Diese 5 Startups würde ich 2026 gründen
mit Christian Meermann, Founding Partner von Cherry Ventures
Zusammenfassung

Christian Meermann ist Founding Partner von Cherry Ventures und gilt unter seinen Gründern als gut gelaunter Sunnyboy. Zum Einstieg geht es um den Zustand der Branche: Für ihn steckt Venture Capital nicht in einer Midlife-Crisis, aber in Europa in einer Konsolidierungswelle. Der Markt ist zweigeteilt. Im AI-Bereich fühlt es sich an wie 2021 mit mehreren Uprounds pro Jahr, Firmen ohne AI tun sich dagegen schwer, die nächste Runde zu finanzieren.
Cherry hat Anfang 2025 einen neuen Fonds über 500 Millionen für europäische Gründer geschlossen, mit dem Ziel, die erste Trillion-Dollar-Company Europas zu finanzieren. Dafür setzt Christian stärker auf Deep Tech und europäische Souveränität: Proxima Fusion für Fusionsenergie, The Exploration Company für Raumfahrt und Q.ANT aus Stuttgart für photonische AI-Chips, eine Ausgründung von Trumpf. Die Gründer, die Cherry heute sucht, sind deutlich technischer als die BWL-Gründer der Rocket-Zeit.
„Und wir haben das Talent in Europa, wir haben das Kapital. Wir haben eigentlich alles, was es dazu braucht.“
Den größten Raum nimmt die Frage ein, wie du als VC einen Deal gewinnst, wenn der Gründer an 50 Stellen Geld bekommen könnte. Für Dash0 von Mirko Novakovic hat sich Christians Team vier Wochen in Observability eingearbeitet, Workshops zu Product-Led Growth gegeben, und Christian ist in drei Wochen dreimal nach Solingen gefahren. Er hat der Ehefrau Blumen geschickt und den drei Kindern Cherry-Rucksäcke. Dazu kommen der Kater nach 2021, die Frage, ob AI-Firmen die Series A überspringen können, und ob Gründer sofort nach San Francisco gehen sollten.
Am Ende öffnet Christian Cherrys geheime Liste: AI Drug Discovery, Supply-Chain-Souveränität, Cybersecurity aus Europa, eine Neobank für die Defense-Industrie und AI für die Schadensbearbeitung bei Versicherungen. Er erklärt, wie Cherry Gründer auswählt, von der Frage nach der Kindheit bis zum Rennrad-Trip mit Jan Frodeno, was du für eine Karriere im VC brauchst und welche Rituale ihn und Filip Dames nach fast zehn Jahren zusammenhalten.
Zahlen aus der Folge
4 weitere Zahlen
Worüber am meisten gesprochen wurde
Kapitel
- 00:00TrailerIntro
- 00:54Intro: Der "Sunnyboy" VC & die aktuelle MarktstimmungIntro
- 02:09Ist Venture Capital in der Midlife-Crisis?VC-Markt & Finanzierung
- 04:58Neuer 500 Mio. Fonds: Auf der Jagd nach der Trillion Dollar CompanyVC-Markt & Finanzierung
- 09:42Deep Tech: Warum Fusion & Space Tech statt SaaS?Europa & Deep Tech
- 16:03Die Dash0-StoryDeals gewinnen
- 20:33Die Blumen-Taktik & Stakeholder ManagementDeals gewinnen
- 23:35Warum Technical CEOs die BWL-Gründer ablösenGründerauswahl
- 26:16Trend: VCs kaufen den Mittelstand (Rollups & AI)VC-Markt & Finanzierung
- 30:03Katerstimmung nach 2021: Der Reality-CheckVC-Markt & Finanzierung
- 35:02Brauchen wir noch Series A oder reicht AI-Bootstrapping?VC-Markt & Finanzierung
- 37:37Europa vs. USA: Sollten Gründer sofort ins Valley?Europa & Deep Tech
- 41:19Founder Selection: Memos, Sportler & KindheitstraumataGründerauswahl
- 51:28Idee 1: AI Drug DiscoveryStartup-Ideen
- 53:34Idee 2: Supply Chain SovereigntyStartup-Ideen
- 55:06Idee 3: Cybersecurity made in EuropeStartup-Ideen
- 56:50Idee 4: Neobank für die Defense-IndustrieStartup-Ideen
- 57:50Idee 5: AI Claims Handling (Versicherungen)Startup-Ideen
- 01:00:46Karriere im VC: Neugier & FrustrationstoleranzKarriere & Partnerschaft
- 01:06:53Co-Founder Rituale: 10 Jahre Partnerschaft mit PhilippKarriere & Partnerschaft
Key Learnings
- 1
Geld allein gewinnt keinen guten Gründer
Für starke Gründer ist Geld eine Commodity, sie können an vielen Stellen raisen. Cherry hat bei Dash0 deshalb inhaltlich gepunktet: Das Team hat sich vier Wochen in Observability eingearbeitet und mit Mirko Novakovic in Workshops durchgespielt, wie Product-Led Growth sein Business skalieren kann. Christians Erfahrung als Zalando-CMO war dabei ein Argument.
16:03 · Die Dash0-Story - 2
Überzeuge alle, die mitentscheiden
Christian war in drei Wochen dreimal in Solingen, hat mehrmals am Tag angerufen, der Ehefrau Blumen und den drei Kindern Cherry-Rucksäcke geschickt. Wie im Enterprise-Vertrieb musst du jeden Stakeholder abholen, bei einem Gründer gehören dazu auch Familie und Mitgründer.
20:33 · Die Blumen-Taktik & Stakeholder Management - 3
Als CEO musst du die Technik verstehen
Der Markt ist deutlich technischer geworden. Eine reine Execution Machine reicht nicht mehr. Du musst nicht der CTO sein, aber deutlich mehr technisches Verständnis mitbringen als vor fünf oder zehn Jahren, als viele Gründer direkt von der Business School kamen.
23:35 · Warum Technical CEOs die BWL-Gründer ablösen - 4
In der Krise zählt: Hört der Gründer zu?
Als der Markt 2022 kippte, hat Cherry allen Gründern ein Memo geschrieben: Die nächste Runde wird in den kommenden sechs Monaten schwer bis unmöglich, also verlängert euren Cash Runway. Manche haben sofort umgesteuert, andere wollten es nicht wahrhaben. Deshalb prüft Cherry schon vor dem Investment, ob ein Gründer Rat annehmen kann.
30:03 · Katerstimmung nach 2021: Der Reality-Check - 5
Lean mit AI geht weit, aber nicht bis zum Category Killer
Manche Firmen raisen heute rund fünf Millionen im Seed, überspringen die Series A und kommen profitabel auf sechs bis 15 Millionen ARR mit unter 20 Leuten. Für ein Unternehmen mit einigen zehn Millionen Umsatz reicht das. Wenn du aber einen Category Killer bauen willst, überholt dich irgendwann ein Wettbewerber, der 50 Millionen raist.
35:02 · Brauchen wir noch Series A oder reicht AI-Bootstrapping? - 6
Geh nur ins Valley, wenn dein Markt dort ist
Mit 25 und ungebunden nach San Francisco zu gehen, ist nachvollziehbar. Aber dort kostet ein Engineer das Dreifache, und wenn deine Kunden deutsche Mittelständler sind, bringt dir der Standort mit neun Stunden Zeitverschiebung nichts. Sinnvoll ist es bei einem globalen Produkt ohne klassischen Türvertrieb.
37:37 · Europa vs. USA: Sollten Gründer sofort ins Valley? - 7
Investoren lernen dich außerhalb des Pitches kennen
Im Pre-Seed und Seed geht es fast nur ums Team. Cherry fragt nach der wahren Motivation, macht Workshops zum Go-to-Market und sucht den sozialen Kontext: Dinner, Drinks, Sport. Beim jährlichen Rennrad-Trip mit Jan Frodeno und 30 Gründern sieht Christian, wer sich durchbeißt. Ein gut geschriebenes Memo statt Slides kann ebenfalls überzeugen.
41:19 · Founder Selection: Memos, Sportler & Kindheitstraumata - 8
Gib deiner Co-Founder-Beziehung feste Rituale
Die Partner von Cherry haben seit Covid jeden Tag einen 30-minütigen Partner Sync. Christian und Filip Dames gehen außerdem einmal im Halbjahr zu zweit auf einen Walk, bei jedem Wetter, und reflektieren offen: Was lief gut, was schlecht, wie geht es jedem persönlich und was nervt am anderen.
01:06:53 · Co-Founder Rituale: 10 Jahre Partnerschaft mit Philipp
Meistgesehener Clip zur Folge
Ein guter Lebenslauf reicht nicht, wenn es ernst wird. Hier geht es um die Frage, was Investoren wirklich suchen, wenn Titel, Logos und Stationen fehlen. Zwischen Badge-Denken und echter Überzeugung entsteht eine klare Spannung: Gründung ist kein Karriere-Move, sondern eine Belastungsprobe.
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„… Geld ist am Ende eine Commodity für gute Gründer.“„Und wir haben das Talent in Europa, wir haben das Kapital. Wir haben eigentlich alles, was es dazu braucht.“„… Gründen ist Schmerzhaft. Also es ist ein Rollercoaster. Es geht up und down und das 20 Mal im Jahr.“„Dieser Zyklus ist in VC extrem lang.“„Cold Inbound funktioniert einfach nie so richtig gut.“Über den Gast

Christian Meermann
Christian Meermann ist Founding Partner von Cherry Ventures in Berlin. Er hat an der WHU studiert, war Marketingchef (CMO) bei Zalando und hat Cherry mit Filip Dames, den er aus dem Studium und von Zalando kennt, zunächst als Angel-Fonds gegründet. Heute investiert Cherry aus einem neuen Fonds über 500 Millionen in europäische Gründer, hat ein Büro in London und steckt fast die Hälfte des Fonds in britische Startups. Zum Portfolio gehören unter anderem Flink, Dash0, Proxima Fusion, The Exploration Company und Q.ANT.
Häufige Fragen
Wer ist Christian Meermann?
Christian Meermann ist Founding Partner von Cherry Ventures in Berlin. Er hat an der WHU studiert, war CMO bei Zalando und hat Cherry zusammen mit Filip Dames gegründet, zunächst als Angel-Fonds.
Wie groß ist der neue Fonds von Cherry Ventures?
Cherry hat Anfang 2025 500 Millionen für europäische Gründer geraist. Laut Christian sind 400 Millionen Dollar für Early Stage vorgesehen, davon die Hälfte für Folgerunden, der Rest liegt im Select Fund für Series B und spätere Runden der Gewinner im Portfolio. Das erklärte Ziel ist die erste Trillion-Dollar-Company Europas.
Welche Startup-Ideen würde Cherry Ventures sofort finanzieren?
Christian nennt fünf Themen aus Cherrys interner Liste: AI Drug Discovery, Transparenz und Souveränität in der Supply Chain, Cybersecurity aus Europa, eine Neobank für Defense-Firmen, die bei normalen Banken oft kein Geld bekommen, und AI für die Schadensbearbeitung bei Versicherungen, etwa bei Wasserschäden oder Kfz-Unfällen.
Wie hat Cherry den Dash0-Deal gewonnen?
Mirko Novakovic hatte vorher Instana an IBM verkauft und hätte überall raisen können. Cherry hat sich vier Wochen in das Thema Observability eingearbeitet, Workshops zu Product-Led Growth gemacht, und Christian ist in drei Wochen dreimal nach Solingen gefahren. Dazu kamen Blumen für die Ehefrau und Cherry-Rucksäcke für die Kinder.
Wie wählt Cherry Ventures Gründer aus?
Im Pre-Seed und Seed zählt fast nur das Team. Cherry fragt nach Vision und wahrer Motivation, prüft, ob Gründer zuhören, macht inhaltliche Workshops und lernt sie im sozialen Kontext kennen, etwa beim Dinner oder beim Rennrad-Trip. Abschlüsse von Top-Unis sind ein guter Checkmark, aber Leidenschaft und Siegeswille wiegen schwerer.
Wie meldest du dich am besten bei Cherry Ventures?
Christian empfiehlt, sich über LinkedIn zu melden, am besten aber über eine warme Intro von jemandem, der Cherry kennt. Cold Inbound funktioniert beim Fundraising seiner Erfahrung nach nie richtig gut.
Erwähnt in der Folge
- Dash0FirmaObservability-Startup von Mirko Novakovic, um dessen Finanzierungsrunde Cherry gekämpft hat.
- Mirko NovakovicPersonGründer von Dash0 aus Solingen, davor codecentric und Instana.
- InstanaFirmaMirkos frühere Observability-Firma, die für 500 Millionen an IBM ging.
- Proxima FusionFirmaCherry-Investment in Fusionsenergie, gedacht für den Energiehunger der Rechenzentren.
- The Exploration CompanyFirmaRaumfahrt-Startup aus Cherrys Portfolio, das mit einer eigenen Kapsel Fracht ins All bringt.
- Q.ANTFirmaStuttgarter Ausgründung von Trumpf, die mit Licht energiesparende AI-Chips baut.
- TrumpfFirmaKonzern, aus dem Q.ANT so ausgegründet wurde, dass VCs investieren konnten.
- Black Forest LabsFirmaFoundation-Model-Firma für Bilder, an die Cherry weiterhin glaubt.
- Mistral AIFirmaEuropas Antwort auf OpenAI, mit einer Milliarde Kapital im Vergleich zu den USA aber klein.
- FlinkFirmaCherry-Investment aus der 2021-Zeit, heute laut Christian der einzige Überlebende seiner Kategorie.
- ZalandoFirmaChristians früherer Arbeitgeber, dort war er CMO.
- Palo Alto NetworksFirmaUS-Vorbild für einen Cybersecurity-Champion, den es in Europa noch nicht gibt.
- telliFirmaVoice-AI-Startup, das mit einem ausgedruckten Memo im Amazon-Stil gepitcht hat.
- Jan FrodenoPersonDreifacher Ironman-Sieger, mit dem Cherry jedes Jahr einen Rennrad-Trip für 30 Gründer macht.
- Filip DamesPersonChristians Mitgründer bei Cherry Ventures, kennt ihn aus dem Studium und von Zalando.
Transkript
00:00 Trailer
00:00 Christian Meermann: Du kommst eben aus dieser 2021-Zeit, wo alles mega war. Flink ging durch die Decke. Du kannst gar nicht so schnell gucken, wie die nächste Upround passiert ist. So, und plötzlich von heute auf morgen ist die Party zu Ende. Die Musik geht aus. Und jeder denkt, Hoppala, was haben wir hier eigentlich gemacht? Dann habe ich mehrfach am Tag angerufen. Da hat seine Frau schon irgendwann gesagt, du sprichst mehr mit Christian als mit mir. Dann habe ich Frau Blumen geschickt. Wir haben viel Cherry-Merchandise. und hat dann hinten so ein leuchtendes Logo drauf. Das haben wir den Kindern geschenkt und so weiter. Also ja, man schaut so, was man machen kann. Wir haben eine geheime Liste mit Themen. Eins ist quasi AI. Es gibt keine Neobank-Frage. Für wer auch immer so hungrig ist zu gründen und meldet euch gerne.
00:54 Intro: Der "Sunnyboy" VC & die aktuelle Marktstimmung
00:54 Feliks Eyser: Ich hab mit einem Portfoliofounder von dir gesprochen. Ja. Und gefragt, hey, was sagst du zu Christian? Und der hat mir eine geile WhatsApp zurückgeschrieben und gesagt: Christian, Marketing-Ass. Mit Hang zur Topline, Sunnyboy. Das kannst du raten, wie es ist, aber ich sag's dir nachher. Erkläre mal, warum bist du so gut drauf?
01:14 Christian Meermann: Ja, weiß auch nicht. Ich glaube, ich versuche immer bei den Gründern auch mit guter Laune zu verbreiten. Hilft ja nichts anderes. Hilft ja nichts anderes. Und ich glaube, auch in schwierigen Situationen, wenn irgendwie Cash-eng ist und und die stressen sich schon total und so. Dann bringst du jetzt nichts, noch mehr Druck zu machen, weil den Druck macht schon jeder Gründer selber. Also da muss man eigene Sorge haben. 100 Prozent. Und von daher glaubst du immer gut, ein bisschen auch für gute Laune zu machen.
01:38 Feliks Eyser: In Ruhe, ein bisschen gute Laune. Ja. Sehr gut. Und die Szene selber, so meine Beobachtung, so Venture Capital in Deutschland. Ich habe schon so ein paar Beobachtungen gemacht, die ich gerne mit dir teilen würde und dein Take interessiert mich total. Es gibt. Fonds, die raisen die nächste Generation nicht. Es gibt Teams, die gehen auseinander. Ich habe mit ein paar Partnern gesprochen, die sagen: Boah, ich habe jetzt da diese 300 Millionen Fonds verwaltet, funktioniert alles nicht. Ich mache jetzt einen Microfund, ich raise jetzt irgendwie 20 Millionen. Und es gibt VCs, die sagen, ich mache gar kein Venture Business mehr, ich will eigentlich nur noch Rollups und Mittelstand und Search Funds finanzieren.
02:09 Ist Venture Capital in der Midlife-Crisis?
02:09 Christian Meermann: Ist die deutsche Venture Capital Industrie in einer Midlife-Crisis? Naja, Mid-Life Crisis würde ich nicht sagen. Ich glaube, wir sind schon, und nicht nur in Deutschland, sondern eigentlich grundsätzlich in Europa, ein bisschen in so einer Konsolidierungswelle. Also es gab jetzt wahnsinnig viele neue Fonds über die letzten Jahre, ja, in der all möglichen Größenordnungen von Microfunds über was ich 50 Mio, 100 Mio. Und da merkt man eben im Moment relativ stark, dass es sich konsolidiert. Aber sonst, du hast den Puls der Zeit, wie sind die Leute drauf?
02:41 Feliks Eyser: Sind die gut drauf wie du?
02:42 Christian Meermann: Doch. Ich würde sagen, in Summe gut, ja. Also man muss sagen, wenn man sich jetzt dieses Jahr anschaut, irgendwie hat AI ja sozusagen richtig eingeschlagen, auch in Europa, mit irgendwie mehreren guten globalen AI-Companies, Black Forest Labs, Lovable und so weiter. Also das hat schon, würde ich sagen, sehr gut geklappt, sodass auch Europe is back on the map, weil das war vor einem Jahr Schon noch ziemlich anders. Da war es noch deutlich mehr US-zentriert und eigentlich hätte sich keiner mehr für Europa interessiert. Ich glaube, das haben wir jetzt ganz gut rumgedreht, ja. Was auch wichtig ist. Trotzdem sehen wir natürlich, dass auch Mehr und mehr Gründer sagen, irgendwie, warum starte ich nicht eigentlich direkt in den USA, anstatt irgendwie in München oder Berlin zu starten? Ist denen auch nicht zu verübeln, wenn du 25 bist, ungebunden, warum nicht nach San Francisco gehen? Das ist Also er hat, glaube ich, auch viele andere Nachteile, die es dann mit sich bringt. Irgendwie deutlich höhere Gehälter, höhere Mieten und so weiter, musst also deutlich mehr Kapital raisen, hast da eigentlich. Es spricht schon trotzdem noch sehr, sehr viel für den Standort Europa, für den wir natürlich auch sehr stark werben. Aber wir sehen das eben als Trend, dass mehr und mehr Gründer abwandern.
03:52 Feliks Eyser: Und siehst du, siehst du so diese beiden Welten, AI und non-AI, wo man sagen kann, so eine AI ist die Partheida, ist 2021 zurück, die Bewertungen sind crazy, du hast mir erzählt, ihr. Seht Deals, du müsst euch in fünf Tagen entscheiden. Und Also sagst du krass. Und dann gibt es die Non-AI-Welt, wo viele Frauen nur sagen: Boah, jetzt irgendein Consumer-Internet-Thema irgendwie zu fanden, die sagen mir alle ab.
04:09 Christian Meermann: Ja, ist total so. Also es fühlt sich. Im AI-Bereich der wie 2021 an, wo einfach alles wahnsinnig schnell geht, mehrere Uprounds pro Company, pro Jahr, was eigentlich vorher nicht besonders üblich war. Und in den Non-AI-Sachen, obwohl das sehr, sehr gute Businesses sind. Tun sich eben deutlich schwerer, den nächsten Fundrace zu machen. Weil es auch viel weniger Investoren gibt, die zum Beispiel sagen, ich möchte Consumer backen oder ich möchte normale Softwarefirmen backen. Da ist der Markt schon deutlich dünner geworden. Ja. Und ihr investiert weiterhin, du glaubst an Europa?
04:41 Feliks Eyser: Auf jeden Fall, ja. Also ich habe ja euren Cherry's Commitment to Europe dabei. Sehr gut. Richtig cool. Ihr sagt hier Europa, das Narrativ ist auf dem absteigenden Ast, aber wir glauben es nicht. Wir machen hier weiter, es gibt coole Talente und wir wollen die auch backen.
04:58 Neuer 500 Mio. Fonds: Auf der Jagd nach der Trillion Dollar Company
04:58 Christian Meermann: Ja, absolut. Also, wir haben also den neuen Fonds geracet am Anfang des Jahres. Here are 500 Millionen for European Founders und we wollen die erste Trillion Dollar Company in Europa finanzieren. Was natürlich erstmal eine mutige Ansage ist. Genau, ich glaube, das brauchst du und wir wollen einfach das ambition level heben bei allen Gründern, denn die Amis denken einfach deutlich größer. Und wir haben das Talent in Europa, wir haben das Kapital. Wir haben eigentlich alles, was es dazu braucht. Und von daher wollen wir eigentlich alle ermuntern zu gründen und vor allem große Themen zu gründen, die dann am Ende wirklich irgendwann Trillion-Dollar Companies werden können. Du glaubst an Deutschland, du glaubst an Europa? Ja.
05:39 Feliks Eyser: Guck mal, ich habe hier dein geiles Wahlplakat, habe ich auch noch dabei. Könnte der Kost von der FDP sein. Choose Germany hast du hier gewählt. Was ist der Grund?
05:49 Christian Meermann: Erklär mal, was ist die Backstory? Da gab es damals nochmal eine Kampagne vom Startup-Verband, auf einfach in Summe natürlich dieses Sentiment gegenüber Deutschland. schlecht geworden ist. Und wie kann man das eben nochmal stärken und klar stehen wir da natürlich immer dafür bereit. Aber ich glaube auch, wie gesagt, es ist nicht nur ein deutsches Thema, sondern grundsätzlich in Europa, dass auch teilweise von den Amerikanern so ein bisschen Abgesang gemacht wird auf European Tech. Und dem ist aber nicht so. Es gibt genug sehr, sehr gute Tech-Firmen in Europa und da müssen wir uns einfach dagegen stellen.
06:26 Feliks Eyser: Und 500 Millionen ist ja eine Hausnummer, und das finde ich interessant, wenn man von außen drauf schaut und Leute das challengen und sagen: Hey, es ist in Europa historisch nicht möglich gewesen, diese Fonds mit einem guten Multiple zu returnen, weil die Exits fehlen, die IPOs fehlen und so weiter. Und die Frage kriegst du wahrscheinlich auch. Jeden Tag von LPs, von Leuten, die bei euch investieren. Wie reagierst du da?
06:43 Christian Meermann: Also, wir glauben natürlich, dass man das sozusagen erfolgreich returnen kann. Wir glauben schon, dass darüber hinaus Von der Fondsgröße schwierig wird. Also die 500, wenn man die ein bisschen quasi unpackt, da sind 400 Millionen Dollar für Early Stage und der Rest für Folgefinanzierung, also Series B und onwards. Der kleinere Teil ist für die größeren Runden. Ja, wobei in dem, also in den 400 ist die Hälfte auch für Folgerunden. Und dieser Select Fund, so heißt der zusätzliche Fund. Der ist dann eben für die Gewinner im Portfolio, die dann irgendwann eine Series B und C und so weiter raisen. Wieso gibt es überhaupt die zwei Fonds? Weil das für die LPs so auch am besten Quasi verarbeitbar ist. Also es machen die meisten so, dass Surxisten Early Stage 1, der macht quasi die Kernstrategie, also Seedrunden und Pre Seed sehr früh rein qu Und der andere, der macht dann eben die Gewinne aus dem Portfolio und das machst du aus einem anderen Vehikel, weil du eben auch ganz andere Returnerwartungen daran hast. Da sagst du okay, wenn ich jetzt hier investiere, dann. . Will ich irgendwie 3 bis 5x sehen, aber ich müsste nicht mehr 100x sehen. Und dann macht es Sinn, das so ein bisschen zu.
07:43 Feliks Eyser: Der eine ein bisschen später hat mehr Sicherheit, so dafür hast du auch weniger Abschreiber. Und die Malte ein bisschen niedriger und der andere hat mehr Risiko.
07:50 Christian Meermann: Da weißt du nicht, was rauskommt.
07:51 Feliks Eyser: Kann viel sein, kann wenig sein, aber.
07:52 Christian Meermann: Ja, genau. Also das ist die Logik davon. Und klar, ich würde sagen, ist schon viel Geld, aber wir glauben schon, dass es Potenzial da ist. Also wenn man sich anschaut, Anzahl Neugründungen und so weiter, geht weiter hoch in Europa. Also das ist jetzt eigentlich nicht das Problem. Dass es nicht genug Firmen gibt, in die man investieren kann.
08:11 Feliks Eyser: Wie siehst du andere Ökosysteme außer Deutschland? Du bist viel unterwegs, so Schweden hat sich krass entwickelt, so von der Wahrnehmung ist mein Eindruck. Was siehst du sonst?
08:18 Christian Meermann: Ja, also London ist für uns ein sehr, sehr wichtiger Standort. gewonnen haben wir vor vier Jahren das Büro aufgemacht und investieren mittlerweile fast die Hälfte des Fonds in die UK, was einfach ein sehr, sehr gutes Ecosystem ist es natürlich quasi durchgrößer als Ökosystem, also in Anzahl Gründungen, einfach Volumen, was da reinfließt, an Geld. Aber es ist jetzt nicht unbedingt kompetitiver und wir sehen einfach sehr, sehr viele gute Gründer dort. Es ist nicht kompetitiver, sollte man meinen, oder? Ja, sollte man meinen, genau, sind mehr, aber es ist irgendwie, es verteilt sich gut, weil wahrscheinlich auch einfach mehr Volumen quasi da ist. Und sehr viele gute Gründer, die zum zweiten oder dritten Mal was gründen, was natürlich sehr, sehr gut ist. Ja, ja.
09:02 Feliks Eyser: Und erzähl mal so eure Themen aus den letzten Monaten. Ja. Ich habe noch mehr von meinem. Guck mal hier, ich hab dein LinkedIn ausgedruckt. Groß Leseball für meine alten Augen. Hier, ihr habt 16 neue Companies gebackt, äh, 2025. Genau. Und das Interessante dabei, äh, finde ich, was da, was da drin ist Es steht also Proxima Fusion, die Energieproduktion machen. Du redest hier über die Exploration Company. Ich glaube, die machen Satelliten. Es gibt Q.ANT, die. Photonic AI Chips machen, habe ich noch nie gehört. Wenn du mich fragst, was das ist, habe ich keine Ahnung. Kannst du mir gleich erklären? Schon Deep Tech, also schon absolut serious hardware-lastige Research-Themen. Was tut sich so bei euch?
09:42 Deep Tech: Warum Fusion & Space Tech statt SaaS?
09:42 Christian Meermann: Ja, also wir haben eben auch auf dieser Suche nach, was kann die diese Trillion Dollar Company sein? Glauben wir schon, dass das jetzt nicht unbedingt die nächste Nischen Software oder Nischen AI-Lösung ist, sondern eher Einfach wirklich große Themen, die in Summe die Wirtschaft voranbringen. Und wenn man sich das dann anschaut, was ist quasi auf dem Infrastructure Layer, ja, und auch wenn du AI so ein bisschen auseinandersortierst, dann hast du einmal diese Foundational Models. Da glauben wir, in diesem Textbereich ist viel passiert. Ja, ist jetzt nicht mehr interessant, da sieht zu investieren. Dann haben wir Black Forest Labs gemacht, was eben für Bilder ist. Da glauben wir schon noch dran, dass eben. War aber auch schon teuer, nehme ich an. War auch schon teuer. Ja, das ist eben in AI geht es halt sehr schnell. Und dementsprechend auch mit den Bewertungen. Aber da glauben wir noch dran so und dann glauben wir aber, was powert alles AI? Also es ist quasi das Foundational Model Layer und darüber Application Layer, da kommen wir nachher nochmal zu. Und darunter hast du aber den Sachen, es ist ja eine wahnsinnig energiehungrige Industrie. Diese ganzen Datacenter brauchen ja wahnsinnig viel Energie und wenn man sich die ganzen Studien anschaut, sieht man. Wir haben gar nicht genug Energie dafür. . Und deswegen haben wir eben so etwas wie Proxima Fusion gebagt, weil wir sagen, hey, es muss einfach neue Lösungen geben. Wir haben top. Forscher in Europa, am Max-Planck-Institut und überall, die jahrelang daran forschen und die eigentlich den Durchbruch schaffen können, wenn man ihnen eben genug Geld auch zur Verfügung stellt und ihnen hilft, das hinzubekommen. Und deswegen haben wir das gemacht. Exploration Company, Space Tech, ja, klar, auch sozusagen Bolt Beds und das dauert natürlich alles ein Weilchen. Das ist bei DeepTech eben immer so. Was ist da das Geschäftsmodell? Wie funktioniert diese Firma? Die machen im Moment quasi erstmal oder haben angefangen mit Cargo, die du quasi ins All transportierst und haben dafür eine eigene Kapsel entwickelt, mit der du eben die Sachen hochtransportieren kannst.
11:32 Feliks Eyser: Okay, ich will auf die ISS irgendein neues Messgerät hinbringen, um dann Experimente zu machen.
11:35 Christian Meermann: Ja, oder möchtest du quasi ein Taxi? Genau, brauchst du ein Taxi, ja, oder möchtest du im All dann nochmal Experimente machen? Dafür ist es da und die gehen jetzt aber auch breiter und schauen Spaß. Die transportiert ja auch viel. Ja, also da sind sie teilweise Partner, also weil sie mit SpaceX hochfliegen, aber überlegen natürlich auch, wie kann ich breiter gehen und noch breiter in Space gehen. Wir glauben eben schon, wenn du Europa anschaust, unsere These ist eben European Sovereignty, also brauchst du eben in Europa eigenständige Lösungen. Jetzt kannst du natürlich sagen, naja, gibt doch SpaceX, doch super, ja, aber es ist halt eben nicht europäisch. Und wir haben ja in den letzten Monaten gesehen, dass die USA jetzt auch nicht immer Europa zugewandt sind.
12:16 Feliks Eyser: Was glaubst du bei Foundational Models aber nicht so sehr, weil du sagst, Okay, da ist der Zug abgefahren, da können wir nichts mehr bauen, wir sind abhängig von OpenAI und es gibt von Meta die Open Source Models und so weiter, es gibt gute Open Source Models aus Asien. Aber in Europa ist die Karte weiß.
12:28 Christian Meermann: Oder mehr oder weder weiß. Egal, es gibt so ein Mistral, das ist natürlich eine europäische Antwort darauf. Ich glaube, also das wäre erstmal eine, deswegen würde ich nichts quasi noch Early Stage machen, weil die sie natürlich dann noch, brauchen noch länger und so. Aber Das Problem ist nur so ein bisschen, wenn du dir anschaust, wie viele Milliarden OpenAI und Anthropic verschlingen pro Jahr. so und dann schaut man sich irgendwie Mistral an und die haben jetzt irgendwie eine Milliarde geraced und das war schon jetzt auch kein Walk in the Park. Was für Europa natürlich eine krasse Zahl ist, aber dann im Vergleich des USA sagst du. Ja, ist das eigentlich nichts. Und wenn du glaubst, woher kommt Überlegenheit auf den Foundational Models. Also wer hat das beste Modell? Ja, ist natürlich, wer hat die meisten Daten, wer hat am meisten Geld und für Computers und wer hat am meisten User. Und dann ist es eben schwer, wenn du nur eine Milliarde hast und der andere hat 50, ja. Und dann hast du noch irgendwie Google mit Gemini, die natürlich quasi endless Cash haben, ja. Und
13:28 Feliks Eyser: Und Distribution, Endless Daten im Grunde mit YouTube und so weiter und allem anderen. Also Google war ja am Anfang ein bisschen Late Starter zu dieser Party, aber hat sich jetzt vor allem in den letzten Monaten krass gewandelt.
13:40 Christian Meermann: Also Google war ja eigentlich schon Ich will nicht sagen totgesagt, aber ich habe schon gedacht, oh wow, wenn man sich diese damals die Entwicklungskurven von OpenAI angeschaut hat, wie schnell quasi ChatGPT. sich in die Masse durchgesetzt hat, da hat man schon gedacht, so oh, oh, oh, das verschlafen die jetzt hier irgendwie bei Google. Und es wäre auch, also passiert nur mal bei Corporates, wenn du jetzt, du musst dich ja selber disrupten und dann haben die aber Jetzt in einem ziemlich beeindruckenden Tempo für so einen Konzern, das würde ich sagen, sehr, sehr erfolgreich rumgedreht. Absolut. Der Säge ist zurück und hat gesagt, so geil, jetzt wird hier mal. Alles über den Haufen geworfen, was wir die letzten zehn Jahre vielleicht haben. Ja, ja. Und jetzt nutzen wir mal diese Assets, die wir haben. Ja, absolut.
14:25 Feliks Eyser: Was habt ihr in Deutschland gemacht in letzter Zeit?
14:27 Christian Meermann: Also Proxima Fusion ist eine Deutschfirma. Q.ANT, das sind die mit den photonischen Chips. Das sind AI-Chips und ein Problem quasi von diesen ganzen Datacentern ist ja, dass sie wahnsinnig viel Energie brauchen. liegt daran, wie eben die Chips funktionieren, dass sie eben wahnsinnig viel Energie ziehen. Und hier ist die Innovation: es ist eine Stuttgarter Firma, dass sie Photonik benutzen, also Licht, um quasi Datenübertragung zu machen. Und dadurch brauchst du deutlich weniger Energie. Die kommen aus Stuttgart, meiner Heimat. Absolut. Wie schön. Ja, ja. Ist sogar noch wilder die Geschichte. Es ist eine Ausgründung von Trumpf, sozusagen paziert dort, genau. Laserebe. Eben sehr stark auf der Laserebene sind. Und die hatten das quasi so als Start-up im Konzern und irgendwann war klar, okay, wenn das jetzt, das braucht dann nochmal deutlich mehr Geld und um das auf eigene Beine zu stellen, müsste man das eigentlich ausgründen.
15:19 Feliks Eyser: Und haben die es hingekriegt, als Corporate die Ausgründung so zu gestalten, dass du als VC da auch reingehen kannst? Das ist oft ein Problem. Dann gehört dir nicht. Die Faune sind irgendwie eine Minderheit.
15:28 Christian Meermann: Ja, also die haben es beeindruckend gut hinbekommen. Ich würde sagen, in 95 Prozent der Fälle klappt das nicht mit Corpus, dass sie dann irgendwie was rausbinnen und sagen, okay, ich gebe jetzt hier. Großteil meines Sharings auf, meiner Rechte auf. Ich habe nichts mehr zu sagen, aber ich habe doch hier schon Geld reingeschickt und so weiter. Ja, und da muss man sagen, die haben das wirklich super gemacht. Also es war natürlich jetzt auch nicht ein Meeting und alles war klar, sondern irgendwie mehrere Verhandlungs- und Meetingsrunden. Aber ja, muss ich sagen, sie sind irgendwie sind natürlich jetzt auch noch investiert, sind ein toller Partner, helfen extrem, aber haben es wirklich geschafft, das so aufzusetzen, dass es eine VC fundable company ist.
16:03 Die Dash0-Story
16:03 Feliks Eyser: Mega, Grüße meine Heimat. Ja, absolut. Finde ich super. Erzähl mal von diesem Dash0-Deal. Der interessiert mich nochmal speziell, also A, was es ist und B, wie du da reingekommen bist. Jemand hat über dich gesagt, für den Christian ist Deals gewinnen wie ein Sport. Was hast du gemacht, um da reinzukommen in diesen Deal? Kurze Backstory, guck mal hier. Ah wow, ja. Haben wir das Ergebnis? Du hast es hingekriegt und trinks mit der Mirko und ein Bier. Mich hätte interessiert, was hat denn der davor gemacht? Deswegen habe ich seinen Lebenslauf hier dabei. Der hat eine Firma gemacht, die heißt codecentric, 13 Jahre lang, auf 300 Leute gebootstrappt. Scheint solide gewesen zu sein. Danach hat er eine Firma gemacht, sechs Jahre lang, da steht drin: 7 Millionen Series A, 20 Millionen Series B von Accel Gerace, 30 Millionen Series C von Meritech, 500 Millionen Acquisition bei IBM. Ja. Also, der Typ hat einen Track Record, der hat gezeigt, dass er es zweimal kann. Yeah. Der kann wahrscheinlich von jedem raisen. Und The Venture Capital ist so, dann wissen ja auch viele nicht. Sie denken, ja, okay, ich bin so ein Founder und die DVCs haben alles Geld, deswegen muss ich die irgendwie überzeugen. Aber bei solchen Professoren, Vielen dreht sich das Blatt ja komplett. Da musst du ja den Founder überzeugen. Warum soll er dein Geld nehmen? Über die Masterclass, wie kommst du in diesen Deal?
17:16 Christian Meermann: Ja, also es war nicht. War jetzt auch nicht total einfach, um das gleich vorwegzunehmen. Genau, also ich habe Mirko kennengelernt damals und da hat er gerade Dash0 quasi angefangen.
17:27 Feliks Eyser: Was macht die Comp, was die?
17:28 Christian Meermann: Genau, also Was macht Dash0? Das ist eine Observability Company. Das heißt Wenn du als Tech-Firma deinen ganzen Code, den du produzierst, musst du natürlich überwachen, gibt es irgendwelche Fehler, gibt es irgendwelche Probleme mit deiner Website und so weiter. Und das nennt man Observability. Und jetzt im AI-Zeitalter hast du natürlich durch Agents und so weiter immer mehr Datenpunkte. Eine große Firma oder ein großer, was weiß ich, E-Commerce Merchant, der hat mehrere Millionen Datenpunkte natürlich am Tag, die alle getrackt werden müssen. Und das macht Dash0 mit einer neuen Art und Weise. Es gibt einen neuen Trend, OpenTelemetry heißt der, der die Daten noch deutlich besser zugänglich macht. Und das machen die eben mit einem neuen Approach. Und der Mirko hat das aber schon. Vorher in seinem Leben gemacht. Also Instana, die Company, die er davor gemacht hat und an IBM verkauft hat, die hat auch Observability gemacht, aber auf einem älteren Tech Stack. Also da gab es OpenTelemetry noch nicht.
18:22 Feliks Eyser: Der ist so ein Speedrunner. Es gibt ja dieses Konzept, also das Computerspiel immer wieder von Anfang an durchzuspielen. Thema nochmal zu gründen, quasi. Ja. Okay.
18:29 Christian Meermann: Und deswegen, der hat natürlich maximale Sektor-Expertise. Also gibt es irgendwie wenig Leute auf der Welt, die sich, die sich da auf dem Level auskennen in dem Bereich.
18:39 Feliks Eyser: Wie überzeugst du so einen Typen?
18:41 Christian Meermann: Absolut. Und da muss man natürlich kreativ werden, weil Geld ist am Ende eine Commodity für gute Gründer. Also kannst du sozusagen an 50 Stellen raisen. Und was wir gemacht haben, wir haben erstmal quasi inhaltlich sozusagen gepunktet und haben uns mit Mirko hingesetzt, haben mehr Workshops gemacht, um zu sagen, wie kann man denn jetzt. . eigentlich dieses Business skalieren. Und was er interessant fand, war quasi mein Marketing-Zalando-Background, also wo man eine Consumer Company mit irgendwie sehr viel Marketingbudget sehr schnell dann skalieren kann und wie kann man das.
19:18 Feliks Eyser: Das ist schon immer noch ein Asset. Also ich meine, du hast Zalando mit aufgebaut, warst du CMO, hast Marketing für Consumer gut verstanden. Jetzt ist es aber auch schon ein paar Jahre her. Aber trotzdem ist es noch ein Thema, wo man sagen kann, das hilft, ein Founder zu überzeugen.
19:30 Christian Meermann: Ja, weil am Ende bei B2B gibt es eigentlich auch nicht unendlich viele Wachstumsmöglichkeiten.
19:35 Feliks Eyser: Also das Klassische ist
19:36 Christian Meermann: einfach Sales Leute heiren und die geben Gas. Das ist wichtig für Enterprise Sales und das machen die natürlich auch. Die andere Frage ist aber, wie kann ich quasi Product-Led Growth machen? Also eben, dass Leute einfach über das Produkt kommen. Und ich die jetzt gar nicht jedes Mal mit einem Sales Call nerven muss und in das Produkt quatschen muss, sondern die kommen irgendwie anders. Und da ist aber die Frage, wie kann ich das skalieren? Dann gibt es immer. So ein ganz paar Beispiele, was weiß ich, Slack und so weiter, wo man sagt, irgendwie, die haben das geschafft. Aber in Wirklichkeit ist da dann meistens doch auch ziemlich viel Budget hinter und schon ein sehr, sehr strukturierter Prozess. Also es ist jetzt auch nicht so, du baust irgendwie ein super Tech-Produkt und die Leute rein den Dolan ein. Also du musst schon was dafür tun. Da hast du ihn inhaltlich überzeugt, ich glaube. Genau, das fand er irgendwie gut und wir haben ehrlicherweise dann auch als Team irgendwie vier Wochen. Nichts anderes gemacht, als uns in den Space zu arbeiten und uns zu überlegen mit vielen Experten.
20:24 Feliks Eyser: Du hast ein Team, die arbeiten sich dann rein, die gucken sich jede Company an, die schreiben die Papers und bereiten sich wirklich vor. Also das ist schon wochenlange Arbeit, sich vorzubereiten auf einen Deal, den du vielleicht gar nicht kriegst.
20:33 Die Blumen-Taktik & Stakeholder Management
20:33 Christian Meermann: Ja, gehört dazu. Also ist natürlich auch bei jetzt nicht jedem Deal ganz so aufwendig. Aber hier haben wir das schon gemacht, weil wir es natürlich auch selber verstehen wollten und eben schauen wollen, hey, was gibt es hier für Hebel? Wie kann man. . eine Firma noch über Product Light Growth wachsen lassen. Und genau, so haben wir es dann erstmal daran gearbeitet und dann, naja, wie das so ist, hat er natürlich auch dann immer nicht nur ein Angebot, sondern mehrere. Und naja, da muss man ein bisschen kreativ werden. Und ich habe dann irgendwie in den drei Wochen, der Mirko wohnt in Solingen, was jetzt ja auch nicht quasi super per Berliner Flughafen angebunden ist. Also ich war irgendwie in der Zeit dreimal in Solingen. mehrfach mit dem Essen. Der setzte dich schon in Flieger. Klar, ja. Und dann habe ich mehrfach am Tag angerufen, da hat seine Frau schon irgendwann gesagt, du sprichst mehr mit dem Christian als mit mir. Dann habe ich da Frau Blumen geschickt. Du hast der Frau noch die Blumen geschickt. Absolut, ja. Dann wusste ich, dass er drei Kinder hat und wir haben natürlich relativ viel Cherry Merchandise und was so das Beliebteste. Item ist, was er aber schon hatte, ist so ein Cherry-Rucksack, so ein Ping-Pong-Rucksack, also ganz cooler Brand, und hat dann hinten so ein leuchtendes Logo drauf. Und das haben wir den Kindern geschenkt und so weiter. Also ja, man schaut so, was man machen kann, was an kreativen Ansätzen ist.
21:54 Feliks Eyser: Okay, also so Stakeholder Management ist anders. Wenn du einen Enterprise reinverkaufst, dann hast du da so deine Champions und musst dich da irgendwie navigieren. In deinem Fall sagst du, okay, die Frauen, die Kinder, Müssen von dem Typen auch überzeugt sein.
22:02 Christian Meermann: Ja, absolut. Und klar haben natürlich auch die Mitgründer, ja. Die auch. Muss man ja eben gucken, wie kann man jeden Einzelnen da abholen und begeistern und überfolgen sich.
22:13 Feliks Eyser: Man hört zur Geschichte nicht so oft, gell? Man denkt so, ja klar, du hast das Geld und die wollen es alle und so weiter, aber dass man sich da richtig reinhasselt und nach fucking Solingen geht und aus dem Museumshop noch so ein Messer mitnimmt. Es ist so eine Messersstadt, oder? Ja, absolut.
22:25 Christian Meermann: Wahnsinn, okay. Wenn die Frau noch abholt.
22:27 Feliks Eyser: Ja, also gehört dazu.
22:29 Christian Meermann: Also im Moment ist es sehr klar ein Founders Market. Also es ist Klar, was weiß ich, vor drei Jahren als der Markt eingekracht ist, da war es natürlich immer kurzzeitig irgendwie ein VC-Markt, was aber dann auch irgendwie nicht, also Könnte man jetzt sagen, ach super, ihr könnt euch freuen, müsst ihr nicht mehr so viel arbeiten, kriegt den einen Deal, ganz wird es auch nicht. Also die heißen Deals sind trotzdem umkämpft. Und am Ende ist dann einfach so eine schlechte Stimmung im Markt, dass es keinem Spaß macht und jeder hält erstmal das Geld zusammen, weil keiner weiß, oh, geht es jetzt noch weiter runter oder. Kön Kann ich jetzt eigentlich in so ein Thema investieren? Kriege ich überhaupt eine Folgefinanzierung dafür? Also es ist schon nochmal ist dann auch jetzt nicht total einfach oder so als Investor. Ja, okay. Aber Deal hast du gewonnen und sind super happy, Company läuft super, macht total Spaß, mit Mirko zu arbeiten, weil er eben. Quasi auch jetzt nochmal so von Founder Archetype. Also er ist Engineer bei Background und hat aber einen wahnsinnig guten Commercial Sense. Und die Kombination ist natürlich sehr, sehr selten. Plus eben jahrelange Erfahrung und ja, das macht die Frage.
23:35 Warum Technical CEOs die BWL-Gründer ablösen
23:35 Feliks Eyser: Das zieht ihr mittlerweile mehr in Technical CEOs. Das ist so ein bisschen so eine Beobachtung, wo ich das Gefühl habe, so die die Die Zehnerjahre waren von so E-Commerce und Consumer-Themen geprägt. Zalando hast du mitgemacht, Delivery Hero, Hello Fresh. Kategorie Business School Founder wird CEO. Und die Themen sind sehr Operations- und Marketing-lastig. So mein Gefühl ist. Wir reden über Black Forest Labs irgendwie. Wie krasse Techis, wir reden über Space Exploration Techis, wir reden über jemanden wie Mirko. Also, ist das ein Muster, was du auch siehst?
24:03 Christian Meermann: Auf jeden Fall. Also der Markt ist einfach deutlich technischer geworden. Und als Gründer reicht es eben nicht. Okay, ich bin eine Super Execution Machine, was damit ist. Du musst auch technisch was können und verstehen. Du musst nicht der CTO dann sein, der jetzt den Code-Business letztes versteht und so, aber du musst schon deutlich mehr Verständnisse aufbringen, als es vor zehn, fünf Jahren der Fall war. Und da merkt man so ein bisschen auch quasi an den, wo kommen die besten Gründer her. Wenn man sich das anschaut, damals zu diesen Rocket-Zeiten, kamen eben viele Von der WHU. Ich bin selbst WHUler, von daher kenne ich das, ja. Und jeder hat dann da den Gold Rush gesehen und hat gesagt, okay, ich mache jetzt auch Tech und suche mir irgendwie ein Thema und bin der beste Exekutor. Und das hat ja auch dann jahrelang, würde ich sagen, sehr gut funktioniert. Aber jetzt ist es schon eben so, dass wir Gründer suchen, die technische Probleme sich nehmen, die das gut verstehen und diese Seite mit skalieren können. Und daher hat sich das schon ziemlich gedreht.
25:02 Feliks Eyser: Steve Jobs hat mal gesagt, man kann die Punkte nur in der Rückschau verbinden und erzählt dabei die Geschichte, wie er die Kalligrafieklasse während seines Studiums genommen hat, die später dazu geführt hat, dass er bei Apple. Die verschiedenen Schriftarten angebunden hat, was ein Riesen-USP gegenüber Microsoft war. Und vielleicht ist der Punkt in der Rückschau für dich Dein Beitritt in der Founder Mode WhatsApp-Community mit dem Austausch mit fast 500 anderen Foundern. Triff vielleicht deinen nächsten Kooperationspartner, Kunde oder vielleicht sogar deinen Co-Founder. Wer weiß, ob du in einem Jahr zurückschaust und sagst, genau das war der richtige Schritt. der Community beizutreten unter www. foundermode.show slash whatsapp. Bis dann in der Gruppe. Ich habe ein paar Themen dabei, über die wir sprechen können. Kannst du ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, sozusagen? Auf jeden Fall. Ich habe ein Nähkästchen dabei. Guck mal. Oh wow. Zum Plaudern. So, das können wir mal aufmachen und da sind ein paar Karten drin, dann kannst du eine ziehen und dann können wir.
26:02 Christian Meermann: Krass, okay.
26:03 Feliks Eyser: So, guck mal hier. Meine Freundin freut sich, dass ich ein Nähcasting gekauft habe. Hab das hier auch nicht gedacht. Aber da würde mich dein Take drauf interessieren.
26:12 Christian Meermann: Was hast du gezogen? Ja, AI-Rollups, VCs kaufen Mittelstand.
26:16 Trend: VCs kaufen den Mittelstand (Rollups & AI)
26:16 Feliks Eyser: Ist also eine Beobachtung mit VCs, von denen ich spreche, die sagen, hey, so diese krassen Tech-Companies, die international raisen können. sind vielleicht gar nicht mehr unser Territorium. Ich habe vielleicht einen Mittelstandsbackground von der Fondsstruktur und ich interessiere mich jetzt dafür, Rollups zu finanzieren, also quasi eine Firma zu kaufen, dann mehrere andersartige oder mehrere gleichartige zu kaufen, zu integrieren. Das hält ja gerade Einzug in der VC-Welt. Und die Tech-Enabled-Variante ist zu sagen: ich kaufe Hausverwaltungen, aber ich baue auch die Software dafür, dass sie effizienter werden. Was ist dein Take? Interessiert dich das
26:50 Christian Meermann: Ja, interessiert mich. Also wenn man sich anschaut, dieses ganzen Rollup-Thema, ja, also das gibt es ja schon Ewigkeit, dass ein Freund von mir zum Beispiel macht in München. So ein Rollup-Fand und der hat vor 15 Jahren schon Radiologie-Praxen gekauft. Und dann geht er zu den ganzen Radiologen und sagt: Guck mal, lass das doch in einer Gruppe machen, dann können wir künftig diese wahnsinnig teuren Geräte. zentral einkaufen, so dann kriegt Siemens plötzlich noch die Hälfte pro Gerät und wir können das irgendwie zentralisieren und können sich noch besser auslassen und so weiter, macht total viel Sinn.
27:18 Feliks Eyser: Also es geht total in die Kerbe von Nachfolgesituationen, so demografischer Wandel, die Radiologen werden älter und die Hausverwalter und die Anwälte und die Steuerberater auch.
27:25 Christian Meermann: Die Suche nachfolgern finden kann. Genau, und dann hast du die gruppiert und hast sie am Ende dann meistens irgendwie an einem größeren PE oder einen strategen weiterverkauft. Wenn man sich das jetzt heute anschaut, also das, was wir in dem Bereich anschauen, muss dann schon alles eine klare AI- oder Technologie-Komponente haben. Also wir würden jetzt nicht Radiologie-Praxen-Rollup machen, weil er hat jetzt keinen Technologiekern irgendwie für uns, ja. Und das ist ja typisches Terrain von Private Equity Fonds. Ja, absolut, genau. Sondern wir glauben eher, wo wir dann auch spielen können, ist, wenn wir sagen, hey, das ist Ein Rollup und da kannst du durch AI jetzt Prozesse plötzlich deutlich effizienter machen. Wenn du, also zum Beispiel, Hausarbeitung haben wir jetzt nichts gemacht in dem Bereich, aber was du genannt hast. Ist so ein sehr offensichtlicher Case. Also wahnsinnig viele manuelle Prozesse, die schreiben irgendwie was auf dem Zettel und dann im Excel und dann musst du hier einen anrufen und da was machen und so. Also wahnsinnig manuelle Prozesse, sehr quasi labor-intensive. Und da glaubt man, glaubt man dann schon eben, hier kann ich durch AI nochmal. was rausholen. Und das sind dann spannende Cases, weil da hast du dann eben mehr als nur, ich kaufe mir diese Firmen zusammen und gebe sie dem nächsten, dann mache ich da irgendwie 3x drauf und everyone is happy, sondern Wenn wir sowas anschauen, muss das natürlich deutlich mehr Return-Potenziale haben. Aber wir glauben eben schon, dass du diese Firmen, die ja schon per se gut sind, das sind ja profitable Firmen, die du kaufst. Aber wir glauben, dass du durch AI die nochmal deutlich besser machen kannst. und dann eben auch richtig was rausholen kannst und sie dann vielleicht auch nicht direkt weiterrollst an den nächsten, sondern eine quasi eine zusammenhängende Gruppe draus baust, die jetzt nicht so randomly nur zusammengesteckt ist, sondern da wird wirklich eine Firma draus und dann Kannst du auch sozusagen nochmal eine deutlich größere Nummer daraus drehen?
29:04 Feliks Eyser: Was sind andere Verticals, Industrien, wo das funktionieren kann?
29:06 Christian Meermann: Was findest du spannend? Ja, gibt es mehrere, IT-Security für Mittelständler, gibt es auch viele Firmen, die das machen. Dann sozusagen Ingenieurwesen gibt's, dann im Softwarebereich gibt's. Also es gibt schon im Moment Steuerberater gibt's ein paar. Steuerberater gibt's, genau. Also es gibt schon sehr, sehr viele im Moment, weil natürlich immer, wenn so eine Technologiewelle wie AI kommt, da kannst du dir natürlich alle möglichen Business anschauen und gucken, wo hat das denn eigentlich besonders Impact. Und das ist natürlich dann immer da, wo du Viel quasi Blue oder White Colour Labor hast, die du eben deutlich effizienter machen kannst. Also würdest du machen? Ja, also sozusagen, das könnte man nur sozusagen eine Beimischung sein jetzt in unserem Fonds, aber schauen wir schon aktiv an. Okay, okay. Was haben wir noch in Nacässchen? Was willst du? Die 2021 VC-Party und der 2022 bis 24 Charter.
30:03 Katerstimmung nach 2021: Der Reality-Check
30:03 Feliks Eyser: Ja, schönes Thema. Wie gehst du damit emotional um? So du hast so, es gab Covid, dann dachten wir erst, okay, fuck, die Welt geht unter und dann plötzlich gemerkt, nee, alles geht hoch und die Bewertungen gehen hoch und dann. Kam aber irgendwann der Dämpfer, wie ist das für dich? Ihr habt solche Deals gemacht wie Flink oder SellerX, so die waren hochgefeiert und haben dann sich schwer getan, Anschlussfinanzierung zu kriegen, quasi als diese Party vorbei war. Was bedeutet das für dich?
30:28 Christian Meermann: Ja, ist natürlich auch für einen als Investor quasi ein emotionaler Rollercoaster, ne? Also weil du kommst eben aus dieser zwanzigdzwanzig Zeit wo alles irgendwie Megawahl hatten gerade Flaschenpost für eine Milliarde verkauft nach vier Jahren und so, also das war Irgendwie super, dann flink ging durch die Decke. Du kannst gar nicht so schnell gucken, wie die nächste Upround passiert ist. Und plötzlich von heute auf morgen ist die Party zu Ende. Und die Musik geht aus und jeder denkt, Hoppala, was haben wir hier eigentlich gemacht? Und das fängt dann eben damit an, dass die Late-Stage-Investoren als Erste eigentlich zurückziehen und sagen, okay, jetzt gibt es kein Geld mehr für unprofitable Businesses. Und vorher war eben natürlich Zero Interest Period. Das heißt, Geld war quasi unendlich zur Verfügung. Das heißt, die haben Wahnsinn da rein investiert und das hat plötzlich aufgehört. Und das ist natürlich für alle Beteiligten schwer und als Investor Ist man natürlich nochmal ein bisschen näher dran an den Kapitalmärkten und wir machen eigentlich regelmäßig so Sessions mit Makroökonomen, um uns. immer wieder ein Bild über den Markt zu verschaffen. Weil für uns natürlich wichtig ist, der Exit-Markt hinten raus funktioniert und wir dann auch unsere richtigen Konsequenzen ziehen. Und da war das dann ziemlich schnell klar, okay, das wird sich jetzt hier brutal verändern. Und wir haben dann auch so ein Memo und alle Founder geschrieben und haben gesagt, okay, pass auf, es wird schwer bis unmöglich sein, die nächste Runde zu raisen in den nächsten sechs Monaten, weil der Markt wird jetzt hier einfrieren. Also tut alles, um euren Cash Runway zu verlängern. Das sind die Maßnahmen für die Kostenseite, das sind die Maßnahmen, wie ihr vielleicht die Top-Line noch irgendwie retten könnt. Wie dieses Sequoia-Mame-Man, wo wir alles zwar teilweise haben.
32:06 Feliks Eyser: Das macht man immer oder so. So ein Grabstein auf die Cover des Welt. Ich habe die Alarmstimmung gemacht.
32:12 Christian Meermann: Ja, und das hat schon, also weil wir schreiben jetzt nicht jeden Monat Memo an, alle Gründer. Und das ist, wenn das dann plötzlich kommt, dann sind schon alle erstmal. Aufgeschrägt, haben wir ein Webinar dazu gemacht und einfach natürlich auch versucht, sehr, sehr eng an allen Gonnard zu sein. Und bei diesen größeren Firmen Ist natürlich schwer, wenn du halt eben die letzten drei Jahre ging alles nur durch die Decke und jeder Investor erzählt dir, dass du der Beste bist und du und fragt immer nur noch Wachstum, Wachstum, Wachstum und plötzlich sagen die Leute hier, Uniconomics ist eine Katastrophe und das müsst ihr ändern. Und manche Gründer wollen dann das auch erstmal nicht wahrhaben. Die sagen, ja, ihr seid immer so Schwarzmaler und jetzt entspannt euch mal und letztes Mal. Und das war natürlich auch ein bisschen ein Problem, dass. Quasi gerade vorher am Anfang von Covid, wo man dachte, alles geht runter, war acht Monate später ja das Gegenteil, alles ging hoch. . Und jetzt haben natürlich viele gedacht, ach, jetzt lass man nicht so anstellen. Das wird schon danach wieder zügig hochgehen. Ja, da dann alle quasi irgendwie rational beisammenzuhalten und zu sagen, nee, wir müssen jetzt hier wirklich radikal umschwenken, kosten sofort runter und uns geht ums Überleben. Manche Gründer haben das sehr schnell umgesetzt, bei manchen dauert es ein bisschen. Was ist die Eigenschaft, die die Gründer mitgebracht haben, die diese Umstellung gut navigiert haben? Ja, ich glaube am Ende, also wir haben natürlich mal, wenn wir investieren, das ist eine Frage, so do they listen? Also hören sie zu, wenn sie Advice bekommen. Und manche, die natürlich dann sozusagen so schnell quasi von null auf irgendwie eine 3, 4, 5 Milliarden Bewertung gekommen sind. Die sind ja natürlich auch irgendwann auf einem Höhenflug. Und muss sagen, okay, ich höre jetzt hier nicht bei jedem zu, der mich irgendwie von meinem Kurs abbringen will. Das ist ja auch richtig so, weil da kommt ja jeden Tag irgendeiner, der dir irgendwas erzählen will, was keinen Sinn macht. Und die werden dann manchmal ein bisschen immun und sagen, nee, aber das ist doch jetzt mein Kurs, meine Strategie, die wir mal besprochen haben, wir brauchen Scale. So, und aber ja, die Guten, die verstehen es dann schon irgendwann schnell und steuern dann um.
34:08 Feliks Eyser: Ich finde ja auch ein Founder das Schizophrener am Unternehmertum ist ja auch, du brauchst ja beide Eigenschaften. Also du musst ja auch zuhören und du musst auch ausblenden können. Du brauchst beides. Du brauchst das Selbstbewusstsein zu sagen, ist mir egal, ich ziehe mich. Mein Ding durch. Und an manchen Stellen musst du sagen, ich weiß, dass ich nichts weiß und ich hole Input und bin coachable. Und das sind zwei Werkzeuge, die du beide brauchst.
34:25 Christian Meermann: Und die Frage ist ja, wann holst du welches aus? Absolut. Und aber Männer sind natürlich auch. Alle Founder rational und man ist ja auch irgendwie aligned. Also der Gründer will ja auch, dass die Firma überlebt. Und man muss sagen, jetzt in beiden Fällen. sind wir da irgendwie mit einem blauen Auge davongekommen und so und flink läuft mittlerweile sehr, sehr gut und ist der einzige, der übrig geblieben ist.
34:47 Feliks Eyser: Ich bin treuer Kunde. Ich habe sogar so eine, wie heißt das so, Prime Mamma oder so? Super, sehr gut.
34:52 Christian Meermann: Ja, das lieben wir.
34:53 Feliks Eyser: Genau, sehr gut.
34:54 Christian Meermann: Okay, was haben wir hier noch? Was haben wir noch? So, schauen wir mal. Ah, Lean AI Company, Seatstrapping.
35:02 Brauchen wir noch Series A oder reicht AI-Bootstrapping?
35:02 Feliks Eyser: Okay, der Trend, man braucht dich nicht mehr, Christian. Laufen rum und sagen, ah, ich raise 500k, ich raise eine Million. Das reicht mir. Ich will gar keine Series A raisen. Ich baue die Company profitabel. Durch AI bin ich geleveraged. Ich bin in Cursor und brauche nicht mehr fünf Engineers, sondern mach's alleine. Es schafft sich dein Geschäftsmodell ab.
35:21 Christian Meermann: Ja, das war natürlich die allererste Sorge, als der große Antrag kam. Also ich glaube es Gute ist erstmal, schafft sich nicht ab. Könnte ich alle beruhigen. Aber klar, was wir schon sehen, ist, dass du eben mit weniger Kapital am Anfang relativ weit kommen kannst. Also es gibt einen Haufen Firmen, würde ich sagen, die haben so. Ja, vielleicht fünf Millionen am Anfang mal irgendwie geraced in Seed und sagen, okay, ich skippe einfach die Series A, ja, und bin jetzt profitabel und viele von denen sind dann so, was ich irgendwo zwischen sechs und 15 Millionen RR, was schon sehr, sehr gut ist und sind unter 20 Mitarbeiter. Also ziemlich beeindruckend. Wer früher oder auch ist bei vielen Consumer-Modellen, also geht das wirklich gar nicht. Wäre Zalando nicht möglich gewesen, hätte nie funktioniert. Das ist natürlich cool zu sehen. Gleichzeitig glauben wir aber schon, dass man damit jetzt nicht unendlich weit kommt. Wir sind auf einem globalen Markt und es gibt immer irgendwen, der ein Wettbewerber ist und genau dasselbe macht. Und wenn ich jetzt sage, okay, ich möchte quasi sehr lean wachsen und wachse ein bisschen langsamer. Und ich habe aber jemanden, der in den USA sagt, hey, I go all in, ja, und ich raise jetzt hier 50 Millionen, ja, dann werde ich irgendwann von dem überrollt. Und das ist ein bisschen das Problem, wenn du. sagst, und quasi uns als Investoren geht es eben darum, wir brauchen quasi Billion-Dollar Outcomes, sonst macht es keinen Sinn. Und wenn das das Ziel ist, ja. Dann können diese Firmen dann irgendwann zu langsam. Und das ist auch, wenn du natürlich das immer so aufbaust und hast, weiß ich, im Jahr immer nur maximal zehn Leute geheiert und sollst fünf Jahre später das umstellen und sollst 100 heiren. Das ist ein ziemlicher Stretch für die Organisation, ja, weil es jemand, der regelmäßig immer ordentlich gewachsen ist. Von daher, also ich glaube, das kann für Gründer ein sehr gutes Modell sein, und damit kommst du ziemlich weit. Um eine Company zu bauen, die ein paar Millionen, vielleicht sogar ein paar Zehn Millionen Umsatz macht. Vielleicht auch, genau, und auch am Ende dann irgendwie. 100, 200 Millionen wert ist oder so. Also das geht auf jeden Fall. Aber wenn du sagst, ich will quasi einen Category Killer bauen und ich will am Ende. . eine Multi-Billion-Dollar Company bauen, dann geht es eigentlich nur mit Kapital.
37:27 Feliks Eyser: Und wenn ich Deep Deck machen will, wenn ich die Satelliten da hochschicken will und das Fusionskraftwerk bauen will und so weiter. Ja, dann muss ich eh. Okay, okay.
37:35 Christian Meermann: Noch einen? Ja, haben wir noch?
37:37 Europa vs. USA: Sollten Gründer sofort ins Valley?
37:37 Feliks Eyser: Wir haben noch ein paar Karten, ein bisschen Zeit. Ah, Europa versus USA. Ja, du hast vorhin angesprochen. Also, ist es rational für einen Founder, jetzt nach San Francisco zu gehen, wenn er ungebunden ist?
37:46 Christian Meermann: Ja, also ich glaube, das kann man niemandem absprechen. Wird erst wahrscheinlich ein Founder, der. Mitte 40 ist und irgendwie hier gesettelt ist und so sozusagen weniger likely machen. Aber jemand, der gerade das Studium fertig hat, 25 ist und sagt: So, jetzt gehe ich nach San Francisco, weil Da ist doch irgendwie die Magic. Und ich will mitten in diesem Wirbelsturm sein. Klar, also nachvollziehbar. Ich glaube, man muss sich nur eben darüber im Klaren sein. Competition ist stärker, ein Engineer kostet einfach das Dreifache dort, versus hier. Was finde ich überhaupt keinen Sinn macht, haben wir auch ein paar Mal gesehen, dass dann Deutsche rübergehen. Aber am Ende irgendwie deutsche Mittelständler als Zielkunden haben. Da würde ich sagen, okay, mit neun Stunden Zeitverschiebung. Das funktioniert überhaupt nichts. Das bringt auch nichts, weil der Mittelständler. Der valued das ja jetzt nicht, dass du irgendwie in San Francisco sitzt, sondern im Gegenteil, der sagst, ich will den doch vielleicht auch mal treffen und kommst du mir in der Kasse. Genau, kommst du mir dahin. Deswegen, das macht aus meiner Sicht irgendwie dann keinen Sinn, aber wenn du sagst, ich habe irgendwie einen Globales Produkt, ja, und da brauche ich vielleicht gar nicht so den klassischen Türvertrieb, ja, wo ich da mal hin muss, ja, dann ist das natürlich ein bisschen was anderes.
39:02 Feliks Eyser: Und auf der Adoption-Seite, also wenn man sich die Kunden anschaut, so deutscher Mittelstand versus Amerikanischer Mittelstand, was beobachtest du bei deinen Companies? Wie offen sind die Kunden?
39:12 Christian Meermann: Also grundsätzlich sind schon amerikanische Kunden deutlich offener und auch deutlich schneller in den Sale-Cycles als europäische. Das sehen wir überall. Werde ich wahrscheinlich jetzt auch nicht total ändern können. Was man aber positiv eigentlich sagen muss in Europa, ist, dass sich das, würde ich sagen, über die letzten zwei Jahre eigentlich durchverbessert hat. Also auch die europäischen Unternehmen sind viel experimentierfreudiger für AI. wenn du mit quasi Vorständen von DAX-Unternehmen oder Mittelständern sprichst, die haben das schon alle total auf der Uhr. Und die reden fast nur darüber. Also wo ich manchmal überrascht bin und denke, wow, ihr redet ja den ganzen Tag über AI. Und auch das ist schon cool zu sehen, dass die es auch haben. Trotzdem sind die natürlich nicht ganz so schnell darin, okay, ja, dann mache ich mal hier ein Pilot für 200. 000 Euro im Jahr. Sondern dass, ey, okay, ja, wir können mal ausprobieren und so. Aber okay, ja. Am Ende geht es ein bisschen schneller in den USA, aber der Markt hier ist natürlich trotzdem auch groß. Es gibt genug Mittelständler und genug Corporates in Europa.
40:10 Feliks Eyser: Ich sehe schon noch das, ich sehe das generelle Interesse, also wenn wir bei meinen Themen nicht da machen, Physotophical AI-Themen, wenn wir Insta-Ads schalten oder Google-As und da steht AI für irgendeine Branche drin. Die Leute klicken da schon drauf, die buchen sich eine Demo, die wollen ja alle verstehen, was das ist. Also ich habe das Gefühl, im Marketing hast du schon so einen AI-Bonus, was jetzt nicht heißt, dass du sofort an fette Budgets rankommst. Also ich sehe so das Interesse, aber noch nicht die Zahlungsbereitschaft zu sagen, komm, wir stecken da jetzt mal eine halbe Million rein oder sowas. Da sind die schon noch zurückhaltend, aber ich habe das Gefühl, diese Aufmerksamkeit zu kriegen, wenn du was mit AI machst, ist schon einfacher.
40:43 Christian Meermann: Genau. Und ich glaube, die Herausforderung ist dann für die Gründer, zu sagen: Okay, jetzt habe ich ja erstmal einen Zemin gekriegt beim Kunden und vielleicht probiert er das auch aus. So, dann muss ich natürlich sehen, dass er danach Nicht sagt, okay, jetzt suche ich mir das nächste, sondern dann weiter mein Kunde bleibt. Also, das ist dann ein bisschen die Challenge, quasi den dann in den richtigen Vertrag reinzutellen.
41:00 Feliks Eyser: Ich habe ja auch oft gesehen in Europa, dass dann so super viele neue Kunden, aber dann auch wieder viel Churn. Also die probieren es mal aus, dann fallen die aber hinten wieder raus und dann hast du irgendwie auch nicht so viel gewonnen. Und ich glaube, das zu managen ist jetzt die Aufgabe dieses Zeitalters, die da reinzuholen und drin zu halten. Ja, genau. Okay.
41:14 Christian Meermann: Haben wir noch einen letzten? Einen haben wir noch hier. Im größten Fach. Größtenfach. Founder Selection.
41:19 Founder Selection: Memos, Sportler & Kindheitstraumata
41:19 Feliks Eyser: Oh ja, wie wählst du Founder aus? Ich meine, das ist die Frage, die alle interessiert, wenn wir uns in der Community, in der Founder Mode-Community gefragt. Die Nummer eins Frage ist immer, wie läuft der Prozess ab? Was muss ich mitbringen? Wie wählst du aus? Wie viel ist da Kunst, wie viel ist Wissenschaft, sozusagen? Und was hat sich jetzt geändert in der AI-Zeit? Also ist ein CTO wichtiger? Ist er weniger wichtig? Kann man sagen, nö, ich habe doch jetzt Lovable, ich brauche doch niemanden mehr. Oder sagen wir: Nee, genau das Gegenteil ist der Fall, weil du brauchst diese Technical People, über die wir gesprochen haben.
41:47 Christian Meermann: Ja, gute Frage. Also in Summe, ja, was schauen wir an? Es geht natürlich gerade bei Preceed und Seed, äh, geht es eigentlich fast nur ums Team. Also sind die, glauben wir, dieses Team Kann eine Billion Dollar Company bauen. Welche Frage stellst du denen? Weil alle reden über Team, aber wie findest du das raus? Ja, leider findet man es nicht nur mit einer Frage raus, sonst werden diese Meetings mal sehr, sehr schnell. Sondern man muss sich so ein bisschen über mehrere Ecken quasi ranrobben. Also es fängt natürlich an mit, okay, erzähl es mal deine Vision. Was baust du? Okay, das kann natürlich auswendig gelernt sein, deswegen total belastbar. Ich will den Markt revolutionieren, weil es hat mich schon immer gestört und ich glaube, da ist irgendwie Riesenpotenzial, weil ABC und so. Okay, es muss erstmal groß klingen. Ja, auf jeden Fall. Und muss natürlich auch Sinn machen, also das checkt natürlich dann schon. Und dann ist aber die Frage, ähm, okay, was ist die wahre Motivation? Also ist das, warum macht er das irgendwann? Dann, weil er einfach jetzt schnell Kohle verdienen will. Es gibt natürlich viele, die sind so irgendwie in einem 30 Jahren und sagen, okay, ich muss jetzt irgendwie hier 10 Millionen verdienen, weil der Freund und der Nachbar und die haben auch alle irgendwie viel Geld gemacht und jetzt muss ich schnell was finden. Nicht die beste Antwort. Nee, nicht die beste Antwort, und es ist auch so, it's not our business. Also wir wollen niemanden, der jetzt einfach nur schnell schnell Geld machen wir, was ist eine furchtbare Motivation, so sondern wir brauchen Leute, die langfristig das machen wollen und die Die wirklich sagen, okay, das ist jetzt quasi fast meine Lebensaufgabe. Also irgendwas wirklich besser zu machen und irgendwie komplett zu verändern. Dann gibt es natürlich manche Fonds und wir schauen es schon auch an, ja. Haben die Gründer irgend so ein Kindheitstrauma? Also, ist sozusagen angeblich ein sehr, sehr guter Indikator. Positiv korreliert mit dem mit Biss und Goes All In und sozusagen.
43:38 Feliks Eyser: Sportler übrigens auch. Da gibt es so Studien, wenn du Sportler, wenn du Olympiateilnehmer anschaust, so ganz, ganz überproportional irgendein Child-to-Trauma-Verhanden ist, was dann dazu führt, dass du mehr Schmerz vertragen kannst als die Durchschnittsbevölkerung. Und das ist ja gar nicht so weit weg von Unternehmertum.
43:51 Christian Meermann: Und du brauchst eine Menge. Natürlich wahnsinnig viel Resilienz, ja.
43:54 Feliks Eyser: Okay, aber was magst du denn dann?
43:56 Christian Meermann: Also was ist in deiner Kindheit richtig schiefgelaufen? Ja, was war die größte Challenge in deiner Kindheit, über die du mal musstest? Und manche haben auch nächste Art okay, sind dann trotzdem gute Gründer. Aber schon gut, ja, und auch zu verstehen, warum machst du das? Was machst du, wenn jetzt einer kommt und kauft da eine Firma von einer halben Milliarde? Auch ganz guter Test.
44:14 Feliks Eyser: Kann man diese Frage stellen oder sagen da, also die bullshitten dich doch, oder? Also, wenn die Frage stellst, was würdest du machen, wenn ihr eine halbe Milliarde anbietet? Come on. Also du willst es hören? Nein, natürlich nicht.
44:25 Christian Meermann: Genau, also das sozusagen checken wir auf, wenn es natürlich einer eine Fake-Antwort gibt. Das Problem ist ja eben, du musst halt eben sehr viele Fragen stellen und einfach versuchen, einfach sehr viel Zeit mit den Gründern zu verbinden.
44:36 Feliks Eyser: Wie macht ihr das außerhalb von so Interviewsituationen? Ein bisschen Erfahrung ist, du kannst dir Leute interviewen, wie beim Job-Interview.
44:40 Christian Meermann: Da kriegst du super wenig raus. Also es ist ein Mix von beidem, also sowohl inhaltlich, dass sie sagen, komm, jetzt lass uns mal einen Workshop machen zu Go to Market. So, und dann gehen wir das durch und dann kriegst du ja auch ein Gefühl dafür. Da siehst du, wie die denken. Da siehst du, wie die denken, ist das ein super Sale. Typ, hat er die Aggression, macht ihm da Spaß oder sagt er, boah, Sales, hab ich ja eigentlich überhaupt keinen Bock, aber muss ich irgendwie machen. Also da schauen wir natürlich schon. Extrem genau an und dadurch kann man eigentlich die inhaltlichen Themen ganz gut quasi durchgehen und abarbeiten und dann versuchen wir aber einen Social Context hinzubekommen. Also Dinner, Lunch, Drink an der Bar, Fahrradfahren gehen, Sport machen. Also bei dann. Lernst du die Leute natürlich nochmal richtig kennen, Referenzen über die Gründer bekommen.
45:26 Feliks Eyser: Ich hab gestern mit einem befreundeten Founder gesprochen, der hat gesagt, wenn er Leute besser kennenlernen will, dann nimmt er die ein Escape Room mit. Hast du das schon mal gehört? Fand ich eine mega geile Linie. Kann man, ja, finde ich nicht schlecht. Weil du siehst so Problem-Solving-Skills, du siehst. Du siehst Communication Skills, du siehst Koordination, du siehst, sind die Leute proaktiv oder nicht. Das muss ich mal probieren.
45:44 Christian Meermann: Wir machen ja jedes Jahr so ein Rennrad. Trip mit dem Jan Frodeno zusammen, also dreifacher Ironman-Gewinner. Okay, mach die Events dann auch richtig, wenn er sie macht. Absolut, ja, und laden immer 30 Gründer ein. Und das ist schon ganz interessant zu sehen, wer fährt da eigentlich vorne an der Spitze mit. Und es ist natürlich klar, dass keiner den Jan besiegen kann. Aber gibt es natürlich immer immer welche, die sich nicht mehr so schön. Dann hätte er wahrscheinlich zu wenig oder sie Aufmerksamkeit auf die Firma. Aber du siehst natürlich schon, wer hat Biss und wer beißt sich dadurch und ist aber trotzdem dann auch, weil das sind natürlich irgendwie Social Components mit Dinner und so weiter und wir sind trotzdem irgendwie. . nett und denkt gut über Themen nach. Also das sind schon einfach zusätzlich gute Datenpunkte. Also machen das eventuell nicht nur um Leute zu beobachten, um Gottes Willen, aber man sieht einfach diese Character-Traits.
46:36 Feliks Eyser: Würdest du in ein Restaurant gehen, was mit 4,2 auf Google bewertet ist? Wahrscheinlich nicht. Und das gleiche gilt für Podcasts. Wir sind stolz, dass äh. Founder Mode mit 4,9 geratet ist auf allen relevanten Plattformen und wir wollen, dass es so bleibt. Deswegen hilf uns dabei und gib eine Bewertung ab. Drück kurz den Pause-Button und egal wo du bist, bei Spotify oder bei Apple oder bei YouTube, kannst du einen Daumen hoch geben. Es bedeutet uns alles. Wenn du uns unterstützt und ein kleines Review da lässt, vielen Dank. Wie wichtig sind so Badges, so diese Stempel? Ich war in der WHU, ich war bei YC, ich habe CDTM gemacht und so weiter. Es gibt ja so diese Auszeichnungen, die Stundtüren öffnen können, kann man sagen.
47:16 Christian Meermann: Ja, also ich glaube, also schadet natürlich nicht, weil du natürlich in solchen Institutionen in der Regel sehr viele gute Leute hast und dadurch eine gewisse Selektion hast und du siehst schon mal, was ist quasi Top Performance. Und das siehst du sowohl in den Top-Unis, das siehst du aber auch bei irgendwie BCG McKinsey Goldman. Also von daher ist es einfach sozusagen ein guter Checkmark. Nichtsdestotrotz kann es eben auch Gründer geben, die, also ich habe irgendwie ein Jahr angefangen zu studieren und dann droppen die out, weil sie habe jetzt hier die Mega-Idee gefunden, jetzt will ich das verfolgen. Würden wir jetzt auch nicht sagen, uh, du hast aber jetzt leider keinen super Logo. Wie überzeugt so eine Person dich, wenn sie gar keine solche Badges sozusagen hat? Einfach durch quasi Passion und sozusagen, wie tief sind sie in dieses Thema eingedrungen und was bringen die an Leidenschaften mit? und Willen zu gewinnen, muss spüren. Genau, muss spüren. Das ist einfach was anderes. Und dagegen will ich aber auch jetzt den WHUler, der irgendwie fünf Jahre bei McKinsey war und Einfach nur gründet, weil es irgendwie ein paar Freunde erfolgreich gemacht haben. Ja, he's not the best one. Also, das muss man auch ganz klar sagen. Also, wir wollen schon Leute, die wirklich diesen tiefen Willen haben. Denn sozusagen Gründen ist Schmerzhaft. Also es ist ein Rollercoaster. Es geht up und down und das 20 Mal im Jahr. Und dafür brauchst du Resilienz und musst es wirklich, wirklich hart wollen. Sonst macht das einfach keinen Sinn. Da gibt es irgendwie 100 andere Jobs, die häufig angenehmer sind. Ja, 100 Prozent.
48:46 Feliks Eyser: Was sind so Founder-Interaktionen, die dir im Kopf geblieben sind, die sich eingeprägt haben von Founder, die was Interessantes gemacht haben, was ungewöhnlich war, im positiven Sinne?
48:54 Christian Meermann: Ja, was schon natürlich mal ganz interessant sind, sind auch quasi Founder, die zum Beispiel auch Leistungssportler waren. finanziert, der hat Stabhochsprung gemacht, ist dadurch nach Harvard gekommen und so. Also schon Leute, die einfach eine Sache sehr fokussiert und sehr gut gemacht haben. Das zeigt natürlich auch, dass so besonderen Biss hast und dich extrem auf etwas fokussieren kannst. Ich hatte mal ein paar Jungs bei uns im Office, wir haben uns ein Pitch angeschaut, telli, und habt ihr da investiert?
49:28 Feliks Eyser: Voice AI und ich fand die so geil. Weil die kamen rein und haben gesagt, wir haben dieses Memo vorbereitet, so ein Sechsseitendokument, das haben sie ausgedruckt und es da hingelegt. So haben gesagt, wir lesen das jetzt erstmal zehn Minuten lang. Das haben wir bei NPAL gelernt, und NPAL ist bei Amazon gelernt. Also so gibt es ja diese. diese Meetingkultur und das habe ich noch nie erlebt in dem Pitch, dass sie einem diesen Stapel Papier dahinlegen. Da habe ich gefragt, ja, was macht ihr denn in der Zeit? Und mein, ja, wir lösen es auch. Das ist ja smart und das Memo war gut strukturiert, es war kein Pitch-Stack, so die Gedanken in Prosa runterzuschreiben, ist ja auch schon mal eine Fähigkeit.
49:57 Christian Meermann: Ja, also wir haben genau bei telli war es so, damals bei Flink war es auch so, ja, es war auch so ein Amazon-Style. Word-Dokument und finererweise für VCs immer ein bisschen ungewohnt, weil wir kennen eigentlich eher DINA4-Querformat-Slides. Und genau, PowerPoint, da kannst du natürlich auch wahnsinnig schnell immer durchgehen. Und wenn ich jetzt irgendwie ein neues Pitcher kriege, da kann ich das irgendwie in einer Minute durchflippen und weiß, okay, interesting or not. Bei einer Memo muss ich schon lesen. Und das ist auch ein geiler Test, finde ich.
50:26 Feliks Eyser: Also, wenn man sich so Tools anschaut wie so DocSend oder so, da kannst du ja sehen, wie lange die Leute so Leid verbracht haben. Das ist erschreckend. Wenn du eine VC schickst, die Statistiken ist es weniger als eine Minute. So für eine Person im kompletten Deck. Verbringt in vielen Fällen. Ergo, guter Test zu sagen: komm, ich leg dir mal in fünf Seiten-Dokum hin, mal gucken, ob du es verstehst.
50:42 Christian Meermann: Und ich glaube, wenn das gut geschrieben ist, dann ist das natürlich super. Das Problem ist halt, dass, also und Amazon hat ja eine relativ klare Struktur. wie diese gemacht sein müssen und so und dadurch hat man eigentlich eine hohe Qualität. Aber klar, wenn du dann sagst, okay, ich hau das jetzt mal kurz in ChatGPT und der soll mir jetzt meinen Pitch runterschreiben auf fünf Seiten. Auch keine gute Zähne. Jetzt wahrscheinlich nicht besonders gut. Also, diese sozusagen Written Memos sind, die können wirklich super sein. Aber sie müssen schon, es muss auch viel Zeit reinfließen. Es ist jetzt auch nicht so, dass ich sagen würde, da sparst du jetzt total viel Zeit gegenüber PowerPoint. Aber es gibt manche Gründer, die machen es lieber so. Andere, so für uns ist egal. Wir können mit beidem gut umgehen.
51:16 Feliks Eyser: Was für eine Firma würdest du gründen, wenn du nicht gerade Investor? Hast du ein paar mitgebracht? Ich habe ein paar mitgebracht. Du hast gesagt, ich habe so eine geheime Liste bei euch im Schrank, so eine ganz tiefe Notion irgendwo versteckt.
51:28 Idee 1: AI Drug Discovery
51:28 Christian Meermann: Genau, genau, wir haben eine geheime Liste mit Themen. Wir können einfach mal ein paar durchgehen. Ja, hau mal raus, geil. Im 1 ist zum Beispiel, also wir sind alle, glaube ich, an diesem AI-Theme, ja, also eins ist quasi AI Drug Discovery, wenn du dir anschaust. Pharmaunternehmen, Riesenfirmen sind natürlich sehr hochmargig am Ende. Aber wenn die natürlich irgendeinen Blockbuster landen, dann ist Print in Cash. Das ist schon super. Aber wie kommen die eigentlich zu diesem Medikament? Und das ist natürlich, das dauert Jahre, hunderte Tests und so weiter. Und es ist ja oft Zufall, muss man auch sagen.
52:04 Feliks Eyser: Also oft werden diese Sachen ja in der Natur gefunden, wo man sich so etwas wie Wie Abnehmenspritzen anschaut, OSMP, GLP One, das haben die bei so einer Echse irgendwann in den 90ern gefunden und dann dieses Compound isoliert und angefangen, das Medikament zu entwickeln, was sehr verrückt ist, dass du erstmal so ein Tier finden musst.
52:18 Christian Meermann: Und da glauben wir, dass wenn du eigentlich alle möglichen Daten hast, die dir zugänglich sind, sowohl in deinen eigenen Studien, also da gibt es ja auch, was ich, wenn jetzt irgendwie einen großen Pharmakonzern nimmst. Der macht ja etliche Studien für ganz viele unterschiedliche Medikamente. Das wird dabei, das sind unterschiedliche Teams, das heißt, es wird gar nicht unbedingt ausgetauscht. Aber wenn du diese ganzen Datenpunkte nimmst, plus etliche externe Daten und whatever is available, ja, irgendwie Uni von Uni Research, irgendwelche Daten und so weiter, das zusammen haust, ja. Müsstest du eigentlich in der Lage sein, diese ganze Drug Discovery deutlich effizienter zu machen? Das ist das perfekte Team dafür. Ja, das ist natürlich das Problem. Weil du und ich. Ja, genau. Wir beide werden es wahrscheinlich nicht, uns werden auch nicht irgendwie zwei WHUler. sondern du musst natürlich jemanden haben, der aus dieser Pharma-Branche kommt und der das genau versteht, wie laufen dann die Prozesse, wie wichtig sind welche Daten genau und wo kriege ich die her. Plus jemand, der technisch sehr gut ist, da würde ich jetzt aber sagen, das ist so in so einem AI-Bereich natürlich alle, die sich da irgendwie auskennen, ja. Und wahrscheinlich noch einen dritten, der irgendwie commercially stark ist. Aber dann würde ich sagen, ähm Hat man ein sehr gutes Team und auch sicher was, was wir dann finanzieren würden.
53:30 Feliks Eyser: Okay, okay. Was hast du noch auf einer Liste?
53:34 Idee 2: Supply Chain Sovereignty
53:34 Christian Meermann: Also, ähm Es gibt ja, wenn man wieder aus diesem globaleren Theme European Sovereignty schaut, also wie können wir als Europa eigenständig sein? Und an am Ende sich anschaut. Was wird eigentlich so alles verbaut in unseren Produkten? Er kommt immer noch wahnsinnig viel aus unterschiedlichen Geografien. Und es hat aber eigentlich keiner Was So einen richtigen Überblick darüber. Und wenn man jetzt sagt, okay, es käme jetzt die Situation, wir können nichts mehr aus China importieren und nichts mehr aus den USA, dann sehen wir ziemlich alt aus. Und man müsste eigentlich dann wissen, in welchem Produkt habe ich eigentlich was genau verbaut, was sind die Alternativen und so weiter. Also Quasi Supply Chain, Smartness und Data, genau, also wie kann ich diese ganzen Datenpunkte verbinden und genau wissen, wo kommen eigentlich meine ganzen Ingredients und Einzelteile her, die ich so verbaut habe. Das glauben wir, kann auch nochmal sehr spannend sein. Was für da ein Team? Auch wieder sozusagen ein guter quasi AI-Founder, also technische Art. Idealerweise hätte ein Gründer schon mal irgendwas in diesem ganzen Supply Chain-Bereich gemacht. Und auch klar, Commercial Mindset, weil am Ende muss ich das Produkt natürlich verkaufen und muss irgendwie Leute überzeugen, dass sie mir ihre Daten scheren, weil ich muss ja irgendwie diesen Data Pool. .
54:50 Feliks Eyser: Aufbauen, also nicht ganz trivial. Nicht trivial, weil das ist ja quasi die Rezeptinformation für das, was sie bauen. Auch wichtig, dass es wahrscheinlich eher bei dir on-premise läuft und nicht in irgendeine Cloud, dass du sagst, du lieferst all deine Listen hin.
55:02 Christian Meermann: Ja, aber glauben wir, also könnte interessant sein.
55:05 Feliks Eyser: Okay.
55:06 Idee 3: Cybersecurity made in Europe
55:06 Christian Meermann: Dann, wenn man sich diesen ganzen Bereich Cybersecurity anschaut, alle erfolgreichen Filme kommen aus Israel oder USA, ganz klar. Und wir haben eigentlich in Europa überhaupt keinen Champion darin. Es gibt irgendwie in den USA Palo Alto Networks, Riesenfirma, alle möglichen Cybersecurity-Produkte. Und wenn man sich das anschaut in Europa Also sowohl quasi auf der Defense-Seite wird natürlich die Cyberbedrohung immer größer, aber als auch quasi im Corporate. Umfeld so und auch da. Und durch AI getrieben natürlich noch mehr.
55:39 Feliks Eyser: Also du kannst plötzlich diese ganzen E-Mails engineieren und so weiter und kannst du tun, als wärst du eine Person am anderen Ende. Du kannst sogar Mit Voice die Leute anrufen im Zweifel. Ja.
55:48 Christian Meermann: Also und die ganzen Agents, die plötzlich durch die Gegend wandern werden. Also dadurch hast du wahnsinnig viele Lücken, die plötzlich aufgehen. Da gibt es in Europa nichts, muss man ganz klar sagen. Also jetzt muss es natürlich ein, also muss dann schon sehr quasi am modernen Tech-Edge sein, um dann wirklich ein innovatives Produkt zu haben und so, weil es gibt eben auch schon viel. Aber hat meines Erachtens total viel Potenzial.
56:13 Feliks Eyser: Und es wäre vielleicht jemand von sowas wie Palo Alto Networks, der die zurück will nach Deutschland oder so, Leute, die aus diesem Bereich kommen oder in Israel länger waren und quasi das Know-how mitbringen. Weil das klingt jetzt auch nicht wie eine Sache, die du als Uni absolviert.
56:24 Christian Meermann: Also da musst du schon musst schon ein ziemlich tiefes Know-how haben, aber gibt's. Also ist jetzt nicht so, dass es gäbe es keine Leute, die das machen. Vielleicht nochmal ein Ganz interessantes. Wenn man sich anschaut, im Moment jetzt sozusagen diese ganzen Defense Companies sind ja sozusagen sehr en vogue und relevant. Es gibt aber keine Neobank für Defense Companies und die können sich kein Geld leihen von quasi normalen Banken, weil die eben meistens nicht dürfen. Wenn die in Regularien drinstehen, haben ihr dürft keine Waffen machen oder so. Okay, gut. So, und dann ist natürlich die Frage, willst du das Geldleihen von einer nicht-europäischen Bank? Wahrscheinlich auch ja nicht, weil es geht ja nun mal um ein sehr quasi nationales oder europäisches Thema. So, und es gibt, man müsste eigentlich so eine Neobank für Defense Companies bauen, um das ganze Zeit zu machen.
56:50 Idee 4: Neobank für die Defense-Industrie
57:14 Feliks Eyser: Neobank heißt im Fall jetzt nicht, dass du ein super tolles Interface hast, wie N26 oder Revolut, sondern dass du dich auf Diese Branche fokussierst und verstehst, wie sind die Anforderungen, wo brauchen die Working Capital, wie können die was zurückzahlen, wie du das eben für die Frage.
57:27 Christian Meermann: aufbaust, aber kann auch ein spannendes Feld sein. Okay, das ist abgefahren.
57:31 Feliks Eyser: Was sind die Die Pix und Shovels sozusagen für die Defense-Industrie, wo viel Geld reinfließt, so klar, dann musst du natürlich in die Entwicklung von diesen Abwehrsystemen Geld reinstecken, aber da hängt natürlich auch viel. Dahinter, du musst ja Leute rekrutieren, du brauchst jemanden, der die Panzer putzt, aber du brauchst auch Access to Capital, zum Beispiel und sagst du, okay, für die Punkt. Und du hast natürlich viele
57:50 Idee 5: AI Claims Handling (Versicherungen)
57:50 Christian Meermann: Sozusagen Kerningredients auch für, also das wäre jetzt nochmal ein anderes Thema, ja, aber für die Fans, Chips, die dafür gebraucht werden und so weiter. Ja, klar, kannst du ja natürlich irgendwie bei Nvidia und sonst wo kaufen, aber hilft auch wieder nicht in der Unabhängigkeit. Und vielleicht letztes noch. Claims Handling bei Insurances. Also, wenn man sich anschaut, wenn gerade zu Hause einen Wasserschaden ist, dann kenne ich leider das Thema in- oder auswendig. Und du musst dir 100 Sachen hinschicken, dann guckt da einer die Rechnung an, guckst dir irgendwelche Fotos an. Dann schickt er dir einen Brief zurück. Es dauert alles 100 Jahre. Und eigentlich, auch da hast du natürlich wahnsinnig viele Datenpunkte. Also da hast ja, was weiß ich, gibt ja wahrscheinlich in Deutschland irgendwie hunderttausende Wasserschäden im Jahr. Und du müsstest eigentlich von Fotos dann eigentlich relativ schnell erkennen können, okay, ist der und der Wasserschaden, also kann ich das erstatten und so weiter. Und dasselbe gilt ja für Kfz-Unfälle, ja, wenn du sozusagen irgendwie eine Delle hast von der und der Größe Dann kannst du natürlich jetzt einen Gutachter hinschicken und dann machst du ein Gutachten und das dauert, dann musst du wieder in die Werkstatt und so weiter oder machst davon ein Foto und kannst damit schon relativ viel erkennen. Also ich glaube, da ist auch wahnsinnig viel Potenzial und es ist natürlich auch klar, dass jetzt eine Versicherung nicht die innovativste Firma ist. Und die werden es nie im Leben selber hinkriegen. So, die haben natürlich klar, die haben die ganzen Daten und so, aber ich glaube, wer da eine coole Idee hat und das richtig gut umsetzt.
59:16 Feliks Eyser: Der kann da sicher auch eine sehr gute Firma bauen. Wir bauen da tatsächlich in dem Bereich, was kommt ein bisschen aus dem anderen Angle, Halotara heißt die Firma, und die machen Voice Agents für Versicherungsmakler, also für diese Broker vor Ort und da klingelt das Telefon, die sind aber schon im Gespräch, dann gehen die nicht ran und so jetzt. Es geht die AI ran und die fragt dann genau das: Interessierst du dich für eine Versicherung? Willst du einen Schaden melden? Willst du dich hier bewerben? Und je nachdem, was sie dann auswählen, kommen die in einen Flow, wo du dann halt auch Informationen abfragen kannst, wie bei der Schadensmeldung zum Beispiel. Das ist in dem Fall eben dieser Local Agent sozusagen, wo das rauskommt. Aber ich glaube, das ist generell ein gutes Framework in der AI-Zeit, sich eine Industrie oder einen Prozess zu suchen, wie Wasserschaden zum Beispiel, oder Versicherungsmakler oder Physiotherapeuten oder Zahnärzte oder eine von diesen Branchen. Um zu überlegen, was sind da die Anwendungsfälle, die durch AI das Leben von diesen Leuten massiv erleichtern können und sich da super tief reinzufräsen.
1:00:06 Christian Meermann: Also, das sind schon mal, würde ich sagen, ein paar Ideen. Wer auch immer so hungrig ist zu gründen, und meldet euch gerne.
1:00:14 Feliks Eyser: Das gut läuft, wenn ihr dir zur Fahrradtour eingeladen habt. Absolut. Krass, krass. Ja, cool. Danke, dass du diese Liste mitgebracht hast. Du hast das erzählt im Vorfeld, dass ich im Prinzip eingeschlossen habe und die Seite alles durchgegangen.
1:00:25 Christian Meermann: Also wir haben da die Props an die Vorbereitung. Die große geheime Liste und die sich natürlich auch immer weiter quasi erweitert und so. Und ja, also wir sehen ja schon auch eben immer wieder gute Teams, die sagen, hey, ich will das gründen. Aber mir fehlt noch so ein bisschen das Thema. Und genau, daher haben wir immer so unser kleines Repository.
01:00:46 Karriere im VC: Neugier & Frustrationstoleranz
1:00:46 Feliks Eyser: Ja, mega. Und sag mal, ein bisschen anderes Thema, Karriere in Venture Capital. Wie hat sich das geändert die letzten Jahre, wenn man sagt, ich will gar kein Gründer sein und will Geld von dir, ich will einen Job. Wie hat sich das verändert und was muss jemand mitbringen, der sozusagen Entry-Level Da einsteigt und wie es hier erfolgreich werden will.
1:01:05 Christian Meermann: Ja, also wie hat sich geändert über den letzten Jahr, glaube ich, in der Tat, wie vorhin schon besprochen, als bisschen technischer geworden. Also muss schon irgendwie Interesse an Technologie mitbringen, ja, weil du plötzlich schaust in dir irgendwie eine Dev-Tooling-Company an und am nächsten Tag eben eine Fusion Company und am Tag darauf wieder was ganz anderes. Also man muss schon irgendwie technisches Wissen mitbringen und eben vor allem Neugierde. Also jeden Tag was Neues anschauen und und Lust haben, sich da reinzuarbeiten. Und das finde ich ist ja auch das Coole in diesem ganzen Job. Deswegen mache ich den auch so gerne. Weil du einfach eine wahnsinnige Bandbreite an Themen siehst und jeden Tag was anderes und hey, geil, das klingt gut. Und du redst natürlich immer mit sehr schlauen Menschen, die sich da schon viel tiefer eingegraben haben in das Thema, und du kannst einfach wahnsinnig viel dabei lernen. Und das macht einfach extrem viel Spaß. Also, deswegen, glaube ich, Neugeld ist wichtig. Fairerweise, was auch wichtig ist, Frustrationstoleranz. Am Ende ist natürlich. Man schaut als VC unglaublich viel an an Firmen und in 99% der Fälle sagt man nein. Wie viele Deals habt ihr gesehen in den letzten zwölf Monaten? Also wir haben pro Jahr schauen wir so ungefähr 10. 000 Deals an. 10. 000 Deals. Und ihr habt dieses Jahr 16. Macht. Ja, genau. Also es ist leider eine sozusagen ziemlich klare Fanne. Man muss ja sagen, von diesen 10. 000 ist so die Hälfte relativ schön. Das muss auch gar nicht anders ausortiert. Trotzdem ein paar tausend relevante. Genau, so und da muss man natürlich Auch wenn du jetzt sagst, du startest deine Karriere in VC, musst du natürlich viel davon einfach durchforsten, Calls machen, schnell eine Entscheidung treffen, okay, ist es jetzt irgendwie gut oder nicht, will ich da auch Zeit verbringen oder nicht. Unter Default ist zu 99,9%. Nein. Genau. Aber du sollst natürlich trotzdem, auch wenn Call mal ein bisschen komisch ist, da denkst du, vielleicht irgendwie ein bisschen komischer Founder. Vielleicht ist er aber trotzdem der Outlier. Und das ist natürlich. Das macht das Ganze ja auch so spannend, aber ja, brauchst du eben daher, finde ich, so ein bisschen Frustrationstoleranz und Resilienz, ja. Und natürlich Hustle, ja, wie vorhin besprochen. Deal zu gewinnen, ist nicht
1:03:09 Feliks Eyser: Machst du nicht irgendwie mit zwei Anrufen und fertig, sondern musst schon Jassy Blumen. Wahnsinn. Wahnsinn. Wer sollte auf gar keinen Fall in Venture Capital gehen als Karriereoption?
1:03:19 Christian Meermann: Also, ich glaube, also A, Leute, die einen 95-Job haben wollen, ist jetzt, glaube ich, VC. sozusagen jetzt bei den guten Firmen nicht das Richtige. Und ich glaube, wenn Leute gerne. . Kontrolle haben über Sachen. Also sozusagen klassische Micromanager oder irgendwie, hey, heute habe ich hier, ich fand es auch mal so, wenn man überlegt, wie hat sich meinen Job als irgendwie Zalando-CMO verändert, wer ist es jetzt Investor, ja, so als CMO Gibst du heute Geld aus und morgen weißt du, ah ja, war super oder war total ineffizient oder hier haben wir es falsch gemacht und kannst aber sofort gegensteuern. Dieser Zyklus ist in VC extrem lang. Genau. Und du hast eben im normalen Business hast du quasi 24 Stunden Reaktionszeit und hier hast du sieben Jahre Feedback-Cycle Bis du wirklich weißt, war das jetzt eine super Firma.
1:04:05 Feliks Eyser: Heißt auch, sollten Leute da reingehen, die auch diesen Zeithorizont im Kopf haben, sagen, das ist jetzt meine Karriere für die nächsten 10, 20 Jahre.
1:04:11 Christian Meermann: Ich glaube schon noch okay, wenn Leute sagen, ich will das jetzt mal ausprobieren, weil woher sollst du wissen, ob das jetzt das Richtige ist für zehn Jahre? Und von daher, das finden wir schon noch okay, wenn du sagst, hey. Ja, ich kann es mir vorstellen, aber ich finde es dann auch okay, wenn Leute nach zwei Jahren sagen, boah, nee, also eigentlich will ich lieber Operator sein. . Und wir haben bei Cherry ja diese sehr Entrepreneurial. DNA, dass wir selber alle mal auf der anderen Seite waren und selber Operator waren. Und das führt aber natürlich dann auch dazu, dass auch bei den Associates oder so, wenn die das jetzt zwei Jahre gemacht haben, sagen, hey, ich sehe hier so viele Gründer, die an so coolen Themen sagen, ich will auch.
1:04:42 Feliks Eyser: Da kannst du auch nichts sagen. Also ich meine, das ist auch. Wenn Leute rausgehen und auch bei meinen Firmen, also wenn Leute rausgehen und sagen, ich will selber Unternehmer sein, Unternehmerin sein.
1:04:49 Christian Meermann: Ja, ist ja super und unterstützen wir auch gerne. Also wir haben auch ein großes Alumni-Netzwerk von auch Von Interns und so, die bei uns waren und dann irgendwie ein Portfolio landen oder was gründen und so. Und in manchen Fällen finanzieren wir sie dann auch, wenn wir es besonders gut finden. Also genau, das ist alles möglich und diese Entrepreneur-DNA Ja, die sorgt natürlich dafür, dass die Leute dann eben auch was gründen.
1:05:09 Feliks Eyser: Und dein persönliches Setup ist aber auch nicht so 9 to 5. Ich habe gehört, du machst auch gerne mal Calls nach 22 Uhr, du fliegst auch mal gerne, du fliegst auch mal gerne aus dem Urlaub irgendwo hin, wenn es irgendwo brennt. Habe ich mir sagen lassen. Wie balancierst du Family, Privatleben, Sport und so weiter, Deals? Also ich habe schon gelernt, du gehst mit den Frauen und Fahrradfahren, das ist schon mal praktisch. Du bist neben dem Tennisplatz gezogen, hab ich auch gehört.
1:05:32 Christian Meermann: Ja, aber versuchst du nicht mehr so gut. Er versucht ja sich, das hat möglichst viele Sachen zu kombinieren. Also ich versuche natürlich grundsätzlich, wenn ich zu Hause bin, das Handy zur Seite zu legen, wenn ich mit den Kindern spiele und so, dass das jetzt nicht ständig, weil er ist ja immer Action. Also du kannst immer arbeiten und das ist immer irgendwie was und irgendein heißer Deal hier. Und irgendwas da. So, also muss man sich ein bisschen von frei machen und sagen: So, es ist mal irgendwie zwei Stunden, mache ich jetzt irgendwas mit den Kindern und dann ist jetzt mal eben Ruhe am Handy. Ja. Und so, und das wissen auch die Leute, dann ist es auch okay. Genau, ja, also ich versuche manchmal abends, wenn die Kinder im Bett sind, dann hängt Alexander schon mal ran und sage, okay. Hier muss ich mir mit dem Fahren jetzt mal noch das eingefallen, muss ich mal besprechen, so und dann ruft die halt an. Und das kann dann auch natürlich manchmal in heißen Phasen ein bisschen später am Tag sein. Gehört halt dazu. Und die Frauen arbeiten auch alle sehr hart und sehr viel. Und von daher passt das eigentlich immer. Und klar, und aus dem Urlaub, wenn man irgendwie was. Was wichtig ist, da muss man halt eben kurz zurückkommen und kann dann auch wieder in Urlaub. Aber das machst du, wir sind immer noch gut drauf. Ja, ja. Also muss irgendjemand anders seine Frau die Blumen schicken. Ja, die findet es natürlich dann immer nicht ganz so gut, aber klar, sie versteht natürlich auch, dass man eben, wenn man diesen Job irgendwie gut machen will, dass man eben auch quasi 120% geben muss, sonst funktioniert es einfach nicht.
01:06:53 Co-Founder Rituale: 10 Jahre Partnerschaft mit Philipp
1:06:53 Feliks Eyser: Wir haben noch eine Bonus-Zuschauerfrage von der Seitenlinie quasi. Und zwar ist die Frage: Warum zur Hölle hast du Cherry Ventures mit Filip gegründet? Und was bereust du daran bis heute am meisten? Die Frage ist übrigens von Filip.
1:07:08 Christian Meermann: Ah, sehr gut. Ja, also Boch auch.
1:07:12 Feliks Eyser: Das habe ich dazu gedichtet, muss ich sagen. Das habe ich da rein halluziniert. Die Frage ist nur, warum es mit Filip gegründet hat.
1:07:17 Christian Meermann: Ja, also ich kenne Filip natürlich schon sehr, sehr lange. Also beide zusammen damals an der WHU studiert, waren in unterschiedlichen Jahrgängen. aber kannten uns eben da schon und waren dann eben beide wieder bei Zalando und saßen nebeneinander quasi lange Zeit. Ich habe übrigens Marketing gemacht, er hat Produkt geleitet und dadurch Also kann man es natürlich irgendwie in- und auswendig. Und da haben wir damals Cherry als Angel Fonds zusammen gegründet, dass er eher nur so ein Hobby war am Anfang. Und das hat irgendwie total Spaß gemacht und wir sind halt sehr komplementär und klar mittlerweile natürlich auch schon so, du weißt schon, am Gesichtsausdruck des anderen sofort irgendwie wie er etwas findet oder Oder manchmal kommt er dann zu mir und sagt, ja, ja, ich weiß schon, du willst das Scheiße finden, aber. Und so, und das ist ja auch manchmal ganz gut, wenn man sich gut einschätzen kann und am Ende ist aber natürlich das Wichtigste. Vertrauen. Also wenn du so eine Firma aufbahrst irgendwie über jetzt neun Jahre, musst du natürlich irgendwie blind vertrauen können und so und das haben wir und ja, und jeder glaubt an den anderen und es ist natürlich auch einfach immer gut. Zu zweit eine Firma zu bauen, ja, weil du gehst eben auch jetzt als VC, die Gründer denken immer, ach, das ist alles easy und du hast irgendwie Management-Fee und hast damit Guaranteed Revenues und es gibt keine Ups und Downs und so. Na klar trifft uns das auch hart, wenn eine Portfoliofirma Insolvenz anmelden muss und mal was nicht so funktioniert. Und von daher ist schon eben der Weg auch lang. Und dann immer gut, jemanden anders an der Seite zu haben, sodass man sich gegenseitig immer wieder hochziehen und motivieren kann.
1:08:48 Feliks Eyser: Habt ihr Rituale, die eure Beziehung Jetzt ins zehnte Jahr bringen die, die gut sind für euer Beziehungsmental Health?
1:08:55 Christian Meermann: Mh. Ja, also wir machen quasi erst so als Partnership in Summe machen wir quasi jeden Tag 30 Minuten Partner Sync, weil wir eben auch über verschiedene Offices verteilt sind und einfach gesehen haben. Es hat lustigerweise in Covid angefangen, weil natürlich eh jeder isoliert war. Und haben gesagt, okay, boah, wir müssen irgendwie synchron quasi bleiben. Und haben gemerkt, hey, das ist eigentlich ein super Tool und manchmal gibt es dann auch keine Themen, dann bist du halt schnell fertig. Ist auch okay. Aber das hilft uns allen eigentlich sehr gut, in Züng zu sein. Und dann Filip und ich, was wir machen, ist eigentlich einmal im Halbjahr so ein Offside, quasi nur wir zwei. Und dann machen wir mal so einen Walk. Und egal wie es wetter ist, gehen dann so ein bisschen durch die Gegend reflektieren, wie war jetzt das letzte Halbjahr, was war gut, was war schlecht. Wie geht es einem persönlich? Was nervt einem am anderen und so? Also schon noch einfach quasi normales. Ist das sehr offenes Format oder sehr strukturiert? Ich würde sagen, eher eher offen. Und wenn wir es mit dem Team machen, dann ist es natürlich strukturierter und so, aber jetzt quasi zu zweit ist, würde ich sagen, dafür kennen wir uns gut genug, dass es jetzt keine harte Struktur mehr braucht.
1:10:01 Feliks Eyser: Ja, ja, cool. Das ist auch mal ein gutes Golden Nugget, glaube ich, für alle Founder-Teams zu überlegen, was ist mein Ritual? Also ist es das Offside, ist es der Weekly Walk, ist es mein Sync-Meeting, aber ich glaube, genau das so aus dem Office raus. nicht in der Agenda drin zu sein und nicht im nächsten Asana-Projekt, sondern quasi offen mal zu sprechen, was geht eigentlich in einem vor. Ich glaube, das ist ein guter Vorbau. Christian, vielen Dank, dass du die Zeit genommen hast. Das war mega cool. Ich habe viel mitgenommen. Wo kann man dich online finden und wer soll sich bei dir melden? Oder soll sich einfach keiner melden?
1:10:28 Christian Meermann: Na, doch, doch, doch. Also melden kannst natürlich jeder gerne, der etwas Großes bauen will oder vielleicht in Themen irgendwie Interesse hat, einfach irgendwie über LinkedIn melden. Am besten ist natürlich immer. Eine warme Intro, also über jemanden, der uns irgendwie oder jemanden bei Cherry kennt. Das ist dann immer am einfachsten, weil dann kommt es quasi direkt mit einer Recommendation, also geht grundsätzlich fürs Fundraising, ganz wichtige Regel, Cult. Cold Inbound funktioniert einfach nie so richtig gut.
1:10:58 Feliks Eyser: Ja, cool. Und wer Drug Discovery mit AI machen will oder Defense Neo Banking oder Insurance Claims, richtig geile Ideen. Freut mich, dass du dir mitgebracht hast. Dann her damit, genau. Cool, danke dir. Super. Ja, danke dir.


