Search Funds: Unternehmertum durch Firmenkauf

mit Carlo Schmid und Wolfram Krauss, Gründer des Search-Fund-Investors Lineage Partners und Searcher, Mitgründer der Concordia Unternehmensnachfolge

25. April 2025 · 67 Min

Zusammenfassung

Carlo Schmid und Wolfram Krauss erklären, wie du über einen Search Fund eine profitable Mittelstandsfirma kaufst und selbst führst: von 600.000 bis 700.000 Euro Suchkapital bis zu 30 Prozent Equity für die Searcher.

Einer der beiden Search-Fund-Gäste im Founder-Mode-Gespräch (Remote-Aufnahme)
Einer der beiden Search-Fund-Gäste im Founder-Mode-Gespräch (Remote-Aufnahme)

Feliks und Co-Host Moritz Blees sprechen mit zwei Leuten, die das Modell Search Fund von beiden Seiten kennen: Carlo Schmid, früher bei Cherry Ventures und heute mit Lineage Investor in Search Funds, und Wolfram Krauss, der mit seinem Partner Daniel als Searcher eine Firma sucht. Lineage hat in die beiden investiert. Ein Search Fund ist ein Team, das erst Geld einsammelt, dann eine einzige Mittelstandsfirma mit Nachfolgeproblem sucht und kauft und sie anschließend selbst vor Ort führt. Wolfram nennt das eine Art Micro Private Equity, Carlo sagt: Venture Capital und Private Equity haben ein Baby bekommen.

Dann geht es um die Mechanik. In Phase 1 sammeln die Searcher Suchkapital ein, bei einem Duo meist 600.000 bis 700.000 Euro, allein 350.000 bis 400.000 Euro, für bis zu zwei Jahre Suche. Carlo vergleicht das mit einer Angel-Runde: Investiert wird ins Team. Es folgen Suche über M&A-Berater und Direktansprache, ein M&A-Prozess mit der eigentlichen Kaufrunde, die operative Phase und irgendwann ein Liquiditätsevent, das die Searcher aber nicht aus dem Unternehmen drängen muss.

„Das heißt, wir haben einen Tsunami an Babyboomer und an Unternehmen, die eine Nachfolge suchen, eigentlich auf unser Land zu rollen.“
Wolfram Krauss
Feliks Eyser im Gespräch mit Carlo Schmid und Wolfram Krauss (Remote-Aufnahme)
Feliks Eyser im Gespräch mit Carlo Schmid und Wolfram Krauss (Remote-Aufnahme)

Wolfram beschreibt, was er sucht: 1,5 bis 5 Millionen EBITDA, rund 20 Prozent Marge, wiederkehrende Umsätze, keine Kundenkonzentration, kein Turnaround. Carlo nennt Multiples von vier bis sechs und Beispiele wie einen Service für Kunststoffrohre mit drei bis vier Millionen Gewinn oder Straßenschilder-Service mit 40 Prozent EBITDA-Marge. Er warnt aber: Ein Viertel bis ein Drittel der Search Funds findet in zwei Jahren keine Firma, und es ist viel schlimmer, eine schlechte Firma zu kaufen als keine.

Zum Schluss geht es um die Anreize und die Menschen. Searcher können sich bis zu 30 Prozent Equity in drei Tranchen erarbeiten: beim Kauf, über vier Jahre Vesting und abhängig von der Rendite. Gesucht werden Leute Ende 20 bis Mitte 30 mit Grit, Resilienz und vor allem Empathie, die bereit sind umzuziehen. Unter einer Million EBITDA, sagt Carlo, kaufst du eher einen Job als eine Firma. Und die besten Geschäfte stecken oft in Wartungsverträgen, zum Beispiel bei Elektroprüfdiensten.

Zahlen aus der Folge

600.000 bis 700.000 Euro
Suchkapital für ein Searcher-Duo
350.000 bis 400.000 Euro
Suchkapital für einen Single Searcher
1,5 bis 5 Millionen
EBITDA der Zielfirmen von Wolfram und Daniel
4- bis 6-fach
Angestrebte Kaufpreis-Multiples
4 weitere Zahlen
bis zu 30 %
Equity, das sich Searcher in drei Tranchen erarbeiten
ein Viertel bis ein Drittel
Search Funds, die in zwei Jahren keine Firma finden
30 %
Unternehmer über 60 laut KfW (von Wolfram zitiert)
40 %
EBITDA-Marge einer Straßenschilder-Firma

Worüber am meisten gesprochen wurde

Anteil an der Gesprächszeit, berechnet aus den Kapitel-Längen (ohne Intro).
Searcher & Incentives
36 % · 24 Min
Search Fund verstehen
28 % · 19 Min
Suche & Deals
25 % · 17 Min
Branchen & Beispiele
10 % · 7 Min
Gesprächsverlauf

Kapitel

  1. 00:00Was ist ein Search Fund?Search Fund verstehen
  2. 08:23Search Funds vs. Private EquitySearch Fund verstehen
  3. 12:18Die Phasen eines Search FundsSearch Fund verstehen
  4. 18:53Wie findet man passende Unternehmen?Suche & Deals
  5. 27:58Branchen mit Potenzial & BeispieleBranchen & Beispiele
  6. 29:57Herausforderungen bei der SucheSuche & Deals
  7. 37:44Standardisierte Incentives für SearcherSearcher & Incentives
  8. 48:51Wer eignet sich als Searcher?Searcher & Incentives
  9. 58:27Tipps für angehende SearcherSearcher & Incentives
  10. 01:01:57Verrückte Beispiele für profitable FirmenBranchen & Beispiele

Key Learnings

  1. 1

    Behandle die Suchphase wie eine Angel-Runde

    Im ersten Schritt sammelst du kein Geld für eine Firma, sondern für dich und dein Team. Das Suchkapital zahlt bis zu zwei Jahre lang Gehalt, Reisen, Briefe und Due Diligence. Investoren setzen hier wie bei einer Angel-Runde auf die Personen. Erst wenn eine konkrete Firma gefunden ist, kommt das deutlich größere Kapital für den Kauf.

    12:18 · Die Phasen eines Search Funds
  2. 2

    Lieber keine Firma als eine schlechte

    Irgendeine Firma zu kaufen ist laut Wolfram sehr leicht, eine gute zu kaufen sehr schwierig. Ein Viertel bis ein Drittel der Search Funds findet in zwei Jahren keine Firma. Carlo sagt deshalb klar: Es ist viel schlimmer, eine schlechte Firma zu kaufen als keine. Mach bei deinen Kriterien keine Abstriche.

    29:57 · Herausforderungen bei der Suche
  3. 3

    Setz dir Private-Equity-Kriterien

    Wolfram und Daniel suchen Firmen mit 1,5 bis 5 Millionen EBITDA, einer Marge um die 20 Prozent, wiederkehrenden Umsätzen, einem zukunftsfähigen Geschäftsmodell und ohne Kundenkonzentration. Turnarounds und Restrukturierungen machen Search Funds nicht. Unter einer Million EBITDA, sagt Carlo, fragst du dich besser, ob du eine Firma oder einen Job kaufst.

    29:57 · Herausforderungen bei der Suche
  4. 4

    Als Nachfolger gewinnst du gegen Private Equity

    Viele Alteigentümer wollen nicht an einen Finanzinvestor verkaufen. Sie wollen auch nach dem Verkauf noch zum Stammtisch gehen und den Leuten aus der Gemeinde in die Augen schauen. Searcher treten als persönliche Nachfolger auf, die vor Ort bleiben. Damit gewinnt ein Search Fund laut Carlo auch kompetitive Prozesse gegen klassische PE-Fonds.

    29:57 · Herausforderungen bei der Suche
  5. 5

    Dir fehlt Branchenwissen? Verkauf die Themen, die du lösen kannst

    Die häufigste Frage an Wolfram lautet: Was weißt du als Investmentbanker vom Spritzguss? Seine Antwort: Frag den Unternehmer nach seinen Hauptproblemen. Meist sind es Fachkräfte, analoge Prozesse und die Buchhaltung. Genau dort bringen er und Daniel Erfahrung mit. Für die Branche selbst planen sie ein halbes bis ganzes Jahr Übergabe ein.

    37:44 · Standardisierte Incentives für Searcher
  6. 6

    Im ersten Jahr keine großen Entscheidungen

    Eine gekaufte Firma hat eine Kultur, die über 20 oder 30 Jahre gewachsen ist. Wer glaubt, alles sofort disruptieren zu können, hat laut Carlo übermorgen keine Firma mehr. Der Grundsatz im Search Fund: Im ersten Jahr mit dem alten Geschäftsführer einarbeiten, erst ab Jahr zwei oder drei eigene Initiativen wie ein Sales-Team oder Zukäufe.

    48:51 · Wer eignet sich als Searcher?
  7. 7

    Je enger deine Grenzen, desto kleiner deine Chance

    Investoren fragen im ersten Call, ob du weißt, worauf du dich einlässt, und welche Einschränkungen du hast. Je enger du dich geografisch und nach Branche festlegst, desto unwahrscheinlicher findest du eine gute Firma. Wer nur im Speckgürtel von Berlin oder München sucht, konkurriert mit allen. Sprich deshalb vorher mit deiner Partnerin oder deinem Partner.

    48:51 · Wer eignet sich als Searcher?
  8. 8

    Such nach langweiligen Wartungsverträgen

    Wolfram empfiehlt Firmen mit Wartungsverträgen, etwa Brandschutz-Meldetechnik oder Elektroprüfdienste: wiederkehrendes Geschäft, hohe Marge und Wachstum ohne neue Fabrik oder Maschinen. Carlo ergänzt Straßenschilder-Service mit 40 Prozent EBITDA-Marge. Gute Kandidaten sind Geschäfte, die nicht verschwinden, wie Wasserrohre.

    01:01:57 · Verrückte Beispiele für profitable Firmen

Zitate

Einer der beiden Search-Fund-Gäste lächelt
„Also ich würde sagen, es ist eine Art Micro Private Equity …“
Wolfram Krauss
„Das heißt, wir haben einen Tsunami an Babyboomer und an Unternehmen, die eine Nachfolge suchen, eigentlich auf unser Land zu rollen.“
Wolfram Krauss
„Es ist viel schlimmer eine schlechte Firma zu kaufen als keine Firma zu kaufen.“
Carlo Schmid
„Wenn du unter einer Million EBITDA kaufst, musst du dich, glaube ich, immer fragen, kaufe ich eine Firma oder kaufe ich einen Job?“
Carlo Schmid
„… was sich immer anbietet, sind Unternehmen, die Wartungsverträge haben.“
Wolfram Krauss

Über den Gast

Carlo Schmid und Wolfram Krauss

Carlo Schmid und Wolfram Krauss

Gründer des Search-Fund-Investors Lineage Partners und Searcher, Mitgründer der Concordia Unternehmensnachfolge · Lineage Partners, Concordia Unternehmensnachfolge GmbH

Carlo Schmid wollte Fußballprofi werden: Mit 14 hatte er ein Angebot aus der Akademie von Arsenal, sein Vater bestand aber aufs Abitur. Also machte Carlo auf einem Internat in England mit 16 das IB, ging in die Akademie der TSG Hoffenheim und studierte nebenbei BWL in Mannheim, wo er in drei Jahren den Bachelor abschloss. Danach war er zwei Jahre in der Investmentbank bei Merrill, leitete zwei Jahre lang im Familienunternehmen, einer Dentalklinik seiner Eltern, 80 Mitarbeiter und ging dann zu Cherry Ventures nach Berlin. Von Madrid aus, der Hochburg für Search Funds, gründete er Lineage, einen Fonds, der in Search Funds investiert und in München sitzt. Wolfram Krauss kommt aus Bayreuth, hat mit 14 die Segelflugausbildung begonnen und den Flugschein vor dem Autoführerschein gemacht. Für seinen Search Fund hat er einen sehr gut bezahlten Job in der Investmentbank gekündigt. Mit seinem Partner Daniel, einem früheren Berater, sucht er als Concordia Unternehmensnachfolge eine Mittelstandsfirma, die die beiden übernehmen und selbst führen wollen. Lineage hat in die beiden investiert.

Häufige Fragen

Was ist ein Search Fund?

Ein Search Fund ist eine Person oder ein Team, das bei Investoren Kapital einsammelt, um ein einzelnes Unternehmen im Mittelstand zu suchen, zu kaufen und dann selbst operativ zu führen. Anders als ein Private-Equity-Fonds baut ein Search Fund kein Portfolio auf und setzt kein Fremdmanagement ein. Laut Carlo gibt es das Modell seit 30 Jahren, entwickelt in Harvard und Stanford.

Wie viel Geld sammelt ein Search Fund für die Suche ein?

Laut Carlo liegt das Suchkapital bei einem Duo in der Regel bei 600.000 bis 700.000 Euro, bei einem Single Searcher bei der Hälfte, also 350.000 bis 400.000 Euro. Davon werden bis zu zwei Jahre lang Gehälter und Kosten der Suche bezahlt, zum Beispiel Reisen, Briefe und Due Diligence.

Wie viel verdienen Searcher?

Die Incentives sind standardisiert: Searcher können sich bis zu 30 Prozent des Equity erarbeiten, in drei Tranchen zu je 10 Prozent. Die erste gibt es beim erfolgreichen Kauf, die zweite über vier Jahre Vesting, die dritte hängt von der Rendite der Investoren ab und läuft von 20 bis 35 Prozent IRR. Während der Suche gehört den Searchern nichts.

Welche Firmen kaufen Search Funds?

Wolfram und Daniel suchen Unternehmen mit etwa 1,5 bis 5 Millionen EBITDA, einer Marge um die 20 Prozent, wiederkehrenden Umsätzen und ohne Kundenkonzentration, meist mit Nachfolgeproblem. Carlo nennt Kaufpreise von vier- bis sechsmal EBITDA. Turnarounds sind tabu. Laut Carlo entfallen etwa 80 Prozent der Transaktionen auf Technologie, B2B- und Professional Services und Healthcare.

Für wen eignet sich ein Search Fund?

Carlo sucht Mid-Career-Leute von Ende 20 bis Mitte 30, etwa aus Beratung, Investment Banking, Private Equity oder mit Operator-Erfahrung aus Startups. Wichtig sind Grit, Resilienz und Empathie sowie die Bereitschaft, an den Ort der Firma zu ziehen. Unter 25 und über etwa 50 wird es schwierig. Carlo rät, vorher ein, zwei Monate in einem kleinen Unternehmen zu verbringen.

Erwähnt in der Folge

Firmen, Personen und Produkte aus dem Gespräch
  • Lineage PartnersFirmaCarlos Fonds, der in Search Funds investiert, unter anderem in Wolfram und Daniel.
  • Concordia UnternehmensnachfolgeFirmaDer Search Fund von Wolfram und seinem Partner Daniel.
  • Cherry VenturesFirmaCarlos früherer Arbeitgeber, ein VC in Berlin.
  • KfWFirmaQuelle, die Wolfram für den Anteil der Unternehmer über 60 nennt.
  • Christoph JostPersonPrivate-Equity-Investor, der schon im Podcast zu Gast war; Vergleichsfall für klassisches PE.
  • Stefan GrundPersonSearcher, der eine Firma für Metalldetektoren in Leipzig gekauft hat und aus Berlin pendelt.
  • ArsenalFirmaCarlo hatte mit 14 ein Angebot für die Akademie des Clubs.
  • TSG HoffenheimFirmaIn der Akademie hat Carlo nach dem Abitur Fußball gespielt.
  • Universität MannheimFirmaHier hat Carlo neben dem Fußball BWL studiert.
  • MerrillFirmaHier war Carlo zwei Jahre im Investment Banking.
  • CDTMFirmaHier hat Carlo das Search-Fund-Modell auf einem Panel vorgestellt.
  • McKinseyFirmaSteht für Firmen, die schon durchoptimiert sind, im Gegensatz zu Search-Fund-Targets.

Transkript

Automatisch erstellt und nur leicht korrigiert, kann einzelne Fehler enthalten.
00:00 Was ist ein Search Fund?

00:00 Carlo: Es ist viel schlimmer eine schlechte Firma zu kaufen als keine Firma zu kaufen. Wenn du glaubst, ich kann jetzt alles disruptieren und morgen auf links drehen, hast du übermorgen keine Firma mehr.

00:13 Wolfram Krauss: Aber ich bin 65 und ich habe keine Lust mehr zu professionalisieren. Und genau da setzen wir an.

00:19 Carlo: Have a baby und das Produkt ist Search Fund.

00:57 Feliks Eyser: Wolfram, Carlo, schön, dass ihr da seid. Wir freuen uns sehr, heute zu verstehen, wie Search Funds funktionieren. Als ich zum ersten Mal in die Grunderszene kam, da wollten alle einen Start-up gründen, die jungen Leute. Danach wollten sie vielleicht alle Influencer werden oder so, ich weiß es nicht. Heute wollen, glaube ich, alle einen Search Fund starten. Auch übertrieben, sicherlich nicht alle. Aber das Thema ist uns in den letzten Jahren auf jeden Fall sehr häufig begegnet. Und ich muss auch ehrlich sagen, ich glaube, vor zwei Jahren wusste ich noch überhaupt nicht, was ein Search Fund überhaupt ist. Seitdem hat mein Freundeskreis, Bekanntenkreis Leute, die sowas machen. seine faszinierende Weise Unternehmer oder Unternehmerin zu werden. Man kann eine Firma starten, aber man kann auch eine kaufen. Darüber wollen wir heute mit euch sprechen und genau verstehen, wie das funktioniert. vielleicht erst mal, Carlo, du kommst von Cherry Ventures. Das heißt, du hast im Start-up-Bereich mit Gründern, mit Gründerinnen gearbeitet, die Unternehmen neu gegründet haben. Und hast du es in Berlin zu so einem Bekanntheitsgrad geschafft, dass du das Büro nicht mehr verlassen konntest und auf der Straße ... alle 20 Meter von dem Fauna gepitcht wurdest, deswegen bist du nach Madrid geflüchtet. Erzähl uns mal, was es damit auf sich hat.

02:01 Carlo: So schlimm war es nicht. Ich glaube bei mir war das Problem, dass ich auf der Auguststraße gewohnt habe und das Cherry Ventures Büro war auf der Linienstraße. Und der Weg von der August auf die Linienstraße ist dann tatsächlich geflastert mit Gründern, Gründerinnen und auch VCs. Und das hat sehr, gut gepasst. Ich habe von dort dann auch Lineage gegründet, lebe jetzt mittlerweile primär in München. Da sitzt auch der Fonds, den ich gestartet habe. Aber Madrid war tatsächlich so der Ausgangspunkt. Und dadurch, dass da eben die Community im Search Fund-Bereich schon so weit war oder einfach ein Schritt weiter ist als in vielen anderen europäischen Ländern, konnte ich mir da einiges abschauen und vielleicht auch so einen Blick in die Zukunft erhaschen.

02:50 Feliks Eyser: Wolfram, du bist Searcher, musst du uns auch gleich erklären, was das bedeutet. Das warst du nicht immer, du warst mal Segelflieger in deiner Jugend, hast du uns gesagt. Wie kann man sich deine Jugend vorstellen?

03:02 Wolfram Krauss: Ja. Ja, also ich habe auf jeden Fall viel Zeit auf dem Flugplatz verbracht. Also ein bisschen war ich auch ab und zu in der Schule oder so was. Aber abgesehen davon viel Zeit am Flugplatz verbracht, da eben mit 14 begonnen, die Segelflugausbildung zu starten, dann irgendwie der erste Alleinflug dann noch vor dem Autoführerschein und dann auch der Flugschein eigentlich vor dem Autoführerschein. Das heißt, du kannst dich eigentlich in der Luft eigenständig mit einem Flugzeug bewegen, bevor du Autofahren darfst, was schon auch interessant und spannend ist. Ich glaube, Segelflug ist einfach eine Sportart, die die zwei Dinge verbindet. Einerseits ist es wirklich eine Einzelsportart. Wenn du in dem kleinen Segelflugzeug sitzt und dich irgendwo in der Luft unter den Wolken bewegst, bist du natürlich auf dich allein gestellt. Du trägst Verantwortung für dich und für auch andere Themen. Das heißt, es ist ein Einzelsport, aber auf der anderen Seite, keiner kommt allein in die Luft. Weil du brauchst jemanden, der dich hochzieht. brauchst jemanden, der deine Fläche hält beim Start und so weiter. Das heißt, es ist auch ein Teamsport. Und ich glaube, das war so für mich das größte Learning. Einerseits selber lernen, Verantwortung zu tragen, aber auch immer im Team zu funktionieren.

04:07 Feliks Eyser: Und Carlo, um die Jugendzeit abzuschließen, bevor wir zur Search-Funds kommen, ein Detail ist uns auch noch aufgefallen. Du warst auch kurz in der Schule. Bist du 16 warst, dann hast du Abi gemacht. Und als du 19 warst, hattest du einen Bachelor. Abgeschlossen. Darüber sind wir gerade gestolpert. Moritz, was hast du gemacht, als du 19 warst?

04:24 Moritz Blees: Ich hab das Aachen-Nawaia-Flunkiball-Turnier veranstaltet, dass ich dann tatsächlich auch gewinnen konnte. Also ich habe auch Großes geleistet. Ich hab schon studiert! hab schon studiert!

04:35 Feliks Eyser: Du warst gerade am Anfang, du warst noch in der Phase, dass du auf der Studentenparty den Jackie Cola wahrscheinlich geklaut hast, unter der Bar weg.

04:41 Moritz Blees: Ein Euro hat der gekostet, ja, war ab Mitte des Monats deutlich zu viel. Aber gut, wir wollten über Carlo sprechen.

04:49 Carlo: Ja, ich bin, ich habe die Schule und die Uni als Mittel zum Zweck gesehen, der Zweck war tatsächlich Fußballprofi zu werden und ich hatte ein Deal mit meinem Vater, dass ich Abitur machen sollte, wenn ich einen Schritt noch zurückgehe. Als ich 14 war, hatte ich ein Angebot von Arsenal in die Akademie zu gehen und da hätte ich meine akademische Laufbahn. sagen wir mal unterbrechen oder nicht zu Ende bringen können. Mein Vater hat da sein Veto eingelegt und dann mit mir den Deal gemacht. Carlo, machst du ein anständiges Abi, kannst danach Fußballprofi werden, nicht so gut. Wenn das jetzt das Ziel ist, dann will ich das jetzt schnellstmöglich erreichen. Ich bin nach England gegangen auf eine Boarding School, hab dann IB mit 16 abgeschlossen, bin dann in die Akademie von Hoffenheim gegangen und dachte eigentlich, jetzt mach ich nur noch Fußball. Ich habe dann aber auch schnell festgestellt, auch wenn das schon das höchste Jugendniveau damals war, dass der Tag halt 16 Stunden hat und trainieren kannst du halt am Tag maximal irgendwie 3, 4 Stunden. Also dachte ich, irgendwie muss ich den Rest des Tages auch noch füllen. Hab mich dann in Mannheim beworben, weil das die nächste Uni an Hoffenheim war. Bin dann reingekommen, das BWL-Programm und hab dann angefangen. das war aber dann für mich eher wirklich so Freizeitbeschäftigung. Also ich bin vormittags in den Vorlesungssaal mit drei, vier Jahren älteren und mittags dann mit dem Zug 45 Minuten nach Zutzenhausen gefahren, dann den Nachmittag im Trainingszentrum zu verbringen. ich habe schon alles dann dem Fußball untergeordnet. Da bin ich in so einige Vorlesungen und oder einige Vorlesungen auch draufgegangen und auch so die eine oder andere Klausur so mit Ach und Krach dann auch nur durchgekommen. Aber das war eben der Mittel zum Zweck und dann habe ich es trotzdem hinbekommen, in der Regel Studienzeit von drei Jahren den Abschluss zu machen, was dann aber auch nochmal dann auch so der Punkt war, wo ich dann die Schuhe an den Nagel gehängt habe, aus verschiedenen Gründen.

06:59 Carlo: Aber es war auf jeden Fall eine Zeit, die sehr intensiv war, eben weil auch sehr kontrastreich mit den Personen, mit denen ich mich da umgeben habe.

07:09 Moritz Blees: Also auf jeden Fall auch eine, also beides beeindruckende Lebensläufe. Ich bin jetzt hier der einzige, glaube ich, weder bei einem Venture Capital Fonds war, noch eine Investment Banking Ausbildung hat. Insofern erklärt mir doch mal kurz, was ein Search Fund ist, so wie es bei der Sendung mit der Maus dargestellt wird.

07:37 Carlo: Ich habe gerade als Vorform erzählt, überlegt, wenn ich das wirklich in einem Satz runterbrechen würde, ein Search Fund ist im Endeffekt eine Person oder ein Team, was eine Nachfolgelösung im Klein- und Mittelstand anstrebt und operativ den unternehmerischen Karriereweg. einschlägt. ich glaube, was wichtig ist, es ist ein sehr, anders als jetzt im Private Equity, klassischen Private Equity, wo es sehr, natürlich geht es immer die Firmen, die man dann kauft, aber im Endeffekt ist es ein sehr personenbezogenes Modell. Es ermöglicht Leuten, die Unternehmer Unternehmerin werden wollen, diesen Traum, diesen Wunsch auch umzusetzen.

08:23 Search Funds vs. Private Equity

08:29 Moritz Blees: Kann ich? Ist es fair, wenn ich das so vormitze? Wir hatten ja auch Christoph Joost, der klassische Private-Equity-Investor, ist hier im Podcast. Ist es fair, wenn ich sage, dass ein Search-Fund eine neue Sonderform des Private Equity ist?

08:42 Wolfram Krauss: Also ich würde sagen, es ist eine Art Micro Private Equity, weil du dich erstmal was die Assets angehst, also die Zielunternehmen, die du ansprichst, die du akquirieren möchtest, bist du natürlich ein Stück weit unter der Größe, wo Private Equity normalerweise hinschielt. Zweitens ist es ein Single Asset Ansatz, das heißt ein Search Fund sucht wirklich nur ein Unternehmen, das er übernehmen möchte. Also wir bauen kein Portfolio auf oder sowas. Und der dritte große Unterschied zu Private Equity ist, dass dann die Searcher, also in dem Fall eben mein Partner, mit dem ich gemeinsam die Concordia mache und ich, wir dann gemeinsam auch in die operative Führung vor Ort gehen. Wohingegen ein Private Equity, der baut ein Portfolio auf, das heißt, er wird immer verschiedene Unternehmen kaufen und er wird immer ein Fremdmanagement haben. Das heißt, vom grundsätzlichen Setup, ja, wir haben auch Eigenkapital von Investoren eingesammelt, mit welchem wir die Übernahme finanzieren. Aber letztendlich nur ein Unternehmen und wir gehen eben auch operativ in die Geschäftsführung.

09:46 Carlo: Wenn ich das noch ergänzen kann, es ist eine neue Form des Private Equity. Ich würde sagen, es ist die unternehmerischste Form des Private Equity. Wenn ich das meinen LP, also meinen Investoren, weil ich bin jetzt ein Fonds, ich habe auch in Wolfram investiert. Ich glaube, deswegen sitzen wir auch zusammen heute hier, weil ich glaube, wir können den Weg dann auch aus beiden Blickwinkeln ganz gut beschreiben. Aber für mich ist es, ich beschreibe es immer so, Venture Capital und Private Equity. Have a baby und das Produkt ist Search Fund. Die Asset Klasse selber, also Search Fund, gibt es aber schon seit 30 Jahren. Extrem erfolgreich in den USA. Es ist eben eine Möglichkeit für junge, ambitionierte, junge, ambitionierte Personen, die unternehmerisch tätig sein wollen, aber beispielsweise nicht die Billion Dollar Start-Up Idee haben, diesen Traum immer noch zu erfüllen. Ich gebe dir Recht, dass es in Deutschland eine recht neue Assetklasse ist, beziehungsweise die Terminologie, der Begriff, noch nicht weit verbreitet ist. Aber wie du, Felix, vorhin auch im Intro gesagt hast, das nimmt im Moment rapide zu und ich denke, in ein oder zwei Jahren stellt sich nicht mehr die Frage, was ein Search Fund ist.

11:07 Feliks Eyser: Ja, ja, okay. Ich fasse zusammen, um es abzugrenzen. Venture Capital haben wir gelernt, was du vorher gemacht hast bei Cherry Ventures. Du investierst Early Stage in zum Beispiel Tech Startups, baust ein Portfolio auf, 20, 30 Firmen. Hoffentlich geht eine von denen durch die Decke. Die meisten werden es nicht schaffen und hoffentlich holt dir eine alles raus, was die anderen verlieren sozusagen. Unterschied zu Private Equity, da kaufen wir Firmen, die schon existieren, die schon profitabel sind in der Mehrheit. Wenn da eine schief geht, ist es eher die Ausnahme. Acht von zehn schaffen es oder neun von zehn oder so, baut man sich da ein Portfolio zusammen. Aber wir gehen nicht operativ ins Management rein. Christoph Joost mit seinem Private Equity Fonds, der zieht nicht nach Nürnberg, wenn er eine Firma in Nürnberg kauft. Wolfram, wenn du eine Firma in Nürnberg kaufst, dann ziehst du da hin. Search Fund bedeutet, du bist sozusagen der Operator. Es ist ein Fonds, weil Geld gepoolt wird. Also wir stellen den Topf in die Mitte und jeder schmeißt ein bisschen was rein. So sammeln wir Geld. Damit kaufen wir einen Mittelständler. Search Fund heißt es deswegen, weil der erst noch gesucht wird, oder? Also mein Verständnis ist, und könnt ihr mal die Mechanik ein bisschen erklären, man fängt ja an ohne Unternehmen. Search Fund heißt es deswegen, weil du erst rausgehst und sozusagen den Topf aufstellst und Geld sammelst und noch gar nicht weißt, wen du am Ende kaufst. Und dann gibt es die Search-Phase, mit der Ende was gekauft wird, bevor du dann nach Nürnberg ziehst oder wohin auch immer oder nach Kiel oder danach, weiß ich nicht. Erzähl doch mal so von dieser Timeline, so wie der Ablauf ist, welcher Schritt kommt zuerst und wie geht es dann weiter?

12:18 Die Phasen eines Search Funds

12:28 Wolfram Krauss: Vielleicht direkt mal als Beiräuter und damit als Oberfranker, wo ich ursprünglich herkomme. Nee, super Beispiel. Also wäre natürlich ein Heimspiel. Also wenn du mir ein gutes Unternehmen in Nürnberg vermitteln kannst, dann hätte das natürlich schon mal einen Startvorteil. Nee, aber vielleicht kurz auf die verschiedenen Phasen des Search Funds jetzt mal konkret einzugehen, damit auch die Mechanics irgendwie klar werden. Also ich sag mal, die erste Phase ist natürlich mal die Fundraising-Phase für das Suchticket. Mal Schritt eins ist, du wirbst Geld von Investoren ein und das sind sowohl institutionelle, also Fonds, die weltweit in eben so Konstrukte wie uns eben investieren. Das sind aber, wie Carlo zum Beispiel, er ist ein Institutioner. Und du hast aber, ja genau, aber du hast auch Privatpersonen, die ja, aus irgendeinem Grund, sag ich mal, irgendwann auf das Modell gestoßen sind und die eben auch Freude an der Zusammenarbeit mit, ich sag mal, jüngeren, unternehmerisch ambitionierten Leuten haben und die eben dementsprechend einerseits Kapital zu bereitstellen, andererseits aber auch eine Freude dran haben, als Sparringpartner, als Berater eben die Searcher auch zu unterstützen. Also das sind mal die zwei Hauptinvestorengruppen. So von diesen Gruppen wirbst du eben in Phase eins, sage ich jetzt mal, das Suchkapital-Ticket ein. Dieses Suchkapital ist eigentlich dein Budget für eine bis zu zweijährige Suche nach einem Unternehmen. Das heißt, davon zahlen wir uns aktuellen Gehalt, davon zahlen wir eben die Kosten der Suche, also Reisekosten oder wenn ich jetzt einen Brief verschicke oder dann eben auch so Themen wie Due Diligence, wenn man dann eben in der Prüfung eines konkreten Unternehmens ist oder in einem &A-Prozess. Ja.

14:20 Feliks Eyser: Wie viel Geld sammelt man da ein?

14:24 Wolfram Krauss: so viel, dass du zwei Jahre zu zweit ein Unternehmen suchen kannst oder allein. Also ich sag mal, es ist ein sechsstelliger Betrag.

14:31 Feliks Eyser: Also was siehst du?

14:33 Carlo: Ja, also ein Duo liegt so in der Regel bei 600.000 700.000 Euro. Ein Single Searcher liegt so bei der Hälfte 350.000 bis 400.000 Euro.

14:44 Moritz Blees: Ok, einmal kurz, durch das man rekapitulieren kann. Also Wolfram, du jetzt zum Beispiel sagst, ich würde gerne Firma kaufen. Ich kann dir noch nicht sagen, wo sie ist und dafür hätte ich gerne für mich und meinen Partner für die nächsten zwei Jahre 650.000 Euro, damit wir uns beide plus minus wahrscheinlich 10.000 Euro im Monat auszahlen können plus die Dekosten. Und dafür geben die Leute Geld.

15:08 Wolfram Krauss: Genau und das ist tolles Investment.

15:11 Moritz Blees: Aber wie rast man Geld für sowas? Ich hab ja auch schon mal Geld gerastet meinem Leben, aber ich musste den Leuten schon sagen, wofür es war, wo es war und was ich eigentlich damit vorhatte. Wie macht man das ohne?

15:23 Feliks Eyser: wir kommen ja auch aus dieser Startup-Welt, Karlo du auch, also aus diesem so, start-up vorne, will was starten, aber wenn der jetzt sagen würde, hey, gib mir mal Geld, damit ich zwei Jahre lang eine Idee suche und vielleicht gründe ich dann irgendwann, dann würdest du ja sagen, sorry, ich muss zurück in die Augsstraße. Wie kommt es, dass das so etabliert ist? Erzähl mal. Ich glaube auch, dass es ein gutes Investment ist, aber wo kommt diese Mechanik her?

15:45 Carlo: Die Mechanik ist tatsächlich sehr ähnlich. Ich vergleiche das ganz gerne mit so einer Angel-Runde, ja auch von der Größe. Wenn jetzt auch glaube ich bei eurer Audience viele aus dem Startup-Bereich kommen, so eine typische Angel-Runde, sie liegt irgendwo so bei 500.000, 600.000 Euro, sind einige Privatpersonen. Und wenn du das jetzt vergleichst mit Wolfram, in was investieren diese Leute? In eine Person. Natürlich siehst du im Startup-Bereich dann noch eine Vision und einen Pitch Deck. Ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, Das dreht sich noch viermal in den nächsten zwei Jahren. Und der Unterschied de facto ist, entweder investiere ich in einen Start-up und in dem Fall das Team versucht innerhalb von zwei Jahren, Product Market Fit zu finden und zu bauen. Oder besser gesagt zu bauen. Oder ich investiere in ein Team wie Wolfram, der innerhalb der nächsten zwei Jahre Product Market Fit sucht und dann eben kauft. Und diese zwei Jahre sind einfach eine Phase, die am Ende oder wo die Parallelen schon ähnlich sind, weil am Ende glaube ich an Wolfram und an seinen Partner Daniel, deswegen habe ich in sie investiert. Ich glaube, dass sie die Kriterien mitbringen. Genauso könnte ich aber auch sagen, Felix, du hast jetzt gerade dein Start-up bei mir gepitcht. Ich finde, du bist ein guter Typ. Was da eigentlich auf deinem Slide Deck steht, das ist mir eigentlich wurscht. Aber du hast es so convincing rüber gebracht. Hier hast du jetzt mal einen kleinen Check, Angel-Check, 50.000 Euro. Lass mal schauen, was du daraus machst. Wenn du da ein Product Market Fint gefunden hast, dann raste du ja deine Seed Runde oder deine Series A. Und das wäre jetzt im Search Fund Modell die Akquisition, wo ich als Investor dann das beispielsweise Zehnfache jetzt in die eigentliche Akquisition stecke. Also dieser erste Schritt ist quasi die Angel Phase, weil ich glaube an das Team, ich begleite das Team, sobald Wolfram und Daniel jetzt eine Firma finden. präsentieren sie mir diese Firma und dann evaluiere ich gemeinsam mit ihnen, ob das die Firma ist, die wir kaufen wollen. Und dann öffne ich sozusagen erst wirklich die Schatulle und sage, okay, ich gebe jetzt Kapital, die Akquisition auch umzusetzen.

17:56 Carlo: Ich glaube oder ich hoffe, dass die Parallele das Ganze ein bisschen greifbarer macht. Aber im Endeffekt glaube ich eben, dass es sehr, ähnlich ist, weswegen ich auch, glaube ich, von oder auch so das Skillset der letzten Jahre, des letzten Jahrzehnts. hier auch ganz gut anwenden kann. Und ich sehe eben auch viele Parallelen, die jetzt auch für dann Wolfram und Daniel entscheidend sein werden, wenn sie dann die Firma gefunden haben.

18:20 Feliks Eyser: Okay, macht Sinn für mich. Die Search-Phase, Phase 1, quasi die Pre-Seat-Phase, Investment in Team. Da werden wahrscheinlich auch nicht 10 Leute angestellt, sondern es ist dann primär eben der Searcher oder die beiden Searcher, die suchen ein Target. Bei einem VC-Case suchen wir Product Market Fit, hier suchen wir Searcher Target Fit sozusagen, also eine Firma, auf die die Searcher Lust haben und die auch verkaufsbereit ist. Was ist das Ende der Phase 1 und wie geht es dann weiter?

18:50 Wolfram Krauss: Genau, wie besprochen, zuerst Fundraising für das Suchkapital und wie Carlo ja gerade gesagt hat, das Suchkapital-Ticket ist vielleicht so der VC-Teil von dem Ganzen. Danach wirst du in Phase 2 gehen, einfach die Suche starten. Wie läuft die Suche nach einem passenden Target-Unternehmen? Einerseits ganz klassisch über &A-Berater, das heißt, so wie bei einem Immobilienmakler gibt es ja auch Leute, die sich darauf fokussieren, Firmen zu vermarkeln, nenne ich es jetzt mal, also klassische &A-Advisor. Das ist mal die eine Hauptrichtung. Die andere Hauptrichtung ist tatsächlich auch Direktansprache. Das heißt, wir identifizieren eine Handvoll interessanter Unternehmen und Unternehmer und kontaktieren die dann tatsächlich persönlich und sagen, sind Daniel und Wolfram, sind Nachfolgeunternehmer. Wir suchen tatsächlich ein Unternehmen, in dem wir die Nachfolge antreten können. Wir haben ihr Unternehmen identifiziert und wir finden es attraktiv und wollen sie sich mal über Nachfolge unterhalten. Das sind die zwei Stoßrichtungen. In der nächsten Phase, wenn du dann dir mit irgendeinem Unternehmen einig bist, gehst du eben in eine Transaktions- und Akquisitionsphase. Das heißt, da machst du dann einen klassischen &A-Prozess. Natürlich im Small Cap Bereich. An dessen Ende dann letztendlich auch die Akquisition steht. Und in diesem Rahmen wird dann eben das zweite Finanzierungsticket gerast. Und das ist eben in diesem Kontext eher das Private Equity artigere Ticket. Wenn das erste Ticket das VC Ticket ist mit viel Risiko, aber kleinere Ticket size, dann ist das zweite Ticket einfach das, okay, ich kaufe ein bestehendes, funktionierendes, getestetes Unternehmen, sage ich jetzt mal. Das heißt, da ist deutlich weniger Risiko dabei. Dafür ist die Ticket size natürlich ein Ticken größer. Und nächste Phase ist dann eigentlich die Operating Phase, wo dann eben der Searcher oder das Searcher Team das erworbene Unternehmen über einen gewissen Zeitraum eben weiterentwickelt führt, verbessert natürlich, wachsen lässt, was auch immer. Und zu guter Letzt, irgendwann wird natürlich der Moment kommen, wo man sich überlegen muss, wie geht es weiter?

18:53 Wie findet man passende Unternehmen?

20:58 Wolfram Krauss: Was ist der Plan der Investoren? Und da gibt es tatsächlich ganz unterschiedliche Themen. Also ich sage mal, es gibt keine definierte Vorlaufzeit. Das heißt, Das ist schon, würde ich sagen, langfristiger angelegt als jetzt so der durchschnittliche Private Equity. Nichtsdestotrotz wird es irgendwann mal den Moment geben, wo Investoren sagen, hey, ich brauche mal wieder Geld für Weihnachtsgeschenke. Irgendwie so ein Liquidity Event wäre gut. Und dann wird man einfach im Gesellschafterkreis überlegen, okay, wer möchte gerne dabei bleiben? Auch was wollen die Searcher? Also wenn jetzt Daniel und ich sagen würden, hey, uns macht Spaß, wir wollen das jetzt eigentlich eher zehn Jahre, eher 15 Jahre machen als nur fünf. dann ist für uns auch die Möglichkeit, andere rauszukaufen und das weiterzumachen und einfach weiter Unternehmer in diesem Unternehmen zu sein, muss aber nicht sein. Und ich sage mal, das sind so wahrscheinlich die Phasen, die den Ablauf des Search Funds beschreiben.

21:50 Feliks Eyser: Über was für Timelines sprechen wir da? Als habt gesagt, die Searchphase sind zwei Jahre. Wie kann man sich dann hinten raus vorstellen, wie es weitergeht?

21:56 Wolfram Krauss: Ja, also ich sag mal, es ist wirklich ganz unterschiedlich und es gibt keine festgelegte Zeitleiste. Aber ich sag mal, ja, Carlo, man wird wahrscheinlich so ab vier, fünf Jahren wird man schon mal sich unterhalten, was sind so, wo stehen wir und was sind die strategischen Entwicklungspotenziale, die es auch noch zu heben gibt oder eben nicht. Und natürlich auch wieder die persönliche Komponente der Searcher. Auch da muss man sich ja fragen. macht das Unternehmen weiter Spaß, ist es das, was man sich erhofft hatte und so weiter. Und auch da kann es natürlich verschiedene Optionen geben.

22:30 Carlo: Ich glaube, was spannend ist, auch gerade für Personen, die sich überlegen, ist das etwas für mich. Wir hatten jetzt gestern hier, war ich im CDTM und habe da auch mit oder das Modell einmal vorgestellt. Da war ich mit einem anderen Searcher, Benny Hahn sozusagen, auf einem Panel, du so möchtest. er hatte dann so Berichte von seiner Akquisition, die er dann durch seinen Search Fund gemacht hat. Sepp und Er hat halt gesagt, so nach zwei, drei Jahren, auch wenn das eine fremde Firma war, die man akquiriert hat, nach zwei Jahren da Vollzeit vor Ort oder dort drin sein und operativ tätig sein. Das ist seine Firma, die ist ihm ans Herz gewachsen. der Gedanke, das in drei, vier Jahren dann verkaufen zu wollen, daran hat er überhaupt kein Interesse. Das Gute jetzt auch an der Assetklasse ist, wir kaufen profitable Firmen. Das heißt, für uns als Investoren und ich, wie Wolfram gesagt hat, Natürlich möchte ich irgendwo ein Liquiditätsevent erzielen. Das ist der Grund, warum mir Personen Geld anvertraut haben. Es gibt hier einfach verschiedene Möglichkeiten, so ein Liquiditätsevent herbeizuführen, ohne dass der Operator, der Searcher jetzt seine unternehmerische Laufbahn beenden muss. Ich glaube, das ist schon noch wichtig hervorzuheben, dass das jetzt nicht Im Private Equity ist es ja so die Laufzeit, ich mache das vier Jahre, ich flippe das dann weiter oder so. Das ist nicht das Sinn eines Search Funds. Search Fund geht darum, Leuten den Schritt ins Unternehmertum zu ermöglichen. Viele Leute haben Ideen, nicht jeder hat die Billion Dollar Start-Up Idee. Viele versuchen sich daran, die meisten scheitern, wie ihr wisst. Hier hast du die Möglichkeit, einem anderen Weg dasselbe Ziel zu erreichen. Und das muss nicht nach fünf Jahren. dann zu Ende sein. Und da gibt es eben Mittel und Wege, da müssen wir jetzt nicht ins Detail ab, ich glaube, das wird dann bisschen langweilig und sehr technisch, aber es gibt eben Mittel und Wege, dass Wolfram auch wenn ich jetzt rausgehe als initialer Search Fund Investor, dass er nach fünf, sechs Jahren das Ganze eben weiterführt und dann vielleicht auch für die nächsten 20 Jahre und dann seine Kinder oder in seine Familie weitergibt und das wird auf einmal sein Familienunternehmen langfristig.

24:49 Moritz Blees: Da würde ich gerne einhaken, bei diesem Thema Targets jetzt nochmal. Also Wolfram, du hattest das eben so dargestellt, dass da ein Search Fund häufig zum Generationenwechsel verwendet wird. Ist das üblich? Also ist das wirklich das, wie dieses Vehikel meistens verwendet wird als erste Frage?

25:14 Wolfram Krauss: Definitiv. Also ich sag mal, wir haben ja in Deutschland demografischer Wandel. Ich glaube, jedem bekannt. Bei Unternehmen ist es das Gleiche. Ich glaube, 30 Prozent der Unternehmer laut KfW sind über 60 Jahre alt und wir haben irgendwie 200.000 Unternehmen oder, keep me honest on the numbers, wo eine Nachfolge bevorsteht. Das heißt, wir haben einen Tsunami an Babyboomer und an Unternehmen, die eine Nachfolge suchen, eigentlich auf unser Land zu rollen.

25:40 Moritz Blees: Wolfram, ist es denn dein Traum, einen Spritzgussfabrikanten in Rosenheim irgendwie jetzt sechs Jahre persönlich vor Ort weiterzuentwickeln?

25:50 Wolfram Krauss: Ich tue mir immer schwer von Träumen zu sprechen, aber es wäre schon was, wofür ich mich sehr begeistern könnte und weswegen ich jetzt einen sehr gut bezahlten Job in der Investmentbank gekündigt habe und weswegen ich sehr viele Risiken und sonstige Herausforderungen und doch auch mal eine schlaflose Nacht irgendwie auf mich nehme. Von daher kann man wahrscheinlich schon sagen, dass das was ist, was ich erstrebenswert finde und worauf ich Bock hätte, es noch mal einfacher zu sagen. Am Ende des Tages, wir suchen ja auch eben genau nicht so irgendwie jetzt das most fancy neue Startup mit AI oder irgendwas. Wenn man es negativ ausdrücken möchte, könnte man sagen, wir suchen irgendwo so eine langweilige, traditionelles, traditionelles Unternehmen. Aber der Charme bei so einem Unternehmen liegt einfach darin, dass es seit Jahren oder Jahrzehnten am Markt etabliert ist. Weil letztendlich kann man auch sagen, jemand, vielleicht 65 ist und seit 30 Jahren das macht, der hat sein Geld verdient, sag ich jetzt mal überspitzt formuliert und hat vielleicht nicht mehr den Drang, hier jetzt am Ende seines Berufslebens, sag ich mal noch, die letzten Verbesserungen zu machen, von denen er eigentlich weiß, dass man sie ganz einfach machen könnte und dass sie das Unternehmen total voranbringen würden. Weil es läuft ja auch so mit dem Effort, der jetzt gerade reingesteckt wird. Und da ist halt genau der Punkt. Und daher kommen auch die tollen Renditen in dieser Asset Class, weil am Ende des Tages, wir sprechen nicht von Unternehmen im Private Equity Umfeld, wo schon dreimal McKinsey durchgeritten ist und alle Effizienzen gehoben wurden, sondern wir sprechen von Unternehmen, wo ich wirklich, ich führe ein CAM-System ein zum allerersten Mal und verdoppel damit die Sales, jetzt mal überspitzt formuliert. Das heißt, das sind die Potenziale, die es da zu heben gibt. Und am Ende finde ich Spritzkurs in Rosenheim cool. Wahrscheinlich schon, aber was ich definitiv cool finde, ist, wenn ich einen CRM einführe und den Umsatz verdoppel in einem Jahr.

27:45 Carlo: Also ich glaube, das ist ein ganz gutes Beispiel für welche Firmen laufen uns hier unter und es ist schon verrückt, was für eine Art von Firmen einem unterkommen und vor allem wie auch profitabel die sein können.

27:58 Branchen mit Potenzial & Beispiele

28:02 Feliks Eyser: Jetzt haben wir so ein paar abgefahrene Beispiele, was ihr da so seht aus eurem Alltag.

28:08 Carlo: Wir hatten uns eine Firma angeguckt, die war im Planungsinstallation zum Servicebereich für Kunststoffrohre, die wir beide ganz gut kennen. Das lag irgendwie nördlich von 20 Millionen Umsatz, war profitabel von einer Höhengrößenordnung von drei bis vier Millionen. Das sind so 3 Meter Durchmesser Kunststoffrohre, in die Kanalisationen verarbeitet oder implementiert werden. So ist jetzt nichts, woran du, wenn du jetzt durch München oder Madrid läufst, woran du denkst. Aber es sind da eben Sachen, die dann schon sehr wichtig sind. Wir gucken uns jetzt eine Firma an, die macht Road Maintenance, Straßenschilder aufstellen. Extrem profitabel. Also auch nördlich von 20 Millionen Umsatz. liegt irgendwo bei 5 Millionen plus ebit.de. Und das sind so Sachen, auf die kommst du nicht, du es nicht selbst siehst. Und was vielleicht wichtig ist, wenn man das so hört, denkt man, ja cool, dann mache ich das morgen. Das sind Firmen, es haben, die sind über 30 Jahre dahin gewachsen. Auch gerade aus dieser Start-up-Welt kommt, okay, ich mache das morgen und erwarte, ich dann morgen auf dem Level bin oder ich starte es und erwarte, dass ich dann morgen auf dem Level bin. Das ist nicht der Fall. Das sind Firmen, die sind gewachsen, die sind auch jetzt von außen betrachtet sehr spannend. da gibt es auf jeden Fall auch noch viel Aufräumbedarf. In dem Fall ist Wolfram dann McKinsey 1.1 oder 2.0 und der muss dann da durchgehen und eben erkennen, wo muss ich eigentlich ansetzen. Was ich aber auch noch sagen wollte ist, Wolfram und ich glauben an die 1. Klasse und wir glauben natürlich auch an dieses Segment und wir haben auch einen hohen Bedarf. Gleichzeitig will ich auch noch mal sagen, dass der Weg zu der einzelnen Firma kein leichter ist. Und das ist auch wichtig, weil mir geht es darum, dass Leute sich sehr bewusst, Personen sehr bewusst für diesen Weg entscheiden.

29:57 Herausforderungen bei der Suche

30:12 Carlo: Klar gibt es, also ich sag mal so, wenn du morgen eine Firma kaufen willst, dann gehst du auf eine der Unternehmerbörsen, gibst ein Angebot ab und kaufst morgen einen Handwerksbetrieb. Dann wirst du die nächsten fünf Jahre deines Lebens nicht mehr froh, eine gute Firma zu finden, weil sie dir weil sie sehr wahrscheinlich zu klein ist, weil der Handwerksmeister dann rausgeht, Mallorca zieht, dich dann Fachfremden mit den Angestellten alleine lässt und ehe du dich versiehst, ist aus einer 800 oder einer Million EBITDA-Firma eine cashflow-negative oder unprofitable geworden. Das ist einfach dann sehr personenabhängig oder kann sehr personenabhängig sein. Aber auch die brauchen natürlich einen Nachfolger, weil die sind auch Ende 50, Anfang 60. Und das sind auch Sachen, die kommen dir unter. Der Teufel, im positiven Sinne, steckt im Detail. Und es braucht Zeit, eine gute Firma zu finden. Und es gibt bestimmte Kriterien, nach denen wir als Investoren, aber nach denen auch Wolfram als Searcher sucht. Und so eine Firma zu finden, braucht Zeit, sehr viel Stamina auf Wolframs Seite. Und es ist ein nicht sehr glorreicher Sales-Job. Es ist Klinken putzen, den Hörer abnehmen, E-Mails schreiben, Briefe schreiben, sich sehr, sehr, sehr, sehr oft eine blutige Nase holen und durchhalten, also Durchhaltevermögen. Und das machen Leute, die unternehmerisch tätig sein wollen. Aber es ist jetzt nicht so... Raise morgen ein Search-Fund und übermorgen habe ich eine Firma und dann kaufe ich eben die von mir gerade angesprochenen Firmen. Ganz und gar nicht. Also die zu finden braucht Zeit und da darf man dann auch oder sollte man auch keine Abstriche machen. Es ist viel schlimmer eine schlechte Firma zu kaufen als keine Firma zu kaufen. Ja das ist auch von uns aus Investoren-Sicht so. Lieber dann nach zwei Jahren, das ist ja die Dauer des Search-Funds, zu sagen, hey, es hat jetzt einfach nicht sollen sein und das muss man auch dazu sagen.

32:25 Carlo: Viertel, ein Drittel der Search-Funds finden in diesen zwei Jahren keine Firma, akquiriert wird. Und das muss man sich vor Augen halten. Da müssen sich auch Leute, die sich mit dem Thema aktiv befassen, einfach informieren, sich sehr bewusst werden, warum scheitert man, was erwartet mich. Und wenn dann immer noch der Wunsch danach besteht, dann können Sie sich gerne bei mir melden.

32:49 Wolfram Krauss: Es ist sehr, leicht, irgendeine Firma zu kaufen. Also wirklich, es gibt so viele Angebote, so viele Firmen und gibt zu wenige Käufer, sag ich mal, für diese Firmen. Aber der Punkt ist, gute Firma zu kaufen, schwierig, ist sehr, schwierig. Weil du musst sie erst mal finden und dann gute Assets gibt es immer Wettbewerb. Das heißt, da bist du nie der Einzige, es haben will. Weil letztendlich so, ich hatte vorhin über den Babyboomer-Tonami und so weiter gesprochen, das ist auch richtig. Aber letztendlich auch hier muss man halt wieder differenzieren. Letztendlich von diesem Tsunami, so ganz oben die Schaumkrone der Welle, sage ich jetzt mal, das ist schöne Assets. Die haben in der Regel kein Problem, die finden schon jemand. Die können sich dann aussuchen, die können sich entscheiden, will ich lieber eine persönliche Wolf... eine persönliche Nachfolge durch einen Daniel und Wolfram. Aber der Punkt ist, und da kommen wir vielleicht wieder dazu, es gibt ja verschiedene Modelle über ... eine Übernahme in die Unternehmerrolle zu kommen. Und wir haben eben das Modell des traditionellen Search Funds gewählt. Das hat Vorteile, hat Nachteile. sag mal, einer der Herausforderungen oder was es anspruchsvoller macht im traditionellen Modell ist, dass du dich selbst disziplinierst in a way. Dass du eben sagst, okay, ich kaufe jetzt eben nicht das erst Beste, irgendwie auch kleinere Asset, was leichter zu kaufen ist, sondern ... Ich fokussiere mich auf den etwas größeren Bereich, also ab 1,5 bis irgendwo 5 Millionen Ebitda vielleicht. Und ich lege eben auch doch auch professionelle, eigentlich PE-Maßstäben gerecht werdende Auswahlkriterien an. Ich brauche eine Marge, die mal irgendwie mindestens irgendwo die 20 Prozent ist. Ich will recurring revenues haben. Ich brauche ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell. will auf keinen Fall Kundenkonzentration. und so weiter und so fort. meine, ihr kennt ja selber, wie man Startups bewertet und etablierte Unternehmen kann man ja genauso bewerten und sagen, ist das jetzt ein Business, dass es auch in der Zukunft noch geben wird und das weiterhin erfolgreich sein wird oder nicht? Und da liegt dann eben die Herausforderung, wenn du eben diesen Weg über einen traditionellen Search Fund gehst.

34:57 Feliks Eyser: Wenn du sagst 1,5 Millionen bis 5 Millionen EBIT, was kann man sich da vorstellen, was Kaufpreise für so Unternehmen sind? Ich nehme an, wir liegen dann schon so zwischen, sagen wir, bis 50 Millionen oder so, oder was ist denn die Range?

35:09 Carlo: Ja, ich glaube, ist schon die... Also wir streben so Multiples zwischen vier bis sechs Mal an. Das hängt natürlich wieder von der Industrie ab. Natürlich hängt es von der Competition ab. Es ist ein intransparenter Markt. Supply and demand bestimmt den Preis. Wir versuchen da aber auch sehr diszipliniert von der Investorenseite vorzugehen und gemeinsam mit dem Searcher. Und das ist dann auch obliegt dem Searcher den Verkaufspreis. final auszuverhandeln. Also auch hier in dem Modell ist es sehr wichtig, wir Investoren treten jetzt nicht dem Verkäufer jetzt in erster Instanz gegenüber auf. Das macht Wolfram und Wolfram muss sich auch mit ihm auf eine Transaktionsstruktur einigen. Und da greifen PE typische Mechanismen wie ein Seller oder ein Vendor Loan, eine Earnoutstruktur, die das Risiko auf der Equity Seite für uns Investoren und auch für Wolfram ein Stück weit aber das obliegt Wolfram. Die wollen mit denen nichts zu tun haben. Und in diesem Search Fund-Modell treten Wolfram und Daniel auf, die sich als Nachfolger präsentieren und auch dort langfristig tätig sein werden. Und man darf ja auch nicht vergessen, wenn du so eine Firma hast, Die ist in irgendeiner Kommune, zwar haben bei Rosenheim. Der Besitzer, der Eigentümer, der will ja nächstes Wochenende immer noch zu seinem Stammtisch gehen und den Leuten dort in die Augen schauen. Und wenn er das Ding verkauft und damit auch viele Mitarbeiter, die ja aus der Gemeinde dann auch kommen, so einen PE überlässt, weiß ich nicht, ob er noch eingeladen werden darf. Wenn er aber sagt, hey, das ist in den fähigen Händen von Wolfram und Daniel, gibt ihm das die Möglichkeit, auch nach seiner operativen Arbeit, noch seiner Kommune sozusagen gerecht zu werden. Und das ist echt ein wichtiger Punkt, weil so gewinnt auch ein Search Fund in einem kompetitiven Prozess gegenüber einem klassischen PE einen Deal.

37:33 Carlo: Und das sollte man nicht unterschätzen und das sollte auch Leute oder es sollten Leute auch bewusst sein, wenn sie sich auf diese Suche nach einem Unternehmen machen. Also sie müssen sich jetzt nicht vor PE verstecken, aber man darf sie natürlich auch nicht unterschätzen. Das ist wichtig.

37:44 Standardisierte Incentives für Searcher

37:47 Feliks Eyser: Ja, ja. Lass uns mal über Incentives sprechen. Ich frag dich mal, Carlo, wie viel kann der Wolfram dann verdienen mit der Aktion? Beziehungsweise anders gefragt. Was mich fasziniert an dem Modell ist, dass es auf mich sehr standardisiert wirkt. Also auch wieder so aus dem Start-up-Bereich kommen, da gibt's alles. Da gibt's eine Firma, die raise Geld bei einer Bewertung von einer Million, oder bei 10, oder bei 30. Da kriegt der VC mal drei Boardseats, mal gar keinen. Also da kann alles irgendwie komplett frei bestimmt werden, kommt total drauf an. wie gut der Unternehmer das rüberbringt. Im Search-Fund-Bereich ist mein Eindruck, da gibt es Standards, gibt es so eine Art Regelwerk, da gibt es sicherlich auch Abweichungen, aber wie funktionieren die Incentives generell?

38:25 Carlo: Es ist tatsächlich standardisiert und da halten sich eigentlich auch alle Investoren als auch Searcher dran. Das Modell selber wurde ja vor 30 Jahren in Harvard und Stanford entwickelt und hat sich seitdem, was die Incentive Struktur ist, eigentlich nicht weiterentwickelt. Es kam aus Amerika, es wurde aber auch so in Europa übernommen. Das Modell sieht vor, dass Wolfram und Daniel als Team bis zu 30 Prozent des Equities sich erarbeiten und verdienen können. Und das ist dreigeteilt. Die erste Tranche bekommen Sie bei erfolgreicher Akquisition. Also während der Suchphase, während dieser ersten Periode, gehört Ihnen gar nichts. De facto ist dieses Vehikel. Ganz genau. Das heißt, sobald diese Firma gekauft wird, haben Sie sich sozusagen 10 % verdient. Weitere 10 % westen Sie, und das ist, ich, auch ein Term, der aus dem Startuprecht bekannt ist, durch Ihren Zeit und operative Arbeit über vier Jahre die zweite Tranche. die letzte Tranche ist dann erfolgsabhängig, auch die Incentives zwischen uns und dem Searcher zu erleihen. Das ist auch wieder 10 Prozent und das wird anhand oder wird gemessen am Erfolg der Firma des Exit. Es fängt bei 20 % IAA an und hört bei 35 % IAA auf. Die 35 % anlocken sozusagen die Gesamtwerte.

40:03 Feliks Eyser: Kurz erklären die IRRC die interne Verzinsung sozusagen, internal rate of return, also quasi was der Investor verdient durch diese Transaktion.

40:12 Carlo: über den Zeit.

40:13 Moritz Blees: Der interne Zinsfuß des Projekts, wie man es in der deutschen BWL... Das habe ich nach dem Plunkiball-Turnier noch reingehauen.

40:24 Carlo: Wenn sich noch jemand wundert, warum wir auch in der Finanzbranche die ganze Zeit englische Terminologien verwenden, das ist der Grund. ich glaube, dieses Modell ist halt bzw. 30 % Equity ist das, was Wolfram und Daniel bei erfolgreichem Exit oder bei erfolgreichem Verkauf von uns Investoren, wie gesagt, es kann ja diesen Fall geben, dass Wolfram und Daniel dann weiter bleibt. Wenn sie das erreichen, bekommen sie eben diese 30%.

40:52 Feliks Eyser: Okay, 10 Prozent, wenn ich eine Firma finde, 10 Prozent, wenn ich vier Jahre bleibe und die gut führe, 10 Prozent, wenn die einen guten Multiply erreichen und die in Mistoren Geld verdienen. Und das ist ja auch interessant, das erklärt ja so bisschen die Frage, die Moritz auch hatte oder mich auch gewundert hat am Anfang, wieso wird denn so ein Searcher bezahlt, die Firma zu finden? Das ist ja ungewöhnlich. Auf der anderen Seite kannst du sagen, es ist am Ende auch nicht komplett seine Firma, sondern es schon ein kapitalgetriebenes Modell sozusagen. Also es geht schon davon aus, dass mehrheitlich sozusagen das Kapital die Regeln bestimmt, die Investoren und man kann sich erarbeiten, dass man davon einen Teil kriegt und das kann sehr lukrativ sein. Aber es ist nicht vergleichbar mit einem Startup, wo man mit 100 Prozent anfängt und das dann quasi abschmilzt nach unten. Hier fängt man mit 0 Prozent an und es wächst nach oben.

41:34 Carlo: Ja, und am Ende kommst du aber auf die gleiche Zahl raus. Also wenn du dann mal deine Series C, Series D, Series E oder selbst noch eine Series B, habe ich CapTable gesehen, wo die Gründer nur noch 40 oder 30 Prozent hatten, im schlechten Fall. Hier gehören dir aber dann eben 30 Prozent von einer Firma, die auch in fünf, sechs Jahren sehr wahrscheinlich werthaltig oder einen gewissen Wert hat. Und das ist im Start-up-Umfeld eben nicht so. Also da kannst du auch acht, neun Jahre Schweiß, Blut und Rehen investieren. Und aus verschiedenen Gründen siehst du dann leider eben nichts für deine 30, 40 oder auch 50 Prozent. Und das ist eigentlich das, weil du gesagt hast, kann Wolfram dann am Ende, womit kann er dann am Ende auch rauslaufen. Du siehst halt, wird er hier mit hunderte Millionen verdienen? Sehr plakativ nein. Wird er aber in fünf bis sechs Jahren bei erfolgreicher Führung life-changing money verdienen haben? Ja, das ist natürlich alles relativ, aber jetzt mal für den Autonomalverbraucher ist die Wahrscheinlichkeit durchaus höher. Also die Wahrscheinlichkeit, dass er mit Null rausgeht, Null.

42:44 Feliks Eyser: deutlich geringer als beim durchschnittlichen Startup.

42:47 Moritz Blees: Ich hab eine Sache noch nicht genau verstanden. Wir haben eben von diesem standardisierten Modell gesprochen. Und Wolfram, ich hab dich so verstanden, dass diese Übernahme vom Markt ein bisschen wie Dating Also 1 % der Firmen haben 99 % der Angebote. Und bedeutet aber, hast du dann eine fertigvolle Kriegskasse? Also weißt du oder muss es noch mal so sein, dass du noch mal losläufst und dann heißt, weil Wenn ich jetzt derjenige bin, 1000 Angebote bekommt und dann sagt mir derjenige, ja, ich muss noch gucken, vielleicht nehme ich, muss noch mal gucken, ob der Preis stimmt, dann möchte ich welcher weg.

43:25 Wolfram Krauss: Ja, also ist eine faire Frage und eine Frage, mit der man immer wieder konfrontiert ist. sage mal, die zwei wichtigsten Fragen oder die immer kommen, ist einerseits, hey, aber ihr habt doch gar keine Ahnung von Spritzkuss. Ihr wart doch mal in der Investmentbank. Was weißt denn du davon? Und die zweite Frage ist, komm bald danach dazu. Und die zweite Frage ist, dann hast du überhaupt Geld? Wolfram, du schaust jetzt nicht so aus, als hättest du irgendwo jetzt hier gerade die 30 Millionen in der Tasche stecken, um ein Unternehmen zu kaufen. Das sind die zwei Fragen, die man Antworten grundsätzlich mal finden muss. Und letztendlich klar, wir konkurrieren natürlich teilweise auch mit dem Private Equity Fonds. Der hat einen stehenden Fonds. Das heißt, der hat irgendwo halt 100 Millionen auf dem Konto schon mal eingesammelt oder jedenfalls auf Abruf liegen. Wir sagen, hey, wir sind ein Stück weit anders strukturiert. eine Handvoll Investoren, die haben schon signifikant Kapital eingestellt. Und natürlich gibt es da viele Wege, das auch zu zeigen. Ja, irgendwie über Commitment Letter, über Treffen mit Investoren, über was auch immer eben hilft. Und am Ende, wenn das Vertrauen da ist, dann ist es auch okay, wenn es dann vielleicht doch eine Woche länger dauert, als es bei irgendeinem PI fand.

44:36 Moritz Blees: Woran sich die zweite Frage anschließt? Also, Wolfram, hast eben gesagt, die zwei Fragen, die dir gestellt werden, ist A, hast du Geld? Und B, woher zur Hölle weißt du, wie Spritzkuss geht? Und ... Wie ist das denn? Also, mein Verständnis ist, dass dass Search-Funds im Prinzip viel von Business-Schools gemacht werden und dass so die MBAs von ... keine Ahnung, Stanford und wo auch immer dann losgehen, ... quasi diese Firmen zu führen. Und woher wüsstest du jetzt, der aus dem Investmentbanking kommt, wie er eine Spritzkursfirma führt.

45:11 Wolfram Krauss: Gute Frage, habe ich schon mal gehört irgendwo. Also die Antwort ist eigentlich tatsächlich ganz klar und fairerweise auch je länger ich mich damit beschäftige, je mehr glaube ich auch selber dran. Der Punkt ist einfach, der ganz egal, ob ich mit einem Unternehmer zusammensitze, der der IT Service macht und irgendwelche Datenbanken wartet mit Softwareingenieuren oder eben dem Rohrleitungsbauunternehmen, wo du Kunststoffschweißer hast oder dem was auch immer B2B Serviceunternehmen, das Windräder wartet oder was auch immer es ist. Am Ende des Tages frage ich dir, was sind denn deine Hauptthemen? Womit beschäftigst du dich hauptsächlich in deiner Arbeit? Weil ich sage mal, wir bewerben uns ja nicht als Bauingenieur in der Baufirma, sondern letztendlich geht es die Geschäftsführungs- und Inhaberposition. Was sind die Themen, mit denen du hauptsächlich zu tun hast? Und am Ende sagt er mir, ich habe ein Riesenproblem, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Und er sagt, Gott, unsere Prozesse sind noch so undigital und wir haben noch so viele Papierthemen und die Buchhaltung ist beim Steuerberater und funktioniert hinten und vorne nicht. Und dann ist genau der Punkt, wo ich sage, also Mitarbeiter rekrutieren habe ich tatsächlich schon gemacht, habe ich irgendwo innovative Ansätze, gibt es moderne Ansätze, wie man das besser machen kann? Weil am Ende des Tages Es gibt die Mitarbeiter, aber viele Leute machen auch einfach einen altmodischen und einfach schlechten Recruiting Prozess, es mal auf den Punkt zu bringen. Das heißt, man kriegt schon die Leute. Man muss halt innovativ sein und muss vielleicht bis in die Extra-Meile gehen. So Punkt eins. So Prozesse digitalisieren. Daniel hat Consulting vorher gemacht. Er hat Prozesse rauf und runter digitalisiert, optimiert. Das heißt auch hier kein Problem. Buchhaltung verstehen wir auch. Ja, können wir auch optimieren. So also. Ich sage mal, wir kennen uns aus mit dem Business vom Business. Und der Punkt ist, man sagt, ja, schau, nein, ich habe gar keine Ahnung von deiner Branche bisher, aber ich finde die Branche spannend. Und ich könnte mir vorstellen, mich damit jetzt sehr, lang zu beschäftigen und mich dafür zu begeistern.

47:15 Wolfram Krauss: Aber natürlich, ich brauche eine gewisse Lernphase. Ich muss reinfinden. Aber was ich dir versprechen kann, ist, dass ich sehr enthusiastisch und lernbegierig bin. Aber natürlich, ich brauche natürlich eine Einarbeitungsphase. Aber das ist ja auch was, was jeder versteht. Jeder Verkäufer, der sagt, ja klar, ich will ja nicht morgen weg sein und ... auf die Bahamas fliegen, sondern natürlich, mir liegt ja was dran, dass das Unternehmen gut weitergeht, in gute Hände gegeben wird. Das heißt, ein halbes Jahr, ein Jahr Übergabe, Einarbeitungsphase ist selbstverständlich für mich. Ohne das will ich es gar nicht verkaufen. Und da schließt sich dann der Kreis. Erstens, bringen Themen mit, die teilweise der Alteigentümer gar nicht hat. Und die meisten Unternehmer, die an diesem Punkt sind, die spüren das, die merken, irgendwie jetzt noch weiter zu wachsen, da müsste ich erst professionalisieren vorher. Aber ich bin 65 und ich habe keine Lust mehr zu professionalisieren. Aber ich habe das Gefühl, du und der Daniel, ihr könntet es. Und genau da setzen wir an.

48:23 Feliks Eyser: Ich kann mir vorstellen, dass der Pitch auch gut ankommt zu sagen, hey, manfred, ganz ehrlich, ich hab keine Ahnung von Spritzkuss, du machst das 20 Jahre, du bist der Experte, aber ganz ehrlich, ich verspreche dir, mich so reinzuhängen wie kein anderer und ich baue die Pritsche auf in der Fabrik und ich werde da so lange übernachten, bis ich es verstanden habe und außerdem, ich will dich dafür gewinnen, dich anrufen zu dürfen, wenn ich eine Frage habe, dass du die weiter einbringst. Es ist ja auch dieses Legacy-Thema. Ich bin nicht der angestellte Investmentmanager von irgendeinem Fonds aus London, sondern ich bin hier vor Ort, ich bin all in, ich mache kein anderes Thema. Du bist nicht eine Firma von zehn, sondern das ist jetzt mein neues Leben, lieber Manfred. Wer sind die guten Searcher sozusagen? Wer sollte sich bei dir melden? Was haben die Leute für einen Hintergrund? haben jetzt viel über MBAs und Semestrondanking und so weiter gesprochen. Es gibt da sicherlich noch andere Profile.

48:51 Wer eignet sich als Searcher?

49:08 Moritz Blees: Ich stelle mir vor, ich finde diese Vorstellung so krass, einfach zu sagen, ich suche mir jetzt eine Firma, Wolfram, du hast jetzt ein gutes Verhältnis zu Rosenheim, aber sagen wir mal, wäre jetzt ein U-Boot-Statoskop-Water in Rostock. Und einfach zu sagen, ich packe meine Sachen, ich ziehe dahin, ich bin völlig agnostisch und ich ziehe das durch.

49:34 Wolfram Krauss: Ich glaube, der eine Punkt am Modell, wo du dir wirklich die Karten legen musst und sagen musst, bin ich bereit dazu? Das haben Daniel und ich ganz am Anfang gemacht. Da wir uns in die Augen geschaut und haben gesagt, haben natürlich auch mit unseren Partnerinnen und gesprochen und haben wirklich über das Thema gesprochen.

49:52 Feliks Eyser: Freund von mir ist nach Lüneburg gezogen für so einen Deal, halt drei Jahre in Lüneburg. Lüneburg ist auch schön bestimmt, aber seine Family war in Berlin und das muss man sich halt gut überlegen.

50:00 Wolfram Krauss: Genau, ich sage mal, ist halt, aber wir haben uns ganz klar gesagt, für uns PRIO 1 ist die betriebswirtschaftliche Attraktivität des Targets. Das ist unsere unternehmerische Vision. Und wir haben gesagt, wenn wir das Unternehmen gefunden haben und es ist halt an dem Ort, es ist, dann ziehen wir hin. Ganz einfach.

50:16 Carlo: Genau, wenn sich jemand Gedanken macht und möchte aus Berlin oder in München oder Münchner und Berliner Speckgürtel eine Firma finden, dann soll er sich jetzt nicht bei uns mit einem Search Fund bewerben, weil diese Firmen, da wirst du keine finden, weil da gucken alle drauf, die es da noch gibt, die werden halt von Small Cap und den sonstigen Akteuren auch abgegriffen. Also es ist eine Bereitschaft, die wir sehen müssen und das ist auch immer eine Frage, die im ersten Call von uns aus Investoren-Sicht und nicht nur von mir, sondern auch von meinen Co-Investoren immer gestellt wird, A. Bist du dir bewusst, worauf du dich da einlässt? Willst du das wirklich? B. Was sind deine Restriktionen? Und je enger du dich stellst, also sowohl geografisch als auch industriemäßig, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du am Ende auch eine gute Firma findest. Und das ist das Hauptziel hier. Eine gute Firma. finden, ein Nachfolgeproblem haben. Und ich glaube, der andere große Unterschied, vielleicht nochmal auf den, also für wen ist das was? Wir haben ja dieses Beispiel genannt, reden, Wolfgang und Daniel müssen hier mit 50 plus 60-jährigen, alteingesessenen Unternehmern, Unternehmern sprechen. Wenn du 22 bist und gerade dein Bachelor gemacht hast, dann wirst du da nicht vorstellig werden. Das heißt, die Profile, in die wir investieren wollen, die sind quasi so, ich nenne sie mal Mid-Career Professionals. Anfang Ende 20, Anfang 30, Mitte 30, die eben keine Lust mehr haben auf den Grind im Consulting Investment Banken, Private Equity oder aber auch Operator-Erfahrung gesammelt haben im Start-up-Umfeld, jetzt nicht die Billion Dollar Start-up-Idee haben und sich halt vorstellen können, all den Einschränkungen eben Bereitschaft auch mal auch in die Wallachei zu ziehen. sich für dieses Modell entscheiden. das ist, ich, da eine große Unterschied zwischen der Start-up-Welt und der Search-Fund-Welt.

52:17 Carlo: Ansonsten, was bringen diese Leute mit? Ich hatte den Chip on the shoulder angesprochen. Grit, Resilience, eine gewisse IQ, oder gewissen IQ, Ausbildung. Aber was, glaube ich, noch mal sehr entscheidend ist, und das sollte auch hier gesagt sein, Empathie ist ein Skillset, natürlich schwer ergreifbar ist. Aber hier kaufen wir ein bestehendes Unternehmen. Dieses Unternehmen hat eine Kultur, DNA, was über 20, 30 Jahre gewachsen ist. kommst als junger Unternehmer da rein. Wenn du glaubst, ich kann jetzt alles disruptieren und morgen auf links drehen, hast du übermorgen keine Firma mehr. Das heißt, anders als jetzt im Startup-Bereich, wo du von Tag 1 sagst, dass es so möchte ich es haben, dass es meine Kultur so und so funktioniert, die Kommunikation bei uns. Geht es hier erst mal darum, dich sicher im ersten Jahr an das Klima zu gewöhnen, an die Mitarbeiter, an die Stakeholder. wenn du eine gute Firma findest, das ist auch so ein Grundsatz im Search Fund, wenn du eine gute Firma findest, dann macht Wolfram und Daniel im ersten Jahr operativ keine gravierende Entscheidung. Warum? Weil diese Firma läuft. Die wirft jedes Jahr 2 Millionen EBITDA ab. Wir haben Wir, Wolfram und Daniel, haben die Zeit im ersten Jahr mithilfe des alten Geschäftsführers, einzufinden, alles kennenzulernen. Und erst ab Jahr zwei, eher ab Jahr drei fängst du dann an, mit Initiativen dich unternehmerisch zu verwirklichen. ja, kann grundsätzlich organisches Wachstum, ja, du baust ein Sales Team auf, du erweiterst vielleicht deinen Produktkatalog. Aber es kann auch zu einem gewissen Zeitpunkt inorganisches Wachstum sein, dass du eine Akquisition tätigst, die Sinn macht.

54:12 Feliks Eyser: Also die Searcher, sind klar irgendwie clever, die sind driven, die bringen aber auch so, ich sag mal, gewissen Demut mit und so eine Lernbereitschaft und Willigkeit, da jetzt nicht irgendwie einzureiten und zu sagen, ich war jetzt irgendwie fünf Jahre bei McKinsey und ich weiß, wie die Welt funktioniert. Da wird ja alles Mögliche kultiviert, aber in der Regel nicht so die Demut. Heißt quasi, da eine Empathie mitzubringen und auch sehr lernend zu sein am Anfang. Was disqualifiziert einen Searcher direkt, Carlo? Ich habe verstanden, wenn man sagt, will jeden Tag Ballett-Koffie trinken in Berlin-Mitte, dann bin ich wahrscheinlich nicht geeignet, was disqualifiziert mich noch?

54:47 Carlo: Ich glaube nach unten, aber auch ab einem gewissen Zeitpunkt nach oben.

54:53 Moritz Blees: Also unter 25 und über 55 wird schwierig.

54:58 Carlo: Ja, würde sogar über 45, 50, über 50 sagen. Also ich meine, wenn jetzt ein 50-Jähriger von einem 60-Jährigen die Firma kauft, dann ist auch so die Frage, okay, dann kann ich den nächsten Search Fund raisen, das Ganze dann auch wieder, um die Übernahme dann schon wieder vorzubereiten. Das ist nicht der Sinn des Modells. Ich glaube, was muss man machen? glaube, was Investoren sehen wollen, einfach die Tatsache, dass sich jemand sehr bewusst für diesen Weg entscheidet. Ich habe die geografischen Restriktionen angesprochen und vielleicht auch da, das Ganze ein bisschen zu relativieren, Stefan Grund hat Jetzt ein anderes Beispiel, der hat eine Detektorfirma Metalldetektoren gekauft in Leipzig. Der lebt dabei in Berlin und pendelt. Ja, vier Tage die Woche dort und dann übers Wochenende aber in Berlin. der hat auch einen Weg gefunden, wie er sich Komod macht. Wenn du jetzt so eine Firma findest, die keine Ahnung zwei Stunden außerhalb von Berlin ist, ja vielleicht bedarf es, dass du zwei, drei Jahre vor Ort bist, damit du dich wirklich einlebst. Aber wenn du dann halt ein Setup findest, Das geht auch. Aber ich glaube, was einfach wichtig ist, dass wir die Bereitschaft sehen, dass du das machen willst, dass du auch diese Firma führen willst und jetzt nicht aus Berlin heraus irgendeinem Geschäftsführer sagst, vor Ort mach das mal, oder einem Betriebsleiter. Das wird nicht funktionieren. Wir wollen sehen, dass sich jemand wirklich eingehend mit diesem Thema befasst hat, mit Searchern gesprochen hat, sich in dem Modell auskennt. Und ich würde es auch jedem raten, bevor ihr das macht, geht in so ein Kleinstunternehmen. Ich habe vor meiner Zeit bei Cherry zwei Jahre bei uns im Familienunternehmen 80 Mitarbeiter leiten dürfen. Ich habe Erstinvestment Banking gemacht, eine Dentalklinik. die meine Eltern vor 40 Jahren gestartet haben als Zahnarztpraxis dann zu einer Klinik mit jetzt mittlerweile 100 Mitarbeitern an einem Standort ausgebaut haben. Und ich bin aus der Investmentbank zwei Jahre bei Merrill gewesen, das war die Zeit nach dem Fußball, das war auch schon da so ein Kontrastprogramm.

57:08 Carlo: Und dann bin ich noch mal vom Main Tower in Frankfurt dann in die Realwirtschaft in unsere Klinik gegangen. Das ist ein Kulturschock und das ist alles, aber nicht das, was du dir vorstellst. Deswegen kann ich es eigentlich nur jedem raten, bevor man sagt, will jetzt einen Search von, ich will jetzt so kleines Unternehmen kaufen, verbringt mal ein, also was ist denn da schon ein Monat oder zwei Monate für diese lebensverändernde Entscheidung, die nächsten sechs, sieben Jahre so eine Firma zu führen? Geht in so ein Unternehmen, schaut es euch an, versteht, was das für Menschen sind, was die umtreibt. Wenn ihr das uns zeigen könnt, dass ihr euch so bewusst und obwohl ihr das gesehen habt, immer noch auf diesen oder für diesen Weg entscheidet, das sind Signale, die jeder Investor liebt und nach denen wir halt auch nach denen wir auch aktiv gucken. Und ich will auch nochmal sagen, es ist nicht für jedermann oder jeder Frau was, aber ich glaube, es gibt noch viele Wolfram und Daniels da draußen, für die das Modell durchaus sehr, spannend sein kann.

58:04 Feliks Eyser: Cool.

58:04 Carlo: Und was sehr wichtig ist, was Frau von angesprochen hat, sprecht mit eurer Partnerin oder eurem Partner, bevor ihr euch auf diesen Weg einschaltet, weil der bei Ihnen ist.

58:13 Feliks Eyser: Vorher nach Bayreuth zieht, oder nach Kiel, oder nach...

58:15 Moritz Blees: Also meine ist nicht bereit nördlich des Mauerparks zu leben. Ich glaube nicht, dass ich sie nach Rostock kriege. Aber...

58:25 Feliks Eyser: Gut, wir kommen auch so langsam auf die Ziele gerade. Okay, okay. Wir haben schon ein bisschen darüber gesprochen, was für Branchen kauft man. Wir hatten eine Frage von Christoph aus der Community. Machen Softwarefirmen Sinn? Ja, nein.

58:27 Tipps für angehende Searcher

58:41 Wolfram Krauss: Klar, hopp, schieß raus, Macht Sinn, aber hast du manchmal vielleicht ein Bewertungsthema.

58:46 Feliks Eyser: Flo hat gefragt, wie spielt der Nachhaltigkeitsengel in Entscheidung mit ein?

58:52 Carlo: Er spielt eine Rolle und es hängt aber sehr stark vom Business Fondel und der Industrie ab, wie stark das am Ende die Entscheidung auch betrifft.

59:03 Feliks Eyser: Und am Ende ist natürlich das Geschäftszonell quasi Nachhaltigkeit. Ein Unternehmen, dicht macht, so ist ja alles andere als nachhaltig quasi. Moritz

59:10 Moritz Blees: Ja, dann eine von mir. Wie erreicht man die Unternehmen, die verkaufen wollen? das alles immer über &A-Boutiquen oder gibt es auch Direktansprachen, Briefen, Vorbeigehen, Klingeln?

59:21 Wolfram Krauss: Alles, also alles, funktioniert oder alles, innovativ ist, wird gemacht. Probieren wir aus. Wir probieren ganz viel aus. Aber ja, wir verschicken auch Briefe, sprechen direkt Unternehmer an, natürlich auch aus dem persönlichen Netzwerk. Wenn jemand jemanden kennt, wo vielleicht das Thema Nachfolge relevant werden könnte. das ganze Programm.

59:40 Carlo: Meldet euch bei Wolfram.

59:44 Wolfram Krauss: Hier ist die Telefonnummer.

59:46 Feliks Eyser: Nächste Quickfire Frage von mir, die ersten 100 Tage nach der Akquisition. Was ist das Playbook, was macht man?

59:51 Carlo: lernen.

59:52 Moritz Blees: Quickfire Frage von mir. Wenn ich jetzt keinen Search Fund habe, aber trotzdem Generationenübernahme, Generationenwechsel irgendwie forcieren möchte, wann eignet sich auch einfach über Seller Financing eine Kleinfirma zu machen und wo ist die Grenze, wo ihr sagt, da brauchst du einen Search Fund für?

1:00:15 Carlo: Die Grenze, die Wolfram gesagt hat, es fängt in der Regel bei einer Million EBITDA an. Wenn du unter einer Million EBITDA kaufst, musst du dich, glaube ich, immer fragen, kaufe ich eine Firma oder kaufe ich einen Job? Und die Abhängigkeit vom Alteigentümer steigt exponentiell.

1:00:28 Feliks Eyser: Das für Unternehmen sollte man auf gar keinen Fall kaufen.

1:00:31 Wolfram Krauss: Unternehmen, keine Zukunftsperspektive haben.

1:00:36 Carlo: Firmen, unprofitabel sind.

1:00:38 Moritz Blees: Ja, oder diejenigen... Ja, und die Falle, wie ich heute verstanden habe, ist ja, wenn es eine sehr hohe Abhängigkeit des entscheidenden Geschäftsführers gibt.

1:00:51 Carlo: Ja, die und noch zig andere Faktoren, die auch so ein Deal am Ende unattraktiv machen. Aber wenn ich jetzt mal alles runterbrechen will, wichtig ist, dass wir langjährig profitable Firmen kaufen und auch da uns das auch anschauen. Das heißt, wir machen kein Turnaround, wir machen kein Restructuring. Das ist extrem wichtig in diesem Modell. Deswegen ist aber wiederum, immer wieder auf den Punkt zurückzukommen, einfach Zeitbrauch und du auch die Zeit dir nehmen musst als Searcher. eine gute Firma zu finden.

1:01:24 Moritz Blees: Eine von mir noch. Was war euer verrücktes DD-Finding?

1:01:31 Carlo: Was immer passiert ist, dass der Tesla in der Garage, der nirgendswo in den Büchern aufgetaucht ist, das sind halt Kleinstunternehmen und der Spagat zwischen privat und beruflich vermischt sich dann doch schnell und das muss man halt in der DD, da muss man sehr genau in der DD hingucken.

1:01:50 Feliks Eyser: Das ist zumindest der Tesla und nicht der Privatjet. Wir fragen zum Abschluss immer gerade für junge Frauen und die nächste Generation, was für Firmen sollte man denn eigentlich morgen gründen? Das ist unsere Standardfrage. Bei euch ist jetzt eine andere, nämlich was sind die Verticals, was sind die Firmen, die ihr spannend findet? es Panzerrohrreinigung oder der Gefahrenguttransport? Oder gebt uns mal ein, zwei konkrete Sachen, die man sich anschauen könnte. Sollten wir eine Baumschule kaufen morgen oder im Bibliotheksausstatter oder was? Was sind so ein paar Sachen, wo man sagt, okay, das hätte ich nicht gedacht, das sind echt profitable Sachen, die man sich mal genauer angucken könnte, unabhängig auch von Search Vans.

01:01:57 Verrückte Beispiele für profitable Firmen

1:02:26 Carlo: Unabhängig von Search Funds, ich glaube, eine Standardantwort wäre jetzt Technologie, B2B Services, Professional Services und Healthcare. Da werden auch 80 Prozent der Transaktionen eigentlich im Search Fund Markt getätigt. Ich würde die Antwort jetzt mittlerweile erweitern. Die Firma, die ihr spannend findet. Und das sage ich, jetzt in der Zeit, letzten zwei Jahren, in denen ich mich jetzt auch in den Markt umtreibe, Du findest profitable Firmen an den unvorhergesehensten Ecken und du kannst dir aber nicht vorstellen, dass es da Firmen gibt. Das heißt je äh... Je interessierter du bist und je neugieriger du auch in bestimmte Industrien eintauchen willst, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass du am Ende eine Firma findest, von der du gedachtest, dass es sie gibt und die am Ende extrem profitabel ist. Deswegen, glaube, Neugier und Interesse sollten dich leiten und dann findest du auch eine passende Firma.

1:03:27 Feliks Eyser: müssen wir ein, zwei konkrete Nuggets. Ein Ding, das ihr euch angeschaut habt, wo ihr gedacht hattet, holy shit, hätte ich im Leben nicht gedacht, dass das so ein gutes Business ist.

1:03:33 Wolfram Krauss: Also wie Karl ja schon gesagt hat, was sich immer anbietet, sind Unternehmen, die Wartungsverträge haben. So langweilige Wartungsverträge, ja, irgendwas Brandschutz-Meldetechnik, ja, irgendwie. muss einmal im Jahr muss jemand kommen. Oder auch Elektro-Prüfdienste. Jeder, mal in einem Büro gearbeitet hat, weiß, irgendwann kommt einer und klebt auf die Mehrfachsteckdose so einen komischen Aufkleber drauf. Die Mehrfachsteckdose ist geprüft und jeder einzelne Stecker in jedem Büro, jedes Elektrogerät muss geprüft werden. Das heißt, du hast recurring business. Du hast eine hohe Marge dabei. Du wenig Skalierung, also wenig Kappags Kosten, Also Skalieren kostet nicht viel Geld, weil am Ende musst du halt noch einen Typen einstellen und einen weiteren Kunden gewinnen. Und dann kannst du dann weiterhin hinfahren. Das heißt, du wächst erst mal ohne, dass du eine neue Fabrik bauen musst, ohne neue Maschinen kaufen und so weiter. also Wartungsverträge sind spannende Themen.

1:04:27 Carlo: Vielleicht wiederhole ich mich da nochmal, aber dass du mit Schilderaufstellen und Schilderservices 40 % EBITDA-Marge und auf die Größe wachsen kannst, das hatte ich bis heute Morgen, als ich den Deal von unserem Search Fund gesehen habe, nicht gedacht.

1:04:48 Moritz Blees: Okay, also ich nehme mit bei den Sachen, wo man sich noch nie gefragt hat, wer das eigentlich macht. Das sind so die besten Firmen.

1:04:54 Wolfram Krauss: Ja, und vielleicht und vielleicht noch ein Thema, was auch wichtig ist, ist so ein bisschen. It's not going away. Ja, wir hatten vorhin schon über Kunststoffrohre oder so was gesprochen. Am Ende. Vielleicht kann sich irgendjemand im Silicon Valley, irgendein Algorithmus ausdenken, dass irgendwas besser funktioniert, aber dass mein Wasser, wenn ich morgens duschen möchte, irgendwie trotzdem weiter durch Rohre fließen muss. Das wird sich halt auch übermorgen nicht ändern. Ja, und das ist gerade wieder der Sicherheitsaspekt. in diesem Investment, dass du sagst, okay, ich investiere was, das läuft schon seit 20 Jahren und es wird auch noch in 20 Jahren irgendwie laufen. Klar, ich kann es weiterentwickeln, aber es wird jetzt erstmal nicht weggesruptiert.

1:05:29 Feliks Eyser: Mega! Vielen Dank euch! Wo kann man euch finden? Und wer sollte sich bei euch melden?

1:05:37 Carlo: kann gerne anfangen. Alle, die sich für das Thema Search, Search Fund interessieren, geht auf unsere Website lineage.partners oder schreibt mir at carlo.lineage.partners. Eine E-Mail. Ich freue mich von euch zu hören. Und Wolfram, over to you.

1:05:56 Wolfram Krauss: Also ihr findet uns, Daniel und mich als Concordia Unternehmensnachfolge GmbH. Wir haben eine Website. Wir sind auf LinkedIn zu finden. Kontaktiert uns gerne. Wenn ihr euch Gedanken macht, ob der Search Fund Weg für euch vielleicht der richtige ist, dann sind wir gerne bereit, da Rede und Antwort zu stehen.

1:06:15 Feliks Eyser: Mega, können wir euch einladen in die Foundermode WhatsApp Community? Da diskutieren wir immer gerne weiter. Da kamen ein paar Fragen her. Vielleicht ist ja noch eine Ausstrahlung der Folge auch noch mal. Die eine oder andere Frage, die hochkommt. Wenn ihr Lust habt zu joinen, dann kommt rein und kann man euch direkt da fragen. Foundermode.show.whatsapp ist die Adresse der Community. Hat uns sehr gefreut. Vielen Dank für eure Zeit. Wir viel gelernt.

1:06:35 Carlo: Danke Moritz, danke Felix.

1:06:36 Moritz Blees: Bis dahin, ciao.

1:06:37 Wolfram Krauss: Danke für die Einladung. Tschau, tolles Gespräch.

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