Die 3 Marketing-Kanäle, über die niemand spricht
mit Charlotte Küppers und Sherin Maruhn, Mitgründerinnen von LOOSH
Zusammenfassung

Charlotte „Lotte“ Küppers und Sherin Maruhn bauen mit LOOSH eine Recovery-Brand für Leute, die viel arbeiten, viel feiern und viel Sport machen. Ihr Gegenentwurf zum Biohacking à la Brian Johnson: Recovery soll für die Masse funktionieren und nicht zur nächsten Optimierungspflicht werden. Sherin erzählt, wie sie der Leistungssport als 400-Meter-Läuferin für das Gründen geprägt hat, und die beiden beschreiben ihr Co-Founder-Dating: ein gemeinsames Female-Founder-Event als Testprojekt, Co-Founder-Fragebögen, ein Persönlichkeitstest und ein Hyrox im Double, komplett untrainiert.
Dann geht es ums Produkt. Einen Drink bringst du nicht per Google-Suche an den Start, sondern über dein Netzwerk: Lohnhersteller, Ärzte, Ernährungswissenschaftler und andere Consumer-Founder. LOOSH setzt auf Pulver statt Dose, weil Ready-to-Drink-Getränke oft Mindestabnahmen ab 100.000 Stück und ein schlechteres Margenprofil haben. Für eine erste Bestellung rechnet Lotte mit 10.000 bis 30.000 Euro.
„… Fundraising ist nichts anderes als Pitching als Sales.“
Sherin hat die Pre-Seed-Runde in fünf Wochen geschlossen: knapp eine halbe Million von Business Angels, für unter 20 Prozent der Anteile, vorbereitet mit einem CRM aus rund 500 Investoren. Die beiden raten von KI-generiertem Cold Outreach an VCs ab und sprechen offen darüber, wie ein Investor nach einer Afterparty eher an Sherin als an LOOSH interessiert war, und was Gründerinnen in Verhandlungen anders machen sollten.
Im Kern der Folge sortieren die beiden mit Feliks jeden Marketingkanal auf einer Skala von AAA bis D. AAA sind User-generated Content, Offline-Events und TikTok Shop, Paid Influencer, Meta-Ads und Amazon bekommen ein A, Twitch und Celebrity-Shareholder ein D. Dazu erklären sie, warum Recovery Walks und Sauna Raves für eine junge Brand mehr bringen können als die nächste Kampagne, und zum Schluss geht es um den echten Founder-Alltag zwischen Tiefkühlgemüse, Box-Breathing und zu wenig Schlaf.
Zahlen aus der Folge
4 weitere Zahlen
Worüber am meisten gesprochen wurde
Kapitel
- 00:00Trailer & IntroIntro
- 01:06Die Wahrheit über den Biohacking-TrendRecovery & Founder-Alltag
- 03:19Das Leistungssport-Mindset für GründerCo-Founder & Mindset
- 10:37Co-Founder Dating extremCo-Founder & Mindset
- 29:07Ein physisches Produkt von Null aufbauenProdukt & Herstellung
- 37:35Pre-Seed Runde in 5 Wochen closenFundraising
- 45:00Der Investor wollte ein Date statt AnteileFundraising
- 53:05Welche Marketingkanäle wirklich funktionierenMarketingkanäle
- 59:07Sauna-Raves als AAA Growth-HackCommunity & Events
- 01:16:30Warum TikTok Shop in Deutschland ignoriert wirdMarketingkanäle
- 01:29:15Tiefkühlgemüse und der echte Founder-AlltagRecovery & Founder-Alltag
Key Learnings
- 1
Teste deine Co-Founder-Beziehung mit echten Projekten
Bevor Lotte und Sherin gegründet haben, haben sie zusammen ein Female-Founder-Event organisiert, um zu sehen, wie die andere arbeitet und Ownership übernimmt. Danach kamen Co-Founder-Fragebögen, ein Persönlichkeitstest und ein Hyrox im Double, ohne Training. Der Test hat auch ein Risiko gezeigt: Beide führen gern, also müssen sie bewusst darauf achten, einander zuzuhören.
10:37 · Co-Founder Dating extrem - 2
Legt Grundregeln fest und tretet nach außen als Einheit auf
Die Werte der beiden: Radical Candor, also Konflikte sofort und konstruktiv ansprechen, Output statt Input, Fail Fast und „Hold each other's back“. Wenn eine nicht kann, springt die andere ein. Kritik gibt es nur intern; gegenüber Investoren und nach außen treten sie immer gemeinsam auf, weil fehlende Loyalität laut Lotte viele Co-Founder-Teams scheitern lässt.
10:37 · Co-Founder Dating extrem - 3
Starte mit Pulver statt mit der Dose
Bei Ready-to-Drink-Getränken liegen die Mindestabnahmemengen oft ab 100.000 Stück, das ist ein ordentliches Kapitalinvest, und die Marge ist geringer, vor allem wenn noch der Handel mitverdient. LOOSH startet deshalb mit Pulver in Portionsbeuteln, direkt im eigenen Onlineshop und dann auf Amazon. In den Handel willst du laut den beiden erst, wenn genug Brand Awareness da ist, sonst bist du schnell wieder raus.
29:07 · Ein physisches Produkt von Null aufbauen - 4
Finde Hersteller über dein Netzwerk und vergleiche Angebote
Die Lohnhersteller-Branche ist intransparent, Google-Bewertungen gibt es kaum. LOOSH hat mit vielen Consumer-Foundern gesprochen und die Formulierung mit Ärzten, Ernährungswissenschaftlern und Leuten aus der Pharmaindustrie abgesichert. Lottes Tipp: Auf der Plattform Wonnda lädst du ein Deck hoch und bekommst Angebote von Herstellern aus ganz Europa. Eine erste Bestellung liegt meist zwischen 10.000 und 30.000 Euro.
29:07 · Ein physisches Produkt von Null aufbauen - 5
Bereite das Fundraising wie einen Sales-Prozess vor
Sherin hat vor der Runde ein CRM mit rund 500 Business Angels und Investoren aufgebaut, von denen sie etwa 200 kannte. Wer kein Netzwerk hat, sollte laut den beiden Investorenlisten und LinkedIn nutzen, auf passende Events gehen, sich Intros von anderen Consumer-Foundern holen oder sich bei Acceleratoren bewerben. Was nicht funktioniert: massenhaft KI-generierte Cold Mails an VCs und Angels.
37:35 · Pre-Seed Runde in 5 Wochen closen - 6
Kenne deine Benchmarks und verhandle bold
Lotte und Sherin haben am Anfang Angebote abgelehnt, die nicht gepasst haben. Ihr Rat, besonders an Gründerinnen: Setz dich vorher mit Bewertungen in anderen Ländern und bei ähnlichen Firmen auseinander, nimm nicht den ersten Deal aus Angst, es könnte der einzige sein, und steh zu deinem Wert. Sonst wirst du im Prozess schnell runtergehandelt.
45:00 · Der Investor wollte ein Date statt Anteile - 7
Baue Community über Momente, nicht über Kampagnen
LOOSH hat schon vor dem ersten Produkt jeden Mittwoch um 8 Uhr Recovery Walks veranstaltet: Eine Reflexionsfrage, fünf Minuten Schweigen, dann Austausch mit Fremden. Zu Hochzeiten kamen bis zu 80 Leute. Im Winter folgten Sauna Raves mit DJ, Eisbad und Elektrolyten. Ein Ambassador-Programm trägt die Formate in andere Städte, Berlin ist der Testing-Hub. Lottes Logik: Wer die Brand mit einem echten Moment verbindet, kauft wieder.
59:07 · Sauna-Raves als AAA Growth-Hack - 8
Such die Aufmerksamkeit, die noch günstig ist
Meta ist für LOOSH eine Pflicht, aber seit dem Andromeda-Update kann eine junge Brand dort laut Sherin nicht mehr wachsen. TikTok Shop dagegen ist in Deutschland noch kaum gecrackt und günstiger, weil TikTok viel investiert, um den Shop zum Laufen zu bringen. Als Vorbild nennt Lotte Goli Nutrition, die mit TikTok Shop, dem Tool Reacher und einem Affiliate-Programm in den USA in 30 Tagen von 0 auf 4,1 Millionen Umsatz gegangen sind.
01:16:30 · Warum TikTok Shop in Deutschland ignoriert wird
Meistgesehener Clip zur Folge
Dreieinhalb Stunden Pitch. Kein Term Sheet – dafür die Frage, warum sie nicht ins Taxi eingestiegen ist. Nur 2 % des Venture Capitals gehen an Gründerinnen. Was in dieser Zahl nicht auftaucht: Meetings, die nie echte Meetings waren.
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„… was ich nicht machen würde, ist Cold Outreach zu VCs oder Angels via LinkedIn. Am besten noch mit einer KI-generierten Mail.“„… Fundraising ist nichts anderes als Pitching als Sales.“„Also du musst halt extrem bold sein, deinen Wert kennen, zu deinem Wert stehen und sehr professionell verhandeln.“„Du sollst mit der Brand immer einen Moment in Verbindung bringen.“„… im Vergleich zu Meta ist TikTok Shop etwas, wo du aktuell als junge Brand noch wachsen kannst, weil es sehr viel günstiger ist.“Über den Gast

Charlotte Küppers und Sherin Maruhn
Charlotte „Lotte“ Küppers und Sherin Maruhn haben in Berlin LOOSH gegründet, eine Recovery- und Hydration-Brand mit zuckerfreien Elektrolyt-Drinks als Pulver in Portionsbeuteln. Sherin war Leistungssportlerin: Sie lief 400 Meter in 55 Sekunden, auf Nationalmannschaftsniveau, und ist nach eigener Aussage seit zwölf Jahren on and off im Startup-Kosmos unterwegs, unter anderem als Pacerin beim Nike Run Club. Lotte kommt aus dem Venture Capital und war danach Founder's Associate bei der Supplement-Marke HER ONE; bei LOOSH verantwortet sie größtenteils das Produkt und gibt nebenbei Cycling-Kurse. Kennengelernt haben sich die beiden auf einer Berliner VC-Party. Zum Zeitpunkt der Aufnahme lief gerade der Presale, der Hard Launch stand kurz bevor, und die Pre-Seed-Runde mit Business Angels war in fünf Wochen geschlossen.
Häufige Fragen
Was ist LOOSH?
LOOSH ist eine Recovery- und Hydration-Brand aus Berlin, gegründet von Charlotte Küppers und Sherin Maruhn. Die Elektrolyt-Drinks gibt es als Pulver in Portionsbeuteln, ohne Zucker, ohne Sucralose und Aspartam und ohne künstliche Farbstoffe: Grün kommt von Spirulina und Saflor, Pink von roter Bete. Laut Lotte enthält eine Portion bis zu 1.000 Milligramm Mineralien, aber nur 400 Milligramm Natrium, damit man den Drink täglich trinken kann und nicht nur nach dem Sport.
Wie viel Geld hat LOOSH aufgenommen?
In der Folge sagt Lotte, dass die Pre-Seed-Runde knapp eine halbe Million umfasste. Abgegeben haben die Gründerinnen laut Sherin unter 20 Prozent der Anteile. Investiert haben Business Angels, dazu kam eigenes Geld der Gründerinnen. Geschlossen war die Runde nach fünf Wochen.
Welche Marketingkanäle funktionieren laut LOOSH am besten?
Auf der AAA-Stufe landen User-generated Content, Offline-Events und TikTok Shop. Paid Influencer, Paid Meta-Ads und Amazon bekommen ein A, SEO, GEO, klassische PR und YouTube ein B. LinkedIn Personal Branding und Founder-Storytelling auf Instagram stehen bei C, Twitch-Streaming und Celebrity-Shareholder bei D.
Was ist ein Sauna Rave?
Ein Sauna Rave ist eine Party rund um die Sauna, bei der alle angezogen sind. Ein Saunameister oder eine Saunameisterin heizt mit Fächer und Musik die Stimmung an, nach 10 bis 15 Minuten geht es ins Eisbad, danach wird getanzt. Dazu gibt es Elektrolyte, Snacks und einen DJ. LOOSH nutzt das Format, um die Community zusammenzubringen und das Produkt erlebbar zu machen.
Wie läuft ein Recovery Walk von LOOSH ab?
Die Gruppe trifft sich morgens, in Berlin jeden Mittwoch um 8 Uhr. Am Anfang steht eine Frage zur Selbstreflexion, dann laufen alle fünf Minuten schweigend los. Danach tauscht man sich mit anderen über die eigene Antwort aus, statt über Job und Karriere zu reden. Zu Hochzeiten kamen bis zu 80 Leute, über ein Ambassador-Programm gibt es die Walks auch in anderen Städten.
Wie haben Charlotte Küppers und Sherin Maruhn als Co-Founder zueinander gefunden?
Kennengelernt haben sie sich im Berliner Venture-Ökosystem und auf einer VC-Party. Ein früher Plan, zu dritt mit Marius, dem Gründer von Peec AI, zu gründen, hat sich nicht ergeben. Später haben die beiden ihre Zusammenarbeit systematisch getestet: mit einem gemeinsamen Event, Co-Founder-Fragen, einem Persönlichkeitstest und einem spontanen Hyrox im Double.
Erwähnt in der Folge
- Brian JohnsonPersonBiohacker, dessen Optimierungsroutine für LOOSH das Gegenbild zur eigenen Positionierung ist.
- HER ONEFirmaSupplement-Marke für Frauen, bei der Lotte vor LOOSH als Founder's Associate gearbeitet hat.
- Peec AIFirmaStartup von Marius, mit dem Lotte und Sherin einst zu dritt gründen wollten; Sherin war früher seine Chefin.
- HyroxProduktFitness-Wettkampf, den die beiden als Co-Founder-Test untrainiert im Double gelaufen sind.
- WonndaToolB2B-Plattform, auf der Brands Angebote von Lohnherstellern aus ganz Europa einholen.
- GittiFirmaNagellack-Brand; Feliks erzählt, wie Gründerin Jenny im Fundraising einen Zylinder als Rolle trug.
- Goli NutritionFirmaUS-Gummy-Brand, die laut Lotte mit TikTok Shop in 30 Tagen von 0 auf 4,1 Millionen Umsatz kam.
- ReacherToolTool für TikTok-Shop-Affiliate-Programme mit Creatorn, das Goli genutzt hat.
- TikTok ShopProduktFür LOOSH einer von drei AAA-Kanälen, in Deutschland noch kaum gecrackt.
- TimeleftFirmaOrganisiert Dinner unter Fremden; für Feliks ein Beleg, wie stark Offline-Events skalieren können.
- Nike Run ClubProduktRun Club mit globalem Ambassador-Programm, bei dem Sherin 2015 Pacerin war, Vorbild für LOOSH.
- LululemonFirmaGroße Brand, die LOOSH-Formate wie Recovery Walks in eigene Events integriert hat.
- Invincible BrandsFirmaFeliks zitiert Gründer Björn Keune: Mit Influencer-Marketing ließe sich die Firma heute nicht mehr aufbauen.
- AntlerFirmaAccelerator, den Sherin Gründerinnen und Gründern ohne Netzwerk empfiehlt, neben Entrepreneur First.
Transkript
00:00 Trailer & Intro
00:00 Sherin Maruhn: Ich habe mal ein bisschen zu lange mit einem Investor gesprochen und dachte, dass er sehr, sehr interessiert ist an LOOSH. Und das stellte sich heraus, dass ich nach dreieinhalb Stunden investierter Zeit dachte, geil, jetzt investiert er.
00:12 Feliks Eyser: Der wollte eher in dich investieren.
00:13 Sherin Maruhn: Ja, sozusagen. Das Ding ist, wenn du eine hübsche Frau bist, aber kompetent, dann hast du halt immer diese Gefahr, dass du in die weitere Schublade gesteckt wirst.
00:23 Charlotte Küppers: Was ich nicht machen würde, ist Cold Outreach zu VCs oder Angels via LinkedIn. Am besten noch mit einem Schwaben. KI-generierten Mail. Ich glaube, jeder Angel denkt sich so, ja, werde ich nicht investieren.
00:35 Sherin Maruhn: Wenn du dir anschaust, wie viel Venture Capital Kapital Gründerinnen bekommen, dann sind es ja immer noch 2% dranbleiben. Anders wird man sonst ganz, ganz, ganz schnell einfach. Du musst halt extrem bold sein, deinen Wert kennen, zu deinem Wert stehen, vielleicht sogar noch ein bisschen besser als deine männlichen Peers.
00:53 Feliks Eyser: User-generated Content.
00:55 Charlotte Küppers: Triple A?
00:56 Feliks Eyser: Triple A, okay.
00:57 Charlotte Küppers: Ja, ich hab da so ein paar Case-Sudies. ja immer ganz aufgeregt.
01:06 Die Wahrheit über den Biohacking-Trend
01:06 Feliks Eyser: Cool, dass ihr da seid. Ihr macht eine Recovery-Brand für Leute, die. Ticken zu hart arbeiten, zu lang feiern gehen, zu viel Sport machen. Ja. Um vorzubauen und nachzubauen. In der Erholung. Hab ich es richtig zusammengefasst? Wie beschreibt ihr es? Wenn jemand von LOOSH noch nie was gehört hat? Was sagt ihr der Person, was ihr macht?
01:26 Charlotte Küppers: Genau, wenn jemand von LOOSH noch nie was gehört hat, dann ist es die Brand, die Recovery in den Vordergrund bringt. Also Recovery als Perfekt Performance enabler. Deshalb has for us anything defined that pre-covery he is. Also the forbidden of all this what you need will. And it's really dark, one moment in life to genie. Also not dogmatic to be with the perfection routine. Mit nur dem typical Brian Johnson Leben, weil eigentlich ist das nicht so aspirational, wie man wie man sich das glaube ich vorstellt, sondern wirklich ready zu sein für all die Momente, die man im Leben vor sich hat.
01:58 Feliks Eyser: Herr Brian Jones, klingt so ein bisschen zwanghaft für mich immer, gell? Wenn du dann irgendwie so 50 Supplements und dann irgendwie noch die Rotlichtmaske und die es da so ein bisschen irgendwie auch drei Stunden am Tag beschäftigt. Wenn du das wieder von der Lebenszeit abziehst, die du gewinnst.
02:10 Sherin Maruhn: Und wenn man ganz ehrlich ist, wer lebt eigentlich so? Also wie viele Leute leben nach dem Konzept von Ryan Johnson? Wenn du das runterbrichst, ist das echt ein kleiner Bereich von Menschen. Und wir sind eher für die Masse ausgerichtet. Und deswegen ist es unsere Lifestyle-Brand.
02:26 Feliks Eyser: Cool. Und ihr steht am Anfang mit der Lifestyle-Brand, muss man auch sagen. Das finde ich besonders cool, weil wir hier im Podcast Leute, die haben irgendwie Unicorns und Dekacons und was weiß ich gebaut und berichten aus diesen Erfahrungen und das ist Super wertvoll, aber das sind meistens Leute, die dann auch zehn Jahre lang nicht die Influencer-Kampagne gemanagt haben oder bei der Produktentwicklung drin waren, sondern irgendwie große Teams haben und so weiter. Und ihr seid ja wirklich ganz am Anfang in den ersten Monaten sozusagen. Der der Reise.
02:51 Sherin Maruhn: Ja, total. Wir haben am 01. 2. unseren Presale gelauncht und launchen jetzt Ende dieser Woche unseren Hard Launch, das heißt Ab Sonntag gibt es die Produkte auch direkt innerhalb von zwei bis drei Versandwerkstagen. Und dann kann man die Produkte nicht nur kaufen, sondern hat sie auch direkt.
03:07 Feliks Eyser: Und dann geht's los. . . Und Sherin, sag mal, du warst Leistungssportlerin davor. Gib mal kurz einen Background und erklär uns, wie der Leistungssport dich heute. zu einer besseren Unternehmerin macht.
03:19 Das Leistungssport-Mindset für Gründer
03:19 Sherin Maruhn: Sehr gerne, ja genau. Ich habe damals mit fünf angefangen mit dem Sport, weil ich unbedingt auch laufen wollte. Mein Bruder hat damals angefangen und ich habe Ich habe alle genervt, so lange, bis mein Trainer und meine Mutter irgendwann gesagt haben, okay, sie ist eigentlich zu jung für die Leichtathletik, aber wir lassen sie jetzt trotzdem mal mitlaufen. Und dann hat das angefangen, dass ich irgendwann bei den Bundesjugendspielen gewonnen habe bei den Norddeutschen Meisterschaften. Bis hoch zu den deutschen Meisterschaften. Als ich 15 war, habe ich dann das geschafft, die schnellste Zeit auf 300 Metern. komplette Altersgruppe hinweg zu laufen und das war dann so ein bisschen der Startschuss als du.
03:54 Feliks Eyser: Bist du deine Disziplinen 300 Meter oder was sind da die Disziplinen, die man macht?
03:57 Sherin Maruhn: 400 Meter und du darfst aber 400 Meter erst ab 16 laufen Weil das körperlich beschränkt ist, weil 400 Meter eine Disziplin ist, in der du sehr, sehr stark in die Laktatgrenze reingehst. Das heißt, du übersäuerst, wenn du nicht gut genug dafür trainiert, bist und man schaut sich so ein bisschen an, okay, was ist für die körperliche Entwicklung auch geeignet. Deswegen ist 400 Meter eine Strecke, wo viele sagen: Oh Gott, oh Gott, warum macht man sowas freiwillig? Da kotzen eigentlich alle ab. Das war aber tatsächlich die Strecke, die ich am meisten mochte und wo ich auch am besten drin war.
04:28 Feliks Eyser: Wie schnell warst du da zu Top-Zeiten?
04:30 Sherin Maruhn: 55 Sekunden. Das war damals Nationalmannschaftsniveau, also ich bin für Deutschland gelaufen. Und wie hat mich das geprägt, weil du gesagt hast, was hat der Leistungsspott mit meinem Unternehmerturm jetzt zu tun?
04:41 Feliks Eyser: Wie übersäuerst du als Founder?
04:45 Sherin Maruhn: Ich glaube Ich glaube tatsächlich, dass der Leistungssport mir gezeigt hat, dass man durch verschiedene Phasen durchgeht. Du musst extrem hart diszipliniert sein und eine Selbstdisziplin haben und auch einen sehr starken Willen. Und glauben an dich, weil wenn du an den Start gehst, und das ist sowohl die körperliche Vorbereitung, also im Sinne des Trainings als auch die mentale Vorbereitung. die darauf einzahlt, ob du gewisse Ziele erreichst. Und wenn ich an den Start gehe, egal ob das damals beim Wettkampf war, bei Meisterschaften oder internationalen Wettkämpfen, Oder jetzt auch im Unternehmertum, beim Fundraising, bei der Launchvorbereitung etc. , dann habe ich ein Ziel. Und wenn ich mir sage, ich erreiche das Ziel nicht, dann werde ich es auch nicht erreichen. Aber ich nehme halt dieses Mindset mit, das ich gewinnen möchte. und bin da sehr kompetitiv und deswegen hat mich das sehr geprägt. Ich bin sehr durchhaltevermögend und ausdauernd und willensstark.
05:38 Feliks Eyser: Was glaubst du im Sport und im Startup, wie viel Prozent ist körperlich und wie viel Prozent ist mental? Also quasi im Sport die Vorbereitung mit einem Startup die Stunden, die du reinsteckst, versus jeweils das Mindset, ich kann es schaffen nicht, ich muss es schaffen?
05:51 Sherin Maruhn: Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube tatsächlich 50-50. Du hast natürlich physisch immer Tagesformabhängigkeiten. Das heißt, du hast mal einen Tag, an dem du nicht so gut performen kannst, körperlich, aber dann zählt die mentale Stärke und deswegen würde ich sagen: 50-50.
06:06 Feliks Eyser: Lotte, wann wusstest du, dass du Unternehmerin werden musst?
06:10 Charlotte Küppers: Bei mir hat sich das in der Kindheit schon relativ stark manifestiert. Meine Eltern sind beide selbstständig, die haben jetzt keine riesen Unternehmen aufgebaut, das nicht, aber ich komme aus einer Kleinstadt. Ich habe auch immer schon sehr, sehr groß gedacht. Ich wollte früherin irgendwie Sängerin werden. Das hat jetzt nicht funktioniert. Auch ganz gut. So, aber ich glaube halt dieses kreative Denken und etwas aufbauen. Ein weiterer Traum war dann irgendwann Architektin zu werden. Ja, schau mal. Ich wollte eigentlich immer Innenarchitektin, Unarchitektin werden. Hat irgendwie auch nicht so richtig geklappt, weil ich auch in so. in Physik Unco jetzt nicht so geglänzt habe, das heißt, sowas war nicht so ganz meine Stärke. Aber ich glaube, dieses Aufbauen und gleichzeitig kreativ sein War schon in der Kindheit sehr, sehr tief und dann habe ich halt auch immer mitbekommen, wie meine Eltern arbeiten. Das heißt, sie waren selbstständig. Meine Mama war Immobilienmaklerin und mein Papa Versicherungskaufmann. Und die konnten sich zwar alles selbst einteilen, aber haben auch ganz oft mal super spät abends gearbeitet oder eben am Wochenende. Und ich habe das so mitbekommen und wurde dadurch, glaube ich, sehr geprägt. Und dann habe ich meine ersten Erfahrungen im Job gemacht und immer relativ schnell gemerkt, dass ich Aufgaben schnell hinterfrage. Also mir das auch nicht so gefallen hat, wenn mir jetzt irgendwie so etwas vorgegeben wurde, wo ich irgendwie den Sinn nicht so richtig hinterverstanden habe und eher so ein bisschen unemployable wurde. Also mein erster Job nach der Uni war ja auch direkt im VC, in einem kleinen Und da arbeitet man ja auch sehr für sich. Also man pusht auch sehr, sehr hart, aber man arbeitet eben irgendwie auch sehr selbstständig und ist dem, wie man arbeitet, eben sehr frei. Und damals hat schon der Prinzip über uns im Fonds gesagt, danach bist du unemployable. Also wenn du das einmal ein paar Jahre machst, dann, also du dann in einen Konzern zu gehen und irgendwie dogmatisch Sachen abzuarbeiten, ist halt einfach sehr, sehr schwierig.
07:52 Feliks Eyser: Okay, okay. Wie habt ihr euch gefunden? Ihr beide als Founder Couple, habt ihr viel gedatet, habt ihr euch viele andere Leute angeschaut, wusstet ihr sofort, dass ihr was zusammen machen wollt?
08:05 Sherin Maruhn: Ich glaube, ich habe Lotte damals auch im Venture-Ökosystem kennengelernt und wir haben uns klassisch auf einer VC-Veranstaltung gesprochen, getroffen, haben uns gut verstanden, sind dann tatsächlich auf eine Party gegangen.
08:17 Charlotte Küppers: Ich glaube, da habe ich mein gefühlt ganzes Berliner Netzwerk kennengelernt. Auf dieser Party. Das war die Morpheis X Formo-Party mit dem Käse während des Überventures. Während Superventures und da waren irgendwie alle, das war auch ganz abgespaced, da gab es so griechische Tableware und dann gab es irgendwie so Dance-Acts, wo man irgendwie. . Die Leute gebodypainted waren.
08:38 Sherin Maruhn: Typisch Berliner VC-Party, richtig klassisch und ich habe sie da hingeschleppt.
08:42 Charlotte Küppers: Berlin habe ich auch auf die Party gebracht, weil ich war gar nicht auf der Gästeliste. Und ich wurde einfach irgendwie mit eingeschleust.
08:48 Sherin Maruhn: Genau, und ehrlicherweise war das nie so, also wir haben hätten nie gedacht, dass dieses Treffen dann irgendwann zu einer gemeinsamen Gründung führt, aber wir haben Relativ früh, ich glaube schon nach einem Jahr oder so, was angefangen darüber zu sprechen, dass wir gründen wollen und dass wir ja vielleicht mal potenziell irgendwann in der Zukunft zusammengründen, aber das waren so hypothetische Aussagen. Und ja, dann irgendwann, als ich aus meinem Job rausgegangen bin und Lotte auch nicht mehr ganz so happy war in der Ausgestaltung ihrer eigenen Träume und Wünsche haben wir uns angefangen, darüber auch zu unterhalten und haben immer mehr zueinander gefunden.
09:24 Charlotte Küppers: Naja, es gab noch einen anderen Zeitpunkt. Wir hatten mal einen Call, als ich gerade beim VC-Raus wohnen, nach Berlin gezogen bin. haben Sherin und Marius und ich ein Geheuer gehabt und wollten eigentlich mal zu dritt gründen. Aber da bin ich gerade nach Berlin gezogen und irgendwie hat sich das, glaube ich, für uns alle noch nicht so richtig angefühlt. Wir kannten uns noch nicht so gut. Und dann hat es erstmal nicht geklappt, aber dann habe ich ja noch meine Reise bei Her One angetreten als Fonnaus Associate. Genau. Und dann haben wir im Nachgang halt irgendwie wieder zueinander gefunden.
09:53 Sherin Maruhn: Ja, Marius, der Gründer von Peec AI, mittlerweile eines der erfolgreichsten Startups in der Europäischen Jahr.
09:59 Feliks Eyser: Tim Schumacher hat er gerade da, der war bei dem investiert.
10:02 Sherin Maruhn: Genau, ich war seine Chefin.
10:04 Feliks Eyser: Du warst nice, Chef.
10:05 Sherin Maruhn: Genau, wir haben sehr, sehr eng zusammengearbeitet, deswegen haben wir viel am Anfang darüber gesprochen, ob wir zusammen gründen und dann in der Konstellation Lotte, Marius und ich.
10:14 Feliks Eyser: Marius ist es busy mit Peec AI.
10:17 Sherin Maruhn: Und ich wollte auch immer, das war auch immer eine der Themen, im Health-Bereich gründen und Lotte auch und Marius nicht so. So ja, mal schauen. Genau, wir sind immer noch gute Freunde und helfen uns viel bei verschiedenen Themen und Topics. Deswegen haben wir uns dann irgendwann wieder zusammengefunden.
10:37 Co-Founder Dating extrem
10:37 Feliks Eyser: Und wie habt ihr eine Due Diligence gemacht auf eure Co-Founder? Kompatibilität? Die Google-Gründer, als die den Eric Schmidt reingeholt haben, den ersten CEO, die sind zu Burning Man gefahren und haben gesagt, wenn der Typ Burning Man aushält, dann ist er wahrscheinlich. Guter, guter CEO, habt ihr was habt ihr gemacht? .
10:51 Charlotte Küppers: Wir hatten ganz viele verschiedene Tests, würde ich sagen. Wir haben erstmal angefangen, tatsächlich ganz am Anfang und gemeinsam Events gemacht, also so außerhalb des des Jobs und so, da war ich auch noch bei Her One, aber wir haben uns erstmal so ein bisschen angetestet und haben dann ein Female Founder Resilience Event organisiert und erstmal geschaut, okay, wie arbeitet der jeweils andere. Und keine Ahnung, das Ownership dafür, Location bekommen, irgendwie Catering. Okay, ihr habt euch da keine Testprojekte gesucht sozusagen.
11:17 Feliks Eyser: Okay, wow.
11:18 Charlotte Küppers: Genau, und haben damit angefangen. Das war, würde ich jetzt mal sagen, so der das Software Dating noch, da war noch alles so, ja, jetzt erstmal ganz vorsichtig antasten.
11:26 Sherin Maruhn: Uns war sehr erfolgreich. Wir haben extrem gutes Feedback bekommen. Es sind irgendwie übermäßig Leute da angekommen und haben sich angemeldet. Wir waren oberstref Und es war richtig cool. Es war ein guter erster Test.
11:36 Charlotte Küppers: Ja, ja, also war ein tolles, äh, tolles Format. Und dann haben wir ganz, ganz typisch, so systematisch, halt Founder Questions und Persönlichkeitstests gemacht.
11:46 Feliks Eyser: Ich habe diese 50 Co-Founder Questions gemacht und diese Bögen, die es da gibt.
11:49 Sherin Maruhn: Ja, ja, ja.
11:54 Feliks Eyser: Was war das Kontroverseste, was da drauf, was da rausgekommen ist? Gab es eins, wo gesagt haben,
11:59 Sherin Maruhn: Nee, ehrlicherweise war jetzt nichts nichts, wo ich gesagt habe, Red Flag oder irgendwie so. Das war schon so, dass wir auf sehr, sehr vielen Ebenen uns sehr einig waren. Das war dann quasi das nächste grüne Zeichen. Und dann Waren wir auf der OMR und haben da die ersten Ideen gemeinsam im Power-Pitching-Duo gesperrt und immer wieder ausgetestet und haben dann auf der OMR entschieden, dass wir bei einem Hyrox mitmachen. Und zwar komplett untrainiert, zwei Wochen später oder so. Nee, der Burning Man kommt noch, der Burning Man Teil. Der ist auch noch auf der Liste, aber wir haben uns ja schon ausgetestet, dass wir dann nur noch ein bisschen mehr Co-Founder zusammenschweißen. Aber genau, dann Moritz Fürster hat uns eingeladen, Berlin war schon total ausgebucht und da getroffen. Genau, bei eurem Event tatsächlich, ja genau.
12:49 Feliks Eyser: Er hat mir erzählt, er saß dann neben mir und hat gemeint, ich hab gerade mit Sherin gesprochen, ist ja auch Leistungssportlerin. Und ich habe die sofort gefragt, wie alt bist du? Und hat er so selber hinterfragt. Es ist ja eigentlich komisch, dass man im Sport immer fragt, wie alt bist du? Jetzt würdest du eine Frau ja normalerweise nicht beim ersten Treffer sofort fragen, aber er meinte, unter Sportlern ist ja ganz normal, weil du verstehen willst, welcher Jahr. Nahrgang ist es.
13:09 Sherin Maruhn: Ja, ja, total. Ja, klar, man hat ja damals immer auch in Altersklassen trainiert und eingetreten.
13:15 Feliks Eyser: Okay, dann hat sie Morgen getroffen und gesagt, okay, wir gehen nach Berlin und machen Hyrox, okay, und das war der Gott.
13:18 Sherin Maruhn: Genau. Und er meinte, hey Sherin, ganz ehrlich, weil ich meinte so, oh Moritz. Du, ich bin jetzt gerade nicht so gesund und nicht so fit gewesen, weil ich die ersten drei Monate des Jahres echt krank war mit Corona und Co. Und dann meinte er so, Sherin, ganz ehrlich, du als alte 400-Meter-Sprinterin, das ist doch hier deine Deine Königsdisziplin, wir machen quasi acht mal 1000 Meter, das ist quasi Intervalltraining, das ist ja das, was du damals immer gemacht hast. Und ich so, ja, das stimmt. Ja, ja, jetzt findet man hier noch jemanden anderen und dann kannst du im Duo starten und dann will ich dich aber hier auch sehen.
13:48 Feliks Eyser: Was hast du gedacht, Leute, mit der Leistungssportlerin da so ein
13:52 Charlotte Küppers: Das Gute war, dass ich zu dem Zeitpunkt auch meinen ersten Hype-Rathon gelaufen bin. Das heißt, das Laufen war nicht so das Problem und ich mache auch viel Kraftsport. Ich bin ja auch Cycling Instructor. Das heißt So ein paar Sachen habe ich noch so drauf, glaube ich. Und man hat auch viel Kraftsport. Deshalb habe ich mich eher darauf gefreut, auf die Challenge. Also wir hatten jetzt kein Zeit. Ziel, sondern wollten halt auch da so ein bisschen gucken. Ich glaube, jeder, der Hyrox macht, gerade im Double, versteht, dass du jetzt manchmal so Phasen, die du ja vorher schon einplanst, also wann wer wie was macht, so ein bisschen Und das trotzdem ist es manchmal out of plan. Also mal braucht der eine so ein bisschen mehr Zeit gerade bei dem Kilometer, dann der andere. Dann kann man irgendwie gerade doch keinen Burpee mehr machen, wenn man gerade. Kurz vorm Kotzen ist, dann muss halt der andere einspringen. Genau, also es ist halt wirklich ja so ein Up and Down. Und eigentlich ist es ja auch total gut, wenn mal der andere Mehr geben kann und dann wieder der andere, weil man sich so eigentlich immer den Stab in die Hand gibt. Also es ist ja super gut.
14:46 Feliks Eyser: Okay, was war der Burning Man?
14:48 Charlotte Küppers: Der Burning Man, sozusagen. Also wir waren noch nicht beim Burning Man, aber das würden wir sehr, sehr gerne noch. Sherin vorher schon mal da. Aber wir waren dann noch, auf Ibiza tatsächlich ein paar Tage, auch pre-Fundraising, um da noch mal kurz so runterzukommen, wenn man noch.
15:06 Sherin Maruhn: Ja, ich war tatsächlich schon echt oft auf Ibiza, aber immer nichts zu feiern. hat mir dann die Ibiza Partywelt gezeigt. Das heißt, da war ich dann das erste Mal in so richtigen Clubs. Und ich muss sagen, war auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Wir haben in einem Bett geschlafen und ich habe schon damals teilweise haben wir bis um drei oder vier Uhr morgens gefahren. Und ich habe mich am nächsten Morgen um 8 Uhr für eine Wanderung mit einem potenziellen Investor richtig gemacht.
15:32 Charlotte Küppers: Ja, da unterscheiden wir uns ein bisschen.
15:39 Feliks Eyser: Okay, geil. Aber ich nehme mit, also gemeinsame Projekte machen, die diese Kiste von Fragen ausfüllen, irgendeine Art von verrücktem Sportivent und Das war euer Cocktail.
15:50 Sherin Maruhn: Und tatsächlich noch eine andere Sache, wir haben sogar einen Personality-Test gemacht.
15:53 Charlotte Küppers: Stimmt, ja.
15:55 Feliks Eyser: Wie ergänzt ihr euch auf der?
15:57 Charlotte Küppers: Das war leider so leider, aber es war relativ homogen. Das heißt, man muss auch schon bei so Personality-Tests so ein bisschen aufpassen, wenn jetzt beide, ich glaube irgendwie, ich weiß nicht mehr, was bei dir rauskommt, ich war irgendwas mit Lieder.
16:07 Sherin Maruhn: Eher homogen in der Art und Weise, es gab verschiedene Ergebnisse, homogen in der Art und Weise, dass wir beide gerne führen. Das heißt, wir sind beide gerne dominant. Und wir müssen uns entsprechend, weil dieser Test auch einem aufzeigt, die Schwächen und Stärken einer Beziehung, wir müssen aufpassen, dass wir uns gegenseitig zuhören und uns zu Wort kommen lassen. Weil das ist quasi das Risiko unserer Co-Founder Relationship. Aber wir pushen beide sehr viel, wir sind beide sehr stark selbstständig und übernehmen Ownership. können klar kommunizieren und das hat.
16:38 Feliks Eyser: Was sind die Groundrules eurer Zusammenarbeit? Was ist so non negotiable?
16:42 Charlotte Küppers: Ähm auf jeden Fall radical candor. Also wir legen ganz viel Wetter darauf, sehr, sehr offen miteinander zu kommunizieren und da auch keine hard feelings irgendwie ins Spiel kommen zu lassen. Das heißt jetzt nicht, dass man den anderen anbrüllen kann. Das wird manchmal so ein bisschen komisch verwechselt damit. Sondern einfach immer konstruktiv und offen, wenn jetzt gerade ein Thema aufkommt, direkt darüber zu sprechen. Das ist nicht sowas, das ist ein bisschen wie auch in einer Partnerschaft oder Ehe tatsächlich, wenn man jetzt einen Streit hat, kurz vorm Schlafen gehen. Dass sowas halt geklärt wird und man jetzt nicht mit schlechten Gefühlen irgendwie einschlafen muss oder dass halt die ganze Zeit noch in einem brodel, sondern dass sowas eben direkt ausgesprochen wird. Das ist auf jeden Fall ein Wert, den wir ganz klar vertreten.
17:16 Sherin Maruhn: Genau, also wir lassen da auch Emotionen und unsere persönliche Beziehung aus dem Business raus.
17:19 Feliks Eyser: Wie macht ihr das? So ist leicht gesagt, schwer getan?
17:22 Sherin Maruhn: Nee, tatsächlich bei uns nicht, weil wir sind beides zwar Frauen und man könnte sagen, okay, bei Frauen gibt es oftmals Stutenbissigkeit oder irgendwie Gefühle im Job. Bei uns ist das so, ich bin mit drei Brüdern aufgewachsen, Leistungssport habe ich nur mit Jungs gemacht und ich habe bisher auch immer nur mit Männern gearbeitet. Lotte kommt aus dem VC und hat auch da nur mit Männern gearbeitet. Wir sind halt beide irgendwie in großen männerdominierten Spaces aufgewachsen. Und sind das eher gewöhnt und da sind wir sehr gleich und ähnlich gestrickt. Das heißt, da haben wir uns intuitiv gut verstanden und sind zum Glück nicht die typischen Girly-Girls. Ja. Genau, was sind noch so unsere Werte? Ich glaube, Output-Orientierung, wir sind sehr, sehr stark auf Outputs konzentriert. Auch wenn wir vielleicht unterschiedliche Arbeitsweisen haben, schauen wir auch nicht auf den Arbeitsinput, sondern auf den Output. Und das dritte, was wir auch viel haben, ist bei uns einfach Failfast. Und ich halte viel.
18:17 Feliks Eyser: Failfast, also Fehler machen und Fehler machen, ausprobieren.
18:20 Sherin Maruhn: Und so der vierte Wert, der uns ganz, ganz wichtig ist, der auch in der Co-Founder-Relationship, sowohl nach innen als auch nach außen sehr wichtig ist, ist Hold Each others back. Also wir können uns hundertprozentig aufeinander verlassen. Wenn es dem einen mal nicht so gut geht oder der andere mal vielleicht nicht so mitziehen kann, dann springt der andere aber sowas von einem Frage.
18:38 Feliks Eyser: Wenn du eine Rudermaschine runterfällt und heraus, dann muss die andere übernehmen.
18:41 Charlotte Küppers: Oder halt auch dieses, wie man sich nach außen bringt. präsentiert. Also keine Ahnung, wenn es Kritik von außen gibt an einen von uns persönlich oder sowas. Oder das kann ja auch irgendwann mal passieren mit Investoren oder so, dass wir halt immer als gemeinsames Co-Founder-Team nach außen hin auftreten, auch wenn wir uns nach innen natürlich Kritik geben können und auch über Dinge offen sprechen können, ist halt ganz, ganz wichtig, dass wir nach außen wirklich als eine Einheit gesehen werden, also auch sehr, sehr loyal gegenübereinander sind. Ich glaube, das sind auch so Sachen, die bei vielen Co-Foundern sonst einfach irgendwann ganz oft zu einem Failure aufführen, dass diese Integrity nicht mehr so da ist.
19:17 Feliks Eyser: Wie seid ihr auf die Idee gekommen? Habt ihr gesagt, ihr habt bei OMR? Ich hab gesagt, hey, wir wollen was zusammen machen. Es gibt viele Leute, die sagen, ja, ich wäre gerne Unternehmer, ich wäre gerne Unternehmerin, aber mir fehlt die Idee. Wie seid ihr daran gegangen? Kann man eigentlich parallel mal probieren?
19:32 Charlotte Küppers: Ja, sehr gerne. Genau, also wir haben, glaube ich, gar nicht von vornherein sofort gewusst was es jetzt wird, sondern verschiedene Ideen erstmal ausgearbeitet. Wir hatten verschiedenste Decks. Wir wussten, dass es was im Bereich Gesundheit werden soll und Consumer. Aber noch nicht zu 100 Prozent dann eben was genau. Das heißt, wir haben uns erstmal verschiedene Spaces angeschaut, manchmal sehr, sehr nisch, manchmal sehr, sehr breit und haben dann verschiedene Ideen gepitcht, also haben auch mal überlegt eine reine Sleep Company zu machen, also nur Schlaf irgendwie zu targetieren. Was auch spannend ist, aber halt auch klein irgendwo, ne? Kommt so ein bisschen drauf an. Also wirklich. Tschüss erstmal.
20:12 Feliks Eyser: Wir trinken jetzt das rote LOOSH.
20:14 Charlotte Küppers: Ja, Strawberry Mint ist es.
20:18 Feliks Eyser: Ah geil.
20:19 Sherin Maruhn: Wir lassen dich mal.
20:21 Feliks Eyser: Ich find's gut, ich find's nicht zu süß. So offen sind man solche Sachen zu süß, ich bin eher so ein saurer Typ, aber ich finde das angenehm. Und es ist auch nicht zu salzig. Elektrolyte Drinks, wir reden gleich über das Produkt, aber hat ja oft eine hohe Salzkomponente.
20:36 Charlotte Küppers: Haben wir trotzdem, also wir haben trotzdem insgesamt sogar bis zu 1000 Milligramm Mineralien da drin, aber nur 400 Milligramm Natrium. Und das ist eben eine sehr, sehr gute Formulierung, auch wenn man es täglich trinken will, weil Die meisten Elektrolyte Drinks sind eben für den Sport ausgerichtet, das heißt nach extremer Belastung. Und dann brauchst du eben 1000 Milligramm auch Natrium, also wirklich. sehr, sehr viel Salz.
20:59 Feliks Eyser: Weil du so viel schwitzt und dadurch das Salz verloren geht?
21:02 Sherin Maruhn: Genau, weil du so viel schwitzt, weil du sonst Muskelkrämpfe bekommst und so weiter und so fort. Wir haben ja aber unsere Formulierung daran angelehnt, dass es wirklich ein Daily Recovery und Hydration-Produkt sein soll. Das heißt, ein Lifestyle-Produkt, was du nicht nur beim Sport nehmen kannst, aber auch. auch für einen Sport nehmen kannst. Unsere Zielgruppe sind halt einfach nicht die Extremsportler und die Ultrarunner und so weiter und so fort, sondern du kannst es eben auch als Daily Hydration Produkt nehmen, wenn du einen ganzen Tag lang arbeitest, also wirklich für Leute, die an allen Seiten des Lebens pushen, ob auf der Arbeit, beim Reisen oder im Sport und dann mit unseren Produkten wieder zurückkommen wollen. Our auch, ja, ja, absolut. Auch Schlafmangel.
21:40 Charlotte Küppers: Also gerade der Schlafmangel oder halt auf Reisen. Ich fand das so spannend, weil meine Tante ist Stewardess seit Jahrzehnten bei der Lufthansa und die sagt halt immer zu mir, du musst bei einem Flug für jede Stunde 0,5 Liter trinken. Und ich dachte nur so, ja Also nach Kapstadt, da habe ich auf jeden Fall vier gesucht. Das muss ja auch alles erstmal wieder loswerden. Und dann habe ich so gedacht, ja, okay, das kann ja eigentlich nicht angehen. Das heißt, gerade auch beim Reisen, auch wenn man jetzt zum Beispiel in Länder fliegt, wo man einen Zeitunterschied. hat, ist es irgendwie auch nochmal richtig cool, weil du dann auch nochmal deinen Körper supporten kannst und auch bei so Themen wie Jetdeck unterstützen kannst.
22:16 Feliks Eyser: Und jetzt von, wir wollen das im Consumerbereich machen zu, wir haben diesen Recovery-Drink. Wann war der Moment, wo ihr gesagt habt, es ist nicht Schlaf, es ist Recovery? Gab es diesen Moment?
22:26 Sherin Maruhn: Absolut, es gab diesen Moment. Ich glaube, wir sind immer näher, also erstmal von dem Supplement-Thema über die verschiedenen Use Cases in den Hydration and Recovery Space gekommen. Zuerst auf den Hydration Space, haben uns daneben angeguckt, was passiert in Amerika, in den Staaten. Ihr habt euch angeschaut, was für Brands gibt es da.
22:44 Feliks Eyser: Instagram, Follower schnell, wo ist da irgendwie so ein Bass? Was ist in der Presse?
22:47 Sherin Maruhn: Was ist auch Wachstumstrend Wir haben halt einen absoluten Paradigmenwechsel von einer reaktiven zu einer präventiven Umsatzweise. Und die Leute wollen halt sich mehr um ihre Gesundheit kümmern im Alltag. Das heißt, der Fokus Gesundheit ist da. Und wenn du dir dann die ganzen verschiedenen Brands anguckst, auch in dem Hydration Space, dann siehst du, dass sie halt, wie gerade auch schon gesagt, sich sehr, sehr viele entweder auf den Sport-Use Case ausrichten oder eben In den Discounter-Bereich fallen. Also so du hast verschiedene Themen, du hast die Pricing-Positionierung und du hast die Ausrichtung, in welchen Bereich du möchtest. Party oder Sport dann in dem Sinne. Und dann haben wir eben gesehen, dass es eine Lücke gibt, weil alle immer eher auf Performance pushen. Und aber die Leute durch die ganzen Daten, die wir sammeln, durch den Fokus auf Gesundheit, bekannt ist, dass Recovery und Schlaf, also die Erholung, eigentlich die Phase ist, in der Wachstum entsteht. Das heißt, in der du eigentlich dich vorbereitest auf jeglicher Art von Performance im Leben.
23:45 Feliks Eyser: Das ist so interessant. Ich habe gerade einen Capstain, war ich auch da und mit dem Piran von Koro gesprochen, der übrigens auch ein sehr guter High-Rocks-Athlet ist, der hat in seiner Liste hat der irgendwie 30 Competitions oder so, wo der unterwegs fand, ist da irgendwie Top 3% und macht da irgendwelche Pro-Events und so weiter, also der ist serious. Und ich habe ihn irgendwann gefragt: Was war für dich der größte Sprung im Training, wo du wirklich nochmal so an die Spitze gekommen bist? Und er hat gesagt, der Moment, wo ich weniger gemacht habe. Also der hat viel zu viel trainiert und dann irgendwann gesagt, nee, ich muss das runterfahren und einfach manche Tage extrem intensiv, aber dann auch wieder zwei Tage wenig machen.
24:14 Sherin Maruhn: Voll.
24:16 Feliks Eyser: Das ist die Phase des Wachstums, wo du nichts machst.
24:18 Sherin Maruhn: Ja. Und ich glaube auch, also super super viele Sachen und auch Learnings nehmen wir halt beide auch aus unserem aktiven Lebensstil mit. Aus meinem Leistungssport, aber auch aus Lottes Instructor-Leben, beziehungsweise sie ist auch so sehr sportlich, und haben halt dann gesehen, Warum ist es eigentlich so, dass man verschiedene Sachen aus dem Sport nicht integriert in alle anderen Lebensbereiche? Du pushst quasi eigentlich die ganze Zeit nur. Aber wenn du mal reflektierst. und einen Schritt zurückgehst, dann ist es egal, ob es im Business ist oder im Alltag, wenn du dich ein bisschen rausnimmst, dann hast du meistens einen Fortschritt. .
24:49 Feliks Eyser: Auch ein Founder-Ding, gell? Also auch diese Leerzeiten zu haben und sich die Zeit zu nehmen, zu reflektieren. Bei mir war das Produktivste immer, dass ich irgendwann gedacht habe, ich werde wahnsinnig mit irgendwie zu vielen Leuten und Finanzierungsrunden und ich war dann komplett durchgetaktet und habe mir dann den Freitagmorgen immer genommen. Bin nicht ins Büro gegangen, sondern habe mich ins Café gesetzt und quasi so journalingmäßig runtergeschrieben, was lief gut, was lief nicht gut. Also quasi so Die Strategie so neu formatiert auf der Festplatte. Und das war die produktivste Zeit, wo ich jetzt nicht die nächste E-Mail geschrieben habe und das nächste One-on-One hatte, sondern einfach mal ein bisschen Langeweile hatte. Langeweile in Anführungszeichen, aber Reflexionszeit hatte und ist glaube ich auch eine Sache.
25:26 Charlotte Küppers: Ja, oder halt geplante Langeweile. Also ich glaube, wir verlernen auch, Langeweile zu haben, weil man immer das Handy und so mit dabei hat und immer, eben auch noch mehr Daten. Das heißt, ein großer Insight, den wir auch hatten, war tatsächlich auch, dass Ganz, ganz oft das ständige Tracking von all unseren Werten im Alltag, seien das Kalorien, Makros, Mikros, Der Schlaf, die HRV, dein V2MAX, was auch immer du alles tracken kannst. Das ist bei vielen Leuten, die das wirklich regelmäßig machen. schon zu einer Fatigue führt. Also 30% der Leute, die wirklich regelmäßig tracken, haben eigentlich schon eine Fatigue davon. Das heißt, du schaust irgendwie auf dein Handy und so richtig, dieser Wert motiviert dich ganz oft nicht, sondern Macht einfach was mit dir, weil du ja seltenst, also ich weiß nicht, ob ihr Sherine sagt mir das immer, zum Beispiel die Garmin ist so der böseste Tracker, weil eigentlich sagt dir jedes Tool immer nur so, du bist halt nicht bei 100 Prozent.
26:17 Sherin Maruhn: Und in einigen Phasen willst du auch die Daten einfach nicht wissen. Weil, und da gibt es auch mittlerweile schon sehr, sehr viele Daten zu und auch Studien, es ist bewiesen, dass Die Quantifizierbarkeit von Gesundheitsdaten, das heißt dadurch, dass wir die sammeln und vergleichbar machen, am Ende zu Anxiety führte, zu mehr Druck, zu mehr Stress, und das machte ich am Ende gar nicht Gar nicht so gesund, wie es eigentlich sein soll.
26:40 Feliks Eyser: Und nehmt ihr das so im Freundeskreis und eure Peergroup auch wahr, dass so diese WUP und Aura-Daten zur neuen Competition geworden sind? Also früher habe ich gemessen, wie schnell konnte ich den Halbmarathon laufen? Oder äh Hier ist meine Hyrox-Zeit und heute messe ich meinen Recovery-Score und wie lange bin ich grün?
26:57 Sherin Maruhn: Ich glaube, ich würde sagen, wir sind noch nicht bei der Competition angekommen in der Gesellschaft. sondern eher bei dem, was ich gerade gesagt habe, dass du dich unter Druck gesetzt fühlst, dass du morgens aufstehst auf deinen Recovery-Index, guckst, siehst du scheiße, schon wieder nur 40 Prozent. Oder Deep Sleep schon wieder unter einer Stunde oder was auch immer und du denkst so scheiße, mir geht es eigentlich schon von vornherein nicht so gut.
27:17 Feliks Eyser: Da geht es mir auch. Wir haben zwei kleine Kids drunter, weil ich mich nicht mehr so gut habe. Was will ich machen? Ich muss kein Liebband tragen, ich weiß, dass die Scores alle im Arsch sind.
27:22 Charlotte Küppers: Du kannst ja auch dann nicht sagen, so ja, okay, ich habe jetzt Kinder, Ich muss mich um meinen Recovery stroll geschützt.
27:27 Feliks Eyser: Das ist wie so ein iPhone, was immer bei 15% ist.
27:30 Charlotte Küppers: Ja, und es hat halt so einen negativen Impact. Und ich glaube, gerade wenn man natürlich jetzt irgendwie dann frisch Eltern geworden ist, das ist mal ein ganz anderes Game, weil da ist ja klar, dass. deinen Schlaf darunter leiden wird in den meisten Fällen. Aber ich finde halt auch, dass manchmal unterschätzt wird, dass eben auch so Social Gatherings, also eigentlich sozial zusammenkommen und sich zu einem Dinner verabreden, vielleicht auch mal länger da sitzen. Das muss gar nicht unbedingt was mit Alkohol zu tun haben, aber einfach mal den Abend genießen und die Zeit vergessen oder noch tanzen gehen mit Freunden, dann ganz oft nicht mehr gemacht wird, weil die Leute halt so denken, ah Mist, ich muss ja aber eigentlich um 10 Uhr im Bett sein. Weil sonst habe ich ja nicht genug Schlaf. Und dann ist eben alles so ein Punkt auf deiner To-Do-Liste, selbst das Treffen mit Freunden. Und das soll ja eigentlich das sein, worauf du dich dann auch abends mal freust, wenn du irgendwie einen stressigen Tag hattest. Was dir ja auch sehr, sehr viel Lebensqualität und auch Gesundheit gibt. Weil der größte Feind von uns allen in der Gesundheit ist eigentlich Einsamkeit. Das ist immer das Problem, was eigentlich, oder nicht mal das Problem, sondern eigentlich die Ursache für all die anderen Symptome. Anxiety, Depression. irgendwie super hohe Stresslevel, weil wir eben nicht mehr so viel zum Beispiel Langeweile haben, aber auch nicht mehr so gerne und viel rausgehen, glaube ich, oft mit Freunden und das auch einfach mal genießen. Weil wir dann eben diese ganzen Daten im Hinterkopf haben und sehr, sehr viel selbst optimiert denken.
28:48 Feliks Eyser: Ja, total. Oder die Handys immer im Vordergrund stehen. So diese Bilder von irgendwelchen Konzerten, wo Leute dann nur noch im Handy filmen und quasi sich nur noch auf die auf den Content fokussieren. Wie habt ihr das Produkt gebaut? Ihr habt die Idee? Also Ideen haben viele Leute, aber wie kommt man jetzt von der Idee zum Produkt? Wen ruft man an, um so einen Drink zu launchen?
29:07 Ein physisches Produkt von Null aufbauen
29:07 Charlotte Küppers: Netzwerk, Netzwerk, Netzwerk, würde ich sagen. Weil das ist eine super intransparente Industrie. Also du kannst natürlich erstmal anfangen und googeln. und schauen irgendwie Hersteller von XYZ. Bei Supplements ist es so, dass man sogenannte Lohnhersteller hat meist in Europa. Das heißt, es gibt einfach bestimmte Lohnhersteller. Mit denen spricht man dann und man entwickelt auch oft mit denen gerade am Anfang eine Formulierung. Im besten Fall holt man sich aber auch noch Experten hinzu.
29:32 Feliks Eyser: Die Formulierung ist quasi das Rezept, also was da drin ist.
29:35 Charlotte Küppers: Genau, dann wirklich auf einer Prozentzahuntergerochen, aber was wir halt Ganz, ganz klar voll gemacht haben, ist, mit Ärzten zu sprechen aus unserem Netzwerk, mit Ernährungswissenschaftlern, mit Leuten aus der Pharmaindustrie und haben halt wirklich gefragt, hey, was ist denn sinnvoll und wirklich wissenschaftlich belegt? Und was braucht man im Alltag eben für so einen Drink? Also womit tun wir den Menschen auf wirklich was Gutes? Worauf sollten wir achten, was rein soll und was nicht rein soll? Und dann fängt man eben an, sich an Lohnhersteller zu wenden. Und da gibt's
30:01 Feliks Eyser: Zigtausende wahrscheinlich in Europa. Woher weiß man, wer gut und wer schlecht ist? Haben die alle so Google-Bewertungen oder gibt es da so? Ja, leider gar nicht.
30:08 Sherin Maruhn: Es gibt auch tatsächlich Kontakte. Also wir haben mit sehr, sehr vielen Consumerfaundern gesprochen, die auch teilweise Supplements hergestellt haben oder mit Herstellern gearbeitet haben, mit denen sie sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Und Lotte kommt ja auch aus dem Bereich, das heißt, sie hat da sehr, sehr viele Kontakte zum Glück auch mitverwenden können aus anderen Positionen.
30:28 Feliks Eyser: Du hast bei einer Supplements Brand gearbeitet, bei H1. Schwüm war ja auch schon im Podcast hier und hast Erfahrung gesammelt. Ihr seid jetzt keine Lebensmitteltechnikerin, ihr habt jetzt das nicht hundert Jahre studiert, aber wie findet man dann raus wie man so eine Formulierung gut macht. Oder ihr sitzt ja dann mit Experten da, also wie brieft man die überhaupt oder wie habt ihr euch da educated?
30:46 Charlotte Küppers: Da muss ich sagen, ich glaube, das kommt noch ein bisschen auf die persönliche Passion drauf an. Also ich mache größtenteils Produkt bei uns und ich bin halt so ein Mensch, wenn ich irgendwo hinreise, egal wohin, dann ist mein erster Weg immer in einen Supermarkt oder in einen Drogeriemarkt. Weil ich das liebe, mir das alles anzuschauen, alles zu testen, mir wirklich die Ingredients bis aufs kleinste Detail durchzulesen. Also ich achte wirklich genau darauf, welches Magnesium ist das jetzt. Es gibt neun verschiedene Arten. Das heißt, da schaue ich halt genau, ach krass, okay, das ist jetzt darin. Und warum haben die jetzt so Kralose und Aspartamen drin, aber die haben Stevia mit drin und dann gibt es irgendwie noch einen ganz neuen Sweetener im UK. Ich bin zum Beispiel selbst jetzt, als ich nach Kapstadt geflogen bin. über Doha geflogen, was eigentlich total unsinnig ist. Aber ich wollte diesen Flughafen sehen, weil die halt auch so coole neue Stores haben und alles halt so, gerade was Food angeht, irgendwie so interessant ist.
31:36 Feliks Eyser: Die USA ist halt auch immer geil, so ein Whole Foods-Rahum. Die haben ja dann 20 Meter Regale mit irgendwelchen Drinksorten. Ich guck mir immer die Vorderseite der Dose an. Du guckst immer die Hinterseite an. Ja, genau, genau. Ich finde immer die Brands so interessant und wie die Leute das positionieren.
31:49 Charlotte Küppers: Ja, ja, und daher kommt das, glaube ich, einfach schon mal allein aus dem Eigeninteresse. Das heißt, auch da irgendwie ein sozusagen eigenes wissenschaftliches Arbeiten. Also ich liebe das auch immer noch aus der Uni. mir wirklich dann auch stundenlang Paper durchzulesen. Ich habe da gar kein Thema mit. Und dann widmet man sich halt an Experten, um das Ganze einfach nochmal so ein bisschen abzusichern. Also Klar, du hast dann so eine Laienbildung irgendwo und eine Meinung vielleicht dazu. Und dann schaut man, okay, macht das so Sinn? Und das lässt man dann nochmal gegenchecken. Und dann geht man damit zum Lohnhersteller und die kümmern sich dann wirklich darum Mit den Spezifika, die man hat, was dann wirklich in die Formulierung kommt. Also wir haben halt zum Beispiel auch gesagt, hey, wir wollen keine künstlichen Aromen, wir wollen auch keine künstlichen Farbstoffe. Und fragst dich vielleicht, warum ist es dann trotzdem so bunt.
32:32 Feliks Eyser: Das ist erstmal das Grüne trinken.
32:33 Charlotte Küppers: Genau, das Grüne ist bei uns so grün wegen Spirulina als Farbmittel und Saflor.
32:40 Feliks Eyser: Keine künstlichen Farbstoffe.
32:41 Charlotte Küppers: Genau, und das Pinke ist so pink wegen rote Beete. Also das heißt, wir haben wirklich rote Beete da mit drin oder bei wir haben halt auch gesagt, wir wollen eben keinen Zucker, aber auch keine Zukhalose und kein Aspartam. Genau.
32:52 Feliks Eyser: Cheers, Cheers to Dead, wir trinken das Grüne mit Spirulina. Gurke, Zitrone. Na, das finde ich geil. Das finde ich super. Ich finde es andere auch gut, aber das finde ich besser.
33:01 Charlotte Küppers: Das habe ich mir fast gesagt.
33:02 Feliks Eyser: Sehr viele. Weil es so, also. Ja, ein bisschen säuerlicher schmeckt, gell? Wonach einheit sich das? Ja, wie so ein frischer Gurkensalat, finde ich.
33:13 Sherin Maruhn: Wir haben da schon ganz viele verschiedene Interpretationen von gehört. Manche sagen auch, es schmeckt wie Moskauer Mühl.
33:19 Feliks Eyser: Wie Moskauer Muhl. Schon lange kein Moskau Mjul mehr getrunken. Wahrscheinlich, ja, stimmt.
33:24 Sherin Maruhn: Ist halt wie frisches Gurken Zitronenwasser, was du morgens trinken kannst.
33:30 Feliks Eyser: Es war ein Geschmack, den man halt nicht so oft im Alltag hat. So ist ja auch was. Viele Geschmäcker nutzen sich ja ein bisschen ab, so die nächste Zitronen-Nimo oder so.
33:37 Charlotte Küppers: Ja, oder wir wollten jetzt nicht Orange, Zitrone und Wassermelone rausbringen oder so. Es war so ein bisschen, ja, wir haben schon gesagt, wir möchten, wenn dann Pflicht. Haben, die man auch mit der Brand identifiziert und die anders sind, aber eben genau wie du sagst, zwei verschiedene Sorten. Weil viele Menschen mögen halt auch das Süße, aber viele Menschen sagen auch, hey, ich bin gar kein Fan von süß. Das heißt, jeder kann halt so ein bisschen für sich entscheiden. Wo spiele ich jetzt gerade?
34:00 Feliks Eyser: Gibt es das auch mit Kohlensäure? Wir haben es jetzt ohne Kohlensäure getrunken.
34:02 Sherin Maruhn: Klar, du kannst es auch mit Kohlensäure mischen. Da ist der Tipp, dass du zuerst die ersten 50 Milliliter mit stillem Wasser auf Aufgießt, damit es nicht zu sehr schäumt und dann den Rest mit Kohlensäure aufmischt.
34:12 Feliks Eyser: Und ihr macht bewusst, also ihr verkauft im Grunde das Pulver, ich mixe es mir zu Hause selber an. Wie war die Entscheidung zwischen Pulver selber mischen versus Ready to Drink, eine Dose, die ich einfach aus dem Kühlschrank nehme?
34:22 Charlotte Küppers: Wirtschaftliche Perspektive darauf ist, dass bei Ready-to-Drink-Getränken die Mindestabnahmemengen oft deutlich höher sind, so ab 100.
34:30 Sherin Maruhn: 000
34:31 Charlotte Küppers: Stückzahlen. Das heißt, es ist auch schon mal ein ordentliches Kapitalinvest zu Beginn. Und muss man auch sagen, aus einer wirtschaftlichen Perspektive, das ist auch nochmal ein anderes Margenprofil. Heißt weniger Marge. Ja, weniger Marge auf jeden Fall. Vor allem, wenn du es dann auch im Retail verkaufst, hast du ja wieder auch jemanden, der das für der auch noch eine Vieh bekommt. Und ich das ist aber eine persönliche Meinung, vielleicht ist die auch falsch, aber ich glaube nicht daran, weil ich es auch noch nie gemacht habe, dass ich mir einem D2C-Store Dosen bestellen würde. Das ist einfach irgendwie nicht so mein.
35:01 Sherin Maruhn: empfinden. Absolut, gehe ich total mit. Also wir wollten mit einem Online-Shop D2C starten und werden jetzt auch Amazon launchen. Und wenn du da direkt Ready to Drink hast, dann brauchst du entweder B2B-Partnerschaften oder direkt den Einstieg in den Retail. Aber für den Retail-Einstieg wäre es halt eben nochmal gut, wenn die Brand Awareness so groß ist, dass dann auch die Abverkaufszahlen entsprechend erreicht werden. Sonst ist man so schnell wieder raus.
35:22 Charlotte Küppers: Also wenn man jetzt sagt, hey, ich will unbedingt als erstes in Im DM stehen, im Rewe, im EDK. Also und du hast vorher irgendwie keine Brand Awareness und vielleicht auch keinen Creator dahinter. Dann kommst du da rein, probier das mal aus. Und dann bist du aber so schnell wieder raus. Also das funktioniert halt nicht. Das heißt, am besten ist es eigentlich, wenn du schon so viel Brand Awareness hast, dass ein Pull vom Markt kommt und dann designst du eigentlich Produkte explizit für den Kanal. Das funktioniert bei anderen Kanälen auch. Man kann auch extra Amazon-Produkte designen, zum Beispiel in einer kleineren Größe, weil da meist der Warenkopf Für deine eigene Brand einfach geringer ist.
35:53 Feliks Eyser: Und das heißt, ihr startet D2C Direct to Consumer, Leute kaufen das direkt bei euch, ihr schickt es den im DHL-Paket, also dann kriegt man das Pulver und da sind dann irgendwie 50 Portionen drin oder so.
36:02 Sherin Maruhn: Dreißig, ja.
36:03 Feliks Eyser: Okay, 30.
36:03 Sherin Maruhn: Genau, 30 Portionen. Und dann können sie wiederkaufen und können dann im besten Falle noch andere Sorten, die wir rausbringen werden, dann Ausprobieren, beziehungsweise noch andere coole Sachen, die wir geplant haben.
36:16 Feliks Eyser: Okay, okay. Und Stichwort Kohle, Mindestbestellenmengen und so weiter. Wie viel Geld braucht man denn, um so eine Brand. zu starten.
36:22 Charlotte Küppers: Also ich glaube, da gibt es eine ganz gute Range. Man kann natürlich auch mit einer kleineren Mindestbestellmenge starten. An der Stelle auch ein Tipp. Es gibt Plattformen dafür, wo man sozusagen mit seiner eigenen Brand mal so ein Deck hochladen kann für Supplier und dann kann man halt sagen, hey, ich suche das und das, das und das Produkt ungefähr, schickt mir gerne Angebote dafür. Und dann kriegt man wirklich europaweit Angebote von diesen Suppliern. Die Plattform heißt Wonnda, also W-O-N-N-D-A. Und da kriegt man dann halt schon mal Angebote und kann so ein bisschen einschätzen. Okay, wo liegt es denn preislich überhaupt? Weil auch da, wenn du das erste Angebot bekommst, wie wird es denn wissen, ob es gut oder schlecht ist? Das heißt, in welche Verhandlungspositionen begibt man sich da auch. Und meistens bei so einer ersten Bestellung ist man so irgendwo zwischen, ich würde sagen, so 10. 000 bis 30. 000 Euro schon. Je nach Bestellmenge. Je nach Bestellmenge, aber wenn man weniger bestellt ist natürlich auch wieder da der Preis pro Stück deutlich höher. Das heißt, es ist immer so ein Abwägen von.
37:19 Feliks Eyser: Wie habt ihr das gemacht, weil das so euer Sparte ist, was ihr aus euren Jobs genommen habt? Ihr habt euch finanziert am Anfang.
37:24 Sherin Maruhn: Wie ging es weiter? Beides, genau. Also. Wir haben selber Geld investiert und haben dann irgendwann entschieden, okay, wir wollen das Ding hier schon skalieren. Das heißt, wir haben auch ein paar Business Angels reingenommen und ein PreSeed gerastet.
37:35 Pre-Seed Runde in 5 Wochen closen
37:35 Feliks Eyser: Okay, ihr habt wie Sie Erfahrung, habt Geld aufgenommen. Wie seid ihr da als First-Time-Founder? Vorgegangen.
37:41 Sherin Maruhn: Sehr stark und sehr bold. Erstmal Mindset, genau. Wir haben in fünf Wochen unsere Preceed geclosed. Das war Da sehr erfolgreich. Ich war da im Lead und habe mir einfach gesagt, hey, wir bringen eine gewisse Erfahrung mit. Wir haben zwar, wir sind zwar First Time Founder, aber ich bin zum Beispiel seit zwölf Jahren im Startup Cosmos on and off unterwegs gewesen und hat auch schon Erfahrungen gesammelt. Und haben sehr, sehr viel aufgebaut, hatten auch wirklich starke Leute, die uns unter anderem beim Brandaufbau unterstützt haben, die vorher auch Brands wie Just Spices und Rap mit aufgebaut haben. Das heißt, wir haben ein sehr gutes Deck gebaut. Wir wussten ja beide, wie man ein Pitchdeck schrubft und haben uns vorher sehr, sehr gut vorbereitet. Das heißt, ich habe eine komplette CRM aufgebaut mit Business Angels und Investoren, die für unseren 500.
38:32 Feliks Eyser: 500 Namen standen da in der Liste. Also kannt ihr die die alle schon?
38:36 Sherin Maruhn: Wir kannten davon, also ich so ungefähr 200.
38:40 Feliks Eyser: Was gibt es da vorne und auf dem Weg, die nicht 200 Leute kennen, sondern vielleicht so null?
38:47 Sherin Maruhn: Am besten tatsächlich eine Liste machen und schauen, wer in dem Space zu der Phase investieren kann. LinkedIn ist total gut dafür. aber auch verschiedene andere Plattformen. Es gibt verschiedene Databases, Business Angel Listen, an die man recht gut ankommt, entweder über LinkedIn oder über diese Databases. Und dann schauen, ob es ein Fit gibt und wer in seinem eigenen Netzwerk Kontakte und Intros zu den Kontakten Und entsprechend würde ich dann so rangehen, das heißt, ich würde mein Netzwerk, was ich habe, was sehr limitiert ist, leveragen und auf alle möglichen Events am Anfang gehen, wenn du weißt, okay, du musst jetzt pitchen, dann geh auf die passenden Startup-Konferenzen, dann geh auf die passenden Startup-Events, dann verbinde dich mit anderen Consumer Foundern und lass die Intros machen.
39:38 Feliks Eyser: Du bist der Durchschnitt von den fünf Leuten, denen du am meisten Zeit verbringst. Das ist ein Satz, den vielleicht viele von uns schon mal gehört haben. Für mich hat es bedeutet, dass ich immer mehr mit Unternehmern und Unternehmerinnen zu tun hatte, von denen ich lernen konnte. Und das kannst du heute auch in der Founder Mod WhatsApp. Community unter www. foundermode. show kannst du beitreten und dich mit anderen Foundern und Entrepreneurship-Interessierten umgeben. Und wer weiß, vielleicht lernst du den nächsten Marketing-Hack oder triffst eine Person, die du sonst nicht kennengelernt hättest und Wächst persönlich und mit deinem Business. www. foundem Mode. show slash WhatsApp für unsere Community Wenn ihr nochmal zum ersten Mal Fundraisen würdet, was würdet ihr anders machen oder was würdet ihr nicht tun?
40:21 Charlotte Küppers: Ähm, nee, ich meine das tatsächlich auf die First, äh, First Time Fauna-Frage, wenn man kein Netzwerk hat bezogen. Das heißt, wenn man kein Netzwerk hat und eben noch niemanden kennt, was ich nicht machen würde, ist Cold Outreach zu VCs oder Angels via LinkedIn. Am besten noch mit einer KI-generierten Mail. Das ist wirklich, also ich glaube, jeder Angel, der das wahrscheinlich oft bekommt, denkt sich so, ja Werde ich nicht investieren. Und ich glaube, halt auch bei VCs, unter 2% der Deals werden wahrscheinlich irgendwie so geclosed. Also das würde ich nicht machen, sondern wirklich vorsichtig, einfach authentisch und empathisch, auch mit ein bisschen Zeit und Geduld. sich ein Netzwerk aufbauen und dann kennst du halt einen Gründer oder einen Investor, erzählst vielleicht der ersten Person davon, die das cool findet und überzeugt ist und dann muss man das wirklich slowly aufbauen, aber dann nicht mit Hau ruck irgendwie 100 Cold E-Mails an Investoren und Gründer schicken mit dem Gedanken, ja okay, ich kriege jetzt hier ein Investment installieren.
41:16 Sherin Maruhn: Oder wenn man wirklich gar kein Netzwerk hat, dann kann man sich für gute Accelerator-Programme bewerben. Und wenn man irgendwie bei Entrepreneur First oder bei Antler oder wo auch immer reinkommt, dann Findet man da natürlich auch gute Kontakte. Und ehrlicherweise, wenn du was richtig Geiles aufbaust, dann wollen die Leute auch mit dabei sein. Das heißt, du musst extrem gut im Sales sein, weil Fundraising ist nichts anderes als Pitching als Sales. Das heißt, wenn du Leute mitreißen kannst, wenn du Visionen kommunizieren kannst und wenn du deine Magie rüberbringst, dann haben auch die Leute Lust und Vertrauen in dich. Weil dann kannst du auch gute Mitarbeiter anziehen, dann kannst du ein Team aufbauen, dann kannst du Partner finden, dann kannst du andere Sachen überzeugen, die fürs Business wichtig sind. Und ich glaube, die Eigenschaft sollte man sich stellen, wer im Fauna-Team das auch hat. Oder wenn man es nicht hat, dann sollte man sich tunlichst daran machen, dass man das dann auch irgendwie lernt. Weil sonst ist Kapitalaufnahme relativ schwierig. Gerade bei Frauen ist es oftmals so, dass Frauen Imposter-Syndrom haben. und sich vielleicht gar nicht so viel zutrauen oder auch sich runterbuttern lassen, wenn es um die Bewertung geht und Valuation-Thematiken, aber da was ich so gelernt habe, du musst extrem bold sein, du musst extrem hart sein, du musst zu deinen Themen stehen. Und ja, wir haben einfach gelernt auch teilweise, also ich habe immer, weil ich im Lied war, die ganzen Erstgespräche geführt und habe dann Lotte teilweise bei den Zweit- oder Drittgesprächen mit reingenommen und dann sind wir tatsächlich aufgetreten, wie gut Cop, Badcop, je nachdem, waren wir uns in dem Prozess. Genau, das heißt. In dem Sinne, dass einer von uns tatsächlich der bissige Hund war und extrem hart auf verschiedene Themen geantwortet hat, schon fast in so einem In so einem bisschen passiv-aggressiv.
42:53 Feliks Eyser: Habt ihr euch da so Rollen gebaut quasi?
42:55 Charlotte Küppers: Nee, manchmal ist natürlich passiert. Also man hat doch auch, also das kennt man ja auch, man hat ja manchmal eine Sympathie gegenüber Menschen und gegenüber anderen Menschen jetzt nicht so. Und ich glaube halt manchmal ergibt sich das dann halt auch so, dass man merkt, okay, ich muss jetzt hier mehr pushen. Das ist ja witzig mit der Jenny von Gitti gesprochen.
43:13 Feliks Eyser: Kennt ihr die? Die macht diesen Nagellack, Brandon. Geht im Fundraising, hat sie zum ersten Mal gemacht, die war da vor dem Corporate. Job und meinte, ja, ist ja irgendwie auch komisch, die ganzen Leute da mit Geld und wie soll ich mich da verhalten? Und da hat sie sich einen Zylinder aufgesetzt während den Fundraising-Calls und hat gesagt: Das ist jetzt die Zylinder, Jenny, und hat sich da quasi so ein Charakter ausgedacht. Für die Calls und das hat dir total geholfen. Das habe ich noch nie gehört.
43:35 Sherin Maruhn: Ja, ja.
43:35 Feliks Eyser: Aber geil.
43:36 Sherin Maruhn: Ja, also tatsächlich ist es so, du musst halt wirklich standhaft sein. Und äh Deine Vorstellungen und deine Themen so kommunizieren können und hart dranbleiben.
43:46 Feliks Eyser: Hattet ihr im Poster-Syndrom im Fundraising?
43:48 Sherin Maruhn: Nein. Nee, nee. Da tatsächlich hat mir wieder mein Leistungssport-Mindset extrem geholfen und Lotte ist auch tatsächlich jemand, der sehr gut verhandeln kann. Das heißt, wir haben da beide keine Schwäche.
43:59 Charlotte Küppers: Wir haben auch gerade am Anfang auch wirklich einiges, also das können wir natürlich nicht komplett offen kommunizieren, aber wir haben auch einiges abgelehnt, weil uns klar war, der Deal passt so überhaupt nicht für uns. Und ich glaube, gerade wenn man da nicht denkt, ah okay, es gibt noch was Besseres oder etwas, was besser zu uns passt, hätte man da definitiv zugeschlagen, wenn man zu sehr Zweifel gehabt hätte.
44:20 Feliks Eyser: Ja, und ich meine, das ist auch Fundraising Learning so, du musst halt Alternativen haben. Du bist am besten in der Verhandlung, wenn du die Option nicht annehmen musst, wenn du vom Tisch gehen kannst und wenn du 500 Leute im CRM hast, ist die Chance höher. Dass du vielleicht drei Angebote kriegst, als wenn du nur mit zehn Leuten gesprochen hast.
44:33 Sherin Maruhn: Klar, ich meine, da hatten wir einen totalen Unfair Advantage. Wir haben beide ein extrem gutes Netzwerk aufgebaut im VC, beziehungsweise auch mit Business Angels. Aber du hast ja gefragt, was ähm Was würden wir vielleicht dich mehr so machen? Und ich hatte schon ein Learning, weil wir sind ja zwei attraktive Frauen. Ich war leider nicht dabei bei dem Learning, ich bin gerne dabei gewesen. Und da wäre ich auch passiv aggressiv geworden. Ich habe tatsächlich so ein bisschen meine äußere Wahrnehmung bzw. Ausstrahlung auch mal unterschätzt. Das heißt, ich habe meinem nach der Bits and Pret Sales gab es noch verschiedene After-Events und Partys, so wie es nach der nach jeder Konferenz auch Partys und Afterpartys gibt. Ein bisschen zu lange mit einem Investor gesprochen und dachte, dass er sehr, sehr interessiert ist an meinem Werdegang bzw. an LOOSH und an unseren Themen. Und das stellte sich heraus, dass ich nach dreieinhalb Stunden investierter Zeit dachte, geil! Jetzt investiert er auch ein richtig cooles Investment-Vehikel, was sie da haben, was sehr gut gepasst hätte. Tja, und dann.
45:00 Der Investor wollte ein Date statt Anteile
45:37 Feliks Eyser: Der wollte eher in dich investieren.
45:39 Sherin Maruhn: Ja, sozusagen. Ich bin dann nach Hause gefahren und dann kam die Nachricht mit, ach schade, dass du nicht in mein Taxi eingestiegen bist. Ich hätte dich sehr, sehr gerne noch nach Hause gebleist.
45:51 Feliks Eyser: der männlichen Welt, also 90 Prozent der Leute, um denen ihr redet, sind wahrscheinlich Männer im Fundraising.
45:55 Charlotte Küppers: Also ich glaube, ich glaube, man muss es so ein bisschen abwägen. Wir haben auch eine Story, wir nennen keine Namen, aber einen unserer Angels kenne ich auch von Raya, weil wir einen Mensch hatten, das ist schon jahrelang her. Ja, dann wisst ihr es.
46:09 Sherin Maruhn: Wobei die Wiederconnection, muss man dazu auch sagen, die kam nicht darüber, sondern ich habe mit ihm einen Podcast auf Genommen und verschiedene Also hat auch positive Effekte.
46:24 Charlotte Küppers: Genau, also es kommt ein bisschen drauf an, wie man das dreht. Aber klar, es gibt dann auch manchmal unangenehme Situation.
46:32 Feliks Eyser: Wie seid ihr denn dummgegangen?
46:33 Sherin Maruhn: Boah, ehrlicherweise, es hat mich extrem wütend gemacht. Ich war extrem frustriert und Das Ding ist, wenn du eine hübsche Frau bist, aber kompetent, dann hast du halt immer diese Gefahr, dass du in den falschen Topf gesteckt wirst oder in die falsche Schublade. Und wenn du dir aber professionell wirklich Mühe gibst und Da einfach ganz sachlich und neutral dich mit jemandem unterhältst, dann ist es bei mir tatsächlich so, dass ich da leider noch ein bisschen zu naiv bin. bin und auch da in der ersten Fundraising-Erfahrung naiv war, weil ich dachte, das kann doch nicht sein, weil es ist ein absolut professioneller Kontext, auch wenn es eine Afterparty war. Und wir haben uns lediglich über berufliche Themen unterhalten. Und klar gibt es dann auch ein paar Themen mit, was hat dich geprägt und so weiter und so fort, weil das ist natürlich auch entscheidend für mich als Gründerin oder auch für uns als Gründungsteam. Aber die Sache ist halt so, dass Ja, dass es mich extrem frustriert hat. Ich überhaupt nicht wusste, wie ich damit umgehen soll. Und dann auch männliche Freunde und Unternehmer gefragt habe, die sehr, sehr eng an uns dran sind oder an mir dran sind wie ich damit umgehen soll, weil ich wirklich nicht wusste, okay, eigentlich passt das total gut vom Investmentfokus her. Wie drehe ich das jetzt wieder zurück in das Professionelle? Antworte ich gar nicht, ghost sich. Oder antworte ich oder sage ich aktiv, dass es mich stört. Also wirklich wie beim Dating. Es gibt ja tatsächlich auch diese Vergleiche. Dass Fundraising manchmal ist wie Dating. Und ich habe immer gesagt: Ach ja, klar, ist wie Dating, aber.
48:12 Feliks Eyser: Wie hast du es aufgelöst oder wie ging es zu Ende?
48:14 Sherin Maruhn: Ich hab es tatsächlich um angesprochen und also mit einem Text und einer freundlichen Nachricht und hab gesagt, dass ich mich sehr freuen würde, wenn wir uns wieder auf die professionelle Schiene begeben.
48:30 Feliks Eyser: So neutral, aber straight er ist.
48:32 Sherin Maruhn: Ja, wobei da tatsächlich ein Freund, der auch Gründer ist, mir dabei sehr geholfen hat.
48:39 Feliks Eyser: Was gebt ihr sonst? Spezielle Gründerinnen auf dem Weg, die zum ersten Mal Fundraisen?
48:44 Charlotte Küppers: Äh, da auf jeden Fall auch sehr, sehr bold sein. Ich glaube, das ist wirklich ein Mental-Game, also ganz, ganz viel.
48:50 Feliks Eyser: Ich meine, es gibt ja auch dieses Pay Gap, so dass Frauen tendenziell auch im Arbeitnehmerverhältnis weniger fordern als Typen, so und da. Da sich ein Stück oder unterm Wert verkaufen und habt ihr das Gefühl, dass für Gründerinnen ähnlich ist. Absolut.
49:01 Sherin Maruhn: Ja, also wenn du dir abgesehen von Business Angels anschaust, wie viel Kapital, Venture Capital, Kapital Gründerinnen bekommen, dann sind es ja immer noch ein 2 Prozent, ne? Also die Zahl ist erschrocken.
49:12 Feliks Eyser: Und die Quote von Gründerinnen, die es gibt, ist auch niedrig, aber es höher ist irgendwie 15, 20 Prozent, irgend sowas.
49:16 Sherin Maruhn: Genau. Und trotzdem, ne? Also du musst halt extrem bold sein, deinen Wert kennen, zu deinem Wert stehen und sehr professionell verhandeln. Du darfst dich nicht unter Butternossen, du musst selbstbewusst einsteigen, du musst Sales können und vielleicht sogar noch ein bisschen besser als deine männlichen Peers.
49:34 Charlotte Küppers: Ja, wollte ich gerade sagen. Ich glaube, das ist auch nochmal ein wichtiger Punkt, wirklich noch bolder da reingehen. Und sich halt auch vorher wirklich mal mit Benchmarks wirklich auseinandersetzen, also nicht den ersten Deal nehmen, weil man dann denkt, oh Gott, oh Gott, oh Gott, das ist jetzt vielleicht mein einziger. Sondern wirklich gucken, okay, wie sehen denn die Bewertungen vielleicht auch in anderen Ländern aus oder bei anderen ähnlichen Firmen der Industrie und wirklich da dranbleiben. Weil ich glaube, anders wird man sonst ganz, ganz, ganz schnell einfach runtergebuttert. In dem Prozess.
50:06 Feliks Eyser: Ja, man muss einfach noch besser sein. Das hat mein Mentor mir mal gesagt, ich habe zum ersten Mal Geld gerast, da war ich quasi frisch von der Uni, war 21, war Solofaunder. Also schlimmer geht es nicht quasi vom Profil. Also heute würde ich nicht in mich selber von damals investieren, wahrscheinlich. Und das Ding ist, ich konnte es aber nicht ändern. Also ich kann ja mein Alter nicht irgendwie anpassen und ich konnte es auch keinen zweiten Co-Founder aus Mut zaubern. Und mein Mentor Peter hat mir damals gesagt, ja gut, du musst halt einfach. noch besser sein als alle anderen, weil du wirst halt erstmal gediscountet, was irgendwie in dem Fall auch fair ist, weil irgendwie jung und unerfahren und so weiter. . Bei Frau ist sicherlich unfair, aber. . Ich glaube, das ist eine Realität, die ich hatte, und muss man sich noch mehr reinhängen. Also sei so gut, dass sie dich nicht ignorieren können, so dieses Zitat.
50:47 Sherin Maruhn: Voll, hat dir dein Mentor was gebracht?
50:49 Feliks Eyser: Der Mentor? Ja, ja, ja, total.
50:51 Sherin Maruhn: Hatte immer noch Kontakt?
50:52 Feliks Eyser: Ja. Also einer meiner engsten Freundin, der war damals zehn Jahre älter, als ich ist heute immer noch immer noch zehn Jahre älter. Und war quasi bei mir Founding Investor. Sie haben die Firma zusammen gegründet, er hatte was anderes gemacht, aber hatte quasi selber schon Fundraising durchlaufen für seine eigene Company, kam aus der Beratung, so war das strukturiert und ich habe extrem viel von dem lernen können, vor allem in der frühen Phase. Das hat mir sehr geholfen. Und das ist auch der Hack. Also ich meine, ihr habt vorhin gesagt, man kann ein Netzwerk mühsam aufbauen und das dauert einfach eine gewisse Zeit. Oder man kann sich eine Person suchen, die schon entweder Erfahrungen oder Kontakte oder beides mit bringt und ich glaube das ist einer der wenigen Shortcuts die man nehmen kann es gibt nicht viele Shortcuts im Leben oder in der Businesswelt aber das ist einer quasi sich eine Person in die eigene Mannschaft reinzuholen, die eben diesen Access schon hat oder gewisse Erfahrungen schon gemacht hat und quasi Türen öffnen kann
51:44 Charlotte Küppers: Ja, und das ist dann ja auch ganz oft eine Sache, die sehr auf Sympathie und auf einem Zwischenmenschlichen beruht. Also das kriegt man ja hin, wenn man jemanden findet, der vielleicht auch sich selbst in der jungen Rolle wieder sieht. Ich glaube, das ist auch immer ganz, ganz schön, wenn man eben Mentoren hat, wo man einfach so einen ganz klaren Connect hat und so eine persönliche Bindung.
52:02 Feliks Eyser: Wie viel habt ihr gerast?
52:04 Charlotte Küppers: Eine knappe halbe Million.
52:05 Feliks Eyser: Was habt ihr dafür abgegeben?
52:08 Charlotte Küppers: Ich weiß nicht, ob wir das sagen dürfen.
52:09 Sherin Maruhn: Das sagt Schrein. Nein, ausreichend. Genau, wir waren relativ unter der Benchmark. Das heißt unter 20 Prozent.
52:21 Feliks Eyser: Unter 20 Prozent? Irgendwas zwischen 10 und 20? Ja. Okay, okay. Das heißt, so eine Bewertung ist dann sowas, irgendwie 4, 5, 6, 7 Millionen, irgendwas in so einer Range.
52:30 Sherin Maruhn: Genau.
52:31 Feliks Eyser: Kongrats, gut gemacht.
52:33 Charlotte Küppers: Danke, vielen Dank.
52:34 Feliks Eyser: Was macht ihr jetzt mit dem Geld? Wie geht es aus?
52:36 Charlotte Küppers: Oh, Product ist ja immer ein Teil natürlich, aber gerade die erste Batch funktioniert dann noch ganz gut. Ich finde auch immer schwierig, zu viel Kapital eben, was man von Investoren bekommt, da irgendwie in Product und Working Capital zu stecken, sondern eher natürlich Marketing, Brand, ganz, ganz, ganz groß bei uns. Also wirklich erstmal alles auch jetzt auszutesten. Ich glaube, gerade jetzt in den nächsten Monaten ist es für uns ganz wichtig, ein Product Channel zu finden. Das heißt wirklich den Kanal, der unser Unfair Advantage ist.
53:05 Welche Marketingkanäle wirklich funktionieren
53:05 Feliks Eyser: Okay, okay, lass mal ein Spiel spielen. Ich würde gerne ein Spiel mit euch spielen zu Product Channel Fit. Guck mal, ich habe hier die Rating-Skala dabei. Also von AAA, richtig geiler Channel. Das D, totaler Schwachsinn. Okay. Und wir ordnen jetzt ein. Das sind die Channels, die es gibt. Wir ordnen jetzt mal ein, was ihr gut findet und was ihr hinten anstellen würdet. Sehr gut. Für eure Company. Wir können ein bisschen Platz machen, können ein bisschen umbauen. Also ich habe hier ganz viele Channels dabei von SEO über YouTube Ads, über PR und wir ordnen die jetzt mal ein und ihr sagt, warum ihr das so einordnen würdet.
53:45 Charlotte Küppers: Okay, ja, okay.
53:46 Feliks Eyser: Damit fangen wir an. Ich pick mal random Sachen raus. LinkedIn Personal Branding.
53:52 Sherin Maruhn: Äh, das würde ich eher bei C C.
53:55 Feliks Eyser: Linke OK C nicht so wichtig.
53:57 Charlotte Küppers: Wir sind gern auf LinkedIn aktiv, aber das muss also ich glaube nicht, dass LinkedIn ein Conversion Dreiber wird für halt Sales. Also ich glaube, LinkedIn Personal Brand wird nicht gleich Umsatz sein.
54:08 Feliks Eyser: Okay, ist vielleicht gut für Recouping oder sowas oder für vielleicht Partnerschaften oder für Fundraising.
54:12 Sherin Maruhn: Genau. Genau. Aber nicht für Conversion von Consumern.
54:16 Feliks Eyser: Okay. Ähm. Paid Influencer. Viele Lifestyle-Brands, Fashion Brands zeigt, Consumer Companies bezahlen Influencer dafür, dass sie ein Produkt in die Kamera halten, mehr oder weniger.
54:27 Sherin Maruhn: A. Der Grund dafür ist, es ist natürlich auch ein Fokus. Das heißt, wir geben auch Geld aus für Paid Influencer. Paid Influencer funktioniert aber nicht mehr so gut, wie es mal funktioniert hat, also Paid Social. Deswegen würden wir nicht sagen, dass das AAA ist.
54:41 Feliks Eyser: Funktioniert es nicht so gut, weil die Preise so hoch sind oder weil es nicht so viele Conversions bringen?
54:46 Charlotte Küppers: Ich glaube, weil sich viele Brands daran leider kaputt gemacht haben. Ich glaube, wir kennen alle so ein paar typische Instagram-Influencer-Brands aus den letzten Jahren, die daran einfach verbrannt sind, weil sie einfach mit allen für Geld zusammengearbeitet haben. Das heißt, ich glaube eher, dass es ein Trust-Problem ist auf Seiten des Kunden und du baust wahrscheinlich nicht so eine hohe Brand Equity auf, die auf Vertrauen basiert, wenn du mit allen großen Influencer-Profilen zusammenarbeitest, ohne das targetiert zu machen und eben auch ohne eine langfristige Zusammenarbeit kriegst.
55:16 Feliks Eyser: Wir haben ja gerade recorded mit der Jeannette Pavelczyk, die Moongency macht, Influencer Management und Agentur und die meinte interessanterweise Die guten Influencer können sich vor Anfragen nicht retten. Also alle Brands wollen da rein, da gibt es überhaupt kein Nachfrageproblem. Das führt aber dazu, dass die Preise auch extrem hoch sind. Und Deutschland, wusste ich nicht, interessanterweise, eins der teuersten Länder weltweit ist für Influencer-Marketing. Also die deutschen Influencer sind irgendwie Noch teurer als die anderen.
55:40 Sherin Maruhn: Genau, wir schauen da tatsächlich eher auf kleine Influencer. Die haben auch teilweise eine stärkere Community und eine aktivere Community und eine höhere Conversion Rate für uns.
55:48 Feliks Eyser: Okay, dann sagen wir Paid Meta-Ads, also Instagram, Facebook, man kann Ads schalten.
55:54 Charlotte Küppers: Trotzdem A, ja. Ist halt ein Basic. Also auch da, je häufiger du eine Ad siehst.
56:01 Sherin Maruhn: Auch von LOOSH, desto mehr Kontaktpunkte hast du Meta ist eine Baseline müssen wir machen. Ist eine Steuer, die man zahlt, aber in den letzten Jahren, dadurch, dass es auch ein Andromeda-Update bei Meta gab, hat sich schon gezeigt, dass Paid Meta nicht mehr so gut funktioniert.
56:18 Feliks Eyser: Was war da ein Andromeda-Update?
56:20 Sherin Maruhn: Das ist das neue Update, wie der Algorithmus funktioniert bei Meta. Und seitdem funktionieren Meta Ads gerade für junge Brands nicht mehr ganz so gut. Du musst es machen, du kannst aber als junge Brand nicht darauf wachsen.
56:35 Feliks Eyser: Okay. User-generated Content. Jetzt können eure Nutzerinnen und eure Nutzer sagen: hey, ich finde das cool.
56:42 Charlotte Küppers: UDC ist tatsächlich AAA.
56:44 Feliks Eyser: AAA. Okay, wir sind zum ersten Mal in der AAA-Kategorie.
56:48 Charlotte Küppers: Ich hab da so ein paar Case-Studies. Da bin ich ja immer ganz aufgeregt, weil ich habe so ein paar Case-Sudies gerade.
56:54 Feliks Eyser: Lotte, erklär mir, was deine YouTube-Strategie ist.
56:57 Charlotte Küppers: Ja, so was ich sehr, sehr cool finde, wir Sie sind gerade dran, das langsam auch aufzusetzen. Natürlich sowohl auf Instagram, aber auch auf TikTok gibt es Brands, die das nicht in Deutschland bisher, aber in anderen Ländern richtig krass gemacht haben. Ich weiß nicht, ob du Goli Nutrition kennst. Die sind mit TikTok Shop und dem Tool Reacher, wo die dann halt ein Affiliate-Programm aufgebaut haben, eben mit User-Generated Content, was eben zum Beispiel sagt, hey, wenn du 100. 000 Views kriegst, kriegst du noch ein Huni mehr. Das ist halt super spannend für die Creator auch. Die sind innerhalb von 30 Tagen von 0 auf 4,1 Millionen in Revenue gegangen. Also, das ist natürlich. Insane. Anderer Markt, US, muss man dazu sagen, ganz andere Konsumbereitschaft, anderes Produkt. Die haben so Gummies, ganz, ganz viel gemacht. Aber ist natürlich eine ganz tolle Benchmark, oder nicht Benchmark, aber zumindest eine North Star, wo man sagt, okay. Es wäre schon krass, wenn man das hinkriegt, gerade als erste deutsche Brand, diesen Kanal richtig richtig hast.
57:50 Feliks Eyser: Und die Mechanik ist, die machen, Leute machen Content selber, aber ihr. bezahlt die, wenn sie gewisse Ziele erreichen?
57:55 Charlotte Küppers: Wenn so ein Video 100.
57:56 Feliks Eyser: 000 Views hat und ihr drin vorkommt, das ist wie so eine Competition.
57:59 Charlotte Küppers: Ja, und natürlich dann auch mit einem Affiliate-Anteil meistens. Also wenn die wirklich direkt Sales generieren, weil du kannst ja im TikTok-Shop dann direkt kaufen. Den setzen wir gerade langsam auf. Dann kannst du halt dadurch auch noch verdienen.
58:11 Feliks Eyser: Ich habe eine witzige Firma in den USA gesehen, die heißt Street Talk, glaube ich, ist eine Agentur. Und die haben Leute, die labern auf der Straße so random People an und erklären denen dann irgendwas zu Produkten. Und filmen das. Und geben das den Brands als Content, was die dann wieder zur Werbung machen. Also ein spezielles Content-Format im Grunde. Und das Spannende ist, diese Company, diese Agency macht irgendwie vier Millionen Umsatz im Jahr, nur damit Leute auf der Straße anzulabern und quasi User-Generated Content professionell zu produzieren und es sieht natürlich super authentisch aus. Jemand, der im Park halt irgendjemand anlahert, also es wirkt erstmal nicht wie Werbung und gleichzeitig ist es aber natürlich Werbung und funktioniert für diese Brands extrem gut.
58:47 Charlotte Küppers: Ja, vielleicht müssen wir uns das auch nochmal anschauen. DGC halt in jeder Art und Weise, weil wir, wir sind ja auch eine, kommen wir ja gleich auch nochmal zu, eine Community-First-Brand. Und ich glaube halt daran, dass gerade Menschen, die wirklich Erfahrung mit einem Produkt gemacht haben, am besten davon berichten können.
59:01 Feliks Eyser: Mhm.
59:01 Charlotte Küppers: Und auch am authentischsten.
59:03 Feliks Eyser: Okay, dann lass uns mal direkt hier Offline-Events, wenn ihr über Community redet.
59:07 Sauna-Raves als AAA Growth-Hack
59:07 Sherin Maruhn: In real life ist auch AAA Weil aktuell auch die Statistiken und Daten zeigen, der Trend geht von einem sehr, sehr stark digital orientierten Konsumentenverhalten. was die Brand Awareness und Brand Attachment angeht, zurück ins In Real Life. Leute wollen Sachen zusammen zelebrieren, zusammen einnehmen, sich treffen. Es gibt immer mehr Events. Das heißt, wir legen einen sehr großen Fokus auch auf Community und in real life events und machen das mit unserer Community angefangen bei verschiedenen Formaten wie Recovery Walks, mittlerweile Sauna Raves oder auch ein Ride and Recover. und fokussieren uns da auch sehr drauf.
59:43 Feliks Eyser: Okay, da müssen wir mal kurz reinzoomen. Das interessiert mich brennend. Also erstens, alle sagen ja Community, ich verstehe oft nicht, was es heißt. Was bedeutet das genau für euch?
59:54 Charlotte Küppers: Community bedeutet für uns zum einen nicht nur Kunden, weil wir trennen auch ganz oft unsere Activations und Events tatsächlich von jetzt einem reinen Produkt abverkaufen. Eine Activation ist zum Beispiel ja einfach ein Event, was LOOSH gebrandet ist. Also nicht wir sind immer dabei, weil wir haben ja auch Ambassadoren in anderen oder Ambassadors. in anderen Städten. Das heißt, die machen auch wöchentlich Walks oder im nächsten Monat machen wir auch einen Sonner Wave endlich in München. Das heißt, wir sind halt nicht immer dabei, aber das sind halt immer Aktivierungen eigentlich dieser Community. Das heißt, da, wo die Leute zusammenkommen können.
1:00:31 Feliks Eyser: Okay, und was ist das, was nicht eine Aktivierung ist?
1:00:35 Charlotte Küppers: Ne, eigentlich sind es ja alles Aktivierungen, nur die Aktivation.
1:00:37 Feliks Eyser: Okay, die Events, die dienen dazu, immer quasi die Marke zu platzieren.
1:00:40 Sherin Maruhn: Das heißt, wir haben mit jedem Event, was wir machen. In der Regel außer bei den Recovery Box auch eine Produkt Experience mit dabei. Das heißt, wir finden Formate, die sowohl unseren Ansatz von Recovery und Spaß, das Gesundheit sollst du ja auch mit Spaß erleben. Als auch mit unseren Produkten zusammen zusammengebracht werden können.
1:00:59 Feliks Eyser: Okay, Recovery Walks.
1:01:01 Sherin Maruhn: Recovery Walks. Das war ein super einfaches Format. Ja, tatsächlich haben wir angefangen mit Walks, weil Wenn du morgens aus der Haustür gehst, nachdem du aufgestanden bist so in den ersten 30 Minuten und dich bewegst und UV-Lichtexposure hast, dann ist es statistisch bewiesen, dass sich das positiv auf deine Erholung Auswirkt und zwar durch einen besseren Recovery-Score und einen tieferen Schlaf. Das heißt, du beeinflusst dadurch positiv deinen Tiefschlaf. Und so haben wir angefangen, dass wir, bevor wir Produkte haben, eine Produktentwicklung bei uns dauert ungefähr drei Monate. Und bis wir dann das. . Das erste Produkt formuliert hatten und mit den Wissenschaftlern und alles abgeprüft haben, hat das halt einfach noch mal ein bisschen länger gedauert. Das heißt, wir haben eine Community aufgebaut und aktiviert und haben uns wöchentlich jeden Mittwochmorgen um 8 Uhr getroffen zu einem Recovery Walk und haben plötzlich so viel zu Spruch bekommen und Andrang von verschiedenen Städten. Hey, super cool, dass ihr das macht. Vor allen Dingen auch mit dem Mindset dahinter, dass es eben nicht nur immer um Performance gehen muss, sondern dass es auch mal um Recovery gehen kann und dass man auch mal sich daran erinnert, eine Pause zu nehmen, mal zurückzugehen, um dann besser zu performen.
1:02:12 Charlotte Küppers: Das ist eigentlich das bessere Datingformat als ein Run Club, wenn man es noch runterbricht. Das stimmt.
1:02:16 Feliks Eyser: Okay, Clayby, die Recovery
1:02:19 Charlotte Küppers: Ich weiß auch nicht, wir haben noch keine schönere Format, weil man viel mehr miteinander reden kann. Wir haben so ein bisschen darüber nachgedacht oder ich, ich habe so ein bisschen meine Erfahrung auch mit Schirin geteilt. Dass ich das so schön finde, dass zum Beispiel in Kapstadt, wenn man da Überwinter, ganz oft vor der Arbeit irgendwie alle nochmal zum Sport gehen, aber dann halt auch nochmal kurz am Beach entlangspazieren oder irgendwie an der Promenade sich einen Kaffee holen. zusammen und auch nochmal sprechen und sozial sind, bevor eben dieser Arbeitsalltag startet. Und ich habe das in Berlin halt nicht, und das ist aber so ein Teil der tatsächlich dann auch irgendwie aus einem Eigeninteresse mir ultra gefehlt hat, weil ich dachte nur, es kann doch nicht sein, dass wir hier auch im Sommer mega schönes Wetter haben, aber wir irgendwie nur durch unseren Alterskätzen irgendwie aus dem Bett fallen, direkt ins Office gehen oder direkt an den Laptop und gar nicht diese Interaktion zusammen haben. Und deshalb haben wir gesagt, das ist ein super passendes Format.
1:03:10 Feliks Eyser: Das ist quasi ein kollektiver Spaziergang, oder? Wie läuft das ab?
1:03:14 Sherin Maruhn: Ja, wir haben es ein bisschen umgeändert. Und zwar haben wir dann gesagt, wir wollen ja auch den Fokus auf Mindfulness und wirklich Erholung setzen. Das heißt, wir haben Immer bei jedem Walk eine Frage, die wir stellen. Es geht meistens um Selbstreflexion oder um irgendwie Personal Growth und so weiter und so fort. Und starten dann damit, dass wir die Frage stellen und man fünf Minuten zusammen in Silence losläuft. Das heißt, alle sind still. Ein Schweigespazierer. Nur für fünf Minuten. Und dann nach den fünf Minuten hat man meistens die Frage, das fühlt sich am Anfang echt komisch an, wenn du so mit 30 Leuten zusammen losspazierst und keiner darf sprechen. Bisschen wie eine Beerdigung Aber ehrlicherweise ist es total schön, weil nachdem du dich irgendwie eine Minute komisch fühlst beschäftigst du dich dann die nächsten vier Minuten damit, was war eigentlich die Frage und was ist die Antwort darauf? Und wann nimmst du dir mal im Alltag Zeit dafür, um Fragen zu beantworten wie, hey, ähm. Wann hast du dir selber mal was Gutes getan und was tut dir eigentlich gut? Was gibt dir Energie? Welche Menschen geben dir Energie? Welche rauben dir Energie? Dass du dir so gewisse Sachen Und Learning, so wie du gesagt hast, Freitagmorgens hast du dich irgendwie hingesetzt und dir die Zeit genommen, um zu journalen. War das für uns etwas, wo wir uns jeden Mittwochmorgen mit unserer Community getroffen haben? Und dann Nach den fünf Minuten die Leute nicht darüber connected haben, wer du bist, was du machst, wo dein nächstes berufliches Ziel ist und es wieder um Performance geht, sondern Was ist eigentlich deine Frage auf diese Antwort? Und wenn du dann jemandem komplett fremden sagen musst, hey, keine Ahnung, mein Ziel für 2026 Anfang des Jahres Ist, ich möchte mich mehr auf das und das und das fokussieren, dann ist das etwas, was du eigentlich sonst nicht fremden Menschen sagst.
1:04:51 Feliks Eyser: Wahnsinn. Und dann kommt direkt ein Date raus. Ja, schau mal.
1:04:54 Sherin Maruhn: Dann müssen wir eigentlich mal eine Umfrage machen. Auf jeden Fall haben wir schon viele Freundschaften gegründet durch die Recovery Community. Boah zu Hochzeiten bis zu 80 und wir sind jetzt in die Winterpause gegangen, aber werden mit den Recovery Walks im März wieder starten. Und in dem Winter haben wir jetzt regelmäßig Sauna Raves gemacht. Das heißt, die Sauna Raves sind ein Format, was wir auch immer mehr ausbauen wollen, weil der Trend dahin geht, dass die Leute sehr, sehr gerne saunieren.
1:05:24 Feliks Eyser: Was im Himmelswillen ist ein Sauna-Rave.
1:05:26 Charlotte Küppers: Das ist sehr eigentlich, dass das in meinen Augen gerade gehypteste Konsentation ist.
1:05:32 Feliks Eyser: Ich kenne Rafe.
1:05:33 Charlotte Küppers: Diese Kombination. Also, man muss davor mal ganz kurz einen Short Disclaimer: Sauna und Rafe wird nicht mit der deutschen Saunakultur kombiniert. Wir sind nicht alle nackt. Gott sei Dank.
1:05:43 Feliks Eyser: Gott sei Dank. Ich finde Sauna auch super, außer dass sie da immer nackt sind. Geht überhaupt nicht mehr im Kopf rein, warum das so sein muss.
1:05:52 Charlotte Küppers: Es kommt ja auch immer ganz drauf an, welche Sachen es geht, ob man das alles sehen will. Aber genau, die Leute sind anges Manchmal, das fand ich total schön, manche ziehen sich ja doch wirklich so cute wie so Beach Outfits an, halt auch für danach Genau, man ist angezogen, man macht einen Sauna-Flow zusammen und heizt eigentlich in der Sauna schon so die Stimmung auf. Man hat meist verschiedene Gruppen. Da läuft Musik, da haben wir am DJ. Du setzt dich nicht einfach in die Sauna und Bis ruhig, wie du das wahrscheinlich aus seinem normalen Sauna kennst, sondern du hast meist einen Saunameister oder eine Saunameisterin und die heizt die Crowd eben mit an. Das heißt, die haben so Fächer und tanzen schon und alle kommen halt schon mal so ein bisschen in gute Laune. Und wenn man das schafft. kann man auch mittanzen, aber sonst auch einfach ein bisschen die Musik genießen. Und man ist ja auch trotzdem nur 10 bis 15 Minuten in der Sauna. Und dann geht man eben in ein Eisbad. Was eben auch nochmal wie so ein natürliches High ist. Also du schüttest extrem viel Glückshormone aus, wenn du eben in kaltes Wasser gehst. direkt nach der Sauna und danach startet dann sozusagen der Tanzpart und dann kann man sich eben nochmal entscheiden, nochmal in die Sauna zu gehen, nochmal in ein Eisbad. Und dann tanzen eigentlich alle. Es gibt meistens eben Drinks, Electrolytes, irgendwie noch ein paar Snacks und richtig gute Musik, also wirklich eine proper Party.
1:07:08 Feliks Eyser: Oh mein Gott, Berghein oder das war Bali kriegen ein Kind.
1:07:11 Sherin Maruhn: Aber ich muss sagen, es ist wirklich. wirklich cool, weil es gibt dann immer so einen natürlichen Flow. Ein paar Leute gehen mehr ins Eisbad, ein paar Leute gehen in die Sauna. Du kannst in der Sauna dich mit anderen Leuten unterhalten. Warum muss man eigentlich immer in der Sauna still sein? Ich meine, klar, die einen wollen vielleicht abschalten und komplett ruhig sein, die anderen wollen aber auch erst recht irgendwie sich mit seinen, mit ihren Freunden unterhalten, weil du triffst dich ja oftmals auch mit deinen Freunden und gehst in die Sauna und bist dann gezungen. Zu schweigen.
1:07:39 Charlotte Küppers: Ja. Und so ein bisschen wie im Kino, so ein bisschen komisch, dass man so sich dazu trifft.
1:07:44 Feliks Eyser: Und jetzt nochmal zurück zu den Marketing-Channels. So Recovery Walks, Sauna Raves, wieso ist es AAA? wie führt das jetzt wirklich zu Umsatz? Ihr habt Investoren drin, ihr seid ein For-Profit-Unternehmen, irgendwann fragt jemand, was bringt es denn eigentlich und was ist eure Antwort, wie das zu wie Sorna zu Euro wird.
1:08:01 Sherin Maruhn: Wir haben einen sehr breiten Pool zu größeren Consumer-Brands, die schon erfolgreich sind, die sagen, sie wachsen einfach nicht mehr so sehr auf verschiedenen anderen Channels, wie zum Beispiel Meta, gerade als erste, äh Das ist so der eine Dateninput, den we become and den we sehen. And the other is, we have uns angeguckt, wie machen es andere Brands, die sehr, sehr erfolgreich sind, dass sie eine Brand Stickiness haben und Leute wirklich religiös von dieser Brand kauften, weil warum solltest du von LOOSH kaufen und nicht von irgendeiner anderen Elektrolyte Brand? Abgesehen von der Produktformulierung, die natürlich sehr gut ist und nimmt Geschmack.
1:08:36 Feliks Eyser: Und die Antwort ist, sie fahren emotionale Beziehung.
1:08:39 Charlotte Küppers: Ja Wir kreieren halt Momente. Also ich glaube, das ist ganz wichtig. Du sollst mit der Brand immer einen Moment in Verbindung bringen. Das heißt, vielleicht hast du dann Das erste Mal das Produkt probiert, als du bei dem Sonna Rave warst und da hast du dann die Liebe deines Lebens kennengelernt. Das wäre natürlich zehn von zehn. Aber who knows? Aber halt gut. Alles ist dating im Leben. Co-Founder Dating überkommen. Genau, ich glaube tatsächlich, dass sobald du halt einen richtigen Moment in dem Kopf eines Konsumenten kreiert hast mit der Brand, dann bist du halt wirklich. Und dann hast du Bock, da zu kaufen. Du musst irgendwie was schaffen, was wirklich anders ist und was emotional ist und einen emotionalen Trigger hat. Genau.
1:09:22 Sherin Maruhn: Und du schaffst dadurch einen Kult am Ende, im besten Falle.
1:09:25 Feliks Eyser: Kult. Love it. Ja. Ist es skalierbar? Wenn ich bei Meta 1000 Euro im Monat ausgebe, kann ich wahrscheinlich auf 10. 000 ausgeben, vielleicht 100. 000 ausgeben, ist eine Sache von ein paar Klicks. Sonaraves zu skalieren oder so.
1:09:39 Charlotte Küppers: Man könnte schon überlegen, also wir kriegen das jetzt gerade sehr, sehr gut Low-Cost hin, das zum Beispiel auch in anderen Städten zu machen. Man kann aber natürlich wie auch bei einem UTC Creator oder bei einem Influencer sagen, hey Wir machen irgendwann einen Paid Ambassador-Programm. Das heißt, du kriegst wirklich, du hast halt eine Plattform oder so, wo du halt LOOSH Ambassador oder so werden kannst für deine Stadt. Natürlich dann geknüpft an Ziel, das muss schon alles irgendwie dann ein bisschen performance-orientierter sein. Aber dadurch ist es schon skalierbar, wenn man sagt, man nimmt da eben auch Kapital für in die Hand.
1:10:09 Feliks Eyser: Ja, ich glaube, es ist super skalierbar und ich glaube, viele scheuen sich davor, weil es operations heavy ist. So muss Leute in den Städten irgendwo hinbringen und so weiter. Also musst du ein bisschen was dafür machen. Auf der anderen Seite, wenn du das Playbook verstanden hast, das abzuspulen über alle Städte und vielleicht Ads zu schalten, nicht damit die Leute das Produkt kaufen, sondern damit sie beim Walk teilnehmen, sodass ja alles Playbooks. die funktionieren.
1:10:29 Sherin Maruhn: Es ist halt etwas, was uns extrem früh extrem viel aufmerksam gebracht hat. Also dass wir mit unseren verschiedenen Formaten von großen Brands wie Lululemon, wie andere verschiedene große Companies integriert wurden, auch teilweise auf Konferenzen als Pre-Recovery Walk, vor der Konferenz oder bei verschiedenen anderen coolen Events.
1:10:51 Feliks Eyser: Ihr könnt damit auch andere Events hijacken und sagen, jetzt ist die OMR wieder und wir machen das alle mal.
1:10:59 Sherin Maruhn: Genau, und das Ambassador-Programm, das haben wir aufgesetzt, weil wir auch einen natürlichen Pull von Leuten haben, die das so geil fanden, aber wir uns natürlich nicht fünfteilen können und in Düsseldorf und Hamburg und Berlin und allen anderen großen Städten Deutschland gleichzeitig sein können. Und deswegen haben wir dann entsprechend auch dieses Ambassador-Programm so aufgesetzt, dass es skalierbar ist. Und Berlin ist immer unser Testing-Hub Das heißt, alles, was in Berlin funktioniert, muss auch in den anderen Städten funktionieren, wenn es Infrastruktur dafür gibt. Und die Ambassador sind dafür da, dass sie die Programme und Formate skalierfähig machen.
1:11:32 Feliks Eyser: Eine meiner Lieblingsfirmen oder faszinierendsten Cases in letzter Zeit, die ich gesehen habe, ist Timeleft. Kennt ihr diese Firma?
1:11:38 Charlotte Küppers: Die, wo sich so Leute an Tisch setzen, oder?
1:11:40 Feliks Eyser: Genau, die Dinner-Events organisieren für Leute. Also der Claim ist so, wir bekämpfen die Einsamkeitsepidemie und wenn du Leute kennenlernen willst, gar nicht so. so einfach, so wenn du jetzt nicht im Dating-Kontext sein willst. Und die sagen einfach, sechs Fremde treffen sich und quasi die Firma organisiert dieses Dinner, Leute zahlen dann selber im Restaurant und die haben das halt so krass skaliert, dass die Ich kenne die Zahl ist nicht auswendig, aber sagen wir, 2000 Dinner pro Woche zu organisieren, weltweit. Wo du denkst, wie ist das denn möglich? Aber ich meine, gerade in Zeiten von AI, eine Dinnerreservierung zu machen. Ist möglich, ein bisschen aufwendig, aber kriegst du hin. Und die haben eine Firma gebaut, wo die Leute Membership dafür bezahlen, bei diesen Dinner-Events mitzumachen und die machen irgendwie 15, 20 Mio Jahresumsatz. Krass. Mit äh. Mit Offline-Events. Das ist ein relevanter Channel.
1:12:23 Charlotte Küppers: Ich finde, das geht auch Hand in Hand mit dem Absterben, gerade was man sieht bei Dating-Apps. Also gerade die Akte Aktienwerte von Hinge und Co. gehen ja total oder bammel.
1:12:33 Feliks Eyser: Ist das so?
1:12:34 Charlotte Küppers: Sind die Dating-Apps im richtig im Sinkflug und ich glaube halt, dass es alles immer mehr in Richtung In Real Life geht. Deshalb funktionieren halt auch ganz viele Das hat man, finde ich, in den letzten Jahren auch total gesehen. Also wie oft, auch als ich noch am VC war, habe ich irgendwie Decks gesehen mit Wir bauen das neue Tinder oder was auch immer, so irgendwie ein neues Dating-Format. Aber ganz oft funktioniert das halt nicht, weil sich die meisten Menschen nicht auf einer Dating-App kennenlernen, sondern die fehlen Wahrscheinlich zwei ganz wichtige Dinge. Social Proof. Also ich glaube halt die meisten mit guten Beziehungen, Langbeziehungen entstehen auch durch den Freundeskreis. Und halt in real life Experiences. Wir sind wieder beim Dating.
1:13:08 Feliks Eyser: Ja, wir sind wieder beim Dating. Und das ist ja gute Due Diligence, wenn du dich im Run Club kennenlernst, da weißt du ja auch, wie fit die andere Person ist, so wie bei euch beim Hyrox. Ist ja auch gut, das ein bisschen einschätzen zu können.
1:13:17 Sherin Maruhn: Genau, und abgesehen davon, ich war damals Pace-Firde. beim Nike Run Club 2015, das war der erste Run Club weltweit. Und Nike Run Club hat global ein Ambassador-Programm aufgesetzt mit verschiedenen Pacern und Coaches. Und du kannst dir nicht vorstellen, wie das gewachsen ist und wie die Religiosität zu der Brand war, weil du kriegst immer wieder Produkte und jetzt haben wir ja bald Produkte. Das heißt. dann werden auch bei unseren Walks und Formaten dementsprechend unsere Produkte immer auch vorhanden sein. Und wenn du da das Produkt kennenlernst, schaffst du eine gewisse Brand-Awareness. Und genau dieses Konzept haben wir dann entsprechend auch bei LOOSH integriert.
1:13:54 Feliks Eyser: Okay, cool. Ist eine Dating Company, die nebenher noch Recovery-Produkte verkauft. Okay, lass mal weitermachen mit den Channels. Wir haben noch ein paar drauf. SEO Suchmaschinenoptimierung. Ich gebe bei Google was ein. Elektrolyte, Recovery, findet euch relevant, nicht relevant?
1:14:10 Charlotte Küppers: E? Ja.
1:14:11 Feliks Eyser: B.
1:14:12 Charlotte Küppers: Also B, B. Also ist schon wichtig, weil tatsächlich auch gerade die Searches dazu extrem steigen auf verschiedenen Kanälen. Das heißt, Leute auch gerade in Deutschland und hier in umliegenden Ländern werden halt mehr aware. Weil in den USA ist es so ein Commodity-Produkt, ne? Also da trinkt die Mom aus Texas jeden Tag Elektrolyte, weil das einfach schon mehr educated ist. Das heißt, hier kommt es eben auch immer mehr.
1:14:37 Feliks Eyser: Okay. Dann packen wir Geo noch dazu.
1:14:41 Sherin Maruhn: Gleiche Regel. Genau.
1:14:46 Feliks Eyser: Gleiche Kategorie.
1:14:46 Sherin Maruhn: Auch gleiche Kategorie.
1:14:47 Feliks Eyser: Auch B so in der Mitte vom Feld.
1:14:50 Sherin Maruhn: Ich glaube so Du hast ja immer bei allem Marketing-Channel-Mix, ne? Und SEO als auch Geo ist nichts, wo wir Prio drauf setzen. Aber wir müssen natürlich gefunden werden. Und das ist auch etwas, wo wir irgendwann dann entsprechend mehr Fokus draufsetzen müssen, aber Budgetmäßig weniger rauflegen.
1:15:07 Feliks Eyser: Okay, okay. Klassische PR. Wie komme ich in die Vogue oder in die, weiß ich nicht, wo müssen wir rein?
1:15:15 Charlotte Küppers: Auch B
1:15:16 Feliks Eyser: Auch B.
1:15:17 Charlotte Küppers: Das ist auch so ein Basic. Also es ist schon gut, auch eben in genau solchen Medien zu passieren.
1:15:26 Feliks Eyser: Aber ihr überlegt euch mehr, wie kann ich mit Lululemon was gemeinsam machen, als wie komme ich in so eine Zeitschrift rein?
1:15:31 Sherin Maruhn: Das Gute ist, wir haben in unserem Gesellschafterkreis da auch jemanden dabei, der sehr, sehr gute Medienkontakte hat.
1:15:37 Feliks Eyser: Ist das Elfenreihe?
1:15:41 Sherin Maruhn: Nein, wir haben ja verschiedene Funktionen in unseren Catable geholt und uns bei jedem Investor was gedacht. Nein. Und nee, tatsächlich haben wir da Zugang zu sehr, sehr guten Magazinen als auch Zeitungen.
1:15:56 Feliks Eyser: Okay.
1:15:56 Sherin Maruhn: Und dann haben sie es gebracht?
1:15:57 Feliks Eyser: Also wurde ihr da genannt und habt ihr gemerkt, da kommen Sign-ups, da kommen Leute zu Recovery Walks oder.
1:16:01 Sherin Maruhn: Wir fangen ja gerade erst an, weil wir jetzt, es macht keinen Sinn, Schon einen riesengroßen Artikel in einer Zeitung zu haben, wenn du das Produkt erst im Pre-Sale verkaufst, weil Konsumerverhalten ist schnelllebig. Das heißt, wenn du dann siehst, okay, in 14 Tagen kommt mein Produkt aus, dann kaufe ich es. Genau. Das heißt, ja, wir haben verschiedene Sachen in der Pipeline, wo wir dann in den nächsten Wochen erwähnt werden und uns sehr, sehr gute Sachen daraus erhoffen.
1:16:26 Feliks Eyser: Okay. TikTok Shop
01:16:30 Warum TikTok Shop in Deutschland ignoriert wird
1:16:30 Charlotte Küppers: Äh, auch AAA.
1:16:32 Feliks Eyser: Triple A, okay, wir haben den dritten AAA-Kandidaten. Ich fühle mich über so eine Game-Show hier. TikTok-Shop auf die Eins, okay, was
1:16:41 Charlotte Küppers: Ich glaube, dass das noch ein Kanal ist, der tatsächlich einfach in Deutschland gerade noch nicht so richtig gecrackt wurde, was aber auch eine tolle Challenge ist, zu sagen, okay, wie kriegen wir das hin? Also es geht ja auch Hand in Hand mit dem UGC-Thema. Und auch mit einem gewissen Trust. Dementsprechend ein super spannender Kanal, weil es eben in anderen Ländern schon gut funktioniert.
1:17:00 Feliks Eyser: Und der vielleicht noch nicht so saturiert ist, es noch nicht viele Brands gibt, die verstanden haben, wie die Mechanik funktioniert.
1:17:05 Sherin Maruhn: Genau, ich würde da bei TikTok Shop tatsächlich unterscheiden in TikTok und TikTok Shop. Ähm, TikTok ist auf jeden Fall extrem wichtig für uns. Es ist ein Channel, den wir auf jeden Fall bespielen. Und TikTok Shop ist etwas, was in dem letzten Jahr ausprobiert wurde, aber viele Brands noch daran gescheitert sind, weil es noch nicht funktioniert hat. Jetzt ist es tatsächlich so, dass TikTok selbst sehr viel investiert um TikTok Shops zum Laufen zu bekommen. Das heißt, im Vergleich zu Meta ist TikTok Shop etwas, wo du aktuell als junge Brand noch wachsen kannst, weil es sehr viel günstiger ist.
1:17:40 Feliks Eyser: Und das ist ja immer eine Frage, die man sich stellen kann. Wo ist die Underpriced Attention? Also wir haben vorhin über die Influencer Brands gesprochen. Wenn ich 2015 Kosmetik verkauft habe über Instagram, dann war das Underpriced attention, weil noch nicht viele Brands verstanden haben, wie das funktioniert. Wir haben gerade neulich recordet mit dem Björn Keune, der Invincible Brands gemacht hat und diese Welle perfekt mitgenommen hat, aber auch sagt, heute könntest du die Firma nicht mehr gründen, weil jetzt alle da drauf sind, die Influencer teuer sind, sagt Jeannette, also so. Irgendwann nutzt sich der Channel ab und die Frage ist immer, wo ist die Aufmerksamkeit noch günstig? Und ihr sagt generell bei TikTok, aber speziell bei TikTok Shop, weil das Format für viele noch nicht funktioniert hat.
1:18:13 Sherin Maruhn: Genau. Und wenn du dann anschaust, wo unsere Zielgruppe sind, was auch Use Cases sind, dann ist ja sowas wie Gen Z gibt extrem viel für Consumer Health Produkte aus, also so für Gesundheitsprodukte.
1:18:23 Charlotte Küppers: Ich frage mich aber immer auf TikTok so Gen Z ist. Bin ich Gen Z eigentlich? Weiß ich gar nicht. Mit 27 ist man da auf Gen Z. Du bist ja nicht mehr.
1:18:29 Sherin Maruhn: Also wenn ihr mit den Sonna Ray veranstaltet, dann bin ich heavy, happy Gen Z.
1:18:35 Charlotte Küppers: Ich bin kein Gen Z, aber Gen Z und Jünger. Ja, immer wenn ich schon die Videos auf TikTok schicke, kriege ich einfach keine Antwort.
1:18:40 Feliks Eyser: Also ich glaube, das sind hundert andere Versorgings. Ich weiß gar nicht, was mein Account ist.
1:18:46 Sherin Maruhn: Genau, ich habe drei Accounts. Aber auch die ganzen Use Cases, die jungen Leute haben keinen Bock mehr, Alkohol zu trinken, aber die haben trotzdem Bock, irgendwie coole Getränke zu trinken. funktional gesund sind, aber auch geil trinken schmecken. Also ich meine, guck dir LOOSH an, es ist unfassbar farbig, es sieht irgendwie nach Spaß aus, es ist trotzdem gesund. Warum nicht auf einer Party auf einem Soberrave trinken?
1:19:10 Feliks Eyser: Ja, geil. Okay. Personal Founder Storytelling auf Instagram.
1:19:15 Sherin Maruhn: C.
1:19:16 Feliks Eyser: Lotte, warte, immer Lotte machen. Du hast diese Instagram-Reihe gemacht und ich fand es mega entertaining. Du hast jeden Tag gepostet. Heute ist Tag 17. An dem ich noch nicht Millionärin bin, da hast du durch deinen Tag durchgeführt, das Leben als Founderin. Ich fand A interessant, wie konsequent du das gemacht hast, irgendwie, weiß ich nicht, 40, 50 Tage lang. Sah mega aufwendig aus. Ich fand auch interessant, wie boring so ein Founder-Alltag ist. Mega!
1:19:39 Sherin Maruhn: Also, das ist einfach das Problem.
1:19:41 Feliks Eyser: Man sieht ja den ganzen Tag in Zoom-Calls und schreibt halt E-Mails, da kann man nicht viel Content produzieren. Bei dir war es dann deine Spinning-Classes und das Essen, was du dir gemacht hast. Ich fand es total interessant. Warum hast du es gemacht? Wie aufwendig war es, warum hast du es eingestellt?
1:19:54 Charlotte Küppers: Also, ich habe es gemacht, weil ich glaube, ich auch einfach mal diese Hürde überschreiten wollte. Genau C trotz Trotzdem, weil auch da, ne, wie viel Sales bringt das schlussendlich und Revenue? Ich fand es halt spannend, wenn man einfach mal diese Hürde durchbricht, wirklich irgendwie in die Kamera zu sprechen. Und ich glaube halt, das hilft Jetzt wiederum total, auch die Brand-Accounts zu bespielen. Also mir ist es komplett egal, was von mir irgendwie im Internet ist, auf unserem Brand-Account und so, wie ich da aussehe. Hauptsache, es ist authentisch und macht irgendwie Spaß beim Zugucken. Und wenn man mal ganz, ganz weit runterschaut auf meinem Instagram-Profil, ich habe irgendwann im letzten Jahr auch mal ein Video zu meinem Heilmarathon gemacht, weil der war auch ein Spendenlauf. Und da habe ich so anders gesprochen. Also auch so wirklich so gefühlt abgelesen, einfach ganz, ganz anders. Und für mich war das auch so ein bisschen eine persönliche Challenge, da mal reinzukommen.
1:20:38 Feliks Eyser: Es war für dich ein Content Creation Bootcamp.
1:20:40 Charlotte Küppers: Genau, weil jeden Tag zu posten So viel Zeit kostet das irgendwie gar nicht. Irgendwann hat man das so bei CapCut raus. Man hat dann auch wirklich ja nur so ein paar Sequenzen, die man sich so für den Tag legt, wo man so denkt, ja, okay, da könnte ich mal was posten und da, da macht man Voice-Over und manchmal ist ja auch dieser authentische, kurze Content, der nicht overly überarbeitet ist, genau der, der Leute eigentlich interessiert und der so nahbar ist. Von daher, ja, das war schön. Aber ich glaube, so wirklich nach 60 Tagen oder so habe ich dann irgendwann gemerkt. Ich weiß es gar nicht mehr genau. Genau, sehr konsequent. Und dann dachte ich mir irgendwann so, nee, das jetzt jeden Tag. Ist mir gerade zu viel.
1:21:17 Feliks Eyser: Ist das jetzt mein Leben? Ist das jetzt mein Leben? Das frage ich mich.
1:21:20 Charlotte Küppers: Ich habe so richtig verstanden, genau, wie anstrengend das ist.
1:21:22 Feliks Eyser: Ja, Influencer ist so ein krasser Job, oder? Man muss jeden Tag dieses Zeug produzieren. Morgen ist es wieder weg. Also jeden Tag ist seine Arbeit nach 24 Stunden in der Tonne.
1:21:31 Charlotte Küppers: Und dann dachte ich mir auch so, okay, also das plane ich gerade immer noch, es gibt vielleicht noch irgendwie ein Comeback, aber ich möchte halt mehr auch Leuten, die vielleicht selber überlegen zu gründen, auch gerade anderen Frauen vielleicht. die jetzt noch im Studium sind oder so, ein bisschen mehr qualitativ hochwertigen Content geben. Sowas wie zum einen, was ist denn wirklich der Gründeralltag und was beschäftigt uns? So größere Themen, keine Ahnung, wie startet man ins Fundraising oder so, meine fünf Tipps. Oder eben sowas wie Auch produktseitig, warum entscheiden wir uns für XY Prozent ähm, XY Ingredient? Und was genau ist eben in LOOSH oder warum gibt es verschiedene Arten von Magnesium? Was bedeutet das? Also auch wirklich auf solche wirklich qualitativ hochwertigen Themen drauf zu sprengen.
1:22:13 Feliks Eyser: Wann gibt es den LOOSH-Podcast?
1:22:14 Charlotte Küppers: Aha.
1:22:17 Feliks Eyser: Wäre ein cooles Format, also dass ihr beide quasi erzählt oder mit anderen zusammen diesen Gründeralltag. dokumentiert, weil das gibt es ja auch nicht so viel. Also muss ich auch sagen, Gründer, die eine Firma bauen, die sind ja busy, die können ja kein Content machen, aber wenn der Content wieder Sales generiert, dann gehört es auch irgendwie zum Alltag dazu.
1:22:32 Charlotte Küppers: Ja. Ja, und ich glaube halt, gerade wenn man wirklich so tief in so Themen noch drin ist, ist es auch sauspannend für die Leute, das wirklich so eins zu eins mitzubekommen. Aber ich glaube, halt, da tun es auch zwei Videos die Woche. Ich glaube, da muss ich nicht jeder.
1:22:43 Feliks Eyser: Ach, einmal die Woche wahrscheinlich, genau.
1:22:45 Charlotte Küppers: Also ich glaube, da ist. Qualität dann doch irgendwann über Quantität, aber es ist eine gute Probe, um mal reinzustarten. Absolut.
1:22:54 Feliks Eyser: Würdest du in ein Restaurant gehen, was mit 4,2 auf Google bewertet ist? Wahrscheinlich nicht. Und das gleiche gilt für Podcasts. Wir sind stolz, dass Fauna Mode mit 4,9 geratet ist auf allen relevanten Plattformen und wir wollen, dass es so bleibt. Deswegen hilf uns dabei und gib eine Bewertung ab. Drück kurz den Pause-Button und egal wo du bist bei Spotify oder bei Apple oder bei YouTube, kannst du einen Daumen hoch geben. Es bedeutet uns alles, wenn du uns unterstützt und ein kleines Review dalässt. Vielen Dank. Okay, ähm, Amazon als Kanal. Haben wir vorhin kurz angesprochen?
1:23:31 Sherin Maruhn: Ey. Genau. Wir launchen unseren Amazon Channel jetzt auch demnächst. Das heißt, das ist schon etwas, worauf wir auch Fokus legen und wo wir auch Availability haben wollen.
1:23:41 Feliks Eyser: Und glaubt ihr, dass ihr darüber neue Kunden Akquiriert, die euch in den Suchergebnissen finden oder dass ihr bestehenden Kunden die Experience einfacher macht, weil die sowieso bei Amazon bestellen?
1:23:49 Charlotte Küppers: Definitiv Neukunden, weil viele Leute tatsächlich auch einfach erstmal bei Amazon nur zum Beispiel Elektrolyte suchen und uns noch gar nicht kennen, also wie Google. Aber Amazon, zwischendurch gibt es auch immer das Phänomen, wenn Amazon sich mal kurz von Google disconnectet, ich weiß nicht, ob du das mal erlebt hast, manchmal stellen die das einfach ein, dann kannst du über Google gar nicht mehr auf Amazon gehen. kommen, weil die Leute teilweise Amazon wie Google nutzen, also als Search Engine. Das heißt, Amazon ist ein richtig starker Neukundenkanal und auch ein krasser Trust-Kanal. Weil da hast du halt diese Bewertungen und die spielen eine unglaublich große Rolle, wenn du eine Brand noch nicht kennst. Weil nicht jeder guckt auch auf Trustpilot oder Reviews. io oder was auch immer. Sondern geht vielleicht auf Amazon, weil die da eh XYZ irgendwie einmal im Monat kaufen und sagen dann so: Ah, okay, cool, die Brand habe ich schon irgendwo gesehen oder das und das wollte ich immer austesten. Ich gehe mal drauf und lese mir mal durch, wie die so bewertet sind. Und deshalb klarer Neukundenkanal und auf jeden Fall ein Basic finde ich, zumindest in der Industrie. Und eine sehr große Kategorie, auch mit dem Produkt, was wir jetzt haben. Und ich verrate noch nicht zu viel, ich werde es auch nicht verraten, aber auch mit den Produkten, die wir im Nachgang vorhaben, sehen wir halt. Das sage ich schon eigentlich. Aber wir haben ganz, ganz krass große Kategorien einfach in dem Segment gefunden.
1:25:00 Feliks Eyser: Hm, okay. Spin andere Pulver, andere Produkte, das ganz anderes.
1:25:05 Charlotte Küppers: Also aktuell ist unser Gedanke für die nächsten zwölf bis 24 Monate immer Pulver und immer in Sachets. Das heißt, alle Produkte, die wir machen, sollen halt super easy on the go mitgenommen werden. Sei das auf einer Reise, sei das eben in deiner Sportsbag, was auch immer, im Office einfach alles irgendwie zusammenstellen können. Und eben in diesen kleinen Formaten.
1:25:24 Feliks Eyser: Okay, okay, cool. Ich bin gespannt. Wir bleiben dran und berichten. Noch drei Karten, Streaming und Twitch.
1:25:32 Sherin Maruhn: D.
1:25:33 Feliks Eyser: D Ja. Okay. Ihr wächst nicht über Twitch-Streamer.
1:25:36 Sherin Maruhn: Nee, unsere Zielgruppe sind nicht typische Coder oder Programmierer oder Zocker. Gamer.
1:25:43 Charlotte Küppers: Ich wollte gerade sagen, ich glaube, du stützt die Zielgruppe falsch ein. Nee, aber ja, voll. Also ich glaube, das ist eine andere Target Group.
1:25:50 Sherin Maruhn: Ja, das ist nicht unsere Target Group.
1:25:51 Charlotte Küppers: Und wie auch da, ne? Manchmal ist es ja auch so, vielleicht ist da mega das Potenzial, aber du kannst dich auch nicht auf alles fokussieren. Und wenn wir jetzt schon keinen Einblick in die Gruppe haben, dann fokussieren wir uns erstmal auf das, woran wir auch glauben.
1:26:03 Sherin Maruhn: Ich glaube, Fokus ist da vor allen Dingen bei Channels, dass du ein paar Channels richtig gut machst und dich darauf fokussierst und nicht Zu viele Channels.
1:26:10 Feliks Eyser: Ihr seid auch ein kleines Team, ihr habt das ja nicht 20 Leute, wo sich jeder um drei Sachen kümmern kann. YouTube-As
1:26:20 Charlotte Küppers: Eigentlich schon, ich glaube, auch relevant, weil du eine längere Aufmerksamkeitsspanne hast. Ich kann es gerade noch nicht ganz einordnen, aber. Ich glaube, dass man selbst über, eigentlich wenn man bei Google gut rangt, auch manchmal auf YouTube gelistet wird.
1:26:33 Sherin Maruhn: Ich würde sagen, B. Es gibt Brands, auch gerade Consumer-Brands, die sehr, sehr krass über YouTube ge wachsen sind und du kannst darüber einen sehr cool sehr starken CPM erreichen.
1:26:43 Feliks Eyser: Wir haben einfach gerade nicht die Bei RCBM heißt günstig, also quasi viele Leute günstig erreichen. Genau. CPM ist, wie viel du pro tausend Kontakte zahlst.
1:26:51 Charlotte Küppers: Genau. Aber ich glaube nicht bei den Ich glaube, wenn du dann eigene Format hast oder YouTube Influencer oder halt Influencer, also YouTuber.
1:27:00 Feliks Eyser: Es spielt sich ja auch wieder auf. Du hast einen organischen Content, wo du ranken kannst, du hast die Influencer, die du bezahlen kannst, du hast die Ads, die du einfach schalten kannst, wo du deine eigene Geschichte erzählen kannst. U GC-Content nehmen, den promoten. Also auch das ist ja wieder ein komplett eigenes Universum.
1:27:11 Sherin Maruhn: Genau, da bei YouTube funktionieren aber tatsächlich auch Kooperationen mit YouTube-Influencern und auch teilweise Ads. Also wir haben verschiedene Quellen da, legen da aber aktuell nicht den Fokus drauf.
1:27:22 Feliks Eyser: Okay, ich habe noch eine Karte hier, Celebrity Shareholder. Das ist ja auch so ein Playbook aus den USA. Wir gründen eine Firma zusammen mit, weiß ich nicht, Sedina Gomez oder irgendjemandem, also so Celebrities oder Influencer. werden zu Shareholdern. Ich bezahle die nicht jedes Mal dafür, dass sie das Ding in die Kamera halten, sondern die sind Gesellschafter. Wie steht ihr dazu?
1:27:39 Charlotte Küppers: Ich finde das Konzept an sich sehr, sehr spannend, weil du ja dadurch eine andere Inzentivierung hast. Noch cooler ist, wenn sozusagen auch noch ein kleines Invest sozusagen von einem Celebrity kommt und das in so ein so ein Deal ist. Ich glaube, das ist leider in Deutschland einfach auch noch nicht so etabliert. Deshalb für uns jetzt gerade sowieso D Ich glaube für andere Brands kann das gut funktionieren.
1:28:01 Sherin Maruhn: Das kommt, glaube ich, ein bisschen auf die Stage an Genau, ich glaube, wenn du ganz early bist, dann jemanden direkt von Anfang an mit reinzunehmen, ist gut und kann auch gut funktionieren.
1:28:09 Feliks Eyser: Und die Company zusammen von Anfang an zu gründen mit so einer Person, das ist auch die Story, hier weiß ich nicht, wer auch immer gründet.
1:28:15 Sherin Maruhn: Genau, genau, und dann auch die jeweiligen Influencer oder den Celebrity Shareholder dann entsprechend so zu beteiligen, dass man dann auch irgendwie gewisse Ownership hat, sei es für Promotion oder PR oder Marketing oder wie auch immer. Aber wenn du schon, weiß ich nicht, ein Jahr später bist, Dann glaube ich, macht das nicht so viel Sinn.
1:28:35 Feliks Eyser: Okay, okay. Aber dann haben wir hier, guck mal, eine schöne Landkarte mit den ganzen Channels. Wir nehmen mit, UGC, Offline-Events und TikTok-Shops sind bei euch die AAA. Channels, auf die ihr euch konzentriert. Paid Influencer, Paid MetaEds und Amazon sind auch noch okay. Und der Rest ist ein bisschen weniger relevant.
1:28:51 Sherin Maruhn: Ja.
1:28:52 Feliks Eyser: Super. Habe ich viel gelernt?
1:28:56 Sherin Maruhn: Wir auch.
1:28:59 Feliks Eyser: Gute Diskussion.
1:29:00 Sherin Maruhn: Es ist gut, das mal so auf der Karte zusammen zu haben. Bei uns sieht es ein bisschen anders aus im Financial Model.
1:29:06 Feliks Eyser: Könnt ihr gerne mitnehmen als Erinnerung. Der Channel Mix. Wie ist eure persönliche Recovery-Routine als Founder?
01:29:15 Tiefkühlgemüse und der echte Founder-Alltag
1:29:15 Charlotte Küppers: Boah, meine ist gerade besser als Sherin, sowas ein bisschen komisch ist.
1:29:18 Sherin Maruhn: Ja, ich glaube, wir haben uns da sehr gedreht. Am Anfang war ich sehr gut. Da habe ich auch noch sehr stark mit Auroring getrackt, wie mein Schlaf ist, und ich hatte fast immer jede Nacht anderthalb Stunden Tiefschlaf. Und ich war noch eine halbe Stunden. Doch, das ist viel. Tiefschlaf. Es geht um Tiefschlaf. Du brauchst anderthalb Stunden Tiefschlaf, damit du alle Toxine, die du im Gehirn tagsüber produzierst, abbaust. Wenn du weniger als anderthalb Stunden schlafst. Tiefschlaf hast, wirst du irgendwann krank. Das wollen wir alle nicht hoffen, aber jetzt aktuell ist meine Recovery-Routine nicht so gut. Ganz ehrlich, ich mache gerade Leistungssport und der heißt LOOSH. Und ich mache gerade tatsächlich weniger Sport und schlafe weniger, weil ich irgendwie entweder sehr früh morgens am Laptop sitze, damit ich bevor die Mitarbeiter ins Office kommen. Viel schon zu Hause schaffe oder sitze halt abends dran. Das soll sich jetzt, wenn das Wetter wieder besser wird, hoffentlich wieder ein bisschen besser ändern.
1:30:13 Feliks Eyser: Das ist das Unglamouröseste am Faunaalltag.
1:30:17 Charlotte Küppers: Ich glaube schon tatsächlich, wie viele Stunden man eigentlich so am Laptop auch einfach wirklich Sachen abarbeitet. Also es ist halt manchmal auch noch typical. Monkey Work, also Sachen abarbeiten, irgendwie, keine Ahnung, tausend To-Dos.
1:30:30 Sherin Maruhn: Ehrlicherweise, ich bin auf fast gar keinem Event mehr und wenn, dann wirklich nur, wenn ich sehe, okay, es macht gerade einen aktuellen, akuten Mehrwert oder es lässt sich gut kombinieren, weil ich sowieso dahin muss und hab einen eigenen Use Case. Das heißt, du bist echt viel im Office oder zu Hause alleine. Und deswegen bin ich sehr froh, dass wir nicht alleine gegründet haben, sondern dass wir im Team zu zweit sind und uns die Verantwortung und die Aufgaben teilen und wissen, okay, wir können uns beide auf uns auf uns gegenseitig verlassen und sind nicht nur abstrakte Cowner, sondern verstehen uns auch gut, weil wir vorher befreundet waren. Da bin ich unfassbar dankbar für. Aber klar, also so Ich muss daran arbeiten, meine eigene Recovery-Routine wieder zu integrieren und freue mich extrem darauf, wenn wir die Recovery Walks wieder jeden Mittwoch machen. And ich auch wieder anfangen, weil das lasse ich gerade schleifen.
1:31:23 Feliks Eyser: für das Berlin.
1:31:26 Charlotte Küppers: Ich habe mir ehrlich gesagt keine Competitions mehr dieses Jahr. Ich habe gerade auch eben halt zu viel.
1:31:30 Feliks Eyser: Können Staffel aufmachen mit vier Leuten, dann musst du weniger machen.
1:31:33 Charlotte Küppers: Okay, ja, das klingt gut.
1:31:33 Feliks Eyser: Das mache ich, glaube ich.
1:31:34 Charlotte Küppers: Ja, ja, das klingt gut.
1:31:36 Feliks Eyser: Was sind deine Hexe, Lotte?
1:31:38 Charlotte Küppers: Ich musste gerade so ein bisschen schmunzeln, auch bei dem Unglamourösesten. Ich habe so eine neue Routine entwickelt, dass mein Mittagessen immer Iglo-Gemüse ist. Also ich hole mir immer Iglo, also es hat viel Überlassstoffe oder diese fertigen Packages mit ganz viel Gemüse. Das ist irgendwie mein neues healthy Lunch. Aber sonst, ähm ich glaube, ich versuche halt immer die ersten zwei Stunden des Tages ohne Handy zu verbringen. Also wirklich, erst wenn ich im Office dann arrive. auf irgendwie Nachrichten zu antworten, auch privater Natur. Dadurch habe ich irgendwie 50 offene WhatsApp-Nachrichten, aber es ist wie es ist und es ist auch vollkommen okay. Und manche Sachen stehen dann einfach eher hinten an. Und dann habe ich auch manchmal, ich merke das im Alltag, weil ich schon dann auch immer sehr durchpushe oder manchmal, keine Ahnung, keine Zeit fürs Mittagessen habe oder so. Dass ich mir so Mini-Breaks nehme. Auch dass dieses weirde Habit habe ich mir jetzt angelacht, dass ich manchmal, wenn ich nur kurz im Bad bin und irgendwie auf der Toilette, dass ich dann nochmal kurz eine Minute da bleibe und mal eben Box-Breathing mache. Und mal eben so kurz vier Sekunden einatme, vier Sekunden halten, vier Sekunden ausatmen, vier Sekunden halten, so eine Minute. Und dann gehe ich aber auch irgendwie wieder besser in den Tag. Und ich habe dem Kaffee abgeschworen. Ich glaube, deshalb schlafe ich jetzt besser. Weil ich habe früher schon so fünf, sechs Tassen getrunken. Also schon pik viel Koffein.
1:32:52 Feliks Eyser: Machst du jetzt nicht mehr?
1:32:54 Charlotte Küppers: Mache ich nicht mehr. Und ich glaube, dass das extrem viel oder einen extrem guten Einfluss auf meinen Schlaf hat. Und ich trinke keinen Alkohol mehr gerade. Ja. Ja. Oder wenn sehr selten. Auf unserer Loungeparty werde ich Alkohol trinken, aber sonst nicht.
1:33:07 Sherin Maruhn: Und man muss natürlich dazu sagen, wir trinken ja auch sehr viel Elektrolyte.
1:33:10 Charlotte Küppers: Wir trinken sehr viel Elektrolyte, vielleicht ist das auch der Herr. Ja, und dann halt Bewegung. Also schon so 10. 000 Schritte oder so, schon noch irgendwie viel laufen das Jahr.
1:33:17 Feliks Eyser: Das ist das Schwierigste an eurem Alltag. Was sind die größten Opfer, die ihr gerade gefühlt erbringt?
1:33:22 Charlotte Küppers: Ich finde Sport zu integrieren, also wirklich dieses Pensoban-Sport, was ich vorher gehabt habe, was schon eher so fünf, sechsmal die Woche war, das fällt mir schwer, weil ich aber auch nicht in der Winterzeit gerne um sechs Uhr morgens dann aufstehe und irgendwie ins Gym renne. Sondern dann lieber ein bisschen entspannter mit Journaling, dass mich auch ganz, ganz viel mit Mental Work eigentlich in den Tag starte.
1:33:43 Sherin Maruhn: Bei mir ist es tatsächlich Freunde treffen.
1:33:46 Feliks Eyser: Was gerade zu kurz kommt.
1:33:47 Sherin Maruhn: Ja. Ja, doch schon. Also ich habe.
1:33:51 Feliks Eyser: Du musst dir halt anstellen bei dir.
1:33:53 Sherin Maruhn: So habe ich es gemacht.
1:33:54 Feliks Eyser: Ich hatte auch keinen Freund nur Freunde, die mit meiner Firma gearbeitet haben.
1:33:58 Sherin Maruhn: Wir sind halt gerade in der Launchphase und staffeln halt den Launch auch gewissermaßen, indem wir halt den Presale jetzt gehabt haben und jetzt dann den richtigen Launch und dann Anfang März kommt die Launchparty. Und es ist einfach so, dass ich da mich eher auf meine Ressourcen und auch mal auf meine Downtimes Und wenn ich dann am Wochenende mal den Samstag und meistens ist es der Samstag, weil wir uns gesagt haben, Samstag ist ein Tag, wo wir uns versuchen auch mal rauszuziehen, damit wir wenigstens einen Tag in der Woche haben, wo wir mal nichts machen, oder wenn, nur ganz wenig. ist es der Samstag, wo ich dann auch manchmal einfach wirklich ausschlafe und dann vielleicht auch nochmal zum Sport gehe und mal ein bisschen Me-Time habe.
1:34:41 Feliks Eyser: Was habt ihr bei euch als Person gelernt durch die Gründung, was ihr davor nicht wusstet?
1:34:46 Sherin Maruhn: Über uns selber oder über den anderen?
1:34:49 Feliks Eyser: Über euch selber. Über den anderen frage ich gleich.
1:34:53 Charlotte Küppers: Boah, ich glaube, über uns selber oder über mich selber habe ich gelernt, dass ich deutlich resilienter bin, als ich sogar vorher schon angenommen habe. Ich habe leider in den letzten Jahren einige Schicksalsschläge mitgemacht und wusste schon auf so einer persönlichen Ebene krieg ich das sehr, sehr gut hin und ich kann einfach viel up. Also es muss sehr, es braucht sehr, sehr, sehr viel, bis mich irgendwas richtig aus dem Gleichgewicht bringt Und ich hatte aber schon auch immer so ein paar Themen auch bei einer Gründung, wo ich wirklich einfach Angst vor hatte. So, keine Ahnung, so ein erster Notaterminansatz oder dann einen Unterschied. Nicht Angst, aber halt einfach eine gewisse Aufregung, die, glaube ich, ganz normal ist. total gut und auch mit einer gewissen Unsicherheit immer zusammenhängt. Aber ich habe für mich gelernt, dass ich deutlich resilienter bin und deutlich besser auf mein Bauchgefühl hören kann, weil ich eben auch von vornherein so bei Sherin gemerkt habe, okay, das fühlt sich gut an und ich mache das jetzt einfach. Und trotzdem hat man immer diese Stimme, boah, stell mir vor, das funktioniert jetzt doch nicht und keine Ahnung, dann kriegen wir irgendwie keine Finanzierungsrunde zusammen und und und. Das ist natürlich dann auch wieder ein Thema, was einen einfach so umteilt, aber trotzdem haben wir halt alles immer sehr gut hinbekommen. Und ich habe halt einfach gelernt, mich einfach wirklich mehr auf mich selbst zu verlassen. Auch einfach aufs Bauch geführt.
1:36:01 Sherin Maruhn: Es ist spannend, weil das tatsächlich auch eine Sache ist, die ich auch gestern erst wieder reflektiert habe. Weil wir uns gerade damit auseinandersetzen, ob Coaching oder Mentoring für uns überhaupt in Frage kommt, weil das ja auch irgendwann immer mal wieder etwas ist, was einem erfahrene Unternehmer Dagegen spricht, dass dir viele Unternehmer oder Leute von außen Meinungen mitgeben, die dich vielleicht von deiner eigenen Intuition und deinem eigenen Bauchgefühl abhalten. Das heißt, ich habe für mich gelernt Dass ich viel, viel öfter auf mein Bauchgefühl hören sollte. Egal, was das für eine Entscheidung ist, ob das Recruiting ist, ob das Personalführung ist, ob das irgendwie Fundraising ist, ob ich den Investor reinholen sollte, wie ich das alles mache, welche Entscheidung auch immer, vor mir liegt. Das ist etwas, was worauf ich viel, viel mehr hören muss und viel, viel mehr hören kann, weil ich jetzt die Erfahrung gemacht habe, dass oftmals das Bauchgefühl dann doch richtig ist.
1:36:55 Feliks Eyser: Ja, ja. Ich sehe Mentorship immer so ein bisschen als Buffet an Meinungen, wo ich mir dann aussuche, was ich nehmen will und was ich nicht nehmen will. Ich finde auch gute Mentoren oder gute Mentorin, macht ja auch aus. Erfahrungen zu teilen und nicht die Erwartung zu haben, dass alles eins zu eins umgesetzt wird. Und das macht quasi gute Leute aus, die Erfahrung reinzubringen. Aber nicht zu probieren, den Kurs zu korrigieren, weil das ist immer die Aufgabe der Frauen und hat eher viel mehr Kontext als die Person, die irgendeine Erfahrung teilt, die vielleicht auch irgendwie ein paar Jahre. alt ist und dem Kontext nicht passt. Aber mein Mental Model war immer möglichst, viel anzuhören und dann am Ende doch auf mein Bauchgefühl zu hören, aber mein Bauchgefühl trotzdem zu füttern mit diesen Informationen.
1:37:33 Sherin Maruhn: Ja, ja. Voll. Ja, das stimmt.
1:37:36 Feliks Eyser: Okay, wir haben noch zwei zwei Bonusfragen aus der aus der Community quasi. Und zwar eine Frage. An dich, Lotte, von Sherin. Nämlich, welche deiner Fehler, Lotte, würdest du sofort wiedermachen, weil der Payoff absurd hoch war?
1:37:54 Charlotte Küppers: Oh, das ist eine gute Frage. Hattest du irgendwas im Kopf schon? Wahrscheinlich schon. Was heißt Fehler? Wie kategorisiert man Fehler? Oh, ich glaube, ich habe was ganz Gutes. Ich habe lange Zeit mit mir immer gehadert, wenn ich zum Beispiel unter einem Jahr oder unter zwei Jahren in einer Position war. Also ich war bei Her One auch knapp acht Monate und habe schon immer so gedacht, ach Mensch, das sieht nachher total schrecklich aus auf meinem Lebenslauf. Und meistens habe ich aber auch da immer auf mein Bauchgefühl gehört. Und dann gesagt, eigentlich, wenn ich es mal runterbreche, will ich es eigentlich denken kann, gründen. Also warum sage ich mir dann immer wieder, ja, ich muss noch auf den richtigen Zeitpunkt warten, ich muss noch auf den richtigen Zeitpunkt warten. Und ich habe ja sozusagen nicht auf den richtigen Zeitpunkt gewartet, weil den gibt es nie, sondern auf die richtige Person tatsächlich. Das heißt, das ist ein Fehler, wenn man so sagen kann, da eben auch den Schlussstrich zu ziehen und in die Gründung zu gehen. den ich immer wieder machen würde. Und einfach ins kalte Wasser springen.
1:38:56 Feliks Eyser: Einfach machen.
1:38:57 Charlotte Küppers: Ja, einfach machen.
1:38:58 Feliks Eyser: Okay, okay. Sherin, nimm eine Frage für dich von Lotte. Jeder sieht die Strong Founder, die Ex-Athletin, die Deal-Flow-Expertin. Aber was macht Sherin, wenn niemand hinsieht und alles zu viel wird?
1:39:13 Sherin Maruhn: Hmm. Hmm. There's a nothing. Gute Frage Ich hatte oft und lange das Gefühl, immer stark wirken zu müssen und stark zu sein, aber ich glaube, meine Stärke ist eigentlich Verletzlichkeit. Und immer wenn ich merke, und das lerne ich tatsächlich auch durch die Gründung, wenn ich lerne, mehr zu mir zu stehen und mehr Ich zu sein und mehr von meinem eigenen Charakter und meiner Persönlichkeit zu zeigen, Sei es, wenn es mir mal schlecht geht oder wenn es mir gut geht und ich Freude teilen möchte. Oder weiß ich nicht, ich war zum Beispiel über Silvester in Indien in einem Aschram und habe da verschiedene verrückte Meditationspraxen gemacht. Und habe das trotzdem meinen Mitarbeitern erzählt. Und das mag vielleicht von außen nicht stark wirken oder nicht, keine Ahnung, cool wirken oder wie auch immer. Immer wenn ich merke, dass wenn ich zu mir stehe und verletzlich bin, dann bin ich am Dann bin ich eigentlich am stärksten. Also so, dann bin ich eben oder am authentischsten nicht am stärksten, sondern dann bin ich eigentlich mehr Ich. Und ähm Ja, ich glaube, also unter diesem ganzen Leistungs-Performance-Mantel, den ich mir angeeignet habe und aufgebaut habe, ist jemand, der sehr sensibel ist und sehr soft ist und sehr familienorientiert und sehr Empathisch für seine Mitmenschen. Ich komme aus einer großen Familie. Ich habe immer irgendwie mit vielen Menschen in meiner engen Umgebung um mich gekümmert und mich um sie gesorgt. Und ich glaube, ich bin auch sehr, sehr soft neben meiner Stärke und muss gar nicht stark sein. Das ist auch etwas, was ich gerade immer mehr lerne. Schön.
1:40:57 Feliks Eyser: Danke, dass ihr hier wart. Wer soll sich bei euch melden und wo finden Leute euch online?
1:41:03 Charlotte Küppers: Uns finden Leute natürlich auf getloosh. com, also in unserem Webshop, sowieso schon mal, aber dann natürlich auch auf Instagram unter weareloosh. und sonst auch auf unseren persönlichen LinkedIn-Profilen.
1:41:15 Sherin Maruhn: Shoutout to Küppers und Sherin Maruhn. Schön, dass ihr da wart. Ich habe viel gelernt, viel gelacht. Das macht einen guten Podcast aus. Vielen Dank dir.


