Vom 7-stelligen Exit mit 30 und warum 1 Million Follower wertlos sein können

mit Janet Pawelczyk, Gründerin von MOONGENCY, Mitgründerin von Dejan Garz Haircare, include und The Frame Studios

13. Februar 2026 · 114 Min

Zusammenfassung

Janet Pawelczyk hat ihre Creator-Agentur MOONGENCY nach zweieinhalb Jahren an MYTY verkauft: mittlerer siebenstelliger Betrag, EBIT von über 800.000 Euro und ein Umschlag mit dem Angebot auf dem Tisch.

Janet Pawelczyk im Gespräch im Founder-Mode-Studio
Janet Pawelczyk im Gespräch im Founder-Mode-Studio

Janet Pawelczyk sitzt mit Feliks in einer Villa in Kapstadt, beim allerersten On-Site-Recording von Founder Mode. Ihr letztes Jahr: Firma verkauft, eine Haircare-Brand gelauncht, zwei Reformer-Pilates-Studios eröffnet, einen Podcast gestartet, eine Bathroom-Interior-Brand gegründet. Wie das zusammengeht, erklärt sie mit einem einfachen Filter: Sie schaut jeden Tag, welche Aufgaben ihr Energie geben und welche ihr Energie rauben, und gibt Letztere an andere ab, von der Buchhaltung bis zur operativen Betreuung der Creator.

Ihre Eltern sind in den 90ern aus Polen nach Deutschland gekommen, die Mutter mit 19, der Vater mit 24, und haben in Hamburg in Hotels geputzt. Die Selbstständigkeit des Vaters als Taxiunternehmer hätte die Familie 2009 fast ruiniert, deshalb war Unternehmertum zu Hause negativ besetzt. Janet ging den sicheren Weg zu Beiersdorf und Google, wo sie Influencer-Marketing für das Pixel verantwortete. Ende 2019 machte sie sich mit Influencer-Events selbstständig, Corona hat alle Events gestrichen. Daraus wurde MOONGENCY: Google wollte sie als Agentur beauftragen, ging aber nur mit einer GmbH. Also gründete sie auf Rat eines Bekannten erst eine Holding und darunter die operative Firma.

„Ich gucke nicht auf die Follower, ich gehe auf die Beiträge“
Janet Pawelczyk
Feliks Eyser im Gespräch mit Janet Pawelczyk
Feliks Eyser im Gespräch mit Janet Pawelczyk

Im Kern geht es um den Exit. Im August 2024 lernt Janet im Soho House in Berlin David Rost kennen, den Chef der Agenturgruppe MYTY. Sie sucht eigentlich Investoren für die Haircare-Marke von Dejan Garz, er interessiert sich für ihre Agentur. Im Dezember 2024 wird unterschrieben. Das EBIT lag 2023 bei rund 140.000 Euro und 2024 bei über 800.000 Euro, verkauft wurde auf Basis von 2024. Der Kaufpreis ist ein mittlerer siebenstelliger Betrag, gestaffelt über zwei Jahre Earn-out, ein Teil wurde in MYTY reinvestiert. Gegönnt hat sie sich einen Porsche, ein großer Teil liegt in ETFs, der Großteil steckt in neuen Firmen.

Im letzten Teil wird es praktisch. Janet erklärt, wie sie in zwei Minuten sieht, ob ein Creator Potenzial hat: Engagement statt Followerzahl, echte Gespräche in den Kommentaren und eine Mission hinter dem Content. Für drei Cases aus der Community (Kindermode, ein Energy Drink für Frauen und ein B2B-Tool) skizziert sie ein Influencer-Playbook, inklusive Media for Equity. Zum Schluss spielt sie ihren Worst Case durch: ein Remote-Job in Thailand für 1000 Euro im Monat. Der hat ihr die Angst vor dem Gründen genommen.

Zahlen aus der Folge

ca. 140.000 €
EBIT von MOONGENCY 2023
über 800.000 €
EBIT 2024, Basis für den Verkauf
mittlerer siebenstelliger Betrag
Kaufpreis insgesamt, gestaffelt über zwei Jahre Earn-out
2,5 Jahre
Alter von MOONGENCY beim Verkauf
4 weitere Zahlen
16
Creator im Management von MOONGENCY
20 % → 25 %
Provision für neue Creator
über 4 %
Engagement-Rate, die als sehr gut gilt
5.500 €
Preis eines Reformers für das Pilates-Studio

Worüber am meisten gesprochen wurde

Anteil an der Gesprächszeit, berechnet aus den Kapitel-Längen (ohne Intro).
Agentur & Creator-Management
32 % · 35 Min
Geld & Beteiligungen
21 % · 23 Min
Influencer-Marketing
17 % · 19 Min
Exit & Zahlen
9 % · 10 Min
Herkunft & Antrieb
8 % · 9 Min
Energie & Alltag
7 % · 8 Min
Mindset
7 % · 8 Min
Gesprächsverlauf

Kapitel

  1. 00:00Trailer & IntroIntro
  2. 03:07Wie man 6 Firmen gleichzeitig führtEnergie & Alltag
  3. 11:06Vom Putzjob zum Imperium: Der Immigrant-HustleHerkunft & Antrieb
  4. 19:36Google gekündigt & Agentur aus Versehen gegründetAgentur & Creator-Management
  5. 29:28Networking für IntrovertierteAgentur & Creator-Management
  6. 34:16Der 2-Minuten-Hack um Talente zu erkennenAgentur & Creator-Management
  7. 54:32Der Exit: Ein Umschlag voller CashExit & Zahlen
  8. 01:00:30Die echten Zahlen: Umsatz, EBITDA & MultipleExit & Zahlen
  9. 01:04:15Porsche kaufen vs. ETFs: Wohin mit den MillionenGeld & Beteiligungen
  10. 01:27:11Influencer Marketing Playbook (B2C & B2B)Influencer-Marketing
  11. 01:46:04Warum dein Worst Case eigentlich geil istMindset

Key Learnings

  1. 1

    Sortier deinen Tag nach Energie

    Janet analysiert jeden Tag, welche Aufgaben ihr Energie geben und welche ihr Energie rauben. Was sie auslaugt, gibt sie ab: Belege schickt sie per WhatsApp an eine Person, die sie sortiert, die Creator betreut ein Team. Sie selbst bleibt bei Strategie und Onboarding, weil das ihr Spaß macht und sie dort am besten ist.

    03:07 · Wie man 6 Firmen gleichzeitig führt
  2. 2

    Hol dir Experten statt alles selbst zu machen

    Schon im Management hat Janet Creator nie an sich gebunden, sondern für jeden Bereich Experten dazugeholt. Bei ihren Marken macht sie es genauso: Produktentwicklung und Inhaltsstoffe kommen von Fachleuten, die fair bezahlt werden. Bei Dejan Garz Haircare kam mit New Flag ein Partner dazu, der Marken wie Tangle Teezer und invisibobble groß gemacht hat.

    01:04:15 · Porsche kaufen vs. ETFs: Wohin mit den Millionen
  3. 3

    Schau auf Gespräche, nicht auf Follower

    Wenn Janet ein Profil prüft, schaut sie zuerst auf die Beiträge: Likes, Kommentare und Shares im Verhältnis zu den Followern. Über 4 Prozent gilt als sehr gut. Entscheidend ist aber, ob unter den Posts echte Gespräche entstehen statt nur Herzen und Emojis, ob der Creator eine Mission hat und wie oft er postet.

    34:16 · Der 2-Minuten-Hack um Talente zu erkennen
  4. 4

    Vertritt andere, wenn dir Selbstvermarktung schwerfällt

    Janet hatte früher starke Social Anxiety und ist auf Events zuerst zu Leuten gegangen, die sie schon kannte. Statt plump zu fragen, was jemand macht, versucht sie den Menschen kennenzulernen. Leichter fällt es ihr, ihre Creator zu vertreten als sich selbst: Steht jemand von Disney neben ihr, erzählt sie von der Creatorin, die Disney ohnehin schon organisch postet.

    29:28 · Networking für Introvertierte
  5. 5

    Rechne bei einem Verkauf mit Earn-out und Reinvest

    Weil MOONGENCY erst zweieinhalb Jahre alt war, hat Janet einen relativ hohen Earn-out über zwei Jahre bekommen und einen Teil des Kaufpreises in MYTY reinvestiert. Wer einen Kaufpreis hört, sollte wissen: Bei solchen Private-Equity-Deals wird nicht alles sofort überwiesen. Investitionen ab 150.000 Euro muss Janet seitdem freigeben lassen.

    01:00:30 · Die echten Zahlen: Umsatz, EBITDA & Multiple
  6. 6

    Lass dieselbe Marke bei mehreren Creatorn auftauchen

    Für eine Kindermode-Marke würde Janet mit den wichtigsten Mami-Influencern gleichzeitig arbeiten. Wer fünf von ihnen folgt und das Produkt bei allen sieht, denkt irgendwann: Das brauche ich auch. Statt auf Tools verlässt sie sich dabei auf Freundinnen mit Kindern, die Suche in den Apps und darauf, wie gut Werbeposts im Vergleich zu normalem Content laufen.

    01:27:11 · Influencer Marketing Playbook (B2C & B2B)
  7. 7

    Bei Media for Equity lieber wenige mit echtem Anteil

    Creator können Anteile an einer Marke bekommen und dann ihr eigenes Netzwerk mitziehen. Janet würde die Anteile nicht auf viele Creator verteilen, weil kleine Anteile kaum motivieren. Besser ist eine Person, die im Thema Experte ist und Vertrauen genießt. Was sie liefern soll, gehört in den Vertrag.

    01:27:11 · Influencer Marketing Playbook (B2C & B2B)
  8. 8

    Spiel deinen Worst Case konkret durch

    Vor der Gründung hat Janet sich gefragt, was passiert, wenn die GmbH gegen die Wand fährt. Ihre Antwort: ein Remote-Job in Thailand für 1000 Euro im Monat. Seitdem hat sie weniger Angst. Genauso beim Gehalt: Mehr als ein Nein kann nicht passieren. So hat sie in ihrem ersten Job 10.000 Euro mehr Jahresgehalt verhandelt.

    01:46:04 · Warum dein Worst Case eigentlich geil ist

Meistgesehener Clip zur Folge

Mein Escape Plan heißt Thailand. Was passiert, wenn die GmbH scheitert und alles gegen die Wand fährt? Janet beschreibt, wie sie ihren Worst Case einmal konsequent durchgespielt hat: Remote-Job, 1000 Euro im Monat, Insel statt Existenzangst.

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Zitate

Janet Pawelczyk lacht
„Und ich bin der festen Überzeugung, dass die Dinge, die einem Energie geben, auch die Dinge sind, in denen man gut ist.“
Janet Pawelczyk
„Ich gucke nicht auf die Follower, ich gehe auf die Beiträge“
Janet Pawelczyk
„Es war absolut nicht geplant. Es war kompletter Zufall.“
Janet Pawelczyk
„Werbung performt tendenziell immer schlechter als organischer, unwerblicher Content.“
Janet Pawelczyk
„Deswegen, das kann ich jedem mitgeben, einmal wirklich diesen Worst Case durchzuspielen.“
Janet Pawelczyk

Über den Gast

Janet Pawelczyk

Janet Pawelczyk

Gründerin von MOONGENCY, Mitgründerin von Dejan Garz Haircare, include und The Frame Studios · MOONGENCY, Dejan Garz Haircare, include, The Frame Studios

Janet Pawelczyk ist die Tochter polnischer Einwanderer, die in den 90ern nach Hamburg kamen und dort zuerst in Hotels geputzt haben. Sie war bei Beiersdorf und bei Google, dort als Influencer-Marketing-Managerin für das Pixel, hat sich im Dezember 2019 mit Influencer-Events selbstständig gemacht und nach dem Corona-Aus daraus das Creator-Management MOONGENCY in Hamburg aufgebaut. Die Agentur betreut 16 Creator und hat ein Team von zehn Leuten. Nach rund zweieinhalb Jahren hat Janet MOONGENCY an die Agenturgruppe MYTY verkauft, das Signing war im Dezember 2024. Daneben ist sie an der Haarpflegemarke von Dejan Garz, an der Badezimmer-Duftmarke include mit der Creatorin Kiki und an zwei Reformer-Pilates-Studios in Hamburg und Berlin beteiligt. Außerdem macht sie den Podcast Business Spice.

Häufige Fragen

Was ist MOONGENCY?

MOONGENCY ist das Creator-Management von Janet Pawelczyk in Hamburg. Die Agentur betreut 16 Creator rundum, verhandelt Brand-Deals, Verträge und Kalender und wird komplett über Provision bezahlt. Bisher lag die Provision bei 20 Prozent, für neue Creator sind es jetzt 25 Prozent. Das Team hat zehn Leute.

An wen hat Janet Pawelczyk MOONGENCY verkauft?

An die MYTY Group, eine von Private Equity unterstützte Gruppe spezialisierter Agenturen. Janet hat MYTY-Chef David Rost im August 2024 im Soho House in Berlin kennengelernt, das Signing war im Dezember 2024. Laut Folge geht sie insgesamt mit einem mittleren siebenstelligen Betrag raus, gestaffelt über einen Earn-out von zwei Jahren und mit einem Reinvest in MYTY.

Wie viel Gewinn hat MOONGENCY gemacht?

Janet nennt ein EBIT von rund 140.000 Euro für 2023 und von über 800.000 Euro für 2024. Verkauft wurde auf Basis der Zahlen von 2024. Die Firma war zu diesem Zeitpunkt zweieinhalb Jahre alt.

Woran erkennt Janet, ob ein Creator Potenzial hat?

Sie schaut zuerst auf das Engagement der Beiträge, nicht auf die Follower: Likes, Kommentare und Shares im Verhältnis zur Reichweite, wobei über 4 Prozent als sehr gut gilt. Dann prüft sie, ob unter den Posts echte Gespräche entstehen, ob der Creator eine Mission hat, wie oft er postet und ob der Vibe zum Team passt.

An welchen Firmen ist Janet Pawelczyk außerdem beteiligt?

An der Haarpflegemarke von Dejan Garz, die bei dm gelistet ist und mit New Flag einen Investor an Bord hat, an der Badezimmer-Duftmarke include, die sie mit der Creatorin Kiki gegründet hat, und an den Reformer-Pilates-Studios The Frame in Hamburg und Berlin. Bei ihren Creator-Marken hält der Creator bewusst mehr Anteile als sie.

Erwähnt in der Folge

Firmen, Personen und Produkte aus dem Gespräch
  • MYTY GroupFirmaPrivate-Equity-gestützte Agenturgruppe, die MOONGENCY gekauft hat.
  • David RostPersonChef von MYTY, hat Janet im Soho House in Berlin getroffen und ihre Agentur gekauft.
  • SESAMYFirmaWeitere Influencer-Agentur, die MYTY gekauft hat und mit der MOONGENCY eng zusammenarbeitet.
  • GoogleFirmaJanet war dort Influencer-Marketing-Managerin für das Pixel; später ihr erster Agenturkunde.
  • dmFirmaDrogeriekette, die die Haarpflege von Dejan Garz listet.
  • Dejan Garz HaircareFirmaHaarpflegemarke, die Janet mit dem Creator Dejan Garz gegründet hat.
  • New FlagFirmaMünchner Partner, der Marken wie Tangle Teezer und invisibobble groß gemacht hat; Investor bei Dejan Garz Haircare.
  • includeFirmaBadezimmer-Duftmarke, die Janet mit der Creatorin Kiki gegründet hat.
  • The Frame StudiosFirmaJanets Reformer-Pilates-Studios in Hamburg und Berlin, gegründet zu viert.
  • Business SpiceSendungJanets eigener Podcast, in dem offen über Zahlen gesprochen wird.
  • ImpostorProduktPartyspiel-App der TikTok-Creator Hannes und Jeremy, die über TikTok groß wurde.
  • FoundersSendungPodcast von David Senra, der jahrelang Gründer-Biografien besprach, bevor ihn jemand hörte.
  • The Diary of a CEOSendungPodcast von Steven Bartlett; Janet würde gern seinen Aufbau begleiten.
  • SolidcoreFirmaUS-Fitnesskette, die Feliks zum Reformer-Training gebracht hat; Janet hat sie in LA besucht.
  • RhodeFirmaSkincare-Marke von Hailey Bieber, der Janet ein Jahr lang für eine Doku folgen würde.

Transkript

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00:00 Trailer & Intro

00:00 Feliks Eyser: 2025, du hast deine Firma verkauft? Richtig.

00:03 Janet Pawelczyk: Dann war es auch wirklich wie im Film, weil er dann wirklich einen Umschlag für mich hatte, mir den Umschlag drüber geschoben hat und da dann die Kaufsumme drin stand.

00:09 Feliks Eyser: Kann man schon sagen, dass du da mit einem mittleren siebenstelligen Betrag rausgehst?

00:13 Janet Pawelczyk: Ja. Du kannst alles schaffen, was du willst, wenn du es dir vornimmst, wenn du dranbleibst. Das war schon in der Schulzeit. Ich so, ja, ich find's schon mein erster Job, so netto, 10. 000 Euro im Monat. Alle haben mich ausgelacht. Ich war so, nee, ich schaffe das. Ich krieg das hin. Ich kann auf dem Instagram-Profil sehen. Ich sehe innerhalb von zwei Minuten, ob diese Person auch gut bei Brands ankommen würde oder nicht. Ich gehe auf die Beiträge und gucke mir das Engagement an. Das ist das allererste. Ich gucke mich auf die Follower. Ich denke mir ganz oft, was ist der Worst Case Was ist, wenn ich eine GmbH gründe und das alles voll gegen die Wand fahre? Was mache ich dann? Ganz ehrlich, der aller Worst Case würde ich versuchen, einen Remote-Job zu machen. Geh nach Thailand, 1000 Euro im Monat, lauf Barfuß die ganze Zeit. Und der Worst Case ist eigentlich auch geil.

00:54 Feliks Eyser: Let's go, Janet.

00:55 Janet Pawelczyk: Cool, dass du da bist. Ich freue mich auch.

00:58 Feliks Eyser: Wir kommen in der Magnum Villa in Cape Town. Das ist unser allererstes On-Site-Recording. Jetzt haben wir angefangen, Remote Recordings zu machen. Dann im Studio sind wir zum ersten Mal hier im Im Haus mit einer schönen Aussicht.

01:09 Janet Pawelczyk: Es ist halt so verrückt, weil ich genau vor einem Jahr hier in dieser Villa war, aber zum Party machen, nicht zum Podcast aufnehmen.

01:14 Feliks Eyser: Ich habe schon gehört, da stand noch eine Wasserrutsche im Garten und zwar Halli Galli.

01:17 Janet Pawelczyk: Das war eine Crazy Pool-Party.

01:18 Feliks Eyser: Ja, das glaube ich. Aber crazy ist auch dein letztes Jahr. Ich habe auf Instagram dein Recap gelesen. 2025, pass auf. Du hast deine Firma verkauft, du hast eine Haircare-Brand gelauncht, du hast nebenher ein Reforma-Pilates. Studio aufgemacht, dann hast du dir einen Porsche gekauft. Finde ich übrigens richtig gut. Ich komme aus Stuttgart. Ich finde es gut, dass du die lokale Stuttgarter Wirtschaft unterstützt. Ein Podcast hast du gestartet, eine Bathroom Interior Brand gelauncht, darüber können wir sprechen. Ein zweites Pilates-Studio aufgemacht und dazwischen Warst du noch in Singapur, in Bali, in LA, in Österreich? Guck mal, ich hab hier deinen Porsche. Ja, mein Baby, ich finde es. Mitgebracht. Richtig geil.

01:58 Janet Pawelczyk: Ja.

01:59 Feliks Eyser: Ja, was geht ab, denkst du manchmal? Du wachst morgens auf und der Traum ist vorbei?

02:05 Janet Pawelczyk: Ja, also ich muss wirklich sagen, das letzte Jahr war. War wirklich, wirklich crazy. Also als ich diesen Recap gepostet habe oder überhaupt zusammenbearbeitet habe, da dachte ich mir doch so, krass, was im letzten Jahr. Eigentlich alles passiert ist. Aber ich muss wirklich sagen, also ich bin extrem dankbar für die ganzen Möglichkeiten aus dem letzten Jahr. Also es ist nicht so, dass ich hier sitze und denke, ach, das passiert jetzt einfach, sondern ich bin wirklich, ich sag mal, präsent hier und weiß, okay, das ist insane, irgendwie, was ich alles erleben darf und was ich auch schon erreichen durfte und ja, irgendwie geschafft habe und nebenbei so viel reisen durfte. Also ich bin wirklich extrem dankbar für mein Leben und ja, denke wirklich sehr, sehr oft. Ist das hier eigentlich gerade alles ein Traum?

02:44 Feliks Eyser: Kann man kaputt aufdenken.

02:46 Janet Pawelczyk: Ja, also hier natürlich sowieso mit dem Background auch.

02:48 Feliks Eyser: Wie kriegst du das unter einen Hut? Es hat jemand aus der Founder-Mode-Community gefragt, der Christian Reichert. Und dazu hast du auch was gepostet, habe ich hier dabei, guck mal hier. I have six Jobs and I don't get tired. Also, dein Main Job ist deine Agency, aber Pilat is here and deine content creation, dein Podcasts, deine brands. Wie managed? Wie kann man sich den Alltag vorstellen

03:07 Wie man 6 Firmen gleichzeitig führt

03:07 Janet Pawelczyk: Hast du ja hier mein ganzes Instagram ausgegraben und alle Bilder am Widerstand?

03:11 Feliks Eyser: Richtig im Vorfeld.

03:13 Janet Pawelczyk: Die Vorbereitung ist sehr gut. Nein, das ist witzigerweise die Frage, die ich wirklich am meisten gestellt bekomme von allen. Also, klar, kein Wunder. Ich muss sagen, also. Das allererste, und das ist für mich auch das Wichtigste, dass ich da ein großes Shoutout gebe, ist ein gutes Team. Also gute Co-Founder, ein gutes Team. Wir sind zum Beispiel bei mir in der Agency habe ich mittlerweile ein Team von zehn Leuten. In jeder anderen Company habe ich noch Co-Founder mit drin oder andere Teams oder noch Dienstleister, die uns da unterstützen. Also das ist das eine. Und ich bin ein ganz, ganz großer Fan davon, sich Experten in allen Bereichen zu holen. Also, auch als ich mein Management schon gegründet habe und wir als Creators sonst ins Management geholt haben, ähm Hab ich und eben dann auch Brands gegründet haben, weil ich nie der Auffassung war, einige Manager sind, so dass ich dachte, okay, ich muss die Creator an mich binden und ich mache alles. sondern ich war immer so, hey, ich unterstütze dich, ich mache alles mit dir, aber lass uns Experten in den Bereichen holen, wodurch man natürlich schneller viel Erfolg haben kann, weil du wirklich ja Experten an der Seite hast, die super viel Learning schon gemacht haben. und dir diese Learnings mitgeben können, mit denen man es eben gemeinsam macht. Und ich muss aber sagen, also das Posting ist ganz interessant, dass du das da rausgeholt hast. Ich krieg das alles unter einen Hut, weil Mir macht das alles unfassbar viel Spaß. Also meine ganzen Jobs, alles, was ich mache, so Dinge zu erschaffen, zu kreieren, das ist halt das, was meine Passion ist, was mir Energie gibt. Und darauf achte ich im Alltag ganz doll. Also ich analysiere wirklich meinen Tag, okay, welche Aufgaben geben mir jetzt Energie und welche rauben mir Energie? Und ich versuche alle Aufgaben, die mir Energie rauben, wirklich auch outzusourcen. Weil. Sonst schafft man es halt einfach nicht. Wenn ich wirklich den ganzen Tag 90 Prozent nur Dinge machen würde, auf die ich keine Lust habe. Oder die gehören auch manchmal dazu. Ich glaube, jeder Founder kennt das ja auch irgendwie, dass man manchmal Aufgaben hat, die einfach nervig sind. Aber ich versuche wirklich, so viel es geht auszusourcen und mich wirklich darauf zu fokussieren, das zu machen, was mir Energie gibt und mir Spaß macht, sodass ich

05:08 Feliks Eyser: Arbeit auch irgendwie nicht anfühlt wie Arbeit, muss ich sagen. Okay. Und dann filtert es hier Energie. Gibt es mehr Energie oder nimmt es mehr Energie? Und klar musst du irgendwie durch, wenn es irgendwie die Steuererklärung oder die Versicherung oder whatever ist, mal kurz, aber wenn es langfristig und deinen Kalender blockiert, dann schmeißt du es auch knallhart raus.

05:22 Janet Pawelczyk: Ja, beziehungsweise ich gebe es halt an andere Personen.

05:24 Feliks Eyser: Also ich stelle dann Deutsche dafür ein.

05:25 Janet Pawelczyk: Also Buchhaltung ist das beste Beispiel. Ich hasse es, ich finde es nervig. Ich bin immer all over the place mit meinen Ideen. Aber ich mag es dann nicht, irgendwie einen Google Drive-Ordner zu erstellen, wo ich alle meine Belege hochlade. Das bin nicht ich. Dann habe ich lieber eine Person, die ich bei WhatsApp alles schnell rüberschicken kann, die das eben dann für mich sortiert. Damit ich mich wirklich auf die Dinge fokussieren kann, die mir Energie geben und auch mehr von denen machen kann. Das heißt auch zum Beispiel bei mir im Management, merke ich, ich bin operativ. gar nicht so tief drin. Das heißt, ich manage jetzt nicht. Also wir haben 16 Creator-Boundsmanagement und natürlich betreue ich die nicht selber. Das geht gar nicht. Also mein Tag hat auch noch 24 Stunden, sondern ich habe ein ganz tolles Team, die das machen, mit dem ich mich dann natürlich regelmäßig austausche. Aber was mir ultra viel Spaß macht und Energie gibt, ist eben wirklich mit den Creators zu sprechen, eine Strategie aufzubauen. Onboarding. Also ich freue mich immer, wenn ich Creator habe, die irgendwie vorher vielleicht auch eine schlechte Management-Erfahrung gemacht haben, dann zu uns kommen und dann dieser ganze Onboarding-Prozess, sich mit denen zu treffen, zu fragen, okay, was wollt ihr eigentlich, was ist euch wichtig? Und gemeinsam irgendwie was Großes zu schaffen, das ist halt das, was mir Energie gibt und das ist das, worauf ich mich fokussiere. Und ich bin der festen Überzeugung, dass die Dinge, die einem Energie geben, auch die Dinge sind, in denen man gut ist.

06:37 Feliks Eyser: Das sind auch die Dinge, die am Spaß machen, indem man früher oder später gut wird, weil du sie oft machst.

06:40 Janet Pawelczyk: Genau, richtig. Und ja, das ist das, würde ich sagen, wie ich alles unter den Hut kriege, aber trotzdem, das sage ich auch. Ich achte auch schon sehr drauf, auf eine Work-Life-Balance.

06:50 Feliks Eyser: Gibt es das? Work and Life bei dir?

06:52 Janet Pawelczyk: Also es ist vieles miteinander verschwommen, muss ich sagen. Also, ich kann gar nicht sagen, wann höre ich auf zu arbeiten, weil Also viele Leute, mit denen ich zusammenarbeite, auch Creator, sind mittlerweile sehr gute Freunde von mir geworden. Das heißt, wo fängt es an, wo hört es auf? Manchmal bin ich abends beim Dinner mit meinen Creatern.

07:07 Feliks Eyser: Und auch bei Kraton, da hört ja auch die Arbeit nicht auf. Die lassen ja auch nicht um fünf das iPhone fallen.

07:13 Janet Pawelczyk: Richtig, ich sage auch immer, so Social Media hatte keine Öffnungszeiten. Du musst ja wirklich von Montag bis Sonntag, von 0 bis 0 Kannst du, ich sag mal, quasi arbeiten und du kannst ja halt keine Uhrzeiten setzen, dass du es nur von dann bis dann irgendwie machst, weil du natürlich irgendwie immer online sein muss, erreichbar sein muss, auch Fragen von der Community gestellt bekommst. Deswegen, da ist so, ja, die Grenze verschwimmt sehr schnell. Und ich finde es schon wichtig, dass ich mir auch wirklich eine Auszeit davon nehme. Ich fahre jetzt zum Beispiel hier nach dem Podcast, weil ich zum Well das Wochenende hier nach Stanley. Weil die letzten Wochen sehr intensiv waren. Das heißt, ich achte da schon sehr darauf zu rechargen. Ich habe auch mittlerweile gelernt, okay, was brauche ich auch dafür und so ein Waldeswochen, das ist zum Beispiel perfekt.

07:51 Feliks Eyser: Und da legst du dein Handy weg oder wie machst du das?

07:53 Janet Pawelczyk: Also, jetzt, die letzten zwei Wochen waren unfassbar veranstrengt. Und ich habe mir gesagt, ich muss mein Handy weglegen. Also.

08:01 Feliks Eyser: Kannst du das? Also mich persönlich stresst das mehr, als dass es mir, also wahrscheinlich, wenn ich zwei Wochen machen würde, würde ich irgendwann Energie tanken, aber so ein bisschen so entzugsmäßig. So die ersten zwei Tage denke ich dann. Mehr dran, was passiert, als dass es mich entspannt.

08:15 Janet Pawelczyk: Ja, 100 Prozent. Bei mir ist es so, ich habe jetzt mittlerweile WhatsApp-Business und WhatsApp-Prat getrennt.

08:20 Feliks Eyser: Das heißt, was ich jetzt schon das Wochenende machen werde, ist, dass ich jetzt nicht

08:23 Janet Pawelczyk: wirklich auf WhatsApp-Business reingehen werde. Also ich gucke schon immer mal rein. Also weil natürlich manchmal gibt es auch Notfälle, wobei alle wissen, wenn es Notfälle gibt, dann bitte anrufen. Also das kommuniziere ich dann auch einfach ganz klar. Okay. Und versuche dann jetzt an so einem Wochenende wie jetzt. auch bewusst einfach mein Handy auf Seite zu legen, sprich, dass ich, ich hab da mein Kindle und ich lade mir ein Buch runter und sage jetzt, ey, die letzten nächsten zwei Stunden gehe ich jetzt gar nicht ans Handy.

08:44 Feliks Eyser: Das heißt, das ist auch wirklich.

08:46 Janet Pawelczyk: Eine bewusste Zeit, die ich mir dann nehme. Aber klar, für mich ist es wieder da, wo es verschwimmt. Also, Social Media ist ja auch eine Passion von mir.

08:53 Feliks Eyser: Also, ich gucke ja gerne, was da passiert.

08:55 Janet Pawelczyk: Ich gucke gerne, was bei meinen Creatern passiert, weil ich ja auch wissen will, In welche Richtung entwickelt sich das? Was sind vielleicht auch die neuen Trends? Das heißt, auch da verschwimmt es wieder, aber es ist für mich auch nicht wirklich Arbeit. Arbeit ist dann für mich, wenn man einen Tag wirklich von morgens. Bis abends mit Meetings voll getaktet ist und ich von einem Ort zum anderen fahre, das ist dann eher das, was für mich Arbeit ist, als dass ich dann irgendwie da sitze und irgendwie analysiere, was gerade so auf Social Media passiert. Trotzdem ist es wichtig, auch Finde ich Abstand davon zu gewinnen, weil ich merke, ich habe die besten Ideen, wenn ich Dinge für mich tue. Das ist eigentlich ganz interessant. Also manchmal, wenn ich jogge Dann kommt mir während ich jogge irgendwie eine krasse Business-Idee oder eine Marketingkampagne. Dann nehme ich mein Handy und während ich manchmal auf dem Laufband bin, Kriegen da meine Businesspartner.

09:39 Feliks Eyser: Dann schießt die Voice Messages und die denken, okay, Janet ist wieder auf der Treadmütze.

09:43 Janet Pawelczyk: Ja, oder auch kurz vom Schlafen gehen. Also ist witzig, wir starten jetzt. bald ein Projekt mit Include machen wir, starten wir bald ein cooles Projekt mit einer lokalen Brand in Hamburg und die Idee kam mir kurz vom Schlafen gehen. Und Ich schicke dann irgendwie wirklich Memos rein, so im Halbschlaf. Und deswegen habe ich gemerkt, ich brauche auch diesen Space und quasi diese Langeweile, dass ich über neue Ideen nachdenken kann, weil ich sage auch immer, dass Kreativität ihren Raum braucht. Und ich bin am kreativsten, wenn mir langweilig ist.

10:12 Feliks Eyser: Und aus der Langeweile kommt 100 Prozent. Und das ist ja aber auch was, was Social Media so ein bisschen kaputt gemacht hat. Ich meine, früher hast du diese Langeweile noch gehabt, da saß einfach da, da konntest du nichts machen. Du hast ein Buch gelesen, Fußball gespielt, okay. Und jetzt ist ja, ich merke es bei mir selber. Jede freie Sekunde, wenn ich auf ein Taxi warte oder irgendwie so, das ist ja ein Automatismus, dieses blöde Handy rauszuholen, was ganz schwer ist abzutrainieren. Also die Langeweile ist weg, die Pausen sind jetzt alle gefüllt.

10:33 Janet Pawelczyk: Genau, und deswegen finde ich es so wichtig, sich bewusst zu langweilen, auch irgendwie, deswegen Sauna. Also in der Sauna kann ich mein Handy mir nicht mitnehmen. Und da kommen mir auch immer sehr gute Ideen. Das heißt, das kann ich auch jedem mitgeben. Sucht euch was, wo ihr wirklich. Ja, auch rechargen könnt. Beobachtet euren Alltag, wie fühlt ihr euch nach bestimmten Aktivitäten? Und das habe ich die letzten Jahre sehr optimiert und weiß ganz genau, was ich brauche, wenn ich gestresst bin.

10:57 Feliks Eyser: Ja. Okay. Lass mal einen Schritt zurückgehen. Was muss ich über deine Kindheit wissen, um zu verstehen, was für eine Gründerin du heute geworden bist?

11:06 Vom Putzjob zum Imperium: Der Immigrant-Hustle

11:06 Janet Pawelczyk: Ja, ich glaube, ich bin keine klassische Unternehmerin, würde ich sagen.

11:10 Feliks Eyser: Gibt es es denn?

11:11 Janet Pawelczyk: Ja, also ich glaube, es gibt schon Unternehmer, also ich glaube, es gibt schon viele, die irgendwie von Anfang an wussten, weil sie so ein bisschen durch ihr Umfeld oder durch ihre Familie geprägt worden sind: Ah, okay, meine Eltern sind Unternehmer. Das heißt, ich mache auch irgendwie was Selbstständiges. Bei mir War es gar nicht so. Also meine Eltern kommen aus Polen, die sind in den 90ern nach Deutschland ausgewandert. Meine Mutter war 19, das finde ich so verrückt. Kein Wort Deutsch gesprochen. Mein Vater war 24 und haben einfach ihre Sachen gepackt. Es gab irgendwie ein Programm und ein Abkommen zwischen Polen und Deutschland und ja, die haben die Chance ergriffen und sind nach Deutschland gekommen. Und wollten eigentlich nach Bayern, wurden dann aber Hamburg zugeteilt, durften sich das noch nicht mal richtig selber aussuchen. Also es war ganz verrückt. Und dann wurde meine Mutter in ein Hotel untergebracht, weil sie eine Frau war, wo. Was noch nicht eröffnet worden ist. Mein Vater gar nicht, also um die Männer haben sie sich da gar nicht gekümmert, der ist dann immer heimlich zu meiner Mutter gekommen, hat sich ins Hotel gestellt.

12:06 Feliks Eyser: Der musste woanders wohnen oder durfte zumindest gehen.

12:07 Janet Pawelczyk: Ja, genau, das war so ein Unterstützungsprogramm da irgendwie, aber Bei Frauen, die wurden schon mehr unterstützt als die Männer tatsächlich. Und ja, dann sind meine Eltern nach Deutschland gekommen und haben wirklich ganz klassisch angefangen in Hotels zu putzen, auch dass sie dann da auch teilweise wohnen durften und haben sich wirklich komplett hochgearbeitet und deren Motivation und Intention war es einfach, weil meine Familie aus Polen wohnt, schon sehr dörflich. Also sehr Mehrfamilienhaus, die haben Land und Die Frauen sind da Hausfrauen und keine Unternehmerin und studiert hat sowieso keiner in meiner Familie dort. Also es ist ja ganz anders. Und meine Familie wollte immer, oder meine Eltern wollten immer, dass mein Bruder und ich zu dem Zeitpunkt haben wir noch nicht gelebt, aber das. wir einfach bessere Perspektiven und bessere Möglichkeit und eine bessere Zukunft haben. Und finde ich ultra mutig. Also bis heute hin, wenn ich denke, ich habe jetzt Angst auszuwandern und die sind, also meine Mutter 19 und 24, das ist verrückt. Ja, und sind wirklich ohne nichts nach Deutschland gekommen, haben dann angefangen, erstmal ein Hotel zu putzen. Dann meine Mutter hat in einer Videothek gearbeitet, mein Vater war Feuerwehrmann. Mein Vater hat sich dann tatsächlich sogar auch mal selbstständig gemacht, er war Taxifahrer dann, hat ein paar Leute eingestellt, das ging aber Komplett schief.

13:21 Feliks Eyser: Oh wow.

13:22 Janet Pawelczyk: Ja. Also deswegen auch sehr, ich sag mal, Unternehmertum war sehr negativ geprägt, auch bei mir zu Hause, als ich mich selbstständig gemacht habe. Meine Eltern waren ganz anti. Ich hatte nämlich einen, ich sag mal, sicheren Job. Ich war vorher bei Beiersdorf in Hamburg. Ich war bei Google. Also ich war ein richtiges Corporate-Girly. Und das fanden meine Eltern natürlich ganz toll, weil das für die Sicherheit bedeutet.

13:41 Feliks Eyser: Das war ein großes Unternehmen.

13:42 Janet Pawelczyk: Ja, aber ich wollte halt immer mehr und ich wollte was anderes, weil das für mich natürlich total motivierend war, dass meine Eltern Alles gemacht haben, damit mein Bruder und ich eine bessere Zukunft haben und mutig waren. Und ich dachte, nee, dann kann ich nicht hier stehen bleiben, weil ich habe meine Corporate Zeit geliebt, muss ich sagen. Also meine Jobs waren ganz toll. Aber ich wusste, okay, ich will irgendwie immer noch mehr und ich will denen so viel wie möglich zurückgeben.

14:04 Feliks Eyser: Und diese Chance nutzt dich, dieses Lotti-Ticket, was du geschenkt bekommen hast.

14:07 Janet Pawelczyk: Genau das, weil es ist ein, ich meine, wir merken es hier in Kapstadt, es ist ein Privileg, wo wir reingeboren werden. Und Wenn man das schaut, dass selbst meine Eltern diese Möglichkeit hat, hatten nach Deutschland zu tun, das haben ja viele auch eigentlich gar nicht. Und das ist für mich so die Motivation, das zu nutzen und wirklich das meiste aus meinem Leben rauszuholen und auch zurückzugeben. Und ja, Ich sag mal, so bin ich aufgewachsen, weil dann die Erste auch, die studiert hat und mich dann selbstständig gemacht hat, aber hatte gar nicht dieses Wissen. Also es war nicht so, dass meine Familie mir irgendwie helfen konnte mit der Selbstständigkeit, sondern Ich habe mir alles durch YouTube-Videos, durch Leute, die ich kennengelernt habe, durch Leute, die ich einfach random auf Social Media angeschrieben habe, ob die mal irgendwie eine halbe Stunde haben, sich auszutauschen. And that's it.

14:54 Feliks Eyser: Wahnsinn. Self made, rich self made, I love it. Und würdest du sagen, ich meine so so second uh second generation immigrants, so bist ja quasi Prototyp davon haben ja oft solche Biografien oder oft so ein so ein Drive oder so ein Überdrücken. Durchschnittlich gritty in vielen Fällen. Und oft liegt es daran, dass wir auf der einen Seite sehen, wie hart die Eltern arbeiten, also Work-Ethic, und auf der anderen Seite, aber glaube ich, das, was du beschrieben hast. Diese Chance auch nutzen zu wollen. Das ist ja dieser Opfergedanke der Generation davor. Also, die haben was aufgegeben, dafür, dass ich erfolgreich sein kann. Jetzt muss ich es der Welt auch zeigen. Und nimmst du beides auch so wahr?

15:28 Janet Pawelczyk: Ja, doch, auf jeden Fall. Also für mich ist es, also für mich ist es wirklich dieses Chance eingreifen und auch eben diese Dankbarkeit. Ich bin meine Eltern einfach so unfassbar dankbar. was sie alles auf sich genommen haben und wie hart sie auch gearbeitet haben. Also meine Mutter hatte bis immer noch bis zum letzten Jahr zwei Jobs. Meine Mutter hat was 55 Stunden von Montag bis Freitag gearbeitet, weil ja meine Eltern nie super viel Geld hatten. Und das alleine, also die waren sich nie zu schade zu arbeiten. Es war, die wollten immer meinem Bruder und mir wirklich das alle Möglichkeiten bieten, die sie haben. Also ich habe zum Beispiel auch. Ein Auslandssemester in San Diego gemacht. Das habe ich damals aber, ich muss also sagen, BAföG hat mir da sehr geholfen. Ich hätte mir das sonst nicht leisten können. Bin ich auch sehr dankbar für das deutsche System, muss ich sagen, dass ich da die Möglichkeiten hatte. Aber selbst da haben meine Eltern immer versucht, wenn ich was gebraucht habe, mir irgendwie noch Geld zu geben. Weil ich meine, die USA ist nicht günstig, San Diego ist nicht günstig. Und für mich ist es auch einfach diese Dankbarkeit. Dieser Motivation, auch meinen Eltern was zurückzugeben. Und jetzt ist es so, dass meine Eltern beide ihren Job kündigen konnten. Mein Vater ist kein Taxifahrer mehr, meine Mutter arbeitet nicht mehr im Unternehmen. Die sind bei dir angestellt. Und sie sind bei mir angestellt und unterstützen mich jetzt in dem. Und ich finde das eigentlich so interessant, weil Eigentlich sind sie Eltern und werden nichts dafür bezahlt, weil meine Mutter hat mir auch so immer schon geholfen, trotz ihrer Jobs, und ist dann zu mir ins Büro gekommen und hat mich da unterstützt, um mir bei Sachen golfen, ohne irgendwie was zu verdienen. Und Jetzt macht sie dasselbe und kriegt halt Geld dafür. Und das ist sehr cool. Also sie ist eigentlich: Mutter wird dafür bezahlt.

16:56 Feliks Eyser: Mutter wird bezahlt, ja, sollten alle Mütter werden.

17:00 Janet Pawelczyk: Ja, wie ist das bei dir? Kommst du aus einer Unternehmerfamilie?

17:02 Feliks Eyser: Nein, meine Eltern waren beide Lehrer.

17:03 Janet Pawelczyk: Ach krass.

17:04 Feliks Eyser: Ich wollte immer bauen, ich wollte immer machen, mich jetzt irgendwie immer mehr in so Wirtschaft und in Eigenverantwortung gezogen, aber im Elternhaus hatte ich das 0,0. Und auch, also in den Gesprächen, ich habe nie das Gefühl, dass man, also meine Eltern haben mich da immer unterstützt, aber ich habe auch das Gefühl gehabt, dass das für die schon eine andere Welt war, in der ich da unterwegs bin, irgendwelche Deals und irgendwelche Mitarbeiter und ein Büro. Und das fanden die immer beeindruckend, aber. Wir sprechen eine andere Sprache so ein Stück weit hin.

17:28 Janet Pawelczyk: Ja, also 100%. Bei mir war es sogar eher in die andere Richtung. Ich habe irgendwann meine Eltern nichts mehr erzählt, wenn die mir alles ausgeredet haben. Echt ja? Meine erste Mitarbeiterin einen Und die so, nein, macht das nicht und das Jahresgehalt, wer weiß, ob du es bezahlen kannst. Und dann meinte ich irgendwann, ich erzähle euch einfach jetzt erstmal. Auch mit meinem Reforma-Pilat-Studio, da waren die, also da habe ich wirklich wochenlang mit denen diskutiert, die meinten, Dass ich das nicht machen soll. Und da meinte ich, hört auf damit, ihr macht mir ja Angst. Und das war nicht, dass sie nicht an mich geglaubt haben, aber die sorgen sich halt einfach um mich. Und wie gesagt, mein Vater hatte ja einmal diese negative Erfahrung, dass er eben selbstständiger Taxifahrer war. dann ein paar Angestellte eingestellt hat, bestimmte Lizenzen nicht mehr für seine Fahrer bekommen hat und ja, die aber weiterzahlen musst.

18:12 Feliks Eyser: Dann lernst du das deutsche Arbeitsrecht kennen, was ja arbeitnehmerfreundlich ist, wo du denkst, uh, okay.

18:15 Janet Pawelczyk: Okay, richtig, und das hätte meine Eltern halt fast in den Ruin getrieben. Ach, krass. Und Und ich habe das damals, also es war so ein Alter, wo ich, das war 2009, wo ich halt alles komplett mitbekommen habe und mich ja auch irgendwie so geprägt habe. Aber vielleicht ist das auch so ein bisschen dieser Schlüsselmoment gewesen, dass ich gedacht habe, nee, okay. Meine Eltern haben es alles versucht, haben es, ja, ich sag mal, hatten da halt dann eben diese negative Erfahrung. Und das tat mir halt so leid, die so zu sehen, dass ich jetzt denke, ich will jetzt alles wieder für die gut machen und dir zeigen. Es hat sich alles gelohnt.

18:45 Feliks Eyser: Sprich für dich. Sehr cool. Okay, stell dir vor, du hast ein persönliches Board of Advisors von hunderten von anderen Foundern, die ihre Erfahrung mit dir teilen. Das ist. Die Foundermode WhatsApp Community, der du beitreten kannst für Erfahrungsaustausch unter Gründern und Entrepreneurship Interessierten. Join heute noch unter www. foundermode. show. Moon Jim C, deine Firma, die du gegründet hast. Ist ja, wenn du von außen drauf schaust, Firma gegründet, zweieinhalb Jahre später verkauft. Multimillionen-Deal, richtig krass. Also quasi Overnight Success. Auf der anderen Seite, aber wir wissen es alle, sowas ist zehn Jahre in the Making sozusagen. Und du hast ja davor dich schon viel mit Influencer Marketing beschäftigt. Und du hast gerade im Nebensatz erwähnt, du warst bei Google, hast du Influencer Marketing gemacht? Was macht Wieso macht Google Influencer Marketing?

19:36 Google gekündigt & Agentur aus Versehen gegründet

19:36 Janet Pawelczyk: Ja, also ich kann auch schon mal sagen, das ist ein ganz, ganz, ganz kleiner Teil von Google, womit Google ihren Umsatz macht, aber es ist auf jeden Fall Teil davon. Ich war Influencer Marketing Managerin für das Google Pixel, also für das Smartphone. Für das Handy, okay, für das Gefühl. Genau, für das Handy. Und irgendwann hat sich das ein bisschen B2C ausgeweitet, wo ich dann auch noch die Chrome, also ein bisschen Influencer Marketing und für die Chromebooks mitgemacht habe. Aber mein Fokus war wirklich das Google Pixel, weil das Sehr im Fokus. Ich glaube, es ist immer noch, also die machen immer noch viel Influencer Marketing.

20:01 Feliks Eyser: Was für Leute sucht man dann da? Was ist ein Influencer für Google für so ein Handy?

20:05 Janet Pawelczyk: Also wir haben ganz unterschiedliche Ansätze gehabt. Also eine Zeit lang Ganz am Anfang, als ich dazugekommen bin, war so der Ansatz, auf so Key Opinion Leader zu gehen, also wirklich Personen, die einen bestimmten Einfluss in den Bereichen hatten. Das könnte sein, irgendwie auch ein Unternehmer tun. Das waren Künstler, also Leute, die gar nicht so eine große Reichweite hatten, sondern halt eher in ihrem Bereich Experten waren und Die Leute so ein bisschen aufgeschaut haben, da eben zu diesen Leuten. Aber wir haben auch ganz klassisches Influencer-Marketing gemacht. Und als ich da war, haben wir sehr, das war noch Pre-Corona-Times, die ja physische Welt, mit der Online-Welt connected. Das heißt, wir haben drei Pop-Up-Stores gehabt, wo wir wirklich in drei Städten, Hamburg, Berlin und München, vier Wochen lang jeden Tag ein Influencer-Event gehabt haben. Und ich muss sagen, glaube ich, auch das erste Mal in meinem Leben so richtig Spaß an der Arbeit gehabt. Weil da habe ich gemerkt, boah, ich mag das mit Creatern irgendwie zu arbeiten, mit dem Management. Wie auf Brand-Seite, dann hast du Events, du bringst auch die Community dahin und diese ganze Energy.

21:04 Feliks Eyser: Das hat dir Energie gegeben.

21:05 Janet Pawelczyk: Das hat mir so viel Energie gegeben.

21:06 Feliks Eyser: Mich könntest du danach wegschmeißen. Also wenn ich das eine Woche mache, abends tot ins Bett fallen.

21:09 Janet Pawelczyk: Ja, ich war auch sehr fertig danach. Also es ist auch immer anstrengend. Aber da habe ich richtig gemerkt: das ist wirklich ein Bereich, den ich cool finde. Deswegen auch eigentlich ganz interessant, weil als ich mich das erste Mal selbstständig gemacht habe, das war dann im Dezember 2019, das war mit Influencer-Events. Hab dann im Januar. Für Brands, genau, habe dann im Januar noch mein erstes Influencer-Event für Google auch organisiert. Also die waren mein erster Kunde dann, das war ganz cool. Ja, aber wir wissen ja alle, was dann passiert ist. Dann kam Corona und ich hatte irgendwie schon vier Events sicher, ich wollte nach Berlin ziehen, weil die in Berlin stattgefunden hatten, hat meine Wohnung gekündigt. Ja, und dann wurden alle gecancelt. Also, ich stand dann da wirklich wieder auch ohne nichts da. Hab damals die Welt natürlich nicht verstanden. Ich dachte, Corona wird drei Wochen gehen. Niemand hat ja geahnt, dass das solche Auswirkungen hat. Bin aber jetzt natürlich. dankbar diesen Weg eingeschlagen zu sein, in den ich eingeschlagen bin, weil ich wäre wahrscheinlich entweder viel später oder vielleicht auch gar nicht ans Management gekommen und habe dann gemerkt, okay, Management ist sogar das, was mich Noch mehr erfüllt.

22:10 Feliks Eyser: Und Management heißt, dass du jetzt sagst, okay, ich kann die Events veranstalten, die sind jetzt dicht. Management heißt, du hast Kontakt zu Content Creatern und Unterstützt die. Was heißt Management?

22:18 Janet Pawelczyk: Wir sind eigentlich, ich sag mal, das Bindeglied zwischen Brand und zwischen Creator, aber wir betreuen die Creator in dem Sinne, dass die sich wirklich nur auf das Kreative fokussieren können, also nur auf ihren Content, weil meistens ist es so, dass Creator sind sehr kreativ und die haben Gar keinen Bock auf Verhandlungen mit Brands. Es ist auch schwierig, für sich selber einzustehen und sich selber zu vertreten.

22:38 Feliks Eyser: Die offene Rechnung einzutreiben, die Buchhaltung zu machen, die Location zu buchen.

22:44 Janet Pawelczyk: Oft wissen sie auch gar nicht, wie das funktioniert, einen Kalender zu organisieren. Struktur reinzubringen. Es gibt ja auch viele Creator, die sind nach der Schule oder in der Uni da reingerutscht. Also, das ist ja eine ganz junge Zielgruppe in der Regel, die ganz schnell sehr erfolgreich wird und da dann wirklich Struktur reinzubringen. Das schafft man nicht alleine und auf sich selber zu motivieren. Ich glaube, das kennen viele, die sich auch gerade selbstständig zu machen. Also man muss sich auch selbstständig motivieren und irgendwie ein System dahinterfinden. Und das machen wir eben als Management. Das heißt, wir unterstützen eben auch 360-Grad-Management. Das heißt, wir haben sogar Creator, die wir teilweise in Bewerbungsgesprächen unterstützen, wenn sie sich ein Team aufbauen. Also es ist da wirklich kümmern uns wirklich um alles, dass sie sich wirklich auch nur um auf ihren Content fokussieren können. Weil das ist ja auch das im Endeffekt, wie sie wachsen, wie sie größer werden, was ihnen Spaß macht, was die Reichweite bringt, was die Community einbringt. Und wir kümmern es dann um Branddeals, um Verträge, um die Kalender. Also, das ist dann alles, was bei uns liegt. Und was für mich immer auch so meine Leidenschaft darin ist, ich habe tatsächlich, als ich mich das erste Mal selbstständig gemacht habe, also als Kleinunternehmerin, ich habe ein Kleinunternehmen im Jahr 2014 gegründet. Das war, als ich gerade auch angefangen habe, zu studieren, war ich jetzt selber Creatorin. Also ich habe selber auf Instagram angefangen zu posten, hatte ein Auslandssemester in San Diego gemacht, hat ja eben schon erzählt und da sind so ein paar Leute dazugekommen, die das total interessiert hätten. Hab dann auch selber mit Brands zusammengearbeitet, damals war es aber total unbedingt.

24:04 Feliks Eyser: Und hast du es kennengelernt, was die Veranstaltungen haben, okay?

24:06 Janet Pawelczyk: Genau, habe diese Seite kennengelernt und bin dann aber wiedergekommen und habe schnell gemerkt, okay, der Need von den Unternehmen ist da. Es gibt niemanden, der schon Erfahrung im Influencer Marketing hat und ich hätte dann als Influencerin sehr gute Karten auf Corporate Seite zu arbeiten, weil ich denen erklären konnte, wie das funktioniert und was Creator wichtig ist.

24:24 Feliks Eyser: Du hattest beides sozusagen. Du hattest hier die Credibility von den Creatern auf der einen Seite, wo du das selber gemacht hast und die vertreten hast, und auf der anderen Seite hattest du diesen Google-Stempel und hast die Corporate Velt schon mal gesehen gehabt.

24:34 Janet Pawelczyk: Und dann dachte ich, warum nicht? Was machen wir, wo ich in der Mitte bin? Ich weiß, was die Brands waren, ich weiß, was die Creator wollen. Warum nicht im Creator Management gründen?

24:40 Feliks Eyser: Du hast das am Anfang als Freelancerin gemacht oder was war der Moment, wo du gesagt hast, ich gründe da jetzt eine Firma, eine GmbH, ich stelle da Leute ein, das wird jetzt eine. Eine ernsthafte Unternehmung?

24:49 Janet Pawelczyk: Ja, also ich habe es erstmal als Freelancerin gemacht. Und es ist eigentlich ganz interessant, weil dann relativ schnell Google auf mich zugekommen ist und ich habe gar nicht nur Management anfangs gemacht. So ein bisschen auch aus der Not, aus Corona heraus, eine Zeit lang als Freelancerin, alles gemacht. At one point habe ich sogar Studentenwohnheime an Studenten gezeigt. So ein bisschen Immobilienmaklermäßig und habe da.

25:11 Feliks Eyser: Selling Sunset in Hamburg.

25:13 Janet Pawelczyk: Einfach nur, weil ich irgendwie Geld verdienen wollte, weil ich halt ja quasi wieder wirklich bei Null anfangen musste.

25:20 Feliks Eyser: Was ist die Gründungsgeschichte von MOONGENCY? Wann hast du beschlossen, daraus eine echte Firma zu machen?

25:24 Janet Pawelczyk: Ähm. Ja, es kam so, also ich hatte nie geplant, eine echte Firma draus zu machen oder überhaupt eine GmbH zu gründen, weil ich kam ja auch aus diesem Verhältnis, dass ich sehr angstvoll vor Gründung und Co. aufgewachsen bin. Und ich wurde so ein bisschen reingedrängt tatsächlich, weil ich dann eben gefreelanced habe, wirklich alles Mögliche gemacht habe und dann irgendwann Google auf mich zugekommen ist. und gefragt hat, ob ich nicht für die freelancen möchte und so ein bisschen die guiden möchte, weil ich ja draußen zu meinem Job war und die aber trotzdem weiter Influencer Marketing gemacht haben und wollten Agenturen einstellen. Und ja, dann kam es so, dass ich die Agentur für Google wurde.

25:57 Feliks Eyser: Und das ist natürlich eine super erster Kunde, eine super Referenz. Es war ein Hammerkunde.

26:01 Janet Pawelczyk: Und es war, also da habe ich gar nicht Artist-Management anfangs noch gemacht, sondern es war wirklich Influencer, Marketing, Beratung. Und Die haben gesagt, ja, du kannst aber nur unser Kunde werden, wenn du eine GmbH bist. Und ich war so, oh Gott, jetzt Gründung und 25. 000 Euro Eigenkapital und wo kriege ich das her? Und hier und da und bin erstmal gepanikt und hatte total Angst. War da eine Kapstadt hier witzigerweise? Kapstadt ist irgendwie immer so ein Turning Point für mich. Also ich lerne hier sehr viel dazu und sehr viele Unternehmer, die mich auch sehr viel geguidet haben, muss ich sagen. Deswegen an dieser Stelle Shoutout an Jamel, der mir damals empfohlen hat. Eine Holding zu gründen, was jetzt mit dem Verkauf natürlich rückwirkend das Beste war, was mir passieren konnte, weil es sehr steuersparend ist.

26:39 Feliks Eyser: Hattest du Angst eingeben, bei Hartz-Grün, dass du zwei gegeben hast?

26:42 Janet Pawelczyk: Immer richtig in die Angst reingehen. Nee, und ja, Gott sei Dank hat er eben. eine Holding gegründet und daraus dann eben die operative GmbH, also MOONGENCY, gegründet. Und ja, war so ein bisschen aus bei anders hätte Google nicht mal Kunde werden können. Also die konnten mich nicht als Kunde anlegen, wenn ich Freelancerin gewesen wäre Das ging nicht.

27:02 Feliks Eyser: Und deswegen wurde ich so ein bisschen reingezwungen von denen quasi. Entrepreneurship by accident.

27:08 Janet Pawelczyk: Ja.

27:08 Feliks Eyser: Aber geil. Aber ich wollte auch nie eine Agentur gründen.

27:11 Janet Pawelczyk: Also Agentur war auch eigentlich nie, es war nie geplant, weil ich immer so ein schlechtes. Bild von Agenturen hatte. Ich finde, Agenturen haben ja auch auf den Ruf, Ausbeutung, Überstunden, schlechte Bezahlung, Mitarbeiterunzufriedenheit, also sowas immer wie ich das mitbekommen habe. Aber das war gleichzeitig auch die Motivation für mich, das anders zu machen und eine Agentur aufzubauen, wo die Leute gerne arbeiten. Humanarbeitszeiten auf Prozesse zu optimieren, darauf zu optimieren, dass wir wirklich effizient arbeiten und die, wenn wir einen Prozess haben, jedes Mal wieder daraus zu lernen, das nächste Mal noch besser und noch schneller zu machen. Dass wir gar nicht eben in diese Situation kommen, dass meine Mitarbeiter jeden Tag bis 22 Uhr arbeiten müssen.

27:49 Feliks Eyser: Okay, okay. Und sag mal kurz zum Geschäftsmodell: wie funktioniert das? Wie viel nehmt ihr da? Von wem?

27:54 Janet Pawelczyk: Genau, also mittlerweile sind wir nur noch ein Artist-Management. Und das heißt, wir kriegen eine Vermittlungsgebühr von der Gesamtsumme, die wir den Talents einbringen, sage ich jetzt mal. Also es ist wirklich komplett provisionsgetrieben. Das heißt, wenn wir auch keine Deals einbringen, verdienen wir auch daran nichts. Aber wir haben, also es gibt unterschiedliche Provisionsmodelle, weil wir haben bis Letztes Jahr haben wir noch 20% von unseren Creatern genommen. Wir haben das jetzt tatsächlich erhöht, aber auf 25%.

28:23 Feliks Eyser: Das heißt, alle die Creator, die jetzt zu uns ins Management kommen, bei denen nehmen wir 25%.

28:27 Janet Pawelczyk: Wir haben es jetzt rückwirkend bei den alten nicht angepasst. Was einfach daran liegt, dass wir merken, Okay, bei einigen, gerade bei den kleineren Creatern, ist es halt nicht wirtschaftlich für uns, nur 20% zu nehmen, weil das relativ kleine Deals natürlich sind. Und wir ja auch wirklich dieses 360-Grad-Management machen. Das heißt, wir machen extrem viel, wo nichts bei rumkommt. Das heißt, wir helfen bei Bewerbungsgesprächen oder wir machen eine Strategieausarbeitung oder helfen denen Also selbst wenn jemand irgendwie ein Unternehmen gründen will, setzen wir uns da mit denen zusammen. Und dementsprechend haben wir es auf 25 Prozent erhöht, kriegen 25 Prozent wirklich von allem, was wir denen auch einbringen.

29:04 Feliks Eyser: Okay. Oder auf der anderen Seite ist aber schon ein Sales-Job, weil du auch die Brands brauchst, die Googles dieser Welt, die das dann bezahlen. Ich habe auf der Webseite geschaut bei euch. Ihr habt ja schon eine krasse Liste. Du hast da Google natürlich, dann steht da Disney als Kunde, DM, HelloFresh. Schwarzkopf steht da Westwing, O2, Balea, also krasse Liste an Kunden für eine Agency oder Management, das nur zwei, drei Jahre alt ist. Wie bist du an diese Sales-Funktion rangegangen?

29:28 Networking für Introvertierte

29:28 Janet Pawelczyk: Ja, also steht und fällt natürlich auch mit den Creatern, muss ich ganz ehrlich sagen. Also wir haben viele Creator. die also konkret angefragt werden eben von diesen Brands. Das heißt, wir haben sehr, sehr starke Creator bei uns im Management. Wir sind noch sehr picky mit den Creatern, die wir bei uns ins Management aufnehmen. Wir kriegen, glaube ich, pro Woche bestimmt 10, 15 Anfragen von Creatern. Ich glaube, von allen Creatern, die uns wirklich direkt angefragt haben, haben wir nur zwei aufgenommen. Weil alles andere sonst über Empfehlungen lief oder Ja, dass unsere Creator uns gefragt haben, wo viele Freunde von denen aufnehmen können. Und wenn es dann gepasst hat, haben wir die aufgenommen. Das heißt, viele der Kunden sind durch die Creator gekommen, aber mittlerweile haben wir auch ein sehr, sehr, sehr starkes Netzwerk. Das heißt, Ich bin auch immer viel anfangs zu Messen gegangen, zu Events gegangen. Also ich hatte eine Zeit, wo ich bestimmt auf vier, fünf Events die Woche war. Das mache ich jetzt mittlerweile nicht mehr. Aber eine Zeit lang war es so einfach, weil es eben so wichtig in dieser Branche ist, sich ein Netzwerk aufzubauen.

30:21 Feliks Eyser: Wie hast du das gelernt? Das sagst du auch, du bist jetzt nicht familiär, irgendwie aus dem Elternhaus, die jetzt den ganzen Tag genetzwerkt haben und Unternehmen aufgebaut haben. Wie ist dein Playbook, wenn du zu einem Event gehst?

30:29 Janet Pawelczyk: Ich sag mal so, früher war es so, dass ich ja, das Glück hatte auch auf viele Events eingeladen worden zu sein, weil ich ja selber so ein bisschen geinfluenced habe, sage ich jetzt mal. Das heißt, dadurch habe ich schon einen guten Access bekommen. Ich war auch immer gut mit Creatern connected, habe die Creator immer begleitet. Aber wenn ich so auf Events gegangen bin, ich sag mal, ist mein Playbook. Ich frage nicht direkt, was die Leute machen. Auch. Also, weil viele sind immer so, und was machst du so? Ich finde das ein bisschen plump.

30:54 Feliks Eyser: Die Standardfrage.

30:55 Janet Pawelczyk: Genau, die Standardfrage plump, sondern ich versuche erstmal auch den Menschen irgendwie kennenzulernen und zu verstehen, okay, warum ist diese Person hier was? Ja, connected diese Person vielleicht auch mit der Person oder mit der Brand, die gerade das Event hostet. Das heißt, ich versuche.

31:08 Feliks Eyser: Aber du sprichst sie schon einfach an oder wie kann ich mir.

31:11 Janet Pawelczyk: Nee, das nicht. Würde ich sagen, ich habe sogar, das ist auch ganz interessant, ich hätte früher ganz doll Social Anxiety. Also ich auf Events so alleine konnte ich erst recht nicht gehen. Ich habe so ein bisschen das versucht, durch Leute zu machen, die ich dann irgendwie kenne. Also wenn da irgendwie jemand stand, habe ich schon versucht zu den Leuten zu gehen, die ich kenne, also mit so einem kleinen Anker zu setzen, sage ich jetzt mal. Und meistens passiert das dann ja, dass die da mit jemandem stehen und dann stellt man sich vor. Und dann kommt man ja irgendwie natürlich ins Gespräch und versucht, irgendwie Teil des Gesprächs zu sein. Aber natürlich, wenn ich merke oder wenn ich gefragt werde, was ich mache, Dann natürlich versuche ich immer, irgendwie Synergien zu schaffen und versuche halt auch, das ist auch, finde ich, eigentlich das Charmante daran, dass ich ja nicht mich vertrete in der Agentur, sondern die Talents vertrete. Und das kann ich sehr gut. Ich kann sehr gut andere Leute vertreten. Und Sag dann halt, hey, wenn da irgendwie zum Beispiel in Disney steht, sage ich, hey, ich habe eine Creatorin im Management bei mir, die liebt Disney, die postet euch auch so schon organisch, weil ich finde, das sind die besten Kooperationen. Wenn die Creator schon organisch. Brands posten und dann daraus eine Zusammenarbeit, eine bezahlte Zusammenarbeit entsteht. Und das streben wir halt auch immer an. Das heißt, ich versuche da immer, ich sag mal, eine Brücke zu schlagen bei den Brands. Ja, und dann läuft es halt so auf, dass man natürlich dann Kontaktdaten austauscht.

32:20 Feliks Eyser: Aber es ist interessant, du sagst also quasi, es fällt dir einfacher, nicht dich selber zu promoten. Klar, das ist irgendwie jedem unangenehm. Aber du bist ja dein Auftrag sozusagen von deinen Creatern und da bist du schmerzbefreit und sagst: Guck mal hier, die kannst du dich einfacher bewerben.

32:33 Janet Pawelczyk: Ja, ich würde doch sagen, dass. Ich das auch sehr gut kann, weil ich bin so ein Mensch, ich unterstütze andere Leute sehr gerne, also sowohl im Freundeskreis als auch eben unsere Creator. Und das heißt, wenn ich einen Creator bei mir ins Management auf. Nehme, sehe ich auch viel in dieser Person und bin der größte Ambassador von der Person, bin der größte Fan von all unseren Creatern. Also ich schwärme bis zum Geht nicht mehr von allen. Aber auch einfach, weil ich weiß, dass es Coole Creator sind die guten Content machen, die professionell arbeiten, weil das ist auch ein Aspekt in der Branche, der leider auch vernachlässigt wird, eben weil viele co vorher keinen richtigen, also keinen Job hatten, zum Beispiel aus der Schule direkt Creator worden und gar nicht wissen, wie es ist, sich zu organisieren, aber wir unser System so aufgebaut haben, dass wir eben sehr viel Professionalität da reinbringen. Und ja, ich auch gerne die Leute um mich herum erfolgreich sehen möchte.

33:22 Feliks Eyser: Das hat jemand aus deinem Umfeld gesagt, dass du the most uplifting person bist, im privaten, aber auch im Business. Pro Also, du hast aus Uplifting ja quasi ein Geschäftshundel gemacht.

33:33 Janet Pawelczyk: Ja, eben. Und das ist so, also das ist irgendwie auch voll schön, weil das. Wirklich habe ich so ein bisschen das Gefühl, meine Bestimmung, meine Berufung, dass sie die Leute aufs nächste Level zu bringen, ihnen zu helfen. Ich habe auch vielen Creative Mountain Management dabei geholfen. Wirklich auch. Businesses drumherum, um sie aufzubauen.

33:49 Feliks Eyser: Da müssen wir gleich drüber reden, über die über die Brands. Ja, oder auch. Sag mir nochmal, bevor wir darüber reden, wie man die groß macht, wie spottest du dieses Talent überhaupt? Weil das hat auch jemand aus deinem Umfeld gesagt, du bist das ultimative Trüffelschwein. Im positiven Sinne, du kannst dir so ein Insta-Profil anschauen, du gehst da die KPIs durch und in zwei Minuten weißt du, hat die Person Potenzial oder nicht. Wie viel ist da Wissenschaft, wie viel ist Magie und Bauchgefühl sozusagen? Und wie spottest du Talent?

34:16 Der 2-Minuten-Hack um Talente zu erkennen

34:16 Janet Pawelczyk: Ist ein Mix aus beiden. Also ich würde sagen, der erste Teil ist, dass ich, also ich kann wirklich kein auf meinem Instagram Profil sehen. Ich sehe nach zwei Minuten. ob diese Person auch gut bei Brands ankommen würde oder nicht, ob man die gut vermarkten kann und nicht, ob sie eine Community hat oder nicht.

34:29 Feliks Eyser: Was achtest du als erstes?

34:31 Janet Pawelczyk: Ich gehe auf die Beiträge und gucke mir das Engagement an. Das ist das allererste. Ich gucke nicht auf die Follower, ich gehe auf die Beiträge, ich gucke, okay, wie ist so Like-Comment-Ratio, wie ob wir es geschhared und geteilt, aber auch vor allem, also es ist nicht nur das, was sind dafür Kommentare?

34:44 Feliks Eyser: Was ist eine gute Like-Comment oder was ist so, was ist gut, was ist mittel, was ist schlecht?

34:48 Janet Pawelczyk: Es gibt so Benchmarks, dass man sagt, alles über 4% Engagement-Rate ist schon sehr, sehr, sehr gut.

34:53 Feliks Eyser: Was bedeutet das? Engagement auf die Follower bezogen? Also wenn ich 100. 000 Follower habe?

34:57 Janet Pawelczyk: Du addierst erstmal alles zusammen, das heißt, du addierst Likes, Comments, Shares und Co. zusammen und Setzt das in Verhältnis zu den Followern und guckst an, wie viele von den Followern interagieren wirklich.

35:09 Feliks Eyser: Und du sagst also, es geht gar nicht um die Anzahl, sondern um diese Aktivität. Quantitativ. Und du siehst, da ist Volumen dahinter, und vor allem aber was die auch sagen, ob die sind.

35:16 Janet Pawelczyk: Genau, das ist es halt, weil es gibt auch Creator, die ein gutes Engagement haben. Und dann, die super viele Likes haben, aber zum Beispiel nicht so viele Kommentare oder die Kommentare sind dann Herzen oder nur ein Emoji oder nur schön. Ich gucke wirklich drauf, entstehen Konversationen unter den Beiträgen. Schafft es der Creator an eine Konversation, ein Movement unter seinen Beiträgen zu schaffen? also zu erstellen. Und das gucke ich mir ganz genau an und gucke mir in dem Sinn auch an, hat der Creator auch eine Mischen. Weil ganz oft gibt es ja, ich sag mal, Creator, die dann einfach nur Aesthetic Content posten, aber ich gucke wirklich, haben die Creator ein Thema, eine Mission, irgendwie eine. Passion auch dahinter und Mehrwert. Also verändern die auch was positiv in der Welt, weil ich finde, Social Media hat so einen negativen Ruf, aber wir haben wirklich so tolle Creator-Bounce Management, die das Leben von so vielen Leuten positiv beeinflussen. Also wir haben zum Beispiel eine Kiki-Management, die als allererste öffentlich über einen Reizdarm gesprochen hat, den sie hat. Super viele Leute in Deutschland haben Darmprobleme und das ist so ein Schamthema. Und sie ist mutig gewesen, hat eine Emotion dahinter, oder hat sich die Mission gemacht, offen darüber zu sprechen, den Leuten die Angst zu nehmen. Weil mit dieser Angst natürlich auch immer Angststörungen und Panikattacken draus resultieren könnte. So war es nämlich bei ihr. Und dann hat sie offen angefangen darüber zu sprechen, die Kamera aufgestellt, während sie eine Panikattacke hatte. Und so viele Leute haben damit resoniert. Und das ist das, ich meine, das ist diese höhere Mischen hinter ihrem Content. Und darauf gucke ich bei unseren Creatern. Und ich finde, eine höhere Mischen kann auch bei Oberflächeren Content sein, wie zum Beispiel ein Dejan Garz, also der größte Haircare Creator ist und Jeder Mensch hat irgendwie Haare, aber seine Mission ist es nicht irgendwie, oh ja, ich will jetzt irgendwie nur die guten Produkte irgendwie zeigen, sondern er will, dass jeder Sich, dass jeder in Deutschland über Haare was lernen kann, gratis bei ihm was lernen kann, aber auch eben, dass jeder aus jeder Gehaltsklasse schöne Haare haben kann, weil man auch eben mit einem 1-Euro-DM-Balea-Produkt wenn du die richtigen Produkte mit den richtigen Inhaltsstoffen hast, schöne Haare haben kann. Also das ist, und das ist halt seine Mission dahinter, dass er wirklich möchte, dass jeder schöne Haare hat, dass jeder sich selbstbewusst fühlt, weil er Haare hat ja auch was mit Selbstbewusstsein zu tun, dass er was viel. Größeres und tieferes kann da ja auch irgendwie dahinter sein. Und darauf gucke ich bei den Creatern, dass sie wirklich auch eine Mission haben, was sie erzählen. Oder entwickle auch diese Mission mit denen zusammen.

37:48 Feliks Eyser: Ich glaube an Karma im Business und wenn man was Gutes tut, dann kommt es irgendwann zurück und deswegen probiere ich immer alles zu teilen, was ich habe. Kontakte, Erfahrungen, Content und Du kannst dein Karma heute erhöhen, auf ganz einfache Weise, indem du eine Bewertung abgibst bei Spotify oder bei Apple oder wo du den Podcast gerade hörst. Drück kurz Pause und nimm dir fünf Sekunden Zeit. Lass ein Review da und investiere noch heute in dein Karma. Das Universum wird es dir danken. Und ich auch. Was war der abgefahrenste Creator oder Creatorin, die du gesehen hast, wo du gedacht hast, mit der Person muss ich was machen?

38:24 Janet Pawelczyk: Was heißt abgefahren? Was mir jetzt sofort direkt in den Sinn gekommen ist, und ich finde, das ist so ein bisschen auch die Magic of Social Media. ist, ich habe mal einen Account, den kennen sicherlich auch viele, von einem Creator gesehen, der seinen ganzen Content nur um Bienen herum aufgebaut hat, um Bienen, Bienenstöcke und der ist super passioniert, was das Thema Bienen angeht. Und das ist halt so verrückt, weil ich würde sagen, niemand hier im Alltag irgendwie interessiert sich dafür, wie Bienenstöcker irgendwie aufgebaut sind, was irgendwie dahinter ist. Aber der ist so passioniert und hat so passionierten Content drumherum gemacht, dass er mehrere hunderttausend Follower drumherum aufgebaut hat. Und es geschafft hat. Und das ist, finde ich, das Schöne an Social Media, weil wenn du eine Passion für irgendwas hast oder eben diese Mission und das passioniert auf Social Media rüberbringst, kannst du Leute mitreißen, die vorher damit nichts zu tun haben. Und das finde ich Ja, es ist nichts, ich sag mal, Verrücktes, aber es ist schon was ein außergewöhnliches Interesse, würde ich sagen. Und sowas sehen wir halt immer wieder auf Social Media. Das heißt, wenn wir sehen, dass jemand wirklich passioniert ist in dem, was er oder sie eben tut, dass man die Leute auch wirklich mitreißen kann. Und Ist jetzt nicht so, dass ich ihn gesehen habe und dachte irgendwie, weil das ist auch nicht mein Ansatz, dass ich direkt irgendwie ein Business mit allen Leuten irgendwie starten möchte, weil auch noch ergänzend zu der Frage, wie ich es auch sehe, ob ich mit jemandem irgendwie zusammenarbeiten kann oder ob ich diese Person ablüften kann. Für mich muss halt auch immer der Vibe stimmen.

39:43 Feliks Eyser: Es ist einfach einfach so, ich muss menschlich mit den Leuten klarkommen.

39:45 Janet Pawelczyk: Und darauf. achte ich ganz, ganz, ganz stark auch bei allen Creator bei Bons in Management. Und ich würde sagen, das ist doch das Besondere bei uns im Management, weil wir immer darauf gucken, wenn wir Creator Bons in Management aufnehmen. Wie würden alle an einer langen Tafel funktionieren? Verstehen sie sich untereinander? Könnte es gute Konversationen geben? Gibt es Deep Talk? Passt der Vibe miteinander? Das heißt, wir nehmen keine Creator auf, die ganz anders als wir ticken, weil das eben so dieses Besondere. Bei uns ist, dass wir Synergien bilden wollen, dass wir alle eine gute Zeit zusammen haben wollen, weil wir wollen, dass tiefe Freundschaften daraus entstehen, dass die Leute auch was untereinander lernen können. Das heißt, ich gucke auch sehr immer drauf, Wie matcht die Energy auch zwischen mir und den Creator?

40:22 Feliks Eyser: Interessant, okay, dir und den Creator, aber auch den anderen Creators. Du denkst an die lange Tafel. Wie viel habt ihr? 15, 16?

40:27 Janet Pawelczyk: 16.

40:28 Feliks Eyser: 16 Creator. Okay. Und die kennen sich alle, die sind im Zweifel befreundet, die lernen voneinander.

40:34 Janet Pawelczyk: Genau, wir machen einmal im Jahr auch mit unserem Management eine Creator-Reise. Das heißt, einmal im Jahr verreisen wir in einen geheim Ort. Das wird immer erst so einen Tag vorher announced. Und letztes Jahr waren wir zum Beispiel alle in Österreich, hatten ein ganzes Gefühl.

40:47 Feliks Eyser: Hier, guck mal, ob ich die Creator-Reise ausgepackt. Ich fand vor allem interessant, dass du geschrieben hast, es ist keine klassische Creator-Reise, sondern wir widmen uns Dem Thema Mental Health.

40:59 Janet Pawelczyk: Genau.

40:59 Feliks Eyser: Aber erzähl mal nochmal, also ihr packt die alle zusammen in den Reisebus quasi.

41:03 Janet Pawelczyk: Ja, genau. So ein bisschen Love Island-Vibes, alle sind dann unter sich. Nein, nein, nein, also so ist es nicht. Aber alle sind halt wirklich, also wir verbringen halt wirklich dann vier sehr intensive Tage von morgens bis abends vom Frühstück, Dinner, machen zwischendurch Workshops, haben immer Foto und Videographen dabei, wo die auch wirklich Content machen können. Wir motivieren die aber auch vorher ganz stark, macht auch Content zusammen. Und das war bei der Creator-Reise, weil es ganz krass, weil ich glaube, wir haben 40 oder 50 Millionen Views oder so insgesamt mit der Creator-Reise erreicht. weil so viel Content wirklich auf viral gegangen ist von der Creator-Reise, weil die dann irgendwie Co-Autor Reels miteinander gemacht haben, Tänze gemacht haben, dann hat natürlich eine wunderschöne Kulisse in den Bergen. Dann hatten wir so Thementage, wo alle so dunkelblau anhatten und das matcht dann natürlich und ist visuell auch irgendwie ganz cool mit anzusehen. Ja, das heißt, wir wollen auch wirklich, dass alle was da voneinander lernen. Und das, was ich da eben in diesem Linked im Beitrag erzählt hatte, ist, dass. Also jedes Jahr machen wir eigentlich eine Creator-Reise und machen Workshops zu verschiedenen Themen. Und im letzten Jahr waren wir halt in den Bergen und haben gesagt, okay, wir wollen es diesmal ein bisschen anders machen, wir wollen einen Retreat machen, weil wir auch ein bisschen mehr auf das Thema Mental Health eingehen wollen und auch ähm. Ja, das Mental Health ist einfach ein riesiges Thema bei Social Media, weil die Creator sich untereinander auch ganz krass vergleichen. Es ist halt sehr Zahlengetrieben, wie viele Likes hat man. Ich meine, ich habe auch super viel, als ich über Creator gesprochen habe, gerade über Zahlen gesprochen, weil es ist halt einfach Relevant, wenn dein Job Creator ist, dass du halt so easy bemessen werden kannst. Alle sehen deine Reichweite, alle sehen dein Engagement, alle sehen deine Follower. Es geht immer höher, schneller, weiter, mehr. Also kein Creator, kann ich dir sagen. Bei uns ist so. Ja, da wo ich jetzt gerade bin, ist super, sondern alle wollen mehr, mehr, mehr, mehr. Und da versuchen wir die auch manchmal zu bremsen und zu sagen, hey, es geht nicht immer mehr, es ist alles gerade gut, wie es ist. Und chill ein bisschen, sei stolz auf dich, guck, was du die letzten Jahre erreicht hast. Und das wollten wir auch mit der Creator Eise eben schaffen, dass sie Ja, auch immer so ein bisschen reflektieren und wissen, okay, sie müssen sich nicht ständig vergleichen, sie sind gut so, wie sie sind.

43:01 Feliks Eyser: Okay. Was für Formate dann da noch gut funktioniert bei der Reise? Ich glaube, ich Claudus, also Wir haben ja ein ähnliches Business. Du identifizierst die Creator in einer vielleicht frühen Phase, hilfst ihnen, ihr Business aufzubauen. Ich identifiziere die Founder in der frühen Phase, helfe ihnen ihr, ihr Business aufzubauen. Wir haben bisher keine Founderreise gemacht, aber ich glaube, das klaue ich von dir und packt ihr auch alle in. Bus.

43:22 Janet Pawelczyk: Worauf achtest du denn aber, wenn du Founder aussuchst?

43:25 Feliks Eyser: Ich achte auf Drive und Geschwindigkeit, Intelligenz und Lernbereitschaft, Lernfähigkeit. Das sind so die drei harten Kriterien. Das vierte ist Vibe. Also ähnlich wie bei dir. Ich muss auch Bock haben mit denen. Also, aber ich habe mir noch nie die Frage gestellt, würde der Founder mit den anderen klarkommen? Also, das finde ich total spannend. Eigentlich müsste es für mich auch eine Aufgabe sein, die enger zusammenzubringen und dafür zu sorgen, dass sie voneinander lernen.

43:50 Janet Pawelczyk: Du gibst den ja auch das Netzwerk, wofür die halt ultra dankbar sind, weil viele ja vielleicht auch genauso Wie jetzt ich zum Beispiel damals niemanden im Umfeld hatten, der oder die eben Unternehmer war. Und wenn du die zusammen machst, die lernen ja auch untereinander. Also die machen sich ja gegenseitig nur besser oder unterstützen sich. Spielen sich Kontakte hin und her zu Content. Bei uns entsteht ja auch eine WhatsApp-Gruppe zusammen, das auch immer ein Austausch, wenn man irgendwie Instagram-Bug hat und so weiter. Aber den Punkt mit dem Drive, den du genannt hast, ist auch ganz interessant, weil Ich glaube, das denken immer viele so nicht, aber ich finde, das ist ein ganz wichtiger Aspekt bei Creatern, dass sie Drive haben. Weil das ist auch eine Sache, auf die ich auf ein Profil gucke, wie oft posten die. Wenn ein Creator einmal im Monat postet, kann ich als Management auch nicht viel mit der Person anfangen, weil wir coachen, coachen, coachen. Und wenn da nichts bei rumkommt, kommt, also wir können ja nicht zwingen, was zu machen. Das heißt. Vibe und professionell, also wie professionell arbeiten sie, ist bei uns auch ganz wichtig.

44:39 Feliks Eyser: Wie schnell schreiben die zurück, wie durchdacht sie die? Also, das sind alles so Signale, die man sendet.

44:44 Janet Pawelczyk: Wie committed sind sie auch, weil wir sagen: Ey, wir machen einmal die Woche einen Call mit dir. Da erwarten halt auch, dass du da bist.

44:48 Feliks Eyser: Naja, ja. Und sind die immer zehn Minuten zu spät oder sind die da und schicken die da vorne Agenda, ohne dass man sie fragt? Also, das sind alles so Signale.

44:55 Janet Pawelczyk: Ja, ja, gut, bei Creaton ist so, dass wir die Schlagender machen.

44:58 Feliks Eyser: Bei den Foundern ist es 50-50. Manchmal schicken die eine.

45:04 Janet Pawelczyk: Nee, das machen wir schon und schreiben auch alles runter. Die geben uns natürlich auch Punkte rein und haben dann auch ihre Punkte, keine Frage. Aber diese ganze Organisation läuft bei uns. Aber Drive ist so wichtig auch im Creatertum.

45:14 Feliks Eyser: Ich finde, man sieht das oft an der Geschwindigkeit. Ich habe das Gefühl, es gibt so Founder, die laufen auf einer anderen Frequenz. Wie so ein Kolibri. So ein kolibrier, eine Herzfrequenz von irgendwie so 300 Schlägen pro Minute oder so. Und ich glaube, es gibt Faune, die haben auch eine Herzfrequenz von 300. Also natürlich nicht wörtlich, aber so die eines der besten Teams, in denen ich arbeite, die Gründer von Superchat, also ich kenne gelernt, dass sie noch in der Uni waren und ich habe mich immer mit dem Ding getroffen und ein bisschen probiert zu helfen bei dem, was sie damals gemacht haben, vor der Gründung von Superchat. Und bei denen war die Eigenschaft, die kamen immer in das Meeting rein und die haben ein Produkt gebaut und Es gab immer neue Features, immer eine neue Erkenntnis, immer irgendeinen Button, der anders war, immer irgendwie. Also so, das haben wir über so zwei, drei Wochen gemacht und das Muster war dann halt relativ klar. Die sind einfach schnell, die sind auf Zack, also die machen jetzt keine PowerPointe oder irgendwas, sondern die bauen einfach. Und ich glaube, so diese Eigenschaft beim Founder schnell zu shippen, mit Kunden zu sprechen, neue Features in die Welt zu setzen, ist ein guter Indikator dafür, ob die erfolgreich werden. Weil es meistens ja nicht darum geht, ob du im ersten Anlauf was perfekt hinkriegst, sondern die Frage eher ist, wie schnell schaffst du 100 Iterationen? Je schneller du die 100 Iterationen durchkommst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass was Gutes rauskommt.

46:18 Janet Pawelczyk: Ja, ist witzig, weil bei Creatern ist das gleiche. Also wie schnell springst du auf Trends? An, wie schnell setzt du vielleicht auch irgendwie Trends, weil bei Trends auch so, wenn du da was machst, du musst auch relativ schnell sein, weil wenn du den Trend zu spät postest, interessiert sich auch keiner mehr, weil es halt schon wieder den neuen Trend gibt. Oder auch Wenn du ein Repostest, das geht viral, dass du sehr schnell siehst, okay, das war erfolgreich, ich muss jetzt mehr davon machen und dann wirklich raushauen, raushauen, raushauen und mehr von dem machen, was halt auch gut funktioniert. Und da musst du halt auch einfach einen Drive haben und auch eben schnell sein. Und auch ganz interessant, weil wir analysieren auch immer die Content-Pieces von unseren Creatern. Meistens ist es auch so, dass die unperfekten Content-Pieces, die einfach schnell rausgehauen worden sind, die sind, die viral gehen.

46:57 Feliks Eyser: Und du es nicht vorhersagen kannst.

46:58 Janet Pawelczyk: Und du es nicht vorhersagen kannst.

46:59 Feliks Eyser: In dem Moment hätte keiner gedacht, dass dieses Ding jetzt viral geht, aber okay.

47:02 Janet Pawelczyk: Weil das so banal oder so. Ja, auch aus dem Moment heraus vielleicht entstanden ist, ohne viele Gedanken sich zu machen. Aber ich glaube, das ist ja auch so ein bisschen die Magic an Social Media, dass die Leute sich dir nachfühlen. Und solche Momente ja meistens viel näher wirken.

47:16 Feliks Eyser: Und es ist auch einfach, ich meine, bei jeder Art von Künstlern, so die erfolgreichen Künstler in jeder Disziplin, die sind einfach fleißig. Die produzieren einfach viel. Und das Problem ist, du siehst ja meistens so die Spitze vom Eisberg. Du siehst dies in einen Hitsong und nicht die 5000, die es nicht geschafft haben.

47:28 Janet Pawelczyk: Ja, weil das ist ein ganz interessanter Punkt, auch wieder, wenn du, wenn man sich auf Creator bezieht. Man sieht jetzt zum Beispiel auch Dejan Garz, aber unser größter Creator mit 1,3 Millionen Follower ist. Die sehen aber nicht, dass er vier Jahre Konto gemacht hat, ohne einen Cent zu verdienen.

47:43 Feliks Eyser: Ja.

47:43 Janet Pawelczyk: So, der hat vier Jahre lang regelmäßig rausgehauen, rausgehauen, alles gepostet, hatte nie eine Kooperation, hat da kein Geld mit verdient. Seine Motivation und deswegen ist es halt so wichtig, halt diese Mission zu haben, war es immer. Dass er jedem ermöglichen möchte, sich gut zu fühlen und schöne Haare zu haben und darüber zu educaten. Einfach so das Wissen in die Welt tragen, der das vier Jahre gemacht, bevor er dann überhaupt angefangen hat, damit Geld zu verdienen. Und Also stellen wir auch davon, einen Founder, der vier Jahre was macht, ohne einen Cent irgendwie damit zu verdienen und nebenbei noch einen anderen Job hat. Also, das ist halt wirklich Drake.

48:12 Feliks Eyser: Deswegen brauchst du auch diese Passion. Du musst es ja machen quasi für dich selber ohne die Audience. So, du musst auch Bock drauf haben, ohne dass jemand zuschauen kann. Genau, weil sonst Podcasting gilt das Gleiche. Da gibt es ja auch diese Storys. Wir sind vorhin über den Founders-Podcast gesprochen von David Senra, dieser Typ, der die Biografien liest. Jede Woche liest er eine Founder-Biografie. Aber das hat er auch fünf Jahre gemacht. 250 Biografien gelesen, ohne dass es jemanden interessiert hat. Und jetzt ist es einer der Top-Business-Podcasten. Kann dem der Podcast jede Tür öffnen, sozusagen, jetzt geht es komplett durch die Decke. Im zehnten, elften, ja. Die ersten fünf Jahre, sagt er, Nobody cared. Und da kommst du nur durch, wenn du selber halt so eine Obsession oder so eine, wahrscheinlich ist Obsession das bessere Wort, als Passion, also er ist extrem obsessed, aber so du musst halt Bock auf das Thema haben.

48:57 Janet Pawelczyk: Und viele geben dann ja auf, wenn es irgendwie, keine Ahnung, nach dem dritten Anlauf nach einem Jahr oder so nicht läuft. Und ich finde auch, das ist das, was Unternehmertum ausmacht, immer wieder aufstehen, aufstehen, aufstehen, auch wenn es nicht gut läuft und weitermachen, weil man eben diesen größeren Sinn vor Augen hat. Und ich, was mir dabei auch immer geholfen hat, also oder was ich auch vielen Creatern oder Leuten, die mit Social Media anfangen, mitgebe, ist auch so eine Anekdote, von der ich mal gelesen habe, dass Viele sind dann so, oh, ich habe keine eine Million Follower oder 100. 000 Follower, ich habe nur 10. 000 Follower. Aber man guckt, 10. 000 Follower ist ja so viel. Und ich habe mal von einer Person gelesen, der hat YouTube angefangen. Und YouTube ist ja sowieso eine schwierige Plattform, weil du da nicht so einfach viral gehen kannst. Und der hat aber ein Jahr lang Die ganze Zeit Videos gepostet mit Mehrwert, sage ich jetzt mal, und das hatte teilweise 20 Views. Und Nach einem Jahr hat er dann aber eine E-Mail bekommen, weil eine Person von diesen 20 Leuten war Oprah Winfrey, die ihn gesehen hat, ihn super sympathisch fand und ihn als Co-Host von.

49:59 Feliks Eyser: . Ja.

50:00 Janet Pawelczyk: Nach Show haben wollte und dadurch, es war halt die richtige Person, die zugeguckt hat. Und das ist manchmal viel wichtiger, nicht wie viele gucken zu, sondern wer guckt zu. Und sind das nicht vielleicht die richtigen Personen?

50:10 Feliks Eyser: Ich denke das bei dem Podcasting auch immer. Ich schaue mir die Zahlen nicht an. Ich habe mir selber, also mittlerweile habe ich so ein Login früher. Die ersten 50 Folgen habe ich nicht mal ein Login zu diesem Spotify-Ding gehabt. Weil ich mir die Zahlen gar nicht anschauen wollte, weil ich gedacht habe, das lenkt ja einfach nur ab. Also ich kann ja nichts daran ableiten, ob es eine Folge mehr oder weniger hat und ich will mich da auch nicht verrückt machen und mache es auch für mich selber. Und denke mir dann aber auch so: Mittlerweile sind es ein paar tausend Leute, die dazuhören und Ein paar tausend Leute, das ist doch unglaublich, wie viel. 1000 Leute sind hier, die passen ja nicht mehr hier rein, dass so viel. Wir hätten Todesangst, wenn hier 10. 000 Leute um uns rumsäßen, wir könnten uns ja nicht so unterhalten. Also, das ist ja total verrückt.

50:43 Janet Pawelczyk: Voll. Und Auch ganz cool, weil das hast du auch vorhin kurz einmal angeschnitten. Wenn irgendjemand diesen Podcast hier hört und daraus irgendwie was gründet, hast du alles erreicht, was du.

50:51 Feliks Eyser: Das ist meine Mission, die eine Person.

50:53 Janet Pawelczyk: Genau, und das ist auch witzigerweise meine Mission, weil ich habe vor, ich glaube, drei Jahren auch angefangen, mein Weg in die Selbstständigkeit auf Social Media zu teilen und die Leute mitzunehmen, eben denen auch Tipps mitzugeben, weil ich ja auch dieses Umfeld nicht hatte und niemanden hatte, der mir sagen konnte, wo kann ich ein Geschäftskonto machen, wie mache ich das mit meiner Versicherung? Ich muss auf einmal den ganzen Betrag sagen, wie läuft das alles so ab. Und habe dann angefangen, meinen Weg auf Social Media zu teilen und eben das mitzugeben. Und am Anfang denkt man ja immer so, habe ich auch von Freunden gehört, die gesagt haben, das ist voll cringe, ich habe dich gemutet oder ich unfollow dir. Und ich denke mir so, nö, wenn da eine Person ist, die sich, die wegen mir den Job gekündigt hat, die sich wegen mir selbstständig gemacht hat und jetzt irgendwie super glücklich ist in dem, was sie tun, habe ich was all das wert.

51:32 Feliks Eyser: Denke ich auch. Amen.

51:34 Janet Pawelczyk: Wirklich.

51:36 Feliks Eyser: Mega. Glaubst du eigentlich, so Creator-Reisen machen das auch welche im so Business-Creator-Kontext? Das habe ich mich gefragt. Also es gibt ja auch viele, so wie wir zu machen Business-Content. Da habe ich noch nicht gesehen, dass die in der TikTok-Villa zusammen wohnen. Ich habe neulich mit zwei TikTok-Creatern gesprochen. Kennst du die? Jeremy und Hannes heißt das?

51:53 Janet Pawelczyk: Klar, die von Imposter.

51:54 Feliks Eyser: Ja, die sind so witzig, die Boys. Und die haben mir erzählt, dass sie auf Mallorca dieses Creator-Haus hatten und da ihre TikTok-Freunde eingeladen haben. Challenges gemacht haben und die Tänze und so. Da habe ich gedacht, also die Tänze würde ich jetzt wahrscheinlich für mich persönlich nicht nachahmen, aber so die Idee, so Business Creator zusammenzubringen in einem Haus und in Aufnahmen zu machen, ein Live-Format zu machen, gibt's sowas?

52:16 Janet Pawelczyk: Also. generell viele Unternehmer gibt es das. War ich gerade auf einer Mastermind hier in Kapstadt auf, von Tim tatsächlich. Der hat das in der Woche eine Mastermind gehostet. Aber Business Creator habe ich noch nicht gesehen. Das finde ich eigentlich eine mega coole Idee, muss ich sagen. Dass man Business Creator irgendwie zusammenbringt und da Content macht.

52:35 Feliks Eyser: Es gibt ja also super viele, die eine ähnliche Mission haben.

52:39 Janet Pawelczyk: Der Nische habe ich so noch nicht gesehen, muss ich sagen.

52:41 Feliks Eyser: Ja. Sollen wir das mal zusammen machen? Hast du Lust? Du hast ja schon sechs Projekte, du hast ja schon sechs Jobs. Was schadet ein Siebter.

52:47 Janet Pawelczyk: Ja, richtig.

52:48 Feliks Eyser: Aber ich habe tatsächlich darüber nachgedacht, das vielleicht in der zweiten Jahreshälfte zu machen. Freund von mir hat ein cooles Haus auf Ibiza, so eine richtig fette Villa, die quasi nur für Events da ist. und die würde sich perfekt eignen als Kulisse, dass man da irgendwie drei, vier Tage ein paar coole Leute einlädt, die Business-Content machen und sich da so ein bisschen zusammentut, diese Geschichten teilt.

53:05 Janet Pawelczyk: Finde ich mega, muss ich sagen. Guck mal, jetzt ist hier voll die Idee, ein volles Projekt raus entstanden.

53:09 Feliks Eyser: Lass uns echt drüber sprechen. Ich zeig dir nachher mal ein paar Fotos. Okay, also haben wir schon ein gemeinsames Projekt.

53:15 Janet Pawelczyk: Ja, wirklich. Wenn hier Business Creator zuhören, können sie sich direkt bei uns melden.

53:18 Feliks Eyser: Genau, meldet euch mal alle. Dann machen wir da. Und die TikTok-Boys in Jeremy und Hannes laden wir auch ein, obwohl die kein Business Creator.

53:24 Janet Pawelczyk: Mit denen will ich sowieso nochmal sprechen, weil ich das So cool finde, was die da mit Imposter gemacht haben, weil das ist für mich auch wieder the magic of in dem Sinne TikTok. Ich meine, TikTok hat ja Imposter das ganze Spiel berühmt gemacht. Und jetzt die Zahlen, die die ja haben, auch mit den Downloads und wie viele Umsatz die haben.

53:39 Feliks Eyser: 10 Millionen User, irgendwie 5 Millionen Umsatz, die haben eine Million auf dem Privatkonto, haben sie erzählt, so die Sinister. Self-made TikTok App-Millionäre geworden durch dieses, durch dieses Spiel.

53:50 Janet Pawelczyk: Durch Social Media und das ist, das liebe ich an Social Media, the power of Social Media, dass man Dass es wirklich eine Plattform ist, wo man einfach Overnight Success haben kann.

53:58 Feliks Eyser: Und auch was Cooles macht. Ich habe dieses Spiel dann auch mit so Founder.

54:03 Janet Pawelczyk: Spiel mir bei unserem Business Creator.

54:06 Feliks Eyser: Okay.

54:07 Janet Pawelczyk: Getaway.

54:07 Feliks Eyser: Ja, machen wir. Okay, spielen wir eine Runde Imposter mit den beiden Boys. Sehr gut. Schick denen mal die Clips, wenn die zuhören, dann müssen wir es hören. Der Exit. Du hast die Firma verkauft. Ja. Mega beeindruckend. Nach wenigen Jahren. Wie kam es dazu? War das immer der Masterplan? War das eine Opportunity? Wie verkauft man eine Firma? Wird eine Firma verkauft? Wird sie gekauft? Was hat dazu geführt, dass du heute dastehst und diesen Deal gemacht hast?

54:32 Der Exit: Ein Umschlag voller Cash

54:32 Janet Pawelczyk: Es war absolut nicht geplant. Es war kompletter Zufall. Meine Firma wurde, also MOONGENCY, die Anteile wurden von MYTY aufgekauft und ich habe mich. im letzten Sommer mit eigentlich Investoren für Dejan Garz Haircare getroffen, weil wir relativ schnell recht groß wurden am Anfang von DM und Co. hatten und wir waren, okay, wir können das zu zweit nicht mehr finanziell auch stemmen und stellen.

54:53 Feliks Eyser: Okay, warte, also du hast den Haar-Crate Dejan.

54:58 Janet Pawelczyk: Dejan.

54:59 Feliks Eyser: Ihr habt gemeinsam eine Brand gestartet. Können wir gleich drüber sprechen, was die macht? Die hat Geld gebraucht, deswegen hast du angefangen mit Emissoren zu sprechen.

55:05 Janet Pawelczyk: Richtig, und mit verschiedenen neuen weil DM immer von zu kam, die die Produkte listen wollten und dann musst du halt in Vorproduktion gehen und du kriegst das Geld halt auch für den erst später. Das heißt, ich habe mich mit Leuten getroffen. Ja, die möglicherweise in die Brand investieren wollten. Einer davon war David, David Rost, der Geschäftsführer von MYTY.

55:21 Feliks Eyser: Und MYTY, muss man sagen, ist ein PE-Backed Rollup von Agenturen, also ein Private Equity, hat gesagt, komm, wir kaufen Eine Reihe von unabhängigen Agenturen in verschiedenen Bereichen, Designagentur.

55:30 Janet Pawelczyk: Ja, Spezialistenagenturen tatsächlich. Und ich habe mich mit ihm getroffen, habe ihm ja auch natürlich vom MOONGENCY erzählt, weil es ja auch irgendwie Teil von dem Creator ist, also von deren auch. Und der war dann irgendwie mehr interessiert in die Agentur als in der Angazerkern.

55:45 Feliks Eyser: Wie lief dieses Meeting ab? Ich habe mit David gesprochen, ist ja auch ein Buddy. Und er hat gesagt: Ich habe die Janet getroffen. Ich wusste sofort, dass ich ihre Firma kaufen will. Das hat er mir gesagt. Was ging da abliegen? Was hast du da gemacht?

55:58 Janet Pawelczyk: Wir haben uns in Berlin im Soho House getroffen mit meinem guten Freund Alvaro noch, der hatte uns connected. Und wir haben uns getroffen und Ich glaube, David und ich waren es doch ultra sympathisch von Anfang an. Also, ich muss auch sagen, ich habe noch nie jemanden. Also, ich wünsche jedem Unternehmer, dass jeder mal David kennenlernen darf. Das ist für mich einer der inspirierendsten Menschen, die ich kenne. Ich kenne niemanden, der so

56:16 Feliks Eyser: Schnell ist, wie er, schnell denkt, schnell macht, Entscheidung trifft.

56:20 Janet Pawelczyk: Er ist ein Kolibri.

56:21 Feliks Eyser: 100 Prozent.

56:21 Janet Pawelczyk: Der so schnell Entscheidungen trifft, das ist seine Superpower, würde ich sagen. Wenn ich eine Frage solche A oder B machen, er sagt, B.

56:27 Feliks Eyser: Ja.

56:27 Janet Pawelczyk: Ohne mit der Wimper zu zucken. Also, der ist ultraschnellentscheidung zu treffen und das ist so sein Vorteil vielen gegenüber. Aber wir haben uns getroffen im Soho House, wir haben uns vorgestellt und er fing schon damit an, dass der Kellner kam. SI alles. Ja, wir bestellen das, das, das, das, das hat für uns bestellt. Und dann hat er noch drei Cocktails für uns bestellt. Und ich war so, was passiert hier gerade? Ja, waren uns ultra sympathisch und dann hat tatsächlich Auch Shoutout to Alvaro, ein guter Freund von mir, war auch sehr am besten dafür. Meine Firma. Ich muss sagen, ich wusste gar nicht, was David macht. Also mir war es nicht klar, dass das ein potenzielles Gespräch für den Verkauf sein konnte.

57:01 Feliks Eyser: Du hast ja die H-Produkte gedacht und das Working Capital für DM.

57:03 Janet Pawelczyk: Ich habe auch gar nicht verstanden so richtig, was David da überhaupt mit MYTY macht und Sei das, was ich meine, ich komme nicht aus diesem Umwelt, ich hab von KPIs keine Ahnung, bis zu diesem Zeitpunkt gehabt, ich wusste nicht mal, was mein EBIT da zu diesem Zeitpunkt war. Hätte die Umsätze nicht mal richtig sagen können. Sei Und Alvaro war dann voll der Imbeste da hat, rausgehauen, rausgehauen, rausgehauen. Ich glaube, weil er dann die Connection schon verstanden hat, dass er gemerkt hat, okay, David ist irgendwie interessiert an meiner Agency. Und ja, David waren dann sofort irgendwie Feuer und Flamme, weil gerade das so Influencer-Marketing für ihn einen Bereich waren, dass sie gerade neu reingegangen sind. War noch gerade in Gesprächen noch mit einer anderen Influencer Agency, die jetzt auch aufgekauft wurde, SESAMY, mit der wir jetzt auch eng zusammenarbeiten. Und das war letztes Jahr, nee, vorletztes Jahr im August, im August 2024. Und das Signing hat im Dezember 24 stattgefunden. Also es war ultraschnell. Ja, David und ich waren uns sehr sympathisch direkt von Anfang an. Es ist aber natürlich nicht eine Sympathie, sondern ich habe dann David halt meine Zahlen, unser Modell, wie wir arbeiten, unsere Creator vorgeschlagen, vorgestellt. Fand er alles cool, fand er super. Und Dann ging es alles ganz schnell und dann war es auch wirklich irgendwie wie im Film, weil ich dann nach Berlin gekommen bin und er dann wirklich einen Umschlag für mich hatte, mir den Umschlag rübergeschoben hat und da dann die Kaufsumme drin stand. Ich war so.

58:18 Feliks Eyser: Die war da aber nicht drin.

58:20 Janet Pawelczyk: Das ist ja in Cash.

58:23 Feliks Eyser: Oh mein Gott. Ich glaube, die Summe hätte nicht in den Umschlag gepasst, egal in welchen Schein. Aber was, er hat ja so gangstermäßig einen Umschlag gehört. Da stand eine Zahl drauf.

58:31 Janet Pawelczyk: Nicht nur eine Zahl, das war dann komplett also eine BWA und wie die was kalkuliert haben und welche Kaufsumme die mir anbieten und mit dem Earn-Out auch im Co.

58:39 Feliks Eyser: Hat der physisch hingelegt, okay?

58:41 Janet Pawelczyk: Ja, ja, genau. Und für mich war ganz wichtig, du hast gefragt, wurden wir verkauft oder gekauft. Ich habe es halt nie geplant zu verkaufen. Und für mich ist wirklich das Wichtigste an meiner Agency, sind die Creator, dass die gut auf oben sind. Und mit einem Verkauf kommt natürlich auch irgendwo die Angst. Verändert sich die Firma? Kann ich jetzt Dinge nicht mehr machen, wie ich sie gemacht habe? Und all das habe ich David natürlich direkt gefragt. Ich so, du, was ändert sich denn für mich? Und Seine Antwort war ganz ehrlich, nichts, weil wir wollen Agenturen haben, die so weiterführen, wie sie führen. weil ihr wisst, was ihr macht, ihr seid gut in dem, was ihr tut, und das aus gutem Grund. Deswegen führt eure Firma so, wie ihr sie führt. Wir unterstützen euch, nur aufs nächste Level zu kommen. Und das kann ich auch 100 Prozent so bestätigen. Genau das macht MYTY. Die hilft uns besser zu werden, Prozesse zu. optimieren, auch buchhalterisch ein super guter Support. Das einzige, was da wieder gesagt hatte, ist, dass ich Dinge freigeben muss, also Investitionen, ich glaube, ab 150. 000 Euro und Gehälter auch ab einem bestimmten Betrag. Aber auch da, wenn es Sinn macht, sagen die natürlich ja. Und da war ich so Okay, ich sehe keine Downside, ich sehe nur eine Upside, nämlich dass wir noch besser werden können, dass ich mehr lernen kann auch im Unternehmertum, weil ein Exit ist ja auch Also wie wenig Leute machen eigentlich ein Ads Exit? Ich glaube, ich habe irgendwo letztens gelesen, 1% aller Startups und wieder. Genau, und wenn man dann sogar noch guckt, Frauen ja noch weniger. Also und dann dachte ich, das ist irgendwie, glaube ich, eine also das ist eine sehr gute Chance, gerade für mich dazuzulernen. Aber auch meine Agentur aufs nächste Level zu bringen und eben Support von MYTY, die dieses Knowledge von so vielen Agenturen haben, zu nutzen und meinen Creatern auch noch mehr Möglichkeiten zu bieten.

1:00:19 Feliks Eyser: Mega, congrats. Danke. Richtig geil.

1:00:21 Janet Pawelczyk: Ich muss auch sagen, ich bin auch. Ja, ganz happy darüber. Mein Leben hat sich komplett verändert.

1:00:26 Feliks Eyser: Sag mal, wie groß wart ihr das im Umsatz und EBIT?

01:00:30 Die echten Zahlen: Umsatz, EBITDA & Multiple

1:00:30 Janet Pawelczyk: Also, das war ja auch so witzig, das wusste ich alles auch damals nicht. Wir hatten schon ein starkes Wachstum. Also ich glaube 2023 haben wir abgeschlossen mit einem EBIT davon so ungefähr. Ich guck mal, ich kann es jetzt nicht mal ganz genau sagen. 140. 000, aber im Jahr drauf waren wir dann halt schon bei einem EBIT da von über 800.

1:00:46 Feliks Eyser: 000. Also es war ein sehr schnelles

1:00:49 Janet Pawelczyk: Wachstum und ich habe auch auf der Basis verkauft dann von 2024.

1:00:52 Feliks Eyser: Auf der Basis von EBITDA von 800. 000?

1:00:54 Janet Pawelczyk: Ja.

1:00:54 Feliks Eyser: Okay. Und dann hast du da so ein Multiple.

1:00:57 Janet Pawelczyk: Genau, man kriegt Multiple dann und dadurch halt, dass natürlich die Firma noch sehr jung war, die war zweieinhalb Jahre zu dem Zeitpunkt. Ich weiß auch, dass David sich sehr eingesetzt hat, weil natürlich ihm auch alle den Vogel gezeigt haben und gesagt haben Wieso willst du so eine Agentur kaufen, die zweieinhalb Jahre alt ist, dann noch in einem Creator Space? Aber er hat halt das Potenzial von Anfang an gesehen. Und also das letzte Jahr haben wir jetzt noch besser abgeschlossen haben. Um das auch nochmal so zu erklären, dadurch, dass natürlich das Risiko hoch war, hatte ich auch einen relativ hohen Earnout. Also es ist nicht so, dass ich die ganze Summe bekommen habe, sondern ich habe zwei Jahre einen Earnout. Das heißt, ich musste im letzten Jahr Ziele erreichen, um mein Earnout dieses jetzt eben ausbezahlt zu bekommen, also noch ein Teil der Kaufsumme. Und dieses Jahr habe ich auch nochmal einen Earnout.

1:01:41 Feliks Eyser: Das ist natürlich dann Sicherheit für MYTY, dass ich dabei bleibe, dass ich motiviert bin.

1:01:48 Janet Pawelczyk: Aber Ja, dass die auch, ich sag mal, keinen Fehlkauf, sage ich jetzt mal, gekauft haben, gemacht haben.

1:01:53 Feliks Eyser: Und so, wenn du eine Agentur kaufst, du hast wahrscheinlich eh wieder Multibles, die sind wahrscheinlich irgendwo zwischen 5 bis 10x oder so, wahrscheinlich irgendwas in der Range. Kann man schon sagen, dass du da mit dem mittleren siebenstelligen Betrag insgesamt rausgehst?

1:02:06 Janet Pawelczyk: Ähm. Ja. Kann man schon so sagen, doch.

1:02:12 Feliks Eyser: Nicht alles sofort, sondern gestaffelt.

1:02:14 Janet Pawelczyk: Genau, und ich sage auch mal, ich sag mal, was bei MYTY ja so besonders ist. Du reinvestierst eine Summe. Das heißt, mir gehört ein Teil auch von MYTY. Ich habe einen Teil der Kraftsumme wieder in MYTY investiert, was auch ganz cool ist, weil alle Agenturen untereinander sich gegenseitig supporten wollen, weil wir ziehen alle am selben Strang. Es ist kein, sind wir gegeneinander, weil wir haben ja eigentlich noch eine. Eine Art des Management, die genau das gleiche wie wir machen. Aber wir arbeiten so eng zusammen, schieben uns auch irgendwie Deals und Creator irgendwie hin und her, wenn wir denken, dass es besser passt, unterstützen uns gegenseitig. Wenn man da irgendwie sieht, okay, eine Brand hat irgendwie noch ein großes Budget, dann versuchen wir das auch an die zu geben, eben weil wir alle voneinander partizipieren.

1:02:49 Feliks Eyser: Ja. Und das ist ja eine übliche Struktur bei so Private Equity Deals, dass du einen Teil in Cash kriegst, ein Teil im Earnout, dafür, dass du dabei bleibst, gewisse Ziele erreichst und ein Teil reinvestierst in die Gruppe, weil Auch ein MYTY, das Ziel hat, irgendwann verkauft zu werden oder an die Börse zu gehen oder was auch immer. Und die wollen natürlich, dass die Leute da auch Skin in the Game haben, deswegen nur so einen Kaufpreis liest, dann ist es jetzt nicht so, dass man alles überwiesen bekommt. Nee, nee, nee.

1:03:11 Janet Pawelczyk: Ja, wusste ich auch alles vorher nicht. Also habe ich alles auch gelernt.

1:03:14 Feliks Eyser: Und sag mal, du machst jetzt deine Creator reisen und packst sie alle ins Hotel in Österreich? Mach ja auch diese Agenturreisen. Also bist du jetzt Teil quasi von. Von einer Gruppe von Agency Ownern, die sich eben auch so taktisch austauschen und.

1:03:26 Janet Pawelczyk: Ja, also es findet schon ein Austausch statt. Also wir haben zum Beispiel bei MYTY auch ein Sommerfest, wo wir uns gesehen haben.

1:03:33 Feliks Eyser: Aber nicht so strukturiert, dass man Workshops macht, wie du hast.

1:03:36 Janet Pawelczyk: Ist jetzt gerade ein Gespräch, ob wir ein Workshop auf Mallorca machen wollt.

1:03:39 Feliks Eyser: Also David macht das doch mal voll geil, wenn alle voneinander lernen.

1:03:42 Janet Pawelczyk: Ja, ja, voll 100 Prozent. Ich bin ja auch noch nicht so lange dabei. Ich bin ja noch relativ frisch. Also, da sind ja wirklich Agenturen, die schon seit vier, fünf Jahren dabei sind. Also im letzten Jahr hatten wir schon, als wir das Sommerfest haben, hatten wir sich vorher getroffen, hatte Workshops miteinander. Wir sprechen aber auch alle miteinander. Also es gibt verschiedene Calls, die man untereinander hat.

1:03:59 Feliks Eyser: Wenn du die Jüngste sozusagen in der Gruppe bist, zu sagen, komm, ich mach jetzt mal eine Initiative. Die gehen jetzt mal alle nach Mallorca und ihr erklärt mir mal, wie ihr da eure Bilanzen macht oder eure Kunden gewinnt oder euer euer Mental Health managed als Als Founder.

1:04:11 Janet Pawelczyk: Ja, nee, was schwindest.

1:04:12 Feliks Eyser: Da kannst du dein Playbook ja perfekt abspielen, voll geil.

1:04:14 Janet Pawelczyk: 100%.

01:04:15 Porsche kaufen vs. ETFs: Wohin mit den Millionen

1:04:15 Feliks Eyser: Was machst du mit der Kohle? Porsche gekauft? Immer noch richtig gut?

1:04:20 Janet Pawelczyk: Ja, das war, ich sag mal, das, was ich mir gegönnt habe darauf.

1:04:23 Feliks Eyser: Habe ich auch gemacht nach meinem Exit. Echt? Ich komme auch aus Stuttgart. Auch ein Porsche.

1:04:26 Janet Pawelczyk: Was hast du für einen?

1:04:27 Feliks Eyser: 9-11er. Hatte, hatte, der wurde geklaut. Kannst du dir das vorstellen?

1:04:31 Janet Pawelczyk: In Berlin?

1:04:32 Feliks Eyser: Vor meiner Wohnung auf der Schwarz mein Exit-Geschenk an mich sei. Ich hätte es jetzt zehn Jahre. Ich habe 2015 meine Firma verkauft, ich habe zehn Jahre Porsche gefangen. Ist auch mit der Lebensphase, ich sag dir, die Kinder, die passen da nicht rein. Mit denen sitzen, jetzt fahre ich Volvo. Ja, wirklich vollkommen. Ist auch nicht schlimm.

1:04:51 Janet Pawelczyk: Trotzdem weiß ich so symbolisch für dich.

1:04:53 Feliks Eyser: Ja, voll schade. Fucking Berlin.

1:04:55 Janet Pawelczyk: Ja, das muss ich auch sagen, für mich ist auch eher symbolisch, weil dieses Auto mich immer daran erinnert. Auch jedes Mal, wenn ich mich reinsetze, bin ich einfach glücklich und denke, krass, irgendwie. Dass ich das erreichen konnte.

1:05:06 Feliks Eyser: Weißt du, was witzig ist? Leute sagen: Ja, ja, du hast diese hedonistische Adaption. Am Anfang findest du das gut, dann gewöhnst du dich dran, dann ist das normal. Ich finde das immer geil. Dieses Auto, muss ich sagen, zehn Jahre lang bis zum letzten Tag. Fand ich's geil.

1:05:20 Janet Pawelczyk: Ja, 100 Prozent. Also ich muss auch sagen, ja, man gewöhnt sich doch daran und am Anfang macht einen das glücklich. Nee, das ist für mich, aber ich packe eh immer, auch gerade bei so Wertgegenständen, immer so eine spirituelle Bedeutung rein und mein Auto hat für mich eine Spirituelle Bedeutung, nämlich all die ganze Arbeit und all die Energie, die überall reingeflossen ist. Und das ist halt ein Reminder für mich. Naja, aber okay, das Auto war eins der Sachen.

1:05:40 Feliks Eyser: Okay, das war so ein bisschen Fun. Was hast du sonst gemacht?

1:05:43 Janet Pawelczyk: Dann natürlich meine Familie auch viel Geld gegeben oder denen, Dinge ermöglicht, Reisen gekauft, Dinge, die sich gewünscht haben. Also solche Sachen. Dann habe ich eigentlich, muss ich sagen, vielmehr noch gar nicht. Also ich habe einen großen Teil auch in ETFs investiert, relativ schnell. Ich hatte das. Glück, dass drei Monate nachdem ich das Geld bekommen habe, die ETFs einmal down waren, habe ich ein bisschen geschafft.

1:06:04 Feliks Eyser: Hast du ein bisschen geschafft? Hast du einen Discount geshoppt? Das ist ja auch so vernünftig, was? Typen, die dich gerne verkaufen, ihre Firma und dann gehen all in in Krypto und Bitcoin. Geht es hoch oder geht runter? Das ist ja eine sehr vernünftige Antwort, zu sagen, ich mache jetzt nicht irgendwie eine Milliarde Angel-Investments oder irgendwas, sondern ich packe die Kohle in ETFs, ich lasse sie da jetzt erstmal liegen.

1:06:22 Janet Pawelczyk: Ja, genau, aber ich bin eh sehr vorsichtig für dich sowas. Ich müsste auch noch mehr investieren, sage ich auch ganz ehrlich. Auch ich habe den auch noch vom letzten. Es denn auch geschafft und ich muss mich jetzt auch mal hinsetzen mit jemandem, der mir sagen kann, wie ich mein Geld investieren sollte, weil ich immer noch ein bisschen ängstlich bin, was das eigentlich ist.

1:06:37 Feliks Eyser: Ich weiß die ganzen Finanzamt, die warte.

1:06:39 Janet Pawelczyk: Ich kann das schon gut rauspicken, wer hier.

1:06:41 Feliks Eyser: Credible zum Beispiel. Okay, dann können sie sich melden und du kannst rausklicken. Sag mal, wenn du guten findest.

1:06:45 Janet Pawelczyk: Ja, aber ich muss das sagen, ich. Mir hat mal irgendjemand gesagt. Dass wenn ich mein Vermögen an jemanden gebe, muss ich mal darauf gucken, ob die Person auch vermögend ist.

1:06:56 Feliks Eyser: Ja, fair.

1:06:56 Janet Pawelczyk: Weil warum vertraut man jemanden, der es selber nicht geschafft hat?

1:06:59 Feliks Eyser: Ja.

1:07:00 Janet Pawelczyk: Und das dachte ich so, hm, okay, irgendwie ist da was dran. Ich habe ein, zwei Leute, die sich auch mit mir, die sehr vermögend sind, die sich auch mit mir mal zusammensetzen wollen.

1:07:07 Feliks Eyser: Ich habe das auch besser, ehrlich gesagt. Also ich kann mit einem professionellen Finanzberatern sprechen. Ich habe die bessere Erfahrung gemacht. Mit Foundern, die das zehn Jahre durchgespielt haben und die Privatbanken alles schon mal hatten und dann am Ende gesagt haben, nee, ich mach's doch selber und ich mach dies oder ich beauftrage jemanden aus dem und dem Grund. Also ich glaube, tendenziell für mich war es besser, mit Foundern zu sprechen, als mit Bankern.

1:07:24 Janet Pawelczyk: Und ich habe da auch ein, zwei Leute, die sich auch Aus dem Finanzbereich kommen, sehr gut ausgehen. Mit dem, das muss ich jetzt eigentlich mal machen. Das muss ich mir vornehmen für dieses Jahr. Naja, aber was ich eigentlich mit dem Großteil der Summe gemacht habe, ist einfach in neue Businesses investiert. Also Ich habe einen Großteil der Summe genommen und in Include auch reingesteckt.

1:07:40 Feliks Eyser: Ich tue das die Brand mit der Kiki zusammen, erklären nochmal ganz kurz.

1:07:44 Janet Pawelczyk: Das ist eine Bathroom Interior Brand. Also wir haben bisher ein Produkt gelaunt, da sind noch mehrere in der Pipeline. Wir haben ein Bathroom Spray gelauncht, aka eigentlich Anti-Pu-Spray. Es ist ein ästhetisches Badezimmer-Spray. was man, wenn man auf der Toilette war, nachher ein Raum sprüht. Und das Besondere an dem Produkt ist, dass es die unangenehmen Gerüche nicht überdeckt, was ja sonst Raumsprays machen, sondern ähm die Partikel wirklich quasi auf ist, würde ich sagen. Und man nur noch diesen guten Duft hat. Und was wir halt machen wollten ist, oder diese ganze Mission dahinter ist, ich habe ja schon mal erzählt, dass. Kiki, oder ich habe ihm ja erzählt, dass Kiki einen Reiznamen hat und offen darüber spricht. Das heißt, sie spricht auch sehr offen darüber, und das ist so EUSP, auf Toilette gehen. Weil wenn sie mit Freunden war und Durchfall hatte, hat sie halt immer gesagt, ja, ich habe mir gerne, ich muss nach Hause. Aber eigentlich hatte sie Durchfall, ist aber ein Unsexy-Thema. So. Und hatte da immer sehr viel Charme. Und irgendwann hat sie gesagt, nö. Das ist Facts, dass ich auf Toilette muss, ich spreche jetzt einfach darüber. Hat das angefangen, auf Social Media zu teilen. Und das hat so viel, ich sag mal, Anklang gefunden.

1:08:45 Feliks Eyser: Und deswegen ist dieses Produkt total authentisch zu ihrer Story.

1:08:48 Janet Pawelczyk: Genau, und das ist halt wichtig, dass Ist nicht die nächste zehnte Creator-Brand, irgendwie die Jogginghosen oder sowas. Genau, sondern wirklich auf was, was zu den Creatern passt. Und Wir wollten halt, weil Kiki ist auch sehr viel zu Hause aufgrund von ihrer Krankheit und ist auch sehr in dem Interior Game, also so sehr skandinavischer Einrichtungsstil, das sich sehr wohl zu Hause fühlt. Und oft ist es dann ja so ein Badezimmersprave. Ich weiß nicht, ob ich jetzt irgendwelche Brands sagen darf, aber die man halt so aus der Drogerie kennt, das sieht nicht ästhetisch aus. Dann hast du da halt wunderschön eingerichtetes Badezimmer und nicht schönes Badezimmerspray. Und was wir halt machen wollten, uns aus wie im richtigen Flakon ist, ist auch eigentlich wie ein Parfum. Also wir haben 50% Duftöl auch da drin. Nur dass es eben ein sehr hochwertiges Raumduftspray ist.

1:09:34 Feliks Eyser: Und die Brand hast du gemeinsam mit ihr entwickelt und dann investiert? Wie ist so der Modus, sowas ins Leben zu rufen?

1:09:39 Janet Pawelczyk: Genau, wir haben die zusammen gegründet, haben beide Geld reingesteckt.

1:09:42 Feliks Eyser: Was investierst du dann da?

1:09:43 Janet Pawelczyk: Grob? Boah, es ist unterschiedlicher. Ich glaube, hier hat jetzt jeder, was wieder so ein I don't know my numbers ganz oft. Ich würde schätzen, ich glaube pro Person so 50. 060. 000 reingesteckt.

1:09:53 Feliks Eyser: Okay.

1:09:53 Janet Pawelczyk: Also schon viel, weil es ist ja nicht nur, also wir haben ja die ganze Entwicklung, wir haben es ja nicht alleine entwickelt. Also wir haben jetzt ja Experten reingeholt, die eben auch die Inhaltsstoffe machen, weil das ist ja das, was ich meinte. Ich bin kein Fan davon, Dinge selber zu machen, wenn man kein Experte in dem Bereich ist. Das heißt, wir holen uns Experten aus dem Bereich dazu, die das mit uns entwickeln, holen uns auch welche wirklich Produktentwicklungen dazu, die Experten sind und die machen das und die müssen auch bezahlt werden. Und die wollen wir auch fair bezahlen. Und deswegen schon teuer Produktentwicklung.

1:10:21 Feliks Eyser: Ja.

1:10:21 Janet Pawelczyk: Ja, auf jeden Fall. Also.

1:10:23 Feliks Eyser: Und du hältst jetzt, ich sehe hier 45 Prozent an der Firma. Ich habe eine Spione hier losgeschickt. Ich find's übrigens geil. Deine Holding heißt ja Pawelczyk Empire GmbH. I love it. Richtig Empire Building.

1:10:36 Janet Pawelczyk: Das hat meine damalige beste Freundin, also muss ich Shoutout an sie geben. Wir haben gebrainstormt für Holding Namen und irgendwie was. Und sie sagt so: Was ist mit Empire? Und ich wusste damals noch gar nicht, dass da wirklich irgendwie ein Empire daraus entstehen wird, weil ich ja echt viele Firmen jetzt auch daraus gegründet habe. Aber eigentlich war sie ein Scherz. Anfangs, dass ich dachte, ach komm, das wird eh niemand so richtig sehen. Ich kannte mich an diesem Unternehmertum nicht aus und wusste nicht, dass das alles so öffentlich einsehbar ist.

1:11:00 Feliks Eyser: Dass es dann irgendwo steht.

1:11:01 Janet Pawelczyk: Aber ich finde es. Ich finde so ein witziger Namen, jetzt wird die Stumpf auf der Lager.

1:11:04 Feliks Eyser: Ich finde es richtig gut, ich find's richtig gut. Bei Dejan, bei der Haircare Brand, hältst du 33%, bei den Pilates Studios. Du erwähnt hast, hältst du 25 Prozent. Ich fin Geil, also das sind auch signifikante Investments. Also der Unterschied, wenn du so ein Angel-Investment machen würdest, dann überweist du auch 50k oder 25, aber investierst bei einer Bewertung von irgendwie 5 Millionen, 10 Millionen oder so, dann hältst du immer 0,0 irgendwas. Also du investierst Geld in Firmen, aber in einer aktiven Rolle und nutzt dein Know-how, nutzt dein Netzwerk, bringst dich ein.

1:11:32 Janet Pawelczyk: Bei Dejan Garz Haircare ist es so, dass Dejan und ich anfangs zu zweit waren. Und bei sowohl bei DN als auch bei Kikimi ist halt immer wichtig, wenn ich eine Creator-Brand gründe, möchte ich, dass der Creator mehr Anteile hat, weil im Endeffekt sind die gerade am Anfang das Gesicht der Brand ist. Das heißt, die haben mehr Verantwortung, aber auch einfach schief geht, haften die mit ihrem Gesicht eher dahinter. Das heißt, ich finde es nur fair, wenn die immer. Mehr Entscheidungen haben und ja dementsprechend noch mehr Anteile haben.

1:11:57 Feliks Eyser: Das ist ja auch eine Reise unternehmerisch, so bei dir bei der Excel jetzt schnell, aber du lässt dich ja auf eine Reise von fünf, eher zehn Jahren ein so und Der Creator, die Creatorin, die werden ja auch einen Großteil der Arbeit machen am Anfang, aber auch dann über die Zeit.

1:12:11 Janet Pawelczyk: Genau, richtig. Und ich sag mal, warum ich da dann überall auch recht viele Anteile halte, ist eben, also am Anfang, was bei deren und mir waren es nur zu zweit, hatte ich auch vom 45 R 55, das hat sich jetzt angekleicht, weil wir jetzt einen Investoren mit drin haben.

1:12:24 Feliks Eyser: Okay, dann ist es runtergegangen.

1:12:25 Janet Pawelczyk: Ja, genau, dann ist es runtergegangen, weil natürlich Das hatte ich ja schon gesagt, dass DM dann davon zugekommen ist und wir dann wirklich wahre im Millionenbereich finanzieren mussten. Und das war halt nicht machbar. Ja, und deswegen haben wir uns da wirklich wieder auch Experten reingeholt, die uns auch eben damit helfen konnten, auch ein guter Kunde für DM zu sein, weil du musst es ja noch beliefern können. Da hängt ja einfach so viel dran und noch rechtzeitig und an die. Auslieferungszentren und hier und da und.

1:12:50 Feliks Eyser: Wie findest du diese Experten? Hast du jetzt oft erwähnt? Ich hole mir da Experten rein. Das klingt so einfach gesagt.

1:12:55 Janet Pawelczyk: Ja, ich spreche mit Leuten. Also ich gehe auf Leute zu, wo ich weiß: Ah, okay, die haben schon mal irgendwas in dem Bereich gemacht und frage, ob die jemanden empfehlen können. Und dann also auch mit den Investoren für Dejan Garz Haircare. Es hat fast ein Dreivierteljahr, glaube ich, gedauert, bis das dann auch wirklich alles zustande kam. Also die ersten Gespräche haben wir, ich glaube, Mai. 2024 war ich bei DM das erste Mal und da war schon okay, es ist klar, dass es zustande kommen wird. Und ab da habe ich angefangen mit Leuten zu sprechen. Und ich wurde connected durch verschiedene Leute. Und die haben dann Intros für mich gemacht, netterweise. Ich habe Leuten bei Instagram geschrieben, einfach Unternehmern, die ich kenne und die ich cool finde, wo mich auch sehr viele geghostet haben, muss ich sagen, aber das gehört dazu.

1:13:36 Feliks Eyser: Ich habe das halt nie persönlich genommen, ich kenne das ja selber.

1:13:38 Janet Pawelczyk: Man kriegt als Unternehmer auch so viele Anfragen, aber einige waren so nett und haben mir geholfen, habe ich mich mit denen zusammengesetzt. Die haben mir Tipps gegeben. Die Entscheidungsfindung war aber sehr schwer, weil wir sind jetzt sehr, sehr, sehr dankbar über den Partner, wie wir haben, weil New Flag ist bei uns mit drin. Litzen in München und die haben sie unter anderem Olaplex, Tangle Teaser groß gemacht. Invisible Bobble gehört zu denen, eine riesige Brand, die auch im DM gelistet ist. Das heißt, die haben das Expertise, was wir gebraucht haben. Und jetzt haben wir dann ein Kernteam von, ich glaube, über 40-50 Leute arbeiten an der Brand mittlerweile, das ist die Angazke riesig geworden. Also ist echt verrückt.

1:14:12 Feliks Eyser: Ich finde, das ist auch, was du gerade beschrieben hast, so eine der ultimativen Hacks, gerade was so ein Netzwerk angeht, oder wenn du Investoren suchen willst, kannst du dir jetzt die Mühe machen und wieder auf die Events gehen, viermal die Woche und so weiter und die Leute selber kennenlernen? Oder. Du kannst einen Multiplikator finden, der diese Connection schon hat, der schon seit zehn Jahren auf diesem Events war, und das ist in der Regel der schnellere Weg, und du Das bist du ja quasi für die Creator ein Stück weit, weil du jetzt genug Leute erkennst, aber das kannst du ja quasi auch die nächste Ebene denken.

1:14:38 Janet Pawelczyk: Netzwerk ist auch einfach so wichtig und auch den, also ich finde halt auch, Netzwerk ist nicht nur nehmen, nehmen, nehmen, sondern auch geben. Und das ist so dieses. Viele habe ich das Gefühl, die wollen immer was, aber geben da nicht. Und ich versuche auch immer, was zurückzugeben oder anderen Leuten zu helfen, was ich dann ja zum Beispiel auch, wie du es ja mit deinem Podcast auch machst, du gibst ja Wissen mit raus, das versuche ich auch mit meinem Podcast zu machen, dass ich den Leuten irgendwie Wissen, so vielen Leuten wie möglich Wissen rausgebe und denen halt irgendwie helfe und dadurch werden dann ja auch wieder Leute auf einen aufmerksamen

1:15:04 Feliks Eyser: Ja, es ist irgendwie Karma. Es klingt esoterisch, aber ich glaube, das wirkt total in der Businesswelt, wenn du viel gibst. Also, irgendwann öffnen sich die Türen, irgendwie kommt es zurück.

1:15:13 Janet Pawelczyk: 100 Prozent, ich bin da so dankbar für. Wie gesagt, ich glaube, es ist auch wichtig, dass man einfach keine Angst vor Ablehnungen haben darf, weil und das nicht persönlich nehmen darf, wenn jemand irgendwie nicht antwortet, sondern wie Am besten wirklich immer, wenn man Zugang zu jemandem haben möchte über einen gemeinsamen Nenner, also am besten über jemanden, den die Person kennt, die auch ein gewisses Standing vielleicht auch irgendwie in einer Branche hat. Weil dann ist meine Erfahrung, setzen sich die Personen eher mit einem an den Tisch.

1:15:36 Feliks Eyser: Ja, ja, total. Und deswegen, deswegen glaube ich doch total an dieses Founding-Investor-Modell sozusagen, was ich hier quasi mit dem Mentor Studio mache, mit dem Jetpack quasi mit Software und AI-Foundern zu arbeiten, zu helfen, solche Finanzierungsrunden zu strukturieren, beispielsweise. Also weil ich eine Trusted Relation habe, die ich weitergeben kann, ein Stück weit. Ich kann denen jetzt kein Geld raisen, sonst müssen die schon selber machen, aber ich kann Türen aufmachen und dann hört die andere Seite zu und du bist ja ähnlich mit den Creatern, dass du diese Türen aufmachen kannst und zumindest mal weißt, in welche Richtung du.

1:16:02 Janet Pawelczyk: Gehen musst. Ja, 100%.

1:16:03 Feliks Eyser: Und Reforma Pilates, erzähl mal, wie kam es dazu? Kurzer Ausflug in die Offline-Studiowelt. Deine Eltern haben dich gewarnt.

1:16:11 Janet Pawelczyk: Ja, meine Eltern haben dich gewarnt. Ist auch ein hartes Business, muss ich sagen. Aber auch wieder witzigerweise ist wieder Kapstadt auch für mich die Stadt. Es ist immer wieder Kapstadt und deswegen bin ich auch jedes Jahr hier, weil es ist für mich ein sehr inspirierender Ort mit sehr vielen inspirierenden Persönlichkeiten. Ich war nämlich das erste Mal in meinem Leben. Beim Reform der Pilat ist hier in Kapstadt. Also, in Seapoint gibt es The Movement Lab, heißt das. Habe ich das erste Mal ausprobiert, fand es toll. War noch gar nicht so sportlich damals, muss ich sagen. Das war so der erste Sport, der mir richtig Spaß gemacht hat. Bin nach Hamburg gekommen. Da gab es noch nicht so richtig. Es gab ein paar Reforma-Pilatestudios, hatten mir aber nicht so gefallen. Und dann war ich irgendwann so: hm, warum nicht einfach selber machen und besser machen? Habe ich dann mit meinen besten Freundin zusammengetan. Und wir haben da wirklich ein Konzept ausgearbeitet, sind uns so von der Ästhetik alles sehr ähnlich gewesen, haben uns schon Locations angeguckt und dann haben wir wirklich in letzten Sekunde eine Absage bekommen, tatsächlich. Und dann ruhte das Projekt erstmal so. Und dann kam aber auch alles wirklich mit dem Exit auf einmal. Ich hätte eh keine Zeit mehr, weil ich glaube, jeder, der durch eine Due Diligence gegangen ist, weiß, wie crazy dieser Prozess ist. Und dann sind aber nochmal zwei Freunde auch aus Hamburg auf uns zugekommen, die gesagt haben, hey, wir haben mitbekommen, ihr wolltet da was aufmachen. Wir sind auch gerade dran, weil wir das nicht zu viert machen. Und dann habe ich ganz klar Expectation Management, weil ich gerade in der Due Diligence war. Ich war Super gerne. So, aber auch Expectation Management. Ich kann mich nur um meinen Bereich kümmern, also nur um Social Media und Influencer, eben das, worin ich auch stark bin. Das ist wieder das, was jeder irgendwie in seiner Stärke arbeiten sollte. Und die waren so, ja klar, kein Problem, wir teilen uns auf die anderen Bereiche auf. Ich meine, vier Founder sind ja auch viele. Und hat jeder seinen Expertenbereich, für den er oder sie eben zuständig ist. Dann haben wir im März 2025 das erste Reforma Pilate Studio in Hamburg aufgemacht. Und ja, das lief sehr schnell, sehr gut. Und haben dann das. Ein Großteil von dem Geld, was schon eingegangen ist, genommen und eben in das zweite Reformplatt stürzt.

1:18:04 Feliks Eyser: Ihr konnte das zweite quasi aus dem Cashflow vom ersten aufmachen.

1:18:06 Janet Pawelczyk: Nicht komplett. Ich habe, glaube ich, nochmal Wenn ich mich nicht täusche, ich glaube 20. 000 Euro nochmal reingesteckt dann.

1:18:13 Feliks Eyser: Gibt es hätte ich den Grenzen für den Ausbau von so einem Studio, die Geräte zu kaufen, die sind teuer, die sind groß. Du musst das Ding umbauen, das Studio um. Was kostet so ein Studio im Setup, wenn man das.

1:18:23 Janet Pawelczyk: Also, ich sag mal so, ein Reformer kostet schon 5500 Euro.

1:18:25 Feliks Eyser: Und du brauchst 10, 15 oder so?

1:18:28 Janet Pawelczyk: Wir haben in einem Studio 10, in dem anderen haben wir 9. Ich sag mal, der Umbau in Hamburg war nicht so teuer, wir haben vieles selber gemacht. Also wirklich, da hat.

1:18:35 Feliks Eyser: Du standst da mit dem Pinsel oder was nicht deine Landes?

1:18:37 Janet Pawelczyk: Ich nicht, das sage ich ganz ehrlich, auch Shoutout on my Team. Aber mein Team hat da wirklich teilweise gestrichen und Regale selber zusammengebaut, weil dann gab es die Farben nicht oder die waren sehr teuer, die wir noch online gesehen haben. Es war sehr viel Do it yourself, was sehr viel lieber reingeflossen. Das heißt, das in Hamburg hat uns, glaube ich, roundabout so 80. 000, 70. 80. 000 gekostet?

1:19:00 Feliks Eyser: Ja, super wenig.

1:19:01 Janet Pawelczyk: Also, ich kenne auch welche, die in andere Studios haben, die da teilweise 500. 000 eingesteckt haben.

1:19:05 Feliks Eyser: Ja, dann brauchst du eine Abluftanlage noch und Umkleidekabinen und irgendwie Sanitär. Also, das kann ja sehr schnell sehr teuer werden.

1:19:10 Janet Pawelczyk: Genau. Jetzt in Berlin waren es auf jeden Fall, wenn du jetzt alles nochmal miteinander ist, über 100. 000.

1:19:15 Feliks Eyser: Okay.

1:19:16 Janet Pawelczyk: Also war ein bisschen teuer. Wir haben uns aber auch professionelle Hilfe geholt, hatten Architektinnen und Architekten, die das eingerichtet haben. Sieht auch nochmal, wenn du in Berlin bist, vorbeikommen.

1:19:24 Feliks Eyser: Ich komme mal vorbei. Ich hab das neulich gemacht, Reform. Ich finde es super. Ich habe Reform Appellatus zum ersten Mal, glaube ich, vor fünf, sechs Jahren gemacht. weil mich diese Firma Solidcore in den USA so fasziniert hat. So coole Gründerin, und mich erinnert es wieder total, du hast quasi die gleiche Story erzählt wie die, so sagt, hey, sie war da in einem Lagree-Studio, was übrigens auch eine crazy story ist, haben wir darüber gesprochen. Dieser Typ, der Lagree erfunden hat, so ein Franzose, der nach LA gegangen ist und der hat diese Geräte erfunden, lizenziert, sie hat es dann mit ihm zusammen gemacht, dann haben die sich gestritten, hat sie ihre eigenen Geräte gebaut und hat 100 Studios aufgemacht und das dann Private Equity verkauft. Übrigens auch richtig coole Founderin, die über ihr Vermögen spricht. Die hat ja so 80, 100 Mio verdient, etwa. Und du kannst dir quasi eine Excel anschauen, wie die ihr Geld investiert. Also die spricht komplett offen. Kann ich mal ein paar Podcasts schicken.

1:20:11 Janet Pawelczyk: Witzig, ich bin ihr vorgestern auf Instagram gefolgt und Malou heißt die.

1:20:14 Feliks Eyser: Und es gibt einen Podcast, der heißt Moneywise, erzählt sie das aber auch an anderen Stellen nochmal und mach wirklich einen Breakdown, wie sie das investiert hat. So viel Private Equity, so viele Aktien, so viel Private Investments, so viel kostet mein Home, mein Haus und also. Faszinierende Geschichte und das hat mich in das Studio gebracht und dann war ich auf diesem Ding der einzige Typ und mein Bauch hat vibriert und meine, also das ist ja auch nur ein abgefahrene Sportart. Aber ich komme gern zu euch.

1:20:38 Janet Pawelczyk: Ja, unbedingt. In Berlin haben wir sogar noch eine Matcha- und Proteinbar.

1:20:41 Feliks Eyser: Also wir haben Proteinshakes da und Matcha da.

1:20:45 Janet Pawelczyk: Ja, also das in Berlin ist wirklich richtig, richtig schön geworden. Muss ich echt sagen. Also hat das Architektenteam sehr schön gemacht.

1:20:51 Feliks Eyser: Macht ihr weitere Studios auf? Wie ist der Plan nach vorne? Gibt es einen? Ist das alles sehr organisch?

1:20:55 Janet Pawelczyk: Also, wir versuchen jetzt natürlich erstmal also Berlin zum Laufen zu bringen. Berlin ist deutlich schwieriger als Hamburg, muss ich sagen. Weil es mehr Konkurrenz gibt, auf jeden Fall. In Hamburg, wir waren eins der ersten Studios. Also jetzt mittlerweile machen die auch überall auf, aber wir haben schon ein gewisses Standing, und das müssen wir jetzt erstmal in Berlin. uns erarbeiten und Hamburg war auch irgendwie ein Heimspiel. Ich habe da viele Creator, die da auch sind, die das bewerben. Und wir machen natürlich auch viel mit Influencern und Berlin Läuft jetzt auch gut an. Also Januar ist natürlich ein super Monat, aber da können wir auf jeden Fall hoffen, dass es noch besser anlaufen wird und stecken da auf jeden Fall nochmal viel rein.

1:21:31 Feliks Eyser: Ich frage mich, ob das ein Modell ist, so Reformer Pilates in B-Städten. Also gar nicht Hamburg, sondern Kassel. Und nicht München, sondern Nürnberg. Und nicht, also ob das denn, weil du brauchst ja gar nicht so viele Teilnehmer, weil du, wie gesagt hast, du hast ja zehn Geräte oder zwölf oder so. Also du musst ja nicht tausende von Leuten da durchschleifen. Ist relativ hochpreisig.

1:21:49 Janet Pawelczyk: Ja.

1:21:49 Feliks Eyser: Kunden zahlen 30 Euro für so ein Glas oder so. Ich kann mir vorstellen, dass es auch in kleineren Städte gut verfolgt ist.

1:21:54 Janet Pawelczyk: Denke ich auch auf jeden Fall. Ich glaube, für mich ist so auch dieses so, ich. Mache ich ja immer das, was es mir Energie gibt. Und deswegen könnte ich mir das nicht vorstellen, involviert zu sein in irgendwie so einer B-Stadt, weil ich dann da, also zum Beispiel in Berlin, ich bin super gerne in Berlin und ich komme jetzt häufiger nach Berlin, weil ich da auch ein Studio habe.

1:22:11 Feliks Eyser: Wenn ich mir vorstellen müsste, ich müsste regelmäßig nach Kassel.

1:22:14 Janet Pawelczyk: Finde ich nicht so geil. Wenn meine Co-Founder das machen wollen, so go for it. Ich vertraue ihnen da. Aber mein Traum wäre ja noch eigentlich ein Reform Pilatstudio auf Mallorca.

1:22:23 Feliks Eyser: Auf Mallorca? Ja.

1:22:25 Janet Pawelczyk: Ja, das finde ich ganz toll, weil da gibt es auch noch nichts dergleichen. Ich weiß, es gibt gerade eins, was gebaut wird von einer Creatorin, der ich erfolge auf Instagram. der ich Connect bin, die macht das auch ganz cool, weil sie alles so den Prozess so begleitet. Aber es wird auch eine Grey-Studio tatsächlich, Green Yoga. Aber Reforma. Gibt's nicht so richtig. Und ich liebe Mallorca, ich kann mir vorstellen, stellen perspektivisch dahin zu ziehen. Und das ist ja auch so ein bisschen meine Motivation. Ich wollte in Hamburg ein cooles Reforma-Pilatestudio haben, wo ich auch hingehen kann.

1:22:54 Feliks Eyser: Okay, ich sehe schon, du baust dir die Landkarte, dass du dann.

1:22:57 Janet Pawelczyk: Ja, ich war schon, als ich war jetzt in LA und was mir da auch richtig war auch bei Solidcore, weil ich mir das auch unbedingt angucken wollte. Aber was ich da auch richtig gut fand, ich habe da Hot Pilates gemacht.

1:23:06 Feliks Eyser: Um Gottes Willen.

1:23:07 Janet Pawelczyk: Das war Hammer. Das fand ich. Ultra anstrengend, aber man geht danach raus, man ist einfach so energized danach, das finde ich richtig cool.

1:23:15 Feliks Eyser: Ist das so wie Hot Yoga? Der Raum wird aufgeheizt und du machst Pilate so viel.

1:23:18 Janet Pawelczyk: Genau, das ist auch mit so Infrarot. Also es war alles dunkel, laute Musik. Dann gab es verschiedene Stufen, je nach Stufe. wurde es dann heißer und also es ist schon hardcore ich war in einer class wo die Hälfte rausgegangen ist. Ja, das war heavy. Aber man fühlt sich so gut danach. Und da dachte ich kurz so Boah, sowas jetzt in Hamburg aufzumachen, einfach nur um den Leuten Excess zu coolen, Sport zu geben. Weil das ist zum Beispiel beim Reformappellat ist auch meine Mission dahinter. Ich finde es schön Dass Reforma-Pilat ist ein Sport, der viele unsportliche Leute sportlich gemacht hat, weil das ein ganz anderes ist, ist ein Low-Intensity-Workout. Das heißt. Du denkst nicht währenddessen, oh, jetzt kein Bock, sondern du bist so fokussiert darauf, die Sachen richtig auszuführen. Gehst so in die tiefen Muskulatur rein, bist danach jetzt auch nicht ultra verschwitzt, sage ich jetzt weiter.

1:24:02 Feliks Eyser: Der Puls geht nicht so krass hoch.

1:24:03 Janet Pawelczyk: Der Puls geht nicht so hoch. Das ist ein Sport, der vielen Leuten Spaß macht und Access zur Gesundheit gibt. Und die Leute gehen gesünder und besser danach raus als vorher. Und das ist das, was meine Mission hinter dem Reforma-Pilates-Studio ist, die Leute halt gesünder zu machen.

1:24:17 Feliks Eyser: Ja. Cool. Pflanzst du noch weitere Brands?

1:24:19 Janet Pawelczyk: Ich habe jetzt eigentlich gesagt, nein. Ich war Ende des letzten Jahres so, oh mein Gott, ich möchte irgendwie unbedingt nochmal mehr, aber mir macht es auch Spaß, also so ähnlich wie bei dir was zu bauen, was aufzubauen. Es kommt dieses Jahr noch, ich tiese das jetzt einfach schon an, ein Management, Unit, ein neues Management dazu, was ich mit jemandem zusammen mache, wo ich strategisch mit drin sein werde und mit investiere.

1:24:43 Feliks Eyser: Ein weiteres Management für eine andere Art von Creatern oder für eine andere Art von richtig.

1:24:47 Janet Pawelczyk: Da haben wir Ende März das Launch Event. Ich ernause das jetzt hier, so ich habe das noch gar nicht öffentlich erzählt.

1:24:53 Feliks Eyser: Breaking News, okay. Was ist das für ein Creator? Kann man da was sagen?

1:24:58 Janet Pawelczyk: Ja, da sage ich noch nichts zu.

1:24:59 Feliks Eyser: Da müsst ihr schon nett folgen, auf allen Kanälen, um es mitzukriegen. Wir brauchen noch einen guten Cliffhänger.

1:25:03 Janet Pawelczyk: Ja, aber vielleicht, um es anzuteasen Ich habe schon eben erzählt, was meine Mission in dem einen Business ist und es geht auch in die Richtung Also, vielleicht kann man sich das jetzt so ein bisschen denken.

1:25:16 Feliks Eyser: Okay, okay. Ein bisschen zu inspirieren und Leuten zu helfen, ihr Business aufzubauen und Gründungen.

1:25:23 Janet Pawelczyk: Aber ich erzähle einfach nicht mehr, werdet ihr noch sehen, ich weiß gar nicht, ob ich schon irgendwas sagen darf. Aber genau da arbeiten wir jetzt gerade dran, einfach weil auch. Ich liebe Management, ich finde es toll, was wir mit MOONGENCY, also was das Team und ich gebaut haben mit MOONGENCY und macht ultra viel Spaß auch den Leuten irgendwie eine gute Management Experience zu geben, weil wir den vollen Transparenzansatz fahren, die können Zugriff auf alles haben, die kriegen die Originalrechnungen und es gibt viele Managements Und das ist ja leider so. Manchmal ist ja der Job des Managers, hat einen schlechten Ruf, weil es so viele Manager gibt, die halt ihre Creator oder auch Künstler ausbeuten, was ich halt so Schade halt finde. Und ich will aber auch kein Massenmanagement sein. Das heißt, ich will auch nicht ein Management mit 100 Creatern drin haben. Deswegen habe ich mir jetzt oder haben wir uns jetzt jemanden Noch dazu geholt, das machen wir auch alles unter MYTY, also zusammen mit MYTY, mit dem neuen Management Unit.

1:26:16 Feliks Eyser: Okay.

1:26:17 Janet Pawelczyk: Haben wir uns noch eine Person dazugeholt, die sich sehr gut in dem Vertical, um den es geht, auskennt, die dann eben mit das neue Management gründet und mit dabei ist. Und ja, das heißt, das kommt auf jeden Fall noch dieses Jahr. Aber sonst habe ich gesagt, mache ich nichts, sondern ich möchte mich auf meine Businesses fokussieren jetzt gerade. die weiter ausbauen. Und tatsächlich möchte ich auch in diesem Jahr nochmal mehr, also auch dieses zurückgeben, also mehr auf meinen Podcast fokussieren, mehr auf meine Ich sag mal, Personal Brand im Sinne von, dass ich den Leuten mehr Wissen zurückgeben möchte.

1:26:50 Feliks Eyser: Ich meine, ich mit Business mehr sich inspirieren, so diesen Weg aufzeigen und deine Erfahrung teilen, die du gemacht hast.

1:26:55 Janet Pawelczyk: Ja, richtig. Eben so dieses so vielen Leuten wie möglich auch Access zu Themen, Fragen, Zahlen geben, wo sie vielleicht keine Leute kennen. Also, das ist so meine Mission dieses Jahr, dass ich da mehr Leute inspirieren möchte und ja motivieren möchte, ihren eigenen Weg zu gehen.

01:27:11 Influencer Marketing Playbook (B2C & B2B)

1:27:11 Feliks Eyser: Geil. Kann ich supporten. Lass uns mal ein kleines Spiel spielen. Das fragen ja immer Leute und auch in der Founder Mode-Community: Influencer Marketing als Disziplin. Ich würde gerne Influencer Marketing machen. Ich hab schon eine Brand. Also ich will die jetzt nicht neugünden mit einem Creator zusammen, aber Leute haben ja schon Brands und sagen, Jetzt habe ich irgendwie Ads geschaltet. Ich habe probiert, irgendwie Suchmaschinenoptimierung zu machen oder irgendwelche anderen Marketing-Channels zu knacken. Und ist Influencer Marketing für mich vielleicht ein Kanal? Ich gebe dir mal drei Cases. Und mich würde interessieren, wie du an den Kanal Influencer Marketing aus Brandperspektive rangehen würdest. Eine kam von dem Konstantin aus der Founderword Community, der macht eine Firma, die heißt Babau Bar. Wir machen farbefrohe Kids-Fashion. Also Kinder von 0 bis 8 kriegen da Kleider mit schönen Farben. Zielgruppe sind Moms. Primär, teilweise Vätern, teilweise auch die Großeltern. Kindermode, das ist der erste Case. Der zweite, wir machen alle zusammen und dann kannst du ein bisschen, vielleicht gibt es auch Parallelen.

1:28:09 Janet Pawelczyk: Ja, auf jeden Fall.

1:28:09 Feliks Eyser: Zweite, ist komplett eigennützig, eine neue Beteiligung von mir. Better for you Energy Drinks mit der Zielgruppe Frauen. Also Red Bull, super männlich so, assoziierst du ja eher mit einem. Typen aus dem Weltraum springt, als jetzt mit der Yoga Maus sozusagen und quasi für eine weibliche Zielgruppe, die ein Stück weit Health Conscious ist, einen Energy Drink. Und das dritte, da bin ich gespannt, was du sagst, weil das ist komplett B2B. Super Chat, die Firma, die ich vorhin erwähnt habe. WhatsApp-Management für Unternehmen. Also der kann eine Apotheke, ein Immobilienmakler, ein Autohaus, kann quasi die WhatsApp-Inbox managen. Sowohl mit Menschen als auch mit AI-Agents. Also ein großes AI-Thema, dass du Automatisierungen machst für Unternehmenskommunikation.

1:28:51 Janet Pawelczyk: Die App brauche ich, wenn du das jetzt so erst bist.

1:28:55 Feliks Eyser: Gebe ich den Code. Sehr gehört. Mach ich dir gerne eine Intro. Das ist ein B2B-Thema. Die Kunden sind Small Business Owner. Also Kids Fashion, Energy Drink für Frauen, B2B, WhatsApp und AI.

1:29:06 Janet Pawelczyk: Ähm, ja, sehr interessant. Also ich finde generell Influencer Marketing macht eigentlich in fast allen Bereichen Sinn. Wie ich das angehen würde, ist, also gerade natürlich Kids Super emotionales Thema. Da kann man perfekt mit Mami-Influencern arbeiten. Da gibt es ja einige von. Und ist auch eigentlich ganz stark, weil. Mummy-Influencer oft eine sehr, sehr starke Community haben und das ist halt auch wichtig. Und das ist was, worauf ich immer achten würde, wenn ich mit Creatern arbeite, weil gerade sowas ist natürlich. Sehr Performance getrieben. Also im Idealfall arbeitest du mit Creatern, die wirklich auch Impact auf die Abverkaufszahlen haben. Das heißt, man sollte sich Creator suchen, die wirklich eine starke Community haben und auch krass converten. Und da ist wieder das, was ich vorhin gesagt habe. Also mit den richtigen Creatern arbeiten, die auch wirklich eine Community haben und einen hohen Trust-Faktor bei ihrer Community haben. Das haben Mamis Oft, weil es einfach ein emotionales Thema ist. Das heißt, was ich da jetzt auch zum Beispiel machen würde, ist, dass ich mir die Top Mami-Influencer oder Daddy-Influencer auch raussuchen würde, die eine krasse Community haben, wo ja Leute ihnen folgen, weil sie auch Tipps irgendwie übers Muttersein geben oder auch Produktempfehlungen geben. Und das würde ich auch großflächig machen. Das heißt, dass ich als Mutter, die den gängigsten fünf Mami-Influencern folgt, Ich würde mit allen zusammenarbeiten. Das heißt, weil ich als Konsument, ich sehe dann irgendwie diese Brand bei einer Mutter und denke dann so: Ah ja, okay, ist interessant. Kann ich kenne ich es auch noch nicht. Mal gucken, ob das irgendwie noch häufiger vorkommt oder. Noch was und dann sehe ich es bei der zweiten Person und denke mir so, ah, dir, das habe ich doch schon mal gesehen. Das sind so wieder, wie man damals im Marketing diese Touch. Points gelernt hat über verschiedene Kanäle.

1:30:47 Feliks Eyser: Und zwar nicht von der gleichen Person, sondern über mehrere Personen.

1:30:51 Janet Pawelczyk: Genau, weil du denkst dann, oh, meine fünf liebsten Mami-Influencer, die haben alle diese Produkte, ich brauche es jetzt auch. Und das ist so das, was ich versuchen würde, zu schaffen, eben durch die richtigen Creator und damit den richtigen Teil.

1:31:01 Feliks Eyser: Wie finde ich die? Also zum einen technisch, nutzt du da irgendwelche Tools, die man einfach nehmen kann oder ist das super manuell? Und zum anderen, worauf achte ich jetzt? Sind es die richtigen? I don't know. Du hast dann ein Gespür dafür, ich nicht. Ich bin. Christantin vielleicht auch nicht?

1:31:12 Janet Pawelczyk: Ich bin persönlich kein Fan von Tools, weil ich finde, das ist manchmal, die gucken dann eben sehr auf diese Zahlen, auf. Du kannst auch ein hohes Engagement haben, aber wenn du nur Kommentare hast mit Herzen. Dann ist es auch keine richtige Community. Das heißt dann nicht, dass es für mich ein gutes Engagement ist. Das heißt nicht, dass die Person wirklich eine Community hat. Das heißt, was ich dann machen würde, zum Beispiel, also wenn ich jetzt wirklich, ich bin ja gar nicht in dieser Mamibubble, ich bin nicht Mutter, Was ich halt machen würde, ist, ich würde meine Freundinnen fragen, die Kinder haben und fragen, welchen Mami-Bloggern folgt ihr, einfach mal so. Und dann würde ich. Vielleicht zehn Freunden, die Kinder haben, mal fragen, wen die so folgen und gucken, ob sich da irgendwas doppelt, sage ich jetzt mal noch ein bisschen selber in die Research gehen. Man kann auch ein bisschen nach Hashtag, also nicht nach Hashtags, aber nach Suchbegriffen irgendwie suchen, das eingeben. Mittlerweile ist Social Media auch eine Suchmaschine, das heißt, ich gebe einfach Gänge Fragen, ginge Themen ein und guck, wer mir da wie so ausgespielt wird und guck auch irgendwie, wie die Reichweite ist. Guck vor allem auch, wie Werbung funktioniert, weil es gibt auch einige Creator. Die, wenn sie Werbung machen, ist das Engagement ganz schlecht. Da merkst du schon, okay, so gut kommt das nicht an. Werbung performt tendenziell immer schlechter als organischer, unwerblicher Content. Aber wenn der Gap zu groß ist, wäre ich da auch vorsichtig. Und was aber auch ein interessanter Ansatz ist, und das interessiert das muss ich jetzt direkt dran denken, als du auch über den Energy Drink gedacht hast, was jetzt auch. was ist, was in den USA schon häufiger passiert ist, aber auch immer mehr in Deutschland passiert, ist eben Media for Equity. Dass Creator wirklich Shares an der Brand kriegen und das ist dann natürlich in ihrem eigenen Interesse, die Brand groß zu machen. Das heißt, sie nutzen ihr Creator-Netzwerk, weil Creator supporten sich auch ganz stark untereinander, kriegen Also schicken dann das Produkt an ihre Creator-Freunde, weil die sagen, hey, das ist meine Brand. Ich mache ganz viel Werbung dafür, ich will aber auch, dass meine Freunde Werbung dafür machen. Schicken die Produkte dann auch an ihre Creator-Freunde, die sich ja alle gegenseitig unterstützen, die dann auch gratis Werbung dafür machen, weil sie ihren Creator-Freund unterstützen wollen. Und das ist auch ein interessanter Ansatz, dass man dann, keine Ahnung, zehn, zwanzig Prozent, je nachdem, was da so vereinbart ist, an Shares eben an die Creator gibt.

1:33:21 Feliks Eyser: Und würdest du dir eher, würdest du das aufteilen auf 10, 15 Creator oder würdest du sagen, nee, lieber gehen wir mit einer Person all in? Also im Beispiel Superpop in Deutschland. Mit dem Gründer gesprochen, wir haben ein paar Melare Reif drin, die hält, ich meine, 10% oder 20%, eins von irgendwas in der Range auf jeden Fall. Hat auch selber investiert. Die sind all in. Die machen das mit Pam. Da gibt es jetzt nicht fünf andere. Was macht Sinn?

1:33:43 Janet Pawelczyk: Ich glaube, das Problem, wenn du viele Creator reinholst, ist, dass die Chairs kleiner werden und dass die Motivation auch nicht mehr so hoch ist. Okay. Also ich glaube, ein Creator braucht eine Best. bestimmte Anzahl an Shares, um sich motiviert genug zu fühlen und zu. Um sich emotional auch involviert zu fühlen. Richtig. Ich meine, das kennen wir alle, wenn eh, also wenn man irgendwie An einer Company ein Prozent hat oder 50 Prozent, natürlich steckt man mehr Zeit in die Company rein, wo du mehr Shares hast. Das ist ganz klar. Und dementsprechend würde ich auch eher Ein im Besser daneben, aber dafür den richtigen. Also jemand, der in diesem Bereich auch absoluter Experte ist. Pamela Reif ist halt ein gutes Beispiel, weil das ist ja ein Drink, was ja auch gut für den Darm ist und Ernährung und Health, Gesundheit, das geht halt alles so in den Bereich rein. Und dafür steht sie ja. Sie steht für Gesundheit, für Sport, für Health Also ist schon ein guter Match. Das heißt, ich würde eher gucken, die richtigen Creator da mit reinzunehmen. Und Pam hat auch eine krasse Community. Und eben auch da wirklich Leute zu suchen, die Experten in dem Bereich sind. die einen Trust-Faktor haben. Das ist ganz wichtig, auch gerade wenn wir jetzt auf das B2B-Produkt gehen, was ja nochmal irgendwie komplizierter und schwieriger ist, da die richtigen Leute zu suchen, weil da würde ich zum Beispiel Stelle ich mir Influencer Marketing schwierig vor, vielleicht eher auf LinkedIn dann, wo du eben auch die Zielgruppe findest, die sich eben für das Produkt interessieren würde. Aber auch da würde ich eher vielleicht auch jemanden mit reinholen, ähm, Der dann eben Shares an dem Tool hat, der selber für sein eigenes Business nutzt, aber auch einen kosten Trust in diesem Bereich einfach hat. Sagt, hey, ich nutze es selber, weil es mir mein Business erleichtert. Und ja, da würde ich eher so rangehen.

1:35:19 Feliks Eyser: Ja, okay, interessant. Also die richtigen finden, wo es zur Audience und zur Community passt. auf Engagement zu schauen und zu überlegen, bezahle ich die einfach nur einmal in Cash oder ist es eine Option, eine Beteiligung rauszugeben? Ist ein zweischneidiges Schwert, weil eine Beteiligung ist für immer und die Werbeleistung, die kann vielleicht auch nur Punktuell sein sozusagen.

1:35:37 Janet Pawelczyk: Genau, deswegen vertraglich am besten natürlich auch alles so gut es geht irgendwie festhalten. Aber in der Regel eigentlich, also das weißt du nie, bei Creatern auch gerade, die haben Ja, auch manchmal nicht dieses unternehmerischen, das unternehmerische Verständnis. Aber in der Regel kannst du auch einiges vertraglich festhalten, wie viele Media sie pushen sollen, worauf sie sich committen sollen auch. Ja, und das würde ich so machen.

1:35:59 Feliks Eyser: Ja, gut. Und so selber machen und sich da reinfuchsen, wenn der Konstantinus mit seiner Kids-Brand macht oder sagt wie du, ich hole mir lieber einen Experten. Wie identifizier. Identifiziert man so einen Experten, der ihm helfen kann, eine Agentur oder einen Freelancer?

1:36:14 Janet Pawelczyk: Ja, ich würde einfach konkrete Cases abfragen, bei denen, also dass die einem Beispiele schicken sollen.

1:36:19 Feliks Eyser: Aus der Industrie.

1:36:20 Janet Pawelczyk: Aus der Industrie Die sie gemacht haben. Also, was sind Beiträge oder was sind Kampagnen, die sie durchgeführt haben, was waren die Ergebnisse auch da, das können die auch irgendwie anonymisiert, was sind aber auch Brands und Bereiche halt irgendwie, in denen sie sich auskennen und Ich würde halt gerade als Startup, die natürlich jetzt nicht unendlich viel Budget haben, halt immer auch auf Performance gehen. Sprich, Dass man Influencer Marketing macht und es nicht eine Awareness ist und man viele Leute erreicht, sondern dass man wirklich guckt, okay, man trackt auch die Abverkäufe und wie viel kommt wieder da rein.

1:36:49 Feliks Eyser: Ja, macht Sinn. Was passiert sonst im Social Media? Markt. Es wird über Social Media Verbote diskutiert, Nutzung geht teilweise zurück, je nachdem, ob man sich Studien anschaut. Also merkst du das? Was sind so Themen, die eben im Social Media Markt allgemein gerade passieren?

1:37:04 Janet Pawelczyk: Also ich merke nicht, dass die Nutzung zurückgeht, sage ich jetzt mal. Weil die Budgets, Influencer Marketing, Budgets werden von Jahr zu Jahr größer, größer, größer, das sehen wir auch bei uns. Also wir wachsen, wachsen, wachsen von Jahr, Jahr zu Jahr, kriegen immer mehr Anfragen, wo wir immer härter aussortieren müssen, weil man nicht mehr alles auch, ich sag mal, machen kann. Ähm Ansonsten denke ich aber, ist das eigentlich ein ganz guter Trend, worüber wir ja auch irgendwie schon gesprochen haben, beziehungsweise das D-Creator. Immer relevanter werden, die halt wirklich eine Community haben. Und vielleicht auch, weil die Tendenzen so ein bisschen runtergehen, dass alles in der Online-Welt stattfindet, ist es, finde ich, in den, hat man im letzten Jahr schon gesehen, es ist sehr viel passiert, dass die Offline-Welt auch mit der Online-Welt verschwimmt. Das heißt, dass auch Brands, Community-Events mit der Community machen und den Influencern und nicht mehr reine Influencer-Events. Also das ist, was Was sehr, ich sag mal, verschwimmt oder wirklich physische Produkte, wie wir da schon gerade gesagt haben, wurden dann die Influencer auch mit reingeholt?

1:38:02 Feliks Eyser: Das ist ganz interessant, also gerade bei dieser Energy Drink Brand ist zum Beispiel so, dass die Gründerin von Anfang an Community-Events veranstaltet hat. Tastings macht aber nicht mit Influencern, sondern quasi einfach mit regular Customers sozusagen. Und da jetzt das fünfte, sechste Event stattgefunden hat, da gibt es gutes. Fotomaterial, das Produkt wird immer besser, die sammelt Feedback, die lässt über den Namen abstimmen und das Branding und also so bindet die Leute wirklich ein und das sind jetzt auch nicht Zehntausende, das sind ein paar hundert, und von denen paar hundert sind dann wahrscheinlich zwanzig, dreißig, fünfzig richtig engaged, aber ich glaube, es ist gut, so ein Nukleus zu haben. von Community-Members, die wirklich sehr emotional dabei sind.

1:38:36 Janet Pawelczyk: 100 Prozent. Und das, ich sag mal, zeigt mal, also ich kriege das auch immer wieder von verschiedenen Brands mit, dass sie eben wirklich dieses Community-Thema fördern. Aber auch da ist ja auch interessant, dass dann wirklich Privatpersonen das ja auch auf Social Media teilen und dann halt auch dafür in Werbung machen, weil sie sich freuen, Teil davon zu sein. Und dann ist aber auch wieder die Frage: ab wann ist man denn eigentlich Influencer? Weil mittlerweile gibt es Leute, die. 8000 Follower haben, die du auch, wo du auch sagen kannst, das sind schon Influencer und die das Ganze bewerben, weil das ist auch was, was in den letzten Jahren halt so eine Relevanz dazu gewonnen hat, dass du gar nicht mehr eine Million Follower haben musst, um irgendwie auch von Social Media leben zu können. Ich habe kennen Creator, die haben 10. 000 Follower, die verdienen schon ihre 10. 000 Euro im Monat dadurch. Also diese Kleineren Communities, auch bei kleineren Creatern, werden auch immer relevanter, weil da einfach diese Verbindung zwischen Community und Creator halt viel enger ist, wenn du. Eine kleinere Reichweite hast, was immer noch sehr viel ist, natürlich 10. 000 Personen, kannst du ja viel besser diese Beziehung pflegen. Und dadurch, dass du die Beziehung besser pflegst, performst du meistens auch besser bei Kampagnen, weil der Trust-Faktor einfach viel höher ist bei der Community.

1:39:41 Feliks Eyser: Was glaubst du, wo gerade noch underpriced Attention liegt oder wo sie sein könnte? Gibt es eine neue Plattformen? Ist TikTok noch günstiger? Gibt es irgendwie neue Themen, wo man sagt, okay, da sind die Kids jetzt heute unterwegs, die kennen wir noch gar nicht?

1:39:53 Janet Pawelczyk: Ja, also schwierig, weil also. Es haben immer wieder, haben es Plattformen dann irgendwie versucht, aber das sind einfach solche Giganten gerade. Ich glaube, Instagram bleibt weiterhin relevant. Ich habe das Gefühl, YouTube hat so ein bisschen ein Revival, dass viele jetzt wieder zurück auf YouTube gehen oder YouTube Videos aufnehmen wieder. Aber was ich sagen würde, wo man halt den Fokus jetzt drauf setzen sollte, sind wirklich kleine Creator, die ein Wachstum mitbringen. Also das Heißt, dass man guckt, okay, welche Creator wachsen, dass man als Brand auch auf die setzt. Dass man nicht nur auf die großen etablierten Creator setzt, sondern sieht, okay, die Person macht coolen Content. Hat jetzt in den letzten zwei Monaten irgendwie, ist sie, keine Ahnung, von 3. 000 auf 10. 000, dann nochmal auf irgendwie 15. 000 gewachsen, dass man solche Creator sucht. Mit denen gemeinsam wächst, die auch vielleicht auch irgendwie supportet in ihrem Wachstum, die auch irgendwie auch wieder ein Abler für die ist an größere Creator, die die irgendwie hochziehen können und so weiter. Und dass man auf diese kleinen Creator geht und versucht, mit ihnen zu wachsen, weil das ist im Endeffekt ja auch das, was wir im Management bei uns machen. Eine Kiki hatte 8000 Follower, als sie zu uns ins Management gekommen ist. Ein Dejan hatte. Ich glaube, 80. 000 Follower, als sie sonst ins Management gekommen ist. Ne, Malika hatte auch, ich glaube, 200. 000 Follower, als sie sonst ins Management gekommen ist. Jetzt hat sie auch über eine Million Follower. Also, das sind alles.

1:41:04 Feliks Eyser: Okay, interessant. Also, eine Enterprise Attention könnte sein, die Leute super frühzeitig zu entdecken und gemeinsam mit denen was zu entdecken.

1:41:09 Janet Pawelczyk: Gemeinsam mit denen, was zu machen, die nahen sich zu binden, einer der ersten Brandpartner zu sein, mit ihnen zu wachsen, alles mitzugehen, den Weg. Also ich glaube, das ist das, weil das kann ich halt auch transparent sagen. Die gefragten Creator können sich aussuchen, mit denen, mit wem sie arbeiten wollen. Ich finde, das ist immer auch so unfair, weil dann ganz oft irgendwie gesagt wird: öffentlich, ja, Creator sind käuflich. Gerade die großen Creator sind nicht käuflich, weil denen die können sich alles aussuchen. Die können sich jede Brand aussuchen, mit der sie arbeiten wollen. Wir müssen krass. aussortieren und sind teilweise Monate im Voraus ausgebucht, weil der Creator ja auch nicht jeden Tag Werbung machen möchte, weil wir einfach so viele Anfragen kriegen und der Creator sagt. Ich mag die Produkte nicht, warum soll ich die bewerben? Das ist ja auch eine Authentizität, die halt damit verloren geht, wenn man alles bewerben würde. Ich würde sagen, gerade die großen Creator kriegen so viele Anfragen, dass die sich. Ja, dass sie einfach wirklich sehr picky auch sein können, weil sie sich alles ausdrücken können, mit wenigen die arbeiten wollen, bezahlt arbeiten wollen. Und deswegen darauf die kleinen Sätzen den Trust-Faktor Aufbauen, sie an sich binden, dass auch wenn sie groß sind, immer noch mit einem arbeiten wollen, weil sie einfach extrem dankbar sind, dass ihm die Möglichkeit geboten worden ist.

1:42:13 Feliks Eyser: Auch wieder upliften, die Kleinen finden und helfen. Always uplifting. Was heißt für dich Dream Big? Ich habe hier deinen Post gefunden, fand ich sehr cool. Mein ganzes Leben wurde gesagt, wurde mir gesagt, ich träume zu groß, ich denke zu groß, ich warte zu viel. Aber ich war schon immer der Meinung, die, die groß genug denken, sind auch diejenigen, die es schaffen.

1:42:34 Janet Pawelczyk: Richtig.

1:42:35 Feliks Eyser: If your dreams don't scare you, they aren't big enough.

1:42:38 Janet Pawelczyk: Richtig. Es ist ganz witzig, weil. woran ich denken musste tatsächlich, weil damals, ich hätte das irgendwie schon immer in der Schulzeit, dass ich oder schon von Anfang an, dass ich dachte, ich kann halt alles schaffen, was ich will, was auch dann kommt, dass meine Eltern mich. Sehr dahin erzogen haben mit der Mentalität, du kannst alles schaffen, was du willst, wenn du es dir vornimmst, wenn du dranbleibst. Das haben die mir von Klein auf gesagt, dass ich jede Möglichkeit der Welt habe und auch die mir, habe ich ja schon erzählt, wirklich auch alles versucht haben, immer möglich zu machen. Aber ich erinnere mich auch noch an, ich hatte auch immer so utopische Ziele halt schon. Ich weiß noch, dass ich zum Beispiel in der Schulzeit, da war ich, gerade habe ich Abi gemacht und dann saßen wir da alle so in der Runde und haben darüber gesagt, ja, was wollt ihr denn so an Geld nach dem Abi verdienen? Und ich war so, ich wusste auch gar nicht wieder ein Namen, was ich wusste nicht, was meine Eltern irgendwie verdienen. Ich wusste nichts. Ich so, ja, ich würde schon mein erster Job, so netto, 10. 000 Euro im Monat. Und alle haben mich ausgelacht, alle waren so, Das kriegt niemand nach dem Studium. Also du kriegst vielleicht 2205 netto, so wurde mir gesagt. Und ich war so, nee, ich schaff das. Ich krieg das irgendwie hin. Spoiler, ich habe keine 10. 000 Euro netto nach dem Studium verdient, aber ich hatte den Job von allen aus meiner ganzen Stufe die mit Abstand am meisten Geld verdient hat. Und ich habe in meinem ersten Job meinen Jahresgalt um 10. 000 Euro nochmal nach hoch oben verhandelt, weil ich immer schon für mich einen höheren Anspruch und höhere Ziele hatte. Und Das gilt jetzt nicht nur, ich sag mal, monetär.

1:43:59 Feliks Eyser: Wie bist du da rangegangen? Das ist ein Thema, was schwierig ist, und gerade bei Frauen, es gibt dieses Pay Gap, dass viele sich nicht trauen. Bei Gründerinnen vielleicht das Gleiche, was Bewertungen angeht und Investmentsummen angeht. Wie bist du da speziell vorgegangen, zurückzuhandeln?

1:44:12 Janet Pawelczyk: Hab einfach gesagt, dass ich das gerne hätte. Also einfach kommuniziert, einfach ausgesprochen. Ich war ja frisch, auch nach dem Studium. Also ich hätte da, ich habe noch nie vorher irgendwie ein Gehalt verhandelt, aber ich denke mir halt immer. Mehr als Nein kann doch nicht passieren. Also, die werden nicht zu mir sagen, du willst 10. 000 Euro mehr. Ich gebe dir jetzt den Job gar nicht. Das passiert dann nicht, sondern die sagen dann: Nee, sorry ist nicht drin. Dann sage ich, okay, dann nehme ich das Offer, was ich da vorliegen habe, oder nehme es halt eben nicht an. Aber

1:44:36 Feliks Eyser: Du hast dir den Worst Case quasi vorgestellt, den es nicht gibt. Das wäre meistens nicht so schlimm, wie man es gibt. Ja, richtig.

1:44:43 Janet Pawelczyk: Und ich denke mir auch so, wenn ich jemanden habe, die irgendwie utopisch. viel Geld jetzt von mir in der Anstellung möchte, denke ich mir auch nicht so, okay, was ist das für nur Verrückte, sondern ich denke mir, okay, die ist selbstbewusst, dann wird sie auch selbstbewusst im Job sein. Also ich assoziiere das eher positiv. Natürlich würde ich auch niemanden enttäuschen und denken, hey, das ist jetzt im Budget so nicht drin. Aber ich finde, so mehr von sich zu wollen, also du kannst dich doch nur für dich selber einsetzen. Niemand wird von der Seite kommen und für dich dein Gehalt verhandeln. Niemand wird von der Seite zu dir kommen und sagen Hey, streb doch einfach mal ein Exit an, so das musst du selber alleine machen und das ist auch so eine Mentality, mit der ich irgendwie Wo ich das, was ich irgendwo mal, glaube ich, gelesen habe. So, wenn ich selber nicht an mich glaube, wie sollen andere Leute an mich glauben? Ich muss selber mein größter Fan, mein biggestorter sein, weil sonst können andere Leute nicht an mich glauben. Und Ich versuche mit meinem Job an andere Leute aufzuglaufen und ihm denen genau das mitzugeben. Aber ich denke mir ganz oft, was ist der Worst Case? Der Worst Case beim Verhandeln ist halt, dass ich einen Nein kriege. Und dann mache ich weiter, dass es eh nächste Woche vergessen ist.

1:45:48 Feliks Eyser: Wenn man es wirklich runterbricht. Also man hat ja oft Angst vor so einem abstrakten Ja-Ablehnung. Aber du sagst, okay, was ist, wenn er wirklich nein? Lebst du dann auf der Straße? Nein. Weil ich habe immer noch meine Wohnung, meine Eltern, meine. Durch einen anderen Job. Je konkreter es ist, desto weniger Angst kann man eigentlich davon.

01:46:04 Warum dein Worst Case eigentlich geil ist

1:46:04 Janet Pawelczyk: Es hat mir zum Beispiel auch um Gründen ganz viel Angst genommen, weil ich habe genau diesen Worst Case einmal mit durchgespielt. Ich war dann so, okay, was ist jetzt, wenn ich den GmbH-gründe und das alles voll gegen die Wand fahre? Was mache ich dann? Ich war während des Studiums am Reisen in Thailand, von Thailand ganz toll und habe gedacht: ganz ehrlich, the aller worst case, was ich machen würde, wenn ich am Ende nur, keine Ahnung, mir gerade so mein Leben irgendwie in Deutschland finanzieren könnte. Würde ich versuchen, irgendwie einen Remote-Job zu machen. Geh nach Thailand.

1:46:29 Feliks Eyser: Für 1000 Euro im Monat.

1:46:30 Janet Pawelczyk: Für 1000 Euro im Monat. Leb auf der wunderschönsten Insel, die es irgendwo gibt, lauf Barfuß die ganze Zeit. Rum und hab das beste Leben. Es ist jeden Tag irgendwie Mango, Sticky Rice und was weiß ich, was es da gibt und hab ein gutes Leben. Also

1:46:45 Feliks Eyser: Das ist nicht der schlechteste Worst Case, hell.

1:46:46 Janet Pawelczyk: Ja, und der Worst Case ist eigentlich auch geil. Und das hat mir so viel Angst genommen, weil ich dachte immer, mein Escape Plan ist Thailand und die Insel für Tango Monat. Ja, genau. Und Das hat mir auch ganz viel Angst genommen. Deswegen, das kann ich jedem mitgeben, einmal wirklich diesen Worst Case durchzuspielen. Und meistens ist der Worst Case auch gerade, wenn man gründen will, dass man halt wieder in die Anstellung geht. Und ich habe meine Coppels halt geliebt. Ich fand es ganz toll bei Google.

1:47:08 Feliks Eyser: Und wenn du keine Angst vor deinen Träumen hast und sind sie nicht groß genug, wovor hast du gerade Angst?

1:47:13 Janet Pawelczyk: Ja, ich finde das ganz schwierig, weil. Ich habe wirklich sehr vieles von meinen Zielen jetzt schon erreicht, tatsächlich. Ich habe immer wieder Angst, ein neues Reforma-Pilates-Studio zu öffnen, weil das noch kein Expert-Field von mir ist. Ich würde sagen, in den anderen Bereichen bin ich schon Expertin, aber würden wir jetzt zum Beispiel noch eine Reforma-Pilate-Studie, auch weil das ein großes Investment ist, was man natürlich irgendwie reinsteckt und hohes Risiko? Würden wir jetzt wahrscheinlich noch eins auf Mallorca aufmachen? Hätte ich da schon Angst? Wir haben auch ein neues Land, man muss eine neue Gesellschaft dafür machen. Das klingt groß. Und das klingt davor, habe ich auf jeden Fall Angst, aber ich denke mir auch immer, wenn ich vor was Angst habe, muss ich in diese Angst reingehen und das machen und mich da Angst stellen. Aber es ist auch gerade tatsächlich eine Angst. Bei mir ist sehr gerade dieses Thema, wo möchte ich zukünftig leben, wo möchte ich irgendwann mal meine Familie gründen und Kinder aufziehen. Mallorca ist da ganz weit oben auf der Stelle.

1:48:02 Feliks Eyser: Ich glaube, Mallorca ist ein guter ist ein guter Pick.

1:48:05 Janet Pawelczyk: Genau, und davor habe ich dann natürlich auch Angst, wenn es irgendwann so weit kommen sollte. Aber auch dann stelle ich mich, ich probiere es jetzt. Also ab April suchen wir gerade eine Wohnung oder ein Haus auf Mallorca.

1:48:15 Feliks Eyser: Du gehst auch auf Mallorca, haben wir gerade. Ja, wir sind viel, wir sind auch viel auf Mallorca. Genau, richtig.

1:48:18 Janet Pawelczyk: Das heißt, wir suchen auch gerade Und das ist so der erste Step, wie ich mich irgendwie der Angst stelle. Aber ich würde sagen, das ist eher eine größere Angst, die ich da einfach gerade gerade habe. Also wirklich. ins Ausland zu gehen, ganz neue Umgebung, Co. Aber es ist halt mein Wunsch auch.

1:48:35 Feliks Eyser: Klingt auch nach einer guten Wachstumsopportunity. Ja. Ich bin noch eine letzte Frage an dich aus der Community. Bonusfrage von Tim von deinem Partner. Wenn du einer Person ein Jahr in der Kamera folgen könntest für die Netflix-Doku. Wer wäre das und warum? Aber ich mir nicht selber ausgedacht. Ich habe die Frage geklaut und ich finde sie super.

1:48:57 Janet Pawelczyk: Ich finde die Frage auch gut. Jetzt erwarten alle wahrscheinlich eine krasse Business-Frage von mir. Und ich glaube, wenn ich auf Business-Richtung, äh, eine Business-Antwort von mir von einem krassen Unternehmer. Und ich glaube, unternehmerisch würde ich. Ein ja gerne Steven von The Diary of a CEO begleiten, wie er das Ganze aufgebaut hat, weil ich das so impressive finde. Und ich finde, der hat einen State-of-the-art-Podcast, der macht das mega. Aber Meine eigentliche Antwort, ich kenne die Frage, weil Timmy die Frage natürlich auch schon gestellt hat. Ich würde ganz ehrlich, weil ich weiß, dass das auf Netflix einschlagen würde wie sonst was. Ich würde eine Doku machen und ein Jahr lang Hailey Bieber begleiten und zu gucken, wie sie, also erstmal finde ich sie natürlich unternehmerisch, auch mit Road, wie sie das alles gegründet hat.

1:49:42 Feliks Eyser: Riesenaxit, super unternehmerischer Erfolg, wenig Produkt.

1:49:45 Janet Pawelczyk: Creator Brand auch irgendwie finde ich es mega spannend, wie sie das alles aufgezogen hat. Aber natürlich auch dieses ganze Zwischenmenschliche mit Justin Bieber, der ja in der Zeit lang psychisch irgendwie labil war, wie sie ihn da irgendwie unterstützt hat, der Dann irgendwie gar keine Musik mehr gemacht hat, dann da auch irgendwie so ein Drama hatte. Also, ich finde, das sind sehr viele Welten, wo ich glaube, dass das eine sehr erfolgreiche Doku wäre, aber wo ich auch gerne mal so ein bisschen sehen würde: Okay, wie leben die denn eigentlich so ein Jahr? Also bei mir wäre es Hailey Bieber.

1:50:13 Feliks Eyser: Okay, okay. Und dann in Neugier bis Freddy, also es ist auch Uplifting, diese Komponente. So wie hat sie da ihnen abgeliftet in schwierigen Zeiten?

1:50:21 Janet Pawelczyk: Ja, genau. Und also wie es auch so ein bisschen hinter den Kulissen ist, weil sie ja auch einfach. Ja, auch eine krasse Unternehmerin mittlerweile ist. Und es ist auch eine Creator-Brand, irgendwo, so eine Celebrity-Brand. Und da habe ich eh immer sehr viel Interesse dran, wie man eben, und das ist ja ein Best Case, wie sie die Creator-Brand aufgezogen hat. Wie, also, das ist eine Skincare-Brand, das ist, finde ich, der härteste Bereich, wo man eine Brand gründen kann, weil es so viel Konkurrenz gibt und sie hat es trotzdem geschafft, mega erfolgreich zu sein, gewisses Bild ja auch mit ihrer Marke zu vermitteln. Das Marketing ist super, was sie gemacht haben. Sie hat sich selber irgendwie, es passt halt auch einfach zu ihr. Sie ist so dieses Clean Girl und das ist so eine Clean Girl. Brand auch geworden und dann eben mit diesem Exit, der ja super beeindruckend ist. Also finde ich schon sehr, sehr, sehr spannend. Und da finde ich auch die Celebrity-Welt halt auch einfach ganz spannend, um das alles da zu sehen. Br

1:51:14 Feliks Eyser: Cooler Pick. Schön, dass du da warst. Wer soll sich bei dir melden? Wo finden Leute sich online? Wer hier noch zuhört, hat sich ja qualifiziert, der hat uns jetzt schon ein, zwei Stunden zugehört. Jetzt die Die-Hard Fans sozusagen. Wer soll sich melden und wo finden Leute dich?

1:51:32 Janet Pawelczyk: Also, man kann sich bei mir melden, ich würde immer sagen, am ehesten wahrscheinlich über Instagram, Janet Pavelczyk, heiße ich aber mit C H I C K, also ein bisschen anders geschrieben als mein richtiger Nachname, das war ein Künstler, Instagram-Name. Das heißt, über Instagram werde ich immer ganz gerne kontaktiert. LinkedIn gucke ich nicht so viel rein. Das werde ich aber dieses Jahr noch angehen. Und per E-Mail einfach. Janet. moongency. de ist meine E-Mail. Also ich bin sehr gut per E-Mail auch erreichbar. Und wer soll sich melden? Wahrscheinlich jemand, der mir irgendwie helfen kann, wie ich mein Geld irgendwie anlegen soll. Jemand, der selber.

1:52:06 Feliks Eyser: Be careful.

1:52:07 Janet Pawelczyk: Kein Finanzberater, das sage ich jetzt schon mal, sondern jemand, der vielleicht auch selber ein Exit gemacht hat. und eine größere Summe an Geld hat und das vielleicht auch schon länger her ist und mir sagen kann, ey, das war ein smarter Move, was ich mit einem Geld gemacht habe. Also Aber sonst kann ich mich nicht mehr so gut. Ja, sehr gerne. Also das würde ich mich freuen, damit ich irgendwie ein Benefit draus ziehe. Aber wenn irgendjemand zuhört und denkt Die können irgendwie von mir profitieren oder die, ich kann ihnen irgendwie was mitgeben, kann sich jeder gerne bei mir melden.

1:52:33 Feliks Eyser: Ich helfe immer gerne.

1:52:34 Janet Pawelczyk: Sehr cool.

1:52:34 Feliks Eyser: Wer sich für Reformenpilates interessiert in Hamburg, Berlin, vielleicht bald auf Mallorca soll vorbeikommen. Unser Business Creator House, müssen wir drüber sprechen. Nochmal andere Business Creator für die zweite Jahreshälfte. Finde ich gut. Deinen Podcast kann man abonnieren. Business Spice. Haben wir gar nicht so viel drüber gesprochen. Nochmal ein Shoutout an deinen Podcast.

1:52:52 Janet Pawelczyk: Dankeschön. Ja, da gibt es auch einige, vielleicht auch, warum er Business-Spice heißt, eben weil, und das finde ich auch in deinem Podcast so cool, wir auch sehr offen über Zahlen sprechen, über unangenehme Situationen, wie es auch wirklich ist. Gerade auch als Frau im Unternehmertum ist ja auch nochmal was anderes. Also viel mit dem Empowerment sprechen wir auch drüber, aber auch wirklich ganz transparent über Zahlen, irgendwie ohne Scham und einfach Brutal ehrlich, hauen wir einfach alles raus. Sing ist der Podcast auch manchmal sehr spicy.

1:53:19 Feliks Eyser: Sehr gut.

1:53:20 Janet Pawelczyk: Das Ding ist ein Spice.

1:53:21 Feliks Eyser: Sehr gut. Also sofort abonnieren. Ihr seid ja gerade in der Podcast-App, also jeder dazuhört, hat er keine Ausrede, ihr seid ja entweder auf Spotify oder Apple oder YouTube. Okay, dann einmal Spotify switchen oder. Und folgen, eine Bewertung abgeben. Richtig cool. Vielen Dank, dass du da warst. Ich habe viel gelernt. Ich fand super. Danke für deine Offenheit und all die spannenden Learnings.

1:53:38 Janet Pawelczyk: Danke dir, dass du diesen coolen Podcast machst. Also wirklich Hammer. Und danke, danke, danke für die Einladung. Danke schön.

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