Vom Betahaus zur größten Sport-Flatrate Europas
mit Moritz Kreppel, Mitgründer und Co-CEO von Urban Sports Club
Zusammenfassung

Feliks und Co-Host Moritz Blees sprechen mit Moritz Kreppel, Mitgründer und Co-CEO von Urban Sports Club. Die Idee kam aus einem eigenen Problem: Moritz und sein Mitgründer Benjamin waren Berater, wollten Fitness, Fußball, Yoga und Schwimmen kombinieren und fanden kein Angebot dafür. 2012 ging es an einem Flexdesk im Betahaus los. Fast zwei Jahre wurde gebootstrappt: Die Technik kam günstig aus Indien, statt einer App gab es Plastikkarten, die Mitglieder im Büro abholen mussten, und wer kündigen wollte, schickte ein Foto der zerschnittenen Karte.
Im Januar 2013 startete Urban Sports Club mit 25 Studios in Berlin, und die Mitglieder kamen nur langsam. Die Lehre: Es zählt nicht die Gesamtzahl der Studios, sondern die Dichte dort, wo du wohnst und arbeitest. Investoren fragten damals vor allem, wen das Team aus den USA kopiert. Ein Kaufangebot von Rocket Internet lehnten die Gründer ab, stattdessen sammelte der CEO eines ihrer ersten Firmenkunden eine Angel-Runde über 430.000 Euro ein. Zwei Jahre später konnten sie den Rocket-Wettbewerber, der 20-mal so viel Geld hatte, günstig übernehmen; mit dem Deal kamen HV Capital und Rocket als Investoren an Bord.
„Der Deal selbst, das ist natürlich auch Arbeit, aber die richtige Arbeit fängt danach erst an.“
Es folgte die Hypergrowth-Phase mit Wachstum um das Dreifache pro Jahr, jährlichen Finanzierungsrunden und vielen M&A-Deals, bis Covid alle Studios schloss. Die Finanzierungsrunde unterschrieb das Team am Freitag vor dem Lockdown, weil Moritz den Notartermin nicht vertagen wollte. Danach dachte das Team konsequent für alle Stakeholder: Livestreams der eigenen Partnerstudios binnen zwei Tagen, tagesgenaues Pausieren, 80 Prozent der Beiträge an die Studios, Kurzarbeit und virtuelle Anteile für Mitarbeitende. Durch die Krise getragen haben vor allem die Firmenkunden, auf die der Fokus schon vor Covid umgeschwenkt war.
Im zweiten Teil geht es um das B2B-Modell, warum Firmenkunden einen höheren Customer Lifetime Value haben und wie B2C-Mitglieder Intros zu ihren Arbeitgebern liefern. Moritz erklärt den Zusammenschluss mit Wellhub (früher Gympass), warum er und Benjamin mit ihren Anteilen drinbleiben und warum eigene Studios für ihn ausgeschlossen sind. Zum Schluss beantwortet er Community-Fragen zu Saisonalität und Power-Usern und spricht über Trends: Community, holistisches Wellbeing, Recovery, Padel, Reformer Pilates und personenlose Studios.
Zahlen aus der Folge
4 weitere Zahlen
Worüber am meisten gesprochen wurde
Kapitel
- 00:00Die Gründungsidee von Urban Sports ClubGründung & Bootstrapping
- 06:16Bootstrapping & die ersten MVPsGründung & Bootstrapping
- 08:24Erste Studios & Herausforderungen beim StartGründung & Bootstrapping
- 16:37Hypergrowth-Phase & erste Übernahmen (M&A)Hypergrowth & M&A
- 24:06COVID als Wendepunkt: Livestreaming & FirmenkundenCovid & Krisenmanagement
- 32:40B2B vs. B2C: Das Geschäftsmodell von Urban Sports ClubB2B-Geschäftsmodell
- 41:46Merger mit Wellhub: Gründe, Synergien & NetzwerkeffekteExit & Merger
- 54:11Trends im Fitnessmarkt: Longevity, Recovery & CommunityFitness-Trends
- 01:01:13Community-Fragen: Saisonalität, Power-User & GruppendealsCommunity-Fragen
- 01:07:03Zukunftsvisionen: Hybride Modelle, Mental Health & Recovery-GymsFitness-Trends
- 01:11:01Personenlose Fitness-Studios & neue Boutique-KonzepteFitness-Trends
Key Learnings
- 1
Bau ein Produkt für dich selbst
Moritz und Benjamin waren selbst die Zielgruppe: Sie wollten über die Firma Sport machen und privat Fitness, Fußball, Yoga und Schwimmen kombinieren. Moritz sagt, man sollte nicht unterschätzen, wie viel leichter es ist, ein Produkt für sich selbst zu bauen, als sich ständig in andere hineinversetzen zu müssen.
00:00 · Die Gründungsidee von Urban Sports Club - 2
Dichte schlägt Menge
Mit 25 Studios war Urban Sports Club 2013 das größte Sportangebot in Berlin, trotzdem kamen die Mitglieder nur langsam. Für Mitglieder zählt nicht, ob es 1.000 oder 10.000 Studios gibt, sondern ob es da, wo sie wohnen und arbeiten, mehrere Angebote in wenigen hundert Metern gibt. Deshalb wuchs das Team Stadt für Stadt statt überall gleichzeitig.
08:24 · Erste Studios & Herausforderungen beim Start - 3
Lass andere dein MVP finanzieren
Die erste App von Urban Sports Club konnte nur einchecken, sonst nichts. Bezahlt hat sie Adidas: Für eine Marketing-Kooperation rund um die Konferenz Tech Open Air organisierte das Team den Check-in der Teilnehmer, baute dafür die App und ließ die Teilnehmer während der Konferenztage auch im eigenen Studionetz einchecken. Moritz nennt das gebootstrapptes Growth Hacking.
16:37 · Hypergrowth-Phase & erste Übernahmen (M&A) - 4
Denk an dein Publikum, wenn du pitchst
Im Rückblick sagt Moritz, dass er und Benjamin nicht gut im Fundraising waren. Sein wichtigstes Learning: Bei jeder Präsentation fragen, wer das Publikum ist. VCs sprechen eine eigene Sprache. Früh geht es vor allem ums Team und darum, an welchen KPIs du dein Business messen willst, später um Kohorten, Customer Acquisition Costs und Customer Lifetime Value.
08:24 · Erste Studios & Herausforderungen beim Start - 5
Nach dem Deal fängt die Arbeit erst an
Urban Sports Club hat Firmen mit Cash, Shares, virtuellen Shares, mit und ohne Earn-out gekauft und teils pro übernommenem Mitglied bezahlt, orientiert an den eigenen Customer Acquisition Costs. Moritz warnt: Der Deal selbst ist Arbeit, aber die richtige Arbeit beginnt mit der Integration der Teams. M&A war für ihn ein Wachstumsbeschleuniger, etwa für neue Märkte, das Hauptwachstum war organisch.
16:37 · Hypergrowth-Phase & erste Übernahmen (M&A) - 6
Denk in der Krise an alle Stakeholder
Als Covid alle Studios schloss, setzte sich das Team mit vier, fünf Leuten zusammen und plante für jede Gruppe: Livestreams der eigenen Partnerstudios für Mitglieder, tagesgenaues Pausieren, 80 Prozent der Beiträge für die Studios, Kurzarbeit und virtuelle Anteile für Mitarbeitende. Fremde Fitness-Apps holte das Team bewusst nicht dazu, damit die Studios nicht wegbrechen.
24:06 · COVID als Wendepunkt: Livestreaming & Firmenkunden - 7
Lass B2C und B2B sich gegenseitig antreiben
Firmenkunden haben laut Moritz den höheren Customer Lifetime Value und erreichen Menschen, die bisher keinen Sport gemacht haben. Gleichzeitig zahlt B2B-Werbung auf B2C ein: Privatmitglieder lassen sich günstig gewinnen und werden dann ermuntert, Intros zu ihren Arbeitgebern zu machen. Für den Vertrieb an HR und Geschäftsführung hat Urban Sports Club eigens erfahrene Sales-Leute eingestellt.
32:40 · B2B vs. B2C: Das Geschäftsmodell von Urban Sports Club - 8
Tritt nicht in Wettbewerb mit deinem Supply
Eigene Studios unter der Marke Urban Sports Club schließt Moritz ausdrücklich aus. Zum einen hat das Team mit dem Asset-Light-Modell genug zu tun, zum anderen würde es mit seinen Partnerstudios konkurrieren. Sein Vergleich: Amazon macht das, aber das macht dich nicht beliebt.
54:11 · Trends im Fitnessmarkt: Longevity, Recovery & Community
Zitate

„Man musste uns ein Foto von der zerschnittenen Karte schicken. Also wirklich, das war MVP.“„Der Deal selbst, das ist natürlich auch Arbeit, aber die richtige Arbeit fängt danach erst an.“„Das war ein Moment, wo es wirklich wieder zurückgeht zu Co-Founder.“„Es ist schon ein Exit, muss man sagen. Es ist ein Verkauf.“„Das kann ich explizit ausschließen, werden wir auf jeden Fall nicht machen.“Über den Gast

Moritz Kreppel
Moritz Kreppel war Berater, als er mit seinem Mitgründer Benjamin eine Lösung für ein eigenes Problem suchte: Fitnessstudio, Fußball, Yoga und Schwimmen mit einer Mitgliedschaft. 2012 starteten die beiden an einem Flexdesk im Betahaus in Berlin, bootstrappten fast zwei Jahre und gingen im Januar 2013 mit 25 Studios in Berlin live. Heute hat Urban Sports Club allein in Berlin über 1.400 Partnerstudios, ein starkes Firmenkundengeschäft und hat MyClubs übernommen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war der Zusammenschluss mit Wellhub unterschrieben, das Closing stand noch aus; Moritz und Benjamin bleiben mit ihren Anteilen und operativ an Bord.
Häufige Fragen
Wie hat Urban Sports Club angefangen?
Moritz Kreppel und Benjamin starteten 2012 an einem Flexdesk im Betahaus in Berlin und bootstrappten fast zwei Jahre. Die Technik ließen sie günstig in Indien bauen, eine App gab es nicht: Mitglieder checkten mit einer Plastikkarte ein, die sie im Büro abholen mussten. Im Januar 2013 ging Urban Sports Club mit 25 Studios in Berlin an den Start.
Wie hat Urban Sports Club die Covid-Lockdowns überstanden?
Die Finanzierungsrunde wurde am Freitag vor dem ersten Lockdown beim Notar unterschrieben. Danach bot Urban Sports Club binnen zwei Tagen Livestreams der Partnerstudios an, ließ Mitglieder tagesgenau pausieren und gab 80 Prozent der Beiträge an die Studios weiter. Für Mitarbeitende gab es Kurzarbeit und virtuelle Anteile. Am meisten geholfen haben laut Moritz die Firmenkunden, die dabeigeblieben sind.
Warum setzt Urban Sports Club auf Firmenkunden?
Laut Moritz ist der Customer Lifetime Value auf der B2B-Seite höher, und über Firmenverträge erreicht Urban Sports Club auch Menschen, die bisher keinen Sport gemacht haben. Arbeitgeber nutzen den Benefit vor allem für ihre Attraktivität im Kampf um Talente und für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden. Kleinere Firmen bezuschussen pro angemeldetem Mitarbeiter, größere vereinbaren eine fixe Summe für alle.
Warum geht Urban Sports Club mit Wellhub zusammen?
Moritz kennt das Wellhub-Team seit rund zehn Jahren und sieht eine kulturelle Passung. Corporate Wellbeing wächst stark, und immer mehr Firmenkunden sind in mehreren Ländern aktiv. Mit Wellhub kann Urban Sports Club Firmensport auch in England, den USA oder Südamerika anbieten. Moritz nennt es klar einen Exit und Verkauf, er und Benjamin bleiben aber mit ihren Anteilen drin. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war der Deal unterschrieben, das Closing stand noch aus.
Welche Fitness-Trends sieht Moritz Kreppel?
Moritz nennt Community als großes Thema, sichtbar etwa bei Hyrox, dazu Corporate Wellbeing und holistisches Wellbeing mit Apps für mentale Gesundheit. Außerdem wachsen Recovery-Angebote wie Eisbaden, Padel, Bouldern, Reformer Pilates, Freihantelbereiche in Studios und personenlose Studios. In Deutschland funktionieren aus seiner Sicht Boutique-Konzepte auf einem günstigeren Premium-Eco-Level besonders gut.
Erwähnt in der Folge
- WellhubFirmaFrüher Gympass, aus Brasilien, Hauptsitz in den USA; Urban Sports Club geht mit Wellhub zusammen.
- Rocket InternetFirmaWollte Urban Sports Club früh kaufen, um ClassPass zu kopieren; kam später als Investor an Bord.
- ClassPassFirmaUS-Anbieter, der als Classtivity startete; heute vor allem B2C.
- HV CapitalFirmaStieg mit der Übernahme des Rocket-Wettbewerbers bei Urban Sports Club ein.
- SevenVenturesFirmaMedia-for-Equity-Investor von ProSiebenSat.1, kam während Covid mit Budgets für Fernsehwerbung an Bord.
- MyClubsFirmaVon Urban Sports Club übernommen; damit gibt es ein Angebot für Deutschland und Österreich.
- Tech Open AirFirmaBerliner Konferenz, für deren Check-in Urban Sports Club mit Adidas-Geld seine erste App baute.
- HyroxProduktFitness-Wettkampf; für Moritz ein Beispiel für Sport als Community.
- 7MindProduktMeditations-App im App-Katalog für Firmenkunden.
- OpenUpFirmaUrsprünglich niederländischer Anbieter für Therapie und mentale Gesundheit, Kooperationspartner von Urban Sports Club.
- EGYMFirmaSteht hinter Wellpass; laut Feliks hat EGYM 200 Millionen von Affinity Partners eingesammelt.
- Beat81FirmaZirkeltraining auf Premium-Eco-Level im Urban-Sports-Club-Angebot; Moritz stand am Aufnahmetag dort auf der Warteliste.
- Barry'sFirmaBoutique-Bootcamp; Community-Wunsch für Urban Sports Club, international schon bei Wellhub dabei.
- EquinoxFirmaUS-Premiumkette ab 300 Dollar aufwärts, als Gegenbeispiel zum discountgetriebenen deutschen Markt.
- EVO FitnessFirmaBeispiel für personenlose Studios ohne Empfang.
Transkript
00:00 Die Gründungsidee von Urban Sports Club
00:00 Moritz Kreppel: Wir haben Firmen, die auf uns zukommen und sagen, ich will jetzt sofort einen Firmenvertrag unterschreiben, weil da gibt es diese eine Person, die möchte ich einstellen. Die weigert sich, aber können wir jetzt unterschreiben ohne Urban Sports? Weil der hat das woanders und der will das nicht verlieren, oder wie? Genau, ich komme mir da sehr alt vor, das hätte ich mich früher nicht getraut, mit dem Arbeitgeber zu sagen.
00:16 Feliks Eyser: Willkommen zu Founder Mode heute mit mehr Explosivität als einem Burby. Wir sprechen heute mit Moritz Kreppel, einem der Gründer von Urban Sports, klagt über seine unternehmerische Reise von Bootstrapping im Coworking Space, die. Hyper Growth Phase mit Hunderten von Millionen Adventure Capital. Um mit 500 Kilometer pro Stunde dann gegen Covid zu krachen und die Firma am Ende doch noch sehr erfolgreich zu machen und zu verkaufen. Außerdem sprechen wir über die Fitnesstrends, die Moritz heute sieht und was er als Gründer in der Sportbranche starten würde. Viel Spaß mit der Folge, viel Spaß dann.
00:49 Moritz Blees: Moritz Kreppel schön, dass du da bist. Wir müssen heute ein bisschen überlegen, wie wir das mit den Namen strukturieren. Wir haben das eben im Vorgespräch schon gemerkt, dass Felix ein paar Probleme damit hat, uns anzusprechen.
00:58 Feliks Eyser: Ich bin in der Unterzahl mit nicht Moritz, ja.
01:01 Moritz Blees: Genau heute ist unser Gast mein Namensvetter Moritz Kreppel, seinerseits einer der Gründer von Urban Sports, die jetzt gerade mit der Firma Wellhub Zusammengegangen sind. Das wird er uns gleich selber erzählen, wie das genau gelaufen ist. Die Vorbereitung für Moritz war für mich relativ einfach und. Weil ich bei einem anderen schönen Gast unseres Podcasts anrufen konnte, nämlich deiner Frau Xue, die Hawon gegründet hat und schon mal hier zu Gast war und dann quasi erzählt hat, was alles die Sachen sind, die Du unbedingt mal öffentlich erzählen solltest. Insofern freue ich mich sehr darauf, das zu hören, gleich.
01:35 Moritz Kreppel: Ja, vielen Dank für die Einladung. Freut mich hier zu sein und Moritz noch mal Glückwunsch für deine Hyrox Leistung letzte Woche.
01:43 Feliks Eyser: Oh, was war die Zeit, Moritz.
01:45 Moritz Blees: Also wir hatten 1 20 geplant, es sind 1 25 geworden, damit sind wir, das muss man schon klar sagen, unter dem Durchschnitt der Fibo. Man muss an der Stelle sagen, aber auch, dass die FIBO wirklich nur aus aus genmanipulierten Raketen bestanden hat, also das war wirklich jeder deutsche Fitnesstrainer hat hat da glaub ich teilgenommen, ich hab schon beim warm hab ich in Cyty bekommen. Und ja, ich glaube 1 20 wären möglich gewesen. Wir werden jetzt im Oktober noch mal starten und die Zielzeit sind 1 15 ich mache das einfach so lange weiter, bis ich die 1 15 geschafft habe und dann schauen wir mal weiter Moritz, dann würde ich die die Frage vielleicht mal zurückgeben, nämlich du machst ja eine Sportfirma und nimm mich mal mit auf der langen Reise mit wie bist du zu Sport gekommen und wie hat dich deine Kindheit insgesamt geprägt?
02:33 Moritz Kreppel: Genau zu Sport bin ich gekommen. Ich glaube ganz klassisch, wie ganz viele. Erst mit Fußball im Verein angefangen als Kind, dann kam Tennis. Irgendwann dazu habe ich beides lange gespielt, dann eine Zeit lang sehr, sehr viel Tennis und dann in der Uni war es irgendwie nichts von allem, das war alles ein bisschen ausprobiert, von Rudern über Beachvolleyball über keine Ahnung, was so ein bisschen überall reingeschnuppert, aber dann auch gemerkt im Berufsleben, aber wird ja jetzt doch nicht so einfach, das aufrecht zu erhalten, und das war dann auch so ein bisschen der Anknüpfungspunkt für Benni und mich, mein Mitgründer. Wie wir zu einem Sport gekommen sind.
03:08 Feliks Eyser: Hattest du so Jugendzeit, hast du, hast du so einen ebay Handel oder Computerreparatur oder hast die Partys gehostet oder die pokémon Karten verkauft oder sowas?
03:16 Moritz Kreppel: Musste ich leider leider verneinen. Ich habe Nachhilfe gegeben, das war das, wo ich gut Geld verdient habe für mich, praktisch, weil ich dann auch noch mal das wiederholen konnte, was ich in der Schule nicht ganz so aufgepasst hatte, also war es war es mal ein bisschen learning Streams, aber hat mir Spaß gemacht Leuten das beizubringen, Leuten zu helfen, aber vielleicht auch da wieder der rote Faden, aber es war jetzt nicht, dass. Ist das Unternehmertum in die Kleinen das nicht?
03:40 Feliks Eyser: Moritz, welches Problem wolltest du lösen, was zur Inspiration von einem Sport geführt hat?
03:45 Moritz Kreppel: Ja, Benjamin, mein Co-Krinder und ich waren zu der Zeit beide Berater bei verschiedenen Firmen und wir wollten beide eigentlich über die Firma Sport machen. Da gab es nicht so wirklich ein Angebot. Und gleichzeitig haben wir gemerkt, uns privat, würden gerne, wollten ins Fitnessstudio gehen, wir wollten aber auch ab und zu Fußball spielen, ab und zu mal Yoga machen und vielleicht noch schwimmen und da gab es, es gab es einfach nicht oder wir haben es zumindest damals nicht gefunden. Und das war so ein bisschen die Überlegung dann, können wir da nicht ein Angebot schaffen für uns? Und Das macht es relativ leicht für uns nachher, weil wir Zielgruppe sind. Wir konnten wirklich Produkt für uns selbst bauen. glaube, das sollte man nicht unterschätzen, wie viel leichter das ist, als wenn ich mich in eine andere Periode immer reinversetzen muss. Das war am Anfang durchaus leichter. Und gleichzeitig, Benjamin hatte schon so einen Start-up nebenbei gemacht im Sportbereich. Das war zum Fußballspielen, Pfeife Side Fußball. Das lief so bisschen nebenbei. Dann haben wir gesagt, wir finden den Bereich super. Das Problem, wir da haben, Hammer, das ist ein richtig cooles Problem, was man lösen sollte. Lass uns das probieren. Das war dann der Anfang.
04:53 Feliks Eyser: Und dann ging es im Betahaus los, hast du in der Vorbereitung geschrieben.
04:58 Moritz Kreppel: 2012 haben wir ein Betehaus angefangen. Wir hatten so einen Flexdesk, also keinen fixen Desk, wo ein Tisch für uns beide nebeneinander, wir saßen voneinander immer. Das praktische Betehaus war, wir waren immer so früh im Vergleich zu anderen, das heißt, wir hatten immer den gleichen Tisch. Aber das war schon eine andere Zeit.
05:16 Feliks Eyser: Ja gut, die Story, dass du das halbe Team ernährt hast mit, wie war das, Fudora-Gutschein oder so, ähnlich? Deine Frau hat uns das verraten, dass du die Seat-Runde übersprungen hast und...
05:26 Moritz Kreppel: Ja, war tatsächlich, wie hieß das, Eat First war das, ich, oder? Das war eine Rocket-Venture, bei der meine Frau gearbeitet hat damals. Da kannten wir uns noch nicht, sonst hätte ich das natürlich niemals gemacht. Und die haben sehr, sehr offen einen Boucher rausgegeben. Da haben wir viele Boucher für Mittagessen wahrgenommen. Es gab auch keine richtigen Kontrollen, ob man das schon mal hatte oder nicht. Tatsächlich war das, es war alles gebootsjob damals. Wir hatten dann schon die ersten Mitarbeiter, Praktikanten, viel unbezahlt. Aber es war auch eine andere Zeit. haben einmal die Woche am Benjamin Ich Mittagessen bezahlt in Kreuzberg. 3,50 damals als Budget. Da hatte man echt eine Auswahl von so irgendwie sieben, acht Lokalen, wo man essen konnte. Nicht mehr ganz möglich heutzutage.
06:16 Bootstrapping & die ersten MVPs
06:16 Moritz Blees: Das war vor meinen Berlin-Tagen. Und mit diesem Bootstrapping-Ansatz nehme ich da mal mit, wie weit seid ihr damit gekommen? Warum habt ihr das so gemacht? Und was war dann der Moment, dass ihr gesagt habt, naja, jetzt brauchen wir vielleicht doch Geld?
06:30 Moritz Kreppel: Genau, damit gestartet, wir haben es insgesamt, ich glaube, fast zwei Jahre gebootskript. Am Anfang war der Gedanke, okay, lass uns das erstmal probieren. Mit Technik-Blockform haben wir externen in Indien relativ günstig bauen lassen. War jetzt nicht irgendwie state of the art, aber hat funktioniert. Es war alles sehr MVP. Und MVP, man sagt ja immer, man muss sich schämen für das, was man rausgeht.
06:54 Feliks Eyser: Minimum viable product. Wir werden ja immer wieder hingewiesen, dass wir die Abgutzung erklären.
06:58 Moritz Kreppel: Absolut. Und was man daher sagt, es muss so minimal sein, dass man sich dafür schämt. Und, ja, wir haben uns sehr geschämt tatsächlich. Wir hatten keine App. Das heißt, der Check-in-Prozess vor Ort bei den Studios lief über eine Karte. Du hattest eine Plastikkarte, eine physische Karte. Ganz am Anfang musstest du zu uns ins Betehaus, in unser Büro kommen, dir die Karte abzuholen. Genau.
07:21 Feliks Eyser: zu eurem Flexdesk, wo ihr gerade das geklaute Mittagessen von Rocket Internet gegessen habt und dann hat ihr die Plastikkarte rausgegeben.
07:27 Moritz Blees: Nicht
07:31 Moritz Kreppel: Das war alles komplett above the line. Aber diese Delikaten waren hart und die haben wir dann, ich habe das teilweise auch selbst gemacht, die sind wirklich handwerklich nicht begabt. das irgendwas auszuschneiden, ging nicht sehr gut. Und dann hatten wir so einen kleinen Automaten, der diese Dinge gedruckt hat, trotzdem Horror und lustige Anekdote. Wie denkt ihr? musste man kündigen damals. Man musste uns ein Foto von der zerschnittenen Karte schicken. Also wirklich, das war MVP. Insofern hatten wir nicht so viele Kosten. Klar, hatten unsere eigenen Kosten, fehlendes Gehalt und ein, zwei Mitarbeiter. Und dann haben wir Studios rein geholt und das haben wir auch selbst gemacht. Wir sind im Januar 2013 mit 25 Studios in Berlin gestartet und dachten uns...
08:24 Erste Studios & Herausforderungen beim Start
08:24 Feliks Eyser: In der seid ihr reingelaufen, habt ihr alle Tür zu Tür akquiriert oder wie kann man sich das vorstellen, die ersten Studios?
08:29 Moritz Kreppel: Ganz genau. Präsentation ausgedrückt. Wir würden gerne mal. Was haltet ihr von der folgenden Idee? Dass ihr mehr Besuche, mehr Umsatz macht. Kostet euch nichts, kein Risiko. Könnt ihr mal probieren. Und dann haben wir unser Produkt noch ein bisschen weiter ausgearbeitet. Also in Gesprächen mit den Studiers hatten wir verschiedene Modelle, die wir uns überlegt hatten, bis wir dann bei unserem jetzigen Modell gelandet sind. Und sind dann mit 25 Studiers gestartet und dachten, hey, Es gibt keinen anderen Anbieter in Berlin, der 25 Sportstudios hat zu dem Zeitpunkt. Jetzt haben wir das beste Sportangebot, Mitglieder können kommen. Hat so semi funktioniert, ich mal, sehr neutral. Im Vergleich, wir sind jetzt bei über 1400 Studios in Berlin und es kommen immer noch neue dazu. Wir haben komplett unterschätzt, wie wichtig die Density, also die Durchtrennung des Angebots ist.
09:18 Feliks Eyser: Dass du so eine Dichte hast, dass du dich herum in 200 Meter Entfernung drei Angebote in Anspruch nehmen kannst.
09:25 Moritz Kreppel: Ganz genau. gibt zwei Orte, du abdecken musst. Es gibt da, wo du wohnst und da, wo du arbeitest. Und das musst du beides abgedeckt haben. Auf dem Weg ist auch noch okay, aber das sind so die, sag ich mal so, die Grundnahrungsmittel für Sport müssen da sein. Also Fitness, Yoga, Schwimmen und so weiter. Für so Bouldern oder bisschen ausgefallenere Sachen, da fährt man dann auch ein bisschen. Aber für die Standard-Sachen, die müssen da sein. Das hat dann gedauert, bis die Mitglieder kamen. Und genau, warum wir dann aufgehört haben zu Bootstrappen, war, wir haben gemerkt, okay, es geht einfach sehr langsam voran. kommen nicht schnell genug voran. Dann haben wir versucht, Investoren reinzuholen. Das hat lange nicht geklappt. Das war wirklich eine Übung in Resilienz. Ewig viele Absagen bekommen. Das war noch eine andere Zeit damals, nicht so wie heute.
10:10 Feliks Eyser: Was haben die gesagt? Warum waren die nicht begeisterungsfähig?
10:14 Moritz Kreppel: Genau, Startup-Ökosystem damals war noch Copycat. Das war sehr stark getrieben durch
10:20 Moritz Blees: Also wir sind hier so 2012, 2013, Hardcore, Oli-Samba-Zeiten.
10:24 Moritz Kreppel: Genau. 13, 14, was ganz genau. Aber nicht nur Sam, das war eigentlich jeder Investor, mit dem wir gesprochen haben, oder fast jeder. Die erste Frage, wir bekommen haben, ja wen kopiert ihr denn aus den USA? Als wir gesagt haben, ja wir kopieren niemanden, dann war die Rückführer ja, aber woher wisst ihr denn, dass es dann funktionieren wird? Das ist eine Frage, die wir heute nicht mehr kriegen. Ich glaube, es hat sich schon sehr verändert, aber damals war das ganz klar, du machst kein Copycat, dann was machst du hier eigentlich?
10:50 Feliks Eyser: Und die Anbieter in USA, es gab aber ein paar, die entstanden sind, die waren dann gar nicht so groß oder die gab es zu dem Zeitpunkt noch gar nicht. Ich erinnere mich an, Classpass glaube ich war einer von denen.
10:59 Moritz Kreppel: Genau, die Classpass sind gestartet als Class-Tivity. Das war noch ein bisschen ein anderes Modell. Sind dann geswitcht auf Classpass, haben dann Geld gerastet. Und dann hat es bei uns auch angefangen zu funktionieren. Eine schöne Anekdote ist, Rocket ist dann auf uns zu gekommen und wollte uns kaufen, Classpass zu kopieren. Haben wir tatsächlich abgelehnt, weil wir gesagt, wir glauben nicht an das Modell für Deutschland und glauben auch nicht an die Art und Weise, das zu machen. Und dann hat Rocket einen anderen Startup gemacht. Wir haben dann eine kleine Angel-Runde gemacht parallel mit einem unserer ersten Firmenkunden. Ein unserer ersten Firmenkunden, der CEO ist dann raus bei einem Firmenkunden, hat bei seinen Freunden eine Angel-Runde gesammelt, hat dann bei uns investiert. Der kannte uns halt von der Zusammenarbeit, insofern war das ein gutes Modell.
11:45 Feliks Eyser: Wie viel hat er investiert und war das das erste Geld, was extra reingeflossen ist?
11:49 Moritz Kreppel: Ja, das waren 430.000 damals. Also 400 hat er gesammelt und 30 hatten wir noch irgendwie gesammelt und dann waren es 430.000. Und das hat uns sehr geholfen. Also wir hatten zum ersten Mal wieder Gehalt, das war zum Mal sehr gut. Und dann ging es so lange dann voran. Und das Krasse war, der Wettbewerber, der von Rocket dann übernommen worden war, hatte 20 Mal so viel Geld. Zwei Jahre später haben wir uns dann aber wieder getroffen und konnten sehr günstig tatsächlich dann die Firma kaufen. Was sich herausgestellt hat, das Modell war doch nicht so einfach umzusetzen. Execution ist bei dem Modell super wichtig. Dann konnten wir die Firma kaufen und hatten dann zum ersten Mal eine IT-Plattform, die ein Vielfaches gekostet hat für ein Geld, das wir überhaupt gerastet hatten bis zu dem Zeitpunkt. Dann haben wir die Firma gekauft und haben unsere Mitglieder auf deren Plattform geklärt. Das war ein bisschen ein anderer Deal. Und mit dem Deal kam dann auch gleich HV Capital an Bord, investiert. RTP kam an Bord. Rocket kam tatsächlich auch an Bord. Und Rocket hat auch nachinvestiert deutlich. Und das war dann die nächste Phase, die Hypergrowth Phase, mit der dann ...
13:03 Feliks Eyser: Nochmal Doppelklick auf die Bootstrap-Phase, jetzt in der Rückschau. Was würdest du anders machen mit dem Wissen, du heute hast, in der ganz frühen Phase?
13:10 Moritz Kreppel: Ja, sehr gute Frage. Ich glaube, man muss sich sehr viele Gedanken machen über den Markt, in dem man ist. Und es gibt Märkte, wo es absolut Sinn macht, kein VC-Geld reinzunehmen. Entweder man bootstrippt komplett oder man macht Angel-Runden. Es gibt inzwischen auch echt viel mehr Angels. Also damals gab es keine Business Angels in dem Sinne. Da muss man sich sehr bewusst sein. bei uns, wir hätten früher zu der Überzeugung kommen können, dass VC-Geld das Richtige gewesen wäre. Und mit der Entscheidung, ich glaube, waren wir auch nicht sonderlich gut im Fundraisen. Es war eine schwierige Zeit damals, es war viel schwieriger Geld aufzunehmen, aber wir waren nicht sonderlich gut darin. Und eins der Learnings, ich sagen, eigentlich noch aus meiner Beraterzeit, ein bisschen ärgerlich, aber das ich in dem Moment dann nicht berücksichtigt, ist bei jeglichen Präsentationen, sich Gedanken zu machen, wer ist denn die Audience? Wen präsentierst du denn gerade was? Und das sehe ich immer wieder, dass das nicht nicht genügend gemacht wird. Dass dann Präsentationen gemacht werden, die viel zu viel voraussetzen, die Schwerpunkte falsch legen. Und das geht jetzt nicht nur Präsentationen für Investoren, sondern allgemeine Präsentationen. Und bei WCs ist es aber sehr wichtig. WCs sprechen eine bestimmte Sprache. Das heißt, die Präsentationen müssen auf die WCs passen. Das haben wir am Anfang wirklich nicht hinbekommen. Hat eine Weile gedauert.
14:30 Feliks Eyser: Wie bereitest du dich heute darauf vor oder gib uns ein Beispiel aus dem erfolgreichen Excel-Prozess, wie du das gut umgesetzt hast?
14:40 Moritz Kreppel: Ich glaube, die letzte Runde, die wir gerastet haben, als wir den an Bord kamen, Private Equity aus Nordics, Dezember 23, das war ein ganz anderer Prozess. Das ist von Later Stage Growth Investment. ist ein ganz anderes Pitch Deck als beim Early Stage Pre-Seed, Pre-Series A, wie auch immer. Es geht immer mehr Zahlen. Es geht einfach viel, viel mehr die Metrics und dann natürlich auch das Team. Aber Zahlen sind natürlich viel wichtiger. Wenn du gerade angefängst mit deinem Business, hast du ja gar nicht so viele Zahlen. Dann geht es eher ums Team und Herangehensweise, wie du was bauen möchtest. Und was dann die Zahlen sind, die KPI's nach dem, du bewerten möchtest. Das hat uns damals gefällt. Und jetzt geht es vielmehr Kohorten und was sind die Customer Acquisitionskosten versus Customer Lifetime und so weiter. Das ist schon sehr andere Präsentation und andere Unterlagen.
15:37 Moritz Blees: Das heißt, generell kann man sagen, je früher man in der Firmengeschichte ist, umso mehr verkauft man die zukünftige Vision. Und je später es wird, umso mehr muss man natürlich beweisen, was man in der Vergangenheit bereits geleistet hat und dass die Traktion eben auch sustainable ist. Also man muss irgendwann davon wegkommen, Zukunft zu verkaufen, sondern Realität.
15:59 Moritz Kreppel: Ich glaube, was bei beiden Fällen wichtig ist, glaube, am Anfang wahrscheinlich sogar noch wichtiger ist das Team. Weil, ich meine, ihr ja selbst, ihr investiert ja viel. Das Produkt oder was gemacht wird, kann sich irgendwie noch mal ändern. Und das liegt dann aber voll am Team. Können die eine Änderung, wenn man merkt, okay, das kommt doch nicht so gut an den Markt, muss man es mal bisschen tweaken, damit es dann funktioniert. Das ist ja 100 % Team. Und insofern ist das Team am Anfang, glaube ich, noch wichtiger. Was ich meinte mit den Zahlen am Anfang, Was sind die KPIs, die du dir vorstellst, nach denen du dein Business in 1, 2, 3 Jahren messen wirst? Ich glaube, das ist super relevant.
16:37 Hypergrowth-Phase & erste Übernahmen (M&A)
16:37 Moritz Blees: Nach der Bootstrapping-Phase, du hast ja jetzt eben beschrieben, dass dann eben Rocket, HV und einige andere namhafte Investoren drin kamen, gab es dann hier so eine Zeit, die dann, ich würde jetzt so sagen, in meiner Erinnerung so 2017 bis 2020, so roughly, sehr dynamisch war. Also so eine Hyper-Grow-Phase. Nimm uns doch mal mit auf diese Reise zwischen ihr sitzt jetzt zu zweit im Beta-Haus und habt physische Karten, die man bei euch abholt, zu ihr sammelt alle 18 Monate Geld ein und verdreifacht die Anzahl der Mitarbeiter.
17:20 Moritz Kreppel: Ja, zwei wirklich sehr verschiedene Phasen. Und noch ein Beispiel fürs Bootstrapping, gerade, wenn du das Check-in nochmal ansprichst. Die erste App, die wir gemacht haben, konnte wirklich gar nichts. Die konnte nur Check-in. Die hat dir keine Kurse gezeigt, gar nichts. Aber den Check-in konnte sie. Und die haben wir uns damals tatsächlich von Adi das finanzieren lassen. Wir mit allen, das in Kooperation gemacht, eine Marketing-Kooperation für TUA Tech Open Air, die Konferenz, und haben dazu gesagt, wir organisieren den Check-in-Prozess der Teilnehmer an der Konferenz. Dafür haben sie uns Geld gebaut, wir haben die App gebaut, und das war dann die erste Open Sports App.
17:55 Feliks Eyser: hatte mit Gym-Check-Ins gar nichts zu tun. Die wollten bei der Konferenz eine Check-In App haben.
18:00 Moritz Kreppel: Genau. man konnte dann auch bei unseren Studios einchecken danach. Das war dann der Deal. Also du hattest dann bei der Konferenz ein paar Events, paar Sport-Events, wo man einchecken konnte. Und während der Konferenz-Tage konnte man auch bei uns ein Netzwerk einchecken. Also war dann beides. Und das war tatsächlich die einzige Art und Weise, wie wir das hätten abbilden können. Aber das ist wirklich gebootstrappedes Growth Hacking. Du kriegst jemanden anders, der dir da hilft, das zu entwickeln. Und der QR-Code-Prozess, ich weiß noch, Wir wurden so oft belächelt, alle haben sich lustig gemacht darüber. Inzwischen hat jeder diesen QR-Check-in-Prozess, weil das funktioniert einfach. Covid hat natürlich auch geholfen, aber das machen inzwischen alle. das macht auch Sinn, weil damit wurden wir es geliefert. Der Wechsel kam auf der einen Seite ein bisschen schleichend, weil wir haben auch M &A angefangen, schon während der sehr frühen Phase. Phase, wo wir diese 400.000 Euro Investment haben, wir die ersten Adience gemacht, wo wir gesehen haben,
19:02 Feliks Eyser: Wie seid ihr da vorgegangen?
19:05 Moritz Kreppel: Das erste war ein Wettbewerber, der ist erst mit einem anderen Modell gestartet, hat dann gesehen, bei uns läuft es ganz gut, ist auf uns gepivotet, hat das Modell umgestellt auf unser Modell, hatte auch deutlich mehr Geld als wir und ist dann, war fürs Ego echt nicht so einfach, der ist dann auf einmal an uns vorbeigezogen. Wir waren nur in Berlin und auf einmal war der in fünf Städten in Deutschland. Und dann sitzt er dann da so als Gründer und dann, ihr kopiert uns doch gerade und ihr zieht an uns vorbei. Das war also fürs Ego nicht einfach. Und die Entscheidung war damals, wir machen das jetzt nicht, wir gehen jetzt nicht in ganz viele Städte, sondern wir wachsen Stück für Stück. Und dann hat sich rausgestellt bei denen, als wir dann mit denen gesprochen haben, und die haben dann keine Finanzierung bekommen und dann konnten wir sie übernehmen, die waren zu schnell expandiert. Das heißt, hatten, ich glaube, die Anzahl der Studis war vergleichbar zu uns, aber es war einfach verteilt auf mehr Städte. Das heißt, in der jeweiligen Stadt, wo sie waren, wo wir waren, war unser Angebot viel besser. Und nochmal mich als Mitglied, wer hat uns eben interessiert, ob Ames Postklep 1000, 10.000, 500.000 Studiers hat. Wie du gesagt hast, Felix, bei mir zu Hause oder bei der Arbeit, das ist das, wo ich Sport machen möchte.
20:16 Feliks Eyser: Du willst in Friedrichsheim, in ein paar hundert Meter Abstand willst du hinlaufen können. Okay, okay.
20:20 Moritz Kreppel: Und das haben wir dann sehr schön in den Zahlen rauslesen können, dass das dann nicht geklappt hat. Dann konnten wir sie günstig übernehmen und sind damit dann auch weiter expandiert. dann neue Städte hinzugenommen, neue Studis hinzugewonnen, auch ein paar Mitglieder gewonnen. Das war dann ein guter Deal und er hat uns PR gebracht. Wir wurden dadurch auf jeden Fall auch bekannter.
20:38 Feliks Eyser: Und so eine Übernahme funktioniert über Shares, sprich, die sind dann bei euch ein bisschen beteiligt, ihr habt wahrscheinlich jetzt nicht viel Geld auf Tisch gelegt oder wie strukturiert man so einen Deal zwischen zwei Start-ups in einer frühen Phase, wo jetzt keiner Millionen Budgets hat, den anderen zu kaufen?
20:50 Moritz Kreppel: Wir haben ganz verschiedene Deals gemacht. haben Cash Deals gemacht. Wir haben Deals gemacht, wo wir gesagt haben, wir zahlen pro Mitglied, was zu uns rüberkommt und haben einfach unsere CRCs genommen.
21:03 Feliks Eyser: Also ihr habt gesagt, ... ich weiß, dass auf normalen Marketing kostet mich ein User irgendwie 100 Euro oder so.
21:10 Moritz Kreppel: Ganz genau. haben dann noch so Sachen, die müssen aber dann mindestens drei Monate bei uns bleiben. dann bezahlen wir. Dann haben wir pro Studie was wir rüberziehen, was dann bei uns bleibt, bezahlen wir auch weiter. So in die Richtung gemacht. Wir haben mit Share Steals gemacht. Wir haben mit Virtual-Share Steals gemacht. Wir haben, ja, also das war, genau, Mischungen von beiden gemacht von Shares und Cash mit Earnout, ohne Earnout. Also haben viele Sachen durchdekliniert.
21:36 Feliks Eyser: Ihr seid so &A Experten geworden auf dem Weg. Sieht man von außen gar nicht. Ich Urban Sports ist ja schon auch so ein Konstrukt, wo viel reingeflossen ist. Moritz Blais und ich haben in der Vorbereitung da über so die Matryoshka-Strategie gesprochen. So jetzt hast du da so ein Konstrukt wie Urban Sports gehabt. Wenn du genau reinschaust, da würden auch viele Firmen mal reingefaltet über die Zeit sozusagen.
21:55 Moritz Kreppel: Was man nicht unterschätzen kann, weil das ist richtig viel Arbeit. Der Deal selbst, das ist natürlich auch Arbeit, aber die richtige Arbeit fängt danach erst an. Wenn man dann versucht Teams zu integrieren, wird es dann kompliziert.
22:09 Feliks Eyser: PMI, wir noch einen abgezwungenen Ring schmeißen, Post-Merchant Integration, so ist dann die Funktion, die dafür sorgt, hey, müssen zwei Kulturen zusammengebracht werden, Zielsysteme, Mitarbeiter, Standorte und so weiter.
22:19 Moritz Blees: Aber ist es zu viel zu sagen, dass ihr im Prinzip schon auch ein Buy-and-Build-Case geworden seid für Fitnessstudio-Aggregatoren oder Sportaggregatoren?
22:31 Moritz Kreppel: Das war ein Teil der Strategie. Wobei das Hauptwachstum, wenn ich mir jetzt anschaue, wie wir gewachsen sind, war schon organisches Wachstum. &A war ein Wachstumsbeschleuniger. Es hat uns ermöglicht, Beispiel in andere Märkte zu gehen, ohne jetzt noch mal langwierig ein Netzwerk aufzubauen. Das war eine Ergänzung vom Angebot. Aber es war jetzt keine klassische Bein-Build-Wachstum-Compte, nur über &A. Mehrheit war schon organisch. Und in der, vielleicht Moritz, dir noch eine Frage zurück, ich schweife gerne ab, sind spannende Themen, Hypergrowth, das war wirklich so, wie du gesagt hast, jedes Jahr 3x Wachstum, Team jedes Jahr, wie crazy gewachsen, Umsätze gewachsen, Länder gewachsen, &A-Deals gemacht und jedes Jahr eine Finanzierungsrunde, das war schon verrückt. Das war positiver Stress natürlich und positiver Stress ist ganz was anderes als negativer Stress, also das sehr, sehr viel leichter auszuhalten. Hat sehr viel Spaß gemacht, sind aber auch einige Fehler passiert. Genau die Fehler, wo man denkt, das wird uns nicht passieren, nacht man dann aber doch gerne, weil man einfach nicht hinterherkommt. Weil man so unter Druck ist, man muss weiter wachsen. Und was man nicht vergessen darf, zu der Zeit, auch Investoren haben hauptsächlich auf Topline-Wachstum geschaut. Profitabilität war eher zweitrangig. Das kam dann erst kurz vor Covid, mit Reworks im Sommer vor Covid. Aber dann der Börsengang nicht funktioniert, dann hat es angefangen zu kippen. Und dann kam natürlich Covid, was dann die nächste Phase war. Und da war die Welt anders.
24:06 COVID als Wendepunkt: Livestreaming & Firmenkunden
24:06 Feliks Eyser: Nimm uns da mal mit, du kommst aus Hypergrowth, hunderte Mitarbeiter, ich kauf die Firmen, King of the World. Und dann passiert Februar, März 2020, von einem Tag auf den anderen sind die Studios dicht. Was war für dich dieser Oh-shit-Moment, wo du realisiert hast, fuck, wir müssen hier jetzt ganz schnell was machen, unser Modell funktioniert von einem Tag auf den anderen nicht. Nimm uns mal mit in das Meeting oder den Moment.
24:31 Moritz Kreppel: Also vielleicht einen Schritt noch davor, wo ich echt sagen muss, dass wir einfach Glück gehabt haben. Wir haben an einem Freitag im März, Februar, März 2020 eine Finitionsrunde gemacht und es hat sich tatsächlich und es war tatsächlich, es haben einige POAs gefehlt und dann war die Überlegung, ach komm, dann gehen wir doch ein, danke, relax. Ich stelle gerade fest, wie viele Abkürzungen ich benutze.
24:58 Feliks Eyser: Wir stellen es auch immer fest, ja, wir merken es ja selber immer nicht.
25:01 Moritz Kreppel: Das ist fast so schlimm wie die Anglizismen, man in der Sprache hat. Aber wir haben dann diese Runde gemacht und Vollmacht haben gefehlt und dann waren wir die Belegen, okay, dann lass uns einfach am Montag wieder zum Notar zurückkommen. Ich weiß noch genau, wie gesagt, es ist mir vollkommen egal, wir bleiben jetzt hier beim Notar. Wir warten, bis die Leute bei sich zum Notar gehen, die Vollmacht inschecken und wir bleiben jetzt aber so lange hier beim Notar, bis wir es unterschrieben haben. Haben wir dann auch gemacht?
25:24 Feliks Eyser: hab dich beim Notar an den Tisch geklebt. gesagt, wir verlassen das Gebäude nicht.
25:30 Moritz Kreppel: Und das war so einer der Momente. Ja, am Montag waren die Lockdowns da. Da waren Lockdowns in Deutschland. Komplett Lockdown. Und ob die Runde dann noch gekommen wäre? Ich meine, das waren auch Investoren, die schon viel investiert hatten. Das heißt, hatten auch kein Interesse daran, dass die Firma irgendwie nicht überleben würde. Aber die Wahrscheinlichkeit?
25:55 Feliks Eyser: muss ja nur einer kalte Füße kriegen und der Dominus Stein fällt und die anderen schließen sich an, denken, ja, lass erstmal noch die Lage sichten und...
26:04 Moritz Kreppel: Genau.
26:04 Moritz Blees: Ja, spannend. Aber jetzt einmal noch mal zurück zu ... Also, ihr habt jetzt geschafft, in Deutschland, vielleicht Europa, das weiß ich nicht, die größte Flatrate für Fitnessstudios zu bauen und Sportstätten aller Art. Und alle Sportstätten haben zu. Was machst du?
26:24 Moritz Kreppel: Das war ein schrecklicher Moment. Es war ein Teilelement über auch einen Moment, der sehr viel Spaß gemacht hat. Mein Titel ist offiziell Co-Founder Co-CEO. Und je länger ich bei einem Sports bin, desto mehr geht es weg von Co-Founder, desto mehr geht es hin zu Co-CEO. Das war ein Moment, wo es wirklich wieder zurückgeht zu Co-Founder. Wo es wirklich unternehmerisch wieder darum geht, wie gehen wir damit jetzt Und wo es auch darum geht, einzelnen Entscheidungen wirklich das Unternehmen entweder wach runterlaufen zu lassen oder halt irgendwie zu retten. Und was wir gemacht haben, wir saßen, ich weiß noch ganz genau, wir saßen mit vier, fünf Leuten zusammen und haben überlegt, was wir machen. Und dann, und da bin ich mir nachher, also macht mir wirklich Spaß auch dran, drückzudenken, wir haben überlegt, lass uns mal für alle Stakeholder denken. Und unsere Stakeholder sind natürlich unsere Mitglieder, es sind unsere Partner, es sind unsere Firmenkunden, es sind unsere Mitarbeitenden. und natürlich auch dem Astron. Und die Belegung war, wie kriegen wir eine Lösung hin, da jetzt irgendwie gerecht zu werden? Also was haben wir gemacht? Für die Mitglieder haben wir gesagt, für einen Tag auf den anderen, ich glaube, es hat zwei Tage gedauert, wir bieten Livestreaming-Angebote an. Das heißt, Mitglieder konnten wie bisher, ich bin normalerweise 6 Uhr abends am Montag in dem oder Yoga studieren, ich konnte jetzt nicht hingehen, aber ich konnte den gleichen Kurs zu Hause einfach machen, mit dem gleichen Lehrer. der gleichen Musik, wenn es Musik gab. ich kann in meinem Habit, mein Anglizismus, ich kann in meinem Groupverhalten bleiben. Aber das war für die Mitglieder. Plus wir haben gesagt, wir bieten ihr die Möglichkeit, von einem Tag auf anderen zu pausieren, was vorher nicht möglich war. Vorher konnte man immer nur zum nächsten Mitgliedsmann pausieren. Da ging es von einem Tag auf den anderen. Dann haben wir aber gesagt, zu den Mitgliedern, aber wenn ihr bei uns bleibt, garantieren wir, dass 18 % der Einnahmen von euch gehen an die Studios. Wir zahlen erst die Livestreaming. Und danach den Rest spenden wir an die Studiers, basierend auf der Checking-Geschichte der letzten sechs Monate.
28:32 Feliks Eyser: 20 % habt ihr behalten, eure Kosten zu covern quasi oder die Infrastruktur zu finanzieren und gesagt, aber 80 % von jedem Euro, der hier reingeht, der kommt auch wirklich bei dem Studio Owner an, den du auch supporten willst.
28:42 Moritz Kreppel: Weil das Wichtige ist ja, nicht jedes Studio konnte ein Online-Angebot machen. Eine Kletterhalle, Schwimmbad, wird schon sehr schwer. Insofern haben wir da gesagt, das spenden wir dann an die Studios. Und das war für die Studios jetzt gedacht, nächstes Takeholder. Und gleichzeitig mit dem Livestreaming haben wir auch lange überlegt, was wir da machen und haben uns bewusst für Livestreaming der Studios entschieden. Und gegen, dass wir einfach irgendwelche Apps mit reinnehmen, hätten wir auch machen können. Aber da werden uns die Studios weggebrochen. Und das war gerade im ersten Lockdown, hat uns das sehr gut geholfen. Der letzte Punkt, der uns wirklich geholfen hat, ich hatte ja ganz am Anfang, wir sind ja mit dem Gedanken B2B und B2C gestartet. Das Privatkundengeschäft ist dann viel schneller gewachsen als das Firmenkundengeschäft. Wir hatten aber, ich glaube, ein, zwei Jahre vor Covid schon den Fokus sehr stark auf das Firmenkundengeschäft gelegt. Und Firmenkunden haben uns sehr geholfen, durch die Krise durchzukommen. Weil aus Arbeitgebersicht, jetzt sind meine ganzen Mitarbeitenden hängen im Homeoffice rum. Ich muss denen irgendwelche Angebote machen. Und dann war Livestreaming, auch wenn es nicht so geil ist wie unser normales Angebot, war besser als die Alternative, als gar nichts anzubieten. Also sind da Firmenkunden sehr gut dabei geblieben. Und das hat uns natürlich gerettet, dass wir durchgekommen sind.
30:03 Feliks Eyser: Würden dir neue Firmenkunden in der Zeit darüber die ihr davor gar nicht hattet?
30:06 Moritz Kreppel: Also gerade, war, erinnert euch, das war ein Lockdown nach dem nächsten. Dann gab es zwischendurch immer mal wieder Pausen. Und gerade in den Pausen zwischendurch. Das Problem war, das war halt nicht planbar. Hätte man das gewusst vorher, okay, da kommen jetzt diese, kommen zwei Lockdowns, hätte man auch anders damit umgehen können. Aber es war immer so, was passiert nächste Woche? Aber in der Phase zwischendurch haben wir schon auch gut Firmenkunden gewinnen können, weil die irgendein Angebot halt brauchten. Das war gut. Für Mitarbeiter dann? haben wir sehr viel Kurzarbeit gemacht, da so viele Mitarbeiter wie möglich im Unternehmen zu halten. Mussten uns von einigen leider auch trennen. Das ging nicht anders. Wir waren ja darauf zurück. Wir kamen aus diesem Hyper-Grow-Setup. Mehr als 500 Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen in diese Vollpausierung, Vollstopp rein. Das heißt, die Kostestruktur hat hinten und vorne nicht gepasst in der Stelle. Und so von da sind wir klinflig durchgekommen. Aber haben uns dann noch wieder sehr bei den Mitarbeitern im Bedankt. ein Clubprogramm aufgelegt. Das heißt, jede Mitarbeiterin damals hat Anteile geschenkt bekommen von uns, virtuelle Anteile geschenkt bekommen. Wir haben Swap angeboten, wo Mitarbeiter den Gehalt zu sehr, sehr attraktiven Konditionen swappen konnten in virtueller Anteile. Was ich jetzt mit dem Deal tatsächlich mit der Medulla sehr, sehr bezahlt gemacht habe, war ein gutes Investment. Ich habe mich auch selbst gefreut. Ich habe auch geswappt, natürlich. Aber das sind so dann Punkte, wo wir dann auch Mitarbeiterinnen entgegenkommen.
31:37 Moritz Blees: Okay, spannend. Also ich nehme mit einmal dieses Stakeholderdenken, weil rein spieltheoretisch macht das ja Sinn. Also wenn Corona vorbei gewesen wäre und ihr hättet noch gestanden, kein einziges Fitnessstudio mehr, dann hättet ihr ja trotzdem ein Problem gehabt. Und das Zweite war, okay, ihr hattet eine Kostenbasis aufgebaut. denen kein Verhältnis mehr stand zu dem, was sie an Umsätzen realisieren konnten und an Wachstum realisieren konnten. Also habt ihr gesagt, na ja, wir investieren, also bieten wir unseren Mitarbeitern dann auch die Möglichkeit zu investieren und wer dran glaubt, quasi seinen Gehalt, so habe ich das jetzt gerade verstanden, gegen Anteile tauschen. Und da gibt es gegen virtuelle Anteile tauschen und das haben einige angenommen und für die hat es jetzt fünf Jahre später dann geklingelt. Schön. Ich mich für alle. Und dieses Thema B2B, B2C. Mein Verständnis war, dass bis zu dem Moment, wo ihr dann quasi in Corona reingerauscht seid, ein B2C-Marketingüberhang war. Ich erinnere mich auch daran, dass ich dann immer so Facebook-Werbung bekommen hatte, so HelloFresh-mäßig, erste drei Monate umsonst und dann blablabla. Das war dann während Covid selber off. Und dann aus Covid rauskommend, habe ich das dann nicht mehr so wahrgenommen. Insofern wäre jetzt meine Annahme, dass dieser Pivot oder nicht unbedingt Pivot, weil hattet ja beides vorher schon, aber dieser stärkere Fokus auf den B2B-Vertrieb dann quasi aus Corona raus entstanden ist. Ist das richtig?
32:40 B2B vs. B2C: Das Geschäftsmodell von Urban Sports Club
33:19 Moritz Kreppel: Wirkt so auf jeden Fall, aber der Fokus war schon vorher geswitcht. es schon, es war nicht ein Tag auf den anderen, okay, so ist es, aber es war ein karduelles Switch, der 1,5 Jahre vor Covid angefangen hat, wo wir gesagt haben, wo wir investieren, ist man mit B2B-Seitec. Wir haben auf der BTC-Werte vor Covid allerdings auch weiter investiert. Das ist genau, was du gesagt hast. Die Werbung war noch mehr da und haben dann gemerkt, während Covid kam ProSieben seit 1 als neuer Shareholder. Seven Ventures kam an Bord, die hauptsächlich Geld investiert haben, aber gleichzeitig auch Media for Equity. Und mit diesem Media for Equity, das heißt, die haben uns Budgets gegeben für Fernsehwerbung und haben dafür Anteile bekommen, hatten wir natürlich auch die Awareness, wurde massiv getrieben. Und dann haben wir festgestellt, so viel B2C-Werbung brauchen wir an der Stelle gar nicht mehr. Die Mitglieder kommen auch so. Und tatsächlich mit der Brand-Awareness, gerade im B2C-Bereich, Sport ist ja schon was innerent Soziales. Nicht für alle, aber für die meisten. Das heißt, man will ja, dass die Freunde mitmachen. Das heißt, einer unserer größten Kanäle seit Anfang an schon immer ist, Freunde werden Freunde. Und das unterstützt durch Fernsehwerbung hat sehr geholfen. Und was wir dann gemerkt haben, das war der zweite Punkt nach Covid, B2B-Werbung zahlt auch auf B2C ein. Weil wenn man B2B-Werbung macht, erinnert das dich trotzdem, dass es einen Sportsclub gibt. Und einen Sportsclub kennst du vielleicht schon. jetzt zahlt ein Arbeitgeber es noch nicht. Noch nicht. Dann werde ich jetzt einfach mal Privatmitglied. Und dann kriegst du eine Nachricht von uns, willst du nicht eine Intro machen zu einem Arbeitgeber? so kriegen wir, so ist dann unser Flywheel, der im Hintergrund funktioniert. Wir können sehr günstig B2C-Mitglieder gewinnen, triggern die oder incentivieren die, dass sie dann die Interesse zu ihren Firmen machen, zu ihren Arbeitgebern machen. Darüber kommen wir an die Arbeitgeber wieder ran. Und da sind die Interessen ja komplett aligned. Also ich als Mitarbeitender habe natürlich ein Interesse daran, dass mein Arbeitgeber es unterstützt. Insofern, das passt dann ganz gut.
35:23 Moritz Kreppel: Ja, und es heißt sogar so.
35:26 Moritz Blees: Ja, okay. Ich habe beides in meinem Leben schon mal verkaufen dürfen, B2C-Produkte und B2B-Produkte. Und meine Erfahrung ist, dass die Organisation, die ich bauen muss, das jeweilige zu tun, schon signifikant anders aussieht. Also der Performance-Marketer, halt so one-to-many-Kampagnen ansetzt, den kann ich jetzt nicht dazu benutzen Henkel, einen Deal für seine Mitarbeiter zu verkaufen. Und insofern wäre jetzt meine Frage, was hat das mit eurer Organisation gemacht, das umzubauen? Also wie habt ihr das abgebildet?
35:56 Moritz Kreppel: gute Frage. Auf jeden Fall ein Shift und das ist auf jeden Fall eine andere Position jetzt als es früher war. Performance Marketing macht weiterhin Sinn für uns. kleiner Teil ist B2C, aber auch im B2B Bereich. Also für Lead-Generierung ist Thema eins. Das ist eine andere Plattform. Das ist dann weniger Instagram, das ist dann mehr LinkedIn. Aber dann noch Aktivierung. Wir das Thema, wollen ja, wenn wir jetzt eine Firma unterschrieben haben, wollen wir ja auch, dass die Mitarbeiterinnen Mitglied werden. Und das machen wir durch internes Marketing der Firma. Aber es funktioniert auch ganz gut mit Testimonials. Wenn wir sagen, das ist Werbung für uns dann, Testimonial, Firma XY ist Firmenkunde bei uns, ist einerseits eine gute Werbung für uns, für andere Firmenkunden und andererseits hilft das uns auch bei der Aktivierung. Mitarbeiter der Firma. Stimmt ja, mein Arbeitgeber hat ja den Sports Club als Angebot. Kann ich ja auch mal auschecken. Performance Marketing bleibt dann schon auch da. Wird ein bisschen anders, weil es geht halt mehr auf die Lead-Generierung. Die Sales-Organisation, die ist komplett separat. Also man muss natürlich eng zusammenarbeiten mit Marketing, aber das ist wirklich ein different beast, so to say. Also da haben wir dann wirklich auch erfahrene Vertriebler eingestellt, erfahrene Sales Leaders eingestellt. um das Produkt zu skalieren. Da schaut man dann auf ganz andere Leute. Wir verkaufen entweder Geschäftsführung oder an H &R, H &R-Leitung. Das heißt, haben dann geschaut, wer hat Erfahrung in dem Bereich, wer hat Erfahrung, an H &R zu verkaufen. Das sind die Leute, die wir dann eingestellt haben. Anderes Profil als vorher. Hatten wir vorher eher weniger drin. Und das ist jetzt zusammen mit Product & Tech, Sales ist jeden Fall der Bereich, wo wir in letzten Jahren am meisten eingestellt haben.
37:31 Feliks Eyser: Wie funktioniert das B2B-Modell? Wie ist der Pitch an den Arbeitgeber? Was erzählt ihr dem? Sagen wir, ich bin jetzt ein Start-up, bin jetzt Superchat, Softwarefirma, 100 Mitarbeiter in Berlin. Warum soll ich das einführen?
37:42 Moritz Kreppel: Es gibt verschiedene Elemente, da rein spielen. Das Hauptthema ist Arbeitgeberattraktivität. War for Talent, musst dich präsentieren oder du solltest dich präsentieren als attraktiver Arbeitgeber, Mitarbeitende zu gewinnen. Und da helfen Benefits. Das Gehalt alleine reicht nicht mehr. Es geht weitere Benefits. Das Eckbüro ist auch nicht mehr so wichtig. Der Firmenwagen auch in Berlin nicht. Nicht nur in Berlin, auch darüber hinaus. Jetzt sind eher software Themen, mehr andere Themen werden relevant. Und Fitness oder Sport, Allgemein, Wellness, Well-being. ist eines der ganz großen Themen. Jetzt sind andere Themen relevant. Es geht mehr Benefits wie zum Beispiel Sport. Es geht eine BVG-Karte oder eine Deutschlandkarte. Das sind die Themen, jetzt aktuell die Mitarbeitenden mehr Bedeutung haben. Und was hier am Anfang ganz vereinzelt, und ich dachte mir, ich komme mir da sehr alt vor, wir haben Firmen, die auf uns zukommen und sagen, ich will jetzt sofort einen Firmenvertrag unterschreiben. Weil da gibt es hier eine Person, die möchte ich einstellen. der weichert sich aber bei mir zu unterschreiben ohne einen Sportsmitgliedschaft. Genau. da komme ich mir, ich komme mir da sehr alt vor, das hätte ich mich vorher nicht getraut, mit dem Arbeitgeber zu sagen, ja ja, alles gut, aber nur so. Inzwischen kommt das relativ regelmäßig vor. Das ist schon, das ist einfach ein bisschen eine andere Welt an der Stelle. Das ist Arbeitgeberattraktivität. Dann noch für das zweite Thema, das Mitarbeitergesundheit. gibt, die Studien sind sehr klar, Je mehr Sport machst du, wenn du aktiv bist, hast du weniger Fehltage. Das heißt, Investment in das Thema lohnt sich sogar für die Firma. Das sind die zwei großen Themen. Und dann sehen wir dahinter natürlich, wir wollen das so einfach wie möglich für die HR-Abteilung machen. Das heißt, wir sind integriert mit den HR-Systemen, wir sind integriert mit internen Kommunikations-Tools wie Slack zum Beispiel, den Ablauf dahinter so einfach wie möglich zu machen. Aber noch mal zurück auf deine Frage, Moritz. Das ist ein ganz anderes Angebot dann noch einmal. Da geht es wirklich Zielgruppe an der Stelle, HAA. So einfach wie möglich für HAA. Das ist nicht das Lifestyle-Produkt, das ich als Mitglied cool finde.
39:46 Moritz Kreppel: Das muss es weiterhin geben. Aber es ist parallel dazu noch mal ein zweites Produkt.
39:52 Feliks Eyser: Und die 100 Mitarbeiter, die werden dann aufgerufen und sagen, hey, du kannst dich da anmelden und ist dann opt in quasi. Wenn die das machen, dann zahlt der Arbeitgeber. Oder wie funktioniert das kommerziell?
40:01 Moritz Kreppel: Es gibt zwei Modelle. Für die kleineren Firmen ist genau wie du sagst, Felix. Wir vereinbaren eine Bezuschüsse durch den Arbeitgeber. Und für jeden Mitarbeiter, die sich anmeldet, Bezuschüsse der Arbeitgeber. Das kriegt er uns monatlich automatisch in Rechnung gestellt. Das andere Modell ist eher für die größeren Firmen. Wir vereinbaren eine Fixsumme für alle Mitarbeitenden, egal, ob die sich anmelden oder nicht. Das geht eher bei größeren Firmen, die ein klares Budget haben wollen. einfach wichtig, ich will planen können. Ich habe x Euro im Jahr dafür.
40:35 Feliks Eyser: Was sind für euch die profitabelsten Segmente, die B2C-Kunden, selber zahlen, die kleinen Firmen, wo die Mitarbeiter opt in machen können oder die großen, wo es die fetten Rahmenverträge gibt, was ist euch im Interessantesten?
40:44 Moritz Kreppel: Auf jeden Fall Firmenverträge, weil wir da auch neben der üblichen Zielgruppe, die Leute, die sowieso viel Sport machen, erreichen, noch mal Leute, die bisher keinen Sport gemacht haben. Wenn wir jetzt zurückkommen zu unserem Purpose, Menschen zu inspirieren, gesünder und aktiver zu leben, es ist ja genau da, wo ich den größten Impact habe. Also wenn ich den Moritz jetzt inspiriere, noch einmal mehr für den Hyrox zu trainieren, schön, erfreut mich, also super. Aber es ist ganz anderes, wenn ich den, ich nehme jetzt nicht dich als Beispiel, Felix, wenn ich irgendjemand anderen von der Couch runter bewege, der bisher noch keinen Sport gemacht hat und ich schaffe, dass die Person sich traut, Sport zu machen. Und da geht es tatsächlich häufig ums Thema Trauen. Also ins Fitnessstudio zu gehen, kann schon, kann schon noch ganz schön daunting sein. Das ist nicht das einfachste. Und das sehen wir aber ganz gut, dass wir es schaffen, Leute zu motivieren, die bisher noch keinen Sport gemacht haben. Das ist... Für mich am schönsten wegen Impact. Finanziell lohnt sich aber auch am meisten.
41:46 Merger mit Wellhub: Gründe, Synergien & Netzwerkeffekte
41:46 Moritz Blees: Weil das wäre jetzt, da mal die Brücke zu schlagen zu dem Deal, den ihr jetzt vor kurzem gemacht habt. Also Felix und ich haben, als wir diesen Podcast vorbereitet haben, jede Variante von Gym, Well, Sport, Class und was auch immer kombiniert und jede funktioniert. Pass und Hab. In jeder Variante gibt es mindestens eine Firma, die es schon mal gab.
42:12 Feliks Eyser: Dafür brauchen wir jetzt nämlich den Glossar von dir. Da kommen wir nicht mehr mit von Wellhub, Wellpass, Gympass, Sporthub. Musst du uns mal die...
42:26 Moritz Blees: So, insofern einmal, was sind denn eigentlich die verschiedenen Modelle, angetreten sind? Und inwieweit haben da jetzt über die letzten, über das letzte Dekade ist es ja jetzt eigentlich, diese Modelle ineinander konfigiert?
42:39 Moritz Kreppel: Spannende Frage. Es gibt viele Modelle, gibt es auch nicht mehr, muss man sagen. Gerade im B2C Bereich. Ich glaube, ist das, wo viele wieder aufgehört haben. Und im B2B Bereich gibt es eine ganze Reifenanbieter. Da gibt es natürlich Wellhub, die ursprünglich aus Brasilien kommen, inzwischen Hardcord in den USA sind. Es gibt Wellpass in Deutschland, es gibt Hansefit noch. In Deutschland inzwischen gehören die zu Epassi, eine Firma aus Finnland. Es gibt noch Classpass, die machen hauptsächlich B2C, aber das ist noch die einzige. Eine Software für Studios, Kurse zu managen, Buchungen entgegenzunehmen, Trainer zu managen.
43:26 Feliks Eyser: zu einem buchungs sport buchungssystem quasi Und Well-Hub mit denen ihr zusammengegangen seid, die Verwirrung perfekt zu machen, die hießen früher Gym Pass. Also für wen es noch nicht kompliziert genug war. Well Pass gibt es auch, aber das gehört wiederum zu E-Gym in Deutschland. Stimmt das? Ich lehne mich weiter aus dem Fenster.
43:43 Moritz Kreppel: Und lustigerweise, der Namenwechsel von beiden Firmen war nicht sehr weit voneinander entfernt. Habe ich aber recht kurz nacheinander, dass die beiden Namen eingeführt worden sind. Kann ein bisschen verwirrend sein, aber.
43:56 Moritz Blees: Okay. Und also was wir beobachten, von den Anbietern haben sich die B2B-Anbieter durchgesetzt. auch Wellhub kommt nach meinem Verständnis ja rein aus dem B2B-Bereich. Oder haben da zumindest mal gestartet. so ein bisschen zeigt sich ja, vielleicht einmal noch mal zurück, wenn dieses Modell B2B so viel besser funktioniert als B2C. Liegt das daran, dass der B2C-Kunde so sprunghaft und so untreu ist? Liegt das daran, dass ... derjenige, der B2C das nutzt, selber die Nutzung so viel häufiger macht? Was sind die verschiedenen Eckdaten, dazu geführt haben, dass B2B das bessere Geschäft ist?
44:48 Moritz Kreppel: Genau, ganz einfach gesagt, Customer Life und Values auf der B2B Seite höher. Und das ist die Essenz, warum sich das mehr durchgesetzt hat. Und wo ich sehr froh darüber bin, ist nicht nur der höhere Customer-Lifetime-Value, sondern es hat auch den höheren Impact. Wir haben den höheren Impact auf der Seite, auf unsere Mitglieder, als die Supersportler motivieren, nochmal mehr Sport zu machen. Insofern sind wir da tatsächlich finanziell und purpose-seitig sehr gut allein.
45:18 Feliks Eyser: Customer Lifetime Value hängt wahrscheinlich stark mit Churn ab. Also wie viele Kunden abwandern, könnte ich mir vorstellen im B2C Bereich. Die Privatleute, die machen das mal. Vielleicht ist es irgendwann zu teuer, dann kündige ich so. Kennt man auch, Fitnessstudio wird irgendwann gekündigt. Im B2B Bereich ist natürlich ein Incentive, mein Arbeitgeber zahlt. Für mich privat ist es günstiger und ich lasse es wahrscheinlich länger laufen, wäre meine These.
45:40 Moritz Blees: der Mitarbeiter, der ja nur gekommen ist, weil du ihm die Sports-Mitgliedschaft gekauft hast, was sagst du dem? Also das ist eine Unterhaltung, willst du eigentlich alle halt auch nicht führen. Okay, habe ich verstanden. Dann lass da mal rüber gehen zu diesem Merger oder ja, Verkauf, je nachdem, wie man es betrachtet, an WellHub Vormals Gym Pass. Ich gehe davon aus, dass ihr euch ja eine Weile schon beobachtet habt, wie bahnt sich so ein Deal an?
46:13 Moritz Kreppel: Genau, also vollkommen richtig. Wir kennen uns schon eine Weile, wie wir alle im kennen. Das Team von WellHub haben wir vor zehn Jahren kennengelernt und haben von Anfang an immer gesagt, coole Typen, cooles Team, kulturell passt das. Das war schon immer der Gedanke, wenn man jetzt überlegt zusammenzugehen mit einem der Anbieter Markt, macht das kulturell am meisten Sinn mit denen. Es ist schon ein Exit, muss man sagen. Es ist ein Verkauf. das ist natürlich auch ein postkribblisches Debi, was wir noch nicht aufgebaut haben. ist jetzt auch was uns sehr wichtig ist, wie es jetzt weitergeht mit denen. Und da haben wir bei Wellhab einfach das Gefühl, dass wir da in sehr guten Händen sind und dass es sehr gut passt. wie man eine Firma aufbaut, wie man sich mit Mitarbeitern kümmert, wie man mit Studis zusammenarbeitet, das passt alles ganz gut. Insofern war da immer der Kontakt da. Und dann konkret jetzt zum Deal. Gespräche wurden vor zehn Monaten, also zehn Monate, bevor wir unterschrieben haben, die Gespräche dann los.
47:19 Feliks Eyser: Warum war der richtige Zeitpunkt vor, sagen wir grob einem Jahr?
47:24 Moritz Kreppel: Ich glaube, auf der einen Seite machen wir schon eine ganze Weile und sehen einfach, wie sich der Markt entwickelt. Wie man an unseren Deals sieht, die wir vorher gemacht haben, glauben wir an &A in dem Markt. Ich glaube, macht oder glauben, dass es Sinn macht. An der Stelle aus unserer Sicht ein sehr guter Zeitpunkt, weil gerade das Corporate Wellbeing, wie wir es gerade gesagt hatten, das wächst gerade sehr, sehr stark. Das Wettbewerb, aber es wächst vor allen Dingen, trotz des Wettbewerbs weiterhin extrem gut. Und dann, was wir schon sehen, ist, wir haben viele deutsche Kunden, aber wir haben auch immer mehr Firmenkunden, die in verschiedenen Märkten vertreten sind. Jetzt natürlich ganz klar Deutschland, Österreich, das wäre jetzt mit MyClubs, die wir letztes Jahr gekauft haben, da die einzigen sind, die wirklich ein Angebot haben, Deutschland und Österreich, sind super. Und das Gleiche jetzt mit WellHub, können wir das Angebot noch mehr erweitern. Wir können mit denen zusammen dann auch auch Firmensport in England oder in den USA anbieten oder auch in Südamerika. Und das sehen wir, das ist einfach ein Riesen-Benefit für Firmen. dass man da ein besseres Angebot haben kann. Das waren so die Beweggründe, wir gesagt haben, das passt, das macht Sinn.
48:25 Moritz Blees: Also der Grund sind im Grunde Netzwerkeffekte. Dass du sagst, die Summe ist mehr als die Einzelteile. Also wenn Wellhub und Urbansport zusammengehen, ist das Angebot, das jeder Einzelne hinterher hat oder die beiden zusammen haben, geiler als das, was jeder isoliert hatte.
48:47 Moritz Kreppel: Und dann hast natürlich Effizienz-Themen. Wir werden mehr Innovationen liefern können, weil wir einfach mehr auch an Product und Tech haben. Wir können mehr Features neu entwickeln für unsere Firmen, Kunden, unsere Mitglieder. Also das sind glaube ich viele Themen, zusammenkommen, die Spaß machen, wo ich mich darauf freue.
49:06 Moritz Blees: Und rein operativ kann ich jetzt eigentlich, weil mein Verständnis ist, WellHub kommt aus Brasilien, ist dann aber über die USA gewachsen. Genau, und kann ich jetzt, wenn ich nach San Francisco fahre, meiner Sportsmitgliedschaft trainieren?
49:25 Moritz Kreppel: Abkollen noch nicht, der Deal ist noch nicht durch, der ist gesigned, jetzt fehlt noch das Closing. Nach Closing wird es noch bisschen dauern, aber das ist auf jeden Fall das Ziel, das anzubieten. Da freue ich mich auf jeden Fall drauf und freuen sich auch einige mit, die dann viel Feedback schon bekommen. San Francisco wird gerne gewähnt, Rio wird auch gerne erwähnt, also es gibt so ein paar Themen, die gerne erwähnt werden.
49:48 Feliks Eyser: Wie sehr hat Fundraising von anderen Playern da eine Rolle gespielt? Also zum Beispiel konkret E-Gym, die haben auch nochmal 200 Millionen gerace von Affinity Partners, das Jared Kushner, Schwiegersohn von Trump, also prominente Supporter, viel Geld aus den USA. Was für eine Rolle spielt das, wenn andere Anbieter im Markt Hunderte von Millionen raisen bei der eigenen Überlegung, mache ich alleine weiter oder gemeinsam?
50:09 Moritz Kreppel: Ja, also natürlich toppen sich Web-Dev-Web an. Wobei wir auch gut gerastet haben. Und wir hatten jetzt also jetzt in dem Deal, unsere Investoren legen auch nochmal deutlich nach. Also Angebote waren auf jeden Fall da, auch noch nachzuinvestieren. Das heißt, das war nicht der Bewegepunkt, dass wir gesagt haben, andere raising viel. Also müssen wir verkaufen, das Ganze gar nicht. glaube, dafür läuft das Geschäft dann auch einfach zu gut.
50:40 Feliks Eyser: und Wie läuft so ein Deal mechanisch ab, wenn man da verkauft? Wie viel ist da Cash? Wie viel sind Anteile? Wie viel wird quasi gleich geregelt? Wie läuft so was ab?
50:58 Moritz Kreppel: Im Endeffekt ist es ein Michtdeal, ohne zu sehr Details gehen zu können. Es ist ein Deal, das teilweise man shares. Jeder, der drin bleiben wollte, kann auch drin bleiben. Benjamin, ein Mitgründer und ich, bleiben auf jeden Fall drin mit unseren Anteilen. Einige Investoren sind rausgegangen. ProSiebenSat1 hat es ja auch veröffentlicht, das sie jetzt verkaufen, passt einfach in deren Strategie. Das ist jetzt kein Zeichen, wie sie die Firma sehen, aber einfach in deren Gesamtstrategie macht das Sinn, zu verkaufen. Andere Investoren haben nochmal nachinvestiert, wie gesagt. Es war im Endeffekt jedem Investor, jedem Anteilseigner freigestellt, wie sie sich entschieden haben oder wie sie entscheiden konnten.
51:35 Feliks Eyser: Und ihr habt euch entschieden, mit einem großen Teil der Anteile drin zu bleiben. Wie gesagt, ihr glaubt an die Story, ihr glaubt auch an die weitere Abseits. Und wenn man das weiter denkt, ich glaube, WellHub letzte Info war, dass die mit sozusagen 2,5 Milliarden Dollar bewertet wurden, also mehrere Milliarden, wie ist da der Weg nach vorne? Werden die irgendwann gekauft von einer noch größeren? Gehen die an die Börse? Was ist da so die Fantasie nach vorne?
52:04 Moritz Kreppel: Ich glaube, du hast es eine Möglichkeit, auf jeden Fall eine valide Möglichkeit über die genaueren Pläne. Ich möchte da jetzt nicht spekulieren, aber genau.
52:15 Feliks Eyser: Okay, okay. Aber es ist zumindest mal genug Masse da, quasi so die verschiedenen Wege möglich zu machen.
52:28 Moritz Blees: Und was bedeutet das jetzt für dich und deinen Mitgründer? Also, ich gehe jetzt davon aus, also ja, ihr bleibt mit dem überwiegenden Anteil eurer Anteile drin. Aber gleichzeitig die letzte veröffentlichte Bewertung von Urban Sports Club waren ja immerhin 640 Millionen. Das heißt, ich gehe davon aus, dass es ja mehr war als das. Und erst mal freut mich das sehr für dich. Aber du entscheidest ja nach meinem Verständnis weiter zur Arbeit. Insofern wieso?
53:02 Moritz Kreppel: Also da komme ich gerne wieder auf unsere Purpose zurück, Menschen zu inspirieren, gesünderaktiver zu leben. Also da komme ich gerne wieder auf unseren Purpose zurück, Menschen zu inspirieren, gesünder und aktiv zu leben, weil es macht einfach nur sehr viel Spaß. Also da ein cooles Produkt für unsere Mitglieder zu bauen, für unsere Firmenkunden zu bauen, aber auch mit unserem Team da eine Kolonisation zu bauen. Und da sehe ich jetzt nicht, dass ich jetzt irgendwie rausgehe oder ich glaube Moritz, du hast von der Fußball Academy auf Mallorca mal gesprochen. sehe ich jetzt auch nicht auf dem Horizont. Da bin ich schon noch zu motiviert und das auch noch zu angetrieben, das weiterzumachen.
53:33 Feliks Eyser: Wie teilt ihr euch auf im neuen Management? Was ist jetzt deine Aufgabe? Was liegt bei den anderen? Was macht dein Co-Found? Ändert sich was für euch, aber auch fürs Team?
53:41 Moritz Kreppel: Also im Detail wird sich ja wieder etwas ändern. Im Endeffekt, wir kümmern uns trotzdem weiter noch erstmal den Sports Club. Aber schon so bisschen Themen werden noch ein bisschen gere-shuffled. Da sind wir gerade in der Ausdefinierung. Also noch nicht zu jetzt Finalspruch reif. ich sag mal so, nach der ganzen Zeit, ich habe jetzt richtig Lust, wieder mich ein bisschen aufs operative Rückzug zu konzentrieren. Natürlich auch so ein Deal und Finanzierungsrunden und Übernahmen, das zieht natürlich auch viel Zeit.
54:11 Trends im Fitnessmarkt: Longevity, Recovery & Community
54:11 Moritz Blees: Moritz, du hast eben gesagt, du bist noch voll motiviert und glaubst noch vor allem das, was ihr tut. Insofern würde ich gerne den Blick in die Zukunft richten. Was siehst du denn generell so als ... Trend im Bereich Sport und Wellness sowohl für euch als auch für den Markt so insgesamt jetzt zu den nächsten fünf Jahren.
54:30 Moritz Kreppel: Ich glaube ein Thema, was wir eben schon hatten, ist das Thema Hyrox. Also das ist bisschen breiter gefasst, Thema Community. Das ist ja auch das, wovon Hyrox lebt. Dass du über Sport als Community denkst und das sehen wir bei uns auch ganz stark. Ich hatte es erwähnt, dass Mitglieder werben Mitglieder, Freunde werben Freunde, bei uns der wichtigste Kanal ist. Sport ist sozial. Die meisten Menschen wollen Sport mit ihren Freunden machen. Und das ist auch bei uns, wenn ich mir anschaue, was sind die Features, nachgefragt werden, ist das ganz oben mit dabei. Wird auch kommen, dass man sich gegenseitig noch mehr einladen kann, dass man Events kreieren kann. Also das aus meiner Sicht super relevant. Dann das Thema Corporate Welping natürlich. Haben wir jetzt auch ein paar Mal schon drüber gesprochen. Gerade immer als Deutschland die Zahlen. Es gehen so viele Mitarbeitende in den Ruhestand und nicht genügend kommen nach. Es wird eher noch zunehmen. wie Pubse Benefits, wie Sports Club oder Well Hub, werden noch mehr in Bedeutung gewinnen. Ein ganz großes Thema, darüber hinaus für uns, ist ein holistisches Well-being. Also wir gehen weg von nur den Sportgedanken hin zu mehr holistisch gedacht. Und da nun als Beispiel, wir haben jetzt einen App-Katalog für unsere Firmenkunden gelauncht, wo man dann auch Sachen wie mentale Gesundheit drin hat. Man hat aber auch Frauengesundheit, also ein Zyklus-Tracking, man hat Kindergesundheit, man hat einige Apps drin. Also es wird einfach sehr viel breiter gedacht, was Welding wirklich sein kann.
56:03 Feliks Eyser: Können wir mal doppelklicken auf Mental Wellbeing, weil das auch tatsächlich eine Community-Frage war von einer Mental Health Gründerin. wird das die nächste Akquisition, dass man quasi eine Mental Health Plattform kauft und integriert. Weil es ist ja nahe aneinander quasi. Körperliches Wohlbefinden, mentales Wohlbefinden. Also wie geht das einher? Wie schaust du da drauf? Ist das ein Thema, was ihr euch tatsächlich für &A anschaut? Entwickelt ihr da selber Lösungen?
56:28 Moritz Kreppel: Sehr gute Frage. Ist auf jeden Fall ein Thema, wir uns sehr genau anschauen. Nicht so sehr im &A Gedanken, sondern eher über Kooperationsgedanken. Also wir haben jetzt bei uns 7Mind drin als Meditations-App. Wir haben Aumio drin als Meditation für Kinder. Wir haben eine Kooperation mit Open Up. Das ist eine Firma ursprünglich aus Holland. Da geht es dann wirklich auch Angebote von Therapeuten für Mitarbeitende. Group Sessions, auch One-on-one-Betreuung. Das wird ein großer Teil vom Angebot sein. Aktuell sehen wir das nicht als A-Thema, sondern als Kooperationsangebot. Wir verkaufen das gerade Open-Up-Angebot und unsere Firmenkunden mit und vice versa. Ich glaube, man braucht beides, das realistische Angebot zu haben.
57:14 Moritz Blees: Und du hast eben etwas gesagt, was ich glaube, seit einer Weile im Markt zu beobachten. Und zwar, dass diese Bereiche Wellness, Sport, Mental Health und irgendwie auch Beauty, ne? Also jetzt bei Frauen zumindest mehr, irgendwie so ihre Trennschärfe verlieren. Und dass es so Orte gibt, die jetzt quasi sagen, sie wollen all das gleichzeitig sein. Die Frage, die ich mir so ein bisschen stelle, ist, wie kann denn jetzt ein Urban Sports jetzt zum Beispiel ein Massagestudio mit anbinden? Oder wo zieht man auch die Grenze? Wo sagt man, das ist eine Gesundheitsleistung und das nicht?
58:02 Moritz Kreppel: Genau die Fragen, mit denen wir uns auch beschäftigen. Massagestudies haben wir schon drin im Angebot. man hat, ich glaube, eine Massage bei der El-Mitgliedschaft zum Beispiel ist inklusive. Kann man da noch privat erweitern? Ja, hast du. Anscheinend noch nicht genutzt. Ich kann dir nachher noch ein paar Tipps geben für Studierende. Ist das vielleicht ein cooles Angebot? Das kannst du machen. Das ist eine halbe Stunde und dann kannst du privat was dazuzahlen und auf eine Stunde verlängern, wenn du magst. Aber das ist schon drin. Das heißt, das sind wir auf jeden Fall als Teil des Angebots. Gesundheitsangebote sehe ich nicht als Teil von der Sports Club, muss ich sagen. Also eine ärztliche Behandlung, das sind wir aktuell nicht. Bei uns geht es dann eher Prävention. Das ist Thema. Also sämtliche in die Richtung Longevity gedacht, wenn es Prävention geht, geht das super gerne. Und der Rest dann über Kooperationsangebote. Also was ich mir gut vorstellen könnte, ja.
58:56 Feliks Eyser: Es gibt da schon ganze Recovery-Jims mit Eisbad und so weiter. Das ist mein Gefühl, dass das irgendwie ein Trend ist. Siehst du das in Europa?
59:03 Moritz Kreppel: Also IceBath sehen wir, bei uns wächst auf jeden Fall. Vom kleinen Level, aber wir haben ein Angebot drin und die Check-in-Zahlen wachsen. Dopamin studieren, Entretesign, also als Beispiel, da kommt mehr dazu. Genau. Ja, kannst Eisbad und Sauna machen. Genau.
59:23 Moritz Blees: aber wir nehmen mit, dieser gesamte Bereich, der im weiteren Sinne mit Longevity assoziiert wird, der kommt mehr und mehr in das, wird mehr und nachgefragt, kommt mehr und mehr ins Angebot und damit auch mehr und mehr in einen Aggregator wie Irbens-Wattstab.
59:41 Feliks Eyser: Moritz steht irgendwann auf dem Plan, es gibt ja bei Plattformen oft, dass die anfangen, quasi Eigenmarken zu launchen. Habt drüber nachgedacht, eigene Sportangebote hinter eurem eigenen Namen anzubieten? Also so ähnlich wie Amazon quasi auch Produkte unter ihrer Brand raus gibt, also es ist eine Option vertikal zu integrieren, irgendwann eigene Boutique-Gym zu betreiben oder sowas in die Richtung.
1:00:01 Moritz Kreppel: Das kann ich explizit ausschließen, werden wir auf jeden Fall nicht machen. Zwei Aspekte dabei. Erstens, wir haben genügend zu tun mit dem Asset-Lite-Modell, was wir betreiben und da immer besser zu werden. Die Liste an Features, die ich gerne schon vor zwei Jahren gehabt hätte, die wir noch nicht haben, ist sehr lang tatsächlich. Da haben wir noch wirklich einige Themen, an denen wir arbeiten. Ein Asset-heavy-Modell, das wir jetzt in Studio betreiben, egal in welcher Form, ist doch was anderes. da will ich schon, dass wir uns auf das konzentrieren, wo wir wirklich gut drin sind, das ist nämlich die digitale Plattform. Und das ist keine Studio, das keine Hardware, in der Richtung. Also wirklich Hokus. Und das für andere Werte, du würdest in Wettbewerb mit deinem Supply gehen. Amazon macht das, aber das macht dich nicht beliebt. würden wir, ich habe es glaube ich am Anfang gezeigt mit Covid, wie wir darüber nachdenken mit unseren Studios, die wir Partner auch nennen. Wir wollen da nicht in Wettbewerb mit enttreten. Da achten wir sehr gut drauf, dass wir da nicht im Wettbewerb sind. Also kann ich absolut ausschließen.
01:01:13 Community-Fragen: Saisonalität, Power-User & Gruppendeals
1:01:13 Feliks Eyser: Wir sprechen ja gerne über Business-Ideen, was man quasi im Sportbereich umsetzen könnte. Da würde uns deine Meinung natürlich sehr interessieren. Davor vielleicht noch eine ganz kurze Runde von Community-Fragen. Wir haben ein bisschen in die Runde gefragt. Was für Fragen habt ihr an Moritz, vor allem bei unserer Berlin Workout Crew. Kurzer Shoutout an BWC, meine Sportgruppe. Moritz ist auch herzlich eingeladen. immer Workouts im Mauerpark und in verschiedenen Gyms. Heute Morgen ist Beat 81 gemacht. BBC auch immer unterwegs. Also Stichwort Community. So sehen wir total und haben bisschen umgefragt, was es für Fragen gibt. Deswegen ganz kurze Community-Fragen. Eine Frage war, wie zyklisch ist denn das Geschäft eigentlich bei euch? So Winter, Sommer, ändert sich da was in der Nutzung?
1:01:54 Moritz Kreppel: Auf jeden Fall. B2C mehr als B2B. B2B ist dann eher stabiler, aber Wenn ihr regelmäßig Sport macht, seht ihr das in den Studios ja auch. Januar, Februar ist tendenziell ein bisschen voller. Es ist viel voller. Und jetzt, so März, April, wird es bisschen weniger. Und dann im September wird es wieder richtig voll. Wo es bei uns nicht ganz so zügig ist, wie es bei den Studios selbst ist, wir haben natürlich auch viele Autoangebote. Also wir sehen da zum Beispiel Schwimmbäderrechnungen sind bei uns im Sommer doppelt so hoch wie im Winter. Das ist, wenn die ganzen Leute in die Freibäder gehen. Kannst ja bei uns im Strandbad Wannsee jetzt in Berlin als Beispiel gehen. Das wird im Sommer natürlich gerne gemacht. Insofern ist das nicht ganz so zügig wie bei Studien selbst, aber eine gewisse... Gewisse Seasonalität hast du natürlich trotzdem drin. Was interessant ist, ein anderes Beispiel, das ist von Land zu Land verschieden. In Italien ist die Seasonalität, Mai ist der große Monat. Im Mai machen die Italiener Sport.
1:02:58 Moritz Blees: Weil sie alle für die Freibäder fit sein wollen, stell ich mir das so vor wie der Beats-Buddy.
1:03:02 Feliks Eyser: Der Beachbody für die Italo Disco am Strand.
1:03:04 Moritz Kreppel: könnte sein. das variiert so ein bisschen. Wobei sonst überall ist eigentlich Januar, Februar und dann September, Oktober sind schon so die starken Monate.
1:03:13 Feliks Eyser: Okay, okay. Die zweite Community-Frage war, wie oft kommt ein Kunde eigentlich wieder? Und was machen die Power-User so, die es hinkriegen, euer Geschäftsmodell zu zerstören, weil sie probieren, irgendwie dreimal am Tag einchecken? Das übrigens auch eine Frage. Man kann, glaube ich, nur einmal am Tag einchecken bei euch. Da war hier Anregung, das doch bitte für die Power-User wieder zu erhöhen. Was sagst du dazu? Wie oft kommen die Leute? Und was sagst du zu den Power-Usern?
1:03:37 Moritz Kreppel: mit der letzten Frage anzufangen, haben wir auf dem Schirm. Wir haben aktuell die Möglichkeit, kannst dir auch zwei Check-ins pro Tag freischalten. kostet allerdings einiges. Das geht, dann kannst du jeden Tag zweimal trainieren. Ist aber recht teuer. Was wir aber bringen werden, ich hoffe, dass die noch kommen, sind Additional Workouts. Das heißt, kannst dir dann zusätzlich zu deiner Mitgliedschaft Workouts dazukaufen. Das heißt, du warst heute Morgen schon beim Studio. Bei uns ist Limit einmal am Tag. Wenn du willst, noch einen Tag was anderes machen, kannst du einfach dazu buchen in der App. Das wird auf jeden Fall kommen. Ist nicht ganz das, die Heavy-Jose gerne hätten, dass es inklusiv ist, aber zumindest gibt es dann die Möglichkeit.
1:04:17 Feliks Eyser: Vorschlag war hier in der Gruppe zumindest einen Joker pro Woche mit einem kleinen Augenzwinkern. Ihr könnt es ja mal mitnehmen in die Produktentwicklung.
1:04:23 Moritz Kreppel: Genau, den Joker wird es geben. Kannst sogar siebenmal die Woche nutzen oder sogar auch zwanzigmal die Woche. Er wird aber nicht kostenfrei sein. Und dann die zweite Frage war, was muss ein Heavyweber machen, damit es problematisch für uns wird? Kann man so nicht mehr allgemein beantworten. Du musst schon recht viel Sport machen, aber vor allen Dingen musst du bei vielen verschiedenen Studios Sport machen. Also es reicht nicht bei Einzelnen. Aber wenn du eine Kombination schaffst, dann gibt es schon Nutzer, die das hinbekommen. Wobei, wenn wir auf die Nutzer schauen, dann ist bei uns immer die Überlegung nicht nur die Lifetime-Value der Nutzer an sich, der Power User, sondern auch darüber hinaus betrachtet, wie viele Mitglieder haben die denn schon geworben. Weil tendenziell die Leute, die das richtig viel nutzen, sind auch die, die das Produkt wirklich lieben, die davon schwärmen, die auch ihren Freunden davon erzählen und die Freunden wieder reinholen. Also davon in der Betrachtung sind Heavy User für mich ehrlich gesagt nicht so das Problem. Mag ich natürlich ganz gerne. Ich wäre gerne, ich arbeite daran auch einer zu werden. Klappt noch nicht so ganz so gut.
1:05:31 Feliks Eyser: Sehr gut. Wird es irgendwann Angebote geben für Gruppen wie unsere? Wir sind keine Firma, aber vielleicht kann man so einen Gruppendial mal irgendwann abschließen.
1:05:39 Moritz Kreppel: Also was auf jeden Fall kommen wird, das ist das Community-Thema, ich angesprochen habe. Ich nehme an, ihr organisiert euch gerade über WhatsApp oder... Das sollte bei uns auf der Plattform stattfinden. Du kannst hier einstellen, morgen 16 Uhr gehe ich in das und das Studio, wer will mitkommen. Man kann es jetzt natürlich machen, ich gehe zu dem Kurs, dann kannst du deine Gruppe einladen.
1:06:00 Feliks Eyser: So läuft es heute. Postet jemand rein, meldet euch an.
1:06:02 Moritz Blees: Ja, und ich stelle mir auch vor, so auch von dem Firmen-Fitness so untereinander, wenn dann irgendwie die Freshfields gegen die Linklater-Boys dann da irgendwie ihre Paddelsessions machen. Ich glaube, da ist also richtig viel Testosteron im Raum. Das stelle ich mir richtig gut vor.
1:06:24 Moritz Kreppel: Also Challenges tatsächlich auch auf der Roadmap, keine Frage. Ob das jetzt zwischen Firmen ist oder innerhalb der Firma Details, genau.
1:06:33 Feliks Eyser: Sehr cool. Letzte Community Frage, die mir persönlich auch ganz sehr am Herzen liegt. Wann gibt's den Deal mit Barry's Bootcamp? Okay, okay. Das ist schon mal gut zu wissen. International dabei, in Deutschland aktuell noch nicht, aber vielleicht ist das ja eine der Synergien, die wir irgendwann spüren können in Deutschland. Okay, okay. Siehste, das wusste ich nicht. Breaking News, für mich zumindest.
01:07:03 Zukunftsvisionen: Hybride Modelle, Mental Health & Recovery-Gyms
1:07:03 Moritz Blees: Okay, wir warten auf die Integration. Eine andere Traditionsfrage, die wir hier stellen, ist, was würde Moritz Kreppel, wenn er jetzt wieder am Beginn seiner Gründerkarriere stehen würde, gründen? Also wo siehst du aktuell die Lücken im Markt, wo du sagst, wenn ich jetzt noch mal Mitte 20, Anfang 30 wäre, würde ich das jetzt tun.
1:07:36 Moritz Kreppel: Also wenn ich jetzt 20,25 Mitte 20 wäre. Ja, okay. Also finde den Sport war ich immer noch, mag ich immer noch sehr, gerne. Das heißt, das wäre schon Bereich, den ich mir gut vorstellen könnte. Ich glaube, was mich Also was mich gerade am meisten umtreiben würde, wäre, es aktuell noch zu viel Silo-Denken. Wir haben aktuell die Sportangebote, Wellnessangebote, die nehmen wir jetzt mit einem Sports Club, kombinieren wir das. Aber das kann man natürlich noch viel weiter denken. Es gibt die Blutabnahmeangebote wie jetzt in Aware als Beispiel, gibt einige Anbieter, wo man dann so einen Bluttest machen kann. Was passiert da mit den Daten? Was ist mit persönlichen Coaching basierend auf den Daten? Was ist mit dem Nutrition Plan basierend auf den Daten? Also da wirklich diese Virus aufbrechen, also wirklich alles auf eine Plattform bringen, natürlich sehr, sehr Datenschutz und weiter hochhaltend. Und darauf basierend dann eine Hyperpersonalisierung machen, finde ich sehr spannend. Über die Angebote hinweg, also dann natürlich sehr gerne mit jemandem wie einem Sportsclub, dass man einen Plan hat, der nicht nur ein Studium beinhaltet, weil das glaube ich, einfach aus meiner Sicht oder für mich nicht mehr zeitgemäß. Ich will nicht nur an eins gehen. Ich gehe tendenziell zu drei oder vier Studios im Monat. Das möchte ich auch weiterhin machen. Aber Trainingsplanen darauf. Und darauf basierend dann, wie ich geschlafen? Okay, basierend auf den Daten heute vielleicht nicht Beat 81, sondern heute vielleicht eher zu Peace Yoga zu noch Moritz in den Yogakurs. Also das sind so ein bisschen so die die Intelligenz, dann noch kommen kann, natürlich dann sehr stark allgetrieben. Aber das finde ich super spannend.
1:09:21 Feliks Eyser: Das siehst du im Ernährungsbereich? Ich frage mich oft, wieso gibt es kein Gym für Ernährung? Also klar, gibt Ernährungsberater, es wirkt aber immer ein bisschen offline und nicht so richtig digitalisiert und oft fehlt da so die Accountability. In Gym gehst du oder hast vielleicht einen Personal Trainer, du gehst da zumindest hin. Ernährung ist etwas, was du jeden Tag irgendwie zwei, drei Mal machen musst und oft ist es Moment dann ja schwierig, Accountability-Partner die richtige Entscheidung zu treffen. Siehst du da Konzepte, die interessant sind für Nutrition?
1:09:49 Moritz Kreppel: Schwierig. Da wäre tatsächlich meine Frau wahrscheinlich die bessere Ansprechpartnerin. was mich persönlich interessiert dabei ist, auch da wiederum das sehr datenbasiert zu haben. Also da wieder die Verbindung von so einem Bluttest, von einem Auraring oder Apple Watch oder was auch immer, mit dem, ich esse. Und jetzt aus meinem Use-Case ist immer das Problem, keine Zeit, aber ich will nicht die ganze Zeit nur bei Essenslieferanten bestellen. da gesundes Essen, was dann auch passt zu dem, was bei den Tests rauskommt, das finde ich sehr spannend tatsächlich. Ich ist auch echt noch Potenzial drin. Gesundes, schnelles Essen.
1:10:26 Moritz Blees: Ist auch eigentlich bei dieser Datenqualität komisch, dass Apple da noch nicht ein ordentliches Produkt gemacht hat. Weil das wäre eigentlich deren auf oder sie wären in der Pole-Position, da die Daten zusammenzuführen aus den verschiedenen Eckpunkten. Aber ist ja bisher noch nicht geschehen.
1:10:48 Moritz Kreppel: Sie haben auch das Vertrauen, man würde denen auch das Vertrauen geben, dass die Daten deiner halbwegs in guter Hand sind.
1:10:56 Moritz Blees: Also Meter würde es nicht geben.
01:11:01 Personenlose Fitness-Studios & neue Boutique-Konzepte
1:11:01 Feliks Eyser: Okay, Moritz, gib uns nochmal einen Blick. Du hast Tausende von Gyms in deiner Datenbank. Du weißt, was funktioniert, wenn du ein Gym aufmachen würdest, ein Boutique-Gym. Das ist eins unserer Lieblingsthemen hier im Podcast. Ich erzähle dem Moritz immer was von Reformer Pilates und von Berries und von Box Workouts und La Gris, die Story haben wir neulich gecovert, und Solidcore in USA und so weiter und die ganzen Spinning.
1:11:23 Moritz Kreppel: Hammer.
1:11:24 Feliks Eyser: Super, richtig gute Story, richtig coole Gründerin. Die Story muss man einmal bisschen runterscrollen, dann kann man die hören. Welches, was für ein Boutique-Gym würdest du aufmachen?
1:11:35 Moritz Kreppel: In Deutschland? Ich glaube Deutschland ist ziemlich hinterher, wenn man sich den Markt in USA anschaut, selbst wenn man sich London anschaut, selbst wenn man sich Paris oder was London anschaut. Und Deutschland ist ein anderer Fitnessmarkt als die anderen Märkte, die ich gerade erwähnt habe. Also ich weiß noch, Bergs Bootcamp letztes Jahr in New York.
1:12:00 Feliks Eyser: Und die Klasse ist ab 5 Uhr morgens ausgebildet.
1:12:03 Moritz Kreppel: voll. Und alle zahlen das auch. Was kostet ein Equinox in USA 300 Dollar aufwärts? Also das sind einfach auch Solid Courses auch nicht günstig. da bist du unter... Das ist ja komplett crazy für Deutsche. Also ich glaube, was in Deutschland funktioniert, und das macht dann jetzt den Beat at the One aus. Das sind sie nicht die einzigen, das macht auch den Growth Cycle aus. Die nehmen das Politikkonzept, aber machen das statt in so einem First Class Level, machen die es auf so einem Und integrieren das bei einem Sportstrip in die M-Mitgliedschaft. Also so ein Solid Core oder so ein Barrys zum Beispiel kriegen wir in eine M-Mitgliedschaft von 69 Euro ja nicht rein. Das ist einfach zu teuer. Aber ob da wiederum, wir wollen ja nicht ein Wettbewerb treten mit unseren Studios. Das heißt, das muss halt schon, natürlich kann man Limits machen, aber es muss trotzdem irgendwie halbwegs passen. Also ich glaube, der deutsche Markt ist einfach getrieben nicht nur im Fitnessbereich. sehr beeinflusst durch Discount. Discount Fitness kommt aus Deutschland oder war zumindest einer der führenden Anbieter. Und deswegen so ein Row Cycle, die machen jetzt auch ein Reformer Konzept, Reformer Pilates, aber etwas günstiger. Row Cycle Spinning, da gehe ich auch gerne hin, ist auch günstiger. Damit wird uns eine Ermittlungsschrift drin. Beat 81 ist klassisch Boutique, aber jetzt auch nicht irgendwie auf dem Level von von sonst fast 30 Euro 30 Dollar. Das ist das ist nochmal bisschen weiter getrieben. Genau, also da gibt es noch ein paar Sachen dazwischen. So Raw Cycle zum hatte noch eine Dusche und Beat hat ja auch bei ein paar Locations Dusche. Vorbei, also ein Soul Cycle ist auch ohne Dusche gestartet. Stimmt, Soulco, ja, da hat niemand geduscht.
1:13:54 Feliks Eyser: Die haben keine Duschen. Die haben einen Trainer, der macht auf. Die haben auch keine Shakebar. Das von anderen betrieben. Das scheint das Modell auch so profitabel zu machen. Aber die haben keine Duschen.
1:14:02 Moritz Blees: Okay, wir nehmen mit, dass das, ich würde es jetzt mal Southwest Airlines Modell nennen, also irgendwie das Low-Cost-Premium.
1:14:16 Moritz Kreppel: oder Premium, Eco oder wie auch immer man es nennen möchte. Aber eher so bisschen nicht Discount, aber schon mal ein bisschen günstigeres Boutique. Und das, glaube ich, funktioniert wirklich gut. Natürlich insbesondere in den größeren Städten, wo man dann auch Plattformen wie uns nutzen kann, Mitglieder zu bringen.
1:14:32 Feliks Eyser: Neulich, waren bei Lifted. Die machen ja so eine Art Zirkeltraining mit Gewichten und sind ehemalige Beat81-Manager. Die haben gesagt, die machen das Ding voll über Urban Sports Club. Die haben ein Schild auf die Straße gestellt und fangen die Nachbarschaft ab und sie machen Urban Sports und that's it für Marketing, haben die mir erzählt.
1:14:48 Moritz Kreppel: Ja, genau. Ich glaube, du kannst in großen Städten das Marketing sparen. Das läuft einfach so. Gerade mit so Konzepten und Lüften. Die Jungs machen einen guten Job. Und da gibt es viele Beispiele. Cycler in Köln ist ein Spinningstudier. Richtig gut.
1:15:00 Feliks Eyser: Was gibt es noch außer Gewichten und Cycling? Siehst du, anderen Ländern Trends, die man hier übertragen kann, die noch nicht so überlaufen sind?
1:15:08 Moritz Kreppel: Ich glaube, auf jeden Fall kommt, starken kommendes Paddel, ein bisschen was anderes. Aber das sehen wir in unseren südeuropäischen Märkten, das hat eine ganz andere Bedeutung und kommt jetzt auch in Deutschland. Es wird immer mehr gemacht, es machen mehr Anbieter auf, werden neue Firmen gegründet, das heißt, da passiert viel. Boldern, schon seit ein paar Jahren sehe ich auch nicht, dass es irgendwie runtergeht.
1:15:33 Feliks Eyser: Braucht man da so eine riesen Location oder kriegt man das auch in kleineren... kleineren Hallen hin?
1:15:36 Moritz Kreppel: Die meisten Locations sind schon größer. das Angenehme ist, wenn du die Location hast, natürlich musst du ab und zu mal die Strecke ändern. du hast jetzt nicht jetzt lieber ein Boutique-Konzept, wo du jede Stunde einen Trainer da haben musst, der das dann immer macht, hast dann eher die Fläche. Also das funktioniert auch sehr gut. Ja, aber glaube aktuell, ich sage nichts Neues, Reformapilatus ist schon sehr...
1:16:01 Feliks Eyser: hält total Einzug, gell?
1:16:03 Moritz Kreppel: Was lustig ist, weil das gab es ja schon immer, Seit Ewigkeiten gibt es das Konzept, aber das halt diese Solid Core Art oder Lacre wie man das nennmarkt, ist was anderes.
1:16:09 Moritz Blees: Also Yoga gab es auch 2000 Jahre, es, bevor jeder damit angefangen hat.
1:16:15 Moritz Kreppel: Und da muss man sagen, Berlin ist schon Yoga-Hauptstadt. Also das ist schon Wahnsinn, wir... Ja, auf jeden Fall. Also schon sehr, viel Yoga hier.
1:16:26 Moritz Blees: Okay, okay, spannend.
1:16:28 Feliks Eyser: Wie siehst du diese Boxing Workouts? Ist das ein Thema?
1:16:31 Moritz Kreppel: Ich find's geil. Also Storm geh ich gerne, da find ich richtig gut. Weiter bei Storm. Genau. Und ich mag halt Boxen. Ich finde, das macht dich noch mehr fertig als Training. ist also dieses Fitness Boxen. Am Ende allein die Hände hochzuhalten ist halt unstehend.
1:16:50 Feliks Eyser: Aber da stehst du am Boxsack, da stehst du nicht im Ring, oder?
1:16:54 Moritz Kreppel: Du hast dann einmal ein Laufband, dann hast du in der Mitte ein Gewichterbank und dann hast du den Boxsack. Und dann so fünf nebeneinander oder zehn nebeneinander.
1:17:03 Moritz Blees: Ja, Moritz, das wäre nämlich was gewesen, was ich erwartet hätte, dass du das sagst, nämlich diese ganzen Hittrainings. ich glaube, da haben wir, also das ist mehr und mehr geworden in letzten Jahren, aber ich glaube, wir haben da immer noch nicht die Massendurchdringungen gesehen, oder?
1:17:19 Moritz Kreppel: Also ich glaube, mit diesem Switch hin zu eher günstig kommt das massiv. Oder ist es auch massiv gekommen in letzten Jahren. Also Beat 81 ist damit ja gewachsen. Die machen ja auch anders, die machen auch Spinning. Aber Beat 81 ist ja schon eher Zirkeltraining. Und Felix, meinst, dass du im Lifted, ich meine ja das Gleiche, oder ähnlich. Das wächst schon immer noch sehr. Und heute Morgen bei Beat 81, als ich da war, ich war auf der Warteliste. Es hat lange gedauert, bis ich da einen Platz bekommen habe. Der Kurs war voll, großes Studio. Also das läuft schon sehr gut. Und dass ich krass finde, Auch bei Homespress oder bei Evo, du siehst einen Unterschied in den Leuten, Sport machen. Es ist viel mehr Free-Rates in den Fitnessstudios. Und alle Fitnessstudios gehen viel mehr auf den Free-Rates-Bereich. Du hast viel mehr Leute, die auch genau wissen, was sie machen. Und nicht nur Männer. Das war früher die Männer-Ecke, das sind zwischen Männer und Frauen. Wo ich denke, die wissen genau, wie die Übungen gehen. Viel viel mehr, als es früher der Fall war. Und dadurch eher weniger Geräte. Also die Maschinen, die du abnimmst, ein bisschen Cardio hast du immer, aber dann viel mehr Freeweights und Functioner. Das sind, glaube ich, die Sachen, die in Fitnessstudios immer mehr umkommen sind.
1:18:27 Moritz Blees: Also wer Lust hat, einen Boutique-Gym zu gründen oder Padelhallen oder Padel-Outdoor-Plätze, der sollte sich damit inspiriert fühlen.
1:18:41 Moritz Kreppel: Und letzter Punkt, personenlose Studios. Das ist auch sehr am Kommen. Da hast du Evo in Berlin, Evo Fitness. Ich glaube, haben jetzt vier, fünf. Genau, da bin ich zum die Trainer, also für Personal Training, das gibt schon, aber du kommst rein, da ist niemand an Empfang, sage ich jetzt mal. Und das funktioniert sehr gut. Deutsche kennen das auch, meine, auch Discount Fitnessstudios, ob du da jetzt eine Person am Empfang hast oder nicht, spielt jetzt eigentlich die große Rolle. Und da einfach niemand da. Und das hast du in Berlin, ist Evo, oder die gibt es auch in München. In Köln hast du von JustFit, das heißt der Nextdoor, ähnliches Konzept, ein bisschen anders, aber Modell ist halt keine Person mehr, kleinere Studios. So ein Klassik-Fitnessstudio kann weit über 1000m² sein. Die sind eher so 400-500 bis zu, maximal würde ich sagen, 800-900m². Also schon bis in eine andere Größe.
1:19:31 Feliks Eyser: Das ist aus diesen ganzen EMS Studios geworden, das habe ich ein paar mal gemacht, diese Strombehandlung, das fand ich immer die absolute Perversion. Gibt es das noch? Ist das noch großes Thema?
1:19:41 Moritz Kreppel: Gibt's Auch so bisschen ein Sonderfall. Deutschland ist da großem Abstand führend weltweit. Es kommt ja aus dem Reha-Bereich, für professionelle Sportler. Und ich glaube, auch ganz gut für Leute, die sonst nichts zu Sport machen, reinzukommen. Du bist da 20 Minuten, hast einmal den ganzen Körper trainiert, die Muskeln trainiert. Das geht schon ganz gut. Es wächst nicht mehr so stark wie es vorher gewachsen ist. Das muss man schon sagen. Aber es sitzt auch nicht am Schrumpfen. hat seinen Platz gefunden, sage ich mal. Was es jetzt mehr gibt, sind Anzüge für zu Hause. Das ist dann Anti-Lope heißt hier einer oder Easy-Motion-Skin. Das sind dann... Hast du wirklich so einen Anzug? Sieht ein bisschen aus wie ein Trainingsanzug.
1:20:30 Feliks Eyser: steckst den in die Steckdose und dann geht's los.
1:20:32 Moritz Kreppel: mit Batterie natürlich, aber du hast jetzt keine Kabel mehr da dran, das ist ganz cool. Und du kannst dann damit joggen gehen, kannst du spazieren gehen, kannst sonstige Übungen machen, kannst aber auch auf der Couch sitzen und Fernseh schauen glaube ich. Ich habe es ja nicht probiert, aber das ist so bisschen dann, kannst du es halt zu Hause machen.
1:20:50 Feliks Eyser: Okay, und sonst diese Home-Themen, diese Spiegel gab es mal eine Weile. Paletten war ein großes Covid-Thema. Danach glaube ich, hat er sich abgeflacht. Wie siehst du diese Home-Trends gerade?
1:20:59 Moritz Kreppel: Ich glaube sehr stark an das Hybride. Ich glaube, das hat seine Berechtigung als Ergänzung. Das ist wie ich sehe. Es gibt natürlich auch Menschen, die nur das machen, auch komplett fein. Aber die große Mehrheit der Menschen, glaube ich, gehen oder was sehen wir in den Daten, gehen schon lieber in die Studios und machen dann ab und zu mal auch zu Hause Sport. Tatsächlich, sobald es regnet, geht es nach oben, die Nutzung zu Hause, was ja auch so macht. Das kann man auch selbst nachvollziehen. Ich glaube, die Angebote, wir zusätzlich haben, sind dann Apps wichtig. jetzt Mental Health, Meditation zum Beispiel. Da musst du nicht, wir haben auch diese, Studios kannst du hingehen, aber das kannst du auch zu Hause machen. Also das sind dann eher die Use-Cases, die zu Hause Sinn machen. Wobei wir auch sehen, so ein Asana Rebel haben wir auch drin, da kannst du zu Hause Yoga machen, wird auch genutzt. Oder Gimonde wird auch genutzt. Oder zum Komod, dass du deine Wanderung planen kannst, haben wir auch eine sehr gute Nutzung. Das wird sehr gut wahrgenommen.
1:21:59 Feliks Eyser: Okay, da habt ihr dann auch eine Variante, quasi diese Apps zu nutzen oder gewisse Premiumfunktionen über euch nutzen zu können bei den Consumer Subscription Apps.
1:22:08 Moritz Kreppel: Als Firmenkunde bei uns kannst du parallel drei Apps aktiv haben, kannst du aussuchen. Und die immer für drei Monate. Und dann kannst du dich noch entscheiden, bleibe ich bei der App, mache ich keine App mehr, nehme ich eine andere App. Und das kannst du nebenbei machen. Wird sehr gut wahrgenommen.
1:22:25 Feliks Eyser: auch teilweise sehr gute oder insgesamt, ich meine alle, du gerade aufgezählt hast, super Businesses. hatten bei unserem Event neulich vor allem der Gründe von Asana Rebel da, brutales Business, muss man sagen. Die müssen wir im Podcast holen. Das ist eine krasse Erfolgsgeschichte und ein super bodenständiger Typ.
1:22:40 Moritz Kreppel: finde faszinierend, wie viele Sport-Startups aus Berlin gekommen sind in letzten Jahren.
1:22:46 Moritz Blees: guter Boden dafür anscheinend. Nicht nur Yoga kommt aus Berlin. Moritz, vielen Dank für deine Zeit. Ich habe viel über Sport in Europa gelernt. Ich wünsche dir und euch sehr viel Spaß und Erfolg auf eurer weiteren Reise und warte gemeinsam mit Felix und dem Rest meiner Filterblase darauf, dass Barry's dann bei Urban Sports Club freigeschaltet wird.
1:23:13 Feliks Eyser: Wo kann man dich online finden?
1:23:16 Moritz Kreppel: glaube, tatsächlich am einfachsten ist LinkedIn, einfach Moritz Krapf für LinkedIn.
1:23:22 Feliks Eyser: Ja, sehr gut. Hast du sonst einen Call to Action? Soll sich irgendjemand bei dir melden? Suchst du Mitarbeiterinnen für irgendwas? Partner? Sollen die Boutique-Fitnessgründer der Zukunft sich bei dir melden? Oder gibt es einen anderen Call to Action?
1:23:34 Moritz Kreppel: Auf jeden Fall alles, du gerade gesagt hast. Wer sich bewerben möchte, wir haben eine ganze Reihe von Stellen ausgeschrieben, super gerne. Wir freuen uns immer für Ihre Initiativbewerbung. Studios, immer willkommen. Wir wachsen sehr gut, gerade was neue Studios anbelangt, aber sind immer offen für neue Konzepte. Für mich persönlich, für angel Investments, schaue mir gerne Sachen an. Eingeschränkte Zeit, aber ja.
1:24:01 Feliks Eyser: Sehr cool. Hat sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank. Herzlichen Glückwunsch zu deiner Reise, zu der ganzen Resilienz. 13 Jahre Vollgas geben ohne Höhen und Tiefen und Covid. Das war schon eine extrem krasse Reise und jetzt quasi Zwischenschritt. ist ja nicht vorbei, sondern man kann ja sagen, ihr fangt jetzt gerade erst an auf dieser globalen Scale. Deswegen vielen Dank für all deine Insights und Business-Tipps und Inspiration im Sportbereich. Hat sehr viel Spaß gemacht.
1:24:27 Moritz Kreppel: Danke euch. Sehr cooles Gespräch.


