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mit Jürgen Mehrtens & Dr. med. Jan K. Hennigs, Mitgründer und CEO sowie Founding Head of Medicine & Science der Longevity-Klinik YEARS in Berlin

12. Juni 2026 · 103 Min

Zusammenfassung

Jürgen Mehrtens und Jan K. Hennigs von YEARS erklären das Geschäft hinter einem 16.900-Euro-Check-up, was sie bei der Hälfte der fitten Founder finden und warum Schlaf jedes Peptid schlägt.

Einer der beiden YEARS-Gründer im Gespräch im Founder-Mode-Studio

Jürgen Mehrtens und Dr. med. Jan K. Hennigs bauen mit YEARS eine Longevity-Klinik in Berlin-Charlottenburg. Feliks startet mit der Frage, wie viele Lebensjahre man sich für das teuerste Paket für 16.900 Euro kauft. Jan erklärt, dass YEARS keine Lebensjahre verkauft, sondern Risiken sichtbar macht: Ein Tag in der Klinik mit 3D-Scan, Lungenfunktion, Hautfotos fürs Krebsscreening, Ultraschall, großem Labor, oralem Glukosetoleranztest, 45-minütigem Hirnleistungstest, VO2max auf dem Rad und im Evolve-Paket einem Ganzkörper-MRT. Das Ergebnis überrascht ihn selbst als Arzt: Bei mindestens der Hälfte der Patienten finden sie Auffälligkeiten, die nach Leitlinien behandelt werden müssten, oft bei schlanken, sportlichen Leuten, Jürgen eingeschlossen.

Dann die Zahlen. Der Standort in Berlin hat knapp 1,5 Millionen Euro gekostet, im letzten Quartal lag der Umsatz bei knapp 450.000 Euro, die Klinik ist an der Kapazitätsgrenze. Ab Juni rechnet Jürgen mit 150 bis 160 Patienten im Monat und mit 2,5 bis 3 Millionen Euro Jahresumsatz für eine gut laufende Klinik. Nur rund zwei Drittel der Webseitenpreise sind YEARS-Umsatz, weil Labor, Genetik und MRT direkt mit dem Patienten abrechnen müssen. Preise sind an die Gebührenordnung für Ärzte gebunden, Rabatte auf medizinische Leistungen, Affiliate-Programme, Bundles und Memberships sind verboten. 50 Prozent der Kunden kommen über Empfehlungen, danach Influencer, die das Programm selbst durchlaufen, seit zwei, drei Monaten Paid Meta, wo Angst vor Krankheit nachweislich klickt.

Der zweite Teil ist ein Evidenz-Check. Die Basics schlagen alles: 150 Minuten moderate Ausdauer plus zweimal Krafttraining pro Woche senken die kardiovaskuläre Sterblichkeit auf 60 Prozent, dazu mediterrane Ernährung, 1,6 bis 2 Gramm Protein pro Kilo und möglichst wenig Ultra-Processed Food. Der größte Hebel ist Schlaf, der kleinste Trick sind erreichbare Ziele mit Kalenderblock und 1:1-Accountability. Beim Longevity-Bingo ziehen die drei Karten: Peptide wie BPC-157 haben keine Daten im Menschen und kommen oft vom Telegram-Dealer, Sauna hat in einer finnischen Studie Evidenz, Eisbad hilft nach Ausdauersport, Rotlicht und IV-Drips bringen Gesunden nichts, Alkohol hat medizinisch keinen Nutzen.

Bei den Abnehmspritzen wird Jan deutlich: GLP-1 ist für Übergewichtige ein Game Changer, muss aber dauerhaft genommen werden, beim Absetzen kommen zwei Drittel des Gewichts bei zwei Dritteln der Leute zurück. Microdosing, wie Feliks es macht, hat keine Daten. Testosteron wirkt nur bei nachgewiesenem Mangel, Supplements behandelt Jan wie Medikamente: erst messen, dann gezielt ergänzen. Zum Schluss erklärt Jürgen das eigentliche Geschäftsmodell: Die Klinik soll eine Kohorte von Patienten aufbauen, die jedes Jahr dieselben Tests macht und so ein Verlaufsdatenset von Aging-Biomarkern liefert. 75 bis 80 Prozent der Patienten stimmen der Datennutzung zu, Umsatz macht YEARS damit noch nicht. Ein zweiter Standort in München soll Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres öffnen.

Zahlen aus der Folge

16.900 €
Preis des teuersten YEARS-Pakets
mindestens die Hälfte
Patienten mit behandlungsrelevanten Auffälligkeiten
20 bis 30 %
Anteil Gründerinnen und Gründer unter den Patienten
knapp 1,5 Mio. €
Kosten für Ausbau und Geräte des Standorts Berlin
4 weitere Zahlen
knapp 450.000 €
Umsatz im letzten Quartal
ca. zwei Drittel
Anteil der Webseitenpreise, der YEARS-Umsatz ist
50 %
Kunden, die über Empfehlungen kommen
75 bis 80 %
Patienten, die der Nutzung ihrer Daten zustimmen

Worüber am meisten gesprochen wurde

Anteil an der Gesprächszeit, berechnet aus den Kapitel-Längen (ohne Intro).
Longevity-Hacks im Evidenz-Check
54 % · 53 Min
Marketing & Regulierung
13 % · 12 Min
Basics: Sport, Ernährung, Schlaf
12 % · 12 Min
Geschäftsmodell & Zahlen
12 % · 12 Min
Check-up & Diagnostik
9 % · 9 Min
Gesprächsverlauf

Kapitel

  1. 00:00Trailer & IntroIntro
  2. 04:46Was beim Check-up passiert: 3D-Scan, Labor, Hirnleistungstest, MRTCheck-up & Diagnostik
  3. 09:40Unentdeckte Krankheiten: Was YEARS bei der Hälfte der fitten Patienten findetCheck-up & Diagnostik
  4. 13:44Die Klinik-Zahlen: 1,5 Millionen Euro Aufbau, knapp 2 Millionen UmsatzGeschäftsmodell & Zahlen
  5. 15:58Marketing für eine Klinik: Empfehlungen, Influencer und warum Angst klicktMarketing & Regulierung
  6. 28:22Die Basics: Sport, Ernährung und Schlaf als größter HebelBasics: Sport, Ernährung, Schlaf
  7. 40:25Peptide: Was sie können und warum der Kauf über Telegram riskant istLongevity-Hacks im Evidenz-Check
  8. 47:42Eisbad, Sauna, Rotlicht, IV-Drips: Was die Studien wirklich zeigenLongevity-Hacks im Evidenz-Check
  9. 01:01:16Abnehmspritzen: Wie GLP-1 wirkt und warum man es dauerhaft nehmen mussLongevity-Hacks im Evidenz-Check
  10. 01:33:02Das Datengeschäft: Warum die Klinik nur der erste Schritt istGeschäftsmodell & Zahlen

Key Learnings

  1. 1

    Fit heißt nicht gesund

    Bei mindestens der Hälfte der Patienten findet YEARS Auffälligkeiten, die nach klassischen Leitlinien behandelt werden müssten: Fettstoffwechselstörungen, Prädiabetes, Fettleber, zu hohes Cholesterin, oft bei jungen, schlanken Leuten ohne Symptome. Bei Foundern kommen Schlafmangel, hohe Stressindizes, Ängstlichkeit und Depressionssignale dazu. Jürgen selbst hatte trotz viel Sport eine Vorstufe zur Fettleber und hat erst nach dem Check Zucker und Alkohol gestrichen. Viel Sport kompensiert einen schlechten Lebensstil nicht.

    09:40 · Unentdeckte Krankheiten: Was YEARS bei der Hälfte der fitten Patienten findet
  2. 2

    In der Medizin bestimmt die Regulierung dein Geschäftsmodell

    YEARS ist an die Gebührenordnung für Ärzte gebunden und nicht frei im Pricing. Labor, Genetik und MRT müssen direkt mit dem Patienten abrechnen, deshalb sind nur rund zwei Drittel der Webseitenpreise YEARS-Umsatz, und Kunden des teuersten Programms bekommen bis zu zehn Rechnungen zu zehn Zeitpunkten. Rabatte auf medizinische Leistungen, Affiliate-Programme, Bundles und Memberships sind verboten. Wer in diesem Markt gründet, muss sein Modell um diese Regeln herum bauen.

    13:44 · Die Klinik-Zahlen: 1,5 Millionen Euro Aufbau, knapp 2 Millionen Umsatz
  3. 3

    Empfehlungen, Influencer und Angst: so füllt sich eine Klinik

    50 Prozent der Kunden kommen über Empfehlungen. Danach ist Influencer-Marketing der größte Kanal: Influencer durchlaufen das komplette Programm und erzählen ihrer Community davon, was das komplexe Produkt verständlich macht. Seit zwei, drei Monaten läuft Paid Meta, und in A/B-Tests zeigt sich, dass Angst vor schweren Krankheiten klickt. Dazu ein Plakat vor dem Soho House als Barter-Deal und aktive Optimierung für LLMs über Podcasts und Blog-Einträge, weil Leute ChatGPT nach der besten Longevity-Klinik fragen.

    15:58 · Marketing für eine Klinik: Empfehlungen, Influencer und warum Angst klickt
  4. 4

    Die Basics schlagen jedes Supplement

    150 Minuten moderates Ausdauertraining pro Woche plus zweimal Krafttraining senken die kardiovaskuläre Sterblichkeit in der Gesamtbevölkerung auf 60 Prozent. Laut Jan schafft das kein Medikament und kein Supplement. Dazu mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Olivenöl, wenig Fleisch, 1,6 bis 2 Gramm Protein pro Kilo Körpergewicht und so wenig Ultra-Processed Food wie möglich. Faustregel: Stehen auf dem Proteinriegel mehr als fünf Zutaten, die du nicht aussprechen kannst, gehört er auf die böse Liste.

    28:22 · Die Basics: Sport, Ernährung und Schlaf als größter Hebel
  5. 5

    Schlaf ist der größte Hebel, und fast alle machen ihn falsch

    Die erholsamen Tiefschlafphasen liegen vor allem in den ersten ein, zwei Stunden der Nacht. Wer um zwei oder drei Uhr ins Bett geht, kommt kaum hinein. Zu wenig Schlaf ist mit höherem Herz-Kreislauf-Risiko, Übergewicht und höherer Gesamtsterblichkeit verbunden. Faustregel sieben Stunden, ruhiges und kaltes Zimmer, Handy eine Stunde vorher weg. Wichtiger als die exakt gleiche Uhrzeit ist, rechtzeitig zu gehen und eine Routine zu bauen. Das Gemeine: Was im Schlaflabor funktioniert, klappt zu Hause oft nicht.

    28:22 · Die Basics: Sport, Ernährung und Schlaf als größter Hebel
  6. 6

    Kleine Ziele, Kalenderblock und ein Accountability-Partner

    Wer busy ist, sollte mit lächerlich kleinen Zielen starten: dreimal pro Woche eine halbe Stunde spazieren, als Termin im Kalender geblockt, ein Date mit dir selbst. Klappt das nicht, einmal pro Woche. Gute Gewohnheiten verdrängen die schlechten dann nach und nach. Jürgen setzt auf Vorbereitung, zum Beispiel Protein im Gepäck, damit am Flughafen keine Süßigkeiten landen, und auf 1:1-Accountability: Wenn Nils ihm samstags um sieben seine Laufband-Leistung schickt, steht er eine Stunde später selbst drauf.

    28:22 · Die Basics: Sport, Ernährung und Schlaf als größter Hebel
  7. 7

    Was in der Maus funktioniert, funktioniert nicht automatisch im Menschen

    Peptide wie BPC-157 fördern in Tierversuchen die Regeneration, regen aber auch die Gefäßneubildung an, ein zentraler Prozess bei Krebs. Daten im Menschen gibt es so gut wie keine, weder zur Wirkung noch zur Sicherheit. Research-only-Peptide vom Graumarkt sind nach anderen Reinheitskriterien hergestellt, es gab Schäden durch bakterielle Toxine, und die Einfuhr vieler Peptide ist strafbar. Jans Regel: Er nimmt kein Peptid außer GLP-1, weil nur das mit Studien an Hunderttausenden validiert ist.

    40:25 · Peptide: Was sie können und warum der Kauf über Telegram riskant ist
  8. 8

    Die Klinik ist das Vehikel für ein Datengeschäft

    YEARS will ein Verlaufsdatenset von Aging-Biomarkern aufbauen: eine Kohorte von 1.000 bis 2.000 Menschen, die jedes Jahr exakt dasselbe Programm durchläuft. Solche Zeitreihen gibt es laut Jürgen in dieser Form nicht, und nur mit eigenen Kliniken lassen sich Datenqualität und Retention steuern. 75 bis 80 Prozent der Patienten stimmen der Nutzung zu. Umsatz gibt es damit noch nicht, erste Erkenntnisse erwartet er, wenn Patienten zum dritten Mal da waren. Mögliche Abnehmer: Pharma, Versicherungen, KI-Modelle, eigene Alterungsmodelle.

    01:33:02 · Das Datengeschäft: Warum die Klinik nur der erste Schritt ist

Meistgesehener Clip zur Folge

Eine Stunde Memes im Bett, jeden Abend. Bis ich Instagram gelöscht hab.

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Zitate

Einer der beiden YEARS-Gründer lacht
„Und der aller aller allergrößte Hebel und der allergrößte Hack … ist Schlaf. Das ist das Allerwichtigste.“
Jan K. Hennigs
„… wir sehen schon, dass wenn man Angst kommuniziert, also Angst vor schweren Krankheiten, kommuniziert, dass das ganz gut funktioniert. Angst klickt.“
Jürgen Mehrtens
„Rieseneffekt, das schafft kein Medikament, das schafft kein Supplement sowieso nicht.“
Jan K. Hennigs
„Die gesamte Longevity-Szene ertrinkt in Anekdoten. Jeder hat seinen Stack, jeder hat seine Wunderwaffe. Aber wir brauchen wirklich harte Daten.“
Jan K. Hennigs
„Ich finde bei diesen ganzen Wellness-Maßnahmen, ich habe den Eindruck, dass das alles Tools sind, um Routinen aufzubauen.“
Jürgen Mehrtens

Über den Gast

Jürgen Mehrtens & Dr. med. Jan K. Hennigs

Jürgen Mehrtens & Dr. med. Jan K. Hennigs

Mitgründer und CEO sowie Founding Head of Medicine & Science der Longevity-Klinik YEARS in Berlin · YEARS

Jürgen Mehrtens und Dr. med. Jan K. Hennigs führen YEARS, eine 2023 gegründete Longevity-Klinik in Berlin-Charlottenburg, nah am Kudamm. Jürgen ist Jurist, war vorher mehr als zehn Jahre an der Schnittstelle von Technologie, Gesundheit und Wachstum unternehmerisch tätig und wurde von Investor Nils Regge (Apollo Health Ventures) angerufen, ob er die Klinik führen will; seit rund eineinhalb Jahren ist er Mitgründer und CEO. Jan ist Arzt und Molekularbiologe, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie mit über 20 Jahren in Forschung und Universitätsmedizin in Deutschland und den USA; bei YEARS verantwortet er als Founding Head of Medicine & Science die medizinische Seite. Die Klinik bietet eintägige Check-ups in drei Paketen: Core, Evolve und Ultimate, auf der Website mit 1.990, 7.600 und 16.900 Euro ausgepreist. Dazu gehören unter anderem 3D-Körperscan, großes Labor, oraler Glukosetoleranztest, Ultraschall, 45-minütiger Hirnleistungstest, VO2max-Messung und je nach Paket ein Ganzkörper-MRT. Der Standort hat knapp 1,5 Millionen Euro gekostet, im letzten Quartal lag der Umsatz bei knapp 450.000 Euro, ein zweiter Standort in München ist geplant.

Häufige Fragen

Was ist YEARS?

YEARS ist eine Longevity-Klinik in Berlin-Charlottenburg, die eintägige Präventiv-Check-ups anbietet. Du bekommst eine eigene Suite und eine MFA für den Tag, dann folgen 3D-Körperscan, Lungenfunktion, Hautfotos fürs Krebsscreening, Ultraschall von Halsschlagadern, Herz, Bauch und Beingefäßen, großes Labor, oraler Glukosetoleranztest, ein 45-minütiger neurokognitiver Test, Herzratenvariabilität, VO2max auf dem Rad und je nach Paket ein Ganzkörper-MRT. Ein Arzt bespricht die Ergebnisse und begleitet dich danach weiter.

Was kostet ein Check-up bei YEARS und zahlt die Krankenkasse?

In der Folge nennt Feliks 1.900 Euro für das kleinste Paket, 7.600 Euro für Evolve und 16.900 Euro für das teuerste Paket; auf der Website stehen 1.990, 7.600 und 16.900 Euro. Rund zwei Drittel davon sind YEARS-Umsatz, Labor, Genetik und MRT rechnen direkt mit dir ab. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte, Privatversicherte können die Rechnungen einreichen und bekommen laut Jan rund 80 Prozent erstattet. Gesetzliche Kassen dürfen Prävention nicht bezahlen, es bleibt eine Selbstzahlerleistung. Rabatte auf medizinische Leistungen sind verboten.

Was findet YEARS bei scheinbar gesunden Foundern?

Bei mindestens der Hälfte aller Patienten entdeckt YEARS behandlungsrelevante Auffälligkeiten, die keine Symptome machen: Fettstoffwechselstörungen, Prädiabetes, Fettleber und zu hohes Cholesterin, auch bei jungen, schlanken Leuten. 20 bis 30 Prozent der Patienten sind Gründerinnen und Gründer. Bei ihnen sehen Jan und Jürgen typischerweise Schlafmangel, hohe Stressindizes, Ängstlichkeit und Depressionssignale in den Fragebögen sowie den Versuch, einen stressigen Lebensstil mit sehr viel Sport zu kompensieren.

Was ist laut Jan Hennigs der größte Hebel für ein langes, gesundes Leben?

Schlaf. Jan nennt ihn den allergrößten Hebel und den allergrößten Hack, den fast alle schlecht umsetzen. Danach kommen die klassischen Basics: 150 Minuten moderates Ausdauertraining plus zweimal Krafttraining pro Woche senken die kardiovaskuläre Sterblichkeit auf 60 Prozent, dazu mediterrane Ernährung, 1,6 bis 2 Gramm Protein pro Kilo Körpergewicht, Ballaststoffe und möglichst wenig Ultra-Processed Food. Alkohol hat aus medizinischer Sicht keinen Nutzen, ein, zwei Gläser pro Woche gelten als einigermaßen verträglich.

Was halten die beiden von Peptiden, Abnehmspritzen und Testosteron?

Peptide wie BPC-157 haben im Menschen keine Daten zu Wirkung oder Sicherheit, der Kauf über Telegram-Dealer ist riskant und die Einfuhr oft strafbar. Jan nimmt kein Peptid außer GLP-1. Abnehmspritzen wie Mounjaro oder Ozempic sind für Übergewichtige ein Game Changer, senken Herz-Kreislauf-Risiken um 40 bis 50 Prozent, müssen aber dauerhaft genommen werden, sonst kommen zwei Drittel des Gewichts bei zwei Dritteln der Leute zurück. Microdosing hat keine Daten. Testosteron wirkt nur bei zweimal im Labor nachgewiesenem Mangel, nicht als Lifestyle-Ergänzung ab 40.

Wie viel Umsatz macht die YEARS-Klinik und was ist das zweite Geschäftsmodell?

Der Standort Berlin hat knapp 1,5 Millionen Euro gekostet, im letzten Quartal lag der Umsatz bei knapp 450.000 Euro, also knapp 2 Millionen auf das Jahr gerechnet. Ab Juni erwartet Jürgen 150 bis 160 Patienten im Monat und 2,5 bis 3 Millionen Euro Jahresumsatz für eine gut laufende Klinik. Das zweite Geschäftsmodell ist ein Verlaufsdatenset von Aging-Biomarkern aus Patienten, die jedes Jahr dieselben Tests machen. 75 bis 80 Prozent stimmen der Nutzung zu, Umsatz gibt es damit noch nicht. Ein zweiter Standort in München ist für Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres geplant.

Erwähnt in der Folge

Firmen, Personen und Produkte aus dem Gespräch
  • Apollo Health VenturesFirmaLongevity-VC von Nils Regge; Nils hat Jürgen zu YEARS geholt, ist Investor und sitzt in den Board-Meetings.
  • Soho House BerlinFirmaVor dem Members Club in Berlin-Mitte hängt das YEARS-Plakat, ein Barter-Deal gegen Check-ups.
  • QontoFirmaFeliks war am Vorabend beim Qonto-Dinner, wo eine Flasche Wein nach der anderen aufging: der Einstieg ins Alkohol-Thema.
  • MounjaroProduktGLP-1-Abnehmspritze; Feliks nimmt ein Drittel der kleinsten Dosis, Microdosing hat laut Jan aber keine Daten.
  • OzempicProduktGLP-1-Präparat aus der Diabetes-Therapie; in Deutschland laut Jan weiterhin nur bei Typ-2-Diabetes verordnungsfähig.
  • WegovyProduktGLP-1-Abnehmspritze, von Jan als Beispiel für Peptide genannt, die in Studien mit Hunderttausenden validiert sind.
  • BPC-157ProduktPeptid, das in Mäusen die Regeneration fördert; beim Menschen weder Wirkung noch Sicherheit belegt.
  • GHK-CuProduktKupferpeptid für die Hautregeneration, eines der wenigen mit kleinen Humanstudien zur lokalen Anwendung.
  • Formel SkinFirmaOnline-Dermatologie von Sarah Bechstein, früherer Podcast-Gästin; Feliks nennt sie beim Thema Abnehmspritzen online.
  • VOYFirmaOnline-Anbieter für Abnehmspritzen, den Feliks als Weg nennt, GLP-1 in Deutschland per Telekonsultation zu bekommen.
  • ChatGPTProduktImmer mehr Leute fragen LLMs nach der besten Longevity-Klinik; YEARS optimiert dafür aktiv über Podcasts und Blog.
  • InstagramProduktJürgen hat die App gelöscht und spart so die Stunde Memes im Bett; für ihn der absolute Game Changer.
  • TeslaFirmaJan beschreibt das Tesla-Prinzip: mit einem exklusiven Produkt starten und dann Schritt für Schritt die breite Masse erreichen.
  • Barry'sFirmaJürgens Trick: Samstagmorgens eine Class buchen, dann geht man Freitagabend vielleicht doch nicht feiern.

Transkript

Automatisch erstellt und nur leicht korrigiert, kann einzelne Fehler enthalten.
00:00 Trailer & Intro

00:00 Jan K. Hennigs: Das krasseste ist, dass wir bei sehr vielen Menschen körperlich fit unentdeckte Stoffwechselerkrankungen haben.

00:05 Feliks Eyser: 20-30 Prozent der Patienten sind Gründer, Gründerinnen.

00:08 Jan K. Hennigs: Gerade Founder fallen in diese Gruppe, die ich beschrieben habe. Die powern durch.

00:12 Jürgen Mehrtens: Ich habe den Eindruck, dass vor allem Founder durch sehr sehr viel Sport, sehr sehr viel kompensieren wollen.

00:17 Jan K. Hennigs: Ich finde, man merkt bei vielen sehr erfolgreichen Leuten, dass sie versuchen, alles zu optimieren. Versuchen dann natürlich auch Gesundheit zu optimieren. Der allergrößte Hebel und der allergrößte Hack ist Sch......

00:27 Jürgen Mehrtens: Heutzutage hat jeder irgendwo seinen Peptide-Dealer. den er über Telegram kontaktiert und du weißt einfach nicht, was du kaufst.

00:33 Jan K. Hennigs: Gibt es keinen Beweis, dass es wirklich funktioniert und auch keinen Beweis, dass es nicht schädlich ist. Die gesamte Longevity-Szene ertrinkt in Anekdoten. Jeder hat seinen Stack, jeder hat seine Wunderwaffe. Aber wir brauchen wirklich harte Daten.

00:45 Jürgen Mehrtens: Bei uns ist es so, dass die Klinik unser zweites Businessmodell bedingt. Wir wollen ein Verlaufsdatenset von Aging Biomarkern bauen.

00:52 Feliks Eyser: Das teuerste Paket kostet bei euch 16. 900 Euro. Wie viele Lebensjahre kaufe ich mir damit? Jan, Jürgen, cool, dass ihr hier seid. Wir reden über das Business of Longevity und die Science of Longevity. Ihr macht die YEARS-Klinik zusammen, die Longevity Clinic. In Berlin. Und das teuerste Paket kostet bei euch 16. 900 Euro. Wie viele Lebensjahre kaufe ich mir damit? Muss ich dich fragen, Jürgen, als BWLer oder dich, Jan, als Mediziner? Willst du anfangen?

01:23 Jürgen Mehrtens: Ja, kann ich machen? Okay, Jürgen der BWLer. Der Jurist, sorry. Hobby BWL Nee, aber die Frage kriegen wir vor allem von Unternehmern, relativ oft witzigerweise können wir natürlich nicht pauschal beantworten. Ich glaube, da kann ich mal ganz gut an Jan übergeben, der kann das ein bisschen Mit Hintergrund zu tun.

01:45 Jan K. Hennigs: Genau, also wir verkaufen natürlich keine Lebensjahre. Das geht darum, dass wir versuchen, Menschen zu ermöglichen, ihre Risiken besser zu verstehen. Und das große Problem ist ja, dass wir alle altern und ganz viele von diesen altersbedingten Erkrankungen sind eigentlich früh erkennbar und auch. Früh verhinderbar und wenn es Veränderungen gibt, tatsächlich auch noch früh wieder umkehrbar oder zumindest deutlich stark bremsbar. Und was wir ein Problem, das wir haben in der Medizin, ist, dass wir einfach häufig nicht gut genug hingucken. Und was wir versuchen mit diesem mit YEARS ist, dass wir genau das ermöglichen, dass man versteht Wo stehe ich? Dass man unentdeckte Risiken aufdeckt und dass man dann sagen kann: Okay, hier muss ich eingreifen. Und das große Paket hat den Kern genauso wie das kleine Paket. die genau diese dieses Risiko-Profiling in den klassischen klinischen breiten Körperfunktionen von Kopf bis Fuß. Aber was dazu kommt, sind so Forschungsnahe Leistungen, wo wir noch gar nicht genau wissen, was für ein Was für einen Anteil hatten das? Was bedeutet das? Naja, also zum Beispiel kommt ein Genetikpaket dazu, da kommt die Epigenetik dazu, wo wir diese biologischen Uhren mit berechnen können, zum Beispiel, was Forschungstools sind. Das sind noch keine klinisch etablierten. Verfahren, die uns wirklich richtig mit großer Evidenz nach vorne bringen, aber das sind spannende Konzepte und die bieten wir damit da an und ermöglichen so einen Zugang zu solchen Systemen und die Sind natürlich, weil sie neu sind, so dass man das ja auch ein bisschen mehr kostet. Ein bisschen mehr kosten.

03:23 Feliks Eyser: Okay. Und du Jürgen, Hobbyjurist und Hobby, Profi-Juristin und HobbybewLA, wie kommst du, dass du eine Longevity-Klinik leitest?

03:32 Jürgen Mehrtens: Gute Frage. Ursprünglich wurde ich mal von Nils von Apollo Health angerufen, gefragt, ob ich das genau Hauptgesellschafter, ob ich das machen möchte, ob ich das machen kann. habe ich es mir angeschaut und fand es super spannend aus zwei Beweggründen eigentlich. Erstmal finde ich das Business sehr entspannt, äh sehr Spannend. Nicht entspannt. Nicht entspannt leider ist. Ich hatte vorher den Eindruck, dass so dieser ganze Healthcare-Markt ein bisschen eingerostet ist, irgendwie oftmals langweilig scheint, seit Jahren die gleichen die gleichen Strukturen hat und Ich habe mir gedacht, dass man eigentlich viele, viele Logiken so aus anderen Bereichen, aus dem E-Commerce ganz gut vielleicht reintransportieren könnte und dadurch das Produkt als solches vielleicht spannender machen könnte. Und andererseits, jetzt so nach eineinhalb Jahren, seitdem ich bei YEARS bin, finde ich es schon auch ein cooles Gefühl, Leuten irgendwo helfen zu können und einen echten Mehrwert generieren zu können. Das habe ich vorher meinen vorigen Themen nicht so gefühlt.

04:46 Was beim Check-up passiert: 3D-Scan, Labor, Hirnleistungstest, MRT

04:46 Feliks Eyser: Okay, okay. Und jetzt konkret, ich buche jetzt mal das Evolve-Paket, das ist das mittlere. Kostet 7600, steht bei euch auf der Webseite. Ich komme morgen in die Klinik, was passiert? Minute für Minute. Was geht da ab? Wen sehe ich?

04:59 Jan K. Hennigs: Also, soll ich es kurz erzählen? Das ist wahrscheinlich am einfachsten. Du kommst. Kommst an, du wirst begrüßt von einer von unseren MFAs, die dann den ganzen Tag für dich zuständig ist. Die führt dich in deine persönliche Suite, wo du den Hauptteil des Tages Weil die Idee so ein bisschen ist, wir wollen eigentlich richtige evidenzbasierte Präventivmedizin machen. Aber wenn man den Begriff Präventivmedizin nennt, dann fallen alle Leute um, weil es so stinklangweilig ist. Und was wir gesagt haben, wir wollen es ein bisschen spannender machen, wir wollen den Patienten in die Mitte stellen und wir wollen natürlich ganz genau hingucken. Also du hast deine eigene Suite, wir haben das ein bisschen umge. . Umgestellt, du bist in der Suite, du fängst an, ziehst dich um, kommst erstmal an, richtest dich ein bisschen ein, dann kommst du, dann nehmen wir dich mit, einmal kurz für die Vermessung. Gibt es einen 3D-Scan von deinem Körper, gibt einen Avatar, den wir dann auch nutzen können, um zu zeigen, wie verändert sich dein Körperbau über die Zeit im Rahmen des Programms. Dann kriegen wir eine Lungenfunktion, wird gemessen, da wird auch gemessen, ob die Bronchien entzündet sind. Wir machen Fotos deinem ganzen Körper, von der Haut. um zu schauen, ob es dort Auffälligkeiten gibt im Rahmen des Krebscreenings mit so einem automatisierten System und einer AI, die das vorauswertet. Du bekommst Ultraschall, du bekommst natürlich deine klassische Vitalparameter, messen wir auch Ein Ultraschall wirklich von Kopf von den Halsschlagadern, Herz, Ultraschall, Bauch Ultraschall, Ultraschall der Beingefäße. Dort zu schauen, sind dort irgendwie Risikofaktoren, Veränderungen schon zu sehen, die nicht da. Großes Labor wird abgenommen, ganz am Anfang. Jeder, der zu uns kommt, bekommt auch einen sogenannten oralen Glucose-Toleranztest. wo wir schauen, du kriegst eine definierte Menge Zucker zu trinken. Und dann schauen wir zum Zeitpunkt 0, zum Zeitpunkt 1 Stunde, zum Zeitpunkt zwei Stunden, wie Verändert sich der Zuckerwert in deinem Blut als Hinweis, ob dein Glucosestoffwechsel in Ordnung ist, ob da eine Insulinresistenz dabei ist, das messen wir mit. Prädiabetes, wollen wir so detektieren. Wir bitten dich, dass du uns ein paar Proben gibst für unsere Biobank und für unser Labor, das wir vor Ort haben, wollen wir dann nämlich versuchen. Proben zu asservieren, können wir vielleicht gleich noch drüber sprechen, weil wir verstehen wollen, was führt zu Alterung, weil wir verstehen wollen. Auch weiter, wo können wir vielleicht noch früher ansetzen, neue Risikofaktoren identifizieren dann kriegst du kriegst einen du kriegst einen neurokognitiven Funktionstest. Was heißt das? Das heißt, du kriegst eine richtig große Batterie, 45 Minuten. Wie ist deine Reaktionsgeschwindigkeit? Wie kannst du bestimmte komplexe Hirnfunktionen? Musst du eine Rechenaufgabe lösen bei euch? Zum Beispiel, ja, und Muster erkennen und genau solche Sachen. Emotionen erkennen. Emotionen erkennen, das ist auch wichtig, genau. Das gehört dazu. Das ist ein computerisierter, standardisierter Test. Herzratenvarianz wird gemessen. Die Spiroergometrie haben wir natürlich auch noch dabei, also die VO2-MAX-Bestimmung. Da sitzt dich auf dem Fahrrad. Da sitzt du auf dem Rad und powerst dich aus. Der Tag ist relativ anstrengend, weil das erstmal so ein 5-, 6-Stunden-Paket ist. Dass du da hast. Kurze Pausen haben wir natürlich auch, dass du ein bisschen was essen kannst zwischendrin, duschen ist dabei. Und dann gibt es zum Schluss das MRT noch im Rahmen des EVOV-Programms. Für den ganzen Körper. Genau, für die Gedanken. Da wird alles durchgescannt, das ist auch kein ganz normales Ganzkörper MRT, weil das eben Ja, gar keine so große Evidenz hat in solchen Screening-Settings, sondern es ist so ein System, das wir selber zusammengebaut haben mit den Radiologen, wo wir sagen, wir nehmen Klinisch validierte Sequenzen, die wir zusammenbauen, die dann da so ein Gesamtbild eines Körpers geben. Aber es ist ein langer Tag, genau.

08:52 Feliks Eyser: Wahnsinn.

08:52 Jan K. Hennigs: Was ist das krasseste, was ihr da gefunden habt bei einem Patienten mal? Also, ich glaube, es ist schwierig, jetzt jemanden rauszunehmen, der das vielleicht gar nicht. Wir lassen uns mal anonym. Ja, ja, genau, aber der erkennt sich vielleicht wieder oder die. Das geht auch gar nicht darum, was Krasses zu finden. Also, ich finde, das Krasseste für mich als Arzt, das krasseste ist, dass wir bei sehr vielen Menschen unentdeckte Stoffwechsel. Erkrankungen haben, die eigentlich sonst körperlich fit nichts davon merken. Fettstoffwechselstörung, Prädiabetes, junge, sonst schlanke Leute, Fettleber, das finde ich eigentlich viel krasser, dass wir das bei, also. Mindestens der Hälfte der Leute finden wir Auffälligkeiten, die nach klassischen Leitlinien behandlungsrelevant sind.

09:39 Feliks Eyser: Durchgefallen werden, weil, okay.

09:40 Unentdeckte Krankheiten: Was YEARS bei der Hälfte der fitten Patienten findet

09:40 Jan K. Hennigs: Und die werden durchgefallen, genau, weil sie eben keine Symptome gemacht haben. Krass. Mich eingeschlossen.

09:44 Feliks Eyser: Dich eingeschlossen. Okay, erzähl mal so, was wurde bei dir.

09:48 Jürgen Mehrtens: Ja, ich hatte auch tatsächlich eine Vorstufe zur Fettleber. Ging mir auch gar nicht in den Kopf, weil ich super viel Sport mache und Dachte, mich gesund zu ernähren und da habe ich bei YEARS damals relativ am Anfang auch den Weckruf bekommen.

10:03 Feliks Eyser: Okay, und hast dann Ernährungen umgestellt oder was hast du da gemacht?

10:06 Jürgen Mehrtens: Ich habe die Ernährung krass umgestellt, habe sehr viel Süßigkeiten gegessen, Zucker gegessen, vor allem unter Stress. Das habe ich gecuttet und auch Alkoholstark reduziert. Und dann, ja später waren die Daten wieder alle im Rahmen.

10:23 Feliks Eyser: Okay. Und jetzt ja mal, ihr habt im Vorgespräch gesagt, 20, 30 Prozent der Patienten sind Gründer, Gründerinnen. Gibt es da so eine Pauschaldiagnose? Du hast gerade angesprochen: Stress, lange Nächte, wir ist irgendwie auf Reisen, die Finanzierungsrunde klappt nicht, dann gönne ich mir ein Kinderbueno oder was auch immer. Was für Muster seht ihr bei Foundern?

10:42 Jan K. Hennigs: Also wir haben, was wir jetzt erst angefangen haben zu machen, ist wirklich eine systematische Auswertung der ersten Daten. Aber was man sieht, ist tatsächlich gerade Founder fallen in diese Gruppe, die ich beschrieben habe. Das sind Leute, die powern durch und die haben dann, die machen es versport, die versuchen das hinzubekommen. So gut es geht, ein Ernährungs- oder ein Lebensstil zu führen, der einigermaßen gesund ist, aber das ist ja eben nicht. Schlafmangel, ganz, ganz typisches Phänomen, Stress. Also hohe Stressindizes, die wir da sehen, aber eben auch diese metabolischen Vorstellungen Prädiabetes und Fettleber und Hypercholesterinämie. Was bedeutet das? Also zu hohe Cholesterinwerte im Blut und das ist ein Risikofaktor für Herzinfarkt im Endeffekt, für Arteriosklerose und Herzinfarkt. Da kann man natürlich durch Lebensstiloptimierung, aber eben auch im Zweifelsfall durch Medikamente eingreifen und das normalisieren und das Risiko dann wieder Reduzieren. Das ist schon so ein typisches Phänomen, was wir auch sehen, finde ich, bei Gründern, ist tatsächlich Wir machen auch so psychosoziale Fragebögen und wir sehen durchaus auch so Ängstlichkeit, das überrascht natürlich unter so Stresssituationen nicht. Und Depressionssignale. Das kann ich mir vorstellen.

12:08 Jürgen Mehrtens: Krass. Was ich spannend finde, ist, das hat Jan auch angesprochen, dieses Sport machen und viel Sport machen. Und ich habe den Eindruck, dass vor allem Founder, Unternehmer durch sehr, sehr viel Sport sehr, sehr viel kompensieren wollen. Und also ich bin kein Arzt, aber ich habe den Eindruck, dass es offensichtlich auch Stress ist. Und führt dann oftmals zu einer Verschlechterung, oder?

12:32 Jan K. Hennigs: Ich glaube, es ist ein bisschen dieser, ich muss es vorsichtig sagen, wie ich das schon. Ich hätte jetzt gesagt, Optimierungswahn, hätte ich beinahe gesagt. Ich finde, man merkt bei vielen sehr erfolgreichen Leuten, dass sie versuchen, alles zu optimieren. Viele sind ja auch extrem auf eine Weise. Genau, glaube ich Erfolgreiche sind sowieso extrem, weil sie. . So eine Primärpersönlichkeit haben und versuchen dann natürlich auch Gesundheit zu optimieren. Und das geht häufig in eine Richtung, wo man versucht, kleine Stellschrauben, viele kleine Stellschrauben zu modifizieren, statt vielleicht den Fokus auf die großen. Hebel zu setzen. Und der aller aller allergrößte Hebel und der allergrößte Hack, und das glaube ich machen wir ja auch alle, also wir zumindest, das weiß ich, nicht gut, ist Schlaf. Das ist das Allerwichtigste. Schlaf ist assoziiert mit Herz-Kreislaufgesundheit, erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis zu 30, 40 Prozent mehr Übergewicht. Verändertes Essverhalten, Konzentration, kognitive Leistungsfähigkeit, das ist durch Schlaf massiv beeinflusst. Und Eigentlich schlafen wir alle zu spät, zu kurz, zu schlecht.

13:44 Die Klinik-Zahlen: 1,5 Millionen Euro Aufbau, knapp 2 Millionen Umsatz

13:44 Feliks Eyser: Ja, kann ich nur schreiben. Lass uns gleich einsteigen, was man da machen kann. Finde ich super spannend. Sag mal davor nochmal, Jürgen. Die Business-Seite, nochmal ganz kurz, um es abzustecken. Wie viel Umsatz macht so eine Klinik? Was kostet so einen Standort zu bauen? Gib mir mal die Eckdaten.

13:59 Jürgen Mehrtens: Standort in Berlin knapp 1,5 Millionen Euro.

14:03 Feliks Eyser: Für Ausbau für Geräte.

14:05 Jürgen Mehrtens: Genau, Ausbau Geräte all in sozusagen. Umsatz haben wir jetzt im letzten Quartal knapp 450. 000 Euro gemacht.

14:14 Feliks Eyser: Heißt es auf ein volles Jahr macht ihr knapp 2 Millionen Umsatz, sowas?

14:17 Jürgen Mehrtens: Genau, also ja, ein bisschen mehr. Das ist jetzt noch auf alten Kapazitäten ab Juni haben wir in der Klinik in Berlin höhere Kapazitäten, können dadurch mehr Patienten sehen und werden dadurch natürlich auch unsere Umsätze erhöhen. Heißt, ihr seid limitiert durch die Fläche, die ihr gerade habt?

14:34 Feliks Eyser: Also ihr seid an einer hohen Auslastung?

14:36 Jürgen Mehrtens: Genau, wir sind eigentlich an der Kapazitätsgrenze, Stand heute. Ab Juni haben wir dann viel mehr Kapazität und rechnen dann irgendwie mit 150, 160 Patienten im Monat. Und dann sollten sollte eine gut laufende Klinik so bei zweieinhalb 3 Millionen Euro im Jahr rauskommen. Genau. Das dazu wichtig ist, unsere Preise der Programme sind ja sehr hoch. Das ist aber nicht gleichzeitig der YEARS-Umsatz. In Deutschland ist es so, dass der medizinische Leistungserbringer direkt mit dem Leistungsempfänger abrechnen muss. Das heißt, dass so Leistungen, die wir von extern eigentlich dazuholen, wie zum Beispiel die Genetik oder das gesamte Labor oder die Radiologie, das MRT. Das muss dann der jeweilige Erbringer direkt mit dem Patienten abrechnen.

15:24 Feliks Eyser: Heißt für das MRT, fahre ich kurz mal auf zu Grunter, gehe irgendwie nebenan woanders hin.

15:27 Jürgen Mehrtens: Genau. Und die schicken mir dann auch eine Rechnung. Du kriegst dann die Rechnung über 1200 Euro. Und das ist dann kein YEARS-Umsatz und wir partizipieren daran auch in keinster Weise, weil das verboten ist. Okay.

15:38 Feliks Eyser: Und wie viel Prozent von den Preisen auf der Webseite sind euer Umsatz versus was ist Fremdleistung?

15:42 Jürgen Mehrtens: Das sind ungefähr zwei Drittel.

15:44 Feliks Eyser: Zwei Drittel bei euch. Und sagt mal die Marketingseite, Auslastung, Glückwunsch, dass ihr voll seid, ist ja super. Wie kriegt man die Patienten? Wie macht man Marketing? Ist ja auch in einem regulierten Bereich. Jetzt nicht so, dass du einfach alles machen kannst, wahrscheinlich.

15:58 Marketing für eine Klinik: Empfehlungen, Influencer und warum Angst klickt

15:58 Jürgen Mehrtens: Ja, genau. Es ist sehr reguliert. Alles in Richtung Highversprechen und so ist strengstens verboten. Halten wir uns natürlich dran. Wir haben das große Glück, dass das momentan ein Riesentrend ist, ja. Longevity, Prävention. Healthspan, wie auch immer man es nennen möchte, ist natürlich ein Riesentrend. Den Rückenwind nehmen wir mit. Und ansonsten ist es so, dass 50 Prozent unserer Kunden durch Empfehlungen kommen, also Friends and Family. Was sehr cool ist. Und danach kommen schon Influencer Marketing. Das ist ein sehr, sehr großer Hebel für uns, sehr großer Kanal für uns.

16:33 Feliks Eyser: Ihr ladet Influencer ein und die führen dann quasi durch?

16:37 Jürgen Mehrtens: Wir laden Influencer zu unserem Programm ein. Ähm, die machen das einmal komplett durch und berichten dann ihrer Community über die Erfahrung bei uns. Und da unser Produkt relativ komplex ist, relativ lang ist, wie wir gerade festgestellt haben, ist das eigentlich ein sehr schönes Mittel, um das den Leuten

16:54 Feliks Eyser: Verständlich zu machen. Okay, okay. Plakatwerbung habe ich gesehen, hier gerade in Berlin Mitte, was ist das? Da steht auf dem Plakat sinngemäß drauf: Hey, wir können deinen Musikgeschmack nicht reparieren, aber bei deinem Körper können wir anfangen oder so ähnlich. Oder bei deiner Gesundheit.

17:07 Jürgen Mehrtens: Ja genau, das ist eher so ist irgendwie so gekommen. Ist ein Barter Deal, ehrlicherweise, den wir da Angeboten bekommen haben.

17:18 Feliks Eyser: Bartedeal heißt quasi, ihr tauscht Leistung. Also jemand gibt euch ein paar Kartfläche in dem Fall und auf der anderen Seite kriegen die dann ein Check-up.

17:25 Jürgen Mehrtens: Genau, so läuft das. Ganz cool. Ich glaube jetzt nicht, dass wir das jemals in den Zahlen sehen werden, aber ist ganz nett. Und ich habe viele, äh, viele WhatsApps mit dem Foto bekommen. Ja, ich habe es auch gesehen.

17:36 Feliks Eyser: Also, man nimmt es dann schon wahr, gell? Also, ihr habt es da in Berlin vor dem Soho House platziert, ist wahrscheinlich auch ganz smart.

17:41 Jürgen Mehrtens: Ja. Genau. Und ansonsten jetzt neu angefangen seit zwei, drei Monaten, ist so Paid Meta Marketing. Und das funktioniert erstaunlich gut, muss ich sagen.

17:52 Feliks Eyser: Und da müsst ihr nur aufpassen, dass ihr keine Health Claims habt. Also sagt hier die Frage, die ich vorhin gestellt habe, wie viele Jahre kriege ich zurück, das würdet ihr da jetzt nicht reinschreiben. Aber was sind sonst Messages, die man da platzieren kann?

18:02 Jürgen Mehrtens: Sehr spannende Frage, ehrlicherweise. Wir probieren gerade so ein bisschen rum mit dem Thema Angst zu spielen. Und das funktioniert. Also wir machen da sehr viele Tests, sehr viele AB-Tests und wir sehen gerade, es ist noch ein bisschen früh, aber wir sehen schon, dass wenn man Angst kommuniziert, also Angst vor schweren Krankheiten, kommuniziert, dass das ganz gut funktioniert. Angst klickt. Angst klickt, ja.

18:26 Feliks Eyser: Okay, okay.

18:27 Jürgen Mehrtens: Aber ansonsten, also es ist gerade ein Test, den wir machen. Ansonsten ist es schon so, dass wenn wir es schaffen, die gesamte Experience bei uns vernünftig zu kommunizieren und den Leuten zu erklären, warum sie es machen, also den Grund verständlich zu machen, dass wir da ganz gute Ergebnisse.

18:47 Feliks Eyser: Ich habe mit Nils gesprochen, eurem Investor, und der hat mir zugeflüstet, dass auch immer mehr Leute in die LLMs, in ChatGPT und so weiter eingeben, wie kann ich länger leben und sich da Tipps holen, klar. Und das natürlich auch ein Thema sein kann, da aufzutauchen.

18:59 Jürgen Mehrtens: Ja, mega, mega Thema. Das probieren wir gerade sehr stark zu optimieren. Ich meine, du wirst es auch machen. Die allermeisten Menschen fragen ihren LLM, wo ist die beste Präventions-Longevity, Whatever, Clinic in Deutschland, in Europa und da ist es schon sehr wichtig aufzutauchen. Und das managt ihr aktiv oder was tut ihr dafür? Das managen wir proaktiv. Dafür sind auch Podcasts zum Beispiel sehr relevant, haben wir gelernt. Dafür sind eigene Blog-Einträge relevant. Das kann man schon aktiv optimieren.

19:32 Feliks Eyser: Was würdest du aus der Business-Perspektive machen, wenn die Regulatorik dir nicht im Weg stehen würde, in Anführungszeichen? Und ich frage dich gleich an, was würdest du machen aus medizinischer Perspektive, wenn Geld keine Rolle spielt? Aber sag du erstmal, Jürgen.

19:45 Jürgen Mehrtens: Ja, also erstmal finde ich Regulatorik nicht per se schlecht. Ich bin eigentlich dankbar in einem regulierten System irgendwie. Zu arbeiten und auch zu leben. Ein paar Sachen sind übertrieben, so das ganze Thema Abrechnung. Wir sind da ja an die Gebührenordnung für Ärzte gebunden. Das heißt, wir sind nicht frei in unserem Pricing. Das ist ganz wichtig. Ich finde zum Beispiel immer komisch, dass gute Ärzte oder herausragende Ärzte ihre Leistungen genauso abrechnen wie nicht so gute Ärzte. Es schließt sich mir nicht. Und das führt dazu, dass unsere Kunden Ich glaube, zumindest im teuersten Programm zehn verschiedene Rechnungen zu zehn verschiedenen Zeitpunkten bekommen. Also es ist ein Riesenchaos für uns und ein Riesenchaos für unsere Kunden. Und das ist eine Sache, die ich definitiv anders machen würde. Und so das ganze Thema Marketing Sales, ja, wir dürfen keine Affiliate. Programme machen, wir dürfen keine Bundle-Offers machen, wir dürfen keine Memberships machen. Das sind alles so kleine Hebel, die, glaube ich, dafür sorgen würden, dass wir ja Mehr mehr Patienten sehen können.

20:57 Feliks Eyser: Verstanden. Und Jan für dich, wenn Geld keine Rolle spielt.

21:01 Jan K. Hennigs: Ich glaube, man muss noch ein bisschen trennen zwischen medizinischem und Wissenschaftlichen. Also ich glaube, wenn Geld wirklich keine Rolle spielen würde, dann würde ich tatsächlich auf Systemebene denken wollen und sagen, wir brauchen zwei. Zwei Medizinsysteme in Deutschland. Eins, das repariert, so wie wir es jetzt machen, und eins, das wirklich proaktiv Prävention unterstützt und fördert, ganz aggressiv fördert, um eben diese Veränderungen, die mit dem Alter eintreten, aufzuhalten, umzukehren, besser zu verstehen. 50 Prozent der Ausgaben, die wir jetzt haben im Umsatzystem, gehen auf altersbedingte Erkrankungen. Und wir wissen, dass 50 bis 80 Prozent dieser Erkrankungen eigentlich verhinderbar sind. Und die Bevölkerung wird älter. Das heißt, also, dieses Systemproblem würde ich, wenn Geld keine Rolle spielen würde, tatsächlich auch angehen wollen. Und wenn du sagst, was wir bei YEARS anders machen würden. Dann muss ich auch nochmal wieder trennen zwischen medizinisch wissenschaftlich. Medizinisch ist die Frage, hilft mehr Messen wirklich mehr? Ist wahrscheinlich nicht so der Fall. Wir haben nur bestimmte Marker, auf die wir auch wirklich eingehen können. Das ist ein Trugschluss zu sagen, ich muss nur ganz genau und ganz viel hingucken, dann verstehe ich das alles. Wir können durch bestimmte Schlüsselmarker, wie wir zusammenfügen, schon relativ viel erkennen. Wissenschaftlich ist die Frage, aber übersehen wir nicht vielleicht doch was, was wir noch gar nicht wissen? Und das ist die Frage. Da würde ich natürlich noch viel mehr messen wollen, noch viel häufiger messen wollen. Am liebsten natürlich irgendwelche kontinuierlichen Messwerte. Idealerweise auch physiologische Blutwerte häufiger messen können. Und vor allem häufiger. Häufiger, genau. Das ist das ganz Wichtige. Also was im Moment immer noch sehr stark untergeht, wir machen so Snapshots. Und wir müssen verstehen, wie sind die Trajektorien über die Zeit. Da ist noch ganz viel Information verborgen, weil diese Trajektorien sind, das wissen wir aus Studien. vom National Institute of Aging aus den USA, die sind durchaus sehr personalisiert, weil eben sehr viele individualisierte Umwelteinflüsse eine große Rolle haben, wie du dich von einer Woche zur nächsten in deiner Physiologie veränderst. Und diese Ereignisse sind natürlich, wenn die akkumulieren, wichtig. Das heißt also Frequenz erhöhen und wissenschaftlich auch mehr breiter und tiefer messen, viel mehr neue moderne Technologien, sogenannte Omic-Technologien, die so systembiologische Einblicke geben, nehmen, aber das ist natürlich etwas, was im Moment nicht realistisch ist.

23:37 Feliks Eyser: Und heißt aber, die Idee ist natürlich auch, das über eine gewisse Zeit regelmäßig zu machen. Und medizinisch auch sinnvoll. Klar, wenn ich Jürgen frage, dann sagt er, super, wenn du jedes Jahr wiederkommst, da freue ich mich drüber. Recurring Revenue.

23:49 Jan K. Hennigs: Du krebst, aber das ist genau das Entscheidende.

23:50 Feliks Eyser: Aber du sagst, medizinisch ist auch wertvoll, diese Zeit rein zu haben und nicht nur diesen einen Snapshot.

23:55 Jan K. Hennigs: Und das ist jetzt schon tatsächlich wertvoll, weil wir wissen, dass diese Veränderungen drei, sechs, zwölf Monate brauchen, bis sie auftreten, bis wir auf einmal von von unter dem Threshold, wo wir was messen können, kippen, bis dann auf einmal es doch auffällig wird, also Blutzuckerwert oder ein HbA1c, so ein Langzeit Blutzuckerwert, der die ganze Zeit normal ist, wenn du da sechs Monate einfach Gewicht zunimmst, keinen Sport machst, schlechten Lebensstil hast, kommt die Fettleber und der HbA1c-Wert kann auf einmal kippen. Das ist natürlich jetzt ein sehr einfaches Beispiel. Aber Das gilt natürlich für alle Organsysteme. Der Körper funktioniert im Regelfall so, dass es Schwellenwerte gibt. Und solange unter den Schwellen etwas passiert, das sind jetzt die Normalbereiche, heißt denn häufig. Aber unter Schwellenwerten ist es so, dass das ganz gut durch auch so ein redundantes System, das wir eigentlich für alle Schlüsselfunktionen haben, kompensiert werden kann. Und wenn du diesen Schwellenwert überschreitest, dann. . Kommen viele Kettenreaktionen. . Dann geht es genau. So, dann ist der Kipppunkt. Und du willst ja eigentlich verhindern, dass du über diesen Kipppunkt kommst. Das ist die Herausforderung, das muss man deswegen häufig messen. Das ist auch die Idee von ihr ist. Wir verstehen uns tatsächlich auch als Gesundheitsbegleiter. Also wir wollen nicht nur ein Check-up. Checkerbude sein, sondern es geht wirklich darum, dass wir ein langzeitiger Begleiter sind, der auch reagieren kann auf Veränderungen und sie auch umkehren kann und dann auch gucken, dass es auch so bleibt.

25:22 Feliks Eyser: Kleinstes Paket kostet glaube ich 1900 Euro. Das ist sozusagen die Einstiegsvariante. Zahlt da ein Teil die Kasse? Wie ist das in der Regel, wenn man privat oder gesetzlich versichert ist?

25:32 Jan K. Hennigs: Der größte Teil sagen wir bei 70, 80 Prozent der, wir machen echte Medizin. Das heißt, wir rechnen das auch ab oder unsere kooperierenden Kollegen, Ärzte rechnen das ab nach GOÄ, wie Jürgen schon gesagt hat. Und das können die Kundinnen, Kunden, Patienten, Patienten einreichen. Und so bei 80 Prozent wird das erstattet. Egal ob gesetzlich oder privat? Nee, nur privat. Das ist ganz wichtig, ist eine Selbstzahlerleistung. Das ist tatsächlich das, was man verstehen muss und die Privatsicherung können es einreichen. Die gesetzlichen Kassen würden gerne stärker mitmachen können. Wir sprechen da auch mit gesetzlichen Kassen schon seit längerer Zeit. Die dürfen es einfach nicht. Die müssen Prävention aus dem Marketingbudget zahlen. Die dürfen von der Konstruktion, wie dieser Gesundheitsfonds aufgebaut ist, dürfen sie nur für Kranke bezahlen und nicht für gesunde, nicht für präventive Maßnahmen.

26:19 Feliks Eyser: Und das ist der große Systemfehler.

26:21 Jan K. Hennigs: Das ist der große Systemfehler, genau.

26:23 Feliks Eyser: Und was sagt ihr dazu, wenn jemand sagt, da ist ja alles schön und gut, jetzt habt ihr da so Top-Ärzte aus Stanford und so weiter? Können sich aber nur die Reichen leisten.

26:32 Jürgen Mehrtens: Ja, Stand heute, ehrlicherweise ist das so. Wir können da selber wenig zu tun. Wir müssen nach der GOÄ abrechnen. vielen Diagnostikelemente, die wir nutzen, die sind einfach teuer und die sind nach GOÄ festgeschrieben. Ich glaube Dass mit der Zeit einige Sachen günstiger werden, aber wir sind da ein bisschen an das System gebunden.

26:57 Jan K. Hennigs: Ich würde, ich würde sehr gerne viel schneller natürlich skalieren. Als Arzt denkst du natürlich daran, dass du alle Erreichen willst. Wir haben so ein bisschen, ich sage mal, wir haben das per Tesla-Prinzip genutzt. Wir fangen mit einem spannenden, großen, relativ exklusiven Produkt an. Und gehen dann peu à peu runter, um dann die breitere Masse zu erwischen. Das ist so der Plan, der so initial mal dahinter steckte. Ich glaube, eine Chance bietet sich tatsächlich in in KI, digitalen Technologien und in den Daten, die erhoben werden tatsächlich, weil wir extrapolieren können, wir können digitale Biomarker identifizieren und wir können wahrscheinlich dann eine Reduktion statt stattfinden lassen, was wirklich Schlüsselmarker sind, die man auch skalieren kann. Also dass man einfach ein viel kleineres Set mit aber nicht viel kleinerer Power in der Analyse, in der Diagnostik. Auch für dann gesetzlich versicherte Menschen anbieten kann.

27:59 Feliks Eyser: Das ist eigene Forschung, die ihr betreibt, um herauszufinden, welche Marke sind das? Das ist eines der Ziele, muss man fairerweise sagen. Okay, dann lass du mal einstellen, was müssen wir machen, um die Lebenszeit zu verbessern. Was bedeutet Longevity für euch? Ist ja auch so ein Begriff. Der gerade einen großen Hype erlebt, so habt ihr erzählt. Was bedeutet das für euch, wenn euch jemand fragt?

28:22 Die Basics: Sport, Ernährung und Schlaf als größter Hebel

28:22 Jürgen Mehrtens: Für mich ganz klar, dass ich auch gegen Ende meines Lebens noch gesund bin und Spaß habe und nicht die letzten zehn Jahre in irgendeinem Bett. Für mich ein Biggetier.

28:32 Feliks Eyser: Und was sind die Basics? Wenn wir sagen, okay, wir bauen jetzt das Longevity Haus, dann fangen wir nicht mit dem siebten Stockwerk an sozusagen, sondern mit dem Fundament. Und das soll er erstmal. Stabil sein und alles tragen. Du hast gerade auch gesagt, die Basics sind wichtig. Was sind so die Säulen?

28:45 Jan K. Hennigs: Ja, die klassischen Basics sind Sport, sind Ernährung, sind Schlaf. sind mentale Gesundheit, das sind so die ganz klassischen Faktoren, die man beachten muss. Da gibt es auch echt gute und große Daten. Also 150 Minuten, das ist zwar das Langweilige, muss man fairerweise sagen, aber das ist das, was wirklich am allerstärksten wirkt. Wir können das Risiko, das Gesamtlebenszeitrisiko, halbieren. Durch 150 Minuten war? Durch 150 Minuten Ausdauer, moderates, also 150 Minuten pro Woche moderates Training, plus zweimal die Woche Krafttraining dazu, ist Kardiovaskuläre Sterblichkeit nur noch auf 60 Prozent in der Gesamtpopulation, wenn man sich die Korte anguckt. Rieseneffekt, das schafft kein Medikament, das schafft kein Supplement sowieso nicht. Also, das sind die großen Sachen. Ähnliche Daten haben wir für Diät, wobei man sagen muss: da ist es eher die mediterrane Diät, wo wir solche Daten haben, weil es die in verschiedensten Abwandlungen gibt. Was esse ich da? Naja, das ist so das Typische. Also viel Gemüse, Olivenöl, wenig Fleisch, muss man fairerseits sagen, wenig Kohlenhydrate, aber auch schon dabei. Das sind so die Aspekte, viel Protein, auch glaube ich ein Aspekt, den wir unterschätzen, was auch ehrlicherweise ein wichtiger Faktor ist bei der Ernährung. Ultra-processed food. Wir hatten eine klare Assoziation in großen Studien mit verkürzter Lebenszeit. Und auch erhöhten Gesamtrisiken für mich. Ja, das ist viel spannender, finde ich, die Frage, was gehört denn dazu? Denn der Proteinregel den man sich so schnell mitnimmt, der gehörten wir auch dazu. Also tatsächlich.

30:42 Feliks Eyser: Auf der guten Liste. Auf der bösen Liste.

30:43 Jan K. Hennigs: Auf der bösen Liste. Ja, Protein ist gut. Protein essen wir wahrscheinlich auch alle viel zu wenig. So 1,6 bis 2 Gramm sollten wir essen, wenn die, wenn die, pro Kilogramm, wenn die überlegst. Super vieles, super vieles, schafft kaum jemand. Also da müssen wir wahrscheinlich tatsächlich auch Die Protein Shakes dazu nehmen, also macht ja jeder von uns, glaube ich, mittlerweile. Aber so ein Protein-Riegel von der Industrie aufbereitet, wenn der, ähm, wenn da mehr als, ich sag mal, so, als Forstregel. Wenn da mehr als fünf Sachen draufstehen, die du nie aussprechen kannst, dann ist es ultra processed. Dann gehört das in die Kategorie von den Lebensmitteln, die tatsächlich epidemiologisch schädlich sind. Und Shake, würdest du aber sagen, besser, wenn du dir Protein zuführen willst? Ja, es kommt auch, also wenn du denn selber bauen, ne? Also kauf dir ein vernünftiges Proteinpulver, guck, was da drin steht. Wenn das ein bisschen Protein drin, da ist vielleicht noch ein bisschen Zucker. Süßstoff, irgendwas Natürliches drin, da ist ein natürliches Aroma drin, dann ist das okay so. Da gibt es, zumindest kenne ich keine Daten, die sagen, das ist Schädling. Das würde auch nach meinem Verständnis nicht in die Kategorie Ultra Process dann passen.

31:55 Feliks Eyser: Kategorie Schlaf. Was verstehen die meisten Founder über Schlaf noch falsch, obwohl es total wichtig ist?

32:01 Jan K. Hennigs: Ich glaube, wir alle ticken ja so, oder ich bin zum Beispiel auch so jemand, ich krieg Abends und nachts nochmal so eine zweite Luft. Also ich kann dann wirklich ein bisschen die Nacht reinarbeiten und krieg dann auch, weil es schön ruhig ist, kriegst du richtig einen Ultrafokus und dann kannst du da auch durch Und dann kommt am nächsten Morgen aber um sechs Uhr die Familie. Ohne Gnade. Und ohne Gnade. Und bei dir noch jeden Tag, bei mir mittlerweile, ein bisschen, da verstehen sie, dass man auch dann am Wochenende vielleicht mal. mal bis acht oder neun liegen bleiben möchte. Genau. Du wirst natürlich dann rausgerissen und schläfst zu kurz. Du schläfst zu spät ein. Wir wissen, dass die Tiefschlafphasen, die und das sind diese Erholsamen-Phasen, die wir brauchen, die sind vor allen Dingen in der ersten Hälfte oder ehrlicherweise sogar in den ersten ein, zwei Stunden der Nacht. Und wenn du da 2 Uhr, 3 Uhr nachts reingehst, kommst du da eigentlich nicht rein in diese Phasen. Das heißt, du kommst eigentlich nie in diesen richtig erholsamen Schlaf Zu wenig schlafen, wissen wir, ist verbunden mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko, mit Übergewicht, glaube ich, vorhin schon gesagt, mit Gesamtmortalität tatsächlich. Das heißt. Sieben Stunden, so als Faustregel, sollte man eigentlich in der Nacht schaffen. Es gibt ein paar Leute, die brauchen wirklich weniger. Es gibt da auch tatsächlich Ansätze, wie man so Schlaf komprimieren kann. Bei den Leuten sind das meistens genetische Prädispositionen. Aber es gibt bisher noch kein Medikament, das das wirklich hinkriegt, den Schlaf zu komprimieren, ohne die nachteiligen Wirkungen zu haben. Schlaf muss ruhig sein. Es soll ein kaltes Zimmer sein. Und das andere, was wir, glaube ich, auch alle falsch machen, ist Bildschirm im Schlafzimmer, Handy neben dem Bett, weglegen Stunde vorher. Kaum hinzukriegen, für mich kaum vorstellbar, wie das gehen soll. A, sind wir alle ein bisschen abhängig, B, wollen wir natürlich auch alle gucken und haben an C haben wir alle auch noch Gedanken, was wollen wir noch schnell aufschreiben.

34:01 Feliks Eyser: Ich brauche das Handy ja als Wecker und deswegen muss es da liegen. Richtig. Darüber kann sich das dann schön reden. Ein paar Voll Profis haben Laptop und Handy. Beides. Im Bett, ja. Wie wichtig ist zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen? Also klar, gut, wenn man es hinkriegt, aber wie schädlich ist es, es nicht zu tun?

34:15 Jan K. Hennigs: Also wichtig ist tatsächlich eine Routine, das zur gleichen Zeit zu gehen, ist insofern wichtig, wenn du, wenn du, also wenn es jeden Tag um drei Uhr nachts ist. Es ist genauso schädlich, als wenn du unregelmäßig gehen würdest. Es ist wichtiger, dass du rechtzeitig schlafen gehst und dir eine Routine dafür baust. Das ist eigentlich fast das Schwierigste. eine echte Schlafroutine zu entwickeln. Wir wissen auch, und das ist das Gemeine dabei, diese ganzen Regeln für Schlafoptimierung, die funktionieren in Schlaflaboren super. Wir wissen leider aber auch, dass wenn man das mal im Feld testet, dass das bei den gleichen Leuten, die im Schlaflabor das gut machen, das zu Hause kaum gut klappt.

34:57 Feliks Eyser: Wenn man jetzt mal rauszoomt, sagt, okay, wir haben die Basics gecovert, Ernährung ist klar, viel Gemüse, Proteinzufuhr, nicht so viel Fleisch, Schlaf regelmäßig, lang genug, was du beschrieben hast. Workout Zwei bis drei Stunden Cardio, bestenfalls Krafttraining, okay, alles verstanden. Kognitiv, so bin ich bei dir. Und jetzt kriege ich es nicht hin. Jetzt bin ich so ein Busyfounder, weißt du, und hab da wieder meine Finanzierungsrunde und mein. meinen Kundentermin in irgendeiner anderen Stadt und bin am Reisen, hab vielleicht Jetlag und so weiter. Also was beobachtet ihr bei den Foundern, mit denen ihr arbeitet? Die das richtig gut hinkriegen, wie die schaffen, die Disziplin aufzubringen, diese Sachen auch umzusetzen. Weil jeder weiß, was er tun soll oder sie, aber es in den Alltag zu bringen, das ist ja die eigentliche Challenge. Was machen die, die das schaffen, gut?

35:43 Jan K. Hennigs: Ich glaube, es gibt so zwei wichtige Aspekte dabei. Das eine ist wirklich kleine erreichbare Ziele zum Start zu wählen. Das wirkt manchmal lächerlich. Bei einem ist das dann, dass man sagt, du musst einfach dreimal die Woche eine halbe Stunde spazieren gehen. Und dann kommt der zweite Teil nämlich dazu, wo man sagt, und dafür musst du dir eine halbe Stunde in deinem Kalender blocken. Und mach ein Date mit dir selber. Genau, mach ein Date mit dir selber. Und wenn du es dreimal nicht schaffst, fängst du mit einmal in der Woche an. Einmal die Woche und einfach loslegen. Das ist das Allerwichtige. Also nicht zu große Konzepte entwickeln, die dann sowieso nicht realistisch werden, sondern gerade bei Leuten, die sehr busy sind, kleine Ziele wählen und die aber kontinuierlich machen. kontinuierlich und dann verdrängen die guten Habits die bösen Habits peu à peu. Das kennt man tatsächlich aus der Forschung. Aber dass die Leute, die die erfolgreich sind, sind entweder super strikt in ihrer, in ihrer, in ihrem Zeitmanagement und Halten sich klar an ihre Vorgaben und sind auch fair und ehrlich zu sich selbst? Oder sind die, die mit kleinen Schritten anfangen und die dann peu à peu aus? ausbauen. Das ist so meine Erfahrung.

36:56 Jürgen Mehrtens: Ja, und was ich an mir selber gelernt habe, ist Vorbereitung. Ich hatte immer das Problem, wenn ich irgendwie auf Reisen war, Proteinzufuhr habe ich nicht hinbekommen. Wenn ich am Flughafen war oder im Flugzeug, habe ich auf einmal Süßigkeiten und irgendeinen Schrott gegessen und das kann man ja auch ein Stück weit vorbereiten. Wenn ich jetzt irgendwie unterwegs bin, habe ich immer mein Protein dabei. Wenn ich fliege, mache ich mir vorher selber was zu essen. Und es sind so Kleinigkeiten, dass du gar nicht erst in die Situation kommst, dich für nicht so gute Sachen Entscheiden zu können. Das hilft krass.

37:32 Feliks Eyser: Wie seht ihr Countability? Also quasi die WhatsApp-Gruppe, wo jeder reinpostet, ob er den Workout gemacht hat? Also beobachtet ihr das?

37:39 Jan K. Hennigs: Das ist ein ganz wichtiger Faktor. So Peer Pressure und so soziale Netzwerke, die sich gegenseitig verstärken, ist ein weiterer wichtiger Faktor für so Habit Formation. Also ganz, ganz wichtig. Muss natürlich eine gut funktionierende Gruppe sein, ne? Also wir sind ja auch alle, glaube ich, in WhatsApp-Gruppen, die gemutet sind.

37:58 Jürgen Mehrtens: Ich glaube, so One-on-One-Peer Pressure ist krass gut. Wenn ich in Gruppen mit vier, fünf Leuten bin, dann denke ich mir immer, okay, irgendein anderer macht es auch nicht. Aber wenn ich so ein One-on-One-Ding habe, das habe ich witzigerweise mit Nils. Wenn der mir Samstagmorgens um sieben eine WhatsApp schickt mit seiner Laufleistung auf dem Laufband, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich eine Stunde später irgendwie auch auf dem Laufband bin. Relativ hoch.

38:23 Feliks Eyser: Okay, okay. Dann schickt ihr euch die Workouts nur oder auch das Essen und den Sleep Score? Essen und Sleep Score noch nicht. Ich finde, am meisten Effekt hat es tatsächlich bei Workouts. Und ich finde das auch interessant, also viele Sachen sind ja so ein bisschen hintereinander geschaltet. Bei mir zum Beispiel beobachte ich, wenn ich Sport mache, dann sind die anderen Sachen einfacher danach. Also wenn ich morgens Sport gemacht habe, dann fällt mir die Ernährung viel einfacher, dann will ich abends. auch vielleicht früher ins Bett gehen, dann trinke ich vielleicht auch weniger Alkohol. Also für mich habe ich gekannt, solange ich den Sport vier, fünfmal die Woche einbaue, fallen mir die anderen Sachen zumindest leichter.

38:53 Jan K. Hennigs: Das ist auch tatsächlich so. Das ist auch tatsächlich bewiesen. Also Leute, die Sport machen, haben deutlich geringere Chancen. Depressionen zu haben. Leute, die Sport machen, haben bessere Schlafhygiene, weil sie auch einen besseren und tieferen Schlaf haben. Haben dadurch weniger Stress. Das ist also wirklich so, das ist alles miteinander verwoben und Sport ist da schon ein ganz, ganz wichtiger. Ganz wichtiger Schlüsselfaktor.

39:18 Jürgen Mehrtens: Und da auch Vorbereitung, wenn du weißt, dass du so wie ich in meinem alten Leben gerne feiern gehst, gerne am Wochenende Spaß hast, dann kann man sich auch einfach mal an einem Samstagmorgen so eine Barry's oder Whatever Class buchen. Ja, und dann gehst du Freitagabend vielleicht doch nicht los.

39:36 Feliks Eyser: Oder stehst morg zumindest da. Nichts nicht verkartet auf dem Sofa, sondern es verkarte in der Glas. Okay, okay, dann lass uns mal ein bisschen in den Nerdy-Shit einsteigen, die Themen, die ein bisschen tiefer gehen. Wir haben hier Longevity-Bingo aufgebaut, ihr könnt die Karten ziehen, könnt ihr euch aussuchen, mit welcher wir anfangen. Wollen. Und dann können wir mal noch ein paar andere Themen beleuchten. Welcher wollt ihr anfangen? Ja. Okay, was steht drauf? Ah, Peptide. Peptide, großes Thema. Peptides in San Francisco, gefühlt bestellt sich jeder irgendwelche Empullen aus dem Darknet. Haut sich eine Spritze ein, die nicht getestet ist und sagt dadurch, hey, ich kann irgendwie tiefer schlafen oder meine Haut wird braun oder meine Verletzungen heilen schneller oder also Die diversesten Wundermittel gerade. Und im Freundeskreis kenne ich auch ein paar Spezialisten, die dann damit experimentieren. Thema Peptide generell. Was ist euer Take?

40:25 Peptide: Was sie können und warum der Kauf über Telegram riskant ist

40:25 Jan K. Hennigs: Ich vielleicht fange erstmal medizinisch an und dann kann Mürger mal juristisch das beleuchten. Medizinisch ist es so, dass Peptide, also Peptider ist ja einfach alles, was mehr als zwei Aminosäuren hintereinander gekoppelt sind, ist ein Peptid und das geht dann bis zu 100, es gibt auch manchmal Peptide sind deutlich länger hoch. Also relativ einfache biologische Strukturen, die aber eine biologische Funktion haben. Und wir kennen natürlich super gute Peptide, die. . Durch große Studien, glaube ich, mit zehn, hunderttausenden von Patienten validiert worden sind, GLP-1-Rezeptor, genau, die Abnehmspritzen. Ozempic, Wegovy, solche Sachen, das sind Sind Beispiele. Die sind sehr potent. Das wissen wir. Das ist wahrscheinlich die das potenteste Medikament der letzten, des letzten Jahrzehnts und hat wirklich ein echtes echtes gesellschaftliches Problem. Aber es gibt eben auch viele experimentelle Peptide, wo wir Wo wir nicht wissen, insbesondere im Menschen, was die wirklich machen. Also die ganzen Daten, wenn wir jetzt hier BPC157 sehe ich da stehen, das ist so ein, so ein, das soll und ist in Tierversuchen auch mit Mit muskuloskeletaler Regeneration assoziiert.

41:49 Feliks Eyser: Also sagen Leute, die chronische Entzündungen zum Beispiel haben oder Verletzungen, dass sie dann schneller heilen.

41:55 Jan K. Hennigs: Genau, das ist die Idee dahinter. Und das ist in Tieren in Mäusen auch gezeigt. Gleichzeitig sind Mäusen auch. gezeigt, dass die Angiogenese, also die Gefäßneubildung anregt, was Teil des Heilungsprozesses ist, aber ist auch ein zentraler Prozess von Krebsbildung. Und Diese Tier erstens sind Mais Another Man, das eine ganz, die können ja jetzt mit der Arzt und Molekularbiologie. Ich habe wirklich beide Seiten. Jahrelang in Deutschland und in den USA in verschiedenen Laboren, auch mit Grundlagenwissenschaftlern gearbeitet, auch grundlagenwissenschaftlich gearbeitet. Wie häufig wir schon, Mäuse geheilt haben? Und wie selten das dann in 20 Jahren Unikarriere wirklich in die Klinik gekommen ist, können wir einen ganzen Podcast selber draus machen. Das ist das große Problem. Die Translationalität, also das Übertragen von der Maus in den Menschen, ist nicht linear. Nur weil es in der Maus oder auch im Großtier funktioniert, heißt nicht, dass es auch im Menschen funktioniert. Und diese ganzen Peptide haben keine. oder so gut wie keine generellen Daten im Menschen. Es gibt ein paar Ausnahmen hier, dieses GHK-Kupfer. Was ist das? Das ist so ein Peptid, das die Hautregeneration fördert. Da gibt es tatsächlich für die lokale Anwendung im Menschen Daten. Studien, das ist immer das andere Problem, es sind immer kleine Studien aus klinisch-wissenschaftlicher Sicht immer viel zu klein, aber es gibt Hinweise, dass es da funktioniert. Aber BPC 157 zum Beispiel gibt es keinen Beweis, dass es wirklich funktioniert. Und vor allem das Entscheidende ist auch kein Beweis, dass es nicht schädlich ist. Das ist ja immer das, was man als erstes testen muss, eigentlich. Und was hört ihr da anekdotisch? Also was sind die Sachen, mit denen die Leute sich gerade beschäftigen? Ja, also das ist schon, das ist schon was, was die Leute versuchen irgendwie zu bekommen. Und das wird natürlich schwierig, weil es da, sagen wir mal, einen Schwarz- bis Graumarkt gibt, der entsteht, weil die Leute versuchen, Research-only-Peptide zu zu bekommen. Die sind verfügbar. Die kann man, da kannst du vielleicht noch ein bisschen was dazu zählen als Jurist, aber die sind verfügbar, die, die sind halt nur nicht für die Anwendung im Menschen gedacht, explizit nicht für die Anwendung im Menschen gedacht. Und die sind nach anderen, im Regelfall nach anderen Gütekriterien synthetisiert, die sind nach anderen Gütekriterien validiert, also auf Reinheit. Es gab, gibt zum Beispiel Geschichten, dass durch eine Toxine Durch bakterielle Toxine in den Peptiden tatsächlich Menschen zu Schaden gekommen sind, weil die verunreinigt sind. Weil die verunreinigt waren, genau, in dem Herstellungsprozess. Und das ist natürlich ein Problem. Das ist Ein spannender Ansatz. Das kann hochinteressant sein, aber wir brauchen systematische Daten. Das ist Die gesamte Longevity-Szene ertrinkt in Anekdoten. Jeder hat seinen Stack, jeder hat seine Wunderwaffe. Aber wir brauchen wirklich harte Daten. Das ist die größte Schwäche der Longevity-Szene, dass es diese, dass es nicht diesen, diese, das sind so viele Leute, die da, die da Interesse haben, was Gutes zu tun für sich und für die ganze Community, warum wir es nicht hinkriegen, diese Studien durchzuführen und das erstmal sauber zu machen. Und stattdessen lieber über den Graumarkt, Sachen versuchen zu einsetzen. Und viele von diesen Peptiden, die Einfuhr, ist strafbar

45:09 Feliks Eyser: Okay, was sagst du, äh, als Jurist? Ist es illegal zu nehmen?

45:13 Jürgen Mehrtens: Also illegal zu kaufen bzw. nach Deutschland einzuführen ist. schon in vielen Fällen, ich finde das Thema irgendwo super, super spannend. Ich sehe das größte Problem in der Sicherheit. Wenn du Steer, ich glaube, heutzutage hat jeder, der was auf sich hält, irgendwo seinen Peptide-Dealer, den er über Telegram. Kontaktiert und du weißt einfach nicht, was du kaufst. Genau so ist es. Oh mein Gott. Und du weißt einfach nicht, was drin ist, ja. Dann gibt es natürlich Labore, an die du dich wenden kannst, wo du zumindest mal die Reinheit irgendwie überprüfen kannst. Siehst du aus der Geschäftsmonellperspektive da Chancen?

45:54 Feliks Eyser: So kann man sagen, ey, die Leute wollen das und es scheint anekdotisch irgendwie manchmal einen Effekt zu haben. So GLP Ones, Abnehmenspritzen, so Riesenbusiness. Gibt es da die nächste Kategorie, die irgendwann entsteht?

46:04 Jürgen Mehrtens: Ja, also kurzfristig in jedem Fall und wenn sich dann einige dieser Peptide vielleicht durch Studien nachhaltig als Mehrwert erweisen, dann in jedem Fall. Aber wenn dem nicht der Fall ist, dann hast du kurzfristig, kannst du coole machen, aber es nicht nachher.

46:23 Feliks Eyser: Bis dahin medizinisch vorsichtig sein. Und juristisch auch.

46:25 Jan K. Hennigs: Genau, auf jeden Fall. Also ich finde es ehrlicherweise auch ein spannendes Thema für jedes sogar. Das Problem ist, wenn wir die einführen dürften, dann kann man das natürlich auch in einer Studie, gerade in unserem Kollektiv, auch Auch mit klaren Regeln, klaren Sicherheitsregeln und einem klaren Protokoll, mit einem Ethikvotum und Notfallplan Auch testen, weil das schon interessant ist, weil wir wissen, dass Peptide hoch wirksam sein können. Aber bis dahin muss man einfach sagen. Also, ich nehme keins, außer GLP1. Okay, okay.

47:00 Feliks Eyser: Wir wollen Founder Mode gemeinsam zum besten Entrepreneurship Podcast in Deutschland machen. Und ihr könnt uns helfen, indem ihr den Channel abonniert und eine Bewertung abgebt. Das hilft uns ungemein, weil die Episoden dadurch häufiger ausgespielt werden und wir noch spannendere Gäste einladen können. Danke euch und viel Spaß. So, weiter aufdecken? Welche Karte wollt ihr? Ja, ja. Ich mach mal hier einen bei mir. Wellnesslastige Maßnahmen. Okay. Sowas wie Eisbaden, Rotlicht, Therapie, IV Drips, also gibt es eine ganze Kategorie von Themen, die vielleicht gar nicht so tief im medizinischen Bereich verankert sind, sondern vielleicht eher so im Lifestyle-Wellness-Bereich trotzdem super populär sind. Gibt es Evidenz, wie ist euer Take?

47:42 Eisbad, Sauna, Rotlicht, IV-Drips: Was die Studien wirklich zeigen

47:42 Jan K. Hennigs: Also, ist ein ganz breites Feld tatsächlich auch mit auch schwankender Evidenz, muss man fairerweise sagen. So IV-Drips ist, muss man sagen, sicherlich der Bereich, mit der der geringsten Evidenz für die allgemeine, sonst gesunde Bevölkerung, gibt es so ein bisschen aus, klar wissen wir, Volumengabe bei Patienten, die eine schwere Blutvergiftung haben, absolut essentiell, Lebens Wichtig sogar, aber das sind die wenigsten, die sich in den IP-Drip reinhauen. Ich finde es mich auch immer noch spannend, wie gerade so quasi der invasive Weg, dass man sich pieken lässt. um sich da was reinlaufen zu lassen, jetzt auch in Hotels einfach angeboten wird. Warum das sich so durchgesetzt hat aus dem aus dem aus dem Bereich. Aber die Die Datenlage ist da leider für vieles, was IV gegeben wird, wenn man es sich mal ganz nüchtern anguckt, leider sehr schlecht. Also viele der Substanzen werden sofort wieder ausgepieselt oder haben Nebenwirkungen, Vitamin C zum Beispiel hochdosiert. kann zu Oxalatsteinen führen bei Patienten, die vorbelastet sind. Solche Sachen, wo man gar nicht dran denkt, Vitamin C, ne, ist doch. Sauna und Eisbaden, erzähl mal. Genau, Sauna und Eisbaden ist spannend. Also Sauna ist, wenn man sich das, es gibt eine große finnische Studie, die das angeguckt hat, die Leute, die vier bis sieben Mal in der Woche Saunieren gegangen sind, haben ihre Herz-Kreislauf, das Herz-Kreislauf-Risiko, das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken, um 60 Prozent reduziert im Vergleich zu denen, die das weniger gemacht haben oder gar nicht. Ist natürlich voller Confounder, wahrscheinlich Leute, die Ehen an, also Lebensstil Confounder sind da drin, aber da gibt es zumindest. Daten, das das saunieren regelmäßig und dann muss aber ordentlich sein, viermal pro Woche und dann auch Finish, also heiße Temperatur. Was bringt Eisbaden, auch ein spannendes Thema. Wir wissen, dass es in der Regeneration nach Ausdauersport wirklich hilfreich ist, die Regeneration zu fördern. Nach Kraftsport zum Beispiel gibt es Daten, dass das Eisbad die Muskelgenese hemmt. und dass tatsächlich, also der Effekt des Kraftsports dadurch ein bisschen mitigiert wird. Und dann musst du natürlich auch gucken, für wen ist denn das was, ne? Wenn ich jetzt irgendwie Elitesoldat bin, setze ich mich jeden Tag in mein Eisbad, dann bin ich abgehärtet, wenn ich mich selber irgendwie ein bisschen abhären bin, wenn ich gesund bin, wenn ich kein Herz-Kreislauf-Risiko habe, kein akutes, super. Wenn ich meine 85-jährige Mutter da reinsetze ins Eisbad, dann habe ich, glaube ich, hinterher mehr Probleme, als ihr Gutes getan zu haben. Da muss man natürlich den Kontext auch anschauen. Aber tatsächlich gibt's für bestimmte Menschen, gerade in der Regeneration, Evidenz und es ist zumindest wahrscheinlich bei gesunden Menschen nicht schädlich. Rotlichtherapie Für so topische Anwendungen, um die Haut besser hinzubekommen, ein bisschen schöner zu machen. Anti-Agne, ja.

50:40 Feliks Eyser: Da besorgt man sich eine Lampe, erklär mal, wie das funktioniert. Ein Freund später hat sich jetzt auf Alibaba so riesige Infrarot-Panels bestellt. Erklär mal, warum der das macht.

50:47 Jan K. Hennigs: Also ja genau, also das ist die Idee ist, dass das Infrarotlicht dann irgendwie die Mitochondrien stimuliert und nicht nur die Wärme, sondern eben auch wieder. Also die Mitochondrion spielen tatsächlich bei Alter eine absolute Schlüsselrolle, aber die können nicht für alles hergenommen werden als Erklärung, warum irgendwas funktioniert. Und die Idee ist eben, dass dieses rotliche Mitochondrion stimuliert und dadurch regenerative Effekte ausgelöst werden. Wir wissen, dass tatsächlich bei bestimmten Hauterkrankungen der Fall ist für die Allgemeinbevölkerung und wahrscheinlich auch für deinen Freund. Hat es leider keinen Effekt.

51:22 Feliks Eyser: Okay.

51:22 Jan K. Hennigs: Schade. Ist aber ein gutes Deutschland.

51:24 Feliks Eyser: Schau dir dann Stefan. Genau, das ist so ein Riesenraum voll mit diesen Dingern. Die sind ja auch nicht klein. Die sind nicht klein, es gibt so Masken und so, das ist alles. Okay, das ist eher, ja. Genau. Eher Kategorie nicht so evidenzbasiert.

51:36 Jürgen Mehrtens: Ich finde bei diesen ganzen Wellness-Maßnahmen, ich habe den Eindruck, dass das alles Tools sind, um Routinen aufzubauen. aufbaust und jeden Morgen irgendwie ins Eisbad gehst und jeden Abend in die Sauna, dann bist du schon mal proaktiv dabei, irgendwie einen gesunden Lebensstil zu fördern und dann ist die Wahrscheinlichkeit auch sehr hoch, dass du Sport machst, die haben gerade erzählt und dich vernünftig ernährst und dann finde ich das unabhängig von Evidenzen sinnvolle Tools, weil sie dafür sorgen, dass du Den Quatsch, den man vielleicht ansonsten machen würde, eben nicht machst.

52:12 Feliks Eyser: Ja, und ich habe schon den Eindruck, also ich habe kein Eisbad zu Hause, habe ich keinen Platz, aber ich habe dann irgendwann angefangen, Kalt zu duschen. Das heißt, ich dusche erst warm und am Ende drehe ich es komplett runter und stehe dir da nochmal 30 Sekunden oder so. Keine Ahnung, ob mir das jetzt was bringt, aber ich denke mir, für meine Willensstärke ist es gut. Weil dann habe ich morgens schon mal so eine gewisse Überwindung überschritten und mir bewiesen, dass ich das irgendwie aushalte. Und dann Fühlt sich die Welt irgendwie leichter an? Das ist so meine Anekdote.

52:36 Jan K. Hennigs: Also tatsächlich ist es so: solange duschen, bis du es unangenehm findest, 90 Sekunden plus kalt duschen, dann hat es tatsächlich auch Effekte auf die Blutgefäße. Das ist so. Und ich glaube genau das, was auch Jürgen gesagt hat, das steht ja auch schon drin, Wellness Lastig, ne? Also wenn man das entweder für Routinenbildung. oder auch als Wellnessfaktor nutzt, um sich was Gutes zu tun, als Stressregulator, dann ist das in Ordnung, wenn man jetzt sagt. Dadurch lebe ich 120 Jahre gesund, weil ich mich jeden Morgen ins Eisbad setze, dann würde ich sagen, das ist das I-Tüpfelchen vielleicht, das sind die letzten 1% oder so.

53:13 Feliks Eyser: Teilweise hat sie auch was Soziales. Wir hatten Gründerinnen hier, deren Marketing-Channel sind Sauna-Raves, die Gründerin von Louche, eine Elektrolyte-Brand im Grunde. Und die machen dann quasi Veranstaltungen in der Sauna. So, und dann bist du wieder im sozialen Umfeld und macht irgendwie Spaß, da läuft Musik, und dann hat es auf jeden Fall einen positiven Effekt, wahrscheinlich egal, ob es jetzt körperlich ist

53:31 Jürgen Mehrtens: einen Effekt mit sich bringt. Vielleicht sogar einen doppelt positiven Effekt, weil die meisten sozialen Interaktionen ja auch oftmals irgendwie mit Alkohol und spät ins Bett gehen zu tun haben. Und wenn man jetzt diese Wellness-Lastigen Maßnahmen in einen sozialen Kontext bringt, dann hast du einen doppelten Effekt eigentlich netto.

53:50 Feliks Eyser: Top. Was wollt ihr ziehen? Welche Karte?

53:54 Jan K. Hennigs: Uh, Psychedelics. Psychedelics. Okay.

53:56 Feliks Eyser: Okay, okay. Psilocybin, Pilze, Ketamin. Gibt ja diverseste Themen. MDMA. Und wir hatten eine Psychologin hier neulich, die Kim Breuer. die auch gerade angeregt hat für Persönlichkeitsentwicklung, sich diese Studien mal anzuschauen in USA. Und das Thema ist ja durchaus auch in der Gründerszene verbreitet, kann man sagen. Also auch wieder Leute, die extrem sind, die vielleicht gerne experimentieren. Wie ist euer Take auf Psychedelics?

54:21 Jan K. Hennigs: Also ich glaube muss man einmal unterscheiden zwischen so Recreational Use oder Microdosing. Und auf der anderen Seite dann tatsächlich therapeutische Anwendung, gerade so bei schweren Depressionen. Denn da ist gerade für Psilocybin und für Ketamin gibt es. . gute und immer besser werdende Daten, dass das bei Patienten, die eine schwere Depression haben, die nicht auf die klassischen Medikamente reagieren, wirklich helfen kann. Und da reicht Von dem Psilocybin, eine Dosis aus, um mehr Tee, mehr wöchige positive Effekte zu haben. Kann man das in Deutschland legal machen? Es gibt in Deutschland, nee, braucht man eine Sondergenehmigung, aber es gibt mehr und mehr Krankenhäuser oder Anbieter, Therapeuten, die das tatsächlich, die diese Genehmigung haben und das durchführen. Macht ihr so? Wir machen das leider oder nicht, weil wir behandeln keine schwer depressiven Patienten. Das ist der, das ist die Ursache. Wenn jemand schwer depressiv ist, dann Das ist ja überhaupt unser Konzept. Wir sehen uns im Moment tatsächlich schon eher erstmal in der Diagnostik und dann alles, was so mit klassischen, allgemeinen, medizinisch-internistischen Bordmitteln behandelt werden kann, das betreuen wir gerne mit. Aber wenn es schwere Organerkrankungen gibt, da würde ich jetzt in diesem Fall oder seelische Erkrankung gibt, dann müssen wir zum Spezialist überweisen, weil es natürlich sinnvoll ist, dass er auch von absoluten Experten weiter behandeln zu lassen. Deswegen kommt das für uns nicht in Frage. Aber für Ketamin ist ähnlich. Also Ketamin bei schweren Depressionen gibt es klare Evidenz, dass das funktioniert und wird auch ehrlicherweise in Deutschland eingesetzt.

55:55 Feliks Eyser: Und Recreational Use oder für, ich sag mal, Reflexion oder oder Eine wichtige Entscheidung treffen. Soll ich die Finanzierungsrunde machen oder soll ich weiter Bootsstrappen? So, und dann baue ich mir einen Pilz ein.

56:09 Jan K. Hennigs: Messbare, wirklich messbare Effekte in den Studien, die dazu durchgeführt worden sind, die ich kenne, gibt es nicht. Insbesondere auch für Microdosing. Das ist natürlich, wenn du, wenn du diese, diese Erweiterung brauchst, deiner Gedankenwelt und deiner Wahrnehmung, um irgendwelche Prozesse zu treffen, dann Es ist natürlich eine hochpersönliche Entscheidung. Ich weiß nicht, ob das das Schlauste ist. Auf einem Trip wichtige, wichtige Geschäftsentscheidung zu treffen.

56:40 Feliks Eyser: Okay, so eure nächste Standorteröffnung, ob ihr die nächste Klinik aufmacht, die trefft ihr noch bei Klar im Kopf.

56:46 Jürgen Mehrtens: Höchstwahrscheinlich. Okay. Spaß.

56:50 Feliks Eyser: Okay. Welche Karte sollen wir nehmen? Nimm du eine. Hier hinten. Oh, Alkohol. Alkohol. Ja, also, ich war gestern beim Dinner, Einladung von Qonto, diese Neobank, hier der Malte, der das hier leitet, so hatte eingeladen. Französische Company, war der Gründer da. Eine Flasche Wein nach der anderen geht da auf. Ist ja auch so ein Thema im Alltag, dem er schwer entkommen kann. Das eine ist quasi der soziale Aspekt, wie du gerade gesagt hast. Ist da mit Alkohol verbunden? Aber gerade auch im Business-Kontext. Du bist so beim Dinner und vielleicht läuft das Gespräch dann noch einfacher nach dem ersten Wein. Wie schlimm ist es wirklich?

57:27 Jan K. Hennigs: Ja, also ich habe ja ein bisschen die Rolle des Spaßverderbers hier heute. Also Es ist auch für mich natürlich, ich trinke auch unheimlich gerne ein leckeres Glas Wein, das ist so mein eines meiner großen Laster. Aber aus medizinischer Sicht. Gibt es leider überhaupt keinen Grund, Alkohol zu trinken? Es gab ja mal diese Idee, dass ein Glas Wein am Tag herzprotektiv ist. Das ist leider ein Rechenfehler gewesen. So viel Resveratrol, da müsstest du also literweise Wein trinken. pro Tag. Und selbst dieser Hockeystick, dass man das sagt, also das eine Glas, aus epideologischen Studien wissen wir mittlerweile, dass du auch Daran lag, dass da trockene Alkoholiker drin waren, die diese Verzerrung erreicht haben. Das heißt also, aus medizinischer Sicht ist gar kein Alkohol das Beste. Und wenn du mich fragst, wie viel Alkohol ist okay, dann, wenn wir uns das Krebsrisiko angucken, steigt das Krebsrisiko durch Alkohol und die Krebse, die mit Alkohol assoziiert sind, das sind sehr viele Krebsarten sogar. Aber insbesondere so die im Verdauungstrakt und im Mund-Rachen-Raum mit dem ersten Glas tatsächlich erhöht. Statistisch erhöht, natürlich nicht riesig, aber statistisch erhöht. Pro Tag, pro Monat, pro Woche? Also was heißt das? Genau, also ein, also tatsächlich, also jedes Glas, also Krebs, das gemein an krebserigen Substanzen ist, das Die alleinige Exposition, einmalige Exposition kann theoretisch ausreichen, tatsächlich einen Krebs auszulösen. Aber da gibt es einen Zusammenhang. Und was wir aber wissen, was wohl zumindest Einigermaßen verträglich ist es so ein, zwei Gläser die Woche. Die Frage ist, wenn du jetzt natürlich Dinner hast oder auch Business Lunches hast. und dabei ein Glas Wein trinkst, dann ist das ja wahrscheinlich nicht die Ausnahme, sondern schon fast eher ein Habit. Und das ist, glaube ich, der Punkt, auf den man eher achten muss. Also wo wird eigentlich unbemerkt deine Gewohnheit raus? Die dann vielleicht sogar schädlich ist. This being said, ich trinke auch gerne am Freitagabend oder am Samstagabend mit Freunden ein Glas Wein, weil der soziale Aspekt. Das wäre die positive Seite. Der ist nicht, genau, nicht wegzuwischen. Das ist schon etwas, auch gerade, muss man sagen, in unserer Unser breiten Kreis ist ein ganz wichtiger Faktor, aber wenn wir es jetzt ganz nüchtern betrachten, im wahrsten Sinne des Wortes Ist gar kein Alkohol das allerbeste.

1:00:03 Feliks Eyser: Wie managest du das, Jürgen? Weil was gerade dein Horst hat am Tegernsee? Hast du den Helles gegönnt?

1:00:07 Jürgen Mehrtens: Ein, zwei Helle waren dabei, ja.

1:00:09 Feliks Eyser: Aber du warst auch Trailrunning, du bist auf dem Berg hochgelaufen. Ich habe Beweisfotos gesehen. Schau dort an Patrick.

1:00:14 Jürgen Mehrtens: Genau, ja. Also ich bin mittlerweile so, dass ich Alkohol krass reduziert habe. Was heißt es von wo nach wo? Also ich war früher schon so, dass jedes Wochenende mindestens einmal irgendwie unterwegs war und damit auch Alkohol getrunken habe. Mittlerweile probiere ich das auf wenige Events im Jahr zu reduzieren, zum Beispiel Hochzeiten, irgendwelche Geburtstage, alles andere probiere ich zu cutten. Und warum? Ich habe jetzt dadurch, dass ich irgendwelche Wearables trage, ich sehe das irgendwie in meiner Schlafqualität und ich merke es auch am nächsten Morgen, wenn ich ein Bier heute Abend mit dir trinke, dann schlafe ich definitiv schlechter.

1:00:52 Feliks Eyser: Das ist interessant bei diesen Ringen und Wuchbeinden und so weiter, dass das erste Glas schon den Score völlig verhaut, oder? Das hat mich am meisten überrascht.

1:00:58 Jürgen Mehrtens: Ja, das hat mich auch krass überrascht und hat mir zu denken gegeben und ich merke es auch. Ich kann auch an meinem Alter mittlerweile liegen, aber wenn ich so zwei Bier trinke und nicht mal spät ins Bett gehe, dann merke ich das am nächsten Morgen definitiv. Und ja, das ist mir dann unterm Strich auch nicht wert. Na gut.

01:01:16 Abnehmspritzen: Wie GLP-1 wirkt und warum man es dauerhaft nehmen muss

1:01:16 Feliks Eyser: Verstanden, machen wir weiter. Was haben wir hier? Oh, das haben wir gerade schon angesprochen. GLP Ones, also Abnehmenspritzen, Mounjaro, Ozempic sind in alle Munde. Krasse Geschäftsmodelle, muss man auch sagen. Gab ja gerade diese Headline. One Billion Dollar One Person Company, so ein Typ, der quasi so einen Abnehmspritzenservice gebaut hat. Die Geschichte stimmt dann im Detail doch nicht so ganz, dass es eine Milliardenkompanie ist, aber es zeigt, ähm, dass super viel Nachfrage nach diesen Produkten existiert.

1:01:45 Jan K. Hennigs: Und auch zu Recht, muss man sagen. Also insbesondere bei Menschen, die Übergewicht haben, bei Menschen, die Risikofaktoren schon durch das Übergewicht haben, also Diabetes, Bluthochdruck, Nierenschwäche, ist das absoluter Game Changer, muss man ganz ehrlich so sagen. Das Medikament wirkt mehrfach, einmal hemmt es den Appetit im Gehirn, andererseits hemmt es die Andererseits hemmt es die Magenentleerung, dadurch wird wirklich die Energieaufnahme reduziert, das ist das Allerwichtigste fürs Abnehmen. Man kann gar nicht so viel Sport machen im Regelfall, wie man durch die Reduktion der Energieaufnahme nämlich kompensieren kann. Und das funktioniert super. Also das hat. Herz-Kreislaufrisiken um 40, 50 Prozent in den Kollektiven gesenkt. . . Das hat die Nierenfunktion deutlich verbessert in diesen Kollektiven. Das ist Die Langzeitdaten, die wir haben, ein paar Jahre, solange man das nimmt.

1:02:46 Feliks Eyser: Erzähl mal dazu, ist das dann ein dauerhaftes Thema?

1:02:49 Jan K. Hennigs: Das ist ein dauerhaftes Thema. Das ist tatsächlich so, das blockt Solange du nimmst quasi diese Nahrungsaufnahme und wenn du es absetzt, dann ist bei so, dann kommen zwei Drittel des Gewichts bei zwei Dritteln der Leute wieder. Und wenn man sich überlegt, dass du im Schnitt, wenn man hier Mounjaro, glaube ich, 22 Kilo, 25 Kilo, wenn du unter der Höchstdosis abgenommen hast in der übergewichtigen Gruppe, was ja echt

1:03:19 Feliks Eyser: Viel ist, wirklich viel ist. Und oft ein Kilo pro Woche.

1:03:22 Jan K. Hennigs: Genau, die Geschwindigkeit ist super schnell, es geht dann so ein bisschen in so eine Sättigungskurve oder so eine asymptotische Kurve, wenn man es ganz genau sagen, über. Aber Wenn es dann wiederkommt, ist natürlich, klar hast du noch ein bisschen was gewonnen. Ein Drittel hast du noch weniger Gewicht als vorher. Aber es ist schon so, dass die Daten darauf hin zeigen, dass man es eigentlich lebenslang Nehmen muss, was ein super Geschäftsmodell ist. Ich wollte gerade sagen, perfektes Produkt der Pharmaindustrie, oder?

1:03:46 Feliks Eyser: Er hilft effektiv und du musst es dauerhaft nehmen. Das ist der feuchte Traum von jedem Pharmamanager. Genau.

1:03:52 Jan K. Hennigs: Ja, absolut, absolut. Und tatsächlich muss man sagen, in diesem Fall ist es wirklich etwas, was eine was ein weltweites großes Problem gerade in westlichen Gesellschaften echt mal angeht. Was ist die Kritik außerdem der Dauernutzung? Die, also die Eine Nebenwirkungsrate ist so ein bisschen ein Problem. Also die einige Leute können das nicht vertragen, wegen vor allen Dingen gastrointestinaler Nebenwirkungen, Übelkeit, Kopfschmerzen. Fühlen sich grippig dadurch, das ist natürlich ein Problem, aber ein Anwendungsproblem. Die großen ersten Kritiken, die geäußert worden sind, erhöhte Bauchspeicheldrüsen, Krebsrate. zum Beispiel, die haben sich nicht bestätigt, wenn man sich das immer genauer anschaut, in den in den jetzigen Studien, in den länger Beobachtungen.

1:04:37 Feliks Eyser: Das ist interessant, dass wir vielen auch die Wahrnehmung haben, ah so ein neues Ding, da gibt es keine Studien. Auf der anderen Seite Ozempic und Co. gibt es glaube ich seit irgendwie 2005 oder so, also aus der Diabetes. Natürlich. Wie siehst du da die Langzeitstudien aus der medizinischen Perspektive?

1:04:49 Jan K. Hennigs: Genau, also die Daten, die wir haben, deuten darauf hin, dass. Wir haben keinen Hinweis haben, dass es da wirklich schwerwiegende Langzeitprobleme gibt, außer dass man, wenn man es abnimmt, natürlich viel Gewicht wieder zurückgewinnt. Und das andere Problem ist, es gibt natürlich so einen Sättigungseffekt. Also es heißt, witzig.

1:05:16 Feliks Eyser: Oh mein Gott. Was für ein Entertainment

1:05:22 Jan K. Hennigs: Also es ist so tatsächlich, dass sich die Wirkung immer so ein bisschen abnutzt. Das heißt, so über die Zeit kommt dann tatsächlich wieder ein bisschen Gewicht zurück. Obwohl du es nimmst. Ja, weil du in Toleranz entwickelst? Ja, wahrscheinlich, weil du in Toleranz entwickelst. Genau. Und genau, das andere Problem ist, du musst die halt spritzen. Ja. Aber sonst sind das also wirklich von allem, was hier so liegt, super Medikamente. Was nicht funktioniert. Jetzt muss ich auch nochmal ein bisschen. Microdosing gibt's. Keine Daten, dass das sinnvoll ist. Sind alles theoretische Überlegungen auf der Basis von. Ah, wirklich?

1:05:54 Feliks Eyser: Ist interessant, dass du es sagst, weil ich mache das. Wollte ich dich auch noch gerade fragen. Also ich habe mit der Mindestdosis von Mounjaro angefangen. Und die dann irgendwann halbiert oder so gedrittelt. Also ich nehme super wenig. Von der kleinsten Dosis, irgendwie 2,5 Milligramm oder so, nehme ich so ein Drittel der Spritze. Das kann man ganz gut dosieren. Ich habe das Gefühl, dass es nach wie vor einen Effekt hat und irgendwann sind mir die Spritzen ausgegangen, so und habe ich auf jeden Fall wieder mehr gegessen.

1:06:16 Jan K. Hennigs: Ja, ja, ja, klar. Also Die Daten, die es dazu gibt, zeigen, dass man, dass es wirklich ein klarer dosisabhängiger Effekt ist. Es gibt aber auch keine systematische Untersuchung, muss man in aller Fernseh bei normalgewichtigen Leuten. dass man das mal wirklich in großen Stil angewendet hat und guckt hat, welche Dosierung oder wenn man sie reduziert, bringt das da was. Aber das, was wir haben Also wenn würde ich sagen, wenn du es nimmst, dann nimmst du es richtig. Und du musst auch nicht die volle Dosis nehmen, wenn du natürlich den Effekt hast und wenn du nicht so viel Übergewicht hast. Aber Klartosabhängiger Effekt, Microdosing. Aus nüchterner medizinischer Sicht ohne Effekt und auch die Protektion gegenüber Alzheimer zum Beispiel. Ende des letzten Jahres kam die Studie, glaube ich, Anfang des dieses Jahres. Ist leider auch negativ gewesen.

1:07:03 Feliks Eyser: Ja, sie hatte die Aktie einen Sprung gemacht, weil vielleicht gibt es auch nochmal eine andere positive Wirkung.

1:07:07 Jan K. Hennigs: Okay, hat sich nicht bewahrt. Hat sich nicht bewahrheitet. Interessant.

1:07:10 Feliks Eyser: Wie kriegt man das in Deutschland? Oder ich meine, ihr könnt es wahrscheinlich verschreiben, macht ihr wahrscheinlich regelmäßig, aber wenn jetzt jemand nicht bei euch in der Behandlung.

1:07:16 Jan K. Hennigs: Also das ist ganz ganz normal, ähm, man kann das ganz normal, eigentlich kann jeder Arzt das verorten, als Selbstzahler sowieso kein Problem. Es gibt Für Ozempic glaube ich immer noch die Begrenzung, dass es eigentlich nur beim Typ 2 Diabetes verordnet werden darf. Aber im Grunde gibt es auch mittlerweile im europäischen Ausland Anbieter, die das zur Telekonsultation.

1:07:45 Feliks Eyser: Wir hatten Sarah Bechstein hier im Podcast Hit Formel Skin gemacht, also Dermatologie online und das mit einer Firma gemerkt, die aus dem Abnehmenbereich kommt und bieten es ein Deutschland ist auch an unter VoI, heißt das, glaube ich, VOY, so wo man das dann online machen kann. Aber natürlich immer noch so, da musst du Fotos hinschicken und so weiter. Also es ist jetzt nicht so ganz straightforward, dass du einfach einen Knopf drückst und das kriegst.

1:08:05 Jan K. Hennigs: Ja, das gibt es also im Ausland mit weniger Regulatorik gibt es solche Systeme auch oder per WhatsApp ordern. Aber genau Aber ehrlicherweise oder den Peptide-Dealer fragen. Lieber, lieber nicht. Den Peptide-Dealer hat das bestimmt auch im Angebot.

1:08:19 Feliks Eyser: Es gibt auch schon Generika davon. Das heißt, also nachher. Das ist ja eine große Frage, also ob es Generika gibt, die den Preis runtertreiben und ob du irgendwann das Oral als Pille einnehmen kannst. denen nicht spritzen muss, weil viele davor ja auch Respekt haben.

1:08:31 Jan K. Hennigs: Genau, also es gibt tatsächlich, jetzt muss ich gucken, welches der Präparat? Ich glaube, Mounjaro gibt es als orales Präparat. Das gibt es, aber der klassische Weg ist tatsächlich die Spritze. Und das ist aber nicht dramatisch. Also wenn man sich das mit so einer langen Nadel selber aufzieht, ist das ja vielleicht problematisch. Aber wenn man den Pen nimmt mit der mikrokleinen Nadel.

1:08:54 Feliks Eyser: Das spürt man gar nicht. Also, das ist ja nicht, wie das funktioniert, aber man macht sich das ja rein und ich spüre es auf jeden Fall nicht. Genau. Okay, eine haben wir noch. Eine haben wir noch, was haben wir noch? Last but not least. Testosteronersatztherapie. Meine Kumpels haben früher gesagt, komm, wir gehen nach Istanbul, machen uns die Haare neu. Jetzt sagen sie, komm, wir müssen uns Testosteron, weil wir sind über 40. Was ist da dran?

1:09:17 Jan K. Hennigs: Also, was dran ist, ist tatsächlich, so über 40 sinkt. Der Testosteronspiegel jedes Jahr so um ein, zwei Prozent, kontinuierlich. Was wir noch nicht voll verstanden haben, ist, ob das wirklich einen echten biologischen Effekt beim Männern hat. Insbesondere wenn es keine absolut asymptomatisch bleibt. Also wir wissen, dass es natürlich assoziiert mit der Knochengesundheit ist, assoziiert mit Libido, also Sextrieb. Oder Sexualantrieb, Sexualantrieb. Aber wenn man sich die Leitlinien anschaut, wenn man sich die Literatur anguckt. richtig, wirklich effektive Wirkung auf genau sowas, Depression, Muskulatur, Sexualtrieb gibt es nur bei den Leuten, die nachgewiesenen, echten, zweimal im Labor nachgewiesenen Mangel. einen Testor haben. Für alle anderen konnte man diese Effekte nicht sehen. Deswegen ist die Frage, was ist Placebo-Effekt? In den USA gab es ja einen Riesensprung der Verordnung für Testosteron, auch über so online. Ist mein Eindruck.

1:10:29 Feliks Eyser: Also es gab früher diese Männergesundheitsplattform, das hast du online Viagra bestellt, dann haben die irgendwann die Geschäftsmodelle erweitert und Abnehmspritzen gemacht und jetzt verkaufen die Testosteron.

1:10:38 Jan K. Hennigs: Ja, das ist wieder auch so etwas, was aus der, ich glaube, ein typisches Phänomen, was auch in der Longevity-Szene weit verbreitet ist. ist, dass wir so diese die grundlagenwissenschaftliche Denke anwenden. Wir sehen ein Modell, wir sagen, wir sehen in dem Modell, ist, wenn ich da interveniere, kommt ein Effekt und dieser Effekt muss dann ja auch im Menschen genauso sein. Ist er aber nicht. Das ist das größte Problem. Die wenigsten, also es gibt gar, also es gibt einen großen Unterschied zwischen diesen der den Ergebnissen aus Modellen, den Ergebnissen aus Tieren und wie es dann wirklich im Menschen funktioniert. Eines meiner Lieblingsbeispiele ist, da sollten Niptes wird als ähm Senolytikum in anderer Dosierung, muss ich fairerweise sagen. Was bedeutet das? Dasatinib ist ein Medikament, das ist so ein Tyrosinkinasi, das ist ein Medikament, das hemmt ganz viele verschiedene Enzyme im Körper. Das wird eingesetzt um Um seneszente Zellen, also Zellen, die gealtert sind, aber so Zombie-Zellen heißen die im Volksmund. Die sind immer noch aktiv, aber die kriegen eigentlich nichts mehr hin, schicken aber eigentlich nur noch jede Menge dann in diesem Kontext schädliche Botenstoffe aus. Und Dasatinib mit Quercetin zusammen wird genutzt, um die zu eliminieren. Da laufen gerade eine Reihe von Studien, um so quasi Organe zu verjüngen. Ganz interessanter Ansatz, muss man fairerweise sagen. Aber dieses Medikament, ähm, In hoher Dosierung löst im Menschen eine Erkrankung aus, als Nebenwirkung, die es im Tiermodell als allerpotentestes Medikament behandelt und bekämpft hat. Das heißt, Lungenhochdruck heißt die Erkrankung. Und wenn man dieses Medikament in Tieren gibt, die einen Lungenhochdruck haben, dann ist das das Medikament, das am effizientesten diesen Lungenhochdruck reduziert hat oder geheilt hat. Und Menschen, die das Medikament nehmen, kriegen den Lungenhochdruck. Das heißt also, da sind. Da sind die Organismen eben doch unterschiedlich. Solche Beispiele muss man einfach im Hinterkopf haben. Man kann nicht einfach extraponieren. So ein bisschen Ist das das Problem, dass bei allen diesen Interventionen, die wir sehen, das funktioniert in Tiermodellen, das funktioniert prinzipiell doch und dann müsste doch als nächster logischer Schritt wäre es, ob es auch bei mir funktioniert. Das muss man im Hinterkopf haben, weil der Placebo-Effekt eben auch ein ganz, ganz wichtiger Effekt ist. Kennen wir seit 20 Jahren, je größer die Tablette, je teurer die Tablette. Und je besser das Marketing, desto besser die Wirksamkeit.

1:13:09 Feliks Eyser: Vielleicht funktioniert das wegen das Microdosing bei mir, weil ich mir diese Spritze reinfache

1:13:14 Jan K. Hennigs: Ja, okay. Verstanden. Genau. Also auch da leider so, dass sich, wenn man sich die Literatur anguckt, sagen muss, richtig überzeugende Daten, dass das funktioniert.

1:13:24 Feliks Eyser: Testosteron, wenn dann, wenn Mangel existiert. Verstanden. Worüber sollten wir noch sprechen? Im Longevity-Stack oder was sind Themen, die bei euch noch aufkommen von Patienten?

1:13:34 Jan K. Hennigs: Ein Mikrobiom ist, glaube ich, noch so ein

1:13:36 Speaker 4: Thema, dass Inhalt, oder?

1:13:39 Jan K. Hennigs: Immer wieder mal besprochen wird, tatsächlich immer angesprochen wird. Wo wir, ich finde es ein hochspannender Bereich, weil wir wissen, diese Assoziation Mikrobiom und metabolische Gesundheit, Mikrobiom und Hirnfunktion. Also wirklich große Zusammenhänge. Das einzige Problem, dass das alles so deskriptive Studien sind. Es gibt ganz, ganz wenig Daten, die zeigen, eine Intervention am Mikrobiom verändert wirklich Das Outcome im Menschen. Entweder gibt es Daten aus Tieren oder es gibt für zum Beispiel Stuhltransplantationen Bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, da wissen wir, dass das funktioniert. Bei Patienten, die eine bestimmte bakterielle Infektion im Darm haben, die auf Antibiotikanierung anspricht, da kann so eine Stuhltransplantation. Gibt es mittlerweile in Kapseln? Früher hat man das mit Nasensonde oder ehrlicherweise Darmensonde gemacht. Genau, das war ein bisschen aufwendiger. Da funktioniert das. Und es gibt erste Daten, die ich wiederum auch ganz spannend finde aus dem Diabetes. dass man mit einem bestimmten Stamm, den man den Menschen gibt, so Marker HbA1c, also das Langzeitblutzuckerwert und andere Marker, etwas reduzieren kann, solange dieser Stamm Akkermansia heißen die Bakterien genommen wird. Also da ist, da wird noch viel mehr kommen, aber auch da ist die Realität, dass wir im Moment noch versuchen zu verstehen, wie die Kausalzusammenhänge sind und nicht nur die Assoziation.

1:15:13 Feliks Eyser: Das ist ja das große Problem. Trotzdem würdest du sagen, jeden Tag

1:15:18 Jan K. Hennigs: 30 Gramm Kimchi essen, ist eine gute Idee. Das ist super. Also tatsächlich, wenn du sagst, was kannst du machen, was ist gut fürs Mikrobiom, genau das ist absolut richtig. Kimchi ist super, Ballaststoff ist natürlich super. Das sind extrem wichtige Maßnahmen. Das ist tatsächlich auch das Einzige, was wirklich gut funktioniert, um das Mikrobiom gesund zu halten.

1:15:38 Feliks Eyser: Wie schlimm ist der Ballaststoffmangel, den es im Schnitt gibt? Auch so ein Thema gibt da auch so Limos jetzt mit mehr Ballaststoffen. dem aber aus dem Consumer-Bereich angekommen ist. Wie siehst du das?

1:15:48 Jan K. Hennigs: Also wir essen eigentlich alle viel zu wenig Ballaststoffe. Also wir müssen ja irgendwie 30, 40, 50 Gramm essen am Tag. Das schafft man ja kaum, wenn man ehrlich ist. Und wir wissen, dass diese Ballaststoffe tatsächlich ganz, ganz wichtig sind für die Darmgesundheit, auch insbesondere für das Krebsrisiko, also gegen das Krebsrisiko. Und da sind wir viel zu schlecht. Und so funktionelle Magen-Darm-Erkrankungen sind ein wichtiges Problem. Viele Leute kommen auch zu uns und sagen, sie haben Verdauungsprobleme. Und dann wird das häufig auf irgendwelche Nahrungsmittelunverträglichkeiten geschoben. Dann werden auch Diagnosen meiner Meinung nach erfunden. Glutenunverträglichkeiten sind, glaube ich, völlig. . viel zu häufig als als Ausrede genommen, um nicht auch in psychische Aspekte reingehen zu müssen als Arzt. Aber Ballaststoffe helfen da auch. Guter Stuhlgang macht ein gutes Gefühl. Ist leider wirklich. Man sagt ja auch früher sagte man, Stuhlgang ist der Sex der alten Leute. Das habe ich tatsächlich noch nicht gehört. Da ist aber was dabei. Okay. Also mehr Ballaststoffe, ja. Ob die Anreicherung jetzt über so Drinks, was bringt, kenne ich noch keine Studien zu. Aber es ist ein spannender Ansatz, weil wir es echt nicht schaffen, so ähnlich wie Proteinpulver.

1:17:11 Feliks Eyser: Ja, die Limo, du trinkst dann nebenbei, trinken musst du eh und schmeckt gut. Und vielleicht ist es auch wieder schlecht Habit Formation dann einfacher für viele. Das in Alltag einzubauen, dann hilft's. Stichwort Supplements, äh, nochmal kurz. Gibt ja auch immer wieder quasi neue Themen, auch große Firmen, die entstehen. Wir hatten zum Beispiel Rafa Frenkie im Podcast, der Collagen verkauft, super erfolgreiche Firma. Kreatin ist gerade ein Riesenthema, aber auch so eine Sache, wo es alle paar Jahre auch wieder so ein neues, großes Thema gibt, wie was macht Sinn, was ist zu viel?

1:17:41 Jan K. Hennigs: Ähm, also ich fange erstmal wieder als Spiel verderbar an. Das das Es gibt zwei Sachen. Man kommt kaum hinterher mit den Supplements, weil es ja jeden Tag irgendwie was Neues gibt. Es gibt ein neues Präparat, es gibt eine neue Formulierung, es gibt auch. . Studien, ich mache mal extra so, weil diese meisten, die meisten Ansätze, die dann auch mal genutzt werden, eher methodisch große Schwächen haben. Ich gucke ehrlicherweise regelmäßig bei so Online-Datenbanken, die das kuratieren nach, so Examine zum Beispiel, die machen das vernünftig. Die gucken sich an, welches Supplement für welche Fragestellung welche Daten hat. Und das ist hilfreich. Und da sieht man, dass diese Supplements häufig Surrogatparameter nennt man das in der Medizin, also irgendwelche dann ist es mal die, dann ist es mal ein Blutwert oder es ist mal, ein Blutdruck wäre ja schon gut. Eine Muskelfunktion, die dann da gemessen wurde, eine ganz spezielle, die verbessert wird. Und da gibt es dann ganz gute Daten, wo man sagt, für diese eine Funktion ist es gut. Daraus aber dann so eine Extrapolation zu machen, sagen, das ist für den gesamten Körper gut, ist aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht hochschwierig. Auf der anderen Seite sind es Ergänzungsmittel und wenn sie nicht schaden, dann. kann man sie auch nehmen. . . Kreatin ist sicherlich was, was. . Erzähl mal kurz, was ist dein Take zu Kreatin? Kannst du machen. Also Kreatin, wissen wir ja, ist für Muskelregeneration tatsächlich oder Muskelaufbau. hat gute Evidenz, dass was funktioniert. Für andere kognitive Funktionen wird es schon schwächer, aber es gibt Signal, dass es da funktioniert. Wie viel muss man das ernehmen? Müsste ich tatsächlich gerade selber nachgucken. Ich hatte auch schon gesagt, so drei bis fünf Gramm kann das sein. Schon ein paar Gramm pro Tag, oder? Ja, ja, genau. Also muss schon relativ. Kriegt man so Wassereinlagerungen und dann wirkt da so ein bisschen aufgequallen? Das kann sein als Nebenwirkung, aber ich glaube, es kommt darauf an, was du für ein Präparat nimmst. Ich bin da, müsste es tatsächlich in dem. Also die Realität bei den Supplements bei mir ist, wenn es darum geht, wenn jemand sagt, ich möchte unbedingt Supplements nehmen. Dann mache ich in diesem Fall eine personalisierte Analyse. Ich schaue mir das an. Ich hatte schon so einen Fall gehabt, da hat jemand einen Bluthochdruck gehabt, der auch wirklich behandelt werden musste. Und dann habe ich gesagt, ich möchte gar keinen Fall einen Blutdruck.

1:20:01 Speaker 4: Medikamenten nehmen.

1:20:03 Jan K. Hennigs: Und dann habe ich geschaut, okay, wie ist die Datenlage für Arginin? Kann man sehen, okay, Arginin hat in bestimmten Daten das geschafft, den Blutdruck 5 bis 8 mm AG zu senken. Dann haben wir für den dann also eine relativ hohe Konzentration, zwölf Gramm am Tag genommen und hat aber den Deal gemacht, wenn das nicht hilft, dann nimmst du eine echte Tablette. Und es hat nicht geholfen. Er hat die echte Tablette genommen. Aber so gehe ich tatsächlich in diesem Fall dann vor, weil die, weil das für mich schon, ich bin kein Freund von so globalen Stacks, muss ich ehrlicherweise sagen. Das ist das 20 Jahre Uni-Indoktrination. Bleibt dann doch hängen.

1:20:39 Feliks Eyser: Okay, heißt auch ein großes Thema: Evidence-Based Sex quasi.

1:20:41 Jan K. Hennigs: Also erst die Analyse machen, gucken, was geht eigentlich ab und dann überlegen, was passt dazu. Und genau, und dann sehe ich Supplements tatsächlich wie ein Medikament. Also wenn dir was fehlt Dann musst du überlegen, wenn du Vitamin D-Mangel hast. Ist es sinnvoller, dass irgendwie im Short 20. 000 Einheiten oder sind 2000 Einheiten am Tag irgendwas, was du machen kannst. So, und dann müsstest du trotzdem Spiegel kontrollieren. Das ist mein Take. Aber ich bin da auch The Odd One Out, gebe ich zu.

1:21:09 Feliks Eyser: Wie ist dein Stack, Jürgen?

1:21:11 Jürgen Mehrtens: Ich nehme Kreatin jeden Tag, auch ziemlich viel. Wie viel? Sind so acht bis zehn. Okay, okay. Ich muss es sharp aus. Ich nehme Bor, jetzt irgendwie seit ein paar Monaten. Jan, was ist das? Das ist auch ein Spurenelement.

1:21:31 Jan K. Hennigs: Das nimmst du für Haare oder für die Testosteron?

1:21:35 Jürgen Mehrtens: Ich habe bei meinem letzten YEARS-Check irgendwie einen relativ niedrigen Level gehabt und hab dann Bor angefangen zu nehmen. Und drei Monate später war mein Wert besser.

1:21:47 Feliks Eyser: Ohne dass du Testosteron selbst gespritzt hast.

1:21:49 Jürgen Mehrtens: Ja, ja, ja. Also das will ich nicht machen. Das hat bei mir, kann natürlich auch noch zehn andere Faktoren mit reingespielt haben, klar, aber seitdem nehme ich das. Aber da gibt es tatsächlich, das muss man sagen, da gibt es tatsächlich auch

1:22:01 Jan K. Hennigs: In einem gewissen Zusammenhang eine Evidenz für Bor und Testosteron. Tatsächlich, glaube ich, Bor sogar das Spurenelement oder das Supplement, das den größten Einfluss auf den Testosteronspiegel hat. Wie schreibt man das? B O R.

1:22:11 Jürgen Mehrtens: B O R. Bor. Okay, interessant. Also, ja, funktioniert bei mir zumindest ganz gut. Ansonsten ist es bei mir leider so, ich probiere wahnsinnig viel aus. Ich bin super empfänglich für alles, genauso wie du wahrscheinlich auch. Ähm, und probier viel aus und ähm ja unterm Strich.

1:22:30 Feliks Eyser: Was hast du Was hast du zuletzt aussortiert, was für dich nicht funktioniert?

1:22:34 Jürgen Mehrtens: Lithium mal ähm genommen, dann habe ich immer wieder Omega-3 genommen, dann habe ich Arginin genommen, Glyzin, Ketogene, Exogene, Ketogene. Also ich probiere wirklich wahnsinnig viel aus, was alles das, was gerade so ein bisschen mal im Trend ist.

1:22:53 Feliks Eyser: Wie entscheidest du, ob du es weiternimmst oder nicht? Oder weitermachst du dann?

1:22:56 Jürgen Mehrtens: Ja, ich schaue mir halt irgendwie so meine Werte an. Ich habe ja das Glück, dass ich relativ regelmäßig testen kann und schaue, ob das irgendwo einen Effekt hat und wenn es einen Effekt hat. hatte, ob das auch darauf zurückzuführen ist oder ob es vielleicht Begleitumstände in meiner Routine gab, die sich geändert haben und dann fliegt leider ziemlich viel wieder raus. Und jetzt bin ich bei Kreatin Bor Vitamin D im Winter nämlich auch und probiere viel über Ernährung zu machen. Ich probiere wirklich auf diese. Was funktioniert da bei dir gut? Was bei mir sehr gut funktioniert, ist, dass ich morgens eigentlich gar nichts mehr esse, sondern mir ein großen Shake mache mit Protein Powder und Skyr und einer Banane. Und dann esse ich mittags relativ leicht, das heißt irgendwie Chicken und ein bisschen Gemüse. Und dann habe ich noch relativ viele Kalorien abends übrig, sozusagen, die ich verbrauchen kann. Und das funktioniert sehr gut.

1:23:52 Feliks Eyser: Ist eigentlich auch ein interessantes Thema, gell? Das Stichwort Willensstärke ist über den Tag nicht gleich verteilt. Bei mir zumindest abends auf jeden Fall deutlich weniger als morgens. So Ergo Wenn man sich die Kalorien aufspart in Anführungszeichen, kommt man dann auch besser durch den Tag, als wenn man morgens schon komplett vollgeladen ist. Ein Riesensandwich.

1:24:09 Jürgen Mehrtens: Ja, und auch irgendwo Belohnung, ne? Also für mich ist dann abends was Nettes, Schönes zu essen. Das ist dann auch eine Belohnung für den Tag und morgens. Bin ich dann eh wieder mit 10. 000 Sachen beschäftigt, da nehme ich das Essen oder die Aufnahme gar nicht so wahr.

1:24:24 Feliks Eyser: Was sind sonst Sachen, die für euch gut funktionieren oder für dich, Jan? Im ganzen Longevity-Protokoll.

1:24:30 Jan K. Hennigs: Ich würde ganz kurz, das ist spannend, weil du das sagst. Ich mache es auch so. Also ich spare mir versuche auch, das Essen aufzusparen für den Abend, aber das Problem ist, wenn du abends isst, ist eigentlich Eigentlich nicht richtig, auch schon wieder, weil dann ist der, dann ist dann die Verdauung führt dazu, dass du irgendwie natürlich dann schlechter schlafen kannst. Eigentlich musst du morgens richtig essen und abends eigentlich ganz wenig essen. Das wäre für die Physiologie und für die Für den Schlaf eigentlich das Beste, aber wie gesagt, Schlaf ist das Schlechtste. Was funktioniert für mich ganz gut? Hast du gefragt, was für mich wirklich super gut funktioniert, ist, dass ich morgens nicht mehr das Handy zur Hand nehme und als allererstes E-Mails und Slack und Nachrichten mir angucke, sondern die erste Stunde nach dem Aufwachen ist wirklich. Ohne Bildschirm. Und das war für mich so ein Game Changer, weil ich gemerkt habe, ich stehe auf, nehme die Sachen an die Hand, guck erstmal drauf und sofort geht der Puls hoch. Sofort kommt Stress. Kennt jeder Founder. Ja, also genau, auch wenn wirklich mal nichts war, kommt trotzdem irgendwie so ein bisschen Stress. Es muss ja was sein. So, ne? Und ich beginne auch den Tag nicht sofort mit dem Kaffee. So eine halbe Stunde mache ich ohne Kaffee und dann. .

1:25:50 Feliks Eyser: Oh Mann, jetzt hast du gerade den Alkohol schon ruiniert und jetzt wird's gut.

1:25:54 Jan K. Hennigs: Also tatsächlich muss ich sagen, ich trinke viel zu viel Kaffee und auch viel zu spät. Das ist mein einziges Laster. Aus dem Alkohol und Essen. Dass ich mir aber nicht, von dem ich mir einrede, dass es was Gutes ist. Schwarzer Kaffee, also insbesondere auch wirklich als Kaffee, ungesüß und ohne Milch. Durch die sekundären Pflanzenstoffe ist wirklich schützt vor Diabetes, kann das Krebsrisiko senken. Bis zu vier Tassen am Tag ist das wirklich super. Aber nicht zu früh. Ja, das ist so, die Idee dahinter ist, dass du, dass du erstmal irgendwie in den Tag kommst, ohne dir gleich wieder Vollgas zu geben. Nikotine, ne, da auch ein ähnliches Prinzip, ne? Du fängst dann an, erstmal mit einer Zigarette und dann ne, auch machen wir ja nicht, aber Bist du schon erstmal auf Volldampf, statt irgendwie sand für den Tag zu kommen. Was ich versuche, was überhaupt nicht funktioniert, bin ich auch ganz ehrlich, ist morgens mit so, mit so Yoga und Ein bisschen Bewegung in den Tag zu steigen, um sich zu aktivieren, das geht bei mir noch nicht. Arbeite ich noch dran. Micro Habit Formation, versuche ich. Genau. Aber diese beiden Sachen waren für mich ein echter, muss ich sagen, echter Game Changer, weil der Stress am Morgen. Nicht mehr so, also wirklich, wirklich spürbar unterschiedlich.

1:27:15 Feliks Eyser: Und das finde ich nochmal eine spannende Überschrift, so Mental Longevity, so von Handynutzung und Stress angefangen. Ist ja auch so ein Satz, der kursiert. Der Stress ist ja eigentlich Problemfaktor, so den du dir machst durch Vollen Alltag und so weiter. Habt ihr dazu noch Themen, die bei Patienten gut funktionieren, die super gestresst waren und es jetzt nicht mehr sind? Oder es zumindest reduziert haben.

1:27:39 Jan K. Hennigs: Ja, also Stress ist Stress ist total schwer Finde ich generalisierbar zu behandeln. Weil du identifizieren musst, woher kommt denn der Stress? Was ist der Stressfaktor? Wir kennen ja alle, die sind Eustress und dieses Stress. Erzähl mal. Mögen ja alle guten Stress, wir mögen ja alle irgendwie ein bisschen unter Strom stehen und irgendwie was, die Vorfreude, kommen wir jetzt auf irgendwelche spannenden Erkenntnisse, irgendwas Neues lernen, irgendwas Neues machen, irgendwas schaffen, irgendwas bauen. Das Treibt einen an, ne? Und dann gibt es aber Situationen, wo so, jetzt habe ich hier das nächste, hier ist bei einer Board-Meeting gesagt, aber Schaut an Nils. Verpflichtung, da musst du dich drauf vorbereiten, da hast du eigentlich so richtig Lust zu und dann Und das ist der Stress, der eben schädlich ist. Der Stress führt dann dazu, dass das auch dann assoziiert mit erhöhtem. Herz Kreislaufrisiko natürlich, Vorhochflimmer in solchen Geschichten, starre Herzratenvariabilität, das kann man damit ganz gut messen. Und da musst du natürlich identifizieren, was löst das aus? Das ist die Frage. Dann musst du gucken, was löst bei dir das aus und wie kann man diesen Stressor eliminieren. Und das kann im Tagesablauf liegen, dass du irgendwie daran liegen, dass du zu wenig schläfst. Und da musst du tatsächlich die Ursache versuchen anzugehen.

1:29:06 Feliks Eyser: Wie stark arbeitet ihr mit Patienten daran? Da bist du eher dann im Bereich der Psychotherapie oft, oder wie siehst du, oder ist es. Körperlich, dass du sagst, nee, Sport hilft schon mal.

1:29:13 Jan K. Hennigs: Nee, absolut. Also das gibt, du kannst natürlich allgemeines Coaching machen. Das machen wir auch. Wir haben Coaches insgesamt, was wir seit längerer Zeit aufbauen, ist tatsächlich so ein richtiges Psycho-Coaching-Konzept auch für Micro Habit Formation. Das ist was, was wir, was ich echt gerne noch implementieren wollte, damit man das nämlich wirklich systematisch machen kann. Aber Gerade in unserer Klientel ist natürlich Zeit auch für sowas knapp und du musst natürlich, je intensiver du arbeitest, desto effizienter. Sind die Maßnahmen. Da wird aber, arbeiten wir auch dran, das kann man, glaube ich, verraten, wird wahrscheinlich so eine digitale Unterstützung auch helfen können bei solchen Sachen. Also App begleitet, Wearable-Begleitete, ähm So Feedbackrunden sind Sachen, die da das auch individualisieren können.

1:30:03 Jürgen Mehrtens: Ja, was ich beobachtet habe in letzter Zeit, was sehr viel hilft, auch wieder banal ist, ist, ähm, Sachen aufzuschreiben, sich die Sachen buchstäblich aus dem Kopf zu schreiben. Also wenn du abends, manche nennst Journaling, manche nennst whatever, wenn du dich abends hinsetzt und Raufschreibst, was den Tag über passiert ist, was dich gestresst hat, dann kannst du das oder ich für meinen Tag irgendwie ein bisschen besser einordnen. Und dann mache ich mir noch einen Plan für den nächsten Tag, so grob, dass ich weiß, was auf mich zukommt und dann ist das irgendwie weg. Das hilft krass viel, meiner Meinung nach. Und was ich jetzt seit neuestem mache, was der absolute Game Changer ist, ist, dass ich Instagram gelöscht habe und dadurch bedingt nicht mehr eine Stunde, was ich wirklich getan habe, abends im Bett, da so mir irgendwelche Memes Anzuschauen. Das ist echt ein krasser Unterschied.

1:30:54 Feliks Eyser: Das komplett zu löschen.

1:30:56 Jürgen Mehrtens: Ja.

1:30:57 Feliks Eyser: Ich habe es oft komplett gelöscht und bin dann wieder an irgendeine Grenze gestoßen, dass ich dann wieder irgendwie, weißt du, für Podcast Research, dann musst du es dir doch anschauen. Dann bin ich gerade unterwegs und es hat mich dann genervt und Ich habe jetzt so einen Blocker für tagsüber installiert, zumindest. Also das ist quasi, ich kann es tagsüber nicht öffnen und so Sperrzeiten und abends geht es dann wieder. Das finde ich für mich jetzt ganz gut. Und auf dem Computer kann ich es noch nutzen.

1:31:15 Jürgen Mehrtens: Ja, genau, auf dem Computer. Ich habe auch mir vorher immer Ganz viele kreative Ausreden. Warum ist nicht? Weil ich auch Profi drin war. Also diese nur im Browser-Geschichte, das ist, glaube ich, ein guter Weg.

1:31:33 Jan K. Hennigs: Was mir ehrlicherweise persönlich auch sehr hilft, ist AI. Wenn du dir einen eigenen, so einen Personal Assistant baust. Hast du den Coach gepromptet? Ich habe mir keinen Coach geprompt, sondern ich habe mir so einen Personal Assistant gepromptet, der mir, der geht durch die E-Mails, der sortiert mir diese wichtigen Sachen vor, der schreibt mir einen Daily Brief, der Der erinnert mich an wichtige Sachen. Ich habe mir so eine App gebaut, wo ich meine 7000 offenen Tabs im Browser einfach mit einem Klick wegschießen kann. Der sortiert mir die. Erinnert mich an wichtige Sachen, der extrahiert mir die Information, macht sie durchsuchbar. Und reduziert dadurch den Stress, weil es weniger Stuff ist. Meine Mental Load, weil ich, genau, weil dieser, weil dieser so ein bisschen, das ist mir ein guter Gesamt. Mit dem Aufschreiben, ne?

1:32:19 Jürgen Mehrtens: Ja, das ist ein guter Punkt. Ich habe auch 480 Tabs offen und in der Sekunde, in der ich für einen Laptop gehe, ist erstmal Stress, weil es so viele Tabson.

1:32:28 Jan K. Hennigs: Das ist so dieses Mental Load Konzept, ne? Kennen Eltern auch. Genau, das ist gerade für Eltern. So hat das bei mir auch angefangen. Mental Load kriegst du weg, indem du das wegschiebst. die gerade ich glaube Mütter muss man vielerweise sagen, haben da dann nochmal, gerade was die Familie angeht, diese Sachen, die sie alle mit sich rumtragen und Was funktioniert, was wirklich funktioniert auch, ist, wenn es aufgeschrieben wird, solche Sachen, dass sie eben nicht das Gefühl haben, sie ist alles im Kopf behalten, so müssen sie können es nachgucken. Und da ist natürlich AI perfekt, also gerade so in Zeiten von Open Claw oder wie auch man das nennt.

01:33:02 Das Datengeschäft: Warum die Klinik nur der erste Schritt ist

1:33:02 Feliks Eyser: Nochmal kurz zu der Business-Seite. Was ich super spannend fand, ist, ich habe mit Nils telefoniert, der aus den Boardmeetings ist und der meinte, hier sind ja eigentlich zwei verschiedene Geschäftsmodelle. Zum einen die Klinik und eigentlich ist es aber. Datengeschäftsmodell. Erklär mal, was das bedeutet.

1:33:17 Jürgen Mehrtens: Ja, also bei uns ist es so, dass die Klinik unser zweites Businessmodell bedingt. Wir wollen ein Verlaufsdatenset von Aging-Biomarkern. bauen. Ganz banal gesprochen, wenn Menschen, 1000 Menschen, 2000 Menschen, eine Kohorte von 2000 Menschen zu uns kommt und zwar jährlich und jedes Jahr exakt das gleiche Programm. Durchläuft, also die gleichen Tests macht, dann haben wir über Zeit ein sehr, sehr tiefgehendes Datenset an Verlaufsdaten. Die Basis für ganz viele spannende Kommerzialisierungswege. Also für Big Pharma ist das aus verschiedensten Gründen sehr interessant für sich. Für Versicherung mag es auch interessant sein. Es ist irgendwo bestimmt auch eine Grundlage für die KI, für LLMs und natürlich auch irgendwo eine Möglichkeit eigene Altersmodelle oder Alterungsmodelle. zu bauen. Da kann Jan gleich nochmal im Detail drauf eingehen. Aber definitiv ist es so, dass die Klinik, wenn sie denn funktioniert und wir eine hohe Retention Rate haben, ja Der elementare Faktor für das eigentliche Businessmodell der Datensammlung ist.

1:34:35 Feliks Eyser: Weil es genug Datensets gibt, wo Patienten analysiert werden, wo man sagt, okay, in der Bevölkerungsgruppe passiert das und das, aber es gibt wenig Daten über Zeitreihen. dass Leute wirklich mehrere Jahre hinweg begleitet wurden. Und diese dieses Dataset baut ihr auf.

1:34:48 Jürgen Mehrtens: Genau, das gibt es so in der Form, wie wir es Bauen nicht aus verschiedensten Gründen. Ja, es ist viel im Forschungsbereich, da sind die Leute dann kommen nicht so über so viele Jahre hin, sind vielleicht weniger Diagnostiken, die zusammen die gemacht werden, gibt es verschiedenste Player, die Daten von unterschiedlichen Sourcen zusammenkaufen. Also die Daten nicht selber erheben, so wie wir das tun. Da ist natürlich viele Qualitätsprobleme, die damit einhergehen. Du kannst nicht kontrollieren, was wirklich passiert beim Datensammeln oder Daten erheben. Und das kann man eigentlich nur durch wirklich eigene Kliniken sicherstellen. Plus du kannst nur durch eigene Kliniken Steuern, dass du eine Retention Rate hast, also dass Leute wirklich wiederkommen. Weil wenn wir jetzt 50. 000 Patienten haben, die nur einmal bei uns waren, versus 2000 Patienten, die über fünf Jahre hinweggekommen sind, dann ist das ein Riesenunterschied. Okay, okay.

1:35:52 Feliks Eyser: Sind die Patienten cool damit, dass ihre Daten genutzt werden?

1:35:55 Jürgen Mehrtens: Ähm, ja, also Die meisten stimmen zu, wir müssen da natürlich Zustimmung einholen. Ich glaube, wir sind jetzt bei 75, 80 Prozent, die das gerne machen. Genau, also das ist natürlich genau das.

1:36:09 Jan K. Hennigs: Also die, ich bin total überrascht, dass so viele Leute das gut finden. Das spricht wirklich für die Klientel und für die Community, dass die da wirklich. Verstehen, dass es auch darum geht, noch mehr zu verstehen, was Altern ist. . Und wenn ich so an die Uniklinikstudien denke, da waren wir viel. Mit viel geringeren Zustimmungsraten unterwegs. Das finde ich schon echt toll. Und genau, und die haben natürlich, klar, da halten wir uns alle Regeln, die wir halten müssen. Ganz dezidierte, mehrfache Unterschriften, die geleistet werden müssen, um zuzustimmen.

1:36:41 Feliks Eyser: Und es ist noch kein Geschäftsmodell, also noch ist das jetzt kein Revenue-Stream für euch, aber kann einer werden in Zukunft?

1:36:47 Jürgen Mehrtens: Genau, also jetzt gerade sind wir wirklich am Sammeln und am Strukturieren. Uns gibt es seit eineinhalb Jahren, das heißt, wir haben jetzt gerade so die erste Welle der Patienten, die zum zweiten Mal wiederkommen. Irgendwann, wenn die Patienten dann dreimal vielleicht bei uns gewesen sind, dann kann man erste Erkenntnisse generieren.

1:37:06 Feliks Eyser: Okay. Wie soll es sonst weitergehen? Bei der YEARS-Klinik, was steht an in nächster Zeit? Ja, wir planen gerade einen zweiten Standort in München.

1:37:16 Jürgen Mehrtens: den wir hoffentlich Ende des Jahres, Anfang nächsten Jahres aufmachen. Und dann, wenn das weiterhin so gut funktioniert wie der Standort in Berlin, macht sicherlich Sinn, auch noch den einen oder anderen weiteren Standort aufzumachen. Dann wahrscheinlich auch außerhalb Deutschlands.

1:37:32 Feliks Eyser: Okay. Elon Musk spricht immer über Limiting Factors. Was ist euer limitierender Faktor? Um alle zu bedienen. Gesagt wäre doch schön, alle Patienten bedienen zu können. Was ist der limitierende Faktor?

1:37:47 Jürgen Mehrtens: Ja, es gibt wahrscheinlich mehrere Faktoren. Das ist natürlich die Kosten der Diagnostik. Also es können sich Stand heute einfach noch nicht so viele Menschen leisten bzw. Versicherungen bezuschüssen das nicht so, wie sie es tun sollten. Und dann ist es natürlich eine Kapazitätsthematik. Also die Kunden sind Bei uns sechs bis neun Stunden in der Klinik. Die Ärzte bereiten das vor, die Ärzte bereiten das nach. Also es ist ein sehr hoher Zeitaufwand pro Patient. Und das kann man mit Sicherheit in Zukunft durch AI kürzen. Aber ich für meinen Teil halte es immer noch für sehr wichtig, dass ein Mensch Ja, der das letzte Element in der Kette vor dem Patienten ist. Ist es schwer, gute Ärzte zu finden?

1:38:34 Jan K. Hennigs: Das ist total schwer. Weil wir die Anforderung an Ärzte ist, das müssen ja, das müssen A, also Ärzte sind Prinzipiell ja sehr konservativ, muss man schon mal sagen. Das heißt, es muss jemand sein, der ist offen für ein neues Modell, der sich traut, raus aus den festgetretenen Faden zu gehen. Das ist schon mal der erste Teil. Aber Der entscheidende Faktor ist, dass man jemanden findet, der ein wirklich guter Arzt ist, der einen Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten hat, der versteht, wie Studien aufgebaut sind und der dann gleichzeitig auch breit genug ausgebildet ist, diese Diagnostik durchzuführen, weil wir ja eben keine Klinik gebaut haben mit 40 verschiedenen Fachspezialisten, sondern wir haben Das Konzept ist so gebaut, dass ein Arzt auch dein Ansprechpartner ist, der dich dann da betreut. Und klar besprechen wir untereinander und mit unserem Netzwerk dann die Spezialfälle. Aber du hast einen Arzt, der diese gesamte ärztliche Diagnostik macht und auch die gesamte Betreuung, den Betreuungsplan dann individuell Erstellt. Und das ist natürlich schon eine Herausforderung, da jemanden zu finden, der da wirklich auch tief drin ist, tief und breit bedienen kann.

1:39:39 Feliks Eyser: Gibt es noch was zur Zukunft von YEARS, über das wir noch nicht gesprochen haben?

1:39:43 Jan K. Hennigs: Ich glaube und ich hoffe, dass hier es wirklich so der Antrieb sein kann, ein umdenkendes Gesundheitssystem.

1:39:53 Feliks Eyser: In Richtung Prävention?

1:39:54 Jan K. Hennigs: Richtig, in Prävention zu schieben, weil wir zeigen, dass A das Interesse da ist. B Und das ist die Aufgabe, die wir jetzt haben, auch zeigen, dass das Projekt funktioniert medizinisch. Also das, was wir gerade schon angedeutet haben. was detektieren wir, das auch zu zeigen, also wissenschaftlich zu zeigen, publizieren, um die, um da die wissenschaftliche Kredibilität auch aufzubauen, zu sagen, okay, das geht. Und so auch mehr und mehr GKV überzeugen können, mit uns gemeinsame Wege zu gehen und zu entdecken, wie wir deren Patienten mehr und mehr einbinden können, bis wir in der Lage sind, aus den Daten und vielleicht auch mit anderen Daten, die es gibt. solche extrapolationen durchzuführen, um es dann noch schneller und besser skalieren zu können.

1:40:40 Feliks Eyser: Okay, das heißt, ein großer limitierender Faktor ist tatsächlich das Thema gesetzliche Krankenkassen.

1:40:46 Jan K. Hennigs: Das Thema Geld, also wer bezahlt, das ist was Jürgen sagt, das ist der entscheidende limitierende Faktor. Also wir müssen, wir möchten, wir möchten das jedem anbieten, aber der Aufwand Der muss bezahlt werden. Und aktuell sind das, sind die Verfahren teuer, sind die Wege teuer und da müssen wir die Kosten senken, um das allen anbieten zu können durch Okay. Innovative Ideen.

1:41:10 Feliks Eyser: Wenn es jemand ausprobieren will, wohin soll er sich wenden? Gibt es einen Special Deal für die Founder Mode-Community? Ich habe verstanden, ihr seid ein bisschen eingeschränkt durch diese Gebührenordnung. Das ist schade.

1:41:19 Jürgen Mehrtens: Ja genau, also auf medizinische Leistung dürfen wir leider überhaupt keine Rabatte gewähren, ist strengstens verboten. Wir haben aber auch einen kleinen nichtmedizinischen Teil dabei und da können wir sicherlich einen guten Deal nehmen.

1:41:35 Feliks Eyser: Okay, okay, finde ich gut, finde ich gut. Demeldet euch mal bei mir über die Founder Mode, entweder WhatsApp-Community oder LinkedIn oder so. Da schreibt mir mal, dann connecte ich euch damit. Mit Jan und Jürgen würde mich auch mal interessieren, wie viele Leute sich da melden. Weil durchaus bei mir im Freundeskreis, viele Founder, so waren schon bei euch, interessieren sich dafür, so haben das Thema auf jeden Fall top of mind, dass ich glaube ein super relevantes Thema. Also quasi dieses Umdenken von ich bin krank und gehe zum Arzt zu, ich nehme das jetzt mal vorab in die Hand und mache die Prävention und schaue mir meine Marke an und probiere mich da ein bisschen besser zu verstehen in meinem Körper.

1:42:04 Jürgen Mehrtens: Ja, ich glaube auch, das passt irgendwie auch, weil man dadurch durch YEARS bedingt so ein bisschen Kontrolle hat über sich selber. Man sieht halt die Daten und die Daten werden interpretiert und man fördert so ein bisschen Sinn und Logik. Wo findet man euch? Im Internet.

1:42:23 Jan K. Hennigs: years.co.

1:42:25 Feliks Eyser: co und noch in Charlottenburg in Berlin. Charlottenburg, nah am Kudamm. Bald vielleicht in München, bald vielleicht im Ausland.

1:42:32 Jürgen Mehrtens: Genau.

1:42:33 Feliks Eyser: Schön, dass ihr hier wart, Jungs. Hat richtig viel Spaß gemacht. Vielen Dank.

1:42:36 Speaker 4: Danke fürs Mitgenommen. Schöner Ritt durch das Business und die Wissenschaft und die Medizin. War super spannend. Vielen Dank. Danke auch. Danke dir.

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