Warum 10 von 10 Investments Geld zurückbringen sollen

mit Felix Jander & Frederik Brandis, Felix hat den Arbeitsschutz-Roll-up Arsipa mitgegründet, Frederik war dort Investor; zusammen machen sie den Buy-&-Build-Fonds Aven Capital Partners

8. Mai 2026 · 104 Min

Zusammenfassung

Felix Jander und Frederik Brandis erklären das Roll-up-Playbook hinter Arsipa: 80 Branchen in Excel, 700 Antworten auf 900 Briefe, der erste Deal ohne Geld auf dem Konto, 79 Prozent Nettoverzinsung in 36 Monaten ohne Burn Rate, und warum Aven keine AI-Roll-ups finanziert.

Felix Jander oder Frederik Brandis (Aven Capital Partners) im Gespräch im Founder-Mode-Studio

Roll-ups sind gerade das heißeste Founder-Thema: Statt eine Series A zu raisen, kaufen Gründer kleinteilige Mittelstandsbranchen auf. Felix Jander hat genau das mit Arsipa gemacht. Nach dem Corona-Aus bei seinem Reise-Startup Comtravo baute er eine Excel-Liste mit rund 80 obskuren Branchen, von Orthopädieschuhmachern über Logopädie bis Gerüstbau, und landete bei Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit. Die Kriterien: ein stark fragmentierter Markt mit mindestens 400 bis 500 echten Zielfirmen, solide Margen und Cashflow, ein stabiler Markt ohne Restrukturierung. Frederik Brandis, damals frisch aus dem Venture Capital, stieg als Investor und Boardmember ein.

Dann geht es um die Ansprache. Statt Massenmails schrieben Felix und sein Mitgründer individuell recherchierte Briefe von eineinhalb Seiten und fassten per E-Mail, LinkedIn, Anruf, Besuch und Weihnachtskarte nach: rund 700 Antworten auf 900 Briefe. Nach etwa 30 Meetings flog die PowerPoint raus, denn es geht um Vertrauen, nicht um Folien. Beim Besuch vor Ort erkennt Felix an Möbeln, Sauberkeit und Empfang, wie es um die Firma steht, und in 90 Prozent der Fälle decke sich das mit den Zahlen. Der erste Deal, die ADN GmbH in Hildesheim mit zwölf Mitarbeitern für ein bis zwei Millionen Euro, brauchte sechs Monate bis zum LOI. Finanziert wurde er nicht über einen Fonds, sondern über Capital Calls einer Holding mit Investoren wie Tengelmann und Frederik, die ersten Firmen komplett mit Eigenkapital.

Frederik erklärt den Unterschied zwischen Search Fund und Roll-up: Beim Search Fund kaufst du nach ein, zwei Jahren eine Firma, beim Roll-up willst du in fünf bis sieben Jahren eine Gruppe mit mehreren hundert Mitarbeitern konsolidieren. Aven finanziert bewusst keine Suchphase, denn wer sich ein Jahr selbst durchschlägt, besteht den ersten Test. Felix beschreibt die Integration: Kultur und Demut gegenüber Unternehmern, die ein Lebenswerk abgeben, Gehälter, die nach dem Deal teils erhöht wurden, und zentrale Services wie Recruiting, Finance, Sales und Marketing schon im ersten Jahr. 2024 stieg Warburg Pincus ein, bei 10 bis 15 Millionen EBITDA und einer Bewertung über 100 Millionen Euro. Frederiks Nettoverzinsung: 79 Prozent pro Jahr über 36 Monate. Und die Gruppe hatte nie eine Burn Rate.

Was Excel nicht zeigt: zwei Jahre im Zug, Nächte zu zweit im Ibis-Hotelzimmer, ein Geschäftsführer, der nach dem Verkauf keinen Chef akzeptierte und die Firma zerriss. Felix fasst den Weg in drei Phasen: zwölf Monate Ibis-Phase ohne Geld, zwölf Monate M&A-Fokus, dann zwölf bis 24 Monate Integration und Holding-Aufbau. Beim Roll-up-Roulette fallen Zahnarztpraxen (zu viel Wettbewerb), YouTube-Kanäle, Tattoo-Studios, Coworking Spaces und Podcast-Studios durch; der Rat: nicht generisch denken, sondern Nischen bottom-up aus den Kostenpositionen echter Unternehmen finden. Zum Schluss der Pitch von Aven Capital Partners: ein Private-Equity-Fonds für Unternehmer im Microcap-Markt unter zwei Millionen EBITDA, drei Investments bisher, Minimum-Ticket 500.000 Euro, Ziel fünfmal netto. AI-Roll-ups macht Aven nicht: Die Kernwertschöpfung soll in den nächsten fünf bis zehn Jahren der Mensch bleiben.

Zahlen aus der Folge

ca. 80
Nischenbranchen auf der Excel-Liste, aus der Arsipa entstand
400 bis 500
echte Zielfirmen, die eine Branche für einen Roll-up mindestens braucht
ca. 700 von 900
Antworten auf die individuell geschriebenen Briefe
6 Monate
von der Excel-Liste bis zum ersten LOI
4 weitere Zahlen
1 bis 2 Mio. €
Kaufpreis der ersten Firma (ADN GmbH, Hildesheim, 12 Mitarbeiter)
79 % p.a.
Nettoverzinsung für Frederik als Arsipa-Investor über 36 Monate
knapp 1.100
Mitarbeiter bei Arsipa heute, bei über 100 Mio. € Umsatz
5x netto
Ziel-Rückzahlung des Aven-Fonds an die Investoren

Worüber am meisten gesprochen wurde

Anteil an der Gesprächszeit, berechnet aus den Kapitel-Längen (ohne Intro).
Branchenauswahl
28 % · 27 Min
Roll-up-Playbook
20 % · 19 Min
Ansprache & Deals
18 % · 18 Min
Aven Capital Partners
18 % · 18 Min
Exit & Rendite
8 % · 8 Min
Die harte Realität
8 % · 7 Min
Gesprächsverlauf

Kapitel

  1. 00:00Trailer & IntroIntro
  2. 06:56Aus 80 Branchen wurde ASIPA: die Excel-Liste-MethodeBranchenauswahl
  3. 14:32700 Antworten auf 900 Briefe: die Cold-Outbound-MethodeAnsprache & Deals
  4. 22:55Der erste DealAnsprache & Deals
  5. 32:21Search Fund versus Roll-UpRoll-up-Playbook
  6. 44:24Der ExitExit & Rendite
  7. 48:2179 Prozent Net IRR und keine Burn RateExit & Rendite
  8. 52:20Was Excel nicht zeigt: die wahren SchwierigkeitenDie harte Realität
  9. 59:39Das Drei-Phasen-Modell für Roll-UpsRoll-up-Playbook
  10. 01:06:39Roll-Up-Roulette: welche Branchen sich heute noch lohnenBranchenauswahl
  11. 01:26:24Aven Capital PartnersAven Capital Partners

Key Learnings

  1. 1

    Such die Branche mit Excel und drei Kriterien

    Felix hat rund 80 Nischenbranchen gelistet und systematisch durchgerankt. Drei Dinge müssen stimmen: Der Markt ist so fragmentiert, dass es mindestens 400 bis 500 echte Zielfirmen mit mehr als fünf Mitarbeitern gibt, denn nicht jeder will verkaufen. Die Margen und der Cashflow sind solide, weil du mit Fremdkapital arbeitest. Und der Markt ist stabil, also nichts, was gerade restrukturiert wird wie Automobilzulieferer. Deshalb landen Roll-ups oft bei Dienstleistungen.

    06:56 · Aus 80 Branchen wurde ASIPA: die Excel-Liste-Methode
  2. 2

    Schreib Briefe, keine Massenmails

    Hinter jeder Excel-Zeile steht ein Lebenswerk. Felix und sein Mitgründer haben sich mit jedem Betrieb beschäftigt und individuelle Briefe von eineinhalb Seiten geschrieben, dann per E-Mail, LinkedIn, Anruf, persönlichem Treffen, Weihnachtskarte und Ostergeschenk nachgefasst. Ergebnis: rund 700 Antworten auf 900 Briefe. Nach etwa 30 Meetings haben sie die PowerPoint weggelassen, weil es um dich als vertrauenswürdigen Unternehmer geht. Und geh immer selbst hin: Möbel, Sauberkeit und Empfang verraten dir in 90 Prozent der Fälle, was auch die Zahlen sagen.

    14:32 · 700 Antworten auf 900 Briefe: die Cold-Outbound-Methode
  3. 3

    Löse das Henne-Ei-Problem mit Capital Calls

    Am Anfang hast du weder Firma noch Geld: Du brauchst eine Pipeline, um Investoren zu überzeugen, und Investoren, um Verkäufern glaubhaft zu schreiben. Arsipa hat deshalb mit einer Holding und Capital Calls gearbeitet: Investoren wie Tengelmann und Frederik haben sich auf einen Rahmenbetrag verpflichtet, abgerufen wurde erst, wenn ein Deal da war. Die ersten Firmen kaufst du nur mit Eigenkapital, Banken und Private Debt kommen erst mit Track Record. Ab ein paar Millionen EBITDA willst du eine Kreditlinie statt eines klassischen Darlehens, die du erst ziehst, wenn du sie brauchst.

    22:55 · Der erste Deal
  4. 4

    Roll-up heißt Geschwindigkeit, nicht ein Kauf

    Beim Search Fund kaufst du nach ein, zwei Jahren eine Firma mit vielleicht 50 bis 100 Mitarbeitern und wirst während der Suche bezahlt. Beim Roll-up willst du in fünf bis sieben Jahren eine Branche konsolidieren und hast parallel viele Prozesse laufen, sodass ein geplatzter Deal nicht alles stoppt. Aven finanziert deshalb bewusst keine Suchphase: Wer sich ein halbes oder ganzes Jahr selbst finanziert, besteht den ersten Test. Wer ein konservatives, sicheres Umfeld sucht, ist mit einem Search Fund besser dran.

    32:21 · Search Fund versus Roll-Up
  5. 5

    Integration beginnt mit Demut und zentralen Services

    Du kommst aus Berlin-Mitte und sprichst mit Unternehmern, die über Jahrzehnte profitable Firmen gebaut haben. Felix und Frederik raten zu echter Demut: Du übernimmst ein Lebenswerk. Arsipa hat nach Deals teilweise Gehälter erhöht, damit Mitarbeiter nicht abwandern, regelmäßig Company-Events gemacht und schon im ersten Jahr zentral Recruiting, Finance und Controlling aufgebaut, später Sales, Marketing und Pricing. Das zeigt den Firmen den Mehrwert der Gruppe, und es war in den Zahlen sichtbar.

    32:21 · Search Fund versus Roll-Up
  6. 6

    Plane in drei Phasen von je zwölf Monaten

    Phase eins ist die Ibis-Phase: zwölf Monate ohne Firma und ohne Geld, bei Felix finanziert aus Ersparnissen und Arbeitslosengeld, zu zweit im Hotelzimmer. Phase zwei ist absoluter M&A-Fokus: Du brauchst drei, vier, fünf Firmen, damit eine Holding mit zentralen Services überhaupt Sinn macht, und lernst dabei den ganzen Markt kennen. Phase drei sind zwölf bis 24 Monate Integration: ein Holding-Team für HR, Finance, M&A und PMI, danach Marketing und Sales. Nach zwei, drei weiteren Jahren bist du beim ersten Exit.

    59:39 · Das Drei-Phasen-Modell für Roll-Ups
  7. 7

    Finde Nischen bottom-up, nicht per Longlist

    Zahnarztpraxen, MSPs oder Steuerberater stehen auf jeder KI-generierten Liste, deshalb sitzen dort schon viele Teams. Felix und Frederik empfehlen den umgekehrten Weg: Geh in die Buchhaltung deiner Ventures oder eines Hotels, schau dir die 65 Dienstleister in den Kostenpositionen an, vom Gartendienst bis zur Aufzugwartung, oder frag im Sägewerk, wer welche Prüfungen macht. Tattoo-Studios und Friseure fallen durch, weil die Eintrittsbarriere zu niedrig ist und das Geschäft an einzelnen Personen hängt. Ein paar Wochen Recherche plus strukturiertes Ranking lohnen sich.

    01:06:39 · Roll-Up-Roulette: welche Branchen sich heute noch lohnen
  8. 8

    Keine AI-Roll-ups: Setz auf Märkte, in denen der Mensch die Wertschöpfung bleibt

    Aven investiert bewusst nicht in AI-Roll-ups, obwohl gerade jeder davon spricht. Frederiks Logik: Dein Dach deckt in drei Jahren keine KI, deine Steuererklärung vielleicht schon. Wer 30 Steuerberater kauft und KI darauf setzt, muss über Technologie, IP und Marktpenetration entscheiden und landet schnell wieder bei Top-Line-Wachstum und Burn. Aven will dieses Risiko nicht und sucht Branchen, in denen die Kernwertschöpfung in den nächsten fünf bis zehn Jahren menschlich bleibt.

    01:26:24 · Aven Capital Partners

Meistgesehener Clip zur Folge

900 Briefe. 700 Antworten.

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Zitate

Felix Jander oder Frederik Brandis lacht
„Also am Ende des Tages keine Excel-Liste, sondern hinter jeder dieser Zeilen, wenn du so willst, im Excel, steht ja irgendwie eine Historie von einem Lebenswerk …“
Felix Jander
„Brief, E-Mail, LinkedIn, Anruf, persönliches Treffen, wieder ein Brief, eine Weihnachtskarte, Geburtstagskarte, Ostergeschenk.“
Felix Jander
„Wir glauben sehr an den Filter, dass Leute es schaffen, durch diese harte unternehmerische Reise sich irgendwie durchzuschlagen. Das ist der erste große Test.“
Frederik Brandis
„… wir hatten keinen Zeitpunkt in der ganzen Journey, wo die Gruppe als ganzes Mal Geld negativ verbrannt hat. Also wir hatten nie eine Burnrate.“
Felix Jander
„… ich habe nur in Ibis-Hotels geschlafen. … Es ist schon tough und auch überhaupt nicht glamorous.“
Felix Jander

Über den Gast

Felix Jander & Frederik Brandis

Felix Jander & Frederik Brandis

Felix hat den Arbeitsschutz-Roll-up Arsipa mitgegründet, Frederik war dort Investor; zusammen machen sie den Buy-&-Build-Fonds Aven Capital Partners · Aven Capital Partners, Arsipa

Felix Jander war Strategieberater bei BCG und danach beim B2B-Reise-Startup Comtravo, das heute Teil von Navan ist. Nach dem Corona-Aus bei Comtravo schrieb er eine Excel-Liste mit rund 80 Nischenbranchen, landete bei Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit und gründete 2020 mit Stefan Schmidt die Arsipa Gruppe: einen Roll-up, der Betriebsarzt- und Arbeitssicherheitsdienstleister kauft und zu einer Gruppe integriert. Heute ist Arsipa laut Felix der zweitgrößte Anbieter für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Deutschland mit knapp 1.100 Mitarbeitern und über 100 Millionen Euro Umsatz; nach dem Einstieg von Warburg Pincus ist er weiter Gesellschafter und im Beirat. Frederik Brandis kommt ebenfalls von BCG, war danach im Venture Capital bei Antler und begleitete Arsipa als Investor und Boardmember. Gemeinsam haben die beiden Aven Capital Partners gegründet, einen Private-Equity-Fonds, der Gründerteams finanziert, die Roll-ups im Mittelstand bauen: drei Investments bisher, Minimum-Ticket für Investoren 500.000 Euro, Ziel ist eine fünffache Netto-Rückzahlung des Fonds.

Häufige Fragen

Was ist ein Roll-up und wie unterscheidet er sich von einem Search Fund?

Beide gehören zu Entrepreneurship Through Acquisition (ETA). Beim Search Fund suchst du ein bis zwei Jahre nach einer einzelnen Firma mit vielleicht 50 bis 100 Mitarbeitern und wirst dafür bezahlt. Beim Roll-up kaufst du viele kleine Firmen einer fragmentierten Branche hintereinander, integrierst sie zu einer Gruppe und willst in fünf bis sieben Jahren mehrere hundert Mitarbeiter haben. Felix Jander nennt Roll-ups deshalb deutlich unternehmerischer: Es geht um Geschwindigkeit und Konsolidierung, nicht um einen einzelnen Kauf.

Was ist Arsipa?

Arsipa ist eine Berliner Unternehmensgruppe für Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit und betriebliche Gesundheit, die Felix Jander 2020 mit Stefan Schmidt gegründet hat. Statt eine Firma aufzubauen, haben sie Betriebsarzt- und Arbeitssicherheitsdienstleister gekauft und integriert. Laut Felix ist Arsipa heute der zweitgrößte Anbieter in Deutschland mit knapp 1.100 Mitarbeitern, über 100 Millionen Euro Umsatz und einem eigenen Tech-Team. 2024 ist der Private-Equity-Investor Warburg Pincus eingestiegen; Felix ist weiter Gesellschafter und im Beirat.

Wie haben Felix und Frederik die Branche für den Roll-up gefunden?

Mit einer Excel-Liste von rund 80 Nischenbranchen, darunter Orthopädieschuhmacher, Logopädie, Baumaschinenverleih und Gerüstbau. Gefiltert wurde nach drei Kriterien: ein stark fragmentierter Markt mit mindestens 400 bis 500 echten Zielfirmen, solide Margen und Cashflow sowie ein stabiler Markt ohne Restrukturierung. Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit erfüllten alle drei, dazu kam eine persönliche Erfahrung: Bei Comtravo stellte der Betriebsarzt Rechnungen, ohne je da zu sein.

Wie wurde der erste Deal finanziert, ohne Geld auf dem Konto?

Über eine Holding mit Capital Calls statt über einen Fonds: Investoren wie Tengelmann und Frederik Brandis verpflichteten sich auf einen Rahmenbetrag, der erst abgerufen wurde, wenn eine Firma gekauft wurde. Die ersten Firmen, angefangen mit der ADN GmbH in Hildesheim für ein bis zwei Millionen Euro, wurden komplett mit Eigenkapital bezahlt. Banken und Private Debt kamen erst mit Track Record dazu, ab ein paar Millionen EBITDA als Kreditlinie über 10 bis 20 Millionen.

Welche Rendite hat Arsipa den Investoren gebracht?

Frederik Brandis nennt für sein Investment eine Nettoverzinsung von 79 Prozent pro Jahr über 36 Monate, nach Bankdarlehen und Incentivierungen. Beim Einstieg von Warburg Pincus lag das EBITDA bei etwa 10 bis 15 Millionen Euro und die Bewertung über 100 Millionen Euro; die Gründer hielten zusammen 40 Prozent. Besonders: Die Gruppe hatte in der ganzen Zeit nie eine Burn Rate. Wie viel Felix selbst mitgenommen hat, sagt er nicht, er hat nur einen Teil verkauft.

Was macht Aven Capital Partners und wer passt nicht?

Aven ist ein Private-Equity-Fonds mit normaler Fondsstruktur, der Gründerteams finanziert, die Roll-ups im Microcap-Markt unter zwei Millionen EBITDA bauen. Felix und Frederik sprechen mit Unternehmern lange vor Branche oder Co-Founder, arbeiten dann in Sprints an der Auswahl und bringen operatives Know-how aus Arsipa mit. Drei Investments gibt es bisher, unter anderem Ingenieursdienstleistungen und technische Gebäudeausstattung; das Minimum-Ticket für Investoren liegt bei 500.000 Euro. Nicht passend: wer eine finanzierte Suchphase will, ein sicheres Umfeld sucht oder erst eine Tech-Plattform bauen und dann Firmen dazukaufen möchte. AI-Roll-ups macht Aven bewusst nicht.

Erwähnt in der Folge

Firmen, Personen und Produkte aus dem Gespräch
  • ArsipaFirmaDer Arbeitsschutz-Roll-up von Felix Jander, die Fallstudie der Folge.
  • Warburg PincusFirmaPrivate-Equity-Investor, der 2024 bei Arsipa eingestiegen ist.
  • ComtravoFirmaB2B-Reise-Startup, bei dem Felix vorher war; der abwesende Betriebsarzt dort brachte ihn auf die Idee.
  • NavanFirmaReise- und Spesenplattform, zu der Comtravo heute gehört.
  • BCGFirmaStrategieberatung, bei der sich Felix und Frederik in Berlin kennengelernt haben.
  • AntlerFirmaEarly-Stage-VC, bei dem Frederik vor Aven gearbeitet hat.
  • TengelmannFirmaFamilienunternehmen mit VC-Arm, einer der frühen Arsipa-Investoren über Capital Calls.
  • ADN GmbHFirmaErste Übernahme von Arsipa: zwölf Mitarbeiter in Hildesheim, Kaufpreis ein bis zwei Millionen Euro.
  • Stefan SchmidtPersonMitgründer von Arsipa, mit dem Felix die Ibis-Phase geteilt hat.
  • Stefan MendenPersonOperating Partner bei Aven, Feliks' Nachbar in Berlin und Vermittler der Folge; sein Rat: It's a marathon, not a sprint.
  • Björn JopenPersonFrüherer Gast, der die Kettenbrief-Frage gestellt hat; kauft Distressed Assets.
  • IbisFirmaNamensgeber der Ibis-Phase: zwölf Monate ohne Geld, zu zweit im Hotelzimmer.
  • WHUFirmaBusiness School; Feliks nennt den Roll-up den feuchten Traum von jedem WHU'ler.
  • EarlybirdFirmaVC-Fonds, mit dem Feliks die erwartete Performance von Aven vergleicht.

Transkript

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00:00 Trailer & Intro

00:00 Frederik Brandis: Das sind Unternehmen, die toll aufgebaut wurden. Ganz wichtig ist so eine Grundhandelnass, dass du das Privileg hast, hier von jemandem das Lebenswerk zu übernehmen.

00:08 Felix Jander: Wenn du in so eine Firma reinläufst, da siehst du sofort, wie sehen die Möbel aus, es ist sauber, 90% der Fälle deckt sich es auch mit den Zahlen. Wirklich. Wenn du da reinkommst und das ist ein aufgeräumter, guter Laden, dann ist es meistens auch eine gute Firma in Bezug aufs E-Bitta. Bei uns sollen 10 aus 10 Kapital zurückbringen. Wir hatten nie eine Burn-Rate. Die Nettoverzinsung, die wir auf unser Investment bekommen haben, waren 79 Prozent. Der größte Off-Fuck-Moment ist sicherlich, als wir kulturell Schwierigkeiten hatten mit einer Firma. Das hat die Firma zerrissen. Denk vor allem daran, das sind Menschen. Man muss nicht einfach eine E-Mail schreiben. würde gerne einen Bude kaufen. Unsere Briefe hatten meistens so anderthalb Seiten. Da war nichts von der Stange.

00:42 Feliks Eyser: Es klingt wie der feuchte Traum von jedem WHU'ler. 36 Monate, Firma für über 100 Millionen aufgebaut. What's the catch? Was ist das Schwierige dabei? Willkommen Jungs, schön, dass ihr da seid. Wir wollen über Rollups sprechen.

01:00 Frederik Brandis: Danke dir.

01:00 Feliks Eyser: Euer Thema. Wie kaufe ich viele Firmen, integriere sie zu einer Gruppe und verkaufe sie dann weiter. Da wollen wir vor allem, Felix Deine Firma Arsipa noch ein bisschen als Case-Study nutzen, wie ihr das gemacht habt, von der Idee über die Käufe, über die Integration bis zum Exit, aber vor allem über Aven Capital sprechen danach. Den Fonds, den ihr beide gemeinsam macht, Freddy, mit dir zusammen, wo ihr jetzt Founderback, die solche Roll-Ups durchführen. Genau. Und wir wollen die große Frage beantworten, in welcher Branche? In welchen Branchen? Ist es ja noch möglich? Was eignet sich total gut und was nicht? Dazu habe ich euch ein Spiel mitgebracht. Roll-Up-Roulette. Das spielen wir gleich. Ich bin gespannt. Seid gespannt. Seid gespannt. Sehr gut. Aber erzähl doch mal, Felix, vielleicht du zuerst was beim Startup, was bei BCG, wie kommt der Strategieberater dazu? Betriebsarzt Praxen zu kaufen.

01:53 Felix Jander: Ja. Ich kann dich an der Stelle fragen, es gibt wahrscheinlich zwei Storys und beide stimmen ein Stück weit, ja Also die emotionalere Geschichte ist, wir hatten auch bei Comtravo, wo ich vorher war, da hatten wir Reise-Startup-Travel haben wir gemacht, B2B Travel. Heißt heute Navan oder ist Teil von Navan geworden, hatten wir einen Betriebsarzt, der vor allem durch Nicht-Anwesenheit geglänzt hat. Also so, ich habe dann irgendwann mal gelernt, so okay, da bezahlen wir jährlich diese Rechnung. Müsst ihr auch machen? Muss man auch machen, ist ja gesetzlich verpflichtend, aber der war eigentlich nie da. Und das ist sicherlich Teil der Geschichte, dass es überhaupt auf unserer Liste gelandet ist, der Sachen, die wir uns dann angeguckt haben. Hast du gedacht, geil, wir stellt eine Rechnung? Ich hab mir gedacht, geil, der stellt eine Rechnung, der macht nichts, das bin ich mal irgendwie spannend, ja. Also so möchte ich auch mein Geld verdienen. Und genau, und das war also sicherlich ein Teil der Story. Und es ist auch die Story, die wir In der Arsipa-Geschichte oft den Vordergrund gestellt haben. Anderer Teil ist auch: du weißt ja, wir sind gute Betriebswirte und ja, es gab eine Excel-Liste, ja, und ja, an dieser Excel-Liste standen 80 irgendwie obskure Branchen und davon war eben eine Zeile Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit. Und auch das ist Teil der Journey. Also wir haben das schon immer relativ strategisch uns auch durchgedacht am Anfang. Wir haben in Sprints gearbeitet und sind auch so beim Thema gelandet.

03:09 Feliks Eyser: Sehr cool. Bevor wir darauf eingehen, Freddy, dein Background ist auch Business. Du warst im VC, bei Antler gearbeitet. Ich sollte schönen Gruß sagen von Marius Meiners von Peak AI. Jetzt kommt jemand um die Ecke, der sagt, ey, ich kaufe jetzt hier diese Betriebsartpraxen. Wieso hast du trotzdem investiert? Das klingt nicht wie deine Welt, aus der du da kamst.

03:27 Frederik Brandis: Ja, das ist sie auch nicht. Also, ähm Ich glaube, alles im Leben ist immer irgendwie auch Opportunity getrieben. Felix und ich kannten uns von BCG hier in Berlin. Und Sind dann irgendwie durch Zufall wieder ineinander reingelaufen, wir disagreed so ein bisschen wann, ich glaube es war bei einem Barbecue, du glaubst es war irgendwann anders? Das war schon deutlich vorher. Vor dem Barbecue. Und ich hatte in der Zeit irgendwie verschiedene Sachen angeschaut, außerhalb des Venture-Bereichs. Dadurch, dass ich irgendwie viel aus dieser Szene komme oder da viel gesehen hatte und so ein bisschen diversifizieren wollte, dachte ich mir, muss auch irgendwie noch andere spannende Segmente geben. Hab mir dann auch Real Estate angeschaut. was man machen kann. Und dann kam Felix, ich hatte mich schon Mittelständer, ich wollte auch mal vor acht, sieben, acht Jahren Searchfund selber machen. Das heißt, ich hatte schon irgendwie diesen Thema ETA Entrepreneurship Through Acquisition irgendwie ein bisschen Nähe. Felix kam dann.

04:27 Feliks Eyser: Searchfund würde bedeuten, man kauft mal Raise Geld, um eine Firma speziell zu kaufen, aber es geht auch darum, quasi Mittelständer zu übernehmen, auf eine andere Weise.

04:33 Frederik Brandis: Genau, ETA ist quasi der Überbegriff und dann ist Search Fund eine Art des ETAs und und Roll-up eine andere Art. Und Felix kam dann mit der Idee für Arsipa damals um die Ecke. Und ist bei mir auf eine auf eine Scheunentore gestoßen. Und das war, glaube ich, am Anfang so ein bisschen der Anfang der Geschichte, dass man irgendwie dem Markt näher gekommen ist. Und dann relativ parallel zu Felix die Arsipa-Geschichte als Boardmember mitgemacht. Du warst da nah dran, ne? Ich war da nah dran, also nicht operativ, sondern das haben wir Felix und Stefan gemacht, aber ohne es operativ zu machen, wahrscheinlich so nah dran, wie es geht. Und dann haben sich immer mehr Deals für uns privat ergeben. Und irgendwann haben wir gesagt, das ist ja eine so brutal spannende Asset-Klasse. Und wir glauben, dass der institutionelle Investorenmarkt Dem Talent, das wir besonders gut finden, gar nicht so richtig dafür designt ist. Und das ist so ein bisschen die Anfangsgeschichte von Aven und mein Weg zu diesem Fall.

05:40 Feliks Eyser: Was war genau der Moment, wo du gesagt hast, die ganzen Startups und Venture Capital, fuck that. Ich kaufe es Mittelständer. Ich mache das jetzt zu meinem Beruf.

05:49 Frederik Brandis: Gab es so einen Moment für mich, wahrscheinlich nicht. Es ist so eine wahrscheinlich so eine schleppende, schleppende Sache gewesen. Und es ist gar nicht so, dass ich irgendwie Anti-VC oder Anti-Startups bin. Ich bin irgendwie, glaube ich, bin sehr dankbar für die Industrie und glaube, bringt irgendwie unsere Innovation so weit vorne. Ich glaube nur das, was wir machen. braucht es auch. Dieser schleppende Prozess war dann, dass wir eben extrem viel Talent gesehen haben und sagen, das sind echt tolle Unternehmer. die aber alle gesagt haben, so das typische Investorenumfeld, das sie sehen, also Private Equity Unternehmen, sind eigentlich gar nicht die Art von Investoren, die sie möchten, weil die haben irgendwie. . gute zwischenmenschliche Fähigkeiten sind emotional intelligent und wollen auch ihr sich selber verwirklichen und ihre eigenen Reisen angehen, so wie Felix und Stefan das mit Darsiper gemacht haben. Da haben wir gesagt, so Kann nicht sein, dass es irgendwie keinen Investor gibt, der sagt, ich möchte irgendwie so ein Operating-Modell schaffen, das für Unternehmen spannend ist. können wir noch viel drüber reden und erzählen. Das seid ihr, das werdet ihr. Das werden wir, sind wir. Und das war so der Prozess nach oder während dem Asi per Exit. Wo es so hochgekommen ist.

06:56 Aus 80 Branchen wurde ASIPA: die Excel-Liste-Methode

06:56 Feliks Eyser: Okay, lass uns mal diese Arsipa-Geschichte einsteigen. Du hast gerade erwähnt, Ideation so, ihr habt die Excel-Liste gehabt. Was war Nummer 2 und 3, was ihr nicht gemacht habt?

07:07 Felix Jander: Ich schick sie dir nachher für den Podcast. Du, ein paar Sachen kann ich ja sagen. Also im Nachhinein auch Themen, die ehrlicherweise aus meiner Sicht auch gar nicht schlecht waren, ja, die sich auch heute noch lohnen würden. Ich weiß jetzt gar nicht, wo es Nummer 2 ist. Zwei oder drei war. Also wir hatten Orthopädie, Orthopädieschuhmacher auch auf der Liste. Da gibt es ja auch erfolgreiche Bildkonzepte. Wir hatten Logopädie auf der Liste, also Sprachschulen finde ich auch nach wie vor ein spannendes Thema. Wir hatten aber auch sowas wie alles mögliche auf der Baustelle, so Baumaschinenverleih auf der Liste Gerüstbauer. Also auch mal merkst, so Die Themen, bei denen wir gelandet sind, hatten oftmals was mit Dienstleistungen zu tun, das hat auch was mit der Margenstruktur zu tun. Und dadurch sind diese Märkte auch oftmals sehr kleinteilig.

07:48 Feliks Eyser: Das heißt, es sind schon mal zwei Aspekte, die irgendwie bestreute Unternehmen, keine großen Ketten. Okay, okay. Viel in der Fläche, natürlich in kleinen Städten oder in großen Städten, aber verteilt vor allem.

07:58 Felix Jander: Genau, genau.

07:59 Feliks Eyser: Und was waren die Kriterien, mit denen ihr am Ende bei Arbeitssicherheit und Betriebsärzten rausgekommen seid?

08:05 Felix Jander: Ja, eben, also zwei habe ich schon so ein bisschen genannt. Also ich glaube, was sicherlich für jeden Rohp wichtig ist, ist, du brauchst irgendwie genug Unternehmen. Das Ziel des Ganzen ist es ja, so einen kleinteiligen Markt aufzurollen und dadurch einen Mehrwert zu schaffen. Also du musst jetzt irgendwie nicht anfangen. Enterprise Software, wo es zum Beispiel so ein SAP schon gibt, aufzurollen. Sondern das Ziel ist schon, einen sehr fragmentierten Markt aufzurollen, dadurch einen Mehrwert zu schaffen, auch einen Spieler, den es vielleicht so noch gar nicht gibt. Das zweite ist sicherlich die Margen. Also du willst irgendwie einen soliden Cashflow haben, du arbeitest oft auch mit Fremdkapital und ist dafür wichtig. Du willst einen stabilen Markt, ja, du willst nicht in sowas reingehen, was gerade restrukturiert wird. Okay. So, was ist dafür ein gutes Beispiel, ja? Also landest irgendwie Selten bei irgendwie jetzt irgendwas mit Automobilzuliefern.

08:53 Feliks Eyser: Weil die Restaurant hat, wie es gerade weitergeht.

08:55 Felix Jander: Du willst irgendwas haben, wo du erstmal deine Ruhe hast, dass du dich auf die anderen Themen fokussieren kannst. Und das sind aus meiner Sicht auch schon mal die drei wichtigsten Sachen.

09:02 Feliks Eyser: Erklär mal kurz zur Einordnung, was bedeutet Arbeitsschutz, was bedeutet Arbeitssicherheit, Betriebsärzte, sowas versteht mal alles darunter.

09:08 Felix Jander: Ja, also ein Betriebsarzt ist eigentlich eine gesetzlich geforderte Leistung in Deutschland. Also ab einer gewissen Mitarbeiterzahl, je nach Branche musst du das haben. Was ist die Mitarbeiterzahl? Kannst du auch mal gerade sagen, ob ihr hier im Studio einen Betriebsarzt habt? Bestimmt. Hannes haben wir einen Betriebsarzt. Noch nicht. Also ab heute vielleicht macht ihr mal eine Rücken- und Augenuntersuchung. Würde euch sicherlich gut tun. Nee, aber Scherz beiseite. Aber du merkst, das Arbeitsrecht in Deutschland oder auch dieser Arbeitsschutz ist schon wichtig. Also denk nicht nur an Studio, sondern denk auch irgendwie an Chemiekonzern, an Sägewerk oder so ist schon gut, dass da mal jemand kommt und guckt, dass du dir nicht die Hand abhackst. irgendwie Chemikalien einatmet.

09:49 Feliks Eyser: Und sind es die gleichen Unternehmen, die diese Ärzte stellen und die die Sicherheitsvorkehrungen vor Ort überprüfen? Meistens, ja.

09:54 Felix Jander: Genau, und das eben so, also viele haben das nicht in-house, sondern extern von Dienstleistern Und holen sich eben die Betriebsärzte und Arbeitssicherheitsfachkräfte rein. Und das haben wir quasi gemacht als Dienstleistung.

10:04 Feliks Eyser: Okay, okay. Und jetzt sagst du, okay, die Branche ist fragmentiert, es sind viele kleine Unternehmen. Wie viele gibt es davon in Deutschland?

10:10 Felix Jander: Du, also es ist jetzt die Frage, was ein Unternehmen ist. Also in so Märkten und es ist jetzt Arbeitssicherheit oder auch was ganz anderes, gibt es oftmals auch Einzelkämpfer, wenn du die alle mit dazu zählst, ja, diese ganzen Einzelkämpfer. Dann hast du schon deutlich über 4000. Aber davon sind eben auch die meisten Einzelkämpfer. Und ich sag mal, richtige Unternehmen, so mit über fünf Mitarbeitern, gibt es wahrscheinlich tausend. 1500.

10:31 Feliks Eyser: Und das reicht? Also wenn ihr jetzt strukturierter drauf schaut aus einer Investorenperspektive, wie viele Unternehmen braucht es in einer Branche, damit die interessant wird oder wie klein muss sie sein, damit sie rausfällt?

10:40 Frederik Brandis: Also ich glaube, unser Minimum-Threshold liegt irgendwo bei 400, 500 Unternehmen in dem Target Sweet Spot, das Felix gerade erwähnt hat, also in eben ohne die Mannbuden. sondern das sind wirklich Targets, wo du sagst, die könnte ich potenziell übernehmen, das ist eine gewisse Stabilität im Geschäft, das ist genug Mitarbeiter. Hintergrund der Zahl ist, dass. . Ich möchte natürlich nicht alle verkaufen und manche Unternehmen sind vielleicht auch nicht so qualitativ, wie du sie haben möchtest. Und dann hast du. Also Conversion Rates, wie bei einem Am Ende verkaufst du auch deine Road-Up-Geschichte. . Und dann sprichst du mit ganz vielen Unternehmern, die ihre Geschäfte über die Jahre gebaut haben. Manche möchten verkaufen, manche nicht. Und damit du immer genug Deal-Pipeline hast, brauchst du immer so ein paar hundert Tages.

11:29 Feliks Eyser: Es ist interessant, dass so wenig ist. Ich hätte es erwartet, das müssen irgendwie ein paar tausend sein, weil genau wie du sagst, ich will ja nicht jeder sofort verkaufen.

11:36 Frederik Brandis: Ich meine, einmal sind irgendwie 40 Prozent der deutschen Business Owner über 60, wenn ich das richtig im Kopf habe. Das heißt, es gibt auch jetzt gerade strukturell großen Verkaufsdruck, was natürlich die Conversion Rates irgendwie positiv beeinflusst. Aber typischerweise, wenn du da, ähm und da kann Felix mehr War Storys erzählen als ich, da mit einer guten Vision hingehst und es ist auch nicht immer so, dass die Leute nur verkaufen, weil sie irgendwie in Rente gehen möchten. Oft haben wir auch Eigentümer, die dann weiter Teil der Geschichte sind, mitarbeiten und sagen, das Thema Digitalisierung irgendwie da junge Leute mit dabei zu haben, die vielleicht ein bisschen anders drüber nachdenken. Wenn du da irgendwie ein positives Auftreten hast, dann haben Leute auch echt, die entwickeln so ihren nächsten unternehmerischen Frühling. Und dann verkaufen dann doch mehr als man als man denken würde. Und es ist ja auch nicht so, dass wir das irgendwie dann ausbringen, sondern das Konzept ist eine sehr positive Wertsteigerung und ich glaube, wir können jedem. mit bestem Gewissen sagen, das ist irgendwie sinnhaftig und möchten auch mit den Eigentümern meistens zusammenarbeiten. Und dadurch gibt es sich so eine positive Spirale. Ähm, und dadurch ergibt sich auch, dass viele verkaufen möchten.

12:48 Feliks Eyser: Und wie kommen wir jetzt an die ran? Jetzt gibt es sie, man hat irgendwie die Liste, crawlt man sich die in Google Maps oder woher weißt du überhaupt, wer das ist? Und wie nimmst du Kontakt auf?

12:55 Felix Jander: Ja. Also um das nochmal einzuordnen, ne? Also diese 400-500 oder so, das ist ja auch dann nur die Subselektion schon, die wirklich auch groß genug ist. Also um 4-500 in so einem Markt zu haben, da brauchst du schon mal ein paar Tausend in Summe. Also, um das für dich nochmal so einzuordnen, genau. Also, ich meine, denk vor allem dran, das sind halt irgendwie Menschen, ne? Also am Ende des Tages keine Excel-Liste, sondern hinter jeder dieser Zeilen, wenn du so willst, im Excel, steht ja irgendwie eine Historie von einem Lebenswerk, ja. Und das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig erstmal. Und so musst du irgendwie auch rangehen. Also es muss super persönlich sein, du musst dich mit den Unternehmen beschäftigen. Du musst auch verstehen, was bringst du dem Unternehmer eigentlich, warum er jetzt an dich verkaufen soll? Du musst ja nicht einfach dem mal eine E-Mail schreiben, so hey, ich würde gerne dein Bude kaufen. Da hat jetzt auch keiner Lust drauf. Also es muss was sehr Wertschätzendes sein. Du musst verstehen, irgendwie, was dahinter steckt. Und musst den Leuten schon auch erklären, irgendwie, warum sie das tun sollten oder was es auch für sie bringt, ja. Und die Kanäle, die du dann benutzt, sind in erster Linie auch konventionelle. Also wir haben sehr viel mit Brief gemacht und dann nachgefasst über E-Mail, über LinkedIn und auch über Telefone, ja.

13:55 Feliks Eyser: Was steht im Brief drin? Wie lang ist der?

13:57 Felix Jander: Unterschiedlich. Also, da kannst du jetzt auch mit so, sag ich mal, konventionellen ME-Beratern auf der Bice reden, die das auch schon länger machen. Unsere Briefe hatten meistens so anderthalb Seiten, ja. Also weil wir haben uns schon explizit mit jedem Betrieb auch beschäftigt, die wir angeschrieben haben. Also da war nichts von der Stange. Und da musst du auch mal überlegen, was das heißt, ja, bei der Anzahl von Betrieben. Wir haben uns die wirklich angeguckt, haben uns mit denen beschäftigt und dann so anderthalb Seiten immer geschrieben.

14:19 Feliks Eyser: Und was ist eine gute Conversion Rate, wenn du jetzt 500 Briefe verschickst? Und auch wenn man so einen Markt antestet, ich meine, die schaut aus Investorenperspektive ist auf verschiedene Märkte, ist es gut, wenn da 1% zurückkommt, müssen es 10% sein, was ist gut?

14:32 700 Antworten auf 900 Briefe: die Cold-Outbound-Methode

14:32 Felix Jander: Also ich war selbst überrascht. Ich habe ja vorher bei Comtravo auch viel so Direct-Mailing gemacht. Und ich habe über die Jahre haben wir auf unsere 900 Briefe, glaube ich, so Ich weiß gar nicht, 700 Replies gekriegt? Was? Ja, ist absurd, ja. Aber du musst dir jetzt schon überlegen, also es ist ja eine Reply-Rate von so eben so 80 Prozent, ne?

14:52 Feliks Eyser: Das ist ja normalerweise nicht mal als Open Rate.

14:56 Felix Jander: I know, ja. Aber was dahinter steckt, ja, also das sind jetzt so Buzzwords, aber was dahinter steckt, ist halt. Brief, E-Mail, LinkedIn, Anruf, persönliches Treffen, wieder ein Brief, eine Weihnachtskarte, Geburtstagskarte, Ostergeschenk. Okay, okay, so eine Serie an Tabens. Also es ist kein Cold Calling. Also du am Ende des Tages, es geht um Menschen, es geht um Unternehmen. Und es hat in dem Sinne auch nicht mehr so viel mit Vertrieb zu tun, sondern es möchtest halt diese Menschen persönlich kennenlernen, um zu gucken, ob es passt, ja Und deshalb haben wir auch nicht so nur in Open Rates und Reply Rates gedacht, sondern halt die Betriebe, die wir spannend sind, haben wir alles dran gesetzt, die zu treffen.

15:33 Feliks Eyser: Und wie sieht das erste Treffen aus? Wie funktioniert das, wenn man dann da reinläuft? Hast du denn coole Storys von dieser ersten Treffen?

15:41 Felix Jander: Das ist eine gute Frage. Also, ich habe sehr viele, sehr gute Stories, und das ist natürlich so breit wie unser Land ist, ist auch die Kulisse der Unternehmer, ja. Also wir hatten alles von Leuten irgendwie, die uns direkt wieder nach Hause geschickt haben, bis hin zu Leuten, die uns zwei Stunden zugetextet haben. Also ist wirklich sehr obskur, was man da teilweise überlebt. Erlebt, nicht überlebt. Das ist ein freutscher Versprecher. Aber du, eigentlich meistens sehr gut. Also meistens ist es irgendwie, es geht ja um was Persönliches, das heißt, du erzählst erstmal viel von deiner Geschichte, deiner Motivation. Warum du das auch machst. Das muss irgendwie auch eine glaubwürdige Geschichte sein. Und dann geht es eben vor allem darum, den Leuten es auch überhaupt mal nahe zu bringen, warum du so eine Gruppe aufbauen möchtest, was das heißt und was es auch für einen Mehrwert für sie hat und den Kunden. Bei uns war es oftmals so, du hast halt. nicht nur Betriebsarzt, sondern auch jemand in der Arbeitssicherheit. Und da war es halt relativ einfach, denen zu erklären, guck mal, hier deine Baustellen, Sicherheitsmenschen, Arbeitssicherheit, Betriebsarzt, vielleicht noch dein. Gesundheitsmanager und so weiter. Wenn wir da eine Gruppe bauen, dann können wir das dem Kunden alles aus einer Hand geben. Und es ist halt eine sehr griffige Story gewesen, auch für die Unternehmer.

16:44 Feliks Eyser: Die auch die Kunden kennen und wissen, dass sie das aus einer Hand brauchen, dass es für die einfach wäre.

16:47 Felix Jander: Okay. Genau. Und ist es auch, ne? Das ist ja auch das, was die Arsipa heute ausmacht, dass es das dann eben auch ist.

16:52 Feliks Eyser: Interessant. Was hast du bei dem, ich sag mal, bei dem 100. Besuch anders gemacht als beim ersten? Also über deiner Lernkurve, nachdem du viele solche Gespräche geführt hast?

17:01 Felix Jander: Naja, also ich glaube, wir sind bei den ersten 20 Meetings mit einer PowerPoint angekommen. Und ich glaube, nach der 30. Genau, danke. Er übrigens auch, ja, nicht durch. Und irgendwann haben wir es komplett weggelassen. Also, weil es geht ja vor allem um auch um dich persönlich als Unternehmer, ja. Und dass du da irgendwie ehrlich bist und vertrauenswürdig. Und ich habe mich inhaltlich vorbereitet, einem Unternehmen angeguckt und bin dann aber einfach so wie heute hingekommen.

17:28 Feliks Eyser: Genau. Was war das Kurioseste, was da passiert ist bei diesen Besuchen?

17:32 Felix Jander: Ja, das ist eine gute Frage. Also, ich glaube, eine kuriose Geschichte, die mir passiert ist, ist schon, dass jemand. Parallel, du hast als Betriebsarzt noch so Arbeitsausschusssitzungen, ja. Also, das ist so eine Art Gremium, wo es um die Gesundheit deiner Mitarbeiter geht. Und ähm, Da hatten wir mal einen, also ich kann jetzt schon sagen, das haben wir nicht gemacht, das fanden wir nämlich nicht gut, ja. Aber der hat während dem ersten Treffen mit uns parallel zwei Arbeitsausschusssitzungen gemacht. Also hier eine auf dem Telefon und eine per Video. Also mit Kunden, ne? Ja, musst du dir mal vorstellen. Der hatte zwei Kunden gleichzeitig am Ohr. Als ob ich jetzt neben dir sitzen würde mit dir und noch so ein bisschen arbeite, ja? Oder ich einen zweiten Podcast recorde. Genau, ja. Und das hat der live gemacht mit uns für eine halbe Stunde. Und für den sind wir fünf Stunden irgendwo in Süden gefahren und dann sind wir auch aufgestanden und haben gesagt, so ey, du, ich glaub, das passt nicht, ja, wir gehen da mal wieder. Aber sowas gibt es halt auch, ja.

18:21 Feliks Eyser: Und was schaut ihr euch an bei diesen Unternehmen? Also müsst ihr Zahlen angucken natürlich und feststellen, wie sind die Die Menschen, aber was ist so eine mentale Checkliste? So die zwei, drei Sachen, wo ihr sagt, okay, das ist interessant, da kann man weitergehen mit so einer potenziellen Transaktion oder relativ schnell, No Go, hier gehe ich wieder.

18:37 Felix Jander: Ja, ja. Also, ich glaube mal, das erste und wichtigste ist irgendwie, dass es halt. Vertrauenswürdige Menschen sind, ne? Und dass du irgendwie persönlich auch denkst und ein gutes Bauchgefühl hast im ersten Meeting, so das ist irgendwie ein Unternehmer, mit dem du gerne zusammenarbeiten möchtest. Jedes Mal, wenn ich am Anfang dieses Gefühl nicht hatte, hat sich es irgendwo hinterher auch gezeigt, du guckst ja dir die Zahlen an die Mitarbeiter, du guckst ja die Kunden an und Meistens ist es schon so, dass wenn du ein gutes Bauchgefühl hast, dass sich das auch durch so eine Firma durchzieht. Das kann ich auf jeden Fall zum ersten Meeting sagen. Sonst läufst du natürlich in so einen Betrieb rein. Das ist für mich auch immer ganz wichtig gewesen, so etwas nicht per Video zu machen, sondern vor Ort. Und da kriegst du schon ein krasses Gefühl. Also, wenn du in so eine Firma reinläufst, da siehst du sofort, wie sehen die Möbel aus? Ist es sauber? Was arbeiten hier für Menschen? Wie sind die angezogen? Wie wirst du begrüßt? Ist da überhaupt jemand einem Empfang? Wie schnell die dich an und so weiter? Und ey, das Krasse ist, 90 Prozent der Fälle deckt sich es auch mit den Zahlen. Wirklich. Also wenn du da reinkommst, wenn du da reinkommst und das ist ein aufgeräumter, guter Laden, das ist irgendwie ein klarer Prozess, da sitzt jemand angefangen, begrüßt dich freundlich. Dann ist es meistens auch eine gute Firma in Bezug aufs EBITDA.

19:42 Feliks Eyser: Und Stichwort EBITDA, also Gewinn, was diese Firmen machen. Wie kommt es da zu einem Preis? Also, irgendwann setzt man sich dann hin und sagt: Ey, der Arzt oder der Inhaber von dieser Firma sagt, ich finde euch sympathisch, kann mir das vorstellen. Ihr sagt, ich finde es auch gut, alles aufgeräumt, hat jemand gelächelt. Und dann setzt man sich hin und sagt, wie bewertet man das jetzt?

19:59 Felix Jander: Ja. Also oftmals muss es den Leuten natürlich auch noch näher bringen, weil die haben ja. eine Firma im Leben, die sie aufgebaut haben, die sie noch nicht verkauft haben. Und da musst du auch erstmal überhaupt das Bewusstsein haben, dass du Leute da heranführst. Das sind keine BWL-Ler. Die schon Finance im Studium hatten. Und ich glaube, mit dem Mindset musst du auch rangehen. Also dem musst du nicht ankommen im ersten Meeting und sagen, hier, net dead, Ebet da. EBITDA-Adjustments, Free Cash Flow, sondern musst halt schon irgendwie erstmal erklären, so wie es überhaupt funktioniert, was wichtig ist, wie du bewertest, was es noch für andere Bewertungsmethoden gäbe, warum du dich dafür entscheidest. Und dann ist es meistens aber sehr hemdzärmlich. Also wir haben immer versucht, Sachen so einfach wie möglich zu fassen. Und das heißt, wir sind eigentlich Auch von unseren Kaufpreismechanismen immer möglichst einfach geblieben und haben halt gesagt: Guck mal, wir gucken uns diese Kennzahl an, den Gewinn vor Steuern und Abschreibungen und Zinsen. Und das So und so Vielfache können wir dir davon zahlen.

20:55 Feliks Eyser: Und was ist die Range von dem so und so Vielfachen?

20:58 Felix Jander: Kommt ganz auf die Branchen drauf an. Also wenn dir Branchen anguckst, die mehr in den IT-Bereich gehen, dann bist du näher an zehnmal dran. Und wenn du dir Branchen im klassischen Handwerk anguckst. Dann bist du sogar unter einer Fünfmal EBITDA.

21:11 Feliks Eyser: Kannst du auch drei- bis viermal Jahresgewinn kann auch sein.

21:16 Frederik Brandis: Einmal bei Helfcare. Range ist riesig, Größe und Branche. Stimmt, stimmt.

21:21 Feliks Eyser: Größe und Branche. Okay, Branche. Und welche Branchen sind es eher hoch? IT hast du genannt?

21:28 Felix Jander: Du, ich glaube, es hängt mit Wachstum zusammen, ja. Also desto stärker auch der Markt wächst und desto mehr natürlich die Leute, wir hatten uns da vorhin kurz schon unterhalten, Zukunftsperspektiven reinprojizieren.

21:38 Frederik Brandis: Und Stickiness der Kunden. Also deswegen zahlen auch so viele so hohe Software-Multiples. Ob das in der Range healthy ist oder nicht, kann man diskutieren. Aber dadurch, dass die Kunden typischerweise sehr sticky sind, sind dann die Multiples auch höher, weil du quasi den Umsatz, den du heute hast, höher bewertest als den Kunden, den du jedes Mal neu gewinnen musst.

21:58 Felix Jander: Weil ich dazu auch nochmal sagen muss, ne, also ein bisschen sind auch Ebither-Multiples irgendwie Fugazi, weil, ey, ob du dir jetzt ein EBITHA Multiple auf ein Average drei Jahre anguckst, Last Year oder Budgeted Forecast sind halt auch drei verschiedene Themen. Also ich kann dir, wenn du mir jetzt irgendwie eine Firma zeigst, ich kann dir jeden Multiple hinrechnen mit Adjustments und der, sag ich mal, der Dem Averaging, ja. Genau, alles musst du auch noch dazu sagen, ja. Also, äh, äh, ich, wir haben es meistens so gemacht, dass wir ein Average auf drei Jahre adjustet haben. Weil du in diesen kleinen Business auch viele Fluktuationen hast. Ich kenne aber auch andere, die gehen da viel, viel bullischer ran und sagen: Nee, komm, ich nehme mir nur den Forecast von diesem Jahr.

22:35 Feliks Eyser: Okay, ein Forecast - gewisses Vertrauen, weil das ist noch nicht eingetreten. Ja, genau.

22:40 Felix Jander: Also du, du kaufst ja schon Firmen, die sich hoffentlich irgendwie auch positiv entwickeln. Das heißt, wo es eh beter jedes Jahr ein bisschen wächst. Und da macht es natürlich viel aus, ob du. Auf dem von diesem laufenden Jahr 2026 aufsetzt oder auf den Jahren 2023 bis 2025.

22:55 Der erste Deal

22:55 Feliks Eyser: Was war die erste Firma, die ihr gekauft habt? War das eine oder die mehrere gleichzeitig gekauft oder wie war so die erste Transaktion?

22:59 Felix Jander: Kannst du dich noch daran erinnern? An so eine erste Transaktion?

23:02 Frederik Brandis: Ich kann mich daran erinnern, dass ich einen Brief geschrieben habe als Investor, um zu sagen, das sind Top-Jungs und Wir stehen irgendwie dahinter und unterstützen das und das ist kein Philippanz, die sie machen.

23:14 Feliks Eyser: Das ist der nächste Brief, okay.

23:15 Frederik Brandis: Das ist der nächste Brief, dass dann, wenn die Jungs dann im Gespräch waren, dann jemand kannst du auch erzählen, das interessiert die Leute schon. Wer steht eigentlich dahinter? Also, du hast irgendwie die beiden Gründer, in die hast du erstmal ein Grundvertrauen. Und sobald du das Grundvertrauen irgendwie entwickelt hast, wo nehmt ihr eigentlich euer Geld her? Ist das irgendwie seriös? Und auch da ist Vertrauen wichtig. Also ich glaube, deswegen Ist es auch gut, wenn du irgendwie lokal bist, als deutscher Investor, um deutsche Mittelstand oder Kleinunternehmen zu kaufen. Und dann, um das Vertrauen zu schaffen, also wir treffen auch die Unternehmer ab und zu. Und in dem Fall haben wir dann auch einen Brief geschrieben. Daran erinnere ich mich noch gut.

23:52 Felix Jander: Ich dachte eigentlich, du erzählst die Geschichte, als ich dich aus dem Zug angerufen habe. Weißt du das noch? Daran erinnere ich noch. Als wir unser erstes LOI unterschrieben haben.

23:58 Feliks Eyser: Jetzt bin ich gespannt. Ja, jetzt bin ich auch gespannt.

24:00 Felix Jander: Ja, aber also. Also der erste Deal ist der schwerste, ne? Also ich sag mal so von dem Punkt, wo wir diese besagte Excel-Liste hatten und diese Exercise gemacht haben, bis zum ersten LOI hat schon.

24:08 Feliks Eyser: Der erste Letter of Intent, also quasi eine Absichtserklärung, dass jemand das wirklich, dass jemand wirklich verkaufen will.

24:14 Felix Jander: Wo du dann auch exklusiv bist, normalerweise im Prozess. Hat schon sechs Monate gedauert, ne? Was okay ist, also vollkommen im Rahmen. Aber es ist eine Frage. Aber da musst du sich schon drauf einstellen. Also, ich meine, sechs Monate ist eine lange Zeit, gell? Genau. Und ich meine, es dauert ja dann auch nochmal vom LOI bis zum Deal und ne. Also ich sag mal die Phase von dieser Excel-Liste bis zu Funding mit Euch stand und Tangle Männern und noch weiteren Und der Deal war da, das war schon ein knappes Jahr. Und das musste schon, ist glaube ich gut von der Zeit her, ist auch okay, weil du willst ja auch Zeit nehmen, bevor du so einen Markt aussuchst, aber es ist wichtig zu verstehen. Und der erste Deal ist der schwerste, weil da hast du ja noch nichts. Also wenn du was hast, dann kannst du auch viel haptischer erklären, wie du es dir vorstellst. Wenn du noch keine Firma hast, geht das nicht. Das waren zwölf Mitarbeiter in Hildesheim. Die ADN GmbH, genau. Und da bin ich auch heute noch dem Herrn Zindel sehr dankbar. Der hat uns echt einen Vertrauensvorschuss geschenkt. Also der hat uns zwei Jungs damals mit der besagten PowerPoint-Präsentation gesagt, an der Zinne. Ja, genau. Ich finde euch gut, ich finde es gut, was ihr macht. Ich mache das und ich verkaufe an euch, weil ich vertraue, dass ihr das gut weiterführt. Und direkt nach dem Termin, weil es ging dann nochmal hin und her über einen Monat mit dem LOI, hatte ich es dann irgendwann endlich in der Deutschen Bahn, das er unterschrieben hat. Und da habe ich ihn angerufen. Was hat er gesagt? Er weiß es ja nicht mehr. Ja, eben, er weiß es nicht mehr. Also ich weiß es auch nicht mehr, aber ich hatte gehofft, erinnert sich.

25:37 Frederik Brandis: Witzigerweise, ADN ist auch noch das, die Firma, die ich am Firma aus der Journey, die du mir am präsentesten hast, das wäre es gewesen. Ich hatte das gar nicht mehr connected, dass es die erste war. Macht total Sinn. Aber auch für mich als Interesse. Das war auch die, für den du den Brief unterschrieben hast, dass du Feinde reinfährst. Ich hatte zwei unterschrieben. Ja, wirklich? Ja, noch eine zweite. Ich habe noch die am Präsentation. Ist ja auch total menschlich verständlich. A, dass es lange dauert und B, dass es der wichtigste Stil ist. Am Ende kommst du zwei.

26:04 Feliks Eyser: Das wäre ganz tolle, aber junge Typen an. Ja, aus Sicht von so einem 50-, 60-jährigen Typ. Kommt da so ein junger, netter Berater, dann denkst du dir, okay, ja.

26:13 Frederik Brandis: Ist es legit oder nicht?

26:14 Feliks Eyser: Also klar.

26:15 Frederik Brandis: Gerade in Deutschland übrigens, oder in Kontinentaleuropa insbesondere. Ist es schon irgendwie das Mindset der Leute, was anderes? Also es geht nicht hin darum, kriege ich irgendwie schnell den besten, höchsten Verkaufpreis sondern habe ich da auch irgendwie Zukunft für meine Mitarbeiter, geben die was in die Gesellschaft zurück. Ganz oft haben wir Diskussionen, so hey, ich sponsor irgendwie den lokalen Sportclub, mach dir da. Da steht der Name auf der Bande. Steht der Name auf der Bande? Und irgendwie dieses Vertrauen zu schaffen, insbesondere wenn man natürlich keinen Deal hat, aber das hört auch nie auf, das ist ein Kernteil der Wertschöpfung Und das Gute ist, wir möchten das so machen und glauben, man machen das auch so. Und dann geht es darum, nur noch das authentisch rüberzubringen, wie es auch wirklich ist. Aber das ist ein Kernbestandteil der Akquisition.

26:58 Feliks Eyser: Und in so einem LOI steht dann auch ein Kaufpreis drin. Wie hoch war das in dem Fall?

27:03 Felix Jander: Zwischen 1 und 2 Millionen.

27:04 Feliks Eyser: Zwischen 1 und 2 Millionen. Und hattet ihr das Geld auf dem Konto?

27:09 Felix Jander: Unser Konstrukt hat so funktioniert, dass wir mit Capital Calls gearbeitet haben. Also wie so eine Art Mini-Fund, kannst du dir vorstellen. Wie funktioniert? Und wir haben jedes Mal, wenn wir eine Firma gekauft haben, haben wir auch Geld.

27:19 Feliks Eyser: Und du hast davor aber den Investoren gesagt, hey, ich bin jetzt hier unterwegs und heute bin ich in München und morgen in Hildesheim und wenn einer von denen will, dann solltet ihr aber bitte auch bereitstehen. Ja.

27:28 Felix Jander: Genau, so war es, ja. Also ich meine, und du musst halt, also das ist auch so ein bisschen die Challenge damals gewesen. Du musst halt beides irgendwie zusammen Chicken Egg, oder? Genau, es ist Chicken Egg. Und du brauchst eine Pipeline, um Investoren zu konvinzen? Du brauchst Investoren. Und du brauchst Investoren, um irgendwie Leuten einen Brief zu schreiben zu können und zu sagen, ey, ich habe wirklich Geld. Ist witzig, oder? Dass du auf beiden Seiten nichts hast und aus dem Nichts quasi beides herbeiführen musst. Aber wir sind nicht die Ersten, die es irgendwie geschafft haben, ja. Also, das ist halt die größte Challenge am Anfang. Und genau das musst du irgendwie schaffen.

27:55 Frederik Brandis: Okay. Weil du als Investoren dann irgendwann quasi einen Rahmenbetrag, sagen wir mal, zur Verfügung stellst und dich auch darauf committest, diesen Betrag über die Zeit einzuzahlen. Und dann hast du irgendwann, der Anfang ist das Chicken Egg, aber irgendwann hast du das Commitment und sagst, pass auf, du hast irgendwie gesagt, du überweist 100. 000 Euro über irgendwie unsere Journey. Davon hätte ich jetzt gern 20 und dann bist du auch als Investor rechtlich verpflichtet, das zu überweisen.

28:18 Feliks Eyser: Es ist aber trotzdem kein Fonds, um es zu unterscheiden, weil ein Fonds hat dann eine Management-Fee und Da gibt es dann andere Mechanismen, aber es ist im Grunde eine Holding, wo er einfach gesagt hat, wenn wir diese Firma finden, dann bitte Geld einzahlen und dann kaufen wir damit.

28:30 Felix Jander: Und so arbeiten wir in groben Zügen auch heute noch mit Aven. Also, dass wir sagen, wir geben nicht alles Geld an Tag 1 rein, es macht auch gar keinen Sinn. Ja, also was willst du, was willst du denen das das aufs Bankkonto geben? Ja, das wird nicht verzinst, sondern wir geben es dann rein, wenn dieses Equity eben auch gebraucht wird. Dadurch ist es irgendwie auch direkt gut deployed. Und so haben wir damals auch gearbeitet. Also wir haben am Anfang, du hast so mit Capital Cost gearbeitet in großen Schnitten und dann immer, einmal so im halben Jahr, wenn wir wieder so drei Firmen gekauft haben. Haben wir wieder was eingebracht.

28:59 Frederik Brandis: Ich darf noch kurz was dazu sagen. Es ist nämlich ganz wichtig, dass wir investieren nicht in Funds. Also ich kriege manchmal diese Frage Und für mich, als irgendwie im Teil der Industrie ist sie total fast befremdlich, aber ganz viele Leute fragen die Frage. Weil die, diese Holdings sind auch, selbst Holding ist noch nicht ganz richtig, weil da ist ja wirklich. Also da sind Menschen in der Holding, in der Muttergesellschaft, da passieren, die verkaufen nichts, aber da passieren ganz viele Prozesse, inhaltliche, operative Prozesse und Unternehmen. Da ist dann irgendwie. Das HR-Team, da ist ein Finance-Team, da ist ein Integrationsteam, das ist ein Unternehmen, das operativ Teil der Gruppe ist. Unternehmens ist nicht irgendwie Geld zu allokieren und sagen, hoffentlich werden die Einzelunternehmen mehr wert, sondern Aufgabe dieses Unternehmens ist, andere Unternehmen zu kaufen und diese weiterzuentwickeln und als Gruppe zu integrieren und eine Firma draus zu machen. Das ist irgendwie eine ganz

29:58 Feliks Eyser: Wichtige Unterscheidung. Nicht nur Kapitalverwaltung, sondern wenn du sagst, HR-Team, dann helfen dir auch bei der Einstellung von neuen Leuten vor Ort zu müssen. 100%.

30:06 Frederik Brandis: Also Felix war kein Kapitalalllockierer, als er Arsipa gemacht hat, sondern war Operator im Bereich Arbeitssicherheitsmedizin und statt selber einen aufzubauen, haben sie als Go to Market halt Unternehmen aufgekauft und integriert. Weil selbst das natürlich heute nicht mehr stimmt.

30:23 Felix Jander: Der Reise dieser Journey am Anfang wächst du vor allem über Zukäufe und machst noch nicht zu viel operativ mit den Firmen, aber das wächst natürlich über die Zeit. Haben wir ein zentrales Marketing bei der Arsipa, ein zentrales Sales-Team und so weiter. Also auch selbst das stimmt nicht mehr. Organisches Wachstum wird mit der Zeit dann auch immer wichtiger.

30:38 Frederik Brandis: Und deswegen sind auch die Leute dann in diesen, die Unternehmer sind, auch. Also Unternehmer wie Felix sind Unternehmer und keine Investoren, sondern die bauen operativ diese Businesses auf. Und das ist auch die Art von Menschen, die wir suchen. Nicht jemand, der irgendwie im Office in Frankfurt oder London sitzt, sondern jemand, der montags bis freitags mit den Leuten unterwegs geht, äh, unterwegs ist, bei den Unternehmen ist, die Prozesse sich anschaut, neue Firmen sich anschaut, Beziehungen mit den Geschäftsführern aufbaut, zum Trompetenkonzert geht, was auch immer es ist. Es ist sehr operativ und das ist auch die Art von Talent, das wir jetzt im Fonds suchen.

31:13 Feliks Eyser: Wie habt ihr euch finanziert ganz am Anfang, bevor ihr den ersten Deal gemacht habt? Euch persönlich? Also wo hast du irgendwie auch ein Gehalt? Du hast wahrscheinlich einen Job gekündigt, wie Wie lief das ab?

31:20 Felix Jander: Ja, liebe Grüße an die Arbeitsagentur Mitte. Ich hatte zum Glück. Der größte VC Deutschland. Nee, also war in der Tat so, ja. Also ich war schon, ich war schon im Juli 2020 war ich bei oder Juni war ich bei Comtravo aus. War eine echt schwierige Zeit, ja, muss ich echt mal sagen. Ich finde, wir haben das sehr gut gemacht, aber war natürlich blöd. Business Travel und Corona hat nicht gut funktioniert. Und dann war ich irgendwann im Juli raus und da hatte ich mich, genau, ziemlich exakt ein Jahr habe ich mich dann privat finanziert und dann später durchs Arbeitslosengeld und hatte da eben zum Glück eine sehr verständnisvolle Frau, habe ja das erklärt, was ich gerade mache. Die hat es verstanden, mehr oder weniger, und hat mich dann einfach in Ruhe gelassen. Ja, okay, okay. Aber selbst finanziert.

32:05 Feliks Eyser: Und auch heute, ich finde, bei Search Funds ist es interessant, so diese Searcher, also da gibt es ein sehr strukturiertes Modell, das die loslaufenden Unternehmen suchen und in dieser Zeit ja schon bezahlt werden, quasi oder Geld Dafür Razon. Ich fand das immer so ein bisschen weird, wie seht ihr das jetzt aus Investorenperspektive?

32:21 Search Fund versus Roll-Up

32:21 Frederik Brandis: So, also, wir finanzieren die Search nicht, wobei unser Modell auch ein bisschen anders ist als das Search-Modell. Wir glauben sehr an den Filter, dass Leute es schaffen, durch diese harte unternehmerische Reise sich irgendwie durchzuschlagen. Das ist der erste große Test. Ist der erste große Test. Und den Filter kriegst du auch nicht weggediligenced oder weggeinterviewt oder weggeworkshoppt, sondern das ist der erste große Test. Am Ende sollen diese Unternehmer in drei, vier, fünf Jahren in sehr kurzer Zeit fünf, sechs, sieben, achthundert Leute für ein Unternehmen kaufen und ganz provokant gesagt, dann muss es auch irgendwie schaffen, dich ein Jahr, ein halbes Jahr selber zu finanzieren. Ob das durch Consulting-Gigs sind und dann geht es halt ein bisschen langsamer ob es durch einen Job davor ist. Dieser Filter ist für uns extrem wichtig und wir würden auch jemand sagen, pass auf, ich gehe aus dem Job raus, wenn ich dann irgendwie Funding habe, Industrie habe und weiß nicht was. Funktioniert nicht. Unternehmertum hat Risiken. Und wenn du nicht bereit bist, das Risiko zu gehen am Anfang, dann bist du auch während der Journey, wo du noch 15 Mal risikobehaftete Entscheidungen treffen musst, bist du nicht der Richtige oder die Richtige dafür. Um auf das Thema Search Fund nur einzugehen, die erste Klasse Search Fund funktioniert in den USA gut und gibt es auch bestimmt tolle Leute hier oder ich kenne auch viele tolle Searchfunders, also Leute, die in Searchfunds investieren. die das sehr gut machen werden, aber du musst, da ist die Selektion, ist wahnsinnig wichtig. Und da wirst du Ich nenne es so ein bisschen so Why Not-Unternehmer. Wenn du dann, okay, jetzt gehst du mal böse suchen, kriegst du irgendwie 150. 000 Euro Gehalt und so, ja, is not too bad. Und da musst du einfach sehr, sehr diligent sein und sehr vorsichtig sein, dass du die richtigen Leute findest. Und auch Searchfund wird als Asset-Klasse hier funktionieren. Wie gesagt, es gibt gute Gute Funds. Aber ich glaube, du musst sehr vorsichtig sein. Und wir haben für uns gesagt, wir möchten diesen Filter des Hardchips dabei haben.

34:28 Felix Jander: Und ich würde auch sagen, das ist fast schon der größte Unterschied, weißt du, zwischen den beiden Esse-Klassen, dass aus meiner Sicht ist, ist Roll Up deutlich unternehmerischer als ein Searchfund, ja, was man eigentlich. ursprünglich gar nicht denken würde, aber weil du begibst dich auf eine ganz andere Geschwindigkeit auch von der Reise. Also weißt du, wenn du in so ein Rollup reingehst. Dann trittst du mit dem Anspruch an, eben wie Freddy gerade gesagt hat, ein Unternehmen innerhalb von fünf, sechs, sieben Jahren aufzubauen, mit ein paar hundert Mitarbeitern bei einem Searchfund. Da kaufst du dir vielleicht nach ein oder zwei Jahren ein Unternehmen mit vielleicht 50, vielleicht 100 Mitarbeitern.

34:59 Feliks Eyser: Das ist der wesentliche Unterschied für Leute, die es nicht im Detail ähm Wissen Sie, hört schon, kauft primär eine Firma und Rollup bedeutet immer, ich kaufe mehrere Firmen hintereinander und integriere sie zu einer Gruppe.

35:09 Felix Jander: Ich würde sogar noch weitergehen und sagen, Rollup heißt eine Industrie wirklich auch zu konsolidieren. Also du kannst ja auch Bein zu bald als Wort nutzen, aber für mich persönlich ist das sozusagen der Kernunterschied, dass RoLab nochmal die Geschwindigkeit auch betont, dass man eben versucht, schnell

35:23 Frederik Brandis: groß zu werden. Um jetzt nochmal eine Lanze zu brechen, auch für die Searchfinder. Es ist natürlich eine andere Dynamik, weil so ein Searchfinder stellt sich hin und Diligence dann ein Unternehmen und dann fällt das irgendwie durch, weil der Hund des Eigentümers krank ist, so wie das in diesem Markt oft. Passiert und dann müssen sie das nächste Unternehmen suchen. Und dadurch hast du natürlich so eine lange Stretch-Phase, während du im Rollup-Bereich dir eine Industrie aussuchst und dann hast du ja ganz viele Prozesse, die du parallel bespielst. Und dann fällt mal einer durch und dann hast du aber noch. Du hast eine Pipeline. Du hast eine Pipeline. Und das macht es in dem Konzept auch ein bisschen einfacher, als wenn du für diese wenn du diese größere Firmen immer sequenziell suchst. Ja, macht Sinn. So, jetzt muss ich den Punkt ganz eben noch gar nicht ganz klar.

36:05 Felix Jander: Nee, alles gut, ich habe auch irgendwie durchgeschaltet. Nee, und also, weshalb es aus meiner Sicht so viel unternehmerischer ist, ist eben die Geschwindigkeit Und das sind auch noch andere Profile, die du brauchst. Also so ein Searcher, wenn du eben ein Unternehmen hast, was du dann irgendwie auf eine Größenordnung von vielleicht 100 Mitarbeitern hochfährst über die Jahre, ist eine andere unternehmerische Herausforderung und auch ein anderes Profil vielleicht. Auch ein Sicherheitsbedürfnis, als jemand, der sagt, ich möchte hier innerhalb von fünf, sechs, sieben Jahren einen großen Konzern aufbauen.

36:33 Feliks Eyser: Und dazu sagen, Arsipa hat jetzt mehr als 1000 Mitarbeiter, glaube ich.

36:36 Felix Jander: Ja, genau. Also sogar knapp 1100. 1100 ein Brett. Ja, genau. Und ich meine, aber da musst du natürlich auch unternehmerisch mitwachsen können. Und ich glaube, das ist dann wiederum der Punkt. den wir vorhin hatten, da würde ich auch Profile haben wollen, die eben gerne auch ins kalte Wasser reinspringen und sagen, ich cover mal meine Expenses für ein Jahr alleine. Und die das nicht wollen, die sollen ein Searchfund machen und da passt es dann vielleicht besser.

37:00 Feliks Eyser: Die besten Founder investieren in sich selber und lernen ständig von anderen. Wenn ihr das auch machen wollt, abonniert den Channel und verpasst nicht die Folge vor nächster Woche. Sie wird euch bestimmt gefallen. Und Finanzierung von diesen Akquisitionen, hast du gesagt, du hast diese Investoren mit den Capital Calls. Wenn du anrufst, dann sollen die bestenfalls Geld überweisen. Ab wann spielen Banken da eine Rolle? Also wann wird Fremdkapital eingesetzt?

37:23 Frederik Brandis: Das können wir beide gut beantworten. Also typischerweise kaufst du die ersten Unternehmen nur mit Eigenkapital. Das liegt daran, dass. . Also sowohl Banken als auch Private Debt Fonds oft ein anderes Risikoappetit haben als Eigenkapital, haben ja auch weniger Returns, macht ja auch irgendwie Sinn. Und das heißt, die meisten Roll-ups kaufen die ersten Unternehmen irgendwie, sagen wir mal, hab ein, zwei Millionen EBITDA, nur mit Eigenkapital. bevor du dann irgendwie Private Debt auf Plattform Level oder Banken auf Asset-Level nimmst.

37:57 Feliks Eyser: Okay, Plattform-Level würde heißen, die Firma, die andere kauft, also das ganze Ding und Asset-Level würde heißen, die Firma A-A-D-N? Genau, also die Firma die Firma in Hildesheim.

38:06 Frederik Brandis: Genau, zum Beispiel die Firma in Hildesheim. Und das ist am Ende die die Antwort. Du kriegst dann auch bessere Konditionen bei so Dev-Providern, wenn du schon ein bisschen was vorzuzeigen hast. Es ist alles kein theoretisches Konstrukt mehr.

38:19 Feliks Eyser: Du musst den Proof of Concept erbringen, deswegen ist auch das erste Tag das Schwerste. Du brauchst erstmal Aus der Luft quasi was Tangibles machen und das Unternehmen kaufen. Und dadurch baust du einen Track-Record auf, dann ist die Firma drin und dann sagt irgendwann auch die Bank, okay, jetzt hast du zwei, drei Firmen gekauft, jetzt traue ich dir zu, dass du auch Nummer vier bis sechs kaufst. Und dafür gebe ich dir jetzt eine Kreditlinie.

38:37 Felix Jander: Ja, genau. Und das Thema Kreditlinie ist auch wichtig, weil du willst eben genau so eine Kreditlinie haben und kein klassisches Darlehen. Können wir auch nochmal gleich drauf eingehen. Das ist der Unterschied. Und das fängt erst ab einer gewissen Größe auch noch an. Also du brauchst schon ein paar Millionen EBITDA. Dass du eben so eine Kreditlinie auch holen kannst über 10, 20 Millionen. Der Unterschied ist der: Ein klassisches Darlehen ist meistens in ein, zwei Tranchen vielleicht abrufbar. Das heißt, du kriegst es auf Balance Sheet aufs Konto und eine Kreditlinie kannst du unter gewissen Bedingungen einfach ziehen. Aber kannst sie vielleicht auch erst in drei Jahren ziehen, wenn du gerade diese Firma kaufst, wo du das Kapital auch wirklich brauchst.

39:11 Feliks Eyser: Und zahlst aber auch dann erst die Zinsen.

39:13 Felix Jander: Genau. Zahlt es natürlich auch davor schon was, klar, sonst funktioniert es nicht für die Bank, aber genau.

39:18 Feliks Eyser: Stichwort Integration. Jetzt hat man angefangen, diese Firmen gekauft, das hast du dann irgendwann fünf, sechs Firmen. Das geht ja schnell in die Richtung, dass du dann Mehrere hundert Mitarbeiter hast und die sitzen jetzt auch nicht alle in Hillesheim, sondern die sind dann irgendwie verstreut. Was habt ihr darüber gelernt, wie man diese Firmen zusammenbringt? Weil ich glaube, da wird sie ja tarig.

39:35 Felix Jander: Ja, absolut. Also ich glaube Du, das Wichtigste vorab ist eigentlich schon Kultur, ist ein krasses Thema. Also wir sitzen hier irgendwie in Berlin-Mitte und kommen mit einer gewissen Kultur an. Und du sprichst halt mit deutschem Mittelstand. Und da musst du schon erstmal mit einer gewissen Humbless rangehen und nicht das Gefühl haben, dass du alles besser weißt. Und ich glaube. . Aus dem heraus musst du irgendwie eine gesunde Kultur bauen, wo sich alle zugehörig fühlen, des Respekts, des Mehrwerts, dass irgendwie alle sehen, hey, wir haben was, was wir euch mitbringen können. Und das hat dann auch einen echten Sinn für alle Beteiligten. Und das heißt, es fängt da an, wie du kommunizierst, wenn du eine Firma übernimmst. Es geht da weiter, dass du regelmäßig Company-Events machst. Es geht aber auch für uns dabei zum Beispiel darum, dass wir Mitarbeiter sehr fair bezahlen. Also wir haben zum Beispiel schon auch, was man nicht denkt, ja, weil wir sind ja auch finanzielle Wesen, wir haben auch oftmals nach dem Deal-Gehälter erhöht, wenn wir das Gefühl hatten, ey, Wenn wir die so bezahlen, dann laufen die uns im Jahr weg. Weil du hast natürlich im deutschen Mittelstand Konstrukte, die wie so ein bisschen teilweise auch abgekapselt sind von großen Städten, großen Konzernen. Weißt du, was irgendwie in Flensburg oder Hildesheim funktioniert, würde wahrscheinlich in Berlin von der Gehaltsstruktur so nicht funktionieren, klar. Aber also haben wir auch gemacht und Kultur ist wichtig. Abgesehen davon ist bei der Integration wichtig, dass du aus meiner Sicht früh anfängst und viel integrierst, weil so eine Unternehmensgruppe lebt ja auch davon, dass du es schaffst, den Menschen und den Beteiligten auch Mehrwert zu zeigen. Und dafür musst du was tun. Das heißt, wir haben schon im ersten Jahr angefangen, viel Recruiting zu machen zentral. Wir haben viel Finance Controlling gemacht, was du auch machen musst und diese ganzen. Bankenreportings und so weiter überhaupt erstellen zu können und sind dann eben auch tiefer reingegangen in die Themen Sales, Marketing, Pricing und haben da unterstützt. Und das hast du dann auch wirklich gesehen in den Zahlen, dass wir schneller gewachsen sind.

41:25 Frederik Brandis: Noch ein Gedanke zu dem Thema Humble, dass du gesagt hast, man muss da irgendwie Humble auftreten. Ich glaube. . Die Leute sollten auch wirklich authentisch humble sein. . Also du kommst irgendwie aus der Stadt hier in Berlin und hast irgendwo gearbeitet, hast vielleicht eine Start-up gemacht, das irgendwie cross-finanziert wurde von 15 Eigenkapitalgebern. Und fährst dann aufs Land und sagst, ich weiß alles besser, oder muss ja gar nicht auf dem Land sein.

41:46 Feliks Eyser: Wir finden es erstmal OK A's ein.

41:48 Frederik Brandis: Also, wenn man mal einen kurzen Schritt zurücknimmt, die allermeisten, die in so eine Industrie reingehen, haben, sind weit entfernt von den unternehmerischen Leistungen, die diese Verkäufer über Jahrzehnte gezeigt haben Profitable Businesses, die irgendwie Mitarbeiter irgendwie einen stabilen Arbeitsplatz gegeben haben, die für ihre eigenen Familien irgendwie einen Profit erwirtschaftet haben. Ich bin ein bisschen sensibel drauf, weil ich meine, wie oft so hört so, ja, ich gehe aus Berlin, aus München und dann fahre ich, die sind alle völlig undermanaged und so. Naja, also Du sitzt hier irgendwie, hast dein, ähm, machst, arbeitest seit zwei Jahren an deiner Pre-Set, um irgendwie deine 5000 Euro RA zusammenzukratzen bei irgendwie 500. 000 Burn. Das sind Unternehmen, die toll unternehmerisch aufgebaut wurden und klar gibt es da Verbesserungspotenzial. Und deswegen ist etwas, was mir und uns ganz wichtig ist in den Unternehmern, ist so eine Grundhandelnass nicht nur im Auftreten, sondern auch wirklich im Belief, dass du irgendwie das Privileg hast, hier von jemandem das Lebenswerk zu übernehmen. Und dann hast du nochmal irgendwie neuen Wind und hast auch nochmal neue Gedanken. Und wir glauben ja, wie Felix gesagt hat, irgendwie an die Wertschöpfung, die wir dadurch gehen können. Aber per se. . Kaufst du ein gut funktionierendes, toll geführtes Unternehmen, wo eine beeindruckende unternehmerische Leistung dahinter steht?

43:15 Feliks Eyser: Und irgendwann verkaufst du es als Gruppe.

43:18 Felix Jander: Ich glaube, ganz so würde ich es nicht bezeichnen, weil am Ende des Tages, das ist ja nicht ein IPO, den wir gemacht haben. Und das, was die Arsipa heute ist, ist eigentlich genau das, was sie auch vor vier Jahren war. Insofern ist es eigentlich auch eine Wachstumsfinanzierung, die wir gemacht haben und kein Verkauf per se. Ich bin ja auch immer noch großer Shareholder, also ich bin auch beteiligt und auch an Bord.

43:39 Feliks Eyser: Erklär mal, wie es dazu kam, wie der Gedanke war zu sagen, okay, bei uns selber könnten wir überlegen, den Shareholder-Kreis zu wechseln oder jemanden reinzunehmen.

43:45 Felix Jander: Ja. Du, also ich meine, ich glaube, das startet da, dass um diese Firmen zu kaufen, brauchst du Eigenkapital. Und so sind wir natürlich nicht nur auf Freddy zugegangen, sondern auch andere Investoren und haben Eigenkapital eingesammelt. Und klar, also wir sind nicht naiv, die gehen mit einem gewissen Zeithorizont ran. Und hätten ihr Geld irgendwann auch wieder und idealerweise auch gerne ein bisschen mehr. Und das musst du den Leuten irgendwann ermöglichen. Und das ist aber für mich nicht unbedingt gekoppelt an die unternehmerische Entscheidung, ob du selbst dann drin bleibst oder nicht. Und das sind ja zwei verschiedene Sachen. Also ich glaube, das eine ist es, deinen Gesellschaften Exit zu ermöglichen. Und du kannst ja selbst, wie jetzt ich und Stefan, noch weiter auf der Reise dabei bleiben.

44:24 Der Exit

44:24 Feliks Eyser: 2024 ist Warburg Pincus eingestiegen, einer der größten. Private Equity Investoren der Welt, 80 Milliarden an der Management, große große Firma. Wie groß war Arsipa zu dem Zeitpunkt im EBED?

44:39 Felix Jander: Also ich kann ja keine genaue Zahl nennen, aber es war so um die 10 bis 15 Millionen.

44:45 Feliks Eyser: Okay, wow, wow. Und so ein PE zahlt dann mal. Vielleicht zehnmal, zwölfmal, 15 mal E-Bit.

44:53 Felix Jander: Die Range ist wieder ganz verschieden nach Industrien, ja. Also, wenn du irgendwie, wenn du in Richtung Cybersecurity gehst, dann landest du wahrscheinlich über 20 Mal. Und im Handwerk bist du froh, wenn du irgendwie bei zehnmal landest und Arbeitsschutz bewegt dich dazwischen.

45:08 Feliks Eyser: Okay, okay. Aber heißt es schon eine Transaktion, irgendwie sagt man zwischen 100 und 150 Millionen Bewertung?

45:13 Felix Jander: Also auf jeden Fall Mitmarketeal, ja. Und das heißt über 100 Millionen.

45:17 Feliks Eyser: Wie viele Anteile hattet ihr noch als Gründer?

45:19 Felix Jander: Wir hatten zusammen 40 Prozent.

45:21 Feliks Eyser: Und von so einem Kaufpreis, sagen wir mal, sind dann irgendwie 100 Millionen oder so, wie viel geht dann zuerst an die Banken, bevor die Shareholder bezahlt werden? Ist schon signifikant.

45:28 Felix Jander: Also du hast normalerweise ungefähr eine Ratio von ungefähr so. 30 bis 50 Prozent Eigenkapital und der Rest finanzierst du um Kapital durch Fremdkapital. Und das heißt schon eine signifikante Porsche, die nochmal runtergeht. An die Bank.

45:44 Feliks Eyser: Okay, okay. Wie viel konntest du mitnehmen als Co-Founder?

45:48 Felix Jander: Dazu kann ich jetzt nichts sagen, du hast ja schon gehört, ich bin ja auch weiterhin noch dabei. Das heißt, ich habe gar nicht so viel verkauft, muss man offen sagen. Natürlich war es was auch für mich ein Erfolgserlebnis, aber noch schöner wird es, wenn die Arsipa weiter wächst.

46:02 Feliks Eyser: Mehr als 10 Millionen.

46:04 Felix Jander: Du, ich glaube, wie gesagt, also ich kann dir keine genauen Zahlen geben, aber du kannst ja schon bei den Dimensionen vorstellen, dass man irgendwo da landet, wenn es richtig gut läuft.

46:15 Feliks Eyser: Und Freddy, wie warst du dich aus Investorenperspektive? Kannst du dich an den Anruf erinnern? Als Felix sich anrufen und dann gesagt hat: hey, wir wollen hier einen Deal machen, da will jemand einsteigen?

46:24 Frederik Brandis: Ja, also so passiert es am Ende auch das wieder ein schleppender Prozess. Also, es ist nicht so irgendwie. Wir haben die ganze Zeit nicht gesprochen und plötzlich jetzt haben wir hier ein Angebot, sondern wir haben uns da lange vorher Gedanken drüber gemacht, haben Beziehungen mit möglichen Käufern aufgebaut. Felix war wahnsinnig viel Kaffee trinken, hatte Koffeinprobleme.

46:45 Feliks Eyser: Also ganz kurz, ne?

46:46 Felix Jander: Also, wir hatten, ich glaube, irgendwie 60. Coffeechats im Prozess oder so?

46:50 Feliks Eyser: 60 Coffee-Chats mit potenziellen neuen Gesellschaftern. War das ein strukturierter Prozess? Habt ihr gesagt, ja, wir wollen hier einen Wechsel herbeiführen und haben einen MA-Berater auch mandatiert?

47:00 Felix Jander: Hatten wir, weil natürlich die Frage ist, bei diesen Coffee-Chats, wann fängt jetzt der strukturierte Prozess-Coffe-Chat an und wann ist der Coffee-Chat noch davor? Aber ja, hatten wir.

47:09 Feliks Eyser: Und war das Learning möglichst viele Coffee-Chats davor? Oder was war das Learning aus der Frage, wann starte ich denn offiziell versus ich, ich rede einfach mal in E-Mail?

47:16 Felix Jander: Das ist eigentlich eine geile Story, hier. Weshalb wir im Endeffekt wirklich an Warburg verkauft haben. Es ist ja, wir hatten diesen strukturierten Prozess mit eben diesen ganzen Coffee-Chats Aber den Investment Director von Warburg, den kannten wir in der Tat schon, weil wir vor zwei Jahren vor dem Exit schon mal seine Familie angeschrieben hatten. Die hat nämlich eine Firma im Bereich Arbeitssicherheit. Der hat mich mal hingeschrieben und dann meinte er erst so: Oh nee, du, das ist ja super spannend, was ihr macht, mega cool, aber wahrscheinlich ein bisschen zu klein für uns. Und dann kannten wir uns schon, ja? Also wir hatten quasi schon die Relation, haben uns ein, zwei Mal auf den Lunch getroffen. Das heißt, also du merkst, ja, strukturierter Prozess, aber da, wo es am Ende geklappt hat, da kannten wir uns dann doch schon länger.

47:56 Feliks Eyser: Okay, also auch da wieder die Relation, der Trust über Zeit. Ja.

48:00 Felix Jander: Hat eine Rolle gespielt. Immer, ne? Kannst du immer sagen, ja.

48:02 Feliks Eyser: Freddy, wie war dein Return auf dein Investment?

48:05 Frederik Brandis: Gut. Was heißt das? Also, ich meine, es ging. Relativ schnell. Fünf Jahre, oder? Drei Jahre.

48:16 Feliks Eyser: Drei Jahre, drei Jahre.

48:17 Frederik Brandis: 36 Monate.

48:18 Feliks Eyser: 36 Monate. Okay, wir rechnen in Monaten, nicht in Jahren, finde ich auch geil.

48:21 79 Prozent Net IRR und keine Burn Rate

48:21 Frederik Brandis: 36 Monate. Was untypisch schnell ist. Also wenn wir heute mit Zeitleisten Plan, dann rechnen wir mit vier bis fünf Jahren, was ja auch noch relativ kurz ist, insbesondere wenn wir hier irgendwie im Venture Durchwachsenen in Berlin Mitte sind, wo wahrscheinlich.

48:37 Feliks Eyser: Und du immer sagst fünf bis zehn Jahre und wahrscheinlich ist es noch länger.

48:40 Frederik Brandis: Ich mein es 15 bis 20. war es eine sehr schnelle Reise. Die Nettoverzinsungen, die wir auf unser Investment bekommen, also netto abzüglich allen irgendwie Bankdarlehen. Inzentivierungen an irgendjemanden waren es 79%, die wir hier verdient haben.

48:58 Feliks Eyser: 79% pro Jahr. Ja. Ist mehr als ich auf einem Tagesgeldkonto krieg. Ich kann die nur empfehlen, bei uns zu investieren. Ja, Wahnsinn.

49:06 Frederik Brandis: War auch eine kurze Zeit, das spielt natürlich eine Rolle, aber Wahnsinns Return. Absolut. War eine kurze Zeit und das spielt immer ins Gewicht. Aber das glauben wir geht auch strukturell so.

49:15 Felix Jander: Du musst ja auch dazu sagen, eben, wir hatten keinen Zeitpunkt in der ganzen Journey, wo die Gruppe als ganzes Mal Geld negativ verbrannt hat. Also wir hatten nie eine Burnrate. In der ganzen Journey. Und das ist, glaube ich, auch nochmal wichtig für alle Berliner Zuhörer zu sagen. Sowas gibt es in der Tat. Und das ist dadurch eben nochmal, um das Risikoprofil zu verdeutlichen, du hast immer was in der Hand. Also, das kannst du jeden Tag irgendwie weiterlaufen lassen. Das geht jetzt nicht gleich, Bangrott.

49:42 Frederik Brandis: Wahnsinn. Wobei mit der Philosophie limitiert es auch dein Wachstum. Und da muss man, jetzt, wo wir ganz bei den ganzen Berliner Kollegen sind, es gab ja hier schon mal irgendwie Rollup-Waves. wie damals mit den ganzen Kollegen von den Amazon FBA Businesses. gekauft haben. Das waren auch profitable Shops, aber wenn du halt irgendwie 335 Shops die Minute kaufen möchtest, dann brauchst du ein ganz schönes Headquarter-Team.

50:07 Feliks Eyser: Und natürlich auch eine sehr spezielle Branche. Du bist quasi stuck in the middle, du hast Competition von Amazon selber, von den chinesischen Herstellern, ähm, auch das.

50:14 Frederik Brandis: Aber ich, also. Absolut. Aber mir geht es gar nicht gar nicht um das Argument E-Commerce, Non-E-Commerce, sondern um irgendwie, wie adjustierst du dein Risiko? Und woran wir glauben, ist, dass wir auf Reisen gehen, wo du moderat wächst. Aber auch nicht irgendwie limitless. Und irgendwie dieses moderate Sein ist dadurch auch definiert, dass du als Gruppe immer profitabel bist. Und dadurch ergibt sich ein gewisses Risikoprofil. Und wir sind dann auch in gewisser Weise unabhängig vom Kapitalmarkt. Und wenn du irgendwie wahnsinnig schnell, wahnsinnig intensiv wachsen möchtest dann brauchst du ein großes Headquarter-Team, das irgendwie M<unk>A macht, das PMI macht und dann hast du als Gruppe auch wieder einen Burn, obwohl du im Rollup unterwegs bist.

50:59 Feliks Eyser: Pier Maya heißt Post Merger Integration, ich bin immer der Onkel, der die abgezwungen mehr erkennt. Die YouTube-Kommentare sind voll von Leuten, die immer sagen, das ist total interessant, aber ich verstehe nicht. Zusammenkürzung alle sollen. Post-Merger Integration ist die Zusammenführung.

51:11 Frederik Brandis: Und um noch quasi zu erklären, warum wir das so sehen, also neben der Unabhängigkeit von Kapitalmärkten, ähm, Am Ende, Felix hatte das gerade erwähnt, irgendwie so ein Roll-up-Bein-Bild hat wahnsinnig viel mit Kultur und Identifikation zu tun. Und dazu. . Gehört auch über die Integration oder Kultur gehört so, ist Teil der Integration oder wahrscheinlich der wichtigste Teil. Und du kaufst Unternehmen und Unternehmen sind gerade in Dienstleistungsbereichen Menschen. Und du willst irgendwie, dass die Menschen ein Gesicht haben, dass sie irgendwie sich als Teil der Gruppe fühlen, willst irgendwie den Aufmerksamkeit schenken können, ihre Interessen irgendwie den Interessen gehört zu schaffen. Und wenn du zu schnell wächst wächst, zu viele Unternehmen kaufst, dann passiert so ein gewisser Grad der Entfremdung, weil du hast irgendwie gar keine Beziehung mehr zu den Firmen, du kennst die Namen nicht, hast die Mitarbeiter noch nie gesehen. Und wir glauben, dass bei ein Bild und Rollup eine wahnsinnig gesunde und attraktive Asset-Klasse ist, wenn du diese persönliche Beziehung und diese kulturelle Integration irgendwie im Kopf hältst.

52:20 Was Excel nicht zeigt: die wahren Schwierigkeiten

52:20 Feliks Eyser: Okay. Also Respekt. Congrats. Gut gemacht. Es klingt wie der feuchte Traum von jedem Wer Hula. 36 Monate. Firma für über 100 Millionen Wert aufgebaut. Für den Founder ist es gut gelaufen, gesellschaftlich auch noch was Gutes gemacht, Lebenswerke erhalten, auch einen Impact gehabt dabei. What's the catch? Was ist das Schwierige dabei?

52:47 Felix Jander: Naja, also ich meine, da hinzukommen, ist schon eine Journey, ne? Also Wir sitzen jetzt hier nett am Tisch und reden drüber. Aber es war schon auch eine krasse Riot.

52:58 Feliks Eyser: Was war die krasseste Challenge, die ihr hattet?

53:00 Felix Jander: Ich glaube, das kannst du so nicht sagen. Also ich glaube, es ist, es ist halt. Diese, diese, dieses Multidimensionale, ne? Und das meinte Freddy auch so, dass es auch, wenn wir jetzt als Aven investieren, was du für Menschen brauchst, ist nicht einfach zu finden. Du brauchst halt jemanden, der ein bisschen was von Finanzen versteht und gleichzeitig aber extrem humble ist und gut mit diesen unternehmern kann. Also das hat ja auch damit zu tun, dass du dann mal mit dem Mit dem Ingo abends noch ein Herrengedeck trinkst und dass es eben nett ist, dass der Ingo sich gerne mit dir da hinsetzt und du das auch gerne machst mit dem Ingo. Und es hat aber auch damit zu tun, dass du dieses Finanzielle mitbringst, das Zwischenmenschliche und eben auch noch ein so guter Unternehmer bist. Dass du da innerhalb von drei, vier Jahren eine Firma mit mehreren hundert Mitarbeitern aufbaust, da kommen Träumen hoch wie in jedem Startup, da kommt ein Betriebsrat auf, da musst du irgendwie mit Dealen. Du bist ja permanent parallel zum Day-to-Day in diesen MA-Prozessen, bist permanent parallel zum Day-to-Day in diesen Prozessen mit dem PMI. Und das finde ich schon herausfordernd, ja, weil es halt nochmal viel multidimensionaler ist, ja.

53:59 Frederik Brandis: Wenn ich dazu auch irgendwie eine Investorenperspektive hinzufügen darf. Was so ein bisschen meine, wenn ich mit so Gesprächen bin, wir erzählen jetzt diese Geschichte und sagen, ja, das ist ja einfach. Kaufst du 15 solche Unternehmen, sind alle profitabel, integrierst du ein bisschen und keine Burn Rate, genau kein Risiko und dann ist. Also Die Jungs haben also Tag oder Nacht die Prozesse sich angeschaut, Beziehungen aufgebaut Dann sitzt du am 23. 12. wieder am Freitag um 21. 30 Uhr in Buxtehude, wohnst aber mit Frauenkind in, weiß ich nicht, Frankfurt. Es ist braucht eine unglaubliche Energie, ein wahnsinnig eben uniques Skillset, wie Felix es gerade beschrieben hat, zwischen irgendwie Empathie, zwischenmenschlichen Beziehungen, Authentizität. irgendwie finanzieller Literacy und du hast gerade vom feuchten Traum des Beerulas gesprochen, so ist es halt dann doch nicht. Und du bist irgendwie montags bis freitags in der Bahn. fährst von links nach rechts, baust Beziehungen auf, kannst dich nicht, kannst du nicht mal locker lassen, sondern du musst immer mit einer positiven Präsenz, weil jedes Mal sprichst du wieder mit jemandem über deren Lebenswerk. Es ist wahnsinnig Tough. Und ich quasi nur aus der distanzierten Brille, aber so bei den Jungs auch mitbekommen, da hatten wir ganz viele Laten-Calls, an die ich mich viel mehr erinnere, als der erste, über den wir gerade gesprochen haben. Hast du die Positiven im Kopf? Nicht die Negativen. Und das ist so ein bisschen was. Was mir auch gerade in der Diskussion, jetzt sagen wir irgendwie jeder zweite Gefühl gerade irgendwie Roll-Up, so ein bisschen verloren geht. Also die Fruit ist nicht so low-hanging, wie die Leute tun. Es ist immer noch mega tough. Und dieser. Ich sehe ganz viele Teams, die irgendwie gar kein Gefühl dafür haben, wie wahnsinnig viele Themen da im Detail sind, wie du dich immer wieder um die Sachen kümmern musst. Und es ist eben nicht so leicht. Und wieso jetzt war das eine tolle Geschichte, die wir hier erzählen? Und wir glauben ja auch an die erste Klasse, deswegen machen wir ja auf Aven. Aber Vorsicht, das ist auch nicht so, als wäre es ein No-Brainer, bei dem du nichts falsch machen kannst.

56:08 Feliks Eyser: Mein Mantor hat immer gesagt, Peter, der kommt aus Beratung, der meinte immer, Excel ist geduldig. In Excel kannst du alles modellieren. Das ist total einfach. Diese Standorte und die Leute, da gibt es dann so eine Summenformel und dann werden die Zahlen groß. Aber die Realität, wenn du dann nach Osnabrück fährst und der Frage.

56:21 Felix Jander: Also hast erstmal 60 Standorte. Ey, du sitzt die ganze Zeit nur noch im Zug, ja. Und die ersten zwei Jahre waren wir auch super frugal. Und ich habe nur in Ibis-Hotels geschlafen. Also das ist schon, es ist halt eben nicht das, glaube ich, was der feuchte Traum eines WHU-Las ist, auch wenn jetzt alle über Rollup reden. Aber ähm. Ich glaube, wenn der WHUler dann mal zweite Klasse in der Bahn fährt und auch wirklich fünf Tage die Woche und Sonntagabend sich noch mit dem Peter irgendwo in Grevenbroich auf den Sushi trifft. . Es ist schon tough und auch überhaupt nicht glamorous.

56:51 Feliks Eyser: Ihr habt so ein Au-fuck-Moment, wo ihr dachtet, oh, das kann alles schief gehen

56:56 Felix Jander: Ja, sicherlich, ja. Also es gab Offack-Moments. Ich glaube, der größte Offac-Moment ist sicherlich, als wir kulturell Schwierigkeiten hatten mit einer Firma. Du hast ja irgendwann ein Portfolio an 10, 15 Firmen und da ist es halt so. Da hast du auch mal irgendwo Menschen, mit denen du da nicht mehr so gut zusammenarbeiten kannst und wo du dich vielleicht auch ein Stück weit getäuscht hast. Und dann kann sich so eine Kultur natürlich auch sehr schnell drehen. Du verlässt dich ja darauf, dass so ein Geschäftsführer genauso gut mit dir zusammenarbeitet. wie er vorher alleine gearbeitet hat. Aber nicht jeder kann dann gut damit klarkommen, dass er auf einmal einen Chef hat. Die haben ja ihr Leben lang ohne Chef gearbeitet. Und wir hatten so einen Fall. Und das hat die Firma echt auch zerrissen, ja.

57:41 Feliks Eyser: Kann es dann schon sein, dass eine Akquisition und eine Firma von vielen kann dazu führen, dass das ganze Konstrukt ein bisschen wackelt?

57:47 Felix Jander: Klar, auch ich meine, ey, wir sind ein Unternehmen, ja. Und dann ist da irgendwie einer, der querschießt. Das ist ja wie, äh, ich glaube, wenn ich jetzt mal, wenn ich jetzt mal Vergleich zu Comtravo ziehen darf. Irgendwie, wenn du Reisebüros hast in verschiedenen Städten und wenn das Berliner Büro auf einmal komplett Anticont-Travo ist, das funktioniert ja auch nicht. Und sowas musst du dann halt handeln. Und solche Oh-Fuck-Moments gab es.

58:14 Frederik Brandis: Und menschlich wieder einfangen. Das menschelt immer, nicht nur am Kauf, sondern auch dann auf der Journey.

58:20 Feliks Eyser: Besonders danach.

58:20 Frederik Brandis: Besonders danach.

58:21 Feliks Eyser: Wie hat sich Arsipa weiterentwickelt? Du bist raus mittlerweile, operativ. Ich bin Gesellschafter.

58:27 Felix Jander: Genau, richtig, richtig, richtig. Also ich würde mich schon noch als insofern drin bezeichnen, dass ich schon noch an der Story mitwirke und auch noch im Beirat bin. Und super, ja. Also wir sind heute der zweitgrößte Dienstleister im Bereich Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Deutschland. Wir haben, wie du schon vorhin sagtest, über 1000 Mitarbeiter, machen über 100 Millionen Umsatz. Also ist ein großes Unternehmen, ja. Glückwunsch. Und ich glaube, was man dazu noch sagen muss, ist, wir haben jetzt auch ein eigenes Tech-Team. Also irgendwann, wir hatten ja vorhin kurz darüber gesprochen, so dass du in der Journey immer mehr anfängst. zu integrieren und immer neue Wertschöpfungen auch durch diese Gruppe kreierst. Und am Anfang sind das sehr einfache Sachen wie Recruiting, Pricing, Marketing, Sales. Und jetzt haben wir ein eigenes Tech-Team, haben eine eigene Softwarelösung, haben sogar mehrere eigene Softwarelösungen. durch die wir Prozesse automatisieren. Und genau, das ist nochmal ein Beispiel dafür, dass diese Gruppe eben auch in Summe Dinge tut, die diese einzelnen Unternehmen niemals hätten tun können.

59:25 Feliks Eyser: Gibt es was zu der Arsipa-Story, über das wir noch nicht gesprochen haben, worüber wir unbedingt noch reden sollten? Also echt noch viel erzählen, aber was aus meiner Sicht vielleicht spannend wäre, ist, dass wir einmal so ganz grob, was ich

59:39 Das Drei-Phasen-Modell für Roll-Ups

59:39 Felix Jander: Anhand der Arsipa-Story gut erzählen lässt, ist, dass du durchläufst mit so einem Roll-Up verschiedene Phasen. Und wenn du magst, können wir dazu nochmal kurz reden. Also wie sich das auf der Zeitleiste abspielt. Also du hast ja diese. Diese, ich nenne sie jetzt mal Ibis-Hotel-Phase, wo wir uns selbst finanziert haben von unserem Arbeitslosengeld. Und wir haben übrigens auch zu zweit in einem Ibis-Hotelzimmer geschlafen. Also, um das nochmal zu erwähnen. Genau. Also das ist wirklich die Phase, da hast du noch nichts und musst halt irgendwie auf beiden Seiten husteln. Und das ist eigentlich meistens in den meisten Rollups, die ich jetzt auch sehe, die wir auch jetzt mit Aven investieren. Sind das die ersten zwölf Monate, würde ich ungefähr sagen, oder?

1:00:15 Frederik Brandis: Ja, es gab ein Team, die bei einem Verkäufer im Gästezimmer zu zweit, beides größere Jungs, 41x2 Meter Bett.

1:00:23 Feliks Eyser: Wechselt zusammen als Founding-Team. Phase 10 ist die Ibis-Ibis.

1:00:29 Felix Jander: Genau, die Ibis-Phase. Ich würde sagen, Phase 2 ist so Absoluter MA-Fokus, weil du musst dir erstmal eine gewisse Schwungmasse haben. Also, und damit auch diese ganzen zentralen Services mit Recruiting. Finance und so weiter Sinn machen, reicht es nicht, ein Unternehmen zu haben, das ist dann auch noch zu klein. Für zwölf Mitarbeiter ein Holding fünf zu haben, das macht noch nicht so Sinn. Das heißt, du musst erstmal drei, vier, fünf Unternehmen haben. Das sind dann schon die nächsten zwölf Monate. Und Fokus in MA heißt auch, du pflegst auch deine Beziehungen im Markt. Du musst ja erstmal alle kennenlernen. Du musst ja erstmal den ganzen Markt kennenlernen und die nächsten Jahre gewinnst du dann immer weitere Unternehmer für die Unternehmensgruppe. Aus diesem ersten Jahr oder die du im ersten Jahr kennengelernt hast dazu. So, das zweite Jahr würde ich sagen, ja, also die zweiten zwölf Monate. Und dann die dritten zwölf Monate. Da geht es dann wirklich ans Integrieren, also so das Aufbauen von A Holding. Also, dass du anfängst, dir ein gutes Team aufzubauen in der Holding, vor allem im Personal-HR-Bereich, im Finance-Bereich, im MA-Bereich, im PMI und dann eben vielleicht auch noch im Marketing Sales. Und das machst du dann so in dem Tenor weiter für zwei, drei Jahre und dann bist du eigentlich schon beim ersten Exit. Also ich sag mal so die ersten zwölf Monate Ibis-Phase, die zweiten zwölf Monate so die MA-Phase, ja. Und dann die nächsten zwölf bis 24 Monate die Integrationsaufbauphase, wo du eben auch diese ganzen. Plattformthemen aufbaust.

1:01:55 Feliks Eyser: Hast du noch eine spannende Erkenntnis aus Investorenperspektive auf diese ganze Reise?

1:01:59 Frederik Brandis: Ja, ganz viele Erkenntnisse, auch paar Sachen, die ihr wir strukturell gut gemacht haben, manchmal mehr zufällig, manchmal weniger zufällig. Ich glaube. wo wir jetzt irgendwie sagen, das ist gut gelaufen und das würden wir auch gern in unseren Plattformen, die wir jetzt finanzieren, institutionalisieren. Zu zwei, drei Gedanken sind zum Beispiel, du fängst nennen wir es die Ibis Phase.

1:02:30 Feliks Eyser: Ibis ist nicht investiert bei euch, denke ich mal, als Sponsor. Ibis nicht investiert, ne, keine Sorge. Folge wird präsentiert vom Adlon. Liebe Grüße an die WHU. Nein, natürlich nicht.

1:02:46 Frederik Brandis: Du hast so die ersten Phasen, wo du das Gründerteam hast, du viel irgendwie die Leute kennenlernst, MA machst und als Gründerteam ziemlich autark bist. dann hast du irgendwie deine ersten Unternehmen aufgekauft und dann nimmt das irgendwann eine operative Aufgabe. aus der Arsipa-Stories, die auch ergeben, es macht wahnsinnig Sinn, dann auch irgendjemanden, der auch länger schon in der Industrie ist, auch als ähm, vielleicht auch dann eher 40-50 ist, der auch irgendwie Stabilität in das Unternehmen bringt, der operativ viele Prozesse gesehen hat, den dann auf so eine Plattform zu holen und der dann operativ Die Geschäftsführung mit den Leuten übernimmt. Dann, was wir auch gesehen haben, was ihre gut ist, ist so ein Lighthouse-Projekt, eine Firma, die einfach besonders gut funktioniert. Das muss ja gar nicht. Wovon die anderen lernen können. wo du auch einem irgendwie erweiterten Gesellschafter kreisst und sagst hast, pass auf, so kann so eine Firma funktionieren. Wir haben es jetzt auch irgendwie bei den drei Firmen schon mal irgendwie implementiert. Aber bei den nächsten zehn haben wir es noch nicht gemacht, kannst du aber machen. Die Geschichte erzählen ist das eine, es wirklich zu zeigen ist das andere und da so eine Lighthouse-Projektfirma zu haben. etwas, was wir gesehen haben, irgendwie sehr gut funktioniert hat. Dann irgendwie Synergieprojekte. Du hast wahnsinnig wenig Zeit. Also wir hatten es ja gerade erwähnt, du fährst da Montag bis Sonntag durch die Gegend. Und du willst natürlich irgendwie einmal Stabilität im Portfolio, das heißt, dass die Firmen sich weiterentwickeln und gesund irgendwie organisch wachsen. Du willst integrieren und du willst weiter M<unk>A machen. Dazu kommt dann irgendwie die Value Creation bei den Firmen. Also dass irgendwelche Synergieprojekte, hey, wir könnten doch als Gruppe das und das machen, das kostet wieder Zeit. und Aufmerksamkeit der Gründer. Da haben wir zum Beispiel auch gesehen, du musst es nicht immer zwingend bei allen deinen Portfoliofirmen sofort irgendwie implementiert haben. sondern das ist auch etwas, was du irgendwie wieder durch fünf, sechs, sieben Beispiele zeigen kannst. Die haben es gemacht, das war der Impact, aber dann auch für den nächsten Gesellschafter noch Platz für Verbesserungen zu lassen. Das sind mal drei Learnings, die haben die Straße.

1:04:59 Felix Jander: Ist doch noch was in den Sinn gekommen. Und zwar ist vielleicht noch eine ganz gute Überleitung zum nächsten Teil mit Aven. Ich glaube, was auch wichtig ist in der Arsipa-Story, was bei uns sehr gut gepasst hat, war, was wir an Investorenbasis hatten. Und was wir für ein Unternehmen aufgebaut haben. Das konnte ich nicht mehr sehen. Bitte? Ja, ja, nee, aber es ist ja gut, dass ich es sage. Nee, aber weil das ist, glaube ich, schon wichtig und viele, die jetzt gerade in der Phase sind, über den Rollup nachzudenken. sprechen ja auch mit Venture Capital Fonds oder viele Venture Capital Fonds wollen auch in solche Sachen investieren. Und ich da, was bei uns sehr gut gepasst hat Ist, die Leute haben halt verstanden, dass es eben nicht ein Case ist, wo du jetzt erstmal einen großen Overhead aufbaust, eine Burn-Rate produzierst und dann aber jedes Jahr, als müssen wir 3x organisch wachsen, ja. So, und ich glaube, das ist schon auch wichtig. Dass wir eine Investorenbasis hatten, die genau verstanden hat, was das eben ist. Ich hatte Tengelmann drin. Wir hatten Tengelmann drin, wir hatten Freddy drin, wir hatten aber auch sonst. Viele Leute, die aus diesem Private Equity-Umfeld schon kamen. Also die auch Bein-Bild verstanden haben, weil sie es selbst schon gemacht haben.

1:05:53 Feliks Eyser: Und English, man muss man sagen, hat auch einen VC-Arm, also macht noch Venture-Investments, aber ist im Grunde auch eine Familie oder sehr mittelstandsnah. Und hat vielleicht mehr Verständnis auch für diese Art von Geschäftsmodellen.

1:06:02 Felix Jander: Absolut. Und der Patrick, der das Investments bei uns damals gemacht hat für Tengelmann, er kommt auch selbst aus dem Private Equity und hat genau solche Dinge davor gemacht. Und das war, glaube ich, für uns schon auch wichtig und gut, dass unsere Investorenbasis verstand hat, was wir machen, und uns darin auch unterstützt hat. Sei es irgendwie Wenn es um Bankenfinanzierung geht, dann mussten ihre Schers plätschen, sei es darum, wenn es darum geht, uns irgendwie auch mal in Ruhe zu lassen in der wichtigen Phase mit dem Betriebsrat oder was auch immer. Aber so Und das habe ich im VC oder im VC-Umfeld von Berlin schon auch ganz anders erlebt, was da an die Gründer herangetragen wird. Und das fand ich bei uns super.

1:06:36 Feliks Eyser: Soll man eine Runde Roll-Up-Broulette spielen?

01:06:39 Roll-Up-Roulette: welche Branchen sich heute noch lohnen

1:06:39 Felix Jander: Gerne, ja. Um ein bisschen rauszufinden, was es noch für Branchen gibt für Branchen gibt, wo du es noch machen könntest. Wir können es ja so machen. Erst fragst du uns fünf Branchen und dann fragen wir dich nochmal zwei.

1:06:47 Feliks Eyser: Okay, okay. Wir können es zusammen machen. Pass mal auf. Guck mal, ich habe alle. Ich habe alle meine Skills rausgeholt und ich habe ein Game gebaut für uns. Guck mal, das ist das Founder-Mode. Aven Capital Roll-Up Roulette. Wir haben hier ein Glücksrad, also wir müssen alle auf YouTube oder ins Video switchen bei Spotify. Um das zu sehen, blenden wir es ein. Wir haben das Glücksrad hier gebaut mit 36 Branchen. Und das können wir jetzt drehen. Und dann kommt eine Branche. Und dann müsst ihr sagen, was ihr davon haltet. Okay. Sollen wir gleichzeitig oder unabhängig davon? Ja, das sehen wir dann. Wir drehen erstmal das Glücksrad, oder? Okay, gut. Was kommt als erstes? Zahnarztpraxen. Und danach können wir übrigens den Reveal machen, was die LLMs dazu sagen. Weil ich habe es auch bewertet.

1:07:29 Felix Jander: Okay, sehr gut.

1:07:30 Feliks Eyser: Soll ich mal anfangen?

1:07:32 Felix Jander: Wir können auch beide Daumen hoch oder Daumen runter machen.

1:07:33 Feliks Eyser: Okay, das ist eine gute Idee. Okay, auch da. Machen wir das nächste Mal.

1:07:37 Felix Jander: Lass machen?

1:07:37 Feliks Eyser: Ja. Eins, zwei, drei. Okay, okay. Felix Operator, home steady, uh der Investor, Daumen runter.

1:07:45 Felix Jander: Warum? Also, du, weil Zahnas. Praxen, also erstens ein Thema ist, wo schon zehn Rollups durchgelaufen sind. Das macht es jetzt aktuell natürlich zum schlechten Thema, weshalb wir natürlich beide recht haben. Und aber warum eignet sich es aus meiner Sicht? Zahnarztpraxen sind fragmentiert, ja, was ich vorhin gesagt habe. Das heißt, es gibt sehr viele. Das ist ein Markt, wo es Sinn macht, ihn aufzurollen. Es ist ein sehr stabiler Markt. Wir alle gehen manchmal zum Zahnarzt, gut, ich weniger, aber du zumindest so super Zähne. Und also ein stabil wachsender Markt. Und das dritte ist auch sehr profitabel, es sind Dienstleistungsgeschäft. Also diese drei Sachen, die ich vorhin meinte, bringt es mit. Und deshalb gab es da auch schon sehr viele erfolgreiche Rollups, sein Sets Zahlen 1 oder

1:08:30 Frederik Brandis: Mach noch ein paar Names.

1:08:31 Felix Jander: Was sagst du, warum es nicht gut ist?

1:08:33 Frederik Brandis: Wahrscheinlich die gleichen Argumente, die Felix auch sagen würde, warum es nicht gut ist, nur dass wir dann mit einem anderen Daum rausgekommen sind. Also einmal viel Wettbewerb, zu viel Competition, was immer die Sache deutlich schwieriger macht, evidentermaßen. Ich glaube, dass was du grundsätzlich als was gesellschaftliches Positives sehen kannst, dass insbesondere in Deutschland Ärzte Sehr ideologisch motiviert sind und Arzt geworden sind, nicht weil sie wahnsinnig reichter werden können, zumindest die meisten, sondern weil sie irgendwie an das gute Menschen glauben. Naja, und schlecht geht's denen auch nicht. Und schlecht geht's denen auch nicht, also es ist keiner verhungert bisher, also glaube ich zumindest nicht. Aber so eine ideologische Motivation macht auch eine Integration und eine Gruppendynamik oft schwieriger. Weil dann hast du irgendwie deine Prozesse in deiner Praxis, du kennst deine Patienten, du sprichst ja mit den Menschen und dann sagst du irgendwie, pass auf, ihr macht jetzt alle irgendwie Software-Tool XYZ. Da ist so eine gewisse Resistenz der Implementierung. Und das macht es meines Erachtens in Kombination mit viel irgendwie Competition schwieriger zumindest. Was glaubt ihr, was sagt der AI? Ich glaube auf jeden Fall gut. Jetzt sollte ich auch mal die Dramenkriterien passen.

1:09:49 Feliks Eyser: Neun von zehn, sagt die AI. Okay, wir drehen nochmal im Glücksrad, oder? Ja. Gucken, was kommt. Oder ist abgefahren, YouTube-Channels.

1:10:02 Felix Jander: Kann man die überhaupt kaufen? Ist das euer Channel da? Absolut, was kauft man?

1:10:06 Feliks Eyser: Nee, aber was kauft man denn da? Unseren nicht? Aber es gibt Rollups, die kaufen so viele Back-Kataloge. Oder es gab, glaube ich, du kaufst die IP von den Channels und oft haben die dauerhafte Streams. Es gab, glaube ich, einen, der hat so Kinderchannels gekauft. Genau.

1:10:23 Felix Jander: Ich kenne die auch. Okay, machen wir wieder Daumen.

1:10:25 Feliks Eyser: Machst du auch mit? Ja. Eins, zwei, drei. Uh, okay, wir haben zwei runter, ich bin runter. Ich wollte auch ein Video machen. Okay.

1:10:36 Frederik Brandis: Darf ich anfragen? Weil ich habe neulich drüber nachgedacht und oder diskutiert. Und ich glaube, es geht total in die Diskussion, wie dieser YouTube-Content, wie kommoditisiert wird dieser Content. Und eine Seite Debatte ist irgendwie jetzt, wo quasi jeder irgendwie Videos erstellen kann und immer einfacher wird, Content zu kreieren. Du hast ja irgendwie diese Influencer-Beziehung oder die Beziehung zum Kanal. Ist das sticky, weil die Leute dann trotzdem bei dem Kanal bleiben und das ist auch das, was du kaufen würdest? Oder dadurch, dass irgendwie Creation so accessible wird, verlieren die alle irgendwie ihre Alleinstellungsmerkmale. Und du gehst total in die Masse und jeder ist irgendwie Content Creator. Gerade wenn wir von YouTube Channels ist vielleicht noch irgendwie holistischer ausgedrückt, wenn du sagst, irgendwie Educational Challenge, Channels oder sowas. Wenn jetzt eine Influencer-One-on-Beziehung, dann ist es natürlich an der linken Seite und dann kann es funktionieren. Wenn es halt eher kommoditisierter Content wird, dann bin ich mir nicht so sicher. Und das wäre jetzt. Ich man kann das Thema diskutieren. Ich glaube, es gäbe jetzt andere Branchen, wo ich lieber investieren würde, wo die Diskussion irgendwie kleiner ist. Das denke ich auch übrigens über AI-Rollups. Da kommen wir gleich drauf. Das habe ich mir schon gedacht. Was sagst du? Ich habe ja so einen Daumen gemacht.

1:12:02 Felix Jander: Also, für mich ist es auf jeden Fall kein Aven-Case und es ist glaube ich auch ganz gut, das nochmal zu sagen. Also, ich sehe schon, weshalb da gewisse Investoren das spannend finden könnten, die zu akquirieren. Es ist nicht unser Case, weil. Sorry to say, aber was kaufst du denn da? Also da kaufst du irgendwie eine Brand, vielleicht sogar gemietetes Studio und vor allem eine Followerzahl. Aber das ist ja kein echtes Unternehmen, mit was irgendwie 30 Mitarbeiter hat. Und ist deshalb auch ein anderes Risikoprofil, als wenn du eine Arztpraxis kaufst, oder was ich noch vorhin meinte in eine Logopädiepraxis, ne? Ich sehe aber den Case grundsätzlich. Also wenn du mit einem Hochrisiko-Mindset rangehst, zu sagen, ey, ich kaufe mir irgendwie 20 YouTube-Channels, die sind sau profitabel, wenn man es richtig macht. Da kann ich noch irgendwie dadurch, dass ich die zusammenlege, vielleicht ein, zwei Sachen beim Influencer auf der B2B-Sales-Seite, wo ich meine Werbung reinhole, vielleicht levern oder so, wenn ich so ein Portfolio habe. Also das kann ich schon sehen, dass das jemand macht, aber für uns auf jeden Fall nicht.

1:12:58 Frederik Brandis: Du bist jetzt mehr Media-Experte als wir sind und du hast ja auch den Daumen runter gemacht.

1:13:02 Feliks Eyser: Ja, meinen Daumen mal runter. Ich sehe das Platz. Plattformrisiko, also jetzt ist YouTube hot, wenn die morgen alle bei TikTok sind oder so. Ich meine, das ist ein Risiko, das du nimmst. Ich glaube, das zweite ist das algorithmische Risiko. Es geht ja immer über Search und und äh Die Ergebnisse, rankst du da weit oben oder nicht? Kann sein, dass es eine Änderungen gibt und dein Traffic einbricht, weil die Suchergebnisse sich ändern. Und das dritte ist, glaube ich, die AI-Frage. So, was passiert, wenn einfach viel mehr Content da drauf kommt? gibt ja schon die ersten AI-Podcasts, also ich werde ja gerade auch disrupted von der AI. I don't know. Also ich glaube kurzfristig, Hochrisiko, ich glaube, das ist eine Kategorie, die funktioniert. Langfristig. I don't know. Was denkst du, 5 von 10? Was die AI sagt. Ich denke mal so, vielleicht so 4 von 10. 5 von 10. Ja, gut geschätzt. Okay, wir drehen nochmal. Gucken, was es noch so gibt. Ich hab krank Bock auf den Song jetzt.

1:13:50 Felix Jander: Ja.

1:13:51 Feliks Eyser: Tattoo-Studios.

1:13:54 Felix Jander: Okay, sind wir?

1:13:55 Frederik Brandis: Ja. Ready? Ja. Drei, zwei, eins.

1:13:58 Feliks Eyser: Okay, ihr sagt beide Daumen runter machst, meiner war so Medium.

1:14:01 Felix Jander: Ja. Jetzt fange ich wieder an. Ich glaube, es ist zu kleinteilig. Also ich glaube, du brauchst schon eine gewisse Größenordnung, was du kaufst. Das meinte ich auch vorhin mit diesen Einzelkämpfern. desto kleiner die Unternehmen werden, das zeigt sich dann Mitarbeiter im Umsatz, aber eben auch im EBITDA, desto weniger macht Sinn. Und wenn es zu kleinteilig ist, dann müsstest du ja 100 T von Tattoo-Studios kaufen. Und da macht so ein alorganischer Approach kein Geld.

1:14:28 Frederik Brandis: Zusätzlich, also absolut kein Grund. Ich glaube, zusätzlicher Grund ist irgendwie die Abhängigkeit dann vom Tattoo-Artist. Du gehst wahrscheinlich ins Studio, weil du irgendwie den Tattoo-Artist Gut findest und dann verkauft er sie. Oder Yogalehre-Effekt. Genau, geht dann irgendwie, zieht ein anderes Land oder eine andere Stadt oder wie auch immer und dann klebt dein Business da. Also Abhängigkeit von Individuen und Kleinteiligkeit sind wahrscheinlich die beiden kein Gründe. Ja, und auch, wie recurring ist denn das?

1:15:00 Felix Jander: Also, ist es schon Recurring?

1:15:02 Feliks Eyser: Auf ein weißes Dick. Achso, Tattoos. Aber ich meine hier in Berlin, wir sehen ja alle Leute, die haben ja hunderte von Deutschland. Zieh mal kurz hoch. Ich glaube, du hast ein bisschen Repeat-Business. Also mein einziger Take war, ich glaube, es ist Kleinteil, ich glaube, ich kann es sehr günstig kaufen und ich glaube, es gibt keine Brand. Also es gibt nicht das, weiß ich nicht, Mr. Wash für Tattoo-Studios oder so. Also eine Brand, die Genau das macht, was du gesagt hast, einen Standard reinbringt, den es aktuell nicht gibt. I don't know.

1:15:29 Frederik Brandis: Aber es gibt immer wieder solche Plays. Also ich habe jetzt von der Konsolidierung in der Friseursalon-Industrie gehört. Was am Ende wahrscheinlich sehr ähnliche Dynamiken sind. Ist auch ganz interessant, wenn du zum Beispiel durch London läufst, wenn wir jetzt irgendwie Food Beverage oder Restaurants oder auch für Salons gucken. Alles, alles ist Teil einer Kette. Jeder Pub gehört zu irgendeiner Gruppe, jedes Restaurant hat dann plötzlich fünf Filialen. Also es ist wirklich bizarre. Das heißt irgendwie zwei Dinge. Also für mich einmal will ich als Bürger eigentlich nur noch bei Ketten sein? Wahrscheinlich die Antwort eher nein. Und als quasi, weiß ich nicht, Betriebswirt, heißt das, das funktioniert in ganz schön vielen Industrien. Da kannst du super wahnsinnig viel konsolidieren und ich bin da irgendwie dankbar und ich glaube auch die deutsche Dynamik wird dafür sorgen, dass es irgendwie noch viel Familienbetriebe und individuelle Betriebe immer wieder geben wird, aber schon beeindruckend, wie viel du dann doch erreichen kannst, auch in Branchen, wo wir erstmal sagen würden, da sehen wir Attraktiveres.

1:16:32 Feliks Eyser: Aus der Eben-Perspektive sagt dir so B2C-Themen ist gar nicht so interessant, diese DA of B2B oder kann man das gar nicht so sagen?

1:16:37 Felix Jander: Also ich würde, um das Thema auch nochmal aufzugreifen, ich würde sagen, also ich habe eine relativ harte Meinung Tattoo-Studios und auch Friseursalons hat überhaupt keinen Sinn. Du musst doch immer so ein bisschen rechnen, anorganisches Wachstum gegen organisches. Was kostet es dich, ein Friseursalon oder ein Tattoo-Studio aufzumachen? Da brauchst du irgendwie so ein Tätowiergerät. Was kostet es? Vielleicht 10. 000 Euro maximal, ja? Dann brauchst du irgendwie einen Raum, das kannst du mieten, dann brauchst du eine Pritsche, vielleicht ein bisschen Einrichtung und brauchst ein Tattoo. Du sagst, die Eintrittsbarriere ist zu gering. Super low. Also da mache ich doch lieber irgendwo in Berlin ein neues Tattoo-Studio einfach auf. Anstatt eins zu kaufen, wo ich dann vielleicht noch dreimal E-Bit da zahlen muss.

1:17:13 Frederik Brandis: Weil du gehst schon immer zum selben Frisur und wahrscheinlich auch zum selben Tattoo-Artist.

1:17:16 Felix Jander: Ja, auch Location ist was, ne? Aber ich glaube, viele Leute machen sich anorganisches Wachstum auch so einfach. Weißt du, das, was du zahlst, wenn du sagst, ich zahle hier dreimal oder zweimal EBITDA von mir aus für so ein Tattoo-Studio. Ey, wenn du das gleiche Budget in Marketing steckst, dann machst du auch dein Tattoo-Studio, das neu eröffnet ist, erstmal populär, weißt du.

1:17:35 Feliks Eyser: Okay.

1:17:35 Felix Jander: Also ich bin beim selben Frühser, seit ich acht bin in München.

1:17:38 Frederik Brandis: Ich nicht und er macht einen guten Job. Besten Dank. Guter Zahnarzt, guter Friseur.

1:17:43 Felix Jander: Was glaubt ihr, was sagt ihr AI? Ich glaube, ich sag drei von zehn.

1:17:48 Feliks Eyser: Ja, ich auch.

1:17:49 Felix Jander: Ja, bin ich dabei.

1:17:50 Feliks Eyser: Zwei von zehn. Ja. Okay, haben wir gut getippt.

1:17:53 Felix Jander: Hast du irgendwelche B2B-Themen da drin?

1:17:55 Feliks Eyser: Ja, mal gucken. So ein bisschen random. Also bestimmt, aber wir können noch ein bisschen weiter drehen, gleich. Coworking Spaces. Ja, sehe ich nicht.

1:18:04 Frederik Brandis: Sehe ich auch nicht Capex Heavy, schwierig irgendwie auch da viel Bild.

1:18:10 Felix Jander: Ist wahrscheinlich auch gar nicht so profitabel, oder? Also ich weiß nicht. Na, wenn du Community von Rüberg nachfragen, Community Adjustment.

1:18:21 Feliks Eyser: Okay, was sagt die AI? Vier von zehn, na immerhin, aber auch nicht so gut. Ja, also wir haben rot. Okay, wir können noch zwei machen und dann können wir uns die Top-Liste mal anschauen. Ja, ist gut. Podcast-Studios. Perfekt.

1:18:37 Frederik Brandis: Also nochmal zu dem Thema B2B versus B2C. Ich glaube, es geht gar nicht, also wir fühlen uns mit B2B ein bisschen wohler, weil es. Weil es einfach für mich zumindest einfacher ist, einzuschätzen. Das kannst du aber auch in als VC sagen, mache ich lieber Consumer oder B2B-Investments. Da ist wahrscheinlich das eine nicht besser als das andere.

1:18:59 Feliks Eyser: Okay, es geht schon, es ist kein prinzipielles Thema.

1:19:02 Frederik Brandis: Es ist kein prinzipielles Thema, sondern ich zumindest würde mich irgendwie dem B2B-Thema Wohler. fühlen, aber ich meine, Logopädie ist auch ein B2C-Thema. Das heißt nicht, dass es nicht geht. Also es geht eher um die Art der Revenue-Streams, um die Fragmentierung des Marktes, um die Art der Unternehmen, die da sind, als ob du B2B versus B2C machst.

1:19:25 Feliks Eyser: Okay, Podcast Studios.

1:19:27 Frederik Brandis: Podcast Studios.

1:19:28 Feliks Eyser: Sollen wir hier das Studio kaufen? Hannes, für welche freche Summe würdest du hier dein Studio verkaufen?

1:19:35 Frederik Brandis: Müsste ich mir überlegen, aber es ist der Ausbau leider schon ein sechsstelliger Betrag?

1:19:40 Feliks Eyser: Ausbau ist sechsstellig hier, okay. Also auch wieder CapEx Heavy.

1:19:43 Frederik Brandis: Und wie viel deiner Customer sind Repeat? 60 bis 70 Prozent. Mindestens.

1:19:49 Feliks Eyser: Das ist schon gut. Die kommen immer wieder und wir geben jeden Monat mehr Geld aus, kann ich euch auch sagen.

1:19:54 Felix Jander: Jetzt ist natürlich noch die spannende Frage, was man zahlt. Für so eine Aufnahme hier. Felix, sag doch mal, was zu deinen Zahlen. Wie viel zahlst du pro Aufnahme? Ich glaube, da könnte schon was hängen bleiben. Okay. Aber also ich mein Bauchgefühl ist eigentlich eher nicht, ja, weil ich glaube, ist auch wieder sehr kleinteilig, weil oftmals wird ja ein Studio nicht von, ist ja kein großes Unternehmen mit irgendwie 20 Mitarbeitern, 30 Mitarbeitern, sondern sind ja jetzt wie in eurem Fall hier auch. Kleine familiäre Studios. Würde ich jetzt annehmen, ist ein Großteil der Studios. Und was wir eben schon hatten mit Capex Heavy, finde ich auch nicht so cool. Was ich gut finde, ist Recurringness. Aber ich glaube, es gibt Themen, die spannender sind.

1:20:33 Frederik Brandis: Am Ende bist du hier, also passt gut, Location ist auch gut, aber da Hannes wirkt, kann ich es noch nicht lange, aber besonders nett. Wenn wir jetzt das Ding hier morgen kaufen und da steht irgendwie Podcast Studio Limited dran und ihr gesagt, dass die Preise verdoppelt? Preisdings ist gar nicht so das Thema, aber Hannes macht noch ein Jahr mit, geht dann um die Ecke und macht irgendwie sein eigenes Studio auf. Im Zweifel Habt ihr immer noch eine Beziehung, schreibst wieder und dich interessiert sich mehr für Hannes als. Okay, es ist nicht wirklich sticky. Es ist nicht wirklich sticky. Ich glaube, zumindest sticky mit der Person, anstatt mit dem Space.

1:21:11 Felix Jander: Aber ich finde es besser als Tattoo-Studios, muss ich dazu sagen.

1:21:16 Frederik Brandis: Ja. Das könnte ich nochmal ausdiskutieren. Ja? Ja.

1:21:21 Feliks Eyser: Okay, was sagt die AI? 5 von 10, ja, irgendwo in der Mitte. Wir können mal gucken hier auf die Top-Liste und da sind, glaube ich, ein paar interessante Themen dabei. Zehn von zehn sagt die AI, IT-Systemhäuser.

1:21:31 Felix Jander: Gut, es ist aber auch ziemlich durch, das Thema. MSPs, ja.

1:21:36 Frederik Brandis: Was ist ein MSP? Managed Service Providers. Das ist jetzt so ein Space, den auch VCs gerade als Rollup. . Industrie gut finden, dann hast du da irgendwie, was wir gesagt haben, wir sind gern alleine auf Deals und irgendwie mit Patient und schlauen Kapital, das irgendwie effizient auch kaufen will und irgendwie zu sinnvollen Preisen versus ich möchte schnell wachsen. weswegen ich jetzt keinen empfehlen würde, heute noch in den MSP-Markt zu gehen, obwohl es strukturell ein spannender Markt ist. Da gibt es jetzt sehr viele Teams, die eine Markt dran sitzen.

1:22:14 Feliks Eyser: Okay, okay. Absolut.

1:22:15 Felix Jander: Der zweite Platz ist hier, alles du noch was dazu? Nö, ich finde und die Themen sind schon, ich finde noch, also das sind jetzt so die Themen auf die würde man wahrscheinlich relativ schnell kommen, oder? Also ich meine, du hast sie auch generiert, ne? Also in der AI generated. Ich glaube, was ich schon irgendwie unseren Zuhörern als Motivation mitgeben möchte. Es versucht nicht zu generisch zu sein. Also denkt wirklich an die Nischenmärkte auch, ja.

1:22:37 Feliks Eyser: Das ist ja das Spannende, weil Betriebsärzte stehen hier sicherlich nicht auf der Liste.

1:22:41 Felix Jander: Sicherlich nicht, ja. Und ich meine. Gerade davon gilt es ja sich irgendwie abzusetzen. Und es gilt ja irgendwie das zu finden, wo du eben nochmal eine neue Perspektive auf so Nischenmarkt hast. hast und das heißt geht irgendwie mal in die Chemiefabrik und guckt euch an, wer da so an Dienstleistern rumhuscht. Oder oder geht mal in Sägewerk und guckt was der Laster für Prüfungen braucht. Das muss man wahrscheinlich auch irgendwie auditen oder Quality-Testing machen, ja. Also ich glaube, so ein bisschen tiefer reingehen lohnt sich schon und da auch Zeit reinzustecken, um halt nicht. So generisch zu werden.

1:23:14 Frederik Brandis: Spot Oniment, wo zieht ihr ihr Wissen her von irgendwelchen Reddit-Foren und ich weiß nicht was? Das sind eigentlich genau da, wo viel Musik ist, genau da sollst du es jetzt eigentlich nicht mehr machen.

1:23:21 Felix Jander: Genau, du willst ja das nächste Thema finden. Okay, und die finden wir das. Gib mir mal eure Nuggets. Ich meine, so ein bisschen habe ich dir schon gesagt. Also, Nuggets werde ich dir nicht geben, aber so ich kann ja den Weg dahin sagen, ja. Also so, ähm beschäftige dich mal mit mit den Themen, wo du investiert hast. Geh da rein, guck dir mal die Overhead-Kosten an. Geh mal einfach in die Buchhaltung und guck dir mal irgendwie. an, was da so für Rechnungen an größeren, mittleren, kleineren Tickets durchlaufen. Und ich denke, alleine da kommst du schon auf zehn Ideen. Also guck mal deine Ventures rein, dann gibt es irgendeinen Berater. Und der macht vielleicht regelmäßig für eins von deinen Ventures irgendwie ein Quality Audit. Recurring, einmal im Quartal, kommt der da rein und ich weiß nicht, dann macht er irgendwas mit Drohnen und dann muss die einmal. . pro Monat oder einmal pro Quartal zertifiziert werden. Ich denke mir doch was aus. Aber sowas ist spannend, ja.

1:24:08 Frederik Brandis: Aber in die Value Chains oder gehst du irgendwie in, weiß nicht, einen Hotelbetrieb, was haben die eigentlich für was ist deren PL? Also Probabless.

1:24:16 Feliks Eyser: Ja, Posten- und Lost-Rechnung, also quasi die Kosten.

1:24:18 Frederik Brandis: Genau. Und dann guckst du, was haben die eigentlich für Kostenpositionen? Und dann sind da irgendwie 65 Dienstleister vom Gartendienst bis zur Regenrinnenreinigung.

1:24:27 Feliks Eyser: Irgendeiner macht die Polstermöbel wieder schon.

1:24:28 Frederik Brandis: Irgendeiner macht die Polstermöbel und entstaubt die. Einer kerchert deine Oberfläche.

1:24:32 Feliks Eyser: Einer wartet den Aufzug.

1:24:33 Frederik Brandis: Genau. Und dann haben ja auch wieder Dienstleister. Und so kannst du eigentlich dich sehr bottom-up durch so Value Chains tingeln und kommst auf Märkte, die halt niemals da auftauchen würde.

1:24:44 Felix Jander: Und ich glaube, diese paar Wochen zu investieren, lohnt sich, dann eine lange Liste zu machen und dann aber so schön strukturiert, wie du es gemacht hast, die auch durchzuranken. Das ist quasi der Prozess, den ich empfehlen würde.

1:24:53 Feliks Eyser: Macht ihr das mit Founding-Teams oder mit Rollup-Teams zusammen, so ein Ideation-Prozess, oder kommen die zu euch, wenn die schon so ein Nugget gefunden haben? Wann macht es Sinn, mit euch zu reden? Ähm, also Minute minus zehn.

1:25:05 Frederik Brandis: Wir fokussieren uns sehr auf Unternehmer. Also wir möchten mit irgendwie mit Menschen sprechen, lange bevor sie eine Idee entwickelt haben, lange bevor sie ein Vertical haben, auch gerne auch bevor sie einen Co-Founder haben. Das heißt, es macht, wenn du auch nur Wenn du peripher darüber nachdenkst, das jemanden zu machen, sprecht gerne mit uns. Und wir glauben total dran, ich meine, wir haben über diese unternehmerische Reise gesprochen, aber dass du auch deine Industrie findest und auch selber findest. wo du sagst, pass auf, das finde ich irgendwie spannend. Ich habe auch eine intrinsische Motivation in der Industrie was zu machen und ich habe auch eine Verbindung mit den Mitarbeitern und Verkäufern. Also ein Ingenieur funktioniert anders als ein Elektriker als Mensch. Und sagst Passt mein Charakter irgendwie eine Beziehung mit den Leuten auf?

1:25:49 Feliks Eyser: Zu der Branche her und zu der Branche.

1:25:51 Frederik Brandis: Deswegen möchten wir genau nicht eine Industriethese entwickeln. Jetzt mal abgesehen von den LLMs, so eine Longlist von Sachen zu machen, ist jetzt nicht so wahnsinnig schwierig. Und dann zu sagen, ja, hier Carla und Peter, bitte die Industrie, das ist genau das Gegenteil von unserem Forts, sondern wir arbeiten mit Carla und Peter zusammen. Carla und Peter sind im Driver's Seat, kommen mit Industrien und dann machen wir so eine Sprintlogik. Alle zwei, vier Wochen setzen wir uns zusammen und sagen, hey, was denkt ihr? So habt ihr noch eine Intro und so, das sind unsere fünf Gedanken, guckt euch das nochmal an und dann geht es weiter oder in den neuen Markt.

01:26:24 Aven Capital Partners

1:26:24 Feliks Eyser: Erzähl nur mal zu Aven, Capital General. Was ist der Pitch von dem Fonds?

1:26:30 Frederik Brandis: Die Frage ist natürlich immer, an wen, aber der Pitch von dem Fonds ist: wir sind ein Private Equity Fonds, der aber das klassische Private Equity Modell leicht eben anders gedreht hat und das geht sehr in die Kerbe von dem, was ich gerade erzählt habe. Wir fokussieren uns eben erst auf die Unternehmer Wir glauben, dass in diesem Markt, in diesem Microcap-Markt, das heißt Unternehmen unter zwei Millionen EBITDA, dort ist es insbesondere immer wichtig, aber insbesondere wichtig, diese zwischenmenschlichen Beziehungen zu pflegen und Aus unserer Meinung, Menschen, die irgendwie besonders empathisch sind, hohen emotionalen Intelligenzgrad haben, möchten auch einen gewissen Grad unternehmerischer Freiheit. Das heißt, wir möchten eigentlich ein Operating-Modell als Investor zur Verfügung stellen, das für Unternehmer, die in diesen Rollup-Markt reingehen, spannend ist. Und das bedeutet auch ein gewisser Grad von Autonomie. und unternehmerischen Entscheidungsfindungen auch unabhängig von den Investoren. Wir sind involviert, wir wollen helfen oder wir helfen, haben natürlich irgendwie eine gewisse Governance. Aber wir bauen ein Operating Model für Unternehmer und sind selber Unternehmer. Und das ist primär für Gründer der Pitch.

1:27:38 Feliks Eyser: Wer sollte sich auf gar keinen Fall bei euch melden? An was für Personen passt überhaupt nicht?

1:27:42 Felix Jander: Also ich glaube schon, wenn jemand jetzt eher ein sehr konservatives, sicheres Umfeld sucht, das hatten wir vorhin schon, dann ist vielleicht ein Searchfund die bessere Wahl. Also was wir nie tun werden, ist eine Searchphase schon finanzieren. Und wir sind, wie gesagt, auch nicht die richtigen Investoren für extrem Tech-Havy-Themen. Also was für uns nicht passt, ist, wenn jemand sagt: So ich baue jetzt erstmal eine Tech-Plattform und dann kaufe ich Leute dazu. Oder Mitarbeiter oder Unternehmen und generiere so Umsätze. Also das würde nicht passen, aber sonst ist es, glaube ich, ein super spannendes unternehmerisches Angebot für extrem viele Profile. Deshalb sprechen wir gerne mit fast allen.

1:28:15 Feliks Eyser: Wie ist eure Sicht auf dieses Tech-Thema? Hier auf der Liste waren gerade Steuerberater, sehr naheliegend, so gibt es viele auch fragmentiert. Und jetzt kommen die schlauen Leute und sagen: Ja, es gibt eine AI und die wird ja alles automatisieren. Und bevor ich jetzt Software an die Steuerberater verkaufe, kaufe ich doch lieber den Steuerberater. Und setzt da AI drauf. Überschrift AI Roll ups. Also Tech plus euer Playbook. Wie sauge sich da drauf?

1:28:38 Frederik Brandis: Also, das ist ganz bewusst etwas, was wir nicht machen. Und ich glaube, da gibt es noch viel irgendwie durcheinander im Markt, was heißt eigentlich Roll-up, was heißt nicht Roll-up, was heißt AI, nicht AI. Wir sagen, worauf fokussieren wir uns? Wir fokussieren auf Industrien und Märkte, wo die Kernwertschöpfung in den nächsten fünf bis zehn Jahren immer noch der Mensch ist. Also dein Dach deckt keine AI in drei Jahren. Deine Steuererklärung maybe. Wir für uns haben entschieden, vom Risikoreturn-Profil glauben wir, dass wir mit diesen in den Märkten, wo die Wertschöpfung menschlich bleibt, besser unterwegs sind, weil wir über das quasi das AI-Disruptions- Gefahr, gar keine Gedanken machen müssen oder zumindest sehr limitiert Gedanken machen müssen. Und da gibt es ja einmal irgendwie die technologische Entwicklung, wie schnell passiert sie? Und dann, was viel wichtiger und viel komplizierter vorher zu sagen ist, ist die Penetration der Technologie in so einen Markt. Und ich traue mir zumindest oder ich finde es zumindest schwer zu sagen, ähm, hey, ich kaufe jetzt irgendwie meine 30 Steuerberater und dann Mache ich da irgendwie eine AI drauf und dann wachsen wir entweder, weil wir dann viel mehr Leute viel schneller catern können oder weil wir irgendwie 30% der Leute entlasten. Irgendwie ist die Logik ja, dass die Marge sich verbessert durch ein AI-Rollup. Und das wird, also es macht ja auch Sinn, ist ja nicht so, dass das nicht funktionieren wird, aber um irgendwie zu entscheiden, welches Team mit welcher Technologie ist es in-house, ist die IP wichtig oder ist es besser, ist Kosteneffizient durch Third-Party-Tools zu machen. Diesen Decision-Making-Prozess möchten wir zumindest nicht machen müssen. Und ich glaube auch dann, wenn dann irgendwie viel AI, viel Geld, viele Teams, dann geht es auch wieder sehr um Top-Line-Wachstum und irgendwie Schnelligkeit auf der auf der Revenue-Seite versus Kosteneffizienz als als Gesamtgruppe. Einfach nicht unser Play.

1:30:29 Feliks Eyser: Wie groß soll der Fonds sein? Könnt ihr was zur Struktur erzählen? Das ist eine normale Fondsstruktur, wo es eine Management-Fee gibt und ein Carry, also wo man eine Gewinnbeteiligung an euch abgibt. Oder wie funktioniert sowas in der Struktur?

1:30:40 Frederik Brandis: Genau, es ist eine ganz normale Fondsstruktur, wahrscheinlich die meisten PE und VC-Fonds auf diesem Planeten. Und wir investieren dann in Gründerteams, die dann diese Roll-ups machen, wie wir sie gerade beschrieben haben. Habt ihr schon Investments gemacht? Wir haben schon Investments gemacht. Wir haben drei Investments gemacht und entwickeln sich alle überhaupt Plans und sind sehr. . Was für Branchen habt ihr gemacht, kannst du sagen? Abstrakt, ja. Es sind Ingenieursdienstleistungen und ein Rollup im TGA-Bereich, also technische Gebäudeausstattung.

1:31:21 Felix Jander: Okay.

1:31:22 Feliks Eyser: Was man auch noch sagen kannst zu den Investments, die wir gemacht haben, spricht auch so ein bisschen für das, was wir eben machen.

1:31:26 Felix Jander: Ähm, weißt du, wir haben alle Unternehmer, glaube ich, schon irgendwie jetzt zwölf bis 18 Monate vor dem eigentlichen Deal kennengelernt. Also ich kann mich noch daran erinnern, als ein Team, die saß bei mir zu Hause am Küchentisch. Da haben wir noch ganz früh irgendwie gebrainstormt, so machen wir jetzt eher das Thema oder machen wir doch das andere. Und ich glaube, das ist schon auch cool, dass wir halt, wir sind es ja selbst einmal durchlaufen mit der Arsipa-Story. Und können dadurch den Leuten auch extrem gut früh schon irgendwie Ratschläge geben, hey, guck dir das nochmal an oder das ist bei dem Markt vielleicht nicht ganz so cool. Ist das wirklich so wiederkehrend der Umsatz? begleiten die Leute noch echt lange.

1:31:57 Feliks Eyser: Ich finde es auch ein super USP, also das selber gemacht zu haben und auch jetzt frische Erfahrungen zu haben. Du bist ja da noch involviert. Und du bist ja noch in der Quelle und das ist jetzt nicht vor 100 Jahren gemacht.

1:32:06 Felix Jander: Ja, absolut.

1:32:07 Feliks Eyser: Für dich die Reise vom Operator zum Investor, ist das ein Upgrade oder ein Downgrade?

1:32:14 Felix Jander: Ich habe ja glücklicherweise auch bei Aven eine Rolle, dass ich auch operativ nah oder näher dran bin als vielleicht andere Investoren. Das heißt, ich sparre super gerne mit den Teams. kann ihn da auch auf echt vielen Wegen begleiten. Also das kann auch so gerade hinführen, dass wir fahren auch mal mit dem mit, wenn es gefragt ist zu irgendeinem Treffen. Und insofern bin ich gar nicht so unoperativ. Ja, also ich bin jetzt nicht der reine Investor. Und muss aber schon sagen, also hat beides seine Vorzüge. Aber ich glaube, so tief im Herzen bin ich wahrscheinlich schon eher der Unternehmer.

1:32:45 Feliks Eyser: Eher der Unternehmer. Wer ist noch im Team?

1:32:48 Frederik Brandis: Also erstmal würde ich sagen, als Investor ist ja auch Unternehmer, auch wir haben den Fonds gegründet, ist auch eine Unternehmung und ich glaube, was irgendwie. An diesem speziellen Fondskonzept besonders ist, ist, dass wir relativ viel operativ auch auf Fonds level machen. Nicht im Sinne von wir nehmen den Unternehmern oder den Gründern ähm die Arbeit weg oder ab, sondern ähm, und das machst du ja auch viel welche Prozesse, was haben wir gelernt und das ist wahnsinnig repeatable. Das ist anders als im Venture-Bereich, wo gefühlt jedes Venture irgendwie, du brauchst die Gründer und jedes Venture geht irgendwie auf seine sehr, sehr eigene Reise. Ist es im Beinbild sind sehr viele Sachen, die, egal ob du es im Dachdecker oder bei mir alles Tattoo-Studios machst, ist es wahnsinnig replizierbar. Wie machst du MA, wie machst du dezentralisierte Personalabteilung, wie machst du die Buchhaltung über verschiedene Industrien? Und diese quasi Wertschöpfungshebel, den Leuten mitzugeben, ist auch operative Arbeit, die wir auf Fonds level aufbauen. Und das finde ich in unserer Rolle jetzt gerade besonders charmant, weil wir sowohl investieren und sehr makroökonomisch über Sachen nachdenken, aber gleichzeitig irgendwie operativ zur Seite stehen können. Wer ist noch dabei? Das war die Voltek-Frage, was war die zweite Frage? Also, wir sind zu siebt gerade, haben einen Analysten. Wir haben einen zweiten General Partner, der aus dem Private Equity kommt, der noch in der Transphase ist, den wir jetzt noch nicht preisgeben können. Wir haben vier Operating-Partner, die mit mehr oder weniger ihrer Zeit sich mit den Themen und den Inhalten operativ beschäftigen. Stefan Menden. Zum Beispiel. Shoutout an Stefan, der uns connected hat, auch für den Podcast hier.

1:34:38 Feliks Eyser: Stimmt, sozusagen. Mein Nachbar hier in Berlin. Genau. Sehr fahrener Unternehmer.

1:34:42 Frederik Brandis: Absolut, sehr erfahrener Unternehmer und das ist. auch für uns super wichtig, dass wir gerade Leute, die uns unterstützen, wie Stefan, irgendwie unternehmerischen wahnsinnig viel Mehrwert haben und auch Teil der Geschichte sind.

1:34:55 Feliks Eyser: Ja. Und du aus dem VC kommend, jetzt machst du Rollups, was glaubst du? Euer First Generation Fund hat der eine bessere Performance oder sagen wir der, weiß ich nicht, siebte Form von Early Bird oder so?

1:35:08 Frederik Brandis: Also, wir werden eine viel bessere Performance haben. Es ist strukturell was anderes, aber ich glaube, strukturell als Finanzprodukt ist es einfach attraktiver. Also wir Möchten unseren Fonds fünfmal nett an Investoren zurückzahlen und das nicht in fünfze oder zwanzig Jahren.

1:35:26 Feliks Eyser: Nett netto in dem Fall.

1:35:28 Frederik Brandis: Auf nett. Nett, also nett möchten wir ihn auch returnen, aber ich meinte netto. Und das eben nicht in 15 bis 20 Jahren und jeder VC, der in 15 bis 20 Jahren fünfmal netto zurückzahlt, macht wahrscheinlich Shampoos auf. Der ist ja auf jeden Fall Champions League, ja. Der ist Champions League. Und wir glauben, wir kriegen die Returns hin in kürzerer Zeit mit weniger Downside-Risiko, weil wir nicht glauben, dass wir Abschreiber haben. Insofern sind wir da Recht ambitious.

1:35:54 Feliks Eyser: Was ist das Schwierigste am Aufbau von so einem First Generation Fund?

1:35:58 Felix Jander: Ich würde auch sagen, so die ersten Monate, oder?

1:36:00 Frederik Brandis: Also, du ist auch wie immer, wie alles, was du aufpasst, ist ein Chicken-Eck-Problem.

1:36:04 Felix Jander: Am Anfang hast du kein Investment, du hast keine Investoren, also wer bist du? Also, ich glaube, man muss eigentlich to be fair, wir hatten es wahrscheinlich verhältnismäßig leicht. Also wir haben ja eine super kredible Story. Weißt du, wir haben ja die Story so, Leute, wir haben es gemacht. Es war super, es hat mega funktioniert. Und jetzt geben wir das an andere Unternehmer weiter. Das ist ja schon mal ein super Startpunkt, um so einen Fonds zu machen. Und ich glaube, das hat uns auch sehr geholfen.

1:36:26 Frederik Brandis: Aber dann Fundraising, ich meine, wir haben gerade ein wahnsinnig schwieriges Fundracing-Environment. Wir sind jetzt in einer privilegierten Situation, dass es sehr, sehr gut für uns läuft und wir sehr schnell relativ relevant geraced haben. Können Leute noch bei euch investieren? Leute können bei uns noch investieren, aber das neigt sich schon eher Richtung dem Ende der Möglichkeit zu, zumindest für diese Fundgeration. Das Gute ist, du kannst Fummer kreieren und du kannst es authentisch rübergeben, wenn es wirklich so ist. Und das liebe ich auch an dem, was wir heute so machen. Ich glaube, mit jeder Pore meines Körpers. dass wir hier eine extrem gute Sachen machen, dass wir irgendwie positive Wertschöpfung haben für die Verkäufer, für Gründer, für Unternehmer und unsere LPs. Und dann kann man den Pitch auch ein wahnsinnig authentisch rüberbringen. Und Es ist auch faktisch so, dass es bald irgendwie durch ist. Was ist das Minimumticket? 500K. Okay, okay. Ist das offizielle Minimumticket. Okay. Und ähm Das macht irgendwie sowohl das Fundraising als auch das Investieren irgendwie einfacher, wenn du so grundsätzlich an die Sache glaubst und so überzeugt bist von dem, was du tust.

1:37:34 Feliks Eyser: Und das sind wir. Was ist der beste unternehmerische Ratschlag, den ihr bekommen habt in eurer Laufbahn? It's a marathon, not a sprint.

1:37:44 Felix Jander: Der Meiner ist leider ein bisschen länger. Ich muss gerade an Stefan Menden denken, den du auch gerade erwähnt hast, ja. Da hat man mal eine schwierige Phase mit der Firma und da habe ich Stefan angerufen. Und ich glaube, es geht in die gleiche Richtung, ja. Also irgendwie denkt dran, ihr begebt euch auf eine Reise für irgendwie nicht ein Jahr, nicht zwei Jahre, sondern auch wenn es gut läuft, normalerweise schon fünf, sechs, sieben Jahre. Und das irgendwie auf dem Kopf zu behalten. Also da dran zu bleiben, sich auch immer wieder zu motivieren, auch wenn es mal scheiße läuft, das ist schon super wichtig. Und das irgendwie auch so von Anfang an zu wissen.

1:38:18 Frederik Brandis: Ich habe noch quasi noch einen zweiten Gedanken. Wenn ich jetzt über mich reflektiere, die letzten, weiß nicht, ein Jahr auf dieser unternehmerischen Reise. Man steht so dahinter und glaubt so dran und wenn dann jemand nicht mitmacht und sagt, ne, glaube ich nicht dran, Dann ist das irgendwie frustrierend und Leute haben mir gesagt, pass auf, du raised und dann sagen irgendwie Aus 100 Gesprächen sagen 99, ciao.

1:38:47 Feliks Eyser: Es ist ja auch so, wenn man Fonds macht. Also es ist ja nicht nur für einen Founder so der Geld Race, es ist ja auch für einen Fondsmanager.

1:38:53 Frederik Brandis: Ich würde sagen, sogar mehr so. Ich glaube, bei uns ist es eher so dass irgendwie acht aus zehn sagen sind dabei. Also bei uns ist es deutlich positiver als wahrscheinlich viele andere GPs, die so eine Erfahrung durchlebt haben. Und trotzdem. . nimmt man es irgendwie persönlich, wenn's, also ich zumindest, das muss man irgendwie noch weiter lernen, wenn jemand nicht mitmacht, und da irgendwie so eine Skin zu entwickeln und gerade am Anfang Habe ich wahnsinnig viel Kritik bekommen und wurde auch sehr belächelt. Sind mir rausgegangen, so ja, jetzt macht ihr einen Fonds. Fundraising ist scheiße und Und ihr seid ein neuer PEV, ihr seid ja süß. Also am Anfang wurde wahnsinnig viel kritisiert und dann hast du irgendwann, kommst du dann in so ein positives Momentum, wo Leute an nicht glauben und jetzt sind wir glücklich. Genug, dass wir dieses positive Momentum kreiert haben, aber diesen Belief in sein eigenes, irgendwie, in seine eigene Reise und auch irgendwie die Überzeugung zu haben und ähm Da irgendwie kritikfähig zu sein, ist wahrscheinlich das, was für mich am wichtigsten ist oder was ich mir jeden Tag so mitgebe.

1:39:57 Feliks Eyser: Wir hätten vorhin einen Gast, der war da und hat eine Frage gestellt, hat ihr euch hinterlassen, ohne zu wissen, wer ihr seid, quasi. Also wir haben so einen kleinen Kettenbrief an Fragen gemacht und der fragt euch: Was war das letzte Mal eine Situation, wo ihr euch total verrannt habt? Und was habt ihr dann gemacht? Ihr habt euch verrannt, richtig mies, so wird er es formuliert, richtig mies. Und wie ging es dann weiter? Hat er unbekannterweise gefragt. Das war der Björn Jopen, der macht so Restrukturierungsdeals und kauft Distressed Assets. Also ein bisschen ein anderes Playbook als ihr.

1:40:26 Felix Jander: Verrannt im Sinne von aufs falsche Pferd gesetzt.

1:40:29 Feliks Eyser: Ja, was? Also irgendwie falsch abgebogen.

1:40:33 Felix Jander: Also, ich glaube, schau mal, weshalb ich glaube ich bei der Frage zögere, ist so, ich bin, glaube ich, grundsätzlich ein Mensch, der sich oft auf so einer Reise hinterfragt: So tue ich gerade das, was mir Sinn gibt, was mich glücklich macht, was mich erfüllt, ja? Das heißt Ich würde behaupten, ich verrenne mich nicht. Und das gehört aber dazu, das ist jetzt natürlich so eine blöde, weichgespülte Antwort, ja, aber weil ich mich kontinuierlich hinterfrage, ob ich gerade das Richtige tue. Und ich glaube, das ist auch so eine Art Ratschlag. Ich glaube, irgendwie, das heißt nicht an sich selbst zu zweifeln oder an dem, was man tut, aber eher die Frage, sich zu stellen, macht mich das gerade happy? Ist das auch das, was ich irgendwie mit meinem Leben tun will? Ja, was das mit Sinn erfüllt. und dann landet man gar nicht da. Ja, weil verrennen heißt ja schon, dass man lange über was nicht reflektiert hat. Und dass man sich dann eben verrannt hat, blindlings, irgendwo reingelaufen ist und auf einmal aufwacht, so oh. Ich mache ja eine Firma, das wollte ich ja eigentlich gar nicht. Oder ich bin ja Unternehmer, das wollte ich eigentlich gar nicht.

1:41:30 Frederik Brandis: Ich würde nicht, ob das jetzt so eine smarte Antwort ist, aber für mich ist es so ein bisschen wie nämlich das. Mit so ein bisschen Trust the process. Verrennen ist für mich wahrscheinlich connected irgendwie mit Selbstzweifel. Sagt irgendwie, mache ich das richtig? Sind die wissen das viel besser? Und Das hört sich alles vielmal strukturierter an als das, was du machst. Man hat dann so fast das Gefühl, man ist so ein Imposter. Also man weiß gar nicht, wie man das übersetzt. Man tut etwas, was man nicht ist. Man gibt was vor, ha. Man gibt was vor. War man dann so Selbstzweifel bekommt und dann habe ich mich dann, und dann verrenne ich mich eher, würde ich was sagen, in meinem, mit meinen Gedanken. Und dann ist meine Antwort darauf so. Also mich zurückzunehmen und sagen, it's irgendwie going to happen the right way. Und das hört sich jetzt wahrscheinlich gar nicht so smart an, aber Ich musste das für mich irgendwie lernen, dass es doch irgendwie funktionieren die Sachen doch immer, auch wenn ich, man sagst du falsche Sachen, ob es ein Fundraising-Call ist, ob es privat zu Hause ist, ob das, was du gerade inhaltlich machst, überhaupt so zielführend ist. Und dann irgendwie für mich zumindest irgendwie in den Lebensweg zu glauben und auch im Moment die Sachen zu genießen, ist etwas, woran ich immer noch arbeite. Aber Worin ich irgendwie über mehr Lebenszeit immer besser werde und ich bin sehr dankbar dafür.

1:42:58 Feliks Eyser: Sehr gut. Jungs, cool, dass ihr da wart. Es hat sehr viel Spaß gemacht, ich habe viel gelernt. Super spannende, aufschlussreiche Geschichte mit vielen Learnings dabei und glaubt eine super Basis, hier weitere Investments zu machen. Und Eins der größten Probleme zu lösen, nämlich die Nachfolgesituation beim deutschen Mittelstand. Absolut.

1:43:17 Frederik Brandis: Danke dir für die Fragen, hat mega Spaß gemacht. Und wir glauben auch, dass es eine. Tolle Opportunität.

1:43:23 Feliks Eyser: Wo finden die Leute euch, wenn sie mitmachen wollen bei der Opportunität als Investoren, als Operator, als was auch immer? Wer soll sich bei euch melden?

1:43:32 Frederik Brandis: Also alle sollen sich, alle, die einen Rollup machen wollen mit gesundem Wachstum, sollen sich bei uns melden. Wir haben eine Website in the Making. Und ich glaube sonst auf LinkedIn, jeder, der irgendwie in den nächsten fünf Jahren einen Rollup machen will, findet auch einen Weg, mit uns in Kontakt zu treten. Das ist der erste Test, genau, euch zu finden.

1:43:50 Feliks Eyser: Genau. Ich habe euch nicht gefunden. Okay. Gute, dass ihr da wart, vielen, vielen Dank. Danke dir, Felix.

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