Zufallsdeal: heute mehrere Milliarden wert
mit Roman Kirsch, Seriengründer, Investor und Gründer des Company Studios Rapid Pioneers
Zusammenfassung

Roman Kirsch war in Folge 6 der erste externe Gast bei Founder Mode, jetzt sitzt er knapp zwei Jahre später wieder bei Feliks im Studio. Dazwischen hat er sein Company Studio weiter ausgebaut: Er gründet und investiert in drei Feldern, Consumer, KI-gestützte Services und Rollups sowie neu Robotics, Daten und KI. Sein Modell: ein Pre-Seed-Ticket von grob 150.000 bis 200.000 Euro, dazu das Netzwerk und die Betreuung, damit die Gründer schneller sind, weniger Fehler machen und im Idealfall eine Finanzierungsrunde überspringen. Der Engpass ist seine Zeit, mehr als zwei bis vier Firmen pro Jahr gehen nicht.
Konkret wird es bei Atlea, einer Premium-Supplement-Marke für Frauen. Roman hat den Proteinmarkt mit dem Beauty-Markt von vor fünf, sechs Jahren verglichen: Erst dominieren White-Label-Marken mit Rabatten, dann entsteht Platz für Premium. Für die Gründerrolle hat sein Team 600 bis 700 Kandidatinnen interviewt, bis Yazmina und Max feststanden. Was er dabei sucht: unbändige Energie, Leute, mit denen man gern Zeit im Raum verbringt, und heute weniger jemanden, der 200 Mitarbeiter führen kann, sondern jemanden, der 150 KI-Agenten führen kann. Dazu kommen The General Data Company, die Mittelstandsdaten für KI-Labore aufbereitet, und Willidrop, ein Marktplatz für Autotransporte quer durch Europa.
„Mit der AI ist es eher so, ist es eine Person, die auch 50, 100, 150 Agenten führen kann.“
Der Kern der Folge ist Bending Spoons. 2021 wollte Roman mit zwei Partnern einen SPAC mit 345 Millionen an Investorengeld mit einer europäischen Firma zusammenbringen und stieß zufällig auf den Namen der Mailänder Firma. Die Gründer wollten keinen Börsengang und keinen Exit, aber ein Mitarbeiter-Secondary, und das war seine Chance: Einstieg bei knapp 150 Millionen Bewertung und knapp 80 Millionen Umsatz, überzeugt von der transparenten Kommunikation der Gründer. Der beste Fall im Memo war ein 3-Milliarden-IPO. Dann kam 2022: Die Aktienmärkte lagen 50 Prozent im Minus, die Bank verkaufte sein Depot am Tiefpunkt, er nahm einen Kredit auf seine Wohnung auf und investierte weiter. Heute ist Bending Spoons an der Börse und hat Airtable, WeTransfer und Komoot gekauft.
Zum Schluss geht es um KI und Consumer. Romans Blaupause ist Reformed: zwei Gründer, ein Freelancer, kein Büro und trotzdem 20 bis 25 Millionen Euro Umsatz. Seine Regel: Gründer müssen KI selbst lernen, bevor sie jemanden dafür einstellen. Sein eigenes Recruiting-Tool ist in 24 bis 36 Stunden gebaut und findet 100 bis 150 passende Kandidaten. Als Consumer-Trends nennt er Schlaf und Recovery, Peptide und Real-World-Experiences wie Padel-Hallen oder Buchclubs. Und er erklärt, warum Fokus für ihn heute nicht mehr ein Thema bedeutet, sondern einen Skill.
Zahlen aus der Folge
4 weitere Zahlen
Worüber am meisten gesprochen wurde
Kapitel
- 00:00Trailer & IntroIntro
- 03:29Was Roman Kirsch heute macht: Firmen gründen und investieren in drei FeldernCompany Studio & Gründersuche
- 05:33150.000 bis 200.000 Euro zum Start: Wie Roman Firmen mit Gründern aufbautCompany Studio & Gründersuche
- 10:41Premium-Supplements für Frauen: Warum Roman im Proteinmarkt noch eine Lücke siehtConsumer-Brands & Trends
- 15:18600 bis 700 Kandidatinnen für eine einzige GründerrolleCompany Studio & Gründersuche
- 18:32Was ein Gründer heute können muss: 150 KI-Agenten führen statt 200 MitarbeiterCompany Studio & Gründersuche
- 28:17The General Data Company: Warum der Mittelstand seine Daten an KI-Labore verkauftKI & neue Geschäftsmodelle
- 33:19Ein Marktplatz für Autotransporte quer durch Europa, ohne Fax und TelefonKI & neue Geschäftsmodelle
- 35:27Bending Spoons: Eingestiegen bei knapp 150 Millionen Bewertung, heute an der BörseBending Spoons & Investieren
- 45:31Margin Call 2022: Die Bank verkauft Romans Aktiendepot am TiefpunktBending Spoons & Investieren
- 01:00:30Zwei Gründer, kein Büro, 25 Millionen Euro Umsatz: Was KI für Consumer-Marken ändertKI & neue Geschäftsmodelle
- 01:10:17Schlaf, Peptide, Padel: Die Consumer-Trends, auf die Roman jetzt setztConsumer-Brands & Trends
Key Learnings
- 1
Mach Gründern ein Angebot, das sie nicht ablehnen können
Romans Company Studio steigt in der Pre-Seed-Phase mit grob 150.000 bis 200.000 Euro ein: genug für Büro, erste Mitarbeiter und den Markteintritt. Dazu kommen die besten Leute für das Thema und ein Ökosystem, mit dem die Gründer schneller sind, weniger Fehler machen und weniger Kosten haben. Ziel ist, die Family-and-Friends-Runde zu überspringen und direkt für eine VC-Runde attraktiv zu sein. Das Angebot muss so gut sein, dass es keinen Sinn ergibt, es nicht anzunehmen.
05:33 · 150.000 bis 200.000 Euro zum Start: Wie Roman Firmen mit Gründern aufbaut - 2
Qualität schlägt Masse, auch bei Venture Studios
Programme, die hundert Firmen im Jahr aufsetzen, haben laut Roman eine deutlich geringere Erfolgsquote, von 100 schaffen es vielleicht ein, zwei richtig groß. Bei den Firmen aus seinem Studio seien es über 50 Prozent. Der Preis dafür: Der Engpass ist seine Zeit, also zwei Firmen pro Jahr, mit gutem Team drei oder vier. Wer die intensive Betreuung von Gründer zu Gründer an Junior-Mitarbeiter delegiert, verliert genau das, was das Modell ausmacht.
05:33 · 150.000 bis 200.000 Euro zum Start: Wie Roman Firmen mit Gründern aufbaut - 3
Such die Analogie in einer anderen Kategorie
Der Supplement-Markt erinnerte Roman an den Beauty-Markt fünf, sechs Jahre zuvor: Erst dominierten White-Label-Marken, die über Rabatte verkauft haben, dann kamen Premium-Marken über alle Kanäle wie Yepoda. Seine Schlussfolgerung für Protein und Kollagen: Nachdem sich die Discount-Formate ausfunktioniert haben, ist Platz für eine Premium-Marke. So entstand Atlea, eine Supplement-Marke für Frauen.
10:41 · Premium-Supplements für Frauen: Warum Roman im Proteinmarkt noch eine Lücke sieht - 4
Die Gründersuche ist Arbeit, kein Zufall
Für die Gründerrolle bei Atlea hat Romans Team über vier bis sechs Monate 600 bis 700 Kandidatinnen interviewt. Ein Teil kam inbound, der Rest ist Hustle: Recruiter, die jeden Tag Leute anschreiben und Gespräche führen. Dabei gilt: Ein guter Gründer für ein Consumer-Thema ist nicht automatisch ein guter Gründer für ein KI-Thema. Weil Gründer und Thema zusammenpassen müssen, startet die Suche bei jedem neuen Projekt fast wieder bei null.
15:18 · 600 bis 700 Kandidatinnen für eine einzige Gründerrolle - 5
Such Leute, die 150 Agenten führen können
Zwei Dinge sind für Roman nicht verhandelbar: unbändige Energie und eine Person, mit der man gern Zeit in einem Raum verbringt, weil sie inspiriert. Danach kommen Ownership, unternehmerisches Denken, Kommunikation, Struktur und analytisches Grundverständnis. Neu ist der Maßstab: Vor drei, vier Jahren musste ein Gründer ein Team von 50, 100 oder 200 Leuten führen können, mit KI geht es eher darum, ob jemand 50, 100 oder 150 Agenten führen kann. Und die erfolgreichsten Gründer machen einfach, statt zu lange nachzudenken.
18:32 · Was ein Gründer heute können muss: 150 KI-Agenten führen statt 200 Mitarbeiter - 6
Vertrauen zählt mehr als bekannte Co-Investoren
Bei Bending Spoons gab es keinen Quality-Indikator wie Accel oder Sequoia, niemand, den Roman kannte, war investiert. Überzeugt haben ihn die Offenheit der Gründer, ihre transparente Kommunikation, alle Daten und fünf Referenzen auf den Tisch, also null Raum für Misstrauen. Dazu ein fairer Einstiegspreis und eine Firma an der Profitabilität. Der beste Fall im Memo war ein 3-Milliarden-IPO mit 300 Millionen Umsatz. Romans Lehre: Bei den guten Themen unterschätzt du immer, wie groß es werden kann.
35:27 · Bending Spoons: Eingestiegen bei knapp 150 Millionen Bewertung, heute an der Börse - 7
Spiel deinen Worst Case durch, bevor die Bank anruft
2022 lagen die Aktienmärkte 50 Prozent im Minus, niemand investierte mehr in Consumer, und die Bank liquidierte Romans Aktiendepot am Tiefpunkt, als Amazon 50 Prozent unten war. Er nahm einen Kredit auf seine Wohnung auf, um Convertibles seiner Firmen zu bedienen. Seine Logik: Als Unternehmer bist du optimistisch, und das Schlimmste wäre die 40-Quadratmeter-Wohnung im Studentenwohnheim von vor zehn Jahren gewesen. Das größte Risiko im Leben ist für ihn ohnehin die Gesundheit, nicht das Geld.
45:31 · Margin Call 2022: Die Bank verkauft Romans Aktiendepot am Tiefpunkt - 8
Lern KI selbst, bevor du jemanden dafür einstellst
Romans Beispiel ist Reformed: zwei Gründer, ein Freelancer, kein Büro, 20 bis 25 Millionen Euro Umsatz. Einer automatisiert Ad Creatives, Content und Competitor Intelligence, der andere kümmert sich um Produkt und Marke. Für Roman heißt das: Die besten Founder bringen sich KI zuerst selbst bei, denn das kannst du nicht outsourcen, sonst kann dir jeder etwas erzählen. Er selbst probiert alle Tools aus und arbeitet mit KI-Engineers, die zum Beispiel ein Recruiting-Tool in 24 bis 36 Stunden bauen, das 100 bis 150 passende Kandidaten findet und anschreibt.
01:00:30 · Zwei Gründer, kein Büro, 25 Millionen Euro Umsatz: Was KI für Consumer-Marken ändert
Zitate

„Bei den guten Themen unterschätzt du eigentlich immer, wie groß es werden kann.“„Mit der AI ist es eher so, ist es eine Person, die auch 50, 100, 150 Agenten führen kann.“„Interessantes Gefühl, ja, wenn eine Bank einfach für dich Sachen verkauft …“„… die besten Founder, das kannst du nicht outsourcen, das heißt das musst du selbst machen.“„… für mich Fokus eigentlich heißt, mich auf die Sachen zu fokussieren, die ich besonders gut kann. Und das dann irgendwie zu multiplizieren auf verschiedene Themen.“Über den Gast

Roman Kirsch
Roman Kirsch ist seit rund 15 Jahren im E-Commerce unterwegs. Er hat zwei E-Commerce-Unternehmen gegründet, eines davon nach gut einem Jahr verkauft, später unter anderem Lesara aufgebaut und viele Direct-to-Consumer-Brands mitgegründet. Heute baut er mit seinem Berliner Company Studio Rapid Pioneers neue Firmen mit Gründern auf und investiert in drei Feldern: Consumer, KI-gestützte Services und Rollups sowie Robotics, Daten und KI. Nach eigenen Angaben hat Rapid Pioneers seit 2011 elf Firmen selbst gebaut und 32 weitere finanziert, darunter Yepoda, Atlea, Reformed, Bewy, Willidrop und Bending Spoons, wo Roman 2021 eingestiegen ist. Außerdem hostet er den englischsprachigen Icons Podcast mit europäischen Unternehmern. Bei Founder Mode war er in Folge 6 der erste externe Gast überhaupt.
Häufige Fragen
Wer ist Roman Kirsch?
Roman Kirsch ist Seriengründer und Investor aus Berlin. Er hat zwei E-Commerce-Unternehmen gegründet, eines davon verkauft, und viele Direct-to-Consumer-Brands mitgegründet. Heute baut er mit seinem Company Studio Rapid Pioneers neue Firmen mit Gründern auf und investiert in Consumer, KI-gestützte Services und Robotics. 2021 ist er bei Bending Spoons eingestiegen. Bei Founder Mode war er in Folge 6 der erste externe Gast.
Wie funktioniert Roman Kirschs Company Studio?
Roman steigt in der Pre-Seed-Phase mit grob 150.000 bis 200.000 Euro ein und bringt die besten Leute für das Thema sowie sein Ökosystem mit, damit die Gründer schneller sind und im Idealfall die Family-and-Friends-Runde überspringen. Viele Gründer kommen inzwischen über Empfehlungen. Weil die Betreuung eins zu eins läuft, schafft er zwei bis maximal vier Neugründungen pro Jahr. Beispiele aus der Folge sind Bewy, Atlea, The General Data Company und Willidrop.
Wie ist Roman Kirsch bei Bending Spoons eingestiegen?
2021 hatte Roman mit zwei Partnern einen SPAC mit 345 Millionen an Investorengeld an die Nasdaq gebracht und suchte eine europäische Firma dafür. Den Namen Bending Spoons sah er zufällig auf einer Konferenz-Einladung, ein italienischer Mitarbeiter stellte den Kontakt her. Für den SPAC waren die Gründer zu klein und wollten keinen Exit, aber sie wollten ehemaligen Mitarbeitern einen Verkauf ermöglichen. So stieg Roman bei knapp 150 Millionen Bewertung und knapp 80 Millionen Umsatz ein, damals noch mit einer Foto- und Video-App als Kerngeschäft.
Was ist beim Margin Call 2022 passiert?
2022 lagen die Aktienmärkte rund 50 Prozent im Minus und niemand investierte mehr in Consumer. Roman hatte einen Lombardkredit auf seine Aktien, und die Bank liquidierte sein Depot am Tiefpunkt, ohne vorher zu fragen. Gleichzeitig brauchten seine Consumer-Firmen Geld für Convertibles. Er nahm einen Kredit auf seine Wohnung auf und investierte weiter. Psychologisch war das für ihn kein Tal, weil die Firmen fundamental liefen; sein erstes echtes Tal kam nach dem Verkauf seiner ersten Firma, als er nicht wusste, was als Nächstes kommt.
Was ist Atlea?
Atlea ist eine Premium-Supplement-Marke für Frauen aus Romans Studio, die Protein mit Kollagen und Superfoods verkauft. Die Idee entstand aus der Analogie zum Beauty-Markt, in dem nach den Discount-Marken Platz für Premium entstand. Für die Gründerrolle wurden 600 bis 700 Kandidatinnen interviewt, am Ende führen Yazmina und Max die Firma. Zu den Gründungsinvestoren gehören laut Roman die Gründer von Holy, der Yepoda-Gründer und der Gründer von LAP Coffee.
Welche Consumer-Trends findet Roman Kirsch gerade spannend?
Drei Felder: Schlaf und Recovery, weil wir ein Drittel unserer Zeit schlafen und es außer Eight Sleep und Ringen wie Oura kaum starke Marken gibt. Peptide, wo er sich selbst noch zwei Schritte entfernt sieht, aber die Geschwindigkeit des Marktes beeindruckend findet. Und Real-World-Experiences wie Padel-Hallen, Buchclubs oder Run Clubs, weil Menschen sich in Person treffen wollen. Er ist selbst an mitte Padel beteiligt. Wer in diesen Bereichen gründen will, soll ihn auf LinkedIn anschreiben.
Erwähnt in der Folge
- Bending SpoonsFirmaMailänder Firma, bei der Roman 2021 eingestiegen ist; heute an der Börse, kauft Airtable, WeTransfer und Komoot.
- Rapid PioneersFirmaRomans Company Studio in Berlin, aus dem Atlea, Bewy, Willidrop und Co. kommen.
- AtleaFirmaPremium-Supplement-Marke für Frauen; für die Gründerrolle wurden 600 bis 700 Kandidatinnen interviewt.
- BewyFirmaSchweizer Gründung aus Romans Studio, die Hausverwaltungen und Asset Owner mit KI effizienter macht.
- WillidropFirmaKI-gestützter Managed Marketplace für Autotransporte zwischen Händlern in Europa, entstanden aus einer WHU-Vorlesung.
- The General Data CompanyFirmaRomans neuestes Investment: bereitet Daten aus dem Mittelstand auf und verkauft sie anonymisiert an KI-Labore.
- ReformedFirmaKollagen-Kaffee-Abo mit zwei Gründern, einem Freelancer, keinem Büro und 20 bis 25 Millionen Euro Umsatz.
- The Global Talent Co.FirmaVon Roman mitgegründet, vermittelt Talente aus Lateinamerika und Südafrika; KI-Engineers sind die gefragteste Rolle.
- YepodaFirmaK-Beauty-Marke aus Romans Portfolio, Beispiel für Premium über alle Kanäle; der Gründer ist bei Atlea investiert.
- HolyFirmaEnergy-Drink-Marke mit 100 Millionen Umsatz laut Feliks; die Gründer sind bei Atlea investiert.
- Eight SleepFirmaSmarte Matratzen; für Roman eine der wenigen starken Marken im Schlafmarkt.
- mitte PadelFirmaPadel-Hallen, an denen Roman beteiligt ist; ständig ausgebucht, Beispiel für Real-World-Experiences.
- EnuaFirmaFeliks' Medical-Cannabis-Firma: über 100 Millionen Umsatz, profitabel, weniger als 5 Millionen Eigenkapital.
- Martin VarsavskyPersonGast im Icons Podcast, hat fünf Unicorns gegründet und bekam auf dem Founders Forum trotzdem Absagen.
- MatrixSendungFeliks' Aufhänger: Die Löffel-Szene mit Neo ist der Namensgeber von Bending Spoons.
Transkript
00:00 Trailer & Intro
00:00 Roman Kirsch: Ich hatte ein Riesenportfolio an Consumer Team, die ich gestartet habe. Fast forward ein Jahr später, 2022, habe ich mich verteufelt für dieses Investment. Die Aktienmärkte 50% down. Keiner investiert mehr in Consumer.
00:13 Feliks Eyser: Wie viel hast du da investiert?
00:14 Roman Kirsch: Gut sechsstellig. So dass es an anderer Stelle theoretisch gefehlt hat. Du hast einen vernünftigen Lombard-Loan auf deine Aktien, schaust vielleicht einmal alle zwei Wochen drauf. Und dann ruft die Bank an und sagt, ja, wir haben jetzt dein Portfolio liquidiert. Rockbottom Die haben es genau getimedt, als Amazon zu 50% runter war und den Bottom getroffen. Leider, wo zu die Margen called. Ich musste dann entscheiden, welches Unternehmen backe ich noch und welches muss ich loslassen.
00:38 Feliks Eyser: Trotzdem hast du gesagt, ich gehe weiter all in und ich nehme zusätzlichen Kredit auf.
00:42 Roman Kirsch: Bist du ja immer optimistisch? Insofern gab es ja keine große Option. Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Vor zehn Jahren haben wir nach einer 40 Quadratmeter-Wohnung Studentenwohnheim gewohnt. Das ist jetzt auch nicht viel schlimmer. Wie cool ist eigentlich dieses Jahr 2026? Die ersten. 20, 25 Millionen, das kannst du mit einer Handvoll Mitarbeitern machen, weil das auch einfach eine andere Art von Gründer erfordert. Vor drei, vier Jahren hast du gesagt, es muss eine Person sein, die auch ein Team von 50, 100, 200 Leuten führen kann. Mit der EI ist es eher so, ist es eine Person, die auch 50, 150 Agenda kann Das ändert natürlich auch, wie du Unternehmen aufbaust, wie schnell du sie aufbaust, wie günstiger du das hinbekommst.
01:17 Feliks Eyser: Welche Consumer Companies sollte ich gründen, um 70 Millionen Umsatz mit einem Consumerprodukt zu machen mit zwei Leuten? Die heutige Folge wird präsentiert von Qonto, dem Geschäftskonto, auf dem ich alle meine Firmen laufen lasse. Und jetzt zur Show. E06 Founder Mode. Sechste Folge. Vom Zeitungsjungen zum Millionär.
01:39 Roman Kirsch: Das war die Story.
01:40 Feliks Eyser: Da konnten wir noch Clickbait. Da konnten wir noch Clickbait-Titel. Ich glaube, es war die erste. Die erste externe Folge mit dem Gast ever. Also ich glaube, du warst der erste Vornemond-Gast.
01:51 Roman Kirsch: Ja. Und jetzt bist du alle deutschen Unternehmerpersönlichkeiten durch. Jetzt geht es von vorne los.
01:57 Feliks Eyser: Jetzt geht's von vorne los. Es gab mal so eine How I Met Your Mother-Folge. Kennst du das noch, wo der eine dachte, er wäre in New York durch den ganzen Datingpool durchgegangen? Weil er so sein Date von vor fünf Jahren wieder getroffen hat und dass er jetzt dann alle durch ist mit ihm.
02:09 Roman Kirsch: Die kann ich nicht, aber die muss ich mir anschauen. So ungefähr fühle ich mich gerade mit dir.
02:13 Feliks Eyser: Aber das hat mich deutlich noch jemand gefragt: gingen dir nicht irgendwann die Gäste aus? Ich hab
02:17 Roman Kirsch: gedacht, ja.
02:20 Feliks Eyser: Ja, da hättest du den Emisch Roman angerufen. Ich meine, wie viele spannende Entrepreneurship-Stories gibt es? die auch nicht jetzt irgendwie Headline so viel Geld gerast und was auch immer, sondern so diese Hidden Champions, die irgendwie aus dem Kinderzimmer raus oder in Kassel auf dem Land oder in Süddeutschland irgendwas krasses bauen.
02:39 Roman Kirsch: Ja, absolut. Und das Gute ist halt, wenn du mit einem Gast hier sprichst, der hat wahrscheinlich noch fünf andere Leute, die du nicht kennst, die irgendwie theoretisch interessant sind. Und das, das heißt Dein Netzwerk an Spannen under The Radar Unternehmern ist wahrscheinlich sehr, sehr gut.
02:53 Feliks Eyser: Ja, ja, ja. Und mein Band-Diagramm von gestern, sage ich immer, sind die, die eine interessante Story haben, ist der eine Kringel und der andere ist, die sie noch nicht tausendmal erzählt. haben, das sind die besten, wo du was sagst, okay, das ist ja krass.
03:04 Roman Kirsch: Das stimmt, das stimmt.
03:05 Feliks Eyser: Aber davon gibt es viele. Naja, zu dir, was geht ab? Wir haben gesprochen, wann war das? Anfang 2025 ist jetzt. Knapp zwei Jahre her, anderthalb Jahre, anderthalb, zwei Jahre her.
03:15 Roman Kirsch: Ja, ich musste, du hast mir die ein paar von den Fragen vorhabt geschickt, aber es war Sehr, sehr viel passiert in der Zwischenzeit. Sowohl bei dir als auch bei mir, glaube ich. Ich weiß gar nicht, wo ich anfange und aufhören soll.
03:29 Was Roman Kirsch heute macht: Firmen gründen und investieren in drei Feldern
03:29 Feliks Eyser: Also was bisher geschah? Mir hat mir gerade jemand quasi aufs Band gesprochen, so eine Voice-Message geschickt und gesagt, ey, Es wäre super, wenn du bei den Gästen mal sagst, was die eigentlich machen, weil du fängst immer an, mit denen zu sprechen und dann weiß ich gar nicht, was sie tun. Und das kommt dann irgendwann. Ein gewisser Spannungsbogen. Bei dir kann man es vorwegnehmen. Du hast zwei E-Commerce-Unternehmen gegründet, eins verkauft, eins hat nicht funktioniert. Warst Founding Investor bei Amogoli. Hast du viele Direct Consumer Brands mitgegründet? Also so, ich sag mal, E-Commerce -Veteran, Direct-to-Consumer Brand Veteran. Hast ein paar gute Hits gelandet?
04:00 Roman Kirsch: Genau, also ich glaube, Auch wenn man sagt, man ist irgendwie, bei mir war es jetzt fast 21, 15 Jahre im Consumer oder im E-Commerce Muss man sich trotzdem irgendwie ein Stück weit jedes Jahr oder jedes zweite oder dritte Jahr neu erfinden? Weil E-Commerce von vor drei Jahren, vor fünf Jahren, vor zehn Jahren ist irgendwie was ganz anderes als jetzt. Und ich glaube, das ist halt schon mal Herausforderung nummer eins, dass du halt irgendwie in diesem Bucket, um relevant zu sein, halt trotzdem immer nah dran sein muss. Es bringt mir aber weiterhin total viel Spaß. Man kann auch über ein paar von den neuen Themen sprechen und vielleicht auch über die alten, wie du magst. Das zweite Segment in meinem Company-Studio, wo ich halt irgendwie Firmen gründe und Firmen investiere, ist eigentlich so dieses ganze Thema. Roll-Ups on the INI Well Services. Da haben wir zum Beispiel neu gegründet. Da war ich als Gründungsemester passiert bei Bewy. Das haben wir uns dann mal zusammen angeschaut.
04:52 Feliks Eyser: Geile Jungs aus der Schweiz, werde ich nicht vergessen, wie die nach Prenzlawberg gekommen sind aus Zürich. Und mit dieser freundlichen, professionellen Schweizer Art, da hat jedes Komma gestimmt. Genau, und
05:03 Roman Kirsch: die Jungs.
05:04 Feliks Eyser: Die kaufen Hausverwaltungen oder digitalisieren Hausverwaltungen.
05:07 Roman Kirsch: Genau, das war der initiale Pitch. Mittlerweile gehen sie auch vier an Asset Owner, also an sozusagen die. Äquivalente in der Schweiz von Vonovia und Co. und zeigen ihnen eigentlich, wie man mit AI diese ganzen Buchtasse 30, 40, 50 Prozent effizienter und günstiger gestalten kann. Und machen dann, kann man sich wie so ein Shopify-Interface vorstellen, nur für Asset Owner halt Viel mehr Cross-Selling und Upselling, ja. Also du brauchst eine Versicherung, Refinanzierung, Vertragsmanagement und Co.
05:33 150.000 bis 200.000 Euro zum Start: Wie Roman Firmen mit Gründern aufbaut
05:33 Feliks Eyser: Erklär mir mal so Case Study-mäßig, wenn das jetzt so eine Harvard Business School Case Study wäre dieses Investment aus deiner Perspektive. Wie kam es zustande aus deiner Sicht? Was hast du investiert? Wie viele Anteile hältst du?
05:44 Roman Kirsch: Ich glaube, Howard Business Case Studies sind ja immer dafür da, dass sie widerlegt werden. Insofern gibt es nicht so ein One size fits all. Worauf ich schaue ist, dass es irgendwie ein Themenfeld ähm gerade wo ich irgendwie eine vernünftige und eine gute Expertise habe oder was mich interessiert. Deswegen ist halt ein Bracket immer Consumer, das andere ist jetzt ein I-Enabled Services, ein paar Sachen gemacht habe, angefangen von Bending Spoons. Da sprechen wir auch zu zu, irgendwie jetzt Bewy, Willidrop <unk> Co. Einfeld, was ich mir aktuell groß neu aufbau, ist, was mich total interessiert, weil ich auch glaube, dass da viel kommt ist. Robotics, Data Labeling, AI, wo auch ein paar Investments und Neugründungen irgendwie am Start sind. Und Manche Ideen kommen halt opportunistisch, zum Beispiel das Babythema, ja. Die Jungs haben gesagt, hey, finden euch gut, wir wollen was gründen. Und das ist so grob die Idee. Und sind dann rübergeflogen nach Berlin, Tagesworkshop und dann Deal. Was
06:50 Feliks Eyser: hast du investiert?
06:52 Roman Kirsch: Ähm, ich ähm die Herausforderung ist, dass bei so vielen Unternehmen weiß ich es nicht. Nein, aber das stimmt nicht ganz. Aber so grob ist es schon so, dass dass Das ist so ein initiales Ticket, das sind ja meistens Pre-Seed-Runden. Das heißt, eine Runde, um wirklich Office zu zahlen, die ersten Mitarbeiter einzustellen, das Produkt zum Markt zu bringen und dann eine Family-and-Friends-Runde vorzubereiten. Irgendwo zwischen 150. 000, 200. 000 Euro grob. Und dann ist meistens ein paar Monate später die Family-Friends-Runde, teilweise wird die auch übersprungen und dann kommt direkt die VC-Runde irgendwie für Für zwischen 500. 000 Bild bis 10 Millionen, habe ich alle schon gesehen.
07:33 Feliks Eyser: Kein Shareholding am Anfang bei so einem Deal.
07:36 Roman Kirsch: Hängt auch total von vielen Faktoren ab, aber die These ist eigentlich, dass das Angebot So gut sein muss, dass das eigentlich dass es keinen Sinn macht, das nicht einzugehen, ja, weil
07:46 Feliks Eyser: im Prinzip von der Pate eigentlich.
07:48 Roman Kirsch: Genau, absolut. Weil das Gegenprodukt ist ja im Grunde VC Oder eine Angel-Runde mit mehreren Leuten. Und was ich zum Beispiel jetzt im Consumer auch in dem Rollup-Bereich mache und wir können auch zum Beispiel über ein, zwei Case, die ich sprechen, ist Dass ich versuche dann irgendwie die besten Leute für das Thema zusammenzubekommen. Gegen jedenfalls auch schon das Ökosystem so bereitzustellen, dass du einfach schneller unterwegs bist, weniger Fehler machst, weniger Kosten hast, idealerweise halt eine Runde überspringst und dann das, ja, die diese Family-Influence-Runde auch so zu gestalten, dass es sehr, sehr attraktiv ist für dann eine V C Runde mit einem sehr, sehr gutem VC, und das ist eigentlich so mit case. Um mittlerweile sind auch viele von den Themen, Companies und Gründern, die dann über Referrals kommen, weil natürlich einige gesehen haben, hey, das funktioniert sehr, sehr gut. Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist viel, viel höher, mein Take-Home-Value ist irgendwie viel, viel höher und ich baue eigentlich schneller eine gute und große Company auf. Und das ist eigentlich so der beste Indikator, dass es eigentlich ein gutes Winning-Modell ist. Der Hauptconstraint ist die Zeit. Das heißt, du kannst es halt schwieriger zu skabieren. Das heißt, du kannst vielleicht zwei Firmen pro Jahr gründen oder wenn du ein gutes Team hast mit 1, 3, 3 Leuten. 3 oder 4 Max, aber irgendwann Kannst du nicht mal die Qualität, deine Zeit und einfach auch den Input, den du irgendwie geben kannst, sicherstellen? Und das ist, glaube ich, so die Herausforderung.
09:18 Feliks Eyser: Ja. Und das siehst du ja bei allen Venture Studios. Man kann ja sagen, das ist eine Venture Studio-artige Weise zu investieren. Ich mochte es ja auch so als Founding -Investor zu sagen, hey, ich suche. . Teams oder Themen, die ganz, ganz früh sind, gründe die Firmen mit. Und der Value, den die Founder kriegen, ist natürlich auch diese 1-zu-1-Betreuung von einer Person wie dir oder von mir, dass man halt wöchentlich Touchpoints mit denen hat und sich persönlich darum kümmert. Und ich glaube, deswegen ist es auch so schwierig, ein Venture Studio zu skalieren. Weil wenn du anfängst, dann Junior-Mitarbeiter einzustellen oder Leute, die dann vielleicht irgendwie zwei Jahre dabei sind, dann wieder woanders hinwechseln und so, dann kannst du diese intensive Betreuung von Founder zu Founder. Nicht mehr so gut gewährleisten.
09:54 Roman Kirsch: Absolut. Und es gibt ja auch Modelle, die dann hundert Leute im Jahr irgendwie zusammenbringen und dann entstehen da Firmen draus. Und ich glaube, die, äh Erfolgsquote dort ist deutlich geringer. Die meine ich, das meine ich nicht nur prozentual, sondern absolut gesehen. Also, wenn du dir anschaust von dem Modellen von diesen 100 Firmen, wie viel sind dann wirklich dann über 100 Millionen Müll oder 200 Vielleicht ein, zwei. Wenn wir jetzt über unsere Case sprechen, ist es wahrscheinlich so über 50 Prozent der Firmen, die wir aufsetzen. Und ich glaube, das hängt auch viel damit zusammen, dass du halt irgendwie lieber auf Exzellenz und Qualität in jedem Prozessschritt irgendwie achtest, als einfach mehr und mehr und mehr und dort bei anderen Themen halt irgendwie Abstriche machst. für den Erfolg aber wichtig sind.
10:41 Premium-Supplements für Frauen: Warum Roman im Proteinmarkt noch eine Lücke sieht
10:41 Feliks Eyser: Okay, also Bewy, Hausverwaltungen. Was hast du noch so gestartet?
10:45 Roman Kirsch: Consumer, ich glaube, das, was im Consumer jetzt als neuestes öffentlich geworden ist, ist Atlea. Atlea, ja.
10:58 Feliks Eyser: Übrigens, funny side story. Ich hatte mit einer Firma, haben wir lange Ideation gemacht, wo es am Ende nicht zum Deal kam, aber hab ein halbes Jahr mit denen zusammengearbeitet. Die sind Atleo. Gut, dass du es nicht gemacht hast, sonst sollten wir Agents , AI-Agents für Fitnessstudios machen, eine Kundengewinnung, also war so ein B2B -Thema im Grunde. Super Jungs, was so aussehen. Einer von ihnen ist jetzt bei Superchat sogar gelandet und macht da so einen Key-Account-Vertrieb So ich bin immer noch in Kontakt ab und zu. Hat er am Ende nicht funktioniert, gehört auch dazu, dass man quasi mit Fauna und arbeiten los und am Ende aus irgendeinem Grund nicht passt, aber Den habe ich dann gesagt, ja guck mal, da gibt es jetzt diese andere Kompanie, das ist die kleine Schwester von Atleo, ist jetzt Atlea. Aber erzähl.
11:36 Roman Kirsch: Nee, ähnlich erkennst du. Also da ist es eine Premium-Supplement -Marke am Ende des Tages. Und da kann man jetzt sagen, ist jetzt nicht irgendwie das, dass so Protein und Kollagen und online verkaufen was ist da dann jetzt irgendwie die Innovation, aber das Thema hat mich jetzt irgendwie seit über Jahre nicht losgelassen, weil ich es eins der Themen, was irgendwie. Neben Koffeinen, Energie willst du dich irgendwie gesund und stark ernähren, was irgendwie groß im Kommen ist. Und irgendwann letztes Jahr haben wir gesagt, hey, wir müssen irgendwie. Und
12:13 Feliks Eyser: wie ist dein mentales Modell, wenn du auf so einen Markt drauf schaust? Wenn du sagst, das erste, was ich mitgenommen habe, hat mich lange nicht losgelassen. Mir geht es 20 mehr aus, wenn ich Themen im Kopf habe, da denkst du immer wieder dran, wieso hat das keiner gelöst? Also, das ist ja schon mal ein guter Indikator. Aber so analytisch schaust du auf diesen Markt und sagst, Boah, super viel los, da gibt's More Nutrition, da gibt es Foodspring, die pleite gegangen sind, im Supermarktregal gibt es ganz viele generische Brands. Also wie guckst du da drauf aus der Positionierungsbrille und sagst, ey. Ich glaube, da könnte so ein White Space sein.
12:39 Roman Kirsch: Genau, also für mich war das Thema, hey, da ist was, ne? Da ist was, da ist irgendwie Nachfrage dort. Und ich habe aber noch nicht den richtigen Zugang dazu. Lass mich da irgendwie Zeit drauf verbringen. Und du hast jetzt irgendwie ein, zwei Wettbewerber angesprochen, die schon groß in der Kategorie sind. Ich glaube, Heute Group macht über zwei Milliarden. Und dieser Markt kam mir halt sehr, sehr ähnlich vor wie das, was ich halt in diesem Beauty-Segment 5, 6 Jahre vorher gesehen habe. Weil 5, 6 Jahre vorher gab es halt auch diese Off-the-shelf -Marken, die gewide labelt wurden und dann mein mit den Invincible Brands und Hello Body dann an Henkel vielleicht verkauft und da gab es ja noch ein paar mehr, wo halt Discounts eigentlich so die dominante Strategie war, um zu verkaufen. Das hat halt ein Stückchen mal funktioniert, bis es halt nicht mehr funktioniert hat. Bis dann jetzt irgendwie Natürlich die neuen Marken eher, ich nenne es mal Forever Brands, sind, die über alle Kanäle sind, die irgendwie auch stärker im Premium-Segment unterwegs sind. wie bei uns jetzt so Maschinen Yep oder
13:42 Feliks Eyser: ist eine Beautyfirma, die gegründet ist, unsere Gleichsprechen.
13:46 Roman Kirsch: Und diese Analogie hat ich für mich angewendet auf diesen, auf diese ganze Supplement-Kategorie. dann ist ja die logische Schlussfolgerung, hey, nachdem halt diese großen Discounting-Format halt dort irgendwie sich ausfunktioniert haben, ist eigentlich Platz für. . eine Marke, die eher im Premium-Bereich positioniert ist. Und das war halt so der erste Gedankengang. Und dann lebt und fällt dieses Modell ja, aber trotzdem mit dem Gründerteam. und echt lang gesucht, weil du brauchst eigentlich, sollte ja für Frauen sein, eigentlich jemand, der als die als Frau dort irgendwie voll Gas gibt. Und sind über glückliche Fügungen an Yazmina gekommen, die auch An einer ähnlichen Idee gearbeitet hat. War vorher bei New 3, bei Glow, das heißt, hat viel E-Commerce gesehen. Das heißt, hättest du es nicht besser machen können. Und sie hat im Grunde Die Idee aus einer anderen Richtung beleuchtet. So kamen wir zusammen. Dann haben wir noch jemanden dazu geholt, der aus unserem Netzwerk auch sehr stark im Sublimin-Bereich unterwegs war Max und das ist eigentlich das Gründerteam, was das Ganze seit Wochen gut managt und live ist.
15:04 Feliks Eyser: Das heißt, am Anfang stand die Intuition, sag ich mal, dann die konkrete Idee. Also erstens sagt der Markt, da könnte noch eine Lücke sein, so, dann Premium-Segment für diese Kategorie, dass du aktiv Mit Gründern gesprochen, wahrscheinlich auch einige Gespräche geführt, wo es dann nicht gemacht hat.
15:18 600 bis 700 Kandidatinnen für eine einzige Gründerrolle
15:18 Roman Kirsch: Habe ich 600, 700 Kandidatinnen interviewt für diese Rolle. Sechs
15:22 Feliks Eyser: , 700.
15:23 Roman Kirsch: Also, das ist schon eine große Anzahl über den Zeitraum, vier, fünf, sechs Monaten. Und dann gab es natürlich auch auf und ups in dem Prozess die erste Person, die wir eigentlich als Co-Gründer mit dazunehmen wollten. Als männlichen Großgründer, das hat nicht funktioniert. Und dann kam es auch da wieder über glückliche Fügungen, sodass Max verfügbar war. Und auch auf das Thema total Lust hatte und beide gematcht haben. Und dann haben wir heute geschaut, dass wir ein gutes, gutes Setup zusammenbringen an Angel Mistoren, beziehungsweise an weiteren Gründungsministoren, da sind zum Beispiel die Jungs von Holy dabei, die natürlich Besser als jede andere Firma, glaube ich, in Europa. Das Thema Beverages.
16:06 Feliks Eyser: Holy Energy, Veriscar im Energie, Energy Drinkmarkt, 100 Millionen Umsatz.
16:12 Roman Kirsch: Genau, dann natürlich Senna von Yepoda , sodass es Halt im Ökosystem bleibt, der natürlich wie kein anderer irgendwie Influencer Marketing, Creator und auch internationale Extension verstanden hat.
16:21 Feliks Eyser: Und in der Familie bei dir mit deinem anderen Portfolio.
16:24 Roman Kirsch: Genau. Ralf von Lab ist mit dabei.
16:28 Feliks Eyser: LAP Coffee.
16:29 Roman Kirsch: Genau. Und das war eigentlich so am Anfang die Konstellation, wo du natürlich irgendwie sehr viel Wissen hast und sehr viel unternehmerische Power, die du dir nicht einkaufen kannst. Und ja, so sind wir losgestartet. Werbung.
16:42 Feliks Eyser: Meine erste Firma Regiohelden hatte ich bei einer klassischen Filialbank. Und ihr könnt euch vorstellen, was das bedeutet. Ich wollte mal Kontoauszüge aus dem letzten Jahr anfordern. Dann haben die mir gesagt. Ich muss ein Formular ausfüllen, da anrufen und 5 Euro pro Auszug bezahlen. An dem Punkt habe ich gedacht, ich mache das nie wieder. Heute setzen wir alle Firmen mit dem digitalen Geschäftskonto von Konto auf. Mein Vorteil, wir reichen Rechnungen digital ein, wir können Freigaberegeln für Zahlungen hinterlegen, Mitarbeiter kriegen ihre eigene Firmenkarte und wenn jemand seine Belege nicht einreicht, muss ich nicht der Person hinterherrennen, sondern Konto macht das für mich. Der Steuerberater kriegt Zugriff über die DATI-Stelle und kann alle Informationen abrufen. Und Kontoauszüge aus dem letzten Jahr kosten übrigens kein Geld. So sollte sich Finanzmanagement im Jahr 2026 anfühlen. Ich finde, man merkt einfach, dass Konto von Product-Leuten gebaut wurde und nicht von Bankern. Ich selbst nutze Konto für meine private Holding, für die Founder Mode GmbH. Für alle Companies, die wir neu aufsetzen. Und wenn du das für deine Firma auch machen willst, dann geh auf konto. com, Konto mit Q und nutz den Code FounderMode, um das Produkt sechs Monate kostenlos zu nutzen.
17:42 Speaker 3: Werbung Ende.
17:43 Feliks Eyser: Erklär mal, wie melden sich 700 Founder bei dir?
17:47 Roman Kirsch: Das ist viel, viel Hustle. Also einiges inbound, aber sonst ist es auch einfach nur. Arbeit. Das heißt, wir haben jeden Tag Recruiter, die die Leute anschreiben, Konversationen führen. Was wir festhalten und dann versuchen zu schauen, ob es passt. Weil ein guter Gründer für das Thema muss jetzt nicht unbedingt ein guter Gründer für ein AI-Thema sein. Das heißt, die Gründer kannst du ja nicht eins zu eins transferieren. brauchst du ja auch irgendwie ein Match zwischen Gründer und Thema. Und deswegen musst du auch häufig wieder von Zero starten, ja.
18:18 Feliks Eyser: Und erklär mir trotzdem, also eine Person passt fürs eine Thema, aber fürs andere nicht. Verstanden. Aber was sind trotzdem so Trades oder Was steht im Briefing drin an diesem Recruiter?
18:32 Was ein Gründer heute können muss: 150 KI-Agenten führen statt 200 Mitarbeiter
18:32 Roman Kirsch: Lass uns mal die Notes vergleichen, ja, aber. Am Ende des Tages brauchst du auf jeden Fall einen unbändigen Bild und Energie. Ich glaube, das ist das ist unverhandelbar. Dann sollte es schon eine Person sein, mit der du einfach Zeit in einem Raum verbringen möchtest. Nicht weil du, also das kann natürlich auch eine super Freundschaft stehen, aber weil diese Person einfach Great to be around is, ja. Und ich glaube, das sind eigentlich so die zwei Sachen, die am Anfang komplett unverhandelbar sind. Und dann kommen natürlich so die anderen harten Kriterien wie kann die Person ownership und unternehmerisch denken. Hat sie eigentlich ein ganz gutes Gefühl für Kommunikation, Struktur, analytisches Verständnis, du musst nicht überall der Beste sein, aber du musst halt ein Grundverständnis für diese Themen haben. Und ich glaube auch mittlerweile, und das jetzt vielleicht doch anders als noch vor drei, vier Jahren, vielleicht vor drei, vier Jahren hast du gesagt, hey, das muss eine Person sein, die auch Ein Team von 50, 100, 200 Leuten führen kann. Mit der AI ist es eher so, ist es eine Person, die auch 50, 100, 150 Agenten führen kann. Und darauf schauen wir. Aber auf was hörst du denn, Feliks?
19:54 Feliks Eyser: Ja, ganz klar Drive, ganz klar Intelligenz, ganz klar auch persönlicher Vibe. Habe ich Bock mit denen, also meinen Test würde ich mit denen in Urlaub fahren sozusagen und eine Woche irgendwie in Alpen verbringen oder Skifahren gehen oder sowas.
20:06 Roman Kirsch: Aber nicht, weil du unbedingt Best Friends mit denen sein willst, sondern weil du die Leute inspirierend findest. Nicht jeder Gründer kann ja auch das Potenzial, Best Friend zu sein, aber Energiedrive. Inspiration ist, glaube ich, das Stichwort.
20:20 Feliks Eyser: Genau, und eine Zusammenarbeit ist ja auch gut, wenn man das Gefühl hat, man gibt sich gegenseitig Energie, du verlässt den Raum und denkst, okay, jetzt greife ich an und wenn du aus dem Raum gehst und denkst, ach fuck, jetzt muss ich mich erstmal hinlegen, dann ist für beide Seiten wahrscheinlich nicht der richtige Maps. Ich glaube, das Thema Intelligenz ist nochmal interessant, weil ich meine, das ist natürlich irgendwie so analytische Intelligenz, war die Person mal bei Goldman Sachs, dann ist sie wahrscheinlich clever, so sinngemäß, aber. . . Ich glaube, viel wichtiger ist noch diese Street Smartness mittlerweile. Also, wir können über Superchat sprechen, zum Beispiel. Yilmaz war gerade im Podcast, du kennst ihn ja auch. Er sagt ja selber: er ist Street Smart. So habe ich ihn noch kennengelernt, weißt du? Mein Founding Investment damals, 2020. kam der von der Code University, war irgendwie im letzten Semester, hatte keinen Abschluss, hat ganz viele verschiedene Projekte gemacht und hat aber immer das Gefühl vermittelt, der ist schnell, der hört zu, der setzt die Sachen um. Der denkt nicht zu viel nach, nicht zu wenig. Also gar nicht nachdenken ist schlecht. Zu viel Nachdenken ist aber auch Prokrastination. Und ein Ding war bei ihm zum Beispiel, dass er halt gesagt hat: Wir verkaufen WhatsApp-Software in Unternehmen oder Messaging-Software ganz am Anfang, geht es um ein SMS-Produkt. Er hat gesagt, ich rufe jetzt diesen Immobilienmakler einfach an. So Tür Telefonhörer in die Hand genommen. Er macht einfach Ingwo-Makler angerufen, Autohäuser angerufen, wo eine andere Person, die ich vielleicht in einem anderen Kontext getroffen habe, erstmal irgendeine Automation aufsetzt und ein N8N irgendwas baut, irgendeine Liste scraped und das ist dann eher so. Analytische Intelligenz, aber nicht zu sagen, komm, ich rufe es einfach mal hundert Leute an. Also das habe ich auch gelernt.
21:42 Roman Kirsch: Und ich glaube auch, es gibt ja Es gibt ja diese Normalverteilung und am Ende des Tages ist sowohl bei den Leuten, die Retard-Maxing machen, als auch bei den super erfolgreichen halt Einfach machen, ja. Einfach Immobilienmarkt da anrufen. So dazwischen, die Normalverteilung ist halt, okay, ich mache irgendwie einen Matrix und sonst was und Verlieren ein halbes Jahr, aber die erfolgreichsten Gründer, auch die smartesten, machen absolutes Retard-Maxing.
22:10 Feliks Eyser: Erklär mal deine Definition von Retard-Maxing.
22:12 Roman Kirsch: Einfach Sachen machen, nicht zu lange drüber nachdenken. Viel ist ja auch Intuition und ja, dein Beispiel mit Yilmaz ist eigentlich das Beste. Einfach loslegen.
22:25 Feliks Eyser: Ich hätte mit ab und zu fragen ja Leute, hey, hast du viele Podcasts gemacht? Was war denn so? Was ist eine Folge, die dir hängen geblieben ist? Was war der beste Gast? Das ist natürlich schwer zu beantworten, aber alle E06 vom Zeitung ist ein Millionär, absolute Lieblingsfolge. Eine Folge, die mir immer im Kopf geblieben ist, Steam Daniel Dippold, kennst du auch, oder? Flair Ebor macht auch eine sehr spezielle Art zu investieren. Der hat Kohorten, da bewerben sich 30. 000 Leute, der wählt die besten 30 aus, so sinngemäß, und investiert in die. Und der hat ja einen. Mathematischen Background, so der Oxford studiert und ist super analytisch, der hat mir Papers gezeigt, wie er quasi Investments statistisch hergeleitet hat, wie er da rangeht und so weiter. Also so ein Math-Nerd auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite sagt er aber auch Die besten Fauna, die machen einfach, erst machen, dann denken. Der Satz ist mir im Kopf geblieben, erst machen, dann denken. Warum? Weil Machen Informationen liefert Weil es im luftleeren Raum nichts bringt, zu denken. Du kannst jetzt da in deinem Elfenbeinturm in jedem Extoshid irgendwas herleiten und Claude und so weiter, die AITUs verleiten ja auch dazu, dass du erstmal tausend Sachen analysierst und hier noch ein Report und dies, das und so. Aber es gibt dir keine realen Informationen über die reale Welt. Wenn du das Auto was anrufst, Wenn du erstmal machst, dann kriegst du Informationen, die auch in dem Kontext relevant ist. Also erst machen, dann denken vom Hochbegabten Mathematiker.
23:43 Roman Kirsch: Aber dann sind wir ja da grundsätzlich gute Leid. Du hast ja auch einfach Mit dem Podcast losgelegt.
23:51 Feliks Eyser: Einfach machen.
23:51 Roman Kirsch: Ja, einfach machen.
23:52 Speaker 3: Werbung.
23:53 Feliks Eyser: Johannes Kliesch von Snocks war neulich bei uns im Podcast Und da gab es einen Moment, da haben dem 800. 000 Euro gefehlt. Nicht in der Kasse, sondern bei den Belegen. Und zwar bei Rechnungen und Bestellungen falsch gebucht waren. Snocks verkauft über Shopify, Amazon, About You, Zalando, ganz viele Marktplätze und am Ende läuft alles in Shopify zusammen. Und dabei war eine Liste von offenen Posten entstanden, die mehrere hundert Seiten lang war. Unter der Last ist das bestehende Rechnungstool zusammengebrochen. Dann kam unser Werbepartner Pathway ins Spiel, die automatisiert Buchungen aus Shopify und Stripe. in Datev richtig ablegen und richtig verarbeiten. Der erste Blocker war noch 24 Stunden gelöst und zwei Wochen später liefen 100. 000 Buchungen sauber. Durch Pathway und korrekt in die Buchhaltung rein. Die 800. 000 Euro waren zurück und Johannes konnte sich Zeit nehmen, zu mir in Fauna Mode-Podcast zu kommen. Er sagt, Pathway hat ihm den Arsch gerettet. Wenn euer Business auf Shopify oder Stripe aufsetzt, dann nutzt Pathway, meldet euch bei denen, sagt ihr, dass ihr über Vode gekommen seid, dann erlassen die euch die Einrichtungsgebühr, die sonst bis zu 1000 Euro sein kann.
24:54 Speaker 3: Werbung Ende.
24:55 Roman Kirsch: Wie war dann deine Entscheidung? Weil als wir vor zwei Jahren gesprochen haben, warst du ja sehr, sehr stark im Company Studio, Venture Studio Mindset. Und der Podcast war so ein Zeithustle. Mittlerweile ist es ja eigentlich dein Fulltime-Job. Wie führen Sie mal eigentlich durch den Prozess? Wie kam das und warum?
25:12 Feliks Eyser: Kein Lobbit Interview hat sich kennen. Führ uns mal durch. Wirst du schon drauf? Über deinen eigenen Podcast müssen wir auch mal gleich sprechen. Also erfahrende Host, erkennt mal an, führe uns mal durch. Also, äh. Einfach mal machen, ähm. Himmelsai gestartet, mit Moritz zusammen, kennst du ja auch Gruppe von mir und das Format am Anfang war ja ein anderes. Wir haben uns gegenseitig interessante Geschichten erzählt aus der Businesswelt, die wir faszinierend fanden. Und dann über die Zeit erst angefangen, externe Gäste dazuzunehmen. Und genau das Credo war das Wichtige. Einfach mal starten. Heute ist es ein anderes Format, es ist ein anderes Setup, ich mache es jetzt alleine. Also wir sitzen jetzt im Studio, am Anfang waren die Aufnahmen remote. Also eigentlich hat sich alles geändert zu den Folgen am Anfang, aber da wären wir nicht hingekommen, wenn ich nicht einfach gestartet hätte. Und am Anfang war es ein Hobby, würde ich sagen, weil es mich einfach interessiert hat, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, es gibt halt Keine guten deutschen Entrepreneurship-Podcasts, die so sind, wie ich mir das vorgestellt habe. Also es gibt gute Formate, aber ich habe mich immer erwischt, dass ich die amerikanischen Formate anhöre, weil das Storytelling besser war, die Geschichten irgendwie interessanter, die Sachen ausgegraben haben, die mich fasziniert haben. Ich habe das Gefühl habe. Irgendwie gibt es nicht das Format, was ich selber hören würde, auf Deutsch und deswegen habe ich es gestartet. Das war keine Grü-Hobby. Dann ist es zum Feature von dem Mentor Studio geworden, also hat sich es irgendwann entwickelt durch ein bisschen Reichweite, habe ich festgestellt. Das ist ja interessant, es melden sich Founder, jetzt nicht 700 wie bei dir, aber ich habe dann irgendwann.
26:37 Roman Kirsch: Na, wir mussten 600 davon selbst anschalten. 700 haben sich gemeldet.
26:40 Feliks Eyser: Die 100 melden sich bei mir auch. Die muss ich nicht anschreiben. Und das ist das Interessante, dass ich dann bei den Investments irgendwann gemerkt habe, ich habe mir fünf neue Investments gemacht und. Bei vier davon habe ich die Founder kennengelernt in irgendeiner Weise über den Podcast. Entweder haben die zugehört und dann eine Nachricht an mich geschrieben oder die kamen über die WhatsApp-Community oder Ich kannte die schon, aber durch eine Podcast-Folge ist dann der Kontakt wieder belebt worden oder sowas. Also ich gemerkt, ist ja interessant, investieren plus Media. Da ist was, um es in deinen Worten auszudrücken. Also, unterstützt sich gegenseitig. Und dann hat es immer mehr Raum eingenommen. Mittlerweile ist es wahrscheinlich 50 Prozent, je nach Woche ist es auch mal mehr. Also ich würde jetzt nicht sagen, es ist komplett Fulltime, dass ich fünf Tage die Woche nichts anderes mache, aber Es ist jetzt schon mehr als ein Tag die Woche, die es am Anfang war. Und ich würde mittlerweile auch sagen, es gab den Switch am Anfang gesagt. Ja, mein Job ist, diese Investments zu machen und ein Venture-Studio zu betreiben, vorne zu suchen, mir Ideen anzugucken und diese Companies zu gründen. Und der Podcast hilft mir dabei. Mittlerweile würde ich sagen, es ist umgedreht. Mittlerweile sage ich: Ich baue eine Media Company. Mit angeschlossenem Investmentarm und diese beiden Bereiche verstärken sich gegenseitig. Aber diese Attention, die das bringt Führt natürlich in vielen Fällen dazu, dass ich die Founder besser supporten kann, bei Recruiting helfen kann, bei Follow und Finanzierung helfen kann, bei Kundenzugang helfen kann und so weiter. Und das ist der Grund, warum wir dieses Jahr auch die Gesellschaften gemerged haben. Also früher Investments aus meinem privaten Holding gemacht, dann mit einer Entity, die anders hieß und mittlerweile läuft es alles unter der Founder Mode GmbH. Also darunter produzieren wir. Die Mediaseite, aber machen auch die Investments.
28:13 Roman Kirsch: Cool.
28:14 Feliks Eyser: Erstmal machen wir uns
28:15 Roman Kirsch: mal machen. Einfach machen. Gut gemacht.
28:17 The General Data Company: Warum der Mittelstand seine Daten an KI-Labore verkauft
28:17 Feliks Eyser: Was ist noch neu bei dir?
28:20 Roman Kirsch: Genau, also wir haben ja kurz über die Consumer-Themen gesprochen, Rollups Services, glaube ich, ein spannendes Thema und AI Robotics. Ich habe mich jetzt diese Woche erst bei einer Firma investiert, The General Data Company. Und grundsätzlich glaube ich halt, dass Dass wir dort natürlich sehr am Anfang sind. Ich glaube, weder du und ich sind jetzt irgendwie im Valley und können jetzt bei den besten Frontier Labs involviert sein. Aber ich glaube, alles, was so Application Layer ist im AI-Bereich und oder halt schaut, wie man mit den Daten, die wir haben, als europäische Wirtschaft, wie man mit denen hantiert, das ist glaube ich super spannend. Deswegen hat mich das Konzept von den Jungs auch abgeholt. Erstmal Frage
29:10 Feliks Eyser: genau ab. Warum glaubst du, ist das Wort General so gehypt? Diese ganzen Companies heißen jetzt alle General.
29:17 Roman Kirsch: Ich glaube, Elon Musk hat ja damit angefangen: The Boring Company, the Space Company und so weiter und so fort. Also General Data Company, die Jungs haben mich total überzeugt, weil ähm A der neue Typ Gründer ist ja irgendwie maximal 21 Jahre alt und im Valley bist du dafür irgendwie gefühlt schon zu alt, ja. Und genau das sind die Jungs auch. Das heißt, ich lerne auch dort, wie man irgendwie als 21-Jähriger vielleicht nochmal anders gründet, was sich dann auch wieder auf die Portfolio anderen Portfoliofirmen irgendwie überlegen.
29:48 Feliks Eyser: Wenn du über 25 bist, dann kriegst du keine
29:50 Roman Kirsch: Hose. Und dann ist es eigentlich einfach ein spannendes Segment, weil natürlich jedes Unternehmen auf einem riesigen Pool an Daten sitzt. Und vor allem für viele Firmen im Mittelstand, in Europa, in Deutschland. die viel wissen über Produktionsprozesse haben und Co. Die sitzen auf diesen Daten, wissen aber nicht, was sie damit anfangen sollen. Und da gibt es, glaube ich, jetzt viele. Firmen in Europa und in Deutschland und Gerald Data Company, die Jungs sind einer davon, die halt sagen, hey, wir gehen zu diesen Mittelständlern, bearbeiten die Daten, kaufen sie auf, bearbeiten sie. Können teilweise auch diesen Firmen selbst dann irgendwie Feedback geben, was sie besser machen sollen. Das heißt, es ist auch irgendwie eine Dienstleistung in die Richtung. Aber gleichzeitig verkaufen wir das dann GDPR-Compliant. und anonymisiert an die Frontier Labs, damit die auch nochmal smarter werden.
30:43 Feliks Eyser: Machst du das ein Beispiel? Also was für Daten werden da gekauft? Geht in die Zahnarztpraxis rein? Alles.
30:48 Roman Kirsch: Also einfaches Beispiel, wenn du jetzt irgendwie ein Auto produzierst. Tausend Daten über die verschiedenen Arten von Produktionsprozessen. Teilweise sind es halt zweidimensionale Daten. Teilweise geht es ja auch darin jetzt Richtung Robotics, dass du dreidimensional irgendwie Daten aufnimmst. Und das sind halt Daten, die natürlich unheimlich viel wert sind, weil da wird viel wert generiert. Und diese dann aufzuarbeiten und für die Modelle zur Verfügung zu stellen, ist, glaube ich, so das nächste Frontier. Das hat ja angefangen mit klassischem Data Labeling, wo irgendwie 400. 000 Leute in Indien geschaut haben, ist das jetzt ein Fahrrad oder ein Auto? Ja, oder ein Mensch oder ein Hund oder so. Dann ging es eigentlich um Feedback für Modello-Outputs. Damit es natürlich immer komplizierter ist, heißt dann brauchst du Mediziner, Anwälte irgendwo auf der ganzen Welt, die halt diese Outputs irgendwie auch qualitativ bewertet haben von den Frontier Labs. Und die nächsten großen Themen sind halt Produktionsprozesse, weil da ist natürlich auch sehr, sehr viel Wert, der generiert werden kann, aber auch dann irgendwie Real-Life Data. Und das ist glaube ich ein spannendes Segment, wo Viele europäische Firmen auf sehr, sehr viel Wert sitzen und gleichzeitig auch viel Wert zurückbekommen können, wenn sie halt irgendwie Feedback. bekommen können, wie sie halt ihre Prozesse irgendwie verbessern.
32:05 Feliks Eyser: Dann glaubst du, die wertvollen Daten geben die raus im Sinne von der letzte Ausverkauf des europäischen Mittelstands und die jetzt auch noch ihre Daten an die amerikanischen Frontier Labs verkaufen. Was bleibt dann noch?
32:17 Roman Kirsch: Ähm. Naja, es ist ja wie bei vielen anderen Sachen im Leben. Du kannst natürlich dem technologischen Fortschritt irgendwie dagegen wehren, aber dann machen es halt alle anderen. Dann hast du auch nichts davon. Das heißt, es ist halt du oder ja. Und ich glaube, das wird auch hier passieren.
32:33 Feliks Eyser: Interessant.
32:34 Roman Kirsch: Ja. Zumindest die These. Let's see. Ich hatte
32:37 Feliks Eyser: gestern hier recorded mit dem David von Neura Robotics, der quasi so Trainingszentren für Robotics hat, wo da Menschen in Anzügen sind, die dann so einen Handschuh tragen mit Sensoren im Grunde und den Robotern vormachen, was sie tun. sollen und dann in so einzelnen Compartments, in so Zellen, quasi dann Use Cases gemacht werden können. Also Bettwäschefalten oder so habe ich ihn gefragt, was sind das Verrückteste, was da jemand Die macht dann so eine Zelle, sagt er, ja, eine, die haben ja so eine Kuh mitgebracht, um eine Kuh zu melden. Stell dir mal vor, dann sitzt so ein Typ im Anzug und milgt da die. Nein, die Kuh und bringt das dem Roboter bei
33:08 Roman Kirsch: du da irgendwie 10% produktiver bist, hat es sich gelohnt.
33:11 Feliks Eyser: Ja, klar, wie viele Menschen merken am Tag eine Kuh? Weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich, genau, die Maschinen müssen es halt den kriegen. Anyway, okay. Also ein breites Thema. Was ist Willidrop?
33:19 Ein Marktplatz für Autotransporte quer durch Europa, ohne Fax und Telefon
33:23 Roman Kirsch: Auch eine super spannende Entstehungsgeschichte. Ich mache ja ähnlich wie du Ist mir Unternehmertum wichtig und ich glaube, der Grund, warum ich Unternehmer geworden bin, ist, weil ich einfach an der Uni ein paar Vorbilder hatte. Davor war mir nicht klar, ich wusste, dass ich irgendwie gerne Businesses aufbauen würde, aber ich hatte nichts von Tech-Unternehmer tun gehört.
33:44 Feliks Eyser: Hast du eine WHU studiert und da stand Oli Samwer da vorne auf dem?
33:47 Roman Kirsch: Nicht ganz, aber die Zalando-Jungs. Und deswegen bin ich einmal im Jahr noch dort mit einer Gruppe von anderen Unternehmern und machen Vorlesungen. kam halt ein Student zu mir und meinte nach der Vorlesung, hey, cool, ich wusste, dass ich vorher auch gründen will, aber Jetzt weiß ich wie, ja, und dass es geht. Und wenn ich durch bin mit dem Masterstudium, melde ich mich bei dir, dann let's go. Und so ist eigentlich. Der Kontakt zu dem Gründer von Willidrop entstanden. Irgendwie geschaut. Das Modell ist eigentlich, das ist ein AI-enabled Managed Marketplace verbindet Autohändler, die Autos verkaufen wollen und verkaufen, aber die müssen dann noch transportiert werden mit allen möglichen. Themen, die anfallen, Versicherung, Pricing, muss sie irgendwie mit den Carriern und verbinden, Verzollung und Co. Wenn Auto international verkauft werden, okay.
34:44 Feliks Eyser: Also ich bin jetzt hier in Deutschland, ich verkaufe ein Auto nach Spanien oder aus Spanien nach Frankreich oder wie auch immer, dann musst du von A nach B kommen, physisch, aber es muss in der Zeit entsprechend auch versichert werden und so weiter.
34:54 Roman Kirsch: Genau. Und ähm Das war bis dahin halt ein sehr, sehr fax und telefonetriebenes Modell. Und die Jungs haben es einfach mit vernünftigen Plattform gelöst und verbinden an dem Grunde die verschiedenen Händler über ein Managed Marketplace. Das ist aktuell ein B2B-Modell, kann auch noch ein B2 B2C-Modell werden. Und ja, das ist auch dieses Jahr gestartet.
35:20 Feliks Eyser: Also du treibst die deutsche Wirtschaft voran. Und die italienische?
35:25 Roman Kirsch: Die italienische auch noch.
35:27 Bending Spoons: Eingestiegen bei knapp 150 Millionen Bewertung, heute an der Börse
35:27 Feliks Eyser: Es gibt diese Szene in der Matrix, wo Neo zum Orakel geht. Und dann muss er dann ins Wartezimmer, da darf er nicht direkt zum Orakel, da sitzt dieses kleine Kind und hat eine Glatze und schaut ihn an und hat diesen Löffel in der Hand. Und fängt dann so spielerisch an, diesen Löffel zu verbiegen. Und der Neo schaut sich das an. Und überlegt, wie er das nachmachen kann und sagt das Kind, du darfst nicht probieren, den Löffel zu verbiegen. Es gibt keinen Löffel. Kennst du die Szene?
35:58 Roman Kirsch: Nee, aber ich. . Wow, nicht schlecht. Du bist ja richtig gut vorbereitet.
36:03 Feliks Eyser: Ich weiß nicht, ob ich den Löffel hier verbiegen kann. Ein gebogener Löffel, Bending Spoons.
36:09 Roman Kirsch: So ist es.
36:10 Feliks Eyser: Die Szene ist der Namensgeber für ein italienisches Startup. Bei dem du auch beteiligt bist. Was dieses Jahr an die Börse gegangen ist?
36:17 Roman Kirsch: Ja, vor ein paar Wochen, ja.
36:18 Feliks Eyser: Schaust du in den Börsenkurs noch rein oder hast du dir verboten, nicht zu gucken? Ja, der Löffel.
36:25 Roman Kirsch: Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich würde gar nicht mal reinschauen. Aber nur noch einmal die Woche.
36:30 Feliks Eyser: Besser fürs Mental Health?
36:32 Roman Kirsch: Besser, ja. Ich weiß nicht, ob es besser oder schlechter ist fürs Mental Health, aber ähm Ich kann es ja so nicht beeinflussen, ähm.
36:38 Feliks Eyser: Okay, also kurz Zusammenfassung, Bending Spoons Italien, du größtes erfolgreichstes Startup, die kaufen Unternehmen, die früher so Consumer Subscription-Sachen gemacht haben, mittlerweile aber auch B2B, also Beispiele, was sie gekauft haben, was man sopa kennt, ist Tractive, zum Beispiel, diese Tracker für Hunde. Evernote ist eine Firma, die die gekauft haben. Was haben die noch gekauft? WeTransfer, kann das sein?
37:00 Roman Kirsch: WeTransfer, ja. Komoot hier aus der Transfer.
37:03 Feliks Eyser: Komoot, genau diese Wander-App und Trail-App und Mountainbike-App.
37:06 Roman Kirsch: In den USA AOL. Meine erste E-Mail-Adresse. Airtable jetzt.
37:12 Feliks Eyser: Airtable war die neueste Akquisition für irgendwie irgendwas zwischen ein und zwei Milliarden. Bei einer Company, die hunderte von Millionen Umsatz macht. Und das zeigt auch ein bisschen, wie die in Italien vorgehen. Die zahlen jetzt nicht. zehnmal Umsatz, sondern eher irgendwie ein, zwei, drei Mal und kaufen Firmen, wo das Wachstumsmomentum vielleicht weg ist. Und sind da irgendwie so ein bisschen Schnäppchenjäger, ist mein Eindruck. Und damit durchaus erfolgreich.
37:34 Roman Kirsch: Damit durchaus erfolgreich.
37:35 Feliks Eyser: Wie hast du die kennengelernt?
37:36 Roman Kirsch: Ja, so ein bisschen wie du es auch gerade beschrieben hast mit Schicksal oder glückliche Fügung. Bei mir war es so, dass. Wir haben damals 2021 einen SPAC aufgesetzt an der Nasdaq. Das habe ich mit zwei Unternehmen. Das
37:55 Feliks Eyser: Back war die Zeit, wo man Firmen quasi durch die Hintertür in die Börse gebracht hat oder so sinngemäß.
38:00 Roman Kirsch: Genau, und wir haben uns, wir haben, das war irgendwie 20, wir haben gesehen, 2020 gesehen, hey, das machen viele von den US-Hedgefonds und VCs und Unternehmern. Warum machen das eigentlich keine Europäer? Und dann haben wir uns zusammengesetzt, es war irgendwie Peak Covid, das heißt, du musst doch keine Roadshows machen, konntest du das irgendwie von vom Laptop daheim machen, beziehungsweise in unserem Fall vom Pools aus Südafrika. Und haben das da in die Börse gebracht. Und dann war natürlich die Idee, welche europäische Firma bekommen wir dann gematcht mit den Investorengeldern, das heißt, das waren bei uns 345 Millionen, die wir dann investieren würden. Und damit würde dann die Firma listen. Und das war aber auch gleichzeitig die Zeit, wo alles absurd überbewertet war. Das heißt, alle Softwarefirmen haben auf 100 Mal Umsatz getradet. Das heißt, da waren wir jetzt irgendwie nicht so bullisch drauf. Und haben uns aber in dem Kontext alle Firmen, die irgendwie gefühlt mehr als 50 Millionen Euro Umsatz machen in Europa angeschaut. Und da war Bending Spoons nicht dabei, aber irgendwie habe ich auf irgendeiner auf irgendeinem Konferenzinvite diesen Namen gesehen und habe auch nichts zu dieser Firma gefunden.
39:08 Feliks Eyser: Und dachte, sie produzieren Löffel.
39:10 Roman Kirsch: Genau. Und hab dann geschaut, hab dann die Gründe angeschrieben, keine Antwort. Und dann hatte ich aber Glück, weil einer von meinen Mitarbeitern, wir hatten damals schon viel Business in Italien, auch mit Lesara, dann mit Fitvia, war Italien der größte Markt, wo ich investiert war. Mit Yepoda, da ist es einer der größten Märkte. Und das heißt, wir hatten immer viele Mitarbeiter aus Italien und der kannte die, weil die zusammen studiert haben. Dann hatten wir ein Intro gemacht und Dann kam eine Antwort und dann war ich halt häufig in Mailand und das Gute meint, wenn du in London bist, hast du hünfort Filme, die du treffen kannst. In Mailand gibt es halt. Nix an Startup. Ähm und habe mich dann zusammengesetzt und damals war das aber noch eine Foto und Video-Editing-App. Das heißt, die haben eigentlich
40:01 Feliks Eyser: die die selber betrieben haben.
40:02 Roman Kirsch: Die haben sich früh gekauft. Die haben sie früh gekauft. Aber es war natürlich ein ganz anderes Modell. Und die Jungs haben gesagt: So, sorry, cool, dass wir sprechen, aber macht jetzt für uns keinen Sinn, einen Börsengang zu machen. Aber danke, wir sind viel zu klein und sowieso. wissen wir nicht, ob das irgend das Richtige für uns ist. Wir wollen eigentlich für immer diese Firma führen. Wir streben kein Exit an, aber vielen Dank. Und dann hat mich das aber irgendwie nicht losgelassen und Auch eigentlich alle von unseren Creatern und Influencern haben halt diese Foto und Video-Editing-Apps genutzt und haben gesagt, hey, wie macht ihr das? Also was ist eigentlich. Euer Plan. Ihr wollt wahrscheinlich auch nochmal vielleicht ein, zwei mehr Sachen gründen und oder aufbauen und investieren. Das Unternehmen war auch schon relativ lange unterwegs, es war schon sechs, sieben Jahre alt. Aber noch keine institutionellen Story. Das heißt, sie haben sich immer aus dem Cashflow finanziert. Und haben dann aber gesagt: Hey, wir würden gerne ein paar von unseren Mitarbeitern, die auch nicht mehr dort sind, irgendwie eine Möglichkeit geben zu verkaufen. Und das war halt unser Opening.
41:10 Feliks Eyser: Was heißt unser in dem Fall? Weil für einen SPAC waren sie zu tun.
41:13 Roman Kirsch: Genau, oder mein Opening sozusagen, da habe ich gesagt, ja, ich würde da gern irgendwie investieren.
41:19 Feliks Eyser: Erklär mir
41:19 Roman Kirsch: mal, ja.
41:21 Feliks Eyser: Was du in den Gründern gesehen hast, weil heute ist die Firma an der Börse, kauft Airtable AOL und so weiter, ist 20, 30 Milliarden wert, also absoluter Home. Run, der Typ, der könnte jetzt auf dem Cover von Forbes Magazine sein, Luca Ferrari. Super Name. Auch geiler Name für einen Italiener. So, aber. Damals war das nicht der Luca Ferrari, den man heute sieht, was hast du in dem gesehen?
41:43 Roman Kirsch: Ich hab mich das im Nachgang auch gefragt. Weil es ist eigentlich schon ungewöhnlich, weil es ist ein anderes Land. Du hast jetzt auch nicht irgendwie einen Quality Indicator, dass irgendwie Excel oder Sequoia oder so investiert, wo man niemand investiert, den ich kannte. Und am Ende des Tages hat mich glaube ich deren Offenheit, aber auch deren, die haben einfach einen total vertrauenswürdigen Eindruck. Von transparenter Kommunikation, wie sie kommuniziert haben, ähm , mir kommuniziert. Und es ging los von wie wichtig ihnen die Mitarbeiter sind, weil sie wollten ja eigentlich ein Mitarbeiter-Sectionary haben. Es gegenüber zu, okay, hier sind einfach alle Daten direkt, hier sind irgendwie fünf Referenzen. Das heißt, es war halt so zero room for distrust. Und das hat mir halt irgendwie. . Sehr viel Komfort gegeben und natürlich war dann auch das Team super. Der Einstiegspreis war total fair. Das Unternehmen war ja auch schon Fast oder es war so am Profitabilität. Was war die
42:47 Feliks Eyser: Leitung damals?
42:49 Roman Kirsch: Das waren so knapp 150 Millionen, ja.
42:52 Feliks Eyser: 150 Millionen. Und wie viel Umsatz haben die damals gemacht?
42:55 Roman Kirsch: Knapp 80, ja.
42:57 Feliks Eyser: Die haben damals schon 80 Millionen Umsatz.
43:00 Roman Kirsch: Es war keine kleine Firma, ja.
43:02 Feliks Eyser: Nur durch diese Foto und Video App?
43:04 Roman Kirsch: Nur durch diese Foto und Video-App
43:05 Feliks Eyser: Was?
43:07 Roman Kirsch: Und du, das war auch damals, wie gesagt, so ein bisschen wie du mit deinem Podcast gesagt hast, du hast mit was anderem angefangen. Genauso war es bei denen. Die wollten eigentlich in dieser Creator Economy bleiben. Und vielleicht nochmal zwei, drei, vier Themen dort aufkaufen, weil damals gab es viele Aggregatoren rund ums Thema zum Beispiel Fitness oder Female Health. Da gab es irgendwie drei, vier App -Aggregatoren, die halt irgendwie Apps in der Kategorie gekauft haben. Und das war auch ein Markt, wo niemand Apps gekauft hat. Also wenn du halt irgendwie eine App gehabt hast, die 10, 15, 20 Minuten Umsatz gemacht hat. Gab es kein Exitmarkt.
43:43 Feliks Eyser: Weil für die typischen Private Equities noch zu klein und zu ungewiss.
43:47 Roman Kirsch: Zu ungewiss und es App Store Risiko und viele von denen wurden auch aus Ukraine, Belarus, Zypern, sonst wo geführt. Das heißt, es war einfach nicht vertrauenswürdig. Und es waren aber auch Single-Apps waren einfach zu klein, um zu listen. Selbst ein Headspace oder Com oder Co. die halt irgendwie wirklich Breakout Success haben.
44:06 Feliks Eyser: Meditations-Apps, die werden komplett durch die Decke gegangen sind.
44:09 Roman Kirsch: Und das war initial eigentlich die These, dass ich das dann. In den Dimensionen entwickelt, hätte, glaube ich, niemand gedacht. Ich hatte lustigerweise jetzt in Vorbereitungen nochmal geschaut, mit einem, mit einer anderen Person geschrieben, die sich das auch angeschaut hat. Und wir haben dann beide investiert. Und dann war halt so der absolute Most Bullish Case war , hey, wenn es wirklich, wirklich gut läuft, aber es wird sehr lange dauern, wird das irgendwie ein. In den nächsten Jahren 3 Milliarden IPO mit 300 Millionen Umsatz. So. Und jetzt macht die Firma halt irgendwie 4 Milliarden Umsatz und ist die zweite oder drittwertvollste europäische Firma. Aber ja, manchmal, also du kannst es halt nie richtig im Voraus kommen.
44:57 Feliks Eyser: Ich habe gerade niemand über Shopify gesprochen. Es gibt dieses legendäre Memo über Shopify. Wo jemand in der Series A damals irgendwie 2 Millionen investiert hat oder so bei irgendeiner 10 Millionen Bewertung oder sowas und im Memo noch drin steht, der Best Case ist ein 50 Millionen Exit. Bei Shopify.
45:16 Roman Kirsch: Bei den guten Themen unterschätzt du eigentlich immer, wie groß es werden kann. Und ich glaube, das ist, glaube ich, so einfach ein Fakt. Das Interessante ist, es war 2021 und es würde zu ja sagen, okay, war irgendwie alles vorhersehbar und so. Fast forward ein Jahr später, 2022. Habe ich mich verteufelt für dieses Investment, weil muss schauen, 2022 Die Aktienmärkte 50% down. Ich hatte ein Riesenportfolio an Consumer-Team, die ich gestartet habe, die zwei Jahre davor. Keiner investiert mehr in Consumer. Das heißt, jede Finanzierungsrunde, jeder Convertible ist einfach ein Pain. Und bei jeder Runde wird gesagt, hey, investier du auch nochmal. Ich musste dann entscheiden, hey, ich muss jetzt nochmal, welche, welches Unternehmen berg ich noch und welches muss ich dann irgendwie loslassen, nochmal 150. 0200. 000 Euro zum. Yep, oder noch in die Firma und die Firma und Dann kam halt die Margin Calls. Ich weiß noch bis heute, wie ich dann irgendwie unterwegs war. Und dann ruft die Bank an und sagt, ja, wir haben jetzt gerade irgendwie dein Portfolio liquidiert.
45:31 Margin Call 2022: Die Bank verkauft Romans Aktiendepot am Tiefpunkt
46:29 Feliks Eyser: Dein Aktienportfolio.
46:31 Roman Kirsch: Rockbottom, ja. Also wirklich am, ich glaube, die haben es genau getimedt zum Amazon-Aktie. Zum Amazon 50% runter war und wirklich den Bottom getroffen. Und das heißt, das war so der Zeitpunkt, wo ich dachte, warum habe ich da so viel Geld als ja davor investiert?
46:46 Feliks Eyser: Wie viel hast du da investiert?
46:48 Roman Kirsch: Vier. Schon gut sechsstellig, ja, so dass es An anderer Stelle theoretisch gefehlt hat. Aber ja, so nah kann das irgendwie beieinander sein. Zum Glück haben sich dann die Aktienmärkte irgendwie ein Stückchen weiterholt und Ich konnte auch nochmal für ein paar von diesen Convertibles dann noch einen neuen Kredit auf meine Immobilie aufnehmen. Und solche Geschichten. Aber.
47:13 Feliks Eyser: Was ging dir damals durch den Kopf? Also, du sagst, ruf die Bank an und du musst die Entscheidung treffen. Also, deine Aktien werden zwangsliquidiert, du musst die Entscheidung treffen. Die sparen ja nicht.
47:22 Roman Kirsch: Das heißt, du hast dann irgendwie deine Am Anfang irgendeinen vernünftigen Lombard-Loan auf deine Aktien und heißt es
47:28 Feliks Eyser: abgesichert durch dein Portfolio,
47:29 Roman Kirsch: aber dann eben nicht mehr. Und dann schaust du vielleicht einmal alle zwei Wochen raus und denkst dir: Wow. Warum haben die es verkauft? Rufst du an und dann sagen sie: Ja, leider wohl zu Gemarchen crollt. Interessantes Gefühl, ja, wenn eine Bank einfach für dich Sachen verkauft, ja.
47:48 Feliks Eyser: Und trotzdem hast du gesagt, ich gehe weiter all in und ich nehme zusätzlichen Kredit auf auf meine Wohnung. Oder auf meine Immobilien, auf meine Häuser oder.
47:55 Roman Kirsch: Ja, auf meine Wohnung.
47:58 Feliks Eyser: Wie hat sich da angefühlt, das Ding zu unterschreiben?
48:01 Roman Kirsch: Ah, ich meine , als Unternehmer bist du ja immer optimistisch. Insofern gab es ja jetzt irgendwie keine große Option , als nicht irgendwie weiter zu investieren. Aber ich glaube, da denkst du nicht so viel drüber nach. Weil was das Schlimmste, was passieren kann, ist.
48:21 Feliks Eyser: Dass die Bank anruft und nicht sagt, dein Portfolio ist weg, sondern deine Wohnung.
48:24 Roman Kirsch: Genau, aber dann Also vor zehn Jahren haben wir 940 Quadratmeter Wohnung Studentenwohnheim gewohnt. Das ist jetzt auch nicht viel schlimmer, ja.
48:31 Feliks Eyser: Okay, fair. Das hast du durchgespielt quasi, hast du gesagt, okay, worst case. Muss meine Familie hier ausziehen? Hast du eine Frau erzählt?
48:39 Roman Kirsch: Klar, ja.
48:43 Feliks Eyser: Es macht wirklich einen Unterschied, ob ihr Founder Mode auf eurer Podcast-Plattform bewertet. Jede Bewertung hilft uns, weiter ausgespielt zu werden und damit können wir noch krassere Gäste einladen. Also drückt kurz Pause, gebt eine Bewertung ab, dauert zwei Sekunden, hilft uns enorm. Viel Spaß. Aber es ist interessant, gell? Ich meine, du sagst, als Founder nimmt man natürlich ein gewisses Risiko auf, ja, du bist in deiner Company drin und wenn die fehlt, dann ist es weg. Als Investor machst du natürlich auch ein Stück weit.
49:09 Roman Kirsch: Aber das Risiko ist ja überschaubar, weil am Ende des Tages, was sind die größten Risiken im Leben? Das heißt , dass du vielleicht nicht mehr gesund bist, dass irgendwie, also das ist eigentlich das größte Risiko, ja. Und dann der Rest, wenn du an deine eigenen Fähigkeiten glaubst , Alles was du verlierst, man schaut Masayoshi Son an, der hat vielleicht nochmal ein paar Mal zu viel geleveragt. Softbank, der war auch reichster an der Welt, dann wieder bei null und dann hat er sich wieder hochgearbeitet.
49:34 Feliks Eyser: Meinst du, es gehört dazu, einmal durch dieses Tal zu gehen?
49:37 Roman Kirsch: Ich glaube, jeder geht, also wie tief das Tal ist, ist einem selbst überlassen, glaube ich. Aber wir machen das ja alle aus, oder ich zumindest aus Liebe für Das Unternehmertum und um mit spannenden Leuten zusammenzuarbeiten und weil wir an die Sachen, die wir irgendwie aufsetzen, glauben. Manchmal ist das auch naiv oder manchmal ist es auch fehlgeleitete Liebe, aber Trotzdem bringt Spaß. Und da muss man auch mal durch Täler gehen.
50:04 Feliks Eyser: Was war dein größtes Teil?
50:07 Roman Kirsch: Du, ich schwer dich verschiedenen, verschiedenen Sachen zu zu vergleichen. Ich meine, mein erstes Tag , mein erstes psychologisches Tal war lustigerweise nach dem Verkauf meiner ersten Firma, weil ich dann nicht mehr wusste. Was mache ich als nächstes? Weil ich habe mich so sehr darüber identifiziert und war so traurig, dass das, was ich aufgebaut hatte, auch wenn es nur ein Jahr war, oder ein bisschen länger als ein Jahr. dann nicht mal meins war, dass ich gar nicht mehr weiter wusste. So, das war natürlich ein Tal, obwohl ähm Obwohl sozusagen auf dem Papier der Erfolgscase Exit da war. Aber insofern, glaube ich, hängt das nicht immer unbedingt zusammen, so dieses, dieses Auch das, was ich dir beschrieben habe mit dem Margenkreuz, ich fand es nicht psychologisch ein Tal, es war einfach eine neue Challenge und ich wusste, dass wir da irgendwie durchkommen, weil die Firmen fundamental. . Liefen ja. Das waren ja alles teilweise sehr pro oder einigermaßen profitable Firmen, die haben sich gut entwickelt. Das heißt, es war jetzt nicht so, dass ich das Gefühl hatte, ich investiere jetzt irgendwie in ein schwarzes Loch und das kommt nie wieder zurück, sondern ich hatte schon Confidence und Selbstbewusstsein, dass es gut geht. Das brauchst du wahrscheinlich auch auskommen, ja. Und jedes Unternehmen, oder die meisten Unternehmer, die ich kenne, hatten halt ähnliche Entscheidungen oder Werdegänge. Es muss man selbst die größten Leute, Elon Musk, wie häufig war der eigentlich kurz vor davor Naja
51:44 Feliks Eyser: , gibt es so die Story, ich habe 100 Millionen verdient, 80 Millionen habe ich in, weiß ich nicht, SpaceX, 20 Millionen in Tesla investiert und ich musste auf der Couch schlafen. Von meinen Freunden, weil ich kein Geld hatte. Das Storytelling ist auch immer so geil. Im Leben hat er nicht auf irgendeiner Couch geschlafen, aber die Story, die klingt.
51:59 Roman Kirsch: Wahrscheinlich hat er in der Factory geschlafen. Wahrscheinlich hat er in der Factory geschaffen.
52:02 Feliks Eyser: Okay, zurück zu Bending Spoons, du warst dann 2022, hast du dich kurz verteufelt. Was war anders? drum der Moment, wo du dann wieder gedacht hast, oh, das war doch clever, das könnte richtig groß werden?
52:12 Roman Kirsch: Clever ist immer relativ, liegt immer im Auge des Betrachters. Ich glaube, es gibt da keinen richtigen Zeitpunkt. Auch ich würde jetzt auch nicht sagen, dass jetzt, ich meine, die Company ist jetzt gelistet, ja. Da muss man sich natürlich auch teilweise kneifen, weil es gibt ein ganz, also Ist ja schon signifikanter Wert, der der Firma zugeschrieben wird.
52:34 Feliks Eyser: Hast du die Aktien in deinem Portfolio? Kannst du im Online-Banking da so reinklicken und siehst du es dann?
52:37 Roman Kirsch: Nee, es funktioniert nicht so. Das ist ja Teil des Lockups, das heißt, die LinkedIn gebunkert hat, das heißt, es Kann man nicht nachschauen. Also du kannst natürlich rechnen, aber kannst du nicht nachschauen. Aber ich glaube auch nicht, dass ich glaube, was mir halt Spaß macht und wo ich dann auch Erfüllung sehe, ist halt nicht an diesem Tag des Exits oder des IBOs oder der Finanzierungsgründe von der Firma, ich weiß nicht, wie es dir geht, sondern wenn Prozesse und Thesen aufgehen und das ist ja dann immer ein Prozess, der über einen längeren Zeitraum geht, über ein Jahr, über zwei, über drei, über vier Jahre. Und das ist eigentlich das, was Spaß macht.
53:10 Feliks Eyser: Ja, ich finde auch immer. Kennst du noch A-Team von früher, weißt du, diese Typen, die so rumgefahren sind, und da gab es doch den einen mit einer Zigarre, und der hat immer gesagt. So sinngemäß, ich liebe es, wenn ein Plan aufgeht. Ich finde das so eine geile Motivation. Und sagst, man hat da diese Idee, komm, wir digitalisieren Hausverwaltungen oder wir probieren den Proteinmarkt nochmal anders anzugehen oder Wir bauen eine Plattform, um Autos zu verschippen und am Ende funktioniert es. Also die Chance, dass es funktioniert, ist ja gering. Jedes Startup ist ja erstmal eine Wette gegen die Statistik. Man kann die Statistik ein bisschen hochziehen. Gibt es auch Studien dazu? Das ist so Studio-Setup. Dass die Chance auf jeden Fall ein bisschen höher ist und dass die Timeline ein bisschen kürzer ist. Das ist das Gute, aber es ist trotzdem natürlich immer eine Wette gegen die Chance.
53:50 Roman Kirsch: Und ich glaube, ich würde das sogar vielleicht ein bisschen umschreiben. Ich liebe es, wenn ein Plan aufgeht. Ich liebe es, wenn der ähm, weil der Plan am Anfang ist ja immer nicht der, wo das Unternehmen dann am Ende steht. Das heißt, ähm, Ich liebe es, wenn der Prozess und diese Schritte und die Reise aufgeht. Das ist, glaube ich, das Coole. Und das ist, glaube ich, das Spannende, was total erfüllend ist. Oder was denkst du?
54:18 Feliks Eyser: Ja, ich glaube auch, der Plan und der Mensch, also im Sinne von, ist ja auch cool zu sehen, wie Faune sich entwickeln können. So N Yilmas 2020 and Yilmas 2026, this is another person, he is that gereifed, that a weight entwicked Die Gründer von Enua, das ist unsere Firma, die Medical Cannabis macht. Das ist ja im weitesten Sinne auch eins meiner wenigen Consumer-Themen, aber war auch eine ähnliche Story.
54:43 Roman Kirsch: Wie groß ist die Firma jetzt?
54:45 Feliks Eyser: Die nur?
54:45 Roman Kirsch: Ja. War
54:46 Feliks Eyser: schon groß.
54:48 Roman Kirsch: Gib mal so eine Indikation.
54:50 Feliks Eyser: Über 100 Millionen Umsatz und vor allem sehr profitabel. muss man sagen. Also im deutlichen zweistelligen Bereich, sowohl prozentual als auch absolut.
55:00 Roman Kirsch: Also es gibt doch die Hidden Chambits, weil man hört nicht so viel davon, aber
55:05 Feliks Eyser: Es gibt Hidden Champion.
55:06 Roman Kirsch: Es ist ja dann schon ein dreistelliger Millionenbetrag und ihr habt keine VCs, ne?
55:11 Feliks Eyser: In die Firma sind in Summe weniger als 5 Millionen Eigenkapital reingeflossen. Und das ist auch wieder so eine Story. Wo ich zwischendurch dachte, ja, fuck, was funktioniert denn hier nicht richtig? Also ich hatte die Gründer kennengelernt, auch 2020, also ähnlich, Covid hat angefangen und ich habe die kennengelernt. Mein Kumpel Kian saß in Bali auf einer Klippe und hatte eine Eingebung, er muss jetzt wieder Business machen. Du kennst Kian, oder?
55:33 Roman Kirsch: Ich habe ihn in Bali getroffen kurz. Eingebung passt schon ganz gut.
55:38 Feliks Eyser: Eingebung passt gut. Er hätte seine Firma verkauft, war auf Bali, wollte Sebatical machen, hat gesagt, komm, wenn Sabetical dann richtig, hat direkt drei Jahre Pause gemacht, nicht ein Jahr, wie die meisten vorne, die ich kenne Na, und saß dann auf der Klippe und hat gesagt, komm, das Universum ruft mich wieder in die Businesswelt. Und hat dann mit dem Kumpel gesprochen und die Founder von Enua kennengelernt, die zu dem Zeitpunkt in Aachen saßen, auch frisch aus der Uni waren, Anfang 20, in Holland studiert hatten. Und Ein persönliches Thema hatten der Familie, da gab es quasi ein gesundheitliches Thema, eine Chemotherapie, und da sollte Cannabis verschrieben werden für die Schmerztherapie. Das ist eine der Anwendungsfälle. Und es gab eben in den Apotheken keine Ware im Grunde. 2018 wurde das ja legalisiert für medizinische Zwecke in Deutschland, aber es gab keinen Supplies. Und das haben die Gründer gesehen. Und mein erster Eindruck von denen witzig, wie du es in Bending Spoons beschrieben hast, aber mein Eindruck, dass ich die kennengelernt habe, war. Das sind einfach so grundsolide, gute, ehrliche Jungs. Also erstens mal keine Kiffer, so das war das Wichtigste in der Branche. Und dann aber auch, weißt du, aus diesem Grund quasi das Familienmitglied da zu betreuen, sind die auf das Thema gekommen und
56:41 Roman Kirsch: hatten auch Passion für. Thema im Grunde.
56:42 Feliks Eyser: Ja, einen persönlichen Bezug, uns habe ich den abgenommen und waren einfach anständig und aber auch driven. So ein Product Guy und ein Sales Guy. So, das ist die Blaupause, nach der ich suche. Ein Builder und ein Seller im Grunde. Und ähm Ich habe ein paar Mal getroffen und ich hatte überhaupt keinen Bezug zu dem Thema, muss man auch sagen. Ich komme nicht aus dem Consumer-Bereich, noch weniger aus dem Pharma-Bereich. Ich hatte das Gefühl, ich kann vielleicht ein bisschen helfen bei dem Vertrieb an Apotheken, weil das sind die Kunden in dem Fall. Und durch Regiohelden, KMU-Vertrieb, also wie kann ich Small Businesses erreichen, so habe ich ein paar Erfahrungen. und gesagt, okay, da traue ich mir zu, euch da ein bisschen zu helfen und bei Fundraising, was im Endeffekt nicht so gut funktioniert hat in der Kompany, dann nicht in der Lage war Geld zu raisen. Das war zu dem Zeitpunkt, dass sie dann probiert haben, da gab es dann Companies, hier von Sebastian Diemer oder von Hensel und so weiter, die dann mehrere 10 Millionen, teilweise über 100 Millionen geredam. Also da gab es dann mal kurz den Moment, als es so ein hottes Thema war und auch viel Geld in den Bereich reingeflossen ist Und dann
57:37 Roman Kirsch: alle schwer getan haben, überhaupt die Liquiditionspräferenz reinzubekommen.
57:40 Feliks Eyser: Genau, und das ist natürlich Tuch und Segen gleichzeitig. Du hast dieses Geld in der Company, kannst wachsen, kannst neue Brands launchen, Stores aufmachen und so weiter, aber dann Natürlich ist das Geld auch ein Stück weit geliehen im Sinne von, wenn du die Firma irgendwann verkaufst, musst du halt erst die Investoren bezahlen sollen. Ähm, also Fluch und Segen zu leichten. Bei uns war es aber der Fluch, dass wir nicht in der Lage waren, Geld zu raisen. Jem besprochen, es war schwierig. Cannabis ist ja immer noch eine weirde Kategorie, muss man sagen. Es ist jetzt deutlich entspannter rechtlich, aber das heißt ja noch lange nicht, dass Institutionen Da rein investieren dürfen oder wollen. Deswegen hat es total schwer getan, aber jetzt im Nachhinein so eine profitable Firma zu haben, die mehrere 10 Millionen Ebeda macht, über 100 Millionen Umsatz macht in die kaum Geld reingeflossen, mit einem super clean Captable. Das ist natürlich super. Aber in dem Moment hätte ich hätte ich auch nicht gedacht, dass das jetzt der große Winner wird.
58:30 Roman Kirsch: Für mich war es ja auch was komplett Neues. Die letzten sieben Jahre auch mal viele Unternehmen im Consumerbereich zu haben, die grundprofitabel sind. Genau. Weil die ersten zehn Jahre war ja diese Rocket-Welt wird Schau nur auf Umsatz und schau, bist eigentlich von Burn Rates und von Erziehungsrunde zur Finanzierungsrunde gesprungen. Und das war halt der Markt. Und der Markt hat sich halt gedreht, weil keiner mehr investiert hat. Auf VC -Seite oder sehr viel weniger. Und die, die investiert haben, haben halt diese Profitien verlangt. Aber natürlich auch, weil du mit viel, viel weniger Headcount und Kapital eigentlich richtig coole Sachen aufbauen konntest. Und dafür bin ich eigentlich total dankbar, weil das ist einfach ein viel, viel entspannteres Gründen. Also ich mag beides, aber es ist halt ein entspannteres Gründen, weil du dir dann auch die Investoren aussuchen kannst, wenn du welche haben möchtest, weil du einfach Aus einer Position einer Stärke auch ein Unternehmen aufbauen kannst und nicht aus einer Position der Sorge und Angst und Furcht.
59:31 Feliks Eyser: Wir haben bei Enua dann irgendwann aufgehört, Eigenkapital aufzunehmen nach den fünf Millionen, wir haben dann Debt gerased, also Fremdkapital. Also, das hat natürlich auch seine Risiken zu tun. so, also Stichwort Leverage ist nicht mehr bei der privaten Wohnung ein Risiko, sondern ein Maximportfolio, sondern beim Unternehmen natürlich auch, aber Es waren erst haben wir quasi Kredite von Privatpersonen aufgenommen mit zweistelligen Zinsen, also ein bisschen eine Kategorie zwölf bis 14 Prozent oder so, ist relativ teuer, aber über die Zeit konnte man das dann ablösen. Und mittlerweile haben die wahrscheinlich die größte Debt-Finanzierung für Cannabis in Europa gemacht mit der Deutschen Bank. Über 25 Millionen sind da reingeflossen.
1:00:07 Roman Kirsch: Für MAC ist die Deutsche Bank, das finanziert. Aber wer sonst?
1:00:14 Feliks Eyser: Ja. Aber auch das war nicht die einzige Bank, die es gemacht hat. Also zeigt auch, wie sich das dann, wie sich das dann entwickelt hat. Und das ist natürlich auch ein Vorteil, wenn du irgendwann keine Anteile mehr abgeben musst, also letzten Anteile. Bei Enua ist vier, fünf Jahre her oder so, die irgendjemand abgegeben hat.
1:00:29 Roman Kirsch: Cool.
01:00:30 Zwei Gründer, kein Büro, 25 Millionen Euro Umsatz: Was KI für Consumer-Marken ändert
1:00:30 Feliks Eyser: Erzähl mal Consumer, was würdest du neu machen? Was sind Themen, die sonst interessant sind? Was kommt dir auf den Tisch, wo du sagst, ey, spannendes Thema, suche ich noch ein Gründerteam? Oder was sind Bereiche, wo du sagst, da kann man heute noch investieren, das Thema ist noch nicht ausgelutscht. Oder es ist vielleicht super etabliert, aber es gibt einen neuen Take darauf. Was findest du gerade spannend?
1:00:47 Roman Kirsch: Gute Frage. Vielleicht einen Schritt zurück, wie cool ist eigentlich dieses Jahr 2026? Weil ich glaube, ich hatte selten ein Jahr, wo ich inhaltlich so viel Zeit mit AI und Cowork und ChatGPT und so verbracht habe und geschaut habe, wie man diese Produktivität, diese Learnings, diese Automatisierung halt auf Unternehmen anwenden kann. Und ich glaube, das ändert natürlich auch, wie du Unternehmen aufbaust. Wie schnell du sie aufbaust, wie günstig du sie aufbaust und mit wie wenig Talenten oder Mitarbeitern du das hinbekommst. Und das ist halt für mich so ein riesiger Aha, Moment, ich gebe dir mal ein Beispiel. Ich bin unter Food Labs bei Reformed investiert. Das ist im Grunde so ein Kollagen-Matscha. Kollagen, äh, Kaffee, ähm, Subscription Modell.
1:01:41 Feliks Eyser: Wo sitzt, ist keine deutsche Firma, oder?
1:01:43 Roman Kirsch: Nee, die sitzen, das ist nämlich das Thema, sitzen eigentlich nirgendwo in London, offiziell, aber die Jungs Sind eigentlich überall. Und ich weiß noch, wie ich jetzt, das war vor ein paar Monaten, Dezember, Januar. beide getroffen habe, heißen beide Nil. Nilo und Nil, total schwer, die auseinanderzuhalten. Und die waren in Dubai. Winter verbringen sie immer in Dubai. Und dann haben wir uns halt zusammengesetzt und da waren die halt irgendwie bei so knapp, was war das damals, 20, 25 Millionen Euro Umsatz.
1:02:18 Feliks Eyser: Okay, also etablierte Firma. Ist das kein Startup ganz am Anfang?
1:02:20 Roman Kirsch: Okay. Und es war nicht total surreal, weil sie dann irgendwie über die nächste Runde gesprochen haben: halt, okay, wenn wir die und die Miles uns bekommen, dann. Raising auf auf ähm auf so und so viel Bewertung. Es war dann irgendwie auch ein dreistelliger Betrag. Und dann fragen sie aber, hey Roman, aber wie wird das mit der, also Jetzt haben die ersten Mission nach Diligence Themen gefragt, was heißt das überhaupt? Guckt nämlich an wie Bahnhof, meinst du? Was meinst du denn? Wir haben kein Office. Wir haben auch nur einen Freelancer und sonst nur wir zwei.
1:02:54 Feliks Eyser: Die beiden Dudes haben zusammen 25 Millionen Umsatz gemacht.
1:02:57 Roman Kirsch: Genau. Und dann waren die im WeWork. Lustigerweise, next, also ihr WeWork -Tisch -Nachbar war der Nick von Revolut.
1:03:07 Feliks Eyser: Ja, in Dubai.
1:03:08 Roman Kirsch: Genau. Und wussten aber nicht, was das alles bedeutet. Und dann haben wir irgendwie rum überlegt und meinten, okay, holt euch dann zumindest mal so Drei Adressen haben sie jetzt auch. London, Dubai, Miami. Das ist was die drei Offices haben. Je
1:03:23 Feliks Eyser: mehr Adressen als Mitarbeiter.
1:03:25 Roman Kirsch: Genau, jetzt sind es auch ein paar mehr Mitarbeiter. Aber das für mich halt so die Blaupause, und das gebe ich auch immer als Beispiel für unsere älteren Consumerbrands, ähm die vielleicht ein paar mehr Mitarbeiter haben, hey, das ist möglich mit Automatisierung, mit irgendwie smarten Einsatz von Agenten und Co. dass du halt auch signifikanten Umsatz und eine starke Marke aufbauen kannst mit Leuten, die alle in einen Raum, in diesem Raum im Grunde passen.
1:03:51 Feliks Eyser: Wenn du den Nil jetzt, wenn du seinen Laptop nimmst und von einem von den beiden Nils dann auf Auf Clubs, was läuft da? Also was ist da, sind da 5000.
1:03:58 Roman Kirsch: Wir haben ja erstmal, glaube ich, wahrscheinlich zwei oder drei Laptops. Aber klar, die haben sich eigentlich das ganz gut aufgeteilt. Der eine ist halt sehr, sehr marketing-heavy unterwegs, ja, und ähm Automatisiert im Grunde das Thema Ad Creatives, Content Production, Competitor Intelligence und Co. sodass das einfach eine Running Machine ist. Und der andere ist eher auf Produkt slash Brand Seite unterwegs und schaut, okay, wie kriege ich eigentlich gutes Produkt hin, wie kriege ich eine starke Marke hin, wie kann ich eigentlich einen guten Fitz zur Zielgruppe hinbekommen. Mittlerweile hast du natürlich noch ein paar mehr Leute, weil das ist eigentlich immer so die erste, weil du schaust, okay, ich brauche eigentlich Produkt, Marketing und Zielgruppen fit. Und das geht meistens über D2C und dann aber wenn du eine wirklich starke Marke aufbauen. Willst, musst du auch schauen, okay, wie was für Brand-Colabs bekomme ich hin? Habe ich vielleicht irgendwie auch Offline-Events und dafür brauchst du dann ein paar mehr Leute. Aber so dieser erste Anschub auf die ersten. 2025, jetzt macht das Unternehmen 70 Millionen. Das kannst du glaube ich mit einer Handvoll Mitarbeitern machen. Das ist total spannend, weil weil das auch einfach eine andere Art von Gründer erfordert. Das heißt, dazu haben wir vorhin kurz gesprochen. Das heißt, das erfordert irgendwie Gründer, die vielleicht ein bisschen besser mit AI und AI-Fluency sind, als mit Mitarbeitern. Du brauchst jetzt nicht mehr den MBA-Ler, der eine große Rede vor 80 Leuten erschwingt oder vor 500 und irgendwie auch gut vermitteln kann und Feedbacks gibt und all sowas, weil man ist ja jetzt nichts. viele Leute.
1:05:35 Feliks Eyser: Aber du brauchst die Person, die die Agents promptet, die richtigen Anweisungen gibt, die Automations baut.
1:05:40 Roman Kirsch: Genau, und das ist eigentlich so das Spannende, wie, wie Wie muss ein guter Gründer jetzt neu aufgestellt sein und besser aufgestellt sein für genau solche Themen?
1:05:50 Feliks Eyser: Bevor wir nochmal in die Consumer-Ideen gehen, sag mal, wie verbesserst du deine eigene AI-Fluency und was siehst du die besten Founder machen, die da von Zero Fluent zu 10 von 10? Gegangen sind.
1:06:01 Roman Kirsch: Supergute Frage. Ich glaube, ähm, die besten Founder, das kannst du nicht outsourcen, das heißt das musst du selbst machen. Das heißt, die Leute und die Gründer, die ich kenne, die einfach AI sehr, sehr fluhend sind, bringen sich als allererstes selbst bei. damit sie einfach ein Grundverständnis haben. Also wie alles andere auch, wie Mathematik, wie Shopify, ja, du musst eigentlich die Details kennen, die für dich und fürs Unternehmen wichtig sind, bevor du eigentlich andere Leute einstellst. Die im Grunde das machen, weil sonst kann dir jeder was erzählen und weiß nicht, ob es stimmt oder nicht. Und ich glaube, damit geht es halt los. Für mich persönlich. Ich habe mich wie gesagt eingeschlossen mit allen Möglichen, Irwegen auch mit OpenClaw und sonst war, wie viel Zeit ich da investiert habe, um irgendwie ein Setup zu bauen, was dann doch nicht funktioniert. War eigentlich
1:06:59 Feliks Eyser: hast du das gemacht?
1:06:59 Roman Kirsch: Genau, genau. Also ich habe natürlich immer mit Leuten mich ausgetauscht und nach Tools gefragt und das ist eigentlich auch eine meiner ersten Fragen: Was nutzt ihr für Tools? Wie macht ihr es? Probiere dann alles aus, was für mich ein bisschen eine Überwindung ist aus der Komfortzone, weil eigentlich gefühlt bin ich jetzt nicht so der Techy-Techy-Co-Founer, aber wie gesagt, das bringt Zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder total viel Spaß, sich da irgendwie inhaltlich in die Themen reinzubegeben. Und das ist Nummer eins. Und Nummer zwei ist Ich arbeite sehr viel mit AI-Engineers. Da kommt uns zugute, da kommt eigentlich auch dieses Global Talent Co -Setup zugute, was wir Damals vor zwei, drei Jahren gegründet haben, um einfach Talente aus Lateinamerika, Südafrika mit Firmen bei uns und auch mit jetzt mit vielen Kunden zu matchen, die halt irgendwie.
1:07:45 Feliks Eyser: Eine weitere Firma, die du mitgegründet hast, du musst mal so eine DAI kann so eine Infografik machen über die ganzen Firmen aus deinem Imperium.
1:07:51 Roman Kirsch: Und da war die Idee, Hey, wir wollen eigentlich Marketingleute vor allem oder Kundenservice in in diesen Ländern einstellen, alles compliant und ähm und Schauen, dass sie eigentlich für unsere Firmen eigentlich einen guten Job machen.
1:08:04 Feliks Eyser: Und da habt ihr AI-Engineers gefunden, obwohl die Marketing dort verloren wolltet?
1:08:07 Roman Kirsch: Genau, und dann war eigentlich natürlich erstmal aus meinem Portfolio dann die große, äh , die the most urgent need AI Go to Market Engineers, AI Automation Engineers und Cool. Dann haben wir halt angefangen zu schauen und da gab es sehr gute Leute und danach habe ich natürlich gesagt, hey, davon will ich auch ein paar haben. Mittlerweile ist es auch eine eigene Business Unit dort in dieser Firma, weil das mit Abstand die nachgefragteste Rolle ist.
1:08:33 Feliks Eyser: AI-Engineers zu vermitteln.
1:08:35 Roman Kirsch: Genau, genau.
1:08:35 Feliks Eyser: Ein AI-Engineer ist jemand.
1:08:37 Roman Kirsch: Neue Rolle gibt es eigentlich nicht. Das sind eigentlich Leute, die Teilweise aus dem Engineering kommt, teilweise aus dem Product-Bereich und dann aber aus dem Engineering eher Richtung AI-Tools gehen, ein bisschen mehr Business Sense und Common Sense haben und dann Vieles machen. Also nur mal als Beispiel von irgendwie Outbound Sales Motion. Alles komplett automatisieren, bis irgendwie, wir haben über Recruiting gesprochen. einfach ein Tool zu bauen innerhalb von 24, 36 Stunden, wo du halt irgendwie sagst, hey, das ist die Job Description. Und dann spuckt ihr das Tool irgendwie über LinkedIn und andere Kanäle, irgendwie 100, 150 relevanten Kandidaten für genau die Rolle aus, schreibt die Leute an. und schedule für die Interviews. Das hat vorher vielleicht Wochen gedauert. Ich habe gerade erzählt, wie ich letztes Jahr sechs Wort Leute im Pool hatte für diese Gründerposition. Mittlerweile dauert das halt vielleicht nur noch, je nachdem wie schnell die Leute antworten, aber zumindest das, was wir machen können, ein Tag.
1:09:40 Feliks Eyser: Und hast du eigene AI-Engineers in deine Holding für die Investments oder bedienst du dich quasi aus den Portfolio-Companys oder hast du Leute, die du einfach so ansprichst, wie ist dein Setup? Wie viele Stunden AI-Engineering-Kapazität von Menschen? Hast du im Einsatz für dich?
1:09:53 Roman Kirsch: Also ich nutze wie jeder andere Kunde auch, sozusagen, wenn ich Recruiting Services brauche, dann irgendwie die. unsere Firma, die wir gegründet haben, Global Talent Co, und sagt halt, das ist meine Rolle und dann go, findet mir was. Kommen ein paar Stunden oder ein, zwei Tage später halt die Kandidaten.
1:10:09 Feliks Eyser: Okay. Und mit diesen ganzen neuen Capabilities, 2026 geiles Jahr. Es gibt jetzt diese Diese Magic in der Welt, die wir alle nutzen können. Welche Consumer Companies sollte ich gründen, um das nächste Reform zu bauen? Um mit zu zweit neben dem Nick auf der anderen Seite zu sitzen. Und 70 Millionen Umsatz mit einem Consumerprodukt zu machen mit zwei Leuten.
01:10:17 Schlaf, Peptide, Padel: Die Consumer-Trends, auf die Roman jetzt setzt
1:10:29 Roman Kirsch: Das ist eine gute Frage. Und wir haben ja schon gesagt, was Leute irgendwie haben wollen oder wo irgendwie groß viel Rückenwind ist. Also Leute wollen gesünder leben. wollen mehr Energie haben , wollen Wellen ist, ist ein großes Thema. Ich glaube, eine Sache, die ich noch unterrepräsentiert finde, die ich spannend finde, also falls es da irgendwie interessante Ideen auch aus deiner Audience gibt, immer her damit. ist das ganze Thema Schlaf und Runterkommend Recovery. Ja. Da gibt es mit Eigentlich nur Eight Sleep und vielleicht natürlich auch die ganzen Bio -Ringe, Oura-Ringe und Co. Aber.
1:11:08 Feliks Eyser: Eight Sleep mit den Matratzen.
1:11:09 Roman Kirsch: Genau, die Matratzen, aber das ist, glaube ich, noch ein riesengroßeres Thema. Wir verbringen ihnen ein Drittel unserer Zeit im Schlafmodus und davor und danach die letzten Einzelstunden und die ersten Einzel sind auch nochmal wichtig. Es gibt deshalb auch, glaube ich, eine sehr, sehr hohe Willingness to pay für Schlaf und viele Leute haben auch. ihre Herausforderungen mit. Das heißt, riesengroße Kategorie , wo es, glaube ich, nicht genug starke Marken gibt und nicht genug starke Produkte. Also das finde ich total spannend. Dann finde ich, aber da bin ich noch sehr Zwei Schritte entfernt, aber finde es spannend, dieses ganze Thema Peptides, also wofür du eigentlich Peptides nutzen kannst, im Kontext für Schlaf, für irgendwie sich wohler fühlen, auch im Kontext von Beauty.
1:11:55 Feliks Eyser: Hast du einen Capti-Dealer?
1:11:56 Roman Kirsch: Nee, nee, aber ich hab lustigerweise, also ich bin da immer sehr, sehr, für mich als Nutzer, äh Nicht unbedingt early adapter, ja. Ich will eher so late joiner, aber Ich hab ein, zwei, drei sogar Freunde, die wir auch kennen, gemeinsam, die zum Beispiel Themen hatten mit ihrer Schulter oder Knieverletzung und sich dann diesen Wolverine Stack
1:12:24 Feliks Eyser: Also, du spritzt dir quasi was rein. Das bekannteste Petit ist Abnehmspritze, GLP Ones zum Beispiel, aber es gibt auch ganz andere Anwendungsfälle, dass du schneller heilst, zum Beispiel oder so. Genau, und
1:12:33 Roman Kirsch: das hat bei denen zum Teil geholfen. Ich würde da auch nochmal unterscheiden zwischen ähm einem gezielten Einsatz Über eine sehr kurze Zeit, du hast es langfristig jeden Tag perzend, da würde ich immer vor zurückschrecken, aber Grund, und deswegen sage ich auch, ich bin dann noch Zwei Schritte entfernt und schaue mir das aus der Vogelsperspektive an, aber finde es schon besonders beeindruckend, wie schnell dieser Markt sich entwickelt hat. Es ist GLP-1 genannt. Ich glaube, GLP-1 hat letztes Jahr Mehr Umsatz generiert als AI-Firmen.
1:13:09 Feliks Eyser: Wirklich?
1:13:10 Roman Kirsch: Ja. Ich weiß nicht, ob es dieses Jahr genauso ist. Wahrscheinlich dieses Jahr haben die AI-Firmen abgeholt, aber letztes Jahr war es so, ja. Und ich symbole insofern hast du da, glaube ich, nochmal sehr viel Rückenbind für diese ganze Kategorie. Also, das sind zwei Sachen. Und dann das Dritte, was natürlich Immer.
1:13:29 Feliks Eyser: Wir haben über Cannabis vorhin gesprochen. Du sagst ja heute, also ja, es ist ein bisschen etablierter als damals, aber ist ja auch so ein edgy-thema. Es gibt Leute, die finden es gut und es hilft super vielen Patienten und es gibt Leute, die finden es nicht gut. Und auch gibt es verschiedene Meinungen dazu, und das hat es aber natürlich auch zum spannenden Investment gemacht, damals, weil du sagst: Gut, da kannst du halt früh einsteigen in einen Markt, der sich entwickeln kann. Das war meine regulatorische Wette, die ich damals eingegangen bin und per Peppt halt. Ist es ja ähnlich. Also viele von diesen, die sind alle im Grunde nicht zugelassen, außer GLP-1, das ist gut erforscht, aber was ich ein bisschen auf Spaß mit dem Peptide-Dealer gefragt habe, ist ja Realität. Es gibt Leute, die kaufen dann irgendwo Irgendwas aus China und spritzen sich das rein. In San Francisco ist das Thema super präsent, aber es ist ja alles komplett unreguliert. Und eine Wette kann sein, dass es da eben durch Clinical Trials, durch Pharmaunternehmen neue Kategorien geben wird von Medikamenten, die wir heute noch nicht kennen.
1:14:20 Roman Kirsch: Absolut.
1:14:20 Feliks Eyser: Das interessant sein könnte.
1:14:21 Roman Kirsch: Absolut. Und Supplements. Und ich glaube auch die ganze Supplement-Kategorie. Ich meine, als Bodybuilder vor 20 Jahren Protein Riegel und Kreatin genommen haben, war das noch so, oh mein Gott, was tun sie sich im Körper an? Und mittlerweile ist es halt total Mainstream und auch erwiesen, dass es halt sehr viele positive Effekte hat. Und das jetzt bei Pepta ist, ob bei allen Pepti es so sein wird Wissen wir nicht. Das ist ja auch dann die Rolle der Zulassungsbehörden und der Wissenschaftler das irgendwie zu bewerten. Aber warum nicht? Warum soll es da nicht ein paar Themen geben, die zum Beispiel bei der Recovery helfen? Wenn du irgendwie eine Verletzung hast, Kreuzbandrist am Schienenfall und du kannst irgendwie deinen Körper Das über sechs Monte selbst managen lassen oder
1:15:08 Feliks Eyser: Schlaf, Peptides ,
1:15:11 Roman Kirsch: und dann glaube ich sehr stark an alles, was Real-world experiences sind, ne? Weil ähm ob es jetzt irgendwie Sport ist oder ähm andere Formate, wo du halt irgendwie ähm zusammenkommst mit Menschen, ähm, mit einem bestimmten Fokus und bestimmten Ansatz. Ich glaube, das wird auf jeden Fall stark im Kommen sein. Also es gibt jetzt Buchclubs, die trendy sind, es gibt irgendwie ähm Leute, die über Sport haben wir ja schon gesprochen und mich fasziniert total. Ich bin ein kleiner Stellder zum Beispiel bei Mitte Padel. die steht einfach.
1:15:49 Feliks Eyser: Padel, die physische Hallen bauen, die Hunderttausende kosten oder Millionen, das sind wirklich so.
1:15:54 Roman Kirsch: Ja, die sind ständig ausgebucht und ausgelastet, weil die Leute halt wirklich. ein Bedürfnis davon haben, dazu haben, in Person sich zu treffen und gemeinsam an einem Thema, ob es jetzt was Sportliches ist oder im Buchclub oder was auch immer. Zeit zu verbringen und sich auszutauschen.
1:16:12 Feliks Eyser: Was ist da auf deinem Radar, wenn du dir andere Geografien anschaust und sagst das, was Padel vor irgendwie fünf Jahren war? Book Clubs finde ich neu. Running Clubs ist seit ein paar Jahren ein großes Thema. Was sind so ein paar Kategorien, die wir. vielleicht nicht auf dem Schirm hat und sagt, da könnte. .
1:16:26 Roman Kirsch: Vielleicht lassen sich die Trends ja auch kombinieren. Vielleicht gibt es ja auch Sleep, Sleep Clubs, ja. Sleep Over Clubs. Aber ja, ich glaube, das überlasse ich dann den Unternehmern. Und da gibt es, glaube ich, tausend Ideen, aber das wären so, glaube ich, so zwei, drei, vier Megatrends. die ich sehe, die jetzt auf die nächsten paar Jahre, glaube ich, uns noch sehr bewegen werden.
1:16:55 Feliks Eyser: Okay, und wenn jemand in dem Bereich was machen will,
1:16:57 Roman Kirsch: Pingme.
1:16:58 Feliks Eyser: Ping Me. Wo findet man dich?
1:17:00 Roman Kirsch: LinkedIn gerne.
1:17:01 Feliks Eyser: LinkedIn, Roman Kirsch.
1:17:02 Roman Kirsch: So ist es.
1:17:03 Feliks Eyser: Wenn ihr besser schlafen wollt, eurem Körper was Gutes tun wollt, durch Peptide. Oder einfach offline eine gute Zeit haben wollt.
1:17:10 Roman Kirsch: Absolut.
1:17:11 Feliks Eyser: Dann merkt euch bei Roman. Gut, dass du da warst, cooles Ketchup. Ich habe eine neue Seite an dir entdeckt. Ich hab dich mal abgespeichert als The Consumer Guy, so durch deine E-Commerce-Historie, aber interessant, dass du Physical AI machst, dass du diese B2B Themen machst, also neue Facetten.
1:17:27 Roman Kirsch: Ja, ich glaube auch, dass also die größte Herausforderung ist ja, dass du, dass du immer versuchst, dich aus der Komfortzone rauszuschieben und wenn du ständig nur die gleichen Sachen machst, bleibst du halt hängen bei den Themen Und ich glaube, das war so meine Ambition, neben dem natürlich intellektuellen Interesse auch mal was Neues zu machen. Und vielleicht noch ein letzter Punkt. Ich glaube Das habe ich dann für mich auch selbst entdeckt, weil vielleicht vor zwei, drei, vier Jahren habe ich gedacht, hey, Fokus heißt, bei allem Thema zu bleiben. sei es irgendwie bei Consumer oder bei einem Unternehmen. Und was ich dann aber für mich selbst beantwortet habe und überlegt habe, ist, dass für mich Fokus eigentlich heißt, mich auf die Sachen zu fokussieren, die ich besonders gut kann. Und das dann irgendwie zu multiplizieren auf verschiedene Themen. Das heißt, mein Fokus ist, ich fokussiere mich auf die Sachen, die ich besonders gut kann. So von 0 auf 2. Eins auch nur auf zehn, richtige Gründer finden, das Grote Market zu besprechen, ja, diese strategischen Themen teilweise und nutze das, diese Superpower, die ich habe, und jeder hat eine Superpower, für verschiedene Themen. Das heißt, ich habe trotzdem einen Fokus, ist aber nicht auf ein Thema, sondern auf bei mir selbst, auf meine
1:18:48 Feliks Eyser: Stage und auf einen Skill.
1:18:50 Roman Kirsch: Genau.
1:18:51 Feliks Eyser: Dein Fokus ist 0 auf 1. Oder 0 auf 10. Finde ich gut. Schön, dass du da warst. Machen wir hoffentlich bald wieder ein Ketchup. Oder Leute können reinhören in deinen Podcast, haben nicht drüber gesprochen, aber du hostest auch einen Podcast. Icons heißt er. Genau. Ich glaube, du leidst nur Unicorn Founder ein.
1:19:08 Roman Kirsch: Genau, ist auch auf Englisch. Inspiration warst natürlich du, aber auch einfach mit spannen europäischen Unternehmern zu sprechen, die die was besonders aufgebaut haben, weil ein bisschen die Erkenntnis war eine ähnliche. Es gibt halt viel zu wenig Formate, wo spannende Unternehmer ihre Geschichten erzählen können und ihr Unternehmer tun halt. gefeiert wird, beziehungsweise einfach ungefiltert dargestellt wird.
1:19:37 Feliks Eyser: Da sind wir uns 100% einig. Gibt es ein paar Highlights für die nächsten Wochen? Was kommt in der Show oder was sind Folgen, die man sich aus der Story anhören sollte, die cool waren?
1:19:44 Roman Kirsch: Also wir haben ja jetzt über Bending Spoons gesprochen. Die Jungs waren natürlich auch im Podcast, haben So ein bisschen erzählt.
1:19:49 Feliks Eyser: Das ist der perfekte Übergang. Genau, genau. Geht rein und hört euch die Story an.
1:19:53 Roman Kirsch: Hört euch die Story an. Und auch sehr, sehr spannend. Es war einer, ein Gründer bei Martin Varsavsky, der Fünf Unicorn Unternehmen selbst aufgebaut hat.
1:20:03 Feliks Eyser: Der muss der Weltmeister sein in Unicorns, oder?
1:20:05 Roman Kirsch: Ja, ist aktuell dabei sein sechstes Zu gründen.
1:20:09 Feliks Eyser: Übrigens zusammen mit EWOR, mit dem Daniel Dippold, über den wir vorhin gesprochen haben. Der ist wiederum Shareholder bei dem Radio.
1:20:14 Roman Kirsch: Genau, so schließt sich der Kreis. Also insofern, wenn wir denken, dass wir viel geschafft bekommen. Ist noch nicht ganz so. Wir müssen erstmal fünf Gründen.
1:20:24 Feliks Eyser: Das Limit ist ja auch meistens im Kopf. Ja. Also, das ist die Analogie aus der Matrix. Er am Ende sagt, es gibt den Löffel gar nicht, es gibt die Regel gar nicht. Wieso soll denn ein Mensch nur ein Unicorn gründen können, wenn es so einen Martin gibt, der fünf macht?
1:20:42 Roman Kirsch: Weißt du, was das Lustige war? Ich hab mit ihm den Podcast gemacht und danach waren wir auf der Konferenz Founders Forum in London. Und er hat dann für sein jetzt sechstes, hoffentlich Unicorn, gepitcht. Und das Feedback, was er bekommen hat, ich saß daneben. gepitcht und dann waren halt im Store und meinen sie, sorry. Bisschen cooler Typ, ja. Idee ist auch super. Das ist im Grunde so ein FDA-certified ähm AI-Agent, der Ärzte in ländlichen Gebieten replace war. Aktuell kann ChatGPT jetzt nicht ja wirklich dir was verschreiben, weil That's why they draw the line, it's nicht FDA proved. So, das ist die Idee. Das war jetzt ja irrelevant, weil das Feedback war eigentlich, du hast doch schon fünf Unicorns gegründet, aber du hast sie immer schon auf Unicorn-Level verkauft. Und wir investieren nur in Trillion Dollar Businesses. Und mein Takeaway war, selbst bei so jemandem gibt es dann Leute, die sagen, ich muss noch ambitionierter denken. Und das, das, äh. Das ist doch ein gutes Takeaway.
1:21:44 Feliks Eyser: Oh mein Gott, okay. Selbst auf dem Niveau finden die VCs einen Grund, warum sie es nicht machen wollen.
1:21:52 Roman Kirsch: Oder triggern, damit Leute noch größer und ambitionierter denken, wenn du es positiv fragen willst.
1:21:57 Feliks Eyser: Das ist gut. Ich gebe dir deinen Löffel.
1:21:59 Roman Kirsch: Danke, Feliks.
1:21:59 Feliks Eyser: Kannst du mitnehmen? Wir gehen jetzt zum Döner gemeinsam.
1:22:01 Roman Kirsch: Und dann sehen wir uns in zwei Jahren. Wir sehen uns häufiger, aber wir werden das in zwei Jahren nehmen.
1:22:06 Feliks Eyser: Roman Kirsch auf LinkedIn oder der Icons Podcast auf YouTube, Spotify.
1:22:10 Roman Kirsch: Danke, verlinken wir. Feliks, war meine Freude.
1:22:12 Feliks Eyser: Schön, dass du da warst.


