Die Zukunft von Fintech: Warum AI jetzt Kaltakquise macht & der Weg zur Super-App
mit Marc-Alexander Christ, Mitgründer von SumUp
Zusammenfassung

Die weißen Kartenleser von SumUp kennst du aus Taxi, Café und Weihnachtsmarkt. Marc-Alexander Christ erklärt, was dahintersteckt: über vier Millionen Händler in 37 Ländern, ein Kartenleser für 30 Euro und in Deutschland 1,39 Prozent pro Zahlung. Aus dem Payment-Produkt ist ein Ökosystem geworden: Konto und Karte, Kasse, Rechnungen, Online-Store und Terminbuchung. Vieles davon ist kostenlos, verdient wird über Payment, darüber liegt ein bezahltes Premium-Segment.
Dann geht es um die Mechanik dahinter. SumUp startete 2012 in vier Ländern gleichzeitig, weil sich der Launch der Testmärkte Österreich und Irland immer wieder verschob, und war nach einem halben Jahr in zehn europäischen Ländern. Jeder Kanal wird an der Payback-Periode gemessen: anfangs neun Monate, in den Boomjahren 2020 und 2021 bis zu 18, heute zwölf. Feste Budgets gibt es nicht. Weil die überlebenden Händler stärker wachsen als andere abspringen, liegt die Umsatz-Retention bei 100 bis 103 Prozent im Jahr.
„Wenn wir es nicht schaffen, praktisch vernünftige Payback-Perioden hin mitzukommen, mit neun Monaten, dann haben wir hier auch kein vernünftiges Geschäftsmodell …“
Spannend ist die Finanzierung. In den ersten drei, vier Jahren hat SumUp nach Marcs Worten etwa 30 Millionen eingesammelt. Nach dem Merger mit dem Rocket-Wettbewerber payleven war das Unternehmen „Mickey Mouse profitabel“: Der Umsatz deckte die Betriebskosten vor Marketing. Das machte SumUp für Kreditgeber attraktiv, und das Wachstum von 2016 bis 2022 lief über Kredite von insgesamt mehr als einer Milliarde. Dazu kommen die Fehler: Russland als einziges Land, das SumUp je wieder geschlossen hat, eine selbst gebaute Hardware, weil kein Hersteller günstige Geräte bauen wollte, und 100 neue Leute in einem Quartal, von denen kaum jemand geblieben ist.
Im zweiten Teil gibt Marc eine Vertriebs-Masterclass: Facebook-Ads in den ersten Jahren, über 10.000 Verkaufsstellen im Handel, Partner wie die UBS, Enterprise-Kunden wie DHL und heute wieder Direktvertrieb. AI nutzt SumUp gegen Betrug und für Outbound-Anrufe, die allerdings nur Termine vereinbaren. Zum Schluss geht es um Empathie als unterschätzten Skill, das Tell-Sell-Co-Create-Framework der SumUp University und die Tech Bikers, mit denen Marc Geld für World Bicycle Relief sammelt.
Zahlen aus der Folge
4 weitere Zahlen
Worüber am meisten gesprochen wurde
Kapitel
- 00:00Intro & Status Quo: SumUps versteckte DominanzIntro
- 01:29Vom Kartenleser zur Finance-Super-AppProdukt & Super-App
- 07:27Expansion: Warum SumUp in 4 Ländern gleichzeitig starteteExpansion & Unit Economics
- 09:53Unit Economics: Wann ist ein Kunde profitabel?Expansion & Unit Economics
- 16:19Finanzierung: Milliardenkredite statt VC-GeldFinanzierung
- 23:56Der gescheiterte Russland-Launch & verschwundene OligarchenExpansion & Unit Economics
- 27:37Hardware-Hölle: Eigene Produktion in China aufbauenProdukt & Super-App
- 35:03Hiring-Fehler & das Co-Create Leadership FrameworkFührung & Kultur
- 47:56Sales-Masterclass: Wie man 4 Millionen Händler gewinntVertrieb & Go-to-Market
- 01:06:58AI im Einsatz: Betrugserkennung & Outbound-CallsAI im Einsatz
- 01:14:09Marc’s Operating System & Empathie als SkillFührung & Kultur
- 01:23:36TechBikers & World Bicycle ReliefEngagement
Key Learnings
- 1
Verschenk die Software, verdien am Payment
Online-Store, Terminbuchung und Rechnungen sind bei SumUp für den Long Tail kostenlos, Geld verdient SumUp über das Payment. Darüber liegt ein Premium-Segment, das als Software as a Service bezahlt wird. Am meisten bringen Konto und Karte: Weil jeden Tag Geld über den Kartenleser hereinkommt, wird das SumUp-Konto mit der Zeit das aktivste Konto des Händlers.
01:29 · Vom Kartenleser zur Finance-Super-App - 2
Starte international, wenn dein Geschäft Masse braucht
Bei kleinen Gebühren pro Zahlung braucht SumUp sehr viele Händler. Deshalb ging es von Anfang an in mehrere Länder, und ein eigenes Team eröffnet bis heute nur neue Märkte. Die Hürden sind immer dieselben: Lizenz bei der Zentralbank, technische Anbindung an die lokalen Kartensysteme und das Team. Ein neues Land hat sechs bis zwölf Monate Zeit, um auf die Unit Economics der anderen Länder zu kommen.
07:27 · Expansion: Warum SumUp in 4 Ländern gleichzeitig startete - 3
Miss jeden Kanal an der Payback-Periode
Weil die Kohorten von 2012 bis heute stabil Umsatz bringen, rechnet SumUp nicht mit Lifetime Value, sondern mit der Zeit, bis die Akquisitionskosten zurück sind. Sechs Monate nach dem Launch lautete die Regel: Schaffen wir keine neun Monate, haben wir kein vernünftiges Geschäftsmodell. In den Boomjahren 2020 und 2021 ging SumUp bis 18 Monate, heute sind es zwölf.
09:53 · Unit Economics: Wann ist ein Kunde profitabel? - 4
Werde Mickey Mouse profitabel, dann leihen dir Banken Geld
Nach dem Merger mit payleven deckte der Umsatz die Betriebskosten vor Marketing. Wenn es nicht läuft, hörst du einfach auf, Marketing zu machen, und die bestehenden Kunden tragen das Geschäft. Das macht dich für Kreditgeber attraktiv: SumUp hat das Wachstum von 2016 bis 2022 über Kredite finanziert. Bei zwölf Monaten Payback sind Kredit und Zinsen nach rund 13 Monaten zurückgezahlt, der Rest ist Gewinn.
16:19 · Finanzierung: Milliardenkredite statt VC-Geld - 5
Bau selbst, wenn die Anreize der Lieferanten nicht passen
Klassische Hardware-Hersteller verkaufen Kartenleser für 400 bis 500 Euro und verdienen 200 bis 300 daran. Ein Gerät, das SumUp für 30 Euro verkauft, darf nicht über 100 Euro kosten, der Hersteller verdient dann nur noch 5 Euro. Kein Hersteller hätte so ein Produkt ernsthaft weiterentwickelt. Also hat SumUp die Kartenleser selbst entwickelt und produzieren lassen.
27:37 · Hardware-Hölle: Eigene Produktion in China aufbauen - 6
Stell nicht schneller ein, als du einarbeiten kannst
Im vierten Quartal 2012 hat SumUp 100 Leute eingestellt, am Anfang des Quartals waren es 50. Sie schnell genug einzuarbeiten, war so gut wie unmöglich, und aus dieser Kohorte ist kaum jemand geblieben. Um Kultur hat sich das Team erst gekümmert, als es mit payleven eine sehr anders organisierte Firma übernommen hat. Seitdem investiert SumUp viel in Kultur und Kommunikation.
35:03 · Hiring-Fehler & das Co-Create Leadership Framework - 7
Triff Entscheidungen im kleinen Kreis und trag sie nach außen
Beim Tell-Sell-Co-Create-Framework trifft ein Kreis von drei bis sieben Leuten die Entscheidung gemeinsam. Danach wird sie mit den nächsten zehn bis zwanzig Leuten besprochen, die noch ein Veto bei echten Red Flags einlegen können, und dann mit 30 bis 50 weiteren. Das dauert länger als „Ich bin der Chef“, aber die Entscheidung wird mitgetragen. Wer anderer Meinung war, gibt Feedback und zieht dann mit: Disagree and Commit.
35:03 · Hiring-Fehler & das Co-Create Leadership Framework - 8
Gib keine Budgets vor, sondern eine Payback-Grenze
SumUp hat keine festen Budgets für Kundenakquise. Die Regel lautet: so viel wie möglich ausgeben, solange die Payback-Periode unter zwölf Monaten liegt. Was darüber liegt, wird abgeschaltet, was darunter liegt, bekommt mehr Geld. So ist auch der Direktvertrieb zurückgekommen, der in den Anfangsjahren noch zu teuer war, weil SumUp unter 10 Euro im Monat an einem Händler verdiente.
47:56 · Sales-Masterclass: Wie man 4 Millionen Händler gewinnt
Meistgesehener Clip zur Folge
Warum SumUp entschieden hat, eigene Hardware zu bauen. Payment ist fragmentiert: Hardware, Prozesse und Abrechnung folgen oft unterschiedlichen Anreizen. Wer an teuren Geräten hohe Margen verdient, hat wenig Grund, das Produkt wirklich besser zu machen.
Auf Instagram ansehen ↗Zitate

„… Payment so ein geiles Geschäft ist, dass wenn du einmal Payment gemacht hast, du … nie wieder was anderes machst.“„Wenn wir es nicht schaffen, praktisch vernünftige Payback-Perioden hin mitzukommen, mit neun Monaten, dann haben wir hier auch kein vernünftiges Geschäftsmodell …“„… zu viele Kapitäne auf dem Boot machen es nicht einfacher.“„Ich glaube, Empathie ist eins der großen underrated Skills, die es da draußen in der Welt gibt.“„Ich glaube, das ist dann besser, ein Bein zu verlieren, als den ganzen Patienten aufzugeben.“Über den Gast

Marc-Alexander Christ
Marc-Alexander Christ hat SumUp 2012 in Berlin mitgegründet. Das Unternehmen startete mit einem weißen Kartenleser für kleine Händler und bedient heute über vier Millionen Händler in 37 Ländern, Mexiko kommt als 38. dazu. Vor SumUp hat er bei CityDeal Vertrieb an kleine Händler gemacht, studiert hat er BWL in Maastricht. Von den Mitgründern führen heute noch zwei das Unternehmen. Seit rund zwölf Jahren fährt er bei den Tech Bikers mit und sammelt Spenden für World Bicycle Relief.
Häufige Fragen
Wie verdient SumUp Geld?
SumUp verkauft Kartenleser für 30 Euro und verdient pro Kartenzahlung einen festen Prozentsatz, in Deutschland 1,39 Prozent, ohne Vertragslaufzeit. Dazu kommen Konto und Karte, Kassensysteme, Rechnungen, Online-Store und Terminbuchung. Viele dieser Produkte sind kostenlos und werden über das Payment monetarisiert, ein Premium-Segment wird als Software as a Service bezahlt.
Wie hat SumUp sein Wachstum finanziert?
Laut Marc-Alexander Christ hat SumUp in den ersten drei, vier Jahren mit Series A und B etwa 30 Millionen eingesammelt. Nach dem Merger mit payleven deckte der Umsatz die Betriebskosten vor Marketing. Damit wurde SumUp für Kreditgeber attraktiv und hat das Wachstum von 2016 bis 2022 über Kredite von insgesamt mehr als einer Milliarde finanziert.
Warum hat SumUp Russland wieder verlassen?
Russland war etwa das elfte oder zwölfte Land und ist das einzige, das SumUp je wieder geschlossen hat. Nach rund 18 Monaten zeigte sich, dass drei russische Wettbewerber den Markt besser bedienten. Dazu verschwand der Oligarch hinter der Partnerbank des Joint Ventures, und die Leitung des Joint Ventures wechselte etwa alle sechs Monate.
Wie gewinnt SumUp neue Händler?
Direktvertrieb war am Anfang zu teuer, deshalb setzte SumUp in den ersten Jahren vor allem auf Performance-Marketing über Facebook. Dazu kamen Partnerschaften wie mit der UBS in der Schweiz und der Handel mit über 10.000 Verkaufsstellen in Europa, etwa MediaMarkt, Saturn und Metro. Heute gibt es außerdem ein Enterprise-Geschäft und wieder Direktvertrieb, solange die Payback-Periode unter zwölf Monaten bleibt.
Wofür setzt SumUp AI ein?
SumUp nutzt AI zur Betrugserkennung, weil sich Muster damit gut erkennen lassen, und im Kundensupport. Outbound-Anrufe per AI vereinbaren Termine für Vertriebler, verkaufen aber nicht selbst, laut Marc etwa in Deutschland, England, Frankreich und Italien. Intern hilft AI im Engineering und in der Finanzabteilung, zum Beispiel bei Kreditoren und Debitoren.
Was sind die Tech Bikers?
Die Tech Bikers sind eine Spendenfahrt aus der Gründerszene, bei der Marc-Alexander Christ seit rund zwölf Jahren mitfährt: drei Tage, drei- bis vierhundert Kilometer, meist mit Ziel Berlin. Gesammelt wird für World Bicycle Relief, eine Organisation, die Fahrräder für Mobilität in Afrika baut. Laut Marc gibt es 40 Plätze, die schnell vergriffen sind.
Erwähnt in der Folge
- paylevenFirmaRocket-Wettbewerber, mit dem SumUp fusionierte; danach war SumUp „Mickey Mouse profitabel“.
- Rocket InternetFirmaStand hinter payleven, SumUps früherem Wettbewerber.
- CityDealFirmaMarcs Station vor SumUp, wo er Telefonvertrieb an kleine Händler gelernt hat.
- SquareFirmaUS-Unternehmen, das den Kartenleser über den Kopfhöreranschluss als Erstes hatte.
- UBSFirmaSchweizer Bank, die SumUp in ihren Filialen vertrieb und dafür einen Preis gewann.
- MediaMarktFirmaEiner der Händler, über die SumUp Kartenleser verkauft, auch in der Kassenzone.
- DHLFirmaEnterprise-Kunde, der SumUp fürs Bezahlen an der Haustür nutzt.
- TillerFirmaFranzösisches iPad-Kassensystem, das SumUp übernommen hat.
- GoodtillFirmaEnglisches iPad-Kassensystem, das SumUp übernommen hat.
- NexiFirmaBeispiel für die lokalen Wettbewerber, die meist nur in einem Land aktiv sind.
- SpotifyFirmaVorbild für SumUps Organisation in Tribes und cross-funktionalen Teams.
- Tribal LeadershipBuchBuch, auf das sich Marc bei der Größe von Tribes um die 100 Leute bezieht.
- World Bicycle ReliefFirmaOrganisation für Fahrrad-Mobilität in Afrika, für die die Tech Bikers Spenden sammeln.
- CODE UniversityFirmaBerliner Hochschule, die Marc und Feliks als Ort für ambitionierte Tech-Gründer empfehlen.
Transkript
00:00 Intro & Status Quo: SumUps versteckte Dominanz
00:00 Marc-Alexander Christ: Das Problem ist halt, dass Payment so ein geiles Geschäft ist, dass wenn du einmal Payment gemacht hast, du und zwar nie wieder was anderes machst. Ihr macht Outbound-Calls mit AI? Ja, aber nur für Terminierung. Wir machen nicht den gesamten Verkauf, sondern wir sagen hier, sag mal, wir wollten mal ein Gespräch machen, um ihn da wieder zu machen. beraten und das läuft Bombe. Was war so ein Tiefpunkt, ein Tal, das du durchlaufen hast? Also Tiefpunkt ist auf jeden Fall immer wenn du kein Geld mehr hast und sagst, oh, jetzt müssen wir doch eine Restrukturierungsrunde machen und uns von Kollegen trennen, weil das ist ja meistens ein Fehlplan Ich glaube, es ist besser, ein Bein zu verlieren, als den ganzen Patienten aufzugeben.
00:34 Feliks Eyser: Was gibt es so Fauna mit, die gerade auf so einer Talsohle sind und sagen, ist richtig scheiße, das Geld geht aus, die Kunden laufen weg. Es gibt tausend Gründe, warum irgendwas nicht funktioniert. Was hast du gedacht, wie das Leben von so einem Founder aussieht? Dein Produkt kennt ja jeder. Die weißen Card-Payment-Terminals aus dem Taxi, aus dem Restaurant. Auf dem Weihnachtsmarkt habe ich gerade einen gesehen. Das Business dahinter kennen vielleicht aber noch nicht alle und das ist ja einfach brutal, muss man sagen. Ihr habt Millionen von Kunden, die diese Terminals einsetzen. Ihr expandiert massiv in andere Kategorien. Ihr seid, glaube ich, in 37 Ländern. aktiv. Du hast immer so ein, zwei Länder, die du neu launchst, gerade. Und man muss ja auch sagen, es ist eine der wertvollsten deutschen Companies. Ihr habt jetzt schon länger kein Fundrace mehr gemacht, aber wenn ihr es machen würdet, dann wärt ihr auf jeden Fall In der Kategorie wahrscheinlich über zehn Milliarden und damit auf jeden Fall unter den Top 5 der deutschen Startups.
01:29 Vom Kartenleser zur Finance-Super-App
01:29 Marc-Alexander Christ: Kongrats, was können wir davon lernen? Sehr schön. Erstmal vielen Dank für die Einladung, mein lieber Feliks. Ich bin der Marc, Gründer von SumUp. Freut mich sehr, dass du die Kartenleser wiedererkennst. Wir machen die extra ja viereckig und weiß, um da auch eine Brand aufbauen zu können. Weißt du, die Signature Color, oder? Die sind immer weiß. Die sind immer weiß, genau. Die sind also der erste war kurz schwarz, aber inzwischen sind die immer weiß, weil dieser Wiedererkennungswert natürlich auch viel wert ist. Wo wir gleich noch ein bisschen drüber sprechen können, wie man so eine Marke etabliert in diesem SMB-Bereich und so weiter. Aber unser Produkt ist recht einfach. Wir erlauben kleinen Händlern, Karten zu akzeptieren. und machen das möglichst einfach und unkompliziert. Das heißt, man kauft den Kartenleser für 30 Euro bei MediaMarkt auf unserer Webseite und dann Pay as you go, um, bezahlst du nur, wenn du nutzt einen einfachen Prozentsatz in Deutschland, sind es eins komma drei neun Prozent.
02:18 Feliks Eyser: Mittlerweile bietet ihr aber auch viel mehr an. Also ihr habt angefangen quasi mit diesem reinen Payment-Thema, aber was ich interessant fand ist, ihr bietet mittlerweile Invoicing-Solutions, also Rechnungsstellungen an. Pa Ihr habt ein Landing-Produkt, wo ihr Kredite vergebt, ihr habt sogar ein Scheduling-Tool. Also entwickelt ihr euch zu so einer Finance-Super-App für Small Businesses? Was ist, was passiert in den letzten paar Monaten?
02:39 Marc-Alexander Christ: Genauso ist. Die Super-App für Small Business war praktisch, als wir 2012 starten, war das schon unsere Idee. Da haben unsere Investoren uns relativ schnell gespiegelt. Dass man das SAP für den Longtail nicht so einfach bauen kann. Und deswegen haben wir uns dann auf Payment konzentriert, weil das praktisch der größte Common Denominator zwischen allen Merchant-Klassen ist. Egal. welche Form von ökonomischer Aktivität hast, du brauchst immer bezahlen. Und bezahlen wir, als wir angefangen haben, würde ich sagen, ein relativ teures Luxusprodukt. Dass wir demokratisiert haben, und da haben wir bestimmt die ersten acht bis zehn Jahre nur gesagt, wir bauen den besten Kartenleser und die beste In-Person-Bezahl-Erfahrung für kleine Händler und haben aber aufgrund dieses Ökosystems deutlich mehr zu der ursprünglichen ursprünglichen Vision zurückgekommen und haben jetzt als drei große Säulen Payments, Account und Karte und praktisch eine ganze Software, was in erster Linie POS ist, aber auch Invoicing Solutions, ein Online-Store. Als letztes haben wir Booking angefangen, was ein ganz spannendes Produkt ist.
03:37 Feliks Eyser: Da kann ein Yoga-Studio irgendwie ein Appointment online zum Beispiel.
03:40 Marc-Alexander Christ: Genauso ist es. So Beauty, Barber, Yoga Studio, so eine ganz einfache Booking Solution.
03:46 Feliks Eyser: Was hat dich überrascht bei den neuen Themen? Was funktioniert am besten? Was hat ein krasseres Wachstum, als du gedacht hättest von den neuen Produkten?
03:52 Marc-Alexander Christ: Es dauert immer, du fängst immer an, dann passiert erstmal nichts ein paar Monate und dann findest du langsam dein Go-to-Market und praktisch die Verbreitung von dem Produkt. Wir haben natürlich eine relativ luxuriöse Lage, weil wir schon diese vier Millionen Merchants haben. Das heißt, ganz viele neue Produkte konzentrieren sich auch einfach daran abzusellen auf die existierende Base, anstatt überhaupt neue Merchants anzusprechen. Das heißt, wir haben praktisch über den Kartenleser einen super Akquisitionskanal für den Longtail für kleine Händler gefunden mit wirklich guten Unit Economics. Und darauf bauen wir dann mehr und mehr das ganze Ökosystem auf. Und die anderen Produkte können dann auch zum Beispiel mehr kosten? Die können auch mehr kosten. Also normalerweise kommen wir immer sehr stark aus dem Pays-U-Go-Bereich. Und haben praktisch immer für diesen Longtail eine kostenlose Freemium-Version praktisch. Das heißt, unser Online-Store ist kostenlos, wir monetisieren über Payment, Booking ist kostenlos, wir monetisieren über Payment. Invoicing ist kostenlos, wir monetarisieren über Payment und so weiter. Und dann hast du aber immer praktisch ein Premium-Segment drüber, wo wir dann auch über Software as a Service praktisch monetarisieren.
05:00 Feliks Eyser: Ja. Und von der Monetarisierung, was sind die Produkte, die einen Kunde nochmal deutlich profitabler machen? Also wo du sagst, mit dem. Payment-Produkt verdienst du vielleicht ein paar hundert Euro wahrscheinlich pro Jahr oder so, weil diese Gebühren natürlich das gesagt hat irgendwie ein, zwei Prozent oder so, da müssen sie schon ein großes Volumen machen. Was sind Produkte, die
05:17 Marc-Alexander Christ: Die deutlich mehr? Das ist also ein super Produkt, das ist für uns natürlich Karte und Account. wo traditionell ja das Geld über den Kartenleser reinkommt. Und dann bieten wir dir einen Account und eine Karte dazu an. Und wenn ich in deinem Portemonnaie gucke, bin ich mir sicher, es sind ungefähr sieben Karten. Welches die, die du nutzt, da wo das Geld liegt, das heißt da, wo dein Geheimnisweisbar reinkommt. Und so sehen wir auch, dass über Zeit praktisch unser Konto das aktivste Konto wird, weil da natürlich jeden Tag über den Kartenleser das Geld reinfließt. Und das ist natürlich auch für dich als Händler eine super Sache, wenn du deine Einnahmen und deine Ausgaben auf einer Plattform verwaltest, weil du so besseres Reporting hast, besseren Blick auf deine auf deine Cashflows und so weiter.
06:04 Feliks Eyser: Ja, also alte Welt, ich bin Friseur irgendwie in Nürnberg und hab mein Konto bei der lokalen Sparkasse sozusagen und da nutze ich SumUp und muss das Geld immer transferieren, wenn ich es haben will, um es auszugeben von meinem Sparkassenkonto. Neue Welt ist, es ist integriert, es gibt ein Konto, was ich quasi nutzen kann, wo auf der einen Seite das Geld reinläuft, mit dem ich aber auch Ausgaben tätigen kann.
06:22 Marc-Alexander Christ: Genau so ist. Also Working Capital ist ja keiner sein Thema, was man bei kleinen Händlern nicht so erwartet, aber natürlich ein riesengroßes Thema, weil die natürlich, so wie jede Firma Cash-Zyklen verwaltet. Da sehen die einfach, umso schneller ich an mein Geld komme. Und dann kannst du es an die Sparkasse transferieren in ein, zwei Tagen, je nachdem wie schnell die Sparkasse ist. Oder du kannst praktisch mir die Haare schneiden und direkt fünf Minuten später mit der Karte ein neues Haarewaschmittel kaufen. Oder den Mitarbeiter bezahlen. Oder den Mitarbeiter bezahlen. Ja, krass, okay. Und das Ganze macht ihr global. Machen wir global? Wir sind in 37 Ländern. Mexiko ist jetzt gerade das 38. was wir aufmachen. Ist praktisch ganz Europa, USA, Brasilien, Chile, Kolumbien, Peru, Australien. Und jetzt Mexiko. Wahnsinn. Gehst du noch auf die Launchpartys von so einem Land? Nein.
07:12 Feliks Eyser: Wir machen da kurz einen Call, dann wähle sich alleine, er wird einmal gewunken. Und wie ist das Playbooks, so ein Land zu launchen? Sagt man jetzt zum Beispiel von Mexiko zum Beispiel, so wie lange bereitet ihr euch drauf vor? Du hast mir erzählt, ihr habt ein Team von irgendwie 60 Leuten oder so, die diese Expansion koordinieren, das ist ja auch schon brutal. Was muss passieren, damit so ein Land launcht?
07:27 Expansion: Warum SumUp in 4 Ländern gleichzeitig startete
07:27 Marc-Alexander Christ: Also Expansion ist ganz tief in unserer DNA, weil wir schon an Tag 1 gesagt haben dass wir ja, wie du gesagt hast, eine große Masse an Händlern brauchen, um über die relativ kleinen Gebühren da irgendwo groß werden zu können. Das heißt, wir brauchen von Anfang an Wir haben, glaube ich, in vier Ländern gleichzeitig gelauncht und waren in kürzester Zeit. Was waren die Länder am Anfang? Ursprünglich war das, die Idee war zu sagen, wir machen Österreich und Irland als Testmärkte. um dann England und Deutschland anzugehen. Aber weil alles länger gedauert hat, haben wir alle vier gleichzeitig gelauncht. Österreich und Irland? Ja, das sind praktisch die Landungs- und du machst praktisch Österreich als Testmarkt, um dann Deutschland zu machen und Irland als Testmarkt, um dann England zu machen. Aber da unser Launch sich immer noch mal zwei Wochen verschoben hat, haben wir die vier praktisch gleichzeitig gelauncht und waren dann auch innerhalb von einem halben Jahr in zehn Ländern in Europa, also dann Italien, Frankreich, Spanien und so weiter, haben wir jetzt relativ schnell gemacht. Und deswegen, wir haben ein dediziertes Team, was immer nur neue Länder eröffnet. Und dann praktisch die zwei Hauptausforderungen ist praktisch einmal immer das regulatorische Setup, weil wir meistens eine E-Money License oder ähnliches, je nach Land haben. Oder gibt es jeweils eine lokale Behörde, die dafür verantwortlich ist? Genau, so ist es. Und die haben natürlich immer ihre eigenen Antragsstätten. Inzwischen, wir sind, glaube ich, von acht oder neun Zentralbanken reguliert. Und dann lernt man schon relativ schnell, wonach so eine Zentralbank guckt. Natürlich gucken die immer in ihrer eigenen Landessprache, in ihrer eigenen Form und haben besondere Regularien, die man irgendwie erfüllen muss. Aber die Idee ist zumindest mal immer die. Echt konsistent die gleiche. Und das zweite ist praktisch technische Connectivity, wie du dann an Local Schemes, Local Visa Mastercard, American Express und so weiter connectest. Und das dritte ist wahrscheinlich das Team. Das dritte ist Team, das Team haben wir aber ganz gut internally praktisch. Natürlich immer gut, wenn du Leute aus dem Land hast, die Kulturhändler und Landessität und so weiter verstehen. Und dann machen wir es aber relativ zentralisiert. Und dann haben wir praktisch so ein Du fängst praktisch als kleines Team an und hast da so ein Experimentation-Budget, wo du dann das erste Marketing machst, vielleicht die ersten paar Sales-Leute on the ground hast, um zu verstehen, wie das funktioniert. Und hast dann, würde ich mal sagen, sechs bis zwölf Monate, bis du auf das Level der Unit Economics der anderen Länder kommst. Und dann geht es von da dann über in den Skalierungsbereich.
09:49 Feliks Eyser: Was für Kennzahlen schaust du dir da am Anfang an?
09:53 Unit Economics: Wann ist ein Kunde profitabel?
09:53 Marc-Alexander Christ: Die sind stark Payback getrieben, was man davon verstehen muss, weil wir sind ja wie eine Utility. Das heißt, du hast bei uns, wir gucken immer stark auf Gehorten, weil natürlich einzelne Händler mögen schon Out of Business gehen. Du kennst ja hier in Deutschland gibt es die Statistik, wir haben 200 Restaurants, davon machen 200. 000 Restaurants, 50. 000 machen zu im Jahr und 50. 000 machen auf dem Tal.
10:14 Feliks Eyser: Brutal. Restaurants eines der härtesten Businesses, was du machen kannst.
10:17 Marc-Alexander Christ: Das ist wahrscheinlich bei Texa, das hat die Quote besser. Auch nicht viel besser, aber das ist in der Tat. Und deswegen, du hast einzelne Restaurants, die praktisch dann rausfallen, aber die Überlebenden. wachsen praktisch stärker, sodass du net Negative Churning Kororten hast.
10:32 Feliks Eyser: Okay, Churn heißt, die wandern ab oder stellen halt ihren Betrieb ein, sozusagen, da musst du dagegen vorgehen, weil du willst optimieren auf Lifetime Value, die sind möglichst lange dabei.
10:40 Marc-Alexander Christ: Nee, genau, und die Revenue der überlebenden Restaurants, die nicht zu machen, steigt so stark an, dass du praktisch den Churn der Restaurants, die uns verlassen, ausgleichst. Das heißt, du hast in Revenue-Terms hast du eigentlich net Negative-Kohorten. Okay. Das heißt, du hast so 100, 102, 103 Prozent. jährliche Retention Jahr über Jahr.
10:58 Feliks Eyser: Und das ist, wo Investoren natürlich auch immer drauf schauen. Die gucken an, was ist die Turnrate, so was ist sozusagen netto und kannst du durch Upselling ausgleichen, was unten wieder rausfällt, und das ist auch die wichtigste Kennzeichnung, die du dir bei einem neuen Markt
11:10 Marc-Alexander Christ: Das ist praktisch in unserem Gesamtgeschäft, weil du hast ja Cash-to-Card-Conversion ist ja schon mal ein Riesentreiber. Was heißt Cash-to-Card-Conversion? Dass du nicht mehr Bar zahlst, sondern mit Karte zahlst. Das heißt, der Kartenzahlungsmarkt Ist jetzt über die letzten 15 Jahre, glaube ich, 15 Prozent im Jahr gewachsen. Das heißt, du hast aber so einen sehr starken Wind, der dich praktisch auch nach vorne trägt. Was sind die Gründe dafür? Du zahlst weniger mit Bargeld, als du es vor zehn Jahren getan hast. Ja. Aber einfach Gewöhnung, die Leute kennen es, sowas wie Application spielen und halt mehr mit People Pay machst. natürlich auch einfacher, wenn du mit deinem Handy zahlen kannst. Ich glaube, Kartenzahlung ist einfach mehr convenient. Und es ist inzwischen auch, also als wir angefangen haben, 2012 in Berlin Da fandst du auch noch einige Händler ohne Kartenzahlung. Das haben wir, glaube ich, inzwischen ganz gut bereinigt. Und umso öfter du mit Karte zahlen kannst. Umso weniger brauchst du Bargeld im Hostel.
12:03 Feliks Eyser: In Berlin gibt es ja so diese beiden Lager. Du siehst ja oft in Restaurants diese Schilder, Cash-only oder Card Only. Die Berliner sind halt immer radikal. Und du musst ja irgendwie einen Tod sterben, weil bei Cash Only so hast nützt sich im Gastrobereich historisch schon oft das Thema gehabt, dass man irgendwie ein paar Euro an der Kasse vorbeigegangen sind. Auf der anderen Seite, wenn Mitarbeiter mit Cash hantieren, dann fehlt im Zweifel auch was in der Kasse. Also das sagen die Gastronomen, dass es halt auch nicht so geil ist und gehen deswegen halt oft auf Card-only.
12:28 Marc-Alexander Christ: Ich bin da auf jeden Fall mehr in dem Card-only. Campbell Natür, du hast genau diesen Lossfaktor, weil deine Angestellten vielleicht mal in die Kasse greifen. Ist auf jeden Fall nicht zu ignorieren als C Als Thema und sagen wir, diese Steueroptimierung, die ist ja auch nicht mehr so einfach, wie das früher der Fall war. Du brauchst ja inzwischen eine fast jedem Gewerbe so eine digitale Kasse, die so ein TSE. Element hat, wo dann auch praktisch der Steuerfahnder jeden Tag reinkommen kann und kann, gucken kann, wo das auch alles so lief, was da los ist. Deswegen wird dieses bagische Bargeld fällt mehr und mehr aus der Mode. Und deswegen, also, wenn du jetzt praktisch diese Kohorten anguckst, die praktisch ewig laufen. Also, die haben von 2012 noch ändern, wo die Kohorte natürlich relativ klein ist jetzt im Verhältnis, aber die Revenue praktisch immer relativ stabil. Über die letzten 13 Jahre läuft und dadurch gucken wir jetzt stark auf Payback-Perioden. Okay. Weil wir natürlich nicht dieses Lifetime-Value, wenn das ewig ist, der Cashflow-Stream. Dann verschwende damit seinen Zeit, so und sagst Baybrakisch, wie schnell können wir praktisch die Kohorte zurückbezahlen oder die Marketingkosten?
13:33 Feliks Eyser: Okay. Ein Payback Period heißt, ihr habt Kosten, um Kunde zu akquirieren, ihr habt ja Marketing-Spendings, ihr macht da irgendwie Ads, ihr habt wahrscheinlich irgendwie Vertriebsleute und so weiter. Und das nimmt man alles und enthält sich die Anzahl der Kunden, die man gewinnt. Dann weiß man, was kostet mich ein Kunde. Dann gibt er im Monat Geld aus, er hat einmal den Kardo wieder gekauft. Das wird wahrscheinlich nicht so eine gute Marge sein, weil die Hardware kostet ja auch Geld, aber die ein, zwei Prozent, die bringen dann sozusagen den Umsatz und die Frage ist, wie viele Monate, wie viele Jahre. Payback habe ich, bis ich meine Akquisitionskosten wieder drin habe. Genau so ist es. Und auf was für eine Zahl schaut ihr da?
14:02 Marc-Alexander Christ: Was ist denn das schlecht? Wir fingen an 2012 und haben dann festgestellt, dass das Ganze sehr, also haben wir praktisch erst mit Direktvertrieb angefangen. Was aber nicht besonders gut lief, weil die Händler damals noch sehr, sehr klein waren. Und wenn du dann unter 10 Euro im Monat an so einem Händler verdienst, dann kann ich den Feliks nicht dahin schicken und sagen, Sprichen wir mit dem Händler. Weil dann ist die Payback Period sehr, sehr lange. Und dann haben wir praktisch alles auf Null gesetzt, so sechs Monate nach Launch und haben gesagt Wenn wir es nicht schaffen, praktisch vernünftige Payback-Perioden hin mitzukommen, mit neun Monaten, dann haben wir hier auch kein vernünftiges Geschäftsmodell und haben dann einen ganzen Blumenstrauß an Kanälen ausprobiert. Und sind damals, erinnert mich heute kaum noch dran, bei Facebook sehr stark gewesen. Weil das damals so der, der, zumindest der, der Kanal war, der am besten skalieren konnte. Und haben uns heu, haben praktisch das dann mit neun Monaten angefangen und sind dann über die Zeit immer, um noch ein bisschen schneller zu wachsen, haben wir mehr investiert. Sind so in den verrückten Wachstumsjahren 2020, 2021 mal auf 18 Monate Periode hochgestiegen, um praktisch riecht schnell zu wachsen. Und sind jetzt bei sehr gesunden zwölf Monaten. Okay. Wo ich auch glaube, dass das praktisch für das Segment, in das wir reinverkaufen, wir haben ja schon über die Restaurants gesprochen, die Eine gewisse Lifetime haben, ist ja, glaube ich, ein sehr vernünftiges Investment.
15:21 Feliks Eyser: Und da heißt, die Payback-Period, die du in Kauf nimmst, ist auch ein Stück weit eine Funktion von dem Kapital, das zur Verfügung steht? Wenn du viel Geld raisen kannst von VCs, wenn craziness ist wie 2021, sagst du gut okay, dann bin ich auch bereit, mal irgendwie mehr als ein Jahr Payback Period zu akzeptieren. Jetzt in Zeiten, wo es eher um Effizienz geht, sagst du gut, wir wollen es so managen, dass wir es reduzieren. Wenn
15:38 Marc-Alexander Christ: Genauso ist. Wir bauen ja in erster Linie nach den Finanzmärkten, was da gesehen wird. Ich würde sagen, wir haben jetzt auch immer noch sehr guten Access to Capital. Aber auch nur, wenn wir eine gute Epidamase haben. Ihr seid komplett profitabel seit, glaube ich, ein, zwei, drei Jahren. Ja, seit zweieinhalb, ja.
15:56 Feliks Eyser: Okay, stell dir vor, du hast ein persönliches Board of Advisors von hunderten von anderen Foundern, die ihre Erfahrung mit dir teilen. Das ist die Founder Mode WhatsApp Community, der du beitreten kannst für Erfahrungsaustausch. Unter Gründern und Entrepreneurship interessierten. Join heute noch unter www. foundermode. show WhatsApp
16:19 Finanzierung: Milliardenkredite statt VC-Geld
16:19 Marc-Alexander Christ: Wie viel habt ihr in Summe geraced? Das ist eine sehr gute Frage. Wir haben nicht die traditionellste Racing-Geschichte, weil wir haben praktisch so Series A, Series B 2012, 2013 gemacht. Und haben da auch nicht viel, also vielleicht bei heutigen Zahlen haben wir nicht viel gerast. Ich muss mal sagen, 30 Millionen oder sowas in den ersten drei, vier Jahren. Haben dann mit payleven gemerged, womit wir. Das war ein Rocket Venture, unser Wettbewerber. Damit sind wir praktisch, wir haben das Mickey Mouse Break-Even genannt. Wir hatten genug Revenue, um praktisch unsere Betriebskosten zu decken. Vor Marketing praktisch. Also praktisch die andersrum gesehene Ansicht. Weil wir ja diese Cashflow-Streams haben. Das heißt, du kannst sagen, wenn es jetzt nicht läuft, höre ich auf, Marketing zu machen, akkuriere keinen neuen Kunden und die existierenden Kunden erlauben mir praktisch mein Geschäft.
17:12 Feliks Eyser: Oder du musst vielleicht nur so viel Marketing machen, um den Churn zu ersetzen. Ein paar fallen irgendwie raus, aber du minimal sozusagen baust ein bisschen was.
17:18 Marc-Alexander Christ: Genau, also wir haben ja keinen Churn. Wir haben ja revenue-technisch keinen Churn.
17:22 Feliks Eyser: Okay, weil die Lacambochs.
17:24 Marc-Alexander Christ: Okay, geil Mickey Maus profitabel. Genau, so waren wir dann Micky Maus profitabel und dadurch wurden wir dann sehr attraktiv auch für Kreditgeber. Und haben dann relativ viel Kredit finanziert. Okay Von dem gesamten Wachstum von 16 bis 22 haben wir Kredit finanziert. Kannst du in der Presse lesen, haben wir über eine Milliarde an Krediten aufgenommen.
17:43 Feliks Eyser: Wahnsinn.
17:44 Marc-Alexander Christ: Und haben dann jetzt nur 2020. Zwei Runden gemacht, nicht unbedingt, weil wir Kapital brauchten, sondern weil wir vor allen Dingen sowohl unseren Kreditgebern als auch bestehenden Investoren zeigen können, dass obwohl das Umfeld sehr schwierig ist, wir immer noch raisen können.
17:59 Feliks Eyser: Okay, okay. Und du seid dir in Summe schon bei Milliarden. Also ich meine, den einen Kredit raised du vielleicht auch, um den anderen abzulösen, so deswegen nivellierst du es ein Stück weit, aber wenn du überlegst du deine Fundracing-Historie Das sind schon Milliarden, um die es da geht. Genau, ja. Aber halt hauptsächlich Kreditfinanziert. Okay. Und so ein Kredit ist da um Das Sowas wie diese Payback-Period für die Kunden und Wachstum zu finanzieren? Oder benötigt ihr denn auch im Kern eures Geschäftsmodells, weil du die Händler ausbezahlen musst, bevor du von den Kreditkarten Geld kriegst? Also hast du auch Working Capital?
18:26 Marc-Alexander Christ: Das Händlergeld ist immer segregiert. Du bist ja reguliert. Das heißt, du kannst das Händlergeld nicht, wenn du bei uns eine Kartenzahlung machst, dann läuft das Geld praktisch über segregierte Konten. Und du vermischt auch die Händlerflows in dich selber nicht, sondern das ist Fehles Geld, was über den Kartenleser reinkam, was auf vieles Konto ausbezahlt wird. Das heißt, das ist komplett weg. Und wie gesagt, dieses Mickey Mouse Break-Even reicht unsere Revenue praktisch um den, oder reicht inzwischen reicht es auch, um den, um die Marketingkosten zu finanzieren. War praktisch schon in erster Linie Wachstumsfinanzierung. Ja. Weil du dann ja, du zahlst praktisch Zinsen auf den Kredit und kriegst praktisch das Geld innerhalb von einem Jahr wieder. Das impliziert dir die Payback-Periode. Das heißt, nach Du hast dann 13 Monaten, hast du sowohl den Kredit als auch die Zinsen des Jahres zurückgezahlt und hast den Rest dann praktisch als Reingewinn, den du weiter investieren kannst. Wahnsinn. Ist es fair zu sagen, dass ihr mehr als eine Milliarde Umsatz macht?
19:17 Feliks Eyser: Da kann ich nichts zu sagen. Good luck researching. Habe ich gelesen. Ich habe probiert zu recherchieren. Das ist geil. Manager Magazin hat so einen Chart, der geht hoch und da steht dann drin, irgendwie 2024 eine Milliarde. Und dann guckst du auf die Quelle. Du hast ja gelernt, im Studio musst du auf die Quellen gucken. Da steht da Unternehmensangaben. Dann denke ich so, das ist ja interessant. Ich probiere beim Unternehmen zu recherchieren, da habe ich leider nichts gefunden. Vielleicht sind meine Research Skills nicht so gut.
19:41 Marc-Alexander Christ: Unternehmensangaben sind auch interessant, weil wir eigentlich als private Firma keine Zahlen rausgeben und uns da auch nicht keine gefunden. Aber das fand ich kreativ, dass da Unternehmensangaben drunter steht. Wer weiß, welches Unternehmen das war.
19:52 Feliks Eyser: Das ist, glaube ich, der Plan. Das war wahrscheinlich das Unternehmenses Manager-Magazin. Ja, genau, der Verlag. Vielleicht. Okay. Aber ihr macht auf jeden Fall ein bisschen Umsatz, ihr seid profitabel. Genau, tschüss. Du hast ja auch so ein bisschen Puls an der Wirtschaft. Du siehst diese ganzen Payment-Daten global in verschiedenen Ländern, in verschiedenen Kategorien. Kannst du dazu ein bisschen was erzählen, was du da siehst bei SMBs? Was wächst, was sinkt, was sind Trends, die du in euren Daten erkennst?
20:18 Marc-Alexander Christ: Ich würde sagen, die wachsen relativ tief. Durch die Bank weg. Wir haben ja ein unglaublich, wir sind, ich würde mal sagen, wir zeigen schon die Wirtschaft auf, weil wir praktisch überall den Longtail durch Praktisch von egal, welcher Branche haben. Und auch so viele Merchants haben in jedem Land, dass wir sagen, das reflektiert schon relativ genau die Gesamtwirtschaft. Und da würde ich sagen, momentan ist es nicht super einfach für kleine Händler, weil ja, wie du Ukraine, Inflation, auch deren Waren werden teurer, die sie irgendwo einkaufen. P Genauso ist es. Die Consumer spenden nicht mehr. Es ist, glaube ich, nie einfach, kleiner Händler zu sein. Aber gerade 2025 war das jetzt nochmal. Ein Stück schwieriger.
20:58 Feliks Eyser: Was für Segmente siehst du, die wo es besonders tough ist, und auf der anderen Seite, was sind so Rohdiamanten, wo du sagst, ist ja interessant, läuft immer noch gut oder wächst überdurchschnittlich?
21:08 Marc-Alexander Christ: Das ist eine sehr schwierige Frage. Ich glaube, es läuft durch die Bank weg. Also die großen Segmente bei uns sind ja Gastro, Cafés, Bars, Restaurants, Retailer. Und praktisch alles, alles, was sonst noch irgendwie mobil ist, Taxifahrer, Lieferservice und so weiter, die laufen aber relativ uniform. Das ist nicht so, dass du dann siehst: guck mal hier, was ich
21:31 Feliks Eyser: French Nails laufen gerade wahnsinnig gut und die Gyms sind gerade irgendwie das Riesending oder Yoga geht gerade irgendwie wieder runter, weil Reforma Pilates kommt oder so, sowas siehst du im Detail nicht.
21:39 Marc-Alexander Christ: Also ich sehe es schon, aber da kann man halt, also da kannst du relativ viel die Daten reinlesen. Weil da gibt es ja auch Saisonalität, wo du bei uns fragst: du hast über Januar, also du siehst von November, Dezember auf Januar einen Abfall von 25 Prozent, weil alle zu Hause sind. Und kein Geld ausgeben und dann bist du im März meistens wieder da, wo du im Dezember warst. Dann steigt das Jahr über den Sommer ganz hoch und dann bist du ab September relativ flett bis Dezember. Dann geht's dir. Und dann haben ja verschiedene Branchen unterschiedliche. unterschiedliche Saisonalitäten. Das heißt, da kannst du du siehst die Zahlen zwar, aber da kannst du auch ziemlich viel statistisch reinlesen.
22:14 Feliks Eyser: Was würdest du für ein Small Business gründen, wenn du ein Business von einem Euro Kunden machen würdest?
22:18 Marc-Alexander Christ: Ich glaube, Small Business ist einfach schon sehr hart, weil du bist ja Wenn du überlegst, 70% unserer Händler sind praktisch Soul Trader. Das heißt, du bist da ganz allein, so wie mit deinem Podcast, beziehungsweise du hast ja ein ganz gutes Team hier. Und dann ist das schon, musst du selbst und ständig da, um dieses Business voranzutreiben. Ich bin schon Small Business hier, gell? Wenn ich hier morgen auftauche, dann passiert die Hand. Dann ist sie ruhig. Genau so ist es. Und deswegen, das glaube ich, also ich finde natürlich, ein Bar oder Restaurant ist auf jeden Fall das Lifestyle-Geschäft eine schöne Sache. Was würdest du machen? Bar oder Restaurant? Idealerweise, so ein Restaurant, wo du dann nachher in eine bar weitergehst, und dann. So früher den Rodeo Club kennst du sicher noch in deinem Alter. Oh Dio, ich bin nicht so lange in Berlin. Ist das Berlin? I Ja, das war Berlin. Es war hier so ein Restaurant, wo dann ab 22 Uhr die Tische zur Seite gestellt werden und es hat eher so einen Club überging.
23:05 Feliks Eyser: Okay, okay.
23:05 Marc-Alexander Christ: Das heißt, wir würdest den ganzen Tag bewirtschaftet, den ganzen Tag Umsatz machen, aber den Gewinn machst du wahrscheinlich nachts. Die Schwierigkeit ist aber, du musst halt aber auch immer da sein. Weil im Moment, wo du nicht mehr da bist, läuft es nicht. Das heißt, das ist einfach ein sehr schwieriges Geschäft.
23:18 Feliks Eyser: Okay. Sonst irgendwelche Verticals, was du machen würdest, ein Ausverbau und ein Restaurant.
23:24 Marc-Alexander Christ: Ich glaube, also man könnte alles mal machen. Das Problem ist halt, dass Payment so ein geiles Geschäft ist, dass wenn du einmal Payment gemacht hast, du in zwei Fall nie wieder was anderes machst. Das glaube ich, wenn du an jeder Transaktion mitverdienst. Ich habe ja die Kohorten-Dynamik gerade erklärt. Das ist einfach schwierig, das in deinem frozen Joghurtladen.
23:42 Feliks Eyser: So hinzukriegen. Ja, krass. Erzähl mal so ein bisschen von den frühen unternehmerischen Entscheidungen, die die euch geprägt haben. Also ein Stichwort ist von Anfang an global, vier Länder gleichzeitig zu launchen. Was waren noch frühe Entscheidungen, die die Company geprägt haben?
23:56 Der gescheiterte Russland-Launch & verschwundene Oligarchen
23:56 Marc-Alexander Christ: Ich glaube erstmal, dieses von Anfang an sehr international aufgestellt zu sein, hat uns sehr geholfen, auch wenn das anfangs tendenziell teurer war. Weil natürlich durch verschiedene Bürostandorte mehr Komplexität über neue verschiedene Länder praktisch da noch etwas mehr Friktion hattest, als wenn du gesagt hast, ich mache jetzt erstmal nur Berlin. Gleichzeitig hat es uns auch sehr geholfen, uns zu differenzieren vis-à-vis Investoren, weil wir waren praktisch die Ersten, die hier zumindest bei European Mainland angefangen haben. Es gab noch so einen nordischen Player. Und wir hatten dann aber innerhalb von einem Jahr, würde ich mal sagen, 15 Wettbewerber, die das Geschäft angefangen haben.
24:34 Feliks Eyser: Die jeweils lokal waren oder die?
24:35 Marc-Alexander Christ: Die waren immer lokal in irgendeinem Land.
24:39 Feliks Eyser: Ich meine, so ein Geschäftsmodell ist ja schwer genug in einem Land. Also, sowas in Spanien zu machen, sich mit dem Regulator da irgendwie rumzuärgern, die Lizenzen zu kriegen, Vertrieb zu machen, die Produkte in den Markt zu bringen, das ist ja ein hochkomplexes.
24:50 Marc-Alexander Christ: Geschäftsmodell. Genauso ist es aber. Die Investoren haben dann natürlich erkannt: guck mal hier, SumUp sind die, die sich international aufstellen. Das ist schon mal die Differenzierung gegenüber dem französischen Player oder dem Berliner Player, den es da so gab. Und dadurch hat uns das auch sehr geholfen, weil ich glaube auch, dass du von Anfang an global, wenn du erstmal sieben Jahre nur Deutschlander gemacht hast und ein Jahr acht, Dann die Schweiz mitmachst, dann hast du immer praktisch 90 Prozent deines Geschäfts in Deutschland und wirst das niemals so hinbekommen, gegenüber von Tag 1 mehrere Sprachen, mehrere Währungen.
25:22 Feliks Eyser: Naja, voll. Und das ist also die Chance und das Risiko gleichzeitig von Deutschland, dass der Markt, der erstmal groß ist, das ist eine große Volkswirtschaft, hier leben genug Leute, um ein Business auf ein paar Millionen, ein paar zehn Millionen Umsatz zu bringen. Also kann ja auch komfortabel sein, ein Thema nur in Deutschland. Zu machen. Wohingegen, wenn du ein Kleinland bist, wir haben gerade drüber gesprochen, in irgendwie Estland oder Schweden oder wo auch immer, dann denkst du von Anfang an global, weil du sagst, okay, wenn ich ambitioniert bin, dann reicht mir mein Heimatmarkt nicht.
25:48 Marc-Alexander Christ: Genau so ist es. Genauso ist. Aber wir haben praktisch schon Anfang an global angefangen. Da haben wir aber auch die ersten Fehler gemacht. Wir sind zum Beispiel, glaube ich, das elfte oder zwölfte Land war Russland und haben dann praktisch auch stark in Russland investiert. Aber das war, glaube ich, etwas zu früh für unsere Geschichte. Das ist auch das einzige Land, was wir jemals wieder zugemacht haben. Da haben wir dann irgendwie 18 Monate probiert, irgendwo Fuß zu fassen und haben dann festgestellt, dass wir drei russische Wettbewerber hatten, die offensichtlich nur Russland auf Russisch gemacht haben, Und das dann besser konnten, als wir das gemacht haben, obwohl wir eigentlich gute Startbedingungen hatten mit einem guten Joint Venture Partner, guten Zugang und so weiter. Das sind sonst so War Stories aus so einem Launch wie Russland. Das ist lustig, weil wir hatten so einen Joint Venture mit so einer russischen Bank, und dann ist irgendwann der Oligarch hinter dieser Bank verschwunden, weil er, glaube ich, sich mit dem Regime zerworfen hat. Das war auf jeden Fall unterhaltsam. Und dann ging es nicht weiter. Dann war der Hauptproponent weg. War weg. Dann warst du halt, dann hast du mit so einem Bank-CEO gesprochen, der nicht genau wusste, was man da ausgemacht hat und wo man daher kam. Dann war es auch so, dass. Praktisch CEO SumUp Russland zu sein scheint mir so als wäre das ein Schritt auf der Karriereleiter in dieser Bank gewesen. So dass wir alle sechs Monate neuen CEO hatten.
27:10 Feliks Eyser: Ach, okay. Die wollten dafür in CV eine gute Station. Ich kann auch Tech und danach einen Bereichsleiter innero zu werden oder sowas.
27:17 Marc-Alexander Christ: So genau, so war es. Und dann war ich, glaube ich, der dritte oder CEO oder dritte oder vierte CEO. Taucht auf mit einem Übersetzer, weil er gar kein Englisch konnte. Was natürlich auch für so eine Dynamik kann man so sagen. Das haben wir dann auch schnell wieder geändert. Aber das hat halt im Leadership das nicht einfacher gemacht, würde ich sagen, dieses Russland-Geschäft.
27:37 Hardware-Hölle: Eigene Produktion in China aufbauen
27:37 Feliks Eyser: Und frühe Entscheidungen, was mich fasziniert hat, ist, dass ihr eigene Hardware entwickelt habt. Also nicht, dass Payment schon komplex genug ist und Vertrieb und diese ganzen Länder. Ihr habt auch noch entschieden, in China diese Geräte irgendwie selber zu bauen.
27:48 Marc-Alexander Christ: Ja, also wir haben auf jeden Fall erstmal versucht, die irgendwo zu sourcen und haben auch mit jedem Hardware. Anbieter auf der Welt gefühlt gesprochen. Wir haben dann aber festgestellt, dass das Problem in unserer Branche ist ja, dass sie recht fragmentiert ist. Du hast einmal stellst du Hardware her, der nächste Prozess, dann das Payment. Und dadurch optimiert praktisch jeder seinen eigenen Revenue-Pool. Das heißt, wenn du nur Hardware baust, dann ist halt dein Geschäftsmodell möglichst hohe Marge. An diesen recht teuren Kartenlesern. Und dann kostet so einen Kartenleser 400, 500 Euro und du als Produzent verdienst dann da 200, 300 dran. Jetzt ist dein unsere Kartenleser offensichtlich, wenn ich die für 30 Euro verkaufe, die sind ein bisschen.
28:28 Feliks Eyser: Du willst die dann möglichst billig machen.
28:30 Marc-Alexander Christ: Können dabei nicht über 100 Euro kosten, was dazu führt, dass du als Kartenleserhersteller Auch dann nur 5 Euro dran verdienst. Und dann kannst du natürlich irgendwie einreden, wie viele man davon jetzt verkauft, aber du wirst niemals als Kartenleserhersteller wirklich in dieses Produkt investieren und das wirklich Total ausbauen, sobald du, solange du da immer noch dein gesamtes Produktportfolio hast, wo du an jedem Kartenlisam ein paar hundert Euro verdienst. Und wie entwickelt man so eine Hardware? Du steigst in den Flieger, gehst nach China und dann. Wir haben verschiedene Anbieter auf der ganzen Welt gehabt, um das praktisch parallel herzustellen. Wenn ich erinnere, dass der erste Kartleser
29:03 Feliks Eyser: Weil er noch hatte so einen Audio-Jack. Hast du mit dem Audio-Stecker ins iPhone rein, als die iPhone so einen Audio-Stecker hatten, weiß man heute auch nicht mehr. Genauso ist, also der Audio Das war so ganz kleines Gerät, das war so zwei Zentimeter groß oder so.
29:15 Marc-Alexander Christ: Genau, weil so eine kleine schwarze viereckige Box hätte die alle noch mitbringen können. Das ist ein in deinem Museum. Machen Sie Magic erinnert sich der ein oder andere noch dran. Weil es ging das über den Kopfhörer in das Telefon, anstatt über, damals gab es ja bei Apple auch noch den 30-Pin-Connector, diesen breiten breiten Anstecker. Da nimmt Apple erstmal eine gewisse Schutzgebühr, wenn du den nutzen möchtest. Und außerdem wollten wir natürlich agnostisch sein, sodass du übers auch über Android und iOS funktionieren kannst. Und das, was praktisch passierte mit diesem Audio-Connector. Ist das wie so eine kleine Fax, wie so eine Faxkommunikation war, wobei der Kartenleser die Karte ausliest, genau, in so eine Tonsequenz umwandelt. Und dann im Kopfhörerdings aufnimmt und dann die Kartennummer dann. Ja, krasser Hack damals, oder? War Square, die Company aus den USA, die das quasi erfunden haben? Genau, die hatten die CD. Praktisch also als erstes. Und dann haben wir aber dieser Kartenleser hat die Schwierigkeit, dass der keine Visa-Zahlung akzeptiert hat, weil Visa gesagt hat: wir brauchen eine PIN-Nummer. Und du damals die Pinn-Nummer noch nicht auf dem Handy eingeben konntest. Also praktisch, das fing ja eigentlich noch eins vorher an. Es gibt ja früher gab es so einen Magnetkartenleser, wo du praktisch die Karte so durchziehst. Das war unser erstes Modell. Das haben wir nie auf den Markt gebracht, weil die Cardskins gesagt haben: nein, nein, wir möchten gerne Chip jetzt forcieren. Deswegen haben sie uns praktisch sofort noch vor Launch den Magnetkartenleser verboten. Mit dem ja die Amerikaner recht groß geworden sind. Krass. Und haben dann auf Chip gemacht. Deswegen haben wir dann diesen Chipkartenleser gebaut. Und dann hat Master gehört, super Sache, los geht's, während Visa sagte. Ach nee, da kann man ja gar keine Pin eingeben, weil hat ja kein Tastenfeld, der Kartenleser. Und heute gibt es ja Pin on Glas, wo du das praktisch auf dem Handy eingeben darfst, aber das gibt es erst seit Ich glaube, fünf, sechs Jahren und gab es damals noch nicht.
31:15 Feliks Eyser: Das ist der Grund, warum ihr auch früh dann kein Visa akzeptiert habt.
31:17 Marc-Alexander Christ: Genau so ist es. Da hast du auch in der UX so zwei Buttons. Einer hieß Mastercard, ist dann reingesteckt, lief super, der andere hieß Visa. Und dann kam passiert? Bitte gib die Telefonnummer vom Endkunden ein. Dann muss ich die Telfonnummer eingeben. Dann haben wir eine SMS an den Endkunden geschickt und der hat dann auf seinem Handy. Die Kartennummer eingegeben. Praktisch wie so ein Online-Checkout. Oh, okay.
31:38 Feliks Eyser: Wenn du an der Kasse stehst und da irgendwie eine Bäckerei gerade zahlen willst, nicht so convenient.
31:43 Marc-Alexander Christ: Genau so ist, deswegen war unsere Internationalität auch Recht übersichtlich, weil in Deutschland lief das noch einigermaßen, weil praktisch die ganzen EC-Karten früher ja alle Maestro-Co-Branded waren. Das heißt, du hast in Deutschland irgendwie 90 Prozent der Karten akzeptiert. In England hast du aber nur 45% der Karten akzeptiert.
32:01 Feliks Eyser: Krass, okay.
32:02 Marc-Alexander Christ: Und so haben wir praktisch zwei Jahre wirklich gekämpft, beziehungsweise haben wir dann unsere erste Generation wirklich einen Kartenleser entwickelt. Dieser weiße, viereckige Mit diesem Plastik. Wo du die Karte reinstehen kannst oder dranhalten kannst mittlerweile. Und wo du dann so ein Pinpad hast. Da konntest du noch nichts dranhängen. Dranhalten gibt es erst ab 2016.
32:20 Feliks Eyser: Okay.
32:20 Marc-Alexander Christ: Und da hast du doch kein Handy mehr gebraucht, das war ein Stand-Alone-Device. Das kam noch später. Okay. Das Pin Plus war der erste, der praktisch am Kartenleser hing. Er ist praktisch das, was heute unser Flagship-Produkt war bis vor zwei Jahren, dass es praktisch überall gibt. Und dann haben wir 2019, glaube ich, den ersten Stand-alone-Kartenleser gebaut.
32:41 Feliks Eyser: Ich will dir den Deal anbieten. Wir sind ja hier bei Founder Mode und sprechen über Entrepreneurship-Geschichten und spannende Deals. Und der Deal, den ich dir anbieten will, ist, dass. Ich mich jede Woche hinsetze, Themen recherchiere, spannende Gäste einlade, einen Podcast produziere, tausende von Euro da reinstecke und du es kostenlos konsumieren kannst. Die einzige Gegenleistung in dem Deal ist Dass ich mir eine Bewertung wünsche. Auf Apple oder auf Spotify oder einen Daumen hoch auf YouTube, also egal, wo du gerade unterwegs bist und den Podcast hörst. Lass uns den Deal machen. Ich häng mich rein. und probiere so viele spannende unternehmerische Learnings für dich zu teilen, wie nur geht. Und du drückst Pause, dann nimmst du 5 Sekunden Zeit, eine Bewertung abzugeben. Deal? Würdest du wieder mit, ich glaube, ich habe vier oder fünf Co-Founder? Am Anfang würdest du wieder mit vier Co-Foundern gründen?
33:27 Marc-Alexander Christ: Also, wir sind, ich bin mit allen gut befreundet, aber zu viele Kapitäne auf dem Boot machen es nicht einfacher. Also, wir sind heute noch zu zweit. Das macht die Entscheidungsfindung auf jeden Fall schneller und einfacher. Was würdest du Frauen dann mitgeben, die jetzt gerade am Starten sind? Was ist eine gute Größe? Ich glaube, zwei ist super, drei ist auch okay. Aber vor allen Dingen ist es wichtig, dass es klar ist, wer mehr Sagen hat, selbst wenn wir zu zweit sind. Dass es trotzdem eine Person gibt. Dass es dann einen gibt, der die letzte Entscheidung trifft.
33:56 Feliks Eyser: Ja, das ist auch interessant. Man sieht das ja oft so: dass sie sagen: Hey, wir sind hier beide CEO und wir wollen das ja auch zusammen machen und so weiter, aber ich glaube es auch Bullshit. Also Und irgendwie so ein Signal dafür, dass das Team das wichtige Gespräch noch nicht geführt hat, quasi. Was passiert denn, wenn wir uns mal nicht einig sind? Und ich glaube, bei manchen Unternehmen sieht man das. Es gibt ja solche Konstrukte, irgendwie zum Beispiel Chrono24, so die hatten es ein paar Jahre, dass es dann zwei CEOs gab, aber da muss man halt auch sagen, das sind halt super erfahrene Unternehmer, die wissen, was sie tun, die schon diese ganzen Sachen mal erlebt haben. Und das ist, glaube ich, keine Sache, die man halt First Time Foundation kopieren sollte. Nur weil das an irgendeiner anderen Stelle. Nur weil alleine Fountain ist auch schwierig. Ja, auch schwierig. Ziemlich hart und einsam. Da war ich der Soul, wie hast du es gesagt? Soul Secretary. Ja. Kann ich auch nicht empfehlen. Würde ich auch im Nachhinein nicht mehr machen. Ich habe dann später im dritten Jahr ein CEO reingeholt und der war dann quasi wie so ein Late-Co-Founder auf eine Art und das hat dann vieles gelöst. Aber ich glaube, es gibt sogar Studien dazu, die sagen: So eine Person ist zu wenig, vier sind zu viel und zwei oder drei ist der Sweet Spot. Ja. Genau so ist es. Worauf hättest du am Anfang mehr Wert legen sollen in den ersten Jahren? Wo sagst du nachhinein? Sagst du, das sind eine Entscheidung, die du heute anders treffen würdest? Also, ich glaube, das ist immer das Gleiche.
35:03 Hiring-Fehler & das Co-Create Leadership Framework
35:03 Marc-Alexander Christ: Es kommt eigentlich immer auf Menschen an. Und praktisch, dass du diese Firmenkultur ist nicht zu unterschätzen. Und auch wie schnell du praktisch Teams aufbaust. Wir sind ja praktisch gelauncht. Ende August gleichzeitig mit unserer Rocket-Schwesterfirma, die wir dann vier Jahre später übernommen haben. Und wir waren sicher, es ist einfach nur möglichst schnell praktisch den Markt abarbeiten geht und haben dann unglaublich schnell Leute eingestellt. Ich glaube, wir haben Q4 2012. 100 Leute eingestellt und waren aber auch nur 50 am Anfang des Quartals. Okay. Und die dann praktisch schnell genug anzuboarden, damit die alle verstehen, wie was funktioniert und wer was macht. Ist praktisch so gut wie unmöglich. Ja. Und da siehst du, also ich habe mir irgendwann mal dann später Kohorten angeguckt. Aus dieser Q4-Korte sind noch nur ganz wenigen Menschen übrig geblieben. Okay, krass. Weil du praktisch dieses nicht schnell genug hinbekommen hast. Und ähnliches, glaube ich, auch Kultur haben wir praktisch uns nie Gedanken gemacht und haben immer praktisch, also erstmal haben wir meistens ums Überleben gekämpft. Da haben wir gedacht, wenn ich nicht weiß, ob es uns in drei Monate noch gibt, muss man jetzt auch nicht unbedingt Kultur investieren. Good point. Und haben dann erst mit diesem Merger im vierten oder fünften Jahr. Haben wir dann praktische payleven übernommen, die eine sehr andere Kultur hatten. Und das wurde dann sehr apparent, fragte er uns in diesem. Ich würde sagen, wir sind Montagmorgen da reingelaufen und dachte, krass, die sind ja wahnsinnig gut organisiert. Da gibt es überall was klare Zuständigkeiten, klare Teams, klare so Da hängt ein Dashboard an der Wand, die haben. So war so ein bisschen, wenn man sagen, wie die englische Armee sich das vorstellte. Früher, während wir eher so die Piraten waren, und innerhalb von fünf Tagen hat man das praktisch aber alles auseinandergenommen. Und hatte den Namen und den Laden ziemlich schnell im Griff, würde ich sagen. Durch diese kurzen, kommunikationsfähige, etwas weniger formalisierten Setup und so weiter, genauso ist es. Ja. Und haben dann auch sehr viel investiert in praktisch Kultur schärfen, kommunizieren, klar machen und so weiter. Seitdem. Und People im Culture ist essentiell.
37:15 Feliks Eyser: Super wichtig. Nur was bedeutet es konkret? Also, wenn du deinem 2012 Ich drei Tipps geben könntest, sozusagen Was würdest du konkret anders machen bei Hiring oder bei Kultur, um dem Thema gerecht zu werden?
37:32 Marc-Alexander Christ: Ich glaube, man kann auch einfach sagen, dass es nicht passt. Du kannst auch ein super Typ sein und trotzdem passen wir nicht zusammen, weil wir Sachen praktisch so machen und du es gewöhnt bist, Sachen anders zu machen. Und das praktisch schnell genug festzustellen, ist auch nicht immer total einfach. Ich erinnere mir, wir hatten eine, also später dann haben wir mal eine the uh Senior Managerin eingestellt. Die praktisch super CV, Top-Performerin, auch super Person. Mochte ich auch sehr gerne. Und die kam irgendwie nach so sechs Monaten zu mir und meinte: Marc, ich dachte die ganze Zeit. Du kennst vielleicht dieses Tell-Sell-Co-Create-Framework, wo du sagst, wenn wir die Entscheidung praktisch zusammengefasst getroffen haben. Das dauert zwar länger und ist dadurch teurer, aber es ist eine deutlich stärkere Erfahrung. Und das haben wir, wir haben noch so eine SumUp University gehabt, haben wir das mal unterrichtet und nach der Session kamen die zu mir und meinte, Marc. Das überrascht mich so. Ich dachte, die labert hier die ganze Zeit bei SumUp unglaublich viel. Während sie eher so aus so einem hierarchischen Setup kam, wo so Ich bin ja der Senior, wenn ich jetzt sage, so läuft das, dann läuft das so. Und dann hat sich festgestellt, dass dieses Labern, wie sie das nannte, praktisch von uns gewollt wird. Und hat dann selber festgestellt, dass es gar nicht ihre Welt ist, sondern dass sie lieber einfach sagen möchte, hier geht's lang. Ich Will Befehlsempfängerin sein sozusagen. Nee, sie möchte eigentlich Befehlsgeberingeberin sein. Sie war das dann nicht so gewohnt, dass ihre Meinung hinterfragt wird. Ah, okay, okay. Und erkennen wir mal dieses Framework Co-Create? Also du hast praktisch. Wie schnell man Entscheidungen treffen kann und wie wirkt sie in dir ist praktisch. Das Einfachste ist, ich sage dir einfach, was du machen musst. Der nächste Schritt. Ich verkaufe dir irgendwie, was man machen sollte. Und dann gibt es also ganz oben ist Co-Create. Wenn wir die Entscheidung zusammentreffen, dann ist die wichtige Entscheidung, wir treffen praktisch die Entscheidung im kleinen Kreis von Drei bis sieben Leute, die dann alle praktisch in dem gesamten Gedankengang dabei waren, wie wir zu der Entscheidung gekommen sind, dann nimmst du dieses, dieses, diese Entscheidung, gehst in den nächsten Kreis, consultest die praktisch mit den nächsten zehn, zwanzig Leuten. Sagst dann hier, Feliks, das ist die Entscheidung. Was denkst du? Nachdem du sie getroffen hast. Ja, die ist dann so halb getroffen, muss ich sagen. Also schon relativ klar, so sieht es aus. Aber dann frage ich dich nochmal dazu, und du weißt dann schon, dass wenn jetzt eine absolute Red Flag ist, kannst dann nochmal so ein Veto ziehen. Aber wenn es einigermaßen okay ist, sollst du dir das mal mitnehmen. Und dann testest du das mit den nächsten 30 bis 50 Leuten und dann verbreitet sich das praktisch.
40:04 Feliks Eyser: Das heißt, je enger der Kreis ist, desto mehr sind alle eingebunden, quasi diese Entscheidung gemeinsam zu treffen. Und je mehr du den Circle erweiterst, desto Wenige sind die involviert, aber kriegen trotzdem mit, was der Hintergrund ist. Und dein Ziel bei der ganzen Nummer ist, einen höheren Bein zu haben, dass wenn du eine Entscheidung triffst, dass es auch durchgezogen wird.
40:21 Marc-Alexander Christ: Und der ganze Prozess dauert halt länger und ist. Aufwendiger, weil dann hast du vielleicht irgendeinen Koncern, muss ich mir dir nochmal ein One-Mon machen, die alles erklären und so weiter, um praktisch diese Entscheidungsfindung hinzubekommen, gegenüber Ich bin der Chef, wir machen jetzt das.
40:35 Feliks Eyser: Was für andere Frameworks lehrt ihr an der SumUp University?
40:38 Marc-Alexander Christ: Das finde ich ja richtig geil. Unbegrenzt. Also es gibt ja diese Agile Transformation. Sehr viel praktisch dazu. Da haben wir auch dieses ganze Tribe-Setup und so weiter bei Spotify uns ein bisschen abgeguckt. Aber sind da deutsche weitgehend?
40:56 Feliks Eyser: Früher hast du eine Organisation gehabt, da gab es irgendwie einen Chef, eine Chefin, drunter hast du dann so ein Marketing-Team, ein Tech-Team und ein Finance-Team und whatever. So wurden Organisationen gebaut, und dieses Spotify-Modell ist quasi eher an Tribes zu denken, zu sagen, Ihr seid jetzt gar nicht ein Marketing- und Finance-Team, sondern ihr seid verantwortlich für die Mobile-App zum Beispiel. Und in diesem Mobile-App-Team ist dann ein Designer, ein Programmierer, ein Data Person und so weiter.
41:18 Marc-Alexander Christ: Das habt ihr umgesetzt? Genau, das ist praktisch so diese Idee von cross-funktionalen Teams. Und das kennt man wirklich, wie du sagst, außer Product Engineering ist das, würde ich mal sagen, inzwischen Marktstandard. Wir machen das praktisch durch die gesamte Firma durch. Das heißt, du hast praktisch überall cross-funktionale Teams, die dann auch in so einzelnen Tribes leben und jeder, das gibt so ein schönes Buch von Tribal Leadership, das dann sagt: alle 100 plus 150 Menschen teilt sich die Gesellschaft auf und dann gibt es zwei Gruppen. Das heißt, das Optimale ist praktisch wenn der Tribe Um die 100 Leute hat es so ungefähr.
41:48 Feliks Eyser: Das ist eine Nummer, oder? Wie heißt die so?
41:50 Marc-Alexander Christ: Dunbars.
41:50 Feliks Eyser: Dunbar ist Number. Also du kannst nicht mehr als irgendwie 100 Beziehungen managen in deinem Leben.
41:54 Marc-Alexander Christ: Genau so ist es ja. Und danach organisieren wir die Firma und dadurch hast du halt Ganz viel von diesen kleinen, cross-funktionalen Teams. Was sind so Beispiele für solche Teams? Was für eine Überschrift haben die denn? Alle gibt es quer durch die Bank weg. Das gibt es auch für Channels, Go to Market. Also sowas wie Go to Market Mexiko, das wäre jetzt ein Team oder? Genau, go to market the Mexico. Es gibt praktisch das Mexiko-Team, wo du einmal dieses Expansion-Team hast, das praktisch die Infrastruktur bindet und praktisch auch dieses Team seedet und dann löst sich nach und nach das Mexiko-Team raus, wo wir sagen, okay, wir, wir fünf machen jetzt Mexiko und jetzt nehme ich vielleicht auch nochmal zwei Entwickler mit, um Keine Ahnung, irgendeine besondere Card-Scheme in Mexiko extra mit einzubinden. Und kann ich Member sein in mehreren Teams oder bin ich immer dem Team festzugeordnet? Du kannst Member sein in mehreren Teams, ist halt dann nicht so gut. Also in dem Wenn man das auf dem Reisbrett plant, ist das klare Single-Threaded Leaders, die in einem Team sind. In der Realität bist du dann schon manchmal im verschiedenen Teams.
42:58 Feliks Eyser: Wenn ich dann Go to Market Mexiko, aber ich bin auch irgendwie noch Go to Market Global oder in der Market oder da fragt mich dann doch nochmal jemand, ob ich.
43:03 Marc-Alexander Christ: Dann gibt es dann drei Teams, die den Designer teilen, weil Das nicht ausreichend Designwork gibt, um dann Vollzeit Design in dem Team zu haben.
43:11 Feliks Eyser: Okay, okay, spannend. Tribe Tribe-Struktur. Und was sagen noch Leute aus dieser SumUp University, wenn die dann einmal durchgegangen sind, so was bleibt denen richtig im Kopf?
43:18 Marc-Alexander Christ: Was wiederholen die immer? Feedback ist natürlich eine Riesensache, wie man Feedback gibt, accept the present of feedback. möglichst früh und frequent ist immer eine super Sache. Auch wie man wie man kollaboriert. Minimal Biable Product ist eine andere.
43:36 Feliks Eyser: Ein anderes Konzept, was offensichtlich eigentlich minimal product, was bedeutet das bei SumUp?
43:42 Marc-Alexander Christ: Das musst du einfach möglichst schnell launchen. Das ist Bevor du da hier jetzt noch so eine Feature-Schleuder baust, musst du möglichst schnell launchen, möglichst schnell am Kunden sein, möglichst schnell probieren, wie es funktioniert. Wir haben also, ich würde mal sagen, wir haben inzwischen ein ganz guten Curriculum. Also wir haben auch eine Head of University und ein kleines University-Team von zwei, drei Leuten, die wirklich ich will mal sagen, wir haben dieses Jahr 600 Lieder oder sowas. Durch die University geschleust. Okay, wow. Weil wir natürlich fest daran glauben, also gerade wenn du über verschiedene Bürostandorte, verschiedene Länder arbeitest. Umso mehr wir praktisch gemeinsame Konzepte uns teilen, umso schneller, und selbst das sind ja alles, das sind ja alles keine nichts Bahnbrechendes, aber schon wenn du die gleichen Worte benutzt. Ja, genau. Also genau, das gleiche Verständnis entwickelst.
44:30 Feliks Eyser: Was bedeutet MVP für dich? Was bedeutet irgendwie accept the present of feedback? Was steckt dahinter sozusagen? Was sind die Storys? Und das prägt ja auch die Kultur. wo du gesagt hast, okay, da haben wir gemerkt, bei uns war es anders als bei payleven, so da hat sich eine andere Kultur wahrscheinlich entwickelt. Genauso, oder Disagree and Commit. Was ein Beispiel dafür für Disagree and Commit in letzter Zeit?
44:50 Marc-Alexander Christ: Die gibt es unbegrenzt. Die gibt es wirklich unbegrenzt. Weil wir halt immer relativ große Kreise ziehen mit dieser Entscheidungsfindung. ist per Definition im Zweifelsfall jemand dabei, der das nicht hundertprozentig unterstützt. Und dann kannst du natürlich dein Feedback geben und sichergehen, dass es gehört wird. Aber wenn man dann die Gruppe anders entscheidet, dann solltest du bitte mitlaufen.
45:14 Feliks Eyser: Da kommst du wieder zurück zu Tell, Sell, Co-Create, im Sinne von, wenn mir jemand sagt, ich soll was machen und ich damit nicht übereinstimme, dann habe ich wahrscheinlich einen höheren Widerstand. Als wenn ich zumindest Teil der Diskussion war und weiß, was die Alternativen waren und warum es Zustande kamen, dann kann ich immer noch sagen: gut, ich habe meine Meinung geäußert, ich finde es nicht gut, aber ich verstehe jetzt, warum wir hier sind und jetzt ziehe ich es auch durch. Genau. Und vor allem solltest du dann nicht mehr sagen, ich find's nicht gut, sondern dann muss es aber gut finden. Dann okay. Wie gewinnt man 4 Millionen SMI-Kunden weltweit? Finde ich hochspannend. Meine Investments, die ich mache, sind auch im Bereich Tech für Small Businesses. Ich liebe ja diese Zielgruppe, also meine Company, die ich gemacht habe. Regiohelden hat der Marketing-Services, Anrechtsanwälte, Handwerker, Zahnärzte und so weiter verkauft. Und ich finde es mega geil, wenn jemand seinen Namen außen auf die Tür schreibt, einen privaten Kredit aufnimmt, dafür auch noch haftet. und ein Small Business aufbaut, um seine Family zu ernähren. Also ich finde, äh, deswegen hieß es so Regiohelden in meine Firma, das ist ja auch quasi so die Local Heroes, äh, quasi. Und gleichzeitig sind die unterversorgt mit Technologie, so ist auch kein Geheimnis, so ist schwer quasi. da rein zu verkaufen und es gibt nicht viele Player, die das machen, ihr habt es hingekriegt weltweit an Millionen von Small Businesses zu verkaufen. Gib mir mal eine Masterclass, wie kann ich meine Beteiligung dazu bringen, dass die auch vier Millionen Kunden haben. Wie habt ihr bei Regioheldenvertrieb gemacht? Direktvertrieb, oder? Ja, Direktvertrieb, also wirklich Cold Calls. Ich habe da so ein gelbes Seitenbuch rausgeholt und habe ich oben angefangen und haben die angerufen. Also, emotional eine schwere Erfahrung, weil du wusst ja die ganze Zeit, die drücken dich ja weg und die haben keinen Bock und also du musst ja wirklich 100 Anrufe machen, dass du da mal irgendwie durchkommst. Und ich habe höchsten Respekt vor Vor so Vertriebsleuten, die sowas den ganzen Tag machen, das ist ein krass schwieriger Job. Aber das hat bei uns funktioniert, ich sag mal, mit der Brechstange ein Stück weit, das ist dann irgendwann ein Gesetz der großen Zahlen, wenn man genug Leute anrufst und dann haben wir das natürlich ergänzt und sind auf die lokalen Messen. gegangen, haben teilweise so Briefe und Postkarten verschickt, also auch quasi Direktmarketing in Briefkasten quasi, haben viel über so Netzwerke gemacht, da gab es dann so diese Unternehmerfrühstücke und so, da hast du die Zahnärzte und Elektriker dann dann morgens getroffen und da so wirklich Hände Wir haben schmühsam die Leute eingesammelt, und es war auch vor der Zeit, wo Performance Marketing gut funktioniert hat. Also mein Eindruck ist so, ab dieser Kohorte sch Vielleicht so 2013, 2014, 15, da kam Facebook, du konntest Small Business Owner targeten, du konntest Online-Leads generieren. Dieses Geschenk ist mir vorbehalten geblieben. Deswegen war ein Beschenk. Auf die Messestände und die Call Calls sozusagen. Ja, und dann, also halt Niederlassungen in Deutschland mit irgendwie hunderten von Leuten, die dann mit Autos da hingefahren sind und so. Da gab es ja auch keine Zoom-Calls. Also, du konntest den Elektriker. nicht in so ein Teams-Meeting reinbringen, der hat ja gesagt, wenn du was willst für mir, dann komm vorbei. Wie dieser gelbe Seitenverkäufer, der kommt ja auch vorbei. Das war die Logik. Ich bin SMB Direct Sales traumatisiert. Erklär mir wie.
47:56 Sales-Masterclass: Wie man 4 Millionen Händler gewinnt
47:56 Marc-Alexander Christ: Ich wollte gerade sagen, sollten wir eine schöne Kooperation machen, dass ihr eure Händler auch schön Kartenleser verkauft. Das wäre eine Möglichkeit, das brauchen die alle. Also, wir haben genau das gemacht. Also, weil ich war ja früher bei CityDeal, was wir da ein Gupon verkauft haben. Und da kann ich sagen, wenn du weggedrückt wirst, ich hatte irgendwann mal einen Raum, da lief Düsseldorf nicht. Und waren da acht Sales Leute im Raum. Ich habe gesagt, heute räumen wir Düsseldorf auf. Wir hatten damals noch so einen Google Doc mit so 300 Düsseldorfer Telefonnummern. Und dann sagst du acht Leuten, ruf mal die 300 Leute an, bitte. Nach 48 Stunden ist in Susworth keiner mehr ans Telefon gegangen. Wäre egal. Oh mein Gott. Die haben alle in den Stecker gezogen. Genau, weil offensicht jeder angerufen wurde. Und da haben wir Monate später noch praktisch im Düsseldorfer Markt einmal versaut gehabt. Oh mein Gott. Mit CityDeal.
48:43 Feliks Eyser: Okay, du hast auch mit der Brechde dein. SMB Sales, MBA, der lief auch mit der Brechstange. Genau, Summerzeit bei Groupon und CityDeal.
48:53 Marc-Alexander Christ: Genau, und da haben wir, so kam ich eigentlich praktisch zu SumUp mit der Idee, das auch so zu machen. Und da haben wir praktisch auch am Anfang. Sehr viel Direktvertrieb aufgebaut, was aber dann nicht besonders gut funktioniert aufgrund der Kinderschnitt. Stichwort United Economics, ich verdiene 10 Euro, dauert ewig. Genau so ist es. Und so haben wir dann praktisch alle Kanäle ausprobiert. Und haben dann praktisch Performance Marketing wirklich sehr gut gemacht und haben, würde ich mal sagen, die ersten fünf Jahre unseres Wachstums sehr stark Performance-Marketing mäßig. Und es war primär Facebook. War primär Facebook, ja. Also irgendwann später kam da auch Instagram und Affiliate und so Zeug, aber Facebook war auf jeden Fall viele Jahre der super starker Kanal. Wir haben dann das Glück gehabt mit, und dann haben wir noch so ein bisschen Partnerships gemacht. Wo du praktisch auch Banken hattest, die irgendwie Zugriff hatten auf kleine Händler.
49:39 Feliks Eyser: Das hat bei uns nie funktioniert. Man probiert da irgendwie so mit Franchise-Systemen oder so Einkaufsverbänden oder so, also quasi so einen Multiplikator gewinnen, der das dann ausrollt. Auf viele.
49:48 Marc-Alexander Christ: Bei uns hat das immer nicht so funktioniert. Das kommt stark auf die Bank an. Also wir haben zum Beispiel, keine Ahnung, bei der Berliner Sparkasse und der Hamburger Sparkasse waren wir auf der Webseite, da kamen dann 10, 15 Händler im Monat drüber. Während die UBS in der Schweiz, die hat so auf unser Produkt gedrängt, dass sie sogar einen Preis gewonnen haben für das beste Small Business Produkt, hat die UBS gewonnen für ihr Produkt SumUp. Und die haben genau Marketing für uns gemacht. Da konnest du in jede Filiale reinlaufen und mal ein schönes Poster mit so einem Kartenleser. Und der Filialmensch konnte ihnen erklären, wie der Kartenleser funktioniert. Und so haben wir in der Schweiz einen Riesenerfolg gehabt und sind auch heute, dadurch, dass die UBS, glaube ich, die größte Schweizer Brand ist mit der Schutzmarke, haben die uns schön mitgenommen und das lief auch echt ganz gut. Als Kanal. Wir haben dann mit dem mit dem mit der Akquisition von payleven, die hatten Retail als Kanal. Das war zwar damals noch recht klein.
50:43 Feliks Eyser: Und Retail heißt, ich gehe in Laden rein, da hängt einfach dieses Lesegerät. Ich kann das mitnehmen für 30, 40, 50 Euro oder so.
50:48 Marc-Alexander Christ: Genauso, wir haben heute über 10. 000. Praktisch Outlets, die in Europa Kartenleser verkaufen. Und das sind der Mediamarkt, Saturn, bei Metro kannst du die kaufen, bei allen möglichen, ja sind sie so. Beauty, Vertical, dein Haar Shampoo-Händler und so weiter. Die bestimmten Vertical aktiv sind. Da sind wir überall, überall aktiv.
51:16 Feliks Eyser: Es gibt natürlich zwei Effekte. Einmal laufen die Leute daran vorbei und kaufen vielleicht wirklich so ein Gerät, weil sie es gerade brauchen. Auf der anderen Seite sehen sie es ja aber auch. Also wie viele Millionen Leute sind in so einem Mediamarkt. Und dann laufen durch diese Regale durch, sicherlich auch gut fürs Branding und für die Wahrnehmung. Dass wenn ich nächstes Jahr so ein Ding brauche, dass ich mich erinnere, ach, ich habe das doch da gesehen und im Zweifel Gehe ich halt einfach wieder zurück und kaufe das.
51:34 Marc-Alexander Christ: Genauso ist. Und dann musst du allerdings auch in dem Store auch noch Marketing-Execution machen und gucken, dass du da, keine Ahnung. Wenn du mal bei den Gitterboxen an der Kasse stehst, dann gehen offensichtlich auf einmal die Zahlen hoch. Ist das wirklich so? Die stehen an der Kasse und nehmen so ein Payment-Terminal mit? Ja, du wartest halt in der Schlange, dann liegt das da, dann beschäftigst du damit und sagst: ach ja, So eine super Sache, probieren wir mal. Das ist ja krass.
51:54 Feliks Eyser: Ich dachte, die verkaufen da nur Süßigkeiten und Zigaretten und irgendwie eine Cola Zero. Aber die Leute nehmen da auch einen Kartleser.
52:00 Marc-Alexander Christ: Die Leute nehmen ja einen Kartenleser. Oder wenn du halt praktisch an der. Weißt du, so Display-Dinger hast mit so einem kleinen Video, was du hast. Okay, du musst erklären, was es eigentlich ist. Du kannst auch einfach nur unten im dritten Regal hinlegen, dann passiert nicht viel. Was sind heute die Kanäle, die dich am meisten überraschen? Also, Performance läuft immer noch gut, Retail läuft gut, Partnership wird mehr und mehr größer. Wir machen jetzt ganz viel Enterprise auch als Geschäftsmodell und sind jetzt in den letzten Jahren auch wieder stark im Direktvertrieb. eingestiegen. Erklär mal kurz, was Enterprise bedeutet in eurem Kontext. Enterprise ist praktisch, wenn du richtig groß bist, also unser Segment sind ja eigentlich der Longtail, der kleine Händler, der Soul Trader, der das praktisch für sich selber nutzt. Und aufgrund dieser Struktur haben wir aber ganz viele Enterprise-Kunden, die sowas auch nutzen, wie die DHL zum Beispiel mit Bezahlender der Tür. Oder weil Milan Anbieter suchte, der möglichst. 30 Länder abdeckt, was sonst keiner macht. Oder wir haben auch in England ganz viel so Stadien, so die O2 Arena und so weiter. Weil da hast du ja praktisch 500 kleine Händler unter einem Dach. Und das machen wir praktisch als Enterprise-Geschäft. Wo wir jetzt sehr stark genau in dieses Segment reingehen und da sehr auf offene Arme stoßen. Weil wir natürlich eine gute Marke haben, man uns vertraut, wir auch sehr, sehr großes Volumen haben. Selbst für dieses Enterprise-Segment und da ganz viele Lösungen haben, die dann natürlich auch super funktionieren. Ist halt ein ganz anderes Geschäft, weil auf einmal hast du so Sales-Zyklen von so zwölf bis 18 Monaten.
53:31 Feliks Eyser: Ist dann durch die Downside, das Schöne an Small Business Owner und die rufst du mal an und wenn sie dann rangehen und wenn du was hast, was sie brauchen, dann entscheiden sie sich halt auch in einer Woche oder zwei, äh, so in etwa. Und du musst jetzt nicht irgendwie das Komitee nochmal bespaßen und bei Enterprise musst du natürlich mehrere Stakeholder und so weiter. Für dich gewinnen. Okay. Und ihr macht jetzt aber auch wieder Direct Sales.
53:48 Marc-Alexander Christ: Wir machen jetzt aber wieder Direct Sales. Genauso wie du das bei Regiohelden gemacht hast. Sowohl am Telefon. Also wir haben noch einen mit der Akquisition, wir haben so zwei iPad-Kasten gekauft. Tiller in Frankreich und Goodtill in England. Und das wird praktisch über Lead Generation online, aber das Produkt zu kompliziert ist, machen die kein Self-Checkout, sondern die machen nochmal eine Demo quasi. Die haben dann praktisch genau so einen Sales-Call gemacht. Also inzwischen verkaufen wir Kassen auch im Self-Checkout, aber praktisch diesen Kanal haben wir praktisch über die zwei Akquisitionen reinbekommen und machen jetzt aber auch wirklich Outbound Direct Sales. Sowohl am Telefon als auch in Persona, so wie du das von Regiohelden kennst. Bist du happy damit, wenn du Outbound mit Inbound vergleichst? Das soll, also sagen wir, wir messen ja alles an Payback-Perioden. Wenn das alles, was zwölf Monate Payback-Perioden machen, ist super. Und dann ist nur die Frage, Wie viel kann ich machen? Wir haben ja auch insgesamt keine Custom Acquisition Budgets, wo du für deinen Kanal jetzt X ausgeben darfst, sondern wie Du musst möglichst viel ausgeben zu zwölf Monate Payback-Perioden und dann praktisch immer abschalten, was höher ist und mehr investieren, was unter zwölf Monate ist.
54:54 Feliks Eyser: Okay. Okay, und da habt ihr durchaus Konstellationen gefunden, wo auch Outbound weniger als zwölf Monate Payback-Period bringt. Genau so ist es, ja. Das ist ja interessant, dass du sagst, du hast gar keine Budgets. Also sprich, ich bin das Go to Market Elite in Mexico, meinem einen Job, der ist gestartet, dann frage ich, okay, wie viel Geld soll ich denn ausgeben? Dann sagst du mir, Lieber Feliks, das entscheidest du selber.
55:12 Marc-Alexander Christ: So viel wie möglich. Genau. Ja, diese, also wenn du Marketlin in Mexiko bist, musst du möglichst schnell dazu kommen, dass du dein Team selber bezahlen kannst. Dass du diesen Wiki-Maus-Break eben hinbekommst. Sechs bis zwölf Monaten und dann rechts von da zurück und sagst: Okay, mein Gehalt, das von meinen drei Leuten, plus was auch immer das dann noch an Fixkosten sind, dafür brauche ich X-Händler und die kaufe ich dann zu zwölf bis acht Monaten ein.
55:36 Feliks Eyser: Aber wenn ich zu dir komme und sage, guck mal, ich habe jetzt hier zehn Jungs eingestellt oder Mädels und die laufen durch die Straßen und die akquirieren die Kunden und es funktioniert, der Payback ist irgendwie neun Monate, dann sagst du mir, okay, dann heir die nächste 50.
55:46 Marc-Alexander Christ: Ja. Ja. Okay, okay. So genau.
55:49 Feliks Eyser: Gab es Kanäle, die dich überrascht haben, die neu sind? Macht ihr irgendwie viel Social Content? Macht ihr Short vom Video? Gibt es irgendwie abgefahrene Themen, dass ihr auf Twitter irgendwie einen Weg gefunden habt, Small Businesses zu akquirieren? Gibt es irgendwas Exotisches?
55:59 Marc-Alexander Christ: Nee, es geht alles über die Masse. Wir verkaufen ja so viel praktisch im Monat, dass das eher, also ich glaube, das ist schon relativ stabilisiert bei uns. Da gibt es dann mal der eine Kanal, läuft das mal ein bisschen besser. Das heißt, da kannst du nochmal ein bisschen mehr reingeben. Das schöne Ding ist zum Beispiel: es gibt jetzt Tap to Pay, wo du gar keinen Kartenleser mehr brauchst. Sondern praktisch auch auf deinem Telefon Kartenakzeptanz machen kannst. Das heißt, du hältst einmal die Plastikkarte ans Telefon und buchst so ab, was natürlich für uns Die ganze Logistik des Kartenlesers und die Subs, die sie auf dem Kartenleser wegnimmt. Das heißt, das ist ein Kanal, wo wir momentan sehr stark praktisch Marketing machen. Okay. Und auch, glaube ich, der größte Anbieter in Europa für das Produkt sind. Und Apple macht es nicht selber? Wir laufen auf dem Apple Phone. Also das Apple gibt nur praktisch Schnittstelle frei, womit wir dann praktisch. das machen können.
56:49 Feliks Eyser: Okay. Aber heißt mit Apple Pay kann ich gar keine Zahlungen an, das ist gar nicht auf deren Roadmap-Zahlungen anzunehmen? Nee, die sind praktisch nur der Infrastruktur, Player für das.
56:56 Marc-Alexander Christ: Die brauchen nochmal ein Software drüber wie euch, die sagen, okay, wir handeln alles. Geldfluss, Software Layer, regulatorisch onboarding. Neue Customer von den Kunden und so weiter.
57:06 Feliks Eyser: Und das ist natürlich ein super Produkt, weil im Grunde ist es, du musst eine App installieren, du musst jetzt gar nicht im Mediamarkt oder irgendwie einen Device kaufen. Ich kann es nachher loslegen.
57:13 Marc-Alexander Christ: Genauso ist es. Kannst du in einer Sekunde. Kannst du jetzt Kannst du, während wir hier sitzen, kann ich T-Onboarden, hast du den 6 Sekunden, die erst in den ersten Euro eingeben?
57:21 Feliks Eyser: Okay, das machen wir nachher. Mein Handy draußen, aber wir machen das dann danach, dann baudest du mich on und dann. Dann gucke ich mal, wen ich hier so abkassieren kann. Ja, das ist mal ein schönes Spiel. K Da finde ich bestimmt jemanden. Ach, geil, okay, interessant. Und das ist ein Segment, was gerade auch stark wächst.
57:35 Marc-Alexander Christ: Ja, weil das gibt es, also sagen wir, das gibt es eigentlich auf Android, gibt es seit vier, fünf Jahren. Aber erst die Apple Marketing, Maschinerie hat das wirklich publik gemacht. Inzwischen läuft das echt ganz gut.
57:48 Feliks Eyser: Was passiert sonst so in dem Markt? Gibt es viele Player, die da neu rein kommen? Wie hat sich der Wettbewerb geändert? Es gab es eine Finanzierungsrunde, ich glaube, aus Dänemark oder so, die Ich glaube, 170 Millionen Grays haben, die auch solche Terminals anbieten. Auf wen schaust du? Seid ihr überhaupt Competitor mit einer anderen Terminals Company? Seid ihr eher Competitor jetzt mit sowas wie Revolut Business oder Qonto oder?
58:10 Marc-Alexander Christ: den Banking Providern. All of the above. Wir gehen auf jeden Fall alle in die Richtung, dass wir irgendwann die Super-App für kleine Händler sein wollen. Und da würde ich sagen, sind wir ja schon ganz gut in der Pole Position. Insgesamt ist es so, dass du praktisch in jedem Land Wettbewerber hast, weil die Branche ist normalerweise auch traditionell relativ fragmentiert, weil du hast dann einen Player, der praktisch wirklich groß In einem Markt oder meistens zwei, drei großen einem Markt und dann nochmal zehn kleine. Also in Deutschland hast du sowohl klingende Namen wie Concardis, was heute Nexi heißt, und BS Card Service. Sind so die Platzhirsche und die haben dann noch ein bisschen Österreich und Schweiz mitgemacht. Nexi hat jetzt sich zusammengekauft mit den Italienern und auch irgendwas Nordischen, sind aber eigentlich schon immer so Mono. Monocountry Players. Das heißt, du hast keine Ahnung, BNP Paribas in Frankreich, in England hast du so Dojo, Barclaycard und sowas, in Italien Nexi. Das heißt, du hast praktisch immer lokalen Wettbewerb in jedem Markt. Und eigentlich kaum jemanden, der das wirklich grenzenübergreifend wie wir macht.
59:12 Feliks Eyser: Und was ist dein Pitch, wenn du dich abgrenzt gegen die lokalen Wettbewerber, die ja etabliert sind, einfach, weil sie das schon lange dauert?
59:18 Marc-Alexander Christ: Wir machen ja praktisch drei Industrien in einem und die machen meistens nur Kartenzahlung. Das heißt, dieses ganze Ökosystem mit, ich gebe dir auch eine iPad-Kasse dazu, ein Konto, kannst einen Online-Store haben, hast alles schön integriert. Hast du besseres Reporting meistens als das? Es gibt auch noch welche, die verschicken dir dann einmal im Monat so einen Zettel in der Post. Versus, ich sehe real time auf meinem Handy, was gerade bei meinem Laden funktioniert. Und es ist halt vor allem einfach und wir sind super transparent in fair im Pricing. Das heißt, du hast normalerweise immer relativ komplizierte Gebührenstrukturen, wo der Händler nachher nicht so genau weiß, was er bezahlt. Und bei uns ist es einfach super einfach. Auch keine Vertragslaufzeit. Ganz einfach loslegen.
1:00:06 Feliks Eyser: Was sind Features, die noch fehlen in der Super App? Was ist so auf der Der Roadmap, wo du sagst, das sind noch Bausteine, die wären cool.
1:00:12 Marc-Alexander Christ: Ich würde sagen, wir sind also wir sind relativ, ich glaube, für den Long Tail sind wir sehr gut aufgestellt. Das heißt für alles. Alles, was so einfache kleine Geschäfte sind, sind wir super aufgestellt. Und dann gibt es natürlich immer, wenn du Abmarket gehst, kannst halt mehr und mehr bauen. Also. Wir haben gerade jetzt überliest, in der Gastronomie, dass verschiedene Devices untereinander synchronisieren. Das heißt, du kannst auf deinem Terminal Bestellung aufnehmen und dann kann ich rüberkommen. und für dich kassieren, weil du gerade an einem anderen Tisch bist. Ah, okay. So Features oder auch Booking ist ja noch relativ jung. Würde man sagen, haben wir vor. Sechs bis neun Monaten gelauncht, da gibt es jetzt erst das Feature, dass du auch mehrere Leute im Team haben kannst. Das heißt, du machst dann einen Haarschnitt beim Feliks. Um 17 Uhr. Ah, okay.
1:00:57 Feliks Eyser: Und vorher hast du nur gemacht, Haarschnitt 17 Uhr. Ich meine, das muss man schon sagen, in all diesen Kategorien gibt es ja auch schon eigene Companies, die Bookingsysteme bauen und man denkt da von außen dann immer, okay, wie schwer ist es denn, sowas zu bauen? Und dann merkst du dann diesen ganzen Edge Cases, da musst du noch die Maschine irgendwie reinbuchen und dann. irgendeine Regel dazu fügen. Also viele von diesen Companies haben über Jahre ganz viele von diesen Edge Cases abgedeckt.
1:01:16 Marc-Alexander Christ: Wobei wir natürlich schon immer gewinnen durch dieses Ökosystem. Selbst wenn du jetzt woanders einen besseren Kalender hast, dadurch, dass der bei uns in die Kasse reinfließt und über das Konto fließt, hast du praktisch da einen höheren Wert geschaffen. Und wir haben ja auch durch unsere praktisch Kartenleserakquisition mehr Würde ich mal sagen, Beauty-Barberhändler, als die meisten anderen Bookingkassen, was das so gibt. Und ein Thema, was momentan noch was ganz spannend ist, was jetzt 2026, glaube ich, viel kommt, ist das ganze Thema Loyalty. Weil wir haben auch eine Ekundenlösung, beziehungsweise zwei, gibt es Amazon SumUp Pay, wo du praktisch eine Mastercard bekommst und deinen Freund ein Geld schicken kannst. und so ein bisschen Merchant Discovery machen kannst und SumUp Blocal als so Loyalty-Produkt, wo du praktisch bei Händlern Zehnter Kaffee umsonst. Feliks war schon lange nicht mehr da. Hier sind 20% Offer zu deinem Geburtstag.
1:02:07 Feliks Eyser: Habe ich gerade von LAP Coffee die Mail bekommen, die haben so einen Jahresrückblick gemacht wie Spotify. Fand ich ganz geil. Also bei Spotify siehst du, wen hast du gehört? Bei LAP Coffee steht, was hast du getrunken sozusagen? Haben die gut gelöst.
1:02:18 Marc-Alexander Christ: Genau, und die sind ja jetzt relativ groß mit ihren, ich weiß gar nicht, ob die jetzt 20 oder 40 Läden zwischen haben. Und wir erlauben das praktisch auch jedem einzelnen kleinen Laden genau das zu tun. Ja, okay.
1:02:29 Feliks Eyser: Dann gibt es andere Sachen auf der Roadmap, wo du sagst, man kann auch von Payments ein bisschen weggehen. Ich meine, du kannst auch irgendwie jetzt Payroll Management anbieten, also irgendwie, wie bezahle ich meine Mitarbeiter oder irgendwie vorbereiten Steuerberater? Es gibt ja tausend Sachen, die man rundum Quasi Zahlungsflüsse noch machen kann. Wo sagst du, das ist interessant, das gucken wir uns an oder ne, da ist eine rote Linie, das wollen wir nicht anfassen?
1:02:48 Marc-Alexander Christ: Das ist eigentlich alles interessant. Payroll ist nicht so total einfach für uns, weil wir natürlich immer Alles, was wir machen, möglichst für 38 Länder machen. Ja, und das ist ein Open Kill. Und wenn das dann, wenn du das, umso mehr du das praktisch für jedes einzelne Land machen musst. Umso weiter hinten. Also vorbereitende Buchhaltung zum Beispiel machen wir ja recht viel, weil du das praktisch relativ uniform über viele Länder machen kannst.
1:03:10 Feliks Eyser: Und das in Deutschland musst du es halt irgendwie in Dateifrei und in Frankreich in das lokale französische Datei ist.
1:03:14 Marc-Alexander Christ: Aber da ist zumindest mal der Kern der gleiche. Das heißt, du hast den Grundstock, also du hast praktisch einmal eine gute Reporting-Datenbank gelernt, gebaut und die ist dann an Datev, an Italien, an Frankreich und so weiter eingeschlossen.
1:03:26 Feliks Eyser: Ihr macht ja auch viel MA, also ihr seid ja auch gewachsen, darüber Filmen zu kaufen. payleven war ein großer Merger, hast du erwähnt, aber sowas wie Frankreich, was du gerade gesagt hast, mit Tiller zum Beispiel, mit dem iPad-System, das sind dann so kleinere Akquisitionen. Was steht auf deiner Liste? Wen würdest du noch gerne kaufen?
1:03:40 Marc-Alexander Christ: Ja, die sind, also der Tiller war jetzt auch nicht ganz so klein. Wir haben jetzt, glaube ich, zehn Akquisitionen in unserem Leben gemacht und sind meistens praktisch so Product Extensions. Also wir haben praktisch. Also payleven war praktisch einfach rein komplett das gleiche Übernehmen wie uns. Aufgrund von Größe und Profitabilität hat uns natürlich sehr geholfen. Und dann haben wir eine Invoicing-Lösung gekauft, wir haben einen Online-Store gekauft. Wir haben die iPad-Tarkassen gekauft, wir haben in Amerika so einen Loyalty-Laden gekauft und haben, glaube ich, immer sehr, sehr gutes Post-Merger Integration gemacht. Was das angeht, also Teams zusammenbekommen, auch immer die fremde Plattform meistens in sechs bis zwölf Monaten abgeschaltet und alles zu uns migriert, weil das Ökosystem funktioniert ja nur, wenn das komplett integriert ist. Wenn du einen einen User-Account hast, ein Reporting und so weiter. Natürlich ist aber so eine Integration zu machen, kostet einiges an Arbeit und eine große Akquisition gegenüber einer kleinen Akquisition kostet ungefähr das gleiche. Das heißt, wir probieren jetzt schon eher sizeable Akquisitionen zu machen, die da schon irgendwie im Game-Changing Potenzial sind. Das heißt, eine dreistellige Millionen Revenue wäre schon eine schöne Sache, während das kleine Startup mit zwölf Leuten und 1000 Händlern ist es einfacher, die tausend Händler selber zu gewinnen, anstatt zu probieren, die jetzt zu migrieren. Und thematisch, was würdest du dir da am liebsten anschauen? Es geht so Payment, Software. Unso neobanken sind, glaube ich, alle ganz spannend. Alle in die, vor allem in diesem SMB-Bereich, aber auch auf der Endkundenseite.
1:05:15 Feliks Eyser: Und erzähl mal von der Endkundenseite, ist ja gar nicht so bekannt, was ihr da macht. Erzähl nochmal, wie eure Payment-App funktioniert.
1:05:20 Marc-Alexander Christ: Das ist auch einfach eher so, ich würde mir das eher wie so ein CSB-Startup vorstellen, also ein kleines Team. Die machen praktisch wie eine kleine Neobank. Für Privatpersonen. Für Privatperson, genau. Da kriegst du Karte und Account, kannst einfach deinen Freunden Geld schicken, kriegst ein Prozent Cashback. Auch wenn du die Karte nutzt, kannst du natürlich Merchant Discovery machen, kannst du dann diesen ganzen Loyalty-Teil zu Merchants hin machen. Wo wir, glaube ich, einen starken Competitive Advantage haben, weil du jetzt vielleicht nicht die App runterlädst für deinen Friseur und dann nochmal die App für deinen Bäcker und noch die vierte App für den Meinladen, wo du immer hingehst. Gegenüber, wenn du eine App hast, wo du praktisch überall Loyalty sammeln kannst und die praktisch in sich selbst interagiert.
1:06:04 Feliks Eyser: Und da geht ja auch voll ins Consumer Marketing. Also ich meine, das ist eine andere Form. Da machst du dann wahrscheinlich TV-Advertising und Billboards und solche Sachen, um an die Konsumenten ranzukommen.
1:06:12 Marc-Alexander Christ: Genauso ist es. Das fängt jetzt gerade an. Als nächstes neues Produkt launchen wir so ein Customer-Facing Screen, dass du so eine Kasse praktisch hast, auch mit einem großen Screen, der dir praktisch den Warenkorb anzeigt und der dir dann aber auch erlaubt, praktisch als Endkunde einzuchecken. Und da Leute ihn mehr und mehr drüber zu promoten, weil wir halt durch diese vier Millionen Verkaufspunkte sehr guten praktisch Kontakt zu Menschen haben. Wir machen ja über eine Milliarde Transaktionen im Jahr. Das heißt, da wird schon ein signifikanter Teil der Weltbevölkerung. Irgendwann mal im Jahr mit unseren Technologien. Und hilft euch das auch für Fraud?
1:06:48 Feliks Eyser: Ich meine, das ist immer so eine Frage in so einem Geschäftsmodell. Fraud ist eine Sache, auf die du schauen musst, gibt es irgendwelche Betrugsfälle und so weiter? Also es ist. Deswegen auch wichtig, die Konsumenten zu kennen, oder ist strategisch eine andere Ratio?
01:06:58 AI im Einsatz: Betrugserkennung & Outbound-Calls
1:06:58 Marc-Alexander Christ: Alles hilft natürlich auch, und wir haben Fraud recht gut in der Kontrolle, würde ich sagen. Wir machen das ja seit 15 Jahren und bei Payment ist Fraud immer ein großes Thema. Des Und da würde ich mal sagen, sind wir marktführend. Wie habt ihr das unter Kontrolle gekriegt? Für mich als Nicht-Fraud-Experten, ich habe keine Ahnung, wie Fraud entsteht oder wie man es löst. Also, du musst sagen, erstmal ist das so ein Arms Race gegenüber den Frauds dann, weil die natürlich immer, wenn sie irgendeinen Exploiten Vertical gefunden haben, dann wird er so schnell wie möglich ausgeschlachtet und du musst immer praktisch so schnell wie möglich wieder zumachen. Wir haben aber natürlich, dadurch, dass wir die Händler umso länger wie die Händler kennen, Umso schwieriger wird es praktisch da Fraud zu machen. Je länger den Händler kennt. Genau, also wenn, dann haben wir meistens so Merchant Call Merchant Fraud. Wo du dich, weil du kannst dich ja, unser ganzer Ansatz ist, du musst dich möglichst schnell anmelden können, damit wir möglichst schnell mit dir arbeiten können und das möglichst streamlined ist. Was natürlich dann möglichst einfacher auch macht als Betrüger. Was würde ich denn machen als Betrüger? Ja gut, du kannst mit AI heutzutage erstmal schnell eine fake-ID machen, die ich erkennen muss. Und die muss ich schneller erkennen als ChatGPT, die auf deiner Seite besser macht. Okay, und dann habe ich diesen Account, wenn ich das hingekriegt habe, da durchzukommen bei euch. Ich habe einen Account und dann gucken wir natürlich auch ganz stark drauf. Was bist du für ein Händler? Was würde ich für Transaktionen von dir erwarten? Wenn du ein Spielzeuggeschäft bist, wirst du wahrscheinlich nicht um 11 Uhr abends für 500 Euro am Görlitzer Park Spielzeug verkaufen. Wäre auf jeden Fall ein abgefahrener Spiel zu erkennen. Dann blocken wir die Transaktion, fragen nach, lieber Feliks, was hast du denn hier gemacht? Hast du meine Rechnung?
1:08:34 Feliks Eyser: Aber der Weg quasi, da diesen Betrug auszulösen wäre, ich erfinde einen Händler und wahrscheinlich klaue ich dann irgendwo eine Kreditkarte von irgendjemandem, charge die und probiere an das Geld schnell ranzukommen, bevor ihr was merkst. Okay, und das wüsstet ihr.
1:08:44 Marc-Alexander Christ: Oder das probieren wir halt für normale Händler möglichst schnell available zu machen, während wir dann die anderen möglichst schnell stoppen. Was spielt AI für eine Rolle in der Fraud-Prevention? Also da sind wir, glaube ich, Bahnbrechen und langen Weit vorn dabei. Weil das natürlich so Pattern Recognition und so weiter, kannst du mit AI natürlich Bombe machen.
1:09:03 Feliks Eyser: Was sind so Patterns, die sich da rausgestellt haben, wo du sagst, okay, verstanden, nachts zum Elfen am Girly?
1:09:09 Marc-Alexander Christ: So. Wir hatten zum Beispiel recht früh mal so einen Händler, der praktisch immer die Rosenthaler runter und die Oranienburger rüber Transaktionen macht. Auf der Karte hast du mal hier so einen Haken gesehen, weil er immer da die Straße entlang Transaktionen machte. Er hat uns dann gesagt, es wäre ein Lieferdienst. Ich könnte mir vorstellen, war wahrscheinlich auch Prostitution, deswegen haben wir dann einmal abgeschaltet. Da war die Oranien im Burger.
1:09:32 Feliks Eyser: Ja, da war es auch mal wild. Daran erinnere ich mich noch. Daran erinnere ich mich noch. Okay. Was spielt AI sonst für eine Rolle bei euch?
1:09:41 Marc-Alexander Christ: Macht es uns insgesamt viel effizienter. Also Kundensupport ist natürlich ein offensichtliches Thema, wo wir es viel machen. was in deiner Regiohelden-Zeit dir aufrollt und machen wird, auch Termine für Vertriebler. Kannst du mit AI super machen, machst du Outbound-Calls und Outbound-Calls mit AI? Ja, aber nur für Terminierung. Okay. Wir machen nicht den gesamten Verkaufsp. Ding, sondern wir sagen hier, sag mal, wir wollten mal ein Gespräch machen, um Ihnen da zu beraten.
1:10:05 Feliks Eyser: In welchen Ländern macht ihr das?
1:10:06 Marc-Alexander Christ: Ich glaube, in Alb. Auf jeden Fall so in den großen Deutschland, England, Frankreich, Italien. Mhm.
1:10:12 Feliks Eyser: Sind es outbound Calls? Oder wenn jemand bei euch anruft? AI, Wahnsinn, okay. So einen Anruf hatte ich noch nicht. Okay. Nimm mich mal auf die Liste. Lass mich mal anrufen, das finde ich auch interessant.
1:10:22 Marc-Alexander Christ: So was funktioniert Bombe. Ein Freund von mir hat gerade hier eine Lösung für Ärzte gemacht. Wenn du einen Arzttermin brauchst, dann gehst du auf seine Seite, dann probiert er erstmal die Doctolib und die ganzen Dinge für dich, um einen Orthopäden zu finden. Und ruft er an für dich. Und wenn er dann keinen Termin gefunden hat, dann ruft er einfach Arztpraxis. Dann musst du 50 Ärzte an und sagt dann, der ist ja interessant. Bein gebrochen, geborenen Dings und das brauche und können wir dienst einen Termin waren. Und das läuft Bombe.
1:10:50 Feliks Eyser: Krass. Also ich mache tatsächlich viele Investments im Bereich Voice AI, aber die sind alle inbauen für bestimmte Branchen. Also wir haben eine Company aufgesetzt, die macht das für Versicherungsmakler zum Beispiel oder für Logistikunternehmen. Dann rufst du bei der Spedition an, fragst: Hey, hier, ich will drei Paletten verschicken. Und dann handelt die AI quasi diesen Anfrageprozess. Und das funktioniert extrem gut, wenn es auch in die Systeme integriert ist, dass du weißt, okay, was kosten drei Paletten, dann ist es verfügbar oder nicht? Oder beim Versicherungsmakler setzt du dann einen Termin auf, zum Beispiel. Das funktioniert sehr gut, speziell auch für Small Businesses. Die haben ja immer das Problem, dass dann vielleicht keiner am Telefon ist oder nur eine Leitung, dann ist er gerade besetzt oder so, ist ja auch keine geile Experience da anzurufen. Aber outbound für Konsumenten, das habe ich noch nicht gehört. Für Terminierung läuft das super. Kompletter Vertriebsstrecke läuft noch nicht so. Wahnsinn, okay. Da habe ich mein Golden Nugget jetzt gefunden, was ich gesucht habe, was sind abgefahrene Marketing. Das ist Hacker, die ihr einsetzt, Outbound mit AI anzurufen. Ja klar, es war günstiger, ich meine, so eine Person anrufen zu lassen. Ich 2009 mit meinem gelben Seitenbuch. Da habe ich zwar kein hohes Gehalt gehabt, aber kostet ja trotzdem Geld, wenn man das mit einem Menschen macht. Bist du nicht so effizient wie die AI? Kann ich ja holen. Ich kann nur einen Anruf hintereinander machen.
1:11:56 Marc-Alexander Christ: Ja.
1:11:56 Feliks Eyser: Und dann bin ich erstmal traurig und muss mich emotional wiederherstellen, wenn ich Nein bekommen habe. Das ist der AI auch scheißegal. Ja. Okay, Wahnsinn. Okay, sonst Anwendungsfälle?
1:12:08 Marc-Alexander Christ: Die vielleicht nicht so offensichtlich sind. Support, Sales, Support. Engineering wird natürlich immer produktiver damit. Klar. Auch in Finance machen wir ganz viel. Was macht ihr da? Was macht ihr in Finance? Achso, Accounts Payable, Accounts Receivable. Rechnung sortieren, lauter Zeug. Wir haben einen ganz geilen so ein Air-Bot. Wenn du irgendwelche Fragen zu einem Financial hast, kannst du da mit dem AI-Bot. Für die Merchants. Auf der Merchant-Seite machen wir da auch alle möglichen Sachen, aber eher so praktisch für uns intern.
1:12:36 Feliks Eyser: Ja. Ich meine das ja auch super interessant, oder? Wenn ihr die ganzen Daten habt, wenn die ihr Konto bei euch haben, du die Bewegungen kennst, sodass ich frage mich, ob das ein Business Model sein kann. Vielleicht macht ihr das irgendwann einfach selber. So ein AI-CFO für Small Businesses. Quasi, die haben ja kein CFO in der Regel, das ist ja der Owner quasi oder die Ownerin. Aber quasi einfach diese ganzen Daten durchzugehen und zu sagen, hey guck mal, du bist ein Blumenladen. Dein Warneinsatz ist ein bisschen hoch, wenn wir das Benchmarken mit allen unseren anderen Blumenläden oder zu sagen: Guck mal, hier am Montag hast du geöffnet, aber deine Umsätze waren historisch immer unter deinen Kosten. Überleg doch mal, ob du den Laden zulässt. Also, man kann ja super viele von diesen Analysen machen.
1:13:09 Marc-Alexander Christ: Glaube ich, für Small Business ist gerade super wertvoll. Genauso, und das ist genau unsere Idee, weil wir praktisch das Business besser kennen als der nächste hergelaufene AI-Bot. Und genau in die Richtung geht der. Okay.
1:13:22 Feliks Eyser: Also das heißt, du musst jetzt eine Company gründen, musst jetzt schnell 100 Millionen Revenues damit machen und dann könnt ihr sie kaufen.
1:13:28 Marc-Alexander Christ: Na gut, wir haben auf so einem Hackathon gebaut. Das muss jetzt nur mal ein bisschen. Aufgeräumt und vermarktungsfertig gemacht werden.
1:13:37 Feliks Eyser: Ja, und dann könnt ihr es ausrollen. Genau, das ist ein Riesenthema. Also make sense of your data und krieg proaktiv Empfehlungen. Also ein Dashboard ist das eine, aber Ist ja auch erfahrungsgemäß, dann loggen die Leute sich da nicht ein und du musst dann erstmal verstehen, was da alles steht und so. Aber quasi so ein Ding, das in WhatsApp lebt und dir schreibt, hey, guck mal, deine Umsätze sind niedrig, aber nächste Woche ist Black Friday, überleg dir doch mal, ob du Ob du ein Event rausmachst oder so. Kann ich mir super gut vorstellen.
1:14:01 Marc-Alexander Christ: Oder was hast du letztes Jahr bei Black Friday gemacht? Da hast du ja die ganzen Dings eingekauft, die keiner gekauft hat. Genau. Und sowas. Kannst du Gute Sachen machen.
01:14:09 Marc’s Operating System & Empathie als Skill
1:14:09 Feliks Eyser: Erklär mir mal ein bisschen dein persönliches Betriebssystem, das Mark-Operating-System, so deine Mental Models als Unternehmer interessieren. Mich noch. Ich habe ein paar Leuten aus meinem Umfeld gesprochen und eine Beschreibung fand ich ganz gut. Ich habe gesagt: Der Markt, der verbindet auf der einen Seite so großes visionäres Denken mit sehr viel Menschlichkeit. Eigentlich ist das interessant.
1:14:29 Marc-Alexander Christ: Ja, so muss man ja heutzutage Firmen bauen. Ich glaube, Empathie ist eins der großen underrated Skills, die es da draußen in der Welt gibt. Und ich glaube, wir kommen ja auch doch eher noch aus einer Generation, wo deutlich mehr es um Hard Skills ging. Die kannst du aber, glaube ich, überall lernen. Und Soft Skills sind, glaube ich, die das, was die Welt wirklich bewegt. Wie können Founder darin besser werden? Ich glaube, die meisten Founder, die ich kenne, wenn die sich gerade konzentrieren und wissen, jetzt gerade ist wichtig, dann sind die da unglaublich gut. Leider hast du an deinem Foundertag ungefähr 645 Herausforderungen. Und dass jetzt gerade diese zwei Minuten am Kaffeeautomaten mit deinem Kollegen für dich jetzt zwar nur ein Kaffee sind, aber für die andere Person vielleicht wichtig sind, Sich das öfter mal ins Gehirn zu rufen, ist, glaube ich, viel wert, weil ich lerne da einfach auch unglaublich viel von den Menschen, wenn man sich mal kurz die zwei Minuten Zeit nimmt. Mit denen zu sprechen.
1:15:25 Feliks Eyser: Also, das sagen Leute und mich. Romark nimmt sich immer Zeit. Ich habe selber erlebt, wir haben mit dem Yilmaz von Superchat uns mal getroffen vor fünf, sechs Jahren oder so, als Superchat eine kleine Company mit 20 Kunden war. So ein etwa habe ich gesagt, ey, lass es aber austauschen zu. Go to Market an SMBs. Das Thema interessiert mich seit vielen Jahren. Hast du gesagt, ja klar, dann sind wir hier in Mitte Treffen und dann haben wir da unseren Kaffee getrunken und du hast Erfahrungen geteilt. Und gleiches gilt für den Podcast. Ich hab dir hier eine E-Mail geschrieben, hä, hast du Bock dabei zu sein und quasi ein bisschen Erfahrungen mit der nächsten Generation zu teilen und du hast sofort geantwortet und gesagt, klar, ich bin dabei. Du hast ja trotzdem diese 645 Herausforderungen, dein Kalender ist sicherlich auch nicht leer. Was ist dein Glaubenssatz dahinter?
1:16:06 Marc-Alexander Christ: Ich habe ganz viel aus diesem Ökosystem praktisch mitbekommen und gebe das auch immer wieder gern zurück. Zeit ist natürlich über ein Problem. Deswegen ist es gut, dass wir uns jetzt hier kurz vor Weihnachten wieder getroffen haben. Sonst mache ich es immer gerne. Ich lerne ja auch immer unglaublich viel von so jungen Gründern. Ja, total. Gestern habe ich zwei so junge Gründer, die haben mich in irgendeiner Univorlesung gehört und gesagt, hier mag. Wir haben ihn beim Herrn Jan Kemper haben wir sie kennengelernt, wo ich dachte, wer sieht sich denn hier nichts? Und dann haben wir so ein kleines Game gebaut und haben jetzt 30. 000 Euro Monthly Run Rate und wollten jetzt wissen, wie es mit der Finanzierung läuft. was man so machen sollten, ob du sich so ein CEO einstellen sollt, muss ich denken, auf keinen Fall sollte man nicht machen, aber es sind auch ein paar Gespräche, die ich ganz spannend finde.
1:16:53 Feliks Eyser: Ja, finde ich auch immer so, weil du lernst ja dann auch genau das. Also wie hast du diese 30. 000 Euro jetzt gemacht? Also was war dein Weg dahin? Ich habe neulich mit so zwei TikTok-Boys gesprochen. Ja, genau. Also dann haben die erklärt, wie sie da diese Short vom Video und wie die amerikanischen Formate kopieren und warum die jeder fünf Accounts haben. Also alles Sachen, die nicht so intuitiv für mich uh das ist ja auch der geheimen grunde um mich den podcast macht du es vorhin gefragt hey lohnt sich das denn eigentlich finanziell kannst du vergessen aber Diese kleinen Nuggets, die ich dabei lerne, das ist ja das eigentlich Interessante. Also, das ist ja eine große Education-Reise, sozusagen. Ich lerne viel von dir, von den TikTok-U-Boys und dann Hören noch ein paar tausend Leute zu, die sich dann auch freuen drüber. Aber es ist auch cool, dass du dieses Mindset hast, diese Erfahrung zu teilen. Also selber zu lernen und B auch zurückzugeben.
1:17:37 Marc-Alexander Christ: Immer. Immer, muss nur die Zeit irgendwo finden. Deswegen mache ich auch ganz oft so 8 Uhr morgens Frühstücke, weil das dann so nicht wirklich Arbeitszeit ist, aber das war so eine Zeit, was wir uns getroffen haben.
1:17:46 Feliks Eyser: Wein, wie heißt das? Weinbergsweg und dann Gelau. Ja, im Gelau. Na, da saß ich heute Morgen auch. Ah, okay. Wahnsinn. Worauf legst du überdurchschnittlich viel Wert als Unternehmer oder als Führungskraft, was andere vielleicht nicht tun?
1:18:00 Marc-Alexander Christ: Ich glaube, Zusammenarbeit und Kollaboration sind so die wichtigsten Themen. Ich glaube, gute, transparente Kommunikation ist einfach unglaublich wichtig. Dass du erklärst, warum du Sachen wie machst, dass wir den gleichen Kontext share und so weiter, das ist, glaube ich, super wichtig alles.
1:18:17 Feliks Eyser: Was war für dich? Das ist eine lange unternehmerische Reise, das ist immer eine Achterbahn, was war so ein Tiefpunkt? Was war so ein Struggle oder ein Tal, das du durchlaufen hast?
1:18:27 Marc-Alexander Christ: Tiefpunkt ist auf jeden Fall immer, wenn du kein Geld mehr hast. Und sagst, oh, jetzt müssen wir doch eine Restrukturierungsrunde machen und uns von Kollegen trennen, weil das ja meistens eine Fehlplanung meinerseits ist oder eine Fehleinschätzung vom Markt. Ich glaube, das ist dann besser, ein Bein zu verlieren, als den ganzen Patienten aufzugeben. Aber das sind schon immer Tiefpunkte, würde ich sagen.
1:18:49 Feliks Eyser: Wie hast du in den Situationen deine Motivation überhalten, deine gute Laune? Hast du es überhaupt? Wie hast du dich da persönlich gemanagt und emotional?
1:18:58 Marc-Alexander Christ: Naja, also ich tue immer mein Bestes, um auch den. Die uns verlassen, noch eine möglichst gute Experience zu geben und auch zu erklären, warum das so ist, dass es nicht persönlich ist und so weiter. Ich glaube, das macht es noch so ein bisschen besser.
1:19:12 Feliks Eyser: Es gibt so Founder mit, die gerade auf so einer Talsohle sind und sagen, oh, ist richtig scheiße, das Jahr war hart, das Geld geht aus, die Kunden laufen weg, es gibt tausend Gründe, warum irgendwas nicht funktioniert.
1:19:21 Marc-Alexander Christ: Was hast du nur gedacht, wie das Leben von so einem Founder aussieht? Das ist ja, also gerade umso größer du wirst, du ziehst ja Probleme an, weil, wenn das Problem schon gelöst ist, kommt er nicht zu dir. Das heißt, die gut funktionierenden Teile im Unternehmen, mit denen hängst du gar nicht so viel rum, sondern kommen eigentlich durchgehend Probleme auf dich zu, sodass du eigentlich nur von Problemen umgeben bist. Und das ist immer noch so, auch bei der Größe, die ihr habt, mit tausenden Mitarbeitern und.
1:19:46 Feliks Eyser: Ich würde mir auch immer wünschen, dass jemand anders die Probleme löst. Das dachte ich auch als First Time Founder, weißt du, mein Ding war immer, wenn ich einmal eine Million gerast habe, wenn ich eine Million habe, dann kann ich Vertriebsmitarbeiter einstellen, dann kann ich hier jemanden, der die Rechnung schreibt, einen Webdesigner und so, und dann sind alle meine Probleme. Das war mein naives Bild als First Time Founder 2009, als ich die Company gestartet habe und dann, als ich die Millionen gerast hatte, dann haben die Probleme angefangen. Und dann wurden sie immer größer. Ja, und dann ist die Million weg. Aber die Erwartung ist das. Sind drei weg, dann brauchst du zehn. Ja, so ist es. Weil du dich auch dran gewöhnt hast. Ja, genau, so ist es. Okay, aber du sagst, der Struggle und die Achterbahn, die endet nie.
1:20:23 Marc-Alexander Christ: Die endet nie. Die geht aber immer weiter, die Probleme werden einfach größer. Und aber du wächst ja auch immer an deine Herausforderungen. Das ist ja auch ein schöner Wait.
1:20:31 Feliks Eyser: Was würdest du, wenn du zurückgehst, studieren heute an die jungen Leute da draußen? Oder wie würdest du dich auf eine Gründung vorbereiten, wenn das ein Ziel ist?
1:20:36 Marc-Alexander Christ: Also ich habe ja BWL studiert, weil ich nicht wusste, was ich studieren sollte und es schien mir so das Allgemeinste zu sein. Ich glaube, und man kann nach dem Studium auf jeden Fall das Gefühl, dass man nichts gelernt hat. Aber ich glaube, so die Grundlagen von Corporate Finance sind schon eine gute Sache, die irgendwie mitzunehmen. Wie würdest du eine Uni auswählen? Wenn du sagst, der Inhalt ist eigentlich so ein bisschen generisch. Also ich habe in Maastricht studiert, in erster Linie, weil ich im Ausland studieren wollte und es damals zu schwierig war, sich in der Burkonia anzumelden. Damit einfach administrativ musste man so zum Konsulat gehen und so ein Schreiben vom Konsul vorbereiten lassen. Okay, und so Sachen habe ich, das war alles sehr kompliziert. Ich habe mich da so halb durchgehabt und habe gesagt: Okay, funktioniert nicht. Und Mars, ich konnte einfach hingehen und nicht anmelden. Ist auch eine super, also eine schöne kleine Stadt, wo man super studieren kann und man viele gleiche Menschen kennt. Gleichzeitig ist es eine sehr kleine Stadt. Also, ich glaube, kleine Städte sind besser zum Studieren. Warum? Weil du, glaube ich, deutlich schneller eine Community aufbaust, Leute triffst, dich austauschst, mehr lernst. Ich habe dann nochmal ein Auslandssemester in Berlin gemacht. Das war auf jeden Fall auch eine große Party. Gelernt habe ich da ziemlich wenig. Und sonst Auslandssemester sind immer eine super Sache. Aber sonst ist eigentlich egal, wo du studierst. Ich glaube, der Der einzige Unterschied für die Ausnahme ist vielleicht hier in Deutschland die WHU, weil ich glaube, da kriegst du schon nochmal ein ganz anderes Netzwerk.
1:21:54 Feliks Eyser: Das ist eine Frage, die man sich stellen kann. Nicht, was will ich studieren, sondern mit wem will ich mich umgeben, sozusagen. Also was so das Niveau der Ambition sozusagen. Du sagst, du bist so irgendwie der Durchschnitt von den fünf Leuten, den du am meisten Zeit verbringst, sondern ist natürlich die Frage, in welches Umfeld setzt du dich selber rein? Und gerade im Studium ist da genau die Frage auf der Landkarte: wo setze ich mich hin? Soll ich nach San Francisco? gehen und probieren irgendwie in Stanford zu studieren, bleibe ich in Europa. Also so. Und eine spannende Frage ist ja, wo sind die Leute, die so sind, wie ich sein will?
1:22:20 Marc-Alexander Christ: Ja. Genau. Na gut, da gibt es ja so ein paar Gründer-Unis. Die TU ist ganz gut, die DSMT macht so ein bisschen was. Code University, Code University, großer Showground, gute Technical-Leute.
1:22:30 Feliks Eyser: Super Sache. Code University, super Sache. Genau, muss man denken. Bist du ein bisschen machst du da was? Ja, mag ich gerne. Ja, super Leute. Kannst du mal hingehen? Da kannst du auch viele Leute inspirieren. Die hängen dir an den Lippen. Also das sind einfach. Du gehst da hin und die bauen alle irgendeine App oder einen Roboter oder haben schon drei Agenturen gegründet und sind irgendwie noch keine 22. Also so, da ist ein coole Crowd von ambitionierten Leuten, ist mein Eindruck. Ich genieße es immer sehr und ich lerne auch immer sehr viel, wenn ich da bin. Ja, das ist auf jeden Fall eine super Sache. Kam jetzt nicht gleich drauf, weil das ja nicht so meine Altersgruppe ist. Ja, das junge, genau. Gab es früher nicht. Gab es früher nicht, genau. Da muss er neue Unis bauen. Der Tom war hier im Podcast hat die Story erzählt. Auch ein Riesenstruggle in Deutschland eine Hochschule zu bauen, Gott oh Gott, mit der Regulatorik. Die haben irgendwann, kannst du vielleicht nachempfinden, diese Antragsunterlagen mussten die dann irgendwie bei so einem wahrscheinlich so Kultusministerium oder so einreichen und sind dann im Einkaufswagen hin. Weil die das Zeug nicht mehr tragen konnten, im Einkaufswagen geklaut, um diese Ordner von dem Antrag dahin zu bringen. Wahnsinn. Also auch da, Stichwort Administration, warum du nicht zu Bekundig gegangen bist, hält vielleicht auch Leute davon ab, eine neue Hochschule zu gründen.
1:23:30 Marc-Alexander Christ: Bürokratieabpause ist auf jeden Fall ein super Thema. Kann man gar nicht genug machen. Erzähl mal über Tech Bikers.
01:23:36 TechBikers & World Bicycle Relief
1:23:36 Feliks Eyser: Ja, das ist eine Sache. Das fand ich ganz cool. Guck mal, ich habe hier gefunden. Können wir mal einen Shoutout haben? Können die alle spenden? Du warst hier, ich hab schon gespendet. Sehr schön, weil ich es jetzt schätzen. Genau, äh, guck mal, das ist eine schöne Fahrradtruppe. Was du hier alles hast, mit der du unterwegs warst, da müssen wir nochmal einen Shoutout machen, oder?
1:23:53 Marc-Alexander Christ: Ich wollte gerade sagen, Feliks, was zauberst du dann alles raus? Ist das hier, ist es der Jan Besser, oder? Ja, genau. Auch ein bekanntes Szenegesicht. Zumindest mal in Hamburg. Erzähl mal. Das ist eine schöne Sache, dass ich bin da zufällig dazugekommen, weil die irgendwie 2013 bei uns aufschlugen. und Sponsorgelder wollten, was wir natürlich nicht gemacht haben, weil wir gerade so überleben kämpfen. Aber wir fahren da seit zwölf Jahren, glaube ich, jedes Jahr So einmal drei Tage, drei, vier hundert Kilometer. Viele Gründer, ein bisschen Payment-lastig. Wenn immer Posen-Berlin, Park Berlin, Kopenhagen-Berlin. Ach, krass, okay. Hamburg-Berlin sind immer schöne Studien. Aber Status Berlin oder von irgendwo anders hier. Wenn man endlich mal ein Brandenburger Tor, weil das die besten Fotos macht. Und dann ist man entweder bei Axel Springer am Ende oder bei der DKB. Wie lange bist du da unterwegs bei so einer Tour? Ja, drei. Von Donnerstagabend bis Donntagabend. Super Sache. Wir raisen Funds für World Bicycle Belief. Okay. Ich freue mich auch hier, dass du das hier mitgenommen hast, wo hier steht: 3000 Euro habe ich eingesammelt. Ich habe so gespendet, dass die Zahl noch schön aussieht. Sehr schön, sehr schön. Genau, du hast 3000 Euro gerast. Ja, ich habe 3000 Euro. Zusammen haben wir, glaube ich, 100 Ks dieses Mal das erste Jahr gerast. Aber haben, glaube ich. Wohin geht die Kohle? Für World Bicycle Relief ist praktisch Mobilität in Afrika. Das ist ein Non-Profit, der irgendein Fahrradhändler, ich glaube, Isram hat der, hat der Gründer, war irgendwann nach dem Diese große Katastrophe, wo die Welle in Asien. Genau, oder Tsunami, Tsunami war das Wort, was ich suchte war. Und hat dann festgestellt, dass das größte Problem lokale Mobilität ist. Und jetzt bauen wir Fahrräder. praktisch lokal und haben glaube ich eine Million Fahrräder oder sowas schon produziert, die dann einmal lokal verkauft werden und aber auch praktisch dann gespendet werden an Schulen.
1:25:43 Feliks Eyser: Weil im Katastrophengebiet, weil im Zweifel die Straßen kaputt sind und man nicht mehr durchkommt, am Fahrrad bist du immer noch schneller als zu Fuß genommen, etwa? Okay, krass.
1:25:50 Marc-Alexander Christ: Und auch für viele afrikanische Länder ist einfach. Entweder kannst du am Fahrrad in die Schule fahren oder drei Stunden laufen. Das heißt, du kriegst dann wahrscheinlich keine Ausbildung, die zeigen auch, dass praktisch junge Mädchen 30% oder 50% höhere Wahrscheinlichkeit haben durch so Kriegst ein Fahrrad praktisch gestellt, aber nur wenn deine Knoten gut genug sind und zieht das praktisch so gut nach oben und das ist eine super Sache. Supporten wir seit zwölf Jahren. Geil.
1:26:19 Feliks Eyser: Okay, man kann spenden, also Aufruf und alle hier mal. Ein paar Europäisches. Genau, World Bicycle Relief.
1:26:25 Marc-Alexander Christ: Oder sonst kommen auch immer bei der Tech Bikers, kommen dann immer die verschiedenen Seiten, wo jeder praktisch von allen Teilnehmern immer sammelt. Und gibt es da 2026 schon einen Termin? Da gibt es 2026 schon noch einen Termin ist, glaube ich, Anfang Juni. Okay, also wir verlinken es Techbikers, schöne Fahrradtour. Muss man sich schnell anmelden, weil es gibt 40 Plätze und die sind mal ziemlich schnell vergriffen. Das wäre eine super Sache. Großen Shout an an den Jan, weil der das nämlich schon seit Ich glaube, am Anfang gab es ein ganzes Team, das gemacht hat, und viele Jahre hat er es dann auf seinen eigenen Schultern getragen. Sehr geil. Die Organisation. Wo findet man dich ansonsten online? Wer soll sich bei dir melden? Ich gla Ich kann mich jederzeit immer gerne melden, aber wie sonst ist immer, wenn du irgendeine Connection hast, ist es leichter, als wenn irgendwer bei LinkedIn einen einspammt, weil da gibt es einfach schon sehr, sehr viele. Kontakte und Fragen. Auch wenn du so einen Text dazu schreibst, ist es auf jeden Fall besser, als wenn du immer nur sagst, connecten. Nur so als Tipp. Aber sonst, man finde mich, also gerade hier im Berliner Ökosystem Findet man mich relativ schnell, würde ich mal so sagen. Sehr gut. Soll sich irgendjemand Spezielles melden? Suchst du gerade irgendwas für eines deiner Themen? Ich finde, alle Themen rund um so SMB ist immer eine spannende Sache. Und auch FinTech insgesamt. Also alles, was Umso näher das an uns dran ist, umso spannendes Insurance, Freight Financing, das finde ich ein bisschen weniger spannend.
1:27:40 Feliks Eyser: Ja, ja. Gut, dann hoffe ich, dass sich viele Leute melden, die deine Inbox überläuft, aber du auch in der Lage bist, gut zu filtern. Ihr müsst euch gar nicht so ganz dringend melden, aber ich freue mich trotzdem.
1:27:50 Marc-Alexander Christ: Schön, dass du da warst, Marc. Hat sehr viel Spaß gemacht. Ich habe viel mitgenommen. Freude war ganz meinerseits, lieber Feliks. Respekt, dass hier so einen Bombenpodcast roxt.
1:27:58 Feliks Eyser: Ja, wir bemühen uns hier. Die Devise ist immer 1% besser. Immer überlegen, wie kann man das Produkt besser machen.
1:28:07 Marc-Alexander Christ: Ihr seht das wahrscheinlich da draußen nicht so, aber hier sind wir auf jeden Fall mal fünf, sechs Leute, die das Ganze unterstützen. Der Feliks hat auf jeden Fall drei Tage Hausaufgaben gemacht und das ist ein super professionelles Setup. Auf jeden Fall den Podcast weiterempfehlen. Sehr gut. Besser hätte ich es nicht sagen können. Danke, Marc.


