300 Mio. Exit & innerlich leer: der Preis des Erfolgs

mit Björn Keune, Mitgründer von Invincible Brands (2020 mehrheitlich an Henkel verkauft), heute Co-Founder von ACTA und onoera, Investor und Breathwork-Practitioner

27. März 2026 · 79 Min

Zusammenfassung

Björn Keune hat seine E-Commerce-Firma für hunderte Millionen verkauft und nichts gefühlt. In der Folge erzählt er von Doppelleben und Breathwork, vom Anti-VC-Modell bei ACTA und davon, warum er Mitarbeitern 10.000 Euro netto fürs Gehen anbietet.

Björn Keune im Gespräch im Founder-Mode-Studio

Feliks trifft Björn Keune im Hackerhouse von ACTA in Kapstadt. Björn trägt die Worte Wahrheit und Mut als Tattoos, und beide Begriffe erklären seine Geschichte: Er hat seine E-Commerce-Firma verkauft, für hunderte Millionen, persönlich 20 bis 30 Millionen Euro, und im Sommer 2020 beim Verkauf nichts gefeiert. Ein Jahr lang hat er nicht einmal aufs Konto geschaut. Dahinter lagen Jahre, in denen er nach eigenen Worten in Unwahrheit lebte: zu viel Taktung für sein Nervensystem, die schwere Erkrankung seiner Ex-Partnerin und ein Doppelleben mit Alkohol und Kokain als Druckventil.

Die Wende kam in zwei Schritten. Ende 2019 saß Björn eher widerwillig in einem Meditationsretreat und hatte am dritten Tag eine Erfahrung, die er selbst als Gotteserfahrung beschreibt. 2022, als sein Konsum keine Grenzen mehr kannte, folgte ein Breathwork-Retreat auf Ios. Seitdem unterscheidet er klar: Meditation ist für ihn spirituelle Praxis und die Frage, wer er wirklich ist. Breathwork ist Arbeit am Nervensystem, die Brücke zur menschlichen Erfahrung. Er erklärt, wie eine Session mit Conscious Connected Breathwork abläuft, warum sie sich im Gegensatz zu Substanzen jederzeit stoppen lässt und warum er sich in seiner dreimonatigen Ausbildung durchgehend inkompetent gefühlt hat.

Feliks Eyser im Gespräch mit Björn Keune

Dann geht es ums Geschäft. Mit seiner Partnerin Sophie hat Björn onoera gegründet und bietet Breathwork-Circles und Einzelsessions an. Eine gute Session kostet im Markt mindestens 250 Euro, acht bis zwölf Sessions landen schnell im vierstelligen Bereich. Seine Vision: Breathwork-Zentren, in denen zum Beispiel Pflegekräfte die Methode anbieten, ohne Solopreneur werden zu müssen. Als Investor hat er sich vom klassischen Modell verabschiedet. Louis Morgner, Mitgründer seines bisher besten Investments Jamie, wollte explorieren statt eine Firma durchzuziehen, und Björn gab ihm Geld dafür. Daraus wurde ACTA: jeder im Team hat einen Meditationstrainer, es gibt Sharing-Circles, und beim Jahres-Kickoff bekam jeder 10.000 Euro netto angeboten, der gehen will. Eine von acht Personen nahm das Angebot an.

Zum Schluss sprechen die beiden über Björns Arbeitsweise: der Kalender ist bis 12 Uhr geblockt, danach folgt er dem Impuls, welches Projekt ihn braucht. Sie diskutieren Internal Family Systems und die Frage, welcher innere Anteil CEO sein sollte, ob Unternehmertum immer aus Schmerz entstehen muss und warum Björn nie nach Childhood Trauma screenen würde. Und es geht um Geld: Hausboot statt Villa, kein Business Class, keine Markensachen, aber die Freiheit, Experimente wie ACTA ohne Anhaftung zu finanzieren. Das Status-Game, sagt er, hat er komplett hinter sich gelassen.

Zahlen aus der Folge

hunderte Millionen
Verkaufspreis der E-Commerce-Firma laut Feliks
20 bis 30 Mio. €
was Björn persönlich beim Exit verdient hat
über 100
Breathwork-Sessions, die Björn durchlaufen hat
mind. 250 €
Preis einer Session bei einem guten Breathwork-Practitioner
4 weitere Zahlen
3 Monate
Dauer von Björns Breathwork-Ausbildung
bis 12 Uhr
täglich geblockt für Practice und Frühstück
10.000 € netto
Angebot an jeden bei ACTA, der gehen will
1 von 8
Personen, die das Angebot angenommen haben

Worüber am meisten gesprochen wurde

Anteil an der Gesprächszeit, berechnet aus den Kapitel-Längen (ohne Intro).
Wahrheit, Mut & innere Anteile
24 % · 18 Min
Geld, Status & Freiheit
18 % · 14 Min
Meditation & Breathwork
16 % · 12 Min
Anti-VC-Modell & Investieren
14 % · 11 Min
Arbeitsweise & Unternehmenskultur
10 % · 8 Min
Exit & Absturz
10 % · 8 Min
Spirituelles Business & Skalierung
9 % · 7 Min
Gesprächsverlauf

Kapitel

  1. 00:00Trailer & IntroIntro
  2. 01:11Warum Mut und Wahrheit unter die Haut gehenWahrheit, Mut & innere Anteile
  3. 06:54Der Millionen-Exit und der Absturz ins DoppellebenExit & Absturz
  4. 10:42Der Stecker wird gezogen: Die krasse spirituelle WendeExit & Absturz
  5. 12:17Flucht in Alkohol und DrogenExit & Absturz
  6. 14:40Meditation vs. Breathwork: Der Hack für dein NervensystemMeditation & Breathwork
  7. 26:54Skalierung von spirituellen Business-ModellenSpirituelles Business & Skalierung
  8. 34:03Das Anti-VC-Modell: Geld ohne BusinessplanAnti-VC-Modell & Investieren
  9. 45:05Der leere Kalender: Warum Björn bis 12 Uhr alles blocktArbeitsweise & Unternehmenskultur
  10. 48:02Internal Family Systems: Manage dein inneres TeamWahrheit, Mut & innere Anteile
  11. 56:45Muss Unternehmertum immer aus Schmerz entstehen?Wahrheit, Mut & innere Anteile
  12. 01:00:40Der 10.000 Euro Deal für die KündigungArbeitsweise & Unternehmenskultur
  13. 01:05:33Status-Game durchgespielt: Leben auf dem HausbootGeld, Status & Freiheit

Key Learnings

  1. 1

    Unterscheide Wahrheit von Urteil

    Für Björn ist das Benennen von Wahrheit der größte Release von Energie, den er kennt. Wahrheit ist dabei nur das, was gerade in dir passiert: ein Gefühl, eine Körperempfindung, ein Gedanke. Sobald du einem anderen etwas unterstellst oder sein Verhalten labelst, ist das kein Wahrheit mehr, sondern ein Judgment. Wer das sauber trennt, bleibt im Fluss statt dagegen anzukämpfen.

    01:11 · Warum Mut und Wahrheit unter die Haut gehen
  2. 2

    Rock Bottom kann wie Erfolg aussehen

    Björn hat seine Firma im Sommer 2020 verkauft und nichts gefühlt. Ein Jahr lang hat er nicht aufs Konto geschaut. Der Grund war nicht das Geld, sondern dass er sich nie eingestanden hatte, dass ihm Dinge zu viel sind: die Taktung, die Krankheit seiner Ex-Partnerin, der Druck. Die Releases, die er sich dafür suchte, waren selbst unehrlich. Erfolg ohne Gefühl ist ein Warnsignal, kein Ziel.

    06:54 · Der Millionen-Exit und der Absturz ins Doppelleben
  3. 3

    Meditation und Breathwork sind zwei verschiedene Werkzeuge

    Meditation ist für Björn spirituelle Praxis: die Erfahrung, wer du wirklich bist, nicht ein Tool, um ruhiger zu werden. Breathwork dagegen ist Arbeit am Nervensystem, das im Alltag auf Trigger mit Angst, Enge oder Wut reagiert. In einer Session von etwa anderthalb Stunden atmest du ohne Pausen im Loop, der Thinking Mind tritt zurück und unterdrückte Emotionen können sich in einem gehaltenen Raum zeigen. Der Unterschied zu Substanzen: Du atmest normal und es hört sofort auf.

    14:40 · Meditation vs. Breathwork: Der Hack für dein Nervensystem
  4. 4

    Lern den Craft, bevor du skalierst

    Mit onoera bietet Björn Breathwork-Circles und Einzelsessions an, obwohl das für Skalierung furchtbar ist. Sein Argument: Gerade bei Arbeit mit Menschen muss man erst richtig gut werden, bevor man groß denkt. Die Vision kommt später: Breathwork-Zentren, in denen Practitioner nur Sessions geben und sich nicht um Brand, Marketing und Kundenakquise kümmern müssen. Dann wäre der Preis pro Session nur noch die Hälfte oder ein Drittel.

    26:54 · Skalierung von spirituellen Business-Modellen
  5. 5

    Investiere in Menschen und ihr Calling, nicht in Pitchdecks

    Als Louis Morgner die Firma verließ, in der Björn Angel war, und sagte, er sei in der Exploration, gab Björn ihm Geld genau dafür. Seine Logik: Wer seinem Calling folgt und herausfindet, was er in die Welt bringen will, wird früher oder später erfolgreich, und daran will Björn beteiligt sein. Daraus ist ACTA entstanden. Businesspläne, Modelle und Reporting fühlen sich für ihn eng an, und er glaubt, dass der Business Case folgt, wenn man den Impulsen zuhört.

    34:03 · Das Anti-VC-Modell: Geld ohne Businessplan
  6. 6

    Blocke den Vormittag und folge dem Impuls

    Björns Kalender ist fast jeden Tag bis 12 Uhr leer: Sport, Meditation, Frühstück, Zeit mit Sophie. Danach spürt er, welches seiner vielen Projekte heute etwas von ihm braucht. Ist die Woche komplett durchgeplant, wird er krank. Fokus heißt für ihn, im jeweiligen Projekt klar zu sein, was man tut und was nicht, und dann mit kurzen Zeitinvests viel Impact zu haben.

    45:05 · Der leere Kalender: Warum Björn bis 12 Uhr alles blockt
  7. 7

    Der extreme Anteil sollte nicht dein CEO sein

    Beide sprechen über Persönlichkeitsanteile im Sinne von Internal Family Systems. Bei Björn ist der Teil, der Angst vor zu wenig Geld hatte und gierig war, praktisch verschwunden, dafür sind Mitgefühl und Gelassenheit größer geworden. Feliks' Bild: Der extreme Macher-Anteil ist als Founder wertvoll, aber er sollte nicht die Show bestimmen. Der ruhige Anteil darf CEO sein und holt den Extremen dazu, wenn er gebraucht wird.

    48:02 · Internal Family Systems: Manage dein inneres Team
  8. 8

    Mach das Gehen attraktiv

    Beim Jahres-Kickoff hat ACTA jedem im Team angeboten, mit 10.000 Euro netto zu gehen. Die Idee: Wer bleibt, soll wirklich committed sein und das Risiko bewusst tragen, dass das Experiment scheitern kann. Eine von acht Personen hat das Geld genommen, ohne Hard Feelings. Björns Fazit: Besser jetzt wissen als später.

    01:00:40 · Der 10.000 Euro Deal für die Kündigung

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Die meisten Firmen machen es schwer zu gehen.

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Zitate

Björn Keune lacht
„… als wir die Company damals verkauft haben … im Sommer 2020. Ich habe das nicht gefeiert. Also es hat einfach nicht mehr viel mit mir gemacht.“
Björn Keune
„Breathwork ist für mich die Brücke zur menschlichen Erfahrung.“
Björn Keune
„Ich habe mich drei Monate lang inkompetent gefühlt.“
Björn Keune
„… ich habe keinen Bock mehr in Pitchdecks und irgendwelche Konstruktionen und Modelle, die dann weggelegt werden, wenn sie nicht laufen zu investieren.“
Björn Keune
„Wir sind nicht hier auf der Erde, um alle krasse Unternehmer zu werden und viel zu erreichen. Das haben wir uns ausgedacht. Das ist Conditioning.“
Björn Keune
„Zum Status-Game bin ich komplett raus, wirklich vollständig.“
Björn Keune

Über den Gast

Björn Keune

Björn Keune

Mitgründer von Invincible Brands (2020 mehrheitlich an Henkel verkauft), heute Co-Founder von ACTA und onoera, Investor und Breathwork-Practitioner · ACTA, onoera, Invincible Brands

Björn Keune hat mit Invincible Brands aus Berlin Direct-to-Consumer-Beautymarken wie HelloBody, Mermaid+Me und Banana Beauty aufgebaut. Im Sommer 2020 übernahm Henkel 75 Prozent des Geschäfts, das in den zwölf Monaten davor rund 100 Millionen Euro Umsatz gemacht hatte. Den Exit hat Björn nach eigenen Worten nicht gefeiert: Auf den finanziellen Erfolg folgten ein Doppelleben mit Alkohol und Kokain, ein Meditationsretreat Ende 2019 und ein Breathwork-Retreat 2022, die seine Wende einleiteten. Heute lebt er auf einem Hausboot in Berlin, hat eine dreimonatige Ausbildung in Conscious Connected Breathwork gemacht und bietet mit seiner Partnerin Sophie unter dem Namen onoera Breathwork-Circles, Einzelsessions und Mentoring an. Mit Louis Morgner hat er ACTA gegründet, eine Company-Building-Firma mit Hackerhouse in Kapstadt, die nach eigenem Anspruch in Menschen und ihr Calling investiert statt in Pitchdecks.

Häufige Fragen

Wer ist Björn Keune?

Björn Keune ist Mitgründer von Invincible Brands, einer Berliner Direct-to-Consumer-Firma mit Beautymarken wie HelloBody, Mermaid+Me und Banana Beauty. Im Sommer 2020 übernahm Henkel 75 Prozent des Geschäfts. Heute ist er Co-Founder von ACTA und onoera, investiert in Gründer und leitet selbst Breathwork-Sessions an. Er lebt auf einem Hausboot in Berlin.

Was hat der Exit mit Björn Keune gemacht?

In der Folge sagt Björn, dass er den Verkauf im Sommer 2020 nicht gefeiert hat und ein Jahr lang nicht aufs Konto geschaut hat. Der finanzielle Erfolg traf auf Jahre, in denen er sich nicht eingestanden hatte, dass ihm Taktung, Druck und die Erkrankung seiner Ex-Partnerin zu viel waren. Als Ventil suchte er sich Alkohol und Kokain und führte nach eigenen Worten ein Doppelleben.

Was ist der Unterschied zwischen Meditation und Breathwork?

Für Björn ist Meditation eine spirituelle Praxis: die Erfahrung, wer du wirklich bist. Ruhe und Selbstbeobachtung sind nur Nebeneffekte. Breathwork ist dagegen Arbeit am Nervensystem und an Konditionierungen. In einer rund anderthalbstündigen Session mit Conscious Connected Breathwork atmest du ohne Pausen, kommst in einen leicht erweiterten Bewusstseinszustand und kannst unterdrückte Emotionen in einem sicheren Rahmen zulassen. Anders als bei Substanzen kannst du jederzeit aufhören, indem du normal atmest.

Was ist ACTA?

ACTA ist eine Company-Building-Firma, die Björn mit Louis Morgner gegründet hat, mit Hackerhouse in Kapstadt. Statt in Pitchdecks investiert ACTA in Menschen und ihr Calling, baut Tools, die bei der Frage helfen, was man wirklich will, und entwickelt daraus Produkte. Jeder im Team hat einen Einzel-Meditationstrainer, es gibt wöchentliche Meditationskreise und Sharing-Circles. Björn kümmert sich um Finance, gibt Breathwork-Sessions und mentort Teammitglieder.

Warum zahlt ACTA Mitarbeitern 10.000 Euro für die Kündigung?

Beim Jahres-Kickoff bot ACTA jedem im Team 10.000 Euro netto an, der gehen möchte. Björn und Louis wollten sicherstellen, dass die Leute, die bleiben, wirklich committed sind und das Risiko bewusst tragen, dass das Experiment nicht funktionieren könnte. Eine von acht Personen nahm das Angebot an. Björn sagt, das sei gut so gewesen: lieber jetzt wissen als später.

Was ist onoera?

onoera ist die Firma, die Björn mit seiner Partnerin Sophie gegründet hat. Sie bieten Breathwork-Circles, Einzelsessions, Coaching und Mentoring an und arbeiten auch mit dem Team von ACTA. Die Vision ist, Breathwork für mehr Menschen zugänglich zu machen, etwa über Zentren, in denen Pflegekräfte die Methode anbieten könnten, statt dass nur Solopreneurs für mindestens 250 Euro pro Session den Markt bedienen.

Erwähnt in der Folge

Firmen, Personen und Produkte aus dem Gespräch
  • HenkelFirmaÜbernahm 2020 die Mehrheit an Björns E-Commerce-Firma; danach begann für ihn das Konzernumfeld.
  • ACTAFirmaBjörns Company-Building-Firma mit Louis Morgner; das Gespräch wurde im ACTA-Hackerhouse in Kapstadt aufgenommen.
  • onoeraFirmaBreathwork-Firma von Björn und seiner Partnerin Sophie: Circles, Einzelsessions, Mentoring.
  • JamieProduktKI-Meeting-Notetaker ohne Bot im Call; laut Björn sein bisher erfolgreichstes Investment.
  • Louis MorgnerPersonMitgründer von ACTA; bekam von Björn Geld für seine Exploration statt für ein Pitchdeck.
  • SophiePersonBjörns Partnerin und Mitgründerin von onoera; Vorbild für sein Tattoo Mut.
  • Conscious Connected BreathworkToolDie Breathwork-Methode, in der Björn ausgebildet ist: verbundenes Atmen ohne Pausen, etwa anderthalb Stunden mit Practitioner.
  • Facilitated Breath RepatterningToolDie spezielle Breathwork-Schule, die Björn durchlaufen hat.
  • Internal Family SystemsToolModell der Persönlichkeitsanteile, das Feliks erklärt: Welcher Anteil sollte CEO sein?
  • HeadspaceToolMeditations-App, von der Björn sich abgrenzt: Bei ACTA gibt es stattdessen Einzel-Meditationstrainer.
  • Hinnerk PolenskiPersonZen-Meister aus dem Allgäu (Daishin Zen Kloster Buchenberg), nach dessen System Björn Zen praktiziert.
  • HandlyFirmaHilft Dachdeckern beim eigenen Betrieb; Feliks' Vergleich für Björns Vision von Breathwork-Zentren.

Transkript

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00:00 Trailer & Intro

00:00 Björn Keune: Wenn ich das Gefühl habe, ich bin in der Box, dann muss ich irgendwas tun, was dem nicht entspricht. Was ein Beispiel? Breathwork-Ausbildung machen in Rauchen. Ich bin einfach nicht authentisch nach dem gegangen, wie ich eigentlich leben will. Ich habe mir vor allem nicht eingestanden, dass mir Dinge aufzunehmen. Viel sind und ich vielleicht auch nicht alles handeln kann, falls wir die Company damals verkauft haben. Ich habe das nicht gefeiert. Ja, kann man schon so sagen. So sieht dein Kalender gerade aus. Bis 12 Uhr ist geblockt, okay? Eigentlich fast jeder Tag. Bis 12 Uhr gar nichts. Dann spüre ich so rein. und guckst, okay, was ist heute dran? Dann spüre ich einen Impuls und dann gehe ich da rein und dann passiert da meistens auch was Gutes. Wenn du deinem Calling folgst, wenn du genau hinhörst, wenn du wirklich das herausfindest, was es ist, was du in die Welt bringen willst, dann wäre ich da gerne dabei. Was auch immer das ist. Da investiere ich rein. Ich habe keinen Bock mehr in Pitchdecks und irgendwelche Konstruktionen und Modelle, die dann weggelegt werden, wenn sie nicht laufen zu investieren. Wir haben einen Kickoff gemacht für das Jahr und haben gesagt, wer am Ende des Tages gehen will, kriegt er 10k Netto Cash. Haben Sie welche genommen?

00:59 Feliks Eyser: Björn, du hast auf die Brust das Wort Wahrheit tätowiert und auf die Hand das Wort Mut. Ja. Warum?

01:11 Warum Mut und Wahrheit unter die Haut gehen

01:11 Björn Keune: Wahrheit, weil ich aus mehreren Gründen glaube. Ein wichtiger Grund ist, weil ich so die Lebenserfahrung gemacht habe von nicht in Wahrheit leben und gesehen habe, so wie viel Schmerz das verursacht, für mich, aber auch für die Menschen in meinem Umfeld. Und weil ich jetzt die Erfahrung mache, dass Wann immer Wahrheit erkannt, benannt, gelebt wird, ist der größte Release von Energy, den ich bisher erfahren habe. Und bin mittlerweile der Überzeugung, dass so viel Schmerz, so viel Leid, so viel nicht gelebte Schaffenskraft im nicht Leben von Wahrheit gebunden ist. Ich habe immer wieder so krass, ich nenne die Magic Moments, wo wirklich das, was gerade hier ist, in einem bestimmten Moment, was in mir passiert. So benannt und in gemeinsamen Space von einer anderen Person, zum Beispiel in meiner Beziehung, eingebracht werden kann. Das sind die krassesten Momente von der Liveness, wo Life Force Energy Float nach vorne will und krasse Dinge entstehen. Obwohl ich einfach super lebendig fühle. Und deswegen, ja, Wahrheit ist einfach Erkennen, benennen, Leben von Wahrheit is up einfach a form of kind of resistance to them to have was grade is So, und das Ding ist ja, wenn ich das, was gerade wahr ist, was gerade in mir passiert ist, zum Beispiel, also Dinge, die man als Wahrheit bezeichnen kann, ist etwas, was gerade in mir lebt, was ich gerade in mir wahrnehme. Auch Gedanken, die ich gerade habe, also das ist eine in dem Moment persönliche Wahrheit, so die nicht abzulehnen, Stew, die da sein zu lassen und die zu benennen. Das bringt mich einfach in Einklang mit dem Lebensstrom. Das bringt mich in Einklang mit dem Present Moment. Und wenn immer ich das nicht wahrhaben will, ich habe so ein bestimmtes Gefühl und ich will aber nicht, dass dieses Gefühl da ist, dann bin ich in Ablehnung von dem, was aber gerade ist. Du kämpfst dagegen an. Ja, und wenn ich gegen das ankämpfe, was gerade das Pattern of life sozusagen produziert, ja, dann ist das sehr, sehr anstrengend. Nicht den Fluss fließt, sondern probiere ich den Fluss umzuleiten. Richtig. Hat neulich jemand gesagt. Richtig. Und es ist mir super wichtig zu sagen, es ist sehr, sehr wichtig, wenn man sich den Begriff Wahrheit nähert, ganz klar zu unterscheiden, was ist, was ist eine Eine Wahrheit, die ich gerade benennen kann, und was ist ein Judgment. Da gibt es einen sehr, sehr feinen Unterschied. So, darum möchte ich für mich einfach sehr aware sein. So, okay, was ist etwas, was ich gerade beurteile und dann rausbringe, dann ist das keine Wahrheit, das ist ein subjektives Statement. Aber zum Beispiel etwas, was in mir passiert in einem bestimmten Moment, eine Sensation, die ich meinem Körper fühle, ein bestimmtes Gefühl, das ich fühle, ein Gedanke, der durch meinen Kopf fließt. Das kann ich für mich in dem Moment als wahr bezeichnen. Aber in dem Moment, wo ich das, wo ich vielleicht sage, du hast jetzt das und das gemacht und das label ich jetzt so und so und unterstell dir, dass du damit das und das angetan hast, das ist nicht Wahrheit, das ist Judgment. Und das kann ich als solches Label und dann auch sagen, aber ich. Ich sage das hier bewusst, weil in der Personal Development Welt gibt es sehr viel Talk rund um Live Your Truth so und ich spreche ja nur meine Wahrheit. Ja, was ist das? Wahrheit oder das Judgment? Anyways, nur um das kurz noch gesagt zu haben, aber Wahrheit ist einfach für mich der größte Release von Life Force Energy. Das ist, da ist alive, da passieren Dinge. Da fühle ich mich lebendig und deswegen ist dieser Wert so wichtig für mich und einfach auch aufgrund von meiner Vergangenheit. Und Courage ist Da habe ich meine Partnerin Sophie sehr, sehr inspiriert, weil sie hat ja mal einen sehr, sehr tiefen Insight, so rund um the fear of uh losing love. And the tiefste, reinstein of Liebe ist zu lieben no matter what and dasiko einzugehen auch Vielleicht dabei verletzt zu werden. Genau, richtig. Und sie hat diese Courage ist sehr, sehr tief in ihr drin. Und das hat mich einfach super inspiriert. Und dann habe ich auch für mich erkannt, ja, ich auch in sehr, sehr vielen Lebensbereichen und sehr, sehr viel Courage. Ich lehne mich immer wieder rein. Ich gehe Risiken ein, ich probiere Dinge, die andere Menschen nicht probieren. Und Ich glaube, mit einem Commitment zur Wahrheit und mit einem Commitment zu Courage kann ich das Leben gestalten, was ich mir wünsche. Und es sind zwei Werte, die ich Sehr, sehr lebe und die auch wirklich so die zentralen Bausteine von meiner Beziehung mit Sophie sind, aus der ich halt sehr, sehr viel schöpfe. Deswegen sind diese beiden Tattoos in Bali entstanden auch zur Anfangszeit. Beide von Bali, okay. Beide zur Anfangszeit unserer Relationship.

06:02 Feliks Eyser: Oh wow, okay.

06:03 Björn Keune: Aber da hat ziemlich sehr inspiriert für das Thema Courage. Genau. Und Truth ist Vergangenheit und einfach Liberation of Life Force Energy.

06:13 Feliks Eyser: Und du hast gerade erwähnt ein Stück halt in der Unwahrheit gelebt. Aber auch den Mut gehabt, das zu ändern, dich selber und deine Persönlichkeit ein Stück weit zu zerstören und neu wieder zusammenzufügen, auf der Reise bis zu. Die letzten Jahre vielleicht die Kurzfassung, was bisher passiert ist. Du hast ein Unternehmen gegründet, das war sehr erfolgreich, du hast Produkte, Mikomers verkauft, die Firma. Verkauft für hunderte von Millionen, persönlich 20, 30 Millionen verdient, also bist finanziell unabhängig geworden. Das war dein Ziel, was du dir gesetzt hattest, dir diese Freiheit zu erarbeiten. Gleichzeitig hat es dich in ein krasses existenzielles Loch Gestürzt, so wie ich es wahrnehme, weil du nicht der Wahrheit nachgelebt hast.

06:54 Der Millionen-Exit und der Absturz ins Doppelleben

06:54 Björn Keune: Ja, ja. Ich bin einfach nicht authentisch nach dem gegangen, was ähm Wie ich eigentlich leben will. Und ich habe mir vor allem nicht eingestanden, dass mir Dinge auch zu viel sind und ich vielleicht auch nicht alles handeln kann.

07:12 Feliks Eyser: Was war dir zu viel in der Weise?

07:16 Björn Keune: Also einmal, ich kann sehr viel arbeiten und gleichzeitig sehe ich, wie ich jetzt wirke, zum Beispiel, sodass mein Nervensystem für Die Taktungen, die ich da gefahren bin und die Intensity, glaube ich, einfach nicht gemacht ist. Und das Ganze hatte sich damals in der Vergangenheit einfach auch kombiniert mit einer Sternerkrankung von meiner Ex-Partnerin. Und die Unwahrheit war quasi mir einzugestehen, was das alles mit mir macht. Und auch einzugestehen, dass es sehr, sehr viel Druck und sehr viel Stress ist. Und es hat jetzt noch mehr Unwahrheit geführt, weil ich mir dann halt Releases für diesen Stress gesucht habe, die wiederum wiederum unehrlich waren. Du musst aufeinander aufgebaut hat.

08:08 Feliks Eyser: Was war die Grundlage? Was war der unterste Baustein? Der Druck oder einfach das Zusammenspiel aus diesen Facetten, Krankheit in der Beziehung, also alle Lebensbereiche immer ein bisschen.

08:16 Björn Keune: Es kam einfach, würde ich sagen, super viel zusammen. Und ich habe auch, glaube ich, auch einfach nie gelernt, so ein Einfach ganz ehrlich hinzuschauen, so was passiert denn gerade in mir, wie geht es mir denn gerade wirklich und auch, was sind denn vielleicht auch meine Bedürfnisse? So und was brauche ich denn eigentlich wirklich, um mir das dann auch vielleicht zu nehmen? Was war Rock Bottom? Rockbottom, ähm, da kann ich viele Momente sagen, irgendwie. Es ist auch wieder mehrere, aber wahrscheinlich einer ist so, als wir die Company damals verkauft haben, ähm 2020, genau, im Sommer 2020. Ich habe das nicht gefeiert. Also es hat einfach nicht mehr viel mit mir gemacht.

08:55 Feliks Eyser: Wer hat beim Notar, du hast das Ding unterschrieben, irgendwann schaust du auf dein Bankkonto.

08:59 Björn Keune: Ja, nicht mal das groß. Ich habe mich da das erste Jahr habe ich das überhaupt nicht angeguckt, ehrlicherweise. War schon nice to have, so, ne, aber es hat einfach emotional nicht mehr viel mit mir gemacht.

09:10 Feliks Eyser: Und hast du gemerkt, dass irgendein Stecker

09:12 Björn Keune: Rausgezogen wurde. Ja, ja, kann man schon so sagen. Also, das war definitiv ein Moment. Und dann würde ich schon nochmal sagen, so Sommer 22, so wo ich habe dann angefangen, auch mich mit dem Thema Meditation, Persönlichkeitsentwicklung tiefer zu beschäftigen.

09:29 Feliks Eyser: Gab es einen Trigger, dass du das gestartet hast?

09:31 Björn Keune: Ja, kann ich gleich sagen. Ich habe mich immer tiefer damit beschäftigt und desto tiefer ich reingeschaut habe, desto tiefer musste ich mir auch ehrlich angucken, was ich da eigentlich tue, dass ich eigentlich ein Doppelleben habe. Desto weniger konnte ich da weggucken und das dann zuzulassen, diese Erkenntnis so, dass ich eigentlich in Unwahrheit lebe, das war ziemlich brutal nochmal. Natürlich nicht nur für mich, sondern auch für mein Umfeld in dem Moment. Der Hauptauslöser war, ich war Ende 2019 bei einem Meditationsretreat. Meine Ex-Partnerin war damals auf der Suche nach alternativem Healing, weil halt Schulmedizin nicht mehr viele Antworten hatte. Und dann sind wir da hingegangen und ich hatte da, konnte mir nichts anfangen, dachte ich so, alles Quatsch, hier meditieren und so weiter, ne? Wer ist denn diesem Founder? Modus und machen und tun und um. Und da still im Raum sitzen, ist ja erstmal fremd für viele. Es ist nicht nur fremd, es ist auch einfach eine Bedrohung halt so auf vielen Ebenen. Und vor allem halt hab ich Das ist halt gejudged ohne Ende. Tag 3 habe ich gedacht, okay, komm, fuck it, ich mach halt mal mit. Und habe mich darauf eingelassen. Und in Da in der Nachmittagsmeditation ist halt irgendwas Krasses passiert. Also ich habe da halt echt ein Level von Liebe gespürt, von dem ich nicht wusste, dass Menschen das erfahren können.

10:42 Der Stecker wird gezogen: Die krasse spirituelle Wende

10:42 Feliks Eyser: Und um Da hat jemand den Stecker wieder reingesteckt, plötzlich.

10:45 Björn Keune: Ja, kann man so sagen, ja. Wobei der wahrscheinlich Schon sehr, sehr viel früher mal rausgezogen wurde und so. Also irgendwo, wo ich auf diesem Weg gekommen bin, so nur 24-7 und nur Fokus auf Geld und so weiter zu legen. Also es ist sehr, sehr früh irgendwann passiert, wahrscheinlich als Jugendlicher. Und ich habe die Erfahrung gemacht von, ich nehme das Wort ganz Brust im Mund, die Erfahrung gemacht von Gott. Und das hat sehr viel mit mir gemacht. Plötzlich war so, okay, krass, Leben ist viel mehr, als ich dachte. Es hat mir zum einen sehr viel Frieden gegeben, es hat mir zum anderen mal auch meine Krise dann über Zeit nochmal verstärkt, weil ich plötzlich gespürt habe, wo es mich noch viel weiter hinzieht, so ins Thema Spiritualität und mit mir selbst auseinandersetzen. auch angefangen habe, die Systeme, wie ich sie selber gebaut habe, aber auch wie ich die Welt kennengelernt habe, infrage zu stellen. Und gleichzeitig war ich ja in der Company nochmal richtig tief drin. Du warst dann auch operativ eingebunden, ja klar, und dann verkauft, dann Henkel und So und das hat noch weniger zusammengepasst als vorher. Dann bis zum Konzernumfeld, dann läuft es auch nicht gut, weil Covid klingt langsam ab.

11:47 Feliks Eyser: Ihr habt auf jeden Fall zu den Covid-Gewinnern gehört, E-Commerce, die ganze Kategorie und dann strampelst du da plötzlich gegen die Umsatzziele, die mal irgendwo in der Echse standen. Und du hast die Corporate Overlords, das ist ja auch ein neuer Stressfaktor.

11:59 Björn Keune: Ganz genau, das war der Auslöser. Und dann wurz ich, okay, ich muss tiefer gehen. Ja, und dann fragte die Johnny. Der bin ich jetzt seit dann bald sieben Jahren.

12:09 Feliks Eyser: Bald sieben Jahren, ne? Wie hast du Breathwork für dich entdeckt? Das zitierst du ja oft als nochmal ein Turbocharger sozusagen in deiner Entwicklung?

12:17 Flucht in Alkohol und Drogen

12:17 Björn Keune: Das war in der Tat, ähm, also Ende 2021 auf Bali die ersten paar Sessions gemacht, da ist noch nicht so viel passiert und dann, wo ich dann so Mitte 2022 wusste, okay, shit, ich muss was ändern, weil ich auch gemerkt habe, so auch mein Verhältnis zu guckst, ist nicht mehr unbedingt gesund oder kontrolliert so, nicht dass ich es jetzt jeden Tag gebraucht hätte, aber wenn dann

12:37 Feliks Eyser: Du das sehen mit Alkohol, du das 10 mit Drogenkoks.

12:39 Björn Keune: Genau, so und aber nie so, dass ich das jetzt irgendwie täglich konsumiert hätte, aber so, dass ich keine Grenzen mehr hatte, wenn ich es konsumiert habe. Das ist immer so ein bisschen, was war und gemerkt so, okay, das ist nicht gut. Und da gab es Momente, wo ich mich tagsüber ertappt habe, dabei ich dachte, oh, den Call war eigentlich schön, wenn ich ein bisschen high wäre. Und dann habe ich mit meinem Coach damals, mit Pete, einen Breathwork Retreat gemacht. In IOS, in Griechenland. Und ja, da hat das bei mir nochmal brutal eingeschlagen. Also ich habe einfach, wie kann ich das kurz zusammenfassen? Ich habe auch wieder einfach zu mir selbst connected, Liebe für mich gespürt, habe mal mir auch selber erlaubt, einzugestehen, was ich da eigentlich wirklich alles mache. So, ne, wie ich eigentlich mein Leben gestalte, wie ich das eigentlich in Unwahrheit lebe und so und konnte aber auch im Mitgefühl mit mir sein damit und habe dann trotzdem nochmal Zeit gebraucht, das dann wirklich auch im, sag ich mal, Daily Life zu integrieren und darüber ehrlich zu sein. Und so, es hat mich trotzdem nochmal Zeit gekostet. Das war jetzt nicht so von einem Tag auf einen anderen. Das war trotzdem nochmal ein Prozess, aber da ist sehr, sehr viel aufgegangen bei mir. Und einfach, ich glaube, für mich war ein ganz großes Thema, einfach wieder zu fühlen. So mal wieder zu weinen, mal wieder Emotionen zuzulassen, einfach mal menschlich zu sein, so, ja. Alle meine Parts kennenzulernen oder viele meiner Parts kennenzulernen, mein emotionales Spektrum zu erweitern. Und mich auch wieder lebendig zu fühlen außerhalb. Ich glaube, da hat einfach so viele unterdrückte Emotionen auch gehabt, die da sich mal entladen konnte. Und es hat mir wieder ein Sensor of Eliveness gegeben. Ich habe mich wieder lebendig im Leben gefühlt und nicht mehr Wo ich brauche irgendetwas, um mich lebendig zu fühlen.

14:30 Feliks Eyser: Für Leute, die sich wenig damit beschäftigt haben, so Meditation versus Breathwork, wie erklärst du, was Breathwork ist? Meditation kann sich jeder wahrscheinlich vorstellen. Kann sich jeder vorstellen?

14:40 Meditation vs. Breathwork: Der Hack für dein Nervensystem

14:40 Björn Keune: Fangen wir Meditation an. Ja, also ich bin ganz ehrlich, das ist nicht die Mainstream-Mehnung, aber für mich ist Meditation, also die Die Dinge, wie ich werde ruhiger, bin besser reguliert, bin bewusster, das sind nice Side-Benefits für mich von Meditation. Ist für mich kein Grund zu meditieren. Meditieren ist für mich die Möglichkeit, zu erfahren, also was ist eigentlich the nature of existence. Was ist das hier alles? Wo wo kommen wir her? Wer bin ich eigentlich? Diese Frage zu exploren und das nicht auf einem intellektuellen Level, sondern auf einem Erfahrungslevel, das tut für mich Meditation. Für mich ist Meditation Fängt an als spirituelle Praxis und will irgendwann ein Approach to life, eine Art und Weise, wie ich mein Leben bestreite, aus dem Alles ist Meditation irgendwann so. Ich will nicht claimen, dass ich da bin, aber das ist der Pfad, auf dem ich bin. Denn für mich ist das Meditation so. Es ist was viel, viel tiefer ist. Selbstbeobachtung. Genau, aber auch eine Selbstbeobachtung, auch das wieder ist für mich ein. Sehr hilfreicher Benefit, den ich von vielen meditieren bekomme. Aber für mich ist die Ausrichtung, warum meditiere ich, ist zu erkennen, wer ich wirklich bin. So ein Dorf kann ich keine Antwort geben, aber es ist für jeden selbst, das herauszufinden und zu gucken, so halt Wahrheit zu finden, Wahrheit zu erkennen. Wahrheitsfindung über was soll das hier alles. So ein Breathwork? Breathwork ist für mich die Brücke zur menschlichen Erfahrung. Also ich kann Imitationen können, wenn ich Stück für Stück rauskomme aus meinen Gedanken und die Identifikation mit Tier, meinem Körper und meinem Geld und was weiß ich nicht allem Stück für Stück losleihen, dann tun sich sehr wundervolle Eigenschaften auf, dann öffnet sich viel Liebe, dann kann sich Mitgefühl öffnen, dann kann sich gelassenes Sein öffnen, so dann kann sich grundlose Freude öffnen, solche Dinge. Das ist total toll. Und dann habe ich das vielleicht auch nach drei Stunden Meditation geaczert und fühle mich super. Und dann komme ich zurück in mein Leben mit den ganzen, mit den Geschwindigkeiten, mit den äußeren Einflüssen, mit dem Druck, mit dem so dem, dem Gefängnis, in dem ich vielleicht auch drinstecke, was ich mir gebaut habe, je nachdem, wie ich wirke im Leben und in welcher Art von Gesellschaft ich lebe und so weiter. Und Breathwork ist für mich das Tool, das mir hilft, Auch in meinem täglichen Leben, weil da kommt das Nervensystem rein. Also der Grund, warum kann ich nicht von diesen Places, die ich in Meditation irgendwie erreichen kann, warum kann ich davon nur selten und nicht immer leben, wenn ich so mein normales Leben bestreite, ist mein Nervensystem mir in die Quere kommt, dass auf bestimmte Trigger im Außen automatisierte Reaktionen hat. Dann reagiere ich auf etwas, plötzlich vielleicht mit Zurückgezogenheit, mit Angst, mit Enge, mit Kontraktion. Manche Dinge triggern mich, ich werde wütend. Diese schönen Dinge kann ich nicht abrufen. Und Breathwork kommt da rein und hilft mir, mein Nervensystem mich schon so neu zu konfigurieren. Und hilft mir einfach. Die Kapazität zu entwickeln, bei mir zu bleiben, wenn die Intensity hoch ist. Es hilft mir zu verstehen, okay, wie es Welche Dinge haben mein Nervensystem vielleicht früh beeinflusst? Und warum hat das heute diese Responses, die es hat? Und hilft mir, die vielleicht aufzulösen und gehen zu lassen und dann neue Responses zu wählen. Es hilft mir, die Kapazität zu entwickeln. Ähm, bei mir zu bleiben, wenn große Emotionswellen vielleicht kommen, dann kann ich die durch mich durchfließen lassen und bleib aber zentriert und bleib bei mir und kann in der Welt dann anders auftreten. Und Ja, es hilft mir einfach, wenn viel Druck und viel Intensity da ist und die auch einfach mal zu releasen in einem gut gehaltenen Container und dann nicht diesen Druck die ganze Zeit mit mir rumzutragen und dann habe ich auch einfach lebendig zu fühlen im Leben. Und das ist wie so eine Brücke für mich. Das ist Arbeit mit dem Nervensystem, das ist Arbeit mit Konditionierung, das ist Arbeit mit allen meinen kleinen Anteilen, die ich in mir habe, die irgendwas brauchen wollen und keine Ahnung was. Das ist Arbeit mit der menschlichen Erfahrung und Meditation des spirituelle Praxis.

18:30 Feliks Eyser: Du hast über 100 Breathwork-Sessions durchgeführt, mittlerweile leitest du die selber selber an. Beschreib doch mal ganz kurz, was da passiert. Also wie es auf der einen Seite abläuft, aber auch was es mit dem Nervensystem, dem Gehirn, macht, deiner Erfahrung nach.

18:45 Björn Keune: Also vom Ablauf her, man arbeitet mit einem Practitioner, legt sich hin, das Zeichen geht ungefähr anderthalb Stunden, ist mit Musik begleitet und ich fange halt an. In der Praxis, die ich jetzt auch selber practice. Es gibt ganz viele verschiedene Arten von Breathwork und wir haben halt eine bestimmte Oberbegriff dazu, ist Conscious Connected Breathwork. Dann gibt es nochmal eine spezielle Schule, die ich auch durchlaufen bin. Die nennt sich Facilitated Breath Repatterning, oh da jetzt zu weit ins Detail zu gehen, aber es ist eine spezielle Schule, die unterscheidet sich auch sehr von anderen. Da lege mich hin, lupe meine Atmung, das heißt, ich nehme die Pausen zwischen Ein- und Ausatmen raus So dass ich quasi in einem Loop einen und ausatme. Die Atmung ist dann verbunden, nennen wir das. Und ich lasse sie ganz natürlich fließen. Ich pushe nichts, weder dass ich irgendwie versuche, Grasvolumen einzuatmen und ich push auch nicht meinen Excel, dann ich lasse das So fließen, wie es gerade fließt, und dann kommt der Practitioner rein und hilft mir, die Atmung noch besser in Fluss zu bringen, dass sie sich noch natürlicher im Körper Verteilt, sage ich. Ich simplifiziere das gerade sehr, aber um mal so ein bisschen eine Idee davon zu geben. Und hält auch einfach den Space für mich. Und over time, wenn ich so atme, dann ändert sich so meine, was ist das auf Deutsch? Egal. Blood Chemistry verändert sich. Du hast mehr Sauerstoff im Blut wahrscheinlich nicht. Genau, ich komme mal so in einen leichten, erweiterten Bewusstseinszustand. Und dadurch kommt meine Thinking Mind so ein bisschen out of the way. Und dann können sich deeper subconscious patterns einfach anfangen zu zeigen. Emotionen, die ich vielleicht nicht expressed oder ausgelebt habe, können in die Oberfläche kommen, können sich zum ersten Mal ausdrücken. Aber ich bin in diesem gehaltenen, sicheren Space mit jemandem, der mich guidet. Und der mir hilft, wenn dann vielleicht was kommt, was intens ist, was dann vielleicht Teile von mir nicht wollen. Und dann kommt meine Mind und sagt so, boah, lass mal nicht weinen jetzt. Hilft er mir bei mir zu bleiben und gibt mir Sicherheit und dann kann ich da durchgehen. Das wird dann zu Releases. Und ich kann Quasi die Erfahrung machen, dass vielleicht Dinge, die sich, also bestimmte Gefühle, die ich nicht fühlen wollte, weil die sich für mich nicht sicher anfühlen, kann ich fühlen in einem gehalten, gesicherten Raum. Facilitated eigentlich auch durch meine Atmung. Und kann meinem Nervensystem overtime beibringen, hey, das ist sicher. Wir können Wut zum Beispiel nehmen, wir können die in einem sicheren Rahmen ausdrücken, wir können das gehen lassen und dann laufe ich vielleicht nicht mit angestauter Wut um mir rum und lasse die an meinen Mitmenschen aus. Oder ich darf zum Beispiel schwach sein und darf zum Beispiel Weinen und mir Schwäche eingestehen und es passiert nichts. Weil mein Conditioning ist zum Beispiel, wenn ich das mache, draußen So, dann verliere ich Ansehen, verliere ich Geld, verliere ich Liebe, bla bla bla. Und plötzlich habe ich ein Space, in dem kann ich das zulassen. Und bin aber von jemandem gehalten, durch meine eigene Atmung, aber auch von dem Practitioner Sozusagen getragen in dem Moment. Das sind so ein paar Dinge.

21:26 Feliks Eyser: Und wir haben diese Emotionen oft quasi abgekapselt, irgendwo in unserer Lebensreise, vielleicht in der Kindheit, vielleicht in der Jugend aufgesammelt. Und die Definition von Trauma ist ja Emotionen, die wir nicht handeln können und Nervensystem, die dann komplett. Abgetrennt wird, sozusagen. Und durch diese Technik kannst du dich langsam rantasten, die Schublade öffnen, nicht alles auf einmal, weil das wahrscheinlich auch wieder overwhelming wäre, sondern quasi dich langsam dran gewöhnen.

21:49 Björn Keune: Richtig. Das ist ein großer Unterschied, zum Beispiel, wenn ich jetzt Tlotubin nehme oder Ayahuasca, irgendeine andere Substanz. Pflanzliche Substanzen, chemische Substanzen, die nämlich Infekt haben. Die können was ähnliches tun, so. Und ich habe keine Kontrolle darüber, was geöffnet wird. Und es kann auch zu viel geöffnet werden, was ich gar nicht handeln kann. Und Breathwork ist so ein Weg dahin, über mehrere Sessions nähere ich mich zu einem Thema und irgendwann kann sie es öffnen.

22:11 Feliks Eyser: Ich finde, das ist so ein Zustand, ich hab's ein paar Mal gemacht, es war halt weniger als äh du, aber vielleicht so fünf, sechs Mal. Und für mich war es so ein Zustand zwischen Wach und Schlafend, also man ist nicht ganz wach, man ist noch nicht ganz schlafend, man kann vielleicht ein bisschen beeinflussen, wo das hingeht, auch nicht wirklich. Also man lässt sich das ein bisschen leiten, aber so ein Zustand, den ich sonst nicht kannte. Aber mit dem großen Benefit fand ich, dass du es ja stoppen kannst, relativ schnell.

22:33 Björn Keune: Du kannst einfach normal atmen, dann hört es auf. Genau, wenn das dir zu viel ist, kommst du raus. Das ist halt auch anders, als wenn du eine Substanz nimmst. O du hast dann noch ein paar einfach sehr gute physiologische Effekte, ne, wenn du dann die Atmung mal wieder anfängst So zu werden, wie sie eigentlich natürlich sein soll. Und nicht so, wie sie durch die Umwelteinflüsse, die wir haben, die Art und Weise, wie wir leben, die ganze Intensity Jeder hat so unterschiedliches Pattern, wie er atmet. Aber die wenigsten Menschen atmen eigentlich natürlich. Und das hängt damit zusammen, wie wir aufwachsen. Was wir ausgesetzt sind, die Intensity, in der wir leben, gerade in großen Städten und Co. Und wenn wir erlauben, der Armung wieder mal für eine gewisse Zeit so zu fließen, wie sie eigentlich natürlich fließen würde, ohne die ganzen Einflüsse. Haben wir halt auch jede Menge Health Benefits over time.

23:21 Feliks Eyser: Und jetzt hostest du die Retreats hier? Hast du so eine Art Side-Business draus gemacht oder Main Business? Oder wie siehst du das gerade in deinem Leben aus der Business-Perspektive?

23:29 Björn Keune: Ja. Gibt es diese Perspektive überhaupt? Nee, also ich habe eine Company gegründet, onoera heißt die, zusammen mit meiner Partnerin, mit Sophie. Und genau, wir bieten Breathwork Circuits an, aber auch in One-Sessions und ähm Wir machen das auch mit Acta, also mit einer anderen Company, wo wir das Team damit ausstatten. Das ist klar, das ist eine Company. Die Company ist der Rahmen dafür. Für mich ist es einfach super erfülltes Wirken. Und wir fangen halt damit an, jetzt Circles zu machen und mit Leuten one-on-bone zu arbeiten und wir werden sehen, wo das hingeht. Natürlich ist dahinter auch ein Businessmodel, weil wenn jemand gerade wenn er One on One arbeiten möchte, kostet das irgendwie auch Geld und so. Und das liegt schon dahinter, aber der Treiber ist einfach diese Dieses Potenzial dieser Methode weiter in die Welt zu bringen.

24:20 Feliks Eyser: Und ist die Gebühr, die du dafür nimmst, eher symbolisch, dass du Leute mit Ernsthaftigkeit anziehst? Ich meine, in deinem Leben ändert es jetzt nicht viel, ob jemand dir 5. 000 Euro gibt oder nicht, dafür, dass du das machst. Wie ist deine Denkweise?

24:31 Björn Keune: Ja, ist schon einfach wichtig. Also nur zum einen, es ist einfach auch ein signifikanter Energieinvest, wenn ich jetzt mit jemandem in eine Session gehe, das einfach kostet signifikant Energie von Sophie oder mir oder uns beiden. Dafür ist es auch einfach fair, dass es ein Exchange gibt. Und dann ist es auch einfach eine gewisse Ernsthaftigkeit, weil was ich festgestellt habe, ist in der Persönlichkeits, also bei Persönlichkeitsentwicklungen passiert so viel, wie ich bereit bin, mich reinzulehnen und auch die Belingess habe. Und desto ernsthafter jemand ist, um richtig Bock hat, tief reinzugehen, desto mehr passiert da.

25:01 Feliks Eyser: Ist interessant, weil ich meine, viele Coaching-Businesses, die tendenziell, die oft auch einen schlechten Ruf haben, dass jemand dir quasi so Plattitüden verkauft. Und das gibt es ja in jeder Preiskategorie. Du kannst ja für 30 Euro das Buch kaufen, für 500 Dollar den Self-Service-Kurs, aber für 15K auch das Retreat und der Content ist der gleiche und deswegen hat es oft einen schlechten Ruf. Aber ich glaube, es ist ja schon so eine self-fulfilling Prophecy. Wenn du Leute anziehst, die 15. 000 bezahlen, dass sie mit so einer Ernsthaftigkeit rangehen, dass sie die gleichen Informationen, die sie kriegen, vielleicht besser implementieren. Als wenn es alles umsonst wäre, so komischer Effekt, oder? Also du bist ja nicht in der Kategorie, das will ich nicht sagen, wie so ein Coach, aber der Buy-In Ja, spielt eine Rolle.

25:44 Björn Keune: Der spielt eine Rolle beim Ergebnis. Der spielt auf jeden Fall eine Rolle und so unsere Vision ist schon so: wir fangen jetzt an und wir müssen erst also, ne, wir haben es gerade erst gegründet, so jetzt sind wir auch noch in der Phase, wo uns einfach auch für uns viel um Practice geht. Und es ist schon Teil der Vision, dass wir dahin kommen wollen, dass sehr viele Menschen, die Zugang bekommen zu dieser Methode und so Heilung erfahren können. Das ist ganz klar Teil unserer Vision, weil. Heute schauen wir das an und wenn du mit einem guten Practitioner arbeiten willst, dann ist es halt eigentlich unter 250 Euro für eine Session nichts zu machen im Markt. Es gibt immer mal die Dame, der ist ein bisschen günstiger, aber wenn du mal sagst, okay, du brauchst vielleicht acht bis zwölf Sessions, um richtig was zu bewegen, da bist du immer im vierstelligen Bereich. Und Für viele Menschen ist es einfach gar nicht darstellbar. Also in meiner Bubble ist das für jeden so, ja klar, mache ich Persönlichkeitsentwicklung, passt und so easy. Aber wenn wir jetzt mal außerhalb der Startup-Bubble ein bisschen gucken, ist es halt gar nicht die Reality für die meisten Menschen.

26:36 Feliks Eyser: Und wie glaubst du, also wenn du sagst, du willst möglichst vielen Leuten Zugang geben, hast du gesagt, gesagt, du machst diese Sessions one-on-one. Ist ja schon furchtbar für die Skalierung. Du machst es sogar mit deiner Freundin zusammen. Also 0,521, noch schlimmer. Wie denkst du über Skalierung nach, wenn du viele Leute erreichen willst?

26:54 Skalierung von spirituellen Business-Modellen

26:54 Björn Keune: Also erstmal ist es jetzt, habe ich schon gesagt, für uns geht es erstmal darum, Practice und halt den Craft, einfach auch wirklich gut aufzubauen und ich will nicht sagen, zu mastern, aber richtig gut zu werden. Ich tue keine Dinge, von denen ich nicht selber überzeugt bin, dass ich sehr gut davon bin. Gerade in dem Bereich ist es nochmal wichtiger, nicht zu schnell zu groß zu denken, sondern erstmal das Groundwork sauber zu machen, die Kraft gut zu können, sich selbst darin kennenzulernen. Und da ist ja auch eine sehr, sehr hohe Verantwortung für den Menschen, der vor mir liegt, mit dem ich arbeite. Super wichtig. Weil du genau.

27:22 Feliks Eyser: Leute, bei ihrer Entwicklung hilfst, das ist jetzt keine therapeutisch-medizinische Dienstleistung, aber du trägst Verantwortung für das, was da passiert.

27:29 Björn Keune: Richtig, das ist super wichtig, das ist so die Basis. Und dann Und ich kann dir heute nicht sagen, wie es aussehen wird, aber eine Version, die ich vor mir sehe, so heute, Menschen, die anfangen, diese Craft zu lernen, sie dann in die Welt bringen, sind alle als Solopreneurs auch. unterwegs, durch die Bank. Das heißt, sie müssen ihre Brand aufbauen, Marketing machen, Customer Acquisition und dann Sessions geben. Und dann müssen die auch diesen Preis pro Session nehmen, weil die müssen ja auch von irgendwas leben. Also ich wehre mich auch gegen diese Idee, dass diese Art von Arbeit oder spirituelle Dinge for free sein müssen, weil bleibt es Das ist auch Quatsch. Alle Menschen müssen von Lebensunterhalt verdienen und es ist auch fair. Diese Arbeit ist energetisch auch einfach heavy. Anspruchsvoll. Es ist auch fair, einen guten Lebensunterhalt haben zu wollen. Wenn für Practitioners, die sehr gut sind in ihrer Kraft, sie sich um den anderen Kram nicht mehr kümmern müssen, sondern einfach nur reinkommen, ein Session machen und dann vielleicht davon auch zwei oder drei am Tag geben können, aber dem anderen Kram nichts mehr zu tun haben, ist der Preis wahrscheinlich nur noch halb so hoch oder nur noch ein Drittel. Und wenn plötzlich nicht mehr die Menschen, die, sag ich mal, die Capacity haben zu sagen, so, ich bin unhappy in meinem Job, ich werfe ihn jetzt hin, ich gehe jetzt irgendwo hin, mache ein halbes Jahr eine Ausbildung, Schlagen mich dann irgendwie durch. Das sind ja schon krasse Leute. Ich meine, wer macht das denn? Stell dir vor, going forward könnten Menschen, die in Berufen arbeiten, die sehr caring sind, zum Beispiel Krankenpflege. Also stell dir vor, die hätten die Möglichkeit, sowas zu lernen und könnten das dann machen. Und das sind nicht die, die sagen, so ja fuck it, ich mach das jetzt alles nicht mehr, dann gehe ich nach Bali und dann baue ich mein eigenes Business und dann kämpfe ich mich irgendwie durch und mache Breathwork Sessions. Das sind Leute, die haben, die Ich unterstelle jetzt da vielen Menschen gerade etwas, aber ich ziehe jetzt so ein bisschen den Durchschnitt gerade. Demen geht es wahrscheinlich gut, wenn sie acht Stunden ihren Job machen können und dann nach Hause gehen, ihre Family haben und brauchen diese Craziness von Solopreneurship nicht. Aber haben vielleicht das Talent und haben diese Caring. Wir arbeiten schon im Caring-Job und wir müssen ja erstmal machen wollen, kranke Menschen zu pflegen. Ich habe mal selber aus Beatsarbeit gemacht. Da habe ich viele Menschen gesehen, die sich diese Arbeit tun. Da ist no way, dass sie Zugang haben zu dieser Art von Breathwork-Ausbildung. Aber A, habe ich Ressourcen, die Ausbildungssysteme dafür ermöglichen könnten und B, baue ich gerade selber das Knowledge und die Experience mit die Craft aus. Und vielleicht ist das irgendwann ein Weg, dass du Breathwork-Zentren hast, wo halt nicht Menschen arbeiten, die die Kapazität haben, ihr Leben 180 Grad rumzudrehen und irgendwo quasi Ausbildungen zu machen und keine Ahnung was, sondern die einfach caring sind und das auch gut machen können. Und dann lernen die das halt vielleicht in Deutschland und dann machen die halt drei Sessions an einem Tag und müssen sich aber um den ganzen anderen Kram nicht kümmern.

29:58 Feliks Eyser: Okay, okay.

29:59 Björn Keune: Das ist zum Beispiel, es gibt Ideen, wie man da hinkommen kann. Und ich kann ja nicht sagen, wie es am Ende aussehen wird, aber das ist eine Idee so. Und die Grundlage ist erstmal selber darin, jetzt das zu verstehen und gut zu werden, so ne, das ist super wichtig.

30:10 Feliks Eyser: Ja. Klingt für mich so ein bisschen so Wie diese Kategorie Business in a Box Leuten zu helfen, sich selbstständig zu machen. Gibt es in den USA für Krankenschwestern, die dann einen Metz-Bar aufmachen zum Beispiel? Oder in Deutschland gibt es eine Firma. Handley hatten wir hier auch einen Podcast, die helfen, Dachdecker betrieben oder Dachdeckern in Betrieb aufzumachen und haben als erstes gesagt, wir werden das mal selber Dachdecker. Ich kletter jetzt mal selber da hoch und schleppe ein paar Ziege, um Dieses Handwerk zu verstehen, um dann helfen zu können, anderen diese Betriebe zu managen.

30:37 Björn Keune: Ja, ganz genau. Und dann auf dem Weg dahin, so, aus meinem Umfeld natürlich kommen viele Unternehmerinnen und Unternehmer zu, so viel mir. Jeder, der dann sich aber auch diesen Weg öffnet und der selber vielleicht dann die besser regulierte, ruhigere, menschlichere Version von sich wird, das hat ja auch einen Effekt auf die Mitarbeiter dieser Person. Und dadurch, dass wir mit vielen Menschen arbeiten, die sehr viel Einfluss haben. Glaube ich, hat das auch schon wieder einen Effekt, der größer ist als die One-on-One-Arbeit. Genau. Und am Ende, ich kann es auch wirklich ehrlich sagen, weißt du, ich habe Unternehmertum rauf und runter gemacht so, und dann habe ich das irgendwie weiterentwickelt und Ich entwickle mich als Mensch halt auch irgendwie ständig weiter und diese Exploration von wirklich mit Menschen in dieser Tiefe zu arbeiten, jemandem anzufassen und dann zu sehen, was passiert, was die Atmung verändert, sich, dann kommen Emotionen, die zu halten. Das ist für mich auch einfach sehr, sehr erfüllend. So, das ist wieder ein neuer Teil von mir, den ich nicht ausgelebt habe bis vor halt einem Jahr und jetzt passiert das so. Du hast eine richtige Ausbildung, macht das sogar im Vorgespräch erzählt. Ja, drei Monate super intens, ey.

31:38 Feliks Eyser: War nicht so angenehm, hast du gesagt.

31:39 Björn Keune: Nee, war super herausfordernd, eher. War super anstrengend, super herausfordernd und auch einfach neu. Also für jemanden, die mich so, guck mal, du hast schon gesagt, als Unternehmer war ich einigermaßen erfolgreich. Ich bin das gewohnt und ich gebe mich ja auch mit Umfeldern, wo ich diesen Skill bringen kann, unternehmerische Erfahrung und so weiter. Und bin dann jemand, der weiß, wovon er redet und der weiß, was er tut und dafür auch gesehen wird. Und dann gehe ich dahin und bin halt, Tabert, keine Ahnung. Total beginner. Klar, ich habe viele Sessions selber erfahren, aber jemandem selber eine Session zu geben, ist noch was ganz anderes. Das sind so Fuck, was mache ich, wenn ich hier was falsch mache? Ich habe mich drei Monate lang inkompetent gefühlt. Ohne Ende frage mich, weil ich mich zum letzten Mal inkompetent gefühlt habe. Allgemein kein Gefühl, was ich mag ich A nicht und B ist sehr, sehr lange her. Ich habe mich drei Monate lang einfach inkompetent gefühlt. Gleichzeitig war die Lernkurve wahrscheinlich auch die steilste, die du letztes Zeit Zeit erlebt hast. Ja, und es ist immer wieder Hamling. Es kommt jemand, fängt an zu atmen und ich denke mir, ich hab, what the fuck, ey? Was passiert da? Ich habe keine Ahnung, weil ich kann ja auch nicht reingucken in die Person. Und dann muss ich halt irgendwie in Tune sein und Mit Trial and Error und wirklich das Beste für die Person wollend in Mind und meine eigenen Storys daraus haltend, einfach da sein mit dem Menschen halt. Und das ist für mich neu, das lerne ich gerade. Und das ist sehr, sehr schön. Deswegen habe ich da, wie gesagt, klar, wir haben die Company und das ist geil und gleichzeitig ist es einfach für mich sehr, sehr erfüllendes Wirken. Und es ist auch einfach geil, dass mit der Partnerin zusammenzumachen, so viel ich sind einfach auch in der Dynamik, auch wenn wir zusammen faciliteten, sehr, sehr powerful, was wir bringen, full feminine, full masculine Energies da mit rein, die, die, die bewirken was Unterschiedliches im Klienten und das ja, das ist einfach richtig schön.

33:19 Feliks Eyser: Okay, stell dir vor, du hast ein persönliches Board of Advisors von hunderten von anderen Foundern, die ihre Erfahrung mit dir teilen. Das ist die Founder Mode WhatsApp Community, der du beitreten kannst. Für Erfahrungsaustausch unter Gründern und Entrepreneurship Interessierten. Wie denkst du sonst über Unternehmertum nach? Du baust ja nach wie vor Firmen, du startest neue Themen, du investierst, du umgibst dich mit Foundern, aber ich glaube, die Weise, wie du das tust, ist. Fundamental anders, als wie du es mit deinen eigenen Firmen am Anfang gemacht hast und vielleicht auch im Prozess der Veränderung. . Wie schaust du gerade auf Unternehmertun? Wieso machst du das überhaupt? andere Firmen zu gründen, abgesehen von Breathwork.

34:03 Das Anti-VC-Modell: Geld ohne Businessplan

34:03 Björn Keune: Ja, ja, ich hab eigentlich ich lieb gerade meinen Approach zu Unternehmertum und Investment. Weil ich habe wirklich für mich so, ich habe das mal sehr ernst genommen zu sagen, ich investiere wirklich in Menschen. Das ist keine Phrase sozusagen. So ist halt auch die Company Acta entstanden, weil mal Co-Founder und ich mal so Cofunder ist aus Louis ist aus der anderen Company rausgegangen, wo ich Angel war oder Angel bin. Und wir saßen irgendwann zusammen bei mir auf dem Hausboot in Berlin, dem ich auch lebe. Und Louis meinte so ein bisschen, hey, so viele Explorations. Ich habe auch gesagt, das war einfach ein super talentierter Mensch. Artist werden, DJ, maybe Writer und vielleicht auch Unternehmer. Dann sagte, ich bin eigentlich voll in der Expiration. Das Problem ist, dafür gibt mir ja keiner Geld. Ich meine doch, ich schon. Weil ich sehe, du wirst one way or the other bist du erfolgreich sein.

34:49 Feliks Eyser: Und da war eine Company drin, in die du investiert hast. Also Consumation Shoutout machen und sich mal runterladen, wenn man so einen Meeting-Recorder haben will. Wie so ein Stalker in die Zoom Calls reingeht, sondern lokal läuft, das finde ich bei Jamie immer besser.

35:04 Björn Keune: Das ist ja mein bisher erfolgreichstes Investment, wo ich auch sehr, sehr stolz drauf bin.

35:07 Feliks Eyser: Ah, ja, sehr gut. Coole Gründer, Louis und Benett. Louis hat irgendwann gesagt, ey, so sinngemäß, die Phase passt nicht mehr zu dem, was mir im Leben Bock macht. Und das ist ja nicht das, was du als Investor hören willst. Du willst ja hören, also. Jetzt der Klischee-Investor sozusagen. Du willst ja hören, ich arbeite mich da tot, ich habe kein Privatleben, ich mache das zehn Jahre und ich erhöhe dein Shareholder Value sozusagen. Genau das Gegenteil hat der Louis gemacht. Du hast es nicht nur akzeptiert, du hast gesagt, okay, finde ich so gut, ich gebe dir auch noch Geld.

35:38 Björn Keune: Ja.

35:39 Feliks Eyser: Und ich weiß aber gar nicht, was du willst, was du machen willst.

35:40 Björn Keune: Ja, ich geb dir 100 Karten, damit du raus, damit du. Und lass mich einfach nur dabei sein, no matter was du machst, ich würde halt gerne meinen Share haben hinten raus, weil ich truste, dass no Meter, was du machen wirst, sooner or later wirst du halt erfolgreich sein darin. . Wenn du deinem Calling folgst, wenn du genau hinhörst, wenn du verstehst, wenn du wirklich Dass du herausfindest, was es ist, was du in die Welt bringen willst, dann wäre ich da gerne dabei. So. Was auch immer das ist. Und da investiere ich rein. Ich investiere, weil ich habe keinen Bock mehr in Pitchdecks und irgendwelche Konstruktionen und Modelle, die dann weggelegt werden, wenn sie nicht laufen zu investieren. Das bin ich nicht, sondern Sondern ich jemand sagt so, okay, ich committe mich dazu, herauszufinden, was ist zu diesem aktuellen Zeitpunkt mein tiefstes Coding. Das kann ich auch immer wieder verändern. In meiner Idee nach kommt das in so Cycles. Aktuell Dust Calling dann. Ich höre da immer wieder hin und dann gebe ich den nach und dann habe ich aber auch das Feuer und die Energy und ähm Die Kapacity, was zu machen, was halt wirklich besonders ist und auch funktioniert, funktioniert im Sinne von, kann auch ein Business Case werden. Da rein will ich investieren. Das finde ich super spannend. Da geht mein Herz auf, wenn jemand das macht.

36:43 Feliks Eyser: Und daraus ist ACTA geworden. Und musst du sagen, wir sitzen hier in Kapstadt gerade im Office von ACTA. Ich weiß gar nicht so richtig, ob es ein Office ist, weil die Leute schlafen hier auch. Und da im Hintergrund ist man gleich gesagt: Da hängt eine Wäscheleine über uns und hier. Steht überall Kram rum. Also, das ist so eine Art Hackerhouse-Miet-Filmstudio, wo Content produziert und gearbeitet wird. Was ist ACTA?

37:11 Björn Keune: Ja, das ist genau das, was du gerade gesagt hast. Nein. Es ist noch viel mehr als das. Für uns ein völlig neuer Approach, eine Company zu bauen. Wir encouragen einfach das. Um the men who join you off the suche machine after the gleich, of the deepest calling, what will you in the world bring Was ist so wichtig für mich, dass ich da bereit bin, meine Lifeforce Energy voll reinzugeben und daran bauen zu wollen. Und wir trusten, dass die Discovery davon und das Ausleben davon sooner or later auch zu Business Success führt Wie finde ich raus, was ich eigentlich will? Eine Frage, die viele junge Leute sich stellen. Also erstmal baut ACTA gerade Tools, die genau bei dieser Frage helfen. Und das zweite ist einfach tiefer Reflection, mich immer der Fragen, so okay Da bin ich, was berührt mich wirklich, wo geht mein Herz auf? Wo fühle ich mich alive? zu verstehen, was hält mich davon ab, das zu leben, zu sehen, okay, das und das sind vielleicht meine Blockaden, dann zu gucken, kann ich die rein mental lösen und da helfen also Dinge wie Coaching, Genering, Reflection, kann ich mit Tools machen. Das kann ich aber auch im Coaching mit Menschen, die halt Coaches sind, die mich dabei helfen, unterstützen können, machen. Und dann aber auch zu sehen, wenn ich irgendwo Blockaden habe und dann merke, okay, vielleicht kommen hier. . Tiefere Sachen immer wieder dazwischen, dann halt auch Tools wie Breathwork und Co. einzusetzen, um da durchzuarbeiten und dann weitergehen zu können. Und ganz wichtig: Meditation. Meditation ist das Ding, ey.

38:44 Feliks Eyser: Sitzen hier alle um 5 Uhr morgens in dem Space und meditieren oder wie ist so die.

38:48 Björn Keune: Ja, wir haben immer wieder Phasen, wo wir genau das machen. Ansonsten hat jeder von uns, der bei uns arbeitet, hat, einen One-on-One-Meditationstrainer. Also auch so ein Ding, ne, wir denken so ja zu, machen wir ein bisschen Headspace. Nein. Guck mal, ich gehe für, also Unternehmer ist doch total, macht man das doch eigentlich ständig, wenn man ein großes Ein wichtiges Problem hat, sucht man sich einen krassen Experten und arbeitet mit den Leuten, um das irgendwie weiterzukommen. Ja, du machst auch deine Steuererklärung nicht selber, sondern. Genau, so. Oder ich suche mir die besten Mitarbeiter als Unternehmer, um für mich große Probleme zu lösen. Und dann so etwas Essentielles wie meine Daily Practice, das lager ich an der App aus. Nee. One-on-one-Meditationstrainer, wo die wahrscheinlich Sessions machen. Wir meditieren im Team, es gibt dann so Weekly Meditation Circle. Das ist einfach die Daily Practice is meditieren, weil um auch wenn ich davor offiziell gesagt habe, so ne für mich ist Meditation für mich persönlich ist die spirituelle Exploration, gibt es die ganzen guten Side-Benefits, High Self-Awareness. Ich komme vor allem in die Stille. Also diese, diese, Louis und ich nenne das gerne evolutionären Impulse. Dieses Das ist es, das muss jetzt in die Welt. Die finde ich nicht im Lärm und im Machen und verloren im Tun. Die fühle ich in der Stille bei mir. In der Meditation zum Beispiel. Wenn ich die Meditation viel Space einräume, könnte ich auch diese Impulse immer wieder zeigen. Wie bist du involviert bei ACTA? Also erstmal ich bin zusammen mit Louis Co-Founder, natürlich dadurch mit ihm so strategisch einfach auf vielen Themen und kümmere mich ein bisschen um das ganze Thema Finance. Und ansonsten bringe ich halt viele Practices und so ein, mache ein Breathwork mit dem Team, ich mentore einige der Team-Members. So auf ihrem Weg. Also wir gucken dann so gemeinsam, okay, was ist gerade unternehmerische Part, aber was ist auch der Persönlichkeitsentwicklungspfad, weil ich ja auch von beiden, sag ich mal, aus dann doch einigen Jahren Erfahrung einfach teilen kann. Geben selber Breathwork Sessions zum Beispiel und Halte einfach mit diesen Raum, diesen Space, der halt anders tickt wie vielleicht die meisten anderen Companies. aber ja trotzdem auch der Marktrealität ausgesetzt ist, dass wir irgendwann Geld verdienen müssen. Und halte quasi mit dieser Exploration oder diesen Trust darin, dass wir das finden werden, aber dass wir das nicht nur durch. Verbissenes, hartes Arbeiten, Nicht-Aussprechen von Wahrheiten und so weiter, sondern in einem Raum, wo wir hier zusammenkommen als Team und wo auch immer wieder, also in unserem Sharing-Circles, auch einfach sehr, sehr tiefe persönliche Wahrheiten immer wieder geteilt. Inside-Benefits von dieser Exploration und diesem ganzen Meditieren ist halt auch, dass immer wieder Truth geshared wird. Meinte ich vorhin so, wenn ich was fühle, was in mir passiert, rausbringen kann und ehrlich darüber sein kann und das nicht verstecken muss, dann fließt wieder Life Force Energy. Und wenn die fließt, kann ich auch wieder in meine Creation und in meiner Craft, in der ich bin. Die ganz anders ausleben und viel mehr Power in die Welt bringen. Von daher ist ACTA auch ein Place, wo immer wieder Wahrheit. gefunden erkannt und ausgesprochen werden kann.

41:56 Feliks Eyser: Kennst du Companies, die auf so eine organische Weise entstanden sind? Sagen wir, Anti-VC-Modell sozusagen. Zum VC gehst du sagst, guck mal, das ist der Plan, das machen wir, dafür brauchen wir Geld, das sind die Umsätze. Und du sagst ihm: Nee, wir drehen es um, wir wissen nicht, wo die Umsätze herkommen, die sollen irgendwann da sein, wir wollen uns jetzt nicht dem Kapitalismus entziehen, ist klar. Aber Wir geben der Sache erstmal einen Nährboden und guck mal, was entsteht. So würde ich es einordnen.

42:19 Björn Keune: Nee, ich kenne keine. Ich bin aber auch immer so, ich bin immer sehr so mit meinen Themen und ich gucke wenig links und rechts, wenn ich ähnlich bin. Von daher gibt es, vielleicht gibt es andere Companies, die ähnliche Wege. Verfolgen. Ich kenne jetzt persönlich keine. Und ja, es ist das Anti-VC-Modell, aber es ist das menschlichere Modell. Und trotzdem, die arbeiten alle sehr, sehr viel und sind sehr committed zu dem, was sie tun. Und es passiert super viel. Ist eine sehr, sehr spannende Exploration, aber nur so möchte ich noch arbeiten. Ich, ich, ich, Merke in mir, sobald ich mich immer mal ab und zu mal aus verschiedenen Konstellationen vielleicht dieser anderen Welt ein bisschen wieder hingeben muss, so die mit irgendwie Modellen und Finance und viel Businessplan und da Reporting und so weiter arbeitet. Das fühlt sich immer sehr, sehr eng an für mich. Und ich habe großen Trust. gut darin bleiben, zuzuhören und die Impulse zu finden, so und damit dem Ende kurz dem Fluss zu folgen, dass es, dass das auch dazu führen wird, dass der Business Case funktioniert.

43:21 Feliks Eyser: Und du bist ja, also du hast ja auch so eine krasse Execution-Maschine in dir. Wenn man dir das zuhört, dann klingt es für mich eher wie ein Mönch als ein Unternehmer sozusagen im klassischen Sinne, aber Aus der Historie, aus der du kommst, du hast 20 Jahre diese Sachen gemacht, so du hast die Taxifahrt optimiert, damit du 20 Minuten mehr arbeiten konntest, Leute um dich rumsagen, du bist der Typ, der immer alle Zahlen im Griff hatte, du hast de Meetings. im Halbstundentakt audienzmäßig aufgesetzt und Leute sagen, der hat richtig Execution-Power und heute noch.

43:53 Björn Keune: Wenn ich mir angucke, wie viele Projekte ich gleichzeitig halte und in welchem Level ich auch involviert bin und wie ich von, ich gucke von außen drauf, zoome super tief rein. Bis zum Feedback zu einem Instagram-Post für meine Meditationsplattform, mit der ich auch involviert bin. Dann gucke ich wieder super schreibtisch mit Louis auf irgendetwas und dann delibere ich eine Breathwork Circle mit Sophie. Also ich bin immer wieder so rein.

44:15 Feliks Eyser: Das ist so ein typischer Mittwoch.

44:17 Björn Keune: Ja, und dann machen wir irgendwie einen Podcast noch zusammen und so. Und das nach wie vor soll ich witzigerweise mit dem Taxifahrten mache ich bis heute. Also ich fahre manchmal, wo ich fahre manchmal mit dem Taxi. Von meinem Hausboot, draußen von der Havel, in dem ich lebe, nach Berlin Mitte rein, weil mir das 40 Minuten Zeit gibt, Messages zu machen. Und das ist denke ich total geil, anstatt 40 Minuten im Steuer zu sitzen. Diese Teile leben nach wie vor immer in mir so und ich habe auch Besser balanciert und besser dosiert als früher, mag ich Intensity. Ich mag das, wenn Dinge passieren und nach vorne gehen. Ich kann nicht so gut damit umgehen, wenn die ganze Woche komplett durchgeplant ist. Da wird in mir alles eng. So ich brauche Space so und dann zu fühlen an einem Tag, okay, welches Projekt braucht heute was von mir, wo spüre ich einen Pull? Wo merke ich, ah, ich da jetzt reingehe, da könnte was passieren. Und dann spüre ich das, so meistens irgendwann nach 12 Uhr, weil ich die Zeit bis 12 Uhr ist geblockt für Practice und gemeinsames Frühstücken und so weiter.

45:05 Der leere Kalender: Warum Björn bis 12 Uhr alles blockt

45:05 Feliks Eyser: So sieht dein Kalender geradeaus, bis 12 Uhr ist geblockt, okay?

45:08 Björn Keune: Eigentlich fast jeder Tag bis 12 Uhr gar nichts. Was passt irgendwie Sport, Meditation, Frühstückinspiration, gucken, was zwischen Sophie und mir sich anfordert und dann spüre ich so rein und gucke so, okay, was ist heute dran? Dann spüre ich einen Impuls und dann gehe ich da rein und dann passiert da meistens auch was Gutes. Wo ich nicht mehr gut bin, ist, wenn so die ganze Woche durchgeplant ist und ich weiß schon, was überall passiert und dann habe ich diesen Impuls. Hab dann aber irgendwie drei Meetings committed in einem anderen Projekt und kann dann dem nicht nachgehen. Das mache ich eine Woche und dann kriege ich so leichte Erkältungssymptone. Da bin ich immer so ein bisschen krank. Da weiß ich sage, shit, ey, hast du dir nicht zugehört. Wenn ich nur ein Projekt hätte oder nur zwei, wäre das gar nicht so ein Problem, aber ich mache halt viele Dinge parallel. Und dazu muss ich diese Flexibilität haben, immer wieder den Impulsen zu lauschen. Und das ist auch das, was wir, glaube ich, nack da Halt versuchen zu leben und dann gibt es halt die Realität von ein paar Dinge mutig zu sagen. Ich kann ja nicht, ich kann ja nicht sagen: hey, wir machen einen Podcast und dann fünf Minuten versagt ich dir, ja, jetzt fühle ich es doch nicht so, ne? Ein paar Sachen sind im Kanal. So, und da gibt es halt, dass du hier bist. Da gibt es halt eine gewisse Balance. Und die versuche ich halt gut zu managen einfach. Klick mir mal besser, mal schlechter.

46:06 Feliks Eyser: Wie schaust du auf das Spektrum von Fokus versus mehrere Projekte?

46:12 Björn Keune: Man muss halt in dem jeweiligen Projekt fokussiert sein. Und dann geht das.

46:22 Feliks Eyser: Zu meiner Lebensphase passt es auch gut. Ich habe auch Bock, mich in mehrere Sachen zu involvieren. So mein Daily Business sind da auch so, so Studio Investments im Grunde mit Faunern zu arbeiten. Es gibt mir die meiste Energie. Es befriedigt auch so meinen Wunsch nach Neugier und Neuen Skills, die ich lernen kann. Ich merke aber auch nach so einer Woche, boah, das ist schon hart, also irgendwie einen Funnel an Foundern zu screen, drei Podcast-Episoden aufzunehmen, ein Portfolio-Founder, irgendein Thema durchzumachen, Fundraising, also so Mich zerreißt es dann schon ein Stück weit und ich merke dann oft, dass es zu viel ist. Gleichzeitig finde ich es aber auch einen Modus, der okay ist. Also Mir macht es gerade Spaß, defokussiert zu sein.

47:03 Björn Keune: Ja, und ich glaube, solange du in den Projekten selber klar bist, was du tust, warum du es tust und was du nicht tust, dann ist das eigentlich gar nicht so ein. Und ich würde auch behaupten, wir sind ja jetzt beide schon ein bisschen länger Unternehmer und so, wir haben ein paar Sachen gesehen. Wir können mit relativ kurz mit einen kurzen Zeitinvest pro Projekt sehr viel Impact haben und müssen dann aber auch nicht die nächsten zehn Schritte danach odden, sondern es ist wichtig, dass wir die richtigen Impulse zum richtigen Zeitpunkt spüren und denen danach gehen und die setzen und damit nicht zu lange warten. Aber dann müssen wir vielleicht auch nicht in jedem Detail danach involviert sein. Das ist ja ein bisschen der Vorteil, wenn man das für ein paar Jahre macht.

47:36 Feliks Eyser: Wie hat sich dein inneres Team Du hast im Nebensatz gerade immer wieder über Parts gesprochen. Also, so das Modell von Persönlichkeitsanteilen. So keiner von uns ist nur eine Person. Das finde ich bei so Persönlichkeitstests immer schwierig. Da kommt dann raus, du bist der Architekt oder du bist der König oder du bist ja so. Es gibt ja immer gewisse Anteile. Ich glaube, darauf referenzierst du. Wie hat sich dein inneres Team an Anteilen über die Zeit geändert?

48:02 Internal Family Systems: Manage dein inneres Team

48:02 Björn Keune: Boah, das ist eine geile Frage. Habe ich noch nie drüber reflektiert, ehrlich gesagt. Ich lebe das gerade so, was gerade so da ist. Ich würde sagen, es gibt. Das ist ein Teil, der Teil, der Mitgefühl mit mir hat und auch mit Limitationen von mir, der ist deutlich größer geworden. Den hast du auch aktiv größer gemacht? Ja, auf jeden Fall. Den habe ich hart suppressed, würde ich sagen, früher. Also einfach richtig hart weggeschoben. Der hat heute eine größere Stimme. Zum Beispiel der Teil, der sehr große Angst hatte, nicht genug Geld zu haben und auch gierig war nach mehr nach mehr, so der ist de facto weg. Der spielt eigentlich keine Rolle mehr. So ab und zu meldet er sich und dann sage ich ihm, Junge, chill mal, all good. Ja, ein der Teil, der sich so genuinely auch wirklich für Menschen so das Beste wünscht und auch, ne. Wenn er eine Opportunity sieht, sozusagen jemanden zu supporten, so dass er bei sie in ihre Power kommt und ihre den wahrsten Kern leben kann, darauf anspringt und dann da auch Energie reingibt. So, das sind so neue Dinge, die vielleicht ich früher weniger ausgelebt habe. Ja, und auch der Teil, der Einfach so ein bisschen so einen gelassenen sein ruht so. Der ist viel, viel stärker geworden. Früher war ich immer halt krass unter Feuer, immer so, immer Hier gucken da und so weiter und den gibt es noch so und das ist auch ein schöner Skill, weil dadurch kann ich auch sehr viele Dinge gleichzeitig so halten, weil ich mein Kopf das so alles möglich nachdenkt und hält und so weiter und das so im Griff hat. Das fühlt sich auch sehr gut an. Aber dann ist ja auch voll die Kapazität entstanden, ein sehr gelassenen Sein zu ruhen.

49:38 Feliks Eyser: Das sagen Leute um mich rum, wenn ich bin, wenn man so viel Research und spreche mit Leuten, eine der Sachen, die sagen, ist: Herr Byrne, der ist sehr ruhend, der bringt auch diese Ruhe. Ein Stück weit mit und das tut ja gut, da ist Fauna, weil diese ganzen Feuer überall brennen. Du bist ja in einem Haus, was du gerade baust, was auf der anderen Seite gerade abfackelt, so sinngemäß. Also fühlt es sich oft an und jemanden zu haben, der das mit dir tragen, halten kann und Ruhe mitbringt. Ist das schon sehr wertvoll?

50:01 Björn Keune: Ja. Ja, das hat sich für mich sehr viel durch meine Zen-Praxis einfach sehr geöffnet. So gelassenes Sein. Hast du dich mal mit IFS beschäftigt, Internal Family Systems? Sagt ihr das was? Also, ich habe mich damit nicht aktiv auseinandergesetzt, ehrlich gesagt, aber ich natürlich hier und da Bits und Pieces aufgeschnappt und auch bestimmt Kontakt damit gehabt, dabei. Ich kenne mich nicht wirklich aus.

50:22 Feliks Eyser: Kann ich mir vorstellen, dass mit dir resoniert. Ich habe jetzt auch nicht mega viel Erfahrung, aber im Grunde ist die Theorie genau das. Wir haben diese Persönlichkeitsanteile in uns drin. Und das ist ein. Psychologe aus den USA, der quasi erst mit echten Familien gearbeitet hat, also quasi Familiendynamiken beleuchtet hat und dann in seiner Einzelpraxis mit Einzelleuten gemerkt hat. Die verhalten sich manchmal wie eine Gruppe. Also fast schon so schizophrenisch. Nicht im klinischen Sinne, aber jeder von uns hat diese Anteile in sich und wir können mit dem verletzten Vierjährigen Feliks sprechen, aber auch dem inneren Kritiker von Feliks und dem ambitionierten Sport. Die Praxis ist dann diese Persönlichkeitsanteile zu benennen und dann mit einem Therapeuten zusammen in Kontakt zu treten, also mit denen zu sprechen. Und rauszufinden, woher kommen die eigentlich, wo sind die entstanden, wovor mussten die sich eigentlich schützen? Weil viele von diesen persönlichen aus der Kindheit kommen und entstanden sind, um mit den limitierten Möglichkeit, die sie hatten, einen Schutz gegen irgendwas aufzustellen. Das habe ich mit einem Coach eine Weile gemacht, jetzt nicht super intensiv, aber mehrere Sessions und fand das also A, eine faszinierende Praxis und B, einfach so ein gutes Wording zu wissen. Es gibt diese Anteile und ich bin nicht sozusagen ABC, sondern wenn ich irgendwie mein Nervensystem durchdreht und ich ausraste, dann bin ich kein Choleriker, aber ich habe da irgendwie einen wütenden Anteil drin und kann herausfinden, woran liegt das.

51:45 Björn Keune: Ganz genau, das, ja, ja, genau. Und das da ist, glaube ich, wo Breathwork auch wieder ins Spiel kommt, durch diese, dass die Thinking Mind so ein bisschen runterfährt. kriege ich wie so eine View auf, was sind denn so verschiedene Anteile von mir, was wollen die eigentlich. Und genau, wie gesagt, ich bin da selber tief an die reingegangen, weil ich Line so ein bisschen in die Richtung, so sehr gut den Anteil zu erkennen, aber dann interessiert mich ehrlicherweise nicht so tief, wo der herkommt. In dem Moment, wo ich ihn als Anteil erkenne, habe ich auch schon ein großes Stück Freiheit von ihm gewonnen. Ja. Weil ich das dann in meiner Präsenz, T-Shirt auch Meditativ durch Meditation sehr kultiviere, einbringen kann, dann ist der gehalten, dann geht es dir meistens schon wieder gut. Und wenn das dann noch nicht reicht, dann kann ich das noch in meiner Partnerschaft weitermachen, weil wir da sehr, sehr Anteile benennen und gegeneinander teilen und dann gemeinsam angucken. Von daher, ich gehe da nicht super tief rein, aber ich kenne die Praxis.

52:40 Feliks Eyser: Ich finde, es hat was Befreiendes, quasi allein diese Formulierung nutzen zu können. Also das bin ich ich, sondern das ist ein Teil von mir. Damit stößt es ja auch nicht weg. Dann nimmst du es ja an, aber mach es auch nicht zu deiner ganzen Identität.

52:52 Björn Keune: Und das ist auch geil, wenn du mit jemandem in Kontakt bist. Anstatt, dass man sagt, ich bin jetzt das und du bist jetzt das, sag mal, ich habe den Teil von mir und der will gerade das und dann lege ich dir das hin und dann legst du deinen Teil hin und dann sind das die beiden Teile. Aber wir sind weiter hier und wir sind in Verbindung. Unsere beiden Teile wollen dann vielleicht ihr kleines Spiel miteinander machen, aber das ändert nichts an dem, wie wir jetzt gerade da sind. Das finde ich sehr kraftvoll.

53:12 Feliks Eyser: Und du kannst drauf schauen und kannst dann anfangen, das wie in so einem Boardmeeting anders zu arrangieren, weil du kannst ja sagen, gut, ich habe diesen Anteil des Extremen zum Beispiel bei dir. So was eine destruktive Ader hat aber auch eine positive, so extrem arbeiten, Gas geben, den Deal machen wollen. Das ist ja auch als Founder Extrem und ist auch extrem gut, nur Dieser Anteil sollte vielleicht nicht der CEO sein. Ja, ganz genau. Den kann man vielleicht ein bisschen an den Nebentisch setzen und der CEO ist vielleicht eher der Anteil, den du gerade beschrieben hast, der ruhig ist, der gelassen ist, der Ruhe reinbringt, der diesen extremen Mit seiner 20 Minuten Taxi-Optimierung dazu holen kann, wenn er nötig ist. Richtig. Aber der sollte vielleicht nicht die Show bestimmen. Und das finde ich interessant, dass du es so ein Stück weit anders arrangieren kannst.

53:56 Björn Keune: 100 Prozent. Ja, ist sehr kraftvoll.

54:00 Feliks Eyser: Wenn du mit Foundern arbeitest, dann erwartest du von denen auch, dass sie sich damit beschäftigen. Das ist ja eins deiner Kriterien sozusagen.

54:05 Björn Keune: Ja, schon. Das ist einfach, weil sonst haben wir wenig Resonanz, weil sonst versteht man auch einfach nicht, was ich sage. Wenn man sich nicht selbst mit sich selbst beschäftigt, reflektiert auseinandersetzt und selber tief in sich reinschaut. Dann hat man, glaube ich, mit mir nicht allzu viel Freude und ich auch mit dem anderen Menschen auch nicht, sondern bin ich einfach nicht der richtige Mentor. Von daher ist es schon sehr wichtig für mich. Womit ich mich gerade auseinandersetze, ist so ein bisschen klar macht, glaube ich, auch daran, dass es diese Persönlichkeitsentwicklung, das Schauen, Anteile kennen und so weiter, dass das Menschen zu den machtvolleren Unternehmerinnen und Unternehmern macht. Das glaube ich schon. Aber ist mir noch aus einem anderen Grund wichtig, weil ich glaube, so in der Art und Weise, wie wir so unsere Gesellschaft konstruiert haben, ist uns einfach sehr, sehr viel Menschlichkeit verloren gegangen und sehr viel Kenntnis über zum Beispiel diese Anteile, aber dann auch diese Anteile mit Mitgefühl zu treffen und nicht mit Ablehnung oder Unterdrückung. Das ist ein großer Antrieb von mir, dass Menschen, egal was sie tun, auch ihre Menschlichkeit wieder für sich erkennen können und anfangen können, zu leben und auszudrücken. Und deswegen ist mir das irgendwie auch wichtig. Weil ich will, dass das mehr in der Welt gibt, als der Stand heute der Fall ist. Und deswegen brauche ich das von meinem Gegenüber. Wobei das am Ende des Tages das ist, was ich initiieren will und dann. Wenn dann die Person auch noch unternehmerischen Erfolg hat, ist das ganz toll. Aber am Ende ist es auch vollkommen egal, auf eine gewisse Art und Weise. Wir sind nicht hier auf der Erde, um alle krasse Unternehmer zu werden und viel zu erreichen. Das haben wir uns ausgedacht. Das ist Conditioning. Und dann gibt es definitiv Impulse, die evolutionär und bar sind und so, in denen auch was Großes entsteht. Und die sind wichtig zu erkennen und auch wichtig zu erkennen, was ist ein echter Impuls und was ist irgendeine ausgedachte Geschichte und irgendeine unheilsame Energie, die innen mir wirkt und vielleicht ein mangeltes Selbstwertgefühl, was ich hier ausergiere im Unternehmertum.

56:00 Feliks Eyser: Was ja in vielen Fällen der Antrieb ist, muss man sagen. Also ich meine, wahrscheinlich werden 90 Prozent der Unternehmen aus so einem Mangel, aus so einem Schmerz, aus so einem Fehlendes Selbstbewusstsein, gegründet, meine Story ist auch so. Ich weiß also ich wollte die Welt beweisen, dass ich das kann aus einem Schmerz heraus und Gleichzeitig unheimlich starke Energie. Mittlerweile ist ja auch so, wenn du mit VCs sprichst, sie sagen ja auch offen, hat man gerade einen Gast hier, dass er in Childhood Trauma investiert. Wie schlimm war deine Kindheit, nicht um da jetzt irgendwie drin rumzubohren, aber um rauszufinden, hat diese Person schon mal Gegenwind erlebt, weil das auf der anderen Seite natürlich auch eine Stärke kreiert. Wie schaust du da heute drauf? Muss Unternehmertum immer aus Schmerz entstehen?

56:45 Muss Unternehmertum immer aus Schmerz entstehen?

56:45 Björn Keune: Nee, hoffentlich nicht, ey. Das wäre eine Katastrophe. Ich würde sagen, dass es sehr oft tut, nicht nur Unternehmertum. Kannst du Banking, Consulting, eigentlich alle Jobs, die halt oder alles. Sportler, Künstler, Musiker, das ist vieles. Alles, was so Konzepte Stings, genau, so High Energy, Hoher Drive, so Ding. Ganz, ganz oft unheilsame Energien, die darunter wirken und den Antrieb ausmachen. Ist nichts, was ich investieren würde. Also wenn ich das bei jemandem sehe, dass das ein Antrieb ist, ist das für mich ein echtes Problem.

57:15 Feliks Eyser: Was ist für dich ein positiver Antrieb?

57:17 Björn Keune: zum Beispiel genuinely zu fühlen, dass es Menschen besser gehen soll durch das, was ich tue. Wobei, ich würde da einen Schritt weiter gehen, selbst das, das ist schon mal ein guter Schritt, aber selbst das kann sehr schnell gehijackt sein von wiederum Low Self-Worth-Sachen, so, weil auch das Kann sein, ich will vielen Menschen helfen, weil dann bin ich als derjenige gesehen, der ganz vielen Menschen hilft. Ich glaube, für mich ist es wichtig zu sehen, dass jemand die Capacity hat. In der Ruhe zu sein, sehr genau zu lauschen, wo kommt etwas her und sehr dabei auf sich zu achten. So wie fühle ich mich bei dem, was ich tue? Bin ich im Balance oder bin ich in einem totalen Extrem? Kann ich fokussiert wo reingehen, viel Power geben, aber wieder zurück in die Ruhe kommen und das auch wieder loslassen. Also so Fokus, Attention viel Energy reingeben, dann die Fähigkeit, das auch mal wieder loszulassen. Und wie aware ist die Person darauf, wie es ihr dabei geht? So, ne, habe ich Bewusstsein dafür Wie lebendig ich mich fühle, was in meinem Körper so passiert, wie gesund ich bin, bin ich in Balance oder kompensiere ich vielleicht den Stress, den ich mir da antu? Auf solche Sachen würde ich achten. Und da fallen mir bestimmt noch mehr ein, wenn ich mal reingehe, ich mache das viel an so und ich kriege so einen Sens Sowas, die Transmission von der Person, daran kann ich das so einigermaßen festmachen. Was heißt Transmission? Transmission ist sozusagen so: Was passiert in mir, wenn ich mit dir bin? So, was initiiertest du in mir und was fühle ich dann? Und das gibt mir immer einen guten Indicator. Und wenn ich da mit jemandem arbeiten würde, wo ich sagen würde, naja, da sind noch ein paar unheilsame Energien am Werk, würde ich halt dafür sorgen, dass die Person halt die Tools und Practices an die Hand bekommt, die zu erkennen und über Time gehen zu lassen. Genau, ich würde niemals, wenn ich das aktiv sehe, so oder andersrum formuliert, dieses Screening-Kriterium nach Childhood Trauma. Ich habe den Artikel, ich habe das gelesen, den Podcast, den du gemacht hast. Würde ich niemals tun. Würde ich niemals tun. Das ist das Gegenteil von dem, was ich glaube, was die Welt braucht. Das ist meine Meinung. Weil am Ende des Tages, warum sind wir hier? So kann man riesengroße philosophische Diskussionen drüber führen. Aber ich glaube Ein ganz wichtiger Teil davon ist einfach, unsere Menschlichkeit kennenzulernen und zu erfahren. Und der Rest ist dann nice to have und ausgedacht. Wie zum Beispiel meine Karriere oder so ein Quatsch. Ist total wichtig und gleichzeitig vollkommen egal.

59:42 Feliks Eyser: Das ist Attachment und Detachment gleichzeitig, oder? Du musst involviert sein und Es muss auch irgendwie ein Passion-Thema sein. Unternehmertum, du machst dich auf eine Reise, die 10 plus Jahre dauert. Es muss ein Thema sein, mit dem du super connected bist. Und auf der anderen Seite willst du emotional ja nicht deine Umsatzlinie sein.

59:59 Björn Keune: Ich war jahrelang meine Umsatzlinie zu.

1:00:02 Feliks Eyser: Sam. Vielleicht muss das auch ein paar Jahre gewesen sein, um es dann loslassen zu können.

1:00:05 Björn Keune: I don't know. Ich auch nicht. Ich kann nur sagen, ich musste es sein. Ich musste genau den Weg gehen, den ich gegangen bin, um genau hier jetzt so zu sein mit den neuen Erkenntnissen. Und ich wünsche mir, dass das halt andere Menschen, die vielleicht noch zehn Jahre davor sind, sozusagen vielleicht auf eine andere Art und Weise tun können.

1:00:21 Feliks Eyser: Und das ist deine persönliche Mission gerade? Leuten zu helfen, ihr Potenzial erstmal zu finden und dann zu entfalten?

1:00:29 Björn Keune: Ja, das ist auf jeden Fall ein großer Teil meiner Mission. Aktuell ist das richtig, ja.

1:00:33 Feliks Eyser: Ihr zahlt bei ACTA den Leuten Geld dafür, dass sie gehen. Erzähl mal, was das für ein Tool ist. Fand ich interessant.

01:00:40 Der 10.000 Euro Deal für die Kündigung

1:00:40 Björn Keune: Ich weiß gar nicht, es ist uns random bei einem Café eingefallen, Louis in mir, aber Am Ende haben wir uns quasi, glaube ich, überlegt, okay, wir wollen halt, dass die Leute, die da sind, wirklich committed sind. auch potenziell was liegen lassen dafür, dass sie das tun, was sie tun, und das Risiko eingehen, dass dieses, was wir ihr tun, auch vielleicht nicht funktionieren könnte. Und deswegen wollten wir es attraktiv machen zu gehen.

1:01:03 Feliks Eyser: Ihr gebt den Leuten 10. 000 Euro und sagt, ihr könnt die nehmen und aufstehen und gehen?

1:01:08 Björn Keune: Ja, genau, so haben wir das gemacht. Wir haben gesagt, quasi so, wir haben einen Kickoff gemacht für das Jahr und haben gesagt, wer am Ende des Tages Ginbill, kriegt halt 10K netto Cash. Also das ist so. Haben Sie solche genommen? Eine Person hat es genommen, ja.

1:01:20 Feliks Eyser: Eine Person von acht oder so? Okay.

1:01:23 Björn Keune: Ja, das war gut so. Und wirklich, absolut. Also das kam auch, das Angebot ist so genuine, dass da keine Hard Feelings sind oder so. Das ist wirklich also, hey, wenn dein Weg dich außerhalb von ACTA weiterführt, dann mach den besser mit den 10K als ohne die 10K. Aber wir wissen es besser jetzt als später. Und das war gut so.

1:01:48 Feliks Eyser: Ich will den Deal anbieten. Wir sind ja hier bei Foundermote und sprechen über Entrepreneurship-Geschichten und spannende Deals. Und der Deal, den ich dir anbieten will, ist, dass Ich mich jede Woche hinsetze, Themen recherchiere, spannende Gäste einlade, einen Podcast produziere, tausende von Euro da reinsteckt und du es kostenlos konsumieren kannst. Die einzige Gegenleistung in dem Deal ist Dass ich mir eine Bewertung wünsche. Auf Apple oder auf Spotify oder einen Daumen hoch auf YouTube, also egal, wo du gerade unterwegs bist und den Podcast hörst. Lass uns den Deal machen. Ich hänge mich rein. und probiere so viele spannende unternehmerische Learnings für dich zu teilen, wie nur geht. Und du drückst Pause, dann nimmst du fünf Sekunden Zeit, eine Bewertung abzugeben. Dir? Was bringst du noch? Du hast deine Zen-Practice gerade im Nebensatz erwähnt. Was sind Tools, mentale Modelle, Praktiken aus dieser Praxis, die Foundern helfen, ihr Nervensystem ein bisschen besser unter Kontrolle zu kriegen.

1:02:44 Björn Keune: Ja, ist eigentlich Breathwork und sein Meditation, das sind die beiden hauptsächlichen Tools. Ich habe noch so ein paar Embodiment Practices, aber das ist eher, sag ich mal, ein bisschen spezieller. Ich würde sagen, Breathwork und Zen-Meditation, aber Zen nach einem bestimmten System, was auch nur so in der Form gelehrt wird. Von Hinnerk Polenski des Zen-Meister aus Südeutschland. Klosser Buchbuchende Das sind die beiden Systeme, die ich Menschen näher bringe.

1:03:12 Feliks Eyser: Was ist da an diesem System speziell? Also, man sagt Meditation, habe ich mal gehört, aber was ist jetzt denn Meditation oder diese bestimmte Praxis?

1:03:18 Björn Keune: Ja, also ohne jetzt zu detailliert ausbleiben zu wollen, weil ich bin in dem Weitergeben davon nicht ausgebildet. Ich bin ausbildet im Breathwork, ich bin im Weitergeben davon nicht ausgebildet und dann arbeiten wir da auch mit. Teachern aus diesem, aus dem Kosmos von dort zusammen, die entsprechend ausgebildet sind. Aber am Ende es nimmt die menschlichen Anteile sehr, sehr mit. Es arbeitet sehr viel mit ähm. Dem, was wirklich gerade hier ist, mit der Menschlichkeit und es hat einfach eine gute gut aufgebaute Struktur mit vielen detaillierten kleinen Übungen, die helfen in bestimmten Situationen. Und das ist nicht so, unter Senn stellt man sich oft vor so, okay, lässt sich hin und guck die Wand an. Sondern das ist ein sehr dem Körper und dem menschlichen System zugewandtes Sens, aber es guckt sich sehr viel an, was passiert in dir, wo spürst du das? Körperlich, emotional. Genau, und lässt das dann da sein und entwickelst die Kapazität, das in deine gesamte Präsenz einzubringen und hat dann viele verschiedene Techniken, wie du atmen kannst und so weiter und so fort, um in die entsprechende Ruhe zu kommen und ist dadurch auch sehr individuell. Und es passiert auch einfach sehr viel im One-on-One gegenüber. Also sein ist jetzt nicht klassisch, ich arbeite mit einem One-on-One-Trainer.

1:04:30 Feliks Eyser: Das ist in der Schule sehr besonders.

1:04:33 Björn Keune: Mehr würde ich dazu jetzt nicht sagen, weil ich die Kinder ist.

1:04:35 Feliks Eyser: Wenn Founders für sich erleben wollen, müssen die ihre Firma abgeben und erst mal drei Monate ins Kloster gehen?

1:04:41 Björn Keune: Oder was ist der Einstieg, um sich damit mal ein bisschen näher zu beschäftigen? Sollen wir schreiben und dann connecte ich sie mit einem guten Teacher und dann machst du eine Zoom-Session einmal die Woche. Fertig.

1:04:49 Feliks Eyser: Zoom-Session einmal die Woche, das ist schon ein Format, was man machen kann, okay.

1:04:52 Björn Keune: Ja, klar. Das funktioniert. Was möglich ist zwischen zwei Menschen, die über Zoom meditieren, ist absurd. Das ist so krass. Und das will ich proven, dass es funktioniert. Und ja, die kennen sehr gute Leute, kann immer jemandem empfehlen. Ähm, der Zitbrost muss nicht ins Kloster gehen und so weiter, muss auch nicht irgendwelche buddhistischen Schriften lesen und auch keine Dogmen befolgen und auch keine Was weiß ich war, ist ganz einfach anfangen zu meditieren mit jemandem, der auf dem Weg sehr weit ist und dir hilft, den Einstieg zu finden. Und dann einfach mit dir meditiert und das macht schon was. Zur zweites passiert schon viel mehr als alleine.

1:05:25 Feliks Eyser: Das, wenn du es alleine machst, okay. Okay, krass. Was für eine Rolle spielt Geld für dich aktuell?

01:05:33 Status-Game durchgespielt: Leben auf dem Hausboot

1:05:33 Björn Keune: So, ich muss schon sagen, dass so Geld mir den Lebensstil, den ich zurzeit pflege, einfach sehr ermöglicht, weil ich halt.

1:05:40 Feliks Eyser: Jetzt sind wir wieder ein Stilist. Du hast ein Hausboot. Du wohnst auf dem Hausboot in Berlin.

1:05:45 Björn Keune: Du hast mal eine teure Wohnung, die ist vermietet. Weil da will ich nicht wohnen, genau. Ich wohne in einem kleinen Hausboot in Berlin, das ist auch wirklich schön. Das reicht mir auch vollkommen aus. Und bin ansonsten auch unterwegs und lebe halt in verschiedenen Orten, aber halt da auch, wo jetzt hier in keiner Villa oder sowas, sondern halt in Wohnungen und so, wo es halt. . Ich würde schon sagen, durch einen sehr guten Lebensstandard zur Pflege, aber nothing crazy. Hast du dieses Status-Game mal durchgespielt, so nach dem Exit? So hast du crazy Sachen gekauft? Es ist immer eine Frage der Perspektive. Ich würde sagen, aus der Perspektive von jemandem mit dem Vermögen, was ich damals hatte, ist ja mittlerweile auch durchaus geschrumpft. Würde ich sagen, habe ich es nicht krass durchgespielt. Aus der Perspektive von Menschen, die signifikant weniger haben, würde ich sagen, ja, das ist absurd, was du machst. Das ist ja immer die Frage. Diese ganze Frage ist immer so, es ist immer so eine Frage: Wo stehe ich selber? Ich würde sagen, Für das, wie ich leben könnte, lebe ich relativ bescheiden. Ich habe keine krassen Markensachen, ich fliege kein Business Class, ich wohne schön, aber simpel. Ich lege viel Werte auf eine Qualität von Essen, das ist so ein Spend-Item, was bei mir relativ hoch ist. Ich enjoy die Flexibilität zu sagen, ich fliege. dann dahin und ich fliege auch den Flug, der für Überzeiten für mich am besten passt und mir dann 200 Euro mehr kostet zu Biert. Das ist aber so ein bisschen der Luxus, den ich mir halt erlaube. Es erlaubt mir einfach so die Dinge zu tun, die ich tue. Es erlaubt mir, so ein Experiment zu machen wie mit ACTA und so völlig befreit zu investieren. Das enjoy ich halt total. Es erlaubt mir zu sagen, hey, ich hoste mit Sophie zusammen Breathwork Circles, wo wir pro Stunde wahrscheinlich irgendwie 3,50 Euro verdienen. Aber weil wir diese Craft rausbringen wollen, ja, das Ermöglicht mir einfach sehr, so zu wirken, wie ich wirken möchte. Und das genieße ich sehr. Ich genieße auch die Freiheit, so viel reisen zu können. Zum Status-Game bin ich komplett raus, wirklich vollständig. Ihr müsst an mir nichts finden, was dafür spricht. Ja, ich weiß so ungefähr, was ich im Jahr zum Leben brauche und das habe ich wahrscheinlich noch 30, 40 Jahre oder so, selbst wenn ich keine Zinsen kriege und der Rest ist für mich für diese Explorations. Und ja, ich finde keine, in den Dingen, die man klassisch als Statusgame definiert, finde ich keine Freude, keine Erfüllung. Das tut für mich einfach nichts. Es ist so Es tut mir auch weh when ich come, ich kann für company gründen. What the fuck ey Also, weißt du, was ich meine? Good point. Und dann verstehe ich wiederum für jemanden, der halt irgendwie 24-7 on ist, für den macht es Sinn, ein Business-Klass zu fliegen, weil er kann halt vielleicht ein bisschen schlafen und ist dann die ausgeruhte Person. Nothing wrong with it. Ich hab da kein Judgment drauf. Ist halt nur so für mich. Brauche ich nicht super viel und das habe ich und das reicht mir so. Also ich chase da nichts mehr so, ja. Und ich habe da für später auch kein Bedürfnis Noch irgendwas. Also es gibt noch Dinge, wo ich sagen würde, okay, immer so ein paar Dinge, die ich gerne machen würde, wenn ich nochmal mehr Ressourcen hätte und vielleicht kommen die, weil ein paar Investments funktionieren, vielleicht kommen die aber nicht. Aber ich würde schon noch gern so mehr in Retreat-Centern und so denken und Spaces kreieren, physische Spaces. Und dafür brauchen wir einfach Cash. Vor allem, wenn die dann wiederum befreit, also weißt du, wenn ich jetzt irgendwie ein großes Retreat-Center baue, wo Menschen hinkommen können und da Heilung erfahren. Und ich finanziere das irgendwie mit, keine Ahnung, 70 Prozent über einen Bankloan, dann bin ich halt wieder voll in der Falle, ich muss so viel Geld nehmen, bla bla bla. Und ich will, für mich ist dieses, diese spirituelle und auch heilende und auch die Art, wie ich unternehmerisch wirke, soll für mich bemöglichst Stark befreit sein von diesen Drucksystemen und das ermögliche ich durch die Ressourcen, die ich zurzeit noch habe. Und wenn noch mal mehr reinkommt, dann würde ich reingehen in diese Physician Spaces, aber die auch wieder aus einer Freiheit heraus. Genau aus dieser Freiheit zu sagen, so, hey, ich investiere in dich und das ist frei, du kannst dir das Geld jetzt abnehmen und für Feiern ausgeben. Ich kann das wirklich sagen, ich habe kein Attachment an mein investiertes Geld. Ich mache das auch sehr bewusst, ich habe auch einen bewussten Prozess. Bevor ich investiere, ich mein Attachment an dieses Geld gehen lasse und durcharbeite. Wie machst du das? Ich schaue mir das an, fühle mich rein so, okay, wenn dieser Betrag jetzt weg ist, wie attacht fühle ich mich daran? Wenn ich mich attacht fühle, dann gucke ich mir das an, okay, verändert das was daran, ob ich die nächsten 20 Jahre Wahrscheinlich gut leben kann. Ja, könnte ein Risiko werden oder nein, tut es nicht. Gucken mir andere Faktoren an, wenn ich sie in mir spüre, dass sie mich irgendwie zurückhalten. Aber wenn ich die gehen lassen kann, dann ist das für mich abgeschrieben. Weil ich bin ganz ehrlich, ich genieße sehr so die Freiheit, nicht für Geld arbeiten zu müssen. Und da habe ich extrem hart und sehr lange für gearbeitet und deswegen enjoue ich das auch sehr. Alles, was dazu kommt. Größeres Haus, größeres Auto, größeres Boot kann, was bockt mich kein Meteil. Wenn ich dann damit was meaningfull tun kann in der Welt, das ist für mich viel mehr Erfüllung. Ich fühle mich in den simplesten Momenten. Das ist ein großer Unterschied zu früher. Ich habe früher viel gebraucht, um mich alive zu fühlen. Deswegen die Stimulation und auch Die Art und Weise, wie ich gefeiert habe, zum Beispiel, war mit Flaschen hier und Champagner und eine Yacht und keine Ahnung was. Und das habe ich früher gebraucht, um mich lebendig und gut zu fühlen. Ich habe die schönsten Momente heute manchmal einfach draußen, wo nichts ist. Oder mit einer Flasche Wasser auf der Tanzfläche und ein bisschen High auf einem Festival. Geilsten Sachen, eher, auf dem fucking Camper.

1:11:01 Feliks Eyser: Im Schelona in Centropee, aber nicht mit dem Tischfeuerwerk, sondern mit der Sprudelflasche.

1:11:05 Björn Keune: Hat mir jemand zugeflüstert, dass es den Moment gegeben haben könnte. Ja, genau. Den gab's. Und dann habe ich dann so standig da so, und das ist ja für mich auch noch neu, das ist ja auch eine Journey für mich, wo ich herkomme. Meinen 30. habe ich auf einer fetten Yacht gefeiert. Und dann habe ich so standig da so und habe dann so zu den Tischen geguckt. Und habe einfach von unserer Gruppe so das Level an Enjoyment und so, was da war und so gespürt und dann darüber geguckt und dachte so Alter, ich bin so froh, dass ich da raus bin. Ich bin so froh, dass wir hier gleich rausgehen und ich 20. 000 Euro Rechnung bekomme für die ganzen Flaschen, die da auf dem Tisch stehen, dafür ich morgen eine fucking Kater habe.

1:11:45 Feliks Eyser: Das ist auch eine spezielle Weise, Geld gegen Pleasure einzutauschen in diesen Clubs.

1:11:50 Björn Keune: Ja, das ist craziness. Am Ende des Tages ist es ein totales Status-Game halt.

1:11:54 Feliks Eyser: Was bedeutet Freiheit für dich mittlerweile?

1:11:57 Björn Keune: Woah so vieles das Wichtigste für mich ist, dass sozusagen Benennen und leben zu können, was gerade in mir wahr ist, das sein zu dürfen. Nicht das Gefühl zu haben, oh, hier ist ein Teil in mir und der darf nicht da sein, der ist falsch, der soll hier nicht sein, sondern Die Möglichkeit zu haben, Beziehungen zu sein mit Menschen, insbesondere in romantischer Beziehung zu sein und sagen: Hey, das ist ein Teil von mir, der lebt hier. Und dem muss ich jetzt nicht, mit dem muss ich jetzt nicht sofort etwas tun, aber das will, dass du weißt, dass es den in mir gibt. Ich will quasi Ja, das ist für mich die größte Freiheit. Die größte Freiheit ist einfach das, was in mir wahrs, fühlen zu können, in einen gemeinsamen Raum einbringen zu können und mit dem da zu sein. Das ist für mich, da fühle ich mich alive, da fühle ich mich frei. Das ist für mich das größte Gefühl von Freiheit.

1:12:51 Feliks Eyser: Ich finde es auch so eine Sache, die sich schift über die Zeit. Am Anfang ist es ja viel Freiheit, um etwas zu tun, Freiheit, um morgen nach Bali zu gehen, Freiheit, um VIP-Tisch zu bezahlen, whatever. Und später shiftet es zu Freiheit von, Freiheit von Gier, Freiheit von Neid, Freiheit von FOMO, Freiheit von Geldsorgen und so weiter. Also es richtet sich eher nach innen und kriegt diese emotionale Komponente, sich nicht von irgendwas dominieren zu lassen, von einem Gefühl aus dem Schmerz heraus oder von einem Mangel.

1:13:24 Björn Keune: Ganz genau. Und ich will trotzdem für mich on, weil mir ist es immer sehr wichtig, dass ich kein falsches Bild abgebe, wenn ich über Sachen spreche, so ich. Genieße die Freiheit, die finanzielle Freiheit, die ich habe, genieße ich sehr. Sehr dankbar. Ja, morgen. Morgen. Hier zu so einem Blondischlägt, den wir auf in so einem Day Festival oder so.

1:13:43 Feliks Eyser: Und das ist ja auch spannend an dir. Ich meine, wir reden jetzt über Breathwork und die Inner Journey-Meditation. Das hat ja so was Mönchartiges. Nicht Founder Mode, sondern Founder Monk.

1:13:53 Björn Keune: Aber das bist ja auch nicht du zu 100 Prozent. Nein, also. Ganz, ganz vieles. Ja, ich enjoide sehr, auch feiern zu gehen und ähm, trinkst du trotzdem nochmal ein Glas Sekt, aber

1:14:06 Feliks Eyser: Lässt sich davon nicht einen Monat lang einnehmen?

1:14:09 Björn Keune: Ja, ein klar Sekt und vielleicht ein bisschen MDMA. Okay. Das Leben sau dazu da, ein bisschen erfahren zu werden und ich brauche Range und Spektrum und alle Facetten. Erfahren, ausprobieren, gucken, was dient mir, was dient mir nicht. Ich glaube, Freiheit ist auch einfach für mich so keine Boxen, um mich herum zu haben, nirgendswo reingesteckt zu werden und auf eine bestimmte Art und Weise sein zu müssen. Ja, das ist für mich ganz viel Freiheit. Du rebellierst auch ein bisschen gegen die Boxen. Ja, sofort. Sofort. Wenn ich das Gefühl habe, ich bin in der Box, dann muss ich irgendwas tun, was dem nicht entspricht. Was ein Beispiel? Breathwork Ausbildung machen und rauchen.

1:14:55 Feliks Eyser: Aber hoffentlich nicht während der Breathwork Session. Aber okay. Nein. Das ist der Schocker quasi, wenn du auf Bali, wenn da alle in Changgu im Breathwork-Zentrum rumflooten, sagst du, ich stelle mich da mal provokant hin und dann rauchen Kippe.

1:15:07 Björn Keune: Ja, ich würde nicht sagen provokant hinstellen und so, sondern immer in Line mit allem, aber ich würde halt zum Beispiel So einem Movement von so, es muss jetzt alles clean und alles gesund und wir machen jetzt nur noch Dinge, die richtig gut sind für den Körper und so weiter, den würde ich halt nicht folgen. Ich mache vieles davon. Und jetzt mache ich was richtig Ungesundes, was gar keinen Sinn macht, und ich mache das jetzt trotzdem. Oder umgekehrt. So, weißt du, wenn es. Nur feiern und nur schneller, größer, weiter und so weiter, dann sagen wir so, geil, lass uns mal meditieren. Da ist so ein kleiner Rebell in mir, der muss ja manchmal einfach rauskommen. Ich enjoy das einfach sehr.

1:15:41 Feliks Eyser: Ja, und ich finde, das ist ja auch, ich meine, das muss man ja anerkennen. Das ist wieder so ein Anteil, das ist halt der Rebell. Und der kommt mal raus und der macht sein Ding und der ist doch cool, weil der macht das Leben interessant. Sollte der auf dem Fahrersitz sein? Wahrscheinlich nicht. Nicht die ganze Zeit, ab und zu mal. Der macht mal so seinen Raum und dann ist er wieder gut. Den lässt du mal ans Steuer und dann macht er mal ein Looping und dann kannst du den Bau wieder nach hinten setzen.

1:16:04 Björn Keune: Ganz genau.

1:16:05 Feliks Eyser: Finde ich geil. Ich habe eine letzte Frage aus der Community von Benedikt, äh, übrigens von Jamie. Mit um dein Wissen, was du heute hast. nochmal neu anfangen würdest. Du kommst aus dem Abi raus, du bist irgendwie 19, 20. Und jetzt haben sich ein paar Lebenspfade für dich schon geschlossen. Du kannst jetzt nicht nochmal 20 sein, aber mit dem Wissen, was du heute hättest, wie würdest du es Welchen Pfad würdest du einschlagen im Leben?

1:16:30 Björn Keune: Boah, ich würde auf jeden Fall. Ich hatte schon, als ich so. auf die 18 zugesteuert bin, hatte ich schon so ein paar tiefere Callings, die ich gespürt habe. Ich wollte zum Beispiel mal nach Afrika gehen und da einfach mal gucken, wie es die Erfahrung ist, Menschen, die schlechter gestellt sind, zu helfen und mit denen zu arbeiten. Das war eine Erfahrung, die ich machen wollte. Der bin ich nie nachgegangen, zum Beispiel. Who knows, wo mich das hingeführt hätte. Vielleicht hätte mich das viel früher auch auf diesen Pfad gebracht, von Arbeit zu machen, die heilend ist, die Menschen dient, die Menschen ihre Power bringt und so weiter. Vielleicht hätte ich diese Welt für mich viel, viel früher erschlossen. Also ich glaube, Dem Wissen, was ich heute habe, würde ich viel tiefer nach innen schauen, zu gucken, was es wirklich war für mich. Dem mehr Vertrauen hätte einfach.

1:17:14 Feliks Eyser: Und noch mehr ausprobieren einfach. Wenn du sagst, vielleicht wäre es ja auch nichts gewesen.

1:17:16 Björn Keune: Genau, hätte aber ein kompletter Fail sein können. Viel mehr ausprobieren. Und vor allem würde ich halt mit einer größeren Freiheit von dem Glauben, irgendwas sein oder werden oder erreichen zu müssen in dieser Welt, in meinem Leben starten. So, ich war schon sehr getrieben dadurch, so okay. Wenn ich das dann habe, wenn ich den Status habe, wenn ich das Geld habe und so weiter, dann bin ich endlich glücklich. Und heute weiß ich halt das. Geldschöne Komponenten hat, aber dass die Antworten woanders liegen. Und dem würde ich einfach viel radikaler nachgehen. Der Teufel würde ich tun, mich in so einem Business-School-Environment auszusetzen. Das ist einfach nicht meine Welt. Ich würde einfach viel mehr auf die Signale in meinem System und in meinem Körper achten. Weil ich das heute sehr gut wahrnehmen kann und würde denen einfach viel mehr vertrauen und viel mehr folgen und gucken, wo die mich hinbringen, anstatt irgendwelchen ausgedachten Ideen und Konditionierungen zu folgen. Wo finden Leute dich, wenn sie Kontakt aufnehmen wollen?

1:18:16 Feliks Eyser: Wer sollte sich bei dir melden?

1:18:18 Björn Keune: Gerne auf LinkedIn. Braucht immer ein bisschen, wie ich zurückschreibe, aber das ist so die Plattform, an der ich am aktivsten bin. Ansonsten, wenn es zum Thema Breath. Coaching, Unternehmermentoring, sowas geht, dann gerne auf onoera. com mit OE in der Mitte. Also o-n-or. com, genau. Oder wenn man halt Bock hat, auf Company Building und Calling finden und Produkte in die Welt bringen, dann einfach auf acta. so. Das sind die drei Wege, die ich am besten erreicht.

1:18:49 Feliks Eyser: Cool. Vielen Dank für deine Zeit und die Einladung in euer Hackerhaus. Hier im schönen Kapstadt. Ich habe die Jungs schon gefragt, wie sie das eigentlich machen, hier 24-7 zu arbeiten. Während draußen die Sonne scheint, sind alle auf den Weingütern abhängen und sie haben gesagt, sie kriegen das ganz gut, kriegen das ganz gut hin. Finde ich sehr cool. Vielen Dank für deine Zeit. Danke dir.

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