dann haben wir mit verschiedenen VCs gesprochen. Die alle sagen, hey, AI-Service-Companys sind jetzt das nächste Ding, aber das passt in vielen Fällen noch gar nicht in deren Framing rein. Und genau das ist der Punkt, den du gesagt hast: so wenn die diese Kategorie nicht kennen, ich weiß gar nicht, wie ich in Sporthallen investiere. Was soll das denn sein? Ist das Real Estate? Ist das Tech, ist das whatever? Dann passt es nicht und da raising jetzt auch Geld anders. Da waren auch die Gespräche mit dem Founder, so hey, hier kommt die zehnte Absage, die 15. Dann tendiert man ja dazu zu zweifeln und man sagt, nee. Vielleicht brauchst du einfach eine andere Art von Shareholder, mit denen du sprichst. Also ich glaube, das ist auch so ein mentales Modell. Was erzählst du dir nach so einem Gespräch bei einem Nein? Was ist deine Story, um das nächste, um den Hörer nochmal in die Hand zu nehmen?

54:14 Tränen nach einer Absage: Der Pitch zwischen zwei Shows aus dem Tourbus

54:26 Lea-Sophie Cramer: Also die ehrliche Antwort ist, mich trifft Nein total hart. Ich hätte gern, dass es nicht so ist. Aber ich habe in der letzten Fundraising-Runde einmal richtig, richtig Tränen gehabt. Also wirklich Weil ich so frustriert war mit mir selbst. Was war der

54:43 Feliks Eyser: Moment? War es ein Zoom-Call, war es ein Gespräch? Wo warst du?

54:46 Lea-Sophie Cramer: Es war eine Person, die hat mich angesprochen, dass sie investieren möchte. Und aus einem großen Family Office und eigentlich so ein perfekter Fit, ja, also junge Generation übernimmt, genau unsere Themen. weiß nicht so sympathisch, selbstsportaffin alles. Und dann hat sie so quasi abgesagt mit Das klingt mir irgendwie zu sehr nach so Company-Bilder oder so. Und das wollen wir einfach nicht machen. Und das war nicht so nett formuliert, wie ich es jetzt sage, sondern ein bisschen schärfer. Und das hat mich irgendwie so getroffen, weil eigentlich waren wir da schon, wir waren da schon voll. Also wir hatten unsere Runde schon gemacht. Dann habe ich sozusagen die Person noch reingelassen extra und habe gesagt, okay, weil die mich angesprochen hat. Dann ist es sozusagen eigentlich perfect fit so von der Art und Weise, vom Charakter, von dem Setup, von Family Office, von der Größe, von Sport und so weiter. Dass ich so wahrscheinlich auch falsche Erwartungen hatte. Und dann war es halt so ein bisschen noch, hatte ich das Gefühl, so Nachtreten, so ähm Das , also so, ich hinterfrage mal euer Modell als Ganzes, so ein bisschen dich als Person, nicht dein Verhalten, weißt du, sowas. Und Auf jeden Fall, wie auch immer, war ich vor allen Dingen mit mir selber unhappy. Ich war selber unhappy, dass ich den Pitch so nebenher gemacht habe. Wir waren gerade auf Tour mit Fast & Curious. Wir haben im Tourbus geschlafen. Ich. war total übermüdet, wer hat in jeden Abend eine Show, so zwischendurch habe ich gepitcht, weißt du, es war also auch schlecht vorbereitet von mir. Oder ich hätte es besser machen können Ich war nicht in meiner besten Energie. Ich habe es zu leicht genommen, zu auf die leichte Schulter, weil sie sich ja gemeldet hatte. Und ich dachte, okay, ich bin im Vorteil erstmal, weil sie sich ja meldet. Das heißt, ich war ganz viel auch mit mir selber unhappy. Und das geht mir aber schon so. Die meisten Nines denkst du so, ah, it hurts. Dann versuche ich erstmal was zu lernen und zu sagen, okay, what could I have done better? Was ist mein Anteil daran? Und dann versuche ich wirklich zu verstehen, okay, was irgendwie, ist der Pitch nicht gut, ist an Modell irgendwas zu verändern?

56:56 Lea-Sophie Cramer: Braucht jemand anders noch, der da mehr drin ist? Ist die Energie nicht so stark gewesen? Ist es die falsche Person? Also ist es wirklich kein Fit zu, also als Investor zu dem, was wir tun? So, und dann versuche ich wieder weiterzumachen. Was das Einzige, was ich jetzt oder wofür ich plädieren würde, ist, sich gar nicht so sehr dafür zu kritisieren, dass es einen emotional mitnimmt. Weil ich fände es auch schade, wenn es es nicht tut, weil dann würde es ja zeigen, dass es dir eigentlich relativ Egal ist, was du da machst. Das heißt, Emotionen zeigen dir ja auch, mir ist es wichtig, das zu machen. Und ich weiß, wir sind angewiesen auf das Geld, sonst können wir unseren Traum nicht verfolgen. Aber Amorelie hat mir ganz oft diese Situation, dass wir dachten Wenn diese Runde jetzt nicht klappt, sind wir einfach insolvent. So, dann geht es nicht mehr weiter mit unserem Traum. Das heißt, es ist ja 0-1, es ist ja total binär. Das darf auch wehtun und das darf dich auch emotional erreichen. Woran ich am meisten gearbeitet habe, ist, dass ich nicht so lange darin mehr verharre, sondern dass ich es voll akzeptiere, dass es mir wehtut, dass es mir wichtig ist, deswegen kommen diese Emotionen. dass ich versuche daraus zu lernen und dass ich aber dann auch schnell wieder rauskomme. Das war das Wichtigste. Genau, und wieder ausstehe und sage, okay, weiter geht's. Und durch das Mehrtun bekommst du dann wieder besseres Feedback und so weiter, als jetzt das Überanalysieren von dieser einen Situation.

58:08 Feliks Eyser: Voll. Und daran ist auch eine Form von Prokrastination, dass du dann tausendmal drüber nachdenkst und so. Ich habe ein mentales Modell mitgenommen von einem Tennisspieler, passt zum Sport quasi aus dem Sport für Fundraising. Die hat gesagt, Antennis ist ja auch so, wenn du zu sehr in deinem Kopf bist, dann hast du ja schon verloren. Du musst ja sehr automatisch und aus dem Körper das machen. Und du verlierst natürlich auch die Punkte, da gibt es auch diesen Spruch. Von einem, entweder von Rafael Daldo oder von Roger Federer, ich krieg's mal nicht zusammen, aber der sagt, ich habe halt in meiner Karriere auch 50 Prozent der Bälle verloren oder 49 zumindest. Und diese 1%, die machen halt den Unterschied.

58:38 Lea-Sophie Cramer: Das hat Novak Djokovic auch gesagt, dass er versucht, so unemotional wie möglich zu sein. Und das denke ich mir auch ganz oft, dass ich so denke, okay, jeder Call zu. Auch Operator , wo wir investieren wollen, was nicht klappt, oder sowas, ne? Dass ich einfach so denke, okay, next one, ne? Der nächste Ball, next one drüber nachdenken, kurz, aber dann auch weiter geht's. Und relativ unemotional das Ganze zu sehen. Und trotzdem auch zu akzeptieren, dass es einen erw berührt oder erwischt, ja, aber dass du dir selber auch die Möglichkeit gibst, da einfach wieder rauszukommen und irgendwie weiter zu trainieren und zu lernen und dann wird es auch meistens besser.

59:12 Feliks Eyser: Und das hat der gesagt, wenn er einen Punkt verliert, hat er gesagt, sein Framework sind die 3a. Akzeptieren, analysieren, abhaken. Also erstmal akzeptieren, das war jetzt so, ich will es jetzt auch nicht mehr drehen. That's it. analysieren, wenn du auf dem Platz stehst, wahrscheinlich weniger als danach, kannst du auch sagen, gut, das Video gucke ich mir danach noch an so oder ich stand jetzt irgendwie viel zu weit rechts, dann gehe ich halt jetzt weiter nach links und dann abhaken.

59:31 Lea-Sophie Cramer: Ja, ist gut.

59:31 Feliks Eyser: Gehen lassen. Damit ich mich wieder auf den nächsten Ball konzentrieren kann. Und es hat sich bei mir eingebrannt. AAA.

59:36 Lea-Sophie Cramer: Toll.

59:37 Feliks Eyser: Außensport zum Fundraising. Erzähl mal über eure Companies, die ihr jetzt schon habt, ihr habt Vier Beteiligung, habt ihr schon mehr? Wo steht ihr?

59:42 Lea-Sophie Cramer: Vier Beteiligung, du hast sie hier auch ausgedruckt, genau so ist es. Genau, bei Mitte sind wir jetzt mit einem Viertel drin.

59:50 Feliks Eyser: Mitte heißt Mitte Padel, also Pedalclub-Betreiber in mehreren Städten.

59:55 Lea-Sophie Cramer: Und ich finde, was. . was die so besonders macht, was dir und sein Team ist, dass die unglaublich stark achten auf Lage und auf Community und auf, sag ich mal, die Operations vor Ort, dass du nicht alles automatisiert hast, was du ja auch machen könntest, aber gab es in Schweden auch einen riesen Padel Crash, weil du einfach Außenstadtlagen hattest und alles automatisiert und du hast gar keine. . Person mehr, die du irgendwie erkennst und auch keine Community.

1:00:19 Feliks Eyser: Dann ist die Nachfrage in Schweden runtergegangen oder was ist der schwedische Paddlecrash?

1:00:22 Lea-Sophie Cramer: Es ist komplett gecrashed. Also haben viele Investoren auch echt viel Geld verloren, weil sie Du hast ja wie jetzt bei uns auch so einen Nachfrageüberhang. Also dass es einfach mehr Interesse gibt nach Pedalcots. Wir sind jetzt bei vielleicht 1600 Pedalcots oder sowas in Deutschland. So. Je nachdem, wen du fragst, sind ca. 15. 000 brauchst es mindestens für die Nachfrage, die wir jetzt gerade haben. So, das heißt, da kannst du noch ordentlich bauen. Und das war in Schweden genauso und irgendwann haben aber alle gebaut und haben auch alles gebaut. Also die haben jede Lage angenommen, die haben irgendwie dann versucht, das irgendwie sehr kostengünstig zu. zu optimieren, keine große Marke, keine Community, keine Events, keine Network Nights, keine menschliche Interaktion, sondern irgendwie Einfach nur Plätze und das war einfach zu viel, da hatten sie zu viel Angebot und dann haben da auch viele Investoren viel Geld verloren Das versuchen wir anders zu machen. Das heißt, es sind alles Marken jetzt wie Mitte, die das sehr stark. . Also die haben zum Beispiel Ladies Nights, die haben Single Nights, ja, wo du Leute kennenlernst beim Padel. Die haben ganz viel Jugend und Teenarbeit jetzt, was viele noch nicht machen. Aber das ist essentiell, wenn du eine Sportart langfristig erfolgreich betreiben willst. Dass du Teenager hast und junge Menschen hast, einfach, die nachkommen, die diese Sportart toll finden. Und jetzt gerade, wenn du guckst, wer Padel spielt, sind das wir. Das sind ganz viele so, wie man sagt, Tech Bros. Das zähle mich jetzt auch dazu. Und die siehst du halt ganz viel da drauf, aber wir Tech Bros sind eine sehr kleine Gruppe an Menschen. Und wir werden auch älter, leider. Und deswegen brauchst du Menschen, die nachkommen. Und das zieht sich eigentlich durch. Also Element genauso mit ihren Boulderhallen, die eröffnen jetzt alle eine Halle in Köln, in Berlin. YTTP mit Reformer Pilates Studios kommen eigentlich aus Köln.

1:02:09 Feliks Eyser: Heißt die Firma, wie heißt die Brand nach außen? Heißt die YTDP?

1:02:11 Lea-Sophie Cramer: Ja, genau, die heißt Your Transformation to Power. Also, weil sie Kam aus dem Yoga, dann sind sie im Reformer-Pilat, das jetzt sind sie im Strength Training. Also eigentlich alles, wo sie sagen, das gibt dir sozusagen wirklich diese Core-Stabilität, die innere Kraft, ja, die Ja, deine Power, so dein Krafthaus. Und das machen sie dann Pace Race, genau, von Janis und Matthews haben wir vorhin drüber gesprochen. Die machen quasi Hyrox für Running so ein bisschen. Also es ist ein Race, wo du einen Tag das Event machst und du musst jeden Kilometer schneller laufen. Der erste ist irgendwie acht Minuten, dann siebenhalb, dann sieben , dann 6,50, 6,30, 6,50. Irgendwie so geht es immer weiter runter bis irgendwie drei Minuten. Genau. Und dann guckst du einfach, wie du rennen kannst. Und das Schöne ist, dass du das mit deiner ganzen Familie machen kannst. Weil die beiden haben ja Xletics vorher gemacht. Das ist ja auch ein Family Run. ganz viel davon. Also es machen ganz viele Familien zusammen, wie Tough Mother halt, dass sie zusammen mit den Kindern halt sowas machen und deswegen wollten sie es auch inklusiv machen. Und du kannst mit deiner Family, kannst du aber auch mit Partner, Partnerin. Und das Schöne ist halt, dass wenn du halt schneller rennst als ich, dann können wir zusammen loslaufen, die ersten fünf, sechs, sieben Runden vielleicht. Und danach triffst du es. Und dann läufst du weiter und ich kann in der Cheering-Zone irgendwie dabei sein. Das hat sehr gut funktioniert. Und das ist immer, was ich so sage, das gibt zu jeder Regel die Ausnahme. Wir haben eigentlich gesagt, wir investieren in Firmen, die schon weiter sind. Also Wenn man sich das jetzt so als Modell überlegt, ist es ja so, dass wir meinetwegen in eine Firma investieren, jetzt, meinetwegen WhiteDP, hätten drei Studios oder so, machen ihre 5 Millionen Euro Umsatz, 20% E-Bittermarge, eine Million E-Bit-Amage. So, dann hast du irgendwie. Sechs bis acht mal Ebit da, so in dem Range.

01:03:30 Von 15 Prozent zur Mehrheit: Die Beispielrechnung hinter Epix Sports

1:03:53 Feliks Eyser: So eine Firma wäre dann sechs bis acht Millionen.

1:03:56 Lea-Sophie Cramer: Sechs Millionen wert, dann würdest du sagen, okay, davon kaufen wir uns jetzt 15 Prozent circa. Hast du also eine Million da investiert? Dann sagst du, okay, wir wollen, unser Anspruch ist es, dass wir euch verdoppeln jedes Jahr mit euch zusammen. Das heißt, du willst eigentlich von diesen 5 Millionen auf 10, auf 20, auf 40 kommen in den nächsten drei Jahren. Und Dann würden wir halt nochmal investieren, wenn die größer ist. Also meinetwegen würdest du von 5 auf 10 auf 20, dann wenn die 20 Millionen groß ist, hast du 4 Millionen EBITDA. Davon würdest du dann hast du 24 Millionen Euro Bewertung. Davon würdest du dann meinetwegen noch 35 Prozent kaufen, 8 Millionen. Dann hast du also für 9 Millionen quasi. dir die Hälfte gesichert, dieser Firma.

1:04:35 Feliks Eyser: Wenn ihr da Geld reinsteckt, geht das in die Company oder in die Founder?

1:04:38 Lea-Sophie Cramer: Das ist alles primary, also es geht alles ins Wachstum. Okay. Also neue Locations und Also alles. Mal gibt es auch einen Mini-Teil, der irgendwie Secondary an die Founder geht. Aber eigentlich geht es alles in Primary, genau. Und so, und dann willst du das weiterbringen, dann bist du irgendwann bei 40 Millionen. So, dann wollen wir ja auch die 20% Ehebittermarge so verbessern, dass sie irgendwie 25% wird, also dass wir denen ganz viel abnehmen durch unsere KI-Plattform, dass sie bessere Lagen. finden das und das leichter, wir haben so eine White Spot-Analyse, wo du sehen kannst, wo solltest du eigentlich dein nächstes Studio aufmachen, weil das ist ja, Lage ist ja das eine Kriterium so. Dann irgendwie, dass du die Qualität sehen kannst, indem du die Coaches siehst und deren Bewertungen und so weiter, dass du also wirklich durch Technologie mehr Analysemöglichkeiten hast und dadurch bessere Entscheidungen treffen kannst. Dass du dass du sehen kannst, wo hast du welche Auslastung, wie musst du Auslastung treiben. Preis eigentlich auch ein großes Problem. Dass wir Benchmarks machen zwischen denen, dass die Companies sich zusammentreffen und voneinander lernen. Wie kriegst du es hin, dass das Mitte weiß, dass du jetzt letzte Woche da Padel gespielt hast und wieder sagen, hey Felix, schön, dass du da bist und so weiter und so fort. Also alles solche Sachen. Und dadurch versuchen wir halt dieses EBITDA mit zu beeinflussen und hochzutreiben. Und dann wärst du meinetwegen bei deinen irgendwie 40 Millionen, hättest du dann hoffentlich irgendwie 10 Millionen Ebitar davon. Dann hast du auch einen anderen Multiple aufs Ebeta, weil es ja größer ist. Genau, dann bist du neun, zehn, elf, zwölfmal. Wenn man jetzt irgendwie, keine Ahnung, das gering analysiert, dann sagt man, okay, neunmal, das würdest du auf jeden Fall dann irgendwie wahrscheinlich kriegen. Weil du bist

1:06:10 Feliks Eyser: stabiler, du hast mehr Studios, du hast nicht mehr so Key Person, risklos ein System gebaut, du bist in der Dimension, dass ein Small oder Midcap Small CPE wahrscheinlich sowas kaufen kann, weil es halt ein gewisses Volumen hat. Viele Sachen können die ja nicht kaufen, weil sie zu klein sind.

1:06:24 Lea-Sophie Cramer: Genau so ist es. So, und dann hast du halt damit. eine 90 Millionen Company , wo du 50% dann hältst, hast also irgendwie 45 Millionen, hast dafür neun ausgegeben, hast irgendwie ein 5er Multiple innerhalb von drei Jahren dann gemacht. Und das ist also schon Echt relevant. Es ist kein hunderter Multiple in drei Jahren. Das ist nicht das, was die AI-Companies versprechen. Aber es ist viel. planbarer und viel würde ich schon sagen risikosicherer, weniger angreifbar von Wettbewerb und so, weil du das auf so viel verteilst. Also Wenn man jetzt dann wieder so ein Beispiel nimmt, du hättest halt drei Locations gehabt, dann machst du das nächste Jahr halt nochmal drei auf, dann hast du sechs. Damit hast du ja schon verdoppelt. Dann machst du das nächste Jahr nochmal sechs auf, dann hast du zwölf. Auch das, das geht alles, ne? Also du kannst zwölf Locations in Deutschland finden und eröffnen. Das funktioniert. Dann machst du nochmal zwölf auf, dann bist du schon bei 24 Locations. Das heißt, das ist. Das sind alles Zahlen, die sind jetzt nicht irgendwie aus dem Hut gezaubert, sondern die sind wirklich physisch leistet.

1:07:30 Feliks Eyser: Es gibt ja auch genug Beispiele, wenn die USA-Shows von Companies, die dort schneller expandiert sind, sogar noch wenn man sich so Solidcore oder so anschaut, die Reformer-Pilates da groß gemacht haben, die Gründerin hat wahrscheinlich irgendwie Also über 50 Locations auf jeden Fall aufgemacht in wenigen Jahren. Weniger als fünf auf jeden Fall.

1:07:44 Lea-Sophie Cramer: Ja, die haben auf jeden Fall, glaube ich, über 100 Locations. Da ist ja auch L Catterton reingegangen. Super spannend, genau. Private Equity Arm von LWM Asch, die jetzt ja auch bei Hyrox reingegangen sind. Jetzt haben die Gründer wieder die Mehrheit und erketterten. Und das finde ich auch so spannend, weil wir damals immer reingegangen sind und habe immer gesagt, ja, wir wollen quasi wie so ein LWM-Asch für Sport bauen. Weil der neue Luxus sind keine Handtaschen, sondern Sport und Gesundheit. Weil sich das auch bei uns ja als Megatrend verändert hat. Also Sport ist ja weggekommen von Hobby, das kann ich machen, wenn ich Lust drauf habe zu. Es ist eigentlich notwendig dafür, dass ich lange leben kann, mich gesund fühle, gut für meine Kinder sorgen kann, mit denen auch im Alter irgendwie auf den Boden rumtollen kann und irgendwie einen Berg besteigen.

1:08:28 Feliks Eyser: Als Fauna gut performer. Auch ein neuer Zusammenhang. Also in meiner Kohorte, ich weiß nicht, wie es in deine war, aber ich habe mich kaputt gemacht und keine Zeit gehabt, aber

1:08:35 Lea-Sophie Cramer: das hat sich gedreht. Genau, ich habe bis 30 de facto Sport gar nicht mehr gemacht, weil ich habe Kinder bekommen und Firmen gegründet und Jeff Bezos und Elon Musk genauso. So, jetzt sind alle ripped ohne Ende. Weil sich das einfach verändert hat. Zu Recht auch. Also ein bisschen absurd ist es auch, aber es ist irgendwie auch zu Recht, weil man merkt ja auch, wie gut es einem tut. Also ich wünschte, ich hätte das früher in meinem Leben gehabt. Aber dadurch hast du sozusagen so einen Megatrend und dann sind wir ja auch, indem wir in mehreren Sportarten drin sind, so ein bisschen diversifiziert, weil wir dann nicht so sehr daran hängen, dass jetzt die eine Sportart überallermaßen performen muss, sondern so ein Bowl dann wächst irgendwie 10% im Jahr oder sowas als Sportart. Das heißt, die wächst jetzt nicht mehr wie ein Padel irgendwie bei knapp zwanzig oder so, sondern das ist eine normale Reformer Pilates war 68 Prozent Wachstum Year über Year bei ClassPass, also sozusagen die meist gebuchte Boutiquesportart. So, Wahnsinn, weißt du aber jetzt schon, dass das natürlich irgendwann sich auch wieder normalisiert und dann kommt auch der nächste Trend. Das heißt, du musst dich schon so ein bisschen dagegen absichern. Ich mag diese Sportarten auch deswegen so gerne, glaube ich, weil ich selber halt ohne Sport aufgewachsen bin und deswegen sozusagen immer so eine Schwierigkeit habt mit den Vereinssportarten, ja, wo du reingewachsen bist, eigentlich ein bisschen durch Familie oder weil du genau daneben gewohnt hast oder so. Oder deine besten Freunde haben gemacht oder so, das hatte ich nicht. Und diese Sportarten sind halt einfach inklusive per Definition, weil wenn du da hingehen willst, dann zahlst du. Dann hast du deine Urban Sports App und dann buchst du dir einfach checkst ein.

1:10:09 Feliks Eyser: Gibt es im Zweifel noch neue Leute, wenn du welche brauchst.

1:10:10 Lea-Sophie Cramer: Du siehst auch, Mensch, ich kann jetzt auch mal Recovery austesten, weil gibt es auch alles in der App und so Oder kannst du morgen hier in Palma Padel spielen über Playtomic, kann ich einfach ein Match starten und drei Leute buchen sich dazu auf meinem Level. Wie lange dauert es, bis ich jemanden auf meinem Level finde? Der nächste Woche am Donnerstag um 17 Uhr Zeit hat, mit mir Tennisspielen zu gehen.

1:10:29 Feliks Eyser: Dieser Sozialaspekt, das du Leute kennenlernst. Also Dating ist ein Ding. Ich glaube, Running Clubs sind ja so das neue Tinder, das war ja auch so ein Thema, aber ich glaube, auf alle Sportaben kannst du das ja auch übertragen zu sagen. Also Wie lerne ich denn überhaupt jemanden kennen, wenn ich jetzt hier neu bin in der Stadt? In einem Verein zu joinen, ist ja schon, das klingt ja für unsere Generation wie das Monster-Commitment, da so ein Antrag zu machen.

1:10:46 Lea-Sophie Cramer: Und dann musst du halt da wieder sehr, sehr gut drin sein. Das sind alles alte, traditionelle Sportarten. Im Padel, dadurch, dass das eine neue Sportart sind, sind da auch ganz viele, die das das erste Mal machen. Das heißt, ich habe eine riesen Crowd beim Padel, weil da ganz viele sind, die gerade angefangen haben, auch ganz viele Frauen, die gerade angefangen haben. Im Reformer Pilates genauso. Keiner von unseren Eltern hat Reformer Pilates gemacht. Das heißt, es gibt gar nicht die Leute, die das irgendwie schon immer. . Also klar haben Leute Jura gemacht, Pilatus gemacht. Also Mattenpilates.

1:11:10 Feliks Eyser: Statische Pilates.

1:11:11 Lea-Sophie Cramer: Genau, das aber jetzt auch noch nicht irgendwie unsere Elterngeneration so stark. Das heißt, es sind so Sportarten, die sind jetzt so stark, older natürlich schon mehr, aber das jetzt eher in Innenstadtlagen, hat also auch ein anderes Klientel angezogen. Und das ist das, was ich daran so mag, dass du mit jedem Level, mit jedem Geschlecht, mit jeder Herkunft, da ist auch egal, ob der eine Student ist oder Anwalt, da bist du auch gleich. Also, das heißt, du hast einfach so eine. So eine Offenheit gegenüber, wer auch immer diesen Sport ausführen möchte.

01:11:41 Long oder short: Was wird das nächste Reformer Pilates?

1:11:41 Feliks Eyser: Okay, lass mal ein Spiel spielen. Ich habe so ein paar Memorykarten hier und da sind Sportarten drunter und du sagst mir, ob du long gehst, also investieren würdest oder short bist, zu sagen, ah nee, das ist vorbei. Und vor allem so die Perspektive Wenn ich jetzt ein Founder bin, wenn ich überlege, Studio aufzumachen, wenn ich sportlich bin, aber vielleicht noch nicht diese eine Sporte habe, wo ich festgelegt bin. Soll ich reingehen, soll ich nicht reingehen? Was sind so Themen? Was ist das nächste Reformer-Pilat? Das sieht für eine aus.

1:12:01 Lea-Sophie Cramer: Die Mitte.

1:12:02 Feliks Eyser: Die Mitte. Okay.

1:12:04 Lea-Sophie Cramer: Ultraruns, unfassbar hat das Thema Long.

1:12:08 Feliks Eyser: Long of Ultraruns.

1:12:09 Lea-Sophie Cramer: Ja, auf jeden Fall. Also das ist Last Soul Ultra, haben wir jetzt im Büro bei uns schon wieder geguckt während des Arbeitens. Das ist so spannend, einfach weil es so extrem ist, weil man das Gefühl hat. Was leisten diese Menschen, weil du diese Geschichten dahinter kennst, weil du ihnen auf Social Media folgen kannst, weil du da so nah rankommst? weil ein Red Bull mit Simsaty und irgendwie, weißt du, die das alles unterstützen, da geht also auch Geld rein und es ist cool aufgebaut, es ist medial gut begleitet, also finde ich ein total spannendes Thema. Ich glaube, das ist jetzt nicht ein krasser Breitensport. Also die meisten Menschen sollten kein Ultrarun laufen.

1:12:56 Feliks Eyser: Wahrscheinlich nicht.

1:12:59 Lea-Sophie Cramer: Die Tech Bros

1:12:59 Feliks Eyser: mit der Ende 30, da geht es dann irgendwann auf die Knie. Aber es ist interessant, dass so viel Interesse ist, gell? Also, vor allem diese Streams hier mit Ada oder Jetzt war gerade 99 Labs, das machen ja auch Freunde von uns hier da mit Rost und andere Schule und so weiter. Ich habe gerade David telefoniert und der meinte, da waren 40. 000 Leute in dem Stream. drin. Da sind ja nur 100 Athleten angeht oder 99. 000.

1:13:21 Lea-Sophie Cramer: Ich war ganz zum Schluss drin und da waren 130. 000, als ich gerade drin war.

1:13:24 Feliks Eyser: Oh mein Gott. Also was für ein Interesse das heißt?

1:13:27 Lea-Sophie Cramer: Und vor allem, es ist ja noch klein. Das ist krass. Auch die Läufer, die haben dann irgendwie 100. 000 Follower dazu gewonnen. 100. 000 Follower durch einen so ein Lauf ist der Wahnsinn. Aber es hat irgendwie dieses Extreme und es ist einfach, es macht einfach mega Bock zu gucken. Ich kann es total verstehen. Pickleball. Ach, das Ding ist, ich muss ja sagen, bei allen Sportarten würde ich ja eher long gehen, weil ich einfach krass an diese Sportarten generell glaube. Ich glaube, aktuell in Dach noch Short. Ich würde es aktuell noch nicht machen, weil ich das Gefühl habe von dem. Wie es genutzt wird, wenn du jetzt irgendwie Pato Pickleball hast in der Reithhalle in München, das ist mega toll, weil es einfach eine Wahnsinnslocation ist. Wunderschön, macht total Spaß. Es ist so leicht zu spielen. Ich habe mit meiner Familie auch irgendwie gespielt. Wir haben auch so ein kleines Pickleball-Set zu Hause. Und du kannst halt mit der Achtjährigen schon die Bälle darüber pfeffern. Und das ist beim Padel. kannst du machen, ist aber noch nicht ganz so toll. Also es ist ein wunderschöner, einfacher Familiensport und du kannst ihn auch sehr competitiv spielen Ich habe das Gefühl, im Dach sind wir gerade erstmal überfordert, noch mit Padel. Also es ist noch zu, es ist zu viel, wir können nicht alles gleichzeitig machen. Und Padel passt irgendwie mehr, weil es dann noch athletischer ist, weil du nicht dieses Geräusch klonk klonk klonk die ganze Zeit hast, weil du diese Scheibe hast, was irgendwie cool ist. Es ist so ein Element, was man einfach gar nicht kennt. Das macht also Spaß. Ich finde auch Pickleball, die Regeln und das Zählen, ich finde es relativ kompliziert. Also es gibt wahrscheinlich jetzt tausend Leute, die sagen, ja, so einfach, ich habe es jetzt nicht auf den ersten Anhieb irgendwie verstanden mit Kitchen und wann darfst du rein und wann nicht. Ich würde es aktuell noch nicht machen, aber ich hoffe total, dass es kommt. Okay, nächstes.

1:15:11 Feliks Eyser: Nächstes.

1:15:12 Lea-Sophie Cramer: Indoor Golf, ja, ganz spannend. Das ist so. Meinst du damit diese E-Golf-Dinger?

1:15:20 Feliks Eyser: Also, es gibt ja beides. Es gibt diese Top-Golf-Anlagen, diese Riesendinger, die 20 Millionen kosten, wo du quasi eine Driving-Range hast? Und es gibt ja auch so moderne Minigolf-Anlagen, die indoor sind, ja teilweise so partymäßig gemacht werden?

1:15:31 Lea-Sophie Cramer: Ja.

1:15:32 Feliks Eyser: Was ist dein Take to buy?

1:15:34 Lea-Sophie Cramer: Also ich glaube wahrscheinlich total sinnvoll, eher long für uns nicht das Richtige aktuell, weil wir gesagt haben, wir machen jetzt alle E-Sport-Arten erstmal nicht, weil du musst irgendwo ein Cut Ziehen und wir wollen alles machen, wo du dich physisch noch mehr bewegst.

1:15:45 Feliks Eyser: Was heißt E-Sportarten nicht?

1:15:47 Lea-Sophie Cramer: Ja, also zum Beispiel Topgolf, E-Golf, ja, dass du drinnen sozusagen deine Schläge testest. Wir würden aber auch keine draußen Driving Range, weil das brauchst du viel zu viel Platz und so. Das ist ja überhaupt nicht mehr so gut. Das sind Riesenprojekte, das ist einfach für uns viel zu groß. Wir machen ja jetzt eher Boutique-Fitness-Konzepte. Deswegen für uns auf jeden Fall nicht das Richtige. Und beim Minigolf und so ist es das Thema, da hast du ja ganz viel von. Also von irgendwie Bowling zu, keine Ahnung, Go-Kart zu Alle möglichen Leisure-Sportarten. Also das, was du mit der Familie super machen kannst. Minigolfen gehen wir auch super gerne. Aber wo wir gerade einen Unterschied ziehen, ist in dieser Häufigkeit, was ich vorhin meinte. Also Reformer Pilates hat so eine Häufigkeit im Schnitt von 80 Mal im Jahr, dass du es machst. Also mehr als einmal die Woche. So Paddel hat so 40, aber zumindest circa einmal die Woche. Das hat ein Minigolf, weiß ich nicht. Zwei vielleicht? Ich weiß nicht, was die Schule. Das ist der Kennzeichen, die ihr euch anschaut, total yearly Retention Auto Activities sind. Total. Ja. Bouldern ist auch da ganz, ganz vorne mit dabei, 60, 60. Running ist natürlich riesig, weil ganz viele Leute gehen runter. Jetzt machst du nicht die ganze Zeit einen Race, ne? Das ist noch was anderes, aber du gehst halt oft oft zusammen joggen. Das heißt Das hast du einfach bei all diesen Leisure-Sportarten, Freizeitsportarten weniger. Und für uns ist es wichtig für die Investierbarkeit, weil wir dann sozusagen sicherer sein können, dass die Cashflows auch irgendwie langfristig planbar gut kommen. Ihr wollt die Hand. Das ist so ein bisschen wie bei Jump House oder Oder Rutschenparadies ist jetzt total in oder so. Das sind alles richtig coole Modelle.

1:17:25 Feliks Eyser: Jumphaus und Trampolinhallen.

1:17:27 Lea-Sophie Cramer: Till Walz ist bei uns investiert, hat die Jumphouses aufgebaut. Unfassbar erfolgreich. Ist aber nicht in unserem Scope, sag ich mal. Deswegen würde ich es nicht machen, aber ich glaube absolut sinnvoll. Tanzen finde ich ultraspannend. Also die viralste Sportart der Welt. TikTok-Dances noch und nöcher, das ist einfach eine. Wundervolle Sportar gibt es auch ganz viel so im Bereich Tanzliegen, wo investiert wird, wo du versuchst, sag ich mal, europäische Großstädte gegeneinander tanzen zu lassen und solche Sachen. Also da geht extrem viel Interesse auf jeden Fall rein und auch Kapital mehr rein.

1:18:04 Feliks Eyser: Sehen Tanzstudios in Zukunft so aus wie früher? Also dass du da so einen Spiegel hast und eine Stange und so weiter, oder gibt es den anderen Formfaktor, der ist irgendwie anders macht.

1:18:12 Lea-Sophie Cramer: Das ist nämlich genau die Schwierigkeit beim Tanzen, dass du sozusagen, wir haben es unterschieden, wie sagt man das auf Deutsch? sozusagen Teacher-led und Venueled Sports, ja, also sozusagen Sportarten, die von einem Lehrer getrieben werden und deswegen toll sind oder von dem Raum. Also eine Paddlehalle, da ist es egal, wenn du jetzt miteinander spielst, was für ein Lehrer, du machst natürlich auch mal Training, aber daran hängt jetzt dein Interesse der Sportart nicht. Beim Yoga Straf. Die Form-Pilat ist auch ein Ticken weniger, weil du hast diese Reformakeräte, klar ist es auch wichtig. wer dir sozusagen sagt, was du jetzt zu tun hast, aber das ist viel besser zu automatisieren , Quasi und zu sagen, das ist jetzt das Workout, was wir machen in all unseren Studios für das Level, für das Level, für das Level, bitte mach das so, mach vorher irgendwie mit Atmen und so. Beim Tanzen hängt es dadurch, dass du ja nichts hast, außer dich und den Raum, unfassbar stark vom Lehrer ab. Und deswegen ist es schwierig, ja. Also wir haben Zumba war ja ein riesiges Thema. 2012, 2013 ist die Raine Group groß reingegangen, irgendwie 500 Millionen investiert. Und danach Bis auf 40 Prozent gecrasht, wirklich in ein paar Jahren, obwohl das in einer Phase haben das irgendwie 15 Millionen Menschen die Woche gemacht, Zumbar. Also es war eine weltweit riesige Sportart und Ganz, ganz groß. Und das war ja so eine Art Tanz Workout System. Da war es halt auch sehr, sehr lehrerabhängig und schwer differenzierbar. Du switchtst schneller zu einer anderen. Tanzart dann oder einer anderen Sportart. Also du hast einfach nicht diese krasse Stickiness. Deswegen, ich finde es total spannend. Wir gucken es uns auch wirklich laufend an. Ich glaube auch, dass es da irgendwas geben wird, aber ich bin noch nicht sicher, welcher Case für uns funktioniert.

1:20:08 Feliks Eyser: Okay.

1:20:09 Lea-Sophie Cramer: Tischtennis. Ach, ganz schwierig, finde ich. Ich sage jetzt mal einfach für Waldemar und das Team von Ding Dong. Tischtennis.

1:20:23 Feliks Eyser: Sag ich jetzt mal long.

1:20:25 Lea-Sophie Cramer: Ich glaube, Tischtennis Ich finde es total cool. Ich finde es auch cool, dass du es dir da buchen kannst, dass du nicht auf diese halb guten Tischtennis im Parkplätze im Park gehen musst und dann hast du deine Tischtennissachen nicht dabei. Es wird mehr als Sportart angesehen und so weiter. Boah, ich bin wahrscheinlich zu wenig drin. Ich glaube, da hätte ich das Problem, dass du es einfach, also jeder Spielplatz in Berlin hat irgendwo so eine Tischtennisplatte. Die ist zwar in Beton gegossen und überall sind kleine Marker drin und Blätter liegen drauf und der Ball springt weg und so, aber du hast sie. Viele haben zu Hause, wenn sie ein Haus mit Garten haben, eine Tischtennisplatte, die du aufbaust. Also das heißt Ich habe einfach das Gefühl, die Leichtigkeit, wie du diese Sportart ausführen kannst, die ist sozusagen sehr hoch und deswegen die Notwendigkeit, in so eine Anlage zu gehen, eher niedriger. Deswegen sozusagen bin ich als. Mit Epix, jetzt sind wir da wahrscheinlich einen Schritt weiter weg von. Ich würde auf jeden Fall sagen, dass Tischtennis wächst, dass es eine tolle Sportart ist, um sie mit allen zu machen, aber wer selber jetzt gerade nicht dabei war. Boxen finde ich total toll. Gucken wir uns auch an.

1:21:36 Feliks Eyser: Eins von den Dingen, wo du das Gefühl hast, es kommen neue Studios, da gibt es neue Brands.

1:21:40 Lea-Sophie Cramer: So was Brooklyn Fitboxing oder so, wo du einfach diesen, wir haben uns auch, wir waren bei Clubathleten, weißt du, wo du so ein Boxing hast in Also so Berliner Boxing, wo du so eine Industriehalle hast am geilen so starke elektrische Elektromusik, alles dunkel, Disco-Lichter und dabei Boxen. Das hat total Spaß gemacht. Dann musst du auch mit so Fremden dann irgendwie die Übungen zusammen machen und so. Das heißt, ich saß da irgendwie mit so einem Studi zusammen und dann quatschte auch mal kurz. weil wir halt zusammen irgendwie gerade squatten und irgendwie Handshakes machen mussten. Und finde ich, macht irre viel Spaß. Wir schauen es uns auch deswegen an, weil Olli, sein Sport ist Boxen, der liebt es. Ich war auch witzigerweise vor zehn Jahren schon mal mit ihm in seinem Studio in irgendwie Lichtenradeboxen. Haben wir auch als Team wieder ausprobiert zusammen. Macht gigantisch viel Spaß. Macht wirklich, es ist so eine tolle Sportart, die dich auch so bekräftigt, so in deinem. In deiner Selbstsicherheit, würde ich gerade auch als Frau sagen. Dann gibt dir auch so ein Sicherheitsgefühl, wenn du einfach.

1:22:42 Feliks Eyser: Ist auch sportlich, meine du Boxen hast du pro Stunde wahrscheinlich den höchsten Kalorienverbrauch von allen Sportarten. Also ist auch einfach super effektiv. Ich habe das Am Anfang bei Regel bei meiner Firma, also ich habe nur gearbeitet, irgendwie nur Schrott gegessen, dann irgendwann über 100 Kilo gewogen, ich war früher richtig fett und habe dann irgendwann angefangen zu boxen, deshalb Fotos von mir zu besuchen. Das war ein Trauerspiel Aber der Change war dann, dass ich Vertriebsmitarbeiter hatte. Karim, der Kickbox-Trainer, war immer gesagt hat, Felix, kommt doch mal mit in meine Halle in Ludwigsburg. Und ich glaube, der wollte mir einfach nur. . auf die Fresse geben und so weißt du den Chef mal verprügeln. Aber ich bin da mitgegangen und hab das dann irgendwie zwei, drei Jahre gemacht und es war einfach so ein krasses Gefühl. Ich bin da rausgegangen, ich habe nie so ein Gefühl von Müdigkeit gehabt wie nach diesen Workouts. Und dann habe ich angefangen, da Abzunehmen und fand diese Experience immer super. Und das war aber so rot. Es war so Hinterhof, Eisentür irgendwie Ich glaube, so richtig Deutsch gesprochen hat ja keiner. Das war alles, das war so eine geile Experience.

1:23:41 Lea-Sophie Cramer: So cool, finde ich auch. Auch diese alten Berliner Boxstudios liebe ich auch, wo es so, also da spricht keiner Englisch, da ist alles so ein bisschen. Verstaubt auch und so. Aber genauso muss es aussehen. Und die Handschuhe, die haben wir auch schon wirklich viele Generationen getragen. Aber es muss genauso sein. Nee, also auf jeden Fall Long finde ich total spannend und gucken wir uns auch aktiv an. Ja, Recovery.

1:24:04 Feliks Eyser: Also Eisbart, Red Light Therapy.

1:24:06 Lea-Sophie Cramer: Für uns würde ich gerade sagen, Short aktuell. Ich glaube total an den Trend. Absolut. Wenn es wächst, wie verrückt. Das siehst du auch auf den verschiedenen Aggregaturen, dass es wächst. Wenn ich jetzt eine Gründerin wäre in dem Bereich, da findest du auf jeden Fall deinen Space, wo du wachsen kannst, das glaube ich total, wo, weswegen ich. selber mit Epix einfach noch vorsichtig bin, ist genau die Häufigkeit, die wir vorhin diskutiert haben. Also wird es ein langfristiger, dass wir da jetzt alle hingehen, wenn es jetzt aufkommt, auf jeden Fall, und dass wir das austesten. Und Eisbaden habe ich jetzt auch eine Weile lang. wirklich sehr, sehr oft gemacht, aber dann zu Hause in meiner eigenen Tonne. Ich kann da unglaublich viel von ziehen. Ich liebe das Gefühl. Aber sozusagen ist es was, was ich jetzt wirklich extern mache. Integriere als Teil meiner Routine und häufig wiederkomme. Ja, vielleicht, wenn es an meinem Fitnessstudio dran ist, drin ist oder so, aber als einzelnes Space extra dahin fahren, mich da einbuchen, weiß ich nicht. Was ich super spannend fand, wir hatten eine, mit der wir gesprochen haben aus Skandinavien, also die war, ich glaube, stimmt gar nicht, die war in, woher kam sie denn? Aus Kopenhagen, da war es. Genau. Die hatte in Kopenhagen so geführte Sauna-Sessions gemacht und das ist sogar relativ groß. Dass du da auch wie so Coaching-Elemente drin hast. Also wirklich , du saunierst und bekommst sozusagen Persönlichkeitsimpulse. Das könnte ich mir wieder mehr vorstellen, weil wo bekommst du das sonst noch? Also wir gehen ja alle nicht mehr zur Kirche. Du hast ja niemanden mehr, wo du wirklich mal jemandem zuhörst und irgendwie von außen Impulse zum Denken bekommst. So aus der, sag ich mal, ein bisschen spirituellen Persönlichkeitsentwicklung.

1:25:44 Feliks Eyser: Yoga wäre auch in der Kategorie, so viele Teacher machen das ja.

1:25:46 Lea-Sophie Cramer: Aber auch wenig noch, ne? Also weil es da auch um deinen Körper geht, dass Das könnte ich mir gut vorstellen, weil du da ja wirklich auch nichts machst. Du sitzt ja einfach und kannst zuhören. Also, das finde ich, das finde ich eine coole, das kann ich mir vorstellen, dass du das wirklich integrierst, weil es einfach sich toll anfühlt. Aber ich selber würde aktuell jetzt direkt mit Epix noch nicht reingehen. Aber diskutieren wir ganz viel, haben zum Beispiel zwei meiner Mitgründer auch eine andere Meinung zu. Also Pilat ist natürlich total long, ewig long , glaube ich total dran, Matten. Pilat ist eine Firma, Pilat ist alles mögliche, Lagrie Alles. Und Buldern absolut long. Ist ganz anders, ist weniger gehypt , aber es hat so diesen Sprung geschafft von Ich glaube, ich muss irgendwie eine krasse Körpermitte haben. Ich muss eigentlich aus dem Klettern kommen und ich brauche drei, vier, fünf Stunden Zeit zu. Es ist eine Innenstadtlage, ich kann das leicht erlernen und ich mache das einfach eine Stunde zwei nach dem Arbeiten.

1:26:42 Feliks Eyser: Das ist interessant, dass du sagst, 40 Mal pro Jahr, also dass es so eine hohe Frequenz hat bei Leuten, die regelmäßig dahin gehen.

1:26:47 Lea-Sophie Cramer: Ja. Und das hat es irgendwie geschafft, sich zu drehen und eine andere Zielgruppe zu erreichen. In Berlin auch super viele Studenten, die unglaublich gerne bouldern. viele Manager, die so Afterwork-Bulder machen, weil es einfach so eine natürliche Art des Bewegens ist. Du arbeitest mit deinem Körper. Das ist so leicht übertragbar auf das, was du in der Natur dann machen würdest. Wie kann ich jetzt meine Reformer -Pilatesübungen übertragen und wo nutze ich die sonst in meinem Leben? Eher wenig, ja. Das heißt, das ist irgendwie was sehr Ja, natürlich ist und deswegen glaube ich, hat es eine hohe Attraktivität. Und was beim Bulldog total schön ist, was ich vorher nicht wusste, bevor ich mich damit beschäftigt habe, das ist so eine Community, die ist so richtig intrinsisch. hilfreich sich gegenseitig gegenüber. Also da ist es wirklich so, mir ist es selber auch schon passiert, dass du dann da so an der Wand versuchst, so eine Route zu machen. Ich natürlich bei meinen ganzen Anfängerrouten. Und dann da jemand neben dir ist und sagt, soll ich dir dazu gerade einen Tipp geben? Ich bin dir vorhin irgendwie geklettert oder so.

1:27:56 Feliks Eyser: Echt?

1:27:57 Lea-Sophie Cramer: Und dann sagst du so, ja, unbedingt. Guck mal, da kannst du so und dann musst du dich da so abstützen und da so hoch und so weiter. Und dann drehst du dich nochmal so, dann kommst du da besser ran und dann kannst du da rüber gehen. Und das ist natürlich total schön, dass du dieses ganz einfache Element hast von Zusammenhalt und irgendwie Gemeinsamkeit und Gemeinschaft mit Fremden. weil man es einfach braucht, wenn man da irgendwie den Weg sucht. Und viel beginnerfreundlicher, als ich es gedacht habe. Also finde ich eine tolle Sportart.

1:28:32 Feliks Eyser: Worüber haben wir nicht gesprochen? Was du spannend findest?

1:28:36 Lea-Sophie Cramer: Sportartmäßig. Was ich witzig finde, ich weiß gar nicht, wie spannend sozusagen, aber was ich echt witzig finde, wir haben jetzt gerade E-Foiling ausgetestet und dann Pump-Foiling. Hast du das mal gesehen?

1:28:49 Feliks Eyser: Also E-Foiling ist ja, du hast so ein Brett? So ein Mini-Surfbrett, was elektrisch betrieben ist und du kannst da übers Wasser fliegen.

1:28:55 Lea-Sophie Cramer: Genau. Du hast dasselbe Ding, nur keinen Motor drin. Und du rennst sozusagen vom Steg los, musst deine eigene Geschwindigkeit mitbringen aufs Brett, hüpfst auf dieses Brett und pumst dann so, musst mit deinem ganzen Körper so runtergehen, so quasi squattest und gehst wieder hoch. um selber die Geschwindigkeit mitzubringen. Also sozusagen den Vortrieb musst du selber generieren, indem du sozusagen so runtergehst und das Brett damit nach vorne treibst. Das ist schwieriger, viel anstrengender. Mein Insta-Feed ist voll davon. Nur von irgendwie wahnsinnig hübschen Frauen, die in einer Leichtigkeit des Lebens auf dieses Pumpfeuer raufbauen.

1:29:32 Feliks Eyser: Ist so eine Insta-Ästhetik, oder? Wenn die dann diese Wellenbewegung machen.

1:29:35 Lea-Sophie Cramer: Und dann bei so einem schönen See irgendwo im Rand. Im Sonnenuntergang. Oder halt irgendwo ganz anders. Egal. Und das finde ich eine total spannende Sportart, weil sie genau gegen all das geht, was wir denken, was aktuell sinnvoll ist. Also es ist unfassbar schwer erlernbar. Wirklich richtig schwer. Also Lukas hat es gerade ausgetestet, auch mit dem Weltmeister im E-Foil Racing und selbst der hat Pump-Foiling nicht wirklich hinbekommen. Also es war ganz, ganz schwierig. Und ich glaube ja, dass immer wenn es so Trends gibt, ja, also leicht zu erlernen, alle dürfen mitmachen, überall bei dir um die Ecke, innerhalb von 15 Minuten erreichbar zu Fuß. Ganz einfach alles. Das ist wie bei Content auch alles super schnell, Reels, Snippets und so. Immer dann gibt es auch eine Gegenbewegung dazu. Und Irgendwie finde ich den Sport spannend, weil der sieht ästhetisch aus, ist gleichzeitig total kompliziert und schwierig, aus der eigenen Muskelkraft, genau keine Hilfe dabei, kein Motor, nichts, was es dir vereinfacht. Finde ich auf jeden Fall Sportart, die ich mir gerade so von der Seite angucke.

1:30:44 Feliks Eyser: Witzig.

1:30:46 Lea-Sophie Cramer: Aber ich habe mich auch nicht drauf getraut. Also wir waren in Valentia, da hätte ich es austesten können und ich habe es nicht gemacht, weil ich so dachte, das.

1:30:52 Feliks Eyser: E-Follen hast du mal gemacht?

1:30:53 Lea-Sophie Cramer: Ja, E-Follen habe ich einmal gemacht.

1:30:55 Feliks Eyser: Lern mal relativ schnell. Also die kannte sich so gut, aber man lernt es innerhalb von ein paar Stunden.

1:31:00 Lea-Sophie Cramer: Voll Und du kannst, ja, und total, das geht, aber Pamphollen ging, also habe ich nur Lukas gesehen und der, der war beim Ifollen auch sehr, sehr gut dabei. Und das war extrem schwer.

01:31:14 Geplant waren 12 Folgen: Warum sie ihren Podcast seit dem Start beenden wollte

1:31:14 Feliks Eyser: Erzählen wir von Fast & Curious.

1:31:21 Lea-Sophie Cramer: Ach ja, das haben wir. Nächstes Jahr im März werden wir fünf Jahre alt. eigentlich gestartet, weil wir eine Bank gründen wollten, Verena und ich, dann gemerkt haben, also eine Bank für Frauen, sodass Frauen anfangen endlich zu investieren, weil die ja am Aktienmarkt immer noch völlig unterrepräsentiert sind. Und haben gesagt, okay, wir gründen jetzt eine Bank, extra für Frauen, natürlich dürfen Männer auch, aber sozusagen wirklich in der Ansprache, in der Usability und so weiter. Und haben dann irgendwie. sofort in den ersten Monaten schon gemerkt, als so die ersten Hiccups kamen, die ersten Schwierigkeiten, oh Gott, wir wollen überhaupt keine Bank haben. Wir wollen keine Bank führen, wir wollen keine Bankmanager sein, wir wollen eigentlich in dieser Finanzindustrie gar nicht irgendwie unser Zuhause haben. Und haben es dann sofort wieder eingestampft. Und dann haben wir aber irgendwie gemerkt, wir hätten gerne einfach was, was wir zusammen machen. Also vielleicht ist es nicht die Gründung zusammen. Und haben gesagt, Mensch, was wäre denn mit dem Podcast? Und haben dann Philipp Westermeyer damals gefragt und gesagt, hey, meinst du, es macht Sinn, noch einen Podcast zu machen, weil eigentlich. So, es ist ja alles voll. Jeder gefühlt hat schon einen Podcast. Und dann hat er uns so richtig lange angeguckt und gesagt: würdet ihr auch sagen, es gibt schon genug Bücher? Und dann saßen wir so und Verena liebt ja Bücher, die liest ja geführt ein Buch die Woche. Und zwar. dauerhaft für immer. Und wir sagen, ah nee, ja, stimmt. Ja, I get what you want to say. Und da haben wir gesagt, okay, dann starten wir es mal. Eigentlich haben wir es als Hobby gestartet.

1:32:49 Feliks Eyser: Erzähl mal von dem Moment, wo ihr wieder aufhören wolltet. Weil ich das interessant habe, weil ich habe Philipp im Vorfeld gefragt. Ich wollte die ganze Zeit aufhören. Genau, erzähl mal eine Lehrer-Story. Und dann sagt er, das Interessante ist aber eigentlich, dass sie angefangen haben damit und nach dem paar Folgen, dann gesagt haben, ey, eigentlich wollen wir es jetzt wieder ins Regal stellen und sein lassen.

1:33:08 Lea-Sophie Cramer: Hast du jetzt wirklich so Recherche gemacht und Leute gefragt, nach Kraft? Naja, mach

1:33:12 Feliks Eyser: mal.

1:33:12 Lea-Sophie Cramer: Wie viel Recherche machst du für so einen Podcast?

1:33:14 Feliks Eyser: Also schon gemessen, also es ist gemessen in Stunden, nicht in Tagen, aber es ist schon signifikant. Also teilweise spreche ich mit fünf, sechs Leuten im Vorfeld und probieren noch den ehemaligen Mitbewohner irgendwie auszugraben oder so. Da gibt es immer nochmal so geile Nuggets, die du halt online mit AI und so weiter nicht finden kannst. Und Philipp hat mir gesagt, eins der Nuggets war dieses Gespräch, dass erstens ihr begeisterungsfähig war und gesagt, komm, wir probieren das mal aus. Also muss ja auch offen sein und sagen, komm, wir wollen das jetzt einfach mal machen. Dann gesagt habt, irgendwie doch nicht, lass es uns wieder aufhören. Und also auch quasi dann radikal zu sagen, nee, lass uns cutten. Und dann gab es aber den Moment, dass ihr wohl das Gespräch geführt habt mit Philipp und seinem Team und die euch ein Stück weit wieder überzeugen wollten, zu sagen, hey Das ist doch ein gutes Buch, was ihr da gerade schreibt, sozusagen. Und dann dabt ihr euch quasi wieder umstimmen lassen. Und das finde ich interessant quasi, diesen Prozess von Starten. Vielleicht ist es doch nichts, dann weitermachen. Erkä mal dieses Gespräch.

1:34:04 Lea-Sophie Cramer: Ich glaube, also da muss ich wirklich die Schuld auf mich nehmen, weil ich wollte eigentlich, seitdem wir den Podcast gestartet haben, ihn wieder aufhören. Das klingt so hart, aber es war wirklich so, weil. Ich hatte zwei Probleme mit dem Podcast. Das eine war, dass ich gedacht habe: boah, wenn wir jetzt jede Woche eine Produktion haben de facto, also look around yourself, ja, das ist wirklich. Das ist eine Produktion, das ist nicht so ein kleines kreatives Hobbyprojekt, war es am Anfang, aber auch bei uns ist es das so nicht mehr. Dann hat das so eine. Routinierte Arbeitsweise, die ich leisten muss, die nicht meinem Naturell entspricht.

1:34:44 Feliks Eyser: Entgegen deinem Freiheitsbedürfnis steht?

1:34:46 Lea-Sophie Cramer: Voll. Autonomie, auch das Gefühl haben, ich will nur die Dinge machen, wo ich den größten Hebel habe. Und ich fand früher schon so, Joe Fixes war mein wirkliches Anti-Wort. Also furchtbar Joe fix jede Woche mit derselben Person zur selben Zeit wieder hinsetzen. Und eigentlich gibt es doch so viele Wochen, wo eigentlich alles läuft, wo du einfach gar nicht sprechen musst. Dann gibt es so viele Wochen, wo es viel besser wäre, Montag gleich früh zu sprechen, anstatt Donnerstag 14 Uhr, wo es eingeplant ist, weil es halt Themen gibt, die du dann besprechen musst. Also Das ist bis heute ein Konzept, womit ich total hadere. Und so hat es sich angeführt, wie so ein wöchentlicher Joe Fix. Und dann dachte ich so, boah, das kann ich gar nicht leisten, so von meinem Charakter her. Und das zweite war, dass ich dachte, was Was wollen wir denn uns jede Woche erzählen? Also sozusagen, so viele Neuigkeiten gibt es ja nicht in der Tech-Business-Lebenszene, wo wir drin sind, ja. Dass wir jede Woche relevante Dinge zu besprechen haben. Und deswegen haben wir am Anfang dann also gesagt: Okay, wir machen eine Staffel, zwölf Folgen. Und dann kann ich wieder aufhören. Und dann waren die aber so erfolgreich, dass wir gesagt haben, okay, fein, wir machen noch eine Staffel und dann kann ich wieder aufhören Dann haben wir noch eine Staffel gemacht und dann kann ich wieder aufhören. Und dann haben wir irgendwann gemerkt, jetzt müssen wir das mal mit diesen Staffeln aufhören. Das macht ja jeden verrückt, vor allem verstehst du ja auch gar nicht, dritte Staffel, zwölfte Folge, was auch immer. Und außerdem muss man sich da auch ein bisschen drauf verlassen können. Also Kontinuität bei Podcasts ist ja ganz wichtig, so Verlässlichkeit. Da haben wir gesagt, okay, wir machen es jetzt erstmal. Dann habe ich das wirklich auch so ein, zwei, drei Jahre durchgezogen und dann kam wieder der Moment, wo ich so dachte, ich habe eigentlich nichts mehr zu erzählen. Ich gründe jetzt auch die ganze Zeit, ich habe keine Zeit dafür, ich habe keine sinnvollen Ideen, die irgendjemand hören müsste aktuell, sondern ich lerne gerade selber so viel. Also bei mir ist es immer so, dass ich so das Gefühl habe, du musst sammeln, um dann wieder sinnvolle Sachen raussenden zu können. Also das Sammeln steht gegen das Senden. Mir macht das Sammeln aber am meisten Spaß. Und wenn ich dann also das Gefühl habe, ich habe mein Leben lang quasi so eine Schatztruhe bestückt mit einzelnen Münzen. Und dann erzähle ich jede einzelne Münze, gebe ich raus im Podcast und sende sie und gebe sozusagen aus meiner Schatztruhe alle Sachen, die ich so gelernt habe, raus.

1:36:53 Lea-Sophie Cramer: Dann ist die ja irgendwann, habe ich einfach alle Münzen rausgegeben, die ich über 30 Jahre, nächstes Jahr werde ich 40, gelernt habe. Das heißt, jetzt muss ich die ganze Zeit wieder eine neue Münze lernen, in einer super krassen Schnelligkeit. Und zwar jede Woche, um die wieder reinzutun in die Schatztruhe und sie gleich wieder rauszutun. Genau, ich muss ja wieder was senden. Ich muss irgendwie sendefähigen Content haben. Und das hat mich dann gestresst. Und ich hatte auch das Gefühl, man braucht nicht meine Gedanken zu allen Themen. Also ich habe auch zu ganz vielen Themen Keinen sinnvollen Beitrag.

1:37:22 Feliks Eyser: Das ist interessant, dass du sagst, mir geht es oft auch so. Ich sage auch, also ich habe dann früher dann irgendwie so auf so Artikel geschrieben, was mir auch Spaß gemacht hat, quasi Content zu. produzieren und so eine Reise zu dokumentieren, irgendwie, mir macht es Spaß und dachte dann aber irgendwann auch so, also ich könnte auf gar keinen Fall irgendwie jede Woche dreimal auf LinkedIn posten und irgendwas aus meinem Leben erzählen, weil ich muss auch nicht die ganze Zeit auf Sendung sein und

1:37:40 Lea-Sophie Cramer: Deswegen habe ich LinkedIn auch wieder aufgehört. Oder mache ich so, wie es mir gerade taugt. Aber ich meine, bei LinkedIn mal hatte ich das größte weibliche Profil im deutschsprachigen Raum. nichts weiter mitgemacht, sondern irgendwie gepostet waren auch immer, weil ich einfach merke, dass dieses Routinierte und jetzt musst du da raushauen und egal ob du was Sinnvolles zu sagen hast oder nicht, das das passt einfach nicht. Und Jetzt zum OMR-Team und zu Philipp auch, die sind halt grandios darin, also Philipp hat dann so eine super gute Sprachnachricht geschickt. Verena, ich und Philipp haben eine Gruppe. And Philip heard so Lea will de facto. I had this always ferty, I wanted to Ich hatte erst mal gesagt ein Jahr lang Pause. Wer übernimmt, du hast schon Nachfolgerin oder Nachfolger? Nachfolger quasi, ja. Ich hatte das mit OMR alles durchgesprochen, mit Verena Wann und so weiter. Alles fertig. Dann kommt also Philipps Sprachnachricht.

1:38:35 Feliks Eyser: Und Philipp muss mal sagen, sein Betriebssystem sind Sprachnachrichten. Wenn man irgendwas von dem will, dann kriegt man immer eine Sprachnachricht.

1:38:39 Lea-Sophie Cramer: Ich liebe es ja. Ich liebe Sprachnachrichten. Ich finde, das ist das Beste überhaupt. Da kriegst du alle Emotionen mit, alle Sachen, ich kann die hören, wann ich will. Ich kann auf einen halb stellen, ich liebe Sprachnachricht, Brena has Sprachnachricht. Aber naja, also auf jeden Fall kommt da viele Sprachennachricht. Und die war so gut, weil er anfängt mit. Hey Lia , und zu ganz ruhig. Hey Lia, hab gehört, du wolltest aufhören, hast es auch schon mit dem Team besprochen. Alles gut. vollste Unterstützung meinerseits, du darfst logischerweise machen, was du möchtest. Ich dachte, vielleicht hilft es dir trotzdem einmal zu hören von jemandem, der wirklich den Podcast-Markt extrem gut kennt. wie euer Podcast da so steht versus den anderen und wie leicht oder schwer das ist, das wieder zu replizieren. Und dann ging es los. Und es war aber so von der Form her genau das, was für mich funktioniert, weißt du? Gar kein Druck. Keinerlei bist du verrückt geworden. Auch eigentlich so keine Überzeugung. Es war einfach nur. Ich sage dir aus meiner Sicht, wie ich das sehe, was du da jetzt machen möchtest.

1:39:47 Feliks Eyser: Die Sicht hast du vielleicht selber nicht, weil du bist jetzt auch nicht so in dem Markt, dass du tausend Formate screens und das vergleichen kannst und so weiter. Aber die Perspektive hat Philipp natürlich.

1:39:54 Lea-Sophie Cramer: Genau, der kennt natürlich den Podcast Markt besser als jeder andere. Und das hat für mich so gut funktioniert, dass es, glaube ich, erstmalig dann dazu geführt hat, dass ich irgendwie dem Projekt die Wertschätzung auch gegenübergebracht habe, die das Projekt verdient. Also ich habe das vorher immer so ein bisschen als Ich arbeite viel in so einer Standbein-Spielbein-Logik. Mein Standbein ist Epix, mein Spielbein ist zum Beispiel der Podcast. Und das Spielbein ist also dann aber auch. Ja, weniger hat halt keine Ziele, ist sozusagen Freude, ist Hobby, ist Kreativität und wenn es das dann nicht mehr erfüllt. Kann ich aber auch ein anderes Spielbein haben, weil ich stehe auf meinem Standbein. Und das ist unfair dem. Projekt gegenüber, weil es unfassbar viel bewegt, weil es eins eigentlich der positivsten Projekt ist in meinem Leben. Es kostet eigentlich am wenigsten Im Sinne von Ärger und Drama und irgendwie, keine Ahnung, irgendwie negative Sachen. Da kommen nur positive Sachen raus. Du kannst die Menschen irgendwie. . Ja, beeinflussen hoffentlich in einem positiven Sinne mit deinen Gedanken und wenn sie es blöd finden, dann hören sie auch nicht mehr zu. Also es ist so, es ist so Das ist remote möglich, es ist irgendwie mit einer meiner engsten Freundinnen, weißt du, wir besprechen Themen, die ich spannend finde. Es hat eigentlich alles und ich hatte da glaube ich. irgendwie eine, weiß ich nicht, war da auch zu arrogant. Irgendwo so, wenn ich das nicht mache, mache ich halt was anderes und dann macht es irgendjemand anders, ist ja auch alles okay. Nee, ist nicht alles okay. Und die Leute hängen in der Tat an dir als Host und an Verena und an eurer Dynamik. Und es ist nicht austauschbar. Und da kann nicht einfach eine Nachfolgerin reingehen, weil es hängt in dem Fall, bei ganz vielen Firmen mache ich es ja anders, dass ich das genau, dass ich mich ja austauschbar mache. Aber in dem Fall kannst du mich da nicht einfach austauschen. Du kannst dich jetzt auch nicht hier austauschen. Das bist halt du und deine Art, das zu tun und dein Charakter und deine Fragen, die du stellst und deine Recherche, die du reinst. steckst, die in den anderen so nicht reinsteckt. Und dein Wille das irgendwie erfolgreich machen zu wollen.

1:41:56 Lea-Sophie Cramer: Und das war wirklich wichtig, fand ich, der Moment.

1:42:00 Feliks Eyser: Das ist auch eine spannende Frage, wo man dir sagen kann, was würde die Company sagen, was würde der Podcast sagen? Der würde sagen, nee, na klar bräuchte Lea. Und ich finde es auch nicht gut, dass ich nur das Spielbein bin.

1:42:08 Lea-Sophie Cramer: Ja, genau, genau. Wieso nimmt ihr mich nie

1:42:12 Feliks Eyser: an?

1:42:12 Lea-Sophie Cramer: Ich mache ihr hier die Taschenfolge. Also es gibt wirklich Phasen, da habe ich bei Epix gar nichts verdient. Wir haben uns ja kein Geschäftsführergehalt ausgezahlt. Jetzt zahlen wir uns nur das Minimum aus, was du auszahlen kannst. Das heißt Das trägt meine drei Kinder und Familie nicht. Der Podcast trägt wesentlich mehr davon. Was

1:42:28 Feliks Eyser: seht ihr damit?

1:42:29 Lea-Sophie Cramer: Also kannst du so direkt nicht sagen. Aber ich würde schon sagen, dass der Podcast macht dieses Jahr Mehr als eine Million Umsatz.

1:42:38 Feliks Eyser: Mega!

1:42:39 Lea-Sophie Cramer: Und das ist natürlich schon echt relevant. Jetzt geht natürlich ein großer Teil auch an OMR. Und wir haben auch Teams, die das helfen und so weiter. Du hast die Technik und du hast alles Mögliche an Leuten, die bezahlt werden. Auch wir haben ja, ich habe einen Chief of Staff, Arena auch, ETC, also die werden alle verbezahlt. Aber es ist trotzdem so, dass es ein signifikanter Teil meines Lebensunterhalts ist. Und Das ist auch, weißt du, da beißt mich mein eigenes Freiheitsgefühl manchmal in den Po. Weil ich so denke, ach, ich bin, ich möchte nicht gebunden sein und ich möchte frei sein und ich will irgendwie meine eigene Schaffenskraft so einsetzen, wie ich sie möchte. Und Wenn du aber ungebunden bist, dann hast du auch nichts, was dich hält und trägt und irgendwo nichts, was wächst, weil du ja die ganze Zeit nur frei springst. Also du kannst, glaube ich, gar nicht so richtig was von Wert kreieren, wenn du dich nicht auch binden lässt. Und ich meine, auch bei Amorelie war ich sieben Jahre, ja. Das war jetzt auch nicht irgendwie ein, zwei Jahre, sondern da habe ich schon einen signifikanten Teil meines Lebens an Zeit reingesteckt. Und deswegen finde ich es absolut richtig, dass das so gerade gerückt wurde in meinem Kosmos.

1:43:51 Feliks Eyser: Ich kann es so nachvollziehen und nachfühlen. Mein Ding war früher auch zu sagen, ich will komplett frei sein, keine Verpflichtung. Wenn ich morgen Lust habe, zu Burning Man zu fliegen, dann mache ich das. Das war so meine Freiheitsdefinition. Das hat sich jetzt bei mir so 180 gedreht, so mit Kids und so weiter, wo ich denke, ich finde es so geil, am Anfang des Jahres meinen Kalender zu nehmen, an die Wand zu kleben, die Tage ein, also mich in so ein Korsett reinzuzwingen, weil. Das ist meine neue Freiheit, aus irgendeinem Grund zu wissen. Ich werde im November dort sein und im Februar da. Und ich habe diese Drehtage und so weiter und freue mich drauf. Und jeden Freitag geht diese Folge online. Also, das gibt mir mittlerweile so eine Sicherheit, wo ich sage Freiheit ist für mich, jetzt nicht den ganzen Tag über andere Sachen nachdenken zu müssen, über Burning Man und den nächsten Trip und was auch immer, sondern diese Routine aufzubauen. Habe ich mich aber auch komplett gedreht.

1:44:34 Lea-Sophie Cramer: Ja, ich auch.

1:44:35 Feliks Eyser: Ihr habt erzähl mal von eurem Strategy Offside kurz, ihr habt das mit einer mit einer Coach zusammen gemacht, habe ich gehört, im Podcast, was ich im Flugzeug saß, neben Helly, bevor wir angefangen haben zu reden. Immer als Founder macht man immer diese Offsites. Sie nimmt seine Leute mit, entweder Co-Founder oder das ganze Team. Und ich habe das immer alleine gemacht. Also quasi meine Co-Founder und ich und nur ab und zu einen Coach dabei gehabt. Du, bei dir war es wahrscheinlich auch so, dass du beide Versionen kennst, mit Coach oder ohne Coach. Erklär mir mal, was die Qualität ist, so etwas zu machen mit einer externen Person, mit einem Coach, was der Unterschied ist zu ich mache einfach ein Offside alleine.

1:45:08 Lea-Sophie Cramer: Ich finde es gigantisch, den Unterschied und auch das, was da rauskommen kann, weil zum einen hast du nicht die Verantwortung, den Prozess zu organisieren, weil du eine Person hast, die das macht. Deswegen bist du selber viel mehr dabei. Weil du einfach diesen Orga-Teil nicht hast.

1:45:25 Feliks Eyser: Sonst hast du mindestens zwei Hütte, du musst quasi Facilitation machen, moderieren, du bringst einen Inhalt, vielleicht musst du morgens noch das Spiegelei kochen, dann bist du noch einmal. Genau so. Admin quasi.

1:45:32 Lea-Sophie Cramer: Genau so. Und das macht sie und zum anderen.

1:45:35 Feliks Eyser: Nicht das Spiegelkochenmaschine.

1:45:36 Lea-Sophie Cramer: Nee, das hat sie nicht gemacht, aber den ganzen inhaltlichen Teil so vorzubereiten, dass du den Rahmen hast, in dem du dann Freidenken kannst. Dann liebe ich es auch, jemanden zu haben, der das führt und auch die Zeitmanagement und sowas macht. Normalerweise mache ich das auch selber und dann guckst du die ganze Zeit auf die Uhr, bist abgelenkt und so finde ich auch nicht so cool. Und dann ist das Schönste aber an einer Coach oder einem Coach, man hat einfach so Arten und Weisen. in denen man sich wohlfühlt. Also zum Beispiel, Verena und ich fühlen uns unglaublich wohl, über die Zukunft nachzudenken. Wir verbringen wenig Zeit in der Vergangenheit, beide. Also das wertzuschätzen, was war, sondern wir sind sofort dabei zu sagen, und was könnte daraus werden und wie groß könnte das werden und was könnte man daraus noch machen und was wären noch angrenzende Kategorien und so weiter. Da fühlen wir uns total wohl Das heißt, sie hat uns gezwungen. Wir haben am Anfang so eine Art Lebensreise quasi von dem Podcast gemacht und hatten so einen Zeitstrahl von Start des Podcasts bis jetzt. Und mussten dann raufkleben, was ist passiert und was hat uns Energie gegeben und gezogen. Das war erstmal schon total cool, weil hatten wir viereinhalb Jahre uns nicht angeguckt. Was hat uns eigentlich beflügelt und was auch nicht. Und haben uns auch gegenseitig Sachen erzählt, die wir vorher noch nicht wussten, dass uns das krass für Energie gegeben hat. Ein Beispiel, ich hatte Mutterschutz. Und wir hatten das erste Mal überhaupt im Podcast so eine Mutterschutzvertretung, weil ich ein Kind bekommen habe und wir hatten, glaube ich, sechs Wochen oder acht Wochen Mutterschutzvertretung. Und das gab es halt noch nie, dass ein Podcast Motorschutzvertretung hatte. Und das hat mir unglaublich Energie gegeben. Ich habe mich so unterstützt und gehalten und gesehen und gewertschätzt und und Supported gefühlt von den Leuten, die das gemacht haben in der Phase. Ich war so dankbar. Es war so ein schönes Gefühl, dass jemand irgendwie mein Baby weiterträgt, das Podcast-Baby, während ich ein anderes, anderes Gebäre, ein echtes. Dass das irgendwie ein Riesenmoment war für mich, ja. Und davon gab es ganz, ganz viele Beispiele in dieser ganzen Phase. Das heißt, das war erstmal schön, hätten wir uns nie die Zeit für genommen, da zurückzugucken, so lange auch mit so einem Zeitstrahl.

1:47:45 Lea-Sophie Cramer: Am Anfang ist es auch so Zeitstrahl. Jetzt musst du da drauf und so. Da fängt aber einer an, dann musst du halt mitziehen und so, ist auch ganz gut so. Dann haben wir so gesagt, okay, tack, tack, fertig, Zeit, Streit. Ist da, jetzt reden wir über die Zukunft. Und dann hat die Coach gesagt, verstehe ich, das wäre auch das, was ihr jetzt normalerweise machen würdet. Passt zu euch, könnt ihr gut, das können wir eh noch machen Ich würde jetzt noch einmal, da habe ich schon mal gerne angeguckt, schon gemerkt, okay, bei ihr, ihr fällt alles aus dem Gesicht, hat die Kurse gesagt, ich würde gerne einmal, dass ihr ein Bild malt, was der Podcast aktuell in eurem Leben bedeutet. Und wenn du Verena mit Bildmalen kommst, gehen da alle Lichter aus. Also die hat das, sie macht ja Sachen, die sie gut kann. Eigentlich kann die ja alles. Die kann ja jeden Sport. Die kann jeden Bereich des Lebens, die hat zu allem was zu sagen, die kann einfach, die ist so ein Mensch, die kann alles. Aber malen kann sie nicht so gut. Deswegen hasst sie das eh schon. Und ich wusste so, jetzt muss sie malen, jetzt muss sie auch noch aufmalen, was der Podcast in ihrem Leben hat, die mag auch so Coaching nicht und so.

1:48:48 Feliks Eyser: Das ist kurz vor Namen tanzen. Ich habe sie

1:48:51 Lea-Sophie Cramer: schon so angeguckt und gedacht, okay, und dann habe ich gedacht, ich mache einfach los, weil dann merkt sie, okay, es ist jetzt nicht mehr diskutabel, wir mussten jetzt sein. Ich also angefangen, da so rumzumalen, sie noch so in ihrem Kämpfen mit sich selber, ob sie da jetzt was sagt oder ob sie es einfach macht, dann hat sie sich entschieden, okay, ich mache jetzt einfach auch. War der beste Moment der ganzen zwei Tage. Weil wir haben da Sachen aufgemalt und so ein Bild macht dir Dinge klar, die die Logik nicht fasst.

1:49:15 Feliks Eyser: Was glaubst du, was dieser Effekt ist? Was führt dazu?

1:49:17 Lea-Sophie Cramer: Ich glaube wirklich, da kommt ganz viel Unterbewusstes. Du kommst auf Sachen, also ich habe zum Beispiel so einen fetten Anker gemalt mit so einer Riesenkette und so Boten drauf und so. Und Ich habe noch nie über einen Anker nachgedacht. Anker ist überhaupt kein Begriff oder Wort oder Thema, was ich in meinem Leben. . Ich habe auch keine Ankerkette, nichts ist mit Anker. Also ich habe da irgendwie gar keinen Bezug zu Anker. So, kam mir aber gleich, ja. Also Verankerung, wo bin ich eigentlich verankert? Auch diese Routine, dieses natürlich auch reingezwungensein in eine Routine, die eigentlich nicht meine ist. Also auch einen Anker hält dich ja auch.

1:49:51 Feliks Eyser: Aber es schränkt dich auch ein Stück weit ein. Dann driftest du nicht ab im Positiv. Genau,

1:49:54 Lea-Sophie Cramer: und über diese ganzen Sachen, ja, und auch wo ich Verena und mich gemalt habe, jetzt ohne da irgendwie tief einzusteigen, aber und was für Boote und was die so symbolisieren und so weiter, das kommt ja alles ohne dass du groß darüber nachdenkst. Du malst einfach und musst auch deinem Impuls einfach folgen und malst erstmal und hoffst, dass es dann irgendwie was Sinnvolles ergibt. Aber das tut's, weil ja dein Unterbewusstsein da irgendwie lenkt. Und bei ihr genauso. Und das hat echt wahnsinnig Freude gemacht zu verstehen, dass Verena zum Beispiel eigentlich alle beruflichen Themen, die die macht, verdienen kein Geld Also die hat ohne Ende Hüte auf ganz viele Projekte, die verdienen aber alle keinen Cent. Eigentlich hat sie nur Projekte im Ehrenamt. Riesige. Sie leitet den Start-up-Verband, genau, sie ist in ihrem Familienunternehmen, sie macht digitale Bildung für alle e. V. und so weiter. Riesensachen. Victoria, FC Victoria, aber die verdienen halt nirgendwo Geld. Das heißt, bei ihr war das so, der Podcast ist Bietet ihr quasi die Freiheit, das Leben führen zu können, was sie da lebt. Und die Dinge in die Gesellschaft zu bringen, die alle nichts zahlen, die so wichtig sind, weil sie den Podcast hat, der das halt tragen kann. Bei mir ist der Podcast komplett anders verankert. verankert, der ankert dann doch wieder. Und das war halt so cool und es war so emotional, weil es natürlich bei dem Podcast auch darum geht, was für eine Beziehung haben wir Rena und ich miteinander, was heißt das eigentlich für unsere Freundschaft und so. Wie wichtig ist man sich? Wie wichtig ist das gemeinsame Projekt in dem eigenen Leben und so? Das hätten wir niemals besprochen. Niemals. Und das sind die Sachen, und dann auch am nächsten Tag, ja, dann haben wir angefangen mit Visionsworkshop. So, was wollt ihr in der Welt bewegen? Da war ich, das war Verena, das ist das ihr Liebstes. Da denkt die morgens, mittags und abends drüber nach. Ich fand es so weit weg, so riesig, dass ich dachte, boah, so abstrakt, wie wollen wir von dem, was wir in der Welt bewegen wollen, jetzt wieder auf unseren kleinen Berliner Podcast so runterkommen, ja? Aber nein, hat natürlich was miteinander zu tun, weil du machst ja die Dinge. Deswegen, weil du was in der Welt bewegen willst. Also es und das hätte ich aber niemals hätte ich die Zeit mehr genommen, da hätte ich gesagt, nee, ist mir viel zu weit weg. Hat aber alles total viel Sinn gemacht. Das heißt, ich glaube, was so ein Coach oder so eine Coach tut dass sie dich nicht so ausbüchsen lässt mit deinem eigenen Charakter, den du schon so gut

1:52:05 Feliks Eyser: wieder in dein Messer zu gehen, in deine Komfortzone im Sinne von Lass uns mal die Excel aufmachen, weil. Ich bin halt ein Excel-Typ oder komm, wir machen OKAs, da irgendwelche Ziele, whatever.

1:52:15 Lea-Sophie Cramer: Visionsarbeit, das und das könnte es alles bewegen und dann redest du dich da in irgendwie Sachen rein, die du zum Schluss eigentlich gar nicht machen willst, sondern Irgendwie genau den Teil zu beleuchten, den du normalerweise eher vielleicht umgehen würdest. Und deswegen war es ein ganz tolles Ganz toller Workshop. Da ist rausgekommen, auch zu meiner Überraschung eigentlich, dass wir de facto nicht viel ändern. Also wir ändern so ein paar Sachen. Wir machen den Podcast noch mehr so, wie er wirklich zu uns passt. Das habe ich von Matze Hilscher wirklich ganz stark mitgenommen. Der war mal bei uns zu Gast. im Podcast und der meinte, ich bin brutal egoistisch, was meinen Podcast angeht. Und das habe ich so gefühlt, weil ich angefangen hatte. anderen gerecht zu werden, entweder den Zahlen oder dem Team oder den Streams, dass da und da mehr Streams sein müssten und deswegen muss man das und das machen oder Leute einzuladen, weil jemand mich gebeten hat, dass ich sie einlade oder sowas. Und das kannst du machen, aber das kannst du nicht nachhaltig machen. Das hältst du nicht lange durch. Vor allen Dingen bei einem Podcast, nicht wo du selber Teil der Gleichung bist.

1:53:23 Feliks Eyser: Genau, du bist ja das Produkt auf eine Weise. Und deine Energie.

1:53:27 Lea-Sophie Cramer: Und wenn du es unspannend findest, mit mir zu reden, merkt das jeder. Und dann ist es auch kein geiler Podcast. Und deswegen musst du es egoistisch machen, was ich aber. . mir gar nicht mehr so richtig erlaubt hatte. Also natürlich haben wir den so gemacht, wie wir es wollen, aber wir hatten es halt in Teilen aufgeweicht.

1:53:42 Feliks Eyser: Was hat dazu geführt, dass ihr das aufgeweicht habt? Waren es so die Zahlen und die Millionen Leute, die dann zugehört haben? Oder was glaubst du

1:53:48 Lea-Sophie Cramer: Also die Zahlen würde ich sagen, auf jeden Fall auch. Ich bin schon ein Mensch, der sich sehr, sehr gern Zahlen anguckt und da natürlich auch irgendwie leisten will. Dann auch so Wünsche von außen, wäre doch toll, wenn ihr nochmal das und das Thema auch macht oder könntet ihr nicht das und das noch einbringen oder so. Und da nicht drauf zu hören, dass man selber einfach. . . da weniger Energie hat. Dann auch, Verena und ich haben unterschiedliche Bereiche, die wir spannend finden. Also ich rede unfassbar gerne mit Sportlern. Ich finde es einfach irre spannend, weil die so viele mentale Kämpfe haben und ich die so nachvollziehen kann, davon so viel lernen kann. Sie redet unfassbar gerne mit Menschen außer Politik. Und das vielmehr freizulassen und den Raum zu lassen dafür, dass das jeder auch ausleben kann. Oder sie will gerne Einschätzungen geben, auch über aktuelle Dinge, die in der Politik passiert sind. So, da komme ich im Traum nicht drauf, dass ich dazu meine Meinung äußern will, weil ich so denke, da gibt es tausend Podcasts, die du eher hören solltest als meinen. Da den Raum zu öffnen, dass das jeder aber auch wieder machen kann, aber in diesem Rahmen von unserem Podcast, das hat total geholfen und auch ganz ehrlich zu sein mit dem, was zieht Energie, was bringt Energie. Und es ist ganz unterschiedlich teilweise. Obwohl es wundervolle Sachen sind, wir haben zum Beispiel Circles überall im Land, ja. Und Verena liebt es, da hinzugehen zu den Circle-Treffen. Und ich liebe es, dass es die gibt. Da kommen dann 200, 300 Menschen zusammen in Frankfurt und besprechen Verschiedenste Themen nach unserem Podcast und so weiter. Das ist phänomenal, was die da leisten. Das ist auch alles Ehrenamt, das ist so toll. Wenn ich da auch noch hingehen muss, in meinem Gefühl, ist das sozusagen für mich ein weiterer Arbeitseinsatz. Ich kann den gerade nicht.

1:55:28 Feliks Eyser: Kann nicht sagen, der dich runterzieht.

1:55:29 Lea-Sophie Cramer: Genau, ich habe auch ein kleines Kind gerade. Ich bin in einer anderen Lebensphase. Verena hat jetzt große Kinder. Die ist da einfach in einer anderen Energie schon wieder. Die schläft die Nächte durch und so. Das heißt, für mich fühlt sich das einfach gerade anders an. Dann haben wir gesagt, weißt du, was? Dann geht jetzt erstmal Verena zu den Circles. Dann gehst du halt einfach nicht hin. Ist doch nicht schlimm. So, dann machst du das so. Aber weißt du, diese Dinge zu besprechen und sich da so wieder freizulassen und in die eigene Energie wieder reinzukommen. Das war ganz bereichernd. Hat echt Spaß gemacht.

1:55:57 Feliks Eyser: Was kann ich von dir lernen? Ich bin jetzt im zweiten Jahr, komm jetzt ins dritte Podcast-Jahr, was hättest du gerne früher gewusst. Boah, auch

1:56:03 Lea-Sophie Cramer: eine Sache, die du so viel besser machst jetzt schon als wir, ist Video, Reels, Snippets daraus und so weiter und so fort. Da wehren wir uns immer noch mit Händen und Füßen gegen. Aber you need to do it.

1:56:13 Feliks Eyser: Das ist verrückt. Also bei uns ist zehnmal so viel Reichweite in Anzahl Views, Short Form versus Longform. Natürlich ist die Nutzung viel, viel, viel geringer, weil in Short schaust du dir irgendwie eine Minute an oder so. Und ich habe nicht, also ich sehe zumindest in den Zahlen bei uns keine Korrelation zwischen Shorts, Civiral, ein paar Dinger, die irgendwie eine Million hatten, dass diese Leute dann wirklich in Longform reingehen. Also Ich glaube, es ist eine eigene Disziplin.

1:56:37 Lea-Sophie Cramer: Es ist eine eigene Disziplin, aber es ist ein Teil von Marketing, den du machen musst. Wir machen ihn nicht und das ist auf jeden Fall falsch. Also Wir haben richtig viel Longform-Zuhörerschaft, das ist super, aber die Shortform kriegen wir überhaupt nicht gut hin. Deswegen, das machst du schon mal super, würde ich auf jeden Fall weitermachen. Ich finde schon diesen Teil von sozusagen Egoismus, was ich eben gesagt habe, den hätte ich, den merke ich mir auf jeden Fall jetzt wieder mehr. Und da auch , du kannst ja auch auslagern, welche Phasen in diesem Podcast findest du so spannend. Dass man daraus Reels machen sollte. Das macht ja heute teilweise die KI oder dein Team oder was auch immer. Und da glaube ich auch extrem dran, dass also Steve Bartlett, der sagt, er hat so einen Button unterm Tisch, den er dann einfach drückt. Oder halt, wenn er.

1:57:22 Feliks Eyser: Hat er den wirklich? Das wusste ich noch gar nicht.

1:57:26 Lea-Sophie Cramer: Und er klickt den dann sofort und ich finde, ich lag da zwei Jahre UMR mit in den Ohren und habe gesagt: Ich brauche diesen Button. Ich habe so oft mittendrin. Aber ich kann es mir nicht aufschreiben, weil ich bin ja, ich rede ja mit dir.

1:57:36 Feliks Eyser: Ich hatte gestern einen Call dazu mit unserem Produzenten, wo ich gesagt habe, ich wusste nicht, dass es es gibt. Hab ich gedacht, ich muss diese Teile machen. Nee, hat er selber gebaut, hat er selber gebaut.

1:57:45 Lea-Sophie Cramer: Ja, ja, klar. Sowas gibt es ja auch nicht. Oh mein Gott, aber der hat selber gemacht. Ja, musst du bauen. Und dann habe ich das nämlich remote haben wollen. Jetzt ist der Button schwer weg. Ich so, jetzt gibt es doch nicht. Ich hatte jetzt diesen komischen, jetzt ist er wieder weg. Aber. Und natürlich kommen da manchmal auch Reels raus von dem Team, die ich nicht gesehen hätte, logischerweise. Aber es sind auch viele verloren, die mir wichtig waren. Und da, weißt du, und Und da kann nur ich diese Audience so einschätzen, dass ich denke, das hat der jetzt in einer Art und Weise gesagt. Die ist einfach, die gibt es so noch nicht. Das ist so viel besser als das, was es gibt. Das kann das Team aber nicht wissen, weil die sich mit den Themen, die ich habe, gar nicht so auseinandersetzen, dass sie wissen, dass die Art und Weise fehlt. Genau. Deswegen, also, und das ist auch wieder der Teil von. weiß ich nicht, ich denke auch oftmals so, ach Lehre nämlich nicht so wichtig, weißt du, jeder kann das, was du kannst und so weiter. Glaube ich auch wirklich in ganz vielen Teilen. Aber es gibt ein paar Teile, wo es die Menschen oder wo es einfach, wo ich mehr Erfahrung gesammelt habe. Und es irgendwie intuitiver kann, besser kann, ich weiß es nicht was. Und das auch wieder anzuerkennen und zu sagen, ich glaube daran, dass dass mir bestimmte Sachen ticken leichter fallen und Dann setze ich mich auch dafür ein, dass ich so einen Button kriege und erzwinge das sozusagen, auch wenn das das Team sicherlich auch gut macht. Aber ich sehe da was, was andere nicht sehen und vielleicht wird es sich auch das erste im Jahr auszahlen. Daran zu glauben, das glaube ich total. Ich glaube schon krass und das machst du aber, finde ich, auch an die Kraft von Geschichten, Humor, dieses Authentische. nicht geskriptet und das Menschliche deinerseits. Also dass sozusagen deine Fragen auch deine Perspektive mit einbringen. Und nicht austauschbar sind. Nicht jemand anders da sitzen könnte, weil der würde dieselben Fragen nicht stellen. Sondern auch, also wenn ich interview jemanden, dann sage ich auch meine Meinung dazu, wie du es ja auch machst. In kleiner, aber trotzdem, um dann wieder auch bei der anderen Person was zu bewirken. Das finde ich wahnsinnig wichtig und sinnvoll machst du aber auch total.

1:59:45 Feliks Eyser: Ich hätte da mit dem Tobi von Studio Bumens immer drüber gesprochen, großer Podcast-Produzent in Deutschland. Ich habe ihn gefragt, was machen erfolgreich im Podcast, weil du hast halt viele von denen gesehen und er meinte, ganz oberste Stelle ist. . Der Vibe, hast du so Lust, mit diesen Leuten abzuhängen? Und dann kommt lange nichts und dann kommt irgendwann so, ich will was lernen. Also dann kommt so dieses edukative Element, was aber überhaupt nicht im Mittelpunkt steht. Also klar hören Leute zu, die. Founder sind jetzt in unserem Fall und irgendwie besser werden wollen in ihrer Firma oder bei euch, Leute, die sich weiterentwickeln wollen, persönlich. Das Wichtigste ist Der Vibe, wollen die mit euch abhängen. Und ich habe bei Chris Williamson gerade, das ist auch ein großer Podcaster gehört, der meinte auch, das ist so eine Erkenntnis, die bei ihm nach ein paar Jahren kam, dass er sagte Podcasters are Vibe Architects. Ich dachte, was ist das für ein geiler Satz? Vibe Architect. So, weil ich meine, entweder hast du ein Vibe oder nicht, aber man kann natürlich auch überlegen, wie kann man den. Besser kreieren. Und dann sagt Joe Rogan, von dem kann man es halten, was man will, aber das ist ein guter Vibe-Architekt. Du gehst da rein, das ist eine angenehme Stimmung, der kriegt Sinn, dass das irgendwie easy going ist, der kriegt Sinn, dass Elon Musk sich einen Joint anzündet. Also überleg mal. Da steckt ja eine Architekturleistung dahinter. Das ist interessant beschrieben. Manchmal hört man so einen Satz, der dann wieder viele Türen öffnet und sagt, okay. Den finde ich gerade sehr gut.

2:00:58 Lea-Sophie Cramer: Der eröffnet bei mir auch nochmal sehr viele Türen. Das stimmt total. Ich glaube, deswegen ist bei uns ja auch das Erfolgreichste. Wir machen ja gerade drei Podcasts die Woche. Also Dienstag, Donnerstag, Sonntag. Und das erfolgreichste Format ist donnerstags, wenn Verena und ich reden, total weil der Vibe einfach da ist. We so sind wie we sind, weil wir so miteinander umgehen, wie wir es tun, weil das auch alles echt is, wenn wein real life siehst miteinander, then is it. Weil es nicht austauschbar ist. So, können wir beiden auch irgendwie gute Interviews machen mit der Zeit jetzt gelernt? Ja, aber Ist das wirklich anders, als es die anderen machen in unseren Solos, glaube ich, schon, wenn ich jetzt alleine Leute interviewe, weil ich mich dann auch auf die Leute, weil ich ja nur noch die Leute nehme, die ich dann spannend finde und dann mich auch voll drauf einlasse und dann kommen da auch andere Diskussionen raus. Aber trotzdem, das ist genau das. Und da sind wir teilweise auch zu transaktional, dass wir dann so, ah hi schön, Felix, du bist da, okay, setz dich hin, los geht's. Kannst du halt auch nicht machen. Also, kannst du machen, da ist der Vibe aber ein anderer. Als wenn, wie wir jetzt hier waren, noch zehn Minuten reden können, Kaffee holen und so, da ist der Vibe dann auch wieder ein anderer. Also Finde ich einen sehr guten Punkt. Und dann ist es natürlich wirklich, alles dafür tun, dass du es lange durchhalten kannst.

2:02:09 Feliks Eyser: Und da spielt der Egoismus ja auch rein.

2:02:11 Lea-Sophie Cramer: Genau. Aber auch das sich nicht zu übernehmen. Also mit drei Folgen und so weiter, ne, das kannst du mal testen, so kannst du mal machen, aber wirklich nicht zu sehr drauf zu gucken, was muss es jetzt sein. So dass wir irgendwie die Streams hochhalten und dass wir irgendwie da stark wachsen. Ja, wir sind dann irgendwie, keine Ahnung, 70 Prozent oder 80 Prozent gewachsen oder sowas. Das ist ja Wahnsinn in Jahr irgendwie fünf.

2:02:35 Feliks Eyser: Weil der umgestellt wird auf mehr Episoden.

2:02:37 Lea-Sophie Cramer: Ja, genau, weil einfach mehr ist mehr. Ist so. Aber wenn es mehr ist mehr dazu führt. dass du es weniger gerne machst, dass es dich mehr anstrengt, dass du es weniger lange durchhalten wirst, dass ich ein Ja früher irgendwann aufhöre. So, jetzt haben wir erstmal Verena hat immer so eine Unendlichkeitshypothese für alle Themen, die sie ganz doll liebt. Jetzt haben wir erstmal die Unendlichkeitshypothese für diesen Podcast. Genau, wir machen den so lange, wie es Wie es geht. Also, wenn du mit der Unendlichkeitshypothese rangehst und sagst, ich mach das, das ist mein Ding, ich werde das weitermachen, dann musst du halt ein Setting finden, was dich nicht ausbrennt. Weil ein Jahr lang kannst du das mitgehen, vielleicht auch zwei, vielleicht auch drei. Aber langfristig merkst du dann, okay, das ist so viel Reibung, das ist so viel Anstrengung. Das macht dann weniger Freude und ich glaube, dass dieser Versuchung nicht nachzugehen, das ist schwer.

2:03:29 Feliks Eyser: Und dann kann man sich aber auch wieder ein Stück weit entspannen, wenn man diese langfristige Perspektive hat. Nechlich hier die Alisa von PURELEI, weißt du, diese Schmuckmarke und die sagt jetzt beschlossen, das Unternehmen ist das zehn Jahre alt, sie hat beschlossen, das wird das 100 Jahre alt. Ich dachte, das ist ja schon mal ein geiler Entschluss. Heißt aber auch, wenn du an 100 Jahre denkst, was ist dann die Phase zwischen Jahr 10 und Jahr 20? Das ist ja sehr Ist ja nichts. Da muss ich auch nicht drüber nachdenken, wie kann ich jetzt hier einen Umsatz maximieren oder irgendwas. Ich denke in Jahrzehnten. Ich denke in so einer langen Timeline, dass ich sage. Wenn ich den Compound-Effekt nehme, dann wird das größte Wachstum immer hinten sein. Also ist egal, was du jetzt da gerade in Jahr zwei, Jahr, Drei, Jahr, 6, whatever machst. Fand ich auch wieder so einen befreienden Gedanken, also auch wieder das Gleiche. Es ist ein Korsett, wenn du sagst, okay, die Firma muss 100 Jahre alt werden, aber gleichzeitig auch was Befreiendes zu sagen wird. Dann ist doch jetzt das Gespräch, was nicht gut gelaufen ist, egal und das Real, was wir hier verpasst haben, so scheiß drauf. Es wird irgendwann, also. .

02:04:25 Peak State nach Tony Robbins: So bleibt sie in langen Pitches präsent

2:04:25 Lea-Sophie Cramer: Ich bin ja ein Ein großer Tony Robbins-Fan, darf man irgendwie so gar nicht sagen in Deutschland.

2:04:31 Feliks Eyser: Ist doch geil. Ich hatte Alex Müller hier von Greater, der Tony Robbins aus Deutschland gemacht hat, der saß auf deinem Stuhl.

2:04:35 Lea-Sophie Cramer: Ja, da war ich ja auch schon bei Greater, hab da auch schon meine Reden gehalten und so, genau. Und ich war auch bei Tony Robbins in Florida und wir haben da irgendwie die Sechs Tage-Date with Destiny mitgemacht und so. Und ich habe sein quasi Online -Coach-Training auch gemacht, also wo du quasi von denen gecoacht wirst, also wo du Live-Coach wirst. Nicht, weil ich jetzt sagen will, ich will Highcoach sein und damit arbeiten, sondern weil ich das einfach lernen wollte, was er da macht. Aber was ich daran so toll finde, was du gerade gesagt hast, welche Perspektive du einnimmst, ist, der zu einem Modell Peak State. Also, wie kommst du in deine höchste Leistungsfähigkeit eigentlich rein? Und wie kannst du jetzt gerade in diesem Moment Näher an deinen Peak-State rankommen. Und dann sagt er, das eine von den drei, also das sind Dreieck, drei Themen. Das eine ist Physiologie. Also ich kann mich anders hinsetzen. Ich kann mich zu dir hinlehnen. Da bin ich körperlich einfach präsenter, als wenn ich jetzt so sitze. Ja, genau. Ja, aber das macht was mit dir. Wie vor der Bühne mache ich immer dieses komische V. Habe ich irgendwo mal gesehen, egal, mach ich immer. Und dann, du kannst halt super schwer, wenn du diese komische V machst. Kannst du nicht so richtig schlecht drauf sein. Also, und auch Angst ist echt schwierig. Also, wenn du so da stehst und grinnst, dann ist es super schwer, irgendwie Angst zu haben oder depressiv irgendwie auf die Bühne zu gehen, weil Das ist einfach von der Physiologie ganz schwer machbar. Das heißt, das eine ist Physiologie. Das andere ist, worauf fokussiere ich? Ich kann jetzt gerade Auf die Anteile da fokussieren, auf die Sportarten fokussieren, auf den Satz, den du gerade gesagt hast und die Geschichte von Alisa fokussieren, auf die Tasse, auf alles. Und den finde ich einen am schönsten. Bei ihm hieß es Meaning auf Deutsch Bewertung. Welche Bewertung gebe ich dem Ganzen? So, jetzt wieder zu Alisa zurückzukommen, wenn die sich fokussiert auf. Ich baue hier eine 100 Jahre Company auf und ich bewerte das total positiv.

2:06:41 Lea-Sophie Cramer: Und das ist sozusagen mein State, in dem ich gerade gehe und meine Richtung, die ich einnehme. Dann ist das ein komplett anderes Verhalten, als wenn ich sage, wir machen eine Staffel-Podcast, ich probiere das mal aus und so weiter. Also so, worauf du fokussierst, wie du da körperlich. Da bist und wie du das bewertest, was du da machst, oder was dir passiert oder was jemand sagt, macht alles, was mit deinem State und wie leistungsfähig du bist. Und ich nutze das zum Beispiel auch super aktiv. In zum Beispiel Pitches passiert mir manchmal, dass Menschen zu lange pitchen, in meiner Wahrnehmung oder Bewertung, ja, und dass ich dann so abdrifte. passiert uns wahrscheinlich allen in Kommunikation, es ist uns allen schon passiert, dass man einfach abdriftet. Oder dass man dann anfängt mit Handy oder was auch immer. Und dann überlege ich wirklich so, okay, Peak State so. Hör zu, fokussiere dich auf die Person, sei präsent körperlich und versuch das anders zu bewerten. Also lass mal gucken, was hat die Person noch zu offen , was kann die noch mitbringen, was sehe ich nicht? Was sehe ich, aber was sehe ich auch nicht So einfach auf andere Sachen zu achten, um mich selber auch dabei zu halten. Bordsitzungen teilweise, ich meine, wir haben bei Wella da teilweise zwei, drei Tage Bordsitzungen. Das ist ja sehr, sehr lang. Da präsentieren sehr, sehr viele Menschen, das ist viel Zeit. Und dann hast du auch noch Zeitverschiebungen. Du bist also auch müde. Das ist teilweise sozusagen schwierig. Genauso möchte ich körperlich wieder präsent sein, zum Tisch lehnen, da sein, Augen auf, irgendwie, weißt du, wirklich Kaffee holen, um aufzustehen. Genau, oder auch Körper bewegen, kurz und so. Fokussieren. Okay, was finde ich daran denn das Spannendste gerade? Was verstehe ich denn nicht? Keine Ahnung, ja. Anders bewerten, nicht, habe ich schon gehört, sondern Was sehe ich denn da noch? Was ist meine Frage dazu? Und so weiter. Also du kannst dich selber so viel steuern und das finde ich schön, was du von Elisa erzählst, weil. Weil das einfach ein ganz anderer Fokus ist, eine ganz andere Perspektive. Und das macht was mit ihr, die sie führt und mit dem ganzen Unternehmen wahrscheinlich auch.

2:08:39 Feliks Eyser: Schön, dass du da warst, Lea.

2:08:41 Lea-Sophie Cramer: Danke dir. So schnell.

2:08:44 Feliks Eyser: So zack, zack, zack. Wo finden Leute dich online? Wer soll sich bei dir melden?

2:08:48 Lea-Sophie Cramer: Instagram finden wir auch nicht online, LinkedIn finden wir nicht online. Das war's. Das sind so die beiden Plattformen. Wer soll sich melden? Ich würde sagen, Sportbrands, die Sportarten betreiben und da groß wachsen wollen und Partner an ihrer Seite haben wollen. Die können sich sehr gern melden. Auch sonst können sich hier die Menschen melden. Das

2:09:09 Feliks Eyser: ist gut. Ich gucke mir eigentlich alles an.

2:09:13 Lea-Sophie Cramer: Schafft man auch nicht alles, aber ich versuche immer mein Bestes, irgendwie Leute miteinander zu connecten oder irgendwie einen sinnvollen Rat zu geben, wenn ich einen habe.

2:09:21 Feliks Eyser: Schöne Hochzeit wünsche ich dir am Wochenende mit aller Energie und Fokus und Meaning und der richtigen Posture und dem V und wie auch immer. Grüße an Helly und an Paula.

2:09:29 Lea-Sophie Cramer: Richtig aus. Danke dir.

2:09:31 Feliks Eyser: Danke dir.

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