Private Equity, Bootstrapping und Millionen-Exits im Deep Dive

mit Christoph Jost, Mitgründer von FLEX Capital und Absolventa

28. Februar 2025 · 81 Min

Zusammenfassung

Christoph Jost erzählt, wie aus der Absolventa-Mafia ein Private-Equity-Fonds wurde: Monteurzimmer von 300.000 auf 2 Millionen Euro Umsatz, ein erster Fonds mit 126 Millionen und ein Exit, der mehr als den ganzen Fonds zurückgezahlt hat.

Christoph Jost erklärt im Founder-Mode-Gespräch (Remote-Aufnahme)
Christoph Jost erklärt im Founder-Mode-Gespräch (Remote-Aufnahme)

Christoph Jost hat Ende 2007 mit Jan Beckers die Jobbörse Absolventa gegründet, mitten in die Wirtschaftskrise. Zum Team gehörten Leute wie Henning, Pascal Tilgner und Tim Keding, die danach alle eigene Firmen gestartet haben. Absolventa hat zum Start rund 1,5 Millionen Euro Venture Capital aufgenommen, das Geld in einem Jahr verbrannt und musste dann von 30 auf unter zehn Leute schrumpfen. Aus dieser Erfahrung kommt Christophs Überzeugung, dass Bootstrapping ein sehr gesunder, aber langsamer Weg ist, Firmen aufzubauen.

Nach dem Absolventa-Exit Anfang 2015, nach Steuern knapp unter 10 Millionen Euro, hat Christoph das Geld sofort ins eigene Netzwerk gesteckt: in Shoepassion, privat 2 Millionen in Sellics und mit Tim Keding in Monteurzimmer.de. Dort haben die beiden 70 Prozent gekauft und das Listing-Geschäft in zwei Jahren von 300.000 Euro Umsatz und gut 100.000 Euro Gewinn auf 2 Millionen Umsatz und 1,6 Millionen Gewinn gebracht, bevor sie es an Funke verkauft haben. Der Versuch, das Muster mit Labelfinder.com zu wiederholen, hat nur im kleinen Umfang geklappt.

„Du kannst das Ding relativ schwer auf Speed machen, sondern das dauert einfach seine 5, 6, 7, bei Firmen wie wir bei Flex kaufen heute, 15, 20, 30 Jahre.“
Christoph Jost
Feliks Eyser im Gespräch mit Christoph Jost (Remote-Aufnahme)
Feliks Eyser im Gespräch mit Christoph Jost (Remote-Aufnahme)

Mit Feliks und Co-Host Moritz Blees spricht Christoph darüber, wie er mit Peter Waleczek FLEX Capital aufgebaut hat. Nach Deal-by-Deal-Versuchen mit vermögenden Einzelpersonen kam der erste Fonds: Ziel 100 Millionen, eingesammelt 126 Millionen. Die beiden sind dabei immer all in gegangen, die ersten 10 Millionen kamen von Unternehmern, dann stiegen frühere Absolventa-Angels mit ein, und die LGT wurde nach einer sehr gründlichen Due Diligence zum Ankerinvestor. FLEX kauft gebootstrappte Software-Firmen ab etwa 5 Millionen Umsatz und 1 Million EBITDA und baut sie mit Zukäufen zu Plattformen mit über 10 Millionen EBITDA aus.

Dazu kommen die Lehren aus dem ersten Fonds: Ein QR-Code-Softwareanbieter aus Bielefeld senkte die Churn-Rate von 40 auf 12 Prozent und zahlte beim Verkauf mehr zurück als den ganzen Fonds, ein zweites Geschäft mit hohem Churn und viel Fremdkapital ging dagegen schief. Christoph erklärt, warum er heute meist an größere PE-Fonds verkauft, wie das Investmentkomitee entscheidet und warum er jungen Leuten Nachfolgeregelungen als Alternative zum Gründen empfiehlt.

Zahlen aus der Folge

126 Mio. Euro
Volumen des ersten FLEX-Fonds (Ziel waren 100 Mio.)
knapp unter 10 Mio. Euro
Christophs Erlös aus dem Absolventa-Exit nach Steuern
300.000 → 2 Mio. Euro
Umsatz von Monteurzimmer.de in zwei Jahren
1,6 Mio. Euro
Gewinn von Monteurzimmer.de vor dem Verkauf an Funke
4 weitere Zahlen
1,5 Mio. Euro
Venture Capital für Absolventa, verbrannt in einem Jahr
40 % → 12 %
Churn-Rate der QR-Code-Firma nach der Payment-Umstellung
24 Firmen, 9 Plattformen
Käufe von FLEX über beide Fonds
ab 5 Mio. Umsatz, 1 Mio. EBITDA
Mindestgröße für eine neue FLEX-Plattform

Worüber am meisten gesprochen wurde

Anteil an der Gesprächszeit, berechnet aus den Kapitel-Längen (ohne Intro).
Das Private-Equity-Modell
50 % · 40 Min
Bootstrapping & erste Deals
13 % · 10 Min
Einen Fonds aufbauen
12 % · 9 Min
Exits
11 % · 9 Min
Absolventa & Netzwerk
8 % · 7 Min
Nachfolge & Vertrauen
7 % · 6 Min
Gesprächsverlauf

Kapitel

  1. 00:00Die Gründung von Absolventa und die TalentdichteAbsolventa & Netzwerk
  2. 06:37Erste Investitionen und der Weg zum Private EquityBootstrapping & erste Deals
  3. 16:55Die Gründung von FlexCapital und die HerausforderungenEinen Fonds aufbauen
  4. 21:26Entwicklung des ersten FondsEinen Fonds aufbauen
  5. 26:20Marktchancen und TimingDas Private-Equity-Modell
  6. 37:33Die Gründer und ihre GeschichtenDas Private-Equity-Modell
  7. 41:57Der Übergang vom Unternehmer zum InvestorDas Private-Equity-Modell
  8. 49:11Die Herausforderungen und Chancen im Private EquityDas Private-Equity-Modell
  9. 55:54Der Verkaufsprozess im Private EquityExits
  10. 59:55Exits und die Dynamik im PE-MarktExits
  11. 01:04:29Entscheidungsfindung und TeamkulturDas Private-Equity-Modell
  12. 01:10:03Öffentliche Sichtbarkeit und Branding in Private EquityDas Private-Equity-Modell
  13. 01:15:19Nachfolgeregelung als GeschäftsmodellNachfolge & Vertrauen
  14. 01:18:54Vertrauen als Schlüssel zum ErfolgNachfolge & Vertrauen

Key Learnings

  1. 1

    Bootstrapping ist gesund, aber langsam

    Absolventa hat 1,5 Millionen Euro Venture Capital in einem Jahr verbrannt und musste dann aus eigener Kraft weitermachen. Gebootstrappte Firmen haben laut Christoph eine gesunde Struktur und ein gutes Produkt, brauchen aber Jahre bis Jahrzehnte. Wenn du jede Firma so startest, hast du in deiner Karriere nur wenige Versuche.

    06:37 · Erste Investitionen und der Weg zum Private Equity
  2. 2

    Kaufen statt neu gründen als Abkürzung

    Statt jedes Mal bei null anzufangen, haben Christoph und Tim Keding bestehende Firmen mit Substanz gekauft. Bei Monteurzimmer.de setzten sie auf E-Mail-Marketing, Google und Pricing und brachten das Geschäft in zwei Jahren von 300.000 Euro auf 2 Millionen Euro Umsatz.

    06:37 · Erste Investitionen und der Weg zum Private Equity
  3. 3

    Mit eigenem Geld all in gehen schafft Vertrauen

    Christoph und Peter Waleczek haben ihr ganzes Geld in den eigenen Fonds gesteckt. Das hat bei den ersten Investoren, meist andere Unternehmer, Glaubwürdigkeit erzeugt. Ein starkes GP-Commitment plus ein renommierter Ankerinvestor wie die LGT öffnet danach die Türen zu weiteren institutionellen Geldgebern.

    16:55 · Die Gründung von FlexCapital und die Herausforderungen
  4. 4

    Zuerst auf Stabilität prüfen, dann auf Wachstum

    Die erste Frage bei FLEX ist nicht das Wachstumspotenzial, sondern ob das Geschäft stabil ist. Selbst wenn alle Wachstumsthesen scheitern, soll über die Entschuldung in fünf, sechs Jahren mindestens das Geld zurückkommen.

    26:20 · Marktchancen und Timing
  5. 5

    Hoher Churn plus viel Fremdkapital ist ein perfekter Sturm

    Erfahrene PE-Investoren fassen nichts über 10 Prozent Churn an. FLEX hat es trotzdem getan: Einmal gelang die Wende über ein neues Payment-System, beim zweiten Mal nicht. Mit viel Fremdkapital und einem Churn, der nicht schnell genug sinkt, wird es dann schnell gefährlich.

    41:57 · Der Übergang vom Unternehmer zum Investor
  6. 6

    Unternehmer-Selbstvertrauen kann teuer werden

    Nach einem großen ersten Erfolg traut man sich als Gründer-Investor schnell zu viel zu, weil man ein Muster wiederzuerkennen glaubt. Christoph sagt, dass sie das deutlich bezahlt haben und dass es manchmal besser ist, früher loszulassen, statt selbst mit anzupacken.

    41:57 · Der Übergang vom Unternehmer zum Investor
  7. 7

    Plane den Exit-Kanal schon beim Kauf

    Große PE-Fonds können wegen ihrer Größe erst ab etwa 10 Millionen EBITDA sinnvoll kaufen, und davon gibt es nicht viele Softwarefirmen. Wer eine Plattform dorthin bringt, hat einen planbaren Käufer und profitiert zusätzlich von höheren Multiples.

    59:55 · Exits und die Dynamik im PE-Markt
  8. 8

    Nachfolge als Alternative zum Gründen

    Viele Gründer Ende 50 oder Anfang 60 finden keinen Nachfolger. Christoph rät, solche Firmen strukturiert zu suchen, ähnlich wie beim Search-Fund-Modell in den USA. Über Verkäuferdarlehen und die Hausbank brauchst du dafür oft weniger Eigenkapital, als du denkst.

    01:15:19 · Nachfolgeregelung als Geschäftsmodell

Zitate

Christoph Jost schmunzelt im Gespräch
„Und was wir gesehen haben, war, das Bootstrapping, das ist ein sehr, sehr, sehr gesunder Weg, Firmen zu machen.“
Christoph Jost
„Du kannst das Ding relativ schwer auf Speed machen, sondern das dauert einfach seine 5, 6, 7, bei Firmen wie wir bei Flex kaufen heute, 15, 20, 30 Jahre.“
Christoph Jost
„haben immer gesagt, wir gehen all in. Und das hat eine gewisse Credibility produziert bei den ganz frühen Investoren.“
Christoph Jost
„Das führt manchmal zu Entscheidungen, wo du dir zu viel zutraust. Das haben wir dann schon recht deutlich bezahlt.“
Christoph Jost
„Und da bleiben sehr oft tolle Firmen hängen, wo ich mir oft denke, das ist eine coole Gelegenheit.“
Christoph Jost

Über den Gast

Christoph Jost

Christoph Jost

Mitgründer von FLEX Capital und Absolventa · FLEX Capital, Absolventa

Christoph Jost hat Ende 2007 zusammen mit Jan Beckers die Jobbörse Absolventa gegründet. Nach dem Exit Anfang 2015 hat er sein Geld direkt wieder in Firmen aus dem eigenen Netzwerk gesteckt, darunter Shoepassion, Monteurzimmer.de und Sellics. Ende 2019 startete er mit seinem Partner Peter Waleczek FLEX Capital, einen Private-Equity-Fonds, der profitable, gebootstrappte Software- und Internetfirmen kauft und zu Plattformen ausbaut. Der erste Fonds hat 126 Millionen Euro eingesammelt, laut Intro der Folge verwaltet FLEX inzwischen über 450 Millionen Euro.

Häufige Fragen

Was ist FLEX Capital?

FLEX Capital ist ein Private-Equity-Fonds, den Christoph Jost und Peter Waleczek gegründet haben. FLEX kauft profitable, meist gebootstrappte Software- und Internetfirmen, oft 51 bis 70 Prozent, und baut sie mit Zukäufen zu Plattformen mit über 10 Millionen Euro EBITDA aus. Der erste Fonds hat 126 Millionen Euro eingesammelt.

Ab welcher Größe kauft FLEX Capital eine Firma?

Für eine neue Plattform hat FLEX etwa 5 Millionen Euro Umsatz und 1 Million Euro EBITDA im Kopf. Es gab aber auch Deals mit 3 Millionen Umsatz und 2 Millionen EBITDA. Entscheidend ist, ob das Geschäft stabil ist und ob die Plattform perspektivisch über 10 Millionen EBITDA kommen kann.

Wie hat Christoph Jost den ersten Fonds eingesammelt?

Christoph und sein Partner sind mit dem eigenen Geld all in gegangen. Die ersten 10 Millionen kamen von anderen Unternehmern, danach haben frühe Absolventa-Angels substanziell investiert. Den Durchbruch brachte die LGT als Ankerinvestor, die ein Programm für First-Time-Manager hat und eine sehr gründliche Due Diligence gemacht hat. Danach fielen die weiteren institutionellen Tickets leichter.

Wie hat FLEX die Churn-Rate der QR-Code-Firma gesenkt?

Die Firma hatte kein Produktproblem, sondern ein Payment-Problem: Sie verkaufte ihre Software in 140 Ländern, rechnete aber alles in Euro über eine alte Sparkassen-Payment-Software ab. Auf Rat des Payone-Gründers aus der LP-Basis stellte FLEX auf Stripe um. Zusammen mit weiteren Maßnahmen sank der Churn von 40 auf 12 Prozent, und der Verkauf an Bitly zahlte mehr als den ganzen ersten Fonds zurück.

An wen verkauft ein Private-Equity-Fonds wie FLEX seine Firmen?

Meist über Investmentbanken in einem kompetitiven Prozess, oft an deutlich größere PE-Fonds oder PE-finanzierte Softwareplattformen. Große Fonds können erst ab etwa 10 Millionen EBITDA sinnvoll kaufen, deshalb ist dieser Kanal gut planbar. Strategische Käufer kommen manchmal überraschend, wie der Link-Shortener Bitly für die QR-Code-Firma.

Warum empfiehlt Christoph Jost Nachfolgeregelungen?

Viele Gründer Ende 50 oder Anfang 60 haben keinen Nachfolger in der Familie und suchen einen Ausstieg. Christoph sieht darin eine oft übersehene Chance, als Owner-Geschäftsführer einzusteigen, ähnlich dem Search-Fund-Modell in den USA. Mit Verkäuferdarlehen und der Hausbank brauchst du dafür zum Teil wenig Eigenkapital.

Erwähnt in der Folge

Firmen, Personen und Produkte aus dem Gespräch
  • AbsolventaFirmaJobbörse, die Christoph Ende 2007 mit Jan Beckers gegründet hat. Aus dem Team sind viele spätere Gründer und Investoren hervorgegangen.
  • FLEX CapitalFirmaChristophs Private-Equity-Fonds für gebootstrappte Software- und Internetfirmen.
  • Jan BeckersPersonHat Christoph nach einem Workshop im WHU IdeaLab gefragt, ob sie Absolventa zusammen machen. Feliks nennt ihn einen der erfolgreichsten deutschen Aktieninvestoren.
  • Tim KedingPersonFrüherer Absolventa-Praktikant, Gründer von Shoepassion und Christophs Partner bei Monteurzimmer.de.
  • ShoepassionFirmaTim Kedings gebootstrappte Firma, in die Christoph nach dem Absolventa-Exit einen Großteil seines Geldes gesteckt hat.
  • Monteurzimmer.deFirmaListing-Portal für Monteurunterkünfte, das Christoph und Tim Keding in zwei Jahren auf 2 Millionen Euro Umsatz gebracht und an Funke verkauft haben.
  • SellicsFirmaAmazon-Software von Franz Jordan, in die Christoph privat 2 Millionen Euro investiert hat.
  • Funke MediengruppeFirmaMedienhaus, bei dem Christoph Geschäftsführer war und an das Monteurzimmer.de verkauft wurde.
  • Labelfinder.comFirmaListing-Modell für Modegeschäfte, das Christoph und Tim gekauft haben. Die Hebel von Monteurzimmer haben dort nur im kleinen Umfang geklappt.
  • LGTFirmaLiechtensteiner Private-Equity-Investor mit einem Programm für First-Time-Manager, Ankerinvestor im ersten FLEX-Fonds.
  • EgoditorFirmaQR-Code-Softwarefirma aus Bielefeld, der erste FLEX-Deal: Churn von 40 auf 12 Prozent gesenkt und an Bitly verkauft.
  • BitlyFirmaLink-Shortener, der die QR-Code-Firma von FLEX gekauft hat.
  • StripeProduktPayment-Anbieter, auf den FLEX die QR-Code-Firma umgestellt hat, um den Churn zu senken.
  • lawpilotsFirmaFLEX-Portfoliofirma, bei der Christophs früherer Absolventa-CFO Steffen Hetzel Geschäftsführer ist.
  • Franz MünteferingPersonSeine Heuschrecken-Aussage hat laut Christoph dazu geführt, dass die Private-Equity-Branche sehr verschwiegen wurde.

Transkript

Automatisch erstellt und nur leicht korrigiert, kann einzelne Fehler enthalten.
00:00 Die Gründung von Absolventa und die Talentdichte

00:00 Feliks Eyser: Bei 100 habe ich mich schon nicht wohl gefühlt, muss ich sagen.

00:01 Christoph Jost: Das braucht bestimmt viel vernünftige gewesen und das, was ich da gemacht habe, ohne solides, cooles Produkt und ohne mindestens einen effizienten Vertriebsmarketing Kanal kannst du keine Firma gut Steffen, aber was bei der ersten Firma gelungen ist und die haben die Twin Rate Branchen 40% auf dann 12% runter bekommen wie spektakulär.

00:17 Feliks Eyser: Was hast du gemacht? Da hast du einfach einen Kündigungsbutton gelöscht.

00:22 Founder Mode: Willkommen zu Founder Mode heute mit Christoph Jost, dem Mann, der mehr Millionäre gemacht hat als Günther Jauch. Christoph ist Gründer von Flex Capital und nachdem er selber als Unternehmer aktiv war, investiert er heute über seinen Private Equity Fond mit über 450000000 Under Management und kauft profitable Internet und Softwarefirmen. Wie er das Macht und was er dabei gelernt hat, das erzählt ihr euch selbst. Viel Spaß damit.

00:46 Feliks Eyser: Christoph, schön, du da bist. Ich hab das Gefühl, in Deutschland ist das, was am nächsten an die PayPal-Mafia rankommt, die Absolventa-Mafia. Das hab ich mir so ausgedacht, musst du gleich kommentieren, ob's so ist. Aber, ähm ... ihr habt Absolventa gegründet, kannst du gleich ein, zwei Sätze dazu erzählen, Jobbörse. Das Spannende ist aber, alle Leute, die da rausgekommen sind, danach noch mal viel krassere Sachen gemacht. Ist mein Eindruck. Du bist mit Flex Capital unterwegs, managest Hunderte von Millionen als Software-PE. Jan Beckers war dabei, einer der erfolgreichsten deutschen Aktieninvestoren, sag ich mal, mit seinem Fond Bit Capital. Pascal Tilgner war dabei, der hat eine Firma an Bosch verkauft. Danach, gab den Henning Peters, den CTO. Der hat wahrscheinlich den besten Deal gemacht mit seinem Equihier an Nvidia. Weiß ich nicht, musst du mir auch erzählen. Tim Keding war dabei, großer Krypto-Investor, mein Partner in dem Kryptofond, den wir machen. Also die Talentdichte ... ist jetzt im Nachhinein extrem hoch bei diesem Venture. Also mir fällt keine andere Stelle ein, wo wir so konzentriert gute Leute dabei waren. Du hast mal gesagt, Absolventa ist jetzt kein Unicorn geworden, aber am Team lag es auf jeden Fall nicht. Das kann man sagen, bei allem, was ihr danach gemacht habt. Woran lag das, dass es da so eine krasse Talentdichte gab in dieser frühen Zeit bei Absolventa? Kannst du dazu was sagen?

02:07 Christoph Jost: Wo alles mit Teil lag, kann ich dir gar nicht so genau sagen. Klar ist, dass der Jan Becker schon immer ein unglaubliches Händchen gehabt hat, was Talentpicking anging. Und es hat damals, wenn ich mich zurückerinnere, wir haben uns auf dem WHO-IdeaLab kennengelernt. Und da hat er in einem legendären Workshop von Oliver Samba, der ein einfach strukturiert war, der Olli meinte, jetzt pitcht jeder mir mal eine Idee und dann sage ich euch, was ich machen würde. Und dann war tatsächlich dann 2000, das war...

02:32 Feliks Eyser: Jan und du.

02:32 Moritz Blees: Hahaha

02:32 Christoph Jost: Mitte 2007. Die Ideen, gepitcht worden sind, damals die Delivery Hero Idee, wo Olli meinte so, boah, nee, das gar nicht gut auch. Dann kam Jan Beckers mit seiner Lebenslaufdatenbank in Jopperly, die Idee meinte es auch nicht gut, hatte dann etwas anderes gepickt. Aber hinten aus kam dann der Jan nochmal nach der Konferenz zu mir und meinte, du, wollen wir es nicht zusammen machen. Und ich dachte mir, ersten Moment, Jan Beckers überspringt so diese Gründer. diesen Gründer-Startpunkt eigentlich. Der fängt direkt als Business Angel an. Aber der hat dann den Henning, den Pascal und mich, kurz danach den Tim, auch den Sascha Kuback, dazu gebracht. Wir alle total geflasht gewesen. Nachdem der auch als Co-Investor die Studi-VZ-Leute drin hatte, da war noch Olli Jung dabei, Lukas Skablowski dabei. Und du hast damals schon das Gefühl gehabt, da passiert irgendwas. Und wir konnten das überhaupt nicht einschätzen.

03:26 Feliks Eyser: Der macht direkt Company Building und setzt Leute ein.

03:30 Christoph Jost: in welchen Markt wir da reingehen und die Idee, eine Jobbörse in die dann kurz danach einsetzen, eine Wirtschaftskrise, das war vom Timing nicht so optimal gewesen.

03:37 Feliks Eyser: Wann war das so? 2008, 2009, sowas?

03:41 Christoph Jost: Wir haben gegründet Ende 27 und richtig los ging es dann anfangs 28.

03:44 Moritz Blees: Prime Time. Großartig.

03:47 Christoph Jost: Ja, ja. Und mit uns, mit uns und an uns vorbei sind dann relativ viele schöne Wellen gestartet. Ich E-Commerce ist dann richtig abgegangen, Shopping Club war groß, dann kam Couponing, dann ganz vieles, haben tolle Business aufgebaut rund Browser Games. Und wir waren in diesem Stellenanzeigen-Online-Kaufen-Geschäft gefangen. Was dann auch dazu geführt hat, dass nach zwei Jahren das Team dann aufgelöst hat. Und dann auch Henning und Pascal meinten so, ja, ich weiß, du glaubst daran, Christoph, und wir kriegen es irgendwie hin. Aber das wird halt nicht groß genug, da halt zu wenig Fleisch am Knochen für uns alle zusammen dran. Und dann hat sich das Team auf andere Ideen konzentriert, weil wir alle geseelt waren und auch motiviert waren von dem, wie es halt so Lukas Gadofsky gemacht hat. Und wie auch dann Jabeckers sehr, sehr gut gezeigt hat, dass sein ganzes... Unternehmertalent nicht über Jahrzehnte an eine Firma binden musst und kannst mehrere Sachen starten. Das haben dann alle gemacht. Ja, das war Vogelwild. Also kompletter Fokus auf eine Firma war da nicht. Wir haben alle irgendwas gestartet und uns auch alle gegenseitig unterstützt. Irgendwo auch, weil wir gemerkt haben, das eine Thema ist vielleicht nicht groß genug, aber das Team, das da rund um die Absolventa Idee zusammengekommen ist, wie du schon gesagt hast,

05:09 Feliks Eyser: Teilweise auch parallel, oder? der Zeit gab es auch die Situation, dass sich das überschnitt.

05:09 Christoph Jost: Das war echt gut und wir haben immer im Spaß gesagt, mit dem Team hättest wahrscheinlich auch eine Zalando-Idee realisieren können.

05:18 Moritz Blees: Ja, jetzt besser? Dieser Mafia Begriff, wird ja häufiger verwendet. hast gesagt, ihr habt euch gegenseitig auch immer unterstützt. Wie kann ich mir das denn vorstellen? Einmal jetzt auch so über die Jahre, weil wir reden ja von einer Zeit, die ist ja mittlerweile auch schon über 15 Jahre her. Investiert man dann immer beieinander? Arbeitet man miteinander? Wie läuft so ein Netzwerk dann über die Jahre? Wie entwickelt sich das?

05:40 Feliks Eyser: So ist besser. So ist deutlich besser.

05:40 Christoph Jost: Ich glaube, passiert über frühphasige Investment auf der einen Seite. Das passiert aber auch über so Sachen wie als der Henning raus und dann seinen GF-Vertrag, seinen Investorenvertrag verhandelt hat. Da rief der mich an und meinte, hey, wie würdest du das machen? Nach dem Absolut-Exit habe ich quasi direkt einen Großteil meines Geldes in Shoepassion von Tim Keding gesteckt und das Motto hörst immer von ihm. So ein sehr großes Vertrauen, weil du dich aber extrem gut kennst. Du hast immer das Gefühl, was soll ich mit meinem Geld denn machen? Soll ich es irgendwie ETS stecken? Und je nachdem wie deine Ambitionen sind. Wir haben immer das Gefühl gehabt, wenn wir uns gegenseitig supporten, dann nehmen wir zumindest mal dieses People-Risiko daraus. Und das, wie gesagt, war über, ich informelles Beraten, Investieren, gemeinsam irgendwas Neues starten. So passiert das noch.

06:33 Moritz Blees: Hm?

06:37 Erste Investitionen und der Weg zum Private Equity

06:37 Feliks Eyser: Du hattest das erste Geld, du investiert hast, dem Absolventa-Exit verdient.

06:42 Christoph Jost: Genau, das erste richtige Geld habe ich mit dem Absolventa Exit verdient, zu Anfang 2015. habe davor auch parallel mit meinem heutigen Partner, dem Peter Waleczek, wir haben die Clems Research gestartet, im Wesentlichen eine Commercial Diligence Boutique für Private Equity Firmen. Und haben da auch als Berater nebenbei bisschen Geld verdient. Aber jetzt nicht so, dass du allein mit dem Geld sehr das große investieren kannst.

07:08 Feliks Eyser: Okay, okay. Ich hätte schon immer in diese PE- und Investmentwelt reingezogen.

07:14 Christoph Jost: Ich fand das ganz spannend. Ich 2002, 2003 angefangen, damals bei L.E.K. Konsalien zu arbeiten. Als Schüler und dann Student habe ich erstmals buchstäblich die Mülleimer ausgeleert und mir irgendwann die Chance gegeben, als Werkstudent die Commercial-Due-Diligence-Experten-Interviews zu machen. Die habe ich erst selbst gemacht, dann habe ich meine Kommilitonen auf der Tagesratsbasis an die Beratung vermittelt. Das waren eigentlich so diese ersten Unternehmer-Test-G-Versuche gewesen. Da habe ich dann schon früh verstanden, für wen wieder eigentlich alle arbeiten. Also ich für den Associate, der für den Manager, der für den Beratungspartner und der dann irgendwann für den Private Equity Sponsor, der die Berater zum Teil damals relativ stark vor sich hergetrieben hat. Ich fand's was... Ich hab mir vor allem nicht ganz zugetraut, bzw. glaube ich schon so realistisch eingeschätzt, bin ich jetzt der, der dann das allerbeste Abi macht, dann zu der Kinze geht oder zu Goldberg geht und dann den besten Job macht und dann irgendwie den...

08:10 Feliks Eyser: Da hast du gesagt, in der Kette will ich ganz nach oben.

08:13 Christoph Jost: Prime Equity Track rein darf. Ich dachte mir damals schon, das wird nicht ganz so klappen, die sieht mich davor aus. Und damit die Idee, die Tüder einzutreten und bisschen Silbergeld zu verdienen und dann irgendwas in die Breite zu starten.

08:27 Feliks Eyser: Sehr gut. Und hast du bisschen Geld verdient, kannst du sagen, welche Dimension und du wirst es dann auch direkt weiter investiert innerhalb eurer Mafia.

08:34 Christoph Jost: Genau, ich habe das erste richtige Geld verdient Anfang 2015. Das war aber nach dem Earnout am ganz oberen rechten Ende, also alles vom Tisch genommen, was man da auf dem Tisch nehmen konnte. es war nach Steuern, waren das nicht ganz 10 Millionen gewesen, also drunter. Das war damals, fühlte sich nach viel Geld an, das kam aber halt in verschiedenen Branchen. krieg's erst mal ein bisschen Geld, dann ist was im S-Core gefangen und dann kommt ein erster Earnout, dann kommt nochmal ein Bonus, dann kommt ein zweiter Earnout. Ich hab mir schon als mühsam vom Tisch geschippt. Aber ich hab immer wieder sofort als Geld da war, sehr, sehr entlang, du hast es Absolventa-Mathematik genannt, war sehr, entlang, dieses enge Netzwerk, da Geld drin geben muss. war mit Tim Keding, Shoepassion, da hatte der Tim, ehemaliger Absolventa-Praktikant, hat das Monteur zumal gegründet, das haben wir dann gemeinsam komplett übernommen. Dann der Franz Jordan, der über den Kontakt von meinem Partner Peter Waleczek kam, der hat Sellics gemacht. Ich habe dann immer für einen kleinen privaten Investor keine Angel Tickets gemacht und habe versucht relativ große Steaks zu kaufen. Bei Sellics habe ich privat 2 Millionen investiert, was damals schon für ein Investment für mich privaten Ordnance exposure gewesen ist.

09:56 Feliks Eyser: Zuerst ist es Amazon-Analyse-Software. Jesus Christ, ja,

09:56 Moritz Blees: so richtig substanziell.

09:58 Feliks Eyser: ich mir überlegt, wie ich da angefangen hab, so kleine Angelchecks zu schreiben, mit 25k hier, 50k da, mal 100, und bei 100 hab ich mich schon nicht wohl gefühlt, muss ich sagen.

10:05 Christoph Jost: Das war bestimmt viel vernünftiger gewesen als das, was ich da gemacht habe.

10:12 Ed: Selmer von Monteurzimmer, das war witzigerweise eine Zuschauerfrage aus unserer Community. Der Konstantin hat gefragt, weiß nicht woher, das weiß, aber er sagt, was waren die erfolgreichsten Moves für achtmal Revenue Growth in zwei Jahren bei Passion for Gästezimmer? Die Firma hieß Passion for Gästezimmer. Consumerbrand heißt Monteurzimmer.de. Was waren die Hypothesen? Wie habt ihr die Firma gekauft, wie habt ihr die entwickelt und wie ging es dann danach weiter? Vielleicht als Minicase Study.

10:34 Christoph Jost: Ja, tatsächlich, das Monteurzimmer ist als ein, ich würde es so was beschreiben, aus einer SEO-Welt kommendes Thema gestartet. Und da hatte der Christoph Bauer, der hatte einen Ferienhof gehabt und hat angefangen, das Zimmer an Monteur zu vermieten und hat dafür eine Homepage gebaut. Und der Tim Keding, der Pascal Ziergner, haben dem bisschen geholfen, aufzusetzen und hatten dafür 25 Prozent der Shares gehabt. Dann lief das so an, es hat relativ lang gedauert. und als wir es gekauft haben, der Tim und ich, haben zusammen den 70 %-Share gekauft, den er noch nicht hatte, da war das auf diesem Level 300.000 Umsatz, bisschen über 100.000 Profit. Also klein, klein, aber alles recurring und sehr stabil, wie in der widerfahrtischen Wachstum. Was wir gesehen haben, die haben es damals alles auf der Excel-Basis gemanagt, und dann ging es mit erst ein paar Tausend, dann zigtausend, dann 100.000 Kunden, das war irgendwann ziemlich mühsam. Und dann, genau, das war ein klassisches Listing. Konnte das ein Bronze-Eintrag, ein Silbereintrag, ein Gold-Eintrag. Später hatte der Tim den Platin und den Top-Eintrag, die immer teuer gewesen sind. Und was es im Wesentlichen war, wir hatten dann relativ schnell eine dominante Marktproduktion gehabt, haben dann auch noch pension.de dazu gekauft, haben das Google-Game sehr gut gespielt. Tim hat ein unglaubliches Händchen gehabt, diesen richtigen Preispunkt zu fühlen.

12:05 Feliks Eyser: Die Kunden haben gezahlt für ein Listing, dass sie ihre Zimmer anbieten können. Das klingt nach Tim, dass der Platineinsäug noch dazukommt.

12:05 Christoph Jost: und haben uns innerhalb von nur zwei Jahren auf zwei Millionen Umsatz und 1,6 Millionen Profit gebracht. Das ging dann ziemlich schnell. Das ging dann ziemlich schnell. Und nachdem ich kurz davor an die Funke-Beding-Gruppe verkauft hatte und Funke in diesem lokalen Bereich sehr aktiv war, haben wir es dann direkt an Funke verkauft. Das war ein sehr, sehr guter Exit gewesen.

12:25 Feliks Eyser: 100k profit of 1,6 Millionen... äh... Millionen... Wow, okay. Das war ein guter Exit.

12:32 Da hattest du dann den: &A Typen einfach noch so auf Speed Dial und hast dann halt gesagt, du ich hab hier noch was neues, kannst du auch haben wenn du willst.

12:39 Christoph Jost: Ich habe das schon bisschen mit der Theorie gekauft. Ich war ja bei Funke Geschäftsführer gewesen. Ich habe gesehen, was die eigentlich brauchen. Das ist ein sehr gutes Business. Aber die Vorstellung war dann schon, in den Funke-Cosmos einzubringen. Das haben wir dann noch mal gemacht. der Tim und ich, wir haben dann Labelfinder.com gekauft. Ein ein Listingmodell für Mode-Geschäfte. Und waren dann auch wieder kurz danach. ganz knapp davor, das an die Funke zu verkaufen. Aber dann haben wir die internen Controller-Mechanismen bei Funke zugepackt und haben gesagt, hey, das kann nicht sein, dass der Joost, eigentlich unser angestellter Geschäftsführer ist, dass der da ständig in seiner angestellten Zeit da Sachen kauft und uns die Firmen verkauft. Und dann haben die das aus tatsächlich dem Grund nicht gemacht. Was ich finde, aus einer Konzernlogik sehr nachvollziehbar.

13:27 Feliks Eyser: der dir die ganze Zeit die Firmen verkauft. Aus dem Grund, quasi Compliance zu sagen, okay, das ist jetzt irgendwie komisch, dass der da... Okay.

13:37 Christoph Jost: war. Aber es hat dann auch dieses von Tim und mir, dieses Modell ein Stück weit abgewirkt und dann war uns klar gewesen, wir müssen da schnell raus, weil dieser Weg mit Funke irgendwann auch zu Ende ist.

13:51 Feliks Eyser: Und andere Verlag wollte es nicht.

13:53 Christoph Jost: In der anderen Verlag wollte es nicht, es war ein sehr liefliches Thema. Das war auch so Investment Learning. Wir haben da sehr, sehr viele Parallelen zu unserem Monteurzimmer gesehen. Zum Teil auch Parallelen, gar nichts mit A waren. Beide hatten davor nicht auf professionellen Level, E-Mail Marketing, Google und Pricing gemacht. hatte Labelfinder auch nicht gemacht. Aber diese Hebel, die bei Monteurzimmer durchs Dach gegangen sind, haben bei Labelfinder so geklappt. schönes kleines Geschäft gewesen, es war bei weitem nicht so dieser große Erfolg wie knapp davor. Also das Pattern Recreation, auf das wir uns dann sehr viel eingebildet haben, das hat eben kleinen Umfang geklappt.

14:31 Ich: da stecken so viele Learnings drin. der einen Seite ein Exit-Kanal schon mal zu durchdenken oder zu wissen, der anderen Seite, was sucht eigentlich ein Käufer. Da hat es quasi Insider-Information oder ein gutes Gefühl dafür, was da passen könnte. ein Learning. Das Zweite ist, die Firma war ja im Grunde gebootstrapped. Also, so wie ich es verstehe, ist da keine andere Gesellschaft da drin gewesen, euch beiden. Und das dritte Learning ist, ihr habt ja ein bestehendes Business. übernommen, das schon mal eine kleine Basis hatte. Also es war im Grunde profitabel und nie hat es weiter entwickelt. Das ist ja auch eine Sache, die sich jetzt bei FlexCapital dann später durchziehen wird. Aber ich glaube, die Sachen kommen zusammen und dann kann man sich vorstellen, ich meine, so ein Verlag, für was kann so eine Firma kaufen? Zehnmal eBit, 15mal eBit, wahrscheinlich irgendwas in so einer Dimension. Da merkt man relativ schnell, da kommst du vielleicht bei zehn bis zwanzig Mio raus oder so was, wäre eine Schätzung. Und da muss man sich mal überlegen, ein Venture Capital Weg von einem Founder, was passieren muss, damit eine Firma wirklich zum Exit kommt. damit ein Founder mal 10 Millionen plus mit einem so einem Deal verdienen kann und auf der anderen Seite, wie profitabel so eine gebootstrappte Company sein kann, wenn man sie zum Verkauf bringt.

15:36 Christoph Jost: Wir hatten eine ganz große Faszination gehabt für das Thema Bootstrapping. Und es kam ja auch aus der Absolventa-Erfahrung raus. Wir haben da ja bei Absolventa zum Start da rund 1,5 Millionen Venture Capital Geld aufgenommen. Das haben wir in einem Jahr verbrannt, dann kein neues bekommen. Da mussten wir von 30 Leute auf kleiner Zehnote unterwegs sehr, sehr mühsam zu Bootstrapping. Und was wir gesehen haben, war, das Bootstrapping, das ist ein sehr, sehr, sehr gesunder Weg, Firmen zu machen. Der Pascal hat dann seine deutsche Auftreistagentur... gebootstrapped, Tim Hatt's Shoepassion gebootstrapped. Das sind ja alles Modelle, die man klassischerweise zu der Zeit mit venture capital gemacht hätte. Wir haben gesehen, da entsteht extrem viel gesunde Firmenstruktur, da ist kein verrücktes Bending da und ein extrem guter Produktmarkt wird, der über die Zeit wächst. Das Problem ist halt, der muss über die Zeit wachsen. Du kannst das Ding relativ schwer auf Speed machen, sondern das dauert einfach seine 5, 6, 7, bei Firmen wie wir bei Flex kaufen heute, 15, 20, 30 Jahre. bis diese Qualität entsteht. Dann ist die Frage, wenn du als Unternehmer jedes Mal gebootstrapped starten willst, wie viele Shots hast du in deiner Karriere eigentlich? Und für uns war das ein Stück weit ein Shortcut gewesen, das sagen, ey, dann müssen wir was Bestehendes kaufen, das Kapital besorgen, was Bestehendes zu kaufen und können dann quasi auf die Qualität der gebootstrappeden Firma aufsetzen.

16:55 Die Gründung von FlexCapital und die Herausforderungen

16:55 Feliks Eyser: Deine Founder Story von FlexCapital, wie kam es dann dazu? Hattest du Geld verdient? Hast deine privaten Investments gemacht mit Monteurzimmer, mit sowas wie Sellics? Wie kam die Idee zu sagen, hey, A, ich will einen Fond machen und B, ein Private Equity Fond?

17:09 Christoph Jost: Also irgendwo hatte ich noch schon im Hinterkopf gehabt, die Erfahrung, ich da als Schülerstudent bei LK Consulting als Commercial-Dee, in Anführungszeichen Berater, aber eigentlich Student gemacht habe. Ich wusste, was es ist und ich habe schon verstanden, dass was wir da machen, das es richtige Wort dafür Private Equity ist. Auch wenn es natürlich sehr, sehr klein ist im Vergleich zu den Private Equity Deals, man normalerweise kennt. Da lasse ich mir im Kopf, da für viele Hunderten, paar Milliarden Firmen, Firmen und das war uns als sehr kleines PE, was wir gemacht haben. Und was wir gesucht haben, war im Wesentlichen ein gutes Framework, wie wir die Sachen, die wir im Kleinen gezeigt haben, sie gehen, wie wir die ein wenig größer machen können, auf der einen Seite. Also, kommt das Geld dafür her? Und auf der anderen Seite haben wir auch gemerkt, wenn du die Versprechen einlösen willst gegenüber dir selbst, aber auch gegenüber den Gründern, wo wir zum Teil nicht immer 100 % gekauft haben, sondern oft nur 60, 70 % mit dem Versprechen, ihr behalte es in Teilen, daraus machen wir mehr. Wenn du das Versprechen einlösen willst, dann auch das Team. Das kannst du halt bis zum gewissen Grad privat vorfinanzieren, aber irgendwann macht da halt dieses Finanzierungsmodell über die Management-Fee, die du auf die Fonds bekommst, schon ganz großen Sinn. Ich das war so die Grundidee gewesen. Wir haben anfangs ein paar Sachen probiert, wo das Geld herkommen kann, zum Teil auch in so einer Deal-by-Deal-Logik, haben dann mit, ich glaube, dass der Podcast das falsche Format zu sagen, wer das dann genau ist. Aber da gibt es zum Teil auch schon aus Corporate Germany dann sehr, sehr reich gewordene Persönlichkeiten, mit denen wir dann Deals vereinbart hatten. Wenn wir halt ein Deal finden, dann bringst du 90 % von deinem Einkapital ein und wir 10. Aber den profitieren wir uns als 50-50. Dann haben wir quasi so ein Deal-by-Deal-50 %-Carry verhandelt. Haben aber halt da gemerkt, du bist halt immer sehr stark von dieser einen geldgebenden Persönlichkeit dann abhängig. Und wenn du immer schlecht schläfst und irgendwas in der Zeitung liest, was dir nicht gefällt,

19:03 Moritz Blees: Okay.

19:03 Christoph Jost: dann sägt dir halt relativ viele Monate Arbeit ab, auch wenn du eigentlich überzeugt von dem Thema bist. Und dieses, ich glaube, diese Kombination aus wir brauchen ein Team, müssen das bezahlen, das Geld muss herkommen für größere Deals und wir brauchen eine gewisse Unabhängigkeit in der Entscheidungsfindung, das hat dann einfach sehr stark in diese Richtung Private Equity vorgezeigt.

19:25 Feliks Eyser: Wie startet man denn generell? So ein Fond kannst du es da mal durchführen. Das ist jetzt auch keine Alltagssituation. Ich meine, es gibt viele Leute, die starten ein kleines Offline-Business. Es gibt einige, die starten ein Start-up, gehen in den Venture Capital-Weg. So ein Fond zu starten, ja schon eine spezielle Geschichte, wo man verschiedene Sachen dafür braucht. Also ein Skillset, ein Track-Record, Geld. Wie lief das bei euch ab in der frühen Phase? Was habt ihr gebraucht?

19:45 Christoph Jost: So. Ich glaube, man muss noch im Detail bisschen unterscheiden zwischen VC und PE-Fonds, wo ich gut sprechen kann, ist der PE-Fonds, wenn du guckst, wie so die Private Equity-Fonds normalerweise entstanden sind, dann waren das oft Carveouts gewesen. größere Private Equity-Fonds, pass nur auf, die beiden Partner machen das irgendwie selbst auf eigene Rechnungen, das war ein Weg. Eine andere war, hing über irgendeiner Bank dran, die Bank wollte sie nicht mehr haben, dann konnten die Menschen das irgendwie rauskaufen. Aber dieses komplett neue Gründen, das war eher selten gewesen. Und wenn es passiert ist, dann kam das erst aus einer Deal-by-Deal-Logik. Du machst den ersten Deal, den zweiten Deal, den dritten Deal. Hast dann den notwendigen Track-Record, dass du Geld raisen kannst. Du sagst, das war schon paar Mal selber gemacht haben. Mit vollem Risiko, mit einem Geld macht man ein Ding größer. Das war auch der Weg, den wir dann da versucht haben. Das Thema, das wir gespielt haben, der Peter und ich, wir schmeißen immer unser ganzes Geld rein. Wir da nicht hingegangen und haben gesagt, wollen bisschen Geld raisen und es ist euer Geld, das wir riskieren und wenn schief geht, wir beiden jungen Hüpfer, hätte ja auch schief gehen können, wenn es euer Geld reichst, haben immer gesagt, wir gehen all in. Und das hat eine gewisse Credibility produziert bei den ganz frühen Investoren. Ganz frühen Investoren waren andere Unternehmer gewesen. Das heißt, die ersten 10 Millionen, die kamen von Leuten wie euch, die alle da davor bisschen Geld verdient haben.

21:10 Moritz Blees: Hm.

21:14 Christoph Jost: über wir die Story geteilt haben, was haben wir gemacht beim Motorzimmer zum Beispiel. klingt spannend, ist nicht der x-Dip-VC-Fond. Und da geben wir bisschen Geld rein. Das hat zu diesem Grunstein gesetzt.

21:26 Entwicklung des ersten Fonds

21:26 Feliks Eyser: Wie hat sich das weiterentwickelt von den Leuten, rein investiert haben? Das kann ich mir vorstellen mit Foundern wie uns, die dann kleine Tickets machen. So üblicherweise investierst du dann so 200 bis 500K, dann kann man 10 Millionen voll machen, brauchst du ein paar Leute. um auf, ihr habt jetzt 54 Millionen an Management, um dahin zu kommen, brauchst du noch mal andere Leute. Wie hat sich das entwickelt im ersten Fonds?

21:44 Christoph Jost: Die erste Zahl, wir vor Augen gehabt haben, von den ersten Fonds, waren 100 Millionen. Wir daraus 126 gerast. Wir haben auf 100 Millionen geschaut und da merkst dich recht schnell, wenn du die 10 Warnhülsen zusammengekratzt hast. Das musst du schon relativ oft, relativ lang machen, bis du mit kleinen Tickets auf diese 100 Millionen kommst. Family Offices von... anderen Unternehmern, nicht aus der Softwarebranche kommen, war für uns ein Weg. der Unternehmertyp, der dann 60, 70 ist, seine Maschinenbaufirma verkauft hat, der so gewissen Softspot für den jungen Unternehmer hat, der was gründet, das hat bei uns ganz gut funktioniert. Was ein Stück weit ein Breakthrough war für uns, war, dass ich zu den allerersten Business Angels bei Absolventa gegangen bin. Und das waren... der Andreas Etten, der Robert Rutke, der Jan Beckers oder Felix Haas von 10x, die auch als Venture Investor unter anderem sehr bekannt und sehr erfolgreich geworden sind. Und ich wollte von denen nochmal so ein 250.000 Euro Ticket einsammeln. Was ich nicht wusste davor ist, dass die so erfolgreich waren mit ihren Venture Investments, dass die meinten, hey, das was Peder und du, was ihr euch da ausgedacht habt,

23:01 Feliks Eyser: Das bei dem, was bei SEM passiert war mittlerweile.

23:01 Christoph Jost: Das sehen wir schon seit einer geraumen Zeit. Wir glauben, ist echt eine Marktgelegenheit da bei diesen gebootschöpften Firmen. Wir wollten das selber machen. Wenn ihr Bock habt, können wir das zusammen machen. Dann hatten wir eigentlich zum Start keine Kofauner gesucht. Auch aus dieser frühen Erfahrung, dass wenn du einfach zu viele Kofauner rein nimmst und den Kuchen dann zu klein machst, dann bleibt dazu wenig übrig. Aber das war dann ein sehr gutes Setup, wo die uns geholfen haben an. anzuschieben, sehr substanziell noch mal in den Fonds investiert haben und ihren ganzen eigenen Track Record noch mal hinter unsere geworfen haben. Wir in Summe ein sehr starkes GP-Commitment gehabt haben.

23:42 Feliks Eyser: GP Commitment heißt das Geld, das du selber reingelegt hast. Du bist sowieso all in gegangen, aber was die on top gebracht haben, war quasi auch Teil des GP Commitments und hat gegenüber den anderen Investoren signalisiert, hey, ist nochmal deutlich mehr Geld drin.

23:53 Christoph Jost: Ich hab alles eingehaut. Genau. Und wenn du es dir anschaust, das war dann so eine Kombi aus Leuten, die gezeigt haben, dass sie erfolgreich sein können, die viel privates Geld dahinter legen und die schon noch in gutem Markttiming da versuchen, BE vorzustarten. Wenn du es ganz analytisch draufguckst, sagst hey, das ein Lupenrein ab Private Equity, Equity Track Record, den wir da gezeigt haben? Natürlich nicht. Da waren ganz viel Internet, Internet-Frühphasen, Later Stage Sachen dabei. Aber in Summe hat es einfach genügend... und dann konnten wir als ersten echten Ankerinvestor die LGT aufschließen. Und die LGT ist einer der high-end Private Equity Investoren.

24:37 Feliks Eyser: Das ist RGT-Bank in Lichtenstein.

24:40 Christoph Jost: in der Schweiz sitzen die, das ist die durch den durch den Lichtenschein der Fürsten, die Lichtenschein der Fürstenbank quasi, sind in der Schweiz sitzen. haben in Summe, ich kriege hoffentlich die Zahlen nicht zusammen, aber die haben 110 Milliarden an Amendement und davon 70, 80 in PE allokierte. Und die haben auch ein Programm für First Time Manager, also jemanden, der zum ersten Mal einen Fonds startet. Das haben wir relativ schnell gemerkt, in First Time Manager

25:05 Feliks Eyser: Wow, okay.

25:05 Moritz Blees: wow!

25:08 Christoph Jost: investieren, das ist unter den LPs, also hinter den institutionellen Investoren, die in private equity investieren. Das ist ein sehr, sehr, sehr kleines Feld, weil jeder sagt, da steckt so viele Risiko drin, so Förster Manager zu backen und LGT hatte das und da haben wir glaube ich von relativ viel Zeit gute Signale gesetzt, dass die da bei uns einen großen Check geschrieben haben und als die dann auch noch gesagt haben, hey, jetzt haben wir komplette Do-Delegance gemacht und die machen die Idee. Das heißt, dass wir nicht nur blind irgendwas unterschreiben, weil die Story gut klingt. Die machen exzessive Idee bis hin zu den Gesprächen mit der Grundschullehrerin und fragen, wie war der gewesen eigentlich, ist der trustworthy? Es hat ausgereicht. Und haben dann AGT als Partner gewonnen, ganz toller Partner, der uns auch die ganze Zeit unterstützt hat. Und danach waren die weiteren Institution Tickets ziemlich leicht gewesen.

26:03 Feliks Eyser: Und was hat sie gesagt? Scheint positiv gewesen zu sein. Weil die gesagt haben, hey, wenn die LGT das geprüft hat, die hatten eine Reputation, die wissen, was sie da tun. Die haben mit der Grundschullehrerin schon gesprochen. Da können wir uns ein Stück weit dranhängen, können deren Unterhalt ein Stück weit vertrauen. Machen selber auch noch mal unsere DD. Aber ihr habt quasi von diesem Trust, den ihr bekommen habt, von dem einen Kerninvestor, damit konntet ihr auch andere Türen öffnen.

26:20 Marktchancen und Timing

26:20 Christoph Jost: Ja, ganz genau. Also ich finde, was man in Summe schon sagen muss, das klingt jetzt alles so wie die geschmeid geplanten Gründungen, die wir im Private-App-Bereich gemacht haben. In Hindsight war das natürlich schon auch ein sehr gutes Markttiming gewesen. Es hat sich so bis durchgesetzt, die richtig großen Fonds, wenn immer größer nähern sich der Markt-Rendite an. Du kannst über Renditen mit diesen kleinen Fonds erzielen, Software, Internet behalten, war ein super heißes Thema gewesen. Und dann kamen wir in einer Zeit, wo sich auch durchgesetzt hat, dass wenn du einfach nur Firmen mit Schulden kaufst, die Schulden abbezahlst und auf so eine Multiple Abitrage hoffst du, dann reicht es nicht aus. Und in diesem Zusammenhang konnten wir mit unserer Geschichte zu sagen, hey, wir sind als Unternehmer, wir packen richtig an, wir stecken eine Arbeit rein. Das hat einfach sehr gut, da kam eine gute Story, guter Ansatz, zum sehr guten Markttiming dazu. Und deshalb war das so möglich. Es ist allerdings relativ selten, dass du so neue Private Equity GPs entstehen siehst. Und wir hatten, glaube ich, da auch einfach sehr viel Glück gehabt in dem Zusammenhang.

27:30 Und es: Ja, ja. Und es war natürlich auch eine Zeit, wo auch mehr Targets auf Markt gekommen sind, also im Sinne von profitable Software-Businesses, die vielleicht schon 20 Jahre existieren, die irgendjemand vielleicht in den 90ern, frühe 2000er gegründet hat, vielleicht damals in seinen 40ern war, heute eher in seinen 50ern, 60ern ist und über Nachfolgen nachdenkt, muss man auch sagen. Also Nachfolge ist ja oft ein Thema. Und in den 70er-, 80er-Jahren gab es wahrscheinlich nicht so viele Nachfolgesituationen bei Software-Unternehmen, weil die einfach junger waren. Und das kam natürlich auch noch dazu, dass da eine neue Kohorte von interessanten Unternehmen an Markt gekommen ist.

28:04 Christoph Jost: Absolut. Wir haben ja gepitcht, eigentlich, man mal präzise runterbricht, für ein Internet-Buyout fanden. Wir hatten Companies vor Augen, die wir gegründet haben, die wir unterstützt haben. Sahen eine Jobbörse, Listing-Modell. Aber hinteraus haben wir dann tatsächlich relativ viele echte, insofern auch sehr traditionelle Softwarefabriken gekauft. Eigentliche Internet-Deals haben wir gar nicht gemacht. Aber ich bin da... Da kommt man rein über so einen gewissen Engel, hinten raus ist dann alles irgendwie Software und es ist aus der LP Sicht immer noch die relativ fokussierte Strategie, da Tech und Internet Software alles in dieser Klammer zu machen. Aber ja, eine der Kernfragen war, es da eigentlich genügend Targets? Die haben natürlich verstanden, dass so ein Monteurzimmer-Case Sinn macht. Aber das war nicht die Frage gewesen. Die Frage war nicht, gibt es 300.000 Euro Umsatzfirmen, die das auf zwei Millionen bringen können? Die Frage ist, hey. Du willst es 100 Millionen vorausgeben. Wie kannst du denn, gibt es denn dafür richtige Firmen, um aus den 100 Millionen perspektivisch 300, 400, vielleicht 500 zu machen? Wir haben gesehen, die gab es, aber genau wie du es beschrieben hast, das ist eine Industrie, die schon in den letzten fünf, zehn Jahren noch mal extrem gereift ist, wo aber mehr substanzielle Firmen sind.

29:20 Feliks Eyser: Mmh.

29:20 Moritz Blees: Hmm. Da würde ich mich gerne mal mit einer Frage anschließen und zwar so, was ist das denn für eine Firma, die ihr dann kauft? Wie sieht die so aus? ich würde da gerne mal ein Gedankenexperiment machen. Stellt euch vor, ich bin so ein Praxissoftware-Anbieter aus Essen. Und ich habe so ein kleines Team und ich habe das jetzt irgendwie hochgebootstrapped über 10, 15 Jahre. Und ich bin jetzt so, sagen wir mal so, zwischen 3 und 5 Millionen ARAs. Für euch wahrscheinlich noch zu wenig. Aber wie komme ich denn jetzt von hier zu dahin, dass ich sage, der Christoph redet mit mir? Also worauf achtest du?

29:54 Also Rede würde ich: sofort mit dir. Wir haben bei Flex einen sehr akkilen Ansatz. Klar kriegen wir auch von Bankern Dienst gezeigt. Aber die Grundidee ist, dass wir einfach eins zu eins mit den Gründern connecten und natürlich gerne auch früher. Von diesen formalen Kriterien, wir investieren aktuell aus dem Millionenfonds, den wir Ende 2022 geklost haben. Das kannst du ähnlich wie im V10 auf so eine gewisse Mindestgröße runterrechnen. Was wir jetzt sagen ist, dass wir so 8 bis 9 Unternehmensplattformen damit kaufen und dann aufbauen wollen. Jetzt musst du von diesen 300 Millionen ziehst du bisschen Benchmelfee ab, teilst es durch 8 bis 10 und dann bist du irgendwie so bei so einer Ticketgröße, du einfach pro Plattform sinnvoll investieren willst.

30:32 Moritz Blees: eine Plattform. Genau.

30:32 Feliks Eyser: Meist wird Plattform, kannst du kurz erklären.

30:36 Christoph Jost: Wir starten mit einer Firma, haben thematische These, auf den Nischenmärkten und stärken diese erste Firma dann durch Zukäufe. Und die Summe der Firmen, die dann mehr oder minder, bei uns eher mehr als minder integriert sind, in eine Plattform.

30:52 Moritz Blees: Also Praxensoftwares zum Beispiel.

30:55 Christoph Jost: Praxissoftware ist genau. Wir gucken dann, diese Mindestgröße ist für uns im Kopf, sagen, hey, ab 5 Millionen Umsatz, ab einer Million EBITDA haben wir im Kopf. Wir haben aber auch schon Sachen gemacht, die haben 3 Millionen und 2 Millionen EBITDA gemacht, aber es braucht eine gewisse Substanz.

31:12 Moritz Blees: Mhm.

31:15 Christoph Jost: Und dann ist für uns die Frage, wie können wir perspektivisch über 10 Millionen E-Bit.da kommen. Das ist immer die Leitfrage für uns. In der Plattform, genau. nicht bei der Einzelfirma, sondern in diesem Verbund der zusammengekauften Firmen. Wenn du jetzt in deinem Rechenbeispiel 3, 4, 5 Millionen E-A-A und hoffentlich ein profitables Geschäft bist, da musst du ja schon sehr ordentlich und stark wachsen, du auf 10 Millionen E-Bit.da kommst.

31:41 Feliks Eyser: in der Plattform.

31:41 Moritz Blees: Von der Plattform?

31:44 Christoph Jost: sind den Zukäufe meistens Teil der T-Sachen. Also wir müssen das Potenzial für Zukäufe sehen. Aber die Frage, die vor dem Wachstum steht und die vor dieser strukturellen Profitabilität steht, die wir auch brauchen, ist, ist es ein stabiles Geschäft? Was dir bei so einem recht konzentrierten Portfolio nicht passieren darf oder wenn dann sehr selten passieren darf, ist, dass du reinkommst, sehr stark über Wachstum und Potenzial nachdenkst. Und dann merkst hat er einen Grund gegeben, dass der Morris uns verkaufen wollte, der hat irgendwas gesehen, was wir nicht sehen, wollte uns davor diese heiße Kartoffel rüberlegen und dann spielt das Business ab. Und das verträgt zum Private Equity Buyout vor relativ schlecht. Die erste Frage ist wirklich, haben wir ein stabiles Business? Und selbst wenn alle Wachstumsthesen scheitern, bleibt es dann einigermaßen flat und wir können den Kaufpreis, der oft zum Teil über Schulden finanziert ist, dann... Ja, sagen wir mal mindestens zweimal Geld machen, indem wir die Firma dann über 5, 6 Jahre entschulden und dann einen größeren Fonds verkaufen. Das ist so diese erste Grundthese. Ist ein stabiles Business und wenn wir mit allen Wachstumsthesen falsch liegen, kriegen wir dann trotzdem mindestens unser Geld zurück und über eine Entschuldung dann halt kleinen Returns gezeigt.

32:57 Moritz Blees: Okay, also ich...

33:06 Und das ist ja im Grunde auch der: große Unterschied zu Venture Capital. Venture Capital-Fonds investiert in zehn Firmen. Der weiß, sieben davon werden überhaupt nicht funktionieren, gar nichts returnen. Zwei werden vielleicht das Geld zurückbringen und die eine muss es dann raushauen und alle anderen bezahlen. Das ist ja die Logik von einem VC, der auch in unprofitable Unternehmen investiert und ihr auf der anderen Seite sagt, wir investieren in profitable Unternehmen, die eine Industorie haben, die stabil sind, weil wenn wir zehn Companies kaufen, dann wollen wir Das neun funktionieren, ihr wollt das zehn funktionieren, ist klar, aber ihr könnt euch wahrscheinlich leisten, das neun funktionieren so in etwa. Also guckt sehr stark auch auf die Downside und auf die Risiken der Visite. Da stellt sich die Frage, hey, wenn alles gut läuft, wie groß kann es werden? Und du stellst dir wahrscheinlich die Frage, wenn es schlecht läuft, wie kann ich meinen Verlust reduzieren oder wie kann ich das Risiko eindämmen?

33:48 Christoph Jost: und

33:48 Moritz Blees: Und wenn ihr so eine Firma dann übernommen habt, so jetzt fängst du diese Plattform an und wir sagen wir, ich bin jetzt ins Raster gefallen. Ich wurde mit übernommen in, ähm, bleiben wir mal bei dem Praxissoftware Beispiel in den äh in der Praxissoftware Plattform. Und was sind jetzt so die klassischen zwei bis drei Hebel, die du jetzt in Bewegung setzt, damit ich über diese, damit wir gemeinsam über diese zehn Millionen Abit kommen? Also gibt es da so ein Standard Playbook, wo du sagst, wir haben schon Erfahrung, das klappt üblicherweise. würde ich jetzt annehmen

34:19 Christoph Jost: Also es gibt natürlich Sachen, immer wieder auftauchen, aber vom Prinzip her sind wir kein Playbook Investor. Wir haben da kein Büchlein in Tasche, wo du sagen, das ist jetzt dein Rezept. Die Themen, an wir eigentlich immer vorbeikommen, die kommen relativ stark daher, dass die Firmen, die wir kaufen, gebootschrappte Firmen sind. Was du bei so einer gebootschrappten Firma üblicherweise hast, das Produkt ist solide und gut. Ansonsten, ohne solides gutes Produkt und ohne mindestens einen effizienten Vertriebsmarkt in Kanal, kannst du keine Firmen bootstrappen. Und das Ganze ist halt... über eine längere Zeit passiert, d.h. du hast relativ viel Substanz in der Firma drin. Aber wenn du als Gründer alles was du machst, du denkst über Vertrieb und Marketing, mindestens einen effizienten Kanal nach und gutes Produkt, dann fallen halt andere Sachen runter, die in der frühen Phase gar nicht so viel sind, wenn sie runterfallen, die ab absolut gewissen Größe wichtig werden. Was sind das für Sachen? Du brauchst eine gute zweite Managementreihe. Kannst das mal alles selbst machen, brauchst eine gute zweite Managementreihe. Da bauen wir entlang auch der Gründervorstellungen.

35:15 Moritz Blees: Ja.

35:17 Christoph Jost: Du brauchst, du musst Entscheidungen aufgrund von sehr guten Datentreffen. Stell dir vor, du hast so eine Firma mit 20, 25, Jahren Historie, die immer gut Geld verdient hat, da war auch gar nicht die Notwendigkeit da, das Detail zu verstehen, vielleicht die economics sind. Da haben wir Datenteam, alles Coder, die im Wesentlichen sagen, jetzt nehmen wir die Hände vom Bildschirm weg, dann schließen wir die ganzen Datenquellen an. und machen uns ein sehr, sehr genaues Bild über die datenseitige Struktur der Firma. Also People ist groß, Daten ist groß. Dann haben wir eine große Markethese sehr oft. Klassiker, die sind bisher nur aus der Produktstärke rausgewachsen und haben eigentlich nur Gründer-Cells gemacht. Unter gewissen Voraussetzungen muss man sagen, da können wir noch das und das probieren. Da aber schon auch mit einer gewissen Zurückhaltung. weil einfach alles Neues da finden ist auch nicht unsere Idee. Soll ich sagen, wir machen eigentlich Double Down auf die Sachen, die gut funktionieren und machen ein bisschen mehr, machen sehr, sehr punktuell einzelne Sachen, die wir in ähnlichen Kontexten haben, funktionieren sehen. Dann spielt wie gesagt für das &A Thema eine große Rolle. Bei uns das Produktthema spielt auch eine Rolle, aber das machen wir mit sehr viel Demut. Das muss man schon so klar sagen.

36:39 Moritz Blees: Mhm.

36:39 Christoph Jost: Du hast seltsam den Fall, dass du eine produktzeitlich extrem schlechte Firma hast, wo du sagst, wir machen das ganze Produkt neu. Was du historisch öfter gehabt hast, ist dieses Thema bei Saas-Firmen, zukünftigen Saas-Firmen, die Transformation von On-Prem vom Lizenzmodell auf ein Saas-Model. Was du ein paar Mal gemacht hast, ist auch irgendwann verstanden, was immer noch viele Risiken hat und relativ lang dauert. Aber das trauen wir uns zu. Mittlerweile hast du auch in Deutschland, die auch in diesem Saas-Thema nachzuwenden, hast du aber seltener den Fall, dass Firmen sagen, ich bin komplett on-prem und ich hole mir jetzt einen Partner rein, mit dem ich Saas mache. Die haben alle zumindest technologisch, sind da schon weit auf dem Weg und haben auch die ersten Kunden auf dem Saas-Produkt drauf. Da geht es dann eher darum, diese Saastransformation zu vervollständigen.

37:26 Moritz Blees: Mh.

37:33 Die Gründer und ihre Geschichten

37:33 Feliks Eyser: Was ist denn das für Gründer und was sind deren Geschichten? Wie kommen die da hin? Das ist bisschen angerissen, die sind gebootstrapped. Erzähl mal paar Stories von den Foundern, die bei euch jetzt im Portfolio sind.

37:43 Christoph Jost: Das sind alles echte Charaktertypen. Wenn du einen versuchst, so einen so so einen gemannten Spieler zu finden, das sind alles echt starke Charaktere, die dann tatsächlich auch sehr oft abseits der der bekannten Gründerszenen und Gründerzentren unterwegs sind. Das heißt, die sind dann in Rosenheim oder in Bielefeld oder Stuttgart irgendwo.

38:06 Feliks Eyser: Ihr habt in Leonberg eine Firma gekauft, da komme ich her, das finde ich besonders gut, dass ihr da die Gewerbesteuer vielleicht noch hochgetrieben habt.

38:15 Christoph Jost: Und die haben dann über Zeit echt eine Gelegenheit gesehen, manchmal aus dem Studium raus, manchmal aus ihrem vorherigen Job raus und haben echt mit aller Ruhe und aller Sorgfältigkeit eine Firma aufgebaut. Also echte Charaktertypen, die ein gutes Auge für Details haben, die gewisser Geduld mitbringen. Und dann aber natürlich auch abseits von diesen gerade eben beschriebenen Eigenschaften schon sehr, schon sehr verschiedenen Typen. Diese Charakter-Tests hast du ja späterstens dann, jedenfalls Charakter-Tests im Sinne von was diese finanziellen und möglichen Eskapaden angeht, die aber damit bisschen Geld anstellen kann. Wir haben jetzt bisher über die beiden Fonds 24 Einzelfirmen gekauft, neun Plattformen hinweg, nachdem das, das war ein Konzern-Carveout, eigentlich alles gebootstrapte Firmen waren, die in gründer Hand, in der Hand von meistens ein bis drei Leuten gewesen sind.

39:08 Feliks Eyser: Habt ihr 30, 40 Millionäre gebacken?

39:10 Christoph Jost: Ich kann es dir vorstellen, haben alle Geld verdient. Und alle, Und dann auch da, da gibt es natürlich die, wo der Lambo der Ferrari steht, was, die zum Signing mit dem Jet anfliegen und dann der Jet direkt zum Porsche-Händler weiterfliegt. Das ist gefährlich, außer wenn du natürlich das Signing an aufeinanderfolgenden Tagen mit zwei Forstvereinen machst.

39:36 Feliks Eyser: Beim Signing, ist gefährlich. Closing wär besser.

39:39 Christoph Jost: Wir waren zum Glück bei dem einen Deal, der im Kopf hab, der erste Deal gewesen, so dass der Jet da nicht weiterfliegen muss. Aber da siehst du solche Eskapaden. In aller Regel sind die aber, wenn sie überhaupt auftreten, das ist nicht die Regel, das ist eher die Ausnahme, dann sind auch die von echt kurzer Dauer. Jetzt komme ich wieder zu diesem Gründerprobe, die findet relativ schnell wieder zurück.

40:04 Feliks Eyser: Dann brauchst du auch den Jet, verstanden?

40:08 Christoph Jost: dass sie irgendwas Produktives, Sinnvolles machen. kann eine neue Softwarefirma sein, dann bringen sie sich zum Beispiel auch sozialen Kontext ein. Ich kenne einen, hat dann ein Drum'n'Bass Label gegründet, der war begeisterter DJ gewesen. Das ist irgendwie ein witziges Pattern. Du siehst erstaunlich viele DJs. Wenn ich mir durchgehe, wer war in seiner Jugend DJ gewesen, wer war DJ und Partyveranstalter, da haben wir jedenfalls unser Buyout Portfolio.

40:33 Feliks Eyser: Wirklich?

40:38 Christoph Jost: Das geht es mir noch nicht vor.

40:38 Feliks Eyser: Wir ja auch schon ein paar Mal die These hier im Podcast, auch bei Unternehmern generell, dass man ganz kurz am Jugendzeithustle ablesen kann, ob aus den Leuten was wird. Also haben die Webseiten gebaut, hatten die in eBay-Handel, haben die die Partys gehostet. Was war dein Jugendzeithustle?

40:52 Christoph Jost: Ich hab Selfiesport gemacht, hab nicht so viele Jugendzeiten alles gemacht.

40:55 Moritz Blees: Naja, du hast ja eben weitere Werkstudenten an die Commercial-DD vergeben, oder?

41:01 Christoph Jost: Das war tatsächlich, also ja, das war ein Jugendhustle gewesen, allerdings schon aus der Schule raus. Was ich tatsächlich als Jugendhustle, das hätte ich fast vergessen jetzt, als Jugendhustle gemacht habe, mein Banknachbar und einer meiner besten Freunde hat in der Schule die Firma AeroSecure gegründet. AeroSecure war eine Luftfahrt-Sicherheitsberatung, also für flugängstliche Reisende. haben wir geguckt, ob die Airline sicher ist. Haben es quasi auf einer Faktenbasis geprüft, in einer Flotte, Unfällen und Betrachtenssituation. Und meine Aufgabe war, dass Christian das nur an die Privatkunden verkauft und ich habe es dann an die insgesamt 4.000 Reisebüros verkauft. Dann habe ich als Telefon geklingt und habe dann die Airline-Datenbank an diese Reisebüros verkaufte.

41:49 Feliks Eyser: Das ist auf jeden Fall der abgefahrenste Jugendzeithustle, wir in letzter Zeit hatten.

41:51 Moritz Blees: Holy shit! ich super!

41:51 Feliks Eyser: nicht mal überlegen. Was würdest du bei deinem sagen? Dein Hintergrund als Unternehmer macht dich ja auf jeden Fall zu einem besseren Investor, weil du gut related kannst mit den Gründern, weil du operatives Know-how hast, weil du selber Firmen gebaut hast. Du warst jetzt nicht nur bei McKinsey und Goldman Sachs und hast quasi aus der Finanzbrille auf die Welt geschaut und selber gebaut. Also macht dich sicherlich zu einem zu besseren Investor auf eine Weise. Wie macht dein Hintergrund dich aber auch zu einem schlechteren Investor? Beziehungsweise was musstest du auf dem Weg lernen? Und welche Skills musstest du dir aneignen auf der Transition vom Unternehmer zum Investor?

41:57 Der Übergang vom Unternehmer zum Investor

42:29 Christoph Jost: Ja. Ja. Wenn du auf das Fond 1 Portfolio bei uns guckst und auf das Fond 2 Portfolio guckst, dann kannst du das ein Stück weit ablesen. Das Fond 2 Portfolio ist ein deutlich erwachsenes Portfolio, gerade eben was diesen Risikoaspekt angeht. haben aus dem Fond 1 fünf Plattformen Davon war Die erste Fundreturner gewesen, also der Fonds war 126 Millionen und der Exit von unserem 60 %-Stake hat deutlich mehr zurückgezahlt als der ganze Fonds.

43:01 Feliks Eyser: Wie oft passiert das in Private Equity? ich mein, das klingt jetzt irgendwie so, wenn das irgendwie... Das ist eher selten, oder?

43:08 Christoph Jost: Das ist eher selten. Aber dafür war auch der letzte Abschreibung auch das selten. Also ich glaube, dieses Paar, du eher aus der Venturewelt kennst, das hat sich trotzdem ordentlich gelohnt. was die beiden Firmen gemeinsam hatten, dass die eine extrem hohe Churnrate hatten. Und jeder erfahrene P.E. Investor sagt dir halt, du, also alles über das 10 % Churnrate brauchst du eigentlich nicht anfassen.

43:28 Feliks Eyser: Okay.

43:28 Moritz Blees: Mmh.

43:34 Feliks Eyser: Ur-Journey, das heißt, die Kunden wandern ab, wenn du 100 Kunden hast. des Jahres sind 10 weg, das sind 10 %-ige Journey zum Beispiel.

43:39 Christoph Jost: Genau, genau, Und das drückt zu dem Thema Stabilität, wenn du aber gar keine Churnrate hast, was du, du hast vorher das Thema Praxis Software gesagt, was du in diesen klassischen Softwarebereichen eigentlich meistens hast, dass kaum einer churned oder gar niemand churned, dann hast du da viel Stabilität drin. Aber was bei der ersten Firma gelungen ist, das war eine QR-Calls Software Firma aus Bielefeld, wir haben die Churnrate von 40 Prozent auf dann 12 Prozent runterbekommen. Das nicht spektakulär, aber wenn es Wenn das Business trotz oder?

44:13 Feliks Eyser: Was hast du

44:13 Moritz Blees: Ja, aber ich wollte auch gerade sagen, also was war der Hack?

44:14 Christoph Jost: Was wir beobachtet hatten, die hatten kein fundamentales Produktproblem gehabt, sondern es war vor allem ein Payment-Problem. haben damals schon Self-Service-Thema, haben ihre Software in 140 Ländern verkauft und haben aber alle in Euro abgerechnet auf Basis einer alten Sparkassen-Payment-Software. Was dann halt passiert ist, dass der brasilianische Kunde Nach einem Jahr wird die Creditkarte belastet mit Euro, der durch die Fortchartspec verlaufen Auf unserer LP-Base hatten wir den Gründer von Payone. haben dem das gezeigt, der vorhin in der Idee, der meinte, das ist total klar, wenn er es sah auf der modernen Software, wie z.B. Stripe fürs Payment umstellte, da hat Stripe noch ein ganzes Turnbuster-Universum, was du da alles machen kannst.

45:06 Feliks Eyser: Mh.

45:09 Christoph Jost: Dann war das so eine der zentralen Maßnahmen gewesen. Wir haben noch eine ganze weitere Ecke von Sachen gemacht, aber das war, glaube ich, so diese offensichtigste Sache, wo wir gesagt haben, da wird es uns gelingen, von diesen 40 Prozent runterzukommen. Und 40 Prozent Churn ist halt tödlich. Also wenn er vorne in der Go-to-Market-Motion auch nur irgendwo stottert, dann hast du innerhalb von 200 Jahren kein Business mehr. Und es ist aus diesem Grund kein Private Equity Investment. Wir haben es gemacht als ersten Deal, haben dieses Problem gelöst.

45:34 Moritz Blees: Hm.

45:38 Christoph Jost: Und mit ein anderen Sachen dann halt, dann hat die großen Fun-Trotunner produziert in nur zwei Jahren. Schon mit dem Ergebnis, dass wir auch bei dem letzten Lesben aus dem Vorhabe gesagt haben, der Vorhabe läuft so gut. Dann haben wir ein anderes Business angefasst, auch mit der hohen Turnrate und da hat es halt nicht in der Form geklappt. Genau so, genau so.

45:54 Feliks Eyser: Ihr dachtet aber ihr kriegt es in den Griff. Ihr dachtet, wir haben es schon mal geknackt, kann ja nicht so schwer sein, aber war ein anderes Animal.

46:06 Dieses: Thema, diese Pattern-Recordation, wo du denkst, das kenn ich doch, kombiniert mit der, du sprachst an, diesem unternehmerischen Selbstvertrauen, was du hast. Das führt manchmal zu Entscheidungen, wo du dir zu viel zutraust. Das haben wir dann schon recht deutlich bezahlt. Was dieses Unternehmer-Ding ja auch macht, vielleicht den Gedanken noch, was dieses Unternehmer-Ding ja auch macht, ist, dass wenn du einen Hebel siehst...

46:28 Feliks Eyser: Und das musstest du lernen, das sagst du... ja.

46:29 Christoph Jost: dass du dann richtig zu packst. Wo haben wir auch richtig zugepackt im ersten Fonds. Davor hatten wir keine Erfahrung mit Schulden. Das haben wir relativ schnell gelernt. Damals war Geld billig gewesen und alle möglichen Spracharzt und Volksbanken haben bereitbar die Buyout finanziert. Das heißt, wir haben damit richtig, richtig leverage gearbeitet. Wenn du dann so drauf guckst, du hast halt ein high churning Business.

46:53 Moritz Blees: Hm.

46:53 Feliks Eyser: Mhm.

46:53 Christoph Jost: wo du den Churn nicht schon ein bisschen runterkriegst, aber nicht schnell genug und dann richtig Schulden drauf haust, mit den Bedingungen, wie hoch das EBDA sein muss, damit du dich nicht reizt, hast du relativ schnell diesen perfekten Sturm. Und das mussten wir relativ schnell lernen. Und das ist mit Sicherheit auch dem geschuldet, dass mein Gründungspartner, der Peter Waleczek und ich, beide die Unternehmer DNA haben und du dann

47:21 Moritz Blees: Dann wird's fies.

47:21 Christoph Jost: Aufgeladen, supercharged durch einen ersten großen Erfolg, die einfach Sachen zutraust, wo du denkst, das würde ein rein rationaler als Investor ausgebildeter Typ so in der Form nicht machen.

47:32 Feliks Eyser: Hmm... Okay, okay. Und das ist natürlich auch noch mal ein Unterschied zwischen PE und VC. Ein VC, investiert eine Million, der kann eine Million verlieren. Im Worst-Gest ist die halt weg. Aber ein PE, der mit Schulden arbeitet, eine Million von seinem eigenen Geld bringt, sich noch mal zwei, drei von der Bank holt, der verliert halt eins plus zwei oder eins plus drei.

47:50 Christoph Jost: Du verlierst dann auch direkt bisschen größere Tickets. Das ja nicht so, dass du da in deinem VC vorhanden 50, 60, da zunächst mal nur kleine Tickets hast, sondern das tut dann schon weh. Und was es ja vor allem macht, das geht ja nicht einfach so, das geht ja nicht hauptsächlich die Hauptsache, du steckst natürlich unfassbar viel Arbeit rein, um das umzudrehen auch. Und auch das wäre...

48:09 Moritz Blees: Mmh.

48:13 Christoph Jost: aus meiner Sicht ein Ergebnis dieses Unternehmergens, was du da reinbringst, du kannst ja schlecht aufgeben. Du denkst dann, das fixen wir jetzt auch aus. Und springst dann selber rein und fängst dann an zu fummeln. In ein paar Momenten fühlst dich dann zum Erfolg und blickst irgendwie rum. Aber manchmal wäre es auch besser wahrscheinlich ein Tick früher loszulassen und das haben wir halt erst mal lernen müssen. Und ich mache diesen Bogen, du auf diesen aktuellen Fond draufschaust.

48:40 Feliks Eyser: Mh.

48:43 Christoph Jost: Da nehmen wir natürlich immer noch operative Risiken, wo andere Fonds wahrscheinlich zurückhaltender sind, aber diese ganz extremen Sachen, die bei allen anderen Fonds auf der Blacklist sind, also extrem hohe Kundenkonzentration zum Beispiel, massive Channel-Abhängigkeit, das angesprochene Churnrate-Thema, das wird ein anderer PE niemals machen und wir haben das im ersten Fonds voll gemacht und im zweiten Fonds nehmen wir es glaube ich aber sehr, sehr dosiert und deutlich erwachsener, als wir es noch davor gemacht haben.

49:11 Die Herausforderungen und Chancen im Private Equity

49:11 Moritz Blees: Okay, ich verstehe. Also es gibt schon so paar Gesetzmäßigkeiten, wo ihr erst mal gedacht habtet, die gelten nicht für FlexCapital und turns out, tun sie doch. Ja, spannend. Ich... Es gibt eine Sache, die mich nachhaltig fasziniert an Private Equity und vielleicht hilfst du es mir, es zu lernen, weil ich kann es nicht. Habe ich auch mehrfach schon bewiesen. Und zwar, dass...

49:31 Christoph Jost: Die Geldschutz nicht, ja?

49:34 Moritz Blees: Mein Verständnis, leicht runtergebrochen von Private Equity, ja, du leistest dir von wem anders Geld, gibst das jemandem dafür, nochmal wem anders, dafür, dass er arbeitet und dann am Ende verdienen alle Geld. Und das eigentlich Faszinierende für mich, das und das eigentlich Faszinierende für mich daran ist ja, wie incentiviere ich eigentlich so einen C-Level und wie finde ich eigentlich so eine Geschäftsführung, so dass ich quasi dieses unternehmerische gehen leben kann und dieses Investoren gehen, ohne proaktiv diese Firma führen zu müssen. Also es gibt ja viele Gründer, die versucht haben, ihre Firma abzugeben an einen Geschäftsführer. Und ich würde sagen, dass der Erwartungswert eher ist, dass es scheitert, als dass es funktioniert.

50:21 Christoph Jost: Es ist tatsächlich beeindruckend, was für eine Qualität an Management du in diese Private Equity Buy-outs reinklickst. Und das ist massiv. Du sprichst nicht mehr über diese frühe Rocket Internet Logo. Du holst ja Studenten und der darf es an so einem Internetthema ausprobieren. Das ist ein wirklich gestandener Manager, die es ein paar Mal gezeigt haben und dann eine gewisse Historie mit Private Equity Back Companies haben. Jetzt haben diese Firmen, die wir kaufen, die starten zwar klein. Aber die werden auch durch die Zukunft relativ schnell groß und geben damit einfach ein sehr attraktives Spielfeld für wirkliche Topmanager ab in Kombination mit einer sehr attraktiven Vergütung. Die anders als wenn du dich als der frühen Phase als Manager anstehst bei der Firma einen sehr ordentlichen Erwartungswert haben. Weil wir können sagen, aus einer VC Logik raus, du machst 50 Dinge. Und das ist total okay, wenn nur zwei, drei richtig gut sind. Das ist für dich als Fondsinhaber, als West-OK. Aber für die Management-Teams, die sich auf diese 50 Firmen verteilen, ist die Erwartungswert schon ein bisschen offen. Die Wahrscheinlichkeit größer, dass du eins triffst als Manager, das nicht so gut klappt. Und die Schlauen verstehen das alle. sagen, da brauchst du schon sehr viel Leidenschaft für dieses Thema.

51:43 Feliks Eyser: Und es ist natürlich auch so, du musst ja erst mal einen Exit finden. Also wir sind auch nicht im Silicon Valley, wo halt durch Vsorp, durch Mini-Anteile super viele Leute reich geworden sind, weil es halt auch massive Exits gibt, wie in WDI und so weiter, also die wirklich zur Liquidität viele Leute führen. im deutschen Ökosystem, ich weiß nicht wie viele Leute es gibt, die die mit Vsorp und als Mitarbeiter Nummer 100 wirklich signifikant Vermögen aufgebaut haben, weil die Exits einfach auch viel kleiner sind, muss man auch sagen.

52:08 Moritz Blees: Ja.

52:08 Christoph Jost: Ja, aber das ist ja so diese, worauf ich rausfinde, die Frage ist, warum sind diese Private Equity Plays für wirkliche Topmanager attraktiv? Und das ist dieser gute Erwartungswert, den du einfach produzieren kannst, in Kombination damit, das sind alles hochprofitable Firmen, du kannst auch gute Gelder zahlen. Das heißt, die kriegen einfach richtig, richtig Gelder. Du zahlst einen Top-Gehalt, du hast relativ wenig Ausfall und du brauchst ja auch irgendwann nicht mehr unbedingt dieses Unternehmergehen der innovierten Maskenbaus. Einfach sehr, sehr gute, strukturierte Manager, die ähnliche Situationen schon ein paar Mal durchmenschten. Und das kriegst du diesem Private Equity Bauarbeitmodel sehr gut angezogen. Wenn ich jetzt drauf gucke und sage, ich hatte gesagt, aus dem ersten Vorhang haben wir fünf Plattformen gemacht. Eine hat nicht so gut geklappt, aber alle anderen sind mittlerweile deutlich über 10 Millionen EWTA.

53:01 Moritz Blees: Mmh.

53:06 Christoph Jost: aus dem 126 Mio-Fonds kommt. Das ist eine richtig große, stabile, substanzielle Internet- und Softwarefirma. Das ist natürlich, du das dem neuen Manager zeigst und sagst, offensichtlich ist da irgendwas. Und das sind schon sehr, sehr attraktive Jobs, wir da anbieten können. Das wird natürlich immer besser. Je größer die Firmen werden, desto besser kann man zahlen. Die kriegen sehr ordentliches Gehalt und haben einen guten Erwartungswert in steueroptimierten auch einen sehr guten Payday beim Exit. Attraktive Job. Das ist meine Antwort, wie du immer rein kriegst.

53:41 Moritz Blees: Mmh.

53:43 Feliks Eyser: finde, sind immer gute Leute. Ich habe so bisschen rumgefragt, was Leute über dich sagen, dass du schon auch ein Talentmagnet bist und auch Weggefährten von früher immer wieder reinholst. Der Peter hast du angesprochen, dein Partner ist ein alter Wegbegleiter und so weiter. Also es gibt ja wahrscheinlich viele Beispiele von alten Gefährten.

53:59 Christoph Jost: Da gibt es sehr viele Beispiele. Jetzt sagst du, ist halt dieses Thema Talentmagnet. Weiß ich gar nicht, ob ich da einfach so zustimmen würde, auch wenn es nicht klingt. Du kannst aber irgendwann zeigen, dass wir da Situationen kreieren, die für Manager sehr attraktiv sind. Ein anderes Beispiel wäre der Stefan Hetzel. Der war dann erst bei Absolventa, mein CFO, ist dann der Geschäftsführer gewesen. Dann haben wir den bei bei Egoditor dem ersten Investment und dann Exit rein geholt. Der hat natürlich sehr ordentlich Geld verdient. Das kann man, das darf man glaube ich so sagen. Dann war der Europaschef gewesen von Bit.ly, der Kaufenden und auch PI-Baked-Firma. Dann haben wir den geholt zu unserer Lawpilots, da ist der Geschäftsführer. Der macht quasi die...

54:50 Feliks Eyser: Der macht jetzt seine zweite Runde schon quasi, also seine dritte Runde quasi in deinem...

54:53 Christoph Jost: Runde und da gibt es halt ein paar Beispiele davon. Nicht weil ich so nett bin oder du bei Steffen fragen, sondern weil es einfach ein guter Journey ist.

55:09 Moritz Blees: Also auch hier wieder quasi Netzwerk über Zeit gewachsen und häufiger miteinander die Sachen gemacht und mehrfach quasi alle haben alle einander gezeigt, dass man einander vertrauen kann.

55:20 Christoph Jost: Ja und ich finde, du gehst ja auch nicht nur durch die ganzen Zeiten durch. Das ist für uns bei Flex mit Sicherheit Thema, was du oft sehen wirst, dass wir mit den Leuten über sehr lange Zeit verbunden bleiben. Und das macht natürlich auch, wenn wir einen Pitch machen für neue Management-Teams bei neuen Unternehmern, können wir recht authentisch und recht leicht sagen, du, wenn du mit ein Leuten sprechen möchtest, die es schon mal gemacht haben, da kann ich dir eine ganze Liste geben. beziehungsweise zeig du auf die Firma auf unserer Homepage drauf und wir machen den Intro zu der Firma. Also keine gestagten Intros, sondern echte. Das hilft natürlich.

55:54 Der Verkaufsprozess im Private Equity

55:54 Moritz Blees: klar. Also die Frage ist im Grundsatz, wie verkauft ihr eigentlich Firmen? Also ihr müsst ja irgendwann divesten. Und wie stelle ich mir so einen Prozess von einem professionellen Private Equity Investor wie Flex Capital vor?

56:09 Christoph Jost: Das geht über Investmentbanken. Hier ist die kurze Antwort.

56:12 Moritz Blees: Ok, also ihr habt da Partner, so keine Ahnung, Bärenberg, die wahrscheinlich nicht, aber die dann euch helfen das zu platzieren auf die jeweiligen.

56:23 Christoph Jost: Ganz genau, da könnte man es viel nennen. Die treffen wir in zwei Situationen. Einmal zeigen uns Firmen, die wir kaufen können, einen guten Marktüberblick, vor allem strukturiert und dann hoffentlich kompensativen Prozess kreieren unter den möglichen Bietern. Die verkaufen uns Firmen und wir beauftragen, die zu verkaufen gilt. Das könnte man sicherlich auch ohne die machen. Aber du brauchst schon... brauchst ja schon den Broker, glaubwürdig diesen kompetitiven Prozess zu machen, der wie gesagt so jetzt passiert, ansonsten kommst du auch da. Ähnlich wie wenn du als Gründer in Direkte Firma verkaufst, du musst irgendwann raus aus dem Netten, wir mögen uns alle und zeig mir mal die Infos und die Infos und wir warten noch ein bisschen und wo ist die Traction hier und da und dort, muss irgendwann sagen, ist alles schön und gut, aber jetzt passiert sie.

57:14 Moritz Blees: Mhm.

57:17 Feliks Eyser: Habt ihr eine gewisse Mindesthaltendauer oder sagt ihr Verkauf nach x Jahren oder sagst du noch einen gewissen Milestone im Sinne von wir haben das EBITDA den Gewinn jetzt verdoppelt oder was triggert den Verkauf? es die Vorlaufzeit, ist es was anderes?

57:28 Christoph Jost: Das die Antwort differenziert. Vom Prinzip her, der ganze Diszipline der Investor würde ja sagen, ich unterschreibe da, wenn ich reinkomme, gewissen Return, drei Mal Gelte. Und wenn ich sehe, ich kann diesen Return erreichen, dann trigger ich. So kannst du da irgendwie aufgucken. Bei dem ersten Exit haben wir nach zwei Jahren gemerkt, uns ist da so viel gelungen in so kurzer Zeit, hatten aber so viel Inbau und Interesse in einer sehr guten Marktphase. Da hat es Sinn gemacht und auch als Asset Manager ist dieser erste Exit ja schon sehr wichtig. Genau.

58:02 Feliks Eyser: willst ja diesen Track record auch zeigen, willst ja DPI generieren

58:02 Moritz Blees: Mhm. Ja, ja.

58:06 Feliks Eyser: im Sinne von, es wird Geld ausgeschüttet, wirklich, nicht nur Markups auf dem Papier.

58:08 Christoph Jost: und zwar in alle Richtungen, den Investoren sowieso, den Mitarbeitern, bei uns arbeiten, auch die sind alle am Carry, wir da mal Carry zeigen zu können, das auch ganz gut, den Management-Teams, den anderen Unternehmern, von denen wir halt 51, 60, 70 Prozent kaufen, die wir dann auch zeigen können, hey, wenn ihr uns rein lasst in eine Fernmarktbewertung, könnt ihr aus dem Verbleibensstack deutlich mehr machen. Diese Magie der frühen Exits, ist schon da. Ich glaube, ist so dieser kleine Exkurs speziell bei uns, diesen ersten Exits. Halteperiode generell, hatte ich früher mal gesagt, das sind so 3 bis 5 Jahre, jetzt würde ich wahrscheinlich eher sagen 4 bis Jahre. Und vielleicht sogar bisschen länger.

58:58 Feliks Eyser: Warum ist es gestiegen?

58:58 Christoph Jost: Diese Plattformen aufzubauen, diese Plattformen zu kreieren und über 10 Millionen EBDA zu bringen, das ist schon wirklich viel Arbeit und viel Aufwand. Und dann denkst du dir, okay, jetzt bin ich über 10 Millionen EBDA, warum soll ich die sofort wieder loslassen? Das sind ja substanzielle, sehr stabile Geschäfte, die irgendwann sauber compounden, die da noch ein weiteres... 5. oder 6. 7. Jahr zu geben. Das macht einfach für die Returns großen Sinn. Und du hast halt einfach sehr viel Sichtbarkeit drauf. Wenn du 5, 6 Jahre mit dieser Firma zusammen arbeitest, dann weißt du, was da ist. Dann kennst du das ganze Add-on-Land-Scape. Dann hast du eigentlich mit jedem Mal gesprochen. Die Zukäufe für die Plattformen, dauern auch eine Zeit lang, bis die aber reifen. Und dann ist immer so die Frage, was lässt halt für diesen nächsten Investor übrig und was machst du noch selbst?

59:47 Moritz Blees: Hm.

59:47 Christoph Jost: Also dann sind wir auch zu dem mehr bereit, ein bisschen länger zu gehen.

59:55 Exits und die Dynamik im PE-Markt

59:55 Moritz Blees: Ich hab mal gelesen, dass über 50 % der Exits, also Verkäufe, von PE-Fans an PE-Fans ist. Jetzt stelle ich mir das bisschen vor wie so Pokemonkarten tauschen. Dass so dann der eine was hat, was beim anderen reinpasst und der hat was und du weißt schon, wenn du anfängst, dass der und der das gerade sucht.

1:00:10 Christoph Jost: Haha Also das was du beschreibst, ich glaube das hörst du immer von diesen Mega-Buyout-Fans, also den zig Milliarden-Fans, die dann auch untereinander traden. Wenn wir ein PE-Fans, andere PE-Fans verkaufen, dann immer ein deutlich größerer Fonds. Und das ist eine Einbahnstraße. Also die kaufen von uns und nicht wir von denen aus der reinen Größenloge raus. Warum wir diesen an andere PE-Fans verkaufen,

1:00:27 Moritz Blees: Okay.

1:00:40 Christoph Jost: Warum der bei uns sehr wichtig ist, kommt aus einem ganz trivialen Markt, ich, dass es relativ viel großes Geld gibt, oder große, große Fonds, die aufgrund ihrer Fondsgrößen erst ab 10 Millionen EBITDA sinnvoll kaufen können. Aber wie viele Softwarefirmen fallen aus dem Stegreif ein, die wirklich substanziell gutes Geschäft über 10 Millionen EBITDA haben, nicht ganz so viele. Das führt aber dazu zu guten Multiples, zu einem gewissen Multi-Abitrage, die du dann einsetzt. Und gleichzeitig, wenn du halt bei einer, einer einer halben Million E-BDR ansetzt, da gibt es schon einige Firmen noch. Und wenn du diese Transformation gehen kannst zu einer großen, stabilen Software-Plattform, dann ist da viel an Multi-Abitrage on top zu der operativen Value Creation, die du machst, zu holen. Und was halt vor allem für uns da wichtig ist, Wir brauchen diesen planbaren Exit-Kanal und aufgrund der gerade eben beschriebenen Logik an anderen PE zu verkaufen ist relativ planbar. Wenn du zum Entry sagst, ja ich habe so zwei, drei Strategien vor Augen und es wird auch bei den reinen passen. Und wenn wir dann so sind nach 4, 5, 6 Jahren, ob dann der richtige CEO die Strategie hat, ob die gerade eben Zukunft machen, das weißt du ja alles nicht.

1:01:55 Feliks Eyser: Oder ob jemand im Verlagshaus sagt, nee, wir haben von einem Jo schon so viel gekauft, wir können nicht noch eine kaufen. Das Learning

1:01:59 Moritz Blees: Wohlwennig!

1:02:03 Feliks Eyser: hast du schon mal gemacht.

1:02:06 Christoph Jost: Du, das kennt ihr ja auch, als wieder alle angefangen haben, ich Faze, du warst noch bisschen früher, aber dann so 26, 27, 28, 29, wenn du ein bisschen VZ-geräst hast und die Frage war, habt ihr einen Exitplan? Dann hat ja, klar haben wir. Wir verkaufen einen Verlag. ich heute drauf. Aber irgendwann, und wenn du heute noch guckst, wie...

1:02:29 Feliks Eyser: Da standen immer die Medienhäuser drauf. standen immer drauf, Burda, Springer, Funke, genau.

1:02:31 Christoph Jost: Wie relevante Exitpartner sind die eigentlich? Ja, die kaufen. Da kauft noch da und dort jemand was. Aber machen die substanzielle Exits für die Szene? Nee, machen sie nicht. Springer hat schon lange nichts mehr gekauft. Und wenn du guckst, was du die anderen Verlagshäuser machst, das sind keine wirklich großen Exits, die du als Form brauchst. Das für den Gründer kann das gut sein. Für den Gründer, der vor allem geboten wird, aber sobald du da institutionelles Geld drin hast, brauchst du einfach eine gewisse Größe von Exits. Und die spendieren aus meiner Wahrnehmung die Verlagshäuser dann heute doch eher selten.

1:03:03 Feliks Eyser: Ja, was sind andere strategische Käufer, die signifikante Exits machen? meine, man sieht mal SAP, die machen signifikante Exits in der Softwarewelt.

1:03:16 Christoph Jost: Die anderen Strategien sind bei uns meistens durchgeguckt dann auch PE-backed Softwareplattformen. Das heißt, du die ganzen größeren Fonds, die wie ein Schwamm die einzelnen Softwarefirmen aufsaugen, die thematisch zusammenpassen. Dann du dann Fonds wie HGE oder TA oder Tuma Bravo.

1:03:35 Feliks Eyser: Hm.

1:03:40 Christoph Jost: die dann wirklich richtig große Strategien geformt haben auch. Dahinter steckt PE, aber das sind wirklich große Softwarestrategien, du dann vor Augen haben kannst, wenn du an einen in Anführungszeichen strategischen Exit denkst. Und sonst können die Strategien, die können überher kommen, sind meistens die verrücktesten Themen. Wir haben damals unsere QR Code Software Firma an einen Link-Shortener verkauft, Bitly.

1:03:58 Feliks Eyser: Okay, dann bist du wieder bei FONS und deren Plattform.

1:03:58 Moritz Blees: Mmh.

1:04:05 Christoph Jost: Das hätte ich mir davor auf keiner Folie ausdenken können, dass wir das mal an einen Link-Shortener verkaufen.

1:04:10 Feliks Eyser: Ich denke schon, du wusstest gar nicht, ein Linkshortener ist, das es überhaupt eine Kategorie von Firma sein könnte.

1:04:13 Moritz Blees: die auch Geld hat.

1:04:15 Christoph Jost: Aber die sagen halt, naja, ein QR-Code ist ja auch nichts anderes als ein Link aus der Offline-Welt in die Online-Welt rein. Das ist für uns ein riesen Wachstumsfeld. Und bumm, das hat einfach so strategischen Match bei denen gehabt, dass die dann vernünftig preisgezahlt haben.

01:04:29 Entscheidungsfindung und Teamkultur

1:04:29 Feliks Eyser: Wie hast du deinen Entscheidungsmuskel trainiert? Dein Werkzeug ist ja, das sind ja deine Entscheidungen im Grunde. Du triffst im Jahr fünf, sechs, sieben relevante Entscheidungen, die bestimmen, ob das ja gut oder schlecht ist. Du bist ja nicht so im Daily Hustle. Klar machst du auch jeden Tag, du arbeitest jeden Tag hart und triffst auch täglich Entscheidungen. Aber die wichtig großen Investmententscheidungen, Dievestment-Entscheidungen, die sind gar nicht so häufig. Wie triffst du bessere Entscheidungen?

1:04:55 Christoph Jost: Also wir haben bei uns bei Flex eine sehr lebendige Teamkultur, wo es durch die Hierarchien eigentlich hindurch, wo jeder sich in diese Diskussion einbringt und gar nicht, weil wir ihm das Wort geben so ungefähr, das passiert einfach. Also du ja eine sehr lebendige Diskussion von vielen, in unserem Team würde ich echt sagen, schlauen Leuten, in Kombination auch mit den weiteren Ökosystemen. auch Beiräte drin in diesen Firmen und da eine gute Diskussion entstehen zu lassen und die Diskussion passieren zu lassen und nicht relativ früh in der Diskussion mit einer eigenen Lösung zu kommen. Das ist bei uns mit Sicherheit ein wichtiger Weg, wie wir das versuchen zu machen. Vieles dann unternehmerisches Gutfeeling und die, glaube ich, bewusst zu machen, so versuchen wir das zu sagen, diese Mehrdimensionalität der Entscheidungen zuzulassen. Zu sagen, aus der Dimension Asset Manager Entwicklung, müssen wir jetzt einen Exit machen. Aus der Dimension Traktorien, wo die Firma ist, sieht es aber anders aus. Aus der Dimension, wenn du rein auf den Produkt- und Kundenzyklus drauf schaust, ist es wie nochmal so. Und diese einzelnen Aspekte wird dich sehr genau zu beleuchten. Da nehmen wir uns viel Zeit, da drauf zu gucken.

1:06:19 Feliks Eyser: Seid ihr Konsens getrieben? Oder sagst du, wir hören uns alles an, wir wollen alle Perspektiven verstehen, aber am Ende ist keine Demokratie, es gibt trotzdem einen Partner, der eine Konvektion aufbauen kann und entscheidet?

1:06:30 Christoph Jost: Ne, Demokratie ist bei uns nicht. Ich glaube, das darf man uns auch sagen. Wir haben wie jeder vernünftige Fonds ein Investmentkomitee. Da sind drei Partner drin. Und die Regel ist, dass Investmententscheidungen einstimmig getroffen werden. Und Verkaufsentscheidungen reichen eine Mehrheit aus. Das ist das, was ich meine.

1:06:48 Feliks Eyser: Hab ich mir gedacht.

1:06:55 Christoph Jost: Dann ist es tatsächlich auch so, die Argumente sind gehörlich, es eine relativ umfangreiche Unterlage vorbereitet. Das ist ja weniger wie im frühphasigen Investieren, dass du da sagst, ich habe ein gutes Gefühl, der Gründer hat die Idee der Markter. Du hast dann irgendwann sehr, sehr viele Daten über die Firmen und da geht man vor Rennse-Schranken. Wir gucken da rein, hören uns das irgendwie an. Klar ist auch, Ein Partner treibt die Entscheidung und sagt, ich glaube, das müssen wir machen. Ich schmeiße damit mit Form und Gewicht dahinter. Aber am Ende geht die Frage, wer ist dafür? Und dann geht die Hand hoch oder eben nicht.

1:07:32 Feliks Eyser: Mhm. Mhm. Und ist auch ein Mechanismus, Risiko zu reduzieren. Es gibt auch das Gegenmodell in VC, dass du sagst, es muss eine Person geben, die eine richtige Conviction hat. Und du vertraust dir quasi im Team so sehr, dass du sagst, wenn eine Person diese Conviction aufbaut, kann man eine Entscheidung treffen, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass man Deal sehr einfach totreden kann. Also in VC gibt es immer tausend Gründe, warum du irgendwas nicht machen könntest, warum irgendwas nicht klappen könnte. Und die meisten Deals klappen natürlich auch nicht, also quasi die Negativseite überwiegt. Und in der Teamdynamik kann es sein, dass du dann eine gute Entscheidung Tod redet. stellen wir uns andersrum die Frage, hat einer die ultimative Conviction und sagt, glaube, dass das Ding richtig groß werden kann, quasi nicht in die Falle zu tappen, dass er immer nur auf die negativen Punkte schaut.

1:08:23 Christoph Jost: Ich finde, man dieses Entscheidungsthema gerade bei Investmententscheidungen denkt, dass Nummer eins für uns ist, dass wir gedügt Investment Opportunities haben. Das ist für uns der Hauptpunkt. Wir schauen uns unfassbar viele Sachen an, aber wirklich hochqualitativ, also in der On-Strategy hochqualitativ Sachen, wo du irgendwie sagst, hey, haben es da eigentlich bis zur bis Ziel je, bis kurz vor dem Ziel je.

1:08:42 Moritz Blees: Ja, aber... Sorry Christoph.

1:08:45 Christoph Jost: gedribbelt 6, 7 Opportunities. Wir haben bei allen DED Geld ausgeben und wir machen jetzt eine. Das macht eine echt gute Entscheidung aus. Aber die Realität ist halt, wie oft hast das schon. Die richtig guten Deals und die Qualitätsstandards, gerade beim Biohaut Fund, mit dem veränderten Risikoprofile sind schon sehr hoch. Wir müssen aber massiv, massiv Deal Opportunities aufschließen, die vor den Zielen dribbeln, dass wir dann wirklich, wirklich picken können. uns nicht nur erklären, wir haben aus ganz vielen Sachen gepickt, aber hinten aus waren es eigentlich nur ein, zwei Sachen, auch was die wirklich diese Qualität gehabt haben. Und das ist tatsächlich ein Möglichkeitenraum für einen institutionellen Fund zu entwickeln, der ja schon gegenüber seinen Kunden, also den LPs, Investoren hinter dem Fonds, Versprechen abgibt, dass wir konstant Geld in diesen Markt über die Vorlaufzeit reindeployen. Und dafür bezahlen die uns. Die zahlen uns zwei Prozent auf die Fonds. nicht dafür, dass wir immer sagen, das ist zu riskant und das machen wir nicht. Gerade stimmt die Marktphase nicht. Vom Mindset her wollen die wirklich, du sagst, im gleichlaufenden Pace durch alle Marktphasen hindurch, die bei dir Geld in den Markt. das gut machen zu können, brauchst so eine Fülle von hochkarätigen Deal-Opportunities, die aus dem Markt herauszuarbeiten, da geht extrem viel Zeit drauf.

01:10:03 Öffentliche Sichtbarkeit und Branding in Private Equity

1:10:03 Moritz Blees: Christoph, wenn ich da kurz einhaken darf bei dem Thema Visibilität, ich bin ja Marketer von Haus aus, deswegen ist das immer ein Thema, mir nah am Herzen ist. Meine Beobachtung ist irgendwie, es gibt ja riesige Unterschiede zwischen der PE- und der WC-Szene, was so öffentliche Visibilität angeht. WCs haben Podcasts, White Paper, eigene Konferenzen und einige PEs, die ich kenne, haben noch nicht mal eine ordentliche Webseite. Und warum... Ja.

1:10:24 Feliks Eyser: Das ist ultimative Statussymbol, wenn du irgendwann keinen LinkedIn-Account mehr hast.

1:10:29 Moritz Blees: Genau, ich glaube, ist so die U-Curve vom Wealth. Du hast keinen LinkedIn-Account am Anfang und keinen LinkedIn-Account am Ende. Und dazwischen... Naja, auf jeden Fall ist das so meine Frage. Warum ist das so? Also... Wäre es nicht auch ein Vorteil von einem Private Equity Player, genau das zu haben, was du gerade gesagt hast, nämlich irgendwie einen guten Dealflow, Öffentlichkeitsarbeit zu machen?

1:10:58 Christoph Jost: Also wir machen tatsächlich eine sehr ähnliche Beobachtung und wir haben uns genau die Frage gestellt. Unsere Antwort ist, das ist für uns als Flex eine große Opportunity, auch eine vernünftige Brand als Private Active Formel aufzubauen. Warum ist es so? Solange bin ich selber noch nicht Teil der PE Welt. Eigentlich nicht viel länger als in diesem Fondkontext seit Ende 2019. Wenn du bis heute zurück schaust. Es gab ja mal, ich meine es war 2005 gewesen, wo Franz Müntefering nach echt auch zum Teil problematisch großem Beiaut, das gesagt hat, da kommen die Heuschrecken. Und was das halt gemacht hat, ist, dass die Private Equity-Branche dann schon sehr verschwiegen geworden ist. Und ich verstehe heute gar nicht mehr rum. Das sind ja die Sachen, die wir machen, die in aller Regel schaffen, die Arbeitsplätze. Das sind gute, saubere Sachen, auf die wir stolz sind. Und das finde ich auch so deutlich.

1:11:49 Moritz Blees: Mhm.

1:11:53 Christoph Jost: kommunizieren, glaube ich, ist eine große Chance drin. Da sind wir ganz den Weg gegangen. Aber es ist natürlich immer noch so, dass, wie du es beschrieben hast, Felix, dass VC-Fonds, glaube ich, viel besseren Job machen, den Fonds zu erklären, die Arbeit zu erklären, die wir machen, den Match zu erklären, für welche Firmen es eine Lösung ist und für welche nicht. Da sind wir auf dem Weg, aber tatsächlich, unsere Peer-Fonds machen da nicht viel. die machen noch nicht viel und wenn wir mit denen darüber sprechen, sagen die immer, ja wir sehen, dass die da immer viel macht und LinkedIn und Podcasts Sachen erzählt. Wir fühlen uns eigentlich ganz wohl damit, dass wir im Hintergrund unsere Dienst machen und uns einfach darauf konzentrieren. Das Argument ist auch sehr oft, hey, Fokus aufs Wesentliche, dass wir die Opportunities generieren und vielleicht, ich es so erzähle. für so Private Equity Model, du brauchst halt auch nicht zwangsweise die Öffentlichkeit, große Brand, um erfolgreich zu sein. Du kannst ja viele Fonds finden, aber schaust, wo kommt historisch der Dealflow daher, dann kommt es über gute Beziehungen zu Brokern, zu Westpandankern. Und die kennen dich einfach. musst halt in diese 200, 300 Berater, die wirklich relevanten, vielleicht 30, 40, 50, die müssen dich kennen. Und die zeigen dir Deals, da wird aber nicht drauf.

1:13:10 Moritz Blees: Mmh.

1:13:15 Christoph Jost: nicht auf angewiesen bist, dass nicht Teil deiner Strategie ist, direkt auf die Gründer zuzugehen, dann hilft dir die Öffentlichkeit auch dann nicht. Das ist uns ein bisschen anders. Wir haben die These, dass wir einfach direkt gehen zu den Gründern. Deshalb hilft uns die Öffentlichkeit schon. Wir machen auch sehr gerne Podcasts. Aber das wäre meine, ich glaube, ein umständliche Antwort auf die Frage.

1:13:34 Feliks Eyser: Macht Sinn, macht Sinn.

1:13:34 Moritz Blees: Aber nachfolge sieben.

1:13:40 Feliks Eyser: Was sind denn in deinem Alltag Routinen, Prinzipien, die dich in deinem erfolgreich machen? Kommst du noch zum Kitesurfen? Du bist großer Kitesurfer. Schaffst das noch in deine Routinen rein? Fährst noch paddleten?

1:13:56 Christoph Jost: Also ich fahre Peloton, ich fahre sehr gerne Rennrad. Machen jetzt auch seit letztem Jahr eigentlich gesagt, ich komm so bisschen Sport vor sich, Vorsicht machen ist irgendwie schön, auch wieder mehr Sport-Events zu machen. in Berlin, in Main Berlin ist High Rocks. Mach ich mit meinen Freunden auf jeden Fall.

1:14:14 Feliks Eyser: Ich Herox angemeldet, ja?

1:14:14 Moritz Blees: Ja, ich bin April in Köln.

1:14:16 Christoph Jost: Okay, cool.

1:14:16 Feliks Eyser: Wie kommt... Ich bin in Berlin auch... Ich bin Mai auch Berlin angemeldet. Ich suche noch einen Partner. Du bist aber schon versorgt, oder? Willst du noch einen Double machen?

1:14:25 Christoph Jost: Ja, stark. Wir machen es mit ein Leuten. Mal sehen ob ich da zwei Sachen, zwei Wörter, einen Tag schaffe auch was. Aber offen,

1:14:32 Feliks Eyser: Die richtig gut, die machen Nervier, Christoph. Nein, ich weiß es nicht. Aber ich glaub, kommen durch keinen Podcast durch, ohne auf Highrox

1:14:43 Christoph Jost: Also wir machen Highrocks, wir Rennradfahren, das ist so eine Tour Transalp im Juli. Das ist auch übrigens wieder das selbe Hattler eigentlich. Wenn man der Tour damit fährt, dann wirst du auch da einige von unseren Unternehmen sehen, von denen wir Firmen gekauft haben, von Management Teams. Wir bolten sehr stark über Sporte. Kitesurfen, ja viel, weniger als früher. Ich habe mal zwei kleine Kids zu Hause, die doch nicht im Kitesurf-Bahnalter sind. Aber immerhin war ich letzten November in Brasilien gewesen. Eine Woche mit ein befreundeten Unternehmern. Das hat richtig Laune gemacht.

01:15:19 Nachfolgeregelung als Geschäftsmodell

1:15:19 Feliks Eyser: Wir sprechen ja generell gerne über Businessmodelle, die man umsetzen sollte als Founder. Die Top-3-Ideen, wenn du mehr Zeit hättest, was sollte man eigentlich gründen? Die Frage stellen wir uns oft. Wie schaust du da gerade drauf? Was gibt es zu den Mitte-20-jährigen potenziellen Foundern mit, die sich überlegen, was sie mit ihrem Leben machen, was für ein Projekt sie Zeit stecken?

1:15:44 Christoph Jost: Also klar habe ich, glaube ich, noch große Passion fürs Gründen. Wo ich vielleicht in dem Zusammenhang eher sprechen kann, ist für diesen Weg, dass du als Unternehmer nicht alles gründen musst. Du musst nicht zwangsweise Gründer sein, Unternehmer schädig zu sein. Und was wir wirklich sehr oft beobachten, was in USA schon relativ weit verbreitet ist, was hier in Teil immer noch overlooked ist, ist das Thema Nachfolgeregelung. wirklich auch als als als 20er oder nach dem ersten Job da guckst welche welche Firmen gibt's von Gründern, das ist ja mittlerweile auch im Internet und Software-Konterkontext so, die dann Ende ihrer 50er, Anfang ihrer 60er sind, die keinen Nachfolger in der Familie haben, die halt einen Exit suchen auf irgendeine Art, die Nachfolger sind, die vielleicht bevor es zu klein sind oder die halt aufgrund von von ihrer Charakteristik nicht zu... diese Formwelt passen, die aber echt tolle Firmen sind. Da sehen wir so viele Sachen, ich immer denke, wenn ich kein Form-Manager wäre und auch einem gewissen Korsett drin stecke, dann würde ich mich da einkaufen. Diese Nachfolgeregelung, da ist das erste Argument so, ja gut klar, aber ich habe halt keine Millionen, die ich da reinstecken kann, zum Teil brauchst das gar nicht. Zum Teil hast du wirklich da eigentlich immer, die können dich verkaufen, aber irgendwann müssen sie aber... was machen, wenn sie nicht bis ins Grab arbeiten wollen. Dann kannst du da sehr gut mit der Hausbank über Verkäuferdarlehen arbeiten und musst dann zum Teil gar nicht viel Eigenkapital in dir aufbringen. Und das ist so ein Weg zu sehen, da strukturiert zu gucken, welche Gelegenheiten gibt es da. Du kannst natürlich dann, wenn dir das gelingt, so ein Deal zu machen, einer bisschen höheren Ebene einsteigen, hast schon mehr Substanz, der du aufbauen kannst, ziehst ein bisschen Risiko raus. Sich das strukturell anzuschauen, das hast du in Wie gesagt, in USA gibt es dieses Search Fund Model, gerade MBAs sehr strukturiert gucken, wo muss ich nicht nach meinem MBA ganz unten anfangen, sondern kann ich direkt als Owner-Geschäftsführer reingehen. Und da bleiben sehr oft tolle Firmen hängen, wo ich mir oft denke, das ist eine coole Gelegenheit.

1:18:01 Feliks Eyser: Total, total. haben ja nächsten paar Wochen einen Karl Schmidt, jemanden von Lineage, den kennst Der kommt von Cherry Ventures und macht jetzt einen Search Fund auf Funds. Also der backt quasi Leute, die Firmen übernehmen wollen in so einer Search Fund Struktur. Aber auch der wird über die Zeit wahrscheinlich nur 30, 40 Teams backen und es gibt, wir haben es neulich besprochen, in Deutschland 70.000 bis 100.000 Firmen jedes Jahr, die Nachfolger suchen in allen möglichen Branchen und glaube ich eine super Opportunity. Vielen Dank.

1:18:27 Christoph Jost: Ja, gut. super spannend

1:18:27 Moritz Blees: Und ja auch aller Größen.

1:18:27 Feliks Eyser: Nein, Größen,

1:18:31 Moritz Blees: du kannst ja auch, also wir hatten im Podcast das Thema von Cody Sanchez, die ja quasi in den USA so eine, ja fast schon eine YouTuberin geworden ist, die halt Leuten hilft, kleine Businesses zu kaufen. Also auch ganz kleine Waschsalonketten. So, die sie dann irgendwie aneinandermercht und so. Und die hat das auch quasi, die löst das dann auch über Verkäuferdarlehen. Selbes Problem. Fand ich sehr spannend.

01:18:54 Vertrauen als Schlüssel zum Erfolg

1:18:54 Christoph Jost: geht was.

1:18:54 Moritz Blees: Da geht das.

1:18:54 Feliks Eyser: Da geht was. Vielen Dank, Christoph, dass du dir die ganze Zeit genommen hast. Das war super interessant. nehme für mich mit das Thema Bootstrapping versus VC. Fand ich super erhellend, deine ganzen Geschichten zu den... Ich hab mich vorne mit den Lambos gemerkt. eine Bootstrap-Firma. Aber reich geworden ist. Ist ja wirklich was dran. Wenn du die Geduld hast und dich auf ein Thema konzentrieren willst, nicht diesen VC-Weg zu gehen und damit erfolgreich bist, kann, glaub ich... finanziellen Super-Outcome herauskommen. Ich nehme das Thema Nachfolgesituation quasi als Alternative zum Gründen. Man muss sich immer was Neues starten, man kann sich erstmal umschauen. Und mein Meta-Learning, Dritte, oder meine Überschrift für die ganze Episode, und da schließt sich der Kreis Absolventa, finde ich, ist die Überschrift TRUST. Und ich finde, das zieht sich bei dir komplett durch von Anfang an. da macht das Mafia-Bild vielleicht auch Sinn im überspitzen Sinne sozusagen. Aber es basiert ja auch auf Vertrauen, was ihr da... gemacht habt damals, dieses krasse Talent und dann aber auch der Weg, den ihr alle gegangen seid, gegenseitig euch zu backen bei den Deals, so hier eine Million verdient, sofort in Shoepassion gesteckt, also in die Leute zu investieren, die man gut kennt, zu denen man Vertrauen hat und am Ende auch das, was du bei Flex jetzt machst, mit Founding, die die dritte Runde drehen, mit LPs, die dir stark Vertrauen auf deine Reputation setzen. Also es wirkt für mich so, wie wenn das Thema Vertrauen und Trust in deinem Leben eine große Rolle spielt. Das nehme ich mit.

1:20:13 Christoph Jost: Ja, kann ich auf jeden Fall so bestätigen. Wir hatten uns ja kurz im Vorgespräch gehabt. Ich frage mich schon, Teil von dem, was ich ja mache, war ja immer All in G. Also das ist halt, vom privaten, vom Kommerz, von meinen Mitgliedsgesellschaften raus kaufen, als 27-Jähriger bis heute, wo ich ja immer, wo ich das Geld ja immer wieder in diese eigenen Fonds stecke, wo das halt auch irgendwie zum Teil von unserem Pitch bei Flex geworden ist. Da kommt es halt auch nicht mehr so leicht raus. Und das macht mir manchmal Gedanken, dass er die Erwartung ist mit allen Geschäftspartnern, die ich irgendwie habe, so ja, Christoph und du machst wieder All-in, oder? Ich so, ja, klar, natürlich auch.

1:20:52 Feliks Eyser: Du bist der All-In-Guy, genau du bist... Und wenn es 100 Millionen sind.

1:20:56 Christoph Jost: Weit gucken wir's.

1:20:56 Moritz Blees: Vielen Dank auch von mir. Ich habe viel gelernt. Hat sehr viel Spaß gemacht. Bis dahin.

1:21:03 Christoph Jost: Jedenfalls, Moritz Felix, vielen Dank.

Ähnliche Folgen

Newsletter · Founder Mode Friday

Deine wöchentliche Dosis Founder-Insights.

Die wichtigsten Learnings jeder Folge, jeden Freitag in deinem Postfach. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.