Warum Volocopter & Lilium scheitern mussten, die „Exit-Lüge“ & Deep Tech Alpha

mit Lukasz Gadowski, Seriengründer, Investor und Gründer von Team Global

30. Januar 2026 · 74 Min

Zusammenfassung

Lukasz Gadowski erklärt, warum ein Exit eine Niederlage ist, woran Volocopter und Lilium aus seiner Sicht gescheitert sind und warum er heute in Flugtaxis, Laser und Batterien statt in Apps investiert.

Lukasz Gadowski im Gespräch im Founder-Mode-Studio
Lukasz Gadowski im Gespräch im Founder-Mode-Studio

Feliks hat Lukasz Gadowski etwas mitgebracht: den ersten Artikel von Gründerszene.de aus dem Mai 2006, damals Lukasz' privater Blog. Mit dem Videoformat „Wer bist du, was machst du?“ wollte er zeigen, dass Gründer normale Menschen sind, und die Welt ein Stück unternehmerischer machen. Daraus wurden Angel-Investments, Company Building mit Team Europe (Ziel: zwei Firmen pro Jahr, Kriterium 100 Millionen Market Cap nach zwei Jahren) und am Ende Delivery Hero. Heute macht er fast nur noch Deep Tech, wo du ein MVP selten in drei Monaten launchen kannst.

Sein Filter für neue Ideen: Was braucht die Welt wirklich? Wenn etwas die Welt genuin besser macht, bekommst du „Rückenwind vom Universum“. Daraus leitet er auch seine bekannteste These ab, die Exit-Lüge. Ein Exit sei nicht erstrebenswert, sondern eine versüßte Niederlage. Die Trillion-Dollar-Companies, die er „Triceratops“ nennt, wurden von First-Time-Foundern gebaut, die teils bis heute in Kontrolle sind. Dazu kommt harte Kritik an Gründern und Investoren, die jetzt auf Defense setzen, und an Medien und Politik, die disruptive Innovation nicht schützen.

„Aber das Ziel ist nicht der Exit, der Exit ist eine Niederlage.“
Lukasz Gadowski
Feliks Eyser im Gespräch mit Lukasz Gadowski
Feliks Eyser im Gespräch mit Lukasz Gadowski

Im Kern der Folge stehen Flugtaxis. Volocopter und Lilium waren für Lukasz schlechte Unternehmen, weil sie Kernkomponenten an die Supply Chain der klassischen Luftfahrt ausgelagert haben. Sein Gegenmodell ist Zapata aus Marseille: ein Air-Scooter mit 110 bis 115 Kilo, der in den USA als Ultraleicht gilt und ohne Pilotenschein geflogen werden darf. In China hat er nach rund drei Jahren „Dating“ in Autoflight investiert, über seine Holding und ohne Fondsstruktur.

Danach geht es um Energie und die ferne Zukunft: Schwefel-Batterien von Theion, Laser als Enabling-Technologie für Fusion und Teilchenbeschleuniger, humanoide Roboter und ein „bedingungsloses Respekteinkommen“ statt Grundeinkommen. Zum Schluss beschreibt Lukasz eine Supply Chain auf dem Mond, einen Sonnenschirm im Orbit, der das Wetter steuert, und rät 18-Jährigen, vor allem zu lernen, wie man schnell lernt.

Zahlen aus der Folge

100 Mio. Market Cap nach 2 Jahren
Kriterium für neue Firmen im Company Building
um die 150 Jahre
Lebensdauer einer gesunden, erfolgreichen Company nach Lukasz' Beobachtung
110 bis 115 kg
Gewicht des Air-Scooters von Zapata
90 Minuten
Flugzeit des Air-Scooters als Hybrid
4 weitere Zahlen
60.000 Euro
Preis eines Computers, sobald die Luftfahrt-Supply-Chain ihn liefert
100 Millionen
Investment in Autoflight laut Feliks' Recherche, von Lukasz weder bestätigt noch dementiert
2,5 bis 3 Jahre
„Dating“ mit dem Autoflight-Gründer vor dem Investment
50.000-mal pro Sekunde
Takt, in dem Laser bei der Laserfusion Brennstoffkügelchen zünden

Worüber am meisten gesprochen wurde

Anteil an der Gesprächszeit, berechnet aus den Kapitel-Längen (ohne Intro).
Zukunft & Bildung
26 % · 19 Min
Disruption, Medien & Politik
18 % · 13 Min
Flugtaxis & Investments
16 % · 12 Min
Defense, Roboter & Frieden
13 % · 10 Min
Energie, Batterien & Laser
13 % · 9 Min
Gründerszene & Company Building
9 % · 7 Min
Exit & Kontrolle
5 % · 3 Min
Gesprächsverlauf

Kapitel

  1. 00:00Trailer & Intro: Wer ist Lukasz Gadowski?Intro
  2. 01:58Die Gründerszene-Story: Wie alles mit einer Kamera begannGründerszene & Company Building
  3. 04:36Vom E-Commerce zu Deep Tech: Was die Welt wirklich brauchtGründerszene & Company Building
  4. 08:31Kritik an Defense-Tech: Warum Krieg kein Investment-Case istDefense, Roboter & Frieden
  5. 13:19Die „Exit-Lüge“: Warum Verkaufen nicht erstrebenswert istExit & Kontrolle
  6. 16:35Disruptive Innovation vs. deutsches SicherheitsdenkenDisruption, Medien & Politik
  7. 23:49Das Versagen der Medien & Politik bei neuen TechnologienDisruption, Medien & Politik
  8. 29:27Flugtaxis Deep Dive: Warum Lilium scheiterte & Volocopter kämpftFlugtaxis & Investments
  9. 37:25100 Mio. € Investments & Strategie in AsienFlugtaxis & Investments
  10. 41:12Energie der Zukunft: Solar, Atomkraft & Laser-FusionEnergie, Batterien & Laser
  11. 50:36Humanoide Roboter & das bedingungslose „Respekt-Einkommen“Defense, Roboter & Frieden
  12. 55:26Der Masterplan: Prosperity, Peace & EducationZukunft & Bildung
  13. 01:00:37Vision 2175: Supply Chains auf dem Mond & WetterkontrolleZukunft & Bildung
  14. 01:06:02Ratschlag an 18-Jährige: Was man heute lernen mussZukunft & Bildung

Key Learnings

  1. 1

    Frag, was die Welt wirklich braucht

    Lukasz' wichtigster Filter für neue Ideen ist nicht der Markt, sondern die Frage, ob etwas die Welt genuin besser macht. Solche Geschäftsmodelle sind aus seiner Sicht resilienter und überleben eher als Trends, weil sie „Rückenwind vom Universum“ bekommen. Sein Beispiel ist Tesla: Elektroautos machen Dinge günstiger und umweltfreundlicher.

    04:36 · Vom E-Commerce zu Deep Tech: Was die Welt wirklich braucht
  2. 2

    Plane nicht auf den Exit, sondern auf Kontrolle

    Für Lukasz ist der Exit eine Niederlage, die nur kurz wie ein Sieg wirkt. Das eigentliche Ziel sei, ein großes Unternehmen aufzubauen und in Kontrolle zu bleiben, denn du bist der beste Owner deiner Firma. Die Trillion-Dollar-Companies wurden fast alle von First-Time-Foundern gebaut, die teils bis heute in Charge sind. StudiVZ nennt er als Gegenbeispiel: eine Eintagsfliege.

    13:19 · Die „Exit-Lüge“: Warum Verkaufen nicht erstrebenswert ist
  3. 3

    Etablierte erkennen Disruption oft nicht, selbst wenn du sie ihnen zeigst

    Lukasz hat dem Manager eines großen europäischen Satellitenherstellers ein Startup gezeigt, dessen Plattform um eine Zehnerpotenz leichter war und doppelt bis dreimal so schnelle Innovationszyklen hatte. Die Antwort: „Das haben wir schon.“ Bis so etwas im Kerngeschäft spürbar wird, vergehen Jahre, und dann ist der Manager oft nicht mehr in Charge. Für Gründer heißt das: Startups können Etablierten davonlaufen.

    16:35 · Disruptive Innovation vs. deutsches Sicherheitsdenken
  4. 4

    Lagere in einer neuen Industrie keine Kernkomponenten an die alte aus

    Volocopter und Lilium haben aus Lukasz' Sicht fundamentale strategische Fehler gemacht, vor allem, Kernkomponenten an die Supply Chain der Luftfahrt auszulagern. Die hat aber keine Supply Chain für Elektroflugzeuge. Ein Flugtaxi besteht aus demselben Zeug wie ein Auto: Batterien, Elektromotoren, Computer, Chassis. Warum also soll es viele Millionen kosten, wenn ein Auto für 20, 30 K herstellbar ist?

    29:27 · Flugtaxis Deep Dive: Warum Lilium scheiterte & Volocopter kämpft
  5. 5

    Such dir ein MVP, das ohne Zertifizierung auskommt

    Zapatas Air-Scooter wiegt 110 bis 115 Kilo und gilt in den USA deshalb als Ultraleicht: Du darfst ihn über unbebautem Gebiet ohne Pilotenschein fliegen, allerdings allein. Weil das Gerät keine Zertifizierung braucht, kann niemand Zapata auf die teure Luftfahrt-Supply-Chain drängen, wo ein Computer plötzlich 60.000 Euro kostet. Sicherheit entsteht stattdessen über Redundanz und Systemarchitektur.

    29:27 · Flugtaxis Deep Dive: Warum Lilium scheiterte & Volocopter kämpft
  6. 6

    Vertrauen bei großen Tickets braucht Zeit

    Bevor Lukasz in den chinesischen Flugtaxi-Hersteller Autoflight investierte, hat er den Gründer zweieinhalb bis drei Jahre beobachtet. In einem anderen Rechtssystem Vertrauen zu fassen, war nicht einfach. Entscheidend war, über einen langen Zeitraum zu sehen, ob der Gründer liefert, was er erzählt.

    37:25 · 100 Mio. € Investments & Strategie in Asien
  7. 7

    Investiere in die Enabling-Technologie

    Nach je einem Investment in Kernfusion und Kernspaltung war Lukasz' Takeaway: Die technologischen Voraussetzungen für die besten Systeme sind noch nicht da, vor allem braucht es bessere und mehr Laser. Also investiert er in Laserfirmen, deren Technik schon heute viele andere Anwendungen hat und später einmal Fusion möglich machen könnte.

    41:12 · Energie der Zukunft: Solar, Atomkraft & Laser-Fusion
  8. 8

    Lerne, wie man schnell lernt

    Wäre Lukasz heute 18, würde er zuerst lernen, wie man schnell lernt, und sich dann breit aufstellen: Mathe, Naturwissenschaften, Geschichte, Jura, ein bisschen Kunst, Volkswirtschaft, Finanzen und Philosophie. Statt eines festen Studiums empfiehlt er, sich aus den Online-Kursen guter Universitäten zu bedienen und Lehrer oder Coaches zu suchen, die zum eigenen Lernstil passen.

    01:06:02 · Ratschlag an 18-Jährige: Was man heute lernen muss

Meistgesehener Clip zur Folge

Warum ist Defense gerade für so viele das naheliegende Investment? Geht es um reale Sicherheit, um geopolitische Notwendigkeit – oder schlicht um ein Geschäftsmodell, das kaum hinterfragt wird.

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Zitate

Lukasz Gadowski lacht
„Die Exit-Lüge ist, dass es erstrebenswert sei, ein Exit zu machen. Das ist nicht erstrebenswert.“
Lukasz Gadowski
„Aber das Ziel ist nicht der Exit, der Exit ist eine Niederlage.“
Lukasz Gadowski
„Das heißt, ich sage immer, man kriegt Rückenwind vom Universum.“
Lukasz Gadowski
„Und ein Flugtaxi ist halt kein Airbus.“
Lukasz Gadowski
„Klar kannst du Geld mit Waffen verdienen. Herzlichen Glückwunsch.“
Lukasz Gadowski

Über den Gast

Lukasz Gadowski

Lukasz Gadowski

Seriengründer, Investor und Gründer von Team Global · Team Global, Spread Group

Lukasz Gadowskis erstes Unternehmen war Spreadshirt, das heute als Spread Group mit ihm als Chairman weiterläuft. 2006 startete er Gründerszene.de als privaten Blog mit dem Interviewformat „Wer bist du, was machst du?“, um Gründer nahbar zu machen. Danach war er Business Angel unter anderem bei StudiVZ, baute mit Team Europe Firmen und war an Delivery Hero beteiligt, das später an die Börse ging. Heute investiert er mit Team Global das Kapital seiner Holding fast nur noch in Deep Tech: Flugtaxis wie Zapata und Autoflight, Batterien von Theion, Laser von Quanteq und TAU Systems sowie den Satellitenkatapult SpinLaunch. An Miles Mobility ist er ebenfalls beteiligt.

Häufige Fragen

Wer ist Lukasz Gadowski?

Lukasz Gadowski ist Seriengründer und Investor. Er hat Spreadshirt gegründet (heute Spread Group, wo er Chairman ist), 2006 Gründerszene.de als privaten Blog gestartet, als Business Angel unter anderem in StudiVZ investiert, mit Team Europe Firmen gebaut und Delivery Hero mit an die Börse gebracht. Heute investiert er mit Team Global vor allem in Deep Tech wie Flugtaxis, Batterien und Laser.

Was meint Lukasz Gadowski mit der „Exit-Lüge“?

Die Exit-Lüge ist für ihn die Annahme, ein Exit sei erstrebenswert. Ein Verkauf sollte eher aus der Not geboren sein. Das eigentliche Ziel sei, ein großes Unternehmen aufzubauen und in Kontrolle zu bleiben, wie die Gründer der Trillion-Dollar-Companies, die über einen Börsengang unabhängig geblieben sind. Ein Exit sei eine versüßte Niederlage, die nur kurz wie ein Sieg wirkt.

Warum sind Volocopter und Lilium gescheitert?

Aus Lukasz' Sicht lag es nicht an der Regulierung, sondern an fundamentalen strategischen Fehlern. Beide hätten Kernkomponenten an die Supply Chain der klassischen Luftfahrt ausgelagert, die gar keine Supply Chain für Elektroflugzeuge hat. Er nennt das „Inkompetenz“. Lukasz war selbst an Volocopter beteiligt und ist über die Insolvenz ausgeschieden.

Wie viel hat Lukasz Gadowski in Autoflight investiert?

Feliks nennt in der Folge 100 Millionen als Zahl aus seiner Recherche. Lukasz will das weder bestätigen noch dementieren, weil die Firma nicht börsennotiert ist. Er stellt aber klar, dass das Geld nicht privat, sondern über eine Holding ohne Fondsstruktur investiert wurde. Vor dem Investment hat er den Gründer zweieinhalb bis drei Jahre beobachtet.

Was hält Lukasz Gadowski von Defense-Startups?

Er ist nach eigenen Worten wirklich enttäuscht von Technologieunternehmern und Investoren, die jetzt auf Defense setzen. Geld könne man damit verdienen, aber die Kombination aus Robotik und Waffen könne niemand kontrollieren. Was die Welt aus seiner Sicht braucht, ist Frieden. „Prosperity and Peace“ ist auch einer der Punkte im Plan von Team Global.

Was ist das „bedingungslose Respekteinkommen“?

Wenn Roboter einen Großteil der Arbeit übernehmen, muss aus Lukasz' Sicht umverteilt werden. Statt eines Grundeinkommens, mit dem du dir kein Theaterticket leisten kannst, schlägt er ein Einkommen vor, mit dem du ein Leben führen kannst, in dem du respektiert wirst und dich selbst respektiert fühlst. Wer mehr will, bleibe trotzdem motiviert, etwas zu leisten.

Erwähnt in der Folge

Firmen, Personen und Produkte aus dem Gespräch
  • GründerszeneFirmaStartete 2006 als Lukasz' privater Blog, gehört heute zu Axel Springer.
  • Delivery HeroFirmaDas größte Ergebnis aus Lukasz' Company-Building-Phase, später an die Börse gebracht.
  • VolocopterFirmaFlugtaxi-Firma, über die Lukasz zum Thema kam; er ist über die Insolvenz ausgeschieden.
  • LiliumFirmaGescheiterter Flugtaxi-Hersteller, den Lukasz als Beispiel für strategische Fehler nennt.
  • ZapataFirmaHersteller des Air-Scooters aus Marseille, in den Lukasz investiert ist.
  • AutoflightFirmaChinesischer Flugtaxi-Hersteller, in den Lukasz nach rund drei Jahren „Dating“ investiert hat.
  • TheionFirmaBerliner Startup für Schwefel-Solid-State-Batterien aus Lukasz' Portfolio.
  • EnpalFirmaSolar-Investment, mit dem Lukasz das Energiesystem dezentraler machen will.
  • QuanteqFirmaBerliner Hersteller von Industrielasern, eines von Lukasz' zwei Laserunternehmen.
  • TAU SystemsFirmaUS-Firma für lasergetriebene Teilchenbeschleuniger, mit denen sich Elemente transmutieren lassen.
  • SpinLaunchFirmaZentrifuge als Satellitenkatapult, Grundlage für Lukasz' Idee einer Supply Chain auf dem Mond.
  • Miles MobilityFirmaCarsharing-Anbieter, an dem Lukasz als aktiver Shareholder beteiligt ist.
  • FigureFirmaHersteller humanoider Roboter, in den Lukasz investiert ist.
  • Future SpaceFirmaBildungsort in Kassel, den Lukasz mit seinem früheren Physiklehrer gegründet hat.
  • Haber-Bosch-VerfahrenProduktLukasz' Lieblingsbeispiel für disruptive statt inkrementelle Innovation.

Transkript

Automatisch erstellt und nur leicht korrigiert, kann einzelne Fehler enthalten.
00:00 Trailer & Intro: Wer ist Lukasz Gadowski?

00:00 Lukasz Gadowski: Die Exit-Lüge ist, dass es erstrebenswert sei, ein Exit zu machen. Das ist nicht erstrebenswert. Aber wenn etwas die Welt genuin, also wirklich aufrichtig besser macht, hat man einfach Zusatzvorteile. Das ist Resilientheit. Das heißt, man kriegt Rückenwind vom Universum. Ich verstehe nicht, ich bin auch wirklich enttäuscht von diesen ganzen Technologieunternehmern und auch den Investoren, die da jetzt alle Defense machen. Klar kannst du Geld mit Waffen verdienen. Herzlichen Glückwunsch. Diese Kombination aus Robotik und Waffen kann niemand kontrollieren. Wenn ich heute so ein Luftfahrtgerät sehe, dann denke ich, Wenn ich aber denke leise und günstig, dann habe ich eine ganz andere Dimension. Ich zeige ihnen das, was ihn disruptiert. Und das ist für die völlig relevant. Und dann hat gesagt, das haben wir schon. Ich glaube, dass die Größe dieses Marktes zu groß ist. wird wie die Automobilindustrie heute.

00:51 Feliks Eyser: Ich freue mich, dass du da bist. Und eine Frage, die ich dir gerne wahrscheinlich schon seit 15 Jahren stellen will, ist Lukas. Wer bist du? Und was machst du?

00:58 Lukasz Gadowski: Ja, ich bin Lukasch und Technologieunternehmer. Und ich gründe Unternehmen, investiere in Unternehmen, zunehmend im Bereich Technologie. Ich mache das weltweit, unter anderem auch deswegen der Name Team Global. Und jetzt freue ich mich hier zu sein.

01:13 Feliks Eyser: Ja, mega cool. Und es gibt ja so diesen Spruch: die Zukunft ist schon da, sie ist nur ungleich verteilt. Ich habe das Gefühl, wenn man deine Themen anschaut, so du bist da mitten, mittendrin, im Auge sturmst du sozusagen von Flugtaxis, Roboter, Raumschiffe, Laser, also so die Themen, die dich beschäftigst, klingt wie so eine Star Trek-Folge, so ein bisschen. Und es ist natürlich super spannend zu verstehen, wo du da unterwegs bist und was das für abgefahrene Geschäftskundelle sind. Vielleicht ganz kurz einen Schritt zurück, wer bist du? Was machst du? Ist ja der Spruch, den du immer verwendet hast. Du hast ja quasi die deutsche Gründerszene. Im wahrsten Sinne des Wortes, geprägt mit Content Marketing sozusagen. Gründerszene. de, was wir heute kennen, mit Artikeln über Startups, was zu Axel Springer gehört, war dein privater Blog.

01:58 Die Gründerszene-Story: Wie alles mit einer Kamera begann

01:58 Lukasz Gadowski: Richtig, ja. Und dieses Wer bist du, was machst du? Das war so der Kamera schwenkt, dass man ein bisschen die Umgebung sieht und dann wer bist du, was machst du? Und bewusst auch, dass du, ja, heute sind wir, passiert ja super viel auf Englisch, das ist ja 20 Jahre her, ne?

02:12 Feliks Eyser: 20 Jahre her, guck mal, ich hast mitgebracht, wie das aussah.

02:15 Lukasz Gadowski: Okay, cool. Gründerszene. de Wayback Machine, ja.

02:19 Feliks Eyser: Wayback Machine, genau. Das Gute ist ja, im Internet geht ja wenig verloren. Sogar deinen allerersten Artikel hier noch dabei. Hello World. Das ist mein Lukas Gadowskis, neues Blog, was ich in deutscher Sprache schreibe mit dem Thema Gründerszene. Megail, du hast quasi Business-Content-Marketing erfunden. Es wird inhaltlich Interviews geben mit Videos. Das sind die, die du gemacht hast mit dem Kameraschwenk. Dann stellst du dich kurz vor und unten schreibst du auch noch: also ich habe Spreadshirt gegründet und so weiter, eines der erfolgreichsten Internetunternehmen zu der Zeit. Zudem bin ich in kleinem Umfang inzwischen als Business Angel aktiv. Dazu schon bald mehr. Mai 2006, also fast 20 Jahre her.

03:00 Lukasz Gadowski: Wow, cool.

03:01 Feliks Eyser: Ja. Also, mich hast du damit inspiriert. Ich fand's richtig geil, quasi diesen Diesen Einblick zu kriegen, zu sehen, es gibt Leute, die wollen was starten, die erzählen ihre Geschichte. Du warst in diesen Büros und dann hast die Leute da irgendwie geschnappt.

03:14 Lukasz Gadowski: Und eine der Ideen und Motivationen war auch zu zeigen, dass die Leute nahbar sind. Und in diesem Videoformat, man kriegt den Menschen mit und kriegt mit, ja, kriegt ein Gefühl dafür, mit wem man vielleicht klickt oder nicht. Und dieses, wer bist du, was machst du nicht, wer sind sie, was machen sie? Das war damals noch viel hierarchischer, diese Siedskultur. Heute hat viel auf Englisch passiert, automatisch ist man so ein bisschen beim Du. Das war auch damals eins eines der Ziele, die Barrieren abzubauen und die Welt ein Stückchen unternehmerischer zu machen.

03:44 Feliks Eyser: Naja, doch dieses Umfeld zu zeigen, das sind normale Leute. Sie kommen nicht vom Mars, sie haben normale Büros, sie machen da irgendwie ihr Ding. Das wäre so ein bisschen dieses ungefilterte Ruheformat. Du hast als Business Angel, was du da angekündigt hast, ist dann auch ganz gut gelaufen. Spreadshirt, deine Company, die du damals gemacht hast, gibt es ja heute auch noch. Als Angel hast du dann Themen wie StudiVZ finanziert. Brands for Friends, Mister Spex, Käuferportal war eine Firma aus der Zeit. Du hast unter Team Europe Ventures quasi Company Building Projekte. gemacht oder oder Incubations, das Point Nine mitgegründet, ein Venture Capital Fonds, also das ist so diese Szene von damals schon schon massiv mitgeprägt. Was würdest du sagen, so ein bisschen der Ansatz Company Building, wie hat sich das damals verändert zu heute?

04:36 Vom E-Commerce zu Deep Tech: Was die Welt wirklich braucht

04:36 Lukasz Gadowski: Also damals, das war wirklich 20 Jahre her, oder als ich angefangen habe als Unternehmer, das war nach dem Platz der Internetblase. Das heißt, da gab es einfach sehr wenig Unternehmertum. Es gab für digitales Unternehmertum kaum Business Angels und als ich dann die Möglichkeit hatte, das war wirklich, wirklich massiv Bedarf. Also, ja. gab es einfach kaum. Deswegen erstmal als Business Angel aktiv geworden und dann auch eben Company Building mit dem Ziel 2 Zwei Unternehmen pro Jahr zu gründen, die den Anspruch hatten, hatten zu skalieren. Wie hat sich's verändert? Tja, weiß ich nicht. Also für mich hat sich es verändert im Wesentlichen, dass ich keine digitalen Sachen mehr mache. Oder kann auch mal sein, dass da als Ausnahme eher was dabei ist, sondern eher eher diese Deep-Tech-Geschichten und was da vor allem Prägt, die haben natürlich eine ganz andere Time to market. Eine MVP kann ich da selten launchen in irgendwie drei Monaten. Genau, wie das, wie das seinerzeit der Der Fall war. Im Digitalen kannst du ja eigentlich drei Monate was live stellen.

05:46 Feliks Eyser: Und so von den Ideen her, ich meine, früher gab es dieses Playbook, das irgendwie gesehen in den USA hat was funktioniert, in dem die viel Geld geraced haben. Dann gab es irgendein deutsches Team, was gesagt hat, ich mache was ähnliches für den europäischen. Also es gab ja eine Weile diese Arbitrage von Ideen. Heutzutage sind ja viele Companies von Anfang an global und gar nicht mehr so unterschiedlich geografisch. Wie schaust du dir heute neue Ideen an?

06:09 Lukasz Gadowski: Na, im Prinzip Hypothesen getrieben. Also nach Delivery Hero, also vielleicht nochmal einen Schritt zurück. Wenn man so meinen Werdegang sieht, sieht man, ja, hat er irgendwie digital gemacht, E-Commerce gemacht und dann plötzlich diese Deep-Tech-Sachen. Eigentlich wollte ich schon immer Deep-Tech-Sachen machen. Und der Filter ist, also zum einen, was braucht die Welt wirklich? Was macht die Welt zu einem besseren Ort? Aber ich glaube, dass. Wenn das das Ziel ist, dann sind diese Geschäftsmodelle, die daraus annehmen. Es braucht dann auch ein Geschäftsmodell. Aber wenn etwas die Welt genuin, also wirklich aufrichtig, besser macht dann hat man einfach Zusatzvorteile. Es ist resilienter, es ist eben nicht nur ein Trend, Sachen, die die Welt wirklich nachhaltig besser machen, überleben auch eher. Das heißt, ich sage immer, man kriegt Rückenwind vom Universum. Ein Beispiel ist Tesla. Also Elektroautos machen einfach Sinn, machen Sachen günstiger, machen Sachen umweltfreundlicher. Und deswegen sind die vielleicht resilienter gegen die ein oder andere Widrigkeit. Na, überhaupt, ja. Also, ich glaube, das ist ein guter Filter. Das eine ist, was macht die Welt besser? Und aus meiner Sicht macht Wissenschaft die Welt besser. Wissenschaft und wissenschaftlicher Fortschritt sozusagen. Genau. Ermöglicht einen höheren Lebensstandard und jetzt philosophisch gesprochen, ganz lange, also wirklich jetzt hat gar nichts jetzt mit unserem Alltag zu tun, aber philosophisch gesprochen Braucht es Technologie und Wissenschaft, damit Leben überhaupt irgendwann mal überleben kann. Sonst ist halt einfach endlich jetzt in astronomischen Zeiträumen gesehen. Ohne Technologie wird Leben früher aussterben als mit. Deswegen philosophisch auch eine gewisse Überzeugung. Und Technologie kann natürlich ein zweistelliges Schwert sein. Alles was Power hat, kann man so und kann man so verwenden. Also muss man auch verantwortungsbewusst machen, aber mit dieser Philosophie. Bin ich dann eher technologiegläubig? Also, was macht die Welt?

08:20 Feliks Eyser: Ja. Was macht die Welt heute besser? Und das ist ja auch eine spannende Frage. Was ist das Gegenteil von die Welt besser? Die Welt läucht sich aus, das wäre so das schlimmste Szenario wahrscheinlich, oder das Negativste?

08:31 Kritik an Defense-Tech: Warum Krieg kein Investment-Case ist

08:31 Lukasz Gadowski: Das ist sehr aktuell, leider heute auch mit in Anführungsstrichen Defense. Alle verteidigen sich nur, wenn sich alle immer nur verteidigen, Frage greift denn da endlich an. Aber die Amerikaner haben es ja jetzt auch umbenannt, heißt ja nicht mehr Defense, heißt ja Department of War. Ich muss jetzt eigentlich sagen, in Amerika, wenn man Defense investiere, muss ich sagen, I invest in war. Und ich glaube, das haben die auch, haben die auch bewusst gemacht, um sozusagen diesen diesen Punkt zu machen. Aber nochmal zurück zu diesen Elon Musk Gedanken. Also der sagt so, I want to make the life multiplanetary. Ja, und was dann dabei rauskommt am Ende, ist jetzt gerade Starlink. Der hat sich ja nie hingestellt und gesagt, ich möchte den Internet Kommunikation günstiger machen. Sondern er hat gesagt, I want to make the world multiplanetary. Und als Abfallprodukt von so einer großen Vision kriegen wir dann plötzlich Starlink.

09:22 Feliks Eyser: Weil ich habe die Infrastruktur, quasi Sachen des Weltraums in den Weltraum zu schicken. Erstmal und habt die Möglichkeit, dann durch diese kleinen Satelliten auch was Neues zu bauen.

09:31 Lukasz Gadowski: Genau, ich weiß nicht, wer schon Starlink-Kunde ist, also kann ich, also es ist einfach Wahnsinn. Super niedrige Lazenzzeiten, super hohe Super hohe Durchsetze. Hast du so ein mobiles Darling? Ich hab noch kein mobiles, nehmen. Wo nutzt du das? Ich nutze das Ich nutze das, wir haben so einen Fortbildungsort in Spanien, da zum Beispiel, der ist ein bisschen remote, ist ein bisschen in der Natur und da ist es super. Da gibt es auch sonst kein stabiles Internet. Würde es ja keinen Smachen, da irgendeine Glasfaser hinzulegen. Ne, Glasfaser nicht, denn wir haben eine Richtfunk oder 5G sonst, aber das ist nicht zuverlässig. Aber das ist so ein Muster. Also, was macht die. Ich glaube sozusagen, was macht die Welt wirklich besser, was braucht die Welt wirklich? War auch damals bei Gründerszene so. Ich habe mich jetzt nicht hingestellt und gesagt, ich will jetzt ein erfolgreiches Blog machen. Sondern ich habe gesagt. Ich sehe irgendwie hier einen Bedarf, dass dass diese Barrieren abgebaut werden, diese hierarchisches, dieses Sizen, dass es einfach mehr Unternehmertum gibt. Und auch nachdem mein erster eigener unternehmerischer Erfolg mit Spreadshirt und dann auch StudiVZ, das Business Angel oder Gründungsinvestor, ähm Aber natürlich ein tolles Gefühl, irgendwie unabhängig zu sein und seine eigenen Visionen ermöglichen zu können, auch gesehen, wie schnell sowas, sowas gehen kann und das ein Stück was zu teilen und zu sagen, okay, größerer Prozentzahl der Welt sollte unternehmerisch organisiert sein. Und das war die Vision von Team Europe im Prinzip: Make the world a more entrepreneurial place.

11:06 Feliks Eyser: Das ist interessant, du hast quasi mit Media gestartet und die Geschichten erzählt und das NABA gemacht und die Barrieren gesenkt und dann gesagt, okay. Ich kann das Ganze noch verstärken, indem ich Geld investiere, indem ich eine Infrastruktur baue, indem ich Teams unterstütze.

11:19 Lukasz Gadowski: Ja, der Punkt hier ist eher, wenn sozusagen mit die Motivation irgendwas ist, was Gutes zu tun, dann ist Das hörst du ja auch sozusagen, ich habe ja vorher ein bisschen gesehen, dass das Skript ist, dann ist das Karma einfach positiv. Und wenn das Karma positiv ist, das ist einfach dienlich für den Erfolg. Weil das eine ist, du stellst dich hin und sagst, ich möchte jetzt einen erfolgreiches Blog machen, dann machst du irgendwie analytisch und machst irgendwas, oder du sagst irgendwie, hey, ich sehe hier diesen Need, das hilft der Welt wirklich besser und denke jetzt gar nicht so viel daran, was ich eigentlich davon habe. Und aus dieser Phase, ich möchte die Welt unternehmerischer machen, ist ja das Große, was dabei rausgekommen ist, am Ende war ja Delivery Hero. War ja auch nicht, dass irgendwie, dass ich gesagt habe, oh, ich sehe hier ein Problem in Essenbestellungen effizienter zu machen, sondern sondern das Problem war, er möchte weltunternehmerische machen.

12:07 Feliks Eyser: Mmmh, okay. Und wie hat dieser Gedanke die weltunternehmerische Machen zum Delivery Hero Investment geführt? dann einfach zufällig.

12:17 Lukasz Gadowski: Also Geschäftsmodelle gescreent und nach Geschäftsmodellen gesucht, die. . die die skalieren können. Unser Kriterium damals war nach zwei Jahren irgendwie eine 100 Millionen Market Cap haben können. Das war so Nach zwei Jahren eine 100 Millionen Market Cap.

12:31 Feliks Eyser: Was für damalige Verhältnisse, also heute schon immer noch viel.

12:35 Lukasz Gadowski: Für heute, wenn du eine gute CSA machst, bist du schon fast da. Aber für damals schien das ambitioniert, sag ich mal. Und ja, hatten wir auch mit Brands for Friends zum Beispiel, das waren ja auch nach zwei Jahren, waren das 100 Millionen und StudiVZ hat ja nur ein Jahr quasi existiert.

12:54 Feliks Eyser: Ja, also es geht auch in einem Jahr im Prinzip. Ist Batchett deine erste Gründung aus dem Studium? Firma läuft schon seit 20 Jahren? Gehört ihr? 25, ja.

13:03 Lukasz Gadowski: 25 Jahre. Genau, also gehört mir mit, ich bin da noch einer der wesentlichen Shareholder, ja, gibt es vier Stück.

13:08 Feliks Eyser: Du hast gesagt, Exit sollte nie das Ziel sein. Und da lebst du es? In anderen Fällen hast du Firmen verkauft, aber wie ist deine Philosophie rund um Exit?

13:19 Die „Exit-Lüge“: Warum Verkaufen nicht erstrebenswert ist

13:19 Lukasz Gadowski: Na, ich glaube sozusagen, also die Exit-Lüge habe ich das irgendwann mal auch mal genannt. Also es gibt genauso wie du sagst, dieses Stereotyp der Unternehmertum in Deutschland ist vielleicht gar nicht oder überhaupt Kapitalismus. Ist da irgendwie negativ konnotiert, was echt eigentlich weird ist. Es ist nicht aufgeklärt, ist sehr einseitig. Auch hier wieder, es kann powerful sein, kann verschieden ausgestaltet sein. Das ist, glaube ich, schon ein wichtiger Punkt, dafür Transparenz zu sorgen. Insofern ist es auch nicht mehr so gut. Und das ist die Extra-Plüge, die ihr hier macht. Die Exit-Lüge ist, dass es erstrebenswert sei, ein Exit zu machen. Das ist nicht erstrebenswert. Das sollte eher aus der Not geboren sein. Wenn man sich anschaut. Wie sind die großen Unternehmen entstanden? Das eigentliche Ziel ist, ein großes Unternehmen aufzubauen und in Charge, in Kontrolle zu bleiben. Du bist der beste Owner deines Unternehmens. Und hatte jetzt einen anderen Zusammenhang, mal so ein Gespräch, jetzt alle Trillion Dollar Companies, ja. Das ist übrigens auch sozusagen. Nach Unicorn kommt jetzt das Triceratops, das sind ja diese Dinosaurier, Trillion Dollar Company, nicht nach Unicorn. Aber wenn du dir die Triceratopse anschaust, dieser Welt, Nvidia, Google Meta, gibt es da eine Handvoll. Genau, das waren alles sozusagen First Time Founder. Und sie haben teilweise kein Exit, teilweise sind sie noch in Control. Sie sind in Control. Der Exit ist dann ein IPO, das sind ja große unabhängige Unternehmen, wo die Founder in Charge sind nach wie vor. Und das ist powerful. Und das schaffst du mit dem Exit nicht. Also die einzige Ausnahme in diesem Trillion-Dollar-Club Microsoft übrigens auch, nehmen sie auch sozusagen, das waren alle First Time Founder. Das war Elon Musk, der ja sozusagen als mit Paypal und dann sozusagen Second Time. Aber das Ziel ist nicht der Exit, der Exit ist eine Niederlage. Das ist natürlich eine Versüßte Niederlage, vielleicht, die kurz wie ein Sieg wirkt, aber einig ist eine Niederlage. StudiVZ-Bistes Beispiel. Es war eine Eintagsfliege am Ende des Tages. Und Meteor hat gezeigt, was möglich gewesen wäre. In diesem Bereich. Also, wenn man kann, dann gründet man was, wo es kein Exit gibt. Sondern vielleicht irgendwann mal ein Public Market, aber wo man quasi in Kontrolle bleibt.

15:36 Feliks Eyser: Was in Public Markets gar nicht so einfach ist. Was im Public Markets ja gar nicht so einfach ist. Was denkst du, was sich vom Mindset her gerade in Deutschland ändern muss, um diese Langfristigkeit wieder tiefer zu verankern?

15:50 Lukasz Gadowski: Also du hast eine Sache angesprochen, wie ist überhaupt Unternehmertum, wie ist Kapitalismus überhaupt angesehen? Ich hatte das auch so, ich weiß noch, als ich bei Spreadshirt da gegründet hatte, hatte ich einen so ein T-Shirt, so Boltekapitalist. Stand da drauf, weil das war so. Das war so der Stereotyp. Das ist eine gewisse Indorikination, auch einfach im Bildungswesen, zwar der Gang der 68er durch die Institutionen. Ich weiß nicht, wie das heute ist. Also bei uns war das damals, als ich Schüler war, ganz deutlich, dass es da diesen Tenor gab, Kapitalismus ist eigentlich schlecht und beutet immer. und beutet immer aus. Total.

16:26 Feliks Eyser: Drüben im Nebenraum sitzt der Elias, der ist 18, äh so, geht auf eine Berufsschule und sein BWL-Lehrer sagt dir, mach dich bloß nicht selbstständig. Unsicher. Weißt du nicht, was passiert.

16:35 Disruptive Innovation vs. deutsches Sicherheitsdenken

16:35 Lukasz Gadowski: Ja, gut, und dann, wenn du sowas dann beibringst, dann willst du, dass es sicher ist. Jetzt ist es aber so, die Änderungsrate der Technologie nimmt zu. Das heißt, wenn die Änderungsrate der Technologie zunimmt. muss man ja auch agiler reagieren, ja. Und das kann man nicht, weil Arbeitsmarktgesetze, weil Schutzbedürftigkeit des Arbeitnehmers, ja.

16:55 Feliks Eyser: Aber diese Anpassungsfähigkeit ist natürlich eine Stärke. In der Evolution gewinnt nicht der Stärkste, sondern der, der sich schneller anpassen kann und

17:02 Lukasz Gadowski: Genau, und ich glaube, sozusagen in diesem Gesellschaftsvertrag den Arbeitnehmern dazu auch befähigen, sich anzupassen, und dann aber nicht die Leute dazu zwingen. Ich meine, du zwingst jemanden, jemanden weiter zu beschäftigen, obwohl sich die Sachen verändert haben. Das ist ja gar nicht liberal, das ist ja Zwang. Und gerade als Unternehmer ist das noch viel mehr. Teilweise sind das ja sehr intime Situationen. Ich meine, wenn ein Unternehmen 120 Leute hat, kennt ja jeder jeden. Naja, wenn du 120 Leute hast, kannst du jeden bei Namen in deinem Unternehmen. Und ja, also diese Gesetze sind ja irgendwann mal entstanden in einer Zeit, in gewissen Situationen. Die haben vielleicht auch mal Sinn gemacht, aber sozusagen die Welt wandelt sich. Ich glaube, dass ja. Was würde man ändern aus deiner Sicht? Ich glaube, das ist, ich habe mich mit chinesischer Geschichte so ein bisschen beschäftigt. Das ist interessant, wie lange so eine Dynastie eigentlich hält, wie lange Dynastien sind, eine erfolgreiche Dynastie bis zu 300 Jahre Lebenszyklus. Das waren die längsten. Das sind so die längsten, aber die Kurzlebigen waren auch mal 60, 70 Jahre. Und was ist dann eine Dynastie? Ich bin jetzt kein Historiker, wenn er auch nicht zu tief damit beschäftigt. Als Unternehmer macht man ja Sachen ganz neu. Disruptive Innovation. Wir haben jetzt auch als Team Global einen Nährstuhl mitgestiftet für disruptive Innovation oder transformative Innovation. In Berlin oder an der SMT? Genau, und ich glaube sozusagen, das ist dann die Frage. Optimiere ich irgendwas Bestehendes oder mache ich irgendwas Neu? Optimiere ich den Verbrennermotor? Oder mache ich jetzt das Elektroauto? Optimiere ich das Elektroauto oder mache ich vielleicht ein fliegendes Auto? Also sozusagen diese Disruption. Und ich könnte mir vorstellen, dass überhaupt das gesamte politische System für eine gewisse Disruption For nose, äh irgendwann mal greifen wir einfach an so vielen Stellen Fundamentale Unwuchten sind, wenn ich die jetzt alles 3% besser mache, komme ich eigentlich nicht bei, komme ich eigentlich nicht bei raus.

18:59 Feliks Eyser: Hat Elon Musk auch gesagt nach seinem Sidequest im Government, wo er jetzt ein paar Monate war und rausgegangen ist und sagt so, an seinen Takeaways so Government is pretty much unfixable. Du bist der Durchschnitt von den fünf Leuten, denen du am meisten Zeit verbringst. Das ist ein Satz, den vielleicht viele von uns schon mal gehört haben. Für mich hat es bedeutet, dass ich immer mehr mit Unternehmern und Unternehmerinnen zu tun hatte, von denen ich lernen konnte. Und das kannst du heute auch in der Founder Mode WhatsApp. Community unter www. foundermode. show kannst du beitreten und dich mit anderen Foundern und Entrepreneurship-Interessierten umgeben. Und wer weiß, vielleicht lernst du den nächsten Marketing-Hack oder triffst eine Person, die du sonst nicht kennengelernt hättest und Wächst persönlich und mit deinem Business www. foundermode. show slash WhatsApp für unsere Community Wie nimmt man Leute mit bei bei disruptiver Innovation? Ich erinnere mich wieder in Stuttgart mal im Tesla-Store, in Stuttgart, ich komme in Stuttgart, ne? Das ist eine große. Automobilstadt hat einen Tesla Store aufgemacht. Also großer Skandal natürlich auch noch im Bräuninger Gelände, mitten in der Innenstadt. Und dann habe ich ihn so ein bisschen angeschaut. Und dann war da halt so ein alter, älterer Typ über 70 und er ist da rein. Und dann hat er angefangen, die Verkäufer anzuschreien und ihnen zu erklären, warum ihr Job da irgendwie keinen Sinn macht und was das denn soll mit diesen komischen Elektroautos. Also der war richtig aggressiv. Das ist ja sinnbildlich. Also dafür, dass Leute disruptive Innovation erstmal ablehnen.

20:29 Lukasz Gadowski: Es hängt ja alles wieder miteinander zusammen. Es hängt mit dem Bildungssystem zusammen, es hängt mit den Medien zusammen. Also ich weiß auch, nach Covid war ich irgendwie dann, das war auch so irgendwie in Süddeutschland Und alle waren happy, wieder irgendwie rausgehen zu können. Und irgendwie mit ein paar jungen Leuten auf der Straße gesprochen. Und dass wir gerade in irgendwie in den USA waren und so. Und die haben bei der Autozulieferung gearbeitet und die haben sich über Tesla kaputt gelacht. Die hatten überhaupt keinen Respekt dafür, weil die diese Informationen bekommen haben aus den Zeitungen, aus ihren Unternehmen, dass das alles ja nie funktionieren wird. Ruhe Verluste. Ja, aber das entspricht nicht der Realität. Das heißt, die Leute werden total in die In die Irre geführt. Die Leute werden systematisch in die Irre geführt. Wir feiern das dann als freie Medien. Und das ist ein Incentive. Kombination aus Medien und Bestands Wo die Bestandsunternehmen Innovators Dilemma, aus welchen Gründen auch immer, gar nicht die Innovation machen können, die Manager gar nicht dafür inzentiviert sind. So ein hochrangiger Manager, nach zehn Jahren ist er eh weg. Also ich hatte da teilweise Gespräche, wo ich mit großen Konzernen in Europa Due Diligence gemacht habe für Das waren so ein Beispiel neue Satelliten. Ich zeig dir so eine Satellitenfirma, in der ich investieren möchte. Und habe mit dem größten europäischen Satellitenhersteller, klar welcher das ist, kann man sich schon überlegen, habe mir gesagt, irgendwie kannte ich da irgendjemand sehr hochrangig. Den rufst du einfach an, den kennst du irgendwo her. Den kennt man irgendwo her, dann ruft man an und so. Und das ist für die völlig relevant. Und er hat gesagt: Nee, das haben wir schon. Ja, das ist nicht interessant, weil wir schon so eine Plattform haben. Ja, bei deren Plattform war, ich weiß jetzt nicht mehr genau, mindestens zehnmal so schwer. Also Gewicht. Und bei Satelliten spielt das Gewicht eine extreme Rolle? Zehner Potenz. Zehn X. Und die Innovationszyklen waren irgendwie zwei-, dreimal so lang. Und er sagt so, wir haben das schon. Ich zeig denen quasi das, was ihn disruptiert. Und da ist mir klar geworden Ja, okay, aber bis der das von der Menge merkt in seinem Business, bis es überhaupt spürbar für ihn ist, wir werden fünf Jahre vergehen. Naja. Bis es sein Business tötet, werden 10 bis 15 Jahre vergehen. Und dann ist er gar nicht mehr in Charge und dann ist es irgendwie, ist er dann quasi Opfer, das ist ihm eigentlich egal. Vielleicht hofft er darauf, dass er das Unternehmen vielleicht auch dann kaufen kann oder sowas, das wäre vielleicht noch so ein Ausweg, aber das ist natürlich hochriskant, weil CS SpaceX, du kannst ja kein SpaceX kaufen. Das kann ja nicht Airbus SpaceX kaufen. Also diese Startups, die rennen denen dann davon. Also, das ist aus meiner Sicht, ja, die Medien haben hier eine große Aufgabe, und die sie nicht wahrnehmen, und auch die Politik hat hier eine große Aufgabe, die sie nicht wahrnehmen. Nämlich die die Innovation im Prinzip zu schützen. Das sind ja wie kleine Babys, das sind ja wie Kinder und die werden nicht geschützt. Da ist dann der große Bestandsgorilla, der Verbrenner, sag ich mal, ja. Oder der Tonnenschwere Satellitenhersteller, die haben ja heute die Budgets, die haben das Geld, die können sich mit Kinse leisten. Die können sich McKinse leisten. Und McKinsey Wird dir die Frage beantworten, die du ihnen stellst.

23:49 Das Versagen der Medien & Politik bei neuen Technologien

23:49 Feliks Eyser: Ja, klar.

23:49 Lukasz Gadowski: Und die merken am Ende gar nicht, dass sie gekauft sind, aber die sind gekauft. Und dann Jahre später, und da gibt es ja die Beispiele irgendwie, die, was weiß ich, ich glaube, große Beratungen, die vorhergesagt haben, wie viele Mobiltelefone es geben wird oder Computer oder PCs oder die liegen ja immer wieder sozusagen im Falsch. Also ich glaube nochmal, dieser Gesellschaftsvertrag, die Aufgabe der Politik ist es Neue Dinge wirklich nachhaltig zu fördern, die Aufgabe der Politik ist es, gerade in der Demokratie, ja wo Leute wählen sollen, dann muss ich denn ja die Informationen geben. Wenn ich denn die falsche Information gebe, ja, wie soll ich denn dann wählen? Was wähle ich denn dann? Oder ich gebe ihnen entweder die falsche Information oder einfach nur Rauschen. Das ist ja das, was unsere Medien machen. Du kriegst ja super viel Rauschen. I feed noise to the people and I ask them, please make a choice. Aber das Wesentliche erzähle ich denen ja gar nicht. Teilweise weiß ich das Wesentliche auch gar nicht.

24:48 Feliks Eyser: Und der Schmerz von Disruption, dass doch erstmal was kaputt gehen muss, bevor was anderes entsteht.

24:54 Lukasz Gadowski: Ich weiß nicht, ob erstmal was kaputt gehen muss.

24:56 Feliks Eyser: Es stimmt gerade, wenn der Verbrenner runtergeht, also da hängen 60% der Arbeitsplätze oder so an der Automobil. Wenn sie es selber hinkriegen, aber sie kriegen es ja nicht selber hin.

25:06 Lukasz Gadowski: Also deswegen. Guck mal, die werden ja sowieso kaputt gehen. Die werden sowieso kaputt gehen, dann werden sie vielleicht zwei Jahre früher kaputt gehen. Aber dafür hast du dann das junge Wesen da. Und sonst, also ich meine, dieses Kaputt gehen ist ein Bild Ich glaube nochmal, sozusagen dieser Lebenszyklus. Ein gesunder, erfolgreicher Mensch lebt 80 bis 100 Jahre. Eine gesunde, erfolgreiche Company, einfach empirisch. Wie lange lebt eine Company? Wir haben jetzt da keine Studien gemacht oder so, aber von dem, was ich so ungefähr sehe. Um die 150 Jahre. In vielen Fällen eher Jahrzehnte als Jahrhunderte, also gibt es ja gar nicht so viele. Erfolgreich ist, genau. Aber sozusagen selbst dann sind sie dann irgendwann mal Älter als 150 Jahre, wenige, ganz, ganz wenige. Oder umstrukturierten Schatten ihrer selbst, die Marke ist noch da oder sowas. Und wie gesagt, Dynastie, ein Government offenbar bis zu 300 Jahre. Wieso kann ein Government länger durchhalten als eine private Company? Oder als ein Mensch, ja. Oder als ein Mensch? Weiß ich nicht, ja. Also müsste man auch vergleichende Studien machen. Das war jetzt, wie gesagt, in dem Fall China mit den Dynastien. Ja, aber wenn es diesen natürlichen Lebenszyklus gibt, dann bist du irgendwann mal quasi ein alter Mann und du hast auch andere Aufgaben und natürlich rauf und dann geht es wieder runter. Das ist ein natürlicher Prozess. Wenn ich den versuche aufzuhalten. Das Universum gegen dich. Das ist das Universum gegen dich. Das ist, das ist quasi, das ist quasi unnatürlich. Ich muss go with the flow, deine Rolle leben als Sag ich mal, als reifes Unternehmen oder als reifer Mensch hast du ja eine andere Rolle als ein Teenie. Ja, genau. Glaubst du, was die Antwort sein kann für so große? Deswegen, man macht es nicht unbedingt kaputt, sondern das ist der natürliche Prozess, dass etwas raufgeht und wieder runter geht. Also diese Disruption, deswegen habe ich auch vorhin gesagt. Transformativ. Und ein Beispiel, was ich da gerne benutze, ist Düngemittel. Der Haber Bosch-Prozess. Kennst du den Haber Bosch-Prozess? Erklär mal, was ist das Haber Bosch-Prozess? Haber Bosch-Prozess ist ja quasi faszinierend. Und der hat, den haben sie so 1910 oder sowas ungefähr entwickelt, Fritz Haber und dann hat Bosch das industrialisiert. Und die haben quasi geschafft, Düngemittel zu machen. Wie macht man Düngemittel? Man braucht Ammonium, das ist Nitrogen, das Element. Und unsere Luft besteht ja zu irgendwie, ich weiß nicht mehr, 71 oder 73 Prozent aus Nitrogen. Das hat so eine Dreifachbindung chemisch, das heißt, das hält unheimlich stark zusammen. Das heißt, auch hier wieder. Erdgeschichte, Astronomie, unsere Atmosphäre wäre ja nicht immer so, wie sie ist. Dieses Nitrogen hat sich über die Jahrmillionen einfach angesammelt. Und die Pflanzen brauchen das aber zum Wachstum. Und du musst diese Dreifachbindung quasi auftrennen. Das ist Hochtechnologie. Das haben die damals gemacht in Deutschland und so Düngemittel erfunden. Dann haben wir dann Druckkessel, wie katalysiere ich diese Reaktion. Das ist richtig, das war damals richtig Hightech. Und wozu das geführt hat, ist, dass quasi bevor wir das hatten, wenn das Wetter schlecht war, missernte, gab es Hungersnöte. Was übrigens auch zu Krieg führt, wenn du Hungersnöte hast. Und ja, im Prinzip hat man das durch Technologie, das war eine disruptive Technologie. Du hast nicht irgendwie das Bessere Düngemittel waren vorher irgendwie, was weiß ich, Kuhmist oder so. Nicht das Kuhmist optimiert, 3% besser, sondern bam. Kannst richtig industriell plötzlich Düngemittel machen und Welthunger ist dann nur noch, oder Hunger ist dann nur noch ein Verteidigungsproblem. Ist nicht mehr kein technisches Problem mehr.

28:47 Feliks Eyser: Das ist so, der Kuhm ist keine große Lobby. Dass sie gesagt haben, wir sind jetzt gegen das Düngemittel.

28:52 Lukasz Gadowski: Klar, aber da gab es natürlich auch irgendwelche, die dann vorher mit Kummiss gehandelt haben. Ja, und die heute noch mit Kummes und dann festhalten, aber ja. Genau, aber das, ja, das, das sind Prozesse. Und dieses Muster hast du immer wieder. Das hast du jetzt auch mit Gasreizkraftwerken und Kohlekraftwerken versus Solar, Wind und Battery. Solar, Wind, Battery. Ja, und die tun dann immer so, ah ja, was ist, wenn die Sonne nicht scheint? Battery. Das ist eine Batterie, ne? Ja, dafür hast du sozusagen Grid Storage und die tun dann alle so, als also dieses Muster immer wieder, ja.

29:27 Flugtaxis Deep Dive: Warum Lilium scheiterte & Volocopter kämpft

29:27 Feliks Eyser: Lass mal über Flugtaxis und Mobilität sprechen und die Themen, die du da machst. Du hast dich ja dann auch früh für das Thema Mobilität entschieden. Und das war eines der großen Themen, mit denen du dich viel beschäftigt hast.

29:39 Lukasz Gadowski: Genau, also ich habe mir nach Delivery Revolution Technologie machen, das, was ja eigentlich mein ursprünglicher Anspruch auch war.

29:46 Feliks Eyser: Delivery wurde gestartet, es ist weltweit gewachsen, ihr habt es an die Börse gebracht. Und es hat dir natürlich finanziell auch nochmal völlig andere Möglichkeiten gegeben als davor.

29:54 Lukasz Gadowski: Genau, und dann wieder back to the roots, make the world a more scientific place. Also lieber was ich heute dann als Deep Tech bezeichnen würde, mir da verschiedene Sachen angeschaut, versucht irgendwie reinzukommen, bei so einem Pivot ist auch gar nicht so einfach. Und dann zum Beispiel mir Robotik auch angeschaut und dann über Volocopter auf das Thema Flugtaxis gekommen und einfach davon begeistert gewesen. zu hören, wie leise so ein Fluggerät sein kann. Also das haben ja die meisten Menschen ja immer noch nicht gehört, irgendwie so ein Flug. Das ist ja immer noch nicht da. Also hat viel länger gedauert. Aber sozusagen leise. günstig, ja, sicher. Dann hast du einfach wirklich die nächste Dimension von Transport. Und da arbeitet die Welt immer noch dran und da arbeite ich auch immer noch dran, sozusagen diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Wieso speziell Transport? Das war Zufall, ne? Das war Zufall, weil wie gesagt, ich habe mir auch Robotik angeschaut und verschiedene Sachen und hier war der Nutzen einfach Der war mir so eingängig, der war so klar, ja. Transport, kann auch jeder, weiß auch jeder. Als Mensch macht man ja seine Erfahrung. In Deutschland. Sie meine Fahrradfahren ist ja super cool. Ich meine, als Kind Fahrradfahren sind das Erste. Da hast du coole Transportmittel. Was du machen kannst, ja. Ja, gut, du Fahrrad bist natürlich in Charge. Ich habe dann auch einen Pilotenschein gemacht, da bemerkst du, wie klein unsere Städte eigentlich sind, ja, und wie cool das eigentlich ist. Natürlich der Overhead-Aufwand für so einen Privat-Flug, also für so einen Kleinflugzeugflug, ist super hoch. Du musst jetzt eine Stunde raus aus der Stadt. Also hier in Berlin, Schönhagen ist der Flughafen. Du fährst dann wirklich aus von ungefähr eine Stunde raus, von Mitte sogar vielleicht eine Stunde, zehn Minuten. Steigst dann in dein Flugzeug, machst eine Flugvorbereitung, bist auf der Startbahn, hebst ab, sechs, sieben Minuten später bist du wieder in der Innenstadt. Das ist schon irgendwie, wow. Das ist schon. Und wenn wir das hätten, diese sechs, sieben Minuten quer durch die ganze Stadt, ohne diesen Overhead raus zum Flughafen und so weiter, natürlich auch die Lärmbelästigung, natürlich auch Pilot muss man extrem auf Zack sein, ne? Ja, Sicherheit, also das, das, das Thema. Also hier die hier die Vision, ja. Ich glaube, das wird kommen und unser Transportmix buchstäblich um eine Dimension erweitern und einer der großen Zukunftsmärkte sein. Also ich glaube Dass die Größe dieses Marktes so groß sein wird wie die Automobilindustrie heute, der Value dieses Marktes. Was ist der größte Engpass gerade? Ist das regulatorisch? Ist es technologisch? Ist technologisch. Es wird zwar auf die Regulatorin geschoben, gerade in Deutschland, weil die beiden gescheiterten Unternehmen. Volocopter und Lilium einfach schlechte Unternehmen waren aus meiner Sicht. Scheu muss ich so sagen, die sozusagen ein paar fundamentale strategische Fehler gemacht haben. Unter anderem Kernkomponenten outzusourcen an der Supply Chain, ist auch wieder so ein Beispiel von Bestandsindustrie, in dem Fall Luftfahrt. Ja, will die auf ihre Supply Chain holen. Ja, aber die haben ja keine Supply Chain für Elektroflugzeuge. Zeigt mir die Supply Chain für Elektroflugzeuge.

33:15 Feliks Eyser: Und so ein Shortcut so zu machen versus eine enge Supply Chain aufzubauen, ist natürlich auch.

33:19 Lukasz Gadowski: Das war einfach Inkompetenz. Das war einfach Inkompetenz und eine Analogie Oh, in der Automobilindustrie machen wir das auch so. Ja, schön, aber in der Automobilindustrie ist es seit 60, 70 Jahren gewachsen. Und ein Flugtaxi ist halt kein Airbus. Und schon Helikopter haben ja keine Stückzahl. Also, damit diese Flugtaxis interessant sind. Guck mal, so ein Flugtaxi wiegt je nach Modell. Das kann schon ab irgendwie 150, 200 Kilo wiegen, bis zu zwei Tonnen. 200 Kilo ist ja schon leicht, oder? 200 Kilo, das ist der Erscooter, das ist schon leicht. Jetzt Lilium und so ist jetzt Größenordnung, ich weiß nicht mehr, Lilium die Zahlen genau, aber Größenordnung 2 Tonnen. Tesla Model X wiegt 2 Tonnen. Das ist ein Auto, das Flying Car. Ist ein Auto. Aber woraus bestehen die? Batterien? Elektromotoren, Computer und dann irgendwie Chassis. Das Fluggerät besteht aus dem gleichen Zeug. Es ist das gleiche Zeug. Okay, Carbon Fiber vielleicht als Chassis, also okay, das ist ein Unterschied, aber sonst ist das gleiche Zeug. Warum soll dann ein Fluggerät viele Millionen kosten in der Herstellung, aber ein Auto kann ich für irgendwie 20, 30 K herstellen? Und sondern wenn man diesen Sprung einmal macht, sich überlegt, oh, ja, weil wenn ich heute so ein Luftfahrtgerät sehe, dann denke ich laut und teuer. Wenn ich aber sozusagen denke, leise und günstig. Dann habe ich eine ganz andere Dimension. Was ist die schwierigste technologische Challenge dabei? Zum einen sozusagen die richtigen Entscheidungen zu treffen, wie so eine Konfiguration überhaupt aussieht. Einfach ein komplexes Gesamtsystem. Ich würde jetzt gar nicht sagen, dass es eine ist. Du musst einfach zehn, zwölf Dinge richtig gut machen. Also ich glaube, Nummer eins ist, die Batterien sind noch nicht so weit.

35:10 Feliks Eyser: Und das heißt, du brauchst natürlich Energie, um das zu transportieren. Wenn es aus der Batterie kommt, hast du ja wahrscheinlich eine niedrigere Dichte, als wenn du das Kerosin verbrennst.

35:18 Lukasz Gadowski: Genau, zum Beispiel mit dem Air-Scooter sind wir als Hybrid unterwegs. Da ist auch ein Verbrenner zusätzlich drin. Da ist ein Verbrenner zusätzlich drin. Ich glaube, wie der Air-Scooter funktioniert.

35:28 Feliks Eyser: Die Firma heißt Zapata.

35:30 Lukasz Gadowski: Firma heißt Zapata, ist in Marseille und der Air-Scooter ist 110, 115 Kilo schwer. Damit ist er in USA als ultraleicht klassifiziert. Dadurch kannst du in den USA ohne Pilotenschein fliegen. Non-congested areas, genau, jetzt mal. Ein Sitz, du darfst dann sozusagen, du bist dann der Fahrzeugführer, es ist auch legally kein Flugzeug, sondern ein Fahrzeug. Du bist dann der Fahrzeugführer, darfst du aber kein Passagier mitnehmen. Das heißt sozusagen ein Sitzer. Und das ist so das, das ist so das MVP. Mit als Hybrid habe ich 90 Minuten Flugzeit. Ich bin dadurch, dass ich auf keine Zertifizierung angewiesen bin, kann mich auch keine Luftfahrtindustrie auf ihre Supply Chain versuchen zu pushen. Weil, wenn die mich versuchen, auf ihre Supply Chain zu pushen, kostet ein Computer, der ja das gleiche kann wie der hier. Plötzlich irgendwie 60. 000 Euro.

36:20 Feliks Eyser: Aufgrund von tausend Anforderungen und irgendwelchen Standards.

36:23 Lukasz Gadowski: Und super kleinen Stückzahlen. Hohe AD, hohe Sicherheit, aber ich kann die Sicherheit ja durch Redundanz und Systemarchitektur herstellen. Also jeder, der hier irgendwie zuhört und technisch ist. Redundanz, Systemarchitektur, das ist ja, ja, also die Luftfahrt ist ja eine Industrie, die ist ja vor sechs, sieben Jahrzehnten gegründet worden, dann langsam evolviert, wird sicher gehalten durch inkrementelle, kleine Innovationen. ist da rigide, also das ist ja. Also ich glaube, das wird eine der ganz großen Zukunftsindustrien und da werden wir ein, zwei Triceratops zu sehen.

36:57 Feliks Eyser: Triceratops zu sehen. Geil. Dann hoffentlich bist du bei einem beteiligt. Deine Investments sind USA, Asien in diesem Bereich, hast du mehrere Companies gebackt?

37:06 Lukasz Gadowski: Genau, in Europa sind es vor allem zwei Volocopter, das ist ja jetzt eher Geschichte, also da sind wir aus, das war über Insolvenz. Und eben Zapata. In China hatte ich Autoflight gemacht, ist auch da einer der Führer. Wie viel hast du da investiert? Kann man im Internet danach recherchieren.

37:25 100 Mio. € Investments & Strategie in Asien

37:25 Feliks Eyser: Wenn ich das recherchiere, dann steht da 100 Millionen.

37:27 Lukasz Gadowski: Dann wird es wahrscheinlich auch. Aber sie ist jetzt alles kein Public, weder Public Target noch Public, kann sein, dass es so ist, kann sein, dass es nicht so ist, weil jetzt weder bestätigen noch dementieren.

37:37 Feliks Eyser: Irgendwo in diese Dimension hast du investiert, was ja schon, also Gigantisch ist zu wissen. Okay, ein Dollar dann. Also, du findest ja in Deutschland keinen Fonds, der so ein Ticket machen würde in so ein Thema, der musste ja ins Ausland gehen. Und du das als Privatperson in so einer Dimension.

37:54 Lukasz Gadowski: Sonst nicht Privatperson, das war ein Holding, ja.

37:56 Feliks Eyser: Okay. Aber es ist primär dein Geld. Du hast jetzt keine Fondsstruktur.

38:00 Lukasz Gadowski: Ich bin einer der oder ich bin der ja keine Fondsstruktur. Aber es ist sozusagen Holding Capital, was dafür gedacht ist, eben in Innovation zu investieren und zu reinvestieren.

38:12 Feliks Eyser: Easy Story von einem Founder wird durch kennengelernt, wie kommst du diesem Investment?

38:17 Lukasz Gadowski: Der wurde mir halt einfach empfohlen, weil Leute gesehen haben, dass ich in diesen Bereich investiere. Investieren nicht viel. Man hat mir vorgestellt, gut, jetzt irgendwie Chinesen. Hat drei Jahre gedauert. Also drei Jahre Dating. Bevor dem Investor. Drei Jahre Dating, okay, okay. Vielleicht waren es auch zweieinhalb, will ich jetzt nicht mehr so auf die Uhr. Aber so diese Größenordnung, ja. Und ähm Weil da Vertrauen zu fassen, irgendjemand in China und ein anderes Rechtssystem und dies und das war jetzt nicht einfach. Aber ich habe heute gesehen, was der erzählt hat, was er macht und was er delivered hat. Konnte ich einfach über einen langen Zeitraum. Beobachten. Und in China ist ja noch schwerer, an Kapital zu kommen. Oder anders schwer, sage ich mal, also ja

38:55 Feliks Eyser: Wie siehst du die Unterschiede, wenn du mit chinesischen Foundern oder asiatischen Foundern sprich, US-Foundern, deutschen Foundern, so das sind ähnliche Themen, du hast ja quasi ein bisschen Vergleichsdatenpunkte sozusagen.

39:04 Lukasz Gadowski: Also ich habe jetzt nicht so viel Erfahrung, ehrlich gesagt, mit chinesischen Foundern, dass ich sagen könnte, da ist mein N so klein, da kann ich jetzt nicht generalisieren. Was ich aber sagen kann, dass die Public-Private Partnership in China sozusagen Ja, dass die einfach von der Regulierung her sehr, sehr, sehr pragmatisch sind. Die nehmen jetzt auch keine, irgendwie, das ist jetzt nicht irgendwie Hasardeure oder sowas, aber die sagen dann Also die haben auch Ziele. Also als Beamter quasi, als Staats, als Beamter hast du da die Ziele, you have to get it done. Hast du Chinesisch gelernt, dich da zu navigieren? Also ich habe Chinesisch gelernt, aber nicht genug, um mich im Business zu navigieren.

39:51 Feliks Eyser: Aber es war schon die Idee, quasi da mehr Zeit zu verbringen, um mit Leuten sprechen zu können und dich da ein bisschen zu aklimatisieren.

39:58 Lukasz Gadowski: Also auch sozusagen Das, was ich vorhin gesagt habe, ich denke Lernen macht ist gut fürs Hören und ist interessant.

40:09 Feliks Eyser: 100 Prozent.

40:10 Lukasz Gadowski: Und Chinesisch zu lernen ist eine gute Challenge. Wie bist du vorgegangen, um Chinesisch zu lernen? Ich habe auf Zoom-Lehrer mir gesucht. Auf Zoom-Lehrer mir gesucht, und das war dann so eine Journey, ja, am Anfang. Und hab dann eine Lehrerin, die ist besonders gut darin, die lässt ja nichts durchgehen. Also von der Aussprache und das hat mich dann auch nochmal nochmal quasi vorangebracht. Dann habe ich irgendwann mal, wo es mir am Anfang empfohlen wurde, das nicht zu machen, habe ich trotzdem irgendwann mal angefangen, diese Schriftzeichen auch zu lernen. Und ich muss sagen, super, das ist Fördert dann auch das andere Lernen, das Sprechen und das Aussprechen und ist auch eine coole Das hat so einen gewissen Rhythmus und ist auch man lernt dann plötzlich eine Schrift. Das ist auch ein tolles Gefühl, wenn man zum ersten Mal was erkennt.

40:56 Feliks Eyser: Man lernt ja keine Schrift, man lernt dann in der Regel eine Schrift im Leben.

40:59 Lukasz Gadowski: Genau, dann kannst du noch Arabisch oder Russisch ist relativ einfach.

41:05 Feliks Eyser: Hast du da ein paar Stunden die Woche, hast du eine Mission gemacht? Genau, dann bleibe ich auch dran.

41:12 Energie der Zukunft: Solar, Atomkraft & Laser-Fusion

41:12 Lukasz Gadowski: Ich glaube, ich brauche noch ein, zwei Jahre. Dann kann ich. Du lernst immer noch, du hast noch die Zoom-Calls. Immer noch die Zoom-Calls. Ich glaube, in den ein, zwei Jahren bin ich gut genug, als dass sozusagen das Grundgerüst so weit steht, dass ich dann dann über die Jahre dann irgendwann mal fließend sein werde, ja. Und dadurch, dass der Wirtschaftsraum so groß ist und so, und auch die Kultur so spannend und Genau, aber sozusagen Flugtaxis, vielleicht nochmal, weil wir wollen ja eigentlich über Unternehmertum reden, also sozusagen über große Probleme. Was kann ein Triceratops werden? Also ich mache Flugtaxis. Ich habe auch in saubere Energie investiert. Saubere Energie auch übrigens interessant. Die Motivation ist nicht, dass es unbedingt sauber ist, dass es ein Abfallprodukt. Die Motivation ist, Sachen günstiger zu machen. Das heißt, Solar, Wind, Batteries, nicht, weil es grün ist. Was günstiger ist. That's that's all. Was hast du dafür Investments gemacht? Enpal vor allem. Und dann noch bei den Schwefel, deswegen habe ich noch Schwefelbatterien, ähm Solid State Schwefelcrystal, Solid State Sulphur Crystal, hier in Berlin, Atlas Hof, das hat dir das Potenzial, die nächste Batteriegeneration zu werden.

42:19 Feliks Eyser: Wenn wir erfolgreich sind, dann schon mal für alle Fluggeräte und wenn wir wirklich erfolgreich sind, auch für alle Handys und was ist die Eigenschaft von der Batterie der Zukunft?

42:28 Lukasz Gadowski: Günstig.

42:29 Feliks Eyser: Okay.

42:30 Lukasz Gadowski: Günstig und performant. Performant heißt Gewicht. Also, was heißt performant? Gewicht, Zyklenzahl, wie oft kann ich Laden, entladen? Power, wie schnell kann ich laden, entladen? Und dann noch Safety. Solid State, Safe. Und dann sozusagen Schwefelgewicht und Performance. Und das ist auch so ein Beispiel für so eine neue Industrie, die das Potenzial hat. quasi ein Weltmarktführer zu sein, in wirklich etwas, was wirklich die ganze Welt braucht. Und Enpal auch übrigens, es transformiert ja dieses Energiesystem in Richtung Verteilt. Nicht nur mehr Solar, sondern Solar Wind Battery. Wind machen die gar nicht, also wahrscheinlich Solar Battery, machen ja auch Heatpump, aber so ich kürze das ganze System ab als Solar Wind Battery, weil sozusagen über Solar und Wind komplementär Und mit Battery hast du dann genug. Eine Atomenergie? Also ich selber bin da offen, sage ich mal. Aber ist jetzt nicht schritt. Also Atomenergie, gut, ja auch eine ganz konkrete Journey, weil eine Zeit lang habe ich es mir angeguckt, gedacht, okay, wir brauchen ja saubere Energie, auch für Lufttaxis und so. Das ist ja nur, weil die Aktos sind, aber trotzdem müssen wir ja die Energie irgendwie machen. Ich habe dann in Nuklearenergie investiert, sowohl in Fusion als auch in Spaltung. Viele Sachen angeguckt, jeweils ein Investment gemacht. Und danach war mein Takeaway die Enabling, also die Technologievoraussetzung. Für die besten Systeme sind noch nicht da und vor allem werden wir bessere und mehr Laser brauchen. Und deswegen habe ich dann in den Laser.

44:13 Feliks Eyser: Du hast angefangen, Laser zu investieren. Wie hängen Laser mit Atomkraft zusammen?

44:17 Lukasz Gadowski: Das hat mit Atomphysik zu tun. Also, okay, bei Fusion ist es so, die machen ja momentan diese, diese, wer sich mit Fusion sich damit mal ein bisschen beschäftigt hat. Die versuchen ja quasi ein Plasma. Ja, Plasma sind ionisierte Stoffe letztlich, die dann irgendwie Millionen von Grad heiß sind. die da Millionen von Kreis heiß sind, durch ein Magnetfeld stabilen zusamzchen. Richtung eng zusammenzudrücken. Und wenn etwas heiß ist, dann will es auseinander. Das ist ja die Definition von Hitze. Und das versuchst du mit einem Magnetfeld zusammenzudrücken und stabil zu halten. Dann auch keine Fluktuation sein. Und mit Lasern könntest du anstatt sozusagen so ein Plasma stabil, so ein Plasmafeuer stabil am brennen zu halten, ist jetzt so vereinfacht ausgedrückt sozusagen das Bild. Du wirfst ein kleines Stückchen Brennstoff hoch, laserst es von allen Seiten. Ja, komm. Und dann verbrennt das, gibt die Energie ab und dann machst du das nächste Kügelchen. Also eigentlich wie so ein Verbrennermotor, wie so ein Motor, da. Das sind irgendwie mit. Ja, diese da-dat sind dann 50 kHz, 50. 000 Mal pro Sekunde. Das ist richtig, richtig schnell. Aber das Dazu braucht man dann die Laser.

45:39 Feliks Eyser: Hast du angefangen, Laser zu investieren?

45:40 Lukasz Gadowski: Als Enabling-Technologie? Das war sozusagen der, wie ich es gefunden habe. Die Laser sind gar nicht für diese Atomenergie gedacht, weil der erste Schritt sind so viele andere Anwendungen. Das heißt, das ist irgendwann mal, keine Ahnung, ob das jetzt in 20 Jahren ist oder nicht. Aber bei Spaltung auch ganz interessant, das bessere Fuelvan an Tictorium. Ihr könnt mal googeln. Was ist das? Togum ist wie Uran, so ein ähnliches, eben ungefähr ähnliche Atomordnungszahl, so diese Größenordnung zumindest, hat aber andere Reaktionen, schwerer waffenfähig zu machen. Also das Uran, was man für Nuklear verwendet, ist ja nur eins der Uran-Isotope. Ich weiß nicht mehr, ob 235 oder 238, eins von beiden. Und das sind, glaube ich, nur ein halbes Prozent in dem Uran, dieses Isotop. Jetzt ohne da in die Details zu gehen, was da Isotope sind und so. Also quasi gleich viele Gleich viele Protonen, unterschiedlich viele Neutronen. Also es gibt dreimal so viel Torium wie Uran, aber von dem Uran können wir nur irgendwie einen Prozent verwenden oder ein halbes Prozent oder so.

46:49 Feliks Eyser: Und das andere hat eine höhere Übersetzung sozusagen.

46:51 Lukasz Gadowski: Es gibt dreimal so viele auf der Erde. Nummer eins, und es ist sofort nutzbar, versus dieses Uran, muss ich sozusagen, das heißt, da war nicht viel mehr Torium. Und es ist schwerer, waffenfähig zu machen.

47:03 Feliks Eyser: Das ist ja auch ein großes Problem mit der ganzen Industrie. Also, ich meine, das ist ja auch so ein Branding-Problem, dass das Wort Atomkraftwerk halt relativ ähnlich klingt wie Atombombe, so und dass es im Köpfen natürlich sehr nah beieinander ist, diese beiden Themen. Und einfach natürlich auch viel Widerstand dadurch entsteht.

47:18 Lukasz Gadowski: Klar, es gab natürlich auch die echten Unfälle, aber auch hier wieder, warum gibt es, also es gibt Reaktordesigns, deswegen zum Beispiel Laser. Wenn ich mir ein Reaktordesign vorstelle, wo der Laser die Reaktion in den Gang hält, das heißt, das Ding ist immer unterkritisch. Der Laser hält die Reaktion in Gang. Sobald ich mein Notstromaggregat und alles aus ist, ist heute Laser aus. Laser weg, ja. Laser weg, Reaktion weg. Das heißt, das wäre sozusagen inhärent sicher. Das, was uns heute als Müll verkauft. wird, der entgelagert werden muss. Alles Bullshit. Das Zeug Lasere, mache ich andere Elemente draus. Ich kann mit den, also sozusagen das andere, was ich mache, ich mache zwei Laserunternehmen, eins in Berlin hier, heißt Quanteq, die machen Industrielaser. Und einzelne USA, TAU Systems, lasergetriebene Teilchenbeschleuniger. Mit diesen laserbeschriebenen Teilchenbeschleunigern kannst du Atome, Elemente transmutieren. Was bedeutet das? Das heißt, du kannst aus Bleigold machen. Das klingt nach dem Geschäftsmodell. Naja, die Energie ist, da brauchst du sehr günstige Energie. Also du kannst es theoretisch machen, einfach to make the point, dann ist es natürlich flashy, ja. Aber sozusagen, du kannst Elemente transmutieren.

48:29 Feliks Eyser: Was ist ein günstigerer Anwendungsfall, wo du weniger Energie brauchst oder was da quasi die Idee ist in der Praxis?

48:34 Lukasz Gadowski: In der Praxis in der Regel machst du eine Neutronenquelle draus. Du machst eine Neutronenquelle, damit kannst du wieder andere Atomreaktionen, nukleare Reaktionen herbeiführen. Und zum Beispiel, weiß ich nicht, schweren Wasserstoff könnte man so herstellen.

48:51 Feliks Eyser: Hast du eigentlich auch so Wissenschaftler-Coaches, die dir bei den Themen helfen, oder wie gehst du vor, wenn du dich in so ein neues Themengebiet einarbeitest?

48:57 Lukasz Gadowski: Kombination aus Recherchen, und du sprichst natürlich mit den Unternehmern und mit den Wissenschaftlern, die aus den Sachen, an den Sachen arbeiten und auch teilweise in Literatur. Aber es ist schon faszinierend. Cross-Sections, könnt ihr mal googeln. Cross-Sections of Fusion Reactions.

49:14 Feliks Eyser: Okay, ich habe wahrscheinlich schon eine lange Hausaufgabenliste, was ich mir heute Abend alles mal angucke. Ich schaue mir beim Fornam Podcast bewusst keine Zahlen an. Leute fragen mich, wie viele Leute hören zu? Ich weiß es nicht. Es sind ein paar tausend. So viele sicher, aber ich habe mich selber aus den Dashboards ausgesperrt, weil ich mich nicht ablenken will. Ich will ein gutes Produkt machen. Und die einzige Währung, die KPI, auf die es für mich ankommt, ist. Werden wir bei jeder Episode besser? Und wie ist der NPS, der Net Promoter Score? Und den messen wir in Bewertungen. Also, wenn du den Podcast unterstützen willst, dann nimm dir eine Sekunde Zeit und gib eine Bewertung ab. Au Der Plattform deiner Wahl. Das ist die einzige KPI, die ich mir angucke, um herauszufinden, gefällt der Content den Hörern? Und das ist für uns das Allerwichtigste, um auch ein Stück weit dazu lernen, die Kommentare zu lesen. Und deswegen ist das Der einzige Feedback-Kanal, den ich nutze, drück kurz Pause und rate den Podcast. Vielen Dank. Roboter. Auch ein faszinierendes Thema gerade. Du hast ja zwei Investments gemacht, du hast gerade, wenn du bei Archer investiert warst, der Founder von Archer hat eine neue Firma gegründet, Figure, wo du auch investiert bist, also quasi Repeat Customer bei dem in den USA. Wie siehst du Robotics gerade. Cool, nein. Ich denke, das hat doch das Potenzial, wenn wir in 20 Jahren zurückschauen, so die größte Erinnerung zu sein.

50:36 Humanoide Roboter & das bedingungslose „Respekt-Einkommen“

50:36 Lukasz Gadowski: Oder? Korrekt.

50:37 Feliks Eyser: Wie die Städte aussehen, wie Dienstleistungen erbracht werden, wie Logistik funktioniert.

50:45 Lukasz Gadowski: Ja, musst du nicht mehr arbeiten. Kannst du neue Probleme haben. Was machst du mit deiner Zeit, ja? Wenn die Roboter quasi alles Alles für uns machen. Aber auch hier, es gibt natürlich auch wieder eine Gefahr bei so starken Technologien. Und die große Gefahr unter Virus sind diese bewaffneten Konflikte. Also, das ist auch sozusagen, was die Welt braucht gerade. ist Frieden, ja. Und was was da kolportiert wird, sozusagen, als uns alles als Defense verkauft wird, also da das ist sehr gefährlich. Weil wenn du weißt ja gar nicht Also ich verstehe nicht, ich bin auch wirklich enttäuscht von diesen ganzen Technologieunternehmern und auch den Investoren, die da jetzt alle Defense machen. Ich bin wirklich enttäuscht. Du brauchst dich nur ein bisschen mit Geschichte zu beschäftigen. Es ist einfach intellektuell. Also entweder es ist nicht besonders smart oder es ist nicht besonders herzhaft, sage ich mal. Es ist one of the tools, either evil or Dump. Ich habe mit Unternehmern schon gesprochen, wo ich dachte, die sind einfach dump. Und man sieht, du glaubst das wirklich und so? Der so. Nee, aber es ist ein gutes Geschäft, habe ich gemerkt. Aha, der ist nicht dampf.

52:00 Feliks Eyser: Fließt natürlich Massiv Geld rein, ist klar.

52:01 Lukasz Gadowski: Du fließt natürlich Geld rein, du kannst Geld verdienen. Klar kannst du Geld mit Waffen verdienen. Herzlichen Glückwunsch. Und wenn du aber dann diese Robotersache weiterdenkst, what could possibly go wrong? Und guck dir mal die Geschichte an. Demokratie, ja gut, Nazis sind auch demokratisch. gewählt worden. Also Trump auch demokratisch gewählt worden. Wobei Trump versucht ja sogar Kriege zu beenden, ja. Und macht jetzt natürlich Neue auch, was hat wirklich. Aber die Kriege haben sie vor Trump auch schon angefangen. Da haben sie die Rhetorik und so und da haben sie sich ja unsere Partner verkauft, aber hey.

52:40 Feliks Eyser: Was hieß das größte Risiko an Robotern? Dass die bewaffnet durch die Gegend laufen, dass die.

52:45 Lukasz Gadowski: Du kannst ja AI gar nicht kontrollieren und du kannst den Roboter gar nicht kontrollieren. Das ist so ein Ob das Hacker sind, die die missbrauchen, ob das ein quasi ein psychisch kranke AI ist. Oder ob das eine rationale AI ist, die einfach sagt, die Menschen sind so zerstören. Diese Kombination aus Robotik und Waffen, das kann niemand kontrollieren, ja. Auch ohne Roboter kannst du es nicht kontrollieren. Du weißt doch nicht, wer als nächstes, wer da irgendwie dann immer am Trigger sitzt. Und es ist so einfach, Division zu sehen, ja. Und es ist viel schwerer, Einigkeit wieder zu kriegen. Wenn ich jetzt schlecht über dich spreche und so irgendwel Gerüchte streue und dann. . Ja, dann wirst du das mitkriegen. Ich habe schlecht über dich gesprochen, Gerüchte gestreut, das kriege ich ja nie wieder eingefangen. Also Konflikte, Konflikte entstehen, ja. Also wir brauchen, wir brauchen sozusagen Ja, wir brauchen Frieden, gut mit unseren Nachbarn auskommen. Ja, dieses Narrativ von der eine ist böse, der eine ist gut, das hält keiner. Keiner tieferen Betrachtung stand.

53:58 Feliks Eyser: Gut und böse gibt es auf allen Seiten.

54:02 Lukasz Gadowski: Es gibt gute Amerikaner, es gibt böse Amerikaner, es gibt gute Deutsche, es gibt böse Deutsche, es gibt gute Chinesen, es gibt böse Chinesen. Und dann die Kultur.

54:10 Feliks Eyser: Gute Roboter, böse Roboter vielleicht.

54:12 Lukasz Gadowski: Vielleicht auch, ja. Und die Kultur des einen oder anderen ist Ja, wenn wir uns jetzt mal empirisch anschauen, wie viele Kriege China führt, empirisch, guck mal, frag mal ChatGPT. Nicht so viele. Frag mal ChatGPT, how many. Beteiligung von Kriegen China die letzten 50 Jahre, wie viele Vertriebene und wie viele Tote.

54:32 Feliks Eyser: Was sagt der GPT mehr?

54:34 Lukasz Gadowski: Das sind sehr kleine Zahlen. Und wenn du das vergleichst mit irgendwelchen anderen Ländern, die Kriege führen, dann wirst du plötzlich sehen, wer den Track-Rekord hat. Was ist die Rhetorik, was ist der Track-Record? Völlig out of whack. Was ist die Rhetorik? Was ist die Empiré? Was ist der Track Record? Und wenn du es dann, selbst wenn du die absoluten Zahlen anschaust, sieht das Wahnsinn aus. Wenn du dann noch pro Kopf das umrechnen würdest, herzlichen Glückwunsch. Also Defense hat leider nicht meinen Respekt.

55:07 Feliks Eyser: Hast du auch in deinen Plan geschrieben? Das finde ich ganz faszinierend, dass du auf deiner Webseite von Team Global dein Multi-Yar-Plan runtergeschrieben hast, wo du sagst Mobility for a better world, aber auch sagst Prosperity and Peace ist einer von fünf Punkten.

55:26 Der Masterplan: Prosperity, Peace & Education

55:26 Lukasz Gadowski: Prosperity and Education? Prosperity and Peace is interessant. Prosperity and Education, Prosperity and Peace. Also dieses. Und dann sozusagen dieses Bild. Du hast vorhin gesagt, der deutsche Kapitalismus ist so schwer. Wir sind in einer Bubble. Also wenn du quasi erfolgreicher Unternehmer bist, klar bist du in der Bubble. Du kannst dir mehr leisten, ob das jetzt Gesundheitswesen ist oder irgendwelche anderen Annehmlichkeiten. Aber das Ziel ist grow the bubble. There has to be a bubble first and then you can grow it. Und ich glaube, die Roboter, das hat die Chance, Prosperity. Grow the bubble. auch zum Beispiel Landwirtschaft, Agriculture mit neuen Technologien, was damals Haber Bosch-Prozess war, was damals wahnsinns neu effizient war, ist heute völlig ineffizient. Da versickert irgendwie Düngemittel im Boden. Du könntest quasi Landwirtschaft ohne Land machen. Wenn du Landwirtschaft ohne Land machst, wird die Fläche wieder frei. Einfach in Reaktoren letztlich, weil das sind ja eigentlich Bio Prozesse, die da passieren. Die musst du auch verdichten.

56:30 Feliks Eyser: Okay.

56:30 Lukasz Gadowski: Gibt es da Startups, die sowas machen oder gibt es da. Da gibt es Startups, die sowas machen, aber die Technologie ist noch nicht ganz so weit. Es ging los mit Insulin. wo du insulinsynthetisch herstellen kannst. Jetzt sind sie langsam so, na, also das nächste große wäre so Milch, dass du Milch wirklich künstlich machen kannst. Oder ein Fleisch natürlich auch, aber da sind noch nicht ganz so weit. Das sind übrigens auch die Laser interessant, die lasergetriebenen Teilchenbeschleuniger, weil die können auch Protein-Mapping machen. Jetzt springe ich natürlich super in den Themen. Aber es geht, ich meine, um Prosperity zu sagen, es muss ja erstmal genug da sein.

57:05 Feliks Eyser: Und die Roboter können helfen, Arbeit zu verrichten, die heute Menschen machen. Das hat natürlich dann zwei Effekte. Auf der einen Seite ist gut, ein Roboter macht. Er kann in 24-7 im Zweifel arbeiten, solange die Batterie reicht. Der Mensch kann was Besseres machen. Er hat vielleicht kurzfristig aber auch keinen Job und man muss in der Gesellschaftsordnung nochmal überlegen. Wie funktioniert eine Umverteilung, wenn quasi Wohlstand kriegt, ein Wohlstandkrieg? Es ist erstmal gut, dass der Roboter diesen Job macht, dass der irgendwie auf dem Feld rumläuft oder eine Stadt.

57:30 Lukasz Gadowski: Genau, die Umverteilung muss dann passieren, ja, aber die wird dann passieren. Also das ist dann, also ich sage das bedingungslose Respekteinkommen. Was heißt das? Nicht das bedingungslose Grundeinkommen, sondern das bedingungslose Respekteinkommen, dass du ein Leben so führen kannst, dass du respektiert wirst und dich selber respektiert fühlst. Das kannst du ja nicht mit einem Grundeinkommen, wo du dir kein Theaterticket leisten kannst und keine Reise ohne nicht vernünftig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kannst. Und wer dann mehr will, will Alpha-Tier sein will, der ist immer noch motiviert, irgendwas zu leisten, Künstler oder ob jetzt Unternehmen oder was auch immer. Das heißt, ich glaube nicht, dass es den Leuten die Motivation nimmt, sondern es entlässt sie aus der Sklaverei. Ein Stück weit, gell? Und auch diese, und nochmal, das sind so viele Sachen, ja, auch dieses, auch dieses Lernen. Ich glaube, jeder Job Macht Spaß, eine Zeit lang. Aber teilweise einfache Jobs über Jahre lang, das ist nicht okay. Aber wir springen. Also, das eine war Prosperity und Peace, genau. Prosperity und Peace. Ja, und das hängt alles miteinander zusammen. Und auch Education. Ja, wir haben in das Future Space in Kassel. So als Beitrag zu einer anderen Art von Education, was auch in Zusammenarbeit mit Schulen passiert. Das ist so ein physischer Space in der Innenstadt von Kassel, wo auch Schulklassen hinkommen. Mit anderen Lehrmaterialien, anderen Lehrmethoden bestimmte Themen abprüfen können.

58:52 Feliks Eyser: Ist das im Rahmen von dem Schülerforschungsnetzwerk in Deutschland? Erklär mal, was das ist, hast du mit deinem ehemaligen Lehrer zusammen. Genau, mein Physiklehrer hat das SFN Schülerforschungsnetzwerk gegründet

59:02 Lukasz Gadowski: und wir haben dann gemeinsam das Future Space gegründet. Da haben wir es leider dann nicht lange, nachdem wir es gemacht haben, hat es noch mit angeschoben, ist dann leider verstorben. Wo er noch voll fit war. Also plötzlich und unerwartet. Ja, aber das ist so, das ist so. Wie Lernschüler da? Die lernen interaktiv, indem sie Sachen selber machen, indem sie Fragen gestellt bekommen und auf die Fragen Antworten suchen und dann dazu hingeleitet werden. die Lösung zu, die Lösung zu finden. Die kriegen keinen Frontalunterricht, hier ist die Lösung und das und das, sondern es ist interaktiv, es ist fragend. Also ich glaube, die Bildung der Zukunft ist auch so, du hast eher so Coaches quasi. Und findest Sachen selber heraus. Du lernst dann, wenn du dich für Dinge interessierst. Das heißt, du hast, du hast mehr Wahlen. Du akzeptierst vielleicht ein bisschen Zwang, wenn die

59:56 Feliks Eyser: Wenn das Ratio zwischen Zwang und Freiheit und das, was du machst, akzeptierst du reasonable, ja.

1:00:05 Lukasz Gadowski: Also ich glaube, da ist ganz viel Arbeit und nimmt uns auch wieder hier Geschichte. Wenn man sich mit Geschichte anbeschäftigt, ja, wo? Also große Bildungsreform ist das, was er auch Deutschland vorangebracht hat, ne, mit Friedrich der Großen, da hat die allgemeine Schulpflicht eingeführt. Das war damals völlig undenkbar. Die allgemeine Schulpflicht. Also auch hier wieder sozusagen Lesen Geschichte. Friedrich der Großen kann ich sehr Sehr empfehlen, ja. Das ist mit eine Schlüsselfigur. Peter der Große übrigens auch.

1:00:31 Feliks Eyser: Was ist generell der Hintergrund von diesem Plan? Wieso hast du das erstellt?

01:00:37 Vision 2175: Supply Chains auf dem Mond & Wetterkontrolle

1:00:37 Lukasz Gadowski: Ziele zu haben, weiß nicht. Das Universum macht es, ja. Langfristige Ziele, langfristige Vision. Ich glaube, also es war auch, wir haben uns ja vorhin unterhalten, über Lernen, ja, rechte Gehirnhälfte Ich glaube, dass wir als viel zu analytisch teilweise sind. Wenn du dir ein Ziel setzt und an das Ziel glaubst, dann macht dein Hirn automatisch dann die Sachen, die da Hinführen. Du musst diese analytischen Schritte teilweise gar nicht so sehr machen. Deswegen ein Ziel und eine Vision.

1:01:07 Feliks Eyser: Du hast es quasi ins Universum gesetzt.

1:01:09 Lukasz Gadowski: Ein Ziel und Vision erlauben und dann, ja.

1:01:12 Feliks Eyser: Woran arbeitest du gerade am meisten? Oder wo würdest du gerne mehr Zeit drauf verbringen, auf deinen Themen vom Plan?

1:01:18 Lukasz Gadowski: Also viel habe ich mich gerade mit Spread Group auch beschäftigt. Das wollen wir, das ist ja eins, das ist mein erstes Unternehmen. Was passiert da gerade so? Das will ich umbauen in Richtung Marke, weil das ist momentan Print und Demand, aber kein Markenumfeld, das soll ein Markenumfeld werden. Was bedeutet das? Und auch sozusagen, das braucht auch technologische Updates, weil die Technologie ist dort veraltet. Man kann eigentlich nicht mehr das machen, es kann eigentlich nicht mehr das, was es ursprünglich mal sollte. Sehr einfach Merchandising oder heute würde man sagen Fashion Call-up-Service. Das heißt, da bist du wieder richtig involviert, du bist da. Fashion, Fashion und dem Matter. Da bin ich nach wie vor Chairman und über die Jahre mal wieder gerade so mehr, mehr aktiv. Dann noch, ja, dann weiterhin die Air-Taxis, ja, hier vor allem Zapata. Dann Batterien mit Theion, das ist hier, habe ich vorhin erwähnt. Die Lasergeschichten, Miles Mobility.

1:02:16 Feliks Eyser: Ja, haben wir gar nicht erwähnt. Da fallen ja so ein paar Sachen hinten runter bei den vielen Sachen, die du gemacht hast, bei Miles bist du auch. Aktiver Shareholder, der gehört die Hälfte der Firma, muss gut laufen.

1:02:25 Lukasz Gadowski: Läuft gut, aber auch sozusagen gemischt. Ist jetzt kein super einfaches Geschäftsmodell, aber total tolle, total toller Service und auch eine große Zukunft von Shared Mobility sozusagen. Ein Shared Auto verbringt, macht ungefähr die sieben einfache Leistung eines Eines Autos im Besitz haben. Genau, und dann wird es auch noch abgedatet als Robotaxi. Also hier die Vision auch, dass das viel flächendeckender sein wird. von Miles. Weil wir sind momentan nur in den Großstädten. Kann man auch nicht flächendeckend dann, aber zumindest punktuell auch Ein deutschlandweites Netzwerk draus machen und dann später Richtung Shared Service auch noch mit Autonomy. Was glaubst du, was die Timeline zur Autonomie? Weiß ich nicht. Ist schwierig, weil du einfach diese Fußgänger hast und es ist rechtlich schwierig. Ich glaube, irgendwann mal, wenn einfach so klar ist, empirisch, dass es sicherer ist. Ist es noch nicht klar? Auch hier wieder, es gibt so viele Widerstände einfach. Ich glaube, es wäre wahrscheinlich schon klar, aber dann müsstest du wieder das gesamte System auf einmal umstellen. Also, das ist so ein bisschen eine Transformation. Das wird wahrscheinlich 10, 15, 20 Jahre dauern. Und dann wird es aber richtig cool. Niemand redet übrigens über die Verkehrstoten. Die Zahlen sind staggering, wie viele es gibt. Ja, weltweit.

1:03:50 Feliks Eyser: Insgesamt. Nicht durch autonomes Fahren, sondern durch reguläres Fahren.

1:03:54 Lukasz Gadowski: Durch reguläres Fahren. Autonomes Fahren sind kaum welche. Also es gibt ja auch kaum autonomes Fahren insofern. reguläres Teil, das sind das sind das sind hunderttausende. Das ist ein Riesenkiller. Heute würde man so ein System gar nicht mehr gar nicht mehr zulassen. Also wenn das jetzt die heutige Innovation wäre, das wäre viel zu gefährlich, Straßenverkehr.

1:04:16 Feliks Eyser: Was glaubst du, ist ein Timeline bei Robotern? Wann haben wir ein Zuhause oder in einem Lager? Ich glaube, die ersten können vielleicht in zwei, drei Jahren sogar schon ein Zuhause haben.

1:04:25 Lukasz Gadowski: Im Lager auf jeden Fall. Also im Lager ja schon jetzt, ja. Aber ich glaube, zwei, drei Jahren könnte ich mir schon die ersten Anwendungen vorstellen.

1:04:34 Feliks Eyser: Es gab ja gerade eine Company, ich glaube, aus den Nordics. One X heißt sie, die waren ja gerade wieder groß in der Presse durch Autonome. Durch humanoide Roboter, die eben nicht autonom waren. Das war dann so ein bisschen der Nebensatz, dass die dann quasi ferngesteuert werden, wo irgendjemand mit einer Oculus sitzt und das Ding dann bedient und du quasi so Stunden buchen musst. Also war quasi so ein bisschen eine. Eine Mogelpackung, äh, sozusagen, was die Autonomie angeht. Was glaubst du, ist da noch der Engpass oder was muss da noch alles Ich glaube, die Software ist noch nicht so weit.

1:05:05 Lukasz Gadowski: Ich glaube, die Software ist noch nicht so weit, die das letztlich die LART Traffic Models müssen sozusagen ausreichend gefüttert sein, um auch jeden Edge Case abzuliefern. Du brauchst viele Daten, die sind wahrscheinlich gar nicht so einfach zu bekommen. Genau, da brauchst du wahrscheinlich noch eine noch eine noch ein Logiklayer. Aber das wird ja sowieso gerade gebaut. Anhand der Large Language Models, da passiert da so viele Innovation. Und dann brauchst du halt die Daten sammeln und musst die Systeme trainieren. Würdest du einen bei dir zu Hause hinstellen? Einen humaninen Roboter? Ich denke schon, ja.

1:05:39 Feliks Eyser: Und ich meine, gerade China ist halt auch super viel los, oder?

1:05:41 Lukasz Gadowski: Die sind natürlich gut, was Hardware anbetrifft. Die haben die ganze Supply Chain, ja. Unitree heißt ja, glaube ich.

1:05:47 Feliks Eyser: Unitree ist einer, genau. Wir haben über Education gesprochen, wenn du jetzt nochmal neu anfangen müsstest zu studieren, wenn du jetzt 18 bist, hier wie Elias um die Ecke. Wie würdest du entscheiden, was du. Lernst.

01:06:02 Ratschlag an 18-Jährige: Was man heute lernen muss

1:06:02 Lukasz Gadowski: Also ich würde lernen, wie man schnell lernt und ich würde sozusagen schrittweise sozusagen dann das ziemlich umfassend machen. Mathe, Naturwissenschaften, Geschichte, Jura, Kunst, ein bisschen, Volkswirtschaft, wichtig, Volkswirtschaft und Finanz. Ich glaube, dann ist man so ein runder Charakter. Und ich glaube, auch für unsere politische Klasse, für die 18-Jährigen. Ich glaube, so sollte unsere politische Klasse Ausgebildet sein, so wie ich das eben gesagt habe. Unternehmertum, aber auch Get Things Done, das ist Unternehmertum-Organisation. Also, also diese ganzen Bereiche. Das ist natürlich super viel, super ambitionierend. Aber wir haben ja auch die Möglichkeiten. Und ich glaube, desto ambitionierter man ist, desto mehr erreicht man. Und ich glaube, eine politische Klasse, was wirklich Meritokratie ist, ist das, was die, das ist das, was wir gerade brauchen. Leute, die wirklich gut ausgebildet sind auf mehreren Disziplinen. Und Philosophie, vielleicht würde ich dann auch noch erwähnen, weil aus Philosophie kommt letztlich auch Ethik. Und Ethik ist natürlich auch Auch wichtig. Ich spreche auch immer wieder sozusagen von Karma. Also ich glaube da.

1:07:15 Feliks Eyser: Was bedeutet Karma für dich?

1:07:16 Lukasz Gadowski: Karma bedeutet das, was man in die Welt hinausgibt, das kriegt man auch zurück. Das wird so, ähm, das wird so widergespiegelt. Good Karma, Bad Karma. Genau, und deswegen ist auch Philosophie, glaube ich, gehört mit dazu.

1:07:32 Feliks Eyser: Und das alles zu lernen, glaubst du an ein Universitätssystem? Glaubst du mehr an Eigendidaktik? Würdest du da heute vorgehen?

1:07:38 Lukasz Gadowski: Ich glaube sozusagen Eigendidaktik, aber viel Freiheit auch. Also viele tolle Universitäten stellen ihre Kurse online und so weiter. Ich glaube, so ein bisschen Menü Pick and Choose. Trotzdem diese, also auch hier wieder, Grow the Bubble, ja. Die Eliten sind wichtig, ob das jetzt Oxford, Harvard, Stanford ist. dahin kommen an die 18-Jährigen. Guckt euch die Kriterien an, dahin kommen. Am Ende wird dann natürlich nicht jeder landen können. Das heißt, wir brauchen nach und nach mehr solche Institute. Das ist einfach diese Bubble von diesen paar Elite-Universitäten, dass die dass die immer größer wird. Aber pick and choose vom Menü, ja. Als Unternehmer glaube ich weniger abhängig von irgendwelchen externen Validierungen, ob da jetzt ein Diplom ist oder nicht. Sondern das, was du im Kopf hast, was du weißt. Also viel auch, ja.

1:08:32 Feliks Eyser: Und Unternehmern tut man sich ist ja auch schon. Multidisziplinär sind da so viele kleine Mikroskills, die man als Founder lernt.

1:08:40 Lukasz Gadowski: Ja, aber am Ende Und sich die guten Lehrer suchen, die zu einem passen oder die guten Coach, die guten Coaches, die zu dem eigenen Lernstil passen. Und viele sind ja auch passioniert, ja. Also die Genau suchen. Was ist die Can-Do-Attitude? Das hast du ab und zu gesagt. Kan-Do einfach an das positive Glauben, auch hier wieder, wenn man irgendwas glaubt, wird es manifestiert. Wenn man daran glaubt, man kann es tun. Wenn ich glaube, ich kann was erreichen oder kann was schaffen, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es dann auch tatsächlich so passiert, dass das manifestiert wird. Can do. Geht vom Positiven aus und ist überzeugt davon, ich erzeuge, ich setze mir ein Ziel, bin überzeugt davon, ich werde es erreichen und dann The universe will do its thing, including using me.

1:09:24 Feliks Eyser: Gibt es einen Weg zu lernen, größer zu denken? Im Sinne von die großen Probleme anzugehen, wie Wie du das tust, ist das eine.

1:09:34 Lukasz Gadowski: Ich glaube, das ist eine Progression, schrittweise. Ich kann jetzt sozusagen mit Track Record Delivery Hero kann ich sagen, irgendwie, ja, ich träume davon, irgendwie mein Kriterium ist Triceratops. Das ist einigermaßen kredibel, wenn ich jetzt noch gar nicht

1:09:46 Feliks Eyser: Ist eine Frage von Ressourcen, Frage von Track Record?

1:09:48 Lukasz Gadowski: Frage von, genau, so eine Lernkurve. Und das andere ist auch hier wieder Literaturbildung. Wenn ich mich sozusagen mit den großen Personen mich beschäftige. dann denke ich automatisch auch in diesen Dimensionen, ob das die führenden Wissenschaftler sind, die führenden Politiker, führende historische Personen. Ja, also das ist sozusagen Lesen bildet.

1:10:08 Feliks Eyser: Wenn du noch eine Message hättest an die junge Generation oder andere Founder da draußen, wenn du eine SMS schicken könntest, dann an alle, was steht da drin? Peace.

1:10:18 Lukasz Gadowski: Imagine, ja? Imagine. Imagine. Okay. John Lennon-mäßig. Das ist John Lennon-mäßig, aber Imagine ist auch wieder diese Zukunftsgläubigkeit. Also stell dir vor, du lebst vor 100, 150 Jahren. Nehmen wir 150 ist noch krasser. Aber wie sah die Welt damals aus? Das war ja Pre-Ectricity vor 150 Jahren. Stell dir vor, wir hätten hier gesessen an irgendeinem Bartisch. Wir hätten natürlich keine Mikrofone, keine Technologie. Und wir würden uns über die Zukunft unterhalten. Und ich oder du würdest mir erzählen oder wir würden irgendjemand erzählen. In 150 Jahren wird es so aussehen, würden die Welten heute beschreiben. Hätte doch jeder gesagt, du hast ein Bier zu viel gehabt. Oder zwei.

1:10:59 Feliks Eyser: Deswegen, imagine, ja. Was glaubst du, wenn wir das Gespräch heute führen? Wie sieht die Welt in 150 Jahren aus?

1:11:04 Lukasz Gadowski: Imagine, ja.

1:11:05 Feliks Eyser: Unvorstellbar.

1:11:06 Lukasz Gadowski: Also ich habe ja auch geschrieben, Supply Chain on the Moon, das ist vielleicht eine ganz interessante Geschichte, ja. Weil Moon hat schon mal Helium 3, das ist so ein Isotop von Helium, das wird vom Sonnenwind, das kommt im Sonnenwind, lagert sich auf dem Mond ab. Bei uns wird es reflektiert vom Erdmagnetfeld, deswegen haben wir das hier nicht. Wäre eigentlich gut für Fusion. Aber es gibt auch viele andere Ressourcen auf dem Mond. Und eins der Investments, das ich getätigt habe in den USA, ist SpinLaunch. Das ist eine Zentrifuge als Satellitenlauncher. Das heißt im Prinzip, ich mache so einen Abend, tue da so einen Satelliten dran in so einem Geschoss wie. Wirbel das herum auf sechs, siebenfache Schallgeschwindigkeit lasst dann los. Das heißt, ich kann so ein Satellitenkatapult. Kann man auch mit elektrischer Energie betreiben, gibt kein CO, also zumindest keinen CO2 durch den Verbrennungsprozess dabei, wenn ich die Energie elektrische Das System gibt es in den USA, ist aber noch zu klein, um sinnvolle Nutzlast in die Erdumlaufbahn zu bringen. Wenn ich aber in der Größe, in der ich die Technologie schon bewiesen habe, einmal so ein Ding auf dem Mond tun würde, kann ich At zero marginal cost Sachen vom Mond entweder in die Erdumlaufbahn bringen oder Einfach toss it on Earth. Das heißt, ich baue one-of-cost to bow a supply chain on the moon. I can mine the moon, I don't destroy any nature there, it's a piece of rock. Zumindest haben wir noch nichts gefunden da, nicht, dass wir da alles aufbohren und da. Leben irgendwelche Mondwürmer. Wissen wir ja nicht, kann ja sein. Wer weiß, im Inneren des Mondes schon, was da ist. Aber ziemlich unwahrscheinlich. Also. Ja, wir könnten den Mond meinen. Und dann, wenn ich sozusagen Zero Marginal Cost dann Sachen in den Erdunlaufbaren machen kann, dann kann ich mir vorstellen, ich kann einen Satelliten, ich kann einen Sonnenschirm machen. Dann hast du auch kein Problem mehr mit der Erderwärmung. Du machst einfach ein Solar Panel around the Earth.

1:13:03 Feliks Eyser: Im Sonnenschirm wie im Garten.

1:13:05 Lukasz Gadowski: Sonnenschirm wie im Garten. Und dann kannst du den sozusagen selektiv Transparent machen, also kannst du steuern, wie viel Energie du nimmst, kannst du es selektiv machen und dann könntest du auch damit das Wetter beeinflussen. Weil sozusagen Wetter sind ja Luftströmungen. Und Luftströmung, wenn ich sozusagen, stell dir vor, hier bläst der Wind, über Wasser, ja, hier heizt sich das Wasser auf, dann kommt es Steigt es auf, dann denkt den Wind um. Dann könnt ihr sozusagen mit Big Data rausfinden, wo muss ich wie heizen und gehen. Dann hast du immer Sonnenstäte, machen wir Berlin hier.

1:13:34 Feliks Eyser: Dann können wir das Berlin-Problem endlich mal lösen.

1:13:36 Lukasz Gadowski: Machen wir Berlin 330 Sonntage, ja. Und dann lenken wir die Wolken so, dass es nachts regnet, wenn wir ein bisschen regen wollen, um die Straßen zu säubern. Also so 150 Jahre, du hast gefragt. Also wäre so ein Beispiel. Lukas, mega cool, dass du dir die Zeit genommen hast.

1:13:55 Feliks Eyser: Ja, danke dir. Danke nach der deutschen Gründerszene für all die Arbeit, die du reingesteckt hast, das deutsche Internet mitzuprägen. diese Investmentlandschaft aufzubauen und dass du dich jetzt diesen riesigen Themen widmest. Und natürlich im Namen der Founder Mode Community, dass du auch hier die Zuhörer mit deiner Story inspiriert hast, mich eingeschlossen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit dir zu sprechen.

1:14:16 Lukasz Gadowski: Vielen Dank für die Einladung

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