Das Startup-Playbook: Einblicke von Maschmeyer, Rosberg & Co.
mit Andy Bruckschlögl, Mitgründer von Ryte und Bits & Pretzels, Autor von „Das Startup Playbook“
Zusammenfassung

Andy Bruckschlögl hat früh angefangen: Mit zwölf stellte er einen Rucksack aus dem Taschenladen seiner Mutter auf eBay. Der erste Versuch scheiterte, nach besserem Foto im Tageslicht und neuer Überschrift fand der Rucksack einen Käufer, sogar teurer als im Laden. Danach kamen zwei eigene Onlineshops, bei Mode hatte er die Retourenquote unterschätzt. Er wechselte zur Suchmaschinenoptimierung bei Markus Tandler und gründete zu viert OnPage.org, weil sich viele SEO-Audits besser maschinell erledigen ließen. Nach fünf Jahren wurde daraus Ryte, weil eine .org-Adresse in den USA nach gemeinnütziger Organisation klang.
Sein Rat an junge Gründerinnen und Gründer: such dir eine Nische, bootstrappe etwas Kleines und erzeuge schnell Umsatz. Und fang nebenbei an, statt Job oder Studium hinzuwerfen. Wer abends und am Wochenende keine Zeit freischaufelt, wird es laut Andy auch im All-in-Modus nicht besser machen. Wichtiger als Hard Skills sind für ihn Meta-Skills wie Ausdauer, Mindset, Anpassungsfähigkeit und Sparsamkeit. Am Beispiel seiner Solaranlage erzählt er, wie teuer Trial and Error werden kann und warum er heute lieber Expertinnen und Experten über LinkedIn findet und für ihr Wissen bezahlt.
„… Technologie kommt und geht so oder entwickelt sich weiter. Und meines Erachtens, was sich aber weniger stark dann eben verändert, ist einfach diese persönlichen Skills.“
Der größte Teil der Folge dreht sich um „Das Startup Playbook“. Die Idee entstand nach einem Tief bei Ryte auf Anregung seines Coaches und dann am Strand, wo er die ersten Gedanken ins Handy tippte. Zwei Jahre lang schrieb er morgens von 5 bis 6 und abends von 21 bis 23 Uhr, insgesamt über 1.400 Stunden. Er iterierte das Buch wie ein Softwareprodukt: 200 Testdrucke, Feedback, neue Version, insgesamt viermal, bis 90 Prozent der Urfassung gestrichen waren. Viele Kapitel diktierte er beim Spaziergang mit dem Hund in ChatGPT, mit der klaren Ansage, nicht selbst zu recherchieren. Für die über 200 Gastbeiträge fragte er 400 oder 500 Leute an; Carsten Maschmeyer sagte zuerst ab und wurde später einer der größten Unterstützer.
Zum Schluss geht es um Selbstverlag und Bits & Pretzels. Auf Rat von Frank Thelen verlegt Andy das Buch selbst, hat über sechsstellig investiert und ist weit vom Break-even entfernt; über die Hälfte des Umsatzes geht an den Handel. Die Spiegel-Bestsellerliste hat er verpasst, weil die Bücher zu spät bei Amazon ankamen. Bei Bits & Pretzels verzichtet das Team seit zwei Jahren auf teure Highlight-Speaker, statt die Tickets teurer zu machen. Andy erzählt vom Jahr, in dem in der Tiefgarage ein E-Auto brannte, während dort das Catering lagerte, und davon, warum ein Event-Business jedes Jahr bei null anfängt. Seine Botschaft an alle Gründer: „Leg los.“
Zahlen aus der Folge
4 weitere Zahlen
Worüber am meisten gesprochen wurde
Kapitel
- 00:00Intro: Chaos bei Bits & Pretzels, Obama & brennende E-AutosIntro
- 02:00Die ersten Deals: Mit 12 Jahren Rucksäcke auf eBay verkaufen & SEO lernenWerdegang: eBay, SEO & Ryte
- 05:55Von der Agentur zur Software-Company: Die Gründung von Ryte (ehem. OnPage.org)Werdegang: eBay, SEO & Ryte
- 08:31Geschäftsmodelle im Vergleich: Warum Software (SaaS) oft besser ist als E-CommerceWerdegang: eBay, SEO & Ryte
- 10:22Gründungs-Tipps: Bootstrapping und warum man „nebenbei“ starten sollteGründen & Founder-Skills
- 14:46Founder-Skills: Warum Mindset & Ausdauer wichtiger sind als Hard SkillsGründen & Founder-Skills
- 16:51Learning by Doing: Das Solaranlagen-Projekt und teures LehrgeldGründen & Founder-Skills
- 20:25Experten-Netzwerke: LinkedIn als Goldgrube & Wissen einkaufenGründen & Founder-Skills
- 25:30Die Buch-Idee: Wie aus einer Lebenskrise ein Buchprojekt wurdeDas Startup Playbook
- 33:00Unternehmer-Image in Deutschland & der Oliver Samwer EffektUnternehmertum in Deutschland
- 38:24Der Schreibprozess: Wie man ein Buch wie ein Software-Produkt iteriertDas Startup Playbook
- 42:48Disziplin & Routine: 5 Uhr morgens aufstehen für das BuchDas Startup Playbook
- 46:16KI als Co-Autor: Buch schreiben mit ChatGPT & Sprach-DiktatDas Startup Playbook
- 50:58Gastautoren gewinnen: Wie Carsten Maschmeyer vom „Nein“ zum Fan wurdeDas Startup Playbook
- 55:11Hartnäckigkeit im Sales: Nicht beim ersten „Nein“ aufgebenDas Startup Playbook
- 57:22Self-Publishing vs. Verlag: Hürden bei Amazon & obsessive QualitätDas Startup Playbook
- 01:02:50Bits & Pretzels Insights: Warum es keine Mega-Highlight-Speaker mehr gabBits & Pretzels & Event-Business
- 01:06:25Die härteste Seite des Event-Business: Wenn das Catering in der Garage liegtBits & Pretzels & Event-Business
- 01:10:52Verrückte Speaker-Wünsche: Eine Couch im Zelt & spezielles WasserBits & Pretzels & Event-Business
- 01:12:20Fazit an alle Gründer: „Leg los!“Gründen & Founder-Skills
Key Learnings
- 1
Optimiere, statt nach dem ersten Fehlschlag aufzugeben
Andys erster eBay-Verkauf mit zwölf hat nicht geklappt. Statt aufzugeben, hat er den Rucksack draußen im Tageslicht neu fotografiert und Beschreibung und Überschrift geändert. Beim zweiten Versuch kaufte ein Mann genau dieses Modell in genau dieser Farbe, sogar teurer als im Laden. Dieses Prinzip, Dinge immer weiter zu optimieren, zieht sich laut Andy bis heute durch seine Arbeit.
02:00 · Die ersten Deals: Mit 12 Jahren Rucksäcke auf eBay verkaufen & SEO lernen - 2
Unterschätze das Risiko im Handel nicht
Nach eBay baute Andy zwei Onlineshops, einen für Taschen und Rucksäcke und parallel einen für Mode. Beides gleichzeitig zu machen war ein Fehler, und bei Mode hatte er die Retourenquote komplett unterschätzt. Als Händler teuer einkaufen, lagern, verschicken und das ganze Risiko tragen: Davon hatte er danach genug und ging zu SEO und schließlich zu Software.
05:55 · Von der Agentur zur Software-Company: Die Gründung von Ryte (ehem. OnPage.org) - 3
Such dir eine Nische und bootstrappe
Andy hält die heutige Zeit für die beste, die es zum Gründen je gab, weil Wissen und Tools, gerade mit KI, frei verfügbar sind. Der Nachteil: Wettbewerb entsteht sehr schnell. Seine Empfehlung lautet deshalb, in eine Nische zu gehen, etwas Kleines zu bootstrappen und möglichst zeitnah Umsatz zu erzeugen. Aus allem, was er über Fundraising gelernt hat, würde er immer zuerst zu Bootstrapping raten.
10:22 · Gründungs-Tipps: Bootstrapping und warum man „nebenbei“ starten sollte - 4
Fang nebenbei an und geh erst all in, wenn es Umsatz gibt
Alles, was Andy gemacht hat, hat er nebenbei begonnen: eBay als Schüler, Bits & Pretzels neben Ryte. Er rät, Job oder Studium nicht sofort hinzuwerfen, sondern abends und am Wochenende loszulegen und erst all in zu gehen, wenn der erste Umsatz kommt. Seine Begründung: Wer es nicht schafft, sich dafür in den ersten Wochen und Monaten Zeit freizuschaufeln, wird es im All-in-Modus auch nicht besser machen.
10:22 · Gründungs-Tipps: Bootstrapping und warum man „nebenbei“ starten sollte - 5
Trainiere Meta-Skills statt nur Tools
Im Buch beschreibt Andy elf Schlüssel-Skills für Gründer, darunter Ausdauer, Mindset, Anpassungsfähigkeit und Sparsamkeit. Technologie kommt und geht, sagt er, die persönlichen Fähigkeiten verändern sich dagegen kaum. Ob du gerade n8n oder ChatGPT nutzt, ist zweitrangig: Wer jeden Morgen mit der Überzeugung aufsteht, es schaffen zu können, schafft es leichter. Alles andere ist Beschleunigung obendrauf.
14:46 · Founder-Skills: Warum Mindset & Ausdauer wichtiger sind als Hard Skills - 6
Kauf Expertenwissen ein, statt teures Lehrgeld zu zahlen
Bei seiner Solaranlage wollte Andy die rund 1.500 Euro für eine ordentliche Planung sparen und hat sie am Ende zehnmal gezahlt, weil er Module mehrfach neu installieren musste. Heute sucht er Fachleute gezielt über LinkedIn, für ihn eine Goldgrube. Für ein einziges Coaching zum Thema NFT hat er viel Geld gezahlt, weil es ihm Fehlinvestitionen von schnell ein paar 10.000 Euro erspart hätte.
16:51 · Learning by Doing: Das Solaranlagen-Projekt und teures Lehrgeld - 7
Iteriere ein Buch wie ein Softwareprodukt
Ein Agent meinte, ein Buch dauere 18 Monate; Andy setzte sich sechs. Die erste Version ließ er über René Ruland, den Gründer von MyPoster, 200-mal ohne Cover drucken, verteilte sie an Freunde und Gründer und sammelte Feedback. Das wiederholte er viermal. Von der Urfassung sind am Ende nur 10 Prozent übrig. Frank Thelen warnte ihn allerdings: Ein Buch kauft man einmal, ständige Neuauflagen wie bei Software funktionieren nicht.
38:24 · Der Schreibprozess: Wie man ein Buch wie ein Software-Produkt iteriert - 8
Ein Nein ist nur ein Nein für heute
Carsten Maschmeyers Assistenz sagte am Anfang ab: Gastbeiträge mache man grundsätzlich nicht. Als die dritte, schon gebundene Version fertig war, schickte Andy sie erneut, und plötzlich war Maschmeyer dabei. Er nahm sogar in der entscheidenden ersten Verkaufswoche in San Francisco ein Reel auf, das über 100.000 Views bekam. Manche Leute müssen erst das halbfertige oder fertige Produkt sehen, bevor sie mitmachen.
50:58 · Gastautoren gewinnen: Wie Carsten Maschmeyer vom „Nein“ zum Fan wurde
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„… ich würde immer sagen, fangt nebenbei an.“„… Technologie kommt und geht so oder entwickelt sich weiter. Und meines Erachtens, was sich aber weniger stark dann eben verändert, ist einfach diese persönlichen Skills.“„Ich muss sagen, wir haben ein so geiles Land und mich kotzt das an, wie schlecht wir uns da jedes Mal reden und wirklich unnötig.“„… ein Nein ist nur Nein für heute. Ist einfach Fakt.“Über den Gast

Andy Bruckschlögl
Andy Bruckschlögl hat mit zwölf Jahren seinen ersten Rucksack aus dem Taschenladen seiner Mutter auf eBay verkauft. Nach zwei eigenen Onlineshops lernte er Suchmaschinenoptimierung bei Markus Tandler und gründete zu viert OnPage.org, eine SEO-Software mit eigenem Crawler, die nach fünf Jahren zu Ryte umbenannt wurde. Parallel hat er Bits & Pretzels mitgegründet, das als Gründer-Weißwurstfrühstück in München begann und heute eine europäische Gründerplattform ist. Sein Buch „Das Startup Playbook“ hat er zwei Jahre lang neben der Arbeit geschrieben, mit über 200 Gastautorinnen und Gastautoren von Carsten Maschmeyer bis Frank Thelen.
Häufige Fragen
Was ist „Das Startup Playbook“?
„Das Startup Playbook“ ist Andy Bruckschlögls Buch übers Gründen. Neben seinem eigenen Wissen stecken darin Beiträge von über 200 Gastautorinnen und Gastautoren, darunter Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Jochen Schweizer, Christian Miele und Nico Rosberg. Andy hat es als Coffee-Table-Book angelegt, meist mit einem Kapitel pro Doppelseite, damit man es schnell durchblättern kann. Erhältlich ist es aktuell über Amazon.
Wie hat Andy das Buch geschrieben?
Zwei Jahre lang hat er jeden Morgen von 5 bis 6 und jeden Abend von 21 bis 23 Uhr geschrieben, am Wochenende teils halbe Tage, insgesamt über 1.400 Stunden. Viele der späteren Kapitel hat er bei der 20-minütigen Gassirunde in die ChatGPT-Spracheingabe diktiert und danach selbst überarbeitet. In seinem ChatGPT-Projekt hatte er festgelegt, dass das Modell nicht extern recherchiert, sondern nur sein Wissen und das der Gastautoren verarbeitet.
Warum hat Andy das Buch selbst verlegt?
Frank Thelen hat ihm vom Verlag abgeraten, vor allem wegen der Rechte, damit Andy flexibel bleibt. Unterschätzt hat Andy, wie verkrustet die Buchbranche ist: Allein die Listung bei Amazon dauerte zwei bis drei Wochen. Über die Hälfte des Umsatzes gibt er grob an Handel und Vertrieb ab, er hat über sechsstellig investiert und ist weit vom Break-even entfernt.
Warum hat das Buch die Spiegel-Bestsellerliste verpasst?
Laut Andy hätten die Verkaufszahlen gereicht. Ein Großversender hat die Bücher aber erst drei Wochen nach Verkaufsstart an Amazon geschickt, und Amazon hat sie dann in Tranchen verschickt. Für die Liste zählt der Versandtag, deshalb sind Vorbestellungen so wichtig: Sie werden alle in der ersten Woche gezählt.
Was ist Ryte?
Ryte ist die Software-Firma, die Andy zu viert mitgegründet hat. Bei ihren SEO-Audits merkten die Gründer, dass vieles maschinell besser geht, und bauten einen eigenen Crawler. Die Firma startete als OnPage.org und wurde nach fünf Jahren zu Ryte umbenannt, als sie international wurde, weil eine .org-Adresse in den USA nach gemeinnütziger Organisation klang.
Warum gab es bei Bits & Pretzels zuletzt keine Mega-Highlight-Speaker?
Die Preise für Top-Speaker sind laut Andy in den letzten Jahren stark gestiegen, weil immer mehr Konferenzen um sie konkurrieren. Statt die Tickets deutlich teurer zu machen, hat das Team stärker auf Business Value für die Teilnehmenden gesetzt. Große Namen wie Toto Wolff oder der Extremabenteurer Jonas Deichmann waren trotzdem dabei.
Erwähnt in der Folge
- Das Startup PlaybookBuchAndys Buch mit über 200 Gastautoren, um das sich der Großteil der Folge dreht.
- RyteFirmaSEO-Software, die Andy zu viert als OnPage.org mitgegründet hat.
- Bits & PretzelsFirmaGründerkonferenz in München, gestartet als Gründer-Weißwurstfrühstück.
- eBayFirmaHier hat Andy mit zwölf seinen ersten Rucksack verkauft.
- Frank ThelenPersonEiner der ersten, die Andy zum Buch angerufen hat; riet zum Selbstverlag.
- Carsten MaschmeyerPersonSagte erst ab und wurde dann mit einem Reel aus San Francisco zum großen Unterstützer.
- MyPosterFirmaGründer René Ruland half beim Druck der 200 Testexemplare.
- ChatGPTToolAndy hat viele Kapitel per Spracheingabe diktiert, mit einem eigenen Projekt und einem Thread pro Kapitel.
- Wolf SchneiderPersonBekannter, verstorbener Germanist, an dessen knappem Stil Andy das Buch ausgerichtet hat.
- Barack ObamaPersonWurde von Bits & Pretzels als Speaker angekündigt; der Fistbump mit Obama ist Andys meistzitierter Moment.
- Oliver SamwerPersonFür Andy zu wenig gewürdigt, weil aus seinen Firmen viele neue Gründer hervorgingen.
- LovableToolAndys Beispiel für Ein-Personen-Firmen, die heute schnell Umsatz machen.
- Jonas DeichmannPersonExtremabenteurer und Gastautor; gab Tipps zur Bestsellerliste und begeisterte bei Bits & Pretzels.
- SolarEdgeProduktSystem mit Optimierern pro Modul, mit dem Andys verwinkeltes Dach doch Solarstrom liefert.
Transkript
00:00 Intro: Chaos bei Bits & Pretzels, Obama & brennende E-Autos
00:00 Andy Bruckschlögl: Der Tag, nachdem wir Barack Obama announced haben und uns die Presseweise wirklich überrollt hat. Und in dem Jahr war einfach ganz viel Shithits der Fan bei uns. Zum Beispiel am ersten Tag hat in der Tiefgarage ein Elektroauto gebrannt. Aber was das Allerblödste war, dass das Catering in der Tiefgarage gelagert wurde.
00:17 Feliks Eyser: Oh mein Gott, und du willst keine Crowd von 5000 Leuten, die hungrig sind? Was war das? Verrückteste, was ein Speaker je haben wollte? Gib mir mal ein Gefühl, was kostet so der teuerste Speaker?
00:29 Andy Bruckschlögl: Also wie schnell einfach man auf LinkedIn den Experten findet, anschreiben kann, ist halt einfach wirklich geil. Goldgrube. Den einen Experten, den ich dann angerufen habe, Frank Thelen, und habe dann gesagt, Joe Frank, ich will dann ein Buch schreiben. Und er hat ja quasi schon mehrere Bücher geschrieben. Warte, warte, warte, das war der erste.
00:44 Feliks Eyser: Frank Thelen, Wahnsinn. Wenn du den Foundern von morgen so eine Sache mitgeben könntest und ein Plakat bedruckst in richtig großer Schrift, was würde draufstehen? Willkommen bei Founder Mode, dem Entrepreneurship-Podcast, wo wir Star Startup-Wissen direkt von der Quelle anzapfen wollen. Und derjenige, der das noch besser macht als wir, ist Andy Bruckschlögl, weil er das Buch über Startups geschrieben hat, die Gebrauchsanleitung quasi, wie man eine Company gründet. Und Andy selber, ein super erfolgreicher Gründer, hat im Software-Bereich gegründet, hat an Mitgegründet, einer der Initiatoren der Bits and Pretzels, die viele kennen, und hat für sein Buch, sein Wissen niedergeschrieben, vor allem aber auch über 200 Gastautoren reingeholt. Und er erzählt uns die Geschichte vom ersten Moment, wo er am Strand im Wasser stand und die ersten Zeilen getippt hat, bis zu dem Moment. Carsten Maschmeyer das Buch über TikTok aus San Francisco heraus promotet und nimmt uns auf die Reise mit, wie man nicht nur erfolgreiche Unternehmen gründet und Netzwerke und Messen baut, sondern sein Wissen auch den anderen Gründern zur Verfügung stellt in Form. eines Buchs. Super spannendes Gespräch und ich wünsche euch damit viel Spaß. Ich freue mich, Andy. Und ich habe immer das Gefühl, bei diesen Gesprächen. Entrepreneurship zeigt sich früh, die Leute fangen früh an ihrer Jugend bei dir was ähnlich, oder? Ich hab gesehen, du hast mit zwölf Jahren hast du die Rucksacke schon auf eBay verkauft.
02:00 Die ersten Deals: Mit 12 Jahren Rucksäcke auf eBay verkaufen & SEO lernen
02:00 Andy Bruckschlögl: Erzähl mal, warum ging es bei dir so früh los? Genau, ja, also bei mir persönlich war es so, dass erstens hatte ich sehr, sehr früh wirklich eine Affinität zu Computern. Und da den Riesenvorteil, das Riesenglück hatte, dass mein damaliger Kindergartenfreund eine größere Schwester hatte und dann haben wir wirklich im Kindergarten schon im Alter von fünf Jahren, nachdem wir quasi vom Kindergarten nach Hause sind und dann eben später die Schule, immer zu ihm. Und dann haben wir so Dinge wie Keen gespielt oder zu Beginn noch sogar ganz zu Beginn Atari. Und da war quasi zum einen bei mir eine Technikaffinität da. Und zum anderen Was ich, habe ich ehrlicherweise auch so in den letzten Jahren erst so für mich erkannt und wahrgenommen, dass ich schon sehr früh einfach immer schon am Gestalten war und am irgendwo Produkte generieren, um sie zu verkaufen. Also ging auch los, meine Eltern hatten beiderseits ein Familienunternehmen und auf meiner mütterlichen Seite gab es eine Raumausstattung. Und da habe ich mich dann mit vier, fünf Bilder gemalt, hingesetzt und die Bilder verkauft. Gekauft hat sie quasi nur leider meine Familie. Mein Opa, der dann irgendwie 50-Pennig für ein Bild gegeben hat. Aber das hat mir quasi auch Spaß gemacht. Und dann war es so, dass ich im Alter von zwölf Jahren die Zeitschrift Chip quasi wirklich jeden Monat konsumiert habe. Also das war so. Oder inhaliert, inhaliert ist, glaube ich, das bessere Wort, als konsumiert. Wirklich jede Seite von vorne bis hinten durchgelesen, geguckt habe, was sind die neuesten Technikveränderungen. Und dann gab es eine Anzeige, also ganz klassisch, von eBay Und da ist es, ja, man kann jetzt bei eBay Dinge ersteigern und versteigern. Und das war noch ganz weit weg von dem ganzen 321-Mind-Boom, den es da zwei, drei Jahre später gab. Dann habe ich diese Anzeige gesehen und da war eBay auch wirklich nur 2. 000, 3. 000 Mitglieder groß. Und dann habe ich mir da einen Account geholt, habe mich registriert und habe mir dann eine Digitalkamera im Mediamarkt gekauft in Nürnberg. Und dann gesagt hätte ich probiere mal da einen Rucksack vor in den Taschenladen meiner Mutter reinzustellen. Hab's gemacht. Und der erste Verkauf war nicht erfolgreich. Also Hat nicht geklappt. Und dann habe ich mich quasi wirklich zum ersten Mal hingesetzt, war quasi schon ganz früh, und das dann optimiert. Das heißt, ich habe das Foto besser gemacht, habe es raus ins Tageslicht gestellt, den Rucksack, ihn da fotografiert. Hab die Beschreibung, die Artikelüberschrift verändert und der zweite Verkauf war dann dadurch erfolgreich, weil ein Mann in Ich glaube, Hamburg, der wollte genau den Rucksack in der Farbe für seine Tochter, die genau den wollte und den es in quasi sämtlichen Ortschaften drumherum nicht mehr gab. Und dann hat ihn online gesehen und hat gesagt, genau, und ich weiß auch noch die Farbe, Grey Call hieß das Ganze, genau diesen E-Sback Wyoming in Grey Call haben wollte und gekauft hat. Und sogar für mehr als im Laden. Und das war für mich so ein krass. Erstens, ich habe Geld gemacht, zweitens, ich habe sogar noch mehr gema gemacht, wie meine Mutter gemacht hätte im Laden. Und ab dann habe ich Blut geleckt, was mich bis heute nicht mehr losgelassen hat.
04:55 Feliks Eyser: Da ist wahrscheinlich auch die Liebe zur SEO entstanden. Ich erinnere mich an diese Airbnb Geschichte, die hatten ja auch das Problem am Anfang, als sie die Plattform gelauncht haben, da wollte ja niemand. in diesen Apartments wohnen, bis sie erkannt haben, ja okay, wir brauchen bessere Fotos, wir müssen unser Inventory besser darstellen und haben dann diese Fotografen oder beziehungsweise am Anfang sind die glaube ich da selber mit einer Digitalkamera durch und haben die die Fotos gemacht und das war dann die Überschrift für Do Things That Don't Scale am Anfang. Aber hat gezeigt, okay, du musst die Produkte auch im guten Licht darstellen, im wahrsten Sinne des Wortes.
05:20 Andy Bruckschlögl: Absolut, ich meine, Brian Chesky ist ja ein wahnsinniger Ästhet. Also, der ist ja wirklich von vorn bis hinten, der lebt Ästhetik. Und wie du sagst, das ist schon auch was, was Einfach insgesamt bei Produkt Design wichtig ist, immer zu gucken, wie wirkt das, sieht das einfach geil aus, um das mal ganz platt zu sagen. Und genau, da habe ich einfach das relativ schnell verstanden, dass das sein muss und auch, dass man Dinge optimieren muss. Ein Und das hält bis heute an. Und dass es natürlich SEO ist, da so ein Ausgeprägter Bereich, aber in Summe ist es ja auch überall im Leben, dass man immer versucht, irgendwo besser, schneller weiterzukommen, und das ist einfach Teil der Optimierung, ja.
05:55 Von der Agentur zur Software-Company: Die Gründung von Ryte (ehem. OnPage.org)
05:55 Feliks Eyser: Ja, ja. Wir haben uns kennengelernt. Damals Savaste quasi, heute würde man vielleicht sagen, der Faunus Associate von Markus Tandler. Da hast du, da warst du schon in der SEO-Industrie drin und da saßen wir in Stuttgart am Wilhelmsplatz zusammen und ihr habt meinem Kumpel und Mentor Peter erklärt, wie er sein Shopping-Portal optimieren kann. Da waren wir beide jung.
06:16 Andy Bruckschlögl: Da bin ich auch noch sehr gut dran, weil ich war da 18, ging eigentlich noch zur Schule, habe mich befreien lassen, bin dann nach Stuttgart gefahren. Und das war also eigentlich dann so ein paar Szene. Witzig, dass du dich auch nochmal so gut dran erinnern kannst, kann ich mich so gut erinnern. Aber ja, das war eine wahnsinnig gute Zeit, ja. Und Edeleit war damals ja auch damals Pionier in dem ganzen Thema. Plattformen für Shopping. Also, war der die ersten und auch wirklich die größten.
06:43 Feliks Eyser: Naja, genau. War ein Shopping-Portal, könntest du dir Produkte merken. Hatte Peter, mit dem ich dann auch viel Business gemacht habe und sehr gut befreundet bin, gegründet, einen Burda von. Und es war genau in dieser Zeit, wo so Shopping-Portale und so Affiliate-Marketing ein bisschen professioneller geworden ist. Und du hast dann ja selber eine Firma gegründet. Eine Tech-Firma, right. Die hieß am Anfang anders, die hieß OnPage. Onpage.
07:07 Andy Bruckschlögl: org. Genau, genau. Also das haben wir quasi da auch gar nicht jetzt ich alleine, sondern wir waren zu viert. Also. Vielleicht nochmal ganz kurz zum, als ich habe angefangen mit eBay, dann gab es quasi eine weitere Station, das war E-Commerce, als ich dann versucht habe, einen eigenen Onlineshop zu bauen für Taschendrucksäcke. Danach einen zweiten Online-Shop für Mode und Klamotten, parel, war aus zwei Gründen eine schlechte Idee. Vielle Einmal d es parell zu machen und zum zweiten Mode komplett die Return-Quote unterschätzt. Und dann habe ich quasi wirklich gesagt, okay, ich möchte jetzt was machen, was nicht mehr im E-Commerce-Bereich ist, weil er mich einfach selber so geschädigt hat, dass ich gesagt habe, da habe ich erstmal genug von, von auch diesem ganzen als Retailer vorher warnteuer einkaufen, mit dem ganzen Risiko, dann lagern, dann verschicken. Und es war einfach so, dass ich da Alles will ich vielleicht so in der Form nicht mehr. Und habe mich zu Markus Tandler gekommen, genau was du richtigerweise erwähnt hast. Und habe dann mit ihm wirklich Suchmaschinenoptimierung für mich nochmal perfektioniert. Also viel gelernt und wurde dann wirklich echt gut drin. Und dann quasi kamen im Laufe der Zeit zwei weitere dazu. Nils Dörrier, der dann von Google raus ist, war ja der erste Google-Deutschland-Mitarbeiter damals. Und dann auch quasi auch ein weiterer Founders Associate, wie wir jetzt nennen würden. Das ist quasi Jan-Hendrik Merlin-Reichenbacher gewesen. der dann quasi auch Teil des Teams war. Und wir waren zu viert und haben ganz viel SEO-Side-Audits gemacht und während der Arbeit gemerkt, dass viele von dem, was wir tun, besser maschinell gemacht werden kann. Und das hat uns zu dem Punkt gebracht, dass wir gesagt haben, wir bauen uns da einen eigenen Crawler. Und das, wie du richtig gesagt hast, war am Anfang unter dem Namen onpage. org. Haben wir dann nach fünf Jahren gerebrandet zu ryte.com, als wir international gegangen sind und Menschen, vor allem in USA, die. org, eher mit einer gemeinnützigen Organisation gleichgesetzt haben. Und wir gedacht haben, wir müssen das Ganze umbranden. Und genau, das war eigentlich quasi so. Bis heute meine richtig große Erfahrung im ganzen Thema Startup und Startup-Bereich. Und parallel dazu habe ich dann noch zwei weitere Firmen mitgegründet. War nie alleine, war immer großartiger Co-Founder eines EFNI, eine Agentur für Social Media. War zu Beginn aber eine Tech-Plattform, was sich auch ein bisschen weiterentwickelt hat. Und eben die Bits & Pretzels, die auch zu Beginn anders hieß, nämlich das Gründer Weißwurstfrühstück. Also das Thema. Rebranding ist bei mir groß, da kann ich viel von erzählen, viel Erfahrungen teilen. Ist aber manchmal einfach so, dass man irgendwo anfängt mit einer Idee, die man einfach so nennt und dann entwickelt es sich weiter und siehe, Facebook und Meta Ist ja auch nicht anders. Sie haben quasi Facebook nicht umbenannt, aber in Summe quasi den ganzen Konzern ja quasi eher auf das gebracht, was sie mittlerweile machen, nämlich sehr viel mehr als ein reines Facebook. com.
08:31 Geschäftsmodelle im Vergleich: Warum Software (SaaS) oft besser ist als E-Commerce
09:48 Feliks Eyser: Ja, ja. Und sag mal, ich find's interessant, du hast ja diese ganzen Modelle von innen gesehen. Du hast E-Commerce gemacht, du hast Agency und Beratungsbusiness gemacht, du hast Software. Business gemacht und das hat ja alles Vor- und Nachteile. Es gibt doch genug Softwarefounder, die sagen, ich war nie wieder Software, ich mache das E-Commerce oder so. Und das Gegenteil hast du gerade gesagt. Also, ich glaube, das Gras ist natürlich immer ein Stück weit grüner auf der anderen Seite. Aber wie denkst du jetzt auf Basis deiner Erfahrung darüber nach, wenn du was Neues starten würdest? Und vor allem, wenn man so an die junge Generation denkt, so Leute, die so alt waren wie wir damals aus der Uni kommen und was starten wollen, was für ein Framework, wenn du es so annimmt, zu überlegen, was sollte ich eigentlich machen?
10:22 Gründungs-Tipps: Bootstrapping und warum man „nebenbei“ starten sollte
10:22 Andy Bruckschlögl: Also erstmal muss ich sagen, grundsätzlich finde ich, haben wir die geilste Zeit, die es jemals gab, weil einfach so viel mehr an Wissen, an Tools, mit KI jetzt vor allem nochmal mehr. Zur Verfügung steht. Also, ich glaube, heutzutage kannst du wahnsinnig gut gründen. Nachteil natürlich, also jede Sonnenseite hat auch jede Schattenseite ist natürlich, du hast sehr, sehr schnell viel potenziellen Wettbewerb. Also es kann halt auch einfach passieren. Aber ich glaube, vor allem, wenn man sich in Nischen erstmal reinbegibt und es wird immer meine Empfehlung für junge Gründer und Gründerinnen, sich in Nischen reinzubegeben und zu gucken, wie man was Kleines. Bootstrappen kann. Das wäre persönlich meine Empfehlung und aus allem, was ich auch gelernt habe mit Fundraising und so weiter, würde ich persönlich immer erstmal zu Bootstrapping raten und so wirklich zeitnah da Revenue scannerieren. Und da gibt es ja auch ganz viele Beispiele. Lovable hat es, glaube ich, vor einem Monat gepostet, wo sie irgendwie fünf Unternehmer quasi gehighlight haben. gesagt haben, hey, diese fünf haben jeweils, ich glaube, über 500k AR generiert und sind alle so One Man- oder One-Woman-Shows. Und das finde ich halt einfach geil. Und das würde ich jedem Jungen raten, einfach das erstmal Jedem, also quasi muss ja nicht, also es gibt ja auch ältere Menschen, die sagen, hey, ich habe jetzt Bock zu gründen. Und das quasi ist das eine. Zum anderen, das gebe ich auch immer sehr, sehr viele Menschen mit, macht die Dinge nebenbei. Also Bedenkt nicht, okay, ich kann nur gründen, wenn ich jetzt meinen Job schmeiße oder meine auch noch schlimmer, meine Schule und mein Studium. Nein, es gibt ja auch tausende Beispiele. Klar, irgendwann kann man zu einem Punkt kommen, vor allem im Studium, wo man sagt, okay, es braucht jetzt einfach mehr Zeit und es hat voll meine Lust, ich schmeiße das Studium. Da gibt es große Beispiele wie ein Mark Zuckerberg und so weiter, der das ja quasi dann auch gemacht hat. Aber ich würde immer sagen, fangt nebenbei an. Weil auch alles, was ich gemacht habe, war immer nebenbei. Ich war quasi Schüler und habe. Mit eBay gestartet. Ich war Vollgründer bei Ryte und habe die Bits & Pretzels gestartet. Würde ich aber so in der Form nicht empfehlen, also wenn ihr bei einem Startup seid, dann bleibt dort. Es ist wirklich Absolut, ich glaube, meine größte Schwäche, dass ich viel zu sehr irgendwie überall Opportunitäten sehe und mich zu sehr immer von vielen Dingen einfach ja ergreifen lasse, aber in Summe kann ich wirklich sagen, macht das erstmal nebenbei und dann geht all in, wenn ihr merkt, hey, das, das, das, das, das generiert das erste Umsatz und so weiter. Und das Ding ist einfach, ich hatte da auch Witzigerweise eine Person, die damals bei Ryte gekündigt hat, weil sie sagt: Hey, ich will jetzt mich selbstständig machen und das kann ich nur, wenn ich All-In gehe. Diesen Fall gibt's. Ich persönlich muss sagen, ich. Habe aber auch ziemlich dagegen geredet und habe bis heute auch sogar die Meinung, weil ich sage: Wenn du es nicht schaffst, dir am Abend oder am Wochenende die Zeit in den ersten Wochen, Monaten freizuschaufeln, das zu tun, Dann bezweifle ich sehr, dass das, wenn du All-in-Ghst, besser oder anders wird. Das ist einfach meine persönliche Meinung. Und vor allem in den ersten Jahren, du kennst es ja auch gut genug, ist halt einfach 24-7 angesagt. Das habe ich noch nie anders erlebt und das. Finde ich aber auch am Schluss eine geile Zeit. Also, ich möchte es ja auch nicht wissen wollen. Auch wenn ich vielleicht ein paar Prozentchen weniger machen würde vom Einsatz und ein bisschen mehr auf meinen Körper und Gesundheit achten. Ein Großteil würde ich trotzdem genauso wieder machen, ehrlicherweise.
13:26 Feliks Eyser: Ich fand das immer die besten Kündigungen, wenn Leute, also eine Kündigung ist nie gut, also die schlechten Leute, da ist eine Kündigung gut, wenn die gehen, aber bei den guten Leuten ist es natürlich doof, aber wenn die sagen, hey, ich will selber eine Company gründen. Da konnte ich als Founder immer nicht so viel dagegen sagen, weil du denkst, okay, ist ja geil, ich würde es ja genauso machen.
13:41 Andy Bruckschlögl: Genau, genau. Aber ich habe halt in dem Segment, da habe ich gesagt, mach doch das jetzt erst nebenbei. Quasi, lass doch die Sicherheit doch erstmal bestehen, gründe und dann in sechs Monaten, wenn es dann läuft, dann kündige und dann, was auch immer lass uns sprechen, wie wir, keine Ahnung, ein paar auf deiner Firma sein können. Weil, wie du sagst, in Summe hat es mich sehr gefreut. Dass die Person gekündigt hat, um sie selbstständig zu machen. Ich hätte sie quasi nur geraten, erstmal nebenbei zu starten. Und am Ende des Tages war es dann leider kein Erfolg. Ich möchte jetzt auch gar nicht sagen, ich hatte recht oder wie auch immer, sondern es war dann einfach so. Passiert ja auch oftmals und ist dann auch wieder in den Shop gekommen und so weiter. Das ist alles gut und richtig. Aber ich glaube, wie gesagt, du würde es bis heute quasi da einfach ein bisschen anders machen.
14:22 Feliks Eyser: Nebenher machen. Ja. Und so Software versus Agency, das erwähnt jetzt Lovable, so ist ein Beispiel, kann brauchst du jetzt nicht mehr der krasse Programmierer sein, du kannst ein MVP bauen, wahrscheinlich nicht die Variante, die dich auf 10 Millionen Umsatz bringt, aber ich sag mal, die ersten. Ein paar hunderttausend, vielleicht klappt das damit. . Was sind sonst Skills, die du dir angucken würdest oder welche Fähigkeiten würdest du kultivieren, um Dich als Founder in der heutigen Welt vorzubereiten.
14:46 Founder-Skills: Warum Mindset & Ausdauer wichtiger sind als Hard Skills
14:46 Andy Bruckschlögl: Ja, quasi kommen wir wahrscheinlich jetzt dann auch automatisch zu meinem Buch, weil genau da habe ich quasi. Für mich in den letzten zwei Jahren sehr stark damit beschäftigt, was sind denn die Skills. Und da habe ich für mich quasi ein paar Skills einfach als Key-Skills rausgearbeitet, zum Beispiel das Thema Ausdauer. Mindset, dass ich die Mindset zu haben, Anpassungsfähigkeit, Sparsamkeit, aber auch, die meines Erachtens für Gründer so wichtig sind und auch wichtig, die man auch gar nicht von Beginn an wirklich Sehr, sehr gut beherrschen sollte. Aber auf jeden Fall sollte man das auf dem Schirm haben und sich mit diesen Bereichen beschäftigen. Und genau, das sind in Summe elf Stück, die ich im Buch genannt habe und die ich, wie gesagt, als wichtigste sehe. Daneben gibt es noch quasi wahrscheinlich 20, 30 andere, aber das sind so die, wo ich sage, okay, da Sollte man als Gründer wirklich ein Augenmerk drauf legen.
15:39 Feliks Eyser: Okay, okay. Und du gehst eher sozusagen auf die Metaskills und sagst Resilienz, Ausdauer und solche Sachen. Du sagst jetzt gar nicht N8 N-Automations bauen oder sowas, quasi so die Hard Skills.
15:50 Andy Bruckschlögl: Nee, weil ich finde persönlich, das kommt dann immer. Weißt du, auch Technologie, weißt du ja jetzt auch aus deinem jetzt auch über 20 Jahre Erfahrungsschatz Technologie kommt und geht so oder entwickelt sich weiter. Und meines Erachtens, was sich aber weniger stark dann eben verändert, ist einfach diese persönlichen Skills. Und wenn ich einfach das richtige Mindset habe, ist es mir egal, ob ich jetzt ein N8N habe oder ein JGP oder was auch immer. Wenn ich jeden Morgen aufstehe mit dem Motto, okay, wie ich weiß, ich kann das schaffen, das ist mal ganz platt, banal gesagt. Dann schafft man es auch einfacher. Und das, finde ich, sind die Grundlayer, die man als Gründer haben sollte. Und alles andere ist dann noch die Beschleunigung oder das Add-on. Aber die Grundlayer meines Erachtens fangen wirklich bei einem persönlich an.
16:31 Feliks Eyser: Ich finde auch so einen der Metaskills ist so die Ability to learn, also wie schnell kann ich neue Themen verstehen, mich reindenken, so heute ist Endlobable, morgen ist irgendwas anderes und Also, du bist ja auch eine Learning Machine. Also, ich glaube, das Beste, um was zu lernen, ist es drüber zu schreiben. Du hast das Buch geschrieben und da lernt man wahrscheinlich am meisten drüber. Was sind sonst Hacks, wie du dich in neue Themen reindenkst und neue Sachen verstehst?
16:51 Learning by Doing: Das Solaranlagen-Projekt und teures Lehrgeld
16:55 Andy Bruckschlögl: Boah, ist eine gute Frage und schwer zu beantworten, weil es jedes Mal irgendwie unterschiedlich ist. Und ich habe wirklich viele Themen. Also neben jetzt den Companies auch noch Zig andere, mit denen ich mich gerne beschäftige. Ich reise einfach nur mal kurz ein paar an. Das eine ist das Thema Vodovoltaik, also Nachhaltigkeit. Ich habe mich da bei uns daheim sehr damit beschäftigt. Das zweite ist Longevity. Dann geht es weiter mit Smart Home und das sind und alle diese Themen beschäftigen mich dann irgendwie oder begeistern mich eigentlich relativ schnell. Und das ist unterschiedlichst. Also meistens ist dann wirklich so mit Trial Error. Also, dass ich jetzt zum Beispiel bei PV-Anlage mir dann, also quasi, es war so. Wir haben ein sehr verwinkeltes Dach und ich habe dann eben zwei, drei Leute gefragt und mir Angebote eingeholt und die haben alle gesagt, aha, Bruckschlögl, bei ihrem verwinkelten Dach, das lohnt sich nicht. Und als Gründer, immer wenn man nicht hört, dann Die rote oder dann quasi grüne Lampe an. Okay, das muss irgendwie gehen. Und und out, es geht. So, es geht deswegen: Es gibt so ein eigenes System, kennt vielleicht der andere Hörer, das heißt SolarEdge, und das sind quasi dann so Mikrooptimierer hinter jedem Modul. und damit quasi laufen die Module dann quasi in Summe besser, weil normalerweise bei einer normalen PV-Installation quasi läuft alles auf der Nieders, also Am höchsten auf der niedrigsten Spannung. Das heißt, wenn ich ein Modul habe, was sehr verschallet ist, dann zieht es alle anderen Module runter. Durchzieht einen optimierenden Ansatz. Ist das eine verschaltete Modul quasi weniger Energie bringend, aber alle anderen, die viel Energie bringen, speist noch zu viel ein. Aber da war dann ganz viel so wirklich Try and Error. Ich habe mich dann eingelesen online, habe dann quasi wirklich viele Foren besucht und mein Case beschrieben. Statt vorn würde ich jetzt natürlich ChatGPT nehmen. Das war vor zwei Jahren witzigerweise, also auch wie schnell sich das verändert. Und dann aber auch bestellt und bei mir vor Ort aufgebaut und dann aber auch viel Lärger gezahlt. Das ist auch, glaube ich, das Wichtige. was ich schon in meinem Leben an Lehrgeh gezahlt habe, weil ich einfach so oft in neue Bereiche reingehe. Das ist wirklich absurd und auch nicht empfehlenswert. Also ich würde auch da, weil du sagst, so da sind viele Bereichen drin und ich würde immer jedem raten, wenn er da den Eher in einem Bereich zu bleiben. Ich glaube, ich wäre deutlich erfolgreicher, wenn ich nur SARS machen würde und das quasi jetzt auch SARS-Plattform beraten oder nochmal mitgründen oder oder oder. Aber so ist halt mein Gen und so bin ich halt schon immer, dass ich halt irgendwo lieber vielseitig unterwegs bin und nimm es dann auch gerne in den Kauf, weniger vorgerichtet dadurch zu sein. Weil ich einfach da Spaß habe. Und das war quasi das Beispiel mit PV, weil es bei ganz vielen so einfach wirklich bestellen. Dinge ausprobieren, da merken, oh shit, Sachen wieder zurückschicken. Oder irgendwie am PV-Anlage wirklich am Dach dreimal neu die PV-Anlagen abdecken, neu installieren. Also es hat mir wirklich ein Vermögen gekostet, einfach weil ich es nicht wusste.
19:33 Feliks Eyser: Ich wollte das auch nicht kriegen.
19:35 Andy Bruckschlögl: Weil ich zu sparsam war. Also muss ich auch dazu sagen, ich habe quasi mir das Geld sparen wollen, diese was auch immer, 1500 Euro für jemanden, der mir das ordentlich plant und ich dachte, ja, das kann ich alles selber. Die habe ich quasi wirklich zehnmal gezahlt. Dann gibt es auch ein Sprichwort: Wer billig kauft, kauft zweimal. Ich weiß nicht, dass ich billige Module gekauft habe, aber ich quasi wirklich dachte, ich kann das selber. Und ja, aber am Ende des Tages. Versuche ich dann trotzdem auch immer irgendwo was draus zu machen. Und ja, und jetzt im Freundeskreis, wenn jetzt irgendwer sagt, er baut sich eine PV-Allege aufs Dach, dann kann ich dann immer relativ schnell Gute Tipps helfen, Menschen helfen und das ist halt dann irgendwo für mich persönlich auch was wert. Also wo ich sage, dann hat sich es auch irgendwo gelohnt.
20:13 Feliks Eyser: Du machst ChatGPT auf, du gehst in die Foren rein, du liest dir die Bücher durch und hörst die Podcasts. Wie kommst du an die Leute ran? Und der ultimative Hack ist ja auch die Person zu finden, die sich schon seit zehn Jahren mit den Solarmodulen beschäftigt hat.
20:25 Experten-Netzwerke: LinkedIn als Goldgrube & Wissen einkaufen
20:25 Andy Bruckschlögl: Ja, das ist richtig und das wird quasi im PV Modulbereich nicht so und das war quasi am Schluss mein Lehrgeld, so das ich gezahlt habe. Aber ansonsten muss ich sagen, es LinkedIn einfach Goldgruppe. Also, wie schnell dann einfach man auf LinkedIn Experten findet, anschreiben kann und sie dann, wenn man sie persönlich gut anschreibt, auch antworten, ist halt einfach wirklich geil. Also ich glaube auch, das ist so ein, so ein Ja, wirklich Goldgrube, die wir in der heutigen Zeit haben. Das ist Wahnsinn.
20:48 Feliks Eyser: Total. Und ich finde das so ein gutes mentales Modell, sodass man diesen Trial and Error-Weg gehen kann und der ist sehr nachhaltig, weil es prägt sich ein. Wenn man einmal durch dieses Tal durchgegangen ist, dann hast du es wirklich gelernt. Und der Shortcut ist aber auf der anderen Seite wahrscheinlich die Person zu finden, die halt seit 20 Jahren schon Trial and Error macht und alle diese Edge-Cases schon mal gesehen hat. die auf irgendeine Weise zu engagieren. Wir hatten neulich den Raphael Frank in dem Podcast, der hat Glow 25 gemacht, Kollagen-Brand, super erfolgreich, 100 Millionen gebootstrappt und der hat mir eine Sache gesagt, der liest gerne Bücher von US-Autoren, macht jeder. Und Der geht aber einen Schritt weiter und schreibt die Autoren an, wenn ihnen ein Thema besonders interessiert. Und schreibt ihr nicht nur an, sagt, hallo, ich bin Rafa, kannst du mir helfen, sondern bietet denen dann. . Geld, sagt, hey, keine Ahnung, hier 1000 Euro, 2000 Euro, dafür, dass du mir das einen Tag lang erklärst. Was halt genial ist. Wenn du sagst, da ist eine Person, die hat ein Buch geschrieben, wie du über die Startups, was ich jetzt so. tief mit diesen ganzen Modellen beschäftigt, dann lass uns doch mal gucken, vielleicht kann man die Person einfach einen halben Tag buchen und dieses ganze Wissen downloaden. . Fand ich genial.
21:44 Andy Bruckschlögl: Habe ich übrigens gestern zum Thema NFT gemacht. Ich habe mir gestern ein einstündiges Coaching quasi gebucht. In Summe, glaube ich, viel Geld, aber wenn man es jetzt losgelöst für eine Stunde quasi bewerten würde, Aber dann wieder nicht, weil in der Stunde habe ich so viel gelernt, was mir ganz viele viele Investments gespart hätte. Und dann sind es dann irgendwie schnell wieder ein paar 10. 000 Euro. Und wenn mir, wie gesagt, einer irgendwo angeboten hätte, hey, hier für, keine Ahnung 500 Euro kriegst du zwei Stunden oder eine Stunde von mir Advising zum Thema Solar-Designing.
22:16 Feliks Eyser: Hättest du gemacht.
22:16 Andy Bruckschlögl: Dann hätte ich es gemacht. Aber ehrlicherweise, da gibt es da ein paar Plattformen, weil es so richtig gute auch noch nicht. Ist vielleicht eine tolle Plattformidee, jemanden, der was gründen möchte. Da wirklich so dieses Experten-Hiring zu machen. Und wie gesagt, da gibt es schon was, aber ich finde, für mich habe ich noch nichts richtig Gutes gefunden, wo ich so weiß, okay, das ist das eBay oder Amazon oder was auch immer, da gehe ich direkt hin und finde einfach. Echt gute Experten, finde ich.
22:41 Feliks Eyser: Es gibt ja diese krassen Geschäftsmodelle von so Expert Networks, die Banker einsetzen. Also jeder Private Equity, so nutzt er sowas wie Third Bridge oder sowas, oder ich glaube GLG oder so heißt eins von denen. Das sind so Riesenexpertennetzwerke, wo du dann diese Calls machst. Da kriegst du wahrscheinlich auch die Einladung, da sagen die Leute dann, hey, halbe Stunde Zoom-Call, kriegst 1000 Dollar. Und der Private Equity zahlt dann aber wahrscheinlich 5000 dafür oder so, weil er gerade eine Due Diligence macht zu SEO-Tools, weil der irgendeine Firma in Indien kaufen will oder sowas. Das finde ich auch spannend, ich hätte da nie so einen Zugang dazu, aber ein paar Freunde von mir haben ihre Companies dann an Private Equities verkauft und die hatten dann irgendwelche Probleme und die PEs haben immer nur gesagt, ja, doch zu Third Bridge und hol dir doch einen Experten, lass es dir doch von dem erklären. Wo du denkst, ja, wie smart ist das denn, weißt du? Die Banker, die wissen es nicht selber, aber die. Die haben Geld und holen sich das Wissen dann von Experten. Aber so für die Autonomalfounder oder den Häusl-Bauer mit seiner PV-Anlage, vielleicht ist das die erste Business-Idee, die wir gefunden haben. Ja. Expert Network für Für Installateure. Man sagt bei Foundern oft, an der Spitze kann es einsam sein und da ist was dran, aber. Das muss nicht so sein. Deswegen haben wir die Founder Mode WhatsApp Community gestartet, wo du dich mit anderen Foundern austauschen kannst. Online, in deiner Stadt, vielleicht sogar beim Workout, in dem neuen Workout-Channel für die Berliner Gründer. Deswegen join the WhatsApp-Community von Foundermode unter www. foundermode. show slash WhatsApp. Wir sehen uns in der Community. Erzähl mal, was du mit NFTs gemacht, das interessiert mich noch. Im Jahr 2025 hast du NFT Education gemacht.
24:20 Andy Bruckschlögl: Ja, ja, also ich wollte einfach mal über quasi das Thema Cryptobank noch ein bisschen mehr lernen, aber es ist einfach quasi immer wieder mal bei mir so. vorbei schwimmt im Kopf mit dem Thema, hey, ist es nicht vielleicht ein Investment Case, was jetzt nicht der klassische ist, sondern einfach so ein bisschen Sammlerei plus Investment Case und da holt sich einfach gestern Ein bisschen mehr verstehen, wo wir da gerade stehen in dem ganzen Markt und wie da so die Einschätzung von dem Profi ist. Genau, bin aber nicht, nicht, nicht, nicht tief drin. Zwei NFTs und genau, halt die Frage.
24:51 Feliks Eyser: Ich hab noch so einen Affen, das ist sehr schmerzhaft. So ein 2021 Affen.
24:57 Andy Bruckschlögl: Den hast du dann toll geschossen, oder?
24:59 Feliks Eyser: Ja, da hätte ich mir auf jeden Fall eine Solaranlage oder zwei kaufen können. Das wäre nachhaltiger und besser gewesen. Aber Cryptopunk wahrscheinlich nicht so schlecht.
25:09 Andy Bruckschlögl: So ist es halt manchmal auch. Aber auf der anderen Seite, wenn ich dein Portfolio anschaue, hast du auch sehr, sehr gute Investments gemacht.
25:15 Feliks Eyser: Ja, Sachen gefunden, die besser waren. Man brauchte auch was Schlechtes im Portfolio. Das hat mir auch mal so ein erfahrener Gründer. Muss ja auch die guten Sachen dann appreciaten. Erzähl mal vom Buch. Wie kamst du überhaupt auf die Idee, das zu schreiben? Wieso schreibt man ein Buch?
25:30 Die Buch-Idee: Wie aus einer Lebenskrise ein Buchprojekt wurde
25:30 Andy Bruckschlögl: Wieso hört man Buch? Also erstmal bei mir kamen zwei Dinge vor allem zusammen. Also das eine war wirklich ein sehr großes Tief in meiner Founderreise bei Ryte. Das war vor. Jetzt mittlerweile zweieinhalb Jahren, wo einfach viele Dinge dann durch verschiedene Krisen, also erst Covid, dann die Wirtschaftskrise und so weiter, dann Nicht so liefen, wie wir im Wachstumstrack eben eigentlich vorhatten und dann eben die Investoren ein bisschen sehr, sehr harte Bandagen angelegt haben. Und nicht so ein bisschen da mein Lebenswerk oder unser Lebenswerk, aber in dem Modus, was wirklich erstmal quasi meines, was ich da gesehen habe und den ganzen Die ganze Arbeit, die ich da die letzten elf Jahre reingesteckt hatte zu der Zeit, zehn Jahre waren es zu der Zeit, wo ich schwimmen habe sehen und wirklich mich das mental sehr, sehr getroffen hat. Also ich war wirklich an dem Punkt, wo ich echt gesagt habe, ich stelle mich insgesamt in Frage, ob ich überhaupt irgendwas kann und so weiter und mache aber zum Glück schon seit über sieben Jahren viel intensiv mit einem Coach. Regelmäßige Sessions und der hat dann zu mir gesagt: Du, fang doch mal an und schreib doch mal ein Buch. Schreib doch mal ein Buch über alles, was du gelernt hast, um dir das, oder schreib es mal quasi für dich nieder, um dir das mal ein bisschen bewusster zu machen, weil Vielleicht sieht man es dann eher.
26:41 Feliks Eyser: Oder so einen therapeutischen Genau, das war quasi der erste Impuls, aber der hat mich nicht getriggert, muss ich sagen.
26:48 Andy Bruckschlögl: Der war so, okay, ja, hm, und dann, nee, ich habe es dann trotzdem irgendwie nicht gemacht. Und dann war der zweite Impuls. Dass ich dann am Strand lag und dann irgendwie die ganze Zeit wieder ein bisschen vorbei war, alles, also die Bogen quasi geklettert waren in der Firma quasi, ganz witzige Fall zum Strand. Und ich dann gemerkt habe, ähm, Hey, irgendwie, was habe ich denn alles Geiles schon erlebt? Und ein Fissband mit Obama ist, glaube ich, so immer das, was man am meisten zitiert über mich.
27:15 Feliks Eyser: Das ist ja bei dein LinkedIn-Bild, oder?
27:17 Andy Bruckschlögl: Ja, und ich selber auch als eines der geilsten Erleben, aber so, so, so viel mehr. Also wirklich unfassbar viel. Ich dachte, boah, ey, irgendwie das ist doch auch irgendwie geil, und anderen Gründern das oder Menschen Das irgendwie zu ermöglichen und mehr Tipps zu geben, wie sie gründen können, weil das war quasi dann so ein bisschen der dritte Gedanke, der Impuls, ähm, Ich einfach so viele und du wahrscheinlich genauso gleiche Fehler sehe, wo Captables falsch gebaut werden, wo Pivots nicht gemacht werden, wo sich Founder-Teams zerstreiten, nicht mehr, boah, ey, das ist doch irgendwie ein Quatsch. Also klar, Gründen an sich ist wahnsinnig komplex. Das habe ich vor allem beim Beschreiben des Buchs nochmal mehr gemerkt, aber du hast einfach so ein bisschen so Handwerk, was du einfach quasi beherrschen kannst. Dann habe ich gedacht, und das gibt es doch. Irgendwo noch gar nicht. Und dann noch ein kleiner weiterer Impuls, wenn ich dann am Stand habe ich LinkedIn aufgemacht und dann wurde quasi weiter alles totgesungen, wie schlecht es auch hier in Deutschland ist. Und jadada, und da kann ich ja auch, das kann ich gar nicht haben. Ich muss sagen, wir haben ein so geiles Land und mich kotzt das an, wie schlecht wir uns da jedes Mal reden und wirklich unnötig. Also der Amerikaner steht da auf und egal in welcher Krise, das haben wir auch in unserem Umfeld, habe ich das erlebt, mit ein, zwei Menschen, die richtige Krise hat, so richtig am Abgrund standen. Und dann gesagt haben, boah, was eine geile, wirklich, also in einem Crawl, wo wir einfach mal mit denen uns erhalten haben. Und die Antwort war da, also wir als Deutsche wollen sagen, boah, ist alles scheiße, ich weiß nicht mehr weiter. Der Amerikaner sagt Was eine großartige Opportunität, sich neu zu sortieren und sich anders aufzustellen. Ist vielleicht auch ein bisschen gekünstelt und ein bisschen übertrieben und ein bisschen Show. Klar, absolut, aber in Summe, einfach mal das zu denken, und das ist der Snapful Filling Prophecy. Wenn ich mir das vorstelle, es ist eine geile Chance, dann ist es auf einmal sehr viel wahrscheinlicher, dass ich erfolgreich werde, als wenn man jedes Mal sage, wie schlecht alles ist. Und dann habe ich gedacht: So, und jetzt jetzt erst recht, jetzt fange ich irgendwie an, da ein Buch zu schreiben und schreibe das bald so, wie ich es gerne hätte, weil. Ich muss sagen, ich oute mich als jemand, der sehr ungern liest. Ich habe auch echt wenig Bücher gelesen, aber ich habe ein Buch bescheuert. Aber. Aber wollte eben das genauso schreiben, wie ich quasi mir Bücher wünsche, nämlich dass man sie kurz snagable lesen kann, dass sie quasi auch visuell sehr einfach zu durchschauen sind. Ich habe quasi versucht, ein Kapitel immer auf eine Doppelseite zu beschreiben. Und mir ist bewusst, das ist, also zu jedem Kapitel, zu dem Thema könntest du ein Buch schreiben. Aber ich wollte ja bewusst das Wichtigste beschreiben und habe zum Beispiel dann auch wieder doch Ganz, ganz viel Netzwerk am Schluss, was dann dazu beigetragen hat, dass das Buch so ist, wie es ist. Weil ich habe von einem sehr guten Freund dann quasi einen Tipp bekommen, mir mal Wolf Schneider anzuschauen. Da gab es quasi ganz zu Beginn, auch als ChatGPT so rauskam. Eine Wolf Schneider-KI. Wolf Schneider ist ein sehr bekannter, mittlerweile verstorbener Germanist, der redenscheibbar war. Und der hat quasi eine, der hat sich sehr mit sprachologischer beschäftigt und der hat quasi viele Beste Beispiel jetzt quasi, so Füllwörter rausgestrichen, um Wörter, Sätze kleiner, prägnanter und ziehgerechter zu gestalten. Und mit dieser quasi Art denkensweise oder oder nennt Stilform habe ich dann das Buch quasi vor allem dann lekturieren lassen. Also ich habe quasi alles Total gekürzt. Ist es nicht so, dass man das Buch dann liest wie ein Roman? Soll man auch nicht. Man soll quasi wirklich sagen: Okay, ich lese es mal und habe dann sehr dicht gedrängt in Inhaltsvermittlungen. Genau, und so quasi kam das dazu und so war dann auch die Idee des Designs. Und das letzte quasi, was ich noch dazu sagen kann, ist, ich wollte es bewusst als Coffee-Tablebook machen, weil ich. Auch wieder will, dass das Gründertum wieder in die Mitte unserer Gesellschaft rückt. . Ich bin fest davon überzeugt, dass das, was wir gerade erleben, mit irgendwie Arbeitnehmer werden immer noch stärker und irgendwie die Unternehmer sind eh schon, aber ich glaube, gerade jetzt echt an einem Limit. Die Gebeutelten, die die irgendwie gemolken werden sollen. Das haben wir jetzt zu lange gemacht, aber wenn wir jetzt echt nicht jetzt mal anfangen zu sagen, okay, ein Unternehmer ist quasi Ich übertreibe jetzt und sage einfach die goldene Kuh, die ich jeden Tag streichen und pflegen sollte, dann werden wir es hier richtig schlecht haben. Und eben auch Menschen mehr mitzugeben. Dass eine Gründung eine absolut legitime Chance ist und in dem Berufswunsch vorkommen sollte. Und auch da gab es ein wichtiges Erkenntnis von mir, weil ich habe mich irgendwann dann innerhalb des Coachings kommt dann immer auf, was hatte ich als Kind beschäftigt, was wollte ich als Kind werden. Und ich habe das dann auch in den letzten Jahren gar nicht mehr so vor Augen gehabt. Ich wollte das Kind immer Erfinder werden. Und als ich das immer meinen Freunden gesagt habe, zur damaligen Zeit, also mit 6, 7, was willst du denn? Der eine Vollmann, der andere Polizist und ich Erfinder. Dann sind wir mich groß angeschaut und gesagt: Was Erfinder? Was er findet man da? So, und am Schluss, am Ende des Tages muss ich sagen, bin ich irgendwo? Und Erfinder, Schreckliche Unternehmer, Gründer, wie auch immer. Und muss sagen, ich würde mir wünschen, dass es viel, viel mehr Kinder in den nächsten Jahren auch so haben als Zielbild.
32:08 Feliks Eyser: Das ist doch der geilste Beruf der Welt, oder? Man stellt sich dann diesen Daniel Düsen-Trieb vor, der da hinten in seinem Schuppen irgendwas erschafft. Und ich meine, wenn wir uns umschauen, alles was hier steht, alles, was es gibt, es wurde ja irgendwann erfunden. Und dann durch Unternehmer, durch Unternehmerinnen kommerzialisiert, dann ist groß geworden, dann kam die finanzielle Komponente dazu. Aber du musst ja auch als Kind, als Schüler, als Student irgendwann so diese Erfahrung machen, ja, ich kann mir was ausdenken und ich kann das auch erschaffen.
32:31 Andy Bruckschlögl: Genau das, genau. Und ich habe es auch auf der Rückseite von dem Buch geschrieben. Es gäbe keinen Buchdruck, es gäbe kein Auto, also es gäbe so viele Sachen nicht. Ohne Erfinder, ohne Leute, die gesagt hätten, ey, ich mach das einfach mal. Und das brauchen wir doch viel, viel mehr. Und dadurch, glaube ich, würden so viele Probleme, die wir gerade haben und Herausforderungen einfach gelöst werden können. Wenn mehr Menschen sagen würden, hey du, ich habe da irgendwie ein bisschen Expertise und ein bisschen ein paar Freunde, die vielleicht da helfen könnten und lass doch mal machen. Und das und das jetzt kombiniert mit der ganzen Technologie. Gigantisch.
33:00 Unternehmer-Image in Deutschland & der Oliver Samwer Effekt
33:03 Feliks Eyser: Ja, finde ich geil. Ist auch der Spirit von dem Podcast hier, dass ich da Grund, wo ich es gestartet habe, was mir auch auf die Nerven gegangen ist, dass du als Unternehmer so unter Generalverdacht stehst, so die Kunden abzuzocken, die Mitarbeiter auszubeuten. Weißt du, da gibt es so Stories, da macht ja einer einen Kaffeeladen in Berlin auf und kriegt es irgendwie hin durch gute Prozesse, den Kaffeegünstiger anzubieten. Und als Dank wird ihm der Laden voll geschmiert, weil die Leute sagen, du machst ja irgendwie den Kiez kaputt oder keine Ahnung. Es gibt da so ein Grundmisstrauen irgendwie, ich würde über Lap Coffee, ähm, ein Grundmisstrauen gegenüber Unternehmertum, dass alles, was irgendwie groß ist und schnell wächst, erstmal schlecht ist. Also diese Strömung gibt es und Ich finde, das ist total falsch.
33:39 Andy Bruckschlögl: Absolut. Und dann halt die ganz großen, muss man dazu sagen. Da, wo ich schon auch finde, da ist vieles schlecht.
33:43 Feliks Eyser: Ja, die musst du irgendwie kontrollieren.
33:44 Andy Bruckschlögl: Die hatten wir vergessen. Der heißt dann so Weil jeder bestellt einfach gern bei Amazon, weil es bequem ist. Weißt du? Und dann das passt so, weil da will man dann auch sich selber quasi nicht in seinem Komfort beschneiden und sagen, ja, Amazon ist doof, weil dann, wenn ich es morgen nicht mehr hätte, wäre es ganz schön aufwendig. Aber ich muss sagen, genau wie du sagst, da gibt es einen echt komischen Gap. Weil die ganz großen dürfen machen, was sie wollen und werden immer noch gigantischer und meines Erachtens gefährlich gigantisch. Und die, die es probieren, werden erstmal verteufelt und in schlechtes Licht gestellt. Und das muss man sagen, das ist doch irgendwie ein bisschen falsch und auch wichtig. Brauche ich eigentlich nicht sagen, aber ich sage trotzdem: ein Großteil dessen, was wir hier im Land haben an Wohlstand und Reichtum, ist durch großartige Unternehmer, mit natürlich vielen Mitarbeitern, die das dann auch mit groß gemacht haben. Aber nur so konnte man das quasi schaffen, auf was wir heute blicken. Und ja, also, wir hören es auch, weil ich zusehends in den Modus komme. Aber es ist so, ich glaube, es wird wirklich deutlich. Wir müssen da jetzt echt mal jetzt eine volle Kehrtwende machen und sagen: erstens, Unternehmertum gehört gefördert und zweitens ein paar Unternehmer quasi, die einen guten Job machen, auch mal dahingehend applaudiert und wirklich quasi gewertschätzt. Und eine wertschätzung für nicht die viel zu kurz kommt ist ein Oli Samwer ja er hat viel viel viel eine Seiner Führungsart nicht gut gemacht ist, glaube ich, hat er selber irgendwann dann festgestellt. Aber was der geschaffen hat in den 2010ern, gigantisch, Westwing, Zalando. So viele geile Firmen, so viele Gründer, die dann daraus entstanden sind und später alleine gegründet haben. Wahnsinn, aber was hat der Mann bekommen? Nur Schelte, von vorne bis hinten. Und das muss ich sagen, ist doch einfach total dämlich. Also, in was im Land sind wir, wo Menschen, die was schaffen und was erreichen, nur kaputt gemacht werden.
35:29 Feliks Eyser: Das ist faszinierend. Ich finde, der hat also eigentlich den krassesten Education-Job gemacht der letzten 20 Jahre, weil er Entrepreneurship quasi. wie so ein Ausbildungsberuf kultiviert hat. Also das weiß nicht sein Ziel, aber er hat diese ganzen Unternehmen gegründet und es gibt ja eine ganze Kohorte an Foundern, die aus irgendeiner von diesen Companies rausgekommen sind. Die dann wieder gegründet haben. Teilweise haben sie mitgenommen, teilweise haben sie ihn nicht mitgenommen. Ich glaube, wenn er ein bisschen netter gewesen wäre, dann hätte er dann noch viel mehr Beteiligungen machen können und nochmal ein deutlich größeres Imperium aufbauen können, aber das ist eine andere Geschichte. Aber so diese Talentschmiede Rocket Internet, so die hat ja die letzten 20 Jahre Ich hatte neulich mal eine Auswertung gemacht, was mich interessiert hat. So sind wir in Deutschland überindexiert bei BWL-Gründern. Also ich habe mich gefragt, in den USA, so ist ja normal, dass so die Die Informatiker und die Ingenieure, dass die die CEOs sind und die Firmen gründen. Und ich hätte mich gefragt, das ist in Deutschland anders, wenn man immer so das Bild hat, irgendjemand kommt von der WHU oder von einer Business-Uni und startet dann eine Company und auch die großen Erfolge, die du genannt hast, So Zalando und so weiter, die Delivery Hero, hello Fresh, und so sind ja eher so Marketing ops Heavy Gründungen. Und ich hab das Gefühl, jetzt kommt gerade so die Kohorte von Von Technical Foundern, also wenn du dir sowas wie NATN oder Black Forest Labs oder sowas anschaust. Aber die letzte Kohorte war eher quasi BWL-mäßig getrieben und mein Deep Research in Perplexity hat ergeben, dass es wohl auch so ist. Und ich glaube, das ist der Oli Samwer-Effekt. Dass du halt genau diese Kohorte an Unternehmern rangezüchtet hast, was ich jetzt nicht werten will, aber er hat auf jeden Fall diesen Stein da massiv ins Rollen gebracht. Mich bei dir.
36:59 Andy Bruckschlögl: Ja, und jetzt gerade gibt es wieder ein paar neue Bewegungen gefühlt. Also, zum einen mit dir, mit dem Podcast, also jeder trägt dir da irgendwo bei. Aber jetzt auch dass der Delta Campus in Berlin. Also es gibt gerade viele wieder, die sagen, dass sie die nächste Generation fördern. Und das ist echt, echt gut und wichtig. Und wir mit Bits & Pretzels natürlich auch. Wir wollen auch einen Teil dazu beitragen. Unternehmertum, also gibt es gerade einige Akteure und das muss jetzt einfach gefühlt auch wieder lauter werden, dass da mehr darauf aufmerksam werden.
37:30 Feliks Eyser: Was für ein Delta Campus? Leider noch nicht, aber ähm, musst du gerade. Guck mal vorbei, ist richtig geil. Also, das ist krass. Ich meine, das ist mitten in Neukölln, da am Rathaus ist schon auch eine krasse Gegend, und dann gehst du rein in. In dieses Hochglanzgebäude mit Foodcourt unten drin und drei Stockwerken, dann ist ja die Code University. Den Tom hatten wir auch neulich im Podcast. Und du hast so quasi im ersten Stock ist die Code University, im zweiten ist so die Precep-Stage Startups, und je weiter du hochgehst, desto mehr Funding haben die. So ein bisschen kannst du im Gebäude sehen und stockwerkeweise irgendwie coole Leute, coole Stimmung, coole Events, die da stattfinden. Also gute Stimmung.
38:02 Andy Bruckschlögl: Mega. Ja, ey, würde ich ja mal sowas gerade mit Unternehmen tun in den Berg 1, wo sie auch so Hubs bilden. Aber ja, davon müsste es in jeder Stadt mindestens eins geben. Und Ja, ist cool, dass dabei gerade viel passiert, aber ist auch notwendig, ja.
38:16 Feliks Eyser: Ja, ja. Und erklär nochmal Buchprozess. Du sitzt am Strand, du hast den Impuls, du sagst, hey, müsste das doch machen. Was machst du denn? Machst du das Google-Doc auf und fängst an zu schreiben? Wie strukturiert man das denn?
38:24 Der Schreibprozess: Wie man ein Buch wie ein Software-Produkt iteriert
38:24 Andy Bruckschlögl: Ja, genau so, da gibt's, da gibt's. Nee, da gibt es auch wirklich ein Foto. Da gibt es auch ein Foto von meiner Frau, was meine Frau von mir gemacht hat, wo ich dann im Wasser stand mit dem Handy und dann die ersten Gedanken runtergetippt habe. Und quasi ab dem Zeitpunkt war auch der Urlaub. Quasi für meine Frau Gunn, weil ich einfach im Kopf nur noch im Buch war. Und dann ging es los. Dann war es auch wieder so klassisch, dass ich halt dann wieder so Learning by Doing unterwegs war und dachte, ach, so ein Buch kommt, das schreibe ich jetzt relativ schnell mal runter. Und habe mir da mein Ziel gesetzt von Sex Buch. Monaten. Und auch da gab es witzigerweise den einen Experten, den ich dann angerufen habe, nämlich Frank Thelen. Und habe dann gesagt: Du Frank, ich will dann ein Buch schreiben und er hat ja quasi schon mehrere Bücher geschrieben.
39:03 Feliks Eyser: Warte, warte, warte, das war der erste, den du angerufen hast. Frank Thelen ein Wahnsinn, okay.
39:06 Andy Bruckschlögl: Ja, einer der ersten, doch, doch, weil ich einfach wusste, so gib mir mal Tipps und zum Prozess, wie man so gut macht. Ja, genau, wie macht man das? Also ganz zu Beginn hatte ich einen Agenten, der irgendwie meinte, es war das allererste Call war über Florian Langenscheid, also vom Langenscheid-Verlag, der da quasi Herausgeber und der hat mir einen Agenten empfohlen und das war der allererste Korb, ehrlicherweise im Agenten und der hat nun ja gesagt, Herr Bruckschlögl, das dauert 18 Monate. So, und nah, ich sage dann 18 Monate, das ist für einen Gründer kein Zeitspektrum. Das schaffe ich schneller, fast schon. Und dann habe ich quasi dann Frank angerufen und gesagt, Frank, ich will, und meine Initialidee war, es zu iterieren, also rauszubringen. Dann Feedback einzusammeln, besser zu machen und so. Und dann habe ich ihm das zum Frank Thelen gepitcht und habe gesagt, ja, ich würdest du machen, ein bisschen wie ein Softwareprodukt, ein bisschen anders denken, das ganze Thema Buch. Und dann habe ich gesagt, Andy, Ein Buch ist wirklich anders. Das ist keine Software. Das kauft man sich einmal und vielleicht dann irgendwann wieder, wenn man, wenn echt keine neue Auflage so viel besser ist. Aber dass irgendwie alle sechs Monate dein Buch neu gekauft wird und Leute irgendwie das mit dir iterieren, not gonna happen. Und dann habe ich gesagt, okay, gut, dann. Mache ich so nicht, wie ich ursprünglich geplant hatte, habe es aber dann ähnlich gemacht. Also ich bin dann quasi trotzdem zurückgegangen und habe gesagt, ich will das jetzt in sechs Monaten fertigstellen. Habe die erste Version auch fertiggestellt. Hab sie dann mit Hilfe von René Ruland, das ist der Gründer von MyPoster. 200 mal drucken lassen. Der hat sie so Art als Bachelorarbeiten, also ohne Cover, sondern einfach nur quasi schnell durch seine Maschinen gehauen. Und diese 200 Ausgaben dann an Freunde, Bekannte, Gründer gegeben und dann Feedback angesammelt. Und das habe ich quasi in Summe viermal gemacht. Und die vierte Version ist jetzt die, die quasi jetzt veröffentlicht wurde, und hab in diesen drei Vorversionen Jetzt mittlerweile 90% weggeschmissen. Also du siehst von der Ursprungsversion 10% ist in dem Buch drin, weil ich, also es war dann wirklich wie ein Wein irgendwo, weil er ein, weil der ganze Prozess, das ganze Buch gereift ist. Und das ist quasi. Jetzt auch noch weiter. Also, wenn ich jetzt Kapitel aufschlage, wüsste ich wieder bessere neue Punkte, wie ich Dinge anders schreiben könnte. Und es wird auch quasi weiter so passieren. Trotzdem war die erste quasi Verkaufsauflage an einem Zeitpunkt, wo ich sagen kann, da muss ich jetzt nämlich nicht ganz dafür schämen. Aber auch da Insgesamt muss ich auch jedem sagen, der mal irgendwo ein Buch schreibt oder das vorhat, ist echt krass. Man hat das Buch in der Druckerei. Macht es auf, danach quasi, und ich habe sofort einen Fehler gefunden. Und auch richtig gut bei einem Namen von einem Gastautor. Und mache weiter und beim zweiten Namen vom Gastautor. In Summe sind es leider mittlerweile vier Namen von Gastautoren, wo ich mich verschrieben hatte und das tut richtig weh, weil es ist einfach doof. Es ist doof, mein Nachname wird auch echt oft verunstaltet und falsch geschrieben. Vor denen kenne ich es so gut. Aber in einem Buch, wo ja, es ist einfach dumm. Also, aber ja, wenn ich mir aber die allererste Version anschaue, dann ist mir die noch zehnmal peinlicher, logischerweise. Also, aber. Es ist so, dass ich mir schon bei vielen sage, nein, ah, nicht gut. Und deswegen, ich lese echt ungern in meinem eigenen Buch, muss ich gestehen. Weil ich nur jedes Mal danach. Wirkliche Kopfschmerzen habe, weil mit Dingen so viele Dinge auffallen, wo ich sage, hey, die sind einfach nicht gut und da sehr besonderen hohen Anspruch habe.
42:19 Feliks Eyser: Okay, Vom Mod, hast du richtig geschrieben. Ich hab's kontrolliert, Seite 422. Vielen Dank für den für den Shoutout. Um Du bist ja gerade so ein bisschen drüber gegangen, von ich stehe am Strand mit meinem Handy, Frau ist unzufrieden, kenne ich auch, nur zu gut, wenn man sich dann irgendwas festnördet. Aber dann der Punkt zu sagen, okay, diese allererste Ausgabe, was ist dazwischen passiert? Also da hast du dich eingeschlossen, wie sahen deine Routinen aus, wie viele Stunden hast du geschrieben, wie hast du die Themen ausgewählt, lass da nochmal reinzoomen. Diese allererste Iteration.
42:48 Disziplin & Routine: 5 Uhr morgens aufstehen für das Buch
42:48 Andy Bruckschlögl: Ja, ja. Die erste Iteration war wirklich so, ich habe mir, ich arbeite eh mit einem wahnsinnig strukturierten Tag und kann es auch jedem nur empfehlen. Anders Geht es vor allem dann, wenn man irgendwo nicht mehr allein ist, sondern quasi Partner um sich herum hat, nicht mehr. Und ich habe dann einfach gesagt, ich mache das jeden Morgen. So ist es morgenroutine von 5 bis 6 und jeden Abend ab 21 Uhr bis 5 bis 6 und 21 bis 23 Uhr bei meiner Zwei Hauptroutinen und am Wochenende. Und deshalb quasi wirklich komplett durchgezogen. Am Wochenende waren es teilweise halbe Tage und habe das zwei Jahre lang gemacht. Also es ist. Ich habe es noch kurz hochgerechnet, waren über 1400 Stunden, die in das ganze Projekt rein sind. Ganz zu Beginn habe ich dann auch noch eine Rakteure mal gehabt, die habe ich quasi mit der Zug geholt, um einfach verschiedene Sachen von ihr recherchieren und relationell wirklich erarbeiten zu lassen. Zum Ende hin muss ich aber sagen, habe ich das komplette Lektorat alles über AI gemacht. Also ich habe quasi, ich habe und dann irgendwann für mich einen guten Modus festgestellt. Besser zu schreiben, indem ich ganz viel der letzten Kapitel bei Spracheingabe gemacht habe. Ich habe viel quasi beim Spaziengehen reingesprochen. Und mir das dann quasi transkriptieren lassen, dann nochmal iteriert selber. Und das war ein wahnsinnig guter Modus, um wirklich wissen. Schnell, aber auch gut reinzubekommen, weil was mir aufgefallen ist, wenn ich was runterschreibe, dann ist es so Kann ich an dem Tag danach wieder nochmal neu schreiben, weil mir neue Gedanken kommen. Und dieses dann runterschreiben habe ich dann irgendwann für sehr ineffizient empfunden, weil du sitzt halt einfach doppelt so lange, wenn du etwas schreibst. Klar ist auch eine gewisse Form von Meditation, die ich da in der Form quasi nicht gemacht habe. Aber das war für mich ein ganz guter Prozess. Also ich habe jedes Kapitel dann auch nochmal. In den letzten Stages vier-, fünfmal umgeschrieben und neugeschrieben. Aber ganz zu Beginn, wirklich, da habe ich mich hingesetzt und runter getippt und dann angefangen. Kapitel zu schreiben. Während ich Kapitel geschrieben habe, kamen mir Ideen für andere Kapitel. Dann irgendwann habe ich gemerkt, oh, bei diesem einen Kapitel, da hat mir eigentlich Beispiel Pitch Deck. Felix Haas sehr geholfen. Damals bei Ryte meine Pitch Decks zu optimieren. Frage ich ihn mal, ob er seine Tipps seines Buch einbringen kann. Und somit kam ich auch auf das Thema dann der Gastautoren, plus eben auch das Thema der Vermarktung, wo ich mir dachte, wie vermarkt man es? Und da ist einfach Ego-Branding eine sehr, sehr gute Marketingplattform bis heute. Und natürlich habe ich mich dessen auch Quasi angenommen und das genutzt. Aber es war immer die Kombination. Es war auch vor allem wirklich dieses Wissen von den Leuten da mit reinzubringen. Und das muss ich sagen, hat das Buch auch nochmal auf ein ganzes Level gebracht. War aber auch. Sau schwer. Also man denkt ja immer, okay, der Andy von der Bits & Pretzels, der fragt einfach mal kurz den Frank Thelen und dann schreibt er. Frank Thelen war wirklich eine gute Ausnahme, der hat es wirklich genauso gemacht. Aber ganz, ganz viele waren nee Andy, komm ein Buch, lass mal. Weil ein Buch klingt ja erstmal irgendwie nach nicht sinnvoll, also im Sinne von ähm, weil die meisten Bücher, die ja weil Gastbeiträge haben, das sind ja reine Gastbeitragssammelbänder, wo quasi ein Autor sagt, hey, ich nehme jetzt mal ein ganz Netzwerk und pack mal 20 Gastbeiträge rein, aber mach da gerade wenig möglichst wenig Arbeit selbst. Und das ist ja bei mir ganz anders. Ich habe ja die Gastbeiträge so krass nochmal redaktionell überarbeitet, eingebunden. Und es war wirklich fünfmal so viel Arbeit, die Gastbeiträge einzubinden, als hätte ich es selber geschrieben. Aber Das Ergebnis war oder ist, würde ich sagen, dadurch zehnmal so gut, weil ich selbst einfach bei vielen Sachen meine Sicht und meine Expertise habe.
46:16 KI als Co-Autor: Buch schreiben mit ChatGPT & Sprach-Diktat
46:16 Feliks Eyser: Wenn du nochmal andere Expertisen dadurch reingeholt hast. Erklär mir nochmal kurz, Stichwort diktieren, hast du da eine bestimmte Software benutzt? Wie war der Prozess von ich spreche das in mein Handy rein zu, es steht dann im Kapitel? Ja, also ich habe klassische über ChatGPT-Spachingabe agiert. Ach, okay, okay. Das ist einfach da rein diktiert. Ich finde das eines der krassesten Features, muss ich sagen. Du kannst ja da jeden Crap reinschmeißen, so sinngemäß. Ich diktiere mittlerweile auch viel. Ich schreibe da, ich mache irgendwelche Rechtschreibfehler, ist völlig egal, der versteht mich. Ich fühle mich verstanden von ChatGPT.
46:45 Andy Bruckschlögl: Am Morgen immer genutzt, bei einer Gassierunde. Also quasi bin ich immer einmal durch unseren Wald gegangen und habe, und das waren so 20 Minuten. Und den habe ich quasi einfach genutzt, da mal zu jedem Kapitel mal meine Erfahrung reinzusprechen. Und das war wahnsinnig. Gut.
46:59 Feliks Eyser: Hast du eine bestimmte Projektstruktur in Chat-GPT genutzt oder bestimmte Prompts oder irgendwelche Learnings aus dem aus Chat-GPT-Nutzung für Autoren oder für Content-Producer?
47:08 Andy Bruckschlögl: Ich habe das alles in einem Projekt strukturiert und in dem Projekt quasi einmal ein Briefing gemacht, was ich quasi möchte. Und dann aber auch bewusst dazu gesagt, nicht extens recherchieren. Also, das war mir auch wichtig. Also quasi, ich wollte nicht ChatGPT erarbeiten mit einem Kapitel, sondern ich wollte ja bewusst Mein Wissen nur transkripieren lassen.
47:25 Feliks Eyser: Und du hast ihm gesagt, such mich im Internet. Ich will nur, dass du meinen Input benutzt. Genau, genau, genau, genau.
47:30 Andy Bruckschlögl: Und das ist auch das Wichtige, weil ansonsten, glaube ich, wird es auch eine falsche Färbung bekommen, das ganze Buchprojekt. Das war jetzt nicht. Ich habe ChatGPT quasi das machen lassen. Wir haben zwei Jahre mit 1300 Stunden quasi irgendwie Quatsch, sondern ich habe wirklich gesagt, so Nimm meinen Inhalt und dann teilweise auch Fragen gestellt. So, challenge mich drauf. Was würde dir als Leser noch fehlen und so weiter? Und habe dann wirklich mein Wissen da reingepackt und das Wissen der Gastautoren. Und das war das, wie ich es genutzt habe und hat aber dann in dem Projekt quasi für jedes Kapitel einen eigenen Thread angelegt. zusammen gedacht, gibt es vielleicht ein paar AI-Profis, sagen ein Druckstück, was war das für eine bescheute Idee? Und Hätte man anders besser machen können? I don't know. Weil das Schwierigste, also wirklich da, wo ich nuts. Gun ist quasi das ganze Thema der Seitenbeschränkung. Weil was ChatGPA wirklich sehr gut kann, ist dann die Textezahlen skipieren. Und was. Per se einfach ganz schlecht ist, ist zu sagen, ich habe eine Doppelseite, kürze diesen Text. Weil was dann passiert ist, dann wurde dann zu sehr gekürzt und habe gesagt, ah, jetzt sind wir wieder zu kurz, weil ich will ja wirklich genau diese zwei Seiten eigentlich treffen. Und dann muss ich sagen, das hat mir am Schluss dann wahrscheinlich so viel Zeit gekostet, als wenn ich es gleich heruntergeschrieben hätte, um auf diese zwei Seiten zu kommen. Das war crazy.
48:43 Feliks Eyser: Okay, das ist 80-20: Das Schreibens. Du kriegst schnell den ersten Draft, dann ist der zu lang, dann ist der zu kurz, dann musst du irgendwie überlegen, du kannst teilweise mit Grafik noch. Arbeiten und ein bisschen Platz einsparen, aber es geht auch nicht immer.
48:52 Andy Bruckschlögl: Genau, genau, aber wirklich, aber wirklich diese, diese, diese, dann ChatGPT immer zu sagen, hier 200 Wörter, jetzt mehr oder weniger oder dann wieder was rausgekürzt, was nicht rausgekürzt werden wollte. Also ich muss sagen, ich war bei jedem Kapitel machen wir eine halbe Stunde dran, nur auf die dann richtige Form zu kommen, der Länge und bin dadurch fast durchgedreht. Weil wenn du halt, also du kommst ja dann auch wirklich vor, wie teilweise wie ein Fold-App, wenn du halt fünfmal GTP sagen musst, jetzt ist zu lang, es ist zu kurz. Ey, jetzt hast du wieder was geschrieben. Und dann das eine Kapitel, und beim nächsten Kapitel machst du ja den gleichen Spaß von vorne. Und das habe ich quasi bei 200 Kapiteln, 200 Mal habe ich den gleichen Spaß gemacht. Nämlich jedes Mal teilweise angeschrieben und dann wollte ich jetzt wieder zu lang. Nein, das ist zu kurz. Nein, warum hast du das hier rausgenommen? Ey, und ja, genau. Also war das von dem her, muss ich sagen, habe ich mir da viel Zeit am Schluss gespart? Nein, aber es hat für die Art, mein Wissen. Zu Papier zu bringen, hat dem hat sehr geholfen.
49:47 Feliks Eyser: Ich geb's zu, ich habe früher gerne gezockt und in den 90er Jahren war mein Lieblingsspiel Super Mario auf der Nintendo 64 und. Bei dem Spiel musste man Sterne sammeln, um das nächste Schloss freizuschalten und weiterzukommen. Und Founder Mode sehen wir genauso. Wir machen diesen Podcast nicht für Geld, nicht für den Fame, sondern für Sterne. Und zwar für Bewertungen. Wenn du noch keine Bewertung abgegeben hast, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den Podcast kurz anzuhalten. Und auf Spotify oder Apple oder wo du zuhörst. uns ein paar Sterne zu geben, damit wir das nächste Level mit dir zusammen freischalten können. Vielen Dank. Und die Gastautoren, du hast es angerissen, du hast da über 200 Leute drin, die ihren Content reingegeben haben, ist natürlich doppelt spannend. A, sind es verschiedene Perspektiven und B, hast ja quasi so dieses alte. Lokalzeitungsprinzip angewendet. Also da gibt es diesen Typen, der die Lokalzeitung rausgebracht hat und hat gesagt, sein Prinzip ist immer Names, Names, Names. Egal worum es geht, du musst einfach die Namen von Leuten reinbringen, weil wenn du in der Zeitung stehst, dann kaufst du die auch, dann erzählst du es deinen Freunden. Dann bist du stolz, dann druckst du es dir aus und klebst es dir an die Wand. Also names, names, names. Und das hast du ja perfektioniert, indem du da 200 Leute reingeholt hast. Was hat dich dabei überrascht an diesem Prozess?
50:58 Gastautoren gewinnen: Wie Carsten Maschmeyer vom „Nein“ zum Fan wurde
50:58 Andy Bruckschlögl: Also erstmal grundsätzlich nochmal zu den Names, names, names. Natürlich eine Sache, die mir auch von Beginn an bewusst war und die schwierig ist, ist, wenn du 200 rein nimmst. Hast du sie mit mindestens 2000 verschissen? Im Sinne von anderen Menschen, die da gerne drin gewesen wären, die du nicht gefragt hast. Sondern das ist wirklich Schwierige, wenn man sowas anfängt, gibt es. Auch die Downside, dass es ganz viele Leute gibt, die enttäuscht sind. Und davon gibt es da draußen sicherlich viele, die mir das auch vielleicht gar nicht direkt sagen, zu denen einfach nur für sich enttäuscht sind. Und das tut mir natürlich sehr, sehr leid, weil in der Theorie hätte ich 2000 reinnehmen können. Ich habe aber statt die 200, die man sieht, bestimmt 400 oder 500 gefragt. Das wurden deutlich mehr gefragt. Und was mich schon gewundert hat, ist, wie viele einfach abgesagt haben. Was waren die Gründe? Keine Zeit. Keine Zeit und teilweise auch gar nicht reagiert.
51:49 Feliks Eyser: Du musst ja sagen, der Input, den du forderst, ist ja eine DINA 4-Seite oder so. Ist jetzt nicht irgendwie.
51:53 Andy Bruckschlögl: Ja, und wir haben auf dem Prozess auch dann teilweise sehr vereinfacht. Also wir haben zum Beispiel auch wirklich angeboten in einem 15-minütigen Telefoninterview, dann an meine Redakteurin quasi Fragen gestellt und diese Fragen dann transkripiert. Dann quasi dem Gastautor nochmal zur Freigabe gegeben. Also teilweise quasi war es auch so, dass wir dann versucht haben, wie können wir das denn wirklich in 15 Minuten möglichst vereinfachen. Teilweise sogar auch nur 10 Minuten. Also, da haben wir uns wirklich viele tolle Prozesse überlegt. Aber ja, ich muss da auch ganz ehrlich sagen: Natürlich hat mich hat es mich verwundert und dann immer wieder mal verletzt, wenn Leute abgesagt haben, muss aber auch gestehen. Bei wie vielen Projekten sage ich ab? Weißt du, man reflektiert ja in dem Moment relativ wenig, sondern ist ja eher so diesem: Hey, ich frage jetzt an und jeder muss auch schon sagen, Andy, geiles Projekt bin natürlich dabei. Und dann muss man sagen, nein, das ist einfach sehr vermessen und sehr. Unreflektiert, sondern ja, es gibt einfach ganz, ganz vieles, wo ich selber auch leider dann absagen muss und was dann gar nicht persönlich gemeint ist und ich auch dann verstehen kann. Aber in Summe, aber was mich positiv beeindruckt habe, ist einfach. Auf der anderen Seite, wie viele gesagt haben, klar, ich bin dabei, auch wirklich tolle, große Namen. Und auch krasse Leute, die busy sind.
53:01 Feliks Eyser: Du hast hier drin, du hast Carsten Maschmeyer hier drin, Judith Williams ist hier drin, Jochen Schweizer, Lea Sophie Kramer. Christian Miele, Nico Rosberg, also alles Leute, die jetzt auch wahrscheinlich nicht den ganzen Tag am Strand liegen und darauf warten, dass du Gesamt schreibst.
53:13 Andy Bruckschlögl: Wobei ich da halt den klassischen ein bisschen, ich nenne es jetzt einfach mal. . Treppenstufenprozess gegangen bin teilweise. Weil Carsten Maschmeyer ist wirklich ein sehr gutes Beispiel. Den habe ich ganz zu Beginn gefragt. Und da hat sein Assistent ganz zu Beginn gesagt: na, Gastbeiträge machen wir einfach grundsätzlich nicht. Und das war dann für mich natürlich schade, weil Carsten Maschmeyer war schon niemand, den ich einfach aus vieler Gründen gerne in dem Buch dabei gehabt hätte. Und dann habe ich quasi einfach weitergemacht mit allen anderen. Und Und dann, als quasi die dritte Version fertig war, die dann schon gebunden war, und die quasi so weit war, wo ich sagte, okay, komm, das geht jetzt nochmal, habe ich dann an ihn und auch an viele andere, die du gerade erwähnt hast, geschickt. Und dann war es so, dass dann der Anruf kam und sagte: Okay, Andy, das Projekt ist wirklich geil. Das ist wirklich ganz anders, wie wir uns anfangs dachten. Wir sind dabei. So. Und da muss ich sagen, das ist halt einfach auch immer wieder mal, wenn man als grüne Idee hat, dann gibt es Leute um einen Rum, die dieser Idee folgen und die dabei sind. Und manche, die müssen halt erst das halbfertige oder fertige Produkt sehen, um dann dabei zu sein. Aber deswegen, dieser, kennst du auch aus dem Sales der klassische Spruch, ein Nein ist nur Nein für heute. Ist einfach Fakt. So. Also das ist halt, ja, du bist halt in einem halben Jahr, dann in einer anderen Phase nochmal. Und dann kann aus einem neuen Jahr werden. Und Carsten Maschmeyer war es. Und mit Carsten Maschmeyer ist es wirklich das ganz schöne Beispiel. Der nicht nur dann geschrieben hat, sondern er hat ja crazy dann mitgetrommelt. Er hat ein Reel aufgenommen in San Francisco. Also die haben das Buch mit nach San Francisco genommen, wo er ein Reel aufgenommen hat. wirklich in meiner ersten Verkaufswoche, die ja sehr entscheidend ist für die ganzen Bestsellerlisten, um dann in der Woche was dazu zu sagen und das zu posten und zu publishen. Und dieses Reel hat auf TikTok und auf Instagram über 100. 000 Views gehabt, ich glaube sogar eine halbe Million mittlerweile. Und das ist gigantisch. Also für jemanden, der mir erst abgesagt hat und dann. Eigentlich in einer Promo einer der größten Supporter war, muss ich sagen, gigantische Entwicklung. Und das kann ich auch jedem Grunde noch mitgeben. Ja, lasst euch von dem Nein nicht zu sehr irritieren.
55:11 Hartnäckigkeit im Sales: Nicht beim ersten „Nein“ aufgeben
55:11 Feliks Eyser: Ja, also auch bei mir in dem Podcast ist es genau das gleiche. Ich schreibe den Leuten und antworten die nicht, dann sagen die irgendwann, äh, also meistens antworten sie nicht, also mein Conversion Rate ist gut, würde ich sagen, aber manche Leute, die ghosten mich dann und ich bin. Also ich schreibe den vier, fünf, sechs Mal, ich schreibe den auch zehnmal, ist kein Problem. Und wenn die absagen, dann sagen die auch nur, APA, passt jetzt gerade nicht, ich bin busy. Dann sage ich, okay, gut, wie sieht es ein Q1, Q2 aus? Können wir nochmal Check-in machen? Dann sagen alle natürlich ja, klar, kein Problem, lass mal Check-in machen. Dann stehe ich ein Q1 auf der Matte, also dann schicke ich den nochmal ein Video. dann schicke ich den in Selfie, dann schicke ich den. Guck mal hier drei Gründe, warum du dabei sein solltest. Guck mal hier übrigens, deine Freundin Sarah war gerade im Podcast. Willst du nicht auch? Also das ist ja auch, viele geben da viel zu früh auf und schreiben da eine E-Mail oder zwei oder so. Das ist ja völlig falsch.
55:53 Andy Bruckschlögl: Ja, aber genau das kann ich auch noch sagen. Ich hatte einen Gründer, den habe ich vier E-Mails geschrieben, drei WhatsApp-Nachrichten und dann dreimal angerufen, bis er dann geantwortet hat. Und das finde ich auch immer das Entscheidende. Andy, I love your persistence. Also viele Gründer oder viele Menschen, die finden das, wenn man's, wenn man es, man muss es immer mit einer guten, finde ich, Sympathie oder mit einer guten Einstellung machen. Also man darf nicht. verbissen böse sein, sondern man muss es irgendwie mit einem so ein bisschen einen Zwinker machen, so ein Hey, ich will ich wieder, ich weiß es nervt, aber ich will dich wirklich dabei haben.
56:24 Feliks Eyser: Und wenn du das machst, dann höre ich auch auf, dir zu schreiben. Genau, genau, genau.
56:28 Andy Bruckschlögl: Eigentlich ist ein Vorteil. Das wird dann meine letzte Nachricht sein. Genau, so war das. Ja, aber wenn man das macht, dann wird es ja auch wirklich schwer böse auf einen zu sein. Und irgendwann sagt man dann doch, und so geht es mir selber auch bei ein paar Menschen, die mir dann so schreiben, so Come on, komm, das mach ich jetzt. Es war irgendwie so sympathisch, nett und persistent. Jetzt bin ich dabei. Aber es ist spannend, dass du es quasi jetzt auch mit deinem Podcast-Beispiel eben so beschreibst. Das ist der Großteil des Lebens einfach Hartnägkeit und Ausdauer bei Dingen, sonst wäre ich quasi wahrscheinlich immer noch bei meinen Eltern lebend.
56:57 Feliks Eyser: Und die Leute wollen es ja auch machen, meistens passt sie einfach gerade irgendwie nicht zu den Prioritäten. Das kann ich auch verstehen. Ich habe auch meine Prioritäten, ich sage auch genug Sachen ab, aber irgendwann ist Luft, irgendwann passt, und es ist auch oft einfach eine Timingfrage.
57:07 Andy Bruckschlögl: Ja.
57:08 Feliks Eyser: Und erzähl mal vom Publishing-Prozess und Vermarktungsprozess. Du hast ja gesagt, du bist ja mit der Champions League eingestiegen, du bist ja gut connected, da Florian Langscheid und so weiter. Also bist du da über den klassischen Verlagsweg gegangen oder wie geht man bei so einem Projekt an Publishing und an Vermarktung ran?
57:22 Self-Publishing vs. Verlag: Hürden bei Amazon & obsessive Qualität
57:22 Andy Bruckschlögl: Ja, ich, ich, ich. Ganz zuwiegend der Agent wollte mich natürlich in einen Verlagskonstrukt pressen und Frank Thelen hat dann gesagt: Andy, wenn ich dir einen Tipp geben kann, mach's nicht. Mach's quasi selber, vor allem wegen dem Thema der Rechte, weil du dann einfach quasi komplett flexibel bist. Und das habe ich dann auch gemacht. Mhm. Habe aber dann vieles unterschätzt, nämlich dass, also wie diese ganze Buchindustrie funktioniert, und die funktioniert einfach sehr, sehr altbacken, ist sehr, sehr verkrustet. Sehr schwer da reinzukommen als Neuverleger und da habe ich einige wirklich schlimme Erfahrungen machen müssen. Allein irgendwie bei Amazon gelistet zu werden, wie schwer und komplex das ist, wo ich dachte, ey, Amazon Mache ich einen Account, zwei Minuten später ist er live und stelle ein Buch online. War gar nicht so, hat zwei, drei Wochen gedauert. Also in Summe war es wirklich mehr an Dingen, die ich da lernen musste. Und war deutlich aufwendig komplexer. Ich hätte eigentlich von der Verkaufszahl zum Beispiel die Spiegel-Bestseller-Liste geschafft. Hab's aber nicht erreicht, weil Erstmal ein Großversender die Bücher drei Wochen nach dem Verkaufsstart an Amazon geschickt hat und dann hat Amazon sie noch drei Wochen quasi ähm In den drei Wochen Transchen verschickt und in der Spielbesterliste wird auch da in alles reingelesen und eingearbeitet, wird quasi. wird immer der Versandtag gezählt. Und man sollte quasi, wenn man in eine beste Liste kommen möchte, dann möglichst viel Vorbestellungen generieren, weil die werden quasi dann in der ersten Woche, wo man dann alle rausschickt. Dann mit der ersten Woche, die meistens immer die stärkste, auch ist in den Verkaufszahlen, dann eben als eines gezählt und dann hat man die größte Chance. Meistens in die beste Liste zu kommen. Und zum Beispiel ein Jonas Deichmann, der dieser Extremabenteurer, der auch immer Buch Gastautor ist und mir auch viel Tipps gegeben hat, der gesagt hat, an nee, wenn du es in der ersten Woche nicht schaffst, schalte sofort um auf eigen quasi Versand und eigenen Online-Shop, weil dann gibt es nur unnötig quasi Marsche ab an Amazon. Aber es bringt nichts mehr, weil wenn du in die beste Liste dann in der ersten Woche nicht drin bist, bekommst du danach nicht mehr rein. vor allem mit dem Preis und allem und dann nimm lieber selber mehr Marge mit. So, da bin ich gerade dran. Es heute noch nicht geschaffen, einen Shopify-Shop aufzubauen. Alles quasi jetzt dann auch mein Zielbild, weil es halt absurd ist insgesamt im ganzen Buchmarkt. was da auf der Straße bleibt. Also ich kann keine exakten Zahlen sagen, aber mal grob über die Hälfte des Umsatzes gebe ich ab. Und da ist quasi dann noch von mir zu tragen der Druck, der sehr teuer ist, weil aufwendig Und alles an redaktionelle Arbeit und so weiter. Also ich habe über sechsstellig in das Buch investiert, ohne meine Zeit, und bin weit weg von dem Break-Even. Man mir oftmals denkt, 1990, geil, landet viel beim Bruckschlögl. Man muss sagen, ja, irgendwo, ja, aber da muss noch, also erstmal nein, über die Hälfte landet nicht bei mir. Und das, was bei mir landet, ähm
1:00:07 Feliks Eyser: Ist auch mit hohen Kosten verbunden, denkmal, ja drüber Buch zu schreiben ist einmal aufwendig, aber die Druckkosten Grenzen, aber nee, ist nicht so. Ich meine, das Ding ist auch massiv. Dann
1:00:16 Andy Bruckschlögl: Da habe ich auch wirklich investiert und da ist nur als Mini-Beispiel. Und das ist ja bei vielen meiner Produkte, da ist mir dann wirklich Qualität erstmal wichtiger. Das zum Beispiel haben sich die Drucker zwei Wochen lang Gedanken gemacht, wie sie die Farbe bekommen, weil die Farbe ist eine Hommage an Yves Saint Laurent. Ich war vor vier Jahren in Marrakesch in Marrakesch und in dieser Villa.
1:00:36 Feliks Eyser: Da war ich auch mal mit diesem Garten.
1:00:38 Andy Bruckschlögl: Genau, da war ich mit IO. Aber ich glaube, du bist ja auch noch bei EO in einem Retreat. Und da haben wir das Haus gesehen und das war für mich so: wenn ich mal irgendein geiles Projekt habe, dann wird es in diesem Blau. Und dann war für mich klar, okay, das Buch, mal das Coffee-Table, muss dieses Blau, dieses Gelb, was seine Blumentöpfe hat. Muss das bekommen. Und diese Farbe zu kreieren ist super schwer, weil das keine Ralfarbe ist, sondern das ist quasi wirklich ein eigener Farbton. Und ja, aber das waren halt alles so Dinge, wo ich gesagt habe, hey du, das ist ein Projekt, da geht es mehr um wirklich ja das Produkt.
1:01:09 Feliks Eyser: Den Qualitätsanspruch.
1:01:10 Andy Bruckschlögl: Ein Qualitätsanspruch, als jetzt wirklich jetzt da fett abzukennen.
1:01:13 Feliks Eyser: Wahnsinn. Okay, die Farben aus der Eve Sunerraum. Wir blenden es in YouTube mal ein, wie diese Villa aussieht und dann kann man sich ein Bild. davon machen. Das Cover ist auch so geprägt, also ich kann das anfassen, ich kann den Titel fühlen sozusagen. Es ist sehr aufwendig produziert. Okay. Du hast den Steve Jobs gemacht quasi, dem das weiß, nicht weiß genug war bei seiner. Bei seiner iPod-Verpackung sagt er, hier alles wieder zurück, wir machen die. Welche rausgeht an einem richtigen Weißen, gibt diese Story, ja, dass er so eine ganze Charge irgendwie abgebrochen hat und bei Riesenproduktionsverzögerung, weil du es weißt, nicht weiß genug war. Ja, aber klar, wenn du diesen Details drinsteckst, dann erhöhst du natürlich auch den Qualitätsanspruch an dich selber, an die ganze Organisation, an alle, die mitwirken. Und ich glaube Du brauchst ja auch so eine gewisse Craziness und so eine gewisse Obsession, um eine Qualität zu liefern, die ein anderer nicht liefern würde, würde sagen, gut, das Blau ist blau genug. Und du sagst, nee. Und ein zweites Mental Model finde ich interessant, so diese Überschrift Good Artists Copy, Great Artists Steal. Bei dir quasi zu sagen, du hast diese Farben ja sozusagen geklaut im positiven Sinne aus einer anderen Welt, aus Marrakesh und quasi der der der Fashion- und Lifestyle-Welt und gesagt, ich mach mir das zu eigen, das ist auch eine gute Eigenschaft, einfach offen durch die Welt zu laufen und sich die guten Sachen, die einem gefallen, zu kopieren.
1:02:22 Andy Bruckschlögl: Genau das, oder Steve Jobs hat ja immer so gesagt, connecting the dots. Also, dass du einfach quasi verschiedene Dinge aus verschiedenen Welten zusammenbringst, deiner Welt, und dann schaust du wie das dann dadurch dein Produkt besser wird.
1:02:33 Feliks Eyser: You can connect the dots looking back. Ja, total. Ich meine, alles was du gemacht hast, muss man auch sagen, so ein bisschen Pretzits hat dazu geführt, dass dein Adressbuch halt auch ausreichend ist, coole Leute anzurufen und diese Autoren erstmal, diese Gastautoren zu rekrutieren. Erzähl mal zum Abschluss über zum Pretzel ein bisschen. Elf Jahre habt ihr es gemacht? Die Elfte?
01:02:50 Bits & Pretzels Insights: Warum es keine Mega-Highlight-Speaker mehr gab
1:02:50 Andy Bruckschlögl: Ja, genau. Die elfte glaube ich nicht. Da müssen wir erzählen, weil es einmal gab es quasi zwei in einem Jahr. Und dann ist die Frage, was zählt man? Zählt man die ersten Gründerweise für Stücke oder nicht? Auf jeden Fall.
1:03:01 Feliks Eyser: Ich kann aber sagen, roundabout 10, 11 Jahre.
1:03:03 Andy Bruckschlögl: Über 11,5 Jahre, genau, das war es in Summe. Und ja, was kann ich da erzählen? Also erstmal eine krasse Reise, die er angefangen hat als Gründer Weißwurst für Stück vor elfhalb Jahren in München. Und mittlerweile wirklich eine europäische Gründerplattform geworden ist, wo wir auch vor zwei Jahren das Thema Erst Kickstart Europe, indem wir dann Connecting Europe ausgerufen haben, um wirklich jetzt dann in Europa Gründertum wieder, wieder, wieder mit zu stärken, Gründer zusammenzubringen und zu zeigen, was wir alles haben an Talent, an tollen Gründern, an eigentlich allen Möglichkeiten, um hier zu verzogen. Erfolgreich große Firmen zu bauen. Und ja, ansonsten hatten wir natürlich tolle Speaker die letzten Jahre da, jetzt die letzten zwei Jahre nicht diesen klassischen Highlights-Speaker, haben aber sehr stark Gas gegeben im Thema Business Value, also dass Leute einfach, die kommen, nochmal mehr passende Leute treffen, nochmal mehr mitnehmen, weil sicher die Zeit auch ein bisschen Verändert hat.
1:03:59 Feliks Eyser: Nimm uns mal mit in den Raum, wo die Entscheidung getroffen hat, keinen Highlight-Speaker zu machen. Ich meine, ihr hättet Obama, hättet ihr krasse Leute da, die Die sehr öffentlichkeitswirksam waren und du sagst, das habt ihr letztes Jahr nicht gemacht? Was, äh, wenn wir dazugehört hätten bei dem Meeting, was wäre, was hätten wir gehört?
1:04:15 Andy Bruckschlögl: Ähm, ja, also verschiedene. Die Also erstmal quasi Highlight Speaker ist ja per Definition erstmal verschieden, weil es gibt die klassischen Celebrities, wie jetzt ein Barack Obama oder den Arnold Schwarzenegger, und es gibt ja einen Highlight Speaker auch einen klassischen, wirklich bekannten großen Gründer, Bill Gates, E. Musk, you name it. So wir haben gesagt, dass wir quasi dieses Rays einfach So not we have an wall, but Auch da bei uns natürlich im Messegeschäft die ganzen Preise ordentlich angezogen haben und wir gesagt haben, wir würden jetzt dahingehend nicht das Ticket zum 200 Euro erhöhen wollen von Kohle.
1:04:57 Feliks Eyser: Okay, gib mir mal ein Gefühl, was kostet so der teuerste Speaker?
1:05:00 Andy Bruckschlögl: Dürfen wir da nicht sagen, aber es ist relevant, ja. Es ist relevant und groß. Und vor allem diese Preise haben sie in der Letztes.
1:05:06 Feliks Eyser: Schon deutlich sechsstellig wahrscheinlich, oder?
1:05:08 Andy Bruckschlögl: Darf ich weiterhin noch sagen, aber diese Preise haben sich in letzter. In den letzten Jahren auch nochmal krass nach oben katavultiert, weil es halt immer mehr Konferenzen gibt, die die einkaufen und die natürlich auch nur begrenzte Zeit haben und somit dreht sich dann halt die klassische.
1:05:20 Feliks Eyser: Da gibt es auch so eine Speaker-Fee-Inflation, dass sie so nachgefragt sind, okay, wow.
1:05:26 Andy Bruckschlögl: Und dann haben wir gesagt, das wollen wir nicht, aber wir wollen natürlich trotzdem weiter tolle Business-Celebrities angehen. Das haben wir auch gemacht, aber da muss es halt einfach passen. Da muss in die Kalender passen. Und das ist schon ein bisschen immer Roulette, dass man da einfach zum Zug kommt. Und das hat in den letzten zwei Jahren jetzt bei den ganz großen Namen jetzt nicht geklappt, aber wir hatten trotzdem tolle Namen. Wir hatten Toto Wolf, wir hatten Oder zum Beispiel, wer alle umgehauen hat, bei uns waren Jonas Deichmann, dieser Extremabenteurer. Kennt man ja nicht und nimmt man nicht als Celebrity wahr, aber der hat so einen geilen Mindset-Talk gehalten. Und ja, und das ist quasi in Summe sagen wir einfach du, wir schauen einfach, was sich gut ausgeht. Wir probieren alles, aber können halt logischerweise bis zum gewissen Extent selber beeinflussen. Aber wir wollen nicht Ticket price teurer machen, weil wir uns darauf wieder the next, what's off immer, the Serena Williams holen wollen. Damals einfach gesagt, wir stehen ja hier nur im Verhältnis. T Und bleibt auch aktuell so. Aber wir geben natürlich schon wieder Gas, tolle Namen anzugehen, ja.
01:06:25 Die härteste Seite des Event-Business: Wenn das Catering in der Garage liegt
1:06:25 Feliks Eyser: Was ist das Schwierigste daran, so ein Event-Business aufzubauen, zu skalieren? Mal von Covid abgesehen, so diese Externalität, lass das mal ausklammern, aber wenn du sonst auf Event-Business schaust und Messe-Business, was ist da die größte Challenge?
1:06:37 Andy Bruckschlögl: jedes Jahr neu anzufangen. Das ist so das Allerschwierigste. Du hast ja quasi kein Modell, was sich so von selber trägt, sondern du wirst jedes Jahr dein Event, wo du dann deine bei uns jetzt drei Tage hast, wo du performen musst. Und in dem ja war einfach ganz viel Shit Hits der Fan bei uns, muss man auch sagen. Zum Beispiel, am ersten Tag hat in der Tiefgarage ein Elektroauto gebrannt. und dann quasi, ja, es war wirklich ein Leihwagen von einem Teilnehmer von uns, den hat er dann abgestellt und hat dann zum Brennen angefangen und dann auch ein zweites Auto, dann zwei Und Autos abgebrannt und das ist jetzt erstmal für unsere Teilnehmer, die an der Messe sind, nicht so ganz dramatisch. Kurzzeitig war es ein bisschen eng, weil wir fast evakuieren mussten. Das wäre doof gewesen. Aber was das Allerblödste war, das haben wir auch erst sehr viel später gemerkt, dass das Catering in der Tiefgarage gelagert wurde. So. Und natürlich bis 11. 30 Uhr konnte quasi keiner das Catering nehmen, um Sachen vorzubereiten. Und das war der Super-GAU, weil Leute natürlich um 11. 30 Uhr, zwölf Uhr Hunger hatten, was zu essen haben wollten.
1:07:32 Feliks Eyser: Oh mein Gott, dann wirst du keine Crowd von 5000 Leuten, die hungrig sind.
1:07:35 Andy Bruckschlögl: Genau, und wir waren aber dann auch nicht schnell genug, dann das zu kommunizieren per App oder was auch immer zu sagen, hey, übrigens, sondern wie gesagt, wir haben auch selber auch das eine oder andere auch er später dann so so mitbekommen, weil die Caterer waren halt dann Bescheid, das zu holen und dann halt schnell aufzubauen. Die denken ja auch nicht daran, so, hey, macht erstmal eine Kommunikation, sondern die sind ja so in ihrem, also jeder ist ja dann in seinem Modus. So, und in diesem Modus quasi waren die alle und dann die Teilnehmer verärgert, weil es lange Schlangen gab. Wir haben dem ja zum ersten Mal den Test gemacht, fürs Essen was zu verlangen, weil wir gesagt haben: hey, bevor wir die Ticketpreise waren, jetzt war es seit drei Jahren konstant. Feuer Ticketpreise anheben, lasst uns das machen, was alle machen. Kam aber nicht gut an, weil die Leute es bei uns anders gewohnt waren. Und dann kam noch der F Grönender Abschluss mit dem letzten Tag Oktoberfest Bombendrohung, wo das nicht schwachsteht. Umgebracht hat. Und ja, und so muss man sagen, haben wir in dem Jahr das mal mitgenommen, was man als Event veranstaltet, also fast eine der Horror ist vielleicht auch zu krass, weil es ja nichts wirklich Dramatisches passiert, aber für uns als Veranstaltung ein tolles Erlebnis. präsentieren wollten, natürlich schon dramatisch genug, dass unsere Teilnehmer wirklich jetzt quasi nicht das beste Erlebnis hatten. Und das ist natürlich doof und deswegen auch doof, weil wir jetzt, indem wir wieder von vorne anfangen, natürlich viele Teilnehmer, die zum ersten Mal da waren, nicht die volle drei Tage Bits & Pretzels Experience hatten. Und das ist deutlich schwieriger als bei einer Software, wo du halt irgendwie schneller Sachen iterieren kannst. Wir haben jetzt quasi wieder ein Jahr Zeit vorzuarbeiten, den Teilnehmern zu sagen, hey, das war jetzt quasi in dem Jahr blöd, aber im nächsten Jahr werden wir es anders.
1:09:09 Feliks Eyser: Machen aufzubauen.
1:09:10 Andy Bruckschlögl: Vertrauen aufzubauen. Das ist ein hartes Business, ja. Krass, krass.
1:09:14 Feliks Eyser: Das Gegenteil von SARS mit Recurring. Revenue, die zahlen jeden Monat, die sind erstmal per Default wieder dabei und du sagst, du musst es immer erstmal wieder neu aufbauen und dann hast du so krass operative Herausforderungen und denkst, okay, da hat jetzt auch keiner drüber nachgedacht. Dass die Tiefgarage abfackelt. Wow. Und was waren andersrum so die positivsten Momente, die einprägsam waren, die hinter der Bühne stattgefunden haben? FISPA mit Obama, geil, Öffentlichkeitswirksam mit jeder gesehen. Aber was waren die Momente im Stillen, wo du sagst, die haben sich eingeprägt?
1:09:43 Andy Bruckschlögl: Ey, so viel logischer, wo wir dann die Leute zu Top-Speaker einfach noch zum Abendessen so treffen konnten. Das waren die ganz, ganz, ganz tolle Momente. Also ja, die Die bleiben bis heute. Aber auch insgesamt auch die Zeit mit meinen Kollegen, mit jetzt vor allem Felix Bernd und jetzt mittlerweile Christian. die quasi in der Geschäftsführung sind, so viele Stunden, Momente, wo wir über Ideen gesprochen haben. teilweise so an die Gurgel gegangen sind, du kennst das alles, weil irgendwie man unterschiedliche Meinungen hat. In dem Moment scheiße, aber im Nachhinein irgendwie lustig und gut darüber nachzudenken und schön, was wir dann dadurch einfach besser machen konnten. Und ja, also das ist die Summe einfach bei jedem Venture ist einfach so toll an Erlebnissen, die man da einfach hat. Und das bei der Bits & Pretzels auch und bei Bits & Pretzels zum Beispiel war ganz spannend. Der Tag, nachdem wir Barack Obama announced haben und uns die Presse quasi wirklich überrollt hat und das ganze Team dann mit uns allen. Sechs Monate lang wirklich, oder vier waren es eher Vollgas geben hat, das bestmöglichste Ergebnis daraus zu rocken. Und das war einfach ein geiler Moment, ja.
01:10:52 Verrückte Speaker-Wünsche: Eine Couch im Zelt & spezielles Wasser
1:10:52 Feliks Eyser: Was war das Verrückteste, was ein Speaker je haben wollte?
1:10:55 Andy Bruckschlögl: Eine Couch im Käfer festzählt.
1:10:58 Feliks Eyser: Eine Couch? Ein Sofa, ja. Ein Sofa.
1:11:01 Andy Bruckschlögl: Stehen da Sofas? Nein. Das ist ein Festset. Das ist ganz klassisch mit Bierbängen und allem und da. Weil sie hätte wirklich einen Bierbank und Tisch, er hätte viel rausgeräumt und verändert werden müssen, um dann ein Sofa reinzustellen.
1:11:14 Feliks Eyser: Aber der, die wollte eine Couch speziell.
1:11:16 Andy Bruckschlögl: Genau.
1:11:17 Feliks Eyser: Okay. Wir lassen das so stehen.
1:11:18 Andy Bruckschlögl: Oder das zweite war halt irgendwie ein Wasser aus von Fidschi oder so mit irgendwie einem pH-Wert von 8,5.
1:11:25 Feliks Eyser: Okay, lass mich raten. Die Person war aus Hollywood. Und hat gesagt, ich trinke nur Fidschi-Wasser. Ja. Aber am besten aus einer Plastikflasche.
1:11:34 Andy Bruckschlögl: Das weiß ich dann ehrlich gar nicht mehr, aber wir hatten da ein paar so komische Ein paar Anforderungen, über die wir uns gewundert haben, aber die für die Person halt völlig normal sind.
1:11:45 Feliks Eyser: Eine Bowl M<unk>Ms, aber nur die Roten. Und die grünen.
1:11:48 Andy Bruckschlögl: Da gibt es ja, ich glaube, eine deutsche Band, die das genauso haben möchte.
1:11:51 Feliks Eyser: Ja, die mal getestet hat, wie weiß, die kommt da mit.
1:11:54 Andy Bruckschlögl: Mit Gummibärchen, nicht mit irgendwie nur roten Gummibärchen im Backstage-Bereich.
1:11:58 Feliks Eyser: Stell dir mal vor, du bist der Praktikant, der das dann aussortiert. Na zwei Stunden sitzt. Oh mein Gott. Du sprichst viel mit Faune, du machst Investments, du hast das Buch geschrieben, du redest mit jungen Gründern, wenn du den Foundern von morgen so eine Sache mitgeben könntest, eine SMS schreibst oder ein Plakat bedruckst, in richtig großer. Schrift. Was würde draufstehen?
01:12:20 Fazit an alle Gründer: „Leg los!“
1:12:20 Andy Bruckschlögl: Leg los. Okay. Und dann vielleicht nur mit dem unten mit dem Subtitle und habt keine Angst.
1:12:27 Feliks Eyser: Riecht gut. Leg los. Das ist das Motto. Andy, mega cool, dass du da warst. Hat mich richtig gefreut. Ich habe viel gelernt.
1:12:33 Andy Bruckschlögl: Danke für die Einladung. Danke. Tolle Fragen.
1:12:37 Feliks Eyser: Wo können Leute dich finden? Wo können wir dein Buch kaufen? Amazon hast du gesagt, dein Shop kommt noch?
1:12:40 Andy Bruckschlögl: Genau, Shop kommt noch. Also aktuell Amazon. Finden können Sie mich auf LinkedIn oder Instagram. Muss mal gucken, ob ich jetzt mal in das TikTok-Game einsteige. Dafür mache ich gerade ein paar interne Versuche.
1:12:50 Feliks Eyser: Ja, ich wollte gerade sagen, also wenn der Maschi es hinkriegt, da in San Francisco 500. 000 Views auf TikTok zu generieren, dann musst du nachziehen.
1:12:56 Andy Bruckschlögl: Ja, ich habe jetzt quasi wirklich durchs Buch so viel Content strukturiert, wo es schon Sinn machen würde, mal nachzudenken, ob man das noch in kürzere Videoform einfach rausbringt. Also da bin ich gerade ein bisschen am testen und machen, aber ich weiß nicht, so insgesamt, weil der TikTok-Algorithmus ja schon ein sehr steigendes Flexen und so weiter reingeht. Und irgendwie, ja, ich bin hier der Gründer, der 100 Millionen Revenue Companies gebaut hat. Und da muss ich sagen, Das bin ich nicht, das will ich nicht. Und deswegen mal gucken, ob das klappt, ob quasi eine authentisch zu mir passenden Art Videos zu drehen auf TikTok. Reichweite bekommt oder nicht. I don't know.
1:13:35 Feliks Eyser: Also Andy, ich würde sagen, es hat ein schlauer Versuch gesagt. Leg los. Genau. Danke. Shampoo. Macht's gut, hat mich gefreut. Danke, du auch.


