Ethereum mit aufgebaut, heute disrupted er das Handelsregister

mit Christoph Jentzsch, Gründer von Tokenize.it, früher Ethereum-Entwickler und Gründer von The DAO

14. November 2025 · 98 Min

Zusammenfassung

Christoph Jentzsch hat Ethereum mitgebaut, mit The DAO bis zu 220 Millionen eingesammelt und ein Drittel davon an einen Hacker verloren. Heute bringt er mit Tokenize.it GmbH-Anteile auf die Blockchain.

Christoph Jentzsch im Founder-Mode-Gespräch (Remote-Aufnahme)
Christoph Jentzsch im Founder-Mode-Gespräch (Remote-Aufnahme)

Christoph Jentzsch war 2013 Doktorand in theoretischer Physik, als er seine ersten Bitcoin kaufte. Ein Jahr später bewarb er sich bei Ethereum und wurde dort so etwas wie der Cheftester: Er schrieb tausende Tests, die die Ethereum-Clients bestehen mussten, bevor das Netzwerk im Sommer 2015 starten durfte. Gestartet hat es dann niemand per Knopfdruck, sondern viele gleichzeitig, sobald ein vorher angekündigter Hash verfügbar war. Er erzählt, warum Ether ursprünglich eher wie AWS-Credits gedacht war als wie Geld, warum Ethereum trotz chaotischer Organisation gewonnen hat und warum Vitalik Buterins Demut dafür entscheidend war.

Danach gründete er Slock.it und baute The DAO: eine dezentrale Organisation ohne rechtliche Struktur, die Geld auf der Blockchain einsammelt, während nur die Geldgeber entscheiden, wann es zu welchen Bedingungen ausgezahlt wird. Erwartet hatte das Team rund 5 Millionen, am Ende lagen dort 150 Millionen, kurzzeitig sogar 220 Millionen. Ein Fehler im Code erlaubte einem Hacker, ungefähr ein Drittel abzuziehen. Weil es keinen Tim Cook gibt, der ein Update anordnen kann, musste Christoph die Community überzeugen. In einem On-Chain-Voting stimmten etwa 90 % für den Hard Fork, und alle Investoren bekamen ihr Geld zurück. Für ihn war es die stressigste Zeit seines Lebens, mit zwei Wochen Burnout und Morddrohungen gegen seinen Mitgründer.

„Aber wenn du dich in diesen extrem Situationen richtig verhältst, dann ist das sogar für einen Kunden, auch für einen Investor später, eher ein Vertrauensgewinn.“
Christoph Jentzsch
Feliks Eyser im Gespräch mit Christoph Jentzsch (Remote-Aufnahme)
Feliks Eyser im Gespräch mit Christoph Jentzsch (Remote-Aufnahme)

Seine Lehre daraus: Wer sich in der Krise ehrlich und transparent verhält, gewinnt Vertrauen. Slock.it behielt Namen und Team und bekam kurz danach zwei Millionen aus dem Silicon Valley, 2019 hat er die Firma verkauft. Mit Tokenize.it überträgt er das On-Chain-Fundraising auf seriöse Firmen: GmbHs geben Token aus, die rechtlich ein Eigenkapitalgenussrecht sind, wirtschaftlich wie ein Geschäftsanteil funktionieren und jederzeit in einen echten Anteil gewandelt werden können. Über 300 Investoren haben darüber mehr als 10 Millionen investiert. Weil der Notar wegfällt, wird Fundraising für ihn zu Sales: Statt einer Runde pro Jahr schließt er fast jeden Monat ein Investment ab. Dazu kommen ein Sekundärmarkt, über den Business Angels ihre Anteile verkaufen können, und als Ausblick Kredite aus der DeFi-Welt mit Anteilen als Sicherheit. Transparenzhinweis: Feliks ist mit seinem Web3-Fund selbst über die Plattform bei Tokenize.it investiert.

Zum Schluss geht es um Christophs Mental Models: Fail Forward, asymmetrische Wetten, Build to Give und „Love the problem, not the solution“. Er spricht über das Leben mit acht Kindern, über seinen Glauben und über die zwei Säulen, die ihm Ruhe geben, egal ob der ETH-Kurs gerade 20 % steigt oder fällt.

Zahlen aus der Folge

ca. 50 Cent
Preis pro Ether im Crowdsale 2014
fast 18 Mio.
in den ersten zwei Jahren bei Ethereum verbrannt
150 Mio. (kurz 220 Mio.)
in The DAO eingesammelt, erwartet waren rund 5 Mio.
ungefähr ein Drittel
des DAO-Geldes, das der Hacker abziehen konnte
4 weitere Zahlen
ca. 90 %
Zustimmung zum Hard Fork im On-Chain-Voting
über 300 / mehr als 10 Mio.
Investoren und Gesamtvolumen auf Tokenize.it, bei knapp 80 angemeldeten Firmen
dreieinhalb Millionen
von Tokenize.it selbst in den letzten anderthalb Jahren eingesammelt
5.000 € pro Jahr + 2 %
Preis von Tokenize.it: SaaS-Gebühr plus Anteil am eingesammelten Geld

Worüber am meisten gesprochen wurde

Anteil an der Gesprächszeit, berechnet aus den Kapitel-Längen (ohne Intro).
Mental Models
26 % · 25 Min
Ethereum & die Anfänge
20 % · 19 Min
Tokenisierung & Fundraising
17 % · 17 Min
Familie & Glaube
14 % · 14 Min
The DAO & der Hack
14 % · 14 Min
Krise & Vertrauen
9 % · 9 Min
Gesprächsverlauf

Kapitel

  1. 00:00Trailer & IntroIntro
  2. 01:43Der Millionen-Bankraub auf der BlockchainThe DAO & der Hack
  3. 03:11Von der Physik zu Bitcoin & EthereumEthereum & die Anfänge
  4. 06:11"Code is Law": Der dezentrale Launch von EthereumEthereum & die Anfänge
  5. 09:46War Ether als Geld gedacht? (Spoiler: Nein)Ethereum & die Anfänge
  6. 14:38Das Mindset von Vitalik Buterin: Demut statt EgoEthereum & die Anfänge
  7. 18:48Was Reichtum mit den Ethereum-Gründern machteEthereum & die Anfänge
  8. 22:17Was war "The DAO"? Der eigene VC auf der BlockchainThe DAO & der Hack
  9. 25:45Plötzlich 150 Millionen: Der Hype eskaliertThe DAO & der Hack
  10. 28:14Der Moment des Hacks: Ein Drittel des Geldes ist wegThe DAO & der Hack
  11. 30:35Die "DAO-Wars": Keine Anwälte, keine PolizeiThe DAO & der Hack
  12. 31:30Der Hard Fork: So retteten sie das GeldThe DAO & der Hack
  13. 34:22Burnout & Morddrohungen: Die stressigste Zeit des LebensKrise & Vertrauen
  14. 37:58Learning: Vertrauen durch ScheiternKrise & Vertrauen
  15. 43:02Das Learning aus den ICO-Scams: Die Geburt von Tokenize ItTokenisierung & Fundraising
  16. 46:13Fundraising in 5 Min. statt 5 Wochen beim NotarTokenisierung & Fundraising
  17. 50:02Warum "Fundraising ist Sales" dein Mindset ändertTokenisierung & Fundraising
  18. 51:39Die Zukunft: Sekundärmarkt & DeFi-Kredite für GmbHsTokenisierung & Fundraising
  19. 59:53Das Peter-Thiel-Learning: Wir unterschätzen, wie groß Dinge werdenMental Models
  20. 01:05:42Mental Model: "Fail Forward"Mental Models
  21. 01:15:48Mental Model: "Build to Give"Mental Models
  22. 01:18:57Family Hard Mode: 8 Kinder & ein StartupFamilie & Glaube
  23. 01:23:29Die 2 Säulen: Warum Glaube wichtiger ist als der ETH-KursFamilie & Glaube
  24. 01:32:32"Love the problem, not the solution": Ego als Gründer ablegenMental Models

Key Learnings

  1. 1

    Eine Krise gut zu meistern schafft Vertrauen

    Nach dem DAO-Hack hätte Christoph aufgeben können, dann hätten die Investoren ihr Geld nie zurückbekommen. Er blieb ehrlich und transparent und holte das Bestmögliche heraus. Rückblickend hat ihm das sogar genützt: Danach bekam er wieder Investments in Millionenhöhe und Kunden, die sich gerade wegen dieser Geschichte für ihn entschieden. Investoren und Kunden sehen, wie du dich unter Stress verhältst.

    37:58 · Learning: Vertrauen durch Scheitern
  2. 2

    Versteck dich nicht hinter einem neuen Namen

    Viele rieten ihm, Slock.it zu beerdigen und eine neue Firma zu gründen. Er blieb beim Namen und beim Gründerteam, schließlich ist die Geschichte ohnehin online nachzulesen. Mit genau diesem Namen holte er kurz darauf zwei Millionen aus dem Silicon Valley.

    37:58 · Learning: Vertrauen durch Scheitern
  3. 3

    Behandle Fundraising wie Sales

    Fundraising heißt, einen Teil deiner Firma an einen Investor zu verkaufen. Wer nur einmal im Jahr und nur beim Notar verkaufen dürfte, hätte schlechte Verkaufszahlen. Wenn ein Investment per Link in Minuten abgeschlossen ist, kannst du wie Christoph dauerhaft im Fundraising-Modus sein: Er schließt seit Anfang 2023 fast jeden Monat ein Investment ab, und eine Runde sind für ihn einfach alle, die zur selben Bewertung eingestiegen sind.

    50:02 · Warum "Fundraising ist Sales" dein Mindset ändert
  4. 4

    Du unterschätzt, wie groß etwas werden kann

    Christoph hat es mit The DAO erlebt und zitiert Peter Thiel: Wenn etwas wirklich den Nerv trifft, unterschätzen wir fast immer, wie groß es wird. Umgekehrt ist dein Problem meist größer als gedacht, solange du noch keinen Product-Market-Fit hast.

    59:53 · Das Peter-Thiel-Learning: Wir unterschätzen, wie groß Dinge werden
  5. 5

    Such asymmetrische Wetten

    Bei einem Investment kannst du maximal deinen Einsatz verlieren, aber ein Vielfaches gewinnen. Dasselbe gilt für ein Buch oder ein Gespräch: Das Schlimmste ist ein Nein oder ein paar verlorene Stunden. Wer viele solcher Wetten eingeht, vergrößert laut Christoph seine Glücksfläche, und irgendwann klappt es.

    59:53 · Das Peter-Thiel-Learning: Wir unterschätzen, wie groß Dinge werden
  6. 6

    Fail Forward: Geh Risiken mit Verstand ein

    Die meisten Fehlschläge werfen dich nicht zurück, wenn du richtig mit ihnen umgehst. In Deutschland verhungert niemand, und mit einer GmbH haftest du nur bis 25.000 Euro. Christoph findet, dass die Umstände für Risiken nie so gut waren wie heute.

    01:05:42 · Mental Model: "Fail Forward"
  7. 7

    Bleib klein und automatisiere zuerst

    Tokenize.it hat zehn Leute und will klein bleiben. Bevor Christoph jemanden einstellt, prüft er, ob ein besserer Prozess reicht. Ein Beispiel: Bewerbungen laufen über n8n zuerst durch eine KI, die vorsortiert, was zur Stelle passt.

    01:05:42 · Mental Model: "Fail Forward"
  8. 8

    Lieb das Problem, nicht deine Lösung

    Christoph liebt nicht die Tokenisierung, sondern das Problem Fundraising. Weil manche Investoren nur echte Anteile wollen, bietet die Plattform diese künftig mit an. Dafür musst du dein Ego zurücknehmen: zuhören, Kritik zulassen und nicht gekränkt sein, sonst kritisiert dich dein Team irgendwann nicht mehr.

    01:32:32 · "Love the problem, not the solution": Ego als Gründer ablegen

Zitate

Christoph Jentzsch lacht
„Niemand hat auf den Knopf gedrückt, was sich keiner getraut hat.“
Christoph Jentzsch
„Aber wenn du dich in diesen extrem Situationen richtig verhältst, dann ist das sogar für einen Kunden, auch für einen Investor später, eher ein Vertrauensgewinn.“
Christoph Jentzsch
„Wie würden deine Verkaufszahlen aussehen, wenn du nur einmal im Jahr und nur beim Notar verkaufen darfst?“
Christoph Jentzsch
„Wir haben keine Ahnung, wie groß etwas werden kann.“
Christoph Jentzsch
„Ich lasse mich wirklich auf Kritik ein und bin nicht gekränkt.“
Christoph Jentzsch

Über den Gast

Christoph Jentzsch

Christoph Jentzsch

Gründer von Tokenize.it, früher Ethereum-Entwickler und Gründer von The DAO · Tokenize.it, Slock.it

Christoph Jentzsch hat theoretische Physik studiert und während seiner Promotion 2013 Bitcoin entdeckt. 2014 stieg er als Entwickler bei Ethereum ein und testete in Berlin-Kreuzberg die Spezifikation, an der die Ethereum-Clients von Vitalik Buterin, Gavin Wood und Jeffrey Wilcke bestehen mussten. Danach gründete er Slock.it und schrieb den Großteil des Codes von The DAO, die rund 150 Millionen einsammelte, bevor ein Fehler im Code einem Hacker erlaubte, ungefähr ein Drittel abzuziehen. 2019 verkaufte er Slock.it und investierte als Business Angel in knapp 20 Unternehmen. Heute baut er als Solo-Founder Tokenize.it, eine Plattform, über die GmbHs digitale Anteile als Token ausgeben. Er lebt mit seiner Frau und acht Kindern in Mittweida in Sachsen und ist dort ehrenamtlich Bischof einer Kirchengemeinde mit 200 Mitgliedern.

Häufige Fragen

Was ist Tokenize.it?

Tokenize.it ist eine Plattform, über die GmbHs digitale Anteile als Token auf Ethereum ausgeben. Rechtlich ist der Token ein Eigenkapitalgenussrecht: Er bringt dieselben wirtschaftlichen Rechte wie ein Geschäftsanteil, also Dividenden, Exit- und Liquidationserlöse, aber keine Mitbestimmung. Der Token kann jederzeit in einen echten Anteil gewandelt werden. Über die Plattform laufen Private Fundraising per persönlichem Link und Crowdinvesting ab 50 Euro, ohne Notartermin.

Was war The DAO?

The DAO war eine dezentrale autonome Organisation auf Ethereum, deren Code Christoph Jentzsch im Wesentlichen geschrieben hat. Wer Geld einzahlte, bekam einen Token und konnte mitbestimmen, wann und zu welchen Bedingungen Geld ausgezahlt wird. Gedacht war sie für rund 5 Millionen, am Ende lagen dort 150 Millionen, kurzzeitig 220 Millionen. Von außen wurde sie als dezentraler Venture-Fonds für alle Ethereum-Apps gesehen.

Wie haben die DAO-Investoren ihr Geld zurückbekommen?

Über einen Hard Fork, also ein Software-Update, das alle Ethereum-Nodes übernehmen mussten. Christoph musste dafür Entwickler und Community überzeugen, weil es niemanden gibt, der ein Update anordnen kann. In einem On-Chain-Voting waren etwa 90 % dafür. Der Fork war kein Rollback der Blockchain, sondern ein gezielter Eingriff, der nur die DAO-Gelder auf einen neuen Smart Contract verschob, von dem sich die Investoren ihr Geld zurückholen konnten.

Was unterscheidet Tokenize.it von klassischen Crowdinvesting-Plattformen?

Viele Crowdinvesting-Plattformen arbeiten mit Nachrangdarlehen: Läuft es gut, bekommst du dein Geld mit Zinsen zurück, läuft es schlecht, ist es weg. Christoph nennt das das Schlimmste aus beiden Welten. Bei Tokenize.it bekommen Investoren wirtschaftlich Eigenkapital und sind damit an Dividenden und Exit-Erlösen beteiligt.

Was kostet Tokenize.it?

Laut Christoph 5.000 Euro im Jahr als SaaS-Gebühr plus 2 % des Geldes, das über die Plattform eingesammelt wird. Bei 100.000 Euro sind das 2.000 Euro.

Wie läuft eine Finanzierung über Tokenize.it ab?

Du meldest deine Firma an, und alle Gesellschafter unterschreiben, dass der Geschäftsführer die Tokens ausgeben darf. Danach kannst du einem Investor einen persönlichen Link schicken, über den er das Investment direkt abschließt, oder einen Invest-Now-Button auf deine Website setzen, über den jeder ab 50 Euro investieren kann.

Erwähnt in der Folge

Firmen, Personen und Produkte aus dem Gespräch
  • EthereumProduktChristoph war einer der ersten Entwickler und hat die Spezifikation getestet.
  • Vitalik ButerinPersonEthereum-Gründer, dessen Demut laut Christoph den Erfolg erst möglich gemacht hat.
  • Gavin WoodPersonHolte das Ethereum-Team nach Berlin-Kreuzberg und macht heute Polkadot.
  • The DAOProduktChristophs dezentrale Organisation, die 150 Millionen einsammelte und gehackt wurde.
  • Slock.itFirmaChristophs erste Firma, aus der The DAO entstand; 2019 verkauft.
  • Code is LawSendungDokumentarfilm über Hacks, der zur Hälfte von The DAO handelt.
  • Laura ShinPersonAutorin, die laut Christoph als Einzige den mutmaßlichen DAO-Hacker gefunden hat.
  • High-Tech GründerfondsFirmaInvestor bei Tokenize.it, der seine Token behält statt sie in Anteile zu wandeln.
  • PWNToolDezentrale Kreditplattform, auf der Christoph Tokenize.it-Token als Sicherheit für einen Kredit genutzt hat.
  • AngelListFirmaUS-Plattform für Angel-Investments, die Christoph mit Tokenize.it für Europa bauen will.
  • Peter ThielPersonSeine Einsicht, dass wir unterschätzen, wie groß Dinge werden, ist Christophs größtes Learning.
  • n8nToolAutomatisierungstool, mit dem Tokenize.it Bewerbungen von einer KI vorsortieren lässt.
  • Crossing the ChasmBuchMarketing-Klassiker, den Christoph zuletzt gelesen hat.

Transkript

Automatisch erstellt und nur leicht korrigiert, kann einzelne Fehler enthalten.
00:00 Trailer & Intro

00:00 Christoph Jentzsch: Die Idee war tatsächlich sehr radikal und man sagt immer, man lebt sein Leben vorwärts und versteht es rückwärts. Aus heutiger Sicht war ich sehr, sehr naiv. Die Organisation würde man sagen, totale Katastrophe. Wir haben quasi in den ersten zwei Jahren fast 18 Millionen verbrannt. Nur weil man früh bei Ethereum gearbeitet hat, heißt das noch lange nicht, dass man damit auch reich geworden ist. Wo kommt das Geld her? Dann haben noch mehr Leute Geld reingesteckt und dann waren wir so bei 150 Millionen, dann ist der Etherpreis hochgegangen, dann waren es mal kurz 220 Millionen. Oh mein Gott. Letztendlich gab es einen Fehler im Code, der ein Hacker erlaubt hat, ungefähr ein Drittel auf ein Unterkonto abzuziehen. Ich hätte sogar in Klass gehen können, wer weiß. European business angel investing is the total Hölle. Letzt While this land had another, had another fortress, had another process. Was ich möchte, ist einen Standard schaffen, der immer darauf basiert, dass es einen Token gibt, der letztendlich einen echten Anteil abbildet und der immer zweitmarktfähig ist von allen europäischen Legal Entities. Wenn das geschafft ist, dann ist das ein Multimilliarden-Business. The sky is the limit.

00:58 Feliks Eyser: Willkommen bei Founder Mode, dem Entrepreneurship-Podcast mit mehr Upside als ein Initial Coin Offering. Ich spreche heute mit Christoph Jentzsch, dem Gründer von Tokenize It. der GmbH-Tokens auf die Blockchain bringt. Was das bedeutet und was Founder davon haben, erklären wir in dem Podcast. Außerdem sprechen wir über Christophs Leben als Unternehmer und Vater von acht Kindern, also Family On Hard Mode sozusagen und wie ihr das alles unter einen Hut kriegt und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ein gelassenes und ausgeglichenes Leben führt. Viel Spaß! Cool, Christoph, wie geht's dir?

01:36 Christoph Jentzsch: Mir geht's gut. Ich bin freue mich auf den Podcast. Fit und gesund, kann mich nicht beschweren. Alles super.

01:43 Der Millionen-Bankraub auf der Blockchain

01:43 Feliks Eyser: Fit, gesund. Du bist Web 3, Original Gangster, OG, da müssen wir erklären, was es damit auf sich hat. Du hast The DAO gestartet, war eine der größten Crowdfunding-Kampagnen der Welt, äh, wahrscheinlich. Ich glaube 150 Millionen gerast, irgendwas in der Dimension. Der Clou ist, aber ein großer Teil davon wurde geklaut. Also Bankraub quasi auf ganz hohem Niveau on-Chain für alle zu sehen. Das musst du erklären, was da eigentlich passiert ist, was mit der Kohle passiert ist, ob du die zurückholen konntest, was es mit dir gemacht hat. Heute tokenisierst du GmbHs. Ist auch abgefahren, musst du auch erklären, was das bedeutet und vor allem, was die Vorteile sind für Founder, die davon noch nie was gehört haben. Und faszinierend ist für mich, du machst das alles aus Mittweida heraus. Ich habe gerade nochmal ganz genau geguckt auf der Karte, das so zwischen Chemnitz und Leipzig in Sachsen. Und lebst da mit deiner Family mit acht Kindern. Ich hätte online geschaut, sieben stand da drin irgendwo in der Vorbereitung, hast du gesagt, nee, die sind mittlerweile schon acht und hatte ich so. Okay, krass. Du sprichst über deinen christlichen Glauben, finde ich auch interessant. Ich habe zwei kleine Kinder. Manchmal denke ich auch, dass nur noch Gott mir helfen kann. Das müssen wir auch nochmal erklären. Also, wir haben viele spannende Themen. Lass uns doch mal anfangen bei Blockchain und Ethereum. Was war denn für dich der Moment und was hat dazu geführt? Dass du gedacht hast, ah, krass, dieses Blockchain-Ding ist eine Sache, mit der ich mich beschäftigen möchte, und das Ethereum-Projekt ist eins, dem ich mich anschließen will.

03:11 Von der Physik zu Bitcoin & Ethereum

03:11 Christoph Jentzsch: Es war damals 2013, ich war meiner Doktorandenzeit, ich habe theoretische Physik studiert, habe gerade meinen Doktor gemacht und ich habe mich mit Kom. Mit selbstorganisierenden Systemen beschäftigt, wo man lokale Regeln hat und ein globales Verhalten. So wie Ameisen, die da irgendwas tun und dann ergibt sich halt global irgendein interessantes Verhalten. Und ich bin da irgendwie auf Bitcoin gestoßen damals und fand das total faszinierend. Habe so die ersten Bitcoin gekauft, so damals glaube ich noch so 90 Euro.

03:39 Feliks Eyser: Good for you, good for you. Genau, sehr, sehr spannend.

03:41 Christoph Jentzsch: Ich meine, ich hatte damals nur ein paar hundert Euro übrig als Student. Also ich weiß nicht, was habe ich schon investiert? 1000 Euro, 500 Euro, irgendwas in der Größenordnung. Wie auch immer Als Doktorand hatten wir ein bisschen Zeit zur Research zu betreiben und ich habe dann damals, das ging noch, alles gelesen, was man zu dem Thema Blockchain lesen konnte. Das war noch nicht so viel. Und irgendwann kam dann halt das White Paper von Vitalik rum. Das war so Anfang 2014.

04:05 Feliks Eyser: Und Vitalik muss man sagen, Gründer von Ethereum, der kommt ja aus der Bitcoin-Welt. Sein Job war ja damals quasi so journalistisch, Artikel zu schreiben über Bitcoin. Richtig, manchmal.

04:14 Christoph Jentzsch: Wahrscheinlich hast du irgendwas von ihm gelesen. Ich kann gerne auch mal ein bisschen was dazu sagen: die Narrative, die war damals eine ganz andere als heute. Also, der erste Mal, wir waren alles Bitcoiner, die Ethereum gestartet haben. Und ich will fast schon sagen: Bitcoin-Maximalisten in dem Sinne. Technic and 100% dezentral, no single point of failure, alles andere is a scam. Und das war so war unser Method. And so ich bin dann, also ich habe den White Paper gelesen. Ich habe mich dann entschieden for Ethereum anzufangen, warum ich brauchte Geld, also Geld als Job. Ich habe damals, da waren glaube ich vier Kinder gehabt zu der Zeit. Und ich wollte Elternzeit nehmen. Und um die volle Elternzeit zu bekommen, brauchte ich noch ein bisschen mehr Geld, um quasi mehr Elterngeld zu bekommen. Also habe ich nebenbei als Programmierer gearbeitet. Für Ethereum auch? Dann ab Mitte 2014. Ich habe so im Sommer, August war es, glaube ich, 2014 bei Ethereum beworben. Das war gleich nach dem Crowdsale. Die haben ja damals so 19 Millionen In Bitcoin, durch 90 Millionen Dollar in Bitcoin eingesammelt.

05:08 Feliks Eyser: Hast du hast du da Bitcoin hinschicken und hast Ethereum Token zurückbekommen?

05:11 Christoph Jentzsch: Also, die hast du erst viel später bekommen. Das ist der Crowdzähl, vielleicht auch interessant. Es war Sommer 2014. Wurde ein Crowdsale gemacht, wo jeder Bitcoin auf eine Art Bitcoin-Adresse schicken konnte von der Ethereum Foundation und dafür dann später beim Launch von Ethereum im Genesis-Block quasi Ether bekommen hat. Das war, glaube ich, ungefähr der Preis von 50 Cent pro Ether, also Größenordnung.

05:34 Feliks Eyser: Heute sind wir bei 4. 000, 4. 500 Dollar, sowas.

05:37 Christoph Jentzsch: Genau, Schmackenschlag, ja, genau. So, 50 Cent und ich habe dann damals, sie haben C plus Plus Programmiere gesucht in Berlin, das war genau was ich konnte, Berlin ist nicht mehr weg von hier. Gavin Wood wollte nach Berlin.

05:48 Feliks Eyser: Also Gavin Wood war das gewesen, der jetzt Polka.

05:48 Christoph Jentzsch: So Genau, der jetzt Polkadot macht. Und er kommt aus England und er fand Berlin als ideale Standort. Ist einfach eine coole Stadt, es gibt günstige Entwickler. Man meint es auch richtig. Also er ist aus England nach Berlin gezogen und meine, hier mache ich mein Office. Und wir haben das damals in Kreuzberg gehabt. Waldemarstraße 37a. Das ist dort, wo quasi Ethereum gebaut wurde.

06:11 "Code is Law": Der dezentrale Launch von Ethereum

06:11 Feliks Eyser: Ist der Grund, warum dieses Testnet immer noch Görli heißt? Richtig. Görlitzer Park ist dann eine Nähe, oder?

06:17 Christoph Jentzsch: Richtig. Das ist viele, viele Begriffe.

06:19 Feliks Eyser: Hat der Sache wahrscheinlich nicht super viel Seriosität dazu gegeben, weil der Görli in Berlin auch für andere Sachen bekannt ist, aber gut. Richtig? Ja, also wir waren.

06:26 Christoph Jentzsch: Es war eine coole Zeit. Also ich muss sagen, ich bin beruflich gesehen eine interessanteste Zeit. Ich war in Berlin auf gewesen, wir haben zusammen mit Vitalik, Gavin und Jeffrey, Wilke. Und ich, wir saßen oft zu vierten einen Raum und die haben jeweils einen Ethereum-Client gebaut und ich habe die Spezifizierung getestet. Das war mein Job. Also ich habe immer Tests geschrieben und die mussten die Tests bestehen. Wenn sie es bestanden haben, dann heißt das, wir können so Launchen. Und die Regel war gewesen, wenn sich dafür zwei Monate, wenn ich keinen Fehler mehr finde, können wir launchen. Und das war dann so im Sommer 2015.

06:58 Feliks Eyser: Du warst sozusagen der Qualitätsbeauftragte. Wenn es bei Christoph durchgeht, wenn der sagt Daumen hoch, dann ist es dann gut genug.

07:04 Christoph Jentzsch: Richtig, genau das war mein Job. Ich habe es geliebt, ich habe tausende von Tests geschrieben, wirklich teilweise in Bytecode mit Noten und Einsen. Smart Contract Tests geschrieben, EVM-Test, das war so mein Job. Hat super viel Spaß gemacht, auch mit dem Team zusammenzuarbeiten und mal ganz kurz zum Mindset, weil wir vorhin so die Narrative immer mal in den Fotokrund gestellt haben. Damals und für manche auch noch heute war Ethereum eine Plattform für dezentrale Applikationen. Kein Geld. ETH war keine Konkurrenz zu Bitcoin, nicht in unseren Köpfen damals. Bitcoin war gesetzt als das digitale Geld. Und Ethereum ist eine Plattform für dezentrale Applikationen und natürlich brauchten wir digitales Geld, damit sie läuft. Ich finde den Satz sehr schön. Bitcoin ist eine virtuelle Währung, die eine Blockchain braucht, um zu funktionieren. Ethereum ist eine Blockchain, die eine virtuelle Währung braucht, um zu funktionieren. Aber in erster Linie ist es eine Blockchain, um dezentrale Applikationen zu bauen.

07:54 Feliks Eyser: Jetzt einmal kurz ein Beispiel. Falls sich doch gar nicht mit dem Thema beschäftigt hat, sagen wir, wir gehen Abendessen. Meine Mutter ist dabei, die ist Anfang 70, ist jetzt nicht Blockchain native. Wie erklärst du der, was eine dezentrale Applikation ist im Vergleich zu Microsoft Word? Was ihr kennt, was auf ihrem Laptop ist.

08:08 Christoph Jentzsch: Microsoft Word, das CEO von Microsoft kann es einfach abschalten. Und das ist einfach weg. Da kann die Cloud meisten, also die meisten Applikationen sind ja Cloud-basiert. Wenn die Cloud abgeschaltet ist, ist die Applikation weg. Es gibt immer jemanden, der zentral das anbietet. Und eine dezentrale Applikation ist so gebaut, dass genauso wie Bitcoin man einfach verschwinden kann, es funktioniert weiter. Also dieser Gedanke, da war sehr tief in uns drin. Dass wir erstmal Ethereum so bauen, dass selbst wenn wir nicht mehr da sind, alles weiterläuft. Aber viel wichtiger, dass jemand darauf eine Applikation stellen kann, wo alles dabei ist, der einfach weiterläuft. Mal ganz konkret ein Beispiel. Angenommen, ich mache ein Schachspiel, wo man online Schachspielen kann und Der Gewinner bekommt 10 Euro und zwei Leute spielen gegeneinander. Jetzt kann ich sagen, die Regeln sind ein Smart Contract auf der Blockchain und dort kann man von mir aus auch Geld reinpacken in Form von Ether. Und das Marktkonto kann feststellen, wer gewonnen hat und er gibt den Gewinner von mir aus dann 90% des Geldes, 10% des Geldes, der benutzt, um zum Beispiel Serverkosten zu bezahlen, um die Nutzeroberfläche irgendwo zu, also auch dezentral zu hosten. Mittels IPFS zum Beispiel. Das sind so Technologien, wo man dezentrales Hosting quasi möglich machen kann. Und eine Idee war, dass wir alle Komponenten bauen von dezentraler Datenverwaltung, dezentrales Messaging und eben auch die Blockchain selbst als Smart-Contract-Plattform. Um eine Applikation zu bauen, wo der Gründer oder der das initiiert hat, einfach weggehen kann. Und die läuft für immer weiter. Die finanziert sich selbst, das ist einfach so ein selbst organisierendes System. Das war immer der Ansatz. Und haben wir eigentlich auch geschafft. Später kam dann diese Narrative dazu: ETHA ist digitales Geld und Ultrasound Money. Und das ist Ist die beste Währung der Welt.

09:43 Feliks Eyser: War gar nicht Teil des Feature Sets am Anfang, so dass ihr diese Währung baut.

09:46 War Ether als Geld gedacht? (Spoiler: Nein)

09:46 Christoph Jentzsch: Ihr wolltet nicht einen dezentralen Computer bauen. Genau, aber ETH war natürlich Teil des Computers, aber es war nicht gedacht als eine Währung im Sinne. Ich habe nie gedacht, dass man mit ETH irgendwas bezahlen wird. Ether ist eher das. wie die AWS Credits, also wie Amazon Webservice Credits, die ich bezahle, um mein Hosting quasi zu bekommen, aber nicht als Form wie eine Alternative zum Dollar oder ähnliches. Das war zumindest damals die Narrative, die hat sich im Laufe der Zeit sehr gewandelt. kaum darüber schreiten, was richtig oder falsch ist. Aber so ist damals das Ethereum gestartet und wir, das war ein bisschen der Übergang, nachdem wir Ethereum gebaut hatten, wollten wir natürlich was damit machen. Und als wir, ich habe mich da selbstständig gemacht mit Slock.it und wir brauchten auch Geld und ich wollte eigentlich keine klassische VC-Finanzierung und weil es war gegen den Ethos, was wir damals im Kopf hatten. Wir bauen dezentrale Applikationen. Ich wollte eine dezentrale Vermietungssoftware bauen, wo man Airbnb-Style Wohnung vermietet. Da brauchen wir jetzt nicht zu triefig drauf eingehen, ist letztendlich gescheitert die Idee. Aber das war damals Slock.it. Und als ich Über Finanzierung nachgedacht habe, war auch sofort klar, wir müssen das auf der Blockchain finanzieren, dezentral von der ganzen Welt Geld einsammeln. Und noch einen Schritt weiter, nicht nur einfach Geld einsammeln, was wir dann haben, sondern das Geld bleibt auf einem Blockchain-Konto, in unserem Fall Smart Contract. Und nur die, die da Geld reingegeben haben, können entscheiden, wann Geo das zu welchen Bedingungen rausbekommt. Und das war letztendlich die Dau. Das ist dann so, was als nächstes passiert ist, nachdem wir Ethereum gebaut haben.

11:12 Feliks Eyser: Okay, krass. Und wie habt ihr euch damals bezahlt? Du hast gesagt, du hast Elterngeld gebraucht. Hat die Ethereum Foundation dir Euro überwiesen? Wurdet ihr ein Token bezahlt? Wie lief das ab?

11:23 Christoph Jentzsch: Konntest du deine Token aufs Elterngeld anrechnen? Nein, das nicht. Also, die Ethereum Foundation hat ganz klassisch bezahlt, ich war Freiberufler gewesen, habe Rechnungen bezahlt und die habe die bezahlt bekommen. Das war, also die Foundation, das war kein Problem. Problem war eher dann danach, als ich dann ein Slock.it gemacht habe und die DAO, da haben wir nämlich gar nichts bekommen. Kein Euro. Also, weil die DAO hat uns ja auch nichts ausgezahlt. Du hast es schon vor uns. Am Anfang gesagt, das Projekt ist nicht ganz erfolgreich, am Ende dann verlaufen. Das heißt, das war mal so fast ein Jahr lang, ohne einen Euro zu verdienen. Das war dann schon grenzwertig für die Familie.

11:50 Feliks Eyser: Okay, okay, krass. Also du hast quasi, ihr habt Ethereum gelauncht. Wie war der Moment, als irgendjemand auf den Knopf gedrückt hat und gesagt hat, jetzt geht's los? Wo warst du?

11:58 Christoph Jentzsch: Spannend, dass du sagst, auf den Knopf gedrückt hat. Niemand hat auf den Knopf gedrückt, was sich keiner getraut hat. Wir wollten halt nicht Ethereum zentral launchen, indem irgendjemand sagt, hier ist der Button, wir launchen das jetzt. Also ganz Bitcoin-like oder unser Mindset: wie haben wir Ethereum gelauncht? Die haben einen Blogpost geschrieben, dass du eine gewisse Hash aus einer Blockchain brauchst als einen Initialwert, damit jeder die Blockchain starten konnte. Mit diesem Hash. So, und der Hash gab es halt erst zu gewissen Zeitpunkt. Was dann passiert ist, und zwar so Ende Juni 2015, dann kam dieser Hash, weil der Block gemeint wurde. Und ganz viele haben gleichzeitig die Ethereum-Blockchain gestartet und sich miteinander vernetzt. Und letztendlich zählt ja dort die längste Chain. Also, wer am weitesten gekommen ist mit Mining, der hat quasi die längste Chain am Laufen gehabt. Und alle haben sich ganz schnell damit verbunden, dann versucht, den nächsten Block zu bauen, den nächsten Block zu bauen und so weiter. Das heißt, das wurde so dezentral wie auch nur möglich gestartet, eigentlich nur mit einer Bedienungsanleitung. Wie startet man die echte Ethereum-Blockchain? Jeder parallel könnt starten und wenn ihr euch vernetzt, findet ihr raus, wer die längste Chain hat und das ist dann die Chain.

13:05 Feliks Eyser: Aber keiner hat auf den Knopf gedrückt.

13:07 Christoph Jentzsch: Es war einfach nur, alles war fertig und nur gewartet, bis der Block gemeint wurde, der den Hash gegeben hat, den man als Input-Wert brauchte. Da war der Schlüssel drin.

13:15 Feliks Eyser: Ihr habt gesagt, ihr habt die Maschine gebaut, die muss aber mit einem Schlüssel gestartet werden. Den Schlüssel gibt es in der Zukunft. Den kannst du dir da in diesem Bitcoin-Block holen. Okay, okay. So, als was. War das eine große Party?

13:28 Christoph Jentzsch: Genau, wir waren in Kreuzberg, da gibt es einige Fotos davon, die immer online bestimmt rumschwören. Es war eine kleine Gruppe von so 15 Leuten in Kreuzberg und wir haben natürlich eine gute Party gehabt. Mit großer Spannung, eigentlich also Party im Sinne von, alle saßen gespannt vor ihr Laptop, haben geschaut, dass alles funktioniert, dass wirklich keine mehreren Blockchains entstehen, die sich nicht finden, Forks und 60.

13:46 Feliks Eyser: 000 Produkte.

13:49 Christoph Jentzsch: Wir haben geschwitzt, ich hoffe, das geht alles gut. Und letztendlich nach drei, vier Wochen hatten wir den ersten Fork, also ein technisches Problem, wo zwei unterschiedlichen Ergebnisse hatten. Aber innerhalb von drei Stunden war es gefixt. Dann gab es einen Anruf an all die paar Miner, die da unterwegs waren. Die haben das dann abgedatet und weiter ging es. Also damals war das noch eine ganz, ganz kleine Community. Da red hier von ein paar hundert Leuten. Also nicht vergleichbar mit dem, was wir heute haben.

14:09 Feliks Eyser: Ja, krass, krass. Heute große Community, Tausende, Zehntausende von Developern.

14:13 Christoph Jentzsch: Also da ist eine Währung entstanden.

14:14 Feliks Eyser: Ether ist die zweitgrößte Kryptowährung nach Bitcoin. Um es ein bisschen in Relation zu setzen, Market Cap, also wenn man alle Ether zusammennimmt, sind so roundabout 500 Milliarden Dollar. So ein Viertel von Bitcoin. Also Bitcoin ist immer deutlich größer, aber ist trotzdem natürlich super relevant. Wurde dann auch ein extremer Wert geschaffen. Das kann man sich gar nicht vorstellen, diese Dimensionen. Also wenn es ein Unternehmen wäre, wie viele Unternehmen gibt, die mehr als 500 Milliarden wert sind.

14:38 Das Mindset von Vitalik Buterin: Demut statt Ego

14:38 Christoph Jentzsch: Ein paar Handyball auf der Welt. Ja, auch ein super Erfolg gewesen und es liegt aber auch bisher an diesem Team und vor allem auch an Vitalik. Vitalik ist einfach ein Mensch. Der so demütig ist, auch heute noch, der ist halt überhaupt kein egozentrischer Typ, der sich in den Mittelpunkt stellt. Der nimmt sich halt so zurück und es passt halt so zu dieser Kultur von Ethereum. Er ist zwar irgendwo ein Leader, einfach nur, weil wir ihn anerkennen, als für das, was er geleistet hat, aber er sieht sich selber eigentlich nicht so und ist in den Meetings auch nie in erster Reihe. Eigentlich wirklich, da hört sich da liebst in zweiter Reihe, sagt nur was, wenn er mal gefragt wird. Da lässt immer alle anderen machen. Es hat so von der Mentalität her, wie er tickt und wer er ist. Nur das hat es möglich gemacht, dass eigentlich Ethereum entstanden ist. Man sieht bei vielen anderen Layer Ones, Die haben ein bisschen manchmal das Problem mit irgendeinem, ich sag mal, ekozentrischen Diktator, der sich sehr in den Mittelpunkt als Gründer dieser Blockchain stellt. Und das macht aber die ganze Idee ad absurdum. Ja, weil das genau das Gegenteil ist von dem, was man eigentlich tun möchte. So, wie Satoshi Nakomoto, der wunderbar verschwunden ist.

15:38 Feliks Eyser: Das ist der Initiator von Bitcoin, also quasi mystische Gestalt.

15:42 Christoph Jentzsch: Keiner weiß genau, wer das eigentlich ist. Und diese Entstehungsgeschichte von Bitcoin kann nicht wiederholt werden. Ich bin auch heute noch ein großer Bitcoin-Fan, einfach wegen dieser Geschichte. Und wie es entstanden ist, dass es wirklich einfach da ist und es gibt keinen, der heute noch wirklich dahinter ist. Und Ethereum ist so nah dran wie nur möglich. Ja, es gab eine Foundation, es gab einen Vitalik, der die Idee gehabt hat. Aber wenn die heute nicht mehr da wären, was ich natürlich nicht hoffe, wird auch trotzdem einfach alles weiterlaufen. Also wir haben heute den Punkt erreicht, da war damals 2005. noch nicht. Aber wo die Chain einfach weiterläuft, wo es egal ist, ob die Foundation da ist oder nicht.

16:12 Feliks Eyser: Und Vitalik ist, du sagst, der wirkt ja jetzt nicht wie der geborene Menschenfänger. Das ist jetzt nicht der Steve Jobs, der sich auf die Bühne stellt und so ein Riesenfeuerwerk Abfeuert, aber er überzeugt durch Kompetenz, dadurch kriegt er die Leute und über den Content, den er schreibt, oder wie würdest du sagen, wie führt er Das ist ja keine Organisation. Wie führt er diese Idee in die Zukunft?

16:32 Christoph Jentzsch: Ja, erstmal ja, absolute Kompetenz, also als hyperintelligent, definitiv. Aber er ist einfach der Art Mensch, der er ist. Er glaubt wirklich an diese Vision. Er ist so ein bisschen ein Hippie und er lebt kein Luxusleben in irgendeiner Form. Er ist wirklich. Versucht überall Menschen zu helfen und ist einfach ein sehr freundlicher Mensch, der nicht nach Macht aus ist. Also hat wirklich keinerlei Zug, wo man das Gefühl hat, er braucht Kontrolle oder Macht oder irgendwas in diese Richtung. Und das hat es eigentlich möglich gemacht, dass diese Community so entstanden ist. Ich kenne keinen, der wirklich vergleichbar ist als Person und auch von keiner anderen Blockchain-Ekosystem oder Layer Ones, den fehlt ein Vitalik, um diesen Erfolg von Ethereum nachzumachen.

17:14 Feliks Eyser: Na, interessant. So eine Lichtgestalt, die eigentlich keine ist. Eine Person, die die Kompetenz hat und das maximale Vertrauen genießt, aber sich selber da nicht in den Mittelpunkt stellt.

17:22 Christoph Jentzsch: Richtig. Und das ist. Das war damals einzigartig. Es gab damals viel Stress. Also, wir hatten damals Charles Hoskinson, der heute Cardano macht, war mal kurz CEO gewesen von Ethereum, und dem mochte dann keiner und das wird rausgeflogen. Gavin Wood ist auch ein brillanter Programmierer, aber trotzdem. Hat er auch natürlich auch ein gewisses Ego für dem, was er da baut. Er macht heute Polkadot. Und letztendlich, man kann sich kaum vorstellen, wie viel Streit es damals gab, wie viele Uneinigkeit, was das für eine. Also rein die Organisation würde man sagen, totale Katastrophe. Wir haben quasi in den ersten zwei Jahren fast 18 Millionen verbrannt. Und die Hälfte davon, weil wir nicht Bitcoin verkauft haben, obwohl alle sich einig wollen lassen, dass sie Bitcoin verkaufen, die wir in Crowdsee eingenommen haben, keiner hat es gemacht, der Preis hat sich halbiert, naja, waren es nur 8 oder 9 Millionen. Also, es war eigentlich komplettes Chaos, die Organisation. Das war nicht deshalb hat Ethereum gewonnen. Und auch die Gründer, die waren super Menschen vom technischen Verständnis her, aber die haben sich auch nicht immer super verstanden und sind heute auch nicht mehr Arbeiten nicht eng zusammen in irgendeiner Form.

18:14 Feliks Eyser: Also es ist trotz all dem erfolgreich und auf keinen Fall deshalb.

18:19 Christoph Jentzsch: Das ist auch zu sehen. Man denkt manchmal, ja, wenn man nur die perfekte Organisation hätte oder genug Geld hätte. Es ist trotz all diesen Sachen erfolgreich gewesen. Wenn 8, 9 Millionen, schau mal, was die anderen Layer Ones heute so an Geld raisen und was die da bauen damit.

18:30 Feliks Eyser: Wir haben quasi mit One ist eine andere Blockchain.

18:33 Christoph Jentzsch: Ja, genau. Und wir haben quasi mit verhältnismäßig wenig Geld eigentlich super viel erreicht.

18:37 Feliks Eyser: Na ja krass, krass krass. Was hat der Reichtum mit den Leuten gemacht? Da sind ja einige Milliardäre entstanden oder Leute, die plötzlich hunderte von Millionen haben. Sind da manche komplett durchgedreht. Ist sehr verschiedene auf dem Boden geblieben.

18:48 Was Reichtum mit den Ethereum-Gründern machte

18:48 Christoph Jentzsch: Es gibt ein paar wenige, ja, da sehe ich irgendwelche Posts, die haben sich gerade ein neues Flugzeug gekauft und irgendwelche Waffen da in den USA rumfahren. Also, ein paar Leute sind wirklich ein bisschen durchgedreht. Dann gibt es Vitalik, der überhaupt nicht durchgedreht ist, man merkt sie nicht mal an. Wenn man ihn fragt, hat er gar kein richtiges Zuhause. Wenn man ihn in Reisen sieht, da hat er mal zwei Beutel, also Beutel kann man fast schon sagen, so Rucksackbeutel. Ich habe ihn mal gefragt, was ist da eigentlich drin? Er sagte so: Das ist saubere Wäsche und dreckige Wäsche. Also sehr, sehr boten geblieben, der Typ.

19:18 Feliks Eyser: Er hat so einen Blogpost gemacht, hat er erklärt, wie sein Algorithmus ist, wie er sich anzieht. Also so bei 17 Grad brauchst du irgendwie zwei Lagen, da muss es langärmlich sein. Ab 23 Grad kannst du ins T-Shirt und dann hat er so. Genau erklärt, wenn er irgendwo ist, wo er nicht weiß, wie warm es wird, was er dann da mitnimmt, also der hat dann irgendwie so 20 Kleidungsstücke oder so und hat dann Algorithmus draus gemacht.

19:37 Christoph Jentzsch: Absoluter Minimalist. Ja, ganz große Sache. Dann gibt es einige, die bauen einfach Software, aber die keiner braucht, einfach nur Geld haben. So, es gibt ein paar wenige sind noch voll dabei. Also ich meine, der Fabian hat ein Vorgesteller, der macht es Look so. Der war damals auch dabei, Lefter Teres, da macht gerade Roadkeys und eine Open Source Software für ähm so Steuern oder Kryptomanagement eigentlich. Ich versuche auch weiter Startups zu bauen und habe Spaß daran, auf Ethereum die Sachen zu bauen. Also, jeder macht so verschiedene Sachen. Die Gruppe ist jetzt nicht wirklich zusammengeblieben. Das kann man nicht sagen.

20:07 Feliks Eyser: Also, wir machen alle so unsere Sachen.

20:09 Christoph Jentzsch: Wir sehen uns ab zu mal jedes Jahr bei DEF CON oder zwei Jahre.

20:12 Feliks Eyser: Das ist die große Konferenz. Genau, die große Systemkonferenz.

20:15 Christoph Jentzsch: So sieht man sich wieder und es ist schön, wir verstehen uns, die meisten von uns verstehen sich noch sehr gut, aber sehr verschieden, ja, was mit Leuten passiert ist.

20:22 Feliks Eyser: Ist Security dann ein Thema geworden über die Zeit? Mich hat es gewundert, wie tad ich von Neulichborn zum W3 habe in Berlin und ist da ohne Personenschutz rumgelaufen. Wo es genug andere Leute gibt, die nur noch mit zwei Bodyguards unterwegs sind. So es gibt also den Binance-Gründer, der hat da so eine ganze Entourage von zehn Leuten und es gibt da sehr unterschiedliche Ausprägungen. War das ein Thema? Für manche ja, für manche wenige.

20:44 Christoph Jentzsch: Also, Gavin habe ich letztens gesehen, der hat auch zumindest einen Bodyguard immer dabei. Jeder macht es ein bisschen anders. Ich meine, wenn man es nicht weiß, würde man von außen nicht erkennen, dass da einige sehr viel Geld haben. Das ist nicht erkennbar. So, um, es ist mehr, wenn man natürlich weiß, was zehnjährige Geschichte ist. Ich meine, ich bin ja kein Founder von Ethereum gewesen. Ich bin als erster, einer der ersten Entwickler mit reingekommen. Es ist so die zweite Tranche, sage ich mal. Aber ja, wenn man es nicht weiß, wüsste man nicht, wer dahinter steckt, wie viel Geld die haben teilweise. Aber man darf man auch nicht unterschätzen: nicht jeder hält jetzt die Äther von 50 Cent bis 4000 Dollar.

21:20 Feliks Eyser: Als der Ether-Preis von 50 Cent hochgeschossen ist auf 10 Dollar.

21:24 Christoph Jentzsch: Es waren ja eine Verzwanzigfachung. Da ging man alle verkaufen, verkaufen, verkaufen, verkaufen. 10 Dollar Wahnsinn. Also das heißt, viele haben auch ganz, ganz früh dann eigentlich schon verkauft. Und sind jetzt nicht irgendwelche Multimillionäre geworden. Das heißt, ich kenne sogar einen Entwickler, der wollte keine Ether halten und sage, was ist Ether? Das ist doch nur Credit, AWS Credits. Also der wollte von Anfang an nie irgendwelche Ether haben, fast nicht mal geschenkt. Für den war das nichts. Also nur weil man früh bei Ethereum gearbeitet hat, heißt das noch lange nicht, dass man damit auch reich geworden ist. Weil die meisten, sobald da die ersten irgendwie 100. 000 oder 200. 000 da standen, haben die verkauft. wenn die vorher noch nie Geld hatten. Also das darf man nicht unbedingt eins zu eins zusammen sehen.

21:58 Feliks Eyser: Und das musst du auch sagen, ich meine, seit dem Zeitpunkt, wie viele Zyklen haben wir da durchlaufen, so wo es hoch ging, wieder 90% runter, wieder 20x nach oben, wieder 90 Prozent runter. Jetzt ist gerade Alles relativ hoch, aber ist auch immer eine Momentaufnahme.

22:11 Christoph Jentzsch: Exakt. Also das darf man nicht unbedingt denken, weil man früh dabei gewesen ist, hat man heute viel Geld. Manche ja, manche nein.

22:17 Was war "The DAO"? Der eigene VC auf der Blockchain

22:17 Feliks Eyser: Erzähl mal von The DAO. Du hast gesagt, du hast dich selbstständig gemacht, du hast über Finanzierung nachgedacht und du wolltest nicht den klassischen VC-Weg gehen. Was war die Idee von The DAO? Was bedeutet überhaupt DAO?

22:27 Christoph Jentzsch: Ja, also DAO steht für dezentrale autonome Organisation. Und die Idee war tatsächlich sehr radikal. Und man sagt immer, man lebt sein Leben vorwärts und versteht es rückwärts. Also aus heutiger Sicht war ich sehr, sehr naiv. Ich war immer schon sehr unternehmerisch, freiheitlich, unterwegs und Die Idee war damals gewesen, lasst uns doch einfach von der Community Geld einsammeln für das Projekt. Und das könnte man denken, ja, aller Kickstarter, Crowdinvesting, das ist erstmal nichts Neues. Aber mit diesem Tool, was wir jetzt hatten, nämlich der Ethereum Blockchain, war es uns möglich zu sagen, wir könnten zum einen dafür sofort einen Token geben, also technisch ähnlich wie Bitcoin, wie so einen virtuellen Anteil. Womit sie dann wählen können, was wir dem Geld machen können und so weiter. Das ist schön. Zweitens, wir können sogar das Geld noch in diesen Topf lassen, wo sie es reinschmeißen und noch nicht rausnehmen und nur unter bestimmten Bedingungen rausnehmen. Das ist bei normalen Kickstarter like Crowdinvesting nicht möglich. Das heißt, wir haben eine neue Organisation gebaut, die hatte keine rechtliche Struktur. Also ein deutscher Anwalt würde wahrscheinlich sagen: Ja, irgend so etwas wie eine GbR oder so, aber es hat jetzt keine beschränkte Haftung gehabt oder ähnliches. Die rechtliche Struktur war nicht da. Und wir haben dann eigentlich nur die Idee, die fanden uns alle cool. Wir haben die bei DEF CON 1 in London mal so gepitcht. Wir hatten dann schnell so 5000 Follower im Slack. Damals wurde in Slack dann auch die ganze Community organisiert. Heute ist Münster Film für interne Kommunikation. Also lange Geschichte, ich möchte ein Stück lang darüber sprechen. Wir haben uns dann irgendwann Ethereum gelauncht. Auch hier, wir haben nicht auf den Button geklickt, wir haben nur den Open Source Code released. Sodass jeder eine DAO launchen konnte. Ich habe damals den Code im Wesentlichen geschrieben, mit waren insgesamt 16 Open-Source-Entwickler, aber der meiste Code kommt von mir. Und was dann wieder erwartend passiert ist, ist, dass da auch auf Geld reingekommen ist. Also wir sagten damals, die Ethereum Foundation hat 19 Millionen gerast. Dann gab es ein Projekt, die haben auch so eine Art ICO gemacht. ICO steht für Initial Coin Offering. Die auch so ein Coin geissucht haben, die haben so 5 Millionen geredet. Ach, wir werden wahrscheinlich so bei 5 Millionen rauskommen. Und 5 Millionen ist fein, da werden wir danach fragen, ob wir eine Million haben können, um dann damit anzufangen zu bauen, was wir eigentlich vorhatten. Dieses Dezentrale Vermietungsdings. Aber wieder erwartet es.

24:36 Feliks Eyser: Ich habe gerade schon kommuniziert nach außen. Ich habe gesagt, also dezentrale Vermietungsapplikation, das ist so eine gute Idee. Wir bauen jetzt aber erstmal die Hülle sozusagen. Also wir bauen erstmal das Investment Vehicle. Den Topf, wo jeder was reinschmeißen kann, and wo es dann governance gibt, im Sinne von jeder, der da was reingeschmissen hat, kann auch abstimmen, was damit passiert. Also, eure Idee war zu sagen den Wir sammeln da Geld und dann fragen wir nochmal rein an die Leute, die dann investiert haben, dürfen wir jetzt diese Vermietungs-App bauen?

24:59 Christoph Jentzsch: Das ist eigentlich irre, ne? Also wir bekommen das Geld ja noch nicht mal. Also, wenn ich heute darüber nachdenke, manche sagen, wir haben unseren eigenen VC gebaut für uns. Wir haben kein Visit gefunden, also bauen wir uns einen Visy, der in uns rein investiert. So kann man es ähnlich besser sagen, aber auch hier wieder die Narrative ändert sich im Laufe der Zeit. Am Anfang war die Narrative, die haben das damals Universal Sharing Network genannt, das USN, und dass die DAO nur das finanziert und mehrere Firmen finanziert, etwas dafür zu bauen. Dass wir quasi dezentrales Airbnb oder dezentrales Uber und so weiter haben. Und dass nicht wir als Firma alles bauen, sondern dass ganz viele Firmen, die was machen und die DAO finanzieren, aber alles, was in diese Richtung geht. Das war die ursprüngliche Idee. Als dann in der DAO die ersten 5 Millionen, dann 10 Millionen, 20 Millionen, 30 Millionen, ich habe halt meine Nerven verloren, dass es passiert ist, reingekommen ist.

25:45 Plötzlich 150 Millionen: Der Hype eskaliert

25:45 Feliks Eyser: Wie ist das denn passiert? Also, wenn Ethereum selber neun, Zehn geracet hatte, wo kamen dann da plötzlich 20 30 Millionen her. Wie habt ihr das vermarktet? Mal ein VC, muss man auch sagen, da ist die größte Wertschöpfung erstmal das Fundraising. Da geht die meiste Energie drauf, mit Leuten zu sprechen, die zu überzeugen, gucken, hier ist unsere Strategie, das haben wir davor. gemacht, hier ist unser Track-Record, bitte gib mir dein Geld, dass ich es verwalte und für dich vermehre. Jetzt habt ihr kein Investment-Background gehabt oder sowas. Ich kam da so viel Geld rein.

26:11 Christoph Jentzsch: Wo hat uns selber gewundert zu der Zeit? Also auch hier wieder, man versteht es im Nachhinein, und damals habe ich es nicht verstanden. Ich habe gesagt, wo kommt das Geld her? Ich meine, wir reden jetzt von 30, 40. Die Narrative hat sich dann geändert, dass es eben nicht mehr nur fürs USN ist, dass es so eine Art dezentraler Investmentfonds ist. Und dann haben noch mehr Leute Geld reingesteckt und dann waren wir so bei 150 Millionen, dann ist der ETH-Preis hochgegangen, dann waren es mal kurz 220 Millionen, weil es ja ETH gewesen ist.

26:37 Feliks Eyser: Und ihr habt ja auch keine Obergrenze eingebaut. Ihr habt ja jetzt, also hätte ich wahrscheinlich machen können, aber ihr habt ja gesagt: gut, wenn wir mit 5 Millionen rechnen oder 8 Millionen reinkommen, sind wir auch froh. Wir haben ja nicht davon gehofft, dass wir alles bekommen.

26:47 Christoph Jentzsch: Also wann an 220 Millionen ist die Frage wo kommt das her? Und der Gedanke, was ich heute verstehe Wir hatten damals eine Liste gehabt von Kuratoren, haben wir sie genannt, die die Projekte quasi technisch screen sollten, bevor sie eine Auszahlung bekommen. Und da war eben Vitalik dabei, Gavin wurde dabei, alle Größen in der Ethereum-Welt. Und wie es wahrgenommen wurde von außen, war, Ethereum ist es gebaut, Ethereum war Erfolg gewesen, also für 10 oder 20 Fachungen im Wert in etwa damals. So, und jetzt wo sind die Apps? Es gibt keine Apps. Es gibt jetzt dieses tolle Netzwerk für dezentrale Applikationen, es gibt keine Apps. Und jetzt war dieser, die DAO, wurde gesehen wie, das ist jetzt der dezentrale Venturefonds für alle Ethereum-Apps. Weil jede Ethereum-App Wird versuchen, dort ihr Geld zu bekommen. Weil wo sonst? Also, VCs, wahrscheinlich verstanden, was wir damals getan haben. Aber dieser Fond, der wird die ganzen Ethereum-Apps finanzieren. Das heißt, es war so ein Art.

27:38 Feliks Eyser: Da kann ich jetzt teilhaben.

27:39 Christoph Jentzsch: Genau, es war so ein Art Index-Pond für Apps auf Ethereum. So, Ethereum war ein Riesenerfolg, aber es ist nur eine Plattform, der nächste große Erfolg, wenn die Apps werden, dass wenn du daran glaubst, dass apps auf Ethereum ein Erfolg werden, dann kannst du da Geld reinstecken.

27:50 Feliks Eyser: Okay, das heißt, deine Audience waren 100% der Leute, die in dem Ökosystem schon drin waren, weil die natürlich alle an Ethereum geglaubt haben. So

27:56 Christoph Jentzsch: Und die haben gerade eben eine 20 Ecks hinter sich. Die haben gerade eben 18 Millionen in Ethereum investiert und aus diesen 18 Millionen sind quasi 300, 400 Millionen geworden, je nachdem mit Bitcoin auch noch einen Wert hochgestiegen. Das heißt, die hatten alle gerade einen Haufen Geld. Und die meinten jetzt, okay, da kann ich das ja in die DAO. stecken, in das nächste Big Thing.

28:12 Feliks Eyser: Nämlich die Apps von Ethereum.

28:14 Der Moment des Hacks: Ein Drittel des Geldes ist weg

28:14 Christoph Jentzsch: Und darauf, das ist eigentlich, was passiert ist. Das war nicht unsere Absicht, aber im Nachhinein ist es genau das die Narrative gewesen, die dann weiter erzählt wurde. Es waren also dann mal kurz 220 Millionen, dann der Preis hat sich ja wieder ein bisschen normalisiert, da waren so 150 Millionen drin. Und dann war die Frage: what's next? Und wir haben gefragt, okay, wir können erst mal ein bisschen was tun für mehr Security, denn damit haben wir eigentlich gar nicht gerechnet. Wir haben einen Security-Orders machen lassen, wir haben auch Leute drüber gucken lassen. Aber wir haben jetzt eher an so einen 5-Millionen-Topf gedacht, da gibt man jetzt nicht eine Million für Security aus, sondern eher sowas wie 20. 000, 30. 000 Euro für einen Audit, lässt ein paar Freunde drüber schauen. Ach, wir haben damals Vitalik und Gavin alle gefragt, schub zum Beispiel einen Code an, könnt ihr auch einen Fehler finden. Ja, es sah gut aus. Ich habe wirklich wochenlang, ich meine, ich war ja, das kommt doch dazu, ich war der Cheftester von Ethereum. Wenn irgendjemand Security kann, dann ich. Und ich habe diesen Code geschrieben. Also alle haben mir auch vertraut, wenn Christoph das gemacht hat, dann wird es schon stimmen. Und wenn Vitalik noch drüber geschaut hat, Gavin hat drüber geschaut, Christian Reitwiesen, das dafinder von Solidity, die Programmiersprache, in der das geschrieben wurde, der hat drüber geschaut. Ich will jetzt nicht gegen die sprechen. Die haben nur mal auf freundschaftsweise drüber geschaut. Die wurden nicht dafür bezahlt. Es war jetzt kein Audit von denen. Die haben eine externe Firma eine Woche lang ein Audit gemacht. In Seattle bin ich hingeflogen. Das wird kaum getan, was sie tun konnten. Letztendlich gab es einen Fehler im Code, der einen Hacker erlaubt hat, ungefähr ein Drittel auf ein Unterkonto abzuziehen, was er nach 30 Tagen hätte auscachen können. Und jetzt wieder lange Geschichte kurz gemacht. Es gab da einen Riesentumult. Was machen wir jetzt? Da gab es die Gegenhack, da gab es eine Whitehead Group. Robin Hoodcoop auch genannt, die auch die anderen hundert Millionen rausgeklaut haben, um sie den originalen Besitzern zurückzugeben. Es war ein Riesendesaster. Zu dieser ganzen Story kommt übrigens Ende Oktober ein Film raus, der heißt Code is Law. Den könnt ihr auf Apple und Apple TV Blush, glaube ich, und auch.

30:03 Feliks Eyser: Das wurde verfilmt mittlerweile. Ich wusste, dass es Bücher gab.

30:05 Christoph Jentzsch: Es gab Bücher zwei und es gab so ein paar Dokumentationen, aber das ist ein richtiger Film drüber. Da geht allgemein um Hacks, aber 50% des Films ist die DAO.

30:13 Feliks Eyser: Wer spielt dich?

30:15 Christoph Jentzsch: Ich selber, also es ist kein Schauspieler, es ist eine Dokumentation darüber.

30:19 Feliks Eyser: Okay, okay.

30:20 Christoph Jentzsch: Aber wirklich gut gemacht, wer sich der Mehr damit beschäftigen möchte. Code is Law, heißt der Film. Code is law of Apple.

30:28 Feliks Eyser: Genau, auf Apple, Amazon Prime und YouTube.

30:30 Christoph Jentzsch: Und ihr könnt ja gerne schauen.

30:33 Feliks Eyser: Der größte Bankraub des 21. Jahrhunderts.

30:35 Die "DAO-Wars": Keine Anwälte, keine Polizei

30:35 Christoph Jentzsch: Es gibt auch eine ZDF-Dokumentation dazu. Der heißt, glaube ich, so ähnlich, ja. Den gibt es auch. ZDF hat da ein Doku mal drüber gemacht, haben einige gesehen. Wie auch immer. Es war totales Chaos. Wir hatten dann die DAO-Wars und wir haben versucht, den Hacker zu hacken und. Das Interessanteste für mich während der Zeit war, keine Anwälte, keine Polizei, keiner hat irgendwo eine Klage gehoben. Ich erinnere mich an einen Investor, der hat fast 20 Millionen die DAO investiert. Und er meint dann zu Dimir, Christoph. Ja, so Fehler passieren, keine Anwälte, alles gut. So, und ich meine, hey.

31:05 Feliks Eyser: Wer war entspannt? Stell dich mal vor, du hast einen LP, der dir 20 Millionen deinen Fonds gibt und du sagst, Limited Partner in einem Venture Fonds, also eine Person, die rein investiert.

31:13 Christoph Jentzsch: Und dass du sagst, du, ups, ich habe das Geld verloren.

31:16 Feliks Eyser: Und du sagst dir immer nicht mal, sorry, ich hab's investiert und es hat nicht geklappt, weil die Firma ging pleit und sagst du gut, ja du hast deinen Job gemacht, so und solche Sachen passieren.

31:22 Christoph Jentzsch: Du sagst dem Ja, jemand hat das Geld abgehoben von der Bank.

31:25 Feliks Eyser: Jemand ist da.

31:26 Christoph Jentzsch: Genau, es ist weg. So, es ist weg. Und der sagte dann noch, okay, ist halt, war ein Experiment passiert. Also, du musst auch wissen, die Deutsch ja viele von denen, nicht alle natürlich. Es gab ein paar einzelne Ausnahmen, aber die meisten, die ja Geld reingesteckt haben, haben das von den Gewinnern gemacht, die 20 Ex, die sie gerade mit Ethereum gemacht haben, und davon halt 10, 20 Prozent auch wieder reingesteckt. Ist das rechtfertigt jetzt nicht, dass wir leichtfertig mit Geld umgegangen sind? Wir haben das sehr, sehr ernst genommen. Ende der Geschichte ist, die Ethereum Community hat sich für einen Hard Fork entschieden. Das bedeutet Ein technisches Update, was allen Investoren Geld zurückgegeben hat. Man kann das vergleichen mit, stellt euch vor, ihr habt eine App im App Store von Apple und ihr könnt die nicht fixen, weil ihr könnt den Code nicht mehr ändern. Das ist auch dieser Satz, Code is law, der Code ist wie er ist. Und die eines der Fix ist, ihr müsst Tim Cook anrufen, kannst du mal ein Betriebssystem-Update machen, um meine App zu fixen? Und so muss man mir das ungefähr vorstellen. Also alle Ethereum Nodes mussten ein Software-Update machen. Nur dass es keinen Tim Cook gibt. Genau, es gibt keinen Tim Cook. Und das war für mich die Herausforderung. Ich musste die Community davon überzeugen. inklusive den Programmierern, um die Änderung zumindest anzubieten, diese Änderung aufzunehmen. Das war dieses, ich habe manchmal Cat Herding dazu gesprochen. Also du hast halt keinen Ansprechpartner. Du redest halt nur mit Vitalik, sag Vitalik, Leute Ist nicht mein Business. Also, ich mache hier Technik von der Ethereum Foundation. Wenn die Community das will, machen wir es, aber ich entscheide das nicht. Dann rede ich mit dem Programmierer, der die Ethereum Clients baut. Wenn mein Chef sagt, baue es ein, aber der ist gerade im Urlaub. Also lass mal. Und ich habe dann lange gebraucht, ob ich einen gefunden habe, der gesagt hat: Ich baue zumindest die Option ein, dass wer den Ethereum-Client als Software laufen lassen kann, kann quasi das einstellen mit Hardfork oder ohne Hardfork. Nachdem das dann drin war, hat jemand ein On-Chain-Voting gemacht, also wo jemand mit ETH wählen konnte, ob sie dafür oder dagegen waren. Und so in etwa 90% waren für den Hard Fork, also für diese Änderung. 10% dagegen. Und basierend darauf hat man das dann als neue Default-Einstellung gemacht, dass die Ethereum-Clients per Default gesagt haben, wir unterstützen den DAO-Fork. Und der Vogue war auch nicht, wie manche Bitcoiner behaupten, ein Rollback, also dass die Blockchain zurückgerollt wurde auf ein anderes Datum. Wie alle Zustand von vor zwei Monaten, das wäre ja Katastrophe gewesen. Alle Transaktionen ungültig.

31:30 Der Hard Fork: So retteten sie das Geld

33:34 Feliks Eyser: Weil in der Zeit schon irgendwas anderes passiert ist, natürlich unabhängig von der DAO.

33:37 Christoph Jentzsch: Viele behaupten, dass das das war, das war es aber nicht. Es war ein chirurgischer Eingriff, der nur die Gelder, die mit der DAO zu tun hatten, alle abgezogen hat, also von dem Hacker und von allen sonstigen. Und auf einen neuen Smart Contract gepackt hat, von dem sich die DAO-Investoren ja Geld zurückholen konnten. Mehr nicht. Also mehr hat die Änderung nicht gemacht. Trotzdem ist es etwas gegen Code as Law. Also der Code hat es quasi es eigentlich nicht erlaubt. Wir haben es quasi. Per Community Upgrade da reingepackt, diese Änderung. Aber wir sind quasi mit einem blauen Auge davong gekommen. Es war für dich die stressvollste Zeit in meinem ganzen Leben. Ich habe quasi die zwei Monate in etwa, die es waren, Tag und Nacht gearbeitet. Meine Frau hat mich dort unterstützt. Also ich sage immer, nur durch meine Frau und durch Gott bin ich durch diese Zeit da durchgekommen. Ich hatte auch mal zwei Wochen einen Burnout gehabt, wo ich gar nichts machen konnte.

34:22 Burnout & Morddrohungen: Die stressigste Zeit des Lebens

34:22 Feliks Eyser: In der Zeit.

34:23 Christoph Jentzsch: Ja, ja, wir hatten ja die besten Absichten gehabt. Also ich sehe uns, wir waren ja keine kriminellen Absichten, manche haben uns dann unterstellt, wir hätten das Geld genommen, wir wären die Hecke, wir hätten den Bug selber eingebaut und dann quasi rausgeklaut. Also, und mein Co-Founder hat Motordrohungen bekommen online, weil ja eben von jemandem das Geld verbunden hat.

34:36 Feliks Eyser: Oh mein Gott. Also es gab Leute, die dann doch nicht so entspannt waren.

34:39 Christoph Jentzsch: Definitiv.

34:39 Feliks Eyser: Der 20-Monen-Guy, der war entspannt, okay, aber.

34:42 Christoph Jentzsch: Aber der 1000-Euro-Guy, der war es halt dich, weil der hat sein ganzes Geld da reingesteckt. Also mit anderen Worten. Es war der Horror die Zeit, es war extrem intensiv. Ich bin super dankbar dafür, dass die Ethereum Community sich entschieden hat, diesen Hard Fork durchzuführen. Damit haben alle ihr Geld zurückbekommen. Das ist für mich das Wichtigste gewesen. Dann gab es doch Leute danach, die gesagt haben: komm, mach mal eine DAO 2.0. Aber ich hatte in dem Moment dann keine Lust mehr.

35:03 Feliks Eyser: Ich hab gesagt, bleib mir fern nach den zwei Monaten.

35:06 Christoph Jentzsch: Genau, ich habe da erstmal eine Pause gemacht und für mich das Thema erstmal abgeschlossen gehabt. Ich war sehr emotional gewesen, als dann DEF CON 2 gewesen ist, damals Shanghai. Ich bin natürlich hingefahren und ich wusste nicht, was passiert mir dort. Wäre ich irgendwo in deiner Ecke verprügelt? Oder gehe ich ja zu dieser Ethereum-Community? Ich habe ja gerade. Eigentlich meinem Baby, Ethereum, wenn ich es mal so bezeichnen kann, so wehgetan durch diesen Hard Fork und durch diese zwei, zwei Monate Cowbourg.

35:31 Feliks Eyser: So was du natürlich nicht wolltest. Richtig, wollte ich natürlich nicht.

35:33 Christoph Jentzsch: Und danach gehe ich genau zu den Leuten, die David Herzenbrut das nicht nur entwickeln, sondern darauf aufbauen. Und ich will es nicht irgendwo erheben, aber mein Talk danach, der war sehr einfach, aber zu meiner großen Überraschung gab es einen Standing Ovation. was ich überhaupt nicht erwartet hatte. Und die meisten, die mit mir gesprochen haben, waren, ey, Christoph, du hast das super gemacht, ihr habt es euer Bestes gegeben, passiert, hätte mir genauso passieren können, den Fehler hätte ich auch nicht gefunden und und und Also die Vergebungsbereitschaft, dieser Spirit, der dort herrscht, von Entwicklern, das waren halt alles zu 90% Programmierer. Und die können das so nachvollziehen, dass halt mal ein Fehler passiert, und leider hat dieser Fehler große Konsequenzen gehabt. Der Spirit war super und seitdem bin ich immer noch der Ethereum Community sehr verbunden. Ich gehe nun wieder natürlich zu den Konferenzen und baue weiterhin meine Applikation auf Ethereum auf. Aber das war eine extrem intensive Zeit. Wir sind damals, ja, Titelblatt New York Times, auf einmal auch Presse überall. Mich haben Journalisten angerufen. Interessanterweise nicht in Deutschland, aber im Ausland. Also, wenn ich im Japan aus dem Flughafen ausgestiegen bin, wollten Leute mit mir Fotos machen.

36:35 Feliks Eyser: Und ich wusste, Leute, was ist hier los? Ich mach den Selfie noch, bevor der Typ im Knast ist.

36:40 Christoph Jentzsch: Geht so ungefähr. Das habe ich mich auch gefühlt. Aber interessanterweise nicht hier, vor allem nicht hier mit Weiter, das ist völlig vorbei gegangen, hat keiner mitbekommen, was hier passiert ist. In Deutschland, gut, wir hatten ein paar, ich glaube, Fokus und Zeit und so, die geschrieben haben, aber in den USA und vor allem auch in Asien ist das ein Riesending gewesen. Und ich glaube, da kamen auch die meisten Investoren her.

37:00 Feliks Eyser: Für mich als Founder war es nicht immer einfach, mich mit anderen Leuten über mein Business auszutauschen, weil meine Schulfreunde haben nicht verstanden, was ich mache. Mit meinen Mitarbeitern konnte ich nicht ganz offen sprechen und selbst mit meinem Co-Founder. War das ein Stück weit schwierig. Und deswegen habe ich immer den Austausch mit anderen Foundern geschätzt und deswegen auch die Founder Mode WhatsApp-Community gestartet, wo du das Gleiche tun kannst und dich mit hunderten von Foundern und Entrepreneurship-Interessierten Austauschen kannst. Deswegen joine heute noch der WhatsApp-Community unter www. foundermode. show. Wir sehen uns in der Community. Was hast du über dich gelernt in der Zeit und was gibst du Foundern mit auf dem Weg, die in so einer Krise sind? Muss jetzt nicht das Bankkonto sein, das gelehrt wurde, aber es gibt ja tausend Sachen, die schief gehen können. Und dieser Holy Shit-Moment, wo du morgens aufwachst und eigentlich so, oh fuck. Da irgendwie großer Kunde gekündigt oder mein Vertriebsleiter hat die Zahlen gefälscht oder es gibt da so viele Fukups, die passieren können, die auch in jeder Company früher oder später passieren. Was gibt es zu einem Founder auf dem Weg, der in so einer Situation ist?

37:58 Learning: Vertrauen durch Scheitern

37:58 Christoph Jentzsch: Also Kopf hoch und einfach zu tun, was zu tun ist, weil man kann ja jetzt rumjammern und ich hätte sagen können: okay, das war's jetzt, aber dann hätten die Leute nie ja Geld zurückbekommen. Es ist, und am Ende, wenn man zurückschaut, das ist jetzt ein bisschen ironisch. hat uns der DAOH, also mir persönlich, beruflich, sogar gut getan und geholfen. Wenn ich heute zurückschaue, die Publicity, die wir haben, nicht, dass es gut war, ich meine, hey, wir haben Publicity gehabt mit einem Failure. Aber die hat dazu geführt, dass wir danach nicht nur Investoren hatten, Kunden hatten, wir waren weltbekannt, wir konnten darauf aufbauen und dann richtig viel machen danach. Ich habe das nie versucht zu nutzen, das war auch nie mein Ansinn gewesen, dass ich jetzt daraus irgendwie Kapital schlagen möchte. Aber wenn du dich in diesen extrem Situationen richtig verhältst, dann ist das sogar für einen Kunden, auch für einen Investor später, eher ein Vertrauensgewinn. Man sieht, wie reagiert dieser Mensch unter Stress? Ist er einfach nur zusammengebrochen? Ich war immer ehrlich gewesen, ich war immer transparent gewesen, ich habe immer gemacht, was ich konnte. Es war einfach ein Bug. Es war nichts, was ich Wollte, und danach ist die Frage, wie gehst du damit um? Und wenn du damit gut umgehst, und wir haben das Bestmögliche rausgeholt, dann schaffst du damit Vertrauen. Und ich habe danach auch wieder Investments in Millionenhöhe bekommen. Und wir haben Kunden bekommen, die uns deshalb gewählt haben, weil wir durch die DAO.Geschichte durchgegangen sind. Und weil heute natürlich Security für mich ein Riesenthema ist. Also, meine heutigen Smart Contacts bei Tokenizer, die sind mehrfach auditiert, super einfach gehalten. Und natürlich ist es heute 2025, wissen wir auch mehr, über welche Bugs da so drin sein könnten, nachdem man prüfen muss. Aber ja, man lernt auch über sich selber, wo sind die Grenzen. Also ich war nervig an meiner absoluten Grenze gewesen. Wie gesagt, zwei Wochen so mal richtig Burnout gehabt, wo ich einfach mit niemandem reden wollte. Weil wir einfach den ganzen Tag nur Journalisten mit wir sprechen wollten.

39:38 Feliks Eyser: Und ich hatte ein ganz anderes Problem gerade eben, als mich jetzt mit Journalisten zu beschäftigen.

39:43 Christoph Jentzsch: Ihr braucht einen starken Partner. We Bei mir war es meine Frau gewesen damals, die mir wirklich den Rücken frei gehalten hat. Ich nehme die Kinder, ich kümmere mich hier um alles, du hast zu tun. Wir halten die einfach rückenfrei. Und auch mein Glauben letztendlich, der mir gesagt hat, ab Ende wird alles gut. Und wenn nicht alles gut ist, ist es noch nicht das Ende.

40:00 Feliks Eyser: So, das war so ein Spruch.

40:02 Christoph Jentzsch: Du ziehst es einfach durch. Und was wäre das Schlimmste, was passieren könnte? Okay, die Leute hätten nicht ihr Geld zurückbekommen, das hätten wir extrem leid getan für die Leute. Ich hätte sogar in Klass gehen können, wer weiß. Ich meine, der Binance-Shelf war auch mal ein paar Jahre im Klass. Nicht, dass ich das will, nicht, dass das gut ist, aber es ist nicht das Ende. Es klingt sehr radikal, was ich gerade sage. Ich will natürlich niemals was Kriminelles tun. Man sucht immer sein Bestes zu geben. Aber wenn man immer ehrlich ist und sein Bestes gibt, dann komme man, was will, dann kommt man schon irgendwie durch und das Leben geht weiter.

40:30 Feliks Eyser: Das ist auch ein Test für den Charakter, gell, was du dann machst aus der Situation. Ob du ehrlich bist, ob du supportive bist oder ob du probierst, unter den Teppich zu kehren. Du hast ja so diese Weiche vor dir und kannst links oder rechts abbiegen und du bist auf jeden Fall diesen ehrlichen Weg gegangen.

40:41 Christoph Jentzsch: Ja, sogar, das haben viele mir abgeraten davon. Unsere Firma, die hieß damals SLOG It oder SLOG IT. Und alle haben gesagt, du kannst das Ding beerdigen, machen eine neue Firma. Aber du kannst diese Firma nicht weiterführen. Du hast gerade mit dieser Firma die DAO gemacht. Wir sind aber bei dem Firmennamik geblieben, wir sind auch bei dem Founding-Team geblieben und haben damit nochmal Fundraising gemacht. Das heißt, bei was hilft denn zu verstecken hinter einem anderen Name? Das ist nun mal meine Geschichte, die kannst du online auch nachlesen. Also mit dem Namen haben wir dann in kürzester Zeit zwei Millionen aus Silicon Valley bekommen. Auch eine lustige Geschichte gewesen, damals mit MC Hammer und Paris Hilton. Da waren die ganzen VIPs, Promis, die da Interesse hatten an ICOs. Aber das ist nochmal eine Geschichte für einen anderen Tag. Aber was ich sagen will, am Ende wieder erwarten, hat es mir genutzt. Und weil ich mich meiner Meinung nach richtig verhalten habe während der Zeit Habe ich auch nicht meinen Namen verbrannt und sogar nicht mal den Firmennamen, den wir damals hatten.

41:33 Feliks Eyser: Der ist sogar auch weitergelaufen. Habt ihr herausgefunden, wer das war? Wer der Jesse James war, der Bankräuber?

41:40 Christoph Jentzsch: Wir vermuten, ja, also nicht wir, es gab ein Buch von Laura Shin und sie hat als einzige ihrer Meinung nach der Hacker gefunden. Ich kann es nicht verifizieren, ich habe mit ihr drüber gesprochen, alles, was sie sagt, scheint zu stimmen. Ich habe keinen Grund, es nicht zu glauben. Es ist ein Österreicher gewesen, wenn er es war. Aber ich möchte ihn eben auch nicht beschuldigen, weil ich habe keine Beweise selber vorliegen.

41:59 Feliks Eyser: Also scheinbar ja, aber es ist nichts passiert.

42:01 Christoph Jentzsch: Er wurde nicht angeklagt. Ich habe irgendwann mal einen Anruf bekommen von FBI, die mit mir reden wollten und ein Interview machen wollten, ist aber auch nichts weiter danach passiert.

42:08 Feliks Eyser: Die haben sich es aber angeschaut. Also, ich mache auch eine Frage, wer ermittelt denn da eigentlich? Das ist jetzt keine. Welche Jurisdiction ist das überhaupt mal? Wer ist dafür zuständig?

42:15 Christoph Jentzsch: Ja, also ich weiß nicht, ob sie es wirklich angeschaut haben. Es war Jahre später. Also zu der Zeit ist gar nichts passiert. Und Jahre später, wir reden hier von, ach fünf Jahre, sechs Jahre später, als Laura Shin dann angeblich einen Hacker gefunden hat, dann kam mal was rum, aber. Wo kein Kläger da kein Richter. Also, es heiden, die einigen, die wirklich klagen können, sind ja eigentlich die DAO-Investoren. Doch die haben ja eigentlich ja Geld zurückbekommen. Es gibt ein paar wenige, wo Ich meine, ich habe es aus, ich wollte es nicht zu komplex machen. Es gibt noch Ethereum Classic. Das ist die Variante, wo Ethereum nicht geforgt hat. Und auf dieser Chain hat der Hacker noch das Geld, in einer Höhe von ungefähr 10 Millionen, was ja auch viel Geld ist. Dort die Leute könnten trotzdem noch klagen, aber scheinbar hat es keiner gemacht. So, von daher ist nichts passiert.

42:53 Feliks Eyser: Wahnsinn, Wahnsinn. Okay, lass mal zu Tokenize.it springen. Wie ging es weiter? Wie bist du auf die Idee gekommen, GmbHs zu tokenisieren? Was ist der Weg?

43:02 Das Learning aus den ICO-Scams: Die Geburt von Tokenize It

43:02 Christoph Jentzsch: Also letztendlich, wir haben mit der DAO gezeigt, dass man On-Chain Fundraisen kann und dass das super funktioniert, rein technisch. Also bis auf den Bug, klar. Aber wenn man den Bug mal zur Seite schiebt. Was ist denn nach der DAO passiert? Es gab Milliarden in Fundraisings über sogenannte Initial Coin Offerings. Das heißt Firmen, die gesagt haben, ich mache einen Token und verkaufe den weltweit und mache damit Geld. Doch der Token war oft. fast nichts wert. Also im Sinne von, da war nichts dahinter. Es gab keine Dividenden, keine Exita-Auszahlungen, es war einfach nur ein Token. Und man wusste eigentlich gar nicht, warum die Leute da wirklich rein investiert haben. Das ist wie wenn ich sage, ich mache es mal einen Christoph-Coin und Warum ist da was wert? Na, weil ich sage, da ist was wert und jetzt kauft. So. Und war nicht so ideal. Jedenfalls die ICO-Phase ging hoch und runter. Es gab ein paar gute Projekte, leider auch viele Scams, viele schlechte Projekte. Leider hat aus dieser Zeit Die ganze Blockchain-Branche ein bisschen einen schlechten Ruf bekommen Richtung Casino und so. Naja, sind doch nur so ein paar ICO-Scams und sowas. Das ist sehr, sehr schade gewesen. Aber man kann nichts dagegen tun, die Plattform konnierder nutzen. Aber mein Learning daraus war, okay, On-Chain Fundraising funktioniert super, aber rechtlich gesehen sind die Tokens meist nicht viel wert und das ist nicht richtig dahinter. Ich bin dann seit 2019 meine Firma Slock.it verkauft, erfolgreich. Wir waren damals so knapp 50 Leute und habe danach Business Angel Investing betrieben. Und ich bin so in knapp 20 Unternehmen investiert.

44:23 Feliks Eyser: Und der Prozess von mach mal einen Wandeldarlehen, dann werden irgendwie ein Lead-Investor, dann müssen Co-Investments und alle müssen miteinander reden, Türmes werden ausgehandelt, dann gibt es den Großtrag im Notar.

44:33 Christoph Jentzsch: Und beim Notarbe dann unterzeichnet, und das ist ein Riesenstress wegen irgendwie mal 10, 20, 30, so auch mal 50k Investments. Er ist völlig overload im Vergleich zu, ich klicke hier auf den Button auf Uniswap, kaufe mir diesen Token und bin investiert. Also der Investmentprozess. Und die Idee jetzt hinter Tokenize.it ist eigentlich, können wir seriöse Firmen, sprich deutsche GbHs oder auch Österreich, Ein ähnlich digitales Fundraising technologisch und auch rechtlich ermöglichen, wie es damals in den ganzen ICOs war oder wie On-Chain-Fundracing funktioniert hat. Das ist die Grundidee. Und wir haben das gebaut. Rechtlich gesehen ist es ein Eigenkapitalgenussrecht. Wer sich juristisch interessiert, für wie wir es gebaut haben, kann mich da gerne noch tief dazu fragen. Praktisch gesehen ist es ein virtueller Anteil, der wirtschaftlich dieselben Berechtigungen hat wie ein echter Geschäftsanteil, der am Handelsregister steht. Also ein virtueller Anteil ist wie ein Geschäftsanteil wirtschaftlich gesehen, aber virtuelle Anteile haben leider keine Mitbestimmung, das durften wir nicht machen, rechtlich, nur die Gesellschaften haben Mitbestimmung. Aber der virtuelle Anteil kann jedes halt gewandelt werden in den echten Anteil. So, das ist die rechtliche Lösung. Darauf aufbauend haben wir dann eben Fundraising-Tools gebaut. Das erste Fundraising-Tool war CrowdInvesting. Ja, dass man quasi seine Community einladen kann, ab 50 Euro zu investieren. Und da haben wir sehr viel Gehirnschmalz reingesteckt, das sehr, sehr schön einfach zu bauen. Dann haben wir Private Fundraising, also das richtet sich mehr an. Business Angels, VCs, Familie, Freunde, die privat in eine Firma investieren, keine öffentliche Runde. Das Tour, das hat am meisten Traction, also wir haben jetzt über 300 Investoren. Die mehr als 10 Millionen Gesamtvolumen auf der Plattform abgewickelt haben, von knapp 80 Firmen, die sich angemeldet haben auf der Plattform. Und die machen meistens Private Fundraising. Das läuft richtig gut.

46:13 Fundraising in 5 Min. statt 5 Wochen beim Notar

46:13 Feliks Eyser: Gib uns mal ein Beispiel. Ich bin jetzt ein Startup-Founder und ich mache eine App, eine Gassi-G-App für Hunde und will da jetzt Geld raisen. Was mache ich?

46:22 Christoph Jentzsch: Ja, du meldest dich bei uns auf der Plattform an, ein bisschen Namen eingeben von der Firma und so weiter. Am Ende kommt der wichtige Punkt: Alle Gesellschafter müssen unterschreiben, dass sie den Geschäftsführer erlauben, diese Tokens auszugeben. Wenn das passiert ist, dann bist du freigeschaltet auf der Plattform und kannst entweder Private Fundraising, das heißt, du gibst einen Link, einen personalisierten Link an einen Investor aus. Also beispielsweise Max Mustermann möchte 10. 000 Euro investieren. Er bekommt per E-Mail den Link zugeschickt und kann über den Link direkt das Investment closen. Das ist Private Offer. Oder du sagst, ich will an meine Community verkaufen oder Fundraisen über die Community. Da machst du Public Fundraising, kriegst Invest Now Button auf deine Webseite, jeder kann klicken und ab 50 Euro deine Firma investieren. Ohne eben Notargang und so weiter.

47:06 Feliks Eyser: Okay, und erzähl mal, was ist der Unterschied zu Crowdfunding oder Crowd-Investing-Plattformen, die man bisher so kennt? Da Gibt ja Plattform, da gibt es dann einen Offer oder Racing Startup. Irgendwie eine Million an Debt zum Beispiel, was der Unterschied?

47:18 Christoph Jentzsch: Also, der Hauptunterschied ist, dass sie Eigenkapital bekommen. Eigenkapit, weil die meist wie du schon sagt, Step heißt, es ist schlimmste, was es gibt, diese Nachrangdarlehen. Das heißt, 10% Zinsen, das bedeutet, wenn es gut klappt. Das Ding geht durch die Decke, dann kriegst du halt dein Geld zurück mit 10% Zinsen.

47:32 Feliks Eyser: Aber du kriegst trotzdem das volle Risiko.

47:34 Christoph Jentzsch: Genau, und wenn es nicht klappt, hast du halt nichts zurückbekommen. Also es ist das Schlimmste aus beiden Welten. Wenn man schon ein Risikokapital reingibt, dann will ich, habe ich, ich weiß, ich habe ein hohes Ausfallrisiko, aber wenn es klappt, dann will ich auch richtig profitieren. Und bei uns gibt es halt Eigenkapital. Du bist zwar nicht im Handelsregister drin als Gesellschafter mit Mitbestimmung, hast aber wirtschaftlich handelsbilanzielles Eigenkapital, sprich, du bist bei Dividendenbeteiligung dabei, Excel-Ellösen dabei, sogar bei Liquidationserlösen. Also immer, wenn ein Gesellschafter Geld bekommt, bekommt ein Tokenholder auch Geld und zwar genauso viel pro Token wie ein Gesellschafter pro Geschäftsanteil. Das ist die Garantie, die du hast, und du hast sogar noch eine Wandeloption, die Tokens quasi in echter Anteil zu wandeln, wenn du sagst, ich will Mitbestimmung haben.

48:13 Feliks Eyser: Okay, okay, wenn alle Stricke reißen, hast du quasi als Gesellschafter oder als Investor die Möglichkeit zu sagen, ich gehe auf den alten Weg. Das Ich gebe mein Token ab und krieg dafür Ein echtes Genussrecht im Fall.

48:26 Christoph Jentzsch: Richtig. Und damit haben wir wieder einfaches digitales Fundraising. Und was wir gelernt haben, ist, Fundraising funktioniert dann ganz anders. Ich muss nicht mehr unbedingt in einer Runde racen mit einem Lead-Investor. Sondern, wenn du heute sagst, hey, ich finde das cool, dann schicke ich dir einen Link, du schließt das Investment ab und wir sind durch. Und wenn in zwei Wochen später ein anderer kommt und sagt, ich möchte bei dir investieren, dann schicke ich dir den Link, der investiert, und dann ist der durch. Und so habe ich jetzt seit Anfang 2023 fast jeden Monat ein Investment abgeschlossen. Mal mehr, mal weniger. Und ich sage immer, eine Runde bei mir ist, die zur selben Bewertung eingestiegen sind. Und irgendwann ändert sich vielleicht meine Bewertung und dann fängt quasi im Kopf eine neue Runde an.

49:02 Feliks Eyser: Aber man kann

49:04 Christoph Jentzsch: Ich denke, ein Learning aus der Zeit war auch, wir haben jetzt seit den letzten anderthalb Jahren so dreieinhalb Millionen gerast. Und das ist. Fundraising is wie Sales. Also Sales heißt, verkauf ein Produkt an eine Kunde. Fundraising heißt, verkauf einen Teil meiner Firma an einen Investor. Und angenommen, du würdest nur im Sales sagen, ich kann nur einmal im Jahr verkaufen und jeder Verkauf findet beim Notar statt. Wie viel würdest du verkaufen? Wie würden deine Verkaufszahlen aussehen, wenn du nur einmal im Jahr und nur beim Notar verkaufen darfst? Und genauso machen wir aber Fundraising heutzutage. Und wenn wir aber Fundraising ähnlich denken wie bei Amazon quasi ein Produkt kaufen, kann ich auch einfach hier einen Anteil einer Firma kaufen. fängt das ganze Game ganz anders zu werden. Ich bin immer, ich verkaufe mein Produkt, ich verkaufe meine Firma, wenn ich gerade im Fundraising bin, natürlich. Wenn ich break-even bin oder Geld nicht brauche, muss ich nichts machen. Aber wenn ich noch ein Startup bin, was noch Geld braucht, um zu bauen und zu wachsen, Kann ich immer im Fundraising sein? Ich bin das immer so im Fundraising Modus.

50:02 Warum "Fundraising ist Sales" dein Mindset ändert

50:02 Feliks Eyser: Fundraising ist halt die Sales.

50:03 Christoph Jentzsch: Das erlauben wir mit unserer Plattform praktisch umzusetzen.

50:06 Feliks Eyser: Ja, und so haben wir auch bei euch investiert. Muss auch disclosen. Mit W3-Fund mit unserem Web3-Fund haben wir bei euch investiert über euer eigenes Produkt. Also du hast uns irgendwann so einen Link geschickt und haben wir gesagt, hey. Let's go. Und haben letztendlich das Geld zu dir geschickt, aber alles vertragliche sozusagen wurde abgebildet in dem digitalen Prozess.

50:24 Christoph Jentzsch: Und interessanterweise, ihr seid investiert, wir haben auch HTGF und ich nenne das deshalb High-Tech Gründerfonds deshalb bemerkenswert, weil es eigentlich zwei Drittel staatliche Gelder sind. Die sind ärztkonservativ, die gehen eigentlich nur zu Notar und die halten auch heute noch Tokens. Und das Interessante bei denen war, am Anfang waren die so, ja, okay, wir machen das jetzt, weil ihr seid Tokenize.it, also machen wir es über eure Plattform. Und wir wandeln danach sofort beim Notar und wären Gesellschafter.

50:47 Feliks Eyser: Gut, ihr habt ja das Recht.

50:48 Christoph Jentzsch: Können wir machen. Als es dann so weit war, dass wir wandeln wollten, haben sich das nochmal genau angeschaut und meinte: naja, wenn wir wandeln, haben wir eigentlich nichts weiter gewonnen, außer Mitbestimmung, aber verlieren jegliche zukünftige Liquidität. Weil, wenn ja irgendwann mal der Token handelbar ist, können wir nichts machen, da sind wir Gesellschafter und der Token ist wie so eine Art Mini-IPO mal auf dem Sekundärmarkt handelbar. Wir haben da nichts davon. Also haben sie sich entschieden, den Token zu halten.

51:09 Feliks Eyser: Und erzähl mal davon, weil das eine ist ja sozusagen der technische Weg, wie kommst du rein? So, in klassischer Weise gehst du zum Anwalt, er macht dann einen Vertrag über den Wandeldarlehen, das schickst du durch die Gegend, da kannst du diesen Monat auch raisen und nächsten Monat und die Bewertungen ändern. Es ist natürlich sehr aufwendig in der Administration. So, also quasi den Prozess habt ihr vereinfacht, aber. Es gibt ja auch eine ganze Reihe an weiteren Features, die das ermöglichen, wie zum Beispiel Sekundärtransaktionen, die du gerade genannt hast, das mal handeln kann. Was sind weitere Features, die es in eurer Welt gibt, die es beim Notar nicht gibt?

51:39 Die Zukunft: Sekundärmarkt & DeFi-Kredite für GmbHs

51:39 Christoph Jentzsch: Also das Wichtigste ist tatsächlich der Sekundärmarkt. Natürlich kann ich auch meinen echten Anteil beim Notar verkaufen, aber das ist ja ein Wahnsinnsprozess, nur wegen dem kleinen Verkauf. Und wo wir einen Riesenmarkt entdeckt haben, eigentlich erst ein bisschen vor kurzem, Es gibt viele Business Angels, die auch eben erfolgreiche Startups-Investments machen. Und es gibt aber kaum noch IPOs. Also die Anzahl der deutschen IPOs in den letzten Jahren ist halt so gering. Und damit gibt es keinen Rückfluss an Gelder. Und die können ja auscashen. Die sind halt investiert in tollen Firmen. Aber hängt da drin. Und die haben ein großes Interesse zu verkaufen. Und über unseren Zweitmarkt können diese Business Angels verkaufen an auch Kleinanleger. Die wiederum ein Interesse haben an solchen Pre-IPO-Startups, die schon etwas reifer sind, die sind vielleicht nicht so interessiert, der allererste Investor, so ein Pre-Seed-Startup zu sein. Das soll ruhig der Business Angel machen mit ein bisschen mehr Erfahrung und kann die ein bisschen besser einschätzen. Aber die haben schon Interesse an so einem B2B-SARS, was irgendwie 5 Millionen EAR hat und jedes Monat um 10% wächst. Da gibt es schon genug Kleinerleger, die da gerne rein investieren würden. Und da gibt es auch genug Business-Angels, die sagen: Ich habe meine Arbeit hier getan, ich gehe jetzt ins nächste, ich will hier auscachen. Und das erlauben wir quasi über unsere Plattform, dass wir diesen Sekundärmarkt über Tokens einfach abhandeln können.

52:44 Feliks Eyser: Und es kann auch die umgekehrte Variante geben, dass ein großer neuer VC reinkommt, der sagt. Ich will konsolidieren ein Stück weit. Ich will den Angels oder vielleicht auch den Foundern oder den Kleinanlegern ein Angebot machen und will Anteile von denen. Man liest es ja ab und zu in der Presse. Irgendwie Klarna macht jetzt ein Rückkaufsangebot bei 40 Milliarden Bewertungen, da können irgendwie Mitarbeiter und frühe Investoren. Oder wer auch immer Anteile verkaufen. Aber sowas zu orchestrieren ist sehr aufwendig und passiert nur in einer ganz späten Phase. Und der Vorteil, den du nennst, ist Das kann auch schon früher passieren. Also ich investiere in die Firma bei einer Bewertung von, sagen wir, 10 Millionen, die entwickelt sich gut, vielleicht gibt es dann irgendwann eine neue Finanzierungsrunde bei 50 Millionen. Hab 5x gemacht auf dem Papier. Da könnte ein Business Angel ja schon mal sagen, ich nehme das schon mal 2, 3x raus, reduziere mein Risiko ein bisschen und verkaufe die Anteile in so eine Runde und sowas. Wäre eine Sekundärtransaktion.

53:32 Christoph Jentzsch: Genau, das geht bei uns zehnmal einfacher, als ich das beim Notar machen muss. In Form von der nächsten Runde und so weiter. Also dieses, wir haben ja gelernt im Blockchain-Bereich. Wie schön einfach digital und schnell das alles geht mit Fundraising und auch vor allem der Sekundärmarkt. Ich meine, heute kennen die meisten Blockchain nur davon, dass sie auf Coinbase, Kraken oder Binance traden können, weil das halt auch so einfach geht.

53:52 Feliks Eyser: Und es geht auch sehr einfach on-chain.

53:54 Christoph Jentzsch: Und dann will ich aber trotzdem vielleicht noch einen letzten: mal so ein bisschen Ausblick in die Zukunft ausmachen. Denn auf Blockchain ist ja nicht nur das Trading. Im Blockchain gibt es auch gerade auf Ethereum etwas, das nennt sich DeFi, das steht für Decentralized Finance. Das sind Finanzapplikationen, die eben in Form von diesen Smart Contracts vollautomatisch laufen. Und da gibt es sehr, sehr spannende Entwicklungen. Und zum Beispiel könnte man einen Startup-Founder dann sagen: Du hast jetzt hier diesen GmbH-Token, so nennen wir das. Und du brauchst gerade kurzfristig mal einen Kredit. Du hast einen großen Auftrag bekommen, musst dafür aber irgendwie Material kaufen, du weißt genau, du kriegst das Geld in drei Monaten vor dem Kunde zurück, aber du musst jetzt brauchst du Geld. Und machst durch keine riesen Finanzierungsrunde wegen drei Monaten Liquiditätsengpass und brauchst irgendwie 200. 000 Euro. Aber weißt du, wenn du sagen könntest, du nimmst deine Anteile. Und nimmst die als Kollateral außer Sicherheit, um dir on-chain USDC, also einen digitalen Dollar, ein Kredit zu holen, von mir aus schon 5% Zinsen. Wenn du den in drei Monaten mit 5% Zinsen zurückzahlst, kriegst du deine Anteile wieder zurück. Wenn du die nicht zurückbezahlst, hat der Kreditgeber als Sicherheit Anteile, die dann, keine Ahnung, das 1,5-fach oder sowas wert sind von dem Kredit als Sicherheit. Und das kann man halt jetzt ganz einfach wirklich digital machen. Ich habe das selber als Tokenize.it probiert auf einer Plattform, die heißt PWN. Und. Dort konnte ich einfach meine Tokens anbieten, mir einen Kredit holen, denn danach wird es zurück bezahlen und war fertig. Ohne Tabak zu haben.

55:13 Feliks Eyser: Warum wie so ein Porn Shop, wie man das kennt, diese Pfandleihhäuser oder so. Genau, super, super einfach.

55:18 Christoph Jentzsch: Aber ich musste nicht mal Key by C oder EML machen, weil das eine komplett dezentrale Plattform war. Ich konnte mein Token als Sicherheit.

55:25 Feliks Eyser: Nur die neue Customer und Anti-Money Laundering, äh, so quasi die Geldwäsche. Prävention und so weiter.

55:31 Christoph Jentzsch: Die hast du nicht gebraucht, weil das onchain ist. Genau, weil es alles eine dezentrale Plattform war und Peer-to-Peer, also direkt von einem Menschen zum anderen. War das nicht nötig? Aber wie mächtig ist das, wenn ich als Startup Founder so ein Tool habe, wo ich mir kurzfristige Kredite geben kann und meine Anteile als Sicherheit geben kann? Wenn ich das mit einer Bank machen möchte, habe ich einen Monate Prozess. Und das ist jetzt so die Vorteile, die das Ganze mit sich bringt.

55:53 Feliks Eyser: Und jetzt ist es interessant, ich meine, da können wir dir zuhören und sagen: Ja, okay, Christoph erzählt von der Zukunft, wie viele Jahre dauert es, bis er das alles gebaut hat. Aber du musst das ja alles gar nicht bauen. Also, das ist ja das Spannende, irgendjemand anders hat diesen Marktplatz. schon gebaut, dieses Landing-Protokoll zum Beispiel. Also in dieser Decentralized Finance-Welt gibt es Leute, die sozusagen die anderen Legosteine bauen und solange die Legosteine kombinierbar sind, also solange du quasi on-chain deine Tokenized Anteile nehmen kannst, die woanders akzeptiert werden, sind diese Systeme miteinander connected. Das ist ja der große Vorteil, dass du jetzt als Tokenize.it nicht überlegen musst, Wie müsste man jetzt so ein Landing-Produkt bauen oder vielleicht sogar so einen Sekundärmarktplatz? Das könnten andere bauen.

56:28 Christoph Jentzsch: Richtig. Dadurch, dass wir einen Token auf Ethereum haben. Sind wir Teil dieses DeFi-Ekosystems? Und das ist so ein bisschen the Big Game, wo wir hinwollen. Kurzfristig ist es eigentlich, ich sage manchmal nur digitales Fundraising mit virtuellen Anteilen, damit es jeder versteht. Einfaches Investieren, das ist, was es jetzt ist. Aber den Sutter Founder wird noch viel mehr damit als Möglichkeit in der Zukunft gegeben. Jetzt digitales und kontinuierliches Fundraising, was eben auch nicht klassisch geht mit Kapitalerhöhungen und später. Zugang zum DeFi-Ekosystem. Und damit hat man sofort einen globalen Markt von Kreditgebern, von Investoren und denkt halt von heute auf morgen nicht mehr nur lokal, sondern gleich global.

57:05 Feliks Eyser: Was kostet es bei euch?

57:07 Christoph Jentzsch: Also wir nehmen 5000 Euro im Jahr als eine SaaS-Fee und 2% von dem Geld, was man RASE, über unsere Plattform.

57:13 Feliks Eyser: Also sehr einfaches Pricing. Nimmt es jemand 100. 000 Euro Race darüber, nehmt ihr 2. 000 Euro.

57:18 Christoph Jentzsch: Genau. Richtig.

57:20 Feliks Eyser: Verstanden. Was ist der Grund, warum das Founder heute noch nicht machen? Was sind sozusagen die Ressentiments, denen du begegnest oder die Unsicherheiten? Hauptsächlich nur, ich kenne es noch nicht, ist es neu.

57:30 Christoph Jentzsch: Also die Hauptbedenken von Foundern ist, ja, was ist, wenn mein VC das nicht mitmacht oder die gehen ja nur bei totaler Kapitalerhöhung, das, was sie normalerweise kennen? Also, die haben Angst, dass es der Investor nicht mitmacht. Deshalb haben wir, wir haben uns die letzten anderthalb Jahre ganz viel um den Gründer gekümmert. Jetzt kümmern wir uns viel mehr um die Investoren, also Education und eben für die noch eine bessere Plattform zu bauen. Wir werden voraussichtlich auch echte Anteile mit anbieten, damit der Founder keine Angst hat, ein Private Offer zu schicken. Und der Investor kann sich aussuchen, ob er zum Notar geht mit echten Anteilen oder virtuellen Anteile macht. Aber da hat es mindestens die Option und wir denken, dass wer die Option hat, viele sogar die virtuellen Anteile bevorzogen werden. Aber viele Founder trauen sich nicht, Angebote rauszuschicken, wenn sie. nicht wissen, ob der das Legal-Konstrukt mag oder nicht mag.

58:12 Feliks Eyser: Aber sag mal, Zeit ist auf unserer Seite.

58:14 Christoph Jentzsch: Wir sehen das auch gerade in den USA. In den USA ist Tokenisierung ein Riesenthema. Also es gibt BlackRock, die tokenisieren die Fonds mit Securities und anderen Dort ist das schon so viel weiter als bei uns. Ich sehe, wie das kommt. Und irgendwann ist die Akzeptanz auch immer größer dafür, dass man eben Tokenized Shares hat. Und das heißt, Zeit ist auf unserer Seite, wir müssen es nur beschleunigen, indem wir noch mehr Education haben und so weiter.

58:37 Feliks Eyser: Aber die, die es verstanden haben, die wissen, was es ist, auch die Investoren, die haben eigentlich fast nie irgendwas dagegen.

58:42 Christoph Jentzsch: Die müssen es halt nur, was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht. Und das ist das, was wir hier gerade begegnen. Die kennen halt ihren Wandeldarlehen. Und dann geht es zur Kapitalerhöhung und das mache ich immer so. Und was anderes, das muss ich erst mal Anwalt prüfen. Ich meine, wir haben natürlich große Kanzleien gehabt wie CMS und WIPOC, die haben das geprüft. Man kann sich auch auf die verlassen, wenn man das möchte. Aber ja, es ist nur diese Unbekanntheit. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was das ist. Ansonsten ist die Erfahrung eigentlich sehr positiv.

59:06 Feliks Eyser: Okay. Und ihr habt viel für einen Founder gemacht und jetzt switcht ihr sozusagen auf die Investoren. Das heißt, wenn hier Business Angels zuhören oder Fundmanager, die VCs, die können sich auch mal bei dir melden und mal verstehen sozusagen, wie das aus ihrer. Perspektive funktionieren kann. Und was der Vorteil ist, wie für den High-Tech Gründerfonds diese Liquidität potenziell zu haben.

59:22 Christoph Jentzsch: Richtig, die kommt natürlich nicht in dem Moment, wo ihr investiert als in eine Pre-Seed-Startup, das noch nicht. Ist noch nichts Liquide, aber die kommt halt nicht erst in zehn Jahren bei einem eventuell IPO. Die kann halt schon nach drei, vier, fünf Jahren kommen, wenn man die ersten Secondaries auf unserem Markt verkaufen kann. Und das ist auch für die VCs und die Angels ein Riesenvorteil. Und natürlich eine extrem einfache digitale Abwicklung. Spart halt Unmengen an Anwaltskosten und Administration.

59:44 Feliks Eyser: Ja, ja. Wie haben deine Learnings von The DAO sich ausgewirkt auf Tokenize.it?? Was hast du mitgenommen? Was machst du anders als ohne die Episode?

59:53 Das Peter-Thiel-Learning: Wir unterschätzen, wie groß Dinge werden

59:53 Christoph Jentzsch: Das erste ist natürlich Security, klar. Security, gut, die haben wir nicht komplett nicht beachtet bei der DAO, aber die habe ich jetzt noch viel, viel mehr Geld investiert in Security Audits und so weiter. Das ist Thema Nummer eins. Aber vielleicht das mehr so auf Business-Sicht gesehen, mal nicht das Technische. Zum einen, das ist was, was. Manche mögen zwar nicht dem Peter Thiel, der Peter Thiel hat es mal gesagt und das ist mir hängen geblieben. Das hat auch bei der DAO bestätigt bekommen. Wir haben keine Ahnung, wie groß etwas werden kann. Denn wenn es funktioniert, also wenn das wirklich den Nerv getroffen hat, unterschätzen wir fast immer, wie groß das wird. Er sagt, sein größter Fehler war, bei der Facebook Series B nicht mitzumachen, weil er fand, die Bewertung war zu hoch, weil er dachte, da hätte er nie gedacht, wie groß das werden kann. Und die waren ja schon investiert. Und im anderen, im Umkehrstoß aber, wir unterschätzen oft, wie groß unser Problem ist, wenn es noch nicht funktioniert. Also, wenn du was hast, was einfach noch nicht fliegt, was einfach nicht kein Product Market fit hat, ist dein Problem meist viel größer als gedacht. Aber wenn du einmal Product Market fit hast, dann kann das viel, viel größer werden. Und so war es bei der DAO. Wir haben bei der DAO völlig unterschätzt, welchen Nerv der Zeit wir getroffen haben und wie viele Leute daran Interesse haben. Also in Größenordnungen. And if by tokenized, then is eben auch so, ich will den 100% product market rate. They're seeing gutes Wachstum bei uns Aber wir sind nah dran, auch wirklich dieses Hyperscaling irgendwann hoffentlich hinzubekommen. Dort sind wir noch nicht Stand heute. Wir wachsen gut, aber ich weiß, wenn ich den Punkt erreicht habe, dass es wirklich funktioniert, dann ist wirklich the sky the limit. So an art euro's AngelList. AngelList is a platform in the USA, where business angel investments and Official Investments abicked werden. Investment-Plattformen zu bauen, wo alle europäischen Legal Entities, vor allem die privaten wie GmbH, LLC, die Saal und vielleicht irgendwann mal die EU Inc. , wenn sie kommt, wäre toll. Abzuwickeln und das auf einer Plattform zu machen. Das gibt es noch nicht in Europa. Warum eigentlich nicht? Und europäisches Business Angel Investing ist die totale Hölle. Weil jedes Land hat einen anderen Standard, hat andere Verträge, hat einen anderen Prozess. Und wenn du jetzt als Business-Angestin nicht super professionell bist, wie ein VC Fond, der eine Anwaltskanzlei dahinter hat. Ist das einfach nur, machst du nicht wegen 50k Investment jetzt hier einen riesen Fass auf mit Anwälten. Aber deshalb investierst du auch nicht, weil du, die Franzosen, die schicken dir die Verträge auf Französisch. Die kennen da nichts. Also wieder kein Standard. Das heißt Was ich möchte, ist, einen Standard schaffen, der immer darauf basiert, dass es einen Token gibt, der letztendlich einen echten Anteil abbildet und der immer zweitmarktfähig ist von allen europäischen Legal Entities oder Typen von Legal Entities. Wenn das geschafft ist, dann ist das ein Multimilliarden-Business. Und das ist mit The Sky's the Limit. Wir merken, während wir das bauen, was unsere Kunden noch so wollen, wo es hakt, und das machen wir Stück für Stück. Kommen immer mehr Richtung dieses, jetzt treffen wir wirklich genau ins Schwarze. Und es ist eigentlich nur die Frage von, wie viele Literationen brauchen wir, bis wir dort sind, aber irgendwann werden wir dort sein. Und ich bin sehr, sehr optimistisch dann. Ähnlich wie bei der DAO, zu merken, jetzt haben wir es getroffen und dann ist halt the sky the limit. Das war so ein bisschen mein größtes Learning, auch von Ethereum. Ich meine 500 Milliarden Bewertung. Kann man sich manchmal gar nicht richtig vorstellen.

1:03:00 Feliks Eyser: Kann man sich nicht vorstellen. Was ist das genau?

1:03:01 Christoph Jentzsch: Eine Gruppe von 20, 30 Leuten, die das Ding gebaut hat in einem Jahr und natürlich wurde es seitdem weiterentwickelt und so weiter. Aber die Haupidee ist damals so entstanden. Und wenn etwas funktioniert, hast du keine Ahnung, wie groß es werden kann. Und das ist so das Haupt-Learning, und deshalb bin ich auch ein großer Fan von Business Angel Investing, VC Investing. Es ist genauso Chase zwar dieses Unicorn. Aber wenn du einmal was hast, dann ist es viel größer als gedacht.

1:03:25 Feliks Eyser: Das sieht man auch heute bei AI-Startups.

1:03:27 Christoph Jentzsch: Ich meine, ihr seid auch Investoren, ihr seht, was da gerade für extreme Multiples und was da für Growth Rates bei Lovable oder Replit und wie sie alle heißen, was da gerade abgeht. Weil wenn man einmal den Nerv der Zeit getroffen hat und auf diese Welle reitet, die Nachfrage, die gerade kommt, ist es schwer, das zu tun. Aber wenn du drauf bist, kann es riesig werden. Ja, 100 Prozent. Und du kannst dein Geld nur einmal verlieren. Richtig. Ich glaube da ganz stark dran an asymmetrische Risiken und Chancen. Also du kannst halt maximal deine 100. 000 Einsatz verlieren, aber äh. Kannst du eine Chance aus der 100. 000, 1 Million, 10 Millionen, 100 Millionen zu machen. Das ist diese asymmetrische Chance. Ich habe das immer, der mir mal beigebracht hat, als Beispiel gebracht. Wenn du eine Frau ansprichst, sie könnte die Frau deines Lebens werden und du heiratest sie, ohne sie sagt halt nein. Aber das Schlimmste, was passieren kann, ist einfach, nein. Aber es ist nicht mal das Schlimm. Aber die Upside ist quasi fast unlimited. Oder du liest ein Buch, du kannst mal zwei, drei Stunden verschwenden, du hast ein dummes Buch gelesen. Oder es verändert dein Leben für immer und du machst Dinge anders. Und das ist bei Startups so, das ist bei Investing so und bei vielen anderen Bereichen im Leben auch. Und wenn man das immer wieder tut, wird sein, also Naval nennt es immer das Lux-Surface, also sein. Die Oberfläche, dass ich Glück treffen kann, machst du halt immer größer, wenn du viele von diesen asymmetrischen Risiken eingehst. Und dann ist es nur eine Frage der Zeit, dass es irgendwann mal klappt. Und so lebe ich eigentlich mein Leben und bin sehr glücklich damit. Und sind Risiken und es geht auch mal was schief, siehe die DAO. Aber das war auch Limited. Das geht auch vorbei. Und das Leben geht weiter. Das muss man immer ein bisschen in Perspektive sehen. Und nur Menschen, die viele wagen, können auch viel erreichen und da kann auch große Veränderungen rauskommen. Und deshalb investiere ich so gerne in Gründer, die einfach groß denken, aber trotzdem die Füße auf den Boden haben und wissen, ich komme da nicht von heute auf morgen hin, ich habe einen Weg. Fang an mit einer kleinen Nische, aus der Nische heraus, kannst du wachsen und so weiter. Die kennen wir alle, die sie lernen. Aber das sind die Menschen, die ich super gerne investiere. Gibt es leider Nicht so viele, ehrlich gesagt. Es gibt viele Faunen, die machen das nur, um kurzfristig Geld zu bekommen, aber es gibt auch welche, die so ticken und die das verdient haben, dass man in sie investiert.

01:05:42 Mental Model: "Fail Forward"

1:05:42 Feliks Eyser: Was sind sonst so Philosophien, die du mitgenommen hast oder so Mental Models? fail forward habe ich zum Beispiel mal gelesen über dich, hast du mal gesagt an der Stelle. Ja, mach ich fail forward, das ist ein schöner Satz.

1:05:53 Christoph Jentzsch: Fail forward ist Du fällst nach vorne. Das heißt, es war kein Rückschritt. Du hast die DAO, könnte man denken, als ein Rückschritt, aber eigentlich war das so ein riesen Learning. Nicht nur für mich persönlich, auch für die gesamte Ethereum-Community. Viele sagen, es war gut, dass das passiert ist, weil wir danach. Smart Contract, Security richtig ernst genommen haben und vieles anderes passiert ist, was letztendlich sehr, sehr gut war. Das heißt, es gibt wenig Fehlschläge, die dich wirklich zurückwerfen. Die meisten, wenn du richtig damit umgehst, führen eigentlich zu mehr Erfolg und mehr Fortschritt. Das ist gemeint mit Failforward. Und das heißt, geh ruhig Risiken ein. Ich meine, nicht komplett ohne Kopf, also denk schon nach, was du tust, aber. Wir leben nur einmal hier auf der Erde. Das Leben ist wirklich kurz. Und gerade wie wir hier in Deutschland, ich meine, wir haben ein soziales Sicherungssystem, nicht, dass ich da rein will und nicht, dass ich das empfehle, dass es mein Ziel ist. Aber niemand wird hier auf der Straße sitzen und verhungern. So, wir können also Risiken eingehen. Das ist eigentlich ein Benefit von dem Social Network, was wir haben, was ich noch nicht genug sehe, ist, dass die Menschen Risiken eingehen können. Die können sich selbstständig machen. Die können, wenn ein Traum hat, davon sein, ein Restaurant zu eröffnen, mach's einfach. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, es geht schief. Du bist mal kurz in der sozialen Hängematte und kommst dann wieder raus und machst das nächste Ding. Und versuchst natürlich Geld zu verdienen, du bist fleißig und kannst dadurch irgendwann durch Steuern das ja auch wieder zurückbezahlen, dass du mal kurz da rein musstest. Aber wir haben eigentlich Umstände. Die waren noch nie so gut wie heute. Es gibt eine GmbH mit einer beschränkten Haftung. Wenn man sich das vor ein paar hundert Jahren überlegt hat, was ist das für ein Riesenvorteil? Du haftest nur bis zu 25. 000 Euro. Du kannst Risiken eingehen, mit Verstand, aber es ist absolut möglich, in Deutschland und überhaupt Europa viel zu machen.

1:07:31 Feliks Eyser: Was glaubst du, wie kriegen wir es hin, dass mehr Leute gründen und insbesondere Leute mit technischem Background, Ingenieure? Ich meine, du hast. Theoretische Physik studiert? Ja. Wie kriegen wir mehr Leute aus solchen Backgrounds dazu zu Grund? Weil ich mit vielen Faunern spreche, die von einer Business School kommen und dann so super analytisch auf was drauf schauen, aber eigentlich wollen wir doch Die Bilder, die Ingenieure, die wirklich was selber bauen können?

1:07:54 Christoph Jentzsch: Das ist eine gute Frage. Ich meine, ich habe damals nicht so gedacht. Ich komme aus einer Familie, wo auch mein Vater ist Unternehmer gewesen, meine Geschwister teilweise auch. Das macht was mit ein. Und es muss einen Wechsel im Kopf stattfinden, mal dieses unternehmerische Denken aufzumachen, dass das möglich ist. Die meisten Ingenieure. Kriegen halt ein gutes Jobangebot, wo sie irgendwie gutes Geld verdienen, wo sie ein normales, gutes, bürgerliches Leben leben können. Und das reicht dem meisten. Und das passt ja auch. Und warum soll ich so ein riesengroßes Risiko eingehen? Vielleicht muss man dir noch mehr diese Chancen aufmachen, schau, das ist erstmal kein riesengroßes Risiko. Du findest auch im schlimmsten Fall danach auch wieder einen Job. Nicht, dass da alles vorbei ist. Und du hast nicht deinen Name verbrannt, wenn du mal ein Startup gegen die Wand gefahren hast. Vi Und dieses Denken, das muss alles nicht richtig etablieren. Und dann muss natürlich auch der Ingenieur umdenken. Wenn ich heute sehe, was ich tue, ich habe angefangen, wie gesagt, theoretische Physik. Danach war ich Programmierer bei Ethereum. Danach bin ich mit Slock.it, die waren da irgendwann 50 Leute, habe ich nur noch Projektmanagement betrieben von so Softwareprojekten für Kunden. Was habe ich letzten Tage gemacht? Ich habe Outbound Sales gemacht. So könnte man denken, da kannst jemand anstellen für 30. 000, 40. 000, dann machst du es auch. Aber ich wollte das selber machen, um zu lernen, was funktioniert, was funktioniert nicht. Was ist die Ansprache, wo muss ich verbessern? Das heißt, du bist als Founder Das hätte ich mir nicht vorstellen können vor zehn Jahren, dass ich quasi hauptsächlich Selbstgespräche mache und Leute anstelle, ganz, ganz verschiedene Dinge tue. Und das muss man natürlich dann auch irgendwo mitgeben. Oder man hat einen guten Co-Founder, der die Business-Ecke mit abdeckt. Das ist meistens ideal. Man hat so den Builder und den Seller. Das sind die zwei, die ich brauche, wenn ich irgendwo investiere.

1:09:27 Feliks Eyser: Manchmal hat man die auch in einer Person, aber oft sind es eben zwei. Wie schaust du auf das Thema Learning? Wie bildest du dich selber weiter und sagst, bist du plötzlich Vertriebsmitarbeiter, so schaust du dir YouTube-Videos an, rufst du Leute an, die gute Vertriebler sind, wie wächst du als Founder?

1:09:42 Christoph Jentzsch: Also tatsächlich gibt es alles online. Es gibt so gutes Material, was man lesen kann. Ich hatte einmal wirklich einen Coach. Lief okay. Ich habe schon einiges gelernt von dem, aber das habe ich dann auch wieder gelassen, war mir zu teuer. Letztendlich findet man auch online wirklich super Sachen. Also gerade Twitter ist für mich. Wenn du den richtigen Leuten folgst, da gibt es gute, also gerade aus Silicon Valley, die erfolgreich Founder gewesen sind, die dir Transition mitgemacht haben. Wir leben ja heute in einer Zeit, wo das. Modell, wie man Startups baut, der ist wirklich schon gut erforscht, wo es so viele Beispiele gibt und diese Leute, die manchmal, es gibt wirklich welche, die bauen einen Unicorn nach dem anderen. Die schaffen das. Zwei, dreimal. Und die haben irgendwas herausgefunden, was ich noch nicht ganz weiß. Und natürlich lese ich denen ihre Sachen. Ich lese die Blogpost, manchmal schreiben die auch Bücher. Da gibt es super Sachen zum Lesen. Ich habe letztens so ein Klassiker gelesen: Crossing the Chasm, so ein Marketing-Standardbuch. Für mich super erhellend. Und ich brauche da nicht Studium zu machen von BWL oder ähnliches. Ich lese diese Bücher, versuche das anzuwenden und dann eben Learning by Doing. Und vorangehen.

1:10:49 Feliks Eyser: Wir hätten gerade einen Gast im Podcast von Rafa, Raphael Frank, der hätte das gesagt, das finde ich auch so interessant, der hat gesagt, er liest diese Bücher von Experten. Aber besser ist er noch, sich das von denen erklären zu lassen. Und er hat sich zur Eigenschaft gemacht, diese Autoren anzuschreiben und zu sagen: Hey, was wird es denn kosten, wenn du mir das jetzt mal einen Tag lang aus deiner Perspektive mit deinen Erfahrungen erklärst? Und er meinte, das ist halt oft günstiger als man denkt, weil so ein Autor oder so ist jetzt auch nicht. In der Regel Multimillionär mit so einem Buch geworden. Und viele leben ja dann von so Speaking-Gigs oder von Beratungsaufträgen. Und der meinte, der hat häufiger quasi Autoren einfach kontaktiert und sich von denen das Wissen dann nochmal direkt geholt zusätzlich zum Buch.

1:11:24 Christoph Jentzsch: Fand ich genial. Finde ich wirklich gut. Wichtig ist, dass er auch ins Team Bisschen zu tragen. Ich meine, das eine ist, ich lese Bücher und dann will ich nicht, dass mein Team den ganzen Tag nur damit beschäftigt ist, zu lesen und nicht arbeiten kann. Das heißt, die wichtigsten Ideen dann wirklich umzusetzen, ist letztendlich immer das Schwierigste. Execution ist wirklich alles.

1:11:41 Feliks Eyser: Letztendlich, die Theorie ist ja eigentlich recht klar.

1:11:43 Christoph Jentzsch: Du baust ein Produkt, du merkst, das passt noch nicht ganz, du iterierst so lange, bis du die Kundengruppe richtig hast, du fängst an in der Nische, wo du den Markt wirklich gewinnen kannst und wächst dann aus der Nische heraus. So sind ganz grob die meisten Unicorns entstanden. So, klingt erstmal easy. So, dann ist der Teufel im Detail, dass du es einfach umsetzt und schnell bist und machst. Und dann lernst du schon sehr viel dabei.

1:12:05 Feliks Eyser: Wir haben irgendwann bei uns die Lesezirkel eingeführt mit den Führungskräften, weil meine Erfahrung war auch, ich lese dann dieses Buch und dann komme ich zurück und sage, ey, wir müssen jetzt alle Radical Candor machen oder weiß ich nicht. Delivering Happiness umsetzen und wie diese Bücher alle heißen. Und dann überfährst du natürlich die Leute und habe ich gesagt, ah scheiße, die müssen ja selber in diese Erkenntnis kommen. Ich habe gesagt, wir treffen uns morgens im Café um 8 Uhr und besprechen das Buch, wie so ein Lesezirkel. Also wir nehmen uns irgendwie so drei Monate, um ein Buch zu lesen, ist auch nicht irgendwie krasser Speed, dass jeder da genug Zeit hat. Morgens besprechen wir das und dann überlegen wir selber, wie wir das implementieren können. Das hat bei mir super gut funktioniert. Quasi die Leute mitzunehmen. Dann haben wir pro Jahr so vier, fünf Bücher gelesen gemeinsam und mittlerweile auch bei Beteiligungen mache ich das teilweise mit den Founding-Teams, dass wir uns ein Thema raussuchen, was gerade der Engpass der Company ist. Egal ob es Organisationsaufbau oder Sales oder Pricing oder Marketing oder solche Themen sind, lesen gemeinsam im Buch und überlegen dann, wie wir es umsetzen können. Und da habe ich super Erfahrungen damit gemacht.

1:12:56 Christoph Jentzsch: Klingt wirklich gut, sollte ich wahrscheinlich auch mal tun. Also ich will mein Team einfach noch mehr dahinter bekommen. Ich habe die Besonderheit, ich bin halt diesen Solo-Founder, ich habe keine Co-Founder, als ich Tokenize.it gemacht habe. Das war anders damals bei Slock.it. Ich habe aber inzwischen einen sehr, sehr engen Partner, mein COO, der Jens Beyrich, mit dem ich alles besprechen kann. Also man braucht irgendwie dieses Spelling-Partner, weil man in der Diskussion dann erst richtig diese Ideen weiterentwickelt und in die Umsetzung bringen kann. Aber ja, man muss es reintragen, ins ganze Team. Ich glaube aber auch heute sehr stark an kleine Teams. Wir sind gerade zehn Mann mit Frau und wir wollen eigentlich klein bleiben im Teamanzahl. Wir machen gerade sehr viel mit Auch AI zu benutzen und Prozesse zu automatisieren. Und bevor ich jemanden einstelle, schau erstmal nach, hängt man es auch mit besseren Prozessen oder ist es überhaupt nötig? Und nicht in Sales in den Revenue zu wachsen, aber nicht in der Personenanzahl so schnell zu wachsen. Und das ist nicht leicht, aber ich glaube, gerade die meisten Startups tun gut daran, in den Teams noch sehr lange klein zu bleiben, bis sie merken, dass sie wirklich Den Nagel auf den Kopf getroffen haben und erst dann wirklich zu skalieren.

1:13:56 Feliks Eyser: Und da baust du intern deine n8n-Flows und alles, was damit zu tun hat.

1:13:59 Christoph Jentzsch: Hast du eigentlich da investiert? Ich wäre sehr gerne bei n8n mit dabei gewesen. Das habe ich leider verpasst. Sehr, sehr, sehr schade. Also, ich bin, ich nutze N8N. Ich habe ihn sogar jetzt letztens auf LinkedIn angeschrieben. Ich weiß, die Wertung ist schon recht hoch, aber ich bin gerne noch dabei. Mal gucken, ob ich noch mit reinkomme.

1:14:14 Feliks Eyser: Da hast du auch Cold Outreach gemacht, ja?

1:14:16 Christoph Jentzsch: Genau, einfach angesprochen. So, mal gucken, was rauskommt. So. Aber ja, ich nutze n8n, dass wir ein paar Prozesse damit machen. Wir haben es als Beispiel für Imperial jetzt gerade eingeführt, wenn. Bewerbe kommen, ich suche gerade einen Entwickler. Das heißt, all diese ganzen CVs gehen erstmal an der AI, die schaut nach, passt das zu dem, was wir suchen, und sortiert dann selber aus an interessant und nicht interessant.

1:14:36 Feliks Eyser: Wir schauen uns dann nur die Sachen an.

1:14:38 Christoph Jentzsch: Das ist so ein kleiner Prozess, den wir da gebaut haben, wo die AI quasi das Pre-Screening macht. Funktioniert einwandfrei.

1:14:44 Feliks Eyser: Ja, krass. Ich habe in ein Startup investiert, das als Produkt machen in den USA quasi. Diesen ganzen Recruiting vorsortieren und Interviewing-Prozess. Ich glaube total dran. Auch für die Kandidaten tatsächlich, dass es eine fairere Experience ist, wenn du mit einer AI reden kannst, weil du halt 24-7 mit der sprechen kannst und die auch keinen schlechten Tag hat und dich deswegen dann gerade aussortiert oder so.

1:15:02 Christoph Jentzsch: Ja.

1:15:05 Feliks Eyser: Ich geb's zu, ich habe früher gerne gezockt und in den 90er Jahren war mein Lieblingsspiel Super Mario auf der Nintendo 64 und bei dem Spiel Musste man Sterne sammeln, um das nächste Schloss freizuschalten und weiterzukommen. Und Founder Mode sehen wir genauso. Wir machen diesen Podcast nicht für Geld, nicht für den Fame, sondern für Sterne. Und zwar für Bewertungen. Wenn du noch keine Bewertung abgegeben hast, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den Podcast kurz anzuhalten. Und auf Spotify oder Apple oder wo du zuhörst. uns ein paar Sterne zu geben, damit wir das nächste Level mit dir zusammen freischalten können. Vielen Dank! Letztes Mental Model, Build to Give. Erzähl mal.

01:15:48 Mental Model: "Build to Give"

1:15:48 Christoph Jentzsch: Ja, also Build to give, warum mache ich das überhaupt, oder Gründer? Ich meine, ja, mir geht es finanziell gut, ich brauche jetzt nicht unbedingt das aus finanziellen Gründen. But du willst, wenn du irgendwo was erreicht hast, etwas zurückgeben. Und ich habe damals überlegt: Ich könnte jetzt sagen, ich könnte eine Charity und bin voll aktiv und mache irgendwo wohltätige Sachen. Aber das ist nicht meine Top-Skill. Besser ist, ich könnte eine Firma, die auch finanziell richtig erfolgreich wird, und mit diesem Geld gebe ich zu Charities. Damit habe ich mehr gekonnt. Also Build to Give in meinem Sinne ist, dass die Holding, die ich gerade habe, Ist noch nicht unfirmiert, aber ich habe das vor, dass das Geld dann quasi, was dort reinkommt, letztendlich an eine Charity geht. Das heißt, weil die Company Tokenize.it GmbH ist 100% for-Profit, wir wollen einen Unicorn werden und noch größer. Aber meine Anteile, die Gewinne, die daraus entstehen, die habe ich einer Charity gewidmet, dass wir das an wohltätiges Zweck geben wollen. Das sage ich jetzt nicht, um irgendwie gut dazustehen, aber dieses Build-to-Gift gibt dir nochmal eine ganz andere Motivation. Sagen wir, ich brauche nicht irgendwie jedes drittes Auto, sondern ich gebe lieber, tu was Gutes, aber viele von uns, die jetzt gut sind, im Companies bauen, sagen Können mehr Gutes erreichen, indem sie eine weitere Company bauen und die Benefits dann denen geben, die sehr gut darin sind, in wohltätige Projekte zu machen oder Charities zu machen. Da gibt es auch Profis, die sehr effizient das Geld einsetzen können, die wesentlich besser darin sind als ich. Also machen wir da hier die Aufgabenteilung, deshalb Build to Give in dem Sinne und natürlich das Produkt selber. Ich glaube daran, dass jede Transaktion, die freiwillig mit allen Informationen gemacht wurde. Gut ist, weil jemand bekommt etwas, was besser für ihn ist als das, was er weggibt. Also er zahlt Geld, bei uns sind es 5000 Euro und bekommt dafür eine Plattform, die ihn mehr bringt als das. Und deshalb ist, wenn man im freien Marktwirtschaft etwas baut, was viel genutzt wird, gibt man mit jeder Transaktion letztendlich mehr, als man also zurückbekommt in dem Sinne. Für mich ist es, ja, ich habe ein Produkt einmal gebaut, bekomme jedes Mal vom Kunden Geld, klar, kann damit noch mehr bauen. Aber auch manche, vielleicht lässt er Gedanken dazu noch, aber manche haben ja auch ein bisschen Angst vor dem Sekundärmarkt und sagen, naja, ich will nicht, dass da getradet wird, mein Preis von der Firma. Dann sage ich, jeder Trade bedeutet, jemand, der deine Firma glaubt, kommt rein in dein Captable und der nicht mehr dran glaubt, geht raus aus dem Captable. Jeder Trade ist gut. Jede Transaktion ist gut, die freiwillig gemacht wird mit vollen Informationen. Und das ist auch eine Art Build to Give, weil wir jemandem etwas geben, was er sonst nur für mehr Geld bekommen hätte mit viel Aufwand.

1:18:13 Feliks Eyser: Ja, interessant. Und wie viel wirst du selber behalten? Wie viel gibst du deinen Kindern? Gibst du alles weg?

1:18:17 Christoph Jentzsch: Gibt es eine Quote? Wie schaust du da drauf? Ich habe mir noch voll Gedanken gemacht, aber noch nicht entschieden, wie ich es mache. Ich weiß es noch nicht. Es ist eine schwierige Frage tatsächlich. Was ist gut für die Kinder? Was ist zu viel, was ist zu wenig? Was möchte ich in den Staaten ins Leben? Also momentan bin ich auf dem Punkt, ich unterstütze sie bei ihrer Ausbildung, ich unterstütze sie, auf ihren Weg zu gehen, ich bin ihr Safety-Net. Aber ich möchte sich selber Sachen aufbauen. Und ich bin ja noch jung, mit 40. Und meine Kinder, der älteste sind 17. Das heißt, wenn wir irgendwann mal an Erben denken, dann sind die auch schon fast Großeltern. Aber ich sehr junge Kinder bekommen habe. Das heißt, ich will, dass sie selber ihre Sachen aufbauen im Leben und natürlich unterstütze ich sie dabei, wenn sie das gerne wünschen und brauchen. Das ist zumindest, wie ich aktuell darüber denke.

01:18:57 Family Hard Mode: 8 Kinder & ein Startup

1:18:57 Feliks Eyser: Du hast acht Kids, das musst du mir mal erklären. Ich habe zwei zu Hause. Gib mir mal eine kleine Masterclass in Parent Hood. Wie baut man Unternehmen auf und kriegt es hin? eine Familie mit acht Kindern zu haben. Du sagst, du brauchst kein drittes Auto, aber in zwei Autos passen die auch nicht, glaube ich.

1:19:14 Christoph Jentzsch: Die passen sogar in eins. Wir haben einen VW-Bus und haben dort noch einen zehnten Sitz reingebaut. Also, wir haben jetzt einen Zehnsitzer, das funktioniert schon. Es wünschen sich hinschnittlich als der, der es rausgefunden hat. Ich muss dazu sagen, ich habe acht Kinder mit einer Frau. Wir haben geheiratet damals, da war ich 21, sie war 19. Hast du die so angequatscht im Sinne von asymmetrischer Abseit? Es geht um die Richtung, aber sie wollte damals Karriere machen und nicht viele Kinder haben. Ich komme selber aus einer Großfamilie, ich wollte viele Kinder haben. Es hat sich aber so entwickelt im Laufe der Zeit, ehrlich. Wir hatten das nie gesagt, wir wollen auch Kinder haben. Sondern wir haben eigentlich immer wieder gesagt, ach, warum nicht? Warum nicht noch eins mehr?

1:19:50 Feliks Eyser: Noch eins.

1:19:50 Christoph Jentzsch: Meine Erfahrung ist, für die, die jetzt Großfamilien in Betracht ziehen, es ist nicht achtmal so viel Arbeit wie ein Kind zu haben. Es ist so, als Physiker gesprochen, man ist eine asymptote. Tut man sich einer Maximalbelastung annähern. Das heißt, die Kinder werden auch verständlich. Ich meine, wenn man damals, als wir drei Kinder hatten, war das für mich viel anstrengender als jetzt mit acht. Wir hatten die drei und die haben einen Stress gemacht. Das waren die drei Kinder unter drei. Die haben ja sehr schnell hintereinander bekommen. Und das war richtig Stress.

1:20:18 Feliks Eyser: Die kleinen Kinder sind das Problem. Ab dann irgendwann hast du so dieses Perpetuumobile, dass der Sechsjährige sich dann vielleicht um die Zweijährige kümmert, so ein bisschen.

1:20:25 Christoph Jentzsch: Genau, wir haben jetzt einen 17-Jährigen, ist der Älteste, und dann ist so ungefähr zwei, drei Jahre Abstand zwischen den Kindern. Und ja, die Älteren helfen mit. Das ist alles so ein bisschen ein selbstorganisiertes System. Kommen wir zurück zum Anfang unseres Podcasts. Das war die Dau, bei der sind mit weiter. Wir haben ein paar wenig Regeln, nicht viele, also wir sind keine strengen Eltern.

1:20:43 Feliks Eyser: Was sind die Regeln?

1:20:44 Christoph Jentzsch: Nein, im Regelnfall natürlich, wir hauen nicht, wir sind freundlich zueinander. Wir treffen uns jeden Abend zum Abendbrot und machen danach immer noch einen geistigen Gedanken und ein Abendgebet. Das ist so ein bisschen unser Ritual.

1:20:54 Feliks Eyser: Und dieses Ritual ist so der eine Moment, wo wir als Familie wirklich zusammenkommen.

1:20:58 Christoph Jentzsch: Gemeinsam essen, besprechen kurz danach. Also ein geistiger Gedanke heißt für uns. Irgendwas über Liebe, über Glauben, was inspirierendes oder ein gutes Zitat, was jemand gelesen hat im Buch oder was auch immer. Irgendwuter Gedanke, den wir besprechen. Es ist eine Reih obendran, wer den geistigen Gedanken gibt. Und danach sprechen wir in Abendgebeten, alle gehen ins Bett. Wir bringen die Kleinen ins Bett, die großen machen es selber. Das ist eine Sache, die uns sehr, sehr wichtig ist, dass wir einmal am Tag zusammenkommen. Weil sonst ist halt jeder halt irgendwo Klavierunterricht, Fußball oder was halt so ist. Ansonsten ist meine Aufgabe, ist nicht, meine Kinder zu, also Erziehen ist immer so ein Wort, erziehen klingt so brutal. Ich bin nur dafür da, ein Umfeld zu schaffen, worin die wachsen können. Und das ist so die These, wie meine Frau und ich versuche, das hier zu gestalten. Ja, es muss Essen auf dem Tisch, das ist Arbeit, das ist das Umfeld, die sollen was gesundes Essen haben. Wir müssen Angebote schaffen, ob das Sport oder Musikinstrument oder Schule ist. Wir sind für sie da, wenn sie uns brauchen, wenn sie mal reden wollen. Aber wir versuchen nicht zu pushen, sondern die sollen sich einfach entwickeln, wir schaffen ein gutes Umfeld. Und klar gibt es mal Konflikte, nicht alles ist super, da gibt es mal Streit, das ist einfach jede Familie wahrscheinlich normal. Aber damit sind wir bis jetzt ganz gut gefahren. So bin ich groß geworden. So ähnlich versuche ich meine Kinder auch zu erziehen. Du musst wahrscheinlich meine Kinder fragen, ob ich das gut hinkriege oder nicht. Oder noch besser, ich habe einen Satz gehört, ob du ein guter Vater oder Mutter warst. Kriegst du raus, wie deine Enkelkinder geworden sind.

1:22:20 Feliks Eyser: Das ist der eigentliche Maßstab.

1:22:22 Christoph Jentzsch: Dann sind deine Kinder auch gute Eltern geworden. Nicht nur, haben sie kurzfristig irgendwas erreicht. Und daran kann man da vielleicht irgendwann mal messen, ob das gut hingekriegt haben oder nicht. Kann man jetzt noch nicht sagen.

1:22:32 Feliks Eyser: Ah, krass, okay. Und wie bringst du das rein? Praktisch unter einen Hut, deine Rolle als Unternehmer und als, ich sag mal, du bist ein zweites Unternehmen mit acht Kids da zu Hause, brauchst du auch Prozesse.

1:22:43 Christoph Jentzsch: Es ist Es läuft, wie gesagt, die Arbeit ist nicht achtmal so viel. Ich gebe zu, wir haben eine Haushaltshilfe. Die nimmt auch zum Beispiel viel Arbeit weg, was sauber machen ist, die kocht auch Mittagessen. Das hilft sehr viel. Dass wir sehr froh, dass wir das haben können. Meine Frau, die ist gerade dabei, den Master in Psychologie abzuschließen per Fernstudium. So, wir versuchen das allen letztendlich einfach machen. Ich meine, wir haben hier. Sehr gute Voraussetzungen. Ich wohne in einer Kleinstadt. Das ist viel, viel einfacher.

1:23:07 Feliks Eyser: Die können in die Schule laufen, die können zu ihren Nachmittagsaktivitäten hinlaufen.

1:23:11 Christoph Jentzsch: Ich muss sie nicht ständig fahren, außer wenn es regnet. Es geht einfach. Die Kinder müssen einfach wissen, gerade auch selbstständig sein. Was wir auch gelernt haben, wenn wir denen nicht alles abnehmen, die finden einen Weg und müssen es hauptsächlich um die Kleinen kümmern. Die Kleinen, die machen viel Arbeit, die Großen kommen ganz gut klar. Wie hilft dein christlicher Glauben dir als Unternehmer?

01:23:29 Die 2 Säulen: Warum Glaube wichtiger ist als der ETH-Kurs

1:23:29 Feliks Eyser: Das ist ja auch eine Sache, über die man selten spricht. Also wir begegnen selten Founder, die über Glauben und Spiritualität und sowas sprechen. Wie findet es Platz in deinem Leben und wie hilft es dir als Founder?

1:23:39 Christoph Jentzsch: Also es hat eine spielt eine sehr, sehr große Rolle in meinem Leben. Ich will nicht nur zeitlich und natürlich auch Ich fange fang mal so an. Mein Schwiegervater damals, als ich meine Frau heiraten wollte, habe ich das klassische Gespräch gehabt, habe ihn, nachdem ich die gefragt habe, gefragt, Da ging es runter, ging ins Gespräch in den Keller. Jetzt muss ich erstmal mit dir reden, was du hier machen willst. Ich war ja noch 21.

1:24:01 Feliks Eyser: Keller musstest du mir auch gut sagen.

1:24:03 Christoph Jentzsch: Sein Büro war im Keller, genau. Ich war damals 20 Jahre alt und ich wollte seine damals noch 18-jährige Tochter heiraten. Was passiert jetzt hier? Und er hat mir den Rat dann gegeben: es gibt zwei Standbeine im Leben, worauf du immer stehst. Das ist deine Beziehung zu Gott und deine Beziehung zu seiner Frau. Oder Partner, je nachdem. Und das habe ich wirklich erkannt, ist richtig. Wenn eines davon nicht funktioniert, komme ich ins Wanken. Das Geistige gibt mir einfach eine gewisse Richtschnur, Leitfaden, auch eine gewisse Ruhe. Weil das alles nicht so wichtig ist. Damit meine ich nicht nur das klein zu reden, sondern es gibt Größeres. Ich glaube an ein Leben nach dem Tod. Ich glaube daran, dass ich für ewig mit meiner Familie zusammen sein kann. Ich glaube daran, wenn ich das mein Bestes gebe, meinen Nächsten zu lieben oder gut zu sein, dass es am Ende alles gut wird, ob hier in diesem Leben oder im nächsten. Und dass es alles nicht so schlimm ist, was da außerdem passiert. Das Wichtigste ist. Es gibt eine Ruhe im Alltag. Richtig. Es ist, ich meine, es gibt viele, die sind gerade unruhigt wegen Krieg oder wegen Wirtschaftskrise und das und das. Ja, es ist alles wirklich nicht schön. Und wir leben in schon irgendwo beunruhigenden Zeiten, kann man sagen. Aber es gibt, ich bin innerlich sehr, sehr ruhig. Ich habe quasi Frieden mit Gott gefunden und das gibt mir auch viel Kraft, der Gedanke zu glauben. Ist auch ein bisschen unternehmerisch in dem Punkt, man glaubt an was und dann Kommt deshalb kommen Taten. Einmal glauben an Gott, glaubt man, dass diese Aktivität diesen Fortschritt bringen wird. Und wenn es nicht passiert, dann geht es trotzdem weiter. Also es ist eine große Rolle in meinem Leben. Jetzt bringe ich noch einen Punkt, Mary, wenn du sagst, wie schaffe ich das alles? Ich bin gerade in meiner Kirche, also ich stehe quasi einer Gemeinde vor, bei uns heißt das Bischof. Und das ist eine Gemeinde von 200 Mitgliedern, hier mit weiter.

1:25:37 Feliks Eyser: Du bist. Bischof. Genau, und das bin ich quasi auch noch nebenbei.

1:25:40 Christoph Jentzsch: Ja, ehrenamtlich. In der katholischen Kirche bedeutet Bischof was ganz anderes, deshalb will ich das nicht damit vergleichen. Der ist das eine sehr hohe Position. Bei uns stehe quasi, man könnte Gemeindepräsident sagen oder sowas. Von der Gemeinde von 200 Mitgliedern, wo ungefähr 130 jeden Sonntag kommen. Wir gehen also jeden Sonntag auch zur Kirche. Und das ist auch übrigens für die Familie unheimlich wichtig, weil das passt uns als Familie auch irgendwo ein. Wir haben einen Glauben, wir lesen gemeinsam mit der Bibel oder Heiligen Schriften. Das ist das, was wir abends in dem geistigen Gedanken oft mitmachen, dass wir so ein, zwei Verse lesen, fünf Minuten maximal, also meistens geht's schnell. Das gibt uns sehr viel Ruhe und Kraft als Familie, dass wir auch zusammenhalten. And it is also ein sehr großer Bestandteil meines Lebens. Ich gehe jeden Sonntag zwei Stunden in die Kirche, aber als Bischof bin ich so von 7. 30 Uhr bis 12. 30 Uhr da, weil ich noch Interviews und Sachen mache. Also ich bin sehr aktiv gerade in der Gemeinde, es braucht, kostet auch viel Zeit. Aber mein Großvater hat immer gesagt: Gott lässt dich nicht schenken. Und er meint damit, wenn wir etwas für ihn tun, bekommen wir immer mehr zurück. Und das ist auch, was ich in meinem Leben gesehen habe. Mein Vati, ich habe acht Geschwister, meinte damals, er hatte eigentlich kein Geld für neun Kinder, aber er wusste, Gott wird ihnen geben, was er braucht. Wenn er Glauben hat und einfach eine Familie großzieht. Und das sehe ich auch in meinem Leben. Ich gehe aus Glauben, mache ich das, was ich für richtig halte. Und ich vertraue darauf, dass dann alles irgendwo Gott mir geben wird, was ich brauche. Auch die Erfahrung, die ich brauche. Damals, als ich die DAO gemacht habe, und Habe ich wirklich auf Knien darum gebeten, soll ich das tun oder soll ich es nicht tun? Ich wollte wirklich von Gott wissen, mache ich hier was richtig oder falsch. Es gab an dem Punkt. Kurz vor diesem Point of No Return, wo ich sage, bevor ich das quasi gestartet habe. Und es war absolute Funkstätte, es kam gar nichts. Ich bin sonst jemand, der schon das Gefühl hat, ab zu Inspirationen zu erhalten oder eine Gefühl. Von Gott geführt zu werden. Und ich glaube, Gott wollte, dass ich diese Erfahrung mitmache. Und ich habe letztendlich viel daraus gelernt. Vielleicht auch ein paar andere, die mit mir zusammengearbeitet haben oder die ganze Ethereum-Community. Wir lernen aus diesen Erfahrungen. Wir sind nicht hier auf der Erde, damit alles klappt. Wir sind hier auf dieser Erde, also glaube ich zumindest, als eine Art Schule, weil wir hier was lernen müssen und wir kommen danach wieder zurück zu unserem himmlischen Vater. Von dem wir gerade mal kurz getrennt sind und ab und zu mal durchs Gebet Verbindung aufnehmen können. Und dieser Glaube trägt mich auch durch meine, selbst meine Firmentscheidung. Ich sehe das nicht immer so getrennt, mein Privatleben und Geschäftsleben und mein religiöses Leben. Ist für mich sehr, sehr verwaschen, weil ich bete auch für Geschäftsentscheidungen. Warum nicht? Es gibt, also Geschäftsentscheidung heißt ja Ich mache ja nicht mal persönlich Profite raus, ich möchte aber sicher verdiene, auch wieder weitergeben. Das heißt, ich versuche einfach eine gute Entscheidung zu treffen. Und es ist völlig legitim, meiner Meinung nach, auch hier Darum zu beten, sein Glaub mit einzubedienen und sich Gedanken zu machen, was da das Richtige ist.

1:28:24 Feliks Eyser: Hat wahrscheinlich jeder von schon mal gemacht und gibt es nicht zu. Vielleicht, ich weiß es nicht. Ja, wie du sagst, also der Ja, es ist ja Glaube, du erschaffst was aus nicht so und du musst dran glauben, dass es funktioniert. So, wie du sagst, dein Dad hat gesagt, hey, ich habe kein Geld für die neuen Kinder, aber es wird sich schon ergeben. Als Startup vorne bist du oft in so einer Situation. Ich habe auch kein Geld, um acht Vertriebsleute einzustellen. Aber ich glaube daran, dass es. Dass es funktionieren kann.

1:28:48 Christoph Jentzsch: Es ist ein Mindset, der dort auch mit entsteht. Man hat auch ein gewissen Ruhe. Manche sagen, wie schaffst du das vom Stresslevel her? Weil jeder Founder weiß, ach, da kommt ein Kunde bricht weg. Indem man kündigt, den ich unbedingt brauche und das passiert nicht immer ein extremes Hoch runter. Auch Krypto im Allgemeinen. Also mein Kontostand hat in den letzten zehn Jahren sehr volatil, ja. Es geht halt hoch.

1:29:08 Feliks Eyser: Pfeife-Krypto brauchst du auch glauben, let's face it.

1:29:11 Christoph Jentzsch: Es ist einfach, manche sagen, du brauchst Nerven aus Drahtseil, aber eigentlich braucht man nur eine gewisse Distanz zu diesem Ding. Ich sage, was wirklich wichtig ist, ist, ich habe eine gute Beziehung zu meiner Frau, meinen Kindern geht es gut, ich habe eine Beziehung zu Gott, das ist, was ich habe. Das ist wichtig. Wenn da was nicht in Ordnung wäre, dann wäre ich wirklich beunruhigt. Aber solange das steht, ist das andere, Geld kommt und geht, Firma läuft mal gut, mal nicht so gut. Es sind aber alles nicht Dinge, die mich extrem mitnehmen. Dass ich sage, daran mache ich fest, ob es nur gut geht oder nicht gut geht. Es ist einfach nur, ich stränge mich an, ich muss ja irgendwas machen, acht Stunden am Tag, aber natürlich versuche ich mein Bestes zu geben. Aber es bestimmt nicht, ob ich glücklich bin oder nicht glücklich. Ob der ETH-Preis gerade 20% hoch oder runter geht, ist es nicht, das macht meinen Tag nicht glücklich oder unglücklich. Das ist einfach, ja, so bitte. Habe ich Verantwortung für mehr Geld, habe ich Verantwortung für weniger Geld, was ich als treuhänderisch hier auf dieser Erde verwalten muss. Aber es ändert nichts in meinem Leben. Und also nicht, was mein Glücklichkeitssein angeht oder was mir wirklich wichtig ist. Deshalb, meine zwei Säulen sind meine Beziehung zu meiner Frau und meiner Familie, meine Beziehung zu Gott. Und solange das in Ordnung ist, bin ich ein glücklicher und ausgeglichener Mensch, komme, was wolle. Und den Rest muss ich irgendwie mit klarkommen. Sei es in guten Zeiten, in schlechten Zeiten, in Reichtum oder in Armut. Sie haben damals auch Hartz IV bekommen, war für mich auch fein. Und dann, jetzt geht es ja finanziell gut, es ist auch schön. Aber wenn es nicht so wäre, ist es auch in Ordnung. Es ist nicht das Wichtigste in meinem Leben. Und damit kann man dann sehr rational auch an die Business-Entscheidungen gehen, was man sonst so macht, weil man nicht so emotional attachtcht ist.

1:30:44 Feliks Eyser: Ähm, ich wollte gerade sagen, also das kann man jetzt, kann man sagen, ich hab da Glauben oder nicht oder bin spirituellen Dingen gegenüber offen oder nicht, aber wie du es beschreibst, ist ja einfach rational smart zu sagen, ich distanziere mich ein Stück weit, um ohne die Emotionen in die Entscheidung reingehen zu können und eine möglichst gute Entscheidung zu treffen. So als Unternehmer bist du Ist deine Aufgabe, gute Entscheidungen zu treffen. Und das machst du wahrscheinlich nicht, wenn du gerade emotional in die Ecke gedrängt bist oder wütend oder irgendwie anders aufgewühlt. Und deine Ruhe, wie ich es wahrnehme, führt dazu, dass du bessere Entscheidungen treffen kannst.

1:31:13 Christoph Jentzsch: Und auch Dinge, ich sage nicht, dass schon kann, ich musste zum Beispiel mein Ego zurücknehmen. Jeder Mensch hat irgendwo Stolz und Ego, ist einfach natürlicher Mensch, aber es ist eigentlich nicht gut. Und ich habe zum Beispiel gemerkt: gibt es einen schönen Satz: love the problem, not the solution. Also liebe das Problem, an dem du arbeitest, nicht die Lösung, die du hast. Es könnte nicht sagen, ich liebe Tokenisierung, weil das ist die Lösung zu dem Problem Fundraising. Und ich glaube auch, dass es das ist. Aber wir machen gerade auf der Plattform, wir machen auch echte Anteile, dass wir die jetzt mit anbieten werden, weil manche wollen das halt nicht so verliebt sein. Ich bin der Tollste, ich habe Tokenisierung erfunden und Jeder muss es meinen Gedanken gut folgen, sondern das Problem ist, wie mache ich Fundraising richtig? Und was die eigentlich wollen unserer Kunden ist erfolgreich fundraisen Sei es mit Tokens oder mit echten Anteilen, je nachdem, wenn der VC halt sagt, ich mache nur echte Anteile, warum soll ich mich dagegen sperren? Das ist halt ein Stück weit das Ego zurücknehmen und nicht dein eigenes Stolz befriedigen zu wollen und so diesen Ehrgeiz zu haben, dass ich, ich, ich. Jetzt diese Lösung haben, die Welt muss zu denken, wie ich denke, sondern diese Demut zu haben, der Kunde ist König, ich versuche herauszufinden, das Problem, was ich lösen kann, wahrscheinlich mit der einzigartigen Lösung, aber. Der eigentliche Punkt ist, wie finde ich Product Market Fit, wie kann ich diesen Kunde glücklich machen und dann das at Scale machen. Und da muss man sehr viel sein Ego mal ein Stück weit zurücknehmen. Und dein eigenes Denken auch mal wieder in Frage stellen oder dein Mitarbeiter weiß es wahrscheinlich besser als du. Wie schaffst du das?

01:32:32 "Love the problem, not the solution": Ego als Gründer ablegen

1:32:32 Feliks Eyser: Dein Ego zu reduzieren, ist ja deine Praxis dafür.

1:32:35 Christoph Jentzsch: Wer sagt, dass es schafft? Aber ja, ich gebe mir Mühe. Ich gebe mir wirklich Mühe. Ich versuche wirklich zuzuhören, gerade auf meine Mitarbeiter, und auch eben einfach das zu tun, was sie empfehlen, auch wenn ich manchmal vielleicht mein Ego sage, ich hatte ja so eine gute Idee, aber vielleicht war es doch nicht so eine gute Idee. Ich sage nicht, dass ich das immer schaffe, aber ich habe gelernt, Wenn ich das tue, kommt meist was Besseres raus. Das heißt, da bin ich auch wieder, es hat was mit Emotionen zu tun. Ich gehe in die Meetings eben neutral rein. Ich gehe nicht rein mit, ich habe ja so eine gute Idee, ich muss jetzt mein Team davon überzeugen, sondern ich gehe ja rein, ich höre erstmal zu, ich höre alle Ideen an. Ich lasse mich wirklich auf Kritik ein und bin nicht gekränkt. Denn weil meine Mitarbeiter das Gefühl haben, ich kränke meinen Chef, wenn ich den kritisiere, dann werden die es irgendwann nicht mehr tun. Und du willst aber nicht eine Mitarbeiter haben, die einfach nur aus Gehorsam heraus das tun, was der Chef sagt. Du willst richtig schön starkes negatives Feedback haben, weil das das Konstruktivste ist. Das heißt, wenn man diese schafft, ich sage nicht, dass ich es schon geschafft habe, aber ich bemühe mich. Genug Demut mitzubringen, und das kommt wieder auch aus den Glauben heraus, dann ist man belehrbar, ist man formbar, dann kann man dorthin geführt werden, wo man hingeführt werden muss, um erfolgreich zu sein.

1:33:41 Feliks Eyser: Nochmal zum Abschluss, Christoph. Was für Business Models findest du gerade spannend, in die du gerne investieren würdest? Bei N hat es nicht ganz geklappt, was sind Sachen, wo du sagst. Die sind cool, die sollte man sich anschauen. Vielleicht, wenn man als First Time Founder was Neues starten will, noch keine Idee hat, so das sind Richtungen, wohin du gehen würdest, was in Themen interessant findest.

1:33:58 Christoph Jentzsch: Investments, die ich letztes Halt getätigt habe, gerade mache. die jetzt so richtig, richtig früh sind, also rede ich von so einem PreSed, eben als Business Angel, bin ich gerade nicht scharf auf irgendeine ganz bestimmte Brancherichtung. Was mich eigentlich immer überzeugt, ist, ein kleines Founding-Team mit zwei Leuten zum Beispiel, die es einfach schon geschafft haben, die ersten ein, zwei, drei Kunden glücklich zu machen. Also diese Traction. Heutzutage haben wir Tools wie eben N8N, Replit, Lovable. Du kannst einen Prototyp alleine raushauen in einer Woche. Das ist einfach heutzutage möglich. Der ist noch nicht perfekt, aber der zeigt schon mal deine Idee, was du machen willst. Das heißt, es kommt jetzt noch viel mehr auf Sales-Expertise an und wie ich wiederholbaren Sales-Prozess mache. Ich habe vor einem halben Jahr eine Startup investiert, die waren Zu zweit, ganz, ganz kleines Team. Die haben eine Software für Notare gemacht.

1:34:47 Feliks Eyser: Ironischerweise, weil ich eigentlich Notare ersetze, aber egal.

1:34:50 Christoph Jentzsch: Die haben so eine Notariat-Software gemacht. Und was mich so total geflasht hat, ist: zwei Leute, der eine baut, der eine andere verkauft, und die haben jeden Monat neue Kunden abgeschlossen. Und das mit der Türen wird super niedrig sein, weil Notare, wenn die einmal eine Software bei sich einführen, um ein paar Termine zu organisieren, Also, ich liebe kleine Nischen.

1:35:08 Feliks Eyser: Zeig mir, dass du da rein verkaufen kannst.

1:35:10 Christoph Jentzsch: Und danach wieder Sky's the Limit. Und da werde ich reingehen. Ich mag nicht die, die sagen, ich habe so eine riesengroße Idee, wie ich die Welt verändern will, und ich brauche jetzt hier 3 Millionen, bevor ich den ersten Kunde ansprechen kann. Ist nicht mein Case. Also, da brauchen wir dann wirklich die großen Investiefonds, die vielleicht auch über solche Bets eingehen. Aber ich suche einfach nur kleine Nischen, tolle Gründer, kleines Team, erste kleine Umsätze. Das ist so mein Lieblingsspot, wo ich gerne reingehe.

1:35:34 Feliks Eyser: Passt ja auch perfekt in die Zeit, die Teams sind geleveraged. Naval hast du angesprochen, der spricht über Leverage, über Kapital, über Menschen, über Code. Heute sind alle geleveraged über Code, weil wir Access haben. zu den ganzen AI-Models. Also wenn es eine Zeit gibt, wo man große Firmen oder signifikante Firmen mit kleinen Teams aufbauen kann, dann ist es jetzt. Und da passt ja dein Produkt auch wieder rein zu sagen, ja. Vielleicht brauche ich gar nicht 5 Millionen von einem VC in einem Riesenschlag. Vielleicht brauche ich jetzt mal 100. 000, um die erste Version zu bauen und nochmal 200. 000. Also da macht ihr auch dieses kontinuierliche Fundraising. Von Einzelpersonen, von Angels, vielleicht später von Fonds optional sind, um so einen Weg auch zu begleiten.

1:36:09 Christoph Jentzsch: Das wird es schwierig machen für euch, als VCs auch. Weil manchmal der Kapitalbedarf da einfach nicht in den entscheidenden Phasen nicht da ist. Also ich habe das Gefühl, es geht in diese Richtung, dass Kapitalbedarf ganz am Anfang, also überhaupt irgendwie die Gänge zu kommen, ist da. Danach die guten Startups werden dann gar nicht so ganz viel brauchen, wenn die gerade so kleine Teams haben, wenig Softwareentwickler, irgendwie zwei, drei, vier Leute. mit wenig Kapitalbedarf bis zum Procert product market fit und dann geht schon Hyperscaling los und dann kommt schon andere Bewertungen, weil dann ist man halt Siehe mal die ganz krassen AI-Startups, die halt in manchmal wenigen Monaten 15 Millionen AR geschafft haben. Dass wir dann eventuell die Erfolgreichen da sind, durch die es nicht schaffen, die noch länger immer mal wieder was brauchen, bis sie den Punkt erreicht haben. Sind da, aber es ist dieses Mittelfeld von, ich habe so ein 15-Mann-Team, wir machen 500. 000 Umsätze, brauchen jedes Jahr irgendwie noch ein, zwei Millionen, um weiterzumachen.

1:36:59 Feliks Eyser: Das wird, glaube ich, ein bisschen ausgedünnt, weil man die kleinen Teams hat oder die richtig erfolgreichen. Glaube ich auch. Wer soll sich bei dir melden? Founder, die Fundraisen wollen, Angels, VCs, die eure Plattform nutzen wollen?

1:37:10 Christoph Jentzsch: Richtig, die beiden. Also Founder sind erstmal unsere zahlenden Kunden, klar. Aber wir schauen noch viel mehr nach Business Angels, die sagen, ich möchte kleine Tickets machen, ohne jedes Mal zum Notar zu rennen und möchte sich über eure Plattform abschließen. Also, das sind die, sich melden sollen. Wir helfen euch gerne. Digitales Fundraising, stressfrei und sehr direkt. Das ist das Wichtige.

1:37:28 Feliks Eyser: Sehr gut. Hast du sonst noch ein Call to Action? Suchst du noch was anderes? Oder wo kann man dich finden online?

1:37:33 Christoph Jentzsch: Call to Action, üblich, Twitter, LinkedIn. Könnt mich auch direkt ansprechen oder Christoph at Tokenize.it. Ich beantworte tatsächlich E-Mail ist noch am liebsten. Es ist auch noch eine dezentrale Plattform, wenn man so möchte.

1:37:43 Feliks Eyser: E-Mail ist das erste erfolgreiche dezentrale Protokoll.

1:37:45 Christoph Jentzsch: Aber gut, Nebenbemerkung: ihr erreicht mich als Christoph at Tokenize.it oder auf LinkedIn und Twitter. Ich rede gerne über digitales Fundraising. Suche nach.

1:37:54 Feliks Eyser: Vielen Dank für die Zeit, Christoph. Ich habe viel gelernt über die Blockchain, über dich, über dein Mindset. drüber, wie man mit einer großen Familie klarkommt. Ich habe hier die Hoffnung geschöpft, dass meine Kinder ein bisschen älter sind, dass es einfacher wird. Und bedanke mich bei dir. Vielen Dank, hat mich sehr gefreut. War ein toller Podcast.

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